Sie sind auf Seite 1von 28

Dezember 2017

25 JAHRE

Grussworte
Jubiläumsanlässe
Bio-Pioniere
Neu-Umsteller
Geschichte

Jubiläumsbla des Vereins Bärner Bio Bure


Editorial

© Foto: Philipp Zinniker


Liebe Biobäuerinnen, liebe Biobauern
Liebe Leserinnen, liebe Leser
1 25 Jahre Bärner Bio Bure - das ist noch kein
Jahrhundertereignis, aber doch ein Grund,
Wir haben in diesem Jubiläumsheft Personen
befragt, die für uns zu den Pionieren gehören
inne zu halten und einen Blick zurück und in oder den Biolandbau im Kanton Bern stark
die Zukunft zu werfen. geprägt haben. Meiner Meinung nach hätten
Was vor 25 Jahren, im September 1992, mit wir noch mehr Biobäuerinnen aufnehmen
rund 70 Pionieren gegründet wurde, hat sich sollen, denn diese waren bei der Gründung
zu einem ansehnlichen Verein entwickelt. Wir des Vereins stark treibende Kräfte. Auch
dürfen heute stolz auf über 1'100 Mitglieder Neuumsteller kommen mit ihren Wünschen
sein! Leider bringen sich mittlerweile die und Vorstellungen zu Wort.
Meisten kaum aktiv beim Verein ein und Ausserdem findet ihr in diesem Jubiläumsheft
verfügen oft über keine Kenntnisse über Sinn Berichte über die fünf Treffen, die wir anläss-
und Zweck der zweitgrössten Mitgliederorga- lich des Jubiläums im ganzen Kantonsgebiet
nisation der Bio Suisse. durchführten. Es war eine schöne Idee, und
Was machen wir Bärner Bio Bure da falsch? Ist viele neue Gesichter belebten die spannen-
es eine Zeiterscheinung, dass sich immer den Diskussionen auch zwischen Pionieren
weniger Leute in solche Ämter einbringen und Neuumstellern.
wollen oder schlicht Überbeanspruchung auf Der Wettbewerb im Heft ist für unsere nächste
den Bauernbetrieben? Generation: Die Zukunft braucht Biolandwir-
Fehlende Solidarität unter den Landwirten? te, die dank dem Bioschwand hervorragend
Lieber die Faust im Sack machen über die auf neue Herausforderungen gerüstet wer-
ewig neuen Richtlinien, als selber als Delegier- den.
ter die Richtung der Biolandwirtschaft in der Herzlichen Dank an die Schreiber der Gruss-
Schweiz bestimmen können? worte, die Zeugnis ablegen über den Stellen-
Wir Berner können im Moment 12 von 100 wert, den der Biolandbau heute in der
Delegierte an die Delegiertenversammlung Schweiz oder im Kanton Bern geniesst.
der Bio Suisse in Olten schicken. Übrigens Und ein grosses Merci den Konsumentinnen
spannende Veranstaltungen, wo noch offen und Konsumenten, die immer zahlreicher zu
diskutiert und auch überraschende Entschei- unseren Lebensmitteln greifen!
de gefällt werden können. Die Zukunft gehört dem Biolandbau!
Deshalb möchte ich alle ermuntern, sich
wieder aktiver im Verein und bei der Gestal- Kathrin Schneider
tung des Biolandbaus einzubringen. Präsidentin Bärner Bio Bure
Grusswort Christoph Ammann

Gut, gibt's die Bärner Bio Bure

2
Bio vor 25 Jahren: Der Marktanteil von Bio- 2020 gestartet. Ziel ist es, die weiterhin beste-
produkten entsprach damals etwa dem henden Marktchancen, insbesondere im
heutigen Marktanteil von Elektroautos. Wer – Bereich der Ackerprodukte, auszuschöpfen.
ausser die Bärner Bio Bure – hätte vor 25 Statt diese Produkte zu importieren, soll die
Jahren gedacht, dass biologisch produzierte Wertschöpfung in der Berner Landwirtschaft
Lebensmittel in der Schweiz einen eigentli- erwirtschaftet werden. Die biologisch bewirt-
chen Boom erleben? Seit 1992 stieg das schafteten Ackerflächen und Spezialkulturen
Marktvolumen von Bioprodukten im Durch- sollen bis 2020 um 2‘000 Hektaren zuneh-
schnitt jedes Jahr um 18 Prozent. Heute men. Dafür braucht es rund 200 neue Bio-
beträgt der Anteil am schweizerischen Le- ackerbaubetriebe, also rund 50 neue Betriebe
bensmittelmarkt 7,7 Prozent. pro Jahr. Die Bio-Offensive wird durch eine
Dieser Boom, liebe Berner Biobäuerinnen breit abgestützte Trägerschaft, unter anderem
und Biobauern, ist vor allem Ihnen zu verdan- Bärner Bio Bure, Berner Bauern Verband, Bio
ken. Sie haben es geschafft, regional nachhal- Suisse, umgesetzt. Das ist vielversprechend.
tig produzierte Lebensmittel in die Regale der Ich bin überzeugt, dass Berner Bioprodukte
Lebensmittelgeschäfte zu bringen. Dies ist auch in Zukunft die Konsumentinnen und
Ihnen dank der seriösen Arbeit auf Ihrem Hof Konsumenten glücklich und satt machen
und dank professioneller Verbandsarbeit werden. Deshalb ändere ich den Slogan des
gelungen. Für diese Leistung gratuliere ich Schweizerischen Bauernverbandes gerne
Ihnen ganz herzlich! leicht ab: Gut, gibt’s die Bärner Bio Bure.

Sie – und auch der Kanton Bern – wollen sich Herzlich, Ihr
nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Deshalb Regierungsrat Christoph Ammann
hat die Volkswirtschaftsdirektion zusammen Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern
mit Ihrem Verband die Berner Biooffensive
Grusswort Urs Brändli

© Foto: Daniel Winkler


Der Biolandbau
ist in der Schweiz
der Nische entwachsen.

3
Seit Jahren wächst der Marktanteil markant Der Biolandbau gilt heute als nachhaltigste Art
und die Zahl der Biobetriebe nimmt entspre- Landwirtschaft zu betreiben. Damit dies so
chend zu. Diese Entwicklung war nur dank bleibt, müssen wir Schwachpunkte in unse-
der tiefen Überzeugung der einstigen Pionie- rem System erkennen und nach Lösungen
re, mit dem grossen Engagement von Bio suchen und forschen. Nachhaltigkeit ist kein
Suisse sowie Mitgliedorganisationen wie den Ziel, sondern ein Weg der stetigen Weiterent-
Bärner Bio Bure möglich. wicklung. Wenn wir diesen Weg konsequent
Wo in der Schweiz die heutige Form des weiterverfolgen, werden unsere Bioprodukte
Biolandbaus entstanden ist, darüber liesse sich auch laufend neue Konsumierende überzeu-
wunderbar streiten. Unbestritten jedoch ist, gen und begeistern. Das Vertrauen der Bevöl-
dass der Kt. Bern, oder konkreter: die Gegend kerung und ihr Zuspruch entscheiden letzt-
rund um den Möschberg, viel zur Entwicklung endlich, ob und wann die Schweiz zum
des Biolandbaus und so auch zur Entstehung Bioland wird.
unseres Dachverbandes Bio Suisse beigetra-
gen hat. Bio Suisse weiss, dass sie auch in Zukunft auf
Bio Suisse möchte den Pionieren der Region, engagierte Mitgliedorganisationen wie die
den Gründern Eurer Organisation, und all Bärner Bio Bure zählen kann. Als Präsident
denen, die sich über all die Jahre für die von Bio Suisse bedanke ich mich im Voraus
Bärner Bio Bure und die Knospe eingesetzt und freue mich, gemeinsam mit Euch, der
haben, ganz herzlich danken. Danken für Knospe zu weiteren Höhenflügen zu verhel-
Euren Mut, Eure Weitsicht und Euren Einsatz fen. Damit Mensch, Tier und Natur im Gleich-
zugunsten unserer Natur und Umwelt. gewicht bleiben.
Jubiläen werden zu Recht für Rückblicke
genutzt. Analysen, ob die einstigen Ziele Urs Brändli
erreicht wurden sowie entsprechende Würdi- Präsident Bio Suisse
gungen bilden die Grundlage für neue Taten.
Denn ich finde: Jubiläen eignen sich ebenso
gut um Ausblicke zu wagen und sich neue
Ziele zu setzen.
Grusswort Hans Jörg Rüegsegger

