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DEUTSCHEN

Teil

I

Metallische Werkstoffe

1. Banci Stahl und Nichteisenmetejfle

(ausgenommen Leichtmetafle)

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Herausgegeben

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durch Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung ’(BWB),

Für die · zivile Luftfahrt gültig

gemäß der Verfügung des Luftfahrt-Bundesamtes -

Аж. 3Q0»9vom f.՜

bekanntgegeben in den Nachrichten für'Luftfahrer

-fai Auftrag des BWB bearbeitet von

Dr.-Ing.-Kurt Reichel, StuHgart

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Vorwort

Sparsame Wirtschaft bedingt Einschränkung der Werkstoffarten. Sie führt zu geringeren Fertigungs- und Einkaufskosten, kleineren und übersichtlicheren Lagerbeständen bei den Erzeugern und Verbrauchern, zu geringerem toten Kapital und zu kürzeren

Lieferfristen.

Bei der getroffenen Auswahl der Werkstoffe sind die bisherigen Normungsarbeiten des Deutschen Normenausschusses und die Erfahrungen mit den Werkstoffen des früheren vom RLM herausgegebenen Fliegwerkstoffhandbuches berücksichtigt.

Die technologischen Werte

der Werkstoffe

sind

in

den

Leistungsblättern

so abge­

stimmt, daß diese die auf den Rückseiten angeführten ausländischen Spezifikationen

abdecken und somit dem Lizenznehmer eine wesentliche Erleichterung bieten, um eine Schlüsselliste aufstellen und diese mit dem Lizenzgeber abstimmen zu können.

Bei der vorgenommenen Auswahl und an der Ausarbeitung der Leistungsblätter haben die in Fachausschüssen zusammengefaßten Werkstoff-Fachleute der Deutschen Luft­ fahrt-Industrie und der Werkstoff-Erzeuger mit ihren Verbänden einen entscheidenden

Anteil gehabt.

Dieses Werkstoff-Handbuch wird als Ringbuch herausgegeben, um durch Auswechseln einzelner Blätter dieses stets dem jeweiligen technischen Stand anpassen zu können.

Die Werkstoff-Leistungsblätter werden ab

1962 nunmehr

durch das

Bundesamt

für

Wehrtechnik und Beschaffung herausgegeben und sind durch MBL und DVL/PfL *) an­ erkannt. Sie tragen einen entsprechenden Vermerk.

*)

Das

(DVL/PfL) m it Schreiben vom 29. 8. 56 dam it beauftragt.

Luftfahrt-Bundesamt

bat

die

Deutsche

Versuchsanstalt

fOr

Luftfahrt / Prüfstelle

fOr

Luftfahrtgerdt

Februar 19Ճ2

DK 669:629.13

Januar 1958

Werkstoffe

1. Allgemeines

1.1 Anstelle des früheren Sammelbegriffes „Fliegwerkstoff" tritt nunmehr die Bezeichnung „Werkstoff", da dieser nicht nur von der Luftfahrt, sondern auch von anderen Bedarfsträgern verwendet werden kann.

1.2 Eine Unterteilung für Flugzeug-, Triebwerks- und Gerätebau wurde nicht mehr vorgenommen.

1.3 Außer diesen Werkstoffen finden die auf Normblättern

angegebenen

handelsüblichen

Werkstoffe

Verwendung.

2.

Werkstoff-Leistungsblätter

2.1

Für jeden Werkstoff, wie er sich —it bestimmten Festigkeitseigenschaften aus seiner chemischen Zusammensetzung ergibt, ist ein Leistungsblatt aufgestellt. Dieses Blatt enthält alle Angaben über die verlangten Eigenschaften des betreffenden Werkstoffes in den angegebenen Verarbeitungszuständen, ferner Angaben über seine Verwendbar­ keit, Prüfung und dergleichen.

2.1.1

Die Festigkeitswerte $ind für die verschiedenen Werkstoffzustände und Halbzeugformen gesondert angegeben.

2.1.2

Bei Grenzwerten gilt die untere Zahl als Mindestwert. Vorzeichen sind ebenfalls Mindestwerte.

Die angegebenen

Dehnungswerfe

und Einzelzahlen ohne

2.1.3

Die auf der Vorderseite des Blattes angegebenen Werte sind der Abnahmeprüfung unterworfen. Eingeklammerte Zahlen müssen nicht durch Prüfungen nachgewiesen, können jedoch in Zweifelsfällen mit herangezogen werden. Sie sind jedoch zu prüfen, wenn dies angegeben ist.

2.1.4

Die auf der Rückseite des Blattes angegebenen physikalischen Werte sind Richtwerte bzw. Anhaltszahlen.

2.1.4.1 Die in den Werkstoffleistungsblättem in Zeile 29 angegebene

abWr bezieht sich stets

auf die bearbeitete, polierte, nichtgekerbte Längsprobe bei Raumtemperatur ohne Korrosionsangriff.

Bei N.E.-Metallen (ausgenommen Leichtmetall) ist die Anzahl der Lastspiele auf dem Leistungsblatt angegeben. Bei Stahl beziehen sich die angegebenen Werte auf 10 Millionen Lastspiele.

Bei Kohlenstoff- und niedriglegierten Stählen ist die Biegewechselfestigkeit nach folgender Formel (Werkstoffhand­ buch Stahl und Eisen, Verlag Stahleisen mbH. Düsseldorf, 1953, Blatt D 11—9) errechnet worden:

°bw ՜

Hierin ist as = Streckgrenze kg/mml σΒ = Zugfestigkeit kg/mm!

Bei niedriglegierten Stählen ist in den höchsten Vergütungsstufen ein entsprechender Abzug von den nach der Formel errechneten Werten vorgenommen worden.

Biegewechselfestigkeit

=

0/25 (σ„ + ав)

+

5 kg/mm*

Bei rostfreien,

hitzbeständigen

oder hochwarmfesten Stählen ist die Biegewechselfestigkeit fast immer durch Ver­

such ermittelt.

2.2

Der Prüfumfang wird durch die Technischen Lieferbedingungen

und

durch

die vom

Luftfahrt-Bundesamt

heraus­

gegebenen Bauvorschriften festgelegt, d. h., es ist vorgesehen,

daß

jedes

soundsovielte

Stück

geprüft

werden

muß. Für die Prüfung selbst sind die Angaben der Leistungsblätter maßgebend.

2.3 Änderungen

2ЈЛ

Eigenhändige Änderungen, Streichungen oder Zusätze auf den Leistungsblättern dürfen nicht vorgenommen wer­ den. Von den Leistungsblättern abweichende Anforderungen sind dem Verteidigungsministerium und der DVL/PfL eingehend zu begründen.

2ձյ2

Die Aufnahme weiterer Werkstoffe in die Werkstoff-Leistungsblätter kann nur auf Grund des Nachweises aus­

reichender Brauchbarkeit und des wirklichen Bedürfnisses und erst nach einer angemessenen langen, im Einver­

ständnis mit dem Verteidigungsministenum und der DVL/PfL durchgeführten stoff hergestellten Geräte erfolgen.

Erprobungszeit der aus dem Werk­

Januar 1958

3. E inteilung, Kennzahlen

(Stoff-Nr.), Zustandszahlen

3.1

Die Werkstoffe sind eingeteilt in die Hauptgruppen

 
 

I.

Teil:

Metallische Werkstoffe

 

1. Stähle

2. Schwermetalle (ohne Stähle)

3. Leichtmetalle

 

II.

Teil:

Nichtmetallische Werkstoffe

 

1.

Kunststoffe, Gummi, Asbest u. a.

 

2.

Holz, Textilien

3.

3.2

Kennzahl (Stoffnummer)

3.2.1

Jeder Grundwerkstoff ist durch eine fünfziffrige Zahl gekennzeichnet, diezugleich

dieNummer

deszugehörigen

Leistungsblattes ist. Dieser Zahl wird eine einziffriga Zahl hinzugefügt, die denZustand desWerkstoffes in den

aus ihm hergestellten Halbzeugen kennzeichnet.

 

Während

bei den Fliegwerkstoff-Leistungsblättern des RLM „FIW" das Kennzeichen für Werkstoffe der Luftfahrt

war, diente bei den 1956 zuerst herausgegebenen Werkstoff-Leistungsblättern für Leichtmetalle noch das vor die Kennzahl gesetzte „W " als besonderes Merkmal.

