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durch Exkursionen- in einen aktuellen Kontext.

Darüber hinaus werden während des Studiums die Theorieanteile als Pflicht- und
Optionsmodule angeboten, im wesentlichen im Bereich der Kunstwissenschaft und
Braunschweig University of Art Medienwissenschaft (Einführung und aktueller Diskurs), des Überblicks über neue
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Formen der Kunstvermittlung und Ausstellungspraxis, der Philosophie und Ästhetik,
der Didaktik und Wahrnehmungspsychologie, aber auch im Bereich des Designs.
Ein weiterer Bestandteil dieses Studiums ist der Professionalisierungsbereich in
dem umfangreiche zusätzlich berufsqualifizierende Angebote zu finden sind wie zum
Kunstvermittlung / Bachelor of Arts Beispiel zum Projektmanagement, zur Herstellung von Publikationen und Schreiben
Zum Wintersemester 2006/2007 richtet die Hochschule für Bildende Künste Braun- von Texten, zu Wettbewerben, zum Ausstellungsdesign und zum Kommunikations-
schweig im Rahmen des 2-Fächer-Bachelorstudiengangs den Studiengang Kunstver- und Präsentationstraining.
mittlung ein. Dieses Studienfach kann als Haupt- oder Nebenfach studiert werden. In der Durchführung von eigenen künstlerischen, kuratorischen und/oder kunstver-
Das Studium der Kunstvermittlung ist wesentlich geprägt durch die selbstbestimm- mittelnden Projekten werden die erlernten Inhalte in die Praxis umgesetzt. Erwünscht
te künstlerische Tätigkeit in den Klassen der Freien Kunst -gemeinsam mit den Studie- sind auch besonders interdisziplinäre Projekte, die Personen, Ideen und Erfahrungen
renden der Freien Kunst- und durch die Entwicklung von Kunstvermittlungs- und Aus- verschiedener Fachrichtungen der HBK Braunschweig (z.B. Kunst- und Medienwis-
stellungsprojekten mit künstlerischem Ansatz. Das Erfahren von künstlerischen Pro- senschaft, Industrial- und Kommunikationsdesign) integrieren.
zessen bildet die Grundlage für eine besondere Herangehensweise an dieses Studium Zusätzlich zu der Ausbildung der Studierenden durch ProfessorInnen der HBK gibt
mit seinen fachübergreifenden und berufsqualifizierenden Angeboten. Die heutige Be- es im Studiengang Kunstvermittlung die Möglichkeit, die eigene künstlerische Arbeit
rufssituation, in der komplexe Fragestellungen diskutiert werden und innovative Vor- oder die Projekte mit Fachleuten aus der Berufspraxis zu diskutieren (Visiting Artists /
gehensweisen gefragt sind, spiegelt sich im Studium hervorragend wieder. Visiting Curators). Auch durch die Volontariate in kooperierenden Kunstinstitutionen
Die Studierenden der Kunstvermittlung können sich durch die Wahl eines entspre- (z.B. dem Kunstmuseum Wolfsburg) werden die Studierenden praxisorientiert mit ei-
chenden Nebenfachs für die schulische (Gymnasiales Lehramt für Kunst) oder außer- nem möglichen, späteren Berufsumfeld konfrontiert.
schulische Kunstvermittlung qualifizieren. Das Hochschulstudium Künstlerische Kunstvermittlung dient nicht vorrangig der
Die Gemeinsamkeit beider Richtungen ist der große Raum, den dieses Studium Ausbildung zu einem klar definierten Beruf. Gefördert wird die Fähigkeit innovativ zu
für das Entdecken und Entwickeln der eigenen künstlerischen Arbeit bietet. Ein indivi- denken und komplexe Sachverhalte zu verstehen, zu gestalten und zu steuern. Ziel
duelles Profil für die Berufswahl bildet sich im wesentlichen durch die Wahl des des Studiengangs ist die Ausbildung von Persönlichkeiten, die durch ihre künstleri-
Zweit- oder Nebenfachs. Gestützt durch die Auseinandersetzung mit zeitgemäßen und sche und/oder kuratorische Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit, ihr wissenschaftliches Re-
experimentellen Formen der Kunstvermittlung, die Erfahrungen aus der künstlerischen flexionsvermögen, ihre organisatorische Erfahrung und ihre soziale Kompetenz in der
Praxis und die vielfältigen Angebote des Professionalisierungsbereichs sind die Stu- Lage sind, eine eigenständige Position als Kunst- und KulturvermittlerIn einzunehmen
dierenden in der Lage, selbstinitiierte künstlerische, kuratorische und/oder kunstver- und die eigene Arbeit in übergreifende Zusammenhänge einzuordnen und zu positio-
mittelnde Projekte zu gestalten und zu reflektieren. Die Durchführung solcher Projekte nieren.
