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Oberschule für Geometer „Peter Anich“

39100 Bozen

Referat aus Geschichte

Die Europäische Union

Oberschule für Geometer „Peter Anich“ 39100 Bozen Referat aus Geschichte Die Europäische Union Referent: Moroder Daniel
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Referent: Moroder Daniel

Klasse 5eB

Professor: Mayr Josef

Juni 2001

Moroder Daniel

Geschichte

Klasse 5eB

Die Europäische Union

- Ein Überblick -

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB Die Europäische Union - Ein Überblick - 1. Zur Geschichte der
  • 1. Zur Geschichte der EU

..........................................................................................................

2

  • 1.1. Von der Paneuropaidee zum Schumanplan

2

  • 1.2. Erste wirtschaftliche Zusammenschlüsse

2

  • 1.2.1. Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)

....................................................................

2

  • 1.2.2. Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

2

  • 1.2.3. Europäische Atomgemeinschaft (EAG)

3

  • 1.3. Die Europäischen Gemeinschaft (EG)

.....................................................................................................

3

Fusionsvertrag

  • 1.3.1. .....................................................................................................................................

3

Ziele der EG

  • 1.3.2. ........................................................................................................................................

3

Organe der EG

  • 1.3.3. .....................................................................................................................................

3

  • 1.4. Einheitliche Europäische Akte (EEA)

3

  • 2. Die EU – der politische Zusammenschluss

..........................................................................

4

  • 2.1. Der Vertrag von Maastricht (kurz EU-Vertrag)

4

  • 2.2. Allgemeines zur EU

4

  • 2.3. Die drei Pfeiler der EU

..............................................................................................................................

5

  • 2.4. Der Vertrag von Amsterdam

....................................................................................................................

6

  • 2.5. Das Schengener Abkommen

...................................................................................................

6

  • 3. Die Mitgliedsstaaten

..............................................................................................................

7

  • 4. Die Organe der EU und ihre Funktionen

8

  • 4.1. Die Interaktion zwischen den einzelnen Institutionen

......................................................................

8

  • 4.2. Die Institutionen der Europäischen Union

..............................................................................................

8

  • 4.2.1. Das Europäische Parlament

.................................................................................................................

9

  • 4.2.2. Der Rat der Europäischen Union

.......................................................................................................

10

  • 4.2.3. Die Europäische Kommission

12

  • 4.2.4. Der Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA)

12

  • 4.2.5. Der Ausschuss der Regionen (ADR)

.................................................................................................

13

  • 4.2.6. Der Europäische Rechnungshof

13

  • 4.2.7. Der Gerichtshof

.................................................................................................................................

14

  • 4.2.8. Die Europäische Zentralbank

14

  • 4.2.9. Die Europäische Investitionsbank

14

4.2.10. Der Bürgerbeauftragte

14

  • 5. Perspektiven

.........................................................................................................................

14

  • 6. Quellenverzeichnis

14

Die Europäische Union

-

1

-

Moroder Daniel

Geschichte

Klasse 5eB

1. Zur Geschichte der EU

  • 1.1. Von der Paneuropaidee zum Schumanplan

Bereits nach dem 1. Weltkrieg wurde der Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit der

europäischen Staaten geäußert. Graf Coudenhove-Kalergi gründete die Paneuropäische

Union, sie kam den „Vereinigten Staaten von Europa“ gleich. Doch solche Gedanken hatten

in der Zwischenkriegszeit, wo Hass und Misstrauen herrschten, keine Chance.

Nach den Schrecken des 2. Weltkrieges setzten sich jedoch Stimmen durch, die für ein

friedliches Zusammenleben der europäischen Nationen eintraten. Die Staaten sollten durch

wirtschaftliche Verflechtungen so stark miteinander verbunden werden, dass Kriege

untereinander nicht mehr möglich waren.

Frankreich ergriff 1950 durch seinen Außenminister Robert Schuman die Initiative: der

Schumanplan. Es handelt sich hierbei um ein Programm für einen europäischen

gemeinsamen Markt für Kohle und Stahl. Der Plan zielte darauf ab, die Ausbeutung der

Kohle- und Stahlvorkommen Frankreichs und Westdeutschlands unter der Kontrolle einer

einzigen Organisation zu koordinieren. Der Plan wurde in einen Vertrag eingebunden, der

1952 in Kraft trat und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) ins

Leben rief. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EGKS war der erste Schritt

zur Europäischen Union.