Liebe Leserinnen und Leser Bure, Berner Bauern Verband, LANAT, Bio
sehr geschätzte Suisse, HAFL und Inforama. Zusammen
Biobäuerinnen und Biobauern wollen wir die Entwicklung des Biolandbaus
im Kanton Bern fördern. Die steigende Nach-
frage nach Bioprodukten soll in Zusammenar-
Was für eine Freude! Bereits 25 lange Jahre beit mit den verschiedenen Akteuren der
engagiert sich der Verein der Bärner Bio Bure Landwirtschaft, der Verarbeitungs- und
für die Berner Landwirtschaftsbetriebe, Handelsbranche im Kanton befriedigt und die
welche sich für eine biologische Lebensmittel- Wertschöpfung der Berner Landwirtschaft
produktion entschieden haben. Ich gratuliere gesteigert werden.
allen Mitgliedern, dem Vorstand und der
Unser aller Ziel ist es doch, aus den erzielten
Geschäftsstelle zu diesem Jubiläum und
Produkten einen Erlös zu generieren, welcher
danke herzlich für die geleistete Arbeit, das
eine ökologisch, wirtschaftlich und auch sozial
Herzblut und das Engagement.
nachhaltige Entwicklung unserer Betriebe
Bio ist längst ein Trend, hat sich etabliert, ermöglicht.
positiv entwickelt und hat vor allem noch
Ich freue mich auf die weitere Zusammenar-
Potenzial. Bereits produzieren über 1'000
beit mit dem Verein Bärner Bio Bure und
Berner Landwirtschaftsbetriebe biologisch –
wünsche allen ein gefreutes Jubiläumsjahr -
das macht mich sehr stolz! Für viele weitere
alles Gute in Familie und Betrieb.
Betriebe kann eine Umstellung in Zukunft
Sinn machen. Im Rahmen der Berner Bio-
Offensive haben wir im vergangenen Jahr Hans Jörg Rüegsegger
zusammengespannt – der Verein Bärner Bio Präsident Berner Bauern Verband

4
© Foto: Robert Alder

Bio hat sich etabliert!


Jubiläumsanlässe

Austausch im Oberland Mit Gitzi- und Angus-Wurst


Das erste Jubiläumstreffen der Biobauern im Bewirtet wurde die Gesellschaft mit hofeige-
Berner Oberland war ein voller Erfolg. Mehr nen Gitzi-Würsten. Daniel Janzi: «Wir sagen
als 50 Biobäuerinnen und Biobauern aus der jeweils vorher nicht, dass es Gitzi-Würste sind,
Region versammelten sich am Sonntag auf sonst haben einige schon Vorurteile.» Die
dem Betrieb von Barbara und Daniel Janzi leckeren Würste verschwanden dementspre-
zum gemütlichen Austausch. chend im Nu und Janzis mussten mit Angus-
«Entweder vor der Alp auf dem Heimbetrieb Bratwürsten für Nachschub sorgen.
in Zweisimmen oder im Sommer auf die Alp», Kühe und Ziegen
diese zwei Möglichkeiten wären für Daniel Nach dem Mittagessen konnten sich die
Janzi als Treffpunkt in Frage gekommen. Das Besucher entweder austauschen oder einen
Vorstandsmitglied der Bärner Bio Bure ent- Blick werfen auf Familie Janzis Bio-Betrieb.
schied sich für den Anlass im April, was viele Von Bergzone zwei bis vier erstreckt sich der
der anwesenden Oberländer Biobauern Milch- und Alpwirtschaftsbetrieb. Besonderes
schätzten. Interesse am Sonntag weckten die Saaner
«Für uns ist es einfach weit ins Unterland für Ziegen, die im gemütlichen Stall oder auf der
einen Kurs», bemerkte eine Biobäuerin aus Weide bei den Rindern herum spazierten.
Zweisimmen. Deshalb sei es schön, wenn das Vielfalt war auch das Thema bei Janzis Kuhras-
25- Jahr – Jubiläum der Bärner Bio Bure auch sen: Vom Red Holstein über Black Angus,
in den Regionen gefeiert werde. Schweizer Fleckvieh, Jersey bis zur Simmenta-
Anwesende Mitglieder aus dem Raum Thun ler Kuh traf man alle entweder auf der Weide
oder von noch weiter weg staunten wieder oder im geräumigen Laufstall.
einmal bei der Anreise, wie sich der Weg Daniel Janzi betreibt Milch- und Alpwirtschaft
durch das Simmental doch ziehe und bewun- mit Herzblut. Dieses Engagement spürte man
derten umso mehr den Einsatz, den auch am Sonntag bei der ganzen Familie, die für

5 Biobauern aus Feutersoey oder eben Zwei-


simmen für den Verein leisteten.
ihre Gäste im Einsatz stand. Ehefrau Barbara,
die drei Kinder Marina, Kurt und Ken sowie
Kurts Freundin Sandra Mösching zeigten
eindrücklich, wie unkompliziert und doch
perfekt organisiert Gastfreundschaft sein
kann.

«Saanegi i»
Jubiläumsanlässe

Panorama vom
Chu enturm gesehen 6
Treffen beim Chutzenturm Frostschäden
Das 2. Jubliäumstreffen der Bärner Bio Bure Obwohl das Wetter an diesem Abend ausser-
wurde bei der Waldhütte in der Nähe des ordentlich warm war, drehten sich viele
Chutzenturms (Gemeinde Seedorf) durchge- Gespräche über die Auswirkungen der ver-
führt. Der warme Sommerabend zog Biobau- gangenen Frostnächte. Erfrorene Kirschblü-
ern von Nah und Fern zum eindrücklichen ten, vergebliche Rettungsaktionen oder Total-
Aussichtspunkt. Ausfälle- die Natur spielte vielen Biobäuerin-
234 Stufen gibt es zu erklimmen, bis auf einer nen und Biobauern übel mit.
Höhe von 40 Metern die Aussichtsplattform Umso wichtiger war an diesem Abend die
erreicht ist. Und wer wie ich vorher noch nie gefühlte Solidarität und Verbundenheit, die
etwas vom Chutzenturm gehört hatte, der auch eines der Ziele dieser Treffen sein muss.
kann nur Eines machen: Staunen! Wie muss Das Fachsimpeln zwischen Neuumstellern
die Sicht dort an einem klaren Herbsttag sein! und Bio-Pionieren, der Austausch von Tipps
Aber auch an diesem Abend, dem 27. Mai, rund um Ackerbau, Sortenwahl oder Jät-
erblickte man Bantiger und Chasseral, Neuen- Hilfen, der Gesprächsstoff ging bis weit in die
burger, Bieler- und Murtensee und auf der Nacht nicht aus.
anderen Seite die Schneeberge des Berner Herzlichen Dank den Organisatoren für den
Oberlandes. gelungenen Abend und für einen unvergessli-
Nach einem Apéro am Fuss des Turmes er- chen Ausblick!
reichten die Gäste die Waldhütte, wo Peter
Hofer und Andreas Bracher mit ihren Familien
für Speis und Trank vorgesorgt hatten. Die
über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
genossen die leckeren Biospezialitäten und
die angeregten Gespräche.
Jubiläumsanlässe

