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Ramtha

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Geistige Gladiatoren
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der Zukunft
GEISTIGE GLADIATOREN DER ZUKUNFT

Titel der amerikanischen Originalausgabe:


THE MIND GLADIATORS OF THE FUTURE
Copyright © 2013 JZ Knight
Alle Rechte vorbehalten.

Originalausgabe von Jaime Leal Anaya,


mit Genehmigung von JZ Knight

Diese Ausgabe ist lizensiert und veröffentlicht von  Gabriel Reinert ligvid.media im Jahre 2016

Übersetzt aus dem Amerikanischen von  Helga Krachler


Bearbeitung von  Gabriel Reinert

Diese Übersetzung basiert auf der englischsprachigen Ausgabe, welche die von Ramtha vermittelten
Originallehren wiedergibt; es ist unvermeidlich, dass durch eine Übersetzung ein Teil der Botschaft
verloren gehen kann.

Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne die schriftliche Genehmigung von JZK Publishing, einem
Unternehmenszweig von JZK, Inc. in irgendeiner Form oder durch Hilfsmittel irgendwelcher Art
elektronisch oder mechanisch vervielfältigt oder übertragen werden; dies schließt Fotokopien, Aufnah-
men oder sonstige Informationsspeicher- und Wiedergabesysteme mit ein.

Diese Veröffentlichung basiert auf den Ramtha Dialogues®, einer Serie von Tonband- und CD-Auf-
nahmen (eingetragen beim United States Copyright Office) und erfolgt mit freundlicher Genehmi-
gung von JZ Knight und JZK, Inc. Die Originalaudioaufnahmen der Lehren Ramthas, die in der
Gestaltung dieses Buches verwendet wurden, sind Folgende:
The Outrageous Radical Few (CD 9121-22, 25. September 1991, Copyright ℗ 1991 JZ Knight),
Remembering the Future (CD 9303, 04. Januar 1993, Copyright ℗ 1993 JZ Knight) und
Mind Gladiators of the Future (CD 0801.2, 13. Januar 2008, Copyright ℗ 2008 JZ Knight)

Ramtha®, Ramtha Dialogues®, C&E®, Consciousness & Energy® (Bewusstsein & Energie), Fieldwork®
(Feldarbeit), The Tank® (Der Tank), Blue Body® (Der Blaue Körper), Twilight®, Torsion Process® (Tor-
sionsfeldübung), The Grid® (Das Gitter), Neighborhood Walk® (Nachbarschaftsgang), Create Your
Day® (Den Tag Erschaffen), Become a Remarkable Life® (Entfalte ein Bemerkenswertes Leben), Mind
as MatterSM (Mind als Materie), Conquer Yourself® (Erobere dich selbst), Analogical ArcherySM und
Gladys® sind Markenzeichen und Dienstleistungsmarken von JZ Knight und werden mit deren Ge-
nehmigung verwendet.

Für weitere Informationen über Ramthas Lehren wenden Sie sich bitte an:
Ramtha’s School of Enlightenment
PO Box 1210, Yelm, WA 98597, USA
http://www.ramtha.com

Gestaltung, Umschlag, Satz  Gabriel Reinert


Gesetzt aus  Garamond Pro und Cronos Pro
Druck und Bindung  GGP Media GmbH, Pößneck

1. Auflage
Winter 2015 / 2016

isbn 978-3-940786-62-3

Printed in Germany
»Die Weise, unsterblich zu werden, ist,
wenn Du Unsterblichkeit erschaffst.« Ramtha
INHALT

