Sie sind auf Seite 1von 229

Deutsclr

komplex

KARLMARX-I.JNIVERSITAT LEIPZIG' HETdET'INStitUt

tsch

mplex

Physilt

Aufbaukurs

zur Studienvorbereitung für Ausländer

VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig

AutorenkollektiY: Siegfried Anders, Stefan Köpf' Arwed Kramer' Siegfried

Schmidt, Manlred Pudszuhn

Leitung: Manfred Pudszuhn

Gesamtleitung ,,Deutsch komplex" i Fritz Kempter

Deulsch komplex

Äu:lander

: Auibdulurs 7ur studienvorbereitung

Karl-Mar\-tJni\' LcinTig' Hcrder-lnsl -

Leipzig I Verlag EnzykloPidie

Fr.i;i

a. un-verand Aufl

lq8r

4<6 s

u. graph Darst. & wörterverz (19 S)

'

:275 lll

lsBN l-324-00181-l

NE : Herder-Inslitut (Leipzig)

ISBN 3-324-00181-l

4 ulveränderle Auf lagc

lur

.c) VEB Verlas EnTvklop.ldie Lcip/i8. 1987

üerlasslizenz Nr. 414 t30/129/87

Prinr;d

iü the German Democralic Republic

inTERDRUcK

ä".äträ.,i"rrr*t

n*i"ü o*

Graphischer Großbetrieb kipzis'

ausge-zeichneten Qualitätsarbeit, III/18/97

: Malthias

wei'. Lelprig

Zeichnungen

Einbandgeslallung I Rotl Kunze. CroßPocna

LSV 0814

Best.-N!.: 5?7 026 0

01980

Vorwort

Das vorlicgende Lehrbuch ist Teil eines komplexen SprachJehrganges,

lblgenden Teilen besteht:

I)eutsch komplex - All gemeinsprache

l)eutschkomplex Mathematik

Deut:ch komplcx Ph1.rL

Deu l.ch komple\ ( hemie

Deu r.ch I omnle\ Biolugic

der aus

Deutsch komple\ Cesellschafrswissenscha[llicher Crundkurs

Der komplexe Sprächlehrgang ist in erster Linie für Deutschl€rnende gedacht, die

sich innerhalb und außerhalb der DDR auf ein Studium an einer Universität,

Hochschule oder Ingenieußchule vorbereiten und deshalb allgemeinsprachliches und fachsprachliches Wissen und Können brauchen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Lernen mit einem oder mehreren Teilen des korlplexen Sfrachlehrganges ist, daß entweder das Lebrbuch ,,Deutsch intensiv,

Grundkurs für Ausländer", VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig oder ein ähnliches

Sprachlehrbuch durchgearbeitet wurde. Die achsprachlichen Teile sind mit dem allgemeinsprachlichen Teil bezüglich der

Crarnnratik, Lexik und Wortbildung koordiniert. Deshalb cmpfiehll sich für den

Benutzer eines fachsprachlichen Teils ein etwa paralleles Arbeiten mjt dem all-

gcmeinsprachlichen Teil. Bci entsprecheodem Sprachstand des Lernenden kann jeder einzelne Teil des Sprachlelrrganges fiir sich allein benutzl werden. Der Teil ,.Deutsch komplex Physik" als ein in sich geschlossenes Lehrbuch hat

die Aulgabe, im Zusammenhang mit der Darlegung physikalischer Sachverhalte

und der Entwicklung physikalischen Köniens in die deutsche Fachsprache der

Physik einzuführen und dabeiein angemessenes rezeptives und produktives Sprach-

\c-m,.gen /u cnt\Ä rcleln. Aus dieser Aufgabenstellung ergeben sich die Auswahl, die.Anordnung und der

Aufbereitungsgrad der. physikalischen lnhalte und des sprachlichen Materials des Lehrbuches. Die Texte sind so verfaßt, daß die sprachlichen Anforderungen a1i, mählich ansteigen und fachsystematische Cesichtspunkte berücksichtigl werden

Besondere Aufmerksamkeit wurde den ,,Übungen und Aulgaben", die zu jedem Text gehören, gewidmet. Sie sollen in Verbindung mit der Vertiefung von physi-

kalischem Wissen und Können die füiein Fachstudium dotwendigelt kommunika-

liven Tätigkeiten entwickeln. Die kommunikativ orientierten,,Übungen und Auf-

gaben" sollen.gleichzeitig

die Lexik und solche spracbliche Struktr.rren, die in der

F'achsprache besonders wichtig sind, systematisieren und automalisiercn.

