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Theodor Roeper

Der Mond stammt von der Erde


ab!
Diese Meldung las ich Mitte Juli
in meiner Tageszeitung: Naturwissen-
schaftler der Universitäten in Frankfurt
und Mainz, die ich namentlich nicht
aufgeführt sah, sowie Dr. Carsten Mün-
ker von der Uni Münster fanden heraus,
dass in unserem Sonnensystem alles Ge-
stein ein Niob-Tantalverhältnis von 20:1
besitze, und das nur in geringen Spuren.
Entdeckt haben das die Forscher bei der
Untersuchung von Meteoriten, die auf
die Erde gestürzt waren.
Auf Grund der Größe der Erde und
des Drucks wird das Niob im metalli-
schen Kern gelöst und das Verhältnis
beträgt nur 14:1. Im Mondgestein be-
trägt das Verhältnis 17:1 und da bei der
geringeren Größe des Mondes weniger
Niob in den Kern gepresst wird, liegt der
Mond im Niob: Tantalverhältnis zwi-
schen Erde und dem Rest des Sonnensy-
stems. So kamen die Wissenschaftler zu
dem Ergebnis, dass der Mond etwa zur
Hälfte aus Erdmaterial besteht und die
andere Hälfte von einem Kleinplaneten Mond geschaffen worden. „Die Erde dazu? Nach einer vorübergehenden Pla-
stammt, der mit der Erde zusammen hat ein Junges geboren” formulierte der stifizierung setze sich der Verfestigungs-,
gestoßen ist. Aus dem Teil, der dabei Anthroposoph Rudolf Steiner einmal bzw. Mineralisierungsprozess unter an-
aus der Erde herausgerissen wurde und während eines Arbeitervortrages vor den deren Bedingungen fort. Besonders die
den Resten des beim Zusammenstoß Arbeitern des Goetheanum in Dornach
zerstörten Kleinplaneten habe sich dann zunehmende Schwerkraft machte den
bei Basel. großen Tieren zu schaffen. Der konn-
der Mond gebildet. Wie ist dieser Austritt des Mondes
Soweit diese Meldung. Dass der ten sich die Saurier auf die Dauer nicht
aus der Erde vonstatten gegangen? Dazu mehr anpassen. Nur unter anderem
Mond von der Erde abstamme, hat folgende Überlegung: Das, was mal spä-
schon Rudolf Steiner (1861-1925) in ter Mond sein würde, hat sich vorher unsere Wale, die ja ursprünglich Land-
seinen geisteswissenschaftlichen Mittei- schon innerhalb der Erde ausgebildet. tiere gewesen sind, haben überlebt, in
lungen erwähnt. Er sagte auch voraus, Wann war dieses Ereignis? Die Natur- dem sie das Wasser aufsuchten, das der
dass es die Naturwissenschaftler sein wissenschaftler gehen von der Frühzeit Schwerkraft entgegen wirkt. Man be-
würden, die geisteswissenschaftlichen der Erdentwicklung aus vor ca. 4,53 achte nur mal gestrandete Wale. Wenn
Tatsachen, die der übersinnlicher Schau Milliarden Jahren. Nach den Ausfüh- es nicht gelingt, sie wieder ins Wasser
entstammen, beweisen werden, was hier rungen von Dr. Guenther Wachsmuth, zu bekommen, werden sie von ihrem
eine Andeutung findet. Nun hat jeder einem direkten Schüler Rudolf Steiners, eigenen Gewicht erdrückt.
Vorgang, den wir im physischen beob- in seinem Buch: „Die Entwicklung der Der Mond hat allerdings nach Anga-
achten, eine geistige Ursache. Erde” (Dornach 1950), fand der Mon- ben Rudolf Steiners keine Mineralisie-
Deshalb müssen wir uns fragen: denaustritt viel später statt und zwar mit rungskräfte, sondern Verhärtungs- und
warum wurde der Mond von der Erde dem Ende der Triaszeit vor ca. 30 000 Schwerekräfte; Kristallisation gäbe es
getrennt? Diese Frage könnte eigentlich Jahren, was der Mitte der lemurischen nur auf der Erde.
nur derjenige beantworten, welcher Ein- Epoche entspricht. Eine „plötzlich vereisende große
sicht in die geistigen Vorgänge hat. Aus Anthroposophische Forschung er- Flut” habe gemäß den Forschungen
den Mitteilungen von Rudolf Steiner weist sich hier als fundamentale Chro- Rudolf Steiners den Großtieren dann
geht hervor, dass es grobe, verdichtete nologiekritik. Die Erde wurde vorüber-
gehend beweglicher oder plastischer den Rest gegeben. Nun kann man das
Bestandteile waren, die von der Erde Ganze nur in der Zusammenschau von
getrennt wurden. Diese waren allerdings dadurch. In der nachfolgenden Jura und
noch dickflüssig. Sie wären zu sehr ver- Kreidezeit kam es dann unter anderem physischen und geistigen Kräften verste-
härtet, wenn die Trennung nicht erfolgt zu dem Riesenwuchs der Saurier mit ih- hen. Eine Wissenschaft, die wie bisher
wäre. Das hätte sich auf die Pflanzen-, rem zum Teil merkwürdigen aufrechten nur materialistisch forscht und eine ge-
Tier- und Menschheitsentwicklung Gang. Riesenfarne und Großinsekten radlinige Chronologie voraussetzt, wird
sehr ungünstig ausgewirkt. So ist aber bevölkerten zusätzlich die Erde. Doch sich solchen Erkenntnissen weiterhin
ein rechtes oder meinetwegen ausgegli- am Ende der Kreidezeit starben unter verschließen.
chenes Verhältnis von Sonne, Erde und anderem die Saurier aus. Wie kam es ̈
8 EFODON-SYNESIS Nr. 1/2004