Zwei weitere Motive bedrohten auch den Frieden: das bevorstehende Ende des

Marshallplanes (Programm zum Wiederaufbau der Wirtschaft Europas nach dem Zweiten

Weltkrieg, verkündet 1947 von dem damaligen US-Außenminister George C. Marshall. Bis

1952 erhielten 18 westeuropäische Staaten ca. 14 Mrd. USD als Kredite) und die

Machtausweitungsbestrebungen der Sowjetunion.

  • 1.2. Erste wirtschaftliche Zusammenschlüsse

Die Bundesrepublik stimmte durch ihren Bundeskanzler Konrad Adenauer dem Schumanplan

sofort zu, es kam zur Gründung der Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS),

der Europäischen Atomgemeinschaft (EAG und EURATOM) und der Europäischen

Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

  • 1.2.1. Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)

Die EGKS oder Montanunion wurde 1951 als erste der Europäischen Gemeinschaften

zwischen der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien sowie den Beneluxstaaten

gegründet. Die Schaffung eines gemeinsamen Marktes für Kohle- und Stahlprodukte hatte

unter anderem die Funktion, die Bundesrepublik Deutschland in das Nachkriegseuropa

einzubinden sowie den Frieden in Westeuropa zu sichern.

  • 1.2.2. Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

Durch die sogenannten Römische Verträge (am 25. März 1957) wurde die Gründung der

Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der wichtigsten Teilorganisation der

Europäischen Gemeinschaften vollzogen.

Als wesentliche Eckpunkte für die Schaffung eines Gemeinsamen Marktes legte der EWG-

Vertrag fest:

  • - die Abschaffung der Zölle zwischen den Mitgliedsstaaten (Zellunion);

  • - der Abbau der Handelsschranken;

  • - die Einführung einer gemeinsamen Landwirtschaftspolitik, einer gemeinsamen

Verkehrspolitik und einer gemeinsamen Wettbewerbspolitik;

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  • - die Koordinierung der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedsländer;

  • - die Angleichung der nationalen, für den Gemeinsamen Markt relevanten

Rechtsvorschriften.

  • - den freien Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr

    • 1.2.3. Europäische Atomgemeinschaft (EAG)

Euratom wurde zusammen mit der EWG am 1. Januar 1957 gegründet. Ihr Ziel sind die

Entwicklung und Erforschung der Kernenergie, die Schaffung eines gemeinsamen Marktes

für Kernbrennstoffe, die Kontrolle der Kernindustrien wegen Missbrauchsverhütung und

Gesundheitsschutz.

  • 1.3. Die Europäischen Gemeinschaft (EG)

    • 1.3.1. Fusionsvertrag

Der am 8. April 1965 geschlossene Fusionsvertrag schuf für die Europäische

Atomgemeinschaft, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl und die Europäische

Wirtschaftsgemeinschaft gemeinsame Organe. Am 1. Juli 1967 trat der "Vertrag zur

Einsetzung eines gemeinsamen Rates und einer gemeinsamen Kommission der Europäischen

Gemeinschaften" in Kraft. Das Europäische Parlament und der Gerichtshof der Europäischen

Gemeinschaften waren seit Gründung von EWG und EAG für alle drei Gemeinschaften

zuständig.

  • 1.3.2. Ziele der EG

Primäres Ziel der Gemeinschaften ist die wirtschaftliche Integration ihrer Mitglieder und die

Schaffung eines europäischen Binnenmarktes; langfristiges Ziel ist der Zusammenschluss

ihrer Mitglieder zu einer politischen Union.

  • 1.3.3. Organe der EG

Die EG verfügt über vier legislative, exekutive und judikative Organe: das Europäische

Parlament, den Ministerrat, die Europäische Kommission und den Europäischen

Gerichtshof. Parlament und Gerichtshof waren von Anfang an für die drei Gemeinschaften

EGKS, EURATOM und EWG gemeinsam zuständig, Ministerrat und Kommission gingen

aus der Zusammenlegung der Einzelorgane der drei Gemeinschaften durch den

Fusionsvertrag hervor.

  • 1.4. Einheitliche Europäische Akte (EEA)

Durch die 1987 ratifizierte Einheitliche Europäische Akte wurden die Römischen Verträge

ergänzt und modifiziert.

