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FRAGENKATALOG ZU ANGEWANDTE THERMODYNAMIK,

STAND: 22.4.2016
BEMERKUNG: Beim Kolloquium werden die Theoriefragen so umformuliert, dass die Beurteilung
Multiple Choice-tauglich wird. Der Text der Minibeispiele bleibt unverändert, die Zahlenwerte
werden geändert.

Stoff 1.Koll + E-Koll


-------------------------------------------------Wärmeübertragung --------------------------------------------

1) Welche Formen der Wärmeübertragung gibt es und wie unterscheiden sie sich?

2) Was versteht man unter den „Randbedingungen“ der Fourier’schen Differenzialgleichung und
welche Arten gibt es? Welcher wärmetechnischen Anwendungssituation entspricht jede einzelne
Randbedingung?

3) Beschreiben Sie die wesentlichen Merkmale stationärer, instationärer und quasistationärer


Temperaturfelder! Geben Sie ein Beispiel für jeden Typ.

4) Herleitung der Beziehung zur Berechnung des instationären Temperaturverlaufs in einer ebenen
Platte bei einseitiger Beheizung und der Annahme einer konstanten Temperatur-änderungs-
geschwindigkeit vT an der einen Oberfläche und Isolation an der zweiten Oberfläche.

5) Herleitung der Beziehung für den radialen Temperaturverlauf in einem dickwandigen Rohr aus
der Differentialgleichung der stationären eindimensionalen Wärmeleitung in Zylinderkoordinaten.
Annahmen: stationäre rotationssymmetrische Verhältnisse und bekannte Innen- und
Außenwandtemperatur.

6) Was versteht man unter „Ähnlichkeitsgesetzen“? Wie werden Ähnlichkeitszahlen hergeleitet?

7) Welche Kennzahlen sind für die Wärmeübertragung durch erzwungene Konvektion


maßgeblich? Worauf ist bei Anwendung der entsprechenden Gebrauchs-Gleichung besonders zu
achten?

8) Wärmeleitung: Herleitung der Beziehung für die Berechnung des Wärmestroms je m Rohrlänge
im dickwandigen Rohr, bei bekannter Innen- und Außenwandtemperatur (bei stationären,
rotationssymmetrischen Verhältnissen).

9) Welche Kennzahlen sind für die Wärmeübertragung durch freie Konvektion maßgeblich?
Worauf ist bei Anwendung der entsprechenden Gebrauchs-Gleichung besonders zu achten?

10) Temperaturverlauf beim Wärmedurchgang durch eine ebene Wand ein Rohr; Herleitung des
Wärmedurchgangskoeffizienten für diese Problemstellung.

11) Temperaturverlauf beim Wärmedurchgang durch ein Rohr; Herleitung des Wärmedurchgangs-
koeffizienten für diese Problemstellung.

12) Temperaturverlauf in Gleich- und Gegenstromwärmeaustauschern; Herleitung der Beziehung für


die mittlere logarithmische Temperaturdifferenz .

13) Erklären Sie den Begriff der „mittleren logarithmischen Temperaturdifferenz“! Für welche Typen von
Wärmeübertragern entspricht diese Funktion der exakten „mittleren Temperaturdifferenz ?

14) Wärmetauschertheorie: Durch welche dimensionslosen Kennzahlen lässt sich die


Betriebscharakteristik eines allgemeinen Wärmetauschers darstellen? Wie sind die Kennzahlen
definiert, wie leitet man sie ab. Was versteht man unter Auslegungsrechnung und Nachrechnung.
Welche drei Vorgangsweisen gibt es für die Lösung praktischer Probleme ?

