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FREIHEIT IN GEFAHR

Eine neue Weltordnung kommt!


■ Staats- und Regie- ■ Wie man sich auf sie
rungschefs wollen vorbereiten kann
sie ■ Wie man sich vor
■ Sie hat viele An- ihr schützen kann
hänger ■ Ihr plötzlicher und
■ Sie wurde vor 2000 vollständiger Zu-
Jahren prophezeit sammenbruch ist
■ Sie ist greifbar nahe vorausgesagt
■ Sie kommt ohne ■ Wie und wann dies
Verspätung geschehen wird
■ Sie wird die Welt für ■ Die wirklich neue
sich vereinnahmen Ordnung
»Es ist ein gewaltiger Gedanke: Eine Grundstruktur der neuen Weltordnung
neue Weltordnung, in der verschiedene Na- noch erleben. Wer unter vierzig ist, wird
tionen in gemeinsamer Sache zusammen- mit Sicherheit unter ihrer Legislative und
rücken. … nur die Vereinigten Staaten ha- Exekutive leben als auch unter der Autori-
ben die moralische Stellung und die Mittel, tät und Kontrolle ihrer Rechtsprechung. Die
die ihr den Rücken stärken können.« drei Rivalen selbst (und bald noch viele
George Bush, State of the Union address, andere) sprechen von dieser neuen
Los Angeles Times, 18. Februar 1991. Weltordnung nicht als etwas, das in
»Unter der mutigen Führerschaft von ferner Zukunft liegt, sondern unmit-
Papst Johannes Paul II. hat der Vatikan als telbar bevorsteht.« M. Martin, Keys of
internationale Stimme den Platz in der Welt »Ob wir wollen oder nicht, bereit sind oder nicht, This Blood, Seite 15-16.
eingenommen, der ihm zusteht. Unser Land wir sind alle verwickelt in einen totalen, grenzenlosen, »Ein vereintes Europa ist wie viele re-
zollt ihm mit Recht Respekt, indem es ihn globalen Dreier-Wettkampf. Die meisten von uns ge- volutionäre Ideen kein neuer, sondern nur
diplomatisch als Weltstaat anerkennt.« Dan hören jedoch nicht zu den Wettkämpfern. Wir sind viel- ein neubelebter Gedanke. Der Traum von
Quayle, Appeal to the US Senate, 22. Sep- mehr diejenigen, um die man kämpft. In diesem Wett- Ordnung und Einheit, einst im Rom der
tember 1983. kampf entscheidet sich, wer die erste Weltregierung Cäsaren verkörpert, lebte im Mittelalter
»Johannes Paul II. betont mit Nachdruck, errichtet, die die Staatengemeinschaft je gesehen hat. weiter, nicht nur in der römisch-katholi-
daß die Menschen nur dann auf ein lebensfä- … Der Wettkampf ist deshalb total, weil er nicht mehr schen Kirche sondern auch im Heiligen
higes weltpolitisches System hoffen können, rückgängig gemacht oder abgeblasen werden kann.« Römischen Reich – in einer Zeit, die mit
wenn sie es auf der Grundlage des römisch- Malachi Martin in Keys of This Blood, Seite 15 Recht als finster bezeichnet wird.« Time,
katholischen Christentums errichten.« 6. Oktober 1961.
Malachi Martin, Keys of This Blood, Seite 492. »Die römischen Verträge haben inner-
»UNO – Die Staats- und Regierungschefs der »Zum ersten Mal seit Gründung der Weltor- halb des gemeinsamen Marktes eine neue Büro-
Nationen des Sicherheitsrats kamen heute in New ganisation im Jahre 1945 hat das mächtigste Or- kratie geschaffen: straffmaschig, straff zentrali-
York zu ihrem ersten Gipfeltreffen zusammen, gan der Vereinten Nationen auf höchster Ebene siert, straff geführt und straff organisiert. Offen-
bereit, die Vereinten Nationen ins Zentrum ei- getagt: Die Staatschefs der 15 Länder des Sicher- sichtlich ein Versuch, Europa die ökonomische
ner neuen Weltordnung zu stellen, um Bahn zu heitsrates kamen zusammen.« Birmingham Struktur des Heiligen Römischen Reiches wie-
brechen für eine gemeinsame Politik des Frie- News, 31. Januar 1992. derzubringen.« Christian Science Monitor,
dens und der Rüstungskontrolle. … »Wer heute unter siebzig ist, wird mindestens die 1962.
Vereinigte Staaten von Amerika – Vatikan – Vereinte Nationen
Wird Rom die Welt wieder beherrschen?
An den Leser
Wir glauben, daß es unter den Katholiken viele äußerst
gewissenhafte Christen gibt, die alle Erkenntnis ausleben,
die ihnen geschenkt worden ist. Diese Zeitung will nicht
einzelne Menschen angreifen; sie bezieht sich hingegen auf
die Vergangenheit und die prophezeite Zukunft des katholi-
schen Religionssystems.

St. Petersdom
Der Mensch der Gesetzlosigkeit
Tödliche
bel. Nur widerrechtlich kann der Papst die Macht über

Kompromisse
D ER Kompromiß zwischen Heidentum und Chri-
stentum führte zur Entwicklung des prophezei-
ten »Menschen der Gesetzlosigkeit«, der sich gegen
Christi Gemeinde ergreifen.

»Wir erklären, daß der heilige apostoli-


und über Gott stellt. Dieses gigantische System fal- sche Stuhl und der römische Pontifex das

D
ER Apostel Paulus sagte in seinem zweiten Brief Primat über die ganze Welt innehaben.«
an die Thessalonicher den großen Ab-fall vor- scher Religion ist ein Meisterwerk Satans – ein Mo-
nument seiner Anstrengungen, sich selbst auf den The Most Holy Council, Band 3, Seite 1167.
aus, der in der Aufrichtung des Papsttums gip-
Thron zu setzen und über die Welt zu herrschen. Einst
feln würde. Er erklärte, vor dem Tag des Herrn würde Die Katholiken haben immer wieder den Prote-
erst »der Abfall kommen und der Mensch der Gesetz- wollte Satan Jesus zu einem Kompromiß bewegen: In
der Wüste erschien er dem Sohn Gottes, führte ihm stanten vorgeworfen, sie hingen falschen Lehren an
losigkeit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. und hätten sich von der wahren Kirche getrennt. Das
alle Königreiche der Welt in ihrer Pracht vor und of-
Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was trifft jedoch vielmehr auf sie selbst zu. Sie sind es,
Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich in den Tem- ferierte ihm die Herrschaft über sie, unter der Bedin-
gung, daß er die Oberhoheit des Fürsten der Finster- die das Banner Christi niedergelegt haben und vom
pel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott.« Und weiter Glauben abgewichen sind, »der ein für allemal den
nis anerkenne. Jesus wies ihn ab, doch bei den mei-
warnt der Apostel seine Brüder: »Es regt sich schon Heiligen überliefert ist«. (Judas 3)
das Geheimnis der Gesetzlosigkeit.« (2.Thessalonicher sten Menschen hat Satan mit derselben Methode gro-
ßen Erfolg. Für Profit und Ansehen suchte die Kirche Was den Irrtum entlarvt
2,3-4,7.) Bereits zu jener frühen Zeit sah er, wie sich
Gunst und Hilfe bei den Machthabern der Erde. Auf
Irrtümer in die Gemeinde einschlichen und den Weg
für das Papsttum bahnten. diese Weise lehnte sie Jesus ab und schwor dem Re-
präsentanten Satans Treue: dem Bischof von Rom.
S ATAN wußte sehr wohl: Die Heilige Schrift würde
Menschen befähigen seine Täuschungen zu durch-
schauen und seiner Macht zu trotzen. Durch Worte
Das »Geheimnis der Gesetzlosigkeit« setzte sein ver-
führerisches und gotteslästerliches Werk fort und ge- Worauf der Irrtum fußt der Bibel hat sich sogar der Erlöser der Welt seinen
Angriffen widersetzt. Jedem Angriff hielt Jesus das Schild
wann, zuerst heimlich und still, dann – mit zunehmen-
der Macht – immer offener die Kontrolle über das Den-
ken der Menschen. Kaum wahrnehmbar nisteten sich
E INE der Hauptlehren der römischen Kir-che ist,
der Papst sei das sichtbare Haupt der weltweiten
Kirche Christi, ausgestattet mit höchster Autorität über
der ewigen Wahrheit entgegen: »Es steht geschrieben«,
jeden Werbungsversuch des Feindes ließ er an der
heidnische Bräuche in der Kirche ein. Der Geist der Bischöfe und Pastoren in aller Welt. Weisheit und Kraft des Wortes abprallen. Will Satan
Kompromisse und Anpassung war zwar eine Zeitlang Man hat dem Papst sogar die Titel Gottes verlie- die Menschen weiter beherrschen und die Autorität
durch die heftigen Verfolgungen unterdrückt, mit de- hen, ihn mit »Herr Gott, der Papst« bezeichnet und des Papstes garantieren, muß er sie in Unwissenheit
nen das Heidentum die Kirche in Atem hielt. Als aber für unfehlbar erklärt. Er selbst verlangt die Huldi- halten. Die Bibel erhöht Gott und verweist den sterbli-
die Verfolgungen abebbten und das Christentum die gung aller Menschen. Denselben Anspruch, den Sa- chen Menschen auf seinen Platz. Satan muß also die
Königshöfe und -paläste betrat, tauschte es die Schlicht- tan gegenüber Jesus in der Wüste stellte, erhebt er heiligen Wahrheiten verbergen und unterdrücken. Die-
heit Jesu und seiner Apostel gegen den Pomp und Stolz immer noch durch die römische Kirche, und eine ser Logik folgt auch die römische Kirche. Jahrhunder-
der heidnischen Priester und Herrscher ein und setzte große Anzahl von Menschen ist bereit, ihm auf diese telang war die Verbreitung der Bibel untersagt. Die
an die Stelle von Gottes Geboten menschliche Theori- Weise zu huldigen. Menschen durften sie weder lesen noch in ihren Häu-
en und Traditionen. Die formale Bekehrung Konstan- Wer jedoch Gott fürchtet und ehrt, erwidert sern haben, und gewissenlose Priester und Prälaten
tins in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts erzeugte auf diesen unglaublichen Anspruch, was Jesus legten ihren Inhalt so aus, daß er ihre eigenen An-
große Freude; die Welt spazierte damit jedoch unter den Versuchungen des listigen Feindes entge- sprüche bestätigte. Auf diese Weise wurde der Papst
christlichem Mantel in die Kirche. Nunmehr ging der genhielt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, an- fast überall als Stellvertreter Gottes auf Erden anerkannt,
moralische Verfall rasch vonstatten. Das Heidentum, beten und ihm allein dienen.« (Lukas 4,8) In Got- ausgestattet mit Autorität über Staat und Kirche.
äußerlich wie vom Erdboden verschluckt, war der ge- tes Wort gibt es nirgends einen Hinweis darauf, daß
»Wir haben auf dieser Erde den Platz des
heime Sieger. Sein Geist beherrschte die Kirche; seine Gott einen Menschen zum Haupt der Gemeinde be-
allm ächtigen Gottes inne.« Papst Leo XIII.
Lehren, Zeremonien und sein Aberglaube wurden dem stimmt hat – im Gegenteil: Die Lehre von der Ober-
in seiner Enzyklika vom 20. Juni 1894.
christlichen Glauben und Gottesdienst einverleibt. hoheit des Papstes widerspricht den Lehren der Bi-
Wer verstehen will, wohin das Papsttum steuert, muß seine Vergangenheit kennen.

Zugeständnisse GOTTES GESETZ GOTTES GESETZ, VON


MENSCHEN VERÄNDERT
an das I
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
II

Heidentum Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von
dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch
von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
I
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR , dein Gott, (Das zweite Gebot fehlt)

N
ACHDEM der Entlarver des Irrtums beseitigt bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte
war, wirkte Satan gemäß seinem Willen. Die und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber
Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine
II (eigentlich III)
Du sollst den Namen Gottes nicht mißbrauchen.
Prophezeiung hatte verkündigt: Das Papsttum Gebote halten.
III III (IV)
»wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu än- Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; Du sollst den Feiertag heiligen.
dern.« (Daniel 7,25) Und so kam es auch: Man woll- denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen
mißbraucht. IV (V)
te die Heiden zum Übertritt ins Christentum bewe- IV Ehre Vater und Mutter.
gen, indem man ihnen einen Ersatz für die Anbetung Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten
und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, V (VI)
ihrer Götzen gab. Zu diesem Zweck propagierte man deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Du sollst nicht töten.
Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der
die Verehrung von Bildern und Reliquien im Gottes- in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde VI (VII)
dienst, und ein Konzilsdekret besiegelte schließlich gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Du sollst nicht ehebrechen.
Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
den neuen Kult. (7. Synode von Nicäa, 787 n.Chr.) V VII (VIII)
Der Gipfel: Rom tilgte das zweite Gebot in Gottes Ge- Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest
in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
Du sollst nicht stehlen.

setz, das Bilderanbetung verbietet, ganz und teilte zum VI VIII (IX)
Du sollst nicht töten.
Ausgleich das zehnte Gebot. VII
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen
Nächsten.
Weitere Kompromisse! Du sollst nicht ehebrechen.
VIII IX (eigentlich X Teil 1)

E IN Zugeständnis an das Heidentum führte zum Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
IX
nächsten, Gottes Autorität wurde immer stärker Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. X (eigentlich X Teil 2)
X
mißachtet. Satan arbeitete durch ungeheiligte Kirchen- Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und
Gut.
führer und ließ auch das vierte Gebot verfälschen. So deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein

wollte er den Sabbat beseitigen, den Tag, den Gott


Nächster hat.
Aus dem katholischen Katechismus
gesegnet und geheiligt hatte (1.Mose 2,2-3), und an 2. Mose 20,3-17
seiner Stelle dem Fest zum Durchbruch verhelfen, das
die Heiden als »ehrwürdigen Tag der Sonne« feier- und befolgten so das vierte Gebot. Satan war noch nicht
ten. Diese Veränderung wurde anfangs nicht offen in am Ziel. Er war entschlossen, die christliche Welt ganz
Angriff genommen. In den ersten Jahrhunderten hat-
ten alle Christen den Sabbat gehalten, darauf bedacht, Eine kühne auf seine Seite zu ziehen und seine Macht durch sei-
Gott zu ehren. Sie glaubten, daß sein Gesetz unverän-
derlich ist und verteidigten mit ganzem Einsatz die Veränderung »Der Sonntag ist eine katholische Ein-
richtung und der Anspruch seiner Heilig-
Unantastbarkeit seiner Lehren. Doch Satan verfolgte haltung kann nur verteidigt werden, wenn