Kernpunkt der EEA war die Festlegung der EG-Mitgliedsstaaten auf die Verwirklichung des

europäischen Binnenmarktes mit den so genannten „vier Freiheiten” – freier Personen-,

Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr – bis Ende 1992. Zugleich schuf die EEA mit

ihren Bestimmungen zum Binnenmarkt die wesentlichen Grundlagen für die weitere

wirtschaftliche Integration in Form der Wirtschafts- und Währungsunion. Außerdem nahm die

EEA die Bereiche Umwelt, Forschung und Technologie als gemeinsame Politikfelder in die

Zuständigkeit der Gemeinschaft auf.

Auch auf der institutionellen Ebene markierte die EEA einen entscheidenden Fortschritt: Die

Mitbestimmungsrechte des Europäischen Parlamentes wurden für Gesetzgebungsverfahren in

einigen Bereichen erweitert, und die Entscheidungsbildung im Rat der EU wurde durch die

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Einführung von Mehrheitsentscheidungen in einigen Bereichen erleichtert, d. h., das Prinzip

der Einstimmigkeit im Entscheidungsprozess wurde vielfach durch Abstimmungsverfahren

mit qualifizierter Mehrheit ersetzt, so dass Entscheidungen rascher und effizienter getroffen

werden konnten.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB Einführung von Mehrheitsentscheidungen in einigen Bereichen erleichtert, d. h., das Prinzip

2. Die EU – der politische Zusammenschluss

  • 2.1. Der Vertrag von Maastricht (kurz EU-Vertrag)

Es handelt sich dabei um den am 7. Februar 1992 von den Außen- und Finanzministern der

zwölf Staaten in der niederländischen Stadt Maastricht unterzeichneten Vertrag, mit dem die

Voraussetzungen für die Erweiterung der Europäischen Gemeinschaften zur Europäischen

Union geschaffen wurden.

Wichtigster Punkt des Vertrags von Maastricht ist die Schaffung der Europäischen

Währungsunion und damit verbunden die Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro,

und die Gründung einer Europäischen Zentralbank.

  • 2.2. Allgemeines zur EU

Die EU gründet auf den Europäischen Gemeinschaften, die in ihren Aufgaben und

Kompetenzen durch den Vertrag von Maastricht tief greifend modifiziert und um die

gemeinsamen Politikfelder Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und

Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres (JI) von einer primär wirtschaftlichen

zur politischen, zur Europäischen Union erweitert wurden. Ziel der EU ist die Schaffung

eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes mit freiem Personen-, Waren-, Kapital- und

Dienstleistungsverkehr und die Vertiefung der politischen Integration ihrer Mitglieder.

Der EU gehören 15 Staaten an: die zwölf Gründerstaaten Belgien, Bundesrepublik

Deutschland, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien,

Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien sowie seit dem 1. Januar 1995 Finnland,

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Österreich und Schweden. Die Mitgliedsstaaten der EU sind weiterhin selbständige und

souveräne Staaten, haben sich aber für bestimmte Politikbereiche zu einer

gemeinschaftlichen Politik bzw. zur Abstimmung ihrer Politiken verpflichtet und

unterliegen in manchen Bereichen der Rechtssetzungskompetenz der EU.

2.3. Die drei Pfeiler der EU

Die EU als das gemeinsame politische Dach der europäischen Integration basiert auf drei so

genannten Pfeilern:

  • - auf der EG als dem ersten und wichtigsten Pfeiler und wirtschaftlichen Fundament,

  • - auf der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) als dem zweiten

  • - auf der Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres (JI) als dem dritten

Pfeiler.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB Österreich und Schweden. Die Mitgliedsstaaten der EU sind weiterhin selbständige und
  • - Die Europäische Gemeinschaft (EG): sie soll sich von einer Wirtschaftsgemeinschaft zu einer politischen Union umwandeln. Ein Symbol dafür ist die „Unionsbürgerschaft“: Unionsbürger können sich überall in der EU niederlassen und sind dort auch bei Kommunalwahlen wahlberechtigt. Gleichzeitig bleiben sie Bürger ihres eigenen Staates. Das Europäische Parlament wurde in seinen Rechten gestärkt: es kann nun vom Rat der

Europäischen Union beschlossenen Gesetze zu fall bringen.

  • - Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) umfasst die regelmäßige

Zusammenarbeit (Unterrichtung und Abstimmung) in allen außen- und

sicherheitspolitischen Fragen von gemeinsamer Bedeutung.