Zu Besuch bei Familie Gerber Vielfältige Tierwelt


Das dritte Jubiläumstreffen findet im Emmen- Vorstandsmitglied Alfred Schüpbach hat den
tal beim Betrieb der Familie Barbara und Beat Anlass im Emmental organisiert und gemein-
Gerber statt. Bei prächtigem Sommerwetter sam mit der Familie Gerber vorbereitet. Er
geniessen knapp 50 Besucher die Aussicht selber bewundert die schönen und gepflegten
weit über das Emmental hinaus und staunen Wiesen der Gastgeber. Gerbers halten 12
über den interessanten Biobetrieb. Milchkühe, deren Milch zur Aufzucht von
Mastremonten verwertet wird. Ausserdem
Der Hof Ober-Lehn liegt in der Gemeinde blöken in verschiedenen Ställen 45 Milchzie-
Rüderswil in der Bergzone 2 auf 900 Metern gen und ihre Jungtiere auf dem Hof. Die
über Meer. Er umfasst 23 Hektaren Landwirt- Ziegenmilch wird in der Käserei Gohl verar-
schaftliche Nutzfläche, wobei die tiefsten beitet. Etwas weg vom Hof steht der Truten-
Felder unten im Talboden liegen und die stall. Im Jahr werden ca. 100 Truten gemästet,
höchsten in der Bergzone 3. Neben Mais, die anschliessend direkt vermarktet werden.
Dinkel und Kunstwiese produzieren Gerbers Ausserdem sorgen 20 Bienenvölker neben
auf einer Parzelle neben dem Haus diverse zwei Pferden mit Fohlen für noch mehr Leben
Kräuter, die meisten für die Swiss Alpine Herbs auf dem Betrieb.
Alpenkräuter AG in Därstetten. Nach dem Betriebsbesuch machen sich die
Auf einem Betriebsrundgang zeigt Beat Ger- Besucher wieder auf den Weg zurück zum
ber die verschiedenen Kräuter wie Chili, Aussichtspunkt oberhalb des Betriebs, wo
Oregano, Goldmelisse, Malve, Bockshorn- man sich schon beim Mittagessen austau-
klee, Kornblumen und Kamille. Die sorgfältig schen konnte. Das eindrückliche Panorama
gepflegte Parzelle lässt viele anwesende über dem Frittenbachgraben sorgt für viel
Berufskolleginnen und -kollegen staunen. Das Gesprächsstoff, aber auch der interessante
bedeutet viel Arbeit für die sechsköpfige Biobetrieb von Barbara und Beat Gerber.
Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft bei

7 Familie inklusive Lehrling und Haushaltlehr-


tochter! so innovativen und engagierten Mitgliedern!
Jubiläumsanlässe

Bienvenue au Salamandre «Da ist vorwiegend Esthers Verdienst», gibt er


In Orvin im Berner Jura werden wir am Sonn- das Lob für die sorgfältig gejäteten Kräuterrei-
tag, 23. Juli, von Jean-Marc und Esther Auroi hen weiter. Verveine, Goldmelisse und Zitro-
auf ihrem Bauernhof herzlich begrüsst. Der 41 nenthymian werden hier hauptsächlich für
Hektar grosse Betrieb liegt trotz Güterzusam- Ricola angepflanzt. Seit letztem Jahr versu-
menlegung vor 20 Jahren ziemlich verstreut. chen Aurois mit Plastikfolien das Jäten zu
Die kleinste Parzelle beträgt dabei lediglich minimieren. Der Vertrag mit Ricola umfasst
fünf Aren, die zahlreichen extensiven Wiesen rund 1’000 kg Trockenware, Überschüsse
oder der Kräuteranbau erfordern viel Handar- werden von Esther Auroi selber verwertet und
beit. «Hier weht eigentlich immer ein Wind», verarbeitet.
kommentiert Jean-Marc Auroi die klimati- Ein weiteres arbeitsintensives Standbein ist
schen Bedingungen rund um den Betrieb. Es Esthers Hofbäckerei. Jede Woche backt sie
ist auch an diesem Sonntagmittag eher frisch, Freitag und Samstag für verschiedene Abneh-
und die knapp 50 anwesenden Vereinsmit- mer in der Region.
glieder ziehen sich in die nach vorne offene Während Jean-Marc auch als Kontrolleur tätig
Scheune zurück. 2005 sind Aurois aus dem ist, steht im Winter etwas ganz Anderes im
Dorf an den jetzigen Standort ausgesiedelt. Mittelpunkt: der Skilift! Mit viel Leidenschaft
Seit 20 Jahren wird der Betrieb biologisch betreuen Aurois den Skilift bei Pres d’Orvin,
geführt, wobei nach 20 Jahren Milchprodukti- der weit über die Region hinaus bekannt ist.
on vor einigen Jahren auf Mutterkühe umge- Bei Kaffee und Kuchen schliesst das interes-
stellt wurde. sante Treffen im Berner Jura. Auch hier ist es
26 Mutterkühe mit Aufzucht haben Platz, gelungen, neue Gesichter unter den Bärner
wobei im Sommer die Hälfte auf Sömmerung Bio Bure zu begrüssen.
sind. Neben zwei Hektaren Getreide wird Et je suis heureuse que la plupart parle
hauptsächlich Graslandschaft betrieben, l’allemand si bien…
ausserdem seit acht Jahren auf 70 Aren Kräu-
ter. Die Obstanlage auf 40 Aren hat leider
dieses Jahr wegen Frost und anderen Witte-
rungsproblemen sehr schlechten Ertrag. Es sei
8
übrigens die einzige Obstanlage im Berner
Jura.
Nach dem leckeren Mittagessen vom Grill
führt Jean-Marc durch den Betrieb und zeigt
den interessierten Berufskolleginnen und
Kollegen vor allem die eindrücklichen Kräu-
teranlagen.
Jubiläumsanlässe