Eine wichtige Botschaft  8

Danksagungen  9

Einführung des Original-Herausgebers


Auftakt: Das Geheimnis der Unsterblichkeit  11

Teil 1
Erinnerung an die Zukunft

Lobeslied auf das, was erst werden muss  21

1. Die Zukunft als das Jetzt erschaffen  23

Die wohltätige Tat der Präsenz und Hingabe  26

2. Rückblickend nach vorne schauen erschafft die


künftige Zeit  33

Der Traum der Natur - die höchste Form


natürlicher Magie  38

3. Sich aus der Zeit erheben und ein Unsterblicher


werden  43

Das unter dem Pentagramm besiegelte Große Werk  49


Teil 2
Um der Meister der Zeit zu werden,
muss man das Tier erobern

Gebet der Befreiung  55

4. Das Aussergewöhnliche als ein Talisman der


Zukunft und die Kunst der Schöpfung  56

Einweihung in einen Ort, der nicht von Zeit


beherrscht wird  69

Das Kastensystem, in dem ihr lebt  74

Die Reise der radikalen Wenigen, die Revolution


des Selbst  78

5. Der Schlüssel ist Fokus  86

6. Das Geheimnis von »Ich bin«, Wissen und lange,


zeitlose Gedanken  99

Krümel von einer göttlichen Tafel  104

Gebet für Veränderung  107

7. Einweihung in Paradise Beach  108


8. Die grösste Eroberung von allen - ihr selbst  119

Die drei ursprünglichen Prinzipien und wie man


sie außerhalb von Zeit in die Tat umsetzt  125

Ein der Erinnerung wertes großartiges, zeitloses


Wesen  140

Teil 3
Zukünftiger Geist und der Garten eines
fantastischen Realismus

Trinkspruch auf die Gladiatoren der Zukunft  151

9. Der Welleneffekt im Fluss der Zeit  151

Ein mit der Zukunft frequenzspezifischer Geist


und seine Auswirkungen auf den Körper  157

10. Wie lassen wir neue Neuronen in die Zukunft


und in das Unbekannte wachsen?  163

Eigenhändige Regenese und Evolution  170

11. Der Traum des Fliegens und der Schmetterling  184

Der Gärtner eures eigenen Geistes  187


12. Die neue Welle der Realität, die nächste
Zeitverschiebung, muss von euch kommen  193

Schlussworte: Natur und euer künftiges Selbst  202

RAMTHAS AUSGEWÄHLTES GLOSSAR  205

ÜBER RAMTHAS SCHULE DER ERLEUCHTUNG  211


8  

EINE WICHTIGE BOTSCHAFT

Dieses Buch basiert auf Ramtha Dialogues®, einer


Serie von Audioaufnahmen der Vorträge und Lehren, die
von Ramtha übermittelt wurden. Ramtha hat die Ameri-
kanerin JZ Knight als sein einziges Channel gewählt, um
seine Botschaft zu überbringen. Die einzige Sprache,
die er verwendet, um seine Lehren zu kommunizieren,
ist die englische Sprache. Sein Stil der Sprache ist sehr
einzigartig und ungewöhnlich, was oft als archaisch oder
seltsam missverstanden wird. Er hat erklärt, dass seine
Wahl der Worte, seine Veränderung der Worte, seine
Satzkonstruktion und die Anordnung der Verben und
Nomen, seine Brüche und Pausen mitten im Satz alle
absichtlich sind, um eine Vielzahl von Schichten der
Akzeptanz und Interpretation zu erreichen, die in einer
Zuhörerschaft, bestehend aus Menschen von einer Viel-
falt kultureller Hintergründe und Gesellschaftsschichten
präsent sind.
Um die Authentizität der von Ramtha übermittelten
Botschaft zu bewahren, haben wir die ursprünglichen
Worte so wiedergegeben, wie sie gesprochen wurden,
damit der Leser die Lehre erfahren kann, als ob er dabei
gewesen wäre. Wenn Sie einige Sätze finden, die unrichtig
oder gemäß der aktuellen linguistischen Form Ihrer
Sprache seltsam erscheinen, ermutigen wir Sie, diesen
Teil erneut zu lesen, um zu versuchen, die Bedeutung
hinter den Worten zu erfassen, anstatt nur der literari-
schen Konstruktion kritisch gegenüber zu stehen. Wir
wünschen Ihnen alles Gute. Genießen Sie diese Lektüre.
  9

DANKSAGUNGEN

Zuallererst möchten wir unsere aufrichtige Dank-


barkeit JZ Knight aussprechen, dafür, dass sie es
möglich macht, durch ihre Person und ihre unerschüt-
terliche Hingabe, Ramthas Lehren zu channeln, des
Herrn des Windes. Wir wollen ihr auch dafür danken,
uns die Erlaubnis erteilt zu haben, dieses Originalwerk
von Ramthas Lehren, die wir in diesem Buch liebevoll
und stolz präsentieren, zu gestalten und zu veröffent-
lichen. Unser aufrichtigster Dank gilt unserem Lehrer
Ramtha dem Erleuchteten für sein außergewöhnliches
und riesiges Vermächtnis des Wissens und der Liebe
zur Menschheit, das er ohne Unterbrechung weiterhin
bereits mehr als drei Jahrzehnte mit uns teilt.
Wir möchten allen danken, die uns bei der Produk-
tion dieses Buches, das ihr nun in euren Händen haltet,
geholfen und unterstützt haben: Lilia Macías Leal, für
ihre Hingabe, Inspiration und Unterstützung; Liliana
Torres für ihren Fleiß und ihre Effizienz; Michelle
Horkings, Mike Wright und Patricia Richker von JZK,
Inc., für ihre Unterstützung und Hilfe, diese Publika-
tion Realität werden zu lassen; Jaime Leal Anaya für die
Kreation und Bearbeitung dieses Werks sowie für die
Buchgestaltung; Stephanie Millham für ihre Hilfe und
Durchsicht des Textes, Leonard Vivi für die Gestaltung
des Schutzumschlags, Nancy Montan, für ihren Beitrag
der Buchillustrationen.
Wir möchten unseren aufrichtigen Dank an Andrea
Rivera für ihre bedingungslose Unterstützung richten;
10  

an David Fairley für seine Begeisterung und seinen


Rat; Rodrigo Vildosola für seine Hilfe und Ermuti-
gung; spezieller Dank geht an Stephen und Yael Klein
dafür, uns die nötigen finanziellen Mittel für die erste
Auflage dieses Buches unseres Meisterlehrers Ramtha
zu leihen. Wir schätzen zutiefst ihre Hilfe und aufrich-
tige Freundschaft. Ohne sie alle wäre dieses Buch jetzt
nicht Realität.
Danke und gute Reise!
  11

EINFÜHRUNG DES ORIGINAL-HERAUSGEBERS

Auftakt: Das Geheimnis der Unsterblichkeit

»All die jüngeren Götter waren dafür,


Psyche sofort willkommen zu heißen, und
Hermes wurde ausgesandt, um sie herzu-
bringen. Das Mädchen kam, ein schüch-
terner Neuankömmling unter diesen lichten
Geschöpfen. Sie nahm den Becher, den Hebe
ihr entgegenhielt, trank die göttliche Ambro-
sia und wurde unsterblich.«
»Licht kam in ihr Gesicht wie ein Mond-
aufgang, zwei strahlende Flügel entsprangen
ihren Schultern, und so wie ein Schmetter-
ling aus seinem düsteren Kokon ausbricht, so
erblühte der Mensch Psyche in Unsterblich-
keit.«1

Zeit ist unsichtbar und ein abstraktes Konzept,


doch sie wird etwas ziemlich Reales, wenn ihre kalte
Durchfahrt eine sehr sichtbare Spur auf unser Gesicht
meißelt und der Körper, vom Alter ermüdet, kämpft.
Die Klarheit und Vitalität, die uns oftmals im Herbst
unserer Lebensreise entflieht, bringt uns Angesicht zu
Angesicht mit ihrer flüchtigen, doch realen Präsenz.
In den Zeiten der großen griechischen Epen – die

1 Josephine P. Peabody: The Trial of Psyche. Old Greek Folk Stories


Told Anew. Cambridge: Houghton Mifflin Co., 1897 (Riverside Literature
Series. Vol. 114).
12  

Geschichten der Götter des Olymps und der berühmten


Denker und Philosophen dieser Kultur – war die
höchste Tugend, nach der ein sterblicher Mensch
streben konnte, erinnert zu werden. Sie hofften, dass
ihre Namen und die Eroberungen ihres Lebens in der
Erinnerung künftiger Generationen, für alle Zeit in
der Zukunft überleben würden. Dennoch gaben die in
das Leben verliebten Poeten, die Helden und Träumer
niemals auf, zu den Göttern auszurufen und sie in Zorn
zu verfluchen, uns vom Elixier der Unsterblichkeit,
offensichtlich ausschließlich für das Göttliche reser-
viert, ausgeschlossen zu haben.
Wenn unsere Bestimmung nicht mehr zu sein
scheint, als zu leben, zu vergehen und zu sterben, warum
gaben uns die Götter die Fähigkeit, über unsere Reich-
weite zu lieben, bedingungslos über alle Zeit hinaus
und von einem immerwährenden Leben zu träumen?
Es heißt, dass sie Achilles hörten, wie er die Himmel in
einer ähnlichen Lage herausforderte und sie verspottete.
Die Chronisten seines Lebens sind Zeugen des sowohl
göttlichen wie sterblichen Blutes, dass durch seine
Adern floss, dennoch teilte er nicht die gleiche Bestim-
mung, den Heiligen Gral aus der Hand Hebes, wie die
schöne Seele der jungen Geliebten Eros’, Psyche.
Heute hat die Wissenschaft bereits das Unsterblich-
keitsgen entdeckt, den Schalter, der in unserer DNS
ausgeschaltet bleibt, und das die Telomere davon abhält,
auf Zellebene nachzulassen und sich abzunutzen. Wenn
dieses Gen eingeschaltet werden könnte, würde es uns
erlauben, im gleichen physischen Körper weiter zu
  13