I
N der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts erklärte Kai-
seine Ziele durch seine Agenten taktisch klug. Damit man sich auf katholische Prinzipien beruft
ser Konstantin den Sonntag per Dekret zum Feier-
die Menschen ihren Blick auf den Sonntag lenkten, … Vom Anfang bis zum Ende der Heiligen
tag im ganzen Römischen Reich. (Dekret vom 7. Schrift gibt es keinen einzigen Text, der die
deuteten sie diesen um zu einem Fest der Auferste- März 321) Heiden und Christen ehrten nun beide den
hung Christi und feierten an diesem Tag religiöse Got- Verlegung der wöchentlichen allgemeinen
Tag der Sonne. Dadurch wollte der Kaiser die konträ- Anbetung vom letzten Tag der Woche auf
tesdienste. Damit gewann er Geltung als ren Interessen von Heiden und Christen vereinigen.
Versammlungs- und Freudentag. Der Sabbat jedoch den ersten rechtfertigt.« Catholic Press,
Es waren die Bischöfe der Kirche, die ihn zu diesem Sydney, Australien, August 1900.
blieb weiter der Ruhetag, den man heiligte. Um den Schritt drängten. Von Ehrsucht und Machthunger ge-
Weg für das Werk zu ebnen, daß er zu vollbringen trieben hatten sie erkannt, daß ein gemeinsamer Ru- nen Statthalter, den stolzen Pontifex, auszuüben, der
beabsichtigte, hatte Satan die Juden dazu gebracht, hetag für Christen und Heiden ihnen weitere Anhän- von sich behauptete, er sei der Stellvertreter Christi.
den Sabbat mit harten Forderungen zu befrachten, ger aus den Reihen der Heiden bescheren würde und Sein Ziel erreichte er durch halbbekehrte Heiden, ehr-
so daß seine Beachtung zu einer Last geworden war. daß sie dadurch Einfluß und Ansehen der Kirche för- geizige Prälaten und einen weltliebenden Klerus. Von
Auf diese Weise tauchte er ihn bei den Menschen in dern könnten. Während man aber viele treue Christen Zeit zu Zeit berief man große Konzilien ein, auf denen
ein falsches Licht. Diesen Erfolg nutzte er, um ihn als allmählich daran gewöhnte, den Sonntag zu feiern, hei- sich die Würdenträger der Kirche aus aller Welt ein-
rein jüdische Einrichtung in Mißkredit zu bringen. ligten sie weiter den wahren Sabbat als Gottes Ruhetag fanden. Auf fast jedem Konzil wertete man Gottes Sab-
Während der Sonntag für die Christen zum Freuden-
fest avancierte, veranlaßte er sie, den Sabbat zu ei-
nem Fasttag zu machen, einem Tag der Trauer und In den ersten Jahrhunderten hielten alle
des Trübsinns, um ihren Haß gegenüber dem Juden-
tum Ausdruck zu verleihen.« Christen den wahren Sabbat.
chen Stadt aufgerichtet und der Bischof von Rom zum durch Folter, Scheiterhaufen oder den Henker. Nun
Oberhaupt der ganzen Kirche erklärt worden (De- wurden Jesu Worte erfüllt: »Ihr werdet aber verraten
kret des Justinian von 533, rechtswirksam 538 mit werden von Eltern, Brüdern, Verwandten und Freun-
der Aufhebung der Belagerung Roms durch die Ost-
Kaiser goten). Das Heidentum war dem Papsttum gewichen,
den; und man wird einige von euch töten. Und ihr
werdet gehaßt sein von jedermann um meines Na-
Konstantin der Drache hatte dem Tier »seine Kraft und seinen
mens willen.« (Lukas 21,16-17) Man verfolgte die
Thron und große Macht« gegeben. (Offenbarung
13,2) Jetzt begannen die 1260 Jahre päpstlicher Un- Gläubigen wie nie zuvor, die Welt wurde zum Blut-
terdrückung, wie in Daniel und Offenbarung prophe- acker. Jahrhundertelang fand die Gemeinde Christi
zeit. (Daniel 7,25; Offenbarung 13,5-7) in der Einöde und Zurückgezogenheit Asyl, wie es der
bat etwas mehr ab und den Sonntag entsprechend auf. Unter Zwang mußten die Christen entweder ihre Prophet vorausgesagt hatte: »Und die Frau floh in die
Auf diese Weise wurde der heidnische Festtag schließ- Integrität aufgeben und die päpstlichen Riten und Got- Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, daß
lich als göttliche Einrichtung gefeiert, während man tesdienste anerkennen oder ihr Dasein in Kerkern fri- sie dort ernährt werde 1260 Tage.« (Offenbarung
den biblischen Sabbat als jüdisches Relikt brandmarkte sten und womöglich eines grausamen Todes sterben 12,6)
und diejenigen, die ihn beachteten, verfluchte. (Syn-
ode von Laodicea, 4. Jhdt: Kanon 29; 2. Synode von
Mâcon, 585: Kanon 1)
Das Siegel des Schöpfers beseitigt
Das finstere Mittelalter bricht an
D
ER Aufstieg der römischen Kirche zur Macht grund, die religiösen Formen nahmen überhand, und
D EM Menschen der Gesetzlosigkeit war es gelungen,
sich zu erheben ȟber alles, was Gott und Gottes-
dienst heißt.« (2. Thessalonicher 2,4) Er hatte es ge-
kennzeichnet den Beginn des finsteren Mit-
telalters. In dem Maße, wie ihre Macht zunahm,
die Menschen stöhnten unter den rigorosen Auflagen.
Nicht nur, daß der Papst ihr Mittler sein sollte, nein, sie
vertiefte sich die Dunkelheit. Der Glaube wurde von mußten sich auch mit ihren eigenen Werken von der
wagt, daß einzige Gebot des göttlichen Gesetzes zu ver- Christus, dem echten Fundament, auf den Papst von Sünde erlösen: Lange Wallfahrten, Bußübungen,
ändern, das die ganze Menschheit klar auf den wahren Reliquienverehrung, der Bau von Kirchen, Schreinen
und lebendigen Gott hinweist. Im vierten Gebot wird Gott »Daß die Kirche von Rom mehr unschul- und Altären und die Zahlung großer Summen an die
als Schöpfer des Universums offenbart und dadurch von diges Blut vergossen hat als jede andere Kirche – dies und vieles andere, so hieß es, besänftige
allen falschen Göttern unterschieden. Als Denkmal für Institution, die je existiert hat, wird von kei- Gottes Zorn und sichere seine Gunst. Als wäre Gott ein
das Schöpfungswerk wurde der siebte Tag zum Ruhetag nem Protestanten bezweifelt werden, der Mensch, den man durch Kleinigkeiten verärgern oder
für den Menschen ausgesondert. Dieser Tag sollte dazu die Geschichte kennt. Es ist unmöglich, durch Geschenke und Bußübungen besänftigen könne!
dienen, dem Menschen den lebendigen Gott beständig sich einen genauen Begriff von der Menge
ihrer Opfer zu machen.« W. E. H. Lecky,
vor Augen zu halten als Ursprung aller Existenz und Ziel »Als monarchisches Oberhaupt des
History of the Rise and Influence of the Spirit
der Verehrung und Anbetung. Satan will jedoch die Men- Vatikanstaates und der römisch-katholi-
of Rationalism in Europe, Band 2, Edition 1910,
schen von ihrer Treue zu Gott und vom Befolgen seines schen Kirche könnte Karol Wojtyla (Papst
Seite 32.
Gesetzes abbringen. Deshalb arbeitet er intensiv gegen Johannes Paul II.) die Macht beanspru-
»Man schätzt … durchschnittlich 40 000
das Gebot, in dem sich Gott als Schöpfer vorstellt. chen, die sich die üblichen Machthaber in
Religionsmorde pro Jahr der Existenz des
Die Protestanten erklären heute, daß Christi Auf- der Weltpolitik teilen.
Papsttums.« John Dowling, The History of
erstehung am Sonntag diesen Tag zum christlichen Wahr ist, daß seine Kirche mehr als 907
Romanism , Seiten 541-542.
Sabbat gemacht hat. Doch der biblische Beweis fehlt. Millionen Mitglieder zählt – ungefähr 18 %
Weder Jesus noch die Apostel haben diesem Tag be- der heutigen Weltbevölkerung. Er
Rom übertragen. Statt dem Sohn Gottes für die Verge- beschäftigt 483 488 Priester und unge-
sondere Aufmerksamkeit gewidmet.
bung der Sünden und das ewige Heil zu vertrauen, fähr 3 000 zunehmend lautstarke Bischö-
Vom heidnischen zum sahen die Menschen auf den Papst und die von ihm fe, die die 211 156 Pfarrbezirke verwalten,
päpstlichen Rom bevollmächtigten Priester und Prälaten. Man lehrte, zusammen 1 920 Diözesen und 513
der Papst sei ihr irdischer Mittler und keiner könne Erzdiözesen. Ihre institutionelle Organi-
I M 6. Jahrhundert hatte sich das Papsttum fest eta-
bliert. Der Sitz seiner Macht war in der kaiserli- zu Gott kommen außer durch ihn; ja er stünde für sie
an Gottes Stelle und deshalb gebühre ihm unbeding-
sation besteht aus einer Infrastruktur von
Schulen, Universitäten, Forschungsinsti-
ter Gehorsam. Bei einem Abweichen von seinen For- tuten, medizinischen und sozialen
derungen drohten den Schuldigen härteste Strafen für Wissenschaftszentren, Krankenhäusern,
Leib und Seele. Auf diese Weise führte man das Volk Klosterschulen, Kirchen, Kathedralen,
von Gott weg, hin zu fehlbaren, grausamen Menschen Kapellen, Klöstern, religiösen Zentren,
und sogar zum Fürsten der Finsternis selbst, der durch Botschaften, Vertretungen, Archiven,
diese Menschen seine Macht ausübte. Die Sünde war Bibliotheken, Museen, Zeitungen,
in ein heiliges Gewand gekleidet. Wenn die Bibel un- Zeitschriften, Verlagshäusern, Radio- und
terdrückt wird und der Mensch sich als höchste In- Fernsehstationen. Wahr ist außerdem,
stanz betrachtet, kann man nur Betrug, Täuschung und daß der Vatikan seine eigene Bank hat,
zunehmende Ungerechtigkeit erwarten. Mit der Erhö- die unter seiner Kontrolle steht, mit
hung menschlicher Gesetze und Traditionen offenbar- einem Team internationaler Berater, die
te sich jene Verderbtheit, die immer erfolgt, wenn man einen ausgedehnten Geschäftsbereich
Gottes Gesetz zur Seite schiebt. verwalten: die Kapitalanlagen des
heiligen Stuhls auf praktisch jedem
Gefahrvolle Zeit Sektor in Welthandel und
Das kleine Horn aus der
Vision Daniels F ÜR die christliche Gemeinde war das Mittel-alter eine
gefahrvolle Zeit. Das Evangelium trat in den Hinter-
-industrie.« Keys of This Blood, M. Martin,
Seite 111.
gen konnte. (Matthäus 8,20)

Die Finsternis Die Erschaffung des Schöpfers

nimmt zu D IE schriftgemäße Verordnung des Abendmahls


war durch das abgöttische Meßopfer verdrängt
worden. Katholische Priester behaupteten, mittels

D
IE folgenden Jahrhunderte bezeugen daß der ihrer Weihworte würden einfaches Brot und Wein in
Irrtum in den von Rom ausgehenden Lehren »seinen wirklichen Leib und sein wirkliches Blut« ver-
beständig zunahm. Schon vor der Aufrichtung wandelt (Cardinal Wiseman, The Real Presence of
des Papsttums war den Lehren heidnischer Philoso- the Body and Blood of Our Lord Jesus Christ in the
phen Aufmerksamkeit gezollt worden, und sie hatten Blessed Eucharist, Proved From Scripture, Lecture
einen gewissen Einfluß in der Kirche ausgeübt. Viele 8, sec. 3, par. 26). Mit gotteslästerlicher Anmaßung
angeblich Bekehrte hingen noch immer an den Lehr- beanspruchten sie offen die Macht, Gott, den Schöp-
sätzen ihrer heidnischen Philosophie. Sie studierten fer aller Dinge, zu schaffen. Man verlangte von Chri-
sie nicht nur weiterhin, sondern drängten sie auch sten unter Androhung der Todesstrafe, ihren Glau-
andern auf, um ihren Einfluß unter den Heiden aus-
zuweiten. Auf diese Weise wurden schwere Irrtümer
in den christlichen Glauben eingeführt. Darunter vor »Am 24. August 1572 ermordeten rö-
Die Finsternis schien zuzunehmen. Die Bilder- mische Katholiken in Frankreich, unter je-
verehrung grassierte; man zündete Kerzen vor den Bil- allem die Lehre von der natürlichen Unsterblichkeit
suitischem Einfluß vorbereitet, 70 000
dern an und betete zu ihnen. Absurde und abergläubi- des Menschen und seinem Bewußtsein nach dem Tod.
Protestanten innerhalb von zwei Mona-
sche Bräuche wucherten, ja die Menschen verstrick- Diese Lehre legte das Fundament, auf dem Rom die
ten. Der Papst jubelte, als er die Nach-
ten sich so vollständig in den Aberglauben, daß die Anrufung und Verehrung der Heiligen und der Jung- richt von diesem erfolgreichen Ergebnis
Vernunft ihren Einfluß scheinbar verloren hatte. Was frau Maria gründete. Daraus ergab sich auch die dem erhielt.« Western Watchman, 21. Novem-
konnte man anderes erwarten, als daß die Menschen päpstlichen Glauben früh einverleibte Irrlehre der ewi- ber 1912. (katholisch)
in Unkenntnis und Unmoral versanken, holten sie sich gen Qual für die bis zuletzt Unbußfertigen. Damit
doch ihren Rat von Priestern und Bischöfen, die selbst wurde der Einführung einer weiteren heidnischen Er- ben an diese entsetzliche, himmelschmähende Irrleh-
genußsüchtig, wollüstig und korrupt waren. findung der Weg bereitet: Der Lehre vom Fegefeuer, re zu bekennen. Scharenweise übergab man jene, die
Päpstliche Überheblichkeit sich weigerten, den Flammen.

