Sie sind auf Seite 1von 2

Der öffentlich-rechtliche Vertrag bzw. öff.-rechtl.

Erstattungsanspruch

A. Zulässigkeit der Klage


I. Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs
1. Keine aufdrängende Spezialzuweisung
2. Generalklausel des § 40 I 1 VwGO
a) Öffentlich-rechtliche Streitigkeit
Modifizierte Subjektstheorie:
Hoheitsträger wird durch streitentscheidende Norm berechtigt &
verpflichtet.
Hier: Rechtsnatur des Vertrages zw. Behörde & Privatperson
Vorliegen eines öff-rechtl.-Vertrages
 Regelung auf dem Gebiet des öffentlichen
Rechts
 Abzustellen ist auf dem Vertragsgegenstand
 öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch
b) nicht verfassungsrechtlicher Art
3. Keine abdrängende Sonderzuweisung

II. Statthafte Klageart


Klägerisches Begehren §§ 88, 86 III VwGO
 Rückzahlungsforderung des Bürgers;
schlichtes hoheitl. Handeln
 Allg. Leistungsklage; nicht explizit aber in §
43 II 1 VwGO

III. Klagebefugnis § 42 II VwGO analog


Verletzung muss möglich erscheinen

IV. Klagegegner § 78 VwGO / Beteiligten- & Prozessfähigkeit


§ 61 Nr. 1 Alt. 2 VwGO Beteiligtenfähigkeit jur. Person d. öff. Rechts
§ 62 I Nr. 1 VwGO i.V.m. §§ 104 ff. BGB Beteiligtenfähigkeit nat. Person

V. Zuständigkeit des Gerichts


§§ 45, 52 VwGO

B. Begründetheit der Klage


I. Anspruchsgrundlage
Öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch /Restitutionsprinzip
 wird teilweise aus dem Rechtsstaatsprinzip hergeleitet, teilweise zu
den anerkannten Grundsätzen des Verwaltungsrechts gezählt.
 Gewohnheitsrechtlich anerkannt.

II. Anspruchsvoraussetzungen
1. Vermögensverschiebung auf dem Gebiet d. öff-Rechts
Aufgrund der Zahlung durch den Vertrag

2. Rechtsgrundlosigkeit der Vermögensverschiebung


- Verlangt die Nichtigkeit des Vertrags (NICHT
Rechtswidrigkeit)
a) Wirksamer Vertragsschluss
b) Nichtigkeit des Vertrags
§ 59 I VwVfG  allg. Nichtigkeitsgründe d. BGB
§ 59 II VwVfG  vorrangig für subordinationsrechtliche
Verträge
(1) Subordinationsrechtlicher Vertrag § 54 2 VwVfG
Typischerweise VA; unabhängig der Rechtmäßigkeit z.Z.
des Vertrages

(2) Austauschvertrag § 56 VwVfG


 Gegenleistung verpflichtet
 Synallagma nicht erforderlich
 Leistung der Behörde Bedingung oder
Geschäftsgrundlage für die Gegenleistung des
Bürgers
 Stillschweigend vereinbart
 Hinkender Austauschvertrag

(3) Anforderung des § 56 VwVfG


 Bestimmter Zweck
 Zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben
 Angemessenheit
 Koppelungsverbot § 59 I Nr. 4 VwVfG
§ 56 I 1 Alt. 1 VwVfG
„Kein Verkauf von Hoheitsakten“  innerer
Zusammenhang
 Zweck der Gegenleistung des Bürgers
entspricht den selben öffentlichen Interesse
wie die Leistung der Behörde
 Behördliche Genehmigung keine Tauschware

3. Kein Ausschluss
a) Wegfall der Bereicherung
Nicht beim Staat oder Verwaltungsträger Art. 20 III GG
b) Rückforderung gg. Treu & Glauben
Entgegen § 56 VwVfG und nur bei besonderen Umständen in
der Person