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Prof. Dr.

Uwe Walz Basiskurs Mikroökonomik WS 2017/18

1. Mentorium
Haushaltstheorie

Aufgabe 1
Welche der folgenden Aussagen bezüglich des im Rahmen der Haushaltstheorie kennen-
gelