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An den

Präsidenten des Südtiroler Landtages


Herrn Dr. Ing. Roberto Bizzo
Bozen

Bozen, den 12. März 2018

ANFRAGE
31651 A%

Gewalt an Frauen

Das Problemfeld rund um die Gewalt an Frauen in Südtirol muss vertieft werden.

Daraus ergeben sich folgende Fragen an die Landesregierung verbunden mit der Bitte um schriftliche Antwort:

1. Wie viele Fälle von „Gewalt an Frauen" (und Mädchen) wurden von den Sicherheitskräften in Südtirol in den
Jahren 2015, 2016 und 2017 in Südtirol registriert und welcher Form der Gewalt waren die Betroffenen
ausgesetzt?
2. Welches waren die Tatmotive und die Täter?
3. Welche Rolle spielten religiöse oder ideologische Überzeugungen bei der Ausübung von psychischer oder
physischer Gewalt?
4. Wie viele der Betroffenen, wie sie aus Frage 1 hervorgehen, mussten entsprechenden medizinisch behandelt
werden?
5. Welche Staatsbürgerschaft haben die Frauen und Mädchen, wie sie aus Frage 1 hervorgehen, aufgewiesen?
Bitte wiederum nach den Jahren 2015, 2016 und 2017 aufschlüsseln.
6. Wie viele Frauen sind derzeit aufgrund von Gewaltübergriffen in den Frauenhäusern untergebracht und welches
sind ihre Staatsbürgerschaften?
7. Welche Präventivmaßnahmen zur Vermeidung der Gewalt an Frauen werden bei Einwanderergruppen
angeboten, in deren Herkunftsländern Frauen eine untergeordnete Rolle spielen?

L. Abg. Ulli Mair

cio Sigmar Stocker Landtagsfraktion


Kirchgasse 62 Silvius-Magnago-Platz 6
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AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE
Landesrätin für Gesundheit, Sport, Soziales und Arbeit Assessora alla Salute, Sport, Politiche Sociali e Lavoro

Landtagsabgeordnete
Ulli Mair

Bozen, 04.05.2018 Die Freiheitlichen
Silvius-Magnago-Platz 6

Zur Kenntnis: Herrn Präsidenten


des Südtiroler Landtages
Dr. Ing. Roberto Bizzo
Silvius-Magnago-Platz 6

Im Hause

Landtagsanfrage 3365 vom 14.03.2018 — Gewalt an Frauen

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete,

Ihre Landtagsanfrage Nr. 3365/2018 beantworte ich wie folgt:

Frage 1 Wie viele Fälle von „Gewalt an Frauen" (und Mädchen) wurden von den Sicherheitskräften in
Südtirol in den Jahren 2015, 2016 und 2017 in Südtirol registriert und welcher Form der Gewalt waren die
Betroffenen ausgesetzt?

Die entsprechenden Daten sind erst kürzlich vom Astat veröffentlicht worden. (Astat Info Nr. 13/2018).

2. Welches waren die Tatmotive und die Täter?


Auch diese Daten können aus den Veröffentlichungen des ASTAT entnommen werden (Astat Info Nr.
52/2017).

3. Welche Rolle spielten religiöse oder ideologische Überzeugungen bei der Ausübung von psychischer oder
physischer Gewalt?

Die Religionszugehörigkeit von Opfern und Täter wird nicht erhoben. Die vorliegenden Daten lassen aber
vermuten, dass für die Ausübung von Gewalt gegen Frauen weniger religiöse Beweggründe zum Tragen
kommen, da Gewalt gegen Frauen in allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen und vorwiegend innerhalb
der Familie/Beziehung vorkommt.

4. und 5 Wie viele der Betroffenen, wie sie aus Frage 1 hervorgehen, mussten entsprechenden medizinisch
behandelt werden? Welche Staatsbürgerschaft haben die Frauen und Mädchen, wie sie aus Frage 1
hervorgehen, aufgewiesen?
Bitte wiederum nach den Jahren 2015, 2016 und 2017 aufschlüsseln

Auch dazu liegen keine Daten vor.

6. Wie viele Frauen sind derzeit aufgrund von Gewaltübergriffen in den Frauenhäusern untergebracht und
welches sind ihre Staatsbürgerschaften?

Die entsprechenden Daten sind im Astat Info Nr. 52/2017 veröffentlicht.


7. Welche Präventivmaßnahmen zur Vermeidung der Gewalt an Frauen werden bei Einwanderergruppen
angeboten, in deren Herkunftsländern Frauen eine untergeordnete Rolle spielen?

Gewalt an Frauen ist ein transversales Problem, das alle Bevölkerungsschichten betrifft. Über ein

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Gemeinschaftsprojekt verschiedener Landesämter, des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen


und der Frauenhausdienste Brixen und Meran werden Workshops zur Stärkung von Mädchen und jungen
Frauen im Umgang mit sexualisierter Gewalt und Übergriffen organisiert. Zielgruppe der Workshops „Ich
sag Nein" sind Mädchen und junge Frauen der 3. Klasse Mittelschule und der Ober- und Berufsschulen in
Südtirol. Auf diese Weise werden auch die Mädchen mit Migrationshintergrund erreicht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.' Martha Stocker


Landesrätin
(mit digitaler Unterschrift unterzeichnet)