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Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung
Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung
Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung
Erfahrungen und Perspektiven der IT- Qualifizierung von Arbeitssuchenden durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung

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- S S t t e e l l l l e e n n m

Agentur für Arbeit Rosenheim

Entwicklung des IT-Arbeitsmarktes 2000 - 2003

Der IT-Arbeitsmarkt hat sich 2000 innerhalb nur eines Jahres vom Nachfrage- zum Angebotsmarkt verändert, dieser Trend hat sich in den Folgejahren fort- gesetzt:

 

2000

2001

2002

2003

Offene Stellen je 100 Bewerber

156

42

14

9

Quelle:

Arbeitsmarktinformation für IT-Experten www.arbeitsagentur.de Suchbegriff: AMS -> Service+Publikationen -> Links+Dateiliste

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Erfahrungen zur Weiterbildungsförderung im Bereich Rosenheim

Anteil der IT-Berufe an Weiterbildungsmaßnahmen der AA Rosenheim

 

2001

2002

2003

Eintritte in Weiterbildungs- maßnahmen insgesamt

1.226

944

994

davon IT-Berufe

192

173

75

15,6%

18,3 %

7,5 %

davon mit anerkanntem Berufsabschluß

91

44

13

Derzeit befinden sich 921 Teilnehmer in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, davon 46 Teilnehmer im Bereich der IT-Berufe.

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Erfahrungen zur Weiterbildungsförderung im Bereich Rosenheim

Eingliederungsquote nach IT-Weiterbildungsmaßnahmen

 

Start der

   

Maßnahme

Verbleibsquote

Eingliederungsquote

   

Nicht mehr arbeitslos im Zeitraum 6 Monate nach Austritt

Nicht mehr arbeitslos zum Zeitpunkt 6 Monate nach Austritt

Zum Zeitpunkt 6 Monate nach Austritt in soz.vers.pfl. Beschäftigung

PC-Servicetechn.

2000

72,2 %

61,1 %

28,6 %

Netzwerkadmin.

PC-Servicetechn.

2001

44,4 %

22,2 %

11,1 %

Netzwerkadmin.

Fachinformatiker

2000

80,0 %

53,3 %

35,7 %

(Systemintegrat.)

Fachinformatiker

2001

62,5 %

50,0 %

14,3 %

(Systemintegrat.)

Fachinformatiker

2001

75,0 %

62,5 %

7,7 %

(Systemintegrat.)

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit

Anteil der Fördermittel für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen am Eingliederungstitel:

2003 in % 2004 in % 0 ,0 0 % 10 ,0 0 % 2
2003 in %
2004 in %
0 ,0 0 %
10 ,0 0 %
2 0 ,0 0 %
3 0 ,0 0 %
4 0 ,0 0 %
5 0 ,0 0 %
6 0 ,0 0 %
7 0 ,0 0 %

Förderung der berufl. Weiterbildung Trainingsmaßnahmen§37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) Eingliederungszuschüsse PSA (ab 01.07.03) Marktersatz (ABM, SAM) Sonstiges*

§37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) EingliederungszuschüsseFörderung der berufl. Weiterbildung Trainingsmaßnahmen PSA (ab 01.07.03) Marktersatz (ABM, SAM) Sonstiges* Reha

PSA (ab 01.07.03)§37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) Eingliederungszuschüsse Marktersatz (ABM, SAM) Sonstiges* Reha

Marktersatz (ABM, SAM)Trainingsmaßnahmen §37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) Eingliederungszuschüsse PSA (ab 01.07.03) Sonstiges* Reha

Sonstiges*§37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) Eingliederungszuschüsse PSA (ab 01.07.03) Marktersatz (ABM, SAM) Reha

Reha§37a (2003 nicht im Eingliederungstitel!) Eingliederungszuschüsse PSA (ab 01.07.03) Marktersatz (ABM, SAM) Sonstiges*

