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Gernot L.

Geise
J. Andreas Epp und die
Flugscheiben
Das Interesse am Thema „UFO“ ist
ungebrochen, aber leider werden hier
oftmals viel Unsinn und nicht haltbare
Spekulationen als „Tatsachen“ verbrei-
tet.
Es gibt Stimmen, die der Meinung
sind, die amerikanischen Flugzeuge,
wie der „Stealth-Bomber“ („Tarnkap-
pen-Bomber“), würden auf ehemaligen
deutschen Bauplänen, etwa den gegen
Ende des 2. Weltkrieges gebauten Hor-
ten-Flugzeugen, basieren. Vergleicht
man Fotos miteinander, so ist tatsäch-
lich eine frappierende Ähnlichkeit vor-
handen. Auf der berühmt-berüchtigten
geheimen amerikanischen Basis „Area
51“ sollen bis heute UFO-ähnliche Flug-
geräte getestet werden, von denen im-
mer wieder behauptet wird, sie seien
„außerirdische“ Konstruktionen. Han-
delt es sich hierbei um Schutzbehaup-
tungen oder soll hier von höchst irdi-
schen geheimen Entwicklungen abge-
lenkt werden? Der Flugscheiben-Konstrukteur J. Andreas Epp
Kennt man die Entwicklungen der
deutschen Forschung gegen Ende des durchziehen zu können. Auf diese Wei- kürzester Zeit eine ganzen Bomberflot-
zweiten Weltkrieges, so erkennt man se konnte auch das Betrugsmanöver der te einschließlich des Begleitschutzes
hier Parallelen, die absolut nichts „Au- angeblichen bemannten Mondflüge ka- auflösen konnten. Diese seltenen Ein-
ßerirdisches“ an sich haben. Dass die schiert werden, indem man die APOL- sätze konnten gegen die alliierte Über-
Amerikaner bisher noch keine einwand- LO-Astronauten UFOs sehen ließ. Da- macht jedoch nichts mehr ausrichten.
frei funktionierende Flugscheibe her- mit wurde in der Bevölkerung das Pro So erfolgreich die Scheiben agierten,
stellen konnten, könnte durchaus daran und Kontra um außerirdische Intelligen- waren ihre Einsätze nicht einmal der
liegen, dass die deutsche Technik zu zen angeheizt und geschickt davon ab- berühmte Tropfen auf den heißen Stein.
Kriegsende tatsächlich „hundert Jahre“ gelenkt, dass die Astronauten gar nicht Was nach dem Krieg aus diesen Ge-
weiter entwickelt war als die alliierte, auf dem Mond waren. Denn wie hätten räten wurde, wohin die Baupläne gerie-
wie es von Aussagen entsprechender sie UFOs sehen können, wenn sie nicht ten oder ob eventuell doch alle vernich-
Forscher nach Sichtung der bei Kriegs- dort waren? Genauso geschickt konn- tet wurden, bleibt unbeantwortet und
ende erbeuteten Geräte überliefert ist. te man es kaschieren, dass sich die gerät in den Bereich der Spekulation.
Das würde auch erklären, warum der APOLLO-Kapseln nur in einer Erdum- Sichtungen aus der Zeit nach dem zwei-
„Stealth-Bomber“ erst in unserer heuti- laufbahn befanden, wo sie als über den ten Weltkrieg legen jedenfalls nahe, dass
gen Zeit mit der von den Amerikanern Himmel ziehender Lichtpunkt von je- doch die eine oder andere Maschine das
weiterentwickelten deutschen Technik dem gesehen werden konnten. Wer die- Kriegsende überstanden haben könnte.
einsatzreif wurde. sen Lichtpunkt sah, hatte dann eben ein Möglicherweise konnten welche durch
Die nach dem zweiten Weltkrieg auf- UFO gesehen, wobei besorgt gehofft die Sieger erbeutet werden. Eine dieser
gekommene UFO-Hysterie entstand wurde, dass dieses UFO die heimkeh- möglichen Spuren führt nach Kanada,
wohl anfänglich aufgrund von ganz re- rende APOLLO-Kapsel in Ruhe ließ. wo sie sich allerdings verliert.
