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AUSBILDUNGSMUSIKKORPS

AUSBILDUNGSMUSIKKORPS DER BUNDESWEHR Musikstudenten in Uniform

DER

BUNDESWEHR

Musikstudenten in Uniform

AUSBILDUNGSMUSIKKORPS DER BUNDESWEHR Musikstudenten in Uniform

Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsverzeichnis

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2. Vita Leiter Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr

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3. Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr – Chronik

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4. Der Neubau

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5. Die Ausbildung

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Die Ausbildung zum Musikfeldwebel

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Grafik

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• Die Ausbildung zum Offizier des militärfachlichen Dienstes

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• Die Ausbildung zum Musikoffizier

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Grafik

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Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

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6. Der Militärmusikdienst

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• Die Truppe

 

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• Der Auftrag

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• Die Musikerinnen und Musiker

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7. Bewerbung und Kontakt

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• Beratung und Informationen

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• Bewerbung und Bewerbungsunterlagen

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8. Impressum

 

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9. Live Einblicke

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Vita Michael Euler

Oberstleutnant

Die „Sache“ mit der Musik fing für Michael Euler schon in jüngster Kindheit an. So debütierte er im zarten Alter von fünf Jahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten und - wie es sich für einen wasch- echten Rheinländer gehört - natür- lich im Karneval.

Musikschule Troisdorf, Kon- servatorium der Stadt Köln und schließlich die Robert Schumann Hochschule für Musik in Düssel- dorf waren die Ausbildungsstätten, in denen er seine musikalischen Studien vertiefte und 1989 mit dem Kapellmeisterdiplom abschloss.

Danach begann für ihn der „berufliche Ernst des Lebens“. Zunächst als zweiter Musikoffizier beim

Leiter Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr

Heeresmusikkorps 300 in Koblenz eingesetzt, folgten Verwendungen als stellvertretender Leiter Stabsmusikkorps und Leiter Kammerorchester der Bundeswehr in Siegburg, Leiter Gebirgsmusikkorps Garmisch- Partenkirchen und Leiter der Big Band der Bundeswehr in Euskirchen.

Diese Verwendungen spiegeln nicht nur die Vielfalt des Militärmusikdienstes wider, sondern sind für Oberstleutnant Michael Euler die Grundlage eines reichen Erfahrungsschatzes, den er nun für seine Tätigkeit als Verantwortlicher für die Ausbildung des Militärmusikernachwuchses beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr mitbringt.

Nun heißt es für ihn, 30 Jahre Erfahrung und Begeisterung für den schönsten Beruf der Welt an nachfolgende junge Generationen von Militärmusikerinnen und Militärmusikern weiter zu geben.

Beruf der Welt an nachfolgende junge Generationen von Militärmusikerinnen und Militärmusikern weiter zu geben. 5

Ausbildungsmusik-

korps der Bundeswehr

Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr wurde am 1. Juli 1960 in Siegburg in der Brückberg-Kaserne aufgestellt. Ein Jahr darauf erfolgte der Beginn der Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik Rheinland in Köln, ein frühes Beispiel für hervorragen- de zivil-militärische Zusammen- arbeit.

Die immer beengteren inf- rastrukturellen Verhältnisse in Siegburg führten am 5. Mai 1969 zur Verlegung vom Standort Siegburg nach Hilden in die Waldkaserne. Die jungen auszubildenden Militärmusiker fanden dort eine speziell für ihre Ausbildung zugeschnittene Infrastruktur vor.

Durch die Verlegung nach Hil- den nahm die Zusammenarbeit mit dem Robert-Schumann- Institut der Musikhochschule Köln, nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe immer mehr zu.

nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe immer mehr zu. Diese immer enger werden- de Zusammenarbeit mündete

Diese immer enger werden- de Zusammenarbeit mündete schließlich in einer komplett neuen Ausbildungskonzeption, die vom Leiter Militärmusik- dienst 1976 initiiert wurde.