So dienen

die,,Kontrollfragen zum Text" der unmittelbaren Kontrolle des Textverständ-

ni'.e'. die

i

bungen /um lext

un,l die

[

bungen zum fhema

der weiteren

Fcstigung und Anwendung der fachlichen und sprachlichen Inhalte der Texte. Die

,,Textaufgaben" mit dem dazugehörenden Lösungsteil sollen die Fähigkejt des

Lösens spezieller physikalischer Aufgaben entwickeln. Die in den ÜbungeD ausgewiesenen sprachlichen Schwerpunkte orientieren den Bc-

nutzer auf wichtige sprachliche

Darüb€r hinaus *erd"tt in

Sttukturen und Besonderheiten der Fachsprache

vier Komplexen von zusammenfassenden Übungen

wesentlichesprachlicheErscheinungenderFachsprachederPhysikdalgestellt,be.

wußtgemacht und durch zahlreiche

Übungen gefestigt'

,,O"ui."tt to-ple*

änf

- Physik"

in der

S,uai,rrn

DDR in einer technisch-naturwissenschaftlichen'

oder wirtschaftswissenschaftlichen

,inir"h"n, landwirtschaftlichen

"in

wendet sich insbesondere an Leser' die sich intensiv

medi-

Fachrichtung

vorbereiten wollen.

AlsBenutzelkommenweiterhinauslandischewissenschaftler'Ingenieure,Lehrer

usw. in Betracht, die beispielsweise das

licher Literatur in deutscher sprache beabsichtigen'

Lesen

mathematisch-naturwissenschaft-

Wir danken an dieser stelle den Kolleginnen

der Karl-Marx-Universität Leipzig,

deren

Buch eingegangen sind. lhre

.i"tt tpäüung

holfen. Wir wünschen allen, die

die i.iber die Arbeit mit

dankbar.

und Kollegen des Herder-lnstituts

jahEehntelange Erfahrungen in dieses

Hinweise, die sie im Ergebnis mehrjähriger Unter-

gaben, haben uns bei der Erarbeitung des Lehrbuches sehr ge-

mit diesem Buch arbeiten, vil Edolg Für Zuschriften'

diesem Buch berichten, für Hinweise und Kritiken sind wir

Leipzig, im Sommer 1979

Die Autoren

Hinweise für den Benutzer

Das Lehrbuch gliedert sich in 6 Kapitel. Jedes dieser Kapitel isl in Texle unter-

teilt, die fortlaufend numeriert sind. Zu jedem Text gehören

,,ÜbLrngen

und Auf-

gaben", die in,,Kontrollfragen zum Text", ,,Übungen zum Text",,,Übungen Thema" und,,Textaufgaben" gegliedert sind. Während sich die,,Kontrolllrag€n

zum

zum Text" und ,,Übungen

gehen die,,Übungen zum Thema" darüber hinaus.

zum Text" auf den dazugehörigen Text beschränken,

zu jedem der eßten vier Kapitel gibt es,,Zusammenlassende Übungen", die zur

Wiederholung und Systematisierung sprachlicher Schwerpunkte des Kapitels

genutzt weiden können. Die Texte der letzten beiden Kapjtel sollen die B€nutzer an den Schwierigkeitsgrad

von Hochschullehrbüchern heranführen. Die dazugehörigen,,Übungen und Auf- gaben" konzentrieren sich auf die Entwicklung des Sprechens, die Klärung von

Begriffen, die Darstellung und Erörterung von physikalischen Zusammenhängen. Die Potenzen des Lehrbuches werden am besten genutzt, wenn die Texte in der gegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden. Dabei empfiehlt es sich irn allgemei-

ncn, zuerst den Text zu lesen und sich dabei an den ,,Kontrcllfragen zum Text" zu

orientieren. Nach Beantwortung der Kontrollfragen sollten die ,,Übungen zum

Text" und danach die ,,Übungen zum Thema" durchgearbeitet w€rden. Die ,,Text- aufgaben" sind eine Auswahl spezieller physikalischer Aufgaben. lhre Lösung soll

durch zahlreiche Lehrbeispiele in den Texten und ein Lösungsschema etleichtert

werden. Die Richtigkeit der Ergebnisse kann durch Vergleich mit den am Ende des

Buches angegebenen Lösungen kontrolliert werden.

Für fachlich und sprachlich gut vorgebildete Leser ist es auch möglich, ein Kapitel oder einen Einzellext außerhalb der Reihenfolge durchzuarbeiten. Im drilten Kapitel beginnt der Einsatz der Differentialrechnung und im vierten die Verwendung der I ntegralrechnung.