Abschluss in Ringoldswil Stolz sind Kellers auch auf ihre 28 vorwiegend


Am 10. September treffen sich ca. 60 Bio- Simmentaler Milchkühe, die sie als ideale
bäuerinnen und Biobauern auf dem Hof der Viehrasse für ihren Betrieb bezeichnen.
Familie Beat und Roland Keller in Ringoldswil. Roland Keller: «Wir wollen nicht allzu riesige,
Seit 2011 bewirtschaften Kellers ihren Hof in weidegängige Tiere, die wir mit unserer guten
einer Generationengemeinschaft. Es sei ein Futtergrundlage ernähren können und die
typischer Bergbetrieb mit Sömmerung, erklärt auch auf der Alp keine Probleme verursa-
Roland Keller. Er umfasst 22 Hektaren LN, chen» Die Lage sei ideal, die Böden gut,
ausserdem zwei Sömmerungsgebiete. Die allerdings wären sie auf 1’050 Metern ü. M. zu
Arbeitskräfte auf dem Betrieb würden variie- hoch für den Maisanbau, zudem durch die
ren, bemerkt Roland. Er arbeitet nebenbei in Hanglage eingeschränkt.
einer Zimmerei, Vater Beat ist vor allem im Graswürfel aus der Region würden als Ergän-
Herbst auch als Metzger tätig. zung in den Wintermonaten eingesetzt.
Besonders beeindruckt sind die Besucher von Ausserdem weist Roland Keller darauf hin,
Kellers geräumigen Laufstall, der an bester dass sie ihre Tiere auch homöopathisch
Lage oberhalb des Thunerseees beim Restau- behandeln würden und für rund 70 Stück
rant Krindenhof thront und 2011 mit viel Vieh erfreulich tiefe Tierarztkosten hätten.
Eigenleistung gebaut wurde. Wichtig ist Roland Keller bei seinem Rund-
Das Wetter erweist sich an diesem Septem- gang durch den Stall ausserdem das Thema
bersonntag eher kühl und sogar ein bisschen Sauberkeit: «Wir müssen auch in Zukunft auf
verhangen. Desto mehr geniessen die Gäste den Biobetrieben auf saubere Tiere und
den Aufenthalt im Futtertenn des Laufstalls, Hofareale achten, sonst schadet es dem Bio-
wo sie an der langen Tischreihe Platz nehmen Image.»
und das Mittagessen geniessen können. Herzlichen Dank der Familie Keller für ihre
Kellers offerieren viel eigenes Fleisch für den Gastfreundschaft in diesem für sie sehr ar-

9
Grill, daneben hat Verena Keller mit Unter- beitsintensiven Monat September.
stützung einiger Nachbarn gebacken und für Wir kommen an einem schönen Herbsttag
Salate gesorgt. wieder und versuchen dann vielleicht noch
Die «flotte Nachbarschaft» ist etwas, das Beat den Gang über die Hängebrücke…
Keller sehr schätzt. «Wir unterstützen einan-
der in unserem Dorf.»

Blick auf den Thunersee


Bio-Pioniere: Regina Fuhrer

Ich wünsche mir,


dass der Biolandbau
DIE Landwirtschaftsform
der Zukunft ist.
10
Mein Mann und ich konnten den Bauernbe- Viele Konsumentinnen und Konsumenten
trieb 1987 von seinen Eltern übernehmen. sind «sowohl als auch» KonsumentInnen. Das
Wir haben bei der Übernahme auf Bioland- heisst sie kaufen bei einigen Produkten konse-
bau umgestellt. Es war uns von Anfang an klar, quent Bio, bei anderen achten sie nicht auf
dass wir unseren Bauernhof biologisch bewirt- Bioqualität. Die Direktvermarktung ist für
schaften wollen. Das gab damals doch Einiges Biobetriebe ein wichtiges Standbein. Nach
zu reden im Dorf. Der Biolandbau war noch wie vor können die DirektvermarkterInnen
nicht so verbreitet wie heute und unsere sich auf eine treue, bewusste Bio-Käuferschaft
Umstellung wurde sehr kritisch beobachtet. verlassen. Kundinnen und Kunden, denen die
Wir waren anders als alle anderen, wir setzten biologischen Lebensmittel, der direkte Kon-
unsere Überzeugung in unserer Arbeit auf takt zu den Biobäuerinnen und Biobauern
dem Hof um. Es wurde mit Kommentaren und und die regionale Produktion am Herzen
«Sprüchen» im Dorf nicht gespart. Mit der Zeit liegen.
ist aber die Akzeptanz gewachsen und unsere
biologische Bewirtschaftung wurde zur Selbst- Ich wünsche mir, dass die jungen Biobäuerin-
verständlichkeit. nen und Biobauern zuversichtlich, selbstbe-
Wir haben unsere Bio-Milch weiterhin in die wusst und stolz ihren Weg weitergehen im
Dorfkäserei geliefert. Einerseits war uns der Wissen, dass der Biolandbau DIE Landwirt-
Erhalt der Dorfkäserei wichtig, andererseits schaftsform der Zukunft ist.
gab es damals noch keine Absatzmöglichkei-
ten für Bio-Milch in unserer Region.

Das Angebot und die Vielfalt von Knospe-Bio-


Produkten haben sich massiv erweitert. Durch
den Einstieg der Grossverteiler in den Bio-
markt ist die Verfügbarkeit sowohl in der Stadt
wie auch auf dem Land gewährleistet.
Bio-Pioniere: Res Bärtschi

Die Werte des Biolandbaus,


dürfen nicht dem Markt
geopfert werden.

11
Als mein Vater 1972 umgestellt hat, ging ich de Preise erzielt werden, wird es schwierig,
noch zur Schule. Ich mag mich erinnern, dass den Markt genügend rasch zu entwickeln, um
viele sagten, in ein paar Jahren werde nichts die Produkte der neuen Biobetriebe abzuset-
mehr wachsen und alles verunkrautet sein im zen. Man muss also damit rechnen, dass nicht
Bifängli. Unterstützung bekam man damals immer jedes Produkt im Biokanal Platz hat.
praktisch nur von Berufskollegen, die auch Aber das gehört zum Biomarkt. Wer über-
umgestellt hatten. Die offizielle Landwirt- zeugt ist vom Biolandbau, wird damit leben
schaftspolitik legte einem damals eher Steine können.
in den Weg als dass sie einem half.

Früher waren die Biokonsumenten näher bei


der Produktion, fast jeder Biobetrieb machte
Direktvermarktung und hatte so engen Kon-
takt zu den Konsumentinnen und Konsumen-
ten. Biokonsumenten waren vor allem in
Umweltschutzkreisen zu finden. Heute ist der
Biomarkt meist anonymer, was neben Nach-
teilen auch den Vorteil hat, dass der Kauf von
Bioprodukten fast normal geworden ist.

Die Werte des Biolandbaus, welche über viele


Jahre hochgehalten wurden, dürfen nicht dem
Markt geopfert werden. Bisher ist das sehr gut
gelungen. Falls aber der wirtschaftliche Druck
auf die konventionelle Landwirtschaft weiter
steigt, wird dies auch Auswirkungen auf den
Biolandbau haben. Wenn fast nur noch in
diesem Bereich einigermassen kostendecken-
Mal-/Zeichnungswettbewerb
für kleine und grosse Bäuerinnen und Bauern

Wie sieht dein Biohof in 25 Jahren aus?

hier falten, zusammenkleben und ab die Post...

Lass deiner Fantasie auf der folgenden Dop-


pelseite freien Lauf zum Thema:
Wie sieht dein Biohof in 25 Jahren aus?
Schicke dein Bild bis zum 15.1.2018 an die
Geschäftsstelle. Alle eingeschickten Bilder
werden an der nächsten Hauptversammlung
ausgestellt. Dort werden die Siegerbilder in
den Kategorien
MINI (0 – 8 Jahre),
MIDI (8 – 16 Jahre) und
MAXI (16 – 110 Jahre) erkoren.
Es winken tolle Bärner Bio Bure Preise!

Name, Vorname: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Adresse: ........................

PLZ, Wohnort: ........................

Alter: ........................