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15) Minibeispiel A - Wärmedurchgang
Für den Wärmedurchgang durch eine zweischichtige ebene Platte sind folgende Werte bekannt:

Innen-Fluid: Ti=300°C, i=100W/m2K,


Außen-Fluid :Ta=20°C, a= 20W/m2K,
Innere Plattenschicht: s1=40 mm, 1=50W/mK
Äußere Plattenschicht: s2=100mm, 2=1W/mK

A) Berechnen Sie die Wärmestromdichte

B) Berechnen Sie die Plattentemperatur T12 in der Berührungsebenen der beiden Schichten

16) Minibeispiel B- Wärmetauschertheorie-Auslegung

Bemerkungen:
Assymmetrische Stromführung => Assymmetrisches Diagramm
 Das kalte Medium „c“ soll im Rohr geführt werden und entspricht dem Index „2“ im
Diagramm.
 Das Diagramm kann nur für das Medium mit Ri<1 benützt werden, die Werte des anderen
Mediums müssen mit der Enthalpiebilanz (1.HS) des Wärmetauschers ermittelt werden

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17) Minibeispiel C- Wärmetauschertheorie - Nachrechnung

Bemerkung:
Das Diagramm kann nur für das Medium mit Ri<1 benützt werden, die Werte des anderen Mediums
müssen mit der Enthalpiebilanz (1.HS) des Wärmetauschers ermittelt werden

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18) Minibeispiel D- Instationäre Wärmeleitung

Temperatur /Fourier /Biot- Diagramme siehe nächste Seite

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-------------------------------------------------Grundlagen (Wiederholungsstoff)------------------------------------------

19) A- Was ist die Aussage des 1. Hauptsatzes der Thermodynamik?


B- Welche Energieformen können darin vorkommen?
C- Formulieren Sie den 1. Hauptsatz der Thermodynamik für die beiden für technische
Anwendungen bedeutendsten Systeme!
D- Wie sind die Volumsänderungsarbeit und die technische Arbeit definiert? Wie sind sie für einen
reversiblen Prozess im p,v-Diagramm darstellbar?

20) Herleitung des Zusammenhangs zwischen Druck und Temperatur für eine isentrope
Zustandsänderung eines idealen Gases.

21) Herleitung der Beziehung für die spezifische Volumsänderungsarbeit als Funktion von
Temperatur und Druck für ein ideales Gas, welches einem reversiblen adiabaten Prozess
unterworfen ist.

22) Herleitung der Beziehung für die spezifische technische Arbeit als Funktion von Temperatur und
Druck für ein ideales Gas, welches einem reversiblen adiabaten Prozess unterworfen ist.

23) A - Was besagt der 2. HS der Thermodynamik?


B - Wie lautet die Clausius’sche Ungleichung und was bedeutet sie?
C - Herleitung der Zustandsgleichung für die spezifische Entropie idealer Gase als Funktion von
Temperatur und Druck sowie als Funktion von Temperatur und spezifischem Volumen.

24) Was ist der Tripelpunkt eines reinen Stoffes?


Erklären Sie Begriffe und die Eigenschaften der Dampfdruck-, Schmelzdruck- und
Sublimationsdruckkurve!
Was drückt die Dampfdruckkurve des reinen Stoffes aus, welche rechnerischen Ansätze gibt es .

25) Realgasfaktor. Definition. Welchen Wert nimmt er beim idealen Gas an.
Was lässt sich über den Realgasfaktor wichtiger technischer Gase (O2, N2, CO2, H2O,..) bei
mäßigen Drücken (<=0.1MPa) und hohen Drücken (>5MPa) sagen.

26) A-Was besagt das Theorem der Korrespondierenden Zustände?


B-Was ist die verallgemeinerte kubische Zustandsgleichung? (abhängige und unabhängige
Variablen, keine Formel).
C-Was ist der Vor- bzw. Nachteil der verallgemeinerten kubischen Zgl. im Vergleich zu van der
Waals bzw. Virial-Gleichung ) ?

27) Definition des Dampfgehalts, Beziehungen für v, h und s als Funktion von x und den
entsprechenden Werten an den Grenzkurven im Zweiphasengebiet eines reinen Stoffes.

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------------------------------------------------- Mehrstoffsysteme --------------------------------------------

28) Ideale Gasmischung: Dalton’sches Partialdruckgesetz. Zusammenfassung der Mischungsterme für


Enthalpie, Volumen und Entropie. Wie hängt in einer idealen Gasmischung der Raumanteil mit dem
Molenbruch zusammen? Wodurch unterscheidet sich der Partialdruck einer Gaskomponente in einer
idealen Gasmischung vom Partialdruck in einer realen Gasmischung

29) Herleitung der Formel für die Mischungsentropie des idealen Gases

30) Wie hängt die Wassermasse in ungesättigter Luft mit dem Wasserpartialdruck zusammen. Was
versteht man unter Sättigungspartialdruck und relativer Feuchte ? Mit welcher Formel kann man den
Sättigungspartialdruck berechnen? (Name und Art der Funktion (Logarithmus-Funktion) genügen)

31) Welche Zustandsbereiche gibt es für feuchte Luft? Wie sind die Nullpunkte für Enthalpie und
Entropie definiert?