Am 4. 9. 1956 hat der Deutsche Normenausschuß mit den Vertretern der Rohstoffindustrie und den Behörden ver­ einbart, ein einheitliches Nummernsystem für Werkstoffe zu schaffen, in das die in den verschiedenen Fachgebie­ ten bereits bestehenden Systeme im wesentlichen unverändert eingegliedert werden sollen. Dies trifft auch für das in der Luftfahrt bereits seit Jahren eingeführte Zlffernsystem zur Bezeichnung von Werkstoffen zu. Dabei wird das bisherige fünfstellige Ziffernsystem durch eine Vorsatzziffer zu einem System von sechsstelligen Zahlen erweitert.

3.2.2

De r vor der Werkstoff-Hauptgruppe gesetzte Buchstabe

„W "

bleibt zunächst für diejenigen

Werkstoffe erhalten,

deren Leistungsbläfter bis zum März 1957 herausgegeben waren. Für nach diesem Termin neu hinzugekommene Leichtmetalle wurde die sechsziffrige Kennzahl des .Deutschen Normenausschusses übernommen.

Bei Stählen und N.E.-Metallen erfolgte die Kennzeichnung nur nach dem DNA-System.

 

3.2.3

Die Werkstoffgruppen 0—9 sind in Gruppen aufgeteilt, denen bestimmte Zahlenreihen zwischen 0000 bis 9999 zur Kennzeichnung zugeordnet sind. (Früher nur 000—999;.

Die Bezeichnung der Hauptgruppen bleibt wie bisher bestehen:

 

1. Stähle

2. Nichteisenmetalle (ausgenommen Leichtmetalle)

 

3. Leichtmetalle

3.2.4

Die sechsziffrige

Kennzahl entsteht folgendermaßen:

 
 

0.

0000.

0

 

Werkstoffhauptgruppe Werkstoffart innerhalb der Hauptgruppe Werkstoffzustand

I

I

I

Die Ziffer 4 vor dem zweiten Punkt in der sechsziffrigen Kennzahl besagt, daß der Werkstoff für die Luftfahrt benötigt wird. Damit soll der Erzeuger bereits bei Eingang der Bestellung darauf hingewiesen werden, bei der Herstellung die notwendige Sorgfalt zu beachten und die in den Technischen Lieferbedingungen vorgesehenen Prüfungen qualitativ und quantitativ durchzuführen.

3.2.5

Die Stahlindustrie und ihre Verbraucherkreise arbeiten nach der „Einheitlichen Nummerung von Erzeugnissen der Eisen schaffenden Industrie", herausgegeben von der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie. Diese

Werkstoffnummern sind auch bei den neu erscheinenden

DIN-Normen

vorgesehen;

sie

dienten

ebenfalls zur

Benummerung der Werkstoffleistüngsblätter für die Luftfahrt. So schmerzlich es für den Konstrukteur ist, sich auf

ein anderes Zahlensystem in der Werkstoffbenummerung umzustellen, so sollte er doch bedenken, daß es jetzt gilt, sich in ein einheitliches Benummerungssystem einzufügen; er soll sich ferner vor Augen halten, daß der Bedarf der Luftfahrt in seinem Land nur einige wenige Prozente der gesamten Stahlproduktion ausmacht.

3.2.6

Das Einplanen der hochwarmfesten Nickel- (Nimonic), Kobalt- und anderer Legierungen sowie des Werkstoffes Titan brachte es mit sich, daß auch die frühere RLM-Benummerung für die Nichteisenmetalle einer Überprüfung unterzogen werden mußte, indem neue Nummernkreise auch für Werkstoffe der zukünftigen Entwicklung frei­ gehalten, werden.

3.2.7

Anwendung der Kennzahlen

Die Kennzahl dient zur Kennzeichnung des Werkstoffes in den Halbzeugen (Bleche, Bänder, Stangen, Drähte, Rohre, Guß, Preßteile). Sie muß auf den Halbzeugen angebracht werden und, wenn verlangt, auch in den einzelnen Verarbeitungszuständen auf den Fertigteilen. Die Kennzahl wird in den Stück-, Halbzeug- und Werkstoff-Listen eingesetzt.

Oktober 1959 (Ersatz für Seite 3 Januar 1958)

Zustandszahlen Die zur Kennzeichnung der Werkstoffzustände verwendeten Zahlen von 0 bis 9 haben für die Metalle folgende Bedeutung :

*)

Zustands-

Nummer

Stähle^ und Stahlguß

beliebige Behandlung

0 (keine bestimmte Wärmebehand­ lung nach der Formgebung ge­ wünscht oder gewährleistet)

1 normalgeglüht

2 weichgeglüht

3 wärmebehandelt auf gute Zerspanbarkeit

4 vergütet

Werkstoffzustand für Nichteisenmetalle und Guß

:

unbehandelt (Walzzustand, Gußzustand, Preßzustand)

weich (mit oder ohne Richten oder Recken)

kaltverfestigt (achtelhart bis dreiviertelhart)

kaltverfestigt

(hart)

kaltausgehärtet

Leichtmetallguß*)

unbehandelt

(Gußzustand)

weich

kaltausgehärtet oder geglüht und abgeschreckt oder homogenisiert

5 vergütet

6 vergütet

7 kaltverformt

8 kaltverformt

9 behandelt nach besonderen Angaben

kaltausgehärtet

und nachgerichtet

kaltausgehärtet

warmausgehärtet

und

kaltverfestigt

warmausgehärtet

ziehhart

entspannt

behandelt nach besonderen Angaben

behandelt nach besonderen Angaben (z. B. stabilisiert)

Bei dem

fü r

die

w orden

Behandlungszustände

7. N a chtrag

erstm a lig

angew andt.

bei

A lu m in iu m -G u ß le g ie ru n g e n

d ie

in

D IN

Ì7007 [E ntw urf M a rz

7959)

ang egebenen

A nhängezahlen

4. Technische Lieferbedingungen

Mit der Ausarbeitung der Technischen Lieferbedingungen für die Werkstoffe und Halbzeuge ist 1957 begonnen worden. Sie werden sofort nach Fertigstellung veröffentlicht.

5. Umschlüsselung

5.1

Allgemeines

5.1.1

Bei der Aufstellung der Werkstoffleistungsblätter wurden auf ihrer Rückseite in Zeile 45 bzw. 47 diejenigen aus­ ländischen Werkstoffe eingetragen, die durch den deutschen Werkstoff ersetzt werden können. Dabei sind die Werkstoffe der Länder USA, Frankreich und England berücksichtigt. Zur Zeit der Herausgabe der Leistungsblätter für Leichtmetalle im Februar und März 1956 verfügte man nur über wenige ausländische Spezifikationen. Durch die seit Mitte 1956 stattfindende internationale Zusammenarbeit ist nicht nur unser Wissen über die im Ausland verwendeten Werkstoffe wesentlich erweitert worden, sondern man gelangte vor allem in den Besitz von ausländi­ schen Spezifikationen. Damit war die Möglichkeit gegeben, die Spalte „Einsetzbar für" weiter auszubauen.

5.2

Kategorien

Entsprechend den NATO-Unterlagen sind in dem Werkstoffhandbuch der Luftfahrt, beginnend mit dem 2. Nach­

trag

Kategorie 1 a:

Deutsche Werkstoffe, deren Spezifikationen mit den ausländischen „identisch" sind. (Identisch bedeutet hier:

(Ausgabedatum September 1956) die Werkstoffe in folgende Katogorien eingeteilt:

textgleich.)

Kategorie 1 b :

Deutsche Werkstoffe, deren Spezifikationen mit den ausländischen nicht identisch sind, die aber den ausländi­ schen Werkstoff ersetzen können und umgekehrt (vice versa).

Kategorie 2:

Deutsche Werkstoffe, deren Spezifikationen mit den ausländischen nicht identisch sind, die aber das auslän­ dische Material ersetzen können; eine Umkehrung ist nicht möglich.

Kategorie 3:

Deutsche Werkstoffe, deren Spezifikationen größere Abweichungen mit den ausländischen aufweisen und deren Anwendung nur von Fall zu Fall entschieden werden kann.

Mit dem 2. Nachtrag (Ausgabedatum September 1956) zu dem Werkstoffhandbuch wurde bei den in Zeile 45 an­ gezogenen ausländischen Werkstoffen diese Kategorien-Einteilung vorgenommen.

Januar 1958

Bei einer Umschlüsselung von ausländischen Werkstoffen ist also der ausländische Werkstoff zunächst auf der lin­ ken Seite eines Blattes einzutragen, während der dafür „einsetzbare" deutsche Werkstoff rechts steht; der deut­ sche Werkstoff ist mit der Kategorienummer zu versehen, die in Spalte 45 bzw. 47 bei dem umzuschlüsselnden ausländischen Werkstoff steht.