Bärner Bio Bure


Geschäftsstelle
Weier 164a
3664 Burgistein
20
042
Schülerinnen und Schüler beantworten die Frage

Was macht ein Biobauer?


Es ist ein biologischer Apfel, weil er von dem Apfelbaum kommt.

Ein Biobauer sät Bioprodukte. Also gesunde Ernährung, feine Ernäh-


rung. Wir haben auch Bioäpfel und Biokarotten. Meine Mutter hat
gesagt, dass man die Biokarotten auch mit der „Schinte“ essen kann
und dass es trotzdem schmeckt.

Ein Biobauer ist so wie ein normaler Bauer. Er macht einfach Biopro-
dukte. Bio ist gesünder.

Ein Biobauer macht gesündere Essensachen.

Ein biologischer Bauer ist einer, der kein Gift braucht.

0f. Der Bauer eines Biohofs pflanzt Biosachen an. Zum Beispiel Getreide,
Äpfel, Bananen, Birnen und noch Tiere.

Ich war auf einem Biobauernhof. Die Hühner liefen frei herum.

Das ist, dass der Bauer strenge Regeln beachten muss. Und dass die Tie-
rn re Freiheit haben müssen. Zum Beispiel, dass Hühner nicht in einem
Biobaue iere
nT
brauche uge. engen Stall sitzen müssen oder auch kein chemisches Futter bekommen.
rze
und Fah
n
Sie habe ühe Der Biobauer hat meistens ein Feld und meistens viele Tiere. Und was
sK
meisten
n Hund, er ganz bestimmt hat, ist Gemüse. Der Bauer hat auch einen Traktor.
und eine ogar
ts
vielleich oder
ze
eine Kat Ein Bauer ist ein Mann, der im Stall arbeitet. Er melkt Kühe, muss
Hühner. das Futter geben, die Katze streicheln und noch vieles mehr. Die Biosa-
chen gibt es in der Migros und im Coop.

q
Auf dem Biobauernhof leben Kühe und Hühner und Pferde und ein
Hund und Schafe. Und die Bäuerin hat 4 Kids und den Bauer.
Die Familie hat es schön.
Bio-Pioniere: Fritz Dähler

So gesund der Boden;


so gesund Pflanzen,
Tier und Mensch!

Vor 70 Jahren hat unsere Familie den Betrieb Die Zukunft gehört dem Landbau, der einen
umgestellt (1947). Ich ging damals noch nicht lebenden, gesunden, fruchtbaren Boden zum
einmal in die Schule! Mir ist bloss noch in Ziel hat. Darum will der Konsument je länger
Erinnerung, dass wir scheinbar etwas anders je mehr giftfreie Lebensmittel ab biologisch
waren als die Nachbarn. Zum Beispiel, dass bebauten Böden.
wir Urgesteinsmehl übers Land und im Stall
streuten. Darum galten wir als «Steinmehlbau-
ern»! Damals war «Biologisch» = kein Kunst-
dünger und gegen das Unkraut im Getreide
wurde nicht mehr gespritzt. Was für eine Idee
Mein Wunsch an die junge Generation von
Bio-Bauern ist, dass sie das fundamentale,
gesundheitliche Wissen, das Arbeiten und
Pflegen an gesunden, fruchtbaren Böden als
12
hinter dem Bio-Landbau war, wurde damals
oberste Priorität weiterhin ernst nehmen. An
von den Nachbarn gar nicht verstanden,
dem werden sie schlussendlich gemessen.
darum lachten sie überlegen über uns.
Boden und Pflanze – Schicksal für Tier und
Es gab aber schon damals sog. «Pioniere», z.B. Mensch (Voisin).
Dr. Müller, Grosshöchstetten, die lehrten uns
Der Erfolg eines Bio-Betriebes hängt zum
etwas anderes und sagten dem aufkommen-
grossen Teil davon ab, vom Wissen und dem
den Kunstdüngerlandbau ein schlimmes Ende
praktischen Können der Grundsatzproble-
voraus, dass das Ganze in einer Sackgasse
men, z.B: der richtigen Pflege und Anwen-
enden werde (soweit sind wir heute bereits).
dung der Hofdünger, (aerobe) Verrottung von
Miste und Jauche, schonende Bodenbearbei-
Gesundheitsbewusste Menschen suchten tung, gute Fruchtfolge, Gründüngung usw.
schon früher giftfreie, gesunde Produkte, wie
heute und in Zukunft immer mehr. Es gibt
Blick aufs Ziel: ein fruchtbarer Boden.
logischerweise immer mehr Bio-Konsu-
mentinnen und Konsumenten, weil Umwelt- Eine besondere Gefahr der Störung von
Gesundheitsschäden sowie Krebs und die Harmonie und Gleichgewicht aller Lebens-
vielen sog. Zivilisationskrankheiten immer vorgänge im Ökosystem des Bodens ist im
offensichtlicher und gefährlicher werden. Vorhandensein von Giften zu suchen. Dazu
Die Gesundheitsprobleme inkl. Kosten sind in zählen auch die Fäulnisgifte, wie sie bei der
Zukunft nicht mehr nur als Symptombekämp- üblichen Miststapelung und in anaerober
fung, ohne Ursachenbekämpfung lösbar und unverdünnter Jauche entstehen. Darum die
zahlbar. Immer mehr sehen, dass den Lebens- Bitte: Mist und Jauche möglichst mit Sauer-
mitteln ein grosse Gesundheitswert zukommt, stoff aufzubereiten, damit keine Giftstoffe
nicht nur eine Summe von toten Elementen, entstehen und möglichst wenig lebende
Mineralien, Spurenelementen etc. ist. Substanzen kaputt gehen. Das ist wichtig!
Lebensmittel entstehen aus Leben und nur
Leben erzeugt Leben. Und der Sitz des Lebens Löst euch von dem legendären «Nährstoff-
und der Gesundheit ist der Boden. Der Kreis- denken»! Nur Leben erzeugt Leben! Bedenkt,
lauf der lebenden Substanz (Dr. Rusch). Also dass der Bauer weitgehend verantwortlich ist
gibt es einen direkten Zusammenhang von und die Gesundheit des Volkes auch weitge-
Boden, Pflanzen, Tier und Mensch. hend in seinen Händen hat.
Bio-Pioniere: Kathrin und Alexander Marti

Als wir damals auf Bio umgestellt haben, Unser Dank geht an die junge Generation, die
konnten wir auf gute Kontakte mit direkten das «Bio-Erbe» in dem Sinn weiterführen und
Nachbarsleuten zählen, die Bauern-Kollegen bereit ist, ein Leben zu führen in Verbindung
waren kritisch zurückhaltend, aber kollegial! mit der künftigen Biolandwirtschaft. Wir
Unsere Verwandtschaft war sehr kritisch, sie wünschen ihnen viel Glück, Erfolg und Erho-
hatten Angst, wir würden bald «verlumpen»... lungszeit.
Unsere Einstellung aus der 80er-Jahre-
Ökobewegung hat uns dazu bewogen Bio zu
produzieren - damals war das Thema Wald-
sterben in aller Munde. Aber auch die Ener-
giefrage hat uns beinflusst - wir haben damals
sogar selber ein Stromfahrzeug entwickelt.
Wir waren aktiv in der Ökobewegung und bei
der Gründung der Bärner Bio Bure.