32) Wie hängt die Wasserbeladung ungesättigter feuchter Luft mit dem Partialdruck zusammen? Was
ändert sich, wenn die feuchte Luft gesättigt ist ?

33) Wie ist die spezifische Enthalpie und die spezifische Entropie ungesättigter Luft definiert, wenn man
die Wasserbeladung kennt?

34) Wie ist das h*-X-Diagramm von Mollier definiert und konstruiert? Erklären Sie die Achsen, die Linien
konstanter Temperatur im gesättigten und ungesättigten Bereich sowie die Linien konstanter
relativer Feuchte. Zeichnen Sie qualitativ die Kühllinie von feuchter Luft mit 20% relativer Feuchte
bis zum Taupunkt im h*-X-Diagramm ein.

35) Erklären Sie, wozu der Rand-Maßstab und der sog. Pol in einem h*-X-Diagramm eingesetzt werden,
und auf welcher Überlegung die Methode beruht.

36) Erklären Sie die englischen Begriffe „wet bulb temperature“ und „dry bulb temperature“. Wie werden
diese Größen gemessen, was kann man damit ermitteln? Wie werden wet bulb und dry bulb im
Mollier-Diagramm bzw. im Grosvenor-„ psychometric chart“ eingesetzt ?

37) A-Wie sind Massenbruch, Mol-Bruch, Raumanteil und Massenbeladung definiert ?


B-Wie hängen Raumanteile und Molbrüche zusammen?
C-Leiten Sie die Formelbeziehung zur Umrechnung von Massen- auf Molbruch her.

38) Minibeispiel 1 Konzentrationsmaße: Von einer Gasmischung aus O2, N2 und H2O sind die
Massenbrüche bekannt. (O2=0.3, N2=0.3, H2O=0.4).
Berechnen Sie die Raumanteile - unter der Annahme, daß es sich um eine perfekte ideale
Gasmischung handelt.
Molmassen: (MO2=32kg/kmol, MN2=28kg/kmol, MH2O=18kg/kmol),
(Minibeispiel muss ohne Unterlagen gelöst werden)

39) Minibeispiel 2 Konzentrationsmaße: Von einer Gasmischung aus H2, N2 und H2O sind die
Molbrüche bekannt. (yH2=0.2, yN2=0.5, yH2O=0.3). Berechnen Sie die Massenbrüche unter der
Annahme, das es sich um eine perfekte ideale Gasmischung handelt. .
Molmassen: (MH2=2kg/kmol, MN2=28kg/kmol, MH2O=18kg/kmol),
(Minibeispiel muss ohne Unterlagen gelöst werden)

40) A-Erklären Sie Definition und Bedeutung von Normzustand sowie Thermochemischen
Standardzustand. Wodurch unterscheidet sich der Nullpunkt (für h, s) der Wasserdampftafel oder
der feuchten Luft vom Nullpunkt im Normzustand ?
B-Molare Standardbildungsenthalpien und Standard-Bildungsentropien: Wie sind sie definiert,
was ist ihr Nullpunkt, wie werden Sie ermittelt, wozu dienen Sie.