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit

Förderung der beruflichen Weiterbildung

Vergleich 2002 - 2004 :

 

HHJ 2002

HHJ 2003

HHJ 2004

Soll

24,53 Mio

18,84 Mio

14,40 Mio

Vorbindungen

13,73 Mio

9,12 Mio

8,04 Mio

tatsächl. verfügbare HHM

10,80 Mio

9,72 Mio

6,36 Mio

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit

Förderung der beruflichen Weiterbildung

Vergleich 2002 - 2004 :

24,53 Mio 2002 1 3,73 Mio 10,80 Mio 18,84 Mio 2003 9,12 Mio 9,72 Mio
24,53 Mio
2002
1
3,73 Mio
10,80 Mio
18,84 Mio
2003
9,12 Mio
9,72 Mio
14,4 Mio
2004
8,04 Mio
6,36 Mio
0 5
10
15
2 0
2 5
3 0

SollVorbindung tatsächl. verfügb. HHM

VorbindungSoll tatsächl. verfügb. HHM

tatsächl.Soll Vorbindung verfügb. HHM

verfügb. HHM

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Parameter Förderung der beruflichen Weiterbildung 2004

Eintritte:

800 TN mit einer durchschnittlichen Besuchdauer von 5,5

Austritte:

Monaten in 2004 950 TN (mindestens)

Integration:

61,2 Prozent der Austritte (= 581 Integrationen)

Jahresbestand:

840 TN (durchschnittlich)

Zielvorgabe:

Die durchschnittliche bisherige Maßnahmedauer der Fortbildungen und Umschulungen von 14,7 Monaten muss auf 11,5 Monate abgesenkt werden. Um dies zu erreichen, muss die durchschnittliche Maßnahmedauer bei Neueintritten auf 9 Monate abgesenkt werden !

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Eckdaten des IT-Arbeitsmarktes

 

2001

2002

2003

Offene Stellen 1)

3.621

1.905

1.654

Bewerber 1)

8.661

14.039

18.381

Arbeitslose 1)

2.981

5.132

6.552

1)

Bestand der BA jeweils Ende Dezember

Quelle:

Arbeitsmarktinformation für IT-Experten www.arbeitsagentur.de Suchbegriff: AMS -> Service+Publikationen -> Links+Dateiliste

Die Talsohle der Stellenmeldungen scheint erreicht, 2003 meldeten Arbeitgeber der BA nur geringfügig weniger Stellen zur Besetzung mit IT-Fachleuten als 2002.

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Perspektiven des IT-Stellenmarkt

Stellenmarkt IT-Kernberufe :

5% 2% 17% 30% 21%
5%
2%
17%
30%
21%

25%

Softwareentw.Service/Support IT-Organisation Datenbanken Netzw./Betriebss. Hardwareentw.

Service/SupportSoftwareentw. IT-Organisation Datenbanken Netzw./Betriebss. Hardwareentw.

IT-OrganisationSoftwareentw. Service/Support Datenbanken Netzw./Betriebss. Hardwareentw.

DatenbankenSoftwareentw. Service/Support IT-Organisation Netzw./Betriebss. Hardwareentw.

Netzw./Betriebss.Softwareentw. Service/Support IT-Organisation Datenbanken Hardwareentw.

Hardwareentw.Softwareentw. Service/Support IT-Organisation Datenbanken Netzw./Betriebss.

In knapp der Hälfte aller IT-Stellenanzeigen (Printmedien 2003) werden Fachleute für IT-Kernaufgaben gesucht, allerdings war der Anteil gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig.

Quelle:

Arbeitsmarktinformation für IT-Experten www.arbeitsagentur.de Suchbegriff: AMS -> Service+Publikationen -> Links+Dateiliste

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Perspektiven des IT-Stellenmarkt

Aktuelle Trends :

• Einen zunehmend höheren Stellenwert erhält die IT-Sicherheit, hier sind speziell Firewall- Administratoren gefragt

• Hoch im Kurs stehen die gängigen Unternehmens-IT-Programme (ERP = Enterprise Resource Planning), das gefragteste war dabei SAP R/3.