5.2.1

Ein Beispiel:

 

Frankreich:

 

Deutschland:

 

Werkstoff-Bezeichnung

 

Werkstoff-Bezeichnung

 
 

25 С

D 4 S

1.7214.5

AIR 9160, AIR 9161 trempé, 850 °H rev. 550 0

 

^

Halbzeug: Stangen

 

Halbzeug:

Stangen

 
 

In diesem Fall ist also der deutsche Werkstoff 1.7214.5 „einsetzbar für" den französischen Werkstoff 25 С D 4 S, trempé 850 °H, rev. 550 ° und auch umgekehrt.

5.2.2

Ein anderes Beispiel:

 
 

USA:

Deutschland:

 
 

Werkstoff-Bezeichnung

 

Werkstoff-Bezeichnung

 

AMS 4505 D

 

2.0224.1

0

Halbzeug: Blech

 

Halbzeug: Blech

In diesem

Falle m и ß an Handdertechnischen

Unterlagen,

wie

Zeichnung,USA-Spezifikation, Werkstofflei­

stungsblatt für ¡edes aus diesemWerkstoff werden.

zufertigende Teil die Verwendung

des deutschenWerkstoffes

geprüft

Es sei an dieser Stelle n a с h d r ü с к I i с h darauf hingewiesen, daß die Umschlüsselungen nur von erfahrenen Spezialkräften vorgenommen werden sollen, die auf Grund der vorhandenen Zeichnungen und der Kenntnis der Materie beurteilen können, auf welche Eigenschaft es bei dem aus dem Werkstoff herzustellendenBauteil beson­ ders ankommt und dafür auch die Verantwortung übernehmen.

Ganz besonders gilt das für die

mit

Kategorie ®

und ®

bezeichneten

Werkstoffe.

Ferner

ist

zu

beachten,

daß die deutschen Werkstoffe nur

in denselben Abmessungen für die ausländischen einsetzbar sind,

wie diese

in Zeile 5 des Leistungsblattes eingetragen wurden.

 

Die Spalten 45 und 47 sind für den Fachmann von größtem Wert, bedeuten aber in der Hand eines Unerfahrenen eine große Gefahr.

5.3

Amerikanische Spezifikationen

 

Es ist bekannt, daß in USA nicht nach einem einheitlichen, sondern nach verschiedenen Normensystemen gearbei­ tet wird. Die in der Luftfahrt der USA gebräuchlichsten wurden in den Werkstoff-Leistungsblättern angezogen; es sind dies folgende:

1. Aeronautical Material Specification

(AMS)

2. Federal Specification

 

(FED)

3. Military Specification

(MIL)

4. Army Navy AeronauticalSpecification

(AN)

(teilweise bereits ersetzt durch MIL oder FED.)

 

Außerdem wurden wegen ihres systematischen Aufbaues, besonders auf der legierungstechnischen Seite, in den Werkstoff-Leistungsblättern für Stahl noch erwähnt:

Society of Automotive Engineers

 

(SAE)

American Iron and Steel Institute

(AISI)

5.3.1

„Amendments"

 

Amerikanische Spezifikationen werden korrigiert durch „Amendments", dos sind Anweisungen Ober das, was in

der betreffenden Spezifikation zu „streichen" oder „hinzuzufügen" ist. Diese „Amendments" haben oft ausschlag­

gebende Bedeutung, sie ändern die chemische Zusammensetzung

und/oder die Festigkeitswerte erheblich. Die

Anzahl der Amendments, die bei der Bearbeitung Vorgelegen

haben, wurde daher in den Werkstoff-Leistungs­

blättern

bei der amerikanischen Spezifikation

besonders angeführt.

 

Beispiel:

Werkstoff 1.7214 Bl. 2, Spalte 2 u. 3, Zeile 47:

 

MIL-S-6758 (4)

 

Das heißt:

Bei der Bearbeitung der MIL-S-6758 zur Zeit der 4 Amendments bekannt.

Aufstellung

des

Werkstoff-Leistungsblattes

1.7214

waren

5.3.2

Neuausgabe der amerikanischen Spezifikation

 

Eine Erneuerung einer amerikanischen Spezifikation

fügen eines Buchstabens an die Spezifikations-Nummer gekennzeichnet.

wird bei den angezogenen Normensystemen stets durch An­

B eispiel :

ÄMS 5570 F oder MIL-T-6737 A.

Das heißt:

Januar 1958

Alle bisher für MIL-T-6737 erschienenen Amendments und die MIL-T-6737 sind ungültig, da die Änderungen bereits in der Ausgabe A eingearbeitet sind. Ebenso sind mit Erscheinen der AMS 5570 F die AMS mit dem

Index

E,

D,

C,

B, A

und AMS 5570 überholt. Gültig

ist, wie auch bei uns, stets die neueste Ausgabe.

Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Betreuungsaufgaben, die die Luftfahrtindustrie für ausländische Flugzeug­ muster nicht immer neuester Konstruktion übernommen hat, wurden bereits überholte amerikanische Spezifikatio­ nen, die aber in den Zeichnungen und Stücklisten eingetragen sind, auch in den Werkstoff-Leistungsblättern an­ gezogen, soweit diese Spezifikationen uns bekannt waren; die Einklammerung bedeutet, daß diese Spezifikatio­ nen heute nicht mehr gültig sind.

Beispiel:

Werkstoff 1.7214 Bl. 1, Spalte 1, Zeile 47:

(AN-QQ-S-685 (5) Cond. A)

5.3.3 „Composition"; „Class"; „Type"; „Grade"

Die amerikanische Spezifikation enthält häufig nicht nur eine, sondern mehrere verschiedene, chemische Zusam­ mensetzungen, die mit Buchstaben oder Zahlen gekennzeichnet sind. In diesen Fällen ist die dem deutschen Werk­ stoff entsprechende oder möglichst nahekommende „Composition", „Class", „Type" oder „Grade" mit der ame­

rikanischen Spezifikation

Beispiel :

in

den

Werkstoff-Leistungsblättern eingetragen.

Werkstoff 1.4544 Bl. 2, Spalte 2, Zeile 47:

QQ-S-7é3a (1) Class 8, Type A und

QQ-S-763a (1) Class 1, Type A

und D sowie

Class 7, Type A.

Das heißt:

Der deutsche Werkstoff ist einsetzbar für die chemische Zusammensetzung Class 8, Type A, auch für Class 1, Type A und D sowie für Class 7, Type A der Spezifikation QQ-S-763a (1), nicht jedoch für eine andere che­ mische Zusammensetzung in der Federal Specification, die dort noch zusätzlich erwähnt ist.

Der Aufbau der Zeile 47 in den Werkstoff-Leistungsblättern erfolgte bei Stählen zunächst nach ihrer chemischen Zusammensetzung. Hierfür wurden die SAE und AISI Spezifikationen herangezogen, die zwar in der amerikani­

nicht benutzt werden, auf denen sich aber die Luftfahrt-Spezifikationen für Stahl in den

schen Luftfahrt-Industrie USA aufbauen.

Beispiel:

Werkstoff 1.4544, Bl. 3, Spalte 2, Zeile 47:

AISI Ту 347. Darunter befindet sich ein Doppelstrich.

Das heißt:

Alle Spezifikationen, die über dem Doppelstrich eingetragen sind, haben praktisch dieselbe chemische Zu­ sammensetzung wie AISI Ту 347, das ist SAE 30347, AMS 5575, AMS 5571, AMS 5556.

Ein anderes Beispiel:

Werkstoff 1.7214, Bl. 1, Spalte 2, Zeile 47:

AISI 4130, AISI 4130 H und AiSI TS 4130 (Tentative Steel) Darunter befindet sich ein Doppelstrich.

Das heißt:

Alle Spezifikationen, die über dem Doppelstrich bis zur darüber stehenden AISI eingetragen sind, haben prak­ tisch dieselben chemischen Zusammensetzungen, die diesen drei AISI Spezifikationen entsprechen, das ist also SAE 4130 und 4130 H, MIL-S-18729, (AN-QQ-S 685 (5)), AMS 6350 und AMS 6351.

Ч-—'՚

5.3.4 „Condition", „Temper"

Unter Condition ist der „Zustand" zu verstehen, in dem der Werkstoff nach der amerikanischen Spezifikation an­

geliefert wird. Dieser Zustand bezieht sich auf die Wärmebehandlung, tion) und/oder auf die Oberfläche (Surface condition).

