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Bündnispolitik vor dem 1.

WK
Im Dt.-Frz.-Krieg greift Russland die Türkei an  erster Erfolg des PANSLAWISMUS.
 Russland vergrößert seinen Einfluss, die Balkanstaaten gewinnen Gebiete zu Lasten der Türkei,  ÖU & E
protestieren gegen diesen Einfluss  Bismarck organisiert
1878 den BERLINER KONGRESS: [Rum., Serb., Monte. werden selbständig, Bulg. bleibt selbst., verliert aber
Makedon. an Türkei, Russl. erhält Bessarabien, Engl. bekommt Zypern, ÖU das Recht auf Verwaltung Bosn.&
Herzegowinas = Besetzung und Verwaltung.]
Russl. auf ÖU & Dtld. böse  Ö-D–Annäherung - Bismarck versucht im Sinne Dtlds. europ. Politik zu
organisieren (Ausgleich europ. Spannungen, Defensivbündnisse,...) um Frankreichs Rache durch Isolation zu
begegnen 
1872/3? Drei-Kaiser-Bündnis: (Pr-Ö/U-R)  sie lassen sich nicht entzweien und  wechselseitige Hilfe gegen
Angriffe Dritter
Der Panslawismus spitzt jedoch die Gegensätze zw. Slawen und Ddt.spr. zu, sodass Bismarck den Vertrag zu einem
1879 Zweibundvertrag mit Ö/U modifiziert:  militär. Beistandspakt im Fall eines russ. Angriffs
 bei Angriff eines anderen Staates > ‘wohlwollende Neutralität’ des Partners
 Russland lenkt ein 
1881 neues Drei-Kaiser-Bündnis (Neutralität bei Angriff einer vierten Macht)
Italien treibt
1882 zum Dreibund (I. verpflichtet sich nur zu Neutralität im Kriegsfall;) italien. Spannungen mit ÖU aber dadurch
nicht beigelegt.
Balkangegensätze zw. ÖU - Russl. Bleiben aufrecht  Bismarck schließt mit Russl.
1887 Rückversicherungsvertrag
 gegenseitiges Stillhalteabkommen und geheime Unterstützung Dtlds. in der Russ. Meerengenpolitik. = Dtld.
anerkennt russ. Rechte auf dem Balkan (Bulgarien) & Unterstützung Russlands bei Eroberungsversuch des
Schwarzmeerzuganges  (= Annäherung; Panslawismus richtet sich v.a. gegen Ö/U)
 Neutralität dem anderen gegenüber, nicht aber bei Krieg mit Ö/U bzw Frkr.
Gleichzeitig Abschluss des (='Mittelmeerabkommens = ')
1887 „Orient-Dreibundes“: ÖU - I - E  soll Sicherung der Türkei gegen russ. Angriff sein sowie Status quo im
Mittelmeer erhalten
Nach Bismarcks Sturz und Entlassung [1890] kein Verlängern des Rückversicherungsvertrages (Ks. Wilh.II
überschätzt die dt. Machtposition) russ.-frz. Militärbündnis, franz. Kapital nach Russl.; gleichzeitig dt.-engl.
Entfremdung (Handel, Kolonialpolitik, Flottenbauprogramm,...)
 1904. E - F  „Entente cordiale“, 1907 ergänzt durch Russland  ‘Triple-Entente’
Die von Deutschland forcierte Kolonialpolitik um die letzten freien Flecken Afrikas bedingen Flottenausbau 
Misstrauen Englands. Nach der Marokkokrise scheitern weitere Flottenverhandlungen zw. D und E
1. „Marokko-Krise“. internat. Krise. Dtld. & Fr. wollen gleichzeitig Marokko für sich. 1904: brit.-frz. Abkommen 
starkes Einsetzen der frz. Expansion in Marokko;  1905 Ks.As. Wilh. II. landet in Tanger, um Frz. einzubremsen 
1. Marokkokrise  Festigung der ‘entente cordiale’, Isolierung Deutschlands.
2. „Marokko-Krise“. 1911: frz. Truppen besetzen Fes, Dtld. entsendet Kanonenboot ‘Panther’ nach Agadir
(„Panthersprung nach Agadir“)  2. Marokkokrise  Frankr. bekommt Protektorat über Marokko, Dtld. kann durch
Teile Frz.-Äquatorialafrikas Kamerun vergrößern.] - Flottenverhandlungen scheitern
1912: Flottenabkommen F-R.
BALKAN 1908 – 13: jungtürk. Rev. 1908 (Versuch der Umwandlung in einen demokrat. Staat) sowie die Erklärung
Ferd. I. zum Zaren von BULGARIEN lässt Ö um seine Verwaltungsansprüche in Bos. & Herzegowina
fürchten
 Ö. annektiert Bos.& Herz. türk. Proteste Serb sieht groß-serb. Reichspläne durchkreuzt – mobilisiert RU,
das gegen E in der Öffnung der Meerengenfrage zurückstecken muss, glaubt sich von Ö überspielt E bestärkt RU.
und fordert Balkankonferenz, die Ö, in der Furcht überstimmt zu werden, ablehnt. Ital. will keine weitere
Ausbreitung Ös. Auf dem Balkan RU & Ital. schließen Geheimvertrag über Status quo auf dem Balkan (1909)
1912/13 Balkankrise: Unruhen in Albanien und innere Unruhen in der Türkei lassen
SERB + BULG zum ersten Balkanbund zusammenschließen, GRIECH und MONTE treten bei.
Okt. 1912 erklären die vier der Türkei den Krieg
 1. Balkankrieg: Türken verlieren, Sieger beginnen über die Teilung der Beute zu streiten  SERB will Zugang
zur Adria,  ITAL dagegen, will ALBANIEN annektieren,  GRIECH lehnen Besetzung des Dodekanes durch
ITALIEN ab; ÖU gegen jede serb.u.ital. Machtausweitung, decken BULG, dieses übt Druck auf SERB und TÜRK
aus.  RUSSL hat Angst, den letzten Verbündeten in der Meerengenfrage zu verlieren; um die von der Türkei
abgetretenen Gebiete entsteht sofort ein Konflikt, in dem BULG sich überschätzt  2. Balkankrieg: RUM - GRIECH
- SERB - MONTE <> BULG. Bulg. Gebietsverlust, ALB wird selbständig (Ö!) große Enttäuschung SERB, das
durch Ö den Adria-Zugang nicht erreicht.