• Bei den Betriebssystemen wird der Markt noch immer von Microsoft, gefolgt von UNIX beherrscht. Das Open-Source-System LINUX folgt dichtauf.

• Bei den Netzwerken führen TCP/IP und WindowsNT; bei den Datenbanken sind Kenntnisse von SQL und Oracle gefragt, die aktuellen Programmiersprachen sind C++ und Visual Basic, sowie Java für die Internetprogrammierung.

• Eine wichtige Zukunftsperspektive für IT-Fachleute könnte der öffentliche Dienst unter dem Schlagwort eGoverment werden; hier bestehen noch erhebliche Möglichkeiten Arbeitsabläufe durch IT-Einsatz zu beschleunigen und onlinefähige Dienstleistungen webbasiert anzubieten.

• In mittelständischen Unternehmen sind zunehmend Generalisten gefragt, da die geringe Mitarbeiterzahl eine weitergehende Differenzierung nicht zulässt.

• IT-Fachleute finden zunehmend Stellen in Unternehmen außerhalb der IT-Branche. (In den USA arbeiten bereits 90% der IT-Fachleute in anderen Branchen, diese Stellen gelten dort als besonders sicher)

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Perspektiven des IT-Stellenmarkt

Anforderungskriterien an Bewerber :

Immer, wenn das Stellenangebot sinkt und die Nachfrage nach Stellen steigt, befinden sich die

Stellenanbieter in der komfortablen Situation die Latte der Anforderungskriterien höher zu legen:

• Auf einschlägige Berufserfahrung und Branchenkenntnisse wird gesteigert Wert gelegt.

• Einschlägige Berufsausbildung mit anerkannten IT-Qualifikationszertifikaten wird zunehmend vorausgesetzt.

• Insbesondere im ERP/SAP Bereich werden betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vorausgesetzt. Kaufmännisches Zusatzwissen und Erfahrungen im Projektmanagement sind gefragt.

• Mindestanforderung ist das Beherrschen der IT-Fachsprache Englisch.

• Als „Soft Skills“ erwarten Arbeitgeber die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung, Kommunikationsfähigkeit und insbesondere Teamfähigkeit.

• Insbesondere Herstellerzertifikate sind gefragt.

• Allgemein anerkannte Qualifikationsnachweise gewinnen zunehmend an Bedeutung; eine Initiative hierzu ist das IT-Weiterbildungsmodell (www.kib-net.de) von IG-Metall und BITKOM.

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Schlußfolgerungen

Rahmenbedingungen :

• Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen musste aufgrund der Situation auf dem IT- Arbeitsmarkt in den letzten Jahren reduziert werden.

• Arbeitsmarktprognosen im IT-Sektor sind wieder etwas günstiger.

• Weitere Förderung unter folgenden Bedingungen möglich

• Situation auf dem IT-Arbeitsmarkt

• Reduzierte Gesamtmittel für Weiterbildungsmaßnahmen

• Mindestvorgabe für Integrationsquote

• Verkürzung der durchschnittlichen Maßnahmendauer

Stand März 2004

Agentur für Arbeit Rosenheim

Schlußfolgerungen

• Beschränkung von Fördermaßnahmen auf marktgerechte Bewerber

• Einschlägige Berufserfahrung

• Persönliche Eignung

• Gezielte individuelle Maßnahmen zur

• Bestätigung der Qualifikation durch entsprechende anerkannte Zertifikate

• Vervollständigung der Qualifikation

• Kurzfristige Festlegung der Maßnahmen aufgrund von

• Individuellem Bedarf geeigneter Bewerber mit guten Integrationschancen

• Anforderungen des Stellenmarktes

Stand März 2004