leben, ohne zu Altern oder ohne unsere Vitalität und


Basisfunktionen zu verlieren. Es ist interessant, dass
es ebenso die Wissenschaft sein würde, jene, die den
mächtigsten Wirkstoff entdeckt hat, der dafür verant-
wortlich ist, das Unsterblichkeitsgen einzuschalten.
Dieses Potenzial und dieses Gen sind uns angeboren,
sind Teil unserer physischen Machart, kein Märchen
oder Mythos eines längst vergangenen Zeitalters. Was
es gemäß der wissenschaftlichen Entdeckungen akti-
viert, ist nicht so sehr eine Substanz oder ein geheimes
Elixier, die wir zu uns nehmen müssen, sondern etwas
Überraschendes und Unerwartetes in uns, unerkannt –
unsere gewöhnlichen Gedanken, unser Bewusstsein.
Die fortschrittlichsten Studien zu Genetik und
Neurowissenschaft unserer Zeit bieten uns weiterhin
überzeugende und wachsende Beweise, dass unsere
täglichen Gedanken – auch jene, denen wir nicht viel
Aufmerksamkeit widmen und sie ohne Zügel unbe-
wusst hinter den Vorhängen unserer Lebensdramen
laufen lassen – das sind, was unsere Erfahrungen im
Leben bestimmt und formt. Unsere Gedanken haben
einen realen Einfluss auf die Vielzahl der physiologi-
schen Prozesse in unserem Körper und bestimmen, wie
wir uns an die Umgebung anpassen, genau so wie die
Erfahrungen, aus denen wir wählen können, die wir
einsetzen und leben können, die unsere Identität und
die Qualität unseres Lebens definieren.
Wie könnte es möglich sein, dass der Schlüssel
zur Unsterblichkeit und ewigem Leben immer in uns
verborgen war? Wie kann es etwas so Subjektives sein,
14  

so sehr in unserer Reichweite und offensichtlich Einfa-


ches, das sich gleichzeitig unseres Zugriffs entzieht? Die
größten legendären Meister, die überlebt haben und in
der Geschichte immer noch erinnert werden, bieten uns
das Beispiel ihrer Leben als Testament der Wahrheit,
dass Unsterblichkeit und ein über die Zeit hinaus der
Erinnerung wertes Leben nicht nur eine Fantasie ist,
sondern etwas Erreichbares und Reales für diejenigen,
die verstehen, was diese legendären Wesen wussten und
lernten und immer noch wissen. Es ist dennoch wahr,
dass eine derartige Eroberung die Krönung der Herr-
lichkeit einiger grandioser radikaler Wenige ist!
Wir werden im Besonderen an Apollonius von Tyana
erinnert. Apollonius’ Chronist Philostratus, der persön-
liche Historiker der römischen Kaiserin Julia Domna,
zeichnete die gefeierten letzten Worte des Weisen bei
seinem Prozess vor Kaiser Domitian und dem Römi-
schen Senat auf. Der Kaiser fragt Apollonius, ob er
erkennt, dass sein Leben und seine Freiheit vollkommen
von der Entscheidung des Kaisers abhängig sind. Darauf
antwortet Apollonius mit den epischen Worte Homers
aus der Ilias, wo Hektor von Troja in Pein Achilles im
Schlachtfeld anbrüllt:
»Weißt du nicht, dass du mich nicht erschlagen
kannst, da ich dir sage, dass ich unsterblich bin?«
»Und mit diesen Worten verschwand Apollonius
aus dem Gericht, was das Beste war, was er unter den
Umständen tun konnte, denn der Kaiser beabsichtigte
  15

eindeutig nicht, ihn ernsthaft über den Fall zu befragen.«2


Die Frage, die uns entging und bis heute großteils
unklar blieb, lautet: Was ist die Kunst, der Heilige Gral,
um die Zeit zu erobern und Unsterblichkeit zu errei-
chen? Die Meister und Lehrer im Lauf der Geschichte
haben immer darauf bestanden, dass der Pfad und die
Antwort üblicherweise sehr einfach sind. Sie erfordern
dennoch eine unerschütterliche Hingabe an das Wissen
und seine eigenhändige Anwendung im Leben, um
unser Ziel zu erreichen.
Diese Kunst ist das Handwerk des Großen Werks,
wo die Rohmetalle unseres sterblichen Menschseins
durch Einweihungen in das Wissen umgewandelt
werden. Unsere unedlen Metalle werden in das reinste
Metall von allen umgewandelt, das nie seinen Glanz
verliert oder altert, wie reines Gold.
Dieses alte und legendäre Wissen ist die Weisheit,
die das Göttliche in jedem menschlichen Wesen aner-
kennt, einfach weil wir die Schöpfer unserer Bestim-
mung sind – aufgrund unserer Gedanken und deren
Auswirkung auf die Realität. Das sind die Botschaft
und die Lehren des Meisterlehrers Ramtha des Erleuch-
teten, dem Herrn des Windes, und seiner Schule der
Erleuchtung.
Dieses Buch, das Sie in Ihren Händen halten,
versammelt Ramthas Lehren, welche die Reise illust-
rieren, die man unternehmen muss, um die Natur der

2 Philostratus: The Life of Apollonius of Tyana / F. C. Conybeare


(Übers.), Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1912 (Loeb
Classical Library. Vol. 2).
16  

