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Schriftkatalog

Freie und preiswerte Schriften mit Unterstützung für LATEX

Band V
Lateinische dicktengleiche Schriften

STE PHAN HENNIG


AUGU S T MMVII
4.4. Computer Modern
Typewriter (LM) – 40
4.5. TeX Power Slide Fonts
Typewriter – 42
Inhaltsverzeichnis 5. Geometrische Egyptienne – 45
5.1. Courier (Bitstream) – 46
5.2. Courier (Monotype) – 48
5.3. Courier (TEX Gyre) – 50
I. A N T I Q UA - 5.4. Courier (URW) – 52
VA R I A N T E – 5
6. Provozierende Egyptienne – 55
1. Statische Antiqua-Variante – 7 6.1. PookieT – 56
1.1. Tt-Kp-Regular – 8

I I . G R O T E S K – 11

2. Dynamische Grotesk – 13
2.1. Letter Gothic (Bitstream) – 14
2.2. Letter Gothic (URW) – 16
2.3. Lucida Typewriter – 18
2.4. Vera Mono – 20

I I I . E G Y P T I E N N E – 23

3. Dynamische Egyptienne – 25
3.1. Luxi Mono – 26
3.2. Prestige – 28
3.3. TX-Fonts Typewriter – 30

4. Statische Egyptienne – 33
4.1. Computer Modern Bright
Typewriter – 34
4.2. Computer Modern
Typewriter (CM) – 36
4.3. Computer Modern
Typewriter (EC) – 38
Teil I.
A N T I Q UA-VA R I A N T E
Übersicht

1. Statische Antiqua-Variante – 7
1.1. Tt-Kp-Regular – 8
1. Statische Antiqua-Variante
b rb b b b
Statische Antiqua-Variante
b
8
rb
b
b

Tt-Kp-Regular

Schriftname Tt-Kp-Regular
Stil statische Antiqua-Variante

Muster Tt-Kp-Regular
LATEX-Schriftname jkptt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: kpfonts


Bezug der Metriken CTAN: kpfonts

T1 · jkptt · m · n T1 · jkptt · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfs-
linien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchsta-
bens. Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schma-
les als kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den
Fibeln entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag,
beispielsweise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der
Schrift, und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner
Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Ver-
gessenheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es
Briefe an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusam-
menhang mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers.
Die Schreibmaschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und
der Verfasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach priva-
ten Kriterien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell
wirken, also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er
die Bankverbindung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den
Brief selbst schreibt er in einer Schrift, die er als schön emp-
findet. Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen
Sehgewohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaf-
tigkeit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wis-
sen, aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehen-
den; der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings
für die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb
er den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf
bezweifelt werden.
Teil II.
G ROT E S K
Übersicht

2. Dynamische Grotesk – 13
2.1. Letter Gothic (Bitstream) – 14
2.2. Letter Gothic (URW) – 16
2.3. Lucida Typewriter – 18
2.4. Vera Mono – 20
2. Dynamische Grotesk
rb b b b b
Dynamische Grotesk
b
14
b
rb
b

Letter Gothic (Bitstream)

Schriftname Letter Gothic


Stil dynamische Grotesk

Muster Bitstream Letter Gothic 12 Pitch


LATEX-Schriftname blg
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift Corel Draw 4, 8


Bezug der Metriken http://home.vrweb.de/~was/

T1 · blg · m · n T1 · blg · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
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ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
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1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie

Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt


und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama, die
Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand. Von
oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke
heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne zu
malen und den Vater etwas größer zu proportionieren als die Katze,
und der Gestaltungswille erwacht. In der Schule dann wird zur Kennt-
nis genommen, daß für das A zwei fade Schrägstriche geübt werden
müssen, deren Winkel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit
die Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig emp-
funden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch
Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber vor allem durch Schriften
im Alltag, beispielsweise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit
der Schrift, und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner
Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Beziehun-
gen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Vergessenheit.
Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe an den Ver-
mieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendige-
rer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von Briefen und
Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien: Die Kopfzeile des Brief-
bogens soll individuell wirken, also nimmt er eine fette Schrift
oder ordnet sie besonders an, wobei er formalen Kriterien nur inso-
weit folgt, als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift, die
er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen
ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die
Ernsthaftigkeit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu
wissen, aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehen-
den; der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings für
die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb er den
fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf bezweifelt
werden.
Die Technik hat immer schon die Typographie beeinflußt. Dem Buch-
rb b b b b
Dynamische Grotesk
b
16
b
rb
b