Beispiele:

(Physical condi­

Festigkeits-Eigenschaften

Killed Hot rolled Annealed Normalized Normalized and tempered Quenched and tempered Heat treated Precipitation hardening Solution treated Cold rolled Cold drawn Cold worked Extruded Forged Grain size

beruhigt warm gewalzt geglüht normalgeglüht normalgeglüht und angelassen, luftvergütet gehärtet und angelossen, vergütet vergütet Ausscheidungshärtung lösungsgeglüht kalt gewalzt kalt gezogen kalt verfestigt sträng gepreßt geschmiedet Korngröße

Januar 1958

Soft

weich

Hard

hart

Spring temper

federhart behandelt

Precision casting

Genauguß

Precision investment

Genauguß

nach Ausschmelzverfahren (Feinguß)

Cold finished Stress relieved Pickled Rough turned Polished

kalt nachverfestigt entspannt gebeizt geschält fein- oder mattgeschliffen

Obige Bezeichnungen werden oft miteinander kombiniert:

Beispiel :

Cold-finished and stress-relieved; kalt nachverfestigt und entspannt. Solution heat treated and cold worked; lösungsgeglüht und kalt verfestigt. Black as forged or rolled; schwarz, geschmiedet oder gewalzt.

Die amerikanische Spezifikation enthält häufig nicht nur eine, sondern mehrere, verschiedene „Condition" oder auch „Temper", die oft mit Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet sind. In diesen Fällen ist die dem deutschen Werkstoff entsprechende oder möglichst nahekommende „Condition" oder „Temper" in dem Werkstoff-Leistungs­ blatt eingetragen.

Beispiel :

Werkstoff 1.5924.3 Spalte 2, Zeile 47:

MIL-S-7393 A, Comp. I, Cond. С

Das heißt:

Der deutsche Werkstoff im Zustand 1.5924.3 ist einsetzbar für MIL-S-7393 A, Comp. I, im Anlieferungszustand C, das ist in diesem Fall annealed (geglüht), nicht aber z. B. für den in dieser MIL noch aufgeführten Zu­ stand D (normalized).

An dieser Stelle muß besonders darauf hingewiesen werden, daß in den amerikanischen Stücklisten bei Stählen die Angabe, welchen Werkstoffzustand das fertige Werkstück haben soll, fast immer fehlt. Es sind aber entweder die

Wärmebehandlung oder die physikalischen Eigenschaften des fertigen Teiles auf der Zeichnung eingetragen. Es ist

.also unbedingt notwendig, daß man sich bei einer Umschlüsselung

die Zeichnungen

ansieht und

die

Eintragun­

gen studiert, wobei zu überlegen ist, ob die auf den Zeichnungen angegebenen Festigkeitswerte oder Wärme­

behandlungen in die Festigkeitsstufen des betreffenden Werkstoff-Leistungsblattes hineinpassen. Bei den Stählen

ist besondere Sorgfalt bei der Umschlüsselung anzuwenden. Gegebenenfalls muß die

auf den ausländischen Zeichnungen angegebene Wärmebehandlung des ausländischen Stahles für den deutschen

in der Kategorie © und ®

Stahl abgeändert werden.

5.4 Französische Spezifikationen

Die französische Luftfahrt arbeitet bei Werkstoffen hauptsächlich mit folgenden Spezifikationen:

1. „AIR"-Réglements, herausgegeben vom Ministère de défense nationale.

2. „AFNOR", herausgegeben von der Association Francaise de 'Normalisation.

3. „СТА", herausgegebsn vom Centre d'Etjdes Techniques de L’Automobile

et

du

Cycle (nur für Stahl) 1)

5.4.1 Änderungen Änderungen erfolgen durch Neuausgabe.

5.4.2 Neuausgaben Neuausgaben werden, wie bei uns, entweder durch das Datum oder bei AIR-Réglements durch Hinzufügen eines Buchstabens gekennzeichnet. Die neueste Ausgabe ersetzt die vorhergehende.

5.4.3 Composition Chimique Die „AIR"-Réglements und die Documents „AFNOR" enthalten teilweise Übersichtstabellen, aus denen die che­ mische Zusammensetzung ganzer Werkstoffgruppen zu ersehen ist (Leichtmetall, Kupfer und Kupferlegierungen, Stahl). Die chemische Zusammensetzung ist mit Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet. Die dem deutschen Werk­ stoff entsprechende oder nahekommende „Composition chimique" ist mit den entsprechenden „AIR"-Réglements oder Documents „AFNOR" in dem Werkstoff-Leistungsblatt eingetragen.

Beispiel :

Werkstoff W 3126.5 Bl. 2, Spalte 3, Zeile 47:

A-U4G1-A5 plaqué AIR 9050

Das heißt:

Der deutsche Werkstoff W 3126.5 ist einsetzbar für den französischen Werkstoff, er hat praktisch die gleiche

chemische Zusammensetzung; er ist ebenfalls plattiert. Zusammensetzung A 5.

Die Plattierschicht entspricht der französischen

in der

5.4.4 L'état Unter l’état de livraison ist der „Zustand" zu verstehen, in dem der französische Werkstoff nach der franzö­ sischen Spezifikation angeliefert wird. Dieser Zustand bezieht sich meistens nur auf die physikalischen Eigenschaf­ ten, aber teilweise auch auf die Oberfläche. Unter l'éfat de référence ist der „Zustand" zu verstehen, in dem der französische WerkstofF oder das fertige Teil nach seiner Wärmebehandlung im Flugzeugwerk verwendet wird.

>) R 971-01

Januar 1958

5.4.4.1 Für Nichteisenmetalle ist in der AFNOR PNA-02-002 ein ganzes System von Buchstaben und Zahlen für den Zu­ stand festgelegt, das besonders für Leichtmetall oft angewendet wird. Auch diese Zustands-Kennzeichnung wurde in den Werkstoff-Leistungsblättern berücksichtigt.

Beispiel:

Werkstoff W 3126 Bl. 2, Spalte 3, Zeile 45:

A-U4G1-A5 plaqué X 546 AIR 9050 Bei X 546 bedeutet:

X 5

=

laminé à froid (kaltgewalzt)

4

=

trempé et vieilli(abgeschreckt und gealtert)

6

=

plané (nachgewalzt)

Das heißt:

Diesem Zustand entspricht das deutsche Leichtmetallblech W 3126.5.

5.4.4;2Bei Stahl und Schwermetallen kommen dagegen hauptsächlich folgende Zustände vor:

Beispiele:

Recuit Refr. (Refroidissement) air calme Normalisé Trempé et revenu Ecroui Etiré Doux Fini à froid

weich geglüht an der Luft abgekühlt normal geglüht gehärtet und angelassen, vergütet kalt verfestigt gezogen weich kalt nachverfestigt

Auch diese Zustände wurden in den Werkstoff-Leistungsblättern eingetragen.

Beispiel :

Werkstoff 1.7214.5 Bl. 2, Spalte 2, Zeile 47:

25 CD 4 S trempé-rev. AIR 9160

Das heißt:

Der deutsche Werkstoff im Zustand 1.7214.5 ist einsetzbar für dfen französischen 25 CD 4 S im Zustand trempé- revenu.

5.5

Britische Spezifikationen

Während die den deutschen Werkstoffen entsprechenden amerikanischen und französischen Spezifikationen bei der Bearbeitung der Werkstoff-Leistungsblätter etwa zu 90 % erfaßt werden konnten, war dies zunächst bei den britischen Spezifikationen nur zu einem kleineren Teil möglich. Die Werkstoff-Leistungsblätter werden in Zukunft aber auch im Hinblick auf die britischen Werkstoffe weiter ausgebaut. Die britische Luftfahrt arbeitet bei Werk­ stoffen hauptsächlich mit folgenden Spezifikationen:

1. British Standard General Engineering Specification (В. S.)

2. Aircraft Material Specification, Director of Technical Development (DTD)

5.5.1

Änderungen Änderungen erfolgen entweder durch Neuausgabe oder durch Amendments.

5.5.2

Neuausgabe Neuausgaben werden nur durch Aufdruck der Jahreszahl gekennzeichnet. Bei den B.S. wird diese teilweise zur

Sipezifikationsnummer herangezogen (z. B. B.S. 2056: 1953). Die neueste Ausgabe ersetzt die vorhergehende.

Bei den für die Luftfahrt bestimmten B.S.-Spezifikationen e rfo lg t die Kennzeichnung

der Neuausgabe durch eine

Vorgesetzte Zahl. So bedeutet z. B. in 2 S 94 die Vorgesetzte Ziffer 2, daß dies die 2. Ausgabe der S 94 ist.