D AS Papsttum ging in seiner Anmaßung noch ei-


nen Schritt weiter: Papst Gregor VII. verkündete
»Der Papst ist nicht nur der Stellvertre- Millionen von Märtyrern
im 11. Jahrhundert die Vollkommenheit der römi-
schen Kirche. Sie habe sich nie geirrt und werde sich
ter Jesu Christi, sondern ist Jesus Christus
selbst, verborgen unter dem Schleier des
Fleisches.« The Catholic National, Juli 1895.
I M 13. Jahrhundert wurde das schrecklich-ste Werk-
zeug des Papsttums eingeführt: die Inquisition. Der
Fürst der Finsternis arbeitete mit den Führern der
gemäß der Heiligen Schrift nie irren. Doch einen bi- päpstlichen Hierarchie Hand in Hand. In ihren ge-
blischen Beweis für diese Behauptung ließ er ver- heimen Sitzungen wurden die Gemüter bösartiger
missen. Der Papst beanspruchte außerdem, er kön- wie Rom sie nannte und die sie dazu verwendete, den
Menschen von Satan und seinen Engeln beherrscht,
ne Kaiser absetzen und erklärte, daß kein von ihm leichtgläubigen und abergläubischen Massen Furcht
während unsichtbar in ihrer Mitte ein Engel Gottes
verkündigter Rechtsspruch je durch irgend jeman- einzuflößen. Diese Irrlehre besagt, es gäbe einen Ort
den aufgehoben werden dürfe; er jedoch sei berech- stand, die schrecklichen Berichte ihrer Inquisitions-
der Qual, in der die Seelen derer, die die ewige Ver-
tigt die Entscheidungen anderer aufzuheben. (s. erlasse aufzeichnete und die Geschichte ihrer Taten,
dammnis nicht verdient hätten, die Strafe für ihre Sün-
Dictatus Gregorii Papae, Frühjahr 1075) den abbüßen müßten. Wenn sie von aller Unreinheit
Was für ein Kontrast zwischen der anmaßenden befreit seien, dürften sie dann in den Himmel eintre-
Überheblichkeit dieses stolzen Pontifex und der Sanft- ten.
mut und Milde Christi, der von sich selbst sagt, er
stehe vor der Herzenstür und bitte um Einlaß, um Der finanzielle Aspekt
Vergebung und Frieden zu bringen und der seine Jün-
ger lehrte: »Wer unter euch der Erste sein will, der
sei euer Knecht.« (Matthäus 20,27)
N OCH eine andere Lüge war nötig, wol-lte Rom von
den Ängsten und Lastern seiner Anhänger profi-
tieren: Die Ablaßlehre. Die völlige Vergebung von al-
len vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sün-
»Papst Johannes Paul II. bat um Ver- den, sowie der Erlaß aller sich dadurch zugezogener
gebung für die katholisch-protestanti- Strafen und Qualen versprach man denen, die sich
schen Kriege in Europa während der Ge- an den Kriegen des Papstes beteiligten, die sein welt-
genreformation.« U.S. News and World Re- liches Herrschaftsgebiet ausweiten, seine Feinde be-
port, 3. Juli 1995. strafen oder jene ausrotten sollten, die es wagten,
Diese und ähnliche Nachrichten erken- seine geistliche Oberhoheit abzulehnen. Man lehrte
nen indirekt die Verantwortung an für Mil- die Menschen außerdem, daß sie sich durch Geld-
lionen von Märtyrern während des Mittel- spenden an die Kirche von der Sünde freikaufen und
alters. Die Bibel sagt voraus, daß in einer
ebenso die Seelen ihrer verstorbenen Freunde aus den
kurz bevorstehenden Krisenzeit das Papst-
qualvollen Flammen befreien könnten. Durch solche
tum und seine Unterstützer wieder zu
staatlicher Macht greifen werden, um Dis-
Mittel füllte Rom seine Kassen und unterstützte Prunk,
sidenten zu kontrollieren. Luxus und Laster der vorgeblichen Repräsentanten
desjenigen, der nicht hatte, wo er sein Haupt hinle-
die für menschliche Augen zu grausam sind. Die ver- gen protestantischen Sicht vom Papsttum! »Wenn der Katholizismus in Zukunft noch ka-
stümmelten Leiber von Millionen von Blutzeugen Das Papsttum am Pranger tholischer wird, was ich unter dem jetzigen Papst
schrien zu Gott um Vergeltung gegen jene abtrünnige erwarte, dann werden die theologischen Unter-
Macht.
Absolute Finsternis
M ARTIN Luther sagte: »Ich weiß, daß der Papst
der Antichrist ist. Sein Stuhl gehört Satan selbst.
Das Papsttum ist die Generaljagd unter Leitung des
schiede schärfer; aber unsere Verbindungen mit
den Katholiken gegen die säkulare Kultur können
tiefer werden. Ich, für meinen Teil, bin bereit zu
D AS Papsttum war zum Weltdiktator auf-gestiegen.
Könige und Kaiser beugten sich den Erlassen des
römischen Pontifex. Er schien das Schicksal der Men-
römischen Pontifex, um Seelen zu fangen und zu ver-
nichten.«
Charles Spurgeon sagte: »Wir müssen mit klu-
dem Deal.« David Wells, Eternity Magazine, Sep-
tember 1987.
schen für Zeit und Ewigkeit zu bestimmen. Jahrhun- gem Mut jene warnen, die zu den Irrtümern Roms »Die protestantisch-charismatische und die
dertelang übernahm man überall die Ansichten Roms tendieren; wir müssen ihnen von den schwarzen Ta- katholisch-charismatische Auffassung vom
offen oder stillschweigend, führte die Riten Roms ehr- ten des Papsttums erzählen.« Christsein ist in allen Absichten und Zielen iden-
erbietig durch, feierte die Feste Roms, verehrte die John Knox sagte, der Papst sei »wahrhaft der An- tisch. Ob das nicht bedeutsam für die christliche
Geistlichen Roms und füllte die Kassen Roms. Nie- tichrist.« Zukunft ist?« J. I. Packer, Christianity Today, 22.
mals hat die römische Kirche größere Würde, Herr- John Wesley sagte vom Papsttum: »Es verkörpert Juni 1992.
lichkeit und Macht erlangt. in nachdrücklichster Form den Menschen der Ge- Der Protestantismus hat seine Wurzeln verges-
setzlosigkeit, weil es alle Arten von Sünde maßlos sen. Er war dazu bestimmt, den Irrtümern Roms zu
Grenzenlose Entartung widerstehen und sie aufzudecken. Jetzt will er sie um-
vermehrt.«
D ES Papsttums Mittag war der Welt Mit-ternacht.«
(J. A. W ylie, The History of Protestantism,
Band 1, Kapitel 4) Die Heilige Schrift war beim
John Calvin sagte: »Wir nennen den römischen
Papst Antichrist.«
armen. Jetzt, wo die ganze Welt kurz vor dem letzten
Angriff Roms steht, bilden die ehemaligen Feinde Al-
lianzen. Die protestantische Welt hat vergessen, daß
Volk und sogar bei den Priestern fast vollständig Protestanten vergessen sie in einen ewigen Kampf einbezogen ist. Sie ver-
in Vergessenheit geraten. Genau wie die alten Pha- ihre Vergangenheit nachlässigt ihr Wissen bereitwillig, deshalb wartet der
risäer haßten die päpstlichen Führer das Licht, das Untergang auch auf sie.
ihre Sünden entlarven würde. Weil sie Gottes Ge-
setz, den Maßstab der Gerechtigkeit, beiseite ge-
H EUTE haben die Nachfahren jener treuen Mär-
tyrer vergessen, warum sie
sich selbst als Protestanten be-
schoben hatten, konnten sie ihren Einfluß unge- zeichnen. Zum Nachdenken eini-
hemmt ausüben und ihren Lastern schrankenlos ge Aussagen von Protestanten
frönen. Betrug, Habsucht und Unmoral triumphier- heute:
ten, und die Menschen schraken vor keinem Ver- »Für Protestanten ist es Zeit,
brechen zurück, das ihnen Reichtum oder Positi- zum Hirten (dem Papst) zu ge-
on zu verschaffen versprach. Die Paläste der Päp- hen und zu sagen: ‘Was müssen
ste und Prälaten waren Orte abscheulicher Aus- wir tun, um nach Hause zu kom-
schweifungen. Einige der regierenden Päpste be- men?’« Dr. Robert Schuller, Los
gingen solch unbeschreibliche Verbrechen, daß Angeles Herald Examiner,
weltliche Herrscher versuchten, diese Würdenträ- 19. September 1987.
ger der Kirche als Monster abzusetzen. Man fand »Führer amerikanisch-prote-
sie zu abstoßend, als daß man sie hätte dulden stantischer und morgenländi-
können. Seit Jahrhunderten stagnierten Bildung, scher Kirchen, die am Freitag mit
Kunst und Zivilisation in Europa. Das Christentum Papst Johannes Paul II. zusam-
war moralisch und intellektuell gelähmt. mentrafen, begrüßten ihre erste
Protest der Reformatoren weitgehend repräsentative Dis-

N UR weil die meisten Menschen Gottes Wort


nicht kannten, konnte das Papsttum während
des finsteren Mittelalters die Welt regieren. Am
kussion als Markstein auf dem
Weg zu größerer Einheit. … Rev.
Donald Jones, Mitglied der
Ende dieses Zeitalters, als sich ein Verständnis United Methodist Church und
des Wortes entfaltete, begannen Männer gegen Vorsitzender der Abteilung für re-
die Irrtümer dieser Zeit zu protestieren. Die pro- ligiöse Studien an der University
testantischen Reformatoren befreiten sich von of South Carolina, nannte es ‘das
den Fesseln des Irrtums und des Aberglaubens, bedeutendste ökumenische Tref-
und begannen das Licht des Wortes Gottes schei- fen des Jahrhunderts’ … Rev.
nen zu lassen. Als sie die Lehren in Gottes Wort Paul A. Crow Jr. aus Indianapolis,
verstanden, erkannten sie, daß sie protestieren zuständig für Ökumenefragen bei
und sich den katholischen Irrtümern widerset- der Christian Church (Disciples
zen mußten, wenn sie Gott treu sein wollten. Des- of Christ), bezeichnete das Tref-
halb nannte man sie »Protestanten«. Einmal mehr fen als ‘neuen Tag im
in der Geschichte dieses Planeten war die Kennt- Ökumenismus’, der eine Zukunft
nis des Wortes Gottes in Vergessenheit geraten. eröffne, in der Gott ‘uns zusam-
Interessant ist ein Vergleich zwischen der Sicht menbringt’.« The Montgomery
der Reformatoren vom Papsttum und der heuti- Advertiser, 12. September 1987. Die Hugenottin Marie Durand im Kerker von Aigues-Mortes (1730-1768)
Gottes Gesetz
Der eigentliche
Streitpunkt
S
EIT Ausbruch des großen Kampfes im Himmel ist mer und eleganter Kreise, vieler
es Satans Absicht, Gottes Gesetz umzustürzen. Men- Colleges und Universitäten, ja zu-
schen zu täuschen und sie auf diese Weise dazu zu weilen sogar theologischer Insti-
führen, Gottes Gesetz zu übertreten, ist das Ziel, das er tutionen ist nicht viel besser als
beharrlich verfolgt. Ob dies nun erreicht wird, indem Baal, der Sonnengott Phöniziens.
man das ganze Gesetz verwirft oder nur ein Gebot, das Die Lehre der Neuzeit, Gottes
Ergebnis ist letztendlich das gleiche. „Denn wenn je- Gesetz sei für Menschen nicht
mand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein ein- mehr bindend, breitet sich sehr
ziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.“ schnell aus. Kein von der christlichen Welt akzeptier- in den Medien. Die Presse veröffentlicht die abstoßenden
(Jakobus 2,10) ter Irrtum greift die Autorität des Himmels mehr an, Einzelheiten ihrer Untaten und lehrt auf diese Weise an-
Um die göttlichen Gebote verächtlich zu machen, hat setzt sich der Vernunft so direkt entgegen und führt zu dere, wie man betrügt, raubt und mordet; und Satan tri-
Satan die Lehren der Bibel entstellt. Auf diese Weise wur- furchtbareren Folgen. Angenommen prominente Pasto- umphiert über den Erfolg seiner höllischen Pläne. Die
den Irrtümer in den Glauben Tausender gepflanzt. Die ren würden öffentlich lehren, das Grundgesetz, das in Liebe zum Laster, mutwilliges Töten, die erschreckende
letzte große Schlacht zwischen Wahrheit und Irrtum wird unserm Land die Rechte der Staatsbürger schützt, sei Zunahme von Unmäßigkeit und Niedertracht jeglicher Art
die Entscheidung bringen im langwierigen Streit um Got- nicht verbindlich, weil es die Freiheit des Menschen und jeglichen Ausmaßes, sollte alle Gottesfürchtigen auf-
tes Gesetz. Wir sind nun im Begriff, in diesen Kampf ein- beschneide. Man solle es deshalb nicht befolgen. Wie rütteln: Was tun gegen die Flut des Bösen?
zutreten – einen Kampf zwischen den Gesetzen der Men- lange würden solche Männer auf der Kanzel toleriert Die Bibel zählt nicht mehr
schen und den Geboten Gottes, zwischen der Religion werden? Ist die Mißachtung der staatlichen und natio-
der Heiligen Schrift und der Religion der Fabeln und
Überlieferungen.
nalen Gesetze etwa ein schwerwiegenderes Vergehen
als die Mißachtung der göttlichen Gebote, dem Funda-
S CHLECHTIGKEIT und geistliche Fin-sternis unter der
Oberhoheit Roms waren vorprogrammiert, weil Rom
die Bibel unterdrückte. Doch warum sind heute so viele
Der Unglaube nimmt in erschreckendem Maße über- ment aller Regierungen?
ungläubig und lehnen Gottes Gesetz ab, in einer Zeit der
hand, nicht nur in der Welt, sondern auch in der Kirche. Die Sünde hört auf Sünde zu sein
Viele verleugnen Lehren, die die eigentlichen Pfeiler des Religionsfreiheit, wo das Evangelium mit voller Kraft
christlichen Glaubens sind. Die erhabenen Tatsachen der
Schöpfung, wie sie von inspirierten Schreibern darge-
W O immer man Gottes Gebote zurückweist, hört die
Sünde auf sündhaft und die Gerechtigkeit wün-
schenswert zu erscheinen. All jene, die sich gegen Gottes
strahlen darf? Jetzt, da Satan die Welt nicht länger da-
durch unter seiner Kontrolle halten kann, indem er ihr
die Bibel entzieht, greift er zu anderen Mitteln, um das-
stellt werden, der Fall des Menschen, die Versöhnung
Herrschaft sperren, sind völlig unfähig, sich selbst zu be- selbe Ziel zu erreichen: Er zerstört den Glauben an die
und die ewige Gültigkeit des Gesetzes Gottes werden von
herrschen. Durch ihre verderblichen Lehren wird der Bibel. Das dient seinen Zwecken genauso gut wie das
einem Großteil der angeblich christlichen Welt praktisch
Geist der Auflehnung in die Herzen der Kinder und Ju- Vernichten der Bibel selbst. Durch die Auffassung, daß
verworfen, ganz oder teilweise. Viele Prediger lehren ihre
gendlichen gepflanzt, die sich von Natur aus ungern füh- Gottes Gesetz nicht bindend sei, bringt er die Menschen
Gemeinden und viele Professoren und Lehrer unterwei-
ren lassen. Ein gesetzloser, zügelloser Zustand der Ge- ebenso erfolgreich dazu, es zu übertreten, als wären ih-
sen ihre Schüler, daß Gottes Gesetz verändert oder auf-
sellschaft ist die Folge. Während sie über die Leichtgläu- nen dessen Gebote völlig unbekannt. Wie in vorigen Jahr-
gehoben worden sei. Wer seine Anforderungen immer
bigkeit jener spottet, die die Gebote Gottes befolgen, hunderten verfolgt er auch heute seine Pläne durch die
noch als gültig betrachtet, verdiene, so meint man, nur
nimmt die Masse begierig Satans Täuschungen an. Sie Kirche. Die heutigen Religionsgemeinschaften haben ihr
Spott und Verachtung.
läßt ihrer Lust freien Lauf und praktiziert die Sünden, die Ohr für die unpopulären Wahrheiten verschlossen, die
Ideologischer Götzendienst einst Strafgerichte über die Heiden gebracht haben. die Heilige Schrift deutlich lehrt. Dadurch, daß sie sie
W ER die Wahrheit verwirft, verwirft auch ihren Urhe-
ber, und wer Gottes Gesetz mit Füßen tritt, verneint
Die Gesellschaft löst sich auf bekämpft haben, sind sie zu Interpretationen und Stand-
punkten gelangt, die den Samen des Zweifels weit aus-
die Autorität des Gesetzgebers. Ein Götzenbild aus fal-
schen Glaubenslehren und Theorien läßt sich genauso
D IE Ansicht, daß die Menschen Gottes Gebote nicht
länger befolgen müssen, hat die moralische Kraft der
Gesellschaft bereits geschwächt und der Welt die Schleu-
gestreut haben.
Indem sie am päpstlichen Irrtum festhalten, der
leicht anfertigen wie ein Götzenbild aus Holz oder Stein. Mensch sei von Natur aus unsterblich und auch nach
sentore der Ungerechtigkeit geöffnet. Gewalt, Ausschwei-
Satan stellt Gottes Wesen so verzerrt dar, daß er die Men- fung und Korruption überfluten uns. Satan wirkt in der dem Tod bei Bewußtsein, haben sie den einzigen Schutz
schen dazu führt, sich ein falsches Bild von ihm zu ma- Familie und hat seine Flagge selbst in vorgeblich christli- gegen die Täuschungen des Spiritismus verworfen. Die
chen. Für viele hat ein philosophisches Idol Gott ent- chen Haushalten gehißt. Es herrschen Neid, Argwohn, Lehre von der ewigen Qual hat vielen den Glauben an
thront und seinen Platz eingenommen, während nur Heuchelei, Entfremdung, Wetteifer, Streit, Treubruch und die Bibel vergällt. Und da das vierte Gebot das Halten
wenige den lebendigen Gott anbeten, wie er in seinem Lustbefriedigung. Das ganze System religiöser Grundsät- des Siebenten-Tags-Sabbats verordnet, erklären viele
Wort, in Christus und in den Werken der Schöpfung of- ze und Lehren, das die Basis und den Rahmen des sozia- volkstümliche Lehrer, daß Gottes Gesetz nicht mehr bin-
fenbart wird. Tausende vergöttern die Natur, während len Lebens bilden sollte, scheint zu schwanken und steht dend sei – nur so können sie ihre Augen vor einer Not-
sie den Gott der Natur ablehnen. Obwohl in unterschied- kurz vor dem Zusammenbruch. Selbst Schwerverbrecher wendigkeit verschließen, die sie nicht wahr haben wol-
licher Form existiert heute in der christlichen Welt Göt- erhalten, wenn man sie für ihr Vergehen ins Gefängnis len. Auf diese Weise schieben sie das Gesetz und den
zendienst noch genauso wie im alten Israel zur Zeit Eli- wirft, oft Geschenke und Aufmerksamkeiten, als hätten Sabbat zusammen beiseite. Wenn die Sabbatreform fort-
as. Der Gott vieler angeblich weiser Männer, Philoso- sie eine beneidenswerte Auszeichnung erlangt. Ihrem Cha- schreitet, wird fast jeder Gottes Gesetz ablehnen und so
phen, Dichter, Politiker, Journalisten, der Gott vorneh- rakter und ihren Verbrechen widmet man breiten Raum dem vierten Gebot aus dem Weg gehen.
Woher kommt Satan, der Ursprung des Bösen?
Der Ursprung der Sünde? deshalb von ihrer völligen Harmonie mit seinen groß- … Ich will auffahren über die hohen Wolken und
artigen Gerechtigkeitsprinzipien ab. Gott wünscht, gleich sein dem Allerhöchsten.« (Jesaja 14,13-14)