  • - Die Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres. Hier geht es um ein gemeinsames Vorgehen auf Gebieten wie: Asyl- und Einwanderungspolitik, polizeiliche

Zusammenarbeit in der Bekämpfung des Terrorismus usw.

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Klasse 5eB

  • 2.4. Der Vertrag von Amsterdam

am 18. Juni 1997 von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der

Europäischen Union (EU) verabschiedetes Abkommen zur Änderung, Modifizierung und

Ergänzung bestehender Verträge und Rechtsakte der Europäischen Union.

Der Vertrag von Amsterdam, in Bezugnahme auf den Vertrag von Maastricht häufig auch

als Maastricht II bezeichnet, soll der weiteren Vertiefung der europäischen Integration

dienen und die Aufnahme neuer Mitglieder in die EU vorbereiten. Neben wirtschaftlichen

und finanziellen Überlegungen werden hier erstmals die humanen Dimensionen der

europäischen Partnerschaft stärker ins Zentrum gerückt.

Der Vertrag von Amsterdam verfolgt vier große Ziele:

  • - Beschäftigungspolitik (Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, koordinierte Strategien im sozialen und wirtschaftlichen Bereich etc.) und die Stärkung der Bürgerrechte (Recht auf

Zugang zu Informationen aus Dokumenten der EU-Institutionen, Verbraucherrechte und

-schutz etc.) werden zu zentralen Anliegen der EU erklärt;

  • - Garantie der Freizügigkeit (institutionelle Ausgestaltung des Schengener Abkommens)

und Erhöhung der Inneren Sicherheit (Regelung und Verbesserung der Zusammenarbeit

in den Bereichen Justiz und Inneres);

  • - Stärkung der Rolle Europas auf internationaler Ebene (Schaffung strategischer

Rahmenbedingungen und Aktionseinheiten für eine gemeinsame Außen- und

Sicherheitspolitik)

  • - Gestaltung effizienterer Institutionen im Hinblick auf die EU-Erweiterung.

    • 2.5. Das Schengener Abkommen

Internationale Vereinbarung einiger europäischer Staaten über den kontrollfreien

Grenzverkehr (Personen und Güter) sowie über eine gemeinsame Sicherheits- und

Asylpolitik.

Das Abkommen wurde zwischen Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und den

Beneluxstaaten geschlossen. Die Kontrollen an den Binnengrenzen wurden durch

innerstaatliche und länderübergreifende Sicherheitsmaßnahmen ersetzt. Die

Personenkontrolle an den Außengrenzen wurde verschärft, die polizeiliche Zusammenarbeit

durch ein zentralcomputergestütztes Fahndungs- und Informationssystem (Schengener

Informationssystem, SIS) erweitert und effektiver gestaltet; die Polizei kann Straftäter im

Nachbarland in „Nacheile” kurzzeitig weiter verfolgen; Einreisevisa für Bürger aus Nicht-

EU-Staaten gelten in allen Signatarstaaten (unterzeichnenden Staaten); der „Eintrittsstaat”

erhält die Zuständigkeit für die Entscheidung über den Aufnahmeantrag eines

Asylbewerbers (um Mehrfachanträge zu verhindern).

Zwischen 1990 und 1992 traten dem Schengener Abkommen Italien, Spanien, Portugal und

Griechenland bei, 1995 Österreich und Ende 1996 Dänemark, Schweden und Finnland

sowie als assoziierte Mitglieder Norwegen und Island. Das Schengener Abkommen war als

Vorstufe für die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes 1993 gedacht und sollte

als bedeutender Schritt zum vereinten Europa gelten. Wegen schleppender

Ratifizierungsverfahren und Sicherheitsbedenken einzelner Staaten trat es jedoch erst am

26. März 1995 in Kraft, und zwar zunächst zwischen den fünf Gründerstaaten Frankreich,

Deutschland und den Beneluxstaaten sowie Spanien und Portugal. Am 1. April 1998

wurden entsprechend einer Vereinbarung vom Juli 1997 auch die Grenzkontrollen im

Landverkehr zwischen Deutschland, Österreich und Italien abgeschafft.

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3. Die Mitgliedsstaaten

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 3. Die Mitgliedsstaaten Staat Mitglied seit Anzahl der Vertreter in Mio.