Bei den D.T.D.-Spezifikationen erfolgt die Kennzeichnung der Neuausgabe durch Hinzufügen eines Buchstabens am Ende der Zahl, z. B. D.T.D. 87 A.

5.5.3

„Composition"; „Class"; „Type"; „Grade"

Hier gilt, besonders für die B.S. das unter 5.3.3 Gesagte.

5.5.4

„Condition", „Temper"

Zustand der Anlieferung siehe 5.3.4.

5.6

W ichtige Regeln für die Umschlüsselung ausländischer W erkstoffe

5.6.1

Fehler in der Umschlüsselung gefährden in der Luftfahrt das Leben von Menschen. Umschlüsselungen können da­ her nur von Fachleuten, die die Materie beherrschen, vorgenommen werden.

5.6.2

Zeichnungen und Stücklisten sind eingehend zu studieren.

5.6.3

Bei der Umschlüsseiung ist stets zu vergleichen:

1. Chemische Zusammensetzung

2. Wärmebehandlung bzw. Kaltverformung

3. Festigkeitseigenschaften

4. Abmessung 5. Verwendungszweck

Januar 1958

5.6.4 B e s o n d e re V o rs ic h t is t bei d e r U m sch lü sse lu n g auf Werkstoffe geboten, d ie in Kategorie ® und © eingestuft sind. Wenn auch der in Kategorie © eingereihte Werkstoff entweder legierungstechnisch oder in seinen Festigkeitseigenschaften hochwertiger ist, so ist damit keineswegs gesagt, daß er auch in seiner Verarbeitbarkeit oder auch in anderen speziellen Eigenschaften dem ausländischen Werkstoff mindestens gleich oder überlegen ist.

Beispiel:

1.7214.4 Stangen. Dieser Stahl ist dem in Zeile 47 eingetragenen AISI 4037 und 4037 H und den darüber erwähnten Stählen legierungstechnisch und in den Festigkeitseigenschaften überlegen. Darüber hinaus ist 1.7214 noch schweißbar. Somit ist der Stahl richtig in Kategorie © eingestuft. Im Gegensatz zu AISI 4037 und 4037 H ist bei 1.7214.4 jedoch die Flammenhärtung nicht anwendbar.

5.6.5 Die Umschlüsselungsliste ist nur mit Einschränkung beim Triebwerks- und Getriebebau anzuwenden. Bei diesen ist für die Wahl des Werkstoffes bei der Konstruktion oft die praktische Bewährung im Betrieb von ausschlaggeben­

deutscher Werkstoff

der Bedeutung, und es kann nicht immer mit Sicherheit gesagt werden,

sich ebenso bewährt wie der verwendete ausländische (z. B. Laufeigenschaften bei Zahnradgetrieben).

ob

ein „ähnlicher"

5.6.6 Die Umschlüsselungsliste ist aber von großem Wert für den Fachmann, der damit für den Nachbau, Reparatur und Betreuung ausländischer Flugzeuge eine wertvolle Hilfe erhält.

6.

Materialprüfnormen

Um die Übersicht in den einzelnen Werkstoff-Leistungsblättern zu erhalten, sind bei den einzelnen physikalischen Werten nur wenige kurze Hinweise auf die entsprechenden Materialprüfnormen zu finden.

Eine übersichtliche Zusammenstellung nachstehend:

6.1

Prüfung der chemischen Zusammensetzung

 

6.1.1

Leichtmetalle

„Analyse der Metalte" des Chemiker-Ausschusses der

Gesellschaft

Deutscher Metallhütten-

und

Bergleute

e. V.

Bd. 1: Schiedsverfahren, Berlin, Springer-Verlag, neueste Ausgabe.

 

6.1.2

Nichteisenmetalle (ausgenommen Leichtmetalle)

 

„Analyse der Metalle" des Chemiker-Ausschusses der Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute e.V. Bd. 1: Schiedsverfahren, Berlin, Springer-Verlag, neueste Ausgabe

6.1.3

Stähle Handbuch für das Eisenhüttenlaboratorium, Bd. 2: Die Untersuchung der metallischen Stoffe, Düsseldorf, Verlag Stahleisen mbH., neueste Ausgabe.

6.2

Festigkeitsversuche

an

metallischen

W erkstoffen

6.2.1

Begriffe

DIN 1602

 

6.2.2

Zugversuch Begriffe

DIN 50145

6.2.3

Zugversuch ohne Feindehnungsmessungen

 

DIN

50146

6.2.4

Ermittlung der 0,2 Grenze

 

DIN 50144

 

6.2.5

Zugproben

DIN 50125

6.2.6

Zugversuch an dünnen Blechen

 

DIN 50114

6.2.7

Bestimmung der Streckgrenze bei höheren Temperaturen

DIN 50112

6.2.8

Standversuch

DIN 50119

6.2.9

Zeitstandversuch

DIN 50118

6.3

Druckversuch

DIN 50106

6.4

Scherversuch

DIN 50141

6.5

Härteprüfung Richtlinien

 

DIN

51 200

6.5.1

Härteprüfung nach BrineM

DIN

50 351

HB für Leichtmetall

P

=

10 D2

HB für N.E.-Metall (ausgen. Leichtmetall)

P

=

10 D2

HB für

Stahl

HB 30

6.5.2 Härteprüfung nach Rockwell Versuch mit Diamantkugel (Rockwell C)

DIN 50103

6.6 Kerbschlagbiegeversuch bei Stahl und Stahlguß

Januar 1958

 

DVM-Probe

DIN 50115

 

6.7 Dauerschwingversuch Begriffe

DIN 50100

6.8 Technologische Versuche

 

6.8.1

Tiefungsversuche an Btechen und Bändern

DIN 50101

 

6.8.2

Aufweitversuch an Rohren

DIN 50135

 

6.8.3

Querfaltversuch an Rohren

DIN 50136

6.8.4

Innendruckversuch an Hohlkörpern beliebiger Form

DIN 50104

6.8.5

Prüfung von Drähten (Hin- und Herbiegeversuch)

DIN

51 211

6.8.6

Faltversuch

DIN

1605

Bl.

4

6.8.7

Prüfverfahren für Bänder und Streifen aus Kupferlegierungen für Blattfedern

DIN 1781

 

6.9

Sonstige Prüfungen

 

6.9.1 Prüfung auf Zunderbeständigkeit nach G. Bandei und

 

K.

E. Volk (Arch. Eisenhüttenwesen 15 (1941/42)

S.

369/378)

6.9.2 Prüfung nichtrostender Stähle auf interkristalline Korrosion, Stahl-Eisen-Prüfblatt 1875 — 53

 

6.10 Bescheinigungen über Werkstoffprüfungen

DIN 50049

 

6.11 Ausländische Prüfnormen

Test

USA

France

United Kingdom

Tensile strength

FED-STD 151 A

N

F -A

-0 3 -1 0 1

B S -3 -A 4 ’)

 

BS-182)

Brinell hardness

FED-STD

151 A

N

F -A

-0 3 -1 0 2

BS- 240

 

AIR-0817

Vickers hardness

FÈD-STD

151 A

N

F -A -0 3 -

103

BS- 427

 

N

F -A

-0 3 -1 0 4

Resilience

FED-STD

151

A

N

F -A

-0 3 -1 0 6

B

S -3 -A 4

(Flexure impact)

UF. Charpy

Iz

- Izod

Bending

FED-STD

151

A

N

F -A -0 3 -1 0 7

BS—3 -A 4

Wires tests

FED-STD

151

A

N F -A -03-701

 

-

Flaring tests on tubes

FED-STD

151

A

N F -A -03-803

-

Flattening tests on tubes

FED-STD

151 A

NF-A-03 - 801

BS-3-A4

 

AIR-9302

’) Aircraft materials 2) General purpose materials

N. В. The test methode not included in the above table are given in the standards for corresponding products.

7.

Sonderbestimmungen

7.1 Für die Entnahme der Prüfstäbe bei Gußlegierungen mit Ausnahme von Leichtmetallguß gilt fotgendes:

Die Prüfstäbe sind aus dem Gußstück selbst zu entnehmen oder an dieses anzugießen. (Verlängerung eines Flansches.) Sie sollen im allgemeinen der mittleren Wanddicke des Gußstückes entsprechen. Lage und Durchmesser der zu entnehmenden Probestäbe müssen für jedes Gußstück einmalig auf der Zeichnung festgelegt werden. Die Fest­ legung erfolgt durch Vereinbarung zwischen Besteller und Erzeuger.

