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Trunkenheit im Verkehr (§ 316)

A) Tatbest.
I. OTb
1. Fahrzeug führen
2.im Verkehr
3.Fahruntauglichk.
II. Stb (Vors. od. Fahrl.)
B) Rwi+Schuld

Führen eines Fahrzeugs

= in Bewegung setzen oder halten und hierbei die mit dem


Straßenverkehr verbundenen Verkehrsvorgänge
bewältigen.
→ (P) nur laufender Motor reicht nicht!
→ Rollen/Lenken eines abgeschleppten Fahrzeugs reicht!

Im Verkehr

→ §§ 315-315d StGB (=alle Verkehrsarten)


Aber: Nur öffentl. Verkehrsraum
= alle Wege die d. Allgemeinheit dauernd od. Vorübergehend
zur Verfügung stehen.
Beachte: Eigentumsverhältnisse irrelevant!
→ Auch Parkhäuser/Privatwege erfasst!

Fahruntauglichkeit
= Wer nicht in d. Lage ist für längere Strecke i.d. v.
durchschnittl. Fahrzeugführer zu erwartenden Weise auf
Verkehrslagen zu reagieren.

Fahruntauglichkeit (absolute)

Bei KFZ ab BAK v. 1,1‰


Bei Fahrrad ab BAK v. ca. 1,6‰
Beachte: Bei Drogen etc. nur rel. Fahruntauglichk. mögl., keine
Grenzwerte bestimmt!

Fahruntauglichkeit (relative)

Ab BAK v. 0,3‰ + Ausfallerscheinungen


Ausfallerscheinungen: z.B. auffäl. Fahrweise, Fahrfehler,
erhöhte Risikobereitsch., unbesonnenes Benehmen bei
Kontrolle

Beachte: Je höher BAK, desto geringere Anf. an Ausfallersch.


Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c)

Gefährdungsobjekte

=Leib, Leben od. Sachen v. bedeutendem Wert (=ab ca.


1000 €) eines Anderen
→ Daher sind Güter eines Beteiligten nicht einschl.
→ Eigenes Fahrzeug d. Täters scheidet als Tatobjekt aus!
(P) Bloß mitfahren reicht i.d.R. nicht zur Gefährdung

Gefährden

= Aus Sicht eines Beobachters nur noch vom Zufall abh. ob


Rechtsgutsverletzg. Eintritt.

Beachte: Kausalität notw. D.h. Erfolg muss aus spez. Risiko d.


Hdlg resultieren. Nicht ausr., wenn auch nüchterner Fahrer
nicht hätte verhindern können.

(P) Einwilligung
→ Bewusstes Mitfahren kann konkl. Einwilligung sein
→ Ist Einwilligung mögl.???
h.M.: (-), da Schutzgut die allg. Verkehrssicherheit sei
a.M.: (+), da Unrecht der Tat im wesentl. Teil durch konkrete
Individualgefahr konstruiert wird.
Vermittelnd: (+), sofern andere Strafbarkeit (z.B. § 316) greift.

Beachte: Einwilligung nur relevant, soweit nur d. Beifahrer


gefährdet wird.

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b)

Tathandlung
=Beeinträchtigung d. Sicherheit d. Straßenverkehrs
= Verhalten in d. Weise störend auf Verkehrsvorgänge
auswirkend, d.
Steigerung d. allg. Betriebsgefahr mögl. ist.

Beachte: - Tathandlung muss verkehrsfremder Eingriff sein.


(=von außen)
→ Verkehrsvorgänge sind nicht
tatbestandsmäßig
(z.B. plötzl. Bremsen)
→ Anders, wenn Fahrzeug verkehrsfeindlich
(als Waffe) eingesetzt wird
→ dann aber zusätzl.
Schädigungsvorsatz notw..
- Tathandlung muss Verkehrssicherheit beeintr..

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142)

Unfall

= ein mit d. Gefahren d. Straßenverkehrs ursächl. zusammenh.


plötzl. Ereignis, d. nicht völlig belanglos. Personen- od.
Sachschaden z. Folge hat. Nicht nur bei KFZ Beteiligung, auch
zwei Fußgänger, od. Rammen eines geparkten Autos mit
Einkaufswagen tatbestandsm.!

(P) bei gewollter Schädigung, da für Täter nicht plötzl. →


aber für d. anderen!

Beachte: - Risikorealisierung
→ Verkehrstypisches Risiko
((-) bei Werfen v. Gegenst. aus Fahrzeug)
- Schaden
→ Nur Fremdschäden/erhebl. ab ca. 30 €/
Personensch. über Bagatellgrenze

Sich Entfernen

= willentliches Verlassen d. Unfallortes

(P) Unvorsätzl. Entfernen

→ Keine Meldepflicht nach Nr. 2, da entfernen nicht


„berechtigt“ od. „entschuldigt“, sondern nur vorsatzlos!!!

(P) Feststellungsverzicht

Systematik: Nicht mögl., da im Abschn. Straftaten gg. öffentl.


Ordnung → Keine Dispositionsbefugnis
h.M.: Trotzdem mögl., da SE-Anspruch d. Geschädigten
geschützt wird → Dispositionsbefungnis (+)