bietet eine sehr gute Vorbereitung auf die spätere Berufspraxis. Gerade auch im schu- Studienstruktur
lischen Umfeld ist neben kunstwissenschaftlichen Kenntnissen und gestalterischer
Praxis die Anwendung von neuen Vermittlungsstrategien gefragter denn je, um Be- Der Studiengang Kunstvermittlung ist als polyvalenter Bachelor im Rahmen des 2-
geisterung für zeitgenössische Kunst zu wecken. Fächer-Bachelorstudiengangs der HBK Braunschweig konzipiert, und endet mit einem
ersten berufsqualifizierenden Abschluss nach 6 Semestern. An den Bachelor kann ein
Studienziele und Studieninhalte konsekutiver Master-Studiengang (in Vorbereitung) im Umfang von 4 Semestern an-
Das Studium der Kunstvermittlung an der HBK Braunschweig liegt im Zentrum der schließen.
Kunst – in den künstlerischen Klassen. Die Arbeit in den künstlerischen Klassen, in Zu- In den ersten beiden Semestern ist dieses Studium dem Studium der Freien Kunst
sammenarbeit mit den ProfessorInnen der Freien Kunst, befähigt die Studierenden zu annähernd gleichgestellt. Das heißt: Künstlerische Praxis in einer Grundklasse, Werk-
eigenen künstlerischen Fragestellungen. Gemeinsam mit den Studierenden der Freien stattkurse und Einführung in die Kunstwissenschaft. Nach der umfangreichen künstle-
Kunst entdecken und entwickeln die Studierenden in den frei wählbaren Medien rischen Praxis in der Grundklasse nimmt dieser Anteil in den folgenden 4 Semestern
(Skulptur, Malerei, Raumkonzepte, Grafik, Fotografie, Film / Video, Digitale Medien in den Fachklassen etwas ab. Hinzu kommen neben dem gewählten Zweitfach Mo-
etc.) ihr künstlerisches Werk, diskutieren es im Plenum und stellen es -unterstützt dule der Künstlerischen Kunstvermittlung, der Projektarbeit, des fachnahen oder über-
fachlichen Professionalisierungsbereichs und 2-3 Praktika oder Volontariate.
Wird ein Lehramtsmaster angestrebt finden die Praktika überwiegend in der Schule Kunstwissenschaft belegt wurde, ist auch die Aufnahme in den Master Kunstwissen-
statt und es müssen zusätzlich Module aus dem Bereich Pädagogik/Didaktik und Ges- schaft möglich. Gleiches gilt für Medienwissenschaften.
taltung gewählt werden. In Verbindung und Vernetzung mit den Studiengängen Kunstwissenschaft und Me-
Die Bachelorarbeit bezieht sich auf das Hauptfach und beinhaltet die Präsentation dienwissenschaften und Design können sich während des Studiums der Künstleri-
eigener künstlerischer Arbeiten und/oder die Darstellung eines Projektes der Kunst- schen Kunstvermittlung unterschiedliche Schwerpunkte bilden, sodass gezielt auf Tä-
vermittlung mit dazugehöriger kunst- oder medienwissenschaftlicher Erörterung. Teil tigkeitsfelder hin studiert werden sollte.
der Abschlussarbeit ist auch die Herstellung einer Projektdokumentation oder Publika-
Berufsziele
tion (Katalogentwurf /Website / Film / DVD o.ä.).