2008 folgte die vorübergehende Verlegung vom Standort Hilden nach Düsseldorf.

Die Bergische Kaserne wird für die nächsten Jahre Standort und Heimat des Ausbildungsmusik- korps der Bundeswehr sein, bis in der Waldkaserne Hilden die Bedingungen für einen rei- bungslosen Ausbildungsbetrieb geschaffen worden sind.

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Neubau

Am 8. Juli 2015 fand in der Waldkaserne Hilden die Grund- steinlegung für die neuen Ausbil- dungs- und Unterkunftsgebäude des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr statt.

In enger Zusammenarbeit mit den für die Bundeswehr zuständigen Stellen für Bau- und Liegen- schaftsangelegenheiten und dem mit der Durchführung betrauten HKS Architektenbüro aus Aachen entsteht ein in der Bundeswehr und deutschlandweit einmaliges Aus- und Weiterbildungszentrum für Musik.

Das gesamte Gebäudeensemble, vor allem die Probe-, Einzelstudi- ums- und Unterrichtsräume erfor- dern eine besondere planerische und raumakustische Gestaltung.

Nach Fertigstellung und Rückverle- gung werden hier die zukünftigen Musikstudenten/-innen in Uniform eine erstklassige, zukunftsorientier- te Infrastruktur vorfinden.

Die neue Heimat des Ausbildungs- musikkorps der Bundeswehr ent- steht in einer der landschaftlich schönsten Kasernen Deutschlands. Die Waldkaserne in Hilden bietet im Rahmen eines konzentrierten Mu- sikstudiums ein ideales Umfeld für Spannung und Entspannung. Die Ausbildung zum Militärmusi- ker ist vor allem geprägt durch die enge Verknüpfung mit der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf. Die gute Verkehrsan- bindung des Standortes Hilden zur Landeshauptstadt ermöglicht den Studenten/-innen zudem ein schnel- les pendeln zwischen Dienstort und Hochschule.

zur Landeshauptstadt ermöglicht den Studenten/-innen zudem ein schnel- les pendeln zwischen Dienstort und Hochschule. 9
zur Landeshauptstadt ermöglicht den Studenten/-innen zudem ein schnel- les pendeln zwischen Dienstort und Hochschule. 9

Die Ausbildung

Im Ausbildungsmusikkorps der Bun- deswehr, der zentralen militärmu- sikalischen Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr, werden bis zu 140 junge Musikerinnen und Musiker zu professionellen Orchestermu- siker/Innen ausgebildet.

Die Ausbildung dauert vier Jahre und erfolgt in enger Zusammen- arbeit mit der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düssel- dorf. Deren Professoren/Innen und Dozenten/Innen, oftmals Mitglieder renommierter Orchester, bürgen für erstklassige praxisorientierte Schulung. Unterrichtet werden alle Blas-, Schlag- und Percussion- instrumente sowie Keyboard, die in einem modernen sinfonischen Blasorchester Verwendung finden. Die Ausbildung schließt mit der Feldwebelprüfung musikfachlicher Teil und ist der Abschluss für den professionellen Militärmusiker/In um nachfolgend in einem Musik- korps der Bundeswehr als Orches- termusiker/In in der Feldwebellauf- bahn eingesetzt zu werden.

Die Ausbildung zum Musikfeldwebel

Voraussetzung für Einstellung und den nachfolgenden Ausbildungs- gang sind die erfolgreiche Teilnah- me sowohl an der musikfachlichen und militärischen Eignungsprüfung

sowie eine Verpflichtungszeit von 12 Jahren. Bewerber/Innen, die ihre Eignung zum Militärmusiker in der o.g. musikfachlichen und militä- rischen Eignungsprüfung unter Beweis gestellt haben, werden zum ersten Juli eines jeden Jahres als Unteroffizier eingestellt.