V
IELE haben sich schon den Kopf zerbrochen:
Woher kommt die Sünde und warum existiert daß ihm alle seine Geschöpfe in Liebe dienen – in Anstatt danach zu trachten, Gott in der Zuneigung
sie? Sie sehen, was das Böse anrichtet, die Ehrerbietung, die einer verständnisvollen Wert- und Treue seiner Geschöpfe zu erhöhen, versuchte
schrecklichen Folgen, Leid und Verwüstung, und sie schätzung für seinen Charakter entspringt. Er hat Luzifer, ihren Dienst und ihre Ehrerbietung für sich
fragen sich: Wie kann dies alles unter der Oberherr- kein Gefallen an erzwungener Treue und schenkt al- zu gewinnen. Indem er die Würde begehrte, die der
schaft eines Gottes geschehen, der unendlich weise len einen freien Willen, damit sie ihm freiwillig die- unendliche Vater seinem Sohn verliehen hatte, strebte
ist, unendlich mächtig und unendlich liebevoll. nen können. Doch es gab einen, der seine Freiheit dieser Engelfürst nach einer Macht, die das alleinige
Es ist unmöglich den Ursprung der Sünde so mißbrauchte. Die Sünde entstand durch ihn. Gott Vorrecht Christi war.
zu erklären, daß dadurch eine Begründung für hatte ihn gleich nach Christus am meisten geehrt, an Der Sohn Gottes war der anerkannte Regent des
ihr Dasein gegeben würde. Genug kann jedoch Macht und Ansehen war er der höchste unter den Himmels und eins mit dem Vater in Macht und Auto-
Bewohnern des Alls. Vor seinem Fall war Luzifer der rität. Gott beriet sich in allem mit Christus, doch Lu-
hinsichtlich ihres Ursprungs und ihres endgülti-
erste der schirmenden Cherubim, heilig und unbe- zifer weihte er nicht in demselben Maß in seine Plä-
gen Schicksals verstanden werden, um völlig zu
offenbaren, daß Gott in seinem ganzen Umgang fleckt. Siehe Hesekiel 28,12-15. ne ein. »Warum«, so fragte der mächtige Engel, »soll-
Luzifer hätte mit Gott in Einklang bleiben können, te Christus die Oberherrschaft haben? Warum sollte
mit dem Bösen gerecht und gütig handelt. Die
geliebt und geschätzt von allen Engeln. Er hätte seine er höher geehrt werden als Luzifer?«
Sünde ist ein Eindringling, dessen Gegenwart man
nicht begründen kann. Könnte man sie entschul- hohen Fähigkeiten weiterhin zum Segen aller und zum Geheimnisumwoben
Lob seines Schöpfers einsetzen können. Doch, so sagt
digen oder eine Ursache für ihre Existenz finden,
würde sie aufhören Sünde zu sein. Die einzige
Definition für Sünde steht im Wort Gottes: die
der Prophet, »weil sich dein Herz erhob, daß du so
schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in
S ATAN genoß so hohes Ansehen, und alle seine Ta-
ten waren so geheimnisumwoben, daß es schwer
war, den Engeln das wahre Wesen seiner Machen-
Übertretung des Gesetzes. all deinem Glanz … .« (Hesekiel 28,17) schaften zu enthüllen. Bevor sich die Sünde nicht ganz
Ganz allmählich gab Luzifer dem Wunsch nach entfaltet hatte, würde sie nicht als so böse erschei-
Gottes Liebe gegen Hochmut Selbsterhöhung nach. »Du aber gedachtest … Ich nen, wie sie war. Bis dahin hatte sie in Gottes Weltall
D AS Gesetz der Liebe ist das Fundament der Re-
gierung Gottes; das Glück aller Geschöpfe hing
will meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen,
ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung
keinen Platz gehabt, und heilige Wesen hatten kei-
nen Begriff von ihrer Natur und Bösartigkeit. Sie

»Wenn die katholische Kirche deshalb auch


Das finstere Mittelalter kehrt zurück für ihre Lehre das Recht auf dogmatische Into-
leranz beansprucht, ist es ungerecht, sie zu ta-
deln, weil sie dieses Recht ausübt … Sie be-
trachtet ihre dogmatische Intoleranz nicht nur

S
ATANS Taktik im Endkampf gegen Gottes Volk Zwang durch Grausamkeit
als ihr unanfechtbares Recht, sondern auch als
ist die gleiche, die er zu Anfang des großen
Kampfes im Himmel anwendete. Er beteuerte, er
wolle die Regierung Gottes stützen, im Geheimen ar-
G OTT zwingt nie, weder den Willen noch das Ge-
wissen. Satan hingegen wendet beständig Zwang
durch Grausamkeit an, um die unter seine Kontrolle
geheiligte Pflicht … Gemäß Römer 13,4 ha-
ben Staaten das Recht, schwere Verbrechen mit
beitete er jedoch mit aller Anstrengung auf ihren Sturz zu bekommen, die er auf keine andere Weise ver- dem Tod zu bestrafen. Daraus ergibt sich, daß
hin. Genau das Werk aber, was er auf diese Weise zu führen kann. Mit Angst oder Gewalt versucht er das ‘man Ketzer nicht nur exkommunizieren, son-
vollbringen suchte, legte er den treugebliebenen En- Gewissen zu beherrschen und Huldigung für sich zu dern gerechterweise auch zum Tod verurtei-
geln zur Last. Das gleiche Täuschungsmanöver cha- gewinnen. Um dies zu erreichen, arbeitet er sowohl len darf’.« The Catholic Encyclopedia, Ausgabe
rakterisiert die Geschichte der römischen Kirche. Wäh- durch religiöse als auch weltliche Mächte und be- von 1911, Band 14, Seiten 766, 768.
rend sie danach trachtete, sich über Gott zu erheben wegt sie dazu, menschliche Gesetze durchzusetzen, jene, die Gottes Gebote halten, falsch dargestellt und
und sein Gesetz zu verändern, gab sie vor, stellvertre- die Gottes Gesetz trotzen. verurteilt werden. Man wird ihren Worten und ihnen
tend für den Himmel zu handeln. Unter der Herrschaft Wer den biblischen Sabbat heiligt, wird als Feind die schlimmsten Motive unterstellen.
Roms wurden diejenigen, die aufgrund ihrer Treue zum von Gesetz und Ordnung verschrieen werden, der die
Evangelium getötet wurden, als Übeltäter gebrand- moralischen Schranken der Gesellschaft niederreißt, Licht gegen Finsternis
markt. Man erklärte, sie seien mit Satan im Bunde eingetauscht
Anarchie und Verderbnis verursacht und die Gerich-
und wandte jedes Mittel an, um sie mit Schmach zu te Gottes auf die Erde herabruft. Seine Gewissens-
überhäufen, damit sie in den Augen des Volkes und
sogar vor sich selbst als die niederträchtigsten Verbre-
skrupel werden als Eigensinn, Verbohrtheit und
Autoritätsmißachtung bezeichnet werden. Er wird als
W EIL die protestantischen Kirchen die klaren bi-
blischen Argumente zur Verteidigung von Gottes
Gesetz ablehnen, werden sie versuchen, die zum
cher erschienen. So wird es auch jetzt sein. Satan wird Staatsfeind angeklagt werden. Pastoren, die bestrei- Schweigen zu bringen, deren Glauben sie mit der Bi-
versuchen, alle zu vernichten, die Gottes Gesetz schät- ten, daß Gottes Gesetz gilt, werden von der Kanzel bel nicht umstürzen können. Obgleich sie ihre eige-
zen. Er wird veranlassen, daß man sie als Gesetzes- herab verkünden, jeder einzelne müsse sich gehor- nen Augen vor diesen Tatsachen verschließen, schla-
brecher beschuldigt, die Gott beleidigen und die Welt sam der von Gott eingesetzten Regierung unterord- gen sie nun einen Weg ein, der zur Verfolgung derer
ins Unglück stürzen. nen. In den Parlamenten und Gerichtshöfen werden führen wird, die sich gewissenhaft weigern, dem nach-

Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.
konnten nicht die schrecklichen Folgen absehen, die zur Sünde. Und als er soweit Erfolg hatte, erklärte er, derlich und der Sünde Sold ist der Tod. Als Jesus,
sich daraus ergeben würden, daß man Gottes Gesetz Gottes ungerechte Einschränkungen hätten den Men- kurz bevor er starb, ausrief: „Es ist vollbracht“,
außer Kraft setzte. In seinem Verfahren mit der Sünde schen zu Fall gebracht, wie sie auch ihn zur Rebelli- stand das Ende Satans fest. Der große Kampf, der
konnte Gott nur nach gerechten und wahrhaftigen Prin- on veranlaßt hätten. so lange andauerte, war entschieden und die end-
zipien handeln. Satan jedoch wandte an, was Gott nie- Gott bewies seine Liebe durch die Hingabe sei- gültige Austilgung des Bösen besiegelt. Das ganze
mals anwenden konnte – Schmeichelei und Täu- nes einzigen Sohnes: Er starb für die gefallene Universum wird mit eigenen Augen gesehen haben,
schung. Den Mißklang, den sein eigenes Verhalten im Menschheit. In der Versöhnung offenbart sich das wie die Sünde ist und wohin sie führt.
Universum verursacht hatte, schob Satan Gottes Ge- Wesen Gottes. Das Kreuz ist für das ganze Universum
setz und Regierung in die Schuhe. Alles Böse, erklärte der mächtigste Beweis dafür, daß der sündhafte Kurs,
er, sei ein Ergebnis göttlicher Mißwirtschaft. Er be- den Luzifer einschlug, in keiner Weise Gottes Regie-
hauptete, daß er Gottes Satzungen verbessern wolle. rung angelastet werden kann.
Wegen alledem war es notwendig, daß das Wesen sei- Mehr als Erlösung
ner Ambitionen offenbar würde und die Wirkung sei-
ner beabsichtigeten Veränderungen am göttlichen Ge-
setz sich zeigte. Sein eigenes Werk mußte ihn verdam-
N ICHT allein der Erlösung des Menschen wegen kam
Christus auf die Erde und beschritt den Weg des
Leidens und des Todes. Er kam auch, um das Gesetz
men. Satan hatte von Anfang an behauptet, er rebellie- »herrlich und groß« (Jesaja 42,21) zu machen. Nicht
re nicht. Nun mußte er Zeit bekommen, um sich durch nur, damit die Bewohner dieser Welt das Gesetz so
seine bösen Taten zu entlarven. Das ganze Universum beachten, wie es ihm gebührt, sondern um allen Wel-
sollte den Verführer demaskiert sehen. ten im Universum zu beweisen: Gottes Gesetz ist un-
Derselbe Geist veränderlich. Hätten seine Ansprüche beiseitegesetzt

D ERSELBE Geist, der die Rebellion im Universum


auslöste, nährt noch immer die Rebellion auf Er-
den. Satan geht bei den Menschen genauso vor wie
werden können, hätte der Sohn Gottes sein Leben nicht
hingeben müssen, um die Übertretung zu sühnen. Der
Tod Jesu beweist seine Unveränderlichkeit.
damals bei den Engeln. Durch die gleiche falsche Bei der endgültigen Vollstreckung des Gerichts
Darstellung des Charakters Gottes, deren er sich im wird man sehen, daß es keinen Grund für die Sünde
Himmel bediente und die Gott als streng und herrsch- gibt. Das, was am Kreuz auf Golgatha geschah, ver-
süchtig erscheinen ließ, verleitete er den Menschen kündigt dem ganzen Weltall: Das Gesetz ist unverän-

zukommen, was die übrige christliche Welt tut. Sie an- Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt einge-
erkennen die Ansprüche des päpstlichen Sabbats. schenkt ist in den Kelch seines Zorns.« (Offenbarung 14,9- Die Gewissensfreiheit, die so große
10) Nur wenn man die Symbole korrekt auslegt, kann man
Gewissensfreiheit verweigert
diese Botschaft verstehen. Wer ist das Tier, worum handelt
Opfer gekostet hat, wird nicht länger
geachtet werden.
D IE Würdenträger von Staat und Kirche werden
sich zusammentun und alle Menschen bestechen,
überreden oder zwingen, den Sonntag zu halten. Der
es sich bei seinem Bild und was ist das Zeichen?