Früher gabs mehr «Fundis», der Graben


zwischen Bio-Befürworter und Bio-Gegner
war grösser. Grundsätzlich hat sich der
Mensch aber nicht verändert
Heute sind es sehr viele junge Menschen und
Familien, die uns unterstützen (kaufen),
beispielsweise Soliterre.
Bewussteres Einkaufen mit dem Gesundheits-
aspekt sowie Vertragslandwirtschaft und
Wochenmärkte haben fürs uns an Bedeutung

13 gewonnen.
Bio-Pioniere: Niklaus Wynistorf

...gesamtökologisch denken,
langfristig handeln...

14
Mein Vater hat auf Anregung von Dr. Müller Eingang des Grossverteilers noch nicht, ob
bereits in den 50er Jahren auf Bio umgestellt. und wieviel Bio sie heimtragen werden. Die
Das gab in dieser Zeit schon zu reden in breite Verfügbarkeit von Knospenprodukten
unserer Gegend. In der Landwirtschaftlichen hat grosse Vorteile und die Entwicklung der
Schule Rütti war ich 1975/76 der Biobauer Bioproduktion der letzten Jahre stark geför-
und «Würmlizüchter». Mein Vortrag «Biologi- dert. Die Verbindlichkeit zwischen Biobauern
scher Landbau eine Modeerscheinung?» löste und den Konsumentinnen und Konsumenten
interessante Diskussionen aus. Ich zeigte im hat dabei etwas gelitten.
Vortrag auf, dass Biolandbau praktisch mach-
bar, gesünder, umweltfreundlicher und auch Ich wünsche mir mutige innovative Biobäue-
wirtschaftlich möglich ist. Das war eine He- rinnen und -bauern die Neues wagen, auch
rausforderung für die nicht biofreundliche Ideen umsetzen die etwas verrückt scheinen.
Lehrerschaft. Im nächsten Jahr wurde eine Junge, die gesamtökologisch denken, langfris-
Tonbildschau geschaffen um zu zeigen, dass tig handeln und die Kundschaft für sich gewin-
die Welt mit dem biologischen Landbau in die nen, können erfolgreich sein. Ich sehe da
Hungersnot geraten würde und einzig die immer wieder gute Projekte, die mich freuen.
chemischen Pflanzenschutzmittel uns davor
Ich wünsche den jungen Biobauern aber auch
retten könnten. Die Tonbildschau war bereits
eine gesunde Resistenz gegen Übermechani-
nach ein paar Jahren total überlebt, der biolo-
sierung, zu grosse Traktoren und Maschinen!
gische Landbau ist erfreulicherweise stetig
gewachsen. Der Biobauernverband Bio Suisse ist mit dem
hohen Anteil Knospenbauern und der starken
Marktpräsenz weltweit einmalig erfolgreich.
In den 80er Jahren mussten sich Konsumen- Der Verband und Mitgliederorganisationen
tinnen bewusst für Bioprodukte entscheiden. brauchen neue, junge Kräfte. Setzt euch ein,
Bioprodukte zu finden war schwierig und damit die Organisationen dynamisch, aber
nicht immer erfolgreich. Fündig wurden die auch in der bäuerlichen Basis verankert
Konsumenten bei Biobauern, beim Paketver- bleiben. Etwas viele Wünsche … aber nur wer
sand der AVG oder bei einem Biomarktstand. etwas wagt, hat Gewinnchancen!
Diese konsequenten BiokonsumentInnen gibt
es immer noch. Doch heute wissen viele beim
Bio-Pioniere: Res Schmutz

Biolebensmi el
regional und sozial
verantwortungsvoll
produziert, verteilt
und konsumiert

15
Als «Biobauer ohne Betrieb» musste ich in den Mein Wunsch an die junge Generation von
70er Jahren nur meine Überzeugung umstel- Biobäuerinnen und Biobauern: Nicht klagen
len, was natürlich sehr einfach ist. Konsequen- über die Reglementierung des Biolandbaus,
zen hatte diese Umstellung trotzdem. Als ich sondern die nach wie vor vorhandenen
nach der Ausbildung ans FiBL ging, wurde ich Freiheiten und Möglichkeiten nutzen. Die
von einigen Studienkollegen belächelt: «Was Reglementierung im heutigen Detaillierungs-
will der jetzt bei diesen Ökospinnern und das grad erfolgte, weil die Biobauern immer
für einen Hungerlohn?» Als Bioforscher oder wieder wissen wollten, «wie denn dies und
Bioberater wurde man damals von vielen das genau geregelt sei». Wenn man ihnen als
offiziellen Stellen nicht nur nicht ernst genom- Bioberater sagen musste, dass etwas gar nicht
men, sondern ignoriert oder gar gemieden. geregelt sei, sie also selbst entscheiden könn-
Zum Beispiel verbot der Direkter der damali- ten, waren sie unzufrieden – und das Detail
gen Forschungsanstalt Reckenholz seinen wurde dann bei Bio Suisse in einer Weisung
Untergebenen, mit MitarbeiterInnen des FiBL geregelt.
Kontakt zu haben.

1980 gab es anteilsmässig mehr Konsumentin-


nen, die aus ökologischer Überzeugung
Bioprodukte kauften. Heute ist der Anteil der
Konsumenten, die «wegen ihres Bauches»
Bioprodukte kaufen, höher. Das hat zum
Beispiel zur Folge, dass in den Läden das
ganze Früchtesortiment auch in Bioqualität
übers ganze Jahr nachgefragt und folge dessen
auch angeboten wird – mit allen ökologisch
negativen Konsequenzen. Ein Lichtblick sind
die in den letzten Jahren durch die Initiative
von KonsumentInnen entstandenen Koopera-
tiven. Da werden Biolebensmittel sehr regio-
nal und sozial verantwortungsvoll produziert,
verteilt und konsumiert.
Bio-Pioniere: Roland Vogel

Wir haben den Hof übernommen und gleich Ich wünsche der jungen Generation von
auf bio-dynamische Bewirtschaftung umge- Biobäuerinnen und Biobauern, dass jede und
stellt. Einerseits ist man uns mit Wohlwollen jeder seinen Platz findet, wo Ihr Euer Wissen,
entgegengetreten, anderseits glaubte nie- Euer Können und Eure Träume in die Tat
mand, dass wir es lange schaffen würden. Das umsetzen könnt.
war vor 36 Jahren. Damals gab es noch acht Auf der einen Seite gibt es die jungen Bäuerin-
Bauern im Dorf. Heute sind es noch zwei, nen und Bauern, die oft jahrelang einen Hof
unser Hof und der unseres Nachbarn, der jetzt suchen, auf der andern Seite haben Bauern oft
auch auf Bio umstellt. Mühe, einen geeigneten Nachfolger zu
finden. Da braucht es von beiden Seiten
Die Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten Toleranz und Risikobereitschaft und die feste
sind sehr viel mehr geworden. Sie sind nicht Überzeugung, dass da irgendwo ein Hof auf
mehr die Aussenseiter, die wenigen, die im einen wartet und dass irgendwo Menschen
Reformhaus Bio-Produkte kaufen. sind, die das angefangene Lebenswerk weiter-
Heute sind es annähernd die Hälfte der führen möchten.
Konsumenten, die sich zumindest teilweise
mit Bio-Produkten eindecken. Diese Konsu-
menten sind aber auch anspruchsvoller
geworden, was äusseres Erscheinungsbild,
Verpackung und Anschrift betrifft.