Nach erfolgreicher Teilnahme an einer fünfmonatigen, überwiegend durch sanitätsdienstliche Kompo- nenten geprägten militärischen Grundausbildung, werden die „Mu- siker/Innen in Uniform“ zum Ausbil- dungsmusikkorps der Bundeswehr versetzt und beginnen ihre musik- fachliche Ausbildung.

Im November beginnt das „Musikfachliche Basismodul“, eine intensive musikalische Grundla- genschulung in Theorie und Praxis. Lehrkräfte der Musikhochschule Düsseldorf sowie Fachpersonal des Ausbildungsmusikkorps der Bun- deswehr bereiten die angehenden Musikstudenten/Innen gezielt auf die Eignungsprüfung an der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf vor. Hier beginnt die enge, bereits seit über 30 Jahren andauernde Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Düsseldorf.

Neben ihrem Hauptinstrument und der Musiktheorie erhalten alle Lehrgangsteilnehmer/Innen

zusätzlich Unterricht im Neben- fach Klavier. Orchesterspiel und Kammermusik bilden einen Ausbil- dungsschwerpunkt im Ausbildungs- musikkorps der Bundeswehr. Darüber hinaus gibt es ein viel- fältiges Angebot an weiteren Unterrichten und Seminaren. Das erfolgreiche Absolvieren der Eig- nungsprüfung an der Robert Schu- mann Hochschule für Musik im Juni des darauffolgenden Jahres bildet den Abschluss des ca. 7 Monate andauernden „Musikfachlichen Basismoduls“.

Vor Beginn des Hochschulstudiums im Oktober des 2. Ausbildungsjah- res absolvieren die zukünftigen Musikfeldwebel einen 10-wöchigen Laufbahnlehrgang an der Sani- tätsakademie der Bundeswehr in München.

Das „Musikfachliche Aufbaumodul“ beginnt mit der Aufnahme des Studiums im Bachelorstudiengang Orchesterinstrumente und dauert 3 Jahre (6 Semester). Wesentliche Inhalte sind der jeweilige Haupt- fachunterricht und das Orches- terspiel sowie die Kammermusik. Darüber hinaus haben die Student/ Innen die Gelegenheit weitere

musikalische Schwerpunkte wie Musikpädagogik, Musikvermittlung, Blasorchesterleitung, Blasorchester- arrangement sowie moderne Stilisti- ken (Jazztrompete, Jazzposaune) zu wählen.

Ein Vielzahl von Seminaren und Pro- jekten runden das hochwertige und vielseitige Studienangebot ab.

Am Ende der vierjährigen Ausbil- dung qualifizieren sich die „Mu- sikstudenten/Innen in Uniform“ in einer musikfachlichen Abschlussprü- fung beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr.

Ausbildungsverlauf zum/zur Orchestermusiker/in

Feldwebelausbildung

Verwendung in einem Musikkorps der Bundeswehr Musikfachliche Abschlussprüfung 12 Monate 36 Monate ◄ ◄
Verwendung in einem Musikkorps
der Bundeswehr
Musikfachliche Abschlussprüfung
12 Monate
36 Monate
Musikfachliches Aufbaumodul
6 Semester Studium an der
Robert Schumann Hochschule
in Düsseldorf
Militärischer Sanitätslehrgang
Eignungsprüfung Robert Schumann Hochschule
Musikfachliches Basismodul
Allgemeinmilitärische Ausbildung
Bewerber
Einstellung als
Unteroffizier
zum 1. Juli jeden
Jahres
Musikfachliche Eignungsprüfung beim
Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr
Eignungsfeststellung beim Karrierecenter
der Bundeswehr Düsseldorf
4-jährige Ausbildung

Die Ausbildung zum Offizier des militärfachlichen Dienstes

Besonders profilierte und leistungs- starke Musikfeldwebel in den Musikkorps der Bundeswehr kön- nen sich für eine Ausbildung zum Offizier des militärfachlichen Diens- tes bewerben und werden in einem besonderen Auswahlverfahren für die Laufbahn ausgewählt.