Mangel an göttlicher Autorität wird durch grausame Ge-


setze ausgeglichen werden. Politische Korruption zer- Auslegung der Symbole
stört die Liebe zur Gerechtigkeit und die Achtung vor Der Drache
der Wahrheit. Selbst im freien Amerika werden Regie- große Dinge und Lästerungen. … Und es tat sein Maul

D
IE prophetische Reihe, in der wir diese Symbole auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen
rung und Parlament den Forderungen des Volks nach
finden, beginnt mit dem Drachen in Offenba- und sein Haus und die im Himmel wohnen. Und es
einem Gesetz zur Durchsetzung der Sonntagsfeier nach- rung 12. Dort begegnen wir dem Drachen, einem
geben, um sich die öffentliche Gunst zu sichern. In dem wurde ihm Macht gegeben, zu kämpfen mit den Heili-
Symbol für Satan (s. Offenbarung 12,9), wie er Jesus gleich
bald kommenden Konflikt werden sich die Worte des
nach seiner Geburt durch Herodes zu vernichten sucht.
Propheten erfüllen: „Und der Drache wurde zornig über Seine Hauptwaffe gegen den Heiland und sein Volk war
die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die Übrigen während der ersten Jahrhunderte des christlichen Zeital-
von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und ha-
ters das Römische Reich, in dem das Heidentum die vor-
ben das Zeugnis Jesu.“ (Offenbarung 12,17) herrschende Religion war. Der Drache repräsentiert also
Der dritte Engel aus Offenbarung 14 lenkt den Blick in erster Linie Satan, in zweiter Linie stellt er das heidni-
auf eine andere Menschengruppe. Sie unterscheidet sich
sche Rom dar.
von denen, die Gottes Gebote halten und den Glauben Jesu
haben. Er warnt eindringlich vor ihren Irrtümern: »Wenn Das pantherähnliche Tier
jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zei-
chen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem I M 13. Kapitel (Verse 1-10) wird ein anderes Tier
beschrieben, »gleich einem Panther«. Der Drache
– Satan durch das heidnische Rom – »gab ihm seine
Kraft und seinen Thron und große Macht« (Vers 2). gen und sie zu überwinden; und ihm wurde Macht
Wer den biblischen Sabbat heiligt, Die meisten Protestanten sahen in diesem panther- gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen
wird als Feind von Recht und Ord- ähnlichen Tier zurecht das Papsttum, das das Erbe des und Nationen.« (Verse 5-7) Diese Prophezeiung, fast
nung verschrien werden. alten Römischen Reichs antrat. Von diesem Tier wird identisch mit der Beschreibung des kleinen Horns in
gesagt: »Es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden Daniel 7, porträtiert unzweifelhaft das Papsttum.
»Und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zwei- schen Symbol und Wirklichkeit gibt eine eindeutige zwischen Theorie und Praxis der USA an. Als Nati-
undvierzig Monate lang.« (Vers 5) Der Prophet of- Antwort. Nur eine Nation paßt genau auf die Beschrei- on »redet« sie durch ihre Gesetzgebung und Recht-
fenbart: »Ich sah eines seiner Häupter, als wäre es bung dieser Prophezeiung: die Vereinigten Staaten sprechung. Durch diese zwei Kanäle wird sie die
tödlich verwundet.« (Vers 3) Und dann: »Wenn von Amerika. Prinzipien der Freiheit und des Friedens Lügen stra-
jemand mit dem Schwert tötet … der wird mit dem Redner und Historiker haben unbewußt Auf- fen, die vorgeblich das Fundament ihrer Politik sind.
Schwert getötet werden.« (Vers 10) Die 42 Monate stieg und Wachstum dieser Nation immer wieder Die Prophezeiung, sie werde wie ein Drache reden
sind identisch mit den 3 ½ Jahren (»eine Zeit und mit Worten beschrieben, die denen der Prophe- und alle Macht des ersten Tieres ausüben, deutet
zwei Zeiten und eine halbe Zeit«) oder 1260 Tagen zeiung verblüffend ähneln. Ein bekannter Autor klar auf eine Entwicklung von Intoleranz und Ver-
aus Daniel 7, der Zeit, in der das Papsttum Gottes spricht von »dem Geheimnis ihres Aufstiegs aus folgung hin, wie sie aus der Geschichte des Römi-
Volk unterdrückte (vgl. Daniel 7,25; 12,7 mit Of- dem Nichts«. Er sagt: »Wie ein stiller Same wuch- schen Reiches und des Papsttums bekannt sind. Die
fenbarung 11,2.3; 12,6.14; 13,5). Diese Periode be- Aussage, daß das zweihörnige Tier »macht, daß die
gann mit der Oberhoheit des Papsttums 538 n. Chr. »Die Mauer der Trennung von Staat und Erde und die darauf wohnen, das erste Tier anbe-
und endete 1798, als die französische Armee den Kirche ist eine Metapher, die sich auf eine ten«, verdeutlicht, daß die gesetzmäßige Kraft die-
Papst gefangennahm, dem Papsttum eine tödliche schlimme Geschichte gründet, eine Meta- ser Nation dazu verwendet werden wird, Vorschrif-
Wunde zufügte und die Vorhersage erfüllte: Wer »je- pher, die sich als nutzloser Leitfaden für ten durchzusetzen, die eine Huldigung des Papst-
mand ins Gefängnis« führt, der wird »ins Gefäng- die richterliche Arbeit erwiesen hat. Man tums abverlangen.
nis kommen«. (Offenbarung 13,10) sollte sie offen und ausdrücklich aufge- Eine solche Handlung würde den Grundsätzen
Amerika in der Prophetie ben.« Chief Justice William Rehnquist, Time, 9. der Vereinigten Staaten völlig widersprechen, dem
Dezember 1991. Geist ihrer freien Institutionen, den klaren und fei-
A N dieser Stelle wird ein neues Symbol eingeführt.
Der Prophet sagt: »Und ich sah ein zweites Tier
aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie
In einer Entscheidung verkündete der
Oberste US-Gerichtshof kürzlich, »daß der
erlichen Bekenntnissen der Unabhängigkeitserklä-
rung und vor allem der Verfassung. Die Gründer
Gerichtshof es mit der Regierung halten der Nation suchten in kluger und einsichtiger Wei-
ein Lamm.« (Vers 11) Aussehen und Emporkom- se die Verwendung staatlicher Macht durch die Kir-
men dieses Tieres weisen auf eine Nation hin, die wird, wenn Religionsrechte mit der drin-
genden Notwendigkeit der Regierung nach che, mit ihren unvermeidlichen Folgen – Intoleranz
sich grundlegend vom vorigen Tier unterscheidet. und Verfolgung – zu verhüten. Die Verfassung be-
Die großen Königreiche der Welt hatte Daniel in einheitlichen Verfügungen kollidieren.« Los
Angeles Times, 18. April 1990. stimmt: »Der Kongreß soll kein Gesetz bezüglich
seiner Vision als wilde Tiere gesehen, die aus dem der Einführung von Religion erlassen oder deren
Meer kamen, das die vier Winde aufwühlten (Dani- freie Ausübung untersagen.« Sie sieht vor, daß »kei-
el 7,2). In Offenbarung 17 erklärt ein Engel: »Die ne religiöse Prüfung je als Qualifikation für ein Amt
sen wir zu einem Reich heran.« G. A.Townsend,
Wasser, die du gesehen hast … sind Völker und öffentlichen Vertrauens in den Vereinigten Staaten
The New World Compared With the Old, Seite 462.
Scharen und Nationen und Sprachen.« (Vers 15) gefordert werden soll.« (1. Zusatzartikel zur Ver-
Eine europäische Zeitschrift bezeichnete 1850 die
Die vier Winde sind also ein Symbol für Kriege, für fassung) Nur durch eklatante Verletzung dieser
Vereinigten Staaten als wunderbares Reich, das
die Schrecken der Eroberungen und Revolutionen, Schutzmauer der nationalen Freiheit kann der Staat
»am Aufsteigen« sei und »inmitten der schweigen-
die das Völkermeer aufwühlten. eine religiöse Vorschrift durchsetzen. Solch ein Akt
den Erde täglich an Macht und Stolz gewinnt.« The
Es kommt aus der Erde Dublin Nation. wäre tatsächlich so widersprüchlich wie das Sym-

D AS Tier mit den lammähnlichen Hör-nern jedoch


stieg auf »aus der Erde« (Offenbarung 13,11).
Anstatt andere Mächte umzustürzen, um sich selbst
Die »zwei Hörner wie ein Lamm« sind passende
Symbole für das Wesen des US-Staates, wie es sich in
seinen Grundpfeilern offenbart: der republikanischen
bol: Das Tier mit den lammähnlichen Hörnern gibt
zwar vor, rein, sanftmütig und harmlos zu sein, doch
es redet wie ein Drache.
zu etablieren, entwickelte sich diese Nation in ei- Demokratie und dem Protestantismus. Diese Grund- Das Bild des Tieres
nem vorher unbesetzten Gebiet allmählich und sätze sind das Geheimnis der Macht und des Erfol-
friedlich. Sie konnte also nicht zwischen den dicht-
bevölkerten und streitenden Nationalitäten der Al-
ges der USA. Die ersten, die an den Küsten Amerikas
eine Zuflucht fanden, waren überglücklich, ein Land
E S sagt denen, die auf Erden wohnen, daß sie ein
Bild machen sollen dem Tier.« (Offenbarung
13,14) Hier wird deutlich von einer Regierungsform
erreicht zu haben, frei von den anmaßenden Ansprü-
chen des Papsttums und der Tyrannei königlicher »Es ist höchste Zeit, daß wir Christen
Herrschaft. Unter ihnen waren viele, die beschlos- zusammenkommen, ohne Rücksicht auf
sen, einen Staat auf dem breiten Fundament ziviler Konfessions- oder Traditionsunterschiede.
und religiöser Freiheit zu gründen. Laßt uns gemeinsame Sache machen in
Es redet wie ein Drache unserer Gesellschaft.« Chuck Colson,
Evangelical Catholics, 1990.
A BER das Tier mit den lammähnlichen Hörnern
»redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht
des ersten Tieres aus vor seinen Augen, und es gesprochen, in der die Legislative beim Volk liegt.
macht, daß die Erde und die darauf wohnen, das Ein eindrucksvoller Beweis dafür, daß die Vereinig-
ten Welt aufkommen – jenem aufgewühlten Meer erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil ge- ten Staaten die beschriebene Nation sind.
der »Völker, Scharen, Nationen und Sprachen« – worden war. … und sagt denen, die auf Erden woh- Aber worum handelt es sich bei diesem Bild, das
und muß auf dem westlichen Kontinent gesucht nen, daß sie ein Bild machen sollen dem Tier, das dem Tier gemacht wird? Und wie wird es errichtet?
werden. die Wunde vom Schwert hatte und lebendig gewor- Der Text weist daruaf hin, daß das Bild von dem
Welche Nation der Neuen Welt strebte 1798 ge- den war.« (Offenbarung 13,11-14) zweihörnigen Tier und dem pantherähnlichen Tier
rade aufwärts mit vielversprechender Kraft und Grö- Die lammähnlichen Hörner und die Drachen- gemacht wird. Es wird auch »Bild des Tieres« ge-
ße und ließ die Welt aufhorchen? Der Vergleich zwi- nannt (Offenbarung 13,15). Um also herauszufinden
stimme deuten symbolisch den krassen Gegensatz
wie das Bild aussieht und wie es errichtet wird, müs- schlimme Zeiten kommen. Denn die Menschen wer- chen Auswirkungen auftreten wie in den ersten Jahr-
sen wir die Merkmale des Tieres selbst – des Papst- den viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hunderten.
tums – untersuchen. hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, un- Amerika richtet das Bild auf
dankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumde-
Vereinigung von
Staat und Kirche risch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, un-
bedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr
W ENN die führenden Kirchen der Vereinigten
Staaten sich in den Lehrpunkten, die sie ge-
meinsam haben, vereinigen und den Staat beein-
A LS die frühe Kirche das schlichte Evangelium auf-
gab, korrupt wurde und heidnische Sitten und
Bräuche übernahm, verlor sie den Geist und die Kraft
als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber
deren Kraft verleugnen sie.« (2. Timotheus 3,1-5)
flussen, daß dieser ihre Verordnungen durchsetzt
und ihre Institutionen unterstützt, dann wird das
»Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letz- protestantische Amerika ein Bild der römischen
Gottes. Um das Gewissen der Menschen zu beherr- ten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden
schen, suchte sie die Unterstützung des Staates. Die Hierarchie errichtet haben, und die Verhängung von
und verführerischen Geistern und teuflischen Leh- Strafen über Andersgläubige wird die unvermeidli-
Folge war das Papsttum: eine Kirche, die die Staats- ren anhängen.« (1. Timotheus 4,1) Wenn dieser
gewalt kontrollierte und sie dazu benutzte, um ihre che Folge sein.
gottlose Zustand erreicht sein wird, werden die glei-
eigenen Ziele durchzusetzen, vor allem zur Bestra-
fung der »Ketzerei«. Damit die Vereinigten Staaten
dem Tier ein Bild errichten können, muß die reli-
giöse Macht den Staat so beherrschen, daß dieser
auch von der Kirche zur Durchführung ihrer eige-
nen Absichten eingesetzt wird.
Der Abfall führte dazu, daß die frühe Kirche beim
Staat Hilfe suchte. Das wiederum bereitete den Weg
für das Papsttum – dem Tier. Genauso wird der Ab-
fall in der Kirche heute den Weg bereiten für das
Bild des Tieres.
Die Geschichte wiederholt sich

