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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Informatik
Rechnernetze: Prof. Dr. M. Mauve
Datenbanken: Prof. Dr. S. Conrad
Betriebssysteme: Prof. Dr. M. Schöttner

5. Übungsblatt
„Rechnernetze, Datenbanken und Betriebssysteme“
im Sommersemester 2018

Aufgabe 1: Allgemeine Fragen (8 Punkte)


a) Nennen Sie drei Aufgaben eines Betriebssystems und beschreiben Sie diese kurz.
Recherchieren Sie hierzu auch im Internet. (6 Punkte)
b) Erläutern Sie den Unterschied zwischen einem Thread und einem Prozess. (2 Punkte)

Aufgabe 2: Speicherhierarchie (6 Punkte)


Ein Betriebssystem verwaltet verschiedene Arten von Speicher, von CPU-Registern über verschiedene Ebenen von CPU-
Caches und Hauptspeicher bis hin zu dauerhaften Speichermedien wie Festplatten, SSDs und DVDs.
a) Warum verwendet man nicht nur eine einzige Speicherart? (1 Punkt)
b) Vergleichen Sie Cache, Hauptspeicher und Festplattenspeicher. Nennen Sie für jede Speicherart jeweils drei für
den Vergleich relevanten Aspekte . (3 Punkte)
c) Inwiefern begünstigt Lokalität von Speicherzugriffen die Wirkungsweise einer Speicherhierarchie? (2 Punkte)

Aufgabe 3: Strategien zur Speichervergabe (15 Punkte)


a) Erläutern Sie den Begriff externe Fragmentierung. Wie kann externe Fragmentierung behoben werden, wenn sie
eingetreten ist? (2 Punkte)
b) Gegeben sei folgender Heap (jeweils KB): 10f, 4f, 20f, 18f, 7f, 9f, 12f und 15f (f = frei) Die freien Blöcke sind in
dieser Aufgabe, obwohl sie direkt nacheinander angeordnet sind, absichtlich nicht verschmolzen.
1. Skizzieren Sie den initialen Heap wie in der Vorlesung besprochen.
2. Nun treffen folgende Speicherallokationen ein: 12 KB, 10 KB, 9 KB und 19 KB. Skizzieren Sie die Zuteilung
der Blöcke, jeweils für die Strategien First-Fit, Best-Fit und Worst-Fit (alle drei jeweils mit Zerschneidung).
Für jede Strategie ist ein separate Skizze anzufertigen bei der die Blöcke unterscheidbar sein müssen (farblich
oder durch Beschriftung).
3. Welche Strategie ist in diesem Beispiel die Beste? Begründen Sie Ihre Aussage.
(8 Punkte)
c) Welchen Vorteil hat die Strategie First-Fit im Allgemeinen gegenüber Best-Fit und Worst-Fit (jeweils mit Zer-
schneiden)? (1 Punkt)
d) Gegeben sei nun folgender Heap (jeweils KB): 10f, 11f, 12f und 13f (insgesamt 46 KB, f = frei). Geben Sie ein
Speicherallokationsmuster (Folge von Speicheranfragen) an, bei dem die Zuteilungsstrategie Worst-Fit besser als
Best-Fit ist. Beide Strategien sollen wieder mit Zerschneiden arbeiten. (4 Punkte)

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Aufgabe 4: Paging (15 Punkte)
Paging wird bei allen modernen Desktop- und Server-Betriebssystemen verwendet.
a) Diskutieren Sie das Problem externe Fragmentierung bei Paging und gehen Sie dabei auf den virtuellen und
physikalischen Adressraum ein. (3 Punkte)

b) Geben Sie jeweils einen Vor- und Nachteil von ein- und mehrstufigen Seitentabellen an. (4 Punkte)
c) Gegeben sei eine zweistufigen Adressübersetzung für 16 KB Seiten.
1. Wie sieht hier die Aufteilung einer logischen Adresse aus? (3 Punkte)
2. Wie viele Einträge enthält das Page-Directory hier? (1 Punkt)

d) Gegeben sei ein 32-Bit-Rechner mit 2 GB Hauptspeicher. Berechnen Sie den minimalen Speicherplatzverbrauch
für die Seitentabelle(n) eines Programms, falls dieser 1 MB Speicher benötigt. Die Seitentabelleneinträge für das
Betriebssystem sollen nicht berücksichtigt werden:
1. Eine einstufige Seitentabelle und 4 KB-Seiten (2 Punkte)
2. Eine zweistufige Seitentabellen und 4 KB-Seiten (2 Punkte)

Aufgabe 5: Adressübersetzung mittels Seitentabellen (6 Punkte)


Nachfolgend sind ein Page-Directory und zwei Page-Tables einer zweistufigen Adressübersetzung abgebildet. Die 32
Bit lange virtuelle Adresse sei hier aufgeteilt in 12 Bit für den Index in das Page-Directory und 12 Bit für den Index in
die Page-Table. Eine Speicherseite ist hier nur 256 Byte groß.
Berechnen Sie die physikalischen Adressen für die folgenden logischen Adressen mithilfe des gegebenen Page-Directories
und der beiden Page-Tables: 0x9011AB und 0x10010C.