alen Sichtungen deutscher Flugschei- Dabei war die Kapsel das UFO. Die deutschen Flugscheiben waren
ben. Ob es sich bei diesen Sichtungen Die deutschen Flugscheiben, die allerdings keinesfalls die utopischen
um Testflüge mit erbeuteten Geräten noch heute wegen ihres Aussehens so Geräte mit Antigravitations- oder „Vril-
handelte oder um solche, die sich „ret- unwirklich „fremdartig“ erscheinen, Antrieb“, wie es manchmal behauptet
ten“ konnten, bleibe dahin gestellt. Zu waren hingegen ganz reale aber höchst wird. Für solche utopischen Techniken
diesem Thema platzt die Gerüchteküche geheime Entwicklungen, die kurz vor oder ihre Anwendung gibt es absolut
aus allen Nähten, wenn es um ehemali- dem Ende des zweiten Weltkrieges tat- keinen einzigen Beleg, noch nicht ein-
ge deutsche Geheim-Stützpunkte geht. sächlich vereinzelt zum Einsatz kamen. mal Gerüchte, sondern nur Spekulatio-
Bisher ist allerdings kein einziger dieser Es wurden mindestens fünfzehn dieser nen aus der späten Nachkriegszeit, wo-
Stützpunkte gefunden worden. Geräte gebaut, die für damalige Zeiten bei es sich wohl um Wunschdenken
Die USA haben es jedenfalls frühzei- über phantastische Flugeigenschaften handelt. Um es lapidar auszudrücken:
tig geschickt verstanden, die UFO-Sich- verfügten und jedem feindlichen die Flugscheiben waren bessere verklei-
tungen auf Außerirdische zu schieben, Kampfflugzeug haushoch überlegen dete Hubschrauber. Ihre Antriebssyste-
mit dem Weitblick, damit zukünftig un- waren. Augenzeugen berichteten, dass me bestanden aus Rotor-Systemen, die
beschadet eigene Geheimprojekte einige wenige dieser Scheiben innerhalb innerhalb des scheibenförmigen Kör-

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J. Andreas Epp und die Flugscheiben
umgesiedelt worden waren, konstruier-
ten in den Prager „Cesko-Moravska-
Werken“ eine zweiundvierzig Meter
durchmessende Flugscheibe, die bereits
1943 erprobt wurde. Das Fluggerät be-
stand aus einer nichtrotierenden, dis-
kusähnlichen Scheibe.
Epp war mehrfach Zeuge von Er-
probungsflügen der Scheiben, ist jedoch
niemals selbst mitgeflogen. Begeistert
schilderte er mir die von ihm beobach-
teten Flugmanöver, die von keinem da-
maligen Flugzeugtyp nachgeflogen
werden konnten. Auf die Triebwerksge-
räusche angesprochen, sagte er, dass
außer einem leisen Summen nichts hör-
bar gewesen sei, im Vergleich zu den
herkömmlichen Flugzeugen, deren Mo-
torgeräusche man schon von weitem
hörte, bevor sie da waren. Leider besaß
Epp in seiner Einzimmerwohnung in einem Asylantenheim in Rosenheim er nur noch zwei Fotos einer Flugschei-
pers angebracht waren, wobei man mit Nach Epp gab es bei Breslau und be, die er im Flug über die Hohe Tattra
verschiedenen Möglichkeiten experi- Dresden geheime Produktionsplätze für mit einer einfachen Kamera fotografiert
mentierte. Teilweise kamen auch die die Flugscheiben. Die dortige Entwick- hatte. Auf diesen Bildern sind jedoch
damals neu entwickelten Strahltrieb- lung der von ihnen „Flugkreisel“ ge- leider keine Einzelheiten der Scheibe er-
werke zum Einsatz, insbesondere für nannten Geräte lag bei den Ingenieuren kennbar. Epp erzählte, dass die Scheibe
den Vorwärtsflug. Schriever und Habermohl. Schriever ist so schnell geflogen sei, dass er kaum