D IE Bibel sagt für die Zeit, bevor der Herr kommt,


einen religiösen Werteverfall wie in den ersten
Jahrhunderten voraus. »In den letzten Tagen werden
»Wir, die Hierarchie der römisch-ka-
tholischen Kirche, erwarten von allen
treuen Kindern der Kirche, den Präsi-
denten mit allen Kräften zu unterstüt-
Am 29. März 1994 veröffentlichte die »Associated Press« einen Bericht, der seinen Weg in viele der größ- zen, und dafür zu sorgen, daß die Mit-
ten Tageszeitungen des Landes nahm. Die Zeitung »The Oregonian« faßt den Kern in einem Untertitel wie folgt glieder des Obersten US-Gerichtshofs
zusammen: »Katholische und evangelikale Führer geloben ein gemeinsames Bündnis für gemeinsame Werte.« den Verfügungen des Präsidenten Folge
Der Untertitel der »Times-News« lautete: »Zwei Gruppen suchen nach Banden, die verbinden.« Das Thema leisten. Wenn nötig, werden wir die ge-
dieser Pressemitteilung ist die neue sich vollziehende Einigung zwischen Katholizismus und Protestantismus, genwärtige Verfassung ändern, verbes-
die sich in gemeinsamen Glaubenspunkten die Hände reichen. Hier ein paar Auszüge: »In einer Erklärung, sern oder aufheben, damit der Präsident
die als historisch bezeichnet wird, haben am Dienstag Evangelikale, darunter Pat Robertson und Charles sein oder vielmehr unser humanistisches
Colson, mit konservativen römisch-katholischen Führern gemeinsam die Glaubensbande hochgehalten, die Programm und alle Aspekte der Men-
die größten und politisch aktivsten Kirchen des Landes verbinden.» In den letzten Jahrzehnten hat es sich bei schenrechte durchsetzen kann, wie sie
Evangelikalen und Katholiken eingebürgert, bei Themen wie Abtreibung, Pornographie, Religionsunterricht unsere heiligen Päpste und die heilige
und freiwilligem Gebet an den Schulen zusammenzuarbeiten. Evangelikale Führer beschwichtigen jedoch oft Mutter Kirche niedergelegt haben.
ihre konservativsten Glieder mit der Versicherung, die Allianz verfolge nur praktische Ziele. Neu an dieser Wir haben unsern geschätzten Prä-
Erklärung ist das Bemühen, das theologische Schwert fallen zu lassen, das man in den Jahrhunderten der sidenten gewählt; unsre Gesetze werden
Auseinandersetzung gewetzt hat, und den gemeinsamen Glauben anzuerkennen.«
erstellt und durchgesetzt werden, so wie
»Die Erklärung geht nicht über die theologischen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinweg …
es der heilige Stuhl, der Papst und das
Katholiken und Evangelikale in den Vereinigten Staaten, in Osteuropa und in Südamerika, sagt aber: ‘Es ist
kanonische Recht des päpstlichen
weder theologisch legitim noch ein vernünftiger Einsatz der Ressourcen’, wenn man versucht, unter aktiven
Gliedern einer anderen christlichen Gemeinschaft Anhänger zu gewinnen. Einige Unterzeichner sagten, ‘die Throns will. Unsere ganze Gesellschafts-
zwei Gemeinschaften seien zu diesem Punkt gebracht worden durch die Erfahrungen der gemeinsamen Got- struktur muß auf dieser Basis umgestal-
tesdienste in der charismatischen Bewegung und die Zusammenarbeit in politischen Anliegen wie zum Bei- tet werden. Unsere Erziehungsgesetze
spiel in der Abtreibungsfrage.« müssen das Ziel haben, den Atheismus
»Evangelikale können Katholiken nicht länger als Menschenfresser oder Antichristen betrachten«, sagte aus diesem schönen Land auszumerzen
Mark Noll, Historiker am Wheaton College. und zu vertreiben, ebenso die rote Ge-
»John White, Präsident des Geneva Colleges und vormaliger Präsident der National Association of fahr des Totalitarismus, den Protestan-
Evangelicals, sagte, die Erklärung stelle einen ‘triumphalen Moment’ im religiösen Leben Amerikas dar, nach tismus, den Kommunismus, den Sozia-
Jahrhunderten des Mißtrauens. ‘Ich glaube wirklich, daß es ein historischer Augenblick ist. Ich kenne keine lismus und alles, was ihnen gleicht.« La
andere Zeit in der Geschichte, in der diese zwei Gemeinschaften zusammengestanden und bei Glaubensdingen Aurora Magazine, Italian Baptist Publishing
mit einer Stimme gesprochen haben’, sagte White.« Association, Philadelphia, PA.

Die USA ändert die Verfassung – setzt den päpstlichen Sabbat durch – spricht wie ein Drache
Das Zeichenändern.«
desDiesTieres
fand mit dem Eingriff in das vierte Ge-

D
AS zweihörnige Tier »macht, daß sie alle samt, bot statt, womit sich die Prophezeiung genau erfüll-
die Kleinen und Großen, die Reichen und Ar- te. Die Kirche beansprucht für diese Handlung ein-
men, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen zig ihre eigene Autorität. Hier stellt sich das Papst-
machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, und tum offen über Gott.
daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht
das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder Die Heiligkeit des Sabbats
die Zahl seines Namens.« (Offenbarung 13,16-17) Die
Warnung des dritten Engels lautet: »Wenn jemand das D IE Anbeter Gottes werden sich be-
sonders durch die Beachtung des vierten Gebo-
tes auszeichnen, da dies das Zeichen der göttlichen
Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an
seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein Schöpfermacht ist und bezeugt, daß Gott Anspruch
des Zornes Gottes trinken.« (Offenbarung 14,9.10) Das auf die Ehrfurcht und Huldigung der Menschen hat.
in dieser Botschaft erwähnte »Tier«, dessen Anbetung Die Anbeter des Tieres werden sich dagegen durch
das zweihörnige Tier erzwingt, ist das erste oder panther- ihre Bemühungen kennzeichnen, den Gedenktag des
ähnliche Tier in Offenbarung 13 – das Papsttum. Das Schöpfers zu beseitigen, um die Einrichtung Roms
»Bild des Tieres« ist ein Symbol für jene Form des ab- zu erhöhen.
gefallenen Protestantismus, die sich entwickeln wird, Zugunsten des Sonntags machte das Papsttum zum verschließen. Er ist siegessicher, weil die Bewegung
wenn die protestantischen Kirchen die Hilfe des Staates ersten Mal seine anmaßenden Ansprüche geltend; und zur Durchsetzung der Sonntagsfeier an Boden ge-
suchen werden, um ihre Lehrsätze durchzusetzen. Was den Staat rief es das erste Mal zu Hilfe, um die Feier winnt, eine Bewegung, die die ganze protestantische
ist aber das »Zeichen des Tieres«? des Sonntags als »Tag des Herrn« zu erzwingen. Doch Welt schließlich unter die Fahne Roms bringen wird.
die Bibel verweist auf den siebten und nicht auf den
Die Anbetung des Tieres
»Der Sonntag ist unser Autoritäts- ersten Tag als Tag des Herrn. Jesus sagte: »Somit ist
zeichen. Die Kirche steht über der Bibel,
und die Verlegung der Sabbatfeier ist der
der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbats« (Mar-
kus 2,28) Das vierte Gebot erklärt: »Der siebte Tag ist D IE Christen vergangener Genera-tionen feierten
den Sonntag in der Annahme, sie hielten damit
den biblischen Sabbat. Genauso gibt es heute in jeder
Beweis für diese Tatsache.« The Catholic der Sabbat des Herrn.« Und im Buch des Propheten
Record, London, Ontario, 1. September 1923. Jesaja bezeichnet Gott ihn als »meinen heiligen Tag«. Kirche echte Christen, auch in der römisch-katholi-
(Jesaja 58,13) [Verwirrung brachte die seit 1976 ein- schen, die ehrlich glauben, daß Gott den Sonntag als
geführte neue Wochentagszählung, die mit dem Mon- Ruhetag ausgesondert hat. Gott akzeptiert ihre Ehrlich-
Wahre und falsche Anbetung keit und Integrität. Wenn jedoch die Sonntagsfeier per
tag beginnt. Dagegen die uralte Wocheneinteilung, an
N ACHDEM die Prophezeiung vor der An-betung des
Tieres und seines Bildes gewarnt hat, sagt sie:
»Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Ge-
der z. B. die Juden und Muslime festhalten.]
Die römische Kirche gibt zu, daß die Verände-
Gesetz erzwungen und alle Welt darüber aufgeklärt wer-
den wird, welches der richtige Sabbat ist, dann wird
jeder, der Gottes Gebot übertritt und ein Gebot be-
rung des Sabbats von ihr vorgenommen wurde und
bote Gottes und den Glauben Jesu bewahren!« (Of-
erklärt, daß Protestanten ihre Macht anerkennen, in-
fenbarung 14,12) Auf der einen Seite stehen diejeni- »Die Beachtung des Sonntags sei-
dem sie den Sonntag feiern.
gen, die Gottes Gebote halten, auf der andern Seite Als Autoritätszeichen der katholischen Kirche füh- tens der Protestanten ist eine Huldi-
diejenigen, die das Tier und sein Bild anbeten und gung, die sie, sich selbst zum Trotz, der
ren päpstliche Autoren an: »Gerade die Verlegung
sein Zeichen erhalten. Aus dieser Gegenüberstellung Autorität der (katholischen) Kirche zol-
des Sabbats auf den Sonntag, was Protestanten er-
läßt sich schließen, daß die Beachtung des Gesetzes lauben, ... weil sie, indem sie den Sonntag halten, len.« Monsignor Segur, Plain Talk About
Gottes einerseits und dessen Übertretung anderer-
die Macht der Kirche anerkennen, Feste einzusetzen the Protestantism of Today, 213.
seits den Unterschied zwischen den Anbetern Gottes
und ihre Übertretung als Sünde anrechnen.« (Henry
und den Anbetern des Tieres ausmachen wird. Tuberville, An Abridgment of the Christian folgt, das keine höhere Autorität als die Roms besitzt,
Der Charakter des Tieres Doctrine, Seite 58) Was ist daher die Veränderung dadurch den Papst höher achten als Gott. Damit hul-
digt er Rom und der Macht, die den römischen Ruhe-
D AS Tier und sein Bild erkennt man vor allem dar-
an, daß sie Gottes Gebote brechen. Daniel sagte
vom kleinen Horn, dem Papsttum: »Er wird sich un-
des Sabbats anderes als das Autoritätszeichen der rö-
mischen Kirche: Das »Zeichen des Tieres«? tag durchsetzt. Er betet das Tier und sein Bild an. Wenn
Menschen dann die Einrichtung verwerfen, von der
Ablehnung der Bibel Gott gesagt hat, sie sei das Zeichen seiner Autorität,
terstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern.« (Daniel
7,25) Paulus bezeichnete dieselbe Macht als »Mensch
der Gesetzlosigkeit«, der sich über Gott erhebt. Eine
D IE römische Kirche hat ihren Anspruch auf Ober-
herrschaft nicht aufgegeben. Und wenn die Staa-
tengemeinschaft und die protestantischen Kirchen
und stattdessen das ehren, was Rom als Zeichen sei-
ner Oberherrschaft erwählt hat, so nehmen sie dadurch
Prophezeiung ergänzt die andere. Nur durch eine Ver- das Zeichen des Bündnisses mit Rom an – das »Zei-
den von ihr geschaffenen Sabbat annehmen und den chen des Tieres.« Erst wenn dieses Thema den Men-
änderung von Gottes Gesetz konnte sich das Papsttum biblischen Sabbat verwerfen, befriedigen sie prak-
über Gott erheben. Wer das geänderte Gesetz bewußt schen deutlich vorgelegt wird und sie zwischen den
tisch diesen Anspruch. Sie mögen sich auf die Tradi- Geboten Gottes und den Geboten der Menschen wäh-
hält, zollt dadurch der Macht die höchste Ehre, die tion und die Kirchenväter berufen, um die Änderung
diese Änderung vorgenommen hat. Ein solcher Gehor- len müssen, werden diejenigen, die in ihrer Übertre-
zu rechtfertigen, doch indem sie das tun, ignorieren tung beharren, das »Zeichen des Tieres« erhalten.
sam gegen die päpstlichen Gebote würde ein Zeichen sie gerade das Prinzip, das sie von Rom trennt: »Die
der Treue zum Papst anstatt zu Gott sein. Bibel, allein die Bibel ist die Religion der Protestan-
Eine ernste Warnung
Eine absichtliche Veränderung wurde vorgestellt:
»Er wird sich unterstehen Festzeiten und Gesetz zu
ten«. Der Papstanhänger sieht, daß sie sich selbst
täuschen und ihre Augen willig vor den Tatsachen D IE dritte Engelsbotschaft ist die ernsteste War-
nung, die jemals an Sterbliche ergangen ist. Es
muß eine furchtbare Sünde sein, die Gottes Zorn,
»Und ein dritter Engel folgte ihnen und
unvermischt mit Gnade, bewirkt. Menschen sollen sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das
in dieser wichtigen Angelegenheit nicht in Unwissen- Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zei-
heit verbleiben. Die Warnung vor dieser Sünde muß chen an seine Stirn oder an seine Hand, der
an die Welt ergehen, ehe Gottes Gerichte sie heimsu- wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken,
chen, damit alle wissen können, warum sie erfolgen der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch
sollen, und Gelegenheit haben, ihnen zu entrinnen. seines Zorns, und er wird gequält werden mit
In der Prophetie wird diese Warnung durch einen Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln
Engel dargestellt, der mitten durch den Himmel fliegt, und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual
sie mit lauter Stimme verkündet und so die Aufmerk- wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und
samkeit der ganzen Welt auf sich zieht. sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das
Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zei-
Die Entwicklung von chen seines Namens annimmt.« Offenbarung
zwei Gruppen 14,9-11 (Vollständige Erklärung siehe Der große
Konflikt. Werbung auf Seite 15.)
D IE ganze Christenheit teilt sich am Ende in zwei
große Gruppen: Die Treuen, sie bewahren Got-
tes Gebote und den Glauben Jesu – und die Untreu-
en, sie beten das Tier und sein Bild an und erhalten
sein Zeichen. Obwohl Staat und Kirche sich vereini-
gen werden, um alle, »die Kleinen und Großen, die
Satan regiert die neue Weltordnung
Reichen und Armen, die Freien und Sklaven« zu zwin-