Dic im Buch benul/ren Hrn$ei.zeichen haben folgende Bedeutung:

>

tr

b

I

*

sprachlichesBeispiel

Lehrbeispiel

wichtige Sätze und Definitionen

das inhaltlich Passende ist auszuwählen und miteinander zu kombinieren

relativ schwierige Textaufgaben

I olgende Abkürzungen $erden benurzt:

N

Nominat iv

A

Akkusaliv

D

Dativ

G

Genitiv

Zu den Vokabeln des Textes:

Die in den Texten neu aultretenden Vokabeln sind alphabetisch g€ordnet.

Hinweise für den Benutzer

Verben:

Beistarken und unregelmäßigen Verben werden die drei Stammformen angegeben.

Beirprel: rchmelzen schmolz. ge.chmolzen

Bei Verben, die das Perfekt und Plusquamperfekt Klammern vermerkt.

Beispiel: lallen

fiel. gefallen t.eint

mit ,,sein" bilden, wird dies in

Bei Verben, die einen bestimmten Kasus verlangen, wird dieser mit angegcben.

Beitpirl: reilen \

Bei unfest zusammengesetzten

kenntlich gemacht.

Bersprel: um/lehren

Das Reflexivpronomen

-Belsprel: erholen, sich

Steht ein Verb in fester Verbindung mit einer Präposition, so erscheint es zusam-

men mit dieser Präposition und dem entsprechenden Kasus.

Verben werden die beiden Teile durch Schrägslrich

von reflexiv gebrauqhten Verben steht hinter dem lnfinitiv.

B(,Äpiel: um/\randeln in A

ergeben, sich aus D ergab, ergeben

In Klammern gesetzte Präposilionen bedeuten, daß sie häufig mit dem betreflenden Verb gebraucht werden.

Ber'spiel: aus/üben A (auf A)

Su b!tar)l i\ e:

Es rverden der Artikel und die Pluralendung angegeben.

Beispiele:

der Körper,

die Skale, -n

der Dampf, "e

die Dehnung, en

das Blei, o. die Realität

die Körper

die Skalen

die Dämpfe

die Dehnungen Das Substantiv hat keinen PIural. Der PIural wird nur selten verwendet oder in anderer als der

hier benutzten Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

Wärmelehre

L Temperdlur / 7

1.1.

Der

Temperaturbegriff 17

1.2. Temperaturskalen 18

Übungen und Aufgaben 19

2. Die Wärmeausdehnung

2.1.

fester und flüssiger Küpet 24

Die lineare Ausdehnung fester Körper 24

2.2. Die Volumenausdehnung fester und Übungen und Aufgaben 28

flüssiger Körper 25

3.

Die Ztistandsänderungen

des idealen Gases -t'l

Zustandsgleichung für das ideale Gas 3-l

3.1. Die allgemeine

3 2

Die isotherme Zustandsänderung .t.t

3.3. Die isochore Zustandsänderung J4

3.4. Die isobare Zustandsänderung JJ

J.5.

Zusammenfassung J6

Übung6n und Aufgaben J7

und reale Case 42

4. ldeale

,.

4.1. Die Abhingigleil des Terms'

f

,

42

4.2. Dle allgemeine Gaskonstante Ro 4J

4.3. Die lsothermen des realen Gases 4J

Übungen und Aufgaben 46

5. Die wärmeenergie 19

5.1. Wärme als Energieform 49

5.2-

Die Wärmekapazität 50

5.3. Die Wärmeübertragung 51

Übungen und Aufgaben JJ

6. Die

6.l.

Anderung des Aggregatzustandes 57

Die Charakterisierung der Aggregatzusl^nde 57

6.2. Die Anderung

6.3.

'1.

1.1.

'7.2.

8.

8.1.

8.2.

8.3.

8.4.

des Aggregatzustandes

J8

Das Gesetz vom Umschlagen

Veränderungen 62

Übungen und AufgabeF 6J

quautitativer Veränderungen in qualitative

Det l. Hauptsatz der Thermodynamik 66

Der Weg zum l. Hauptsatz

Formulierungen des

66

1. Hauptsatzes 6/

Übungen uncl Aufgaben 69

A hwendungen des I . Hauptsatzes auf Zustandsänd erungen von C asen 72

Energieumwandlungenbeiisochorenzustandsänderungen

Energieumwand.lungenbeiisobarenZustandsänderungen

EnergieumwandlungenbeiisothermenZustandsäoderungen

EnergieumwandlungenbeiadiabatischenZustandsäiderungen

72

72

75

76

Übungen und Aufgaben

7/

Inhaltsverzeichnis

9.

Der 2. Hauptsatz der

Thermodynamik 81

9.1.

9.2.

ReversibleZustandsänderungen 8-1

Die Notwendigkeit

des 2. Hauptsatzes 82

9.3.

Formulierungen des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik

Übungen und Aufgaben 8J

10.