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41) Minibeispiel 1 Reaktionsenthalpie.
Ermitteln Sie die Reaktionsenthalpie bei TCSZ für eine der folgenden Reaktionen:
(CaCO3=CaO+CO2),
(CH4+2O2=CO2+2H2O),
(C+CO2=2CO).
Bemerkung: Zum Kolloquium kommt nur jeweils eine der drei Reaktionen,
kJ/mol
f0 -393,5
H m,CO2
Hf0m,CaO -634,0
Hf0m,CO -110,5
Hf0m,CaCO3 -1208,4
Hf0m,CH4 -74,87
Hf0m,H2O, gasförmig -241,8
Hf0m,H2O, flüssig -285,8

42) Minibeispiel 2 Reaktionsenthalpie. Ermitteln Sie die Standardbildungsenthalpie von Methan,


ausgehend von den Standardbildungsenthalpien von CO2 und H2O (Hf0m,CO2=-393,5 kJ/mol,
Hf0m,H2O, flüssig =-285,8 kJ/mol) sowie der im Bombenkalorimeter gemessenen molaren Standard-
Reaktionsenthalpie für die Methan-Oxidation Hm,r  891kJ / mol (CH4+2O2=CO2+2H2O).
Wie hängt der Brennwert von Methan mit der obigen molaren Reaktionsenthalpie zusammen ?

43) A-Ideales Gasgemisch: Geben Sie die Formeln für das molaren Mischungsvolumen, die molare
Mischungsentropie sowie die molare Mischungsenthalpie an.
B-Ideale Lösung: Was ist Unterschied bzw. Gemeinsamkeit zur idealen Gasmischung. Wie ist die
molare Mischungsentropie definiert ?

44) Reales Gemisch: Erklären Sie die Begriffe: Fugazität, Aktivität, Exzess-Gibbsfunktion, sowie
Residuär-Gibbs-Funktion. Mit welcher Art der idealen Mischung wird jeweils verglichen ?

45) Gibbsfunktion der idealen Gasmischung. Leiten Sie die Formel ausgehend von den Bezugsgrößen
im Thermochemischen Standardzustand ab.

46) Gibbssche Fundamentalgleichung, Gibbssche Funktion (freie Enthalpie), Gibbsche


Hauptgleichung. Was drücken sie aus, wozu werden sie verwendet

47) Chemisches Potential. Definition sowie Zusammenhang mit der Gibbs-Funktion bzw. freien
Enthalpie.
Welcher funktionelle Zusammenhang ergibt sich zwischen dem chemischen Potential und der
molaren Gibbsfunktion des reinen Stoffes?

48) Definition der Gibbsfunktion bzw. freien Enthalpie.


Zusammenhang zwischen Gibbscher Funktion und technischer Arbeit.
Wie lässt sich vollständiges thermodynamisches Gleichgewicht (VTG) auf Basis der Entropie bzw.
freien Enthalpie ausdrücken ?
49) Minibeispiel Verbrennungsrechnung: Ermitteln sie die bezogene Verbrennungsluftmenge L
und die bezogene Rauchgasmenge G für die Verbrennung des Brennstoffes „X“ mit einer Luftzahl
n= 1.2. (z.B.) (X= wahlweise Graphit C, Wasserstoff H2, Schwefel S).
vereinfachte Luftzusammensetzung: L,O2=0.23; L,N2= 0.77 (keine Feuchte in der Luft)
Bemerkung: Zum Kolloquium kommt nur eine der drei Reaktionen,
(Molmassen: MH2=2kg/kmol, MN2=28kg/kmol, MO2=32kg/kmol, MC=12kg/kmol, MS=32kg/kmol),
Minibeispiel muss ohne Unterlagen gelöst werden.
50) Energie-Bilanz der adiabaten Feuerung. Schema und Bilanzgleichung, Bestimmung der adiabaten
Feuerungstemperatur. Leiten Sie die Formel für die Berechnung der adiabaten
Feuerungstemperatur ausgehend von der Enthalpiebilanz der adiabaten Feuerung ab

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Stoff 2.Koll + E-Koll
------------------------------------------------- Exergie - Analyse --------------------------------------------

51) A - Was ist Exergie und Anergie? Welche Energieformen bestehen aus reiner Exergie, reiner
Anergie oder einem „Gemisch“ beider?
B-Beziehung für die Exergie der Wärme, Darstellung im T,s-Diagramm für eine reversible
Zustandsänderung 1-2.

52) Beziehung für die Exergie eines Stoffstroms.


Darstellung der Exergie der Enthalpie in einem T,s-Diagramm.

53) A- Unterschied zwischen thermischem und exergetischem Wirkungsgrad?