16

Heute sind es
annähernd die Hälfte
der Konsumenten, die
sich zumindest teilweise
mit Bio-Produkten
eindecken.
Bio-Pioniere: Kari Schenk

17
Die Berufskollegen waren sehr skeptisch, als
ich auf Bio umgestellt habe und stellten mich
fortan in die linksgrüne Ecke. Jetzt fehlen mir
einzig noch der Wollpullover und das Chäppi,
so der Kommentar einiger Landwirte.

Als Direktvermarkter mit eigenem Hofladen


verspüre ich zunehmend den Konsumenten-
wunsch nach mehr frischen, unbehandelten
und selbsterzeugten Produkten.

Mein Wunsch an die junge Generation von


Biobäuerinnen und Biobauern: Kämpft
wieder vermehrt für eine echt nachhaltige
Landwirtschaft und lasst euch von der konven-
tionellen Bauernlobby nicht zerquetschen!

Kämpft für eine echt


nachhaltige Landwirtschaft!
Bio-Pioniere: Emil Von Allmen

Damit der Biolandbau


glaubwürdig bleibt,
ist es entscheidend,
überzeugt und konsequent
zu handeln.

18
Als wir 1989 auf Bio umstellten, gab es für Mit der Zeit stiegen Grossverteiler wie Coop in
Bergbetriebe mit Tierhaltung noch kaum die Vermarktung ein. Die leichtere Zugäng-
griffige Vorschriften. Somit gab es kaum lichkeit zu Bioprodukten verbreiterte die
Diskussionspunkte mit Nachbarn. Konsumentenschaft natürlich gewaltig. Heute
werden Bioprodukte vermehrt aufgrund eines
Da ich bereits in der Umstellzeit auf Anfrage veränderten Gesundheitsbewusstseins ge-
der Bergbauernschule Hondrich als Biobera- kauft.
ter im Oberland tätig wurde, konnte ich an
unzähligen Beratungsanlässen über den Biolandwirtschaft ist heute normal geworden.
Biolandbau informieren. Das Interesse bei Der Entscheid zur Umstellung erfolgt meistens
vielen Bergbauernfamilien wuchs schnell und aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Damit
führte wenige Jahre später zu einem eigentli- der Biolandbau aber glaubwürdig bleibt, ist es
chen «Bioboom». Gleichzeitig war es die Zeit, entscheidend, dass die Bauernfamilien über-
wo die Richtlinien überarbeitet und die zeugt und konsequent im Sinne der Ökologie
Vorschriften in der Tierhaltung für Bergbetrie- und des Tierwohls handeln.
be konkreter ausgestaltet wurden. Die Diskus- Damit der Biolandbau sich praxisorientiert
sionen mit den Bauernfamilien empfand ich und glaubwürdig weiterentwickelt, braucht es
immer als konstruktiv. das Engagement der jungen Generation auch
in den Biogremien.
Anfänglich fehlten, insbesondere im Berner
Oberland, die Vermarktungsmöglichkeiten für
Bioprodukte. Auch die Direktvermarktung
war schwierig, da zum Beispiel viele Metzger
sich anfänglich weigerten mit den Bauern
zusammen zu arbeiten. Nur langsam konnte
sich die Direktvermarktung entwickeln.
Konsumentinnen und Konsumenten waren
bezüglich Umwelt- und Tierschutz sensibili-
siert und wollten den Biolandbau fördern.
Bio-Pioniere: Annette und Kurt Zaugg

19
Gute Ernährung, gesunde Böden
und pestizidfreies Trinkwasser
sollten den Menschen doch
15-20% ihres Einkommens wert sein!
1982 war das Verständnis für den Biolandbau sich für «Biofood» interessieren, sei es aus
gering. Es wurde von einem Teil der Landwirte politischen, ökologischen oder persönlichen
als Affront empfunden: «so wi miirs mache Gründen. Auch dank viel Aufklärungsarbeit
isches gut!» von allen Beteiligten und den immer wieder-
Was natürlich den Landwirtschaftlichen kehrenden Foodskandalen.
Bildungsanstalten angekreidet werden muss.
Auch unsere Söhne hatten im Kindergarten Der grösste Wunsch ist, dass man von der
und in der Unterschule gelitten. Sie waren die Arbeit als Biobäuerinn und Biobauer anstän-
Aussenseiter. Das haben die Schulkinder von dig leben kann, genug Einkommen und auch
ihren Eltern gehört. genug Zeit für sich übrig bleibt. Mit anderen
Worten:
Früher waren es die ganz Konsequenten und Die gute Ernährung, gesunde Böden und
junge Familien mit Kleinkindern. Heute gibt es pestizidfreies Trinkwasser, sollten dem Men-
auch viele junge Singles oder Paare, die bei schen doch 15-20% ihres Einkommens wert
uns einkaufen. Es gibt immer mehr Leute, die sein!
Antworten von Neu-Umstellern

Das wichtigste Argument


für die Bio-Umstellung?
Ich bin überzeugt, dass nur die biologische Freude an der Herausforderung.
Landwirtschaft eine Zukunft hat und auch das Ernst Bichsel, Täuffelen
nur, wenn wir sie noch weiterentwickeln.
Indem wir selbst biologisch produzieren Da wir sowieso auf Ökologie und biologisches
können wir auch die Entwicklung des Bioland- Futter achten, ist es naheliegend, dass wir für
baus beeinflussen. die Vermarktung gerne ein Label wollten.
Simon Vögeli, Burgistein Claudia Almeida, Ringgenberg

Weil es keinen Spass macht, Lebensmittel zu Der Umweltgedanke und gesunde Nahrungs-
produzieren, welche schon im Überfluss mittel zu produzieren. Zudem war der wirt-
vorhanden und die Preise im Keller sind. schaftliche Anreiz gross, weil wir schon immer
Wir wollen aber auch Verantwortung über- extensiv produziert haben.
nehmen, denn Nachhaltigkeit gegenüber der Hanspeter Rothen, Oberbalm
Natur, Mensch und Tier sind uns wichtig.
Weil die Schweiz das perfekte Bio-Land ist.
Die Existenz unserer Landwirtschaft mit
Beat und Heidi Garo, Tschugg einem besseren Milchpreis sichern und die
Förderung der Zusammenarbeit mit der Natur
Bio ist für mich ein weiterer Schritt die Boden- und ihren Lebewesen.
fruchtbarkeit zu steigern: Mulch- und Direkt- Alexander Blaser, Heimenschwand
saat + Bio.
Stefan Wyss, Mülchi
20
Welche Veränderungen erwartest du
durch die Umstellung auf Bio?
Wir denken seit der Umstellung viel nachhalti- Bessere Preise für unsere Bio-Produkte.
ger und längerfristig Wieder mit Freude gesunde natürliche Bio-
Ernst Bichsel, Täuffelen Produkte produzieren, welche vom Konsu-
menten geschätzt werden.
Bodenfruchtbarkeit weiter erhöhen mit dem Mehr Marketing: Aufklärung von unseren
Verzicht auf chemische Hilfsstoffe, Wirtschaft- Konsumenten was ist Bio, wie wird es herge-
lichkeit verbessern stellt, warum kostet es mehr, was ist anders als
Stefan Wyss, Mülchi bei konventionell hergestellten Lebensmittel?
Jedenfalls freuen wir uns schon jetzt, dass wir
ab 2018 als Knospe-Betrieb bei Euch dabei
Wir haben jetzt weniger Mutterkühe als unser
sein dürfen.
Vorgänger, füttern kein Kraftfutter mehr und
kaufen keinerlei Dünger zu. Beat und Heidi Garo, Tschugg
Der Betrieb ist dadurch extensiver geworden
und nicht mehr auf den Zukauf von Raufutter Ein Gleichgewicht von Input und Output zu
angewiesen. Zudem setzen wir konsequent schaffen. Guten Absatzkanal finden.
auf Direktvermarktung. Hanspeter Rothen, Oberbalm
Simon Vögeli, Burgistein