Energieversorgung und Colrolscher Kreisprozeß 85

10-1. Fragen der Energieversorgung

8J

82

1O.2. Det Carnotsche Kreisprozeß 86

Übungen und Aufgaben 89

11. Grundbegriffe

der kinetischen Gastheorie 92

I 1.1. Verschiedene Beobachtungsweisen

der objektiven Realität

92

11.2. Die molekulare Struktur der Case 92

I 1.3. Die Grundgleichung der kinetischen Gastheorie 9-l

Übungen und Aufgaben 9z

Zusammenfassende Übungen zur Wärmelehte

Zur Grammatik

102

l. Angabe eines Zwecks ,/02

2. Angabe eines Mittels /0J

3. Attributs?rtz /rJ

4.Proportionalsatz,lo5

5. Konsekutivsatz 10J

Zu Wortschatz und Wortbildung /06

EJsklrik

CrundbegriffedesCleichstrormkreises,/09
12.1.

12,

Die elektrische Stromstärke 709

12.2. Die elektrische Spannung /,10

12.3. Das Olrrnsche Gesetz und der elektrische Widerstand 110

12.4. Die experifrentelle Methode am Beispiel d€s Ornlschen Gesetzes

Übungen und Aufgaben -/ -1J

13. Das Widerstandsgesetz

und die Tempgaturabhängigkeit

' des elektrischen widerstandes -ll8

l.l. L

Da5 Wider\land\gesetz

,l /8

11.2. Die Te m per a tr-rabhii ngig keit des elektriscbgr-widerstandes ,119

13.3. Stufen des Erkenntnisprozesses

./2/

t4.

am Beispiel des Widerstandsgesetzes

Übungen und Aulgaben

Die elektrische Arbeit und die elektriscle Leistung 12J

Übungen und Auf&lrben ,126

15. Die Zusammenschaltung von Widerständen

15.1. Die Reihenschaltung von WidersLi{den /28

15.2. Die Parallelschaltune von widerstiliden J29

15.3. Ccmischte Schalturlden /J,l

15.4. Anwendungen der Parallelschaltung und der Reihenschalttrng von

/28

Widerständ€t .l-t2

Übungen und Aufgaben /Jj

t0

Inhaltsverzeichnis

16. Das elektrische FP)d 140

16.1, Die elektrische Ladung

'16.2. Entstehung und

140

Beschreibung des elektrischen Feld's 142

17.

17.1 .

Übungen und Aufgaben 144

Kondensatoren /49 Die Kapazität eines Kondensators 149

l'.'.2. Energie eines geladenen Kondensators

'lJ'l

Übr-rngen und Aufgaben 152

18. Das magnetisch€ Feld /J6

18.1. Der Dauermagnetismus

/J6

18.2. Der Elektromagnetismus ,lJZ

Übungen und

Aufgaben /6,1

19. nie elektromtgnetis'he

19.1. Grundversuche

t9.2.

19.3.

Das Induktionseeset"

19.4.

rrdlu*ti€n /66

zur elektromagnetischen Tnd"Ltjor!. I 66

167

6r-fJnzäe Cesetz ./68

DiEsdI6!

nifiTifii /6e

19.5. EeaT;;6rd-o. i7o

Übungen und Aufgaben 172

Zusammenfassende Übungen Elekttik '/78

Zur Cramfiatlk 178

Angabe einer Bedingung '178

2. An;abe eines Mittels' eines

l

Zweckes, einer Bedingung oder eines Grun-

des durch präpositionale Wortgruppen -178

3. Vorgangs- und Zustandspassiv

Zu Wortschatz und Wortbildung

-180

/8/

Mechanik

tll

20.

20.1.

20.2.

2t.

Kinematik der Pllnktmasse /8J

GrundbegrilTe,/d3

Punktmasse ahf einer geraden Bahn '/8J

Bewegung

Übungen

Die gleichförmige Bewegung einer Punktmasse auf einer Kreisbahn -19-f

einer

und Aufgaben -188

21.1. Bahn-undWinkelgeschwindiSke;t

120 2l.2.

Die Radialbeschleunigvne

196

21.3. Uml?iufze it und

Umlaufzahl 19l

195

22.

72.1.

22.2.

22.3.

22.4.

22.5.