B- Wie berechnet man Exergieverluste ? ( Beide Möglichkeiten )

54) Entropiebilanz eines allgemeinen stationären Fließprozesses.

55) A-Wärme- Exergie- und Anergiefluss durch die diatherme Wand eines abgeschlossenen
Raumes, der sich auf dem Temperaturniveau TA befindet.
Formelmäßiger Zusammenhang für den Exergie- und Anergieanteil der Wärme, wenn diese von TA
auf ein Temperaturniveau TB<TA übertragen wird;
B-Exergie-Anergiefluss-Darstellung wenn die Temperaturniveaus der beteiligten Systeme über bzw.
unter der Umgebungstemperatur liegen.

56) Thermodynamik des Heizens und Kühlens:


Muss einem zu kühlenden Raum Exergie zugeführt werden? Wenn ja, warum und in welchem Maß?
Muss einem zu beheizenden Raum Exergie zugeführt werden? Wenn ja, warum und in welchem
Maß?

57) Exergie- und Anergiestrom beim Heizen bzw. Kühlen eines Raumes:
Darstellung in Form von Flussbildern sowie formelmäßige Beschreibung des Exergie- und
Anergieanteils.

58) Warum ist die Beheizung eines Raumes thermodynamisch betrachtet mit einer Wärmepumpe
sinnvoller als mit einer elektrischen Widerstandsheizung? Sind thermodynamische und
betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit immer ident?

59) Exergie-Anergiefluss-Darstellung der Heizung eines Raumes mit einer reversiblen und einer
irreversiblen Wärmepumpe sowie mit einer elektrischen Widerstandsheizung.

------------------------------------------------- Heizen und Kühlen --------------------------------------------

60) Wie ist eine Kältemaschine aufgebaut? Welche Arten gibt es?

61) Blockschaltbild und T,s-Diagramm eines Kaltdampf-Kompressions-Kälteprozesses;


Formelmäßige Beziehungen zur Berechnung der Nutzwärme, der Leistungsziffer sowie des
Exergieverlusts als Funktion der relevanten Zustandsgrößen h, s und T.

62) Verminderung des Exergieverlusts einer Kaltdampf-Kompressions-Kältemaschine:


Darstellung im Blockschaltbild und T,s-Diagramm und Begründung der Verbesserung.

63) Blockschaltbild und T,s-Diagramm einer idealen Gaskältemaschine (reversible Teilprozesse);


Formelmäßige Beziehungen für die Leistungsziffer und den exergetischen Wirkungsgrad als
Funktion der relevanten Zustandsgrößen.
Darstellung der Zustandsänderungen eines irreversiblen Gaskälteprozesses im T,s-Diagramm.

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64) Luftverflüssigung:
a) wie kann die theoretische Verflüssigungsarbeit eines kg Luft im Zustand 1 (1bar/20°C)
berechnet werden ?
b) gibt es einen theoretischen Prozess, mit dem man den theoretischen Kraftbedarf umsetzen
könnte? (skizzieren Sie im T-s-Diagramm)? Warum wird der praktisch nicht umgesetzt ? Ist das ein
direkter oder ein indirekter Prozess?

65) (a) Blockschaltbild und T-s oder h-T-Diagramm (alternativ) eines einfachen Linde-Prozesses zur
Luftverflüssigung sowie Herleitung der Beziehung zur Berechnung des Anteils an flüssiger Luft.
(b) auf welchen thermodynamischen Phänomenen bzw. Konzepten beruht der Linde-Prozess ?
(c) ist der Lindeprozess ein direkter oder indirekter Kälteprozess ?

66) Wärmepumpen: Erläutern Sie die Typologie von WP-Anwendungen für Heizzwecke:
Mono/bivalent, Heizkreis, Wärmequelle, Kältemittel, Besonderheiten CO2 und H2O

67) Wärmepumpen: Erklären Sie die Begriffe COP, SPF, C , EN14511, sowie den groben
Zusammenhang zwischen  und C

68) Diskutieren Sie kurz stichwortartig Vor-und Nachteile [ SPF (), Zeitgang von Wärme-Angebot und
Bedarf, Installationskosten, Schwierigkeiten ] der wichtigsten in Mitteleuropa gängigen
Wärmepumpensysteme (Erdreich indirekt, horizontal bzw. vertikal, Grundwasser, Außenluft).