I
M Spiritismus [Esoterik] gibt sich Satan als Wohl- Wer sind die Unruhestifter?
gen (Offenbarung 13,16), das Zeichen des Tieres an- täter der Menschheit, indem er die Krankheiten
zunehmen, wird Gottes Volk sich weigern. Der Pro-
phet auf Patmos sah jene, »die den Sieg behalten hat-
des Volkes heilt und vorgibt, eine neue und erha-
benere Religion einzuführen; gleichzeitig aber wirkt
D ER große Betrüger wird sodann den Menschen
einreden, an der Weltkrise seien die Gottesfürch-
tigen schuld. Daraufhin legen die Menschen, die ei-
ten über das Tier und sein Bild und über die Zahl er zerstörerisch. Seine Angebote stürzen Scharen von
seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer gentlich das Mißfallen des Himmels erregt haben,
Menschen ins Verderben. Unmäßigkeit hebt die Ver- ihr ganzes Unglück denen zur Last, die Gottes Gebo-
und hatten Gottes Harfen und sangen das Lied des nunft aus dem Sattel, Lustbefriedigung, Gewalt und
Mose … und des Lammes.« (Offenbarung 15,2-3) te befolgen und so ein beständiger Vorwurf für die
Blutvergießen sind die Folge. Satan ergötzt sich am Übertreter sind. Man wird erklären, diese Menschen
Die zwei größten Irrtümer Krieg; denn dieser weckt die schlimmsten Leiden- beleidigten Gott, weil sie den Sonntag brechen, das
S ATAN wird die Menschen durch zwei große Irr-
lehren verführen: Die Unsterblichkeit der Seele
und die Heiligkeit des Sonntags. Während die erste
schaften im Menschen und rafft seine in Laster und
Blut versunkenen Opfer ein für allemal dahin. Er will
die Völker gegenseitig aufhetzen; denn auf diese Weise
hätte die Notlage herbeigeführt, die nicht aufhören
werde, bis die Sonntagsfeier erzwungen sei. Wer am
vierten Gebot festhalte, unterminiere die Achtung vor
den Grund für den Spiritismus legt, schafft die zwei- kann er die Menschen davon abbringen, sich darauf dem Sonntag, sei ein Unruhestifter und verhindere,
te ein Band der Sympathie mit Rom. Die Protestan- vorzubereiten, am Tag Gottes als Sieger dazustehen. daß Gott sich der Welt wieder in Gnade zuwenden
ten der Vereinigten Staaten werden die ersten sein, Satan wirkt auch durch die Natur, um seine Ernte, könne und der Wohlstand zurückkehre. Die über-
die ihre Hände über den Abgrund ausstrecken, um die unvorbereiteten Seelen, einzubringen. Er hat die sinnliche Macht des Spiritismus wird ihren Einfluß
die Hand des Spiritismus zu erfassen; sie werden über Geheimnisse der Natur studiert und setzt seine ganze gegen alle ausüben, die es vorziehen, Gott mehr zu
die Kluft greifen zum Handschlag mit der römischen Macht ein, die Elemente zu beherrschen, soweit es gehorchen als den Menschen. »Göttliche« Botschaf-
Macht. Unter dem Einfluß dieser dreifachen Verbin- Gott zuläßt. Als er Hiob heimsuchte, raffte er schnell ten werden aus der Geisterwelt gesandt werden, um
dung wird dieses Land dem Vorbild Roms folgen und seine Herden, Knechte, Häuser und Kinder hinweg, die Sonntagsbrecher von ihrem Irrtum zu überzeu-
die Gewissensrechte mit Füßen treten. ein Unglück folgte dem andern Schlag auf Schlag. gen. Sie bestätigen, daß man die Landesgesetze be-
Die Grenze zwischen »Christen« und Gottlosen Gott behütet seine Geschöpfe, er bewahrt sie vor der folgen müsse, als wären es Gottes Gesetze, beklagen
ist heute kaum erkennbar. Kirchenglieder lieben, was Macht des Zerstörers. Aber die christliche Welt hat die große Unmoral in der Welt und unterstützen die
die Welt liebt, und sind bereit sich mit ihr zu verei- das Gesetz Gottes beiseite geschoben. Deshalb wird
nen. Satan will beide zu einer Gemeinschaft verbin- der Herr das tun, was er prophezeit hat: Er wird der »Das Papsttum und seine institutionel-
den und seine Sache dadurch stärken, daß er alle in Erde seinen Segen entziehen und die nicht länger be- le Organisation, die römisch-katholische
die Reihen des Spiritismus treibt. Katholiken, die schützen, die sein Gesetz brechen und andere leh- Kirche, brauchten fast 2000 Jahre, um
Wunder als ein Beweis für die echte Kirche betrach- ren oder zwingen, dasselbe zu tun. Satan hat alle in Weltreligion zu werden und als solche an-
ten, werden von dessen übersinnlichen Kräften leicht seiner Gewalt, die Gott nicht besonders beschützt. erkannt zu sein … Mit politischem Ziel und
getäuscht werden; und Protestanten, die den Schild Manche wird er begünstigen, um seine eigenen Ab- politischer Struktur? Ja, mit einem welt-
der Wahrheit von sich geworfen haben, werden eben- sichten zu fördern. Andere wird er in Schwierigkei- politischen Ziel und einer weltpolitischen
falls irregeleitet werden. Katholiken, Protestanten und ten bringen, so daß die Menschen glauben, Gott sei Struktur; denn letzten Endes beansprucht
Weltmenschen werden den Schein eines frommen es, der sie heimsuche. Johannes Paul II., als rechtmäßiger Stell-
Wesens annehmen, das der Kraft Gottes aber entbehrt. Während er den Menschen als großer Arzt er- vertreter Christi, der höchste Gerichtshof
Sie werden auf diese Einheitsbewegung ihre Hoffnung scheint, der ihre Krankheiten heilen kann, bringt er der Staatengemeinschaft zu sein.« Keys
setzen. Sie soll die Welt bekehren und das lang er- in Wirklichkeit Krankheit und Unglück, bis dichtbe- of This Blood, M. Martin, Seiten 374-375.
sehnte 1000jährige Friedensreich aufrichten. völkerte Städte in Trümmer gelegt und verwüstet sind.
»Das Endziel der ökumenischen Bewegung, wie Katholiken sie begreifen, ist die Einheit in Glauben und Gottesdienst und
die Anerkennung des Bischofs von Rom als höchste geistliche Instanz.« Priester J. Cornell
Behauptung religiöser Lehrer, die sagen, der Werte- mand nachahmen. Es wird überall zu sehen sein. Indem wir an Jesus glauben, indem wir ihm voll
verfall würde durch die Sonntagsentheiligung verur- Allein die Bibel! und ganz vertrauen, kann die Neugeburt geschehen.
sacht. Große Entrüstung wird sich gegen alle erhe- Wenn man sich für Jesus entscheidet, vollzieht sich
ben, die sich weigern, ihrem Urteil zu folgen.
Satan tritt als Christus auf
N UR wer die Heilige Schrift intensiv stu-diert und
die Wahrheit liebt, wird vor der gewaltigen Täu-
schung geschützt sein, der die Welt erliegen wird.
eine Revolution der Gedanken und Gefühle. Sie zie-
len in eine neue Richtung. Jesus lebt nun durch sei-
ne Worte in dem Menschen, der ihn aufnimmt. Die-
A LS krönendes Ereignis in diesem großen Drama
der Täuschung wird Satan als Christus selbst auf-
treten. Die Kirche hat lange bekannt, sie warte auf
Durch das Zeugnis der Bibel wird er den Betrüger in
seiner Verkleidung erkennen. Jeder wird geprüft wer-
den. Im Sieb dieser Prüfung wird offenbar
ser ist jetzt Gottes Kind geworden.
Wirksame Kraft
das Kommen des Erlösers, als das Ziel all ihrer Hoff-
nungen. Nun wird der große Betrüger den Anschein
erwecken, daß Christus gekommen sei. An verschie-
werden,wer ein echter Christ ist. Ist Gottes Volk jetzt
so fest auf sein Wort gegründet, daß es sich nicht auf
seine Sinne verläßt? Würde es sich in einer solchen
D OCH er zwingt Sie nicht in eine Beziehung zu
ihm. Sie sollen frei wählen können, ob er in ih-
nen leben darf. Wenn ja, dann willigen Sie ein in eine
denen Orten der Erde wird sich Satan unter den Men- Krise an die Bibel, allein an die Bibel klammern? Freundschaft zu ihm. In dem Augenblick, in dem Sie
schen als majestätisches Wesen von verwirrendem Satan wird mit allen Mitteln zu verhindern suchen, sich Gottes Führung anvertrauen, nimmt er alles in
Glanz offenbaren, das der Beschreibung des Sohnes daß man sich darauf vorbereitet, an jenem Tag als seine Hand. Wer sich von ihm führen läßt, ist sein
Gottes in der Offenbarung gleicht (Offenbarung 1,13- Sieger dazustehen. Er wird alles so einfädeln, daß heimgekehrtes Kind. »Denn welche der Geist Gottes
15). Die Herrlichkeit, die ihn umgibt, übertrifft al- jedem der Weg versperrt ist. Er wird die Gläubigen treibt, die sind Gottes Kinder.« (Römer 8,14) Durch
les, was sterbliche Augen jemals gesehen haben. Der mit irdischen Schätzen verstricken, ihnen schwere, einen Blick oder eine Berührung stellen wir den Kon-
Jubelruf ertönt: »Er ist da! Jesus ist gekommen!« Die mühsame Lasten aufladen, damit sie mit den Sorgen takt zu Freunden auf dieser Welt her; mit Jesus tre-
Menschen werfen sich anbetend vor ihm nieder, wäh- des Lebens genug zu tun haben und der Tag der Prü- ten wir durch unsere Gedanken in Verbindung. Ver-
rend er seine Hände hebt und sie segnet, wie Jesus fung sie überrasche wie ein Dieb. trauen Sie Gottes Worten! (Römer 10,10) »So kommt
seine Jünger segnete, als er auf Erden lebte. Mit sanf- der Glaube aus dem Hören, das Hören aber durch
ter, gedämpfter Stimme, die jedoch voller Wohlklang (S. 2-14 sind Auszüge aus dem »Großen Konflikt«,
siehe S.15) das Wort Christi.« (Römer 10,17) Wie man Jesus ver-
ist, bietet er in mildem, barmherzigem Ton einige traut, lernt man, wenn man Gottes Wort studiert. (Of-
derselben gnadenvollen himmlischen Wahrheiten dar, fenbarung 14,12) Nur wer studiert, kann befolgen,
die einst der Herr aussprach. Er heilt die Krankhei-
Der Ausweg
was jetzt für ihn wichtig ist. (Timotheus 2,15) Sau-
ten des Volkes und behauptet dann in seinem aufge- gen Sie das Wort in sich auf wie ein Säugling die Milch
setzten Charakter Christi, er habe den Sabbat auf den und wachsen Sie heran! (1. Petrus 2,2). Warten Sie

A
Sonntag verschoben, diesen Tag gesegnet und man N dieser Stelle wollen wir den Blick vom Pan- nicht, bis sie etwas fühlen; nehmen Sie Gott beim
müsse ihn jetzt heiligen. orama vergangener und künftiger Ereignisse auf Wort, ganz gleich, wie sie sich fühlen.
Er erklärt, wer weiterhin den siebten Tag halte, die Gegenwart richten und uns fragen: Was ist
lästere seinen Namen, weil er sich weigere auf die für uns jetzt zu tun? Nur hierfür kann und soll Wis- Rein!
Engel zu hören, die er mit Licht und Wahrheit zu
ihnen gesandt habe. Dies ist eine starke, fast über-
sen um die tieferen Zusammenhänge des Weltgesche-
hens dienlich sein: Uns persönlich zur wichtigsten G OTT sagt: »Ich werde dich reinigen.« »Ich wer
de dir ein neues Herz geben.« »Ich werde mei-
nen Geist in Dich geben.« (Hesekiel 36,25-27). Bit-
wältigende Täuschung. Die Menge, von den Gering- Entscheidung in unserem Leben zu führen – zur Ent-
sten bis zu den Vornehmsten schenkt Satans Magie scheidung für Gott. ten Sie ihn darum und danken Sie ihm, daß es ge-
Beachtung und sagt, wie die verführten Samariter Vielleicht stellen Sie sich als Leser nun die Frage, schieht, weil er es versprochen hat. Bekennen Sie
über Simon Magus: »Dieser ist die Kraft Gottes, die zu der sie die biblisch geschichtlichen Ausführun- ihm Ihre Sünden und bitten Sie ihn um Vergebung.
man die Große nennt.« (Apostelgeschichte 8,10). gen dieser Zeitung führen wollen und die sich un- »Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er
zählige Menschen vor ihnen gestellt haben: Was muß treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und
Der Betrüger entlarvt reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.« (1. Johannes
ich tun, daß ich gerettet werde? (Apostelgeschichte
A BER Gottes Kinder können nicht irregeführt wer-
den. Die Lehren dieses falschen Messias wider-
sprechen der Heiligen Schrift. Er segnet die Anhän-
16,30) Wo ist der Ausweg aus der Krise, aus dem
Leid? Was kann ich tun, angesichts der Kräfte, die
1,9) (vgl. Matthäus 7,7.11; Philipper 4,6.19) Die Bi-
bel ist voll von Versprechen. Alle können auf die glei-
diese Welt in eine Katastrophe steuern? che Weise wahr werden. Schenken Sie ihnen einfach
ger des Tieres und seines Bildes, gerade die Men- dankbares Vertrauen. Gott hat für alle Ihre Fragen
schen, von denen die Bibel sagt, daß der unvermisch- Neugeburt und Probleme Antworten und Wege. Es gibt nichts,
te Zorn Gottes sie treffen wird.
Außerdem darf Satan die Art und Weise von Jesu
Kommen nicht nachahmen. Der Heiland hat sein Volk
D IE Antwort hierauf ist von so großer Bedeutung,
daß allein Jesus sie geben kann. Dies ahnte auch
Nikodemus, als er ihn eines Nachts aufsuchte, mit
wo er nicht helfen kann. Doch er kann nur eingrei-
fen, wo Sie es ihm ausdrücklich gestatten. So sehr
wünscht er sich eine tiefe, partnerschaftliche Bezie-
vor Täuschung gewarnt und deshalb deutlich erklärt, dem großen Verlangen nach richtungweisenden, hung zu seinen Geschöpfen, die ständig an Schön-
wie er wiederkommen würde: »Denn es werden fal- tröstenden und lebenspendenden Worten. Er wur- heit und Harmonie zunimmt. Er möchte uns von un-
sche Christusse und falsche Propheten aufstehen und de nicht enttäuscht. In tiefer Anteilnahme offenbar- serm Egoismus heilen und uns lehren, wie man wirk-
große Zeichen und Wunder tun, so daß sie, wenn es te ihm Jesus die große Notwendigkeit für sein Le- lich liebt.
möglich wäre, auch die Auserwählten verführten … ben: Du mußt von neuem geboren werden. (Johan-
Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in nes 3,7) Mit Jesus leben
der Wüste! so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen
im Haus! so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz aus-
Gott hat bereits alles getan, um uns zu retten,
was er tun kann, ohne unsern freien Willen einzu- S CHON lange sehnt Gott sich nach Ihrem persönli-
chen Jawort! Ergreifen Sie seine Hand und lassen
Sie nicht mehr los. »Wer festen Herzens ist, dem be-
geht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird schränken. »Also hat Gott die Welt geliebt, daß er
auch das Kommen des Menschensohnes sein.« (Mat- seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an wahrst du Frieden; denn er verläßt sich auf dich. Dar-
thäus 24,24-27.31; 25,31; Offenbarung 1,7; 1. ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das um verlaßt euch auf den Herrn immerdar; denn Gott
Thessalonicher 4,16-17) Sein Kommen kann nie- ewige Leben haben.« (Johannes 3,16) der Herr ist ein Fels ewiglich.« (Jesaja 26,3-4)
te des zärtlichsten Mitgefühls. Er traf andere, die im Opfer annehmen würde. Das Mißfallen des Vaters
JESUS engsten Zweikampf mit dem Seelenfeind kämpften. Sol-
che ermutigte er, auszuharren, und versicherte ihnen,
daß sie gewinnen würden, denn es seien Engel Gottes
der Sünde gegenüber und seine Strafe dafür, die
Tod bedeutete, waren alles, was er in dieser
schrecklichen Finsternis erkennen konnte.
an ihrer Seite und würden den Sieg verleihen. (Aus Indem ihm sogar die strahlende Hoffnung und
Der große Arzt Der Weg zur Gesundheit, S. 9-15) das Vertrauen in seinen baldigen Triumph versagt
war, rief er: ”Vater, ich befehle meinen Geist in dei-

U NSER Heiland Jesus Christus kam in die se


Welt, um die Last der Krankheit, des Elends
und der Sünde zu entfernen. Keiner, der zu ihm
kam, ging weg, ohne daß ihm geholfen wurde. Es
Gethsemane