Übungen und Aufgaben 199

Die Kraft und das statische Gleichgewicht 20'l

Die Kraft a,s physikalische Größe 20J

Addition und Zerlegung von Kräften 204

Das statische Gleichgewicht einer Punkfnlasse 206

Das Drehmoment und das statische Gleichgewicht eines starren

Körpers 207

Anwendung der Sätze über das statische Gleichgewicht aufeinige einfache

Maschinen 20B

11

Inhaltsverzeichnis

22.6. Der Masse mittelpunkt 210

Übungen und Aufgaben 2-11

23. Das Grundgesetz der Dynamik 2/9

23.1. Zur dynamischen Betrachtung der Bewegung

23.2. Grundgesetz der,Dynamik

2/9

23,3. Anwendung des Grundgesetzes

'

Übungen und Aufgaben 22J

der Dynamik

219

220

24. Anwendung des Grundgesetzes der Dynamik aufdie Kreisbewegung 228

24.1. Die Radialkraft 228

24.2. Die Zentrifugal- oder Fliehkraft 228

24.3. Die erste kosmische Geschwindigkeit 229

Übungen und Aufgaben 230

25. Die Gravitation 2J4

25.1. Das Gravitationsgesetz und seine Entdeckung 2J4

25.2. Anwendung dcs Gravitation.gesetres IJJ
25.3.

Das Cravitationsfeld 2-t6

Übungen und Aufgaben 2JZ

26. Die mechanisclre Arbeit, die L€istung und der Wirkungsgrad 24,/

26.1. Die mechanische Arbeit 211

26.2. Die mechanische Letstung 242

26.3. Der mechanische Wirkungsgrad 2lJ

Übungen und Aufg aben 244

21. Der Energieerhallungssatz der Mechanik und der Impuls-

27.1.

erhaltungssatz 248

Mechanische Energie und Energieerhaltungssatz 248

21.2. Impuls und Impülserhaltungssatz 249

Übungen r.rnd Aufgaben 2-t 1

Zusammenfassende Übungen zur Mechanik 2J6

Zur Grammatik

l. Angabe eines Crundes 2J6

2 Flrweiter(es Attribut 2J7

Zu Wortschatz und Wortbildung 2J9

Schwingungen und Wellen

28. Mechanische Schwingüngen 26l

28.1. Grundbegriffe der mechanischen Schwingung 26-l

28.2. Die harmonische Schwingung 26.1

28.3. Zusammensetzung von Schwingungen 265

28.4. Erzwungene Schwingungen und Resonanz 266

Übungen und Aüfgaben 26l

29. Mechanische Wellen 272

29.1. Entstehung einer '\Uelle 272

29.2. Die Kenngrößen

einer Welle und die WeJlengleichung 27l

293: wellenarten 2/J

29.4. Das Ffulgcrrsche Ptinzip 275

12

Inhalisverzeichnis

19.5. I)ie Erklärung von Reflexion und Brechung mit dem -Flulge,Jschcn

)9.6.

-'10.

Prrnzrp 276

Dil]

lnterferenz zweier Wellen 2/8

Übungen und Aufgaben 279

ElektromagnetischeSchwingungen

28J

10.1. Vorgänge im elektrischen Schwingkreis 283

10.2. Die Erzeugung ungedämpflerel.ktromagnetischer Schwingungen 285

Übungen und Aufgaben 286

I I . Eleklromagnetische Wellen und elcktronragnelisches Spektrum 29-l .ll.l. Entstehung einer elektromagnetischen Welle am elektrischen

Sch$ ingkrei. 29l

11.2. Das elektromagnetische Spektrum 29-l

I 1.3.

Hertzsche Wellei 291

:11.4. Dic wissenschaftlichen Leistungen ron Hei tith Hertz 294

12.

12.1.

32.2.

31.

33.1.

13.2.

31.3.

34.

14.1.

34.2.

34.3.

Übungen und Aulgaben 296

f)er

Wellenclurakter des Lichles 298

Das Licht als Teil des elektromagnetischen Spektrums 298

Eigenschaften der Lichtwellen 299

Übungen und Aufgaben J07

Rorlg?/rstrahlung und Gammastrahlung J/2

Das Wesen der Rorlger?strahlung J-12

Eigenschaften und Anwendung der ionlgel?strahlen

J1J

Die Cantmastrahlung J14

Übungen J/4

Dialektische Einheit von Wellen- und Teilchenaspekt des Lichtes J17

Die Entwicklung

der Lichttheorien J1l

der Quantentheorie des Lichtes -t-48

Zur Entstehung

Zum

Welle-Teilchen-l)ualismus des Lichtes -il9

Übungen und Auigaben J20

Zusammenfassende Übungen zu Schwingungen und Wellen J24

Zv GramrnaLik 3'21

l Angabe einer Einräumung J24

Zu Wortschatz und Wortbildung J2-t

Fortsetzung Mechanik

35.

Reibung J27

35.1. Haftreibung (Reibung der Ruhe) J27

35.2. Reibung der Bewegung

35.3. Die Bedeutung der Reibung in der Praxis JJl

-t29

Übungen und Aufgaben JJ2

36. Die elastische Verformung fester Körper J-t6

36.1. Verformung

36.2. Spannung,

und elastische Kräfte JJ6

relative Verformung,' I{ocl<esches Gesetz J-t6

13

Inhaltsverzeichnis

36.3. Dehnung und Stauchung JJ8

36.4. Biegung J.t9

36.5. Scherung -140

36.6. Torsion Jl1

36.',7.