Letter Gothic (URW)

Schriftname Letter Gothic


Stil dynamische Grotesk

Muster URW Letter Gothic Bold


LATEX-Schriftname ulg
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt (0,85) / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: lettergothic


Bezug der Metriken CTAN: lettergothic

T1 · ulg · m · n T1 · ulg · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb nicht einmal
zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt und malt. Stri-
che und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama, die Katze und der Vater, alle
nebeneinander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen,
gelben Fäden aus einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren als die
Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der Schule dann wird zur Kenntnis
genommen, daß für das A zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchstabens.
Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das
Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber vor allem durch
Schriften im Alltag, beispielsweise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit
der Schrift, und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Handschrift
befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Beziehungen telefonisch
besprochen, gerät die Handschrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei
Schriftstücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im
Zusammenhang mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von Briefen
und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien: Die Kopfzeile des Briefbogens
soll individuell wirken, also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er die Bankverbin-
dung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in
einer Schrift, die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch Fraktur
scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die
Ernsthaftigkeit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen, aus
einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehenden; der Computer bie-
tet die Times New Roman, die ihm allerdings für die Wichtigkeit seiner Mittei-
lung zu dünn scheint, weshalb er den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe
entstehen, darf bezweifelt werden.
Die Technik hat immer schon die Typographie beeinflußt. Dem Buchdruck verdan-
ken wir die Ausformung der Renaissance-Antiqua mit den Rundungen in den Serifen,
den Kupferstechern die klassizistische mit den strengen Formen. Und schon immer
hat sich mit dem leichteren Zugang zu Produktionstechniken auch die Qualität
der Drucksachen in der Masse verschlechtert, bereits zu Gutenbergs Zeiten gab
es viele dürftige Bücher. Aber diese Veränderungen und qualitativen Einschrän-
kungen sind nicht zu vergleichen mit jenem Kulturschock, der den Bücherfreund in
rb b b b b
Dynamische Grotesk
b
18
b
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b

Lucida Typewriter

Schriftname Lucida Typewriter


Stil dynamische Grotesk

Muster Lucida Typewriter


LATEX-Schriftname hlct
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen ⋄ unechte
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: StarOffice 5.2 (Linux)


Bezug der Metriken CTAN: lucidaso

T1 · hlct · m · n T1 · hlct · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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T1 · hlct · b · n T1 · hlct · b · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der
Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse
kümmert: die Typographie

Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand


gedrückt und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erschei-
nen die Mama, die Katze und der Vater, alle nebenein-
ander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe
Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne
zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die
Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig
empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl
dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an
Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschli-
che Beziehungen telefonisch besprochen, gerät die Hand-
schrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei Schrift-
stücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstli-
che, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer Tech-
nik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von
Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien:
Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift,
die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend,
er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Bel-
rb b b b b
Dynamische Grotesk
b
20
b
rb
b

Vera Mono

Schriftname Vera Mono


Stil dynamische Grotesk

Muster Bera Sans Mono


LATEX-Schriftname fvm
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt (0,90) / 14,28 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: bera


Bezug der Metriken CTAN: bera

T1 · fvm · m · n T1 · fvm · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß

T1 · fvm · b · n T1 · fvm · b · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren

Eine dienende Kunst, um die sich der


Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse kümmert:
die Typographie

Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt


und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bild-
rand. Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden
aus einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote
Fäden in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu pro-
portionieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht.
In der Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu
den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des
Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein
zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vor-
bilder in den Fibeln entwickelt, aber vor allem durch Schrif-
ten im Alltag, beispielsweise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht
sich mit der Schrift, und die Zunge hilft mit. Später wird er
sich mit seiner Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Ver-
gessenheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es
Briefe an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusam-
menhang mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers.
Die Schreibmaschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst,
und der Verfasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach pri-
vaten Kriterien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individu-
ell wirken, also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie
besonders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefonnummer
setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift, die er
als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch Fraktur schei-
nen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend, er verleiht sei-
nen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Belletristik und setzt sie,
freilich ohne es zu wissen, aus einer den Antiqua-Schriften
Teil III.
E GY P T I E N N E
Übersicht

3. Dynamische Egyptienne – 25
3.1. Luxi Mono – 26
3.2. Prestige – 28
3.3. TX-Fonts Typewriter – 30

4. Statische Egyptienne – 33
4.1. Computer Modern Bright
Typewriter – 34
4.2. Computer Modern
Typewriter (CM) – 36
4.3. Computer Modern
Typewriter (EC) – 38
4.4. Computer Modern
Typewriter (LM) – 40
4.5. TeX Power Slide Fonts
Typewriter – 42

5. Geometrische Egyptienne – 45
5.1. Courier (Bitstream) – 46
5.2. Courier (Monotype) – 48
5.3. Courier (TEX Gyre) – 50
5.4. Courier (URW) – 52

6. Provozierende Egyptienne – 55
6.1. PookieT – 56
3. Dynamische Egyptienne
rb b b b b
Dynamische Egyptienne
b
26
b
b
br

Luxi Mono

Schriftname Luxi Mono


Stil dynamische Egyptienne

Muster Luxi Mono


LATEX-Schriftname ul9
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt (0,87) / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: luximono


Bezug der Metriken CTAN: luximono

T1 · ul9 · m · n T1 · ul9 · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß

T1 · ul9 · b · n T1 · ul9 · b · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛ e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfsli-
nien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchstabens.
Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schmales als
kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln
entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag, beispiels-
weise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Handschrift
befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Verges-
senheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe
an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang mit
aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und der Ver-
fasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Krite-
rien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken, also
nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie besonders an, wobei
er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er die Bankverbin-
dung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den Brief selbst
schreibt er in einer Schrift, die er als schön empfindet. Weder
Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnhei-
ten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der
Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen, aus einer
den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehenden; der Compu-
ter bietet die Times New Roman, die ihm allerdings für die Wich-
tigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb er den fet-
ten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf bezweifelt
werden.
rb b b b b
Dynamische Egyptienne
b
28
b
b
br

Prestige

Schriftname Prestige
Stil dynamische Egyptienne

Muster Bitstream Prestige 12 Pitch1


ELAT
X-Schriftname bpe
Schriftgröße im Beispiel

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift Corel Draw 8


Bezug der Metriken http://www.gaehrken.de/tex/index.html

1
Ein Muster dieser Schrift ist zur Zeit nicht vorhanden.
rb b b b b
Dynamische Egyptienne
b
30
b
b
br

TX-Fonts Typewriter

Schriftname TX-Fonts Typewriter


Stil dynamische Egyptienne

Muster TX-Fonts Typewriter


LATEX-Schriftname txtt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: txfonts


Bezug der Metriken CTAN: txfonts
Hinweis Diese Schrift ist im Paket txfonts enthalten, welches
umfangreiche Unterstützung für die Schrift Times
bereitstellt. Da es jedoch Mängel enthält, wird es in
diesem Katalog nicht weiter aufgeführt.