Die Arbeit in den künstlerischen Klassen unterliegt analog der Bewertung des re- Als Tätigkeits- und Berufsfelder (bevorzugt in Verbindung mit einem Masterab-
formierten Diplomstudiengangs Freie Kunst. Alle Theorieanteile werden modularisiert schluss) z.B. in Frage: Die Kunst- und Kulturvermittlung in den unterschiedlichen Be-
bewertet. Nach dem 2. Semester ist ein Wechsel in den reformierten Diplomstudien- reichen von Kunst und Design, Kunstvereine, Museen, Privatsammlungen, die fachli-
gang Freie Kunst möglich. che Beratung von Sammlungs- und Ausstellungstätigkeiten der Industrie und Privat-
Das Master-Studium Kunstvermittlung, als konsekutiver Studiengang, ist zwar wei- museen. Die Vermittlung von Kunst und Design an Volkshochschulen und Kunst-
terhin der Kunstpraxis verpflichtet, wird jedoch wesentlich von theoretischen Studien schulen, in der Senioren - Kunstvermittlung und Museumspädagogik. Auch die Kultur-
und der Erarbeitung und Durchführung von selbst initiierten Projekten geprägt sein. und Kunstberatung in wirtschaftlichen und städtischen Bereichen, z.B. als Dezernen-
ten in kleineren Städten und Gemeinden. Möglich sind Projektmanagement mit kunst-
Zulassungsvoraussetzungen
fremden Inhalten und Tätigkeiten im Bereich der Eventkultur aufgrund der praxisna-
Für die Studienaufnahme müssen Studienbewerberinnen und -bewerber neben hen Ausrichtung des Studiums und der betriebswirtschaftlichen Angebote im Profes-
dem Nachweis der allgemeinen Hochschulreife oder einer gleichwertigen Vorbildung sionalisierungsbereich. Andere, zukünftige Tätigkeitsfelder werden aus dem Studium
ihre künstlerische Eignung für das erfolgreiche Studium durch Nachweis der besonde- heraus bestimmt, da dieses Studium nicht stromlinienförmig auf ein Berufsziel hin-
ren künstlerischen Befähigung in einem künstlerischen Aufnahmeverfahren (Feststel- führt.
lungsverfahren) unter Beweis stellen. Informations- und Beratungsstellen
Das künstlerische Aufnahmeverfahren findet im Verlaufe des Sommersemesters
aufgaben- und zeitgleich zusammen mit der Aufnahmeprüfung für den Studiengang HBK Braunschweig, Johannes-Selenka-Platz 1, 38118 Braunschweig
Freie Kunst statt. Die Bewerbungsfrist endet jeweils im April eines Jahres. Zu den Tel.: 0531 / 391 - 9122 http://www.hbk-bs.de
Bewerbungsunterlagen zählt insbesondere eine Mappe mit selbstgefertigten künstle-
Allgemeine Studienberatung der HBK
rischen Arbeiten im Original. Weitere Informationen zum Aufnahmeverfahren ent-
Geb. 14, Raum 117, Tel. 0531 / 391-9269, E-Mail: Studienberatung@hbk-bs.de
nehmen Sie bitte dem gesonderten Informationsblatt „Hinweise zur Bewerbung“.
Termine für Mappenberatungen können über die Geschäftsstelle Freie Kunst verein- Offene Sprechstunde dienstags, donnerstags 10.00 – 12.00 Uhr
bart werden, Tel.: 0531 / 391-92 25 (ausreichend Arbeiten mitbringen!). Telefonische Sprechstunde donnerstags 13.00 – 14.00 Uhr
sowie weitere Termine nach Vereinbarung
Kombinationsmöglichkeiten
Immatrikulationsamt
Die berufliche Ausrichtung des Studiengangs kann von den Studierenden entweder Geb. 16, Raum 013,
in Richtung des gymnasialen Lehramtes oder in die Richtung von außerschulischer Tel. 0531 / 391-9127, Fax-Nr.: 0531 / 391-9259, E-Mail: I-Amt@hbk-bs.de
Kunst- und Kulturvermittlung gewählt werden. Öffnungszeiten: montags - donnerstags10.00 - 12.00 Uhr
Wird die Fortsetzung des Studiums mit einem Lehramtsmaster in Betracht gezo- donnerstags auch 14.00 - 15.30 Uhr
gen, sind nur bestimmte Fächerkombinationen möglich: Kunstvermittlung (Kunst) mit
Darstellendem Spiel oder Germanistik oder English Studies oder Mathematik, wobei Studentenwerk Braunschweig, Online: www.studentenwerk-braunschweig.de
die letzteren an der TU Braunschweig angeboten werden. In der außerschulischen Wohnraumvermittlung, Katharinenstr. 1, 38100 Braunschweig
Ausrichtung sind zudem die Kombinationen mit Kunstwissenschaft oder Medienwis- Tel. 0531 / 391-4813 und -4828 bis -4830
senschaften oder Kommunikationsdesign möglich. BAföG-Amt, Nordstr. 11, 38106 Braunschweig, Tel. 0531 / 391-4902, -4922
Der Bachelor- Abschluss ermöglicht den Übergang in die außerschulische Berufstä-
tigkeit oder bei entsprechender Eignung die Aufnahme in den Diplomstudiengang Das Vorlesungsverzeichnis der HBK wird gegen Vorabeinsendung von Briefmarken
Freie Kunst oder die Aufnahme in einen Masterstudiengang Kunst für das Lehramt an im Wert von 4,00 Euro zugesandt. Stand: Januar 2006

Gymnasien. Ein Master Kunstvermittlung ist in Vorbereitung. Wenn als Nebenfach