Die Ausbildung zum Musikdienstof- fizier dauert drei Jahre und wird individuell nach Bedarf und beson- deren Fähigkeiten ausgerichtet. Ein Schwerpunkt ist die musikfachli- che Weiterbildung. Hier kommt ggf. ein Aufbau-Studium in der Studi- enrichtung Musikpädagogik an der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf in Frage, wel- ches mit dem Bachelor of Music ab- schließt. Ein militärischer Laufbahn- lehrgang von sechs Monaten an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München rundet die Ausbildung militärisch ab.

Nach diversen Praktika erfolgt die Verwendung entweder als zweiter Musikoffizier in einem der Musik- korps der Bundeswehr, im admi- nistrativen Bereich beim Zentrum Militärmusik der Bundeswehr oder als Lehr- und Ausbildungsoffizier beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr.

Die Ausbildung zum Musikoffizier

Musikoffiziere sind Kapellmeisterin- nen und Kapellmeister und in der Re- gel Leiter eines Musikkorps. In dieser Dienststellung sind sie die musikali- schen Leiter des jeweiligen Musikkorps und zugleich militärische Führer und Erzieher sowie Disziplinarvorgesetzte von ca. 50 Soldaten/Innen.

Die Laufbahn beginnt nach dem Eignungsfeststellungsverfahren als Offiziersanwärter für den Militärmu- sikdienst. Ein besonderer Schwerpunkt im Rahmen des Einstellungsverfahrens ist die Eignungsprüfung für die Diri- gentenklasse an der Robert Schumann Hochschule für Musik Düsseldorf. Hier werden insbesondere hohe pianisti- sche Anforderungen gestellt. Nach der militärischen Grundausbildung beginnt das Musikstudium in der Ka- pellmeister- bzw. Dirigentenklasse an der Robert Schumann Hochschule für Musik. Für die Dauer des Studiums (ca. 12 Semester) sind die jungen Musikoffiziersanwärter/Innen Ange- hörige des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr.

In den ersten 8 Semestern absolvieren sie den Bachelorstudiengang „Orches- terleitung“. Sie werden als klassischer Kapellmeister ausgebildet. Erste Erfah- rungen mit einem symphonischen Bla- sorchester erhalten sie in den Proben- phasen des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr unter Anleitung ihrer Professoren/Innen.

In den vorlesungsfreien Zeiten erfolgt die militärische Offizier- sausbildung in Lehrgängen an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München und die fachliche Wei- terbildung durch Praktika in den Einsatzmusikkorps.

Nach 4 Jahren (8 Semester) erfolgt der erste Teilabschluss „Bachelor of Music“. Ihm folgt die Eignungs- prüfung in den Masterstudiengang „Orchesterleitung“ ebenfalls an

der Robert Schumann Hochschule für Musik Düsseldorf. Es folgt ein 2-jähriges Studium im Masterstudi- engang „Orchesterleitung“ mit dem Schwerpunkt Leitung eines professionellen Blasorchesters. Besondere Projekte mit professio- nellen Blasorchestern runden die fachbezogene Ausbildung ab.

Die Ausbildung wird mit dem „Master of Music“ abgeschlossen.

Ausbildung zum/zur Kapellmeister/in

Offizierausbildung

Verwendung in einem Musikkorps der Bundeswehr
Verwendung in einem Musikkorps
der Bundeswehr
Einheitsführerlehrgang Abschluss Master of Music 24 Monate 24 Monate 24 Monate ◄ ◄ ◄ 4
Einheitsführerlehrgang
Abschluss Master of Music
24 Monate
24 Monate
24 Monate
4 Semester Masterstudiengang an der
Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf
und Praxis im Militärmusikdienst
Eignungsprüfung Masterstudiengang
Abschluss Bachelor of Music
5. - 8. Semester Bachelorstudiengang an der
Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf
und Praxis im Militärmusikdienst
Offizierlehrgang
Allgemeinmilitärische Ausbildung
6-jährige Ausbildung
Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf genießt einen internati - onalen Ruf. Rund 850 Studierende aus

Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf genießt einen internati- onalen Ruf. Rund 850 Studierende aus mehr als 40 Nationen werden in der nordrhein-westfälischen Landes- hauptstadt ausgebildet. 47 haupt- und nebenberufliche Professoren und mehr als 200 Lehrbeauftragte sorgen für einen individuellen Unter- richt auf höchstem Niveau.