7.2 Für die Entnahme bei Leichtmetallguß gilt folgendes:

Es sind sowohl getrennt gegossene Probestäbe als auch aus dem Gußstück herausgeschnittene Probestäbe anzu­ fertigen.

Juni 1964

7.2.1 Gesondert gegossene Probestäbe sind nach LN 29 531 anzufertigen.

7.2.2 Für Probestücke, die aus dem Gußstück herausgeschnitten werden, muß die Probenlage mit dem HersteHer ver­ einbart und auf der Rohteilzeichnung bzw. auf der Prüfskizze eingetragen sein.

8.

Hinweise

8.1 Chemische Zusammensetzung

8.1.1

Wenn in den Werkstoff-Leistungsblättern nicht ausdrücklich anders vermerkt, gilt die dort angegebene chemische Zusammensetzung für die Schmelzanalyse.

8.1.2

Wenn

nicht anders vermerkt,

sind

folgende

Abweichungen der Stückanalyse gegenüber der in den Werkstoff-

Leistungsblättern angegebenen chemischen Zusammensetzung vorläufig zugelassen:

8.1.2.1

Für Kohlenstoff- und niedrig legierte Stähle die Abweichungen nach AMS 2259

8.1.2.2

Für nichtrostende und hochwarmfeste Stähle die Abweichungen nach AMS 2248

8.1.2.3

Für Nickel und Nickeilegierungen die Abweichungen nach AMS 2269

8.1.2.4

Für Titan und Titanlegierungen die Abweichungen nach AMS 2249

8.1.2.5

Für Aluminium- und Magnesiumlegierungen ist die Schmelzanalyse gleich der Stückanalyse

8.2 Oberflächenbeschaffenheit von Stangen aus Stahl und Nickellegierungen

8.2.1 Alle Stangen werden nunmehr im gezogenen, geschälten oder geschliffenen Zustandgeliefert’).

8.2.2 An Stelle der Luftfahrtnormen LN 1013 und LN 9448 tritt die LN 668; diese wird weitert.

8.2.3 Vorhandene Vorräte in LN 1013 und LN 9448 werden aufgebraucht*).

8.2.4 Die Stahlwerke sind verpflichtet, alle nach LN 668 zu liefernden Stangen auf Risse — z. B. mit dem Förster- Gerät — zu prüfen.

250 mm Durchmesser er­

bisauf

8.3 Entkohlung bei fertigen Bauteilen

8.3.1 Die Entkohlungstiefe wird in 3 Stufen, ähnlich den LAC-Unterlagen, gegliedert:

1. Stufe: Entkohlungstiefe 0,15 mm max, für Bauteile aUgemeiner Art

2. Stufe: Entkohlungstiefe 0,075 mm max, für kritische Bauteile (critical parts)

3. Stufe: Keine Entkohlung zulässig für hochkritische Bauteile (high critical parts)

8.3.2 Die zulässige Entkohlungstiefe muß bei „hochfesten" Bauteilen auf den Konstruktionszeichnungen vom Konstruk­ teur in Verbindung mit dem Werkstoffachmann eingetragen werden.

8.3.3 Als „hochfeste" Bauteile sind solche Bauteile definiert, die aus Stahlhalbzeugen hergestellt werden und deren Zugfestigkeit ¡>155 kp/mm2 ist.

8.3.4 Für Bauteile <155 kp/mm2 bleibt die Entscheidung über die Eintragung auf der Zeichnung dem Konstrukteur über­ lassen; erfolgt keine Eintragung, gilt eine Entkohlung von 0,15 mm max als zugelassen.

9.

Bestellangaben

Maßgebend für die Bestellung sind die Angaben auf den entsprechenden Halbzeugnormen; bei Abweichungen gegenüber den Werkstoff-Leistungsblättern (Zeile 5 und 6) gilt das Blatt mit dem jeweils neuesten Ausgabedatum.

Bemerkungen:

’) Beschluß in der Sitzung vom 19.3.1964 beim BWB AT 111 in Koblenz mit den Erzeugern, Verbrauchern und den Be­ hörden; siehe Besprechungs-Niederschrift AT II 1-Az: 73-50 vom 21.3.1964.

2) Für die Übergangszeit, die mit 30.12.1965 endet, kann also noch von den Stahlwerken nach LN 1013 und LN 9448 ge­ liefert werden. Diese Fälle müssen jedoch jeweils zwischen Hersteller und Verbraucher vereinbart werden.

DVL/PfL

und

MBL

Herausgebers

durch

Beschaffung, anerkannt

des

Genehmigung

und

mit

für Wehrtechnik

nur

auszugsweise,

Bundesamt

auch

Nachdruck,

das

durch

Herausgegeben

DK 669.1 :629.13

Stähle

Inhaltsverzeichnis

Inhalts-Verzeichnis (einschließlich 12. Nachtrag)

Zeichenerklärung :

*

Neuausgabe mit 12. Nachtrag

t

Werkstoff-Leistungsblatt mit Aufdruck

Titel

‘ Vorwort

 

Werkstoffe

Seite

1 bis

9

‘ Werkstoffe

Seite 10

‘ Stähle 1.0000 bis 1.9999 Blatt 10 (Inhaltsverzeichnis)

‘ Stähle 1.0000 bis 1.9999 Blatt 20 Seite 1 bis 5 (Einteilung der Stähle)

Ausgabe

1963

2.62

1.58

6.64

6.64

6.64

Werkstoff-Leistungsblatt

Seite

 

1.0308

1 b s 3

1.0318

1 b s 3

*1.0334

1 b

s 3

*1.0721

1 b

s 3

*1.0726

1 b s 3

1.1144

1 b s 3

1.1174

Blatt 2

1 b s 3 1 b s 3

1.1194

1 b s 3

*1.1200

1 b

s 4

‘ 1.1211

1 b s 3

1.1274

1 b

s 3

1.1654

Blatt 1

1 b

s 3

 

Blatt 2

1 b

s 3

 

1.3501

1 b s 3

1.3503

1 b s 3

1.3505

1 b s 3

1.4044

1 b

s 3

 

♦1.4304

Blatt

1

1 b

s 7

 

Blatt 2

1 b s 6

Blatt 3

1 b

s 7

 

♦1.4314

Blatt 1

1 b s 5

 

Blatt 2

1 b

s 4

 

*1.4324

Blatt 1

1 b s8

*

Blatt 2

1 b s 10

*

Blatt 3

1 b

s 8

1.4504

1 und 2

 

♦1.4514

 

1 bis 4

♦1.4544

Blatt 1

1 bis

12

 

Blatt 2

1 bis 9

Blatt 3

1 bis 6

Blatt 4

1 bis 4

 

1.4554

1 und 2

 

1.4564

Blatt 1

1 bis

18

1.4574

Blatt 1

1 bis

10

 

Blatt 2

1 bis 6

Blatt 3

1 bis 4

 

1.4844

1 bis 3

1.4854

1 bis 3

1.4924

1 bis 3

1.4934

1 und 2

1.4944

Blatt 1

1 bis 9

 

Blatt 2

1 bis 9

 

♦1.4954

1 bis 4

Ausgabe

8.58

12.56

6.64

6.64

6.64

12.56

12.56

6.64

12.56

6.64

6.64

6.64

12.56

12.56

12.56

12.56

12.56

12.56

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

1.63

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

1.63

1.63

1.63

1.63

12.56

12.56

12.56

12.56

1.63

1.63

6.64

Werkstoff-Leistungsblatt

1.4974

1.4984

+*1.5074

1.5924

1.5934

♦1.6604

*

*1.6944

1.7214

*1.7220

♦1.7244

*1.7254

1.7324

1.7334

փփ1.7704

t *

*1.7734

*

*

*

*1.7784

*

*

1.8154

1.O J 14

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 4

Blatt

Blatt

Blatt 3

2

1

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 4

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 4

Blatt 1

Blatt 2

Blatt 3

Blatt 4

5

Blatt

Juni 1964

1 . 0 0 0 0

bis

1.9999

Blatt 10

Seite

1 bis 8

1

bis 6

2

1 und 2 1 bis 5

1 bis 3 1 bis 3 1 bis 3

1

2

1 bis 3 1 bis 3 1 bis 5

1 bis 5 1 bis 6

1 bis

1 bis 22

1 bis

16

und 3

8

1 bis 4

1

bis 11

1

2

2

bis 6

1

2 bis 6 1 bis 5 1 bis 5 1 bis 5 1 bis 3

1 bis 3

1

bis 5

1

bis 7

1 bis 8 1 bis 5 1 bis 5 1 bis 3

2

2

1 bis

1 bis

1 bis 3

1 bis 6 1 bis 3 1 bis 3

1

bis 3

17

18

Ausgabe

1.63

6.64

1.63

1.63

1.63

12.56

12.56

12.56

6.64

12.56

12.56

12.56

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

5.69

6.64

5.69

6.64

5.69

6.64

6.64

6.64

6.64

12.56

12.56

6.64

12.56

6.64

12.56

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

6.64

12.56

12.56

DVL/PfL

und

MBL

Herausgebers

durdi

anerkannf

des

Beschaffung,

Genehmigung

und

mit

für Wehrtechnik

nur

auszugsweise,

Bundesamt

audi

Nadidrudi,

das

durch

Herausgegeben

DK 669.1 :629.13

Stähle

Einteilung der Stähle

Juni 1964

1.0000

bis

1.9999

Blatt 20

Einteilung der Stähle entsprechend dem Verwendungszweck ') 2)