Zeit zu verstehen und wie man unsere Zeitlinien und


unsere Bestimmung bewusst und absichtlich erschafft.
Das ist das Thema, das im ersten Teil, »Erinnerung an
die Zukunft« abgedeckt wird.
Maßgeblich ist, und was oft an uns unbemerkt
vorbeizieht, was wir tun müssen, um unser Menschsein
zu erobern, gespickt mit Begrenzungen und zum Grabe
verurteilt. Was ist nötig, um legendäre Wesen zu werden,
die es wert sind, über die Zeit hinaus erinnert zu werden?
Das wird im zweiten Teil dieses Buches, »Um der Meister
der Zeit zu werden, muss man das Tier erobern«, abge-
deckt.
Ramtha erklärt, dass Fokus der Generalschlüssel ist,
um die Aufgabe zu erfüllen, und bietet uns verschiedene
praktische Wege an, wie wir ihn in die Praxis umsetzen
können. Der dritte und letzte Teil des Buches erforscht
das Konzept des Zeitflusses, eines mit der Zukunft
frequenzspezifischen Geistes, wie wir unser Gehirn mit
einem unsterblichen Traum der Metamorphose neu
programmieren können, und wie man die Welle der
Realität erschafft und formt, aus dem Blickwinkel eines
Meisters.
Sie halten das erste Buch mit Ramthas Wissen und
Weisheit aus der Sammlung »North Star Ram« in Händen,
veröffentlicht von Hun Nal Ye Publishing. Hun Nal Ye ist
der Name unserer Vorfahren für den jungen Maisgott der
Maya. Diesem Titel werden weitere Bände dieser speziellen
Sammlung folgen, die sich mit den Themen des Gehirns
und wie man ein erhabenes Leben erschafft, der Kunst
des Beobachters und Erfahrung als Quelle der Weisheit
  17

beschäftigen, und ein weiterer Band, der sich dem Erwa-


chen in ein wundervolles Leben widmet, das wir absicht-
lich und willentlich erschaffen können.
Es ist wichtig, darauf zu bestehen, dass Sie die Worte
des Meisterlehrers genau, mit großer Aufmerksamkeit
und einem aufgeschlossenen Geist lesen, Wege finden,
wie Sie sie in Ihrem eigenen Leben der Überprüfung
unterziehen können, damit sie für Sie eine lebendige
Erfahrung und nicht nur einfach Worte ohne Leben
werden. Denn wie Ramtha selbst in diesem Buch erklärt:

»Dies sind sehr einfache, kleine Notizen,


doch in ihnen sind die Geheimnisse bis zu
einem Meister der siebten Ebene enthalten,
einem multidimensionalen Wesen, einem
eindrucksvollen Meister, der die Magie hat,
Dinge geschehen zu lassen.«
– Ramtha

Ich lasse Sie in guten Händen. Dies ist mehr als


nur ein Buch. Sein beabsichtigtes Ziel ist, in Ihnen eine
aufrichtige persönliche Kontemplation zu erzeugen, eine
Erfahrung, und die Türen für Ihren Geist weit zu öffnen,
damit er mit den Flügeln eines Schmetterlings davon
fliegen möge, wie Psyche und Eros im göttlichen Garten
des fantastischen Realismus. Mit Ihrer Erlaubnis möge
es so sein!

Jaime Leal Anaya


Rainier, Washington, 3. September 2012
Teil 1

Erinnerung an die
Zukunft
Erinnerung an die Zukunft  21

Lobeslied auf das, was erst werden muss

Oh mein geliebter Gott,


du Mysteriöser,
der ohne Namen,
oh, wie ich dich feiere.
In der Tat, ich feiere mein Leben,
denn ich habe ein schönes Jahr erlebt,
in der Tat, nach meinem besten Können,
in der Tat, in meiner Hingabe.
Oh Geliebter,
ich habe auf Emanzipation hingearbeitet
in der Gefangenschaft
meines Fleisches.
So sei es.
Mein geliebter Gott,
ich danke
meinem Leben.
Mein geliebter Gott,
ich danke
für das Jahr, das sich entfaltet.
Möge ich es leben
in Hingabe.
Möge ich es leben
in Unbegrenztheit.
Möge ich es leben
über die Reichweite
meines sterblichen Todes hinaus.
So sei es!
Mein geliebter Gott,
22  Teil 1

oh du Mysteriöser,
ich beschwöre dich,
setze meine Seele
in Brand.
Ich beschwöre dich,
gib mich frei von diesem meinem Fleische,
damit das, was du bist,
ich in der Tat sein werde.
So sei es.
Auf das Leben, für immer und immer und immer!
Erinnerung an die Zukunft  23

1. Die Zukunft als das Jetzt erschaffen

»Die Weise, unsterblich zu werden, ist,


wenn du Unsterblichkeit erschaffst.«
– Ramtha

Um eine Ewigkeit zu leben, müsst ihr die Vorstel-


lung von Jahren in Betracht ziehen. Ihr wisst, sie sind
eine Illusion, doch für einen schöpferischen Geist sind
sie in der Tat sehr real. Die Zeit marschiert weiter, als ob
Jahre ein Marsch einer großen Armee wären, die weiter
marschiert. Dennoch gibt es nichts Derartiges, es ist alles
eine Illusion. Doch für ein Wesen, das in linearem Raum
lebt, was bedeutet, von hier nach da zu zählen, und das
zu ihrer Realität wird, sind Zeit und Raum dann in der
Tat real, und sie bieten die bedeutungsvolle Schnell-
straße, um in ihr im Leben zu existieren. Ohne Zeit und
Raum hättet ihr dieses Leben nicht, wie ihr es kennen-
gelernt habt.
Angesichts dessen, dass dies eine Akzeptanz
durch euch ist, betrachtet ihr ein Jahr als Anfang
und Ende – ein Alpha und Omega, und dass Zeit in
einem Jahr existiert – dann wäre es zu eurem großen
Vorteil, das Jahresende in einer Feier zu beginnen
und es in einem Augenblick bis zum Ende durchzu-
ziehen. Wie wir Gott, den Mysteriösen, mit unserem
Trinkspruch gefeiert haben, so haben wir auch euer
Leben gefeiert, das kommen wird. Wenn dies leiden-
schaftlich getan wird, dann habt ihr dieses nächste
Jahr erschaffen, sodass nichts euch verletzen oder
24  Teil 1