Die vier Studiengänge der Hochschu- le - Musik, Musikvermittlung, Ton und Bild und Musik und Medien - decken den gesamten Arbeitsmarkt für Musiker ab. Absolventen der Hochschule spielen in Opern- und Sinfonieorchestern oder arbeiten als Kirchenmusiker in einer Gemeinde. Sie sorgen als Toningenieure für den perfekten Klang, komponieren Film- musik oder verfolgen eine Karriere als Konzertpianist.

Bühne steht im Mittelpunkt

Musik, der größte Studiengang der Hochschule, rückt die Bühne in den Mittelpunkt: Wer in Düsseldorf Kla- vier oder Geige, Gitarre oder Klari- nette, Komposition oder Gesang stu- diert, lernt das Zusammenspiel mit

anderen Musikern in Orchestern und Ensembles. Deshalb steht viel Praxis auf dem Lehrplan: Das Hochschulor- chester tritt regelmäßig in der Düs- seldorfer Tonhalle auf und die Sänge- rinnen und Sänger der Opernschule zeigen einmal im Jahr ihr Können in einer aufwändigen Inszenierung. Dabei arbeitet die Hochschule eng mit der Deutschen Oper am Rhein zusammen.

Kirchenmusik und Musik- pädagogik

Der Studiengang Musikvermittlung umfasst die Studienrichtungen Mu- sikpädagogik, Dirigieren, Hörerzie- hung, Chorleitung und Kirchenmusik. In allen Fächern spielen soziale und pädagogische Kompetenzen eine wichtige Rolle. So muss ein angehen- der Kirchenmusiker nicht nur Orgel spielen können, sondern auch in der Lage sein, Chöre zu leiten und mit Kindern und Jugendlichen zu musi- zieren. Die Arbeit mit Laien ist auch das Ziel im Bereich Musikpädagogik. Hier werden Lehrerinnen und Lehrer für Musikschulen ausgebildet.

Trotz der umfangreichen künstle- rischen Praxis kommt die Theorie nicht zu kurz. Mit dem historischen und kulturellen Kontext der Musik

beschäftigen sich die Musikwissen- schaftler der Hochschule. Sie veran- stalten wissenschaftliche Symposien und geben eine eigene Schriftenrei- he heraus.

Musikinformatik und Mediendramaturgie

Eine besondere Rolle spielt das Insti- tut Für Musik Und Medien, das sich auf die praxisnahe Ausbildung für die Musik- und Medienbranche konzen- triert. Fächer wie Medienkomposi- tion, Musikinformatik, Mediendra- maturgie und Management bereiten die Studierenden optimal auf das Berufsleben vor. Der gemeinsam mit der Fachhochschule Düsseldorf an- gebotene Studiengang Ton und Bild verbindet ein Ingenieurstudium mit einer musikalischen Ausbildung. Das ist einzigartig in der deutschen Hoch- schullandschaft.

Kooperation mit der Bundeswehr

Einmalig ist auch die Kooperation mit dem Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr, die 1976 begann. Fast jeder Soldat, der in Deutschland pro- fessionell musiziert, hat ein Studium an der Robert Schumann Hochschule absolviert. Die Bundeswehr bereitet

die Soldaten auf die Eignungsprü- fung vor und übernimmt später die ausgebildeten Musiker.

Schumann junior

Die Hochschule kümmert sich auch intensiv um den Musikernachwuchs. Sie arbeitet mit Düsseldorfer Schu- len und Musikschulen zusammen und hat 2008 ein eigenes Ausbil- dungszentrum für den hochbe- gabten Nachwuchs gegründet. Schumann junior richtet sich an besonders talentierte Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren.