Mehr Bürokratie. Die Richtlinien haben wir Faire Preise für unsere Lebensmittel.
eigentlich schon vor der Umstellung erfüllt. Alexander Blaser, Heimenschwand
Und ich kann nun an Bioläden liefern.
Claudia Almeida, Ringgenberg
Geschichte der Bärner Bio Bure

Zu Beginn der neunziger Jahre gab es im Kan- Wo stehen die Bärner Bio Bure 2017?
ton Bern noch keine kantonale Bioorganisati- Heute umfasst unser Verein gut 1'100 Mitglie-
on. Bioorganisationen wie die welsche Proga- der, Tendenz steigend. Die Bio-Offensive hat
na, die Biofarm, AVG, die Bioterra und die nicht zuletzt wegen dem katastrophalen
AAESI im Tessin, daneben der Produzenten- Milchpreis in der konventionellen Landwirt-
verein der biologisch-dynamischen Landwir- schaft grossen Erfolg. Gleichzeitig muss der
te, waren unter dem Dach der Bio Suisse (zu- Biomarkt zulegen. Aber vor allem im Getrei-
erst noch VSBLO=Vereinigung schweizeri- debau fehlt es immer noch an inländischen
scher biologischer Landbau Organisationen) Produkten. Die Bio-Eier sind beliebt bei den
vereinigt. Konsumentinnen und Konsumenten, eben-
falls Bio-Früchte und -Gemüse.
Unsere Betriebe sind sehr vielseitig: Vom Ge-
müsebauern bis zum Bergbauern, vom Mut-
terkuhhalter bis zur Fischzucht gibt es für uns
im Vorstand die verschiedensten Interessen zu
berücksichtigen. Das macht unsere Arbeit
nicht einfach, aber um so interessanter.
Es gibt Bio-Lasagne, Bio-Ravioli, Bio-Pizza,
Bio-Katzenfutter, Bio-… Manchmal fragt man
sich, wo die Grenzen gezogen werden müssen
und ob wirklich alles Bio sein muss? Eigentlich
aber können wir stolz sein auf unsere Bio-
Landwirte: Was haben wir für innovative Land-
wirte, originelle Hofläden oder bunte Ange-
bote vom Brunch bis zum Kindergeburtstag!

21 Durch den grösser werdenden Biomarkt stell-


ten immer mehr Betriebe auf Bio um. 1992
gab es im Kanton Bern aber erst rund 70 Bio-
Biobauern, die sich engagieren für die Um-
welt und denen die Entwicklung von Natur
und Landschaft nicht egal sind!
Biobauern, die mit Stolz ihre biologischen
betriebe. Lebensmittel anbieten und denen das Tier-
Um geeint die Probleme anzupacken und wohl am Herzen liegt. So stellen wir uns der
mehr Einfluss zu haben - auch auf politischer Zukunft und blicken gespannt den neuen
Ebene - trafen sich im Sommer 1992 die Bio- Herausforderungen entgegen.
bauern des Kantons zu einer Orientierung. Und wer weiss… vielleicht erreichen wir ge-
Praktisch alle Anwesenden waren begeistert meinsam die Ziele, für welche die «Pioniere»
von der Gründung eines Vereins, und am 16. eintraten? Anerkennung und Dank gehen an
Sept. 1992 wurde der erste Vorstand der Bär- die verschiedenen «Vorkämpfer» wie Res
ner Bio Bure mit neun Mitgliedern aus ver- Schmutz, Maria Graber Schmutz, Hansruedi
schiedenen Regionen des Kantons gewählt. Schmutz, Jakob Bärtschi, Fritz Dähler, Werner
Der Name «Bärner Bio Bure» setzte sich übri- Scheidegger und alle anderen!!!
gens gegen das «politisch korrekte» VBBB
(Vereinigung der Biobauern und Biobäuerin-
nen des Kantons Bern) durch. Auch anwesen-
de Biobäuerinnen unterstützten den kürzeren
Vereinsnamen. Nicht weniger als vier von
ihnen wurden dann in den ersten Vorstand
gewählt. Darunter Regina Fuhrer, die später
10 Jahre Präsidentin der Bio Suisse war.
Technische Entwicklungen wie die ersten
Abflammgeräte oder der Hackstriegel
erleichterten vielen Bauern die Umstel-
lung.
Nachdem in den Neunzigerjahren
Grossverteiler den Biomarkt entdeckten,
boomte der Biolandbau und der Verein
entwickelte sich in nur zehn Jahren auf eine
Mitgliederzahl von 1'400 Betrieben.
Geschichte der Bärner Bio Bure

Präsidentinnen und Präsidenten


1992-1996 Hans Ulrich Bigler, Ried b. Worb
1996-1998 Kathy Hänni, Kirchlindach
1998-2004 Res Bärtschi, Lützelflüh
2004-2010 Andreas Schneider, Ursenbach
seit 2010 Kathrin Schneider, Walkringen
Und träumen darf man ja von immer mehr
Bio-Bären… äh Bio-Bauern… Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer
1992-2002 Res Schmutz, Mamishaus
Das wäre wohl eine echte Bären - Offensive! 2002-2003 Katrin Wermuth, Vielbringen
2003-2011 Heinz Minder, Diemerswil
Eine ausführlichere Fassung der Geschichte seit 2011 Francine Riesen, Burgistein
der Bärner Bio Bure findet man auf unserer
Website. Es ist schön, dass praktisch alle dem Bioland-
bau in einer Form weiterhin treu geblieben
Herzlichen Dank für die Illustrationen an
Margrit Aegerter, Münsingen!
sind, sei es am FIBL, bei der BTA, in der Bio
Suisse oder als aktive Bäuerinnen und Bauern.
22

Impressum
Herausgeber: Bärner Bio Bure, Weier 164a, Burgistein
Auflage: 1'800 Expl.
Layout und Satz: we:m design Markus Wolfisberg
Bildquellen:
Seite 5 - 9: Kathrin Schneider
Seite 10 - 19: Doris Wüthrich
Umschlag und Wettbewerb mit Bildmaterial von: Slidezero, Dreamstime, Pressfoto / Freepik
© Copyright: Bärner Bio Bure. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne
schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form reproduziert werden.
Wir Bärner Bio Bure freuen uns, mit gesunden, nachhaltig
produzierten Lebensmi eln viele Menschen zu ernähren.
Der Kontakt zu den Tieren und der Natur ist uns wichtig.

Gesunde Familienbetriebe zeigen beispielhaft den


Konsumentinnen und Konsumenten, welchen wichtigen
Stellenwert die Landwirtschaft in der Gesellschaft einnimmt.

Wir Bärner Bio Bure sind verne t und unterstü en einander.


Solidarität ist für uns Ehrensache!

Wir pflegen den Kontakt zu Grossverteilern und


Regionalläden, wobei der Direktverkauf für viele von uns eine
Herzensangelegenheit ist.

Unsere Lebensmi el erzielen faire Preise und sorgen für


Einkünfte, die unsere Leistungen entgelten.