Staat

Mitglied seit

Einwohnerzahl

Anzahl der Vertreter

in Mio.

im Parlament

Deutschland

1953

81,5

99

Frankreich

1953

57,7

87

Italien

1953

57,2

87

Belgien

1953

10,1

25

Niederlande

1953

15,4

31

Luxemburg

1953

0,4

6

Großbritannien

1973

58,1

87

Irland

1973

3,5

15

Dänemark

1973

5,2

16

Griechenland

1981

10,4

25

Spanien

1981

39,6

64

Portugal

1981

9,8

25

Schweden

1995

8,7

22

Finnland

1995

5,1

16

Österreich

1995

7,9

21

13 weitere Länder haben einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU gestellt: Bulgarien,

Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische

Republik, Türkei, Ungarn, Zypern. Mit zwölf dieser Bewerberstaaten steht die EU in

Verhandlungen über die Beitrittsbedingungen. Dies ist noch nicht der Fall für die Türkei.

Jedes Bewerberland bestimmt selbst den Fortgang seiner Aufnahme in die Union, in

Abhängigkeit von seiner politischen und wirtschaftlichen Situation. Dabei muss es bestimmte

Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen stabile demokratische Verhältnisse, die die

Rechtsstaatlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten

gewährleisten, eine funktionsfähige Marktwirtschaft sowie eine öffentliche Verwaltung, die in

der Lage ist, die Rechtsvorschriften der EU anzuwenden und in die Praxis umzusetzen.

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Klasse 5eB

4. Die Organe der EU und ihre Funktionen

  • 4.1. Die Interaktion zwischen den einzelnen Institutionen

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4. Die Organe der EU und ihre Funktionen 4.1. Die Interaktion

ADR…Ausschuss der Regionen WSA…Wirtschafts- und Sozialausschuss

  • 4.2. Die Institutionen der Europäischen Union

Die Europäische Union gründet auf einem in der Welt einzigartigen institutionellen System.

Tatsächlich delegieren die Mitgliedstaaten einen Teil ihrer Hoheitsrechte an selbständige

Institutionen, die die gemeinschaftlichen, die nationalen und die Bürgerinteressen vertreten.

Die Kommission vertritt seit jeher die Interessen der Gemeinschaft. Jede Regierung ist im Rat

der Europäischen Union vertreten, und das Europäische Parlament wird von den Bürgern der

Union direkt gewählt. Recht und Demokratie sind somit die Grundpfeiler der Europäischen

Union.

Dieses "institutionelle Dreieck" wird durch zwei weitere Organe ergänzt: den Gerichtshof und

den Rechnungshof. Das institutionelle System besteht demnach aus fünf Organen.

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Klasse 5eB

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.1. Das Europäische Parlament Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre

4.2.1. Das Europäische Parlament

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.1. Das Europäische Parlament Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre

Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre in allgemeinen und

direkten Wahlen gewählt. Es ist die demokratische Vertretung von

374 Millionen europäischen Bürgern. Die in den Mitgliedstaaten

bestehenden großen politischen Tendenzen spiegeln sich in den

politischen Fraktionen auf Ebene des Europäischen Parlaments

wider.

Das Parlament hat drei wesentliche Aufgaben:

  • 1. Es teilt die Gesetzgebungsfunktion des Rates, also die Annahme europäischer Gesetze (Richtlinien, Verordnungen, Entscheidungen). Durch diese Mitwirkung an der Gesetzgebung wird die demokratische Rechtmäßigkeit der angenommenen Texte gewährleistet.

  • 2. Es teilt die Haushaltsfunktion des Rates und kann demnach Einfluss auf die Gemeinschaftsausgaben ausüben. Es nimmt den Gesamthaushalt in letzter Instanz an.

  • 3. Es übt eine demokratische Kontrolle über die Kommission aus. Es stimmt der Benennung der Kommissionsmitglieder zu und kann einen Misstrauensantrag gegen sie einbringen. Außerdem übt es über sämtliche Institutionen eine politische Kontrolle aus.

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Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.2. Der Rat der Europäischen Union Der Rat ist das wichtigste

4.2.2. Der Rat der Europäischen Union

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.2. Der Rat der Europäischen Union Der Rat ist das wichtigste

Der Rat ist das wichtigste Entscheidungsorgan der Europäischen

Union. Er besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten auf

Ministerebene, die regelmäßig zusammentreten.