Maßgeblich beteiligt an der Ent- nach dem Krieg gestorben, von Haber- mit dem Fotografieren nachkam. Auf
wicklung der Flugscheiben war der Er- mohl fehlt jede Spur. Rudolf Schriever dem dritten Foto, das heute nicht mehr
finder und Konstrukteur J. Andreas war ein ehemaliger Mitarbeiter von Ge- existiert, sei die Scheibe bereits ver-
Epp, der 1997 im Alter von 83 Jahren neral Dr. W. Dornberger in Peenemün- schwunden gewesen. Die beiden Bilder
starb, und den ich noch kennenlernen de, der nach dem Krieg mit Wernher schmuggelte er bei seiner abenteuerli-
durfte. Seine ersten Flugscheiben-Ent- von Braun und anderen Peenemünder chen Flucht durch das Kriegsgebiet und
würfe gehen noch auf die Vorkriegszeit Forschern in die USA gingen, um das Gefangenschaft, versteckt in einem sei-
zurück. Während des Krieges entwi- dortige Raumfahrtprogramm aufzubau- ner Strümpfe. Seinen anderen Flug-
ckelte er mehrere Geräte, die er als en. Unter Schriever und Habermohl scheiben-Fotos, die er hatte, trauerte er
flugfähige Modelle bei den zuständigen wurde später in den Skoda-Werken bei nach, genauso wie seinen Plänen und
militärischen Stellen einreichte. Hierbei Prag eine Sektion der Lettow-Werke Zeichnungen, die er vernichten musste,
wirkte es sich vorteilhaft für Epp aus, eingerichtet. Als Bevollmächtigter war damit sie nicht in die Hände der anrü-
dass er den Luftfahrtpionier Ernst Udet Albert Speer vorgesehen. Die bei Prag ckenden Russen fallen konnten. Heute
schon in jungen Jahren kennengelernt entwickelten Fluggeräte bestanden im wären sie stichhaltige Beweise für die
hatte, der die kreativen Fähigkeiten wesentlichen aus einer feststehenden, oftmals verleugnete Existenz dieser Ge-
Epps erkannte und ihn förderte. Aller- kugelförmigen Pilotenkabine, um die ein räte.
dings erkannten die Verantwortlichen im breitflächiger Ring mit verstellbaren Flü-
Luftfahrtministerium erst sehr spät die gelblättern rotierte. Dieser Ring war
Vorteile, die eine Flugscheibe gegenüber mehrfach unterteilt und ermöglichte
herkömmlichen Flugzeugen aufweist, senkrechte Starts und Landungen. Ers-
wohl weil es ein zu ungewöhnlicher te Testflüge im Jahr 1943 erbrachten
Flugkörper war, wie Epp meinte. Die eine Höchstgeschwindigkeit von Mach
Entwicklung der Raketentechnik mit 1 (ca. 1200 km/h). Allerdings traten an-
der V2 wurde vorgezogen, obwohl ihre fangs bei einer gewissen Geschwindig-
Kriegserfolge recht mager waren. keit der Scheibe problematische Vibra-
Die Flugzeugindustrie war auf ihre tionen auf, die auf eine Unwucht des
herkömmlichen Modelle festgelegt, wo- Rotorringes zurück geführt wurden.
bei gegen Kriegsende durchaus auch Erst durch die Konstruktionsunterlagen
utopisch anmutende Entwürfe entstan- des Erfinders Epp konnten diese Proble-
den, die jedoch keine Chance mehr hat- me schließlich gemeistert werden. Am
ten, produziert zu werden. Für die Flug- 14. Februar 1945 fand in Prag der er-
scheiben-Entwicklung wurden wäh- folgreiche Start einer Flugscheibe statt,
rend des Krieges zwei unabhängig von- die innerhalb von nur drei Minuten eine
einander arbeitende Teams eingesetzt, Flughöhe von 12.400 Metern erreichte.
die aus Kriegsgründen mehrfach verlegt Die horizontale Fluggeschwindigkeit
wurden. Epp schloss man bei der prak- wurde mit 2200 km/h festgestellt.