S CHON oft hatte sich Jesus mit seinen Jüngern zum


Gebet und stillen Nachdenken nach Gethsemane
zurückgezogen. Aber noch nie zuvor hatte der Hei-
ne Hände!” (Lukas 23,46) Er war vertraut mit dem
Charakter seines Vaters, mit seiner Gerechtigkeit,
Barmherzigkeit und unendlichen Liebe. In völliger
Unterwerfung vertraute er sich der Obhut seines
ging ein Strom heilender Kraft von ihm aus, und die
Menschen wurden gesund an Leib, Seele und Geist. land den Ort mit einem so beschwerten Herzen auf- Vaters an. Jesus gab selbst in der bittersten Seelen-
Er war stets geduldig und heiter, und wer auf ir- gesucht, wie in der Nacht, da er verraten ward. qual nicht im geringsten nach. (Auszüge aus Die
gendeine Weise litt, begrüßte ihn als den Boten des Christus war entsetzt über die schreckliche Fin- Leiden Christi)
Lebens und Friedens. Er sah die Bedürfnisse der sternis, die ihn umhüllte. Die Versuchungen Satans
Erwachsenen, der Jugend und der Kinder, und lud waren beinahe überwältigend. Von seinen Lippen ka- Warum Jesus starb
men die Worte: ”Mein Vater, ist’s möglich, so gehe HRISTUS lebte, litt und starb, um uns zu erlö-
alle ein: ”Kom m t her zu m ir.” Seine Stimme war
der erste Klang, den viele jemals gehört, sein Name
das erste Wort, das sie je gesprochen, sein Gesicht
dieser Kelch an mir vorüber!” (Matthäus 26,39) Die
Sünden einer verlorenen Welt lasteten auf ihm, und
C sen. Christus entschloß sich zu diesem großen
Opfer jedoch nicht, um in dem Herzen des himmli-
das erste, in das sie je geschaut hatten. Warum soll- das Bewußtsein des göttlichen Zornes, den die Sün- schen Vaters Liebe zu den Menschen wachzurufen
ten sie Jesus nicht lieben und seinen Ruhm verkün- de verursacht. oder ihn willig zu machen, uns zu erlösen. Christus
digen? Er verbreitete Leben und Freude. Christus hatte den Leidenskelch von den Lippen wurde zum Mittler, durch den Gott seine unendli-
des schuldigen Menschen genommen, um ihn selbst che Liebe auf die in Sünden gefallene Welt ausgoß.
Der große Lehrer auszutrinken und dem Menschen statt dessen einen Gott litt mit seinem Sohn.
R besuchte die großen jährlichen Feste des Vol- Kelch des Segens darzureichen. Der Zorn, der den Niemand anders als der Sohn Gottes war fähig,
E kes und redete zu der Menge, deren Sinn von
äußeren Formen gefangen war, von himmlischen
Menschen hätte treffen sollen, fiel nun auf Christus.
Seine Seele war von solcher Angst bestürmt, wie
unsere Erlösung zu vollbringen; denn allein der
eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß war,
Dingen und brachte ihnen die Ewigkeit nahe Er re- kein Mensch es ertragen und leben könnte. Christus konnte ihn offenbaren.
dete in so einfacher Sprache zu ihnen, daß sie ihn wußte wohl, daß es den Menschen schwer fallen wür-
verstehen mußten. de, die Sündhaftigkeit ihrer Übertretungen zu fühlen, Wie findet man als Mensch zu Gott zurück?
und er wußte, daß enge Berührung und stete Bekannt- UR Jesus kann uns in die wahre, heilige Über-
Als der größte aller Lehrer suchte er Eingang
bei dem Volk auf dem Weg, womit sie am meisten
vertraut waren. Er führte die Wahrheit auf solche
schaft mit der Sünde ihr sittliches Feingefühl so ab-
stumpfen würden, daß die Sünde ihnen nicht so ge-
N einstimmung mit Gott zurückversetzen. Wie aber
sollen wir zu Jesus gelangen? Die Antwort des Apo-
Weise vor, daß sie seinen Hörern stets mit den hei- fährlich und als eine so große Beleidigung des gerech- stels Petrus war: ”Tut Buße!” (Apostelgeschichte
ligsten Erinnerungen und Empfindungen verfloch- ten Gottes erscheinen würde. Er wußte, daß nur weni- 2,38)
ten war. Er lehrte auf eine Weise, die sie fühlen ließ, ge Menschen an der Gerechtigkeit Gefallen haben und Wahre Buße schließt aufrichtige Traurigkeit über
wie vollständig er mit ihren Interessen und ihrem das Heil annehmen würden, welches er mit solch un- unsere Sünden und Abkehr von ihnen ein. Viele miß-
Wohlergehen eins war. endlichen Kosten in den Bereich ihrer Möglichkeit ge- verstehen die wahre Bedeutung der Buße. Sie sind trau-
Seine Belehrung war so persönlich, seine Bei- bracht hatte. Während diese Sündenlast Jesus nieder- rig über ihre Sünden, ja, sie bekehren sich äußerlich,
spiele so passend, seine Worte so teilnahmsvoll und drückte, ohne daß der Mensch sich derselben bewußt weil sie sich vor den Leiden fürchten, die ihre schlim-
freundlich, daß seine Zuhörer begeistert waren. war oder darüber Reue empfand, stürmten Zweifel auf men Taten über sie bringen Solche Menschen bekla-
seine Seele ein, ob auch der Vater noch länger mit ihm gen die Folgen ihrer Sünden statt die Sünde selbst.
Er bot allen seinen Dienst an eins sei. Der heilige Sohn des Allerhöchsten hatte nicht ”Wasche mich rein von meiner Missetat und rei-
HRISTUS anerkannte keinen Unterschied der Na- die Last eigener Sünde oder eigenen Kummers zu tra- nige mich von meiner Sünde. Schaffe in mir, Gott,
C tionalität, des Rangs oder des Glaubensbekennt-
nisses. Er kam, um zu zeigen, daß die Gaben seiner
gen. Aus göttlichem Mitleid verband er sich mit dem
Menschen. Er schaute in den Abgrund des Wehes, der
ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen
Geist.” (Psalm 51,4.12) Eine solche Buße bringen
Gnade und Liebe so unbeschränkt sind, wie die Luft, uns infolge unserer Sünde entgegengähnt, und nahm wir nie aus eigener Kraft zustande, sondern nur
das Licht oder der Regen. Sein Leben bezeugte eine sich vor, in eigener Person die Kluft zu überbrücken. durch Christus. Viele Menschen glauben, nicht eher
Religion, in der es keine Kaste gibt, eine Religion, Schrecken und Bestürzung übermannten ihn im Hin- zu Christus kommen zu können, als bis sie Buße
bei der Juden und Heiden, Freie und Gebundene in blick auf die fürchterlichen Folgen der Sünde. Er war getan haben. Wohl muß die Buße der Sündenver-
allgemeiner Brüderschaft verbunden sind, alle gleich sich der Macht der Sünde bewußt und kannte auch gebung vorausgehen; denn nur ein geängstigtes und
vor Gott Er machte keinen Unterschied zwischen das völlige Unvermögen des Menschen, sich zu retten. zerschlagenes Herz sehnt sich nach einem Erlöser.
Nachbarn und Fremden, zwischen Freunden und Die Schmerzen und das Wehklagen einer verurteilten Muß aber ein Sünder warten, bis er Buße getan hat,
Feinden. Was sein Herz bewegte, war jeder einzelne Welt standen ihm vor Augen, und sein Entschluß war ehe er zu Jesus kommen kann? Die Bibel lehrt an
Mensch, den nach dem Lebenswasser dürstete. gefaßt. Er wollte die Menschen retten, koste es ihn, keiner Stelle, daß der Sünder Buße tun muß, ehe
Er ging an keinen Menschen achtlos vorüber Er was es wolle. er der Einladung Christi Folge leisten kann: ”Kommt
suchte die rauhesten und am wenigsten versprechen- her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid;
den mit Hoffnung zu erfüllen, indem er ihnen versi- Golgatha ich will euch erquicken.” (Matthäus 11,28) Die Heil-
S waren nicht die körperlichen Schmerzen, die
cherte, daß sie ohne Tadel und rein werden und ei-
nen Charakter erlangen könnten, wodurch sie als Kin- E dem Leben Christi am Kreuz von Golgatha ein
so schnelles Ende bereiteten. Es war das erdrük-
kraft, die von Christus ausgeht, leitet zur wahren
Buße. Christus ist die Quelle jeder rechten Motivati-
on. Jeder aufrichtige Wunsch nach Wahrheit und
der Gottes erkennbar würden. Er traf oft mit Men-
schen zusammen, die unter Satans Herrschaft gera- kende Gewicht der Sünden der Welt und das Be- Reinheit, jede Überzeugung von unserer Sündhaf-
ten waren und keine Kraft besaßen, sich aus seinen wußtsein des Zornes des Vaters, das sein Herz brach. tigkeit ist ein deutlicher Beweis dafür, daß der Hei-
Fesseln zu befreien. Zu solch einer entmutigten, kran- Es erfüllte ihn keine große Hoffnung, daß er als Sie- lige Geist an uns wirkt.
ken, verfluchten, gefallenen Seele sprach Jesus Wor- ger aus dem Grab hervorkommen und der Vater sein
(Auszüge aus Wie findet man inneren Frieden?)
FREIHEIT IN GEFAHR
F
RIEDE auf Erden« – Die meisten sogar die Kontrolle der Zukunft der
Menschen wünschen nichts mehr Menschheit nur noch die Vereinigten
als Frieden, damit sie gemeinsam Staaten von Amerika, die Vereinten Na-
mit Familie und Freunden das Leben tionen und Papst Johannes Paul II. Ob
genießen können. Aber wie trügerisch das kommunistische China eine geo-
erweist sich die Hoffnung auf einen politische Agenda an den Tag legen
Weltfrieden! wird, wird sich noch zeigen.
Die Erde hat in der Vergangenheit Daß ein jesuitischer Autor prophe-
verschiedene Phasen politischer und so- zeit, die neue Weltordnung stünde kurz
zialer Ruhe erlebt, während des baby- bevor, ist allein noch kein Anlaß zum
lonischen, medo-persischen, griechi- Alarmschlagen. Alarmierend an dem
schen und römischen Weltreichs. Die Inhalt des Buches The Keys of This
Geschichte dokumentiert, daß Europa Blood ist die Tatsache, daß die Sach-
sich beim Zusammenbruch des Römi- verhalte, die es anschneidet, sich mit
schen Reiches in zehn Nationen zerteil- den über 2000 Jahre alten Prophezei-
te. Durch die Jahrhunderte hindurch ungen der Bibel genau decken.
sind Tausende, sogar Millionen von In welchem Umfang werden der Va-
Menschen umgekommen, als Machtha- tikan, die Vereinigten Staaten und die
ber erfolglos versuchten, die Bruchstük- Vereinten Nationen sich gezwungen se-
ke wieder zusammenzusetzen. hen, die heute scheinbar endlosen Kon-
Der erste Weltkrieg wurde mit dem flikte zu befrieden? Mit welchen Me-
erklärten Ziel geführt, »dem Krieg ein thoden wird man versuchen Frieden zu
Ende zu bereiten«. Daß dies gänzlich schaffen inmitten der sozialen, politi-
mißlang, bewies unzweideutig das In- schen und religiösen Unruhen auf die-
ferno des zweiten Weltkriegs. Dieser ser Welt? Wird in unsern Tagen eine
wahrhaft globale Krieg wurde erst Fall der Berliner Mauer – 1989 neue Weltordnung oder Weltregierung
durch die Entdeckung und den Einsatz
Wie viele Supermächte
errichtet werden, um die relative Si-
der Atombombe beendet. Mit dem An- cherheit vergangener Weltreiche zu-
bruch des atomaren Zeitalters entwik- rückzugewinnen? Wir sind bei diesen
kelte die Menschheit solch mächtige
und schreckliche Vernichtungswaffen,
sind übrig? wichtigen Fragen nicht auf bloße Ver-
mutungen angewiesen. Die Geschich-
daß man fürchtete, jeder Konflikt sucht der Menschheit nach Frieden und Westen um die Kontrolle der neuen te, verbunden mit der Prophetie, lie-
könnte zum atomaren Holocaust füh- Sicherheit zu erfüllen. Im Oktober Weltordnung.« fert uns ernüchternde und bestürzen-
ren und womöglich alles Leben auf die- 1978 wurde ein unbekannter polni- Der Autor, Malachi Martin, ein Je- de Einblicke in die dramatischen Er-
sem Planeten vernichten. scher Erzbischof zum religiösen Ober- suit und Insider des Vatikans, vertritt eignisse, die uns und der ganzen Welt
Frieden durch Angst vor gegenseiti- haupt der katholischen Kirche und zum einen pro-päpstlichen Standpunkt hin- direkt bevorstehen.
ger Vernichtung hat sich auch als kei- Staatsoberhaupt des Vatikans gewählt: sichtlich dieses Kampfes um die Welt-
neswegs ideal erwiesen. Trotz drohen- Karol Wojtyla. Dieser Papst versucht an- herrschaft. Das Buch macht bestimm- Bestellen Sie das Buch
der Vernichtung der Erde durch Atom- scheinend in seiner doppelten Führer- te Vorhersagen über die Zukunft der DER GROSSE KONFLIKT,
waffen haben viele kleinere bewaffnete rolle seine Überzeugung in die Tat um- Welt und umreißt klar, mit welcher aus dem der Großteil dieses
Konflikte und mehrere größere Kriege zusetzen, daß er der Papst ist, der auf Strategie der Vatikan sie unter seine Hefts entnommen ist (Preis 7,-
stattgefunden, wie zum Beispiel in Ko- DM), und fragen Sie nach dem
den Thron der Welt zurückkehren wird Kontrolle bringen will. kostenlosen Bibelfernkurs.
rea, Vietnam und Afghanistan. Beide – auf den Thron, den die Päpste 1798 Eine dieser Vorhersagen beschreibt
Weltmächte – Rußland und Amerika – am Ende des finsteren Mittelalters auf- die Strategie des Papstes zur Beseiti- Aktion FIG Swiss Publishing
haben schließlich ihre Truppen abge- geben mußten. Viele betrachten ihn als gung der UdSSR. Ihre Erfüllung ist heu- Postfach 20 Postfach 19
zogen, frustriert von Kriegen, die mit ersten Papst in jüngerer Zeit mit dem te dokumentierte Geschichte. Die Pres- A-1225 Wien CH-3765 Oberwil i.S.
konventionellen Waffen allein nicht zu Potential, dieses Ziel zu erreichen. se in der ganzen Welt hat korrekt die hoffnung weltweit e.V.
gewinnen waren, in denen sie aber aus Postfach 1339
Der Untertitel des kürzlich veröf- aktive Rolle des Papstes beim Zerfall D-79373 Müllheim/Baden
Angst keine Atomwaffen einsetzen woll- fentlichten Buchs The Keys of This des Kommunismus herausgestellt –
ten. Blood kündigte eine Reihe von Ereig- symbolisiert durch den Fall der Berli- Herausgeber:
EFW International
Mitten hinein in diesen frustrieren- nissen an, die die Welt bleibend verän- ner Mauer am 9. November 1989. 24-A Federal Dr. #370
den Kampf, der Erde Einheit und Hoff- dern sollen. Er präsentierte ihre Haupt- Jetzt, wo die ehemalige Sowjetuni- Jackson, TN 38305
nung zu bringen, trat eine Person und darsteller und ihr Endziel. »Papst Jo- on nur noch Geschichte ist, verbleiben USA
eine Macht, mit dem Angebot die Sehn- hannes Paul II. gegen Rußland und den in diesem Kampf um den Einfluß, ja