Elastische Enetgte 342

36.8. Spannungs-Dehnungs-Diagramm,l42

Übungen und Aufgaben J4J

3'1.

Statik der Flüssigkeiten und Gase J4l

37.1.

Hydrostatik 347

3't.2.

Aerostatik JJ2

3'l .3.

Druckmessung mit Hilfe einer Flüssigkeitssäule 354

38.

38.1.

'lR t

Ü bungen und Aufgaben JJJ

Dynamil der Flüs.igkeilen und Gase JJ8 Die Beschreibungvon Flüssigkeitsströmungen Beispielefür Flüssigkeitsströmungen J62

38.3. lnnere Reibung J64

Übungen und Aufgaben J66

JJ9

39. Die Rotation des starren Körpers J70

39.1. Freiheitsgrade 370

39.2. Rotationsenergie und Trägheitsmoment -l72

39.3. Berechnung von Trägheitsmomenten

39.4. Crundgesetz der Dynamik

373

fü. rotierende Kötper 377

19.5. Drehimpuls und DrehimpulserhaltunEssatz 378

39.6. Gegenüberstellung analoger Translationsgrößen und

Rotationsgrößen J79

Übungen und Aufgaben J80

Fort\etzung Elektrik

40. WechselstromundWechselstromwiderstände

40.1. SinusförmigerWechselstromundsinusförmige

4O.2. Die Messung von Wechselstromgrößen J86

40.3. Widerstände im Wechselstromkreis

J88

J84

Wechselspannung

Übungen und Aufgaben -t92

41. DieZusammenschaltungvonWechselstromwiderständen

J96

41.1. Die Zeigerdarstellung

von sinusförmigen Stromstärken und

4l.2.

Spannungen J96

Die Reihenschaltung von ohmschem, induktivem und kapazitivem

Widerstand J97

41.3. Die Parallelschaltung von ohmschem, induktivem und kapazitivem

widerstand 400

Übungen und Autgaben 402

42. lJie elektrische Leistung im Wechselstromkreis

40J

!2,1.
42.2.

Die Darstellung der elektrischen Leistung im Wechselstromkreis

Die ökonomische Bedeutung der Blindleistung 4-10

42.3. L)ie Erhöhung des Leistuogsfaktors 4-l-/

Übungen und Aufgaben 4-12

14

 

Tnhaltsverzeichnis

 

4.1.

Leitungsvorgänge in Festkörpern 416

 

43.1. Die elektrische Leitüng in Metallen 416

41.2. Die elektrische Leitung in Halbleitern 4,19

 

Übungen und Aufgaben 425

 

44.

Die elektrische Leitung im

Hqchvakuum

428

44.1. EEeugung von Ladungsträgern im Hochvakuum 428

 

44.2. Elektronenröhren 429

 

44.3. DieElektronenstrahftöhre

431

 

Übungen 4.i2

 

Anhang

L)as Internationale Einheitensystem (Sl) 4J4

 

Übersicht über die sl-Einheiten 4Jj

Diewichtigsten Buchstabensymbole 4J6

wichtigephysikalische

Konstanten 440

[-ösungen zu den Textaufgaben 441

 

Sachrr'ortverzeichnis für Physik 450 Sachwortverzeichnis für Grammatik 4JJ

 

184

106

 

15

Wärmelehre

1. Die Temperatur

1.1. Der TemPeraturbegriff

Wenn man physikalische Vorgänge untersucht, die mit der Erwärmung oder Ab-

kühlung eines Körperc zusammenhängen, braupht man den Begriff ,Temperatur"

und der Bewegung der Teilchen des sind z B Atome und Moleküle Diese

Teilchen bewegen sich atändig. Dshalb haben die Teilchen eines Körpers kine-

l,tan kann ihn mit Hilfe der Eigenschaften

Körpers

erklärcn. Teilchen eines Körpers

tische Energie.

Wenn man-einen Körper

halb vergrößert sich

Körp€rs sleigt.

erwärmt, so bewegen sich seine Teilchen"schneller' Des"

die kinetische Energie der Teilchen Die Tempemtur des

> Die Tempgratur beschreibt den Wärmezustand eines Körpers.

Je größer die Energie der Atome und Moleküle eines KöryeIs ist,. desto

höher isl seine TemPeratur.

Wenn mah einen Körper Temperatur des Körpirs

die tiefste Tempdratur.

abkühlt, so verringert sich die Energie der Teilchen Die fällt. Zum kleinsten Wert äer Energie der Teilchen gehört Die tiefste Temperatur, die thqoretisch möglich ist, nennt

man den absolulen N ullPunkt.