Je nach den auf der Tagesordnung stehenden Fragen ändert sich die

Zusammensetzung des Rats: auswärtige Angelegenheiten,

Finanzen, Ausbildung, Telekommunikation ...

Der Rat hat mehrere wesentliche Aufgaben:

  • 1. Er ist das Gesetzgebungsorgan der Union; in einer Vielzahl von Gemeinschaftsbereichen nimmt er seine Gesetzgebungsbefugnis zusammen mit dem Europäischen Parlament wahr.

  • 2. Er sorgt für die Koordinierung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten.

  • 3. Er schließt im Namen der Gemeinschaft internationale Verträge zwischen ihr und einem oder mehreren Staaten oder weltweiten Organisationen.

  • 4. Er teilt die Haushaltsbefugnis des Parlaments.

  • 5. Er erlässt die notwendigen Entscheidungen zur Festlegung und Durchführung der Außen- und Sicherheitspolitik anhand der vom Europäischen Rat festgelegten allgemeinen Orientierungen.

  • 6. Er koordiniert das Vorgehen der Mitgliedstaaten und verabschiedet Maßnahmen im Bereich der polizeilichen und justitiellen Zusammenarbeit in Strafsachen.

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Klasse 5eB

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB Der Europäische Rat Seit 1974 treten die Staats- bzw. Regierungschefs der

Der Europäische Rat

Seit 1974 treten die Staats- bzw. Regierungschefs der Europäischen Union mindestens

zweimal jährlich im Europäischen Rat, dem "Europagipfel", zusammen. An ihm nimmt auch

der Präsident der Europäischen Kommission teil. Der Präsident des Europäischen Parlaments

wird eingeladen, in der Eröffnungssitzung seine Angelegenheiten vorzutragen.

Der Europäische Rat gewinnt in der Union immer mehr an Bedeutung. Er setzt Prioritäten,

gibt der Unionspolitik Zielrichtung und Antrieb und befasst sich mit strittigen Fragen, die auf

Ministerebene nicht geklärt werden können.

Der Europäische Rat berichtet nach jeder seiner Tagungen dem Europäischen Parlament und

veröffentlicht jährlich einen Bericht über die in der Unionspolitik erzielten Fortschritte.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB Der Europäische Rat Seit 1974 treten die Staats- bzw. Regierungschefs der

Moroder Daniel

Geschichte

Klasse 5eB

  • 4.2.3. Die Europäische Kommission

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.3. Die Europäische Kommission Die Europäische Kommission vertritt das Allgemeininteresse der

Die Europäische Kommission vertritt das Allgemeininteresse der

Union. Der Präsident und die Mitglieder der Kommission werden

von den Mitgliedstaaten mit der Zustimmung des Europäischen

Parlaments ernannt.

Die Kommission ist der Motor des institutionellen Systems der

Gemeinschaft:

  • 1. Sie besitzt das Initiativrecht und schlägt demnach Gesetzestexte vor, die dem Parlament und dem Rat unterbreitet werden.

  • 2. Als Exekutivorgan sorgt sie für die Ausführung der europäischen Gesetze (Richtlinien, Verordnungen, Entscheidungen), des Haushalts und der Programme, die vom Rat und vom Parlament angenommen werden.

  • 3. Als Hüterin der Verträge sorgt sie gemeinsam mit dem Gerichtshof für die Befolgung des Gemeinschaftsrechts.

  • 4. Als Vertreterin der Union auf weltweiter Ebene handelt sie vor allem in den Bereichen Handel und Zusammenarbeit internationale Übereinkommen aus.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.3. Die Europäische Kommission Die Europäische Kommission vertritt das Allgemeininteresse der
  • 4.2.4. Der Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA)

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.3. Die Europäische Kommission Die Europäische Kommission vertritt das Allgemeininteresse der

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss vertritt

gegenüber der Kommission, dem Rat und dem Europäischen

Parlament die Gesichtspunkte und Interessen der organisierten

Zivilgesellschaft. Er muss zu Fragen der Wirtschafts- und

Sozialpolitik gehört werden und kann darüber hinaus

Stellungnahmen abgeben zu Fragen, die ihm wichtig erscheinen.