Konzerte und Filme

Aus dem Düsseldorfer Kulturleben ist die Hochschule nicht mehr weg- zudenken. Während des Semes- ters finden jede Woche mehrere Vortrags- und Übungsabende im hochschuleigenen Konzertsaal, dem Partika-Saal, statt. Vorträge des Insti- tuts Für Musik Und Medien und des Musikwissenschaftlichen Instituts runden das Angebot ab.

Der Militärmusikdienst

Traditionell, modern, attraktiv – Musik als Auftrag!

Jeder hat sie schon einmal gesehen, ob im Fernsehen oder live, beim Großen Zapfenstreich, auf der Kon- zertbühne oder bei einem Militär- musikfest: Die Soldaten des Militär- musikdienstes der Bundeswehr.

Vielseitig, anspruchsvoll und kreativ ist der Beruf eines Militärmusikers, vielfältig auch die Möglichkeiten, die der Militärmusikdienst bietet, ob in der Unteroffizierlaufbahn, als Feldwebel oder als Offizier.

der Unteroffizierlaufbahn, als Feldwebel oder als Offizier. Erlebnisreich und herausfordernd stellt sich die Welt der

Erlebnisreich und herausfordernd stellt sich die Welt der Militärmusik dar.

Mit den Musikkorps und der Big Band der Bundeswehr musikalisch am Puls der Zeit finden hier Musik- erinnen und Musiker aus dem Be- reich des Jazz und der sinfonischen Bläsermusik ihre Verwirklichung.

Jazz und der sinfonischen Bläsermusik ihre Verwirklichung. Tourneebetrieb, Hochschulausbil- dung und vielfältige

Tourneebetrieb, Hochschulausbil- dung und vielfältige nationale und internationale Kontakte garantieren den Zeit- und Berufssoldaten glei- chermaßen Abwechslung, Spannung und künstlerische Höhepunkte.

Der Militärmusikdienst der Bundes- wehr – ein besonderes Aufgabenfeld für junge Frauen und Männer!

Die Truppe

Was bietet der Militärmusikdienst?

Der Militärmusikdienst verfügt über 14 Klangkörper – 10 Musikkorps sowie die vier mit besonderen Auf- gaben hervorgehobenen Orchester:

das Stabsmusikkorps der Bundes- wehr, das Musikkorps der Bundes- wehr, das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr und die Big Band der Bundeswehr – die gleichmäßig über die Gesamtfläche der Bundes- republik verteilt sind und jährlich ca. 3500 Einsätze durchführen.

Die Musikkorps der Bundeswehr treten in der Regel als großes Blasorchester auf. Zu dessen Be- setzung gehören: Flöten, Oboen, Fagotte, Klarinetten, Saxophone, Waldhörner, Trompeten, Posaunen, Flügelhörner, Tenorhörner, Bariton, Tuben, Schlagzeug, Percussion und Keyboard sowie als Zweitinstru- ment elektrische Gitarre (Rhyth- mus), Kontrabass und E-Bass. Die Palette ist bunt und anspruchsvoll zugleich.

Der Militärmusikdienst zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus. Neben dem protokollarischen Eh- rendienst für den Bundespräsiden- ten und die Bundesregierung sowie dem traditionellen Zeremoniell im Soldatenalltag sind gleichermaßen Umrahmungen von öffentlich- keitswirksamen Veranstaltungen

Umrahmungen von öffentlich- keitswirksamen Veranstaltungen der Bundeswehr, Musikshows sowie Konzerte wichtige

der Bundeswehr, Musikshows sowie Konzerte wichtige Bestandteile der deutschen Militärmusik.

Im Repertoire wird ein weiter musi- kalischer Bogen gespannt, der von der traditionellen Marschmusik über die Bearbeitungen großer klassischer Kompositionen bis zu Originalkom- positionen, Filmmusik und aktuel- len Hits im großen Orchestersound reicht. Kammermusikbesetzungen sowie andere musikalischen Forma- tionen sind weitere Aufgabenfelder und gleichzeitig Herausforderungen für jeden Militärmusiker.