schmerzen wird, dass es eure Bestimmung sein wird,


dieses Jahr auszuleben.
Wir können nicht sagen, dass ihr die Herren
eurer Realität seid und Bestimmung negieren. Ihr seid
Schöpfer der Bestimmung, auch wenn ihr sie unbe-
wusst erschaffen habt. Ihr habt über den Tod, euer Ende
nachgedacht, euch über eure Zukunft gesorgt, und
stattdessen habt ihr ein fragwürdiges Leben erschaffen,
ein Jahr, das viel mehr ungewiss ist, als ein Jahr, das in
der Standhaftigkeit der Lebenskräfte verankert ist.
Warum seid ihr leidenschaftlich, wenn wir Gott
grüßen? Weil dies Alpha und Omega ist. Es ist ein Punkt,
ein Ende des einen und ein Anfang des anderen. Wenn
wir dies erneut feiern wollen, dann beginnen wir genau
jetzt mit der Feier eines Jahres, das sich erst noch entfalten
muss, und feiern es, als ob es bereits geendet hat.
Bewusstsein und Energie erschaffen dann Realität
und wir arbeiten innerhalb der Parameter eurer Akzep-
tanz. Da ihr Zeit akzeptiert, lasst uns dann dieses Jahr
erschaffen, das sich im Namen eures Gottes entfaltet
und nicht im Namen eurer Sorgen und Bedenken und
eurer Angst vor dem Tod. Wenn wir es im Namen
Gottes erschaffen, und es erschaffen, dass es bereits sein
Ende erreicht hat, dann wird es eure Bestimmung sein,
das Leben als das Gefäß eures Gottes zu leben und ihr
werdet weder sterben noch werdet ihr verletzt sein.
Was macht ein unsterbliches Wesen? Ein frisch-
gebackener Unsterblicher ist jemand, der nicht voll-
kommen sicher ist, jemand, der eine Uhr hat, aber im
Jetzt lebt. Ich nenne sie frischgebackene Unsterbliche.
Erinnerung an die Zukunft  25

So zu werden, ist für euch sehr einfach. Alles, was ihr


tun müsst, ist diese Zukunft als ein Jetzt zu erschaffen.
Erschafft es, feiert es und ruft es hervor. Wenn ihr es
in derart umfassender Leidenschaft hervorruft, wird
es so sein. Jetzt haben wir ein Wesen, das zu verstehen
beginnt, dass es der Grund ist, warum ihr hier seid,
weil ihr es durch dieses Jahr geschafft habt. Ihr habt es
geschafft, willkürlich, weil ihr alle an Bewusstsein und
Energie geglaubt habt, aber nicht bis zum Ende, nicht
vollkommen. Es gab Punkte und Zeiten und Karten,
die ihr gemacht habt, und Felder, die ihr durchgemacht
habt 3, fluchend und zähneknirschend, was euch hierher
gebracht hat. So habt ihr es gerade eben geschafft.
Dieses Jahr schafft ihr es als bewusstes Wesen, wenn ihr
das lernt, wird es sich so entfalten.
Wenn ihr ein erfahrener Archivar eurer eigenen
Ankündigungen seid, und ihr im kommenden Jahr
seine Schlussfolgerungen durchseht, dann werdet ihr
anfangen zu verstehen, dass, die Art und Weise unsterb-
lich zu werden, die ist, Unsterblichkeit zu erschaffen.
Ihr werdet sehen, dass durch dieses leidenschaft-
lichste Gebet und Feiern, ihr diese Worte erlebt habt,
in der Tat, und das ist es, was sie hervorgerufen hat.
Ihr erschafft Unsterblichkeit nicht basierend auf
eurer Beschreibung von Unsterblichkeit. Wie würde
eure Beschreibung lauten? Wie würdet ihr Unsterblich-

3 Für eine Beschreibung von Ramthas Disziplinen, die in RSE


gelehrt und in diesem Buch erwähnt werden, wie Fieldwork®, der »Power
Breath« des C&E®, der Neighborhood Walk®, etc., siehe das ausgewählte
Glossar am Ende dieses Buches.
26  Teil 1

keit beschreiben? Was denkt ihr, ist sie? Sie ist nichts
dieser Dinge. Wie könnte sie es sein? Unsterblichkeit
ist jenseits aller Beschreibung. Der Frontallappen im
Gehirn hat nicht die Fähigkeit, sie zu kontemplieren.
Er hat nicht die Ausbildung sie zu kontemplieren.
Das Gehirn ist trainiert, ein zeitvolles Wesen zu sein.
Gewahrsamkeit ist auch Zeitsamkeit. Warum belehre
ich euch darüber? Aufgrund eures Gebetes und eurer
Begrüßung. Warum war sie leidenschaftlich? Warum
müsst ihr Leidenschaft haben, und was ist Leiden-
schaft? Leidenschaft ist, wenn ihr vom Geist, der Idee,
dem Wunsch, der Freiwilligkeit überkommen seid.
Und wenn ihr euch diesen Worten hingebt und ihr sie
werdet, dann setzt ihr sie in Bewegung, weil wir jetzt
Energie haben, und dieses Konzept nimmt Energie, um
sie in ihrem grenzenlosesten Grad zu entfalten.

Die wohltätige Handlung der Präsenz und Hingabe

»Wenn ihr euch hinsetzt, um zu fokussieren,


weil ihr fokussieren wollt, ist das eure wohl-
tätige Handlung. Wenn ihr sitzt und euch
damit eingehend beschäftigt – nicht dort
sitzend und daran denkend, was ihr tun
solltet, sondern in vollkommener Hingabe –
ist es so süß und so ohne Begrenzung, sodass
wird, worauf euer Geist leicht tanzt.«
– Ramtha
Erinnerung an die Zukunft  27

Ich möchte für euch einen dimensionalen Mind klar-


stellen. Diese große Lehre entstand, weil es am Ende des
Jahres war; erfüllt mit einer großen Menge Feuer und
Veränderung, Kampf und Anhänglichkeit, Verpflich-
tung und all den nötigen Dingen, die erforderlich sind,
um einen Beinahe-Eingeweihten zu kultivieren. All diese
Emotionen, die ihr in diesem Jahr durchlebt habt, sind
notwendig, weil sie Veränderung in das Wesen gefeuert
haben. Und Veränderung im Wesen, egal, wie die Emoti-
onen kommen, muss geschehen. Die Emotion kommt in
eine bestimmte Richtung weisend, damit ihr die Entschei-
dungen trefft. Die Emotionen sind da, weil ihr in der
Schule seid und Entscheidungen treffen werden müsst,
und diese Entscheidungen sind emotional. Der emotio-
nale Aspekt schwindet, doch die leidenschaftliche Energie
dahinter wird dazu verwendet, euch weiterzubringen.
Am Ende des Jahres sind alle erschöpft und fürchten
sich davor, dass ich sie wieder ins Feld bringe, und dann
bringe ich sie in die Halle und bringe sie dazu, sich in den
Tanz einzubringen. Sie denken, sie haben alles herausge-
funden. Versucht nie, mich zu ergründen. Ihr könnt die
armen Seelen nicht beschuldigen. Am Ende des Jahres war
das, was in dieser großartigen Veranstaltung geschehen ist,
dass ich Studenten kommen hatte, die freiwillig kamen.
Das ist kein Wort, das ich je in meiner Sprache verwendet
habe, doch ich schätze seine Wurzelbedeutung. Freiwillig
bedeutet »wollen«, sich dem Wollen hinzugeben.
Am Ende des Jahres hatte ich also Studenten, die
freiwillig zu einer Veranstaltung kamen, von der andere
prophezeiten, sie wäre nichts als Feldarbeit®. Ihr könnt
28  Teil 1