T1 · txtt · m · n T1 · txtt · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfsli-
nien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchstabens.
Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schmales als
kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln
entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag, beispiels-
weise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift,
und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Verges-
senheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe
an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang
mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und der Ver-
fasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kri-
terien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie besonders an,
wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er die Bank-
verbindung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den Brief
selbst schreibt er in einer Schrift, die er als schön empfindet.
Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehge-
wohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftig-
keit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen,
aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehenden;
der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings für
die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb er
den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf
bezweifelt werden.
4. Statische Egyptienne
b rb b b b
Statische Egyptienne
b
34
b
b
br

Computer Modern Typewriter Light

Schriftname Computer Modern Typewriter Light


Stil statische Egyptienne

Muster Computer Modern Typewriter Light


LATEX-Schriftname cmtl
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,70 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: cm-super


Bezug der Metriken CTAN: cm-super

T1 · cmtl · m · n T1 · cmtl · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie

Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt


und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfsli-
nien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchstabens.
Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schmales als
kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln
entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag, beispiels-
weise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift,
und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Verges-
senheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe
an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang
mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und der Ver-
fasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kri-
terien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie besonders an,
wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er die Bank-
verbindung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den Brief
selbst schreibt er in einer Schrift, die er als schön empfindet.
Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehge-
wohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftig-
keit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen,
aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehenden;
der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings für
die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb er
b rb b b b
Statische Egyptienne
b
36
b
b
br

Computer Modern Typewriter

Schriftname Computer Modern Typewriter


Stil statische Egyptienne

Muster Computer Modern Typewriter


LATEX-Schriftname cmtt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: bluesky


Bezug der Metriken CTAN: bluesky

OT1 · cmtt · m · n OT1 · cmtt · m · it


ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
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Æ挜Øøß Æ挜Øøß

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ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- -- ---:;!?)[‘ ’ \ "¡¿]+=/@#$*& (.,- -- ---:;!?)[‘ ’ \ "¡¿]+=/@#$*&
Æ挜Øøß Æ挜Øøß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der Schule
dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade Schrägstriche
geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfslinien ihre Länge
bestimmt und somit die Breite des Buchstabens. Ein zu breites A
wird als klobig empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das
Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an Fassaden.
Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und die Zunge hilft
mit. Später wird er sich mit seiner Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Beziehungen
telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Vergessenheit.
Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe an den
Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer
Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von Briefen
und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien: Die Kopfzeile
des Briefbogens soll individuell wirken, also nimmt er eine fette
Schrift oder ordnet sie besonders an, wobei er formalen Kriterien
nur insoweit folgt, als er die Bankverbindung nicht größer als
die Telefonnummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer
Schrift, die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend, er verleiht
seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Belletristik und setzt sie,
freilich ohne es zu wissen, aus einer den Antiqua-Schriften der
Renaissance nahestehenden; der Computer bietet die Times New Roman,
die ihm allerdings für die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn
scheint, weshalb er den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe
entstehen, darf bezweifelt werden.
Die Technik hat immer schon die Typographie beeinflußt. Dem Buchdruck
verdanken wir die Ausformung der Renaissance-Antiqua mit den Rundungen
b rb b b b
Statische Egyptienne
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br

European Computer Modern Typewriter

Schriftname Computer Modern Typewriter


Stil statische Egyptienne

Muster European Computer Modern Typewriter


LATEX-Schriftname cmtt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern ⋄ eco · hfoldsty
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: cm-super


Bezug der Metriken CTAN: cm-super

T1 · cmtt · m · n T1 · cmtt · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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T1 · cmtt · m · sc T1 · cmtt · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
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Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer
Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die
Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren als
die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der Schule dann
wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade Schrägstriche
geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfslinien ihre Länge
bestimmt und somit die Breite des Buchstabens. Ein zu breites A
wird als klobig empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das
Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an Fassaden.
Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und die Zunge hilft
mit. Später wird er sich mit seiner Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Beziehungen
telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Vergessenheit.
Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe an den
Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer
Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von Briefen
und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien: Die Kopfzeile
des Briefbogens soll individuell wirken, also nimmt er eine fette
Schrift oder ordnet sie besonders an, wobei er formalen Kriterien
nur insoweit folgt, als er die Bankverbindung nicht größer als
die Telefonnummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer
Schrift, die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend, er verleiht
seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Belletristik und setzt sie,
freilich ohne es zu wissen, aus einer den Antiqua-Schriften der
Renaissance nahestehenden; der Computer bietet die Times New Roman,
die ihm allerdings für die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn
scheint, weshalb er den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe
entstehen, darf bezweifelt werden.
Die Technik hat immer schon die Typographie beeinflußt. Dem Buchdruck
verdanken wir die Ausformung der Renaissance-Antiqua mit den Rundungen
b rb b b b
Statische Egyptienne
b
40
b
b
br