Auch die Big Band der Bundeswehr sorgt bei jedem Anlass für den ent- sprechenden musikalischen Rah- men. Bei Open Air Konzerten und vielen anderen Auftritten gelingt es Bandleader und Crew immer wieder, das Publikum, ob jung oder alt, mit einer perfekt arrangierten Show in ihren Bann zu ziehen.

Der Auftrag

Militärmusik – klingender Ausdruck des Selbstverständnisses der Streit- kräfte

Von der Kommandogebung durch Signale seit der Antike, über mittel- alterliches Trompeteblasen, Pfeifen und Trommeln bis zum Wirken der Musikkorps in der modernen Ge- sellschaft hat die Militärmusik eine gewaltige Entwicklung durchlaufen. Heute ist sie fester Bestandteil im kulturellen Leben unseres Volkes und ein wichtiges Bindeglied zwi- schen Truppe und Bevölkerung.

Die Militärmusik der Bundeswehr repräsentiert die Streitkräfte nach innen und außen und stellt einen überaus wichtigen Integrationsfak- tor innerhalb der Truppe, zwischen Truppe und Bevölkerung sowie im internationalen Bereich dar.

Im veränderten gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Umfeld kommt den drei klassischen Wirkungsbereichen

Gefühl der Zusammengehörig- keit in der Truppe zu fördern

die Bindung zwischen der Bundeswehr und der Bevöl- kerung zu festigen

das Ansehen der Bundeswehr im In- und Ausland zu stärken

noch größere Bedeutung zu als bisher.

zu festigen • das Ansehen der Bundeswehr im In- und Ausland zu stärken noch größere Bedeutung

Die Musikerinnen und Musiker

Das Hobby zum Beruf machen – im Dienst der Militärmusik

Instrumentalisten können als Solda- tinnen und Soldaten auf Zeit in den Musikkorps der Bundeswehr ein- gesetzt werden. Chancen hat, wer sein musikfachliches Können bei einer Überprüfung im Ausbildungs- musikkorps der Bundeswehr nach- weist.

Fachunteroffiziere im Militärmusik- dienst werden als Spielleute beim Stabsmusikkorps der Bundeswehr in Berlin eingesetzt. Nach der allge- meinen militärischen Ausbildung und einer speziellen Sanitätsaus- bildung folgt eine musikfachliche Grundlagenausbildung beim Stabs- musikkorps der Bundeswehr.

Für eine Ausbildung zum Feldwe- bel, inklusive eines dreijährigen Studiums an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, ist eine

Verpflichtungszeit von insgesamt 12 Jahren erforderlich.

Musikoffiziere sind Kapellmeister- innen und Kapellmeister und in der Regel Leiter eines Musikkorps. In dieser Dienststellung sind sie die musikalischen Leiter des jeweiligen Musikkorps und zugleich militä- rische Führer und Erzieher sowie Disziplinarvorgesetzte.

Neben den Musikoffizieren gibt es die Musikdienstoffiziere. Sie sind Offiziere des militärfachlichen Dienstes, die die Laufbahn der Feld- webel des Militärmusikdienstes durchlaufen haben und als her- ausgehobene Spezialistinnen oder Spezialisten als zweite Offiziere in einem Musikkorps und als Lehr- und Ausbildungsoffizier im Ausbil- dungsmusikkorps eingesetzt sind.

Bewerbung und Kontakt

Beratung und Informationen

Für eine Beratung oder Beantwor- tung Ihrer Fragen stehen Ihnen als Ansprechpartner

Oberstabsfeldwebel Michael Gilcher Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr (02103) 28-2505 zur Verfügung.