Zeichenerklärung:

t

Aufdruck auf dem Werkstoff-Leistungsblatt beachten

1. Stähle für den allgemeinen Gebrauch

1.1 unlegiert

1.11 nicht vergütet

1.0308

Leitungsrohre, Nietrohre

1.0318

Nietdraht, Niete

1.0334

Kaltband

1.0721

unlegierter Automaten- und Automaten-Einsatz-Stahl (siehe auch 2.41), Stangen

1.1654

Werkzeugstahl, Stangen

1.12 vergütet

1.0726

unlegierter Automaten-Vergütungsstahl, Stangen

1.1174

Vergütungsstahl, Stangen, Schmiedestücke; Muttern ^ M 5, kaltgeformte und spanabhebend hergestellte Schrauben < M 5

1.1194

Vergütungsstahl, Stangen, Schmiedestücke

1.2 niedrig legierte Vergütungsstähle

f

l . 5074

Mangan-Stahl, Schweißgüte; Bleche; für Neukonstruktionen verwende 1.7734

1.6604

Chrom-Nickel-Molybdän-Vergütungsstahl, Stangen, Schmiedestücke, Rohre

1.7214

Chrom-Molybdän-Vergütungsstahl, Schweißgüte; Bleche, Platten, Schmiede­ stücke, Stangen, Rohre

1.7220

Chrom-Molybdän-Vergütungsstahl; Ringe und Stangen für zu formende Schrauben; kalt- und warmgeformte Schrauben

1.7244

Chrom-Molybdän-Vergütungs-Stahlguß

1.7254

Chrom-Molybdän-Vergütungs-Stahlguß, Schweißgüte

f

l . 7704

Chrom-Molybdän-Vanadin-Vergütungsstahl, Stangen, Schmiedestücke; für Neukonstruktionen und Neubeschaffung verwende nur noch 1.6604

1.7734

Chrom-Molybdän-Vanadin-Vergütungsstahl, Schweißgüte, warmfest, Bleche, Platten, Schmiedestücke, Stangen, Rohre

w

Bemerkungen:

') Diese Einteilung lehnt sich eng an die bisher in de>r AICMA3) getroffene Vereinbarung an.

*) Schweißzusatzwerkstoffe sind auf Seite 6 gesondert aufgeführt.

3) Association Internationale des Constructeurs de Matériel Aérospatial

Seite 2

1.0000 bis 1.9999 Blatt 20

Juni 1964

2. Stähle mit besonderem Verwendungszweck

2.1 Federstähle

2.11 unlegiert

1.1200

patentiert gezogener Federstahldraht > 2,0 0

(ersetzt 1.1264)

1.1211

patentiert gezogener Federstahldraht < 2,0 0 (ersetzt 1.1264)

1.1274

kaltgewalzte Stahlbänder für Federn

2.12 niedrig legiert

1.8154 Chrom-Vanadin-Stahl, Stangen, Schmiedestücke

2.13 nichtrostend

 

1.4304

Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, nicht stabilisiert, Federdrähte (ersetzt Ì.4324)

 

1.4324

Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, nicht stabilisiert, Federband (ersetzt 1.4304)

2.2

Hochfeste Stähle

 

1.6944

Nickel-Chrom-Molybdän-Vanadin-Vakuum-Stahl, Schmiedestücke, Rohre

Bleche,

Platten,

Stangen,

1.7784

Chrom-Molybdän-Vanadin-Vakuum-Stahl, hoch- und warmfest, Bleche, Platten, Stangen, Schmiedestücke, Rohre

2.3

Wälzlagerstähle

 

1.3501

Chrom-Stahl, Draht

1.3503

Chrom-Stahl, Stangen

1.3505

Chrom-Stahl, Stangen, Schmiedestücke

Bemerkungen:

I

1.0000 bis 1.9999 Blatt 20

Juni 1964

Seite 3

2.4

Einsatzstähle

2.41

unlegiert

1.0721

unlegierter Automaten- und Automaten-Einsatzstahl (siehe auch 1.Π), Stangen

1.1144

Einsatzstahl, Stangen, Schmiedestücke

2.42

niedrig legiert

1.5924

Chrom-Nickel-Einsatzstahl, Stangen, Schmiedestücke

1.5934

Chrom-Nickel-Einsatzstahl, Stangen, Schmiedestücke

1.7334

Chrom-Molybdän-Einsatzstahl, Stangen, Schmiedestücke

2.5

Nitrierstähle

 

1.8514

Chrom-Molybdän-Vanadin-Stahl, Stangen, Schmiedestücke

1.8544

Chrom-Molybdän-Aluminium-Stahl, Stangen, Schmiedestücke

2.6

Nichtrostende austenitische Stähle

2.61

nicht stabilisiert

1.4304

Chrom-Nickel-Stahl, Bleche, Bänder % hart; Stangen, kaltverfestigt

1.4314

Chrom-Nickel-Stahl, Innendruckrohre, Konstruktionsrohre, Sicherungsdraht

1.4324

Chrom-Nickel-Stahl, Bleche, Bänder y2 hart (ersetzt 1.4304 Blatt 1 Dezember 1956); Bleche, Bänder, hart

2.62

stabilisiert, zunderbestândig

1.4544

Chrom-Nickel-Stahl, Bleche, Platten, Bänder; Stangen, Schmiedestücke, Konstruktions-, Innendruck-, Leitungsrohre, Sicherungsdraht

1.4844

Chrom-Nickel-Stahl, Bleche

V —՜

Bemerkungen:

Seite 4

1.0000 bis 1.9999 Blatt 20

Juni 1964

2.7

Ausscheidungshärtbare, nichtrostende Stähle

 

1.4564

Ausscheidungshärtbarer Chrom-Nickel-Stahl, nichtrostend, Bleche, Platten, Bänder

1.4574

Ausscheidungshärtbarer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, nichtrostend, Bleche, Platten, Bänder, Stangen, Schmiedestücke

2.8

Nichtrostende und hochwarmfeste ferritische und martensitische Stähle

1.4044

Nichtrostender Chrom-Vergütungsstahl, Stangen

1.4924

Chrom-Molybdän-Vanadin-Vergütungs-Stahlguß, hochwarmfest < 580 °C

1.4934

Chrom-Molybdän-(Wolfram)-Vanadin-Vergütungsstahl, hochwarmfest < 580 °C, Stangen, Schmiedestücke

2.9

Hochwarmfeste austenitische Stähle und Legierungen

 

2.91

Hochwarmfeste austenitische Stähle

1.4944

Ausscheidungshärtbarer Nickel-Chrom-Titan-Stahl, hochwarmfest < Bleche, Platten, Bänder; Stangen, Schmiedestücke

700 °C,

1.4974

Kobalt-Chrom-Nickel-Stahl, hochwarmfest < 730 °C, Bleche, Platten, Bänder, Stangen, Schmiedestücke, Feinguß

1.4984

Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, hochwarmfest ^ 650 °C, Bleche, Stangen Schmiedestücke

2.92

Hochwarmfeste Legierungen ')

 

2.4630

Nickel-Knetlegierung, NiCr20Ti, hochwarmfest 750 °C, Bleche, Bänder, Stangen, Schmiedestücke, Leitungsrohre, Nietdraht, Niete

2.4631

Nickel-Knetlegierung, NiCr20TiAI, hochwarmfest < 815 °C, Bleche, Bänder, Stangen, Schmiedestücke

2.4632

Nickel-Knetlegierung, NiCr20Co18Ti, hochwarmfest ^ 900 °C, Bleche, Bänder, Stangen, Schmiedestücke

2.4634

Nickel-Knetlegierung, NiCo20Cr15MoAITi, hochwarmfest ^ 950 °C, Bleche, Bänder, Stangen, Schmiedestücke