Für die.Temperatur benutzt

man die Einheiten Kelvin (K) und Crad Celsius ('C)'

lT lnd lO gibt

lnmit der Einheit I K und die Celsius-

remperatur 8 mit der Einhejt I "C

man in K an. Die Temperatur ist eine physikalische Größe. Physikalische Größen braucht man

zur genauen Beschreibung

Man unterscheidet die absolute Temperatur

Die T€mperaturdiffereize\

physikalischer vorgänge und Zustände'

i"oJfitrit"riJtt"

Beispiel:

crtiße-ist ias produit aus einem zahlenwert und einer Einheit'

I

Größe

305 K

I

Zahlenwert

I

Einheit

I

DeutsLI toütlex

Phlsit

,v

Wärmelehre

1.2. Temperaturskalen

Zur Angabe von Temperaturen und Temperaturdifferenzen

raturskalen. Solche Temperaturskalen

schen zwei Festpunkten in gleiche

absoluten Nullpunkt, den Eispunkt und

Bei der r(e/urr-Temperaturskale

braucht man.l.empe_

erhält män, wenn man den Abstand zwi-

r. g. a"n

Teile teilt. Als Festpunkt kunn

den Dampfpuni<t <1es Wasse.s lenutzen.

wird dem Eispunkt des Wassers die Temperatur

die Temperatur 373,1S K zugeordnet.

Eispunkt die f"-p"rui*

.C

(vgl. Abb. l.l.).

ö ,C unA

273,15 K und dem Dampfpunkt des Wassers

Bei der Ceb,z.r-Temperaturskale gehört zum

zum Dampfpunkt des Wasse$ die Temperatur 100

r/x

373,15

DonpfpunAt

de5 Wo s5ets

273,15

Nullpunkl -273,15

Abb. Ll.

Temperarurskalen

Zwischen der

peratur I mit der Ejnheit 1 Gmd Celsius besteht also die Beziehung:

absoluten Temperatur r mit der Einheit t KerDin

und der cersiusrem-

-

TA

K

:

'C

_

a

ttl

-"

Die Temperatur mißt man

metem. Bekannt sind die

Quecksilber oder Alkohol benutzt werden.

mit Thermometern. Es gilt viele A.,"n uontTh".-.r-

Flüssigkeitsthermometer, bei denen als Fiüssigkeit

Wortliste zum Text

ab/kühlen, Gich) A die Abkühlung, -en

absolut

der Alkohol

die Angabe, -cn an/geben A

gab an, angegeben

etwas in D (physikalische Einheit)

angeben

I8

das Atom, -e

der Begriff, -e

beschreiben A beschrieb, beschrieben bewegen, (sich) A die Bewegung, -en

die Beziehung, en

der Bezug, - in bezug auf A

{lcr Dampf, -e

(lic Differenz, -en

rlic Einheit, en (physikalisch) (tic Energie, -n erwärmen, (sicb) A

rlic Erwärmung, -en

{lcr Festpunkt, e

flüssig

(lic Flüssigkeit, en

(lrs Kelvin, - kinelisch (jcr Körper, -

rias MoleküI, e

( ibungen und Aufgaben

l. Kontrollfragen zum Text

Temperatur 1.

der Nullpunkt, -e

die Physik, o.

physikalisch das Quecksilber, o.

die Skale, n

steigen stieg, gestiegen (sein)

das Teilchen, -

teilen A

etwas in A teilen der Vorgang, . e der Zustand, -€

l) welche Beziehung besteht zwischen der Temperatur eines Körpers und der Energie seiner Teilchen? :l) welche Folgen hat die Erwärrnung eines Körperc?

l) wovon hängt die Temperatur eines Körpers ab?

.l) \ as i\t eine physikali:che Cröße?

5) Welche Temperaturskal6n

(') Wie erhält man eine Temperaturskale?

7) Welcher Zusammenhang besteht zwischen der absoluten Temperatur und der ( /1Jlrrtemperatu r?

benutzt man in der DDR?

li) Wom

jt

mißt man Temperaturen?

2. Ubungen zum Text

2.1. Die Erwärmung und die Abkühlung eines Körpers

Etgänze Sie den Text !

Bei

Teilchen schneller.

Bei

Energie der Teilchen.

Die kinetische Energie der Teilchen ver-

verringert sich die

bewegen sich die

größert sich, \ enn man einen Körper

die Temperatur.

steigen

Erwärmung

Abkühlung

erwärmen

19

Wärmelehr€

Wenn man einen Körper abkühlt, so

die kinetische Energie der

' sich verringem

Teilchen.

fallen

Die Temperatur

Das thermische Verhalten der Körper

zusammen/hängen mit D

Bil.len und beantworte Sie Frcgen !