------------------------------------------------- Arbeitsprozesse --------------------------------------------

69) Darstellung der Energiezufuhr an das Arbeitsmedium in einem Dampferzeuger in einem T,s-
Diagramm, Eintragen der Exergie-Anergie-Aufteilung, Definition des energetischen und
exergetischen Wirkungsgrads sowie der thermodynamischen Mitteltemperatur der Wärmezufuhr.

70) Darstellung des Kreisprozesses des Wassers bei einer einfachen Dampfkraftanlage im
Blockschaltbild und T,s-Diagramm. Formel zur Berechnung der Speisepumpenarbeit. Formeln zur
Berechnung der technischen Arbeit der Dampfturbine bei bekanntem Isentropenwirkungsgrad,
gegebenem Zustand am Turbineneintritt (p, h, s) sowie bekannten Zustandsgrößen an der Siede-
und Taulinie (h, s, Ts) beim Kondensatordruck.

71) Wo liegen die Hauptverluste im Dampfkraftprozess?


Darstellung der Möglichkeiten der Verbesserung des Dampfkraftprozesses in Blockschaltbildern und
T,s-Diagrammen.
Beschreibung der Limitierungen mit Begründung.

72) Beschreiben Sie eine Gaskraftanlage.


Welche grundsätzlichen Formen gibt es, welche Vor- und Nachteile weisen sie auf?

73) Darstellung des einfachen Gaskraftprozesses im Blockschaltbild und im T,s-Diagramm.


Herleitung der Beziehung zur Berechnung der technischen Arbeit des Verdichters als Funktion der
Eintrittstemperatur und des Druckverhältnisses.
Definition des thermischen und exergetischen Prozesswirkungsgrads.

74) Verbesserung des Gaskraftprozesses: Darstellung im Blockschaltbild und im T,s-Diagramm.


Wirkungsgrad des idealisierten optimierten Prozesses und dessen Begründung.

75) Was sind kombinierte Gas-Dampfturbinen-Prozesse und welche zwei prinzipiellen Typen können
Sie beschreiben? – Darstellung in Blockschaltbildern.

76) Was versteht man unter „Kraft-Wärme-Kopplung“, wann wird sie sinnvoller Weise eingesetzt und
warum ist sie thermodynamisch günstig? – Darstellung für den Dampfkraftprozess im Blockschaltbild
und im T,s-Diagramm. Ist KWK bei Verbrennungskraftmaschinen möglich? Wenn ja, in welcher
Form ? Was ist Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung ?

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77) Nach welchen Prozessen arbeiten Verbrennungskraftmaschinen? Welche Kennzahlen
existieren?

78) Indikatordiagramm eines Viertakt-Otto- und eines Zweitakt-Dieselmotors.

79) Darstellung des idealisierten Otto-Prozesses im p,v- und T,s-Diagramm. Herleitung der Beziehung
zur Berechnung des thermischen Wirkungsgrades als Funktion des Verdichtungsverhältnisses.

80) Darstellung des idealisierten Diesel-Prozesses im p,v- und T,s-Diagramm. Formelmäßige


Beziehung zur Berechnung der Leistung bei bekannten Temperaturen in den „Eckpunkten“ des
Prozesses.

81) Darstellung des Seiliger-Prozesses im p,v-Diagramm.

82) Sonnenenergie-Grundlagen 1: erläutern Sie die folgenden Begriffe: extraterrestrische


Strahlungsintensität, Sonnenlicht-Spektrum, Wechselwirkung mit Atmosphäre, AM-Faktor,

83) Sonnenenergie-Grundlagen 2: erläutern Sie :


a) Unterschied zwischen Global- und Diffus-Strahlung und Konsequenzen für Nutzung,
b) Jahres-Strahlungssumme in Mittel-Europa, Süd-Europa, der Sahara

84) Zeichnen Sie das (ein) Schaltbild eines Solarthermischen Kraftwerkes auf Basis des
Farmkonzeptes und thermischer Wärmespeicherung.
Erläuterung welche Wärmeträger zum Einsatz kommen und warum.

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