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„Weiter über dem Schnitt wachsen“

Die Bereiche Automoti-


ve, Industrie oder Con-
sumer sind die Haupt-
standbeine der Katek
GmbH. Hergestellt wird
an den Produktions-
standorten in Grassau
und Ungarn unter ande-
rem Elektronik für Ge-
triebesysteme oder Bat-
terie-Management-Sys-
teme für die E-Mobili-
tät. Aber auch in der
Medizintechnik ist das
Unternehmen zu finden
– ein Bereich, der künf-
tig weiter ausgebaut
werden soll.
VON NINA KALLMEIER

Grassau – In ihrer Branche


ist die Katek GmbH eines
der größten Unternehmen in
Deutschland. Insgesamt be-
schäftigt der Elektronikferti-
ger mit Sitz in Grassau rund
1000 Mitarbeiter an vier In den vergangenen drei Jahren hat sich der Umsatz der Katek GmbH verdoppelt. Ziel der Geschäftsführer Armin Stangl (kleines Bild links) und Robert
Standorten. Zu den Ge- Both ist es, auch weiterhin über dem Branchenschnitt zu wachsen. FOTOS RE
schäftsfeldern der Unterneh-
mensgruppe gehört neben len Herzen. Betreut wird der dem Branchendurchschnitt wusst, dass das Wachstum
Automotive, Industrieelekt- Bereich Medizintechnik aus- gewachsen – sowohl gemes- nicht in diesem Maße weiter-
ronik und Consumer Electro- schließlich vom Hauptsitz sen am Umsatz als auch am gehen wird. Eine Prognose
nic auch die Hochfrequenz- und Produktionsstandort wirtschaftlichen Erfolg. „Wir ist schwierig, doch unser Ziel
Elektronik oder Medizin- Grassau mit seinen 500 Mit- liefern häufig an deutsche ist es, weiterhin über dem
technik. Erstere stellen je- arbeitern. Einen weiteren Werke unserer Kunden und Branchenschnitt zu wach-
doch die Hauptstandbeine Produktionsstandort mit von dort aus werden die Pro- sen“, so Both.
des Unternehmens dar. So rund 400 Mitarbeitern gibt es dukte weltweit verwendet“,
werden für den Bereich Her- zudem in Ungarn. erklärt Stangl. „In den letz- Individualisierung
de zum Beispiel Displays ge- ten drei Jahren hat sich der
liefert. „Wer einen Herd über Umsatz verdoppelt“, fügt begünstigt Wachstum
Auszeichnung
das Display bedient, hat mit Both hinzu. Insgesamt liegt
großer Wahrscheinlichkeit für Prüftechnik dieser in der Gruppe bei Insbesondere der Bereich
Elektronik von Katek zu rund 170 Millionen Euro. Medizintechnik mit einer ho-
Hause“, sagt Geschäftsführer Doch nicht nur für die Pro- Gefertigt wird an zwei Produktionsstandorten, in Grass- Die Steigerung in den ver- hen Variantenvielfalt und
Armin Stangl. Auch die Steu- duktion ist Fachkenntnis ge- au und Ungarn. gangenen Jahren sei jedoch kleinen Volumen sowie klei-
erung von Anzeigetafeln wie fragt. Einen großen Stellen- besonderen Umständen ge- neren Kunden sei für das Un-
am Bahnhof kann von Katek wert hat auch die Prüftech- rund 1500 Einzelvarianten. nik der Kunden sei, so inno- schuldet, wie größeren Pro- ternehmen interessant.
kommen. Und der Bereich nik. Für diesen Bereich hat „Das ist eine hohe Entwick- vativ müsse sich auch die jekten oder der starken Mo- „Wichtig ist jedoch, dass man
LED-Technik, die für Flugha- das Unternehmen in diesem lungsleistung, die von außen Prüftechnik aufstellen. Hinzu dernisierung der Produkti- breit aufgestellt ist“, betont
fenbeleuchtung produziert Jahr auch die Auszeichnung nicht gesehen wird. Für jede komme, dass immer kurzfris- onsstandorte. Geschäftsführer Armin
wird, ist für das Unterneh- „Top100“ gewonnen. Für Ka- Branche ist Know-how ge- tiger Prüfsysteme entwickelt In Ungarn wurde die Kapa- Stangl. Auch den Bereich
men ebenfalls wichtig. tek ist die Prüftechnik im fragt und die Entwicklungs- werden müssten. „Hier wird zität ausgebaut und insbe- Elektromobilität wolle man
Neben den Hauptstandbei- Haus insofern besonders, da zyklen unserer Kunden wer- von uns höchste Flexibilität sondere in die technologi- ausbauen. „Hier gibt es große
nen spielt die Medizintech- die Prüfsysteme selbst entwi- den immer kürzer.“ Im Be- erwartet.“ In dieser Hinsicht sche Infrastruktur investiert. Potenziale, ebenso wie im
nik noch eine untergeordnete ckelt und hergestellt werden. reich Konsumgüter könne es habe das Unternehmen eine Aber auch auf die Effektivität Bereich Automotive allge-
Rolle. „Den Bereich wollen „Häufig ist die Konzeption auch schon mal nur ein hal- starke Mannschaft. der Prozesse wird geschaut. mein. Die Bereiche, in denen
wir jedoch weiter ausbauen“, der Prüfverfahren so aufwen- bes Jahr dauern, bis eine Insgesamt ist das Unter- Deshalb ist am Hauptsitz in wir tätig sind, bergen noch so
sagt Geschäftsführer Robert dig wie die Produkte selbst“, Neuerung auf den Markt nehmen, dessen Hauptmarkt Grassau auch ein Ersatzbau viel Potenzial, das ist noch
Both. Zu finden ist Elektro- sagt Robert Both. Jede Bau- kommt, im Bereich Automo- in Deutschland und Öster- für die Logistik geplant, des- lange nicht abgeschöpft.“ Die
nik aus Grassau heute schon gruppe wird vor Auslieferung tive sind die Zyklen länger. reich liegt, in den vergange- sen Umsetzungsplanung nun Individualisierung spiele Ka-
zum Beispiel in einem mobi- geprüft – zu 100 Prozent. Bei So innovativ die Schalttech- nen Jahren deutlich über beginnt. „Wir sind uns be- tek dabei in die Hände.