Latin Modern Typewriter

Schriftname Computer Modern Typewriter


Stil statische Egyptienne

Muster Latin Modern Typewriter


LATEX-Schriftname lmtt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: lm


Bezug der Metriken CTAN: lm

T1 · lmtt · m · n T1 · lmtt · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß

T1 · lmtt · m · sc T1 · lmtt · b · n
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- – –-:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfsli-
nien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchstabens.
Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schmales als
kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln
entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag, beispiels-
weise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift,
und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Verges-
senheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es Briefe
an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusammenhang
mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und der Ver-
fasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kri-
terien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie besonders an,
wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er die Bank-
verbindung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den Brief
selbst schreibt er in einer Schrift, die er als schön empfindet.
Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehge-
wohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftig-
keit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen,
aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehenden;
der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings für
die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb er
den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf
bezweifelt werden.
b rb b b b
Statische Egyptienne
b
42
b
b
br

TEX Power Slide Fonts Typewriter

Schriftname TEX Power Slide Fonts Typewriter


Stil statische Egyptienne

Muster TEX Power Slide Fonts Typewriter


LATEX-Schriftname lcmtt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: tpslifonts


Bezug der Metriken CTAN: tpslifonts

T1 · lcmtt · m · n T1 · lcmtt · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der Literaturbetrieb
nicht einmal zur Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand gedrückt
und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erscheinen die Mama,
die Katze und der Vater, alle nebeneinander am unteren Bildrand.
Von oben strahlt die liebe Sonne mit langen, gelben Fäden aus
einer Ecke heraus. Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas größer zu proportio-
nieren als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei fade
Schrägstriche geübt werden müssen, deren Winkel zu den Hilfs-
linien ihre Länge bestimmt und somit die Breite des Buchsta-
bens. Ein zu breites A wird als klobig empfunden, ein zu schma-
les als kümmerlich. Das Gefühl dafür wird durch Vorbilder in den
Fibeln entwickelt, aber vor allem durch Schriften im Alltag,
beispielsweise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der
Schrift, und die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner
Handschrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschliche Bezie-
hungen telefonisch besprochen, gerät die Handschrift in Ver-
gessenheit. Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien es
Briefe an den Vermieter oder dienstliche, agiert nun im Zusam-
menhang mit aufwendigerer Technik als der des Kugelschreibers.
Die Schreibmaschine wurde inzwischen vom Computer abgelöst, und
der Verfasser von Briefen und Aufsätzen gestaltet nach priva-
ten Kriterien: Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell
wirken, also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt, als er
die Bankverbindung nicht größer als die Telefonnummer setzt. Den
Brief selbst schreibt er in einer Schrift, die er als schön emp-
findet. Weder Schreibschrift noch Fraktur scheinen ihm zu seinen
Sehgewohnheiten passend, er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaf-
tigkeit der Belletristik und setzt sie, freilich ohne es zu wis-
sen, aus einer den Antiqua-Schriften der Renaissance nahestehen-
den; der Computer bietet die Times New Roman, die ihm allerdings
für die Wichtigkeit seiner Mitteilung zu dünn scheint, weshalb
er den fetten Schnitt wählt. Ob so schöne Briefe entstehen, darf
bezweifelt werden.
5. Geometrische Egyptienne
b b rb b b
Geometrische Egyptienne
b
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b
b
br

Courier (Bitstream)

Schriftname Courier
Stil geometrische Egyptienne

Muster Bitstream Courier 10 Pitch


LATEX-Schriftname bcr
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen ⋄ unechte
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN


Bezug der Metriken CTAN

T1 · bcr · m · n T1 · bcr · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß

T1 · bcr · b · n T1 · bcr · b · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéê˛e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéê˛e ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der
Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse
kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand
gedrückt und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erschei-
nen die Mama, die Katze und der Vater, alle nebenein-
ander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe
Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne
zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die
Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig
empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl
dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an
Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschli-
che Beziehungen telefonisch besprochen, gerät die Hand-
schrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei Schrift-
stücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstli-
che, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer Tech-
nik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von
Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien:
Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift,
die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend,
er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Bel-
letristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen, aus
b b rb b b
Geometrische Egyptienne
b
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b
b
br

Courier (Monotype)

Schriftname Courier
Stil geometrische Egyptienne

Muster Monotype Courier New


LATEX-Schriftname courier-ttf
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift Windows XP


Bezug der Metriken CTAN: winfonts

T1 · courier-ttf · m · n T1 · courier-ttf · b · n
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*& (.,- - --:;!?)[‚ ‘ ’ „ “ ”‹›«»¡¿]+=/@#$§*&
äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der
Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse
kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand
gedrückt und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erschei-
nen die Mama, die Katze und der Vater, alle nebenein-
ander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe
Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne
zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die
Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig
empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl
dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an
Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschli-
che Beziehungen telefonisch besprochen, gerät die Hand-
schrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei Schrift-
stücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstli-
che, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer Tech-
nik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von
Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien:
Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift,
die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend,
er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Bel-
letristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen, aus
b b rb b b
Geometrische Egyptienne
b
50
b
b
br

Courier (TEX Gyre)

Schriftname Courier
Stil geometrische Egyptienne

Muster TEX Gyre Cursor


LATEX-Schriftname qcr
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄⋄⋄
Kapitälchen ⋄
Mediävalziffern ⋄
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN


Bezug der Metriken CTAN
Hinweis TEX Gyre Cursor basiert auf der URW Nimbus
Mono L, deckt jedoch mehr Zeichen ab.

T1 · qcr · m · n T1 · qcr · m · it
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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T1 · qcr · m · sc T1 · qcr · b · n
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äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß äàáâ ëèéêę ïìíî öòóô üùúû ÆæŁłŒœØøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der
Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse
kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand
gedrückt und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erschei-
nen die Mama, die Katze und der Vater, alle nebenein-
ander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe
Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne
zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die
Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig
empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl
dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an
Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschli-
che Beziehungen telefonisch besprochen, gerät die Hand-
schrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei Schrift-
stücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstli-
che, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer Tech-
nik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von
Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien:
Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift,
die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend,
er verleiht seinen Zeilen die Ernsthaftigkeit der Bel-
letristik und setzt sie, freilich ohne es zu wissen, aus
b b rb b b
Geometrische Egyptienne
b
52
b
b
br

Courier (URW)

Schriftname Courier
Stil geometrische Egyptienne

Muster URW Nimbus Mono L


LATEX-Schriftname pcr
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,87 pt

Schriftausstattung ⋄⋄
Kapitälchen ⋄ unechte
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift psnfss


Bezug der Metriken psnfss

T1 · pcr · m · n T1 · pcr · m · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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T1 · pcr · b · n T1 · pcr · b · sl
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo 1234567890/% offofiofloffiofflo
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Die Anmut des Unscheinbaren