> Womit hängt die Abkühlung der körper zusammen?

> Die Abkühlung der Körper hängt mit der langsameren Bewegung der

Moleküle zusammen.

> Mit der langsameren Bewegung der Moleküle.

20

( | ) die Abkühlung der Körper (2) die Erwärmung der Körper

(3) die Erhöhung der Tempe-

mtur

(4) die Verringerung der Tem- peratur (5) das thermische Verhalten

der Körper

Temperatur und Temperaturskalen

die schnellere Bewegung der Moleküle

die Verringerung der kinetischen Ener- gie der Teilchen

die Bewegung der Moieküle

die VergrößeruDg der kinetischen Ener- gie der Teilchen

die langsamere Bewegung der Moleküle

zusammengesetzte

SubstaDtive

Ergänzen Sie den Te.rt !

Den thermischen Zustand eines Körpers

nennt man auch

. Mit

der Temperatur beschreibt man diesen

Zurtand. Deshalb isl die lemperarur eine

Zustandsgröße

Dampfpunkt

felrir-Temperatußkale

Wärmezustand

Eispunkt

Ce&ius-Temperaturskale

. Für die Tempe-

ratur verwendet man zwei Skalen: die

und die

Bei diesen

Skalen unterscheidet man drei Festpunkte:

Dem

271,15 K oder0 C u u, dem

ordnet man

c absoluter NulJpunkt

371,15 K oder 100 Cunddem

0 Koder -2'13,15 "C.

2,4.

Temperatur und Wärmezustand

Temperatur 1.

Angabe eines Zweckes oder eines Mittels

Beantworten Sie die Ftagen in cler entsprechende grcmmatische Form!

Beachten Sie dabei das Fragewort!

(1) Wozu braucht man den Begriff ,Tem-

-Peratur'? (2) Wodurch kann man den Begriff,Tem-

Angabe von Tem- peraturen

erwärmen

Bewegung der Teilchen

Untersuchung des

Wärmezustandes

Abstand der Festpunkte in g)eiche Teile teilen

Temperaturmessung

peratur'erläutern?

{l) wie kann man die Temperatur eines

Körpers erhöhen? (4) wozu braucht man Temperaturskalen? (5) Wie erhält man Temperaturskal€n? (6) Wozu verwendet man Thermometer?

2.5. TemperaturundTeilchenbervegung

2.5-1. Zwischen der Temperatur und der Bewegung der Teilchen besteht ein zu- sammenhang.

Sprechen Sie über diesen Zusammenhang und beachlen Sie dabei die folgen-

den Möglichkeiten !

> Wenn man einen Körper erwärmt oder abkühlt, so ändert sich der

Wärmezustand des KörPers.

> Bei Erwärmung oder Abkühlung ändert sich der Wärmezustand.

(l) Erwärmung, Abkühlung

(2) Anderung des Wärmezustandes

(3)

Anderung der Temperatur

-

-

t4t Be*egung der Moleküle (5) Vergrößerlng, Verringerung

der kinetischen Energie der Teilchen

:.5.2. Bilden unJ beanrworte ;ip liagcn.t

Anderung d&s Wäroezustandes

Steigen,

Fallen der Temperatur

Anderung der Bewegung d€r

Moleküle kinetische Energie der Teilchen

Steigen, Fallen der Temperatur

Angabe einer Bedingung

> Unter welcher Bedingung-steigt die Temperatur?

> Wenn man einen Körper erwärmt, so steigt die Temperatur.

> Bei Erwärmung.

(l) Sleigen der Temperatur.

(2) Fallen der Temperatur, (3) Anderung des Wärmezustandes, (4) Vergrößerung d€r kinetischen Energie der Teilchen,

2l

Wärmelehre

(5) Verringening der kinetischen Energie der Teilchen, (6) Anderung der Bewegung der Moleküle

2.6. Die absolute Temperatur

2.6.1. Beantworten Sie die Fragen:

(l) Was geschieht, wenn man einen Körper abkühlt? (2) Wie nennt man die tiefste Temperatur, die theoretisch möglich. ist? (3) Welche Einheit hat die absolute Temperatur? (4) In welcher Einheit mißt man Temperaturdifferenzen?

-

(5) Welcher

Zusammenhang besteht zwischen den Einheiten Kelvin (K)

und crad Celsius ("C)?

(6) Welche Temperaturen sind die Festpunkte der Ke,b'ir-Temperatur-

skale?

2.6.2. Notieren Sre lür einen Kurzvortrag die Antworten zu den 6 Fragen, und

sprechen Sie zum "lhema ,,Die absolute Temperatur" !

2.6.3. Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen den Einheite<