feststellen, dass sie in ihren Prophezeiungen nicht groß-


artig waren. Sie müssen zurückkommen; sie haben den
Prophezeiungstest noch nicht bestanden. Jene die kamen,
taten es freiwillig.
Jetzt habe ich etwas in einem Topf, die Energie und
die Hingabe, den Wunsch und die Verpflichtung einer
Menge schmerzhafter Entscheidungen, die sie mit sich
brachten. Und so habe ich eine Gruppe von Menschen
am Ende des Jahres, die kommen und alles, was sie im
Lauf des ganzen Jahres gelernt haben, mit sich bringen;
die Rohheit, die emotionalen Aspekte ihrer Natur, die
gescheiterten Liebesaffären – gewonnen und verloren,
einfach heute, einfach morgen – und all diese Entschei-
dungen von Versuch und Irrtum.
Ich hatte eine Gruppe von Menschen, in der die
erhabenste Lehre bereit war, übermittelt zu werden,
weil sie freiwillig hier waren. Das bedeutete, dass ich
sie nicht überzeugen musste, dass sie wundervoll
wären, noch musste ich sie vom Maß überzeugen, das
sie Bewusstsein und Energie geben sollten. Ich musste
Worte nicht in Wiederholung verwenden, um sie dazu
zu bringen, aufzuwachen, außer einem »Breitschwert
an der Seite ihres Kopfes«.
Ich hatte Studenten, die, weil sie freiwillig hier
waren und nicht hier sein mussten, lernen wollten.
Und ich gab ihnen das Beste der Lehren des Jahres.
Wenn ich sie die ganze Nacht lang ins Feld gesteckt
hätte, wären sie die ganze Nacht lang im Feld
geblieben. Wenn ich sie den ganzen Tag hätte tanzen
und Masken machen lassen, hätten sie den ganzen Tag
Erinnerung an die Zukunft  29

getanzt und Masken gemacht. Das ist das Hauptmate-


rial, aus dem ein großartiger Gott geschnitzt ist, diese
Haltung, eine freiwillige Haltung.
Wie viele von euch assoziieren das Wort frei-
willig mit wohltätiger Arbeit? Ihr habt Recht.
Warum passen diese beiden zusammen? Weil gute
Werke, wie eure Sprache sie nennt, auf Menschen
mit gutem Herzen basieren, und sie geben freiwillig
ihr Leben, ihre Dienste, um Teil davon zu sein.
Das ist es, was sie wohltätig macht. Es gibt keine
Wohltätigkeit ohne den Freiwilligen, weil die frei-
willige Arbeit nicht vor dem Freiwilligen existiert.
Der Freiwillige machte das wohltätige Werk. Das
bedeutet, dass die Energie ihres Körpers, ihre Rück-
sichtnahme, ihr Fokus, was sie einen Tag, zwei Tage,
drei Tage lang taten, sie einem Projekt diese Energie
schenkten und sie ohne Groll schenkten. Freiwillige
haben keinen Groll, sonst meldeten sie sich nicht
freiwillig.
Wir könnten eine lange Dissertation über die
Qualität der wohltätigen Werke führen. Es ist eine
Bedeutung und eine Definition, die ihr verstehen
sollt, denn ich möchte nicht, dass euer Bewusst-
sein neidisch oder vergiftet ist. Wir sind hier, um
Bewusstsein zu definieren, bis unser Bewusstsein
königlich in Weise und Form wird. Und damit dieser
König und diese Königin hervorkommen, müssen
wir bei den erhabensten Gedanken bleiben.
Ich möchte, dass ihr dies versteht. Es gibt dieje-
nigen von euch, die manifestieren können. Ihr kreiert
30  Teil 1

eure Karte in der Feldarbeit® und ihr manifestiert sie.


Ihr kontempliert über etwas und, wie magisch, läutet
es seinen Weg in euer Leben. Dann gibt es dieje-
nigen von euch, die ringen und durch den Kampf
gereizt werden und das Große Werk aufgeben. Ihr
habt dann Zweifel am Großen Werk und sucht
nach jemandem, der es euch anders sagt. Hier ist
der Grund: Diejenigen, die am offensichtlichsten
manifestieren, haben die süßeste Hingabe von
allen. Sie sind wohltätige Wesen, was bedeutet, dass
sie freiwillig sind. Wenn sie sitzen und fokussieren
und lernen, tun sie das nicht, weil sie es müssen,
sondern weil sie es tun wollen. Es ist ihre Berufung.
Dann wird das wohltätige Werk von ihrem Gott
für sie erschaffen, um es zu erfahren, und deshalb
kommt es so einfach zu ihnen. Wenn ihr in eurem
Fokus ringt, wenn ihr in eurer Manifestation ringt,
ist es, weil ihr nicht freiwillig seid. Ihr gebt euch
selbst nicht hin, es zu tun.
Der Mensch hat eine Geschichte, die tragisch
ist. Der Zugang des Menschen zu seiner eigenen
Unsterblichkeit wurde blockiert. Der Zugang des
Menschen zu seinen entfernten Erinnerungen
und zu seiner Langlebigkeit wurde blockiert. Der
Mensch lebt in einem Käfig wie ein Tier, und dieser
Käfig wird durch seine Intelligenz definiert. Das
Wissen, das er hat, erklärt seine Parameter der Exis-
tenz. Er ist wie eine blinde und taube Person, als ob
ein totes Wesen durch das Leben geht, sich nicht
des Lebens gewahr, welches über seinem Kopf tanzt.
Erinnerung an die Zukunft  31