Eine dienende Kunst, um die sich der


Literaturbetrieb nicht einmal zur Buchmesse
kümmert: die Typographie

Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in die Hand


gedrückt und malt. Striche und Kringel zuerst, dann erschei-
nen die Mama, die Katze und der Vater, alle nebenein-
ander am unteren Bildrand. Von oben strahlt die liebe
Sonne mit langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden in die Sonne
zu malen und den Vater etwas größer zu proportionieren
als die Katze, und der Gestaltungswille erwacht. In der
Schule dann wird zur Kenntnis genommen, daß für das A
zwei fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren Win-
kel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt und somit die
Breite des Buchstabens. Ein zu breites A wird als klobig
empfunden, ein zu schmales als kümmerlich. Das Gefühl
dafür wird durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispielsweise an
Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich mit der Schrift, und
die Zunge hilft mit. Später wird er sich mit seiner Hand-
schrift befassen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischenmenschli-
che Beziehungen telefonisch besprochen, gerät die Hand-
schrift in Vergessenheit. Der Gestaltungswille bei Schrift-
stücken, seien es Briefe an den Vermieter oder dienstli-
che, agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer Tech-
nik als der des Kugelschreibers. Die Schreibmaschine wurde
inzwischen vom Computer abgelöst, und der Verfasser von
Briefen und Aufsätzen gestaltet nach privaten Kriterien:
Die Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wirken,
also nimmt er eine fette Schrift oder ordnet sie beson-
ders an, wobei er formalen Kriterien nur insoweit folgt,
als er die Bankverbindung nicht größer als die Telefon-
nummer setzt. Den Brief selbst schreibt er in einer Schrift,
die er als schön empfindet. Weder Schreibschrift noch
Fraktur scheinen ihm zu seinen Sehgewohnheiten passend,
6. Provozierende Egyptienne
b b b b br
Provozierende Egyptienne
b
56
b
b
br

PookieT

Schriftname PookieT
Stil provozierende Egyptienne

Muster ECF PookieT


LATEX-Schriftname fpt
Schriftgröße im Beispiel 10,95 pt / 13,60 pt

Schriftausstattung ⋄
Kapitälchen
Mediävalziffern
mathematische Symbole

Bezug der Schrift CTAN: emerald


Bezug der Metriken CTAN: emerald

T1 · fpt · m · n
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
1234567890/% offofiofloffiofflo
(.,- - --:;!?)[, ‘ ’ “ ” ¡¿]+=/@#$ *&
äàáâ ëèéêe ïìíî öòóô üùúû Ææ L l Øøçß
Die Anmut des Unscheinbaren
Eine dienende Kunst, um die sich der
Literaturbetrieb nicht einmal zur
Buchmesse kümmert: die Typographie
Am Anfang kriegt der Mensch einen Buntstift in
die Hand gedrückt und malt. Striche und Krin-
gel zuerst, dann erscheinen die Mama, die Katze
und der Vater, alle nebeneinander am unteren
Bildrand. Von oben strahlt die liebe Sonne mit
langen, gelben Fäden aus einer Ecke heraus.
Jemand regt das Kind an, ein paar rote Fäden
in die Sonne zu malen und den Vater etwas grö-
ßer zu proportionieren als die Katze, und der
Gestaltungswille erwacht. In der Schule dann
wird zur Kenntnis genommen, daß für das A zwei
fade Schrägstriche geübt werden müssen, deren
Winkel zu den Hilfslinien ihre Länge bestimmt
und somit die Breite des Buchstabens. Ein zu
breites A wird als klobig empfunden, ein zu
schmales als kümmerlich. Das Gefühl dafür wird
durch Vorbilder in den Fibeln entwickelt, aber
vor allem durch Schriften im Alltag, beispiels-
weise an Fassaden. Der Abc-Schütze müht sich
mit der Schrift, und die Zunge hilft mit. Spä-
ter wird er sich mit seiner Handschrift befas-
sen.
Ist die Schulzeit vorbei und werden zwischen-
menschliche Beziehungen telefonisch bespro-
chen, gerät die Handschrift in Vergessenheit.
Der Gestaltungswille bei Schriftstücken, seien
es Briefe an den Vermieter oder dienstliche,
agiert nun im Zusammenhang mit aufwendigerer
Technik als der des Kugelschreibers. Die Schreib-
maschine wurde inzwischen vom Computer abge-
löst, und der Verfasser von Briefen und Auf-
sätzen gestaltet nach privaten Kriterien: Die
Kopfzeile des Briefbogens soll individuell wir-
ken, also nimmt er eine fette Schrift oder ord-
net sie besonders an, wobei er formalen Kri-