2.4964

Chrom-Wolfram-Nickelhaltige

Kobalt-Legierung, CoCr20W15Ni,

hochwarmfest

815 °C, Bleche, Platten, Stangen, Schmiedestücke

Bemerkungen:

’) siehe 2.0000 bis 2.9999, Einteilung Nichteisenmetalle (ausgenommen Leichtmetalle) in Vorbereitung

1.0000 bis 1.9999 Blatt 20

Juni 1964

Seite 5

Schweißzusatzwerkstoffe

1.4504

Ausscheidungshärtbarer Chrom-Nickel-Stahl, nichtrostend; Schweißdraht für 1.4564

1.4514

Ausscheidungshärtbarer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, nichtrostend; Schweißdraht für 1.4574

1.4554

Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, nichtrostend, stabilisiert, zunderbeständig; Schweißdraht für 1.4544

1.4854

Austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, nichtrostend, zunderbeständig; Schweißdraht für 1.4844

1.4954

Ausscheidungshärtbarer Nickel-Chrom-Titan-Stahl, hochwarmfest; Schweißdraht für 1.4944

1.4974

Kobalt-Chrom-Nickel-Stahl, hochwarmfest; Schweißdraht für 1.4974

1.4984

Austenitischer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, hochwarmfest; Schweißdraht für 1.4984

1.6944

Nickel-Chrom-Molybdän-Vergütungs-Vakuum-Stahl, hochfest; Schweißdraht für 1.6944

1.7324

Chrom-Molybdän-Stahl; Schweißdraht für allgemeinen Gebrauch

1.7734

Chrom-Molybdän-Vanadin-Vergütungs-Stahl; Schweißdraht für 1.7734

1.7784

Chrom-Molybdän-Vergütungs-Vakuum-Stahl, hochfest; Schweißdraht für 1.7784

Bemerkungen:

DK 669.14

:

629.13

Werkstoff-Leistungsblatt

Oktober

195 8

Unlegierter

Stahl

1.0308

Spalte

Zeile

1

1 Eigenschaften im Zustand

2 Werkstoffzustand

nach DIN 2391 Blatt 2, Antg.Nw.57

3 Oberflachenzustand

vor dar Niraabahandleag

4 Werkstoff-Kennzahl

>

D

■О

с 3

I

-

00

s

и

i

Ф

0»TJ э

3

ф

и

f

2

X

5 Haibzeug oder Normteil

Abmessungen in mm

6

Nach Norm

о» о»

II

I*

^

7 Probenlage

8 Streckgreiizt

9 Zugfestigkeif

10

о и Bruchdehnung

4- 3

%

ob

6jq

11 Bruchd*hnung

12 Scherfestigkeit

13

14 Elastizitatsmodul

Brinellharfe

15

16

17

Streckgrenzen-

verhaltnis

& 5

r

H B

E

_o_

ob

18 Zusammensetzung

19

Warmebehandlung

fOr den

Verbraucher

20 Besondere Eigenschaften

21 Verwendbarkeit

•5?

:3 =

22 Prufung

kg/mm2

kg/mm2

%

%

kg/mm2

kg/mm2

kg/mm2

%

von

bis

1

2

der

3

der

4

Anlieferung

Anlieferung

blankgegliiht

blankgegliiht

GBK

gezogen

1.0308.1

Le itungsrohre

AuBandurchaassar 5-50 Handdieka 0,5 and 0,75

LN 2391,

Blatt

1

GBK

gezogen

1.0308.1

Nietrohre

AuBandurchaassar 4-20 Handdicka 0,5 bfs 2,0

LN 2391,

Blatt

1

LN 7340 Rohrniete

ling*

lings

-

^

VMCbk

t€Ltv/(tuctu.

32

0

32

2 5

25

(19)

С

Si

In

P

S

0,07 0,10 0,30

0,15 0,30 0,55 0,050 0,05! 1

-

.

.-/vytr/dc °>

q

sA'

schireiBbar mit 1.7324.0

Laitunasrohre bis Batrlabsdrack • 20 kg/c*^ alt geringen 60teanforde- rungan^z.B. BelOftangsrobra von Bahiltern. Nlatrohra.

DIN 2391 Blatt 2, Aaegaba lovetber 1957

Bemerkungen: Alle angegebenen Werte sind Mindestwerte. Werte in () find Richtwerte.

1) Zugfastlgkait gaachvaf8t alt 1.7324.0 ■ 32 kg/aa^

'W

23 2) fur Ooppal- oder ElnfachbSrdal nicht alt Sicharhatt gaelgnat

Seite 2 1.0308

Oktober 1058

S

p a l t e

1

2

Z

e i l e 2 4

W

e

r

k

s

t

o

f

f

-

K

e

n

20°C

n

z

a

h

l

 

k g / d m

3

 

A

c m

c a l s

° C

 

m

 

x

Q

m m 2

18°C x

10 -

*

.

9

c m 3

25 Wichte

Warmeleitfahigkeit
26

bei +

Elektrische Leit-

fahigkeit b e i+

Magnetische Suszeptibilitat b. +

20 °C

2

7

28

29

Dauerfestigkeit

k g / m m 2

30

1.0308.1

7,85

яе 0, 13

« ■

9

31

32

33

B1*g*ha1b*Ms*r (keutr.)

aa

LN

Eigenschaften bei anderen Temperaturen als

Raumtemperatur (Anhaltszahlen

Zustand: 1

9004

bei

34

35

36

3 7

Temperatur

Zugfesfigkeif

Bruchdehnung

38 Bruchdehnung

39 Elastizitatsmodul

t

a

ob

<35

E

40

Warmedehnzahl at

zwischen -f 20 °C und

41

42

S p a l te

i

°c

k g / m m 2

k g / m m 2

%

%

k g / m m 2

to-*

°C

°c

2

 

3

4

1.0308.1

 

7,85

*

0,13

«

9

-

Schmelzbereich °C :

 
 

3

4

Z e i l e

43

4 4

45

in ts p rlc h t

Werkstoff

nach DIN

Austauschwerkstoffe

Bemerkungen:

St 35.4 GBK

St 35.4 GBK

2391 B1.2, Ааи. Rov.57 2391 B1.2, Ausg. Nov.57

Fortsetzung

siehe

Seite

3

Fortsetzung siehe Seite 3

1,0308

Oktober 1958

Spalte

1

'2

Zeile

 

47

Werkstoff-Kennzahl

 

1.0308.1

 

Land

 

AMS

5050 E

 

saaalaas

 

AIS

5053

v

a ldad

 

IIL-T .3 5 2 0 resistance

valdad

Coap.

 

1010

Cond.

cold

dravn

fin

is h

 

annaalad

SAE

1010

 
 

U

S

A

AISI

 

1010

 

BIL-T-3520

 

resistance

valdad

Coap.

 

1015

Cond.

cold

dravn

fin

is h

 

annaalad

SAE

1015

 

AISI

 

1015

XC

10

 

f

noraallei

 
 

Frankrelch

AIR

9160,

 

9164

48

Einsetzbar fOr

XC 18

S ,

 
 

n

o r u lls t

AIR

9160,

 

9164

B

.S .

4

T

26

 

England

Cond.

 

s o ft

 
 

Bemerkungen:

©

($ )

©

©

©

©

3

1.0308.1

AIS

5050 E

 

(1b )

seaaless

 

AIS

5053 В

 

®

valdad

 

1L - T -3520 resistance

I

valdad

Coap.

1010

Cond.

cold

dravn

fin

is h

annealed

( 2 )

SAE

1010

 

( § )

AISI

1010

(jb )

IIL-T-3 5 2 0 resistance

velded

Coap.

1015

Cond.

cold

dravn

fin

is h

annealed

( ? )

SAE

1015

 

AISI

1015

®

XC

10

f

no raa llsi

 

(lb )

AIR

9160,

9164

XC

18

S ,

n

o raa llsi

 

( 3)

AIR

9160,

9164

B .S .

Cond.

4

T

26

so ft

®

4

Seite 3

Godesberg

Luftfahrtindustrie, Bad

DVL/PfL, Essen

Deutschen

durch

der

und

Bundesverbandes

für Verteidigung

des

Bundesminister

mit Genehmigung

durch

Anerkannt

nur

auszugsweise,

Nachdruck, auch

DK 629.13:669.WI.2VU:621.8&

Werkstoff-Leistungsblatt

Dezember 1956

Spalte

Unlegierter

Stahl

Unberuhigter Nietstahl

1.0318

Zeile

1 Eigenschaften im Zustand