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  • 4.2.5. Der Ausschuss der Regionen (ADR)

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.5. Der Ausschuss der Regionen (ADR) Der Ausschuss der Regionen sorgt

Der Ausschuss der Regionen sorgt für die Wahrung der lokalen und

regionalen Identitäten und Vorrechte. Er muss in Bereichen wie denen

der Regionalpolitik, des Umweltschutzes und der Ausbildung gehört

werden. Er besteht aus Vertretern der Gebietskörperschaften.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.5. Der Ausschuss der Regionen (ADR) Der Ausschuss der Regionen sorgt
  • 4.2.6. Der Europäische Rechnungshof

Der Europäische Rechnungshof überprüft die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Einnahmen

und Ausgaben der Union und sorgt für ein effizientes Finanzengagement auf europäischer

Ebene.

Moroder Daniel Geschichte Klasse 5eB 4.2.5. Der Ausschuss der Regionen (ADR) Der Ausschuss der Regionen sorgt

Moroder Daniel

Geschichte

Klasse 5eB

  • 4.2.7. Der Gerichtshof

Der europäische Gerichtshof sorgt für die Befolgung und einheitliche Auslegung des

Gemeinschaftsrechts. Er entscheidet über Streitigkeiten, an denen Mitgliedstaaten,

Gemeinschaftsorgane, Unternehmen und Einzelpersonen beteiligt sein können.

  • 4.2.8. Die Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank legt die europäische Geldpolitik fest und führt diese aus. Sie

führt Devisengeschäfte durch und sorgt für ein reibungsloses Funktionieren der

Zahlungssysteme.

  • 4.2.9. Die Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Finanzinstitution der Europäischen Union. Sie

finanziert Investitionsvorhaben, um zu einer ausgewogenen Entwicklung der Union

beizutragen.

4.2.10. Der Bürgerbeauftragte

Das Europäische Parlament ernennt darüber hinaus einen europäischen Bürgerbeauftragten,

der Beschwerden von Unionsbürgern über die Verwaltungstätigkeit der Gemeinschaft

entgegennimmt.

  • 5. Perspektiven

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks stellten zahlreiche mittel- und osteuropäische

Staaten Beitrittsgesuche zur EU: Ungarn und Polen 1994, Rumänien, die Slowakei,

Lettland, Estland, Litauen und Bulgarien 1995, die Tschechische Republik und Slowenien

1996. Zuvor schon hatten verschiedene andere Staaten Beitrittsgesuche gestellt: Die Türkei

(1987; 1997 brach die Türkei, die nach Ansicht der EU vor allem die politischen

Voraussetzungen für eine Aufnahme nicht erfüllte, den Dialog mit der EU ab), Zypern

(1990), Malta (1990; 1996 suspendierte Malta sein Gesuch), die Schweiz (1992; ihr Antrag

ruht seit 1992) und Norwegen (seit 1967; der Beitritt scheiterte bislang an

Volksabstimmungen in Norwegen).

Dass eine tief greifende Reform der Organe der EU, wie sie die Kommission in der

Agenda 2000 auch für die eigene Behörde vorgeschlagen hat, dringend notwendig ist, erwies

sich im März 1999, als die EU durch den Rücktritt der gesamten Kommission in ihre bislang

schwerste Krise geriet.

  • 6. Quellenverzeichnis

www.europa.eu.int/

www.europa.eu.int/virtvis

www.europarl.eu.int/

Die offizielle »Europa«-Homepage, betrieben von der Kommission

Virtueller »Spaziergang« durch die EU Homepage des Europäisches Parlaments

  • http://speth08.wu- Ingeborg Kraft - Die Europäische Union

wien.ac.at/usr/h97c/h9725074/start.html

Zeitbilder 8 – Geschichte und Sozialkunde

Wald, Staudinger, Scheucher, Scheipl

Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation

OBERSCHULE FÜR GEOMETER „PETER ANICH“, BOZEN

- Fachrichtung Baubetrieb -

Skripte aus 5 Jahren Oberschule

Diese Arbeit soll als didaktische Unterlage für den Schulunterricht oder als

Nachschlagewerk dienen.

Diese Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich weise jegliche Verantwortung in Bezug auf Inhaltsfehler und Fehlen von Textteilen von mir. Ich bitte aber darum, mir alle Fehler mitzuteilen, damit ich die Unterlagen verbessern und erweitern kann.

Die Vervielfältigung ist mit Quellenangabe erlaubt. Die Dokumente dürfen ohne Erlaubnis meinerseits nicht verändert werden.

Moroder Daniel

Tinderlaweg 13A

39046 St. Ulrich

daniel@moroder.de

St. Ulrich, September 2001