Postanschrift:

Waldkaserne Elberfelder Straße 200

40724 Hilden

Tel.: (02103) 28-2505 Fax: (02103) 28-2519

Besucheradresse:

Bergische Kaserne Knittkuhler Straße 2

40629 Düsseldorf

Weitere Informationen:

www.Ausbildungsmusikkorps.de

www.militaermusik.bundeswehr.de

E-mail:

AusbMusKorpsBw@bundeswehr.org

Informationen: www.Ausbildungsmusikkorps.de www.militaermusik.bundeswehr.de E-mail: AusbMusKorpsBw@bundeswehr.org 24
Bewerbungen / Bewerbungsunterlagen Bewerberinnen und Bewerber für die Laufbahn zum Feldwebel werden grundsätzlich zum 1.

Bewerbungen / Bewerbungsunterlagen

Bewerberinnen und Bewerber für die Laufbahn zum Feldwebel werden grundsätzlich zum 1. Juli

eingestellt. Ca. acht Monate vorher sollten die Bewerbungen vorliegen beim Karrierecenter der Bundeswehr Ludwig-Beck-Straße 23

40470 Düsseldorf

Die erforderlichen Bewerbungs- unterlagen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Karriereberater, bun- desweit zu erreichen unter (0800) 9800880.

Bewerberinnen bzw. Bewerber mit erfolgreich abgelegtem Teilstudium (mindestens Vordiplom) können mit höherem Dienstgrad (Feldwebel) und unabhängig des Einstellungs- termins (1. Juli) eingestellt werden.

Bewerberinnen und Bewerbern für die Laufbahn der Offiziere wird empfohlen, sich vor einer Bewer- bung durch

Oberstleutnant Dr. Christian Blüggel Zentrum Militärmusik der Bundeswehr

Robert-Schuman-Platz 3

53109 Bonn

Telefon: (0228) 43320-303

beraten zu lassen.

Impressum:

Stand: Januar 2017

Herausgeber:

Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr Knittkuhler Straße 2 40629 Düsseldorf Tel.: (02103) 28-2501 FAX: (02103) 28-2519 ausbildungsmusikkorps@bundeswehr.org www.ausbildungsmusikkorpsbw.de

Verantwortlich:

Leiter Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr

Redaktion:

Zentrum Militärmusikdienst der Bundeswehr Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr

Bildnachweise:

Für die Überlassung der Fotos danken wir der Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr

Satz und Druck:

Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr DL I 4 Zentraldruckerei Köln/Bonn

„Live-Einblicke“

Praktikum beim Ausbildungsmusik- korps der Bundeswehr

Haben auch Sie Interesse, persön- lich beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr einen Einblick in den Beruf eines Musikers in Uni- form zu erhalten?

Wir bieten interessierten jungen Musikerinnen und Musikern von Januar bis Anfang Mai eines jeden Jahres, während eines einwöchigen Praktikums (Betriebspraktikum/ Berufsorientierung)

„Live Einblicke“ in die Ausbildung zum Militärmusiker.

Sie nehmen an allen Unterrichten und Proben teil, Sie erhalten gegen Bezahlung Verpflegung und Sie wohnen kostenfrei in der Bergischen Kaserne Düsseldorf.

Sie sollten der Altersgruppe 16–21 Jahren angehören und auf einem im symphonischen Blasorchester ver- wendbaren Instrument bereits fortgeschrittene Kenntnisse haben. Praktikumsanfragen können Sie per Mail an folgende Adresse stellen:

AusbMusKorpsBw@bundeswehr.org, www.ausbildungsmusikkorpsbw.de Rubrik: Service/Praktikanten.

Hier bitte abtrennen

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Ja, ich möchte nähere Informationen zu einem Praktikum beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr.Ja, ich bitte um nähere Informationen über die Laufbahnen

Ja, ich bitte um nähere Informationen über die Laufbahnen im Militärmusikdienst.einem Praktikum beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr. Name PLZ Wohnort Telefon E-Mail-Adresse

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Absenden an: Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr Elberfelder Straße 200, 40724 Hilden