tischen Entwicklung der Scheiben aus Bei den Flugzeugwerken in Minden
und setzte ihn als Luftwaffenangehöri- wurden unter Ingenieur Peschke die Die von Epp im Flug fotografierte Flugschei-
gen statt dessen bei Auslandseinsätzen aerodynamischen Versuche vorgenom- be über der Hohen Tattra. Die Schlieren auf
ein, obwohl er den Anstoß für die Kon- men. Die Ingenieure Miethe und Bellon- dem Bild stammen von Schweiß, weil Epp es in
struktion dieser Geräte gegeben hatte, zo, die nach der Bombardierung und einem Strumpf versteckt durch die Kriegswir-
wie er verbittert anmerkte. Zerstörung von Peenemünde nach Prag ren geschmuggelt hat.

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J. Andreas Epp und die Flugscheiben
Epp war nicht nur Flugscheiben-
Konstrukteur, sondern ein kreativer Er-
finder, der während seines Lebens rund
fünfzig Erfindungen machte, die größ-
tenteils Verbesserungen von bestehen-
den Geräten – zeitbedingt meist Kriegs-
geräten – darstellten, aber auch ganz
neuartige Ideen umsetzte. So hatte er
beispielsweise die Idee für ein Luftkis-
senboot, basierend auf der Flugschei-
ben-Technologie, schon lange bevor es
in England als „Hovercraft“ entwickelt
wurde.
Ingenieur Epp versuchte nach dem
Krieg, an seine Konstruktionen anzu-
knüpfen und neue Flugscheiben zu ent-
werfen, was jedoch ausgesprochen
problematisch war, weil im Nachkriegs-
deutschland jegliche Tätigkeit auf tech-
nischem Gebiet, das eventuell als Waf-
fe einsetzbar war, strengstens verboten Epp neben dem von ihm gebauten Modell seiner Flugscheibe „Omega-Diskus“
war und unter höchster Strafe stand. - wie beispielsweise die der Firma AVRO müde, die Vorteile gegenüber herkömm-
Und darunter fielen insbesondere alle -, welche nicht flugtauglich waren und lichen Flugzeugen und Hubschraubern
flugtechnischen Entwicklungen. Also sich nur wenig über den Boden erhoben, hervorzuheben.
entwickelte Epp seine Flugscheibenmo- wenn sie ihre Flugkünste „aus Sicher- Seine angeschlagene Gesundheit hat
delle im Verborgenen. Sein bestes Nach- heitsgründen“ nicht an den Stahlseilen ihm leider einen Strich durch seine gro-
kriegs-Modell war wohl Ende der 50er eines Kranes aufgehängt „demonstrie- ßen Pläne gemacht. Ihm musste ein Teil
Jahre der „Omega-Diskus“, den er ren“ konnten. Er war davon überzeugt, eines Fußes abgenommen werden, wo-
auch auf einigen Ausstellungen zeigte, dass die Amerikaner nicht dazu in der raufhin er, nach der Verheilung der Ope-
allerdings ohne eine Resonanz von Sei- Lage seien, eine funktionierende Steue- rationswunde, einen orthopädischen
ten der Industrie hervorzurufen, die die rung für ihre Flugscheiben entwickeln Spezialschuh in der nicht sehr anspre-
Genialität des Erfinders entweder nicht zu können. Dazu erklärte er, dass die chenden Form eines Pferdehufes tra-
erkennen wollte oder sie schlicht igno- Steuerung der einzige Teil seiner Flug- gen musste, was für seinen angeschla-
rierte. Man darf nicht vergessen, dass scheibenentwürfe sei, den er nicht genen Gemütszustand nicht gerade zu-
damals die deutsche Luftfahrtindustrie schriftlich fixiert hätte, „damit sie nicht träglich war. Nach der Operation ging
noch kaum existierte. Zu groß war noch in falsche Hände gerate“. Wie die Steu- es mit ihm gesundheitlich rapide ab-
die Abschreckung durch das langjähri- erung funktioniere, habe er in seinem wärts. Einen weiteren Krankenhaus-
ge Verbot der Alliierten. Kopf, betonte er, und würde sie nur ei- aufenthalt wegen einer erneuten Infek-
Seinen Traum von einer nach sei- nem Techniker-Team anvertrauen, das tion konnte seine Gesundheit nicht mehr
nen Plänen gebauten flugfähigen Schei- (unter seiner Federführung) eine neue verkraften. J. Andreas Epp starb völlig
be hat Epp bis zu seinem Ende nicht Scheibe bauen würde. Daraus ist leider verbittert und verarmt.