Menschen sind tragische Geschöpfe, und dennoch


endet die Tragödie, wenn einfache Geheimnisse zu
ihrer Erleichterung gefunden werden.
Es hätte nie große Lehrer gegeben und in der Tat
große Götter, die unter euch wandeln, wenn es keine
Wahrheit wäre, dass es einen Pfad und einen Weg für
eure Erlösung gibt. Wisst ihr, dass dies die Ebene der
Demonstration ist? Wisst ihr, warum ihr hier seid? Ihr
seid hier, um euch selbst außerhalb von Materie zu
definieren, und wenn ihr weiterhin zur Materie zurück-
kehrt, habt ihr euch nicht außerhalb davon definiert,
sondern euch vielmehr ihr hingegeben.
Der Schlüssel dieser Lehre in dieser Schule ist, dass
euer Bewusstsein eure Realität erschafft, eure Gefan-
genschaft, eure Mängel, eure Erfüllungen. Alles, was
ihr habt, das vor euch am Tisch liegt, ist das, was ihr
erschaffen habt. Der tragischste Teil des Menschen ist,
dass er seine Begrenzungen, seine Blindheit, seinen
chemischen Körper akzeptieren wird. Der Mensch wird
die Begrenzungen seines Fleisches akzeptieren, anstatt
sich für ein höheres Prinzip, ein erhabeneres Prinzip,
freiwillig zu melden. Und die Tragödie ist, dass dieses
Kleidungsstück, das auf dieser Ebene der Demonstra-
tion eine Gelegenheit zum Erwachen hat, wieder schla-
fend durch das Leben geht.
Ihr sollt verstehen, dass ich nichts von euch fern
halte, was zu lernen ihr nicht bereit seid, damit ich
euch quälen kann. Ihr könnt einfach nicht lernen, bis
ihr euch hingegeben habt, um zu lernen, wenn ihr euch
hingebt, um zu lernen, ist dann, wenn ihr sagt: »Ich
32  Teil 1

gebe mein Leben freiwillig für das erhabenste Prinzip


von allen. Ich gebe von mir, damit ich das wissen möge,
was ich in diesem Augenblick nicht wissen kann.«
Wenn ihr das tut, öffnet ihr die Türen und das Wissen
eilt auf euch zu. Wenn ihr euch hinsetzt, um zu fokus-
sieren, weil ihr fokussieren wollt, ist das eure wohltätige
Handlung. Wenn ihr sitzt und euch damit eingehend
beschäftigt – nicht dort sitzend und daran denkend, was
ihr tun solltet, sondern in vollkommener Hingabe – ist es
so süß und so ohne Begrenzung, sodass wird, worauf euer
Geist leicht tanzt. Dem Freiwilligen wird Gnade, Toleranz,
Liebe und erweitertes Leben gezeigt. Freiwillige haben
strahlende Gesundheit und die Prinzipien des Wissens.
Sie habe eine Freude, die aus ihrem Sein singt, weil sie ihr
Leben angeboten haben.
Wenn ein Wesen dreiundfünfzig Jahre in der Lotus-
position sitzt und seine verschwendete Jugend kontem-
pliert, wird er sein Leben für weitere dreiundfünfzig
Jahre wieder durchleben. Das ist langweilig und banal.
Wenn jedoch der Freiwillige im Prinzip des Großen
Werks dreiundfünfzig Jahre lang sitzt und fokussiert,
wäre der Fokus darauf gerichtet, die Begrenzungen zu
schieben, die ihn umschließen. Es ist sein Fokus durch-
zubrechen, und eines schönen Morgens wird er durch-
brechen. Das Gehirn wird anfangen, auf einer höheren
Ebene zu arbeiten, diese erhabenen Gedanken werden
beginnen, sich zu manifestieren, und all das wohltätige
Werk wird sich schließlich für denjenigen auszahlen,
der sie bewirkt hat, nur weil er sein Leben dafür ange-
boten hat.
Erinnerung an die Zukunft  33

2. Rückblickend nach vorne schauen erschafft die


künftige Zeit

»Was im Bewusstsein rückwärts getan werden


kann, kann im Bewusstsein vorwärts getan
werden. Ihr seid die Götter, die Schöpfer der
Realität.«
– Ramtha

Ihr könnt unmöglich verstehen, was sich am Ende


dieser Lehren befindet. Bisher haben euch die Lehren
sehr gedient. Es gibt nicht ein Wesen, das von diesen
Lehren nicht profitiert hat, sogar diejenigen, welche die
Schule verbittert verlassen haben. Sie sind so verbittert,
dass sie sich immer noch nicht verändern können, aber
dennoch weiter über die Schule reden. Diese Schule
hat jedem gedient, durch all die Dinge, die ihr hier
gehört habt und all die Schritte, die ihr in eurem Feld
unternommen habt. Lasst uns einen Augenblick lang
beobachten, seid ihr die gleiche Person, die anfangs in
diese Zuhörerschaft kam?
Wenn ihr euch weiter entwickelt habt und es
klar erkennen und sehen könnt, indem ihr rückwärts
blickt, was ihr damals nicht sehen konntet, findet
ihr das nicht eine Ironie? Wohin zurückblicken? Der
Name eures Jahres, das vergangen ist, trägt eine Zahl.
Es ist nicht das Jahr des Affen. Zeit existiert in eurem
Kopf. Wenn ihr auf euer Leben in diesem letzten Jahr
zurückblickt, wohin seid ihr für die Quelle eurer Infor-
mation gegangen? In eure Erinnerung. Was ihr jetzt
34  Teil 1

wisst, wusstet ihr damals nicht. Wenn ihr auf damals


zurückblickt – was jetzt ist, aber damals war – wusstet
ihr nicht, was ihr jetzt wisst.
Ein Jahr vorwärts existiert jetzt. Was besitzt das Jahr
vorwärts, das ihr jetzt nicht wisst? Betrachtet ihr dies
nicht als würdige Frage? Was enthält das Jahr vorwärts,
das ihr jetzt nicht wisst? Welche Art Jahr ist es? Was ist
es, das ihr dieses Jahr wollt?
Wir sind auf dem Weg in das Jahr der Schlange.
Was wisst ihr jetzt, das ihr nicht wusstet, doch zu
wissen versuchtet? Das Jahr, das kommt, ist bereits. Es
ist bereits. Es ist bereits geschehen. Es ist nicht das Jahr
des Affen. Es ist das Jahr der Schlange. Es ist bereits
geschehen. Was ist es, das ihr in diesem Jahr getan habt,
das so schnell vergangen ist, dass ihr nicht wusstet, dass
es geschah?
Das ist eine Denkaufgabe. Der Ram gibt euch
eine Aufgabe im Geiste und einige von euch geben
auf und ihr kratzt euer hinteres Ende und spielt mit
eurem Haar, weil ihr den Gedanken nicht aufrecht
halten könnt. Doch der Gedanke ist, was durch Gott
alles erschafft. Und wenn ihr nicht überlegen könnt,
wenn ihr nicht nach diesem Gedanken greifen könnt
und nicht kontemplieren könnt, dass er bereits ist, wie
erwartet ihr dann, dass er je sein kann?
Was ist darüber zu sagen, dass das Jahr der Schlange
nicht bereits geschehen ist? Wo ich herkomme, ist es
das bereits. Das Potenzial, das vor euch liegt, ist riesig.
Wenn ihr nach draußen gehen und in das Mitternachts-
blau schauen und sehen könntet, dass der Himmel in
Erinnerung an die Zukunft  35

seiner Dunkelheit mit leuchtenden Dingen übersät


ist, funkelnden Edelsteinen, von denen einige leise im
Himmel tanzen, würdet ihr sehen, dass euer Leben im
vor euch liegenden Jahr wie dieser Himmel ist. Jedes
dieser Lichter repräsentiert einen gewählten Pfad. Sie
repräsentieren eine Erfahrung. Ihr könnt diesen Weg
einschlagen, jenen Weg oder diesen Weg. Und wenn ihr
ihn betrachtet, könnt ihr verstehen, dass ihr, wenn ihr
gewisse Entscheidungen trefft, indem ihr in diese Rich-
tung seht, dann werdet ihr jene Richtung sehen und
ihr werdet diese andere Richtung versäumen. Wenn ihr
hierhin schaut und auf dieses Licht da drüben fokus-
siert bleibt, werdet ihr diese anderen versäumen.
Euer Leben ist wie der Himmel in der Nacht, erfüllt
von Geheimnis und Stille und Gelegenheit. Jedes Licht
besitzt selbst ein unbekanntes Abenteuer und lockt leise
euren Blick in seine Richtung. Wenn ich nachts in den
Himmel sah, dachte ich, ich würde in Gottes Fund-
truhe blicken. So riesig und so schön war der Himmel
in jenen Tagen, er lehrte mich, dass ich begrenzt war,
wenn ich in dieser Richtung fokussierte, und all die
anderen Richtungen versäumte. Ich erkannte, dass dies
eine unausgesprochene Lehre über mein Leben war, und
daher umschlang ich den gesamten Himmel, jenseits
des Nordsterns. Ich nahm seinen ganzen Blick in mein
Leben und forderte alles heraus, gelebt zu werden und
das tat ich.
Also, meine schläfrigen kleinen Menschen, wenn
ich euch dieses Rätsel stelle, bekomme ich euch dazu,
aus der Logik in das Mystische zu springen. Ich fordere
36  Teil 1

euch auf, euren Geist in das gänzlich Unbekannte zu


bringen. Ich fordere euch auf, mit meinem Gedanken
mitzuhalten, und in dem ihr das tut, müsst ihr den
gleichen Gedanken haben. Wenn ihr den gleichen
Gedanken habt und eure Aufmerksamkeit in diese
Richtung fokussiert ist, dann ist es dieser Gedanke,
dessen Bestimmung in eurem Leben geschehen muss.
Ich möchte, dass ihr aufwacht und kontempliert.
Das Jahr, das zu Ende ging, war bis zum Rand voll
mit Dingen, die zu tun waren. Und habt ihr sie getan?
Ich gehe davon aus, denn im Zurückschauen habt ihr
erreicht, gelernt und seid erfüllt, und jetzt wisst ihr.
Wenn das rückwärts in der Zeit wäre und ich euch
diese Fragen stellte: »Wagt ihr, vorwärts zum Ende des
nächsten Jahres zu blicken?« würdet ihr sagen: »Ich
blicke vorwärts zum Ende des nächsten Jahres und ich
bekomme Eindrücke. Es ist, als ob ich sie gelebt habe,
als ob ich sie gekannt habe.«
Wenn ihr das sagtet, würdet ihr sagen: »Aber
Meister, es ist nur, weil ich dieses Jahr gelebt habe:
Wenn ich in meinem Geist zurück gehe und den
Anfang des Jahres kontempliere, habe ich dieses Jahr
bereits gelebt. Wenn ich also an den Anfang zurück-
gehen und mich daran erinnern muss, wie es wahr, oh
ja, kann ich mich erinnern, dass ich in diesem Augen-
blick wollte, dass diese Dinge geschehen mögen, doch
war ich mir selbst nicht sicher. In der Reflexion jedoch
sehe ich, dass sie alle geschehen sind und ich in der Tat
mich verändert habe.«
Ist das also wirklich eine faire Frage? Nein, ist es
Erinnerung an die Zukunft  37

nicht. Und dennoch, was im Bewusstsein rückwärts


gemacht werden kann, kann im Bewusstsein vorwärts
gemacht werden. Wisst ihr nicht, dass ihr die Götter,
die Schöpfer der Realität seid? Es ist eure Tragödie, dass
ihr eure Leiden akzeptiert und nicht die Parameter des
Mystischen herausfordert.
Nun ist es Ende des nächsten Jahres. Ihr habt bereits
das Ende nächsten Jahres gelebt. Was habt ihr erfahren
und wie habt ihr euch geändert? Könnt ihr das tun?
Nehmt ein Blatt Papier heraus und dieses Blatt wollt ihr
behalten. Es ist ein Protokoll eurer Reise. Ich möchte,
dass ihr euch an alles erinnert, was euch im nächsten
Jahr geschehen ist. Ich möchte, dass ihr euch erin-
nert, was euch zur Veränderung brachte und in was ihr
euch verändert habt, und denkt daran, es ist das Ende
nächsten Jahres. Ihr könnt eure Augenbinden aufsetzen
und fokussieren, ich werde euch Musik geben, und ich
möchte, dass alle mitmachen. Ich werde euch zeigen,
wie Magie im Bewusstsein ohne Zeit funktioniert.
Wenn ihr beginnt, auf das Ende nächsten Jahres
zu fokussieren, von dem euer logischer Verstand sagt,
dass es noch nicht wirklich begonnen hat, wenn ihr
auf sein Ende fokussiert, werdet ihr die Reise kennen,
wohin ihr getreten seid und was ihr erreicht habt. Ihr
werdet es wissen. Und alles, was ich von euch möchte,
ist es aufzuschreiben, egal was in seiner Vision zu euch
kommt. Schreibt es auf, weil wir es im Nachthimmel
betrachten werden und wir es in einer anderen Perspek-
tive sehen werden.
Ramtha

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der Zukunft

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