aufgegeben, trotz seiner Verbitterung, nichts geworden, und Epp hat wohl die In dem Buch „Die Realität der Flug-
dass seine Erfindungen um die Flug- von ihm entwickelte Flugscheiben- scheiben“ wurde die Lebensgeschichte
scheiben nicht anerkannt, verschwie- Steuerung mit ins Grab genommen. des Erfinders und gleichzeitig ein Stück
gen oder lächerlich gemacht wurden, Dafür zeigte er gerne seine Mappen mit Zeitgeschichte aus der Sicht Epps fest-
obwohl er seinen „Omega-Diskus“ so- Plänen und Risszeichnungen, die er im gehalten. Darin schildert er sein Leben
gar patentrechtlich angemeldet hatte. Laufe der Jahre angefertigt hatte, und von Kindheit an bis ins hohe Alter, dabei
Dabei ist es nicht ihm anzulasten, dass die nicht nur Flugscheiben-Entwürfe, schwerpunktmäßig seine ersten Gedan-
das Flugscheiben-Thema tabuisiert sondern auch neuartige Flugzeug-Pro- ken und Entwürfe zu den Flugscheiben
worden ist. Bis zuletzt machte er immer totypen enthielten. beschreibend. Seine Probleme mit der
neue Pläne und stand in Verhandlungen Es ist beschämend für unseren So- Arbeitslosigkeit Ende der zwanziger
mit verschiedenen Firmen, darunter mit zialstaat, dass Epp in seinen letzten Jah- Jahre, sein Leben in Deutschland wäh-
einer Schweizer Firma, die neuartige ren von einer kläglichen Sozialhilfe in rend des Dritten Reiches, den Beginn
Strahltriebwerke entwickelt haben soll, einer heruntergekommenen Ein-Zim- des zweiten Weltkrieges. Die Zeit wäh-
wie er in einem der letzten Gespräche mer-Asylantenwohnung mit Gemein- rend des Krieges, die Besatzungszeit
erläuterte. Etwa 1994 scharte er etwa schaftstoilette in Rosenheim hausen nach dem Krieg, seine Flucht aus dem
zwanzig Interessierte und Gönner um musste. Seine Bekannten und Freunde Nachkriegsdeutschland und seine
sich, um eine Vereinigung zu gründen, halfen ihm und finanzierten ihm bei- Rückkehr lassen uns das Leben Epps
die ihm den Bau einer neuen Flugschei- spielsweise sein Telefon oder den alten plastisch nachvollziehen.
be ermöglichen sollte. Aus dieser Verei- Wagen mitsamt den anfallenden Unter-
nigung wurde jedoch nichts, es gab nur haltungskosten. Freunde kauften ihm
einige belanglose Treffen zu Bespre- ein Reißbrett und andere Dinge, die er J. Andreas Epp
chungen um Verfahrensfragen. Epp sich von seiner knappen Sozialhilfe nicht Die Realität der
schwebte vor, dass eine dreißig Meter leisten konnte. Trotz seiner nicht benei- Flugscheiben
durchmessende Flugscheibe gebaut denswerten Situation träumte der ver- Edition EFODON
wird, und er wollte den Flug mit ihr kannte Erfinder bis zuletzt vom Bau ei- Michaels-Verlag
noch miterleben. ner neuen Flugscheibe, die nicht nur ein Peiting 2002
Im Gespräch machte er sich oftmals Modell sein, sondern Menschen trans- 181 S., 71 Abb., 20,90 €
lustig über amerikanische Flugscheiben portieren sollte. Dabei wurde er nicht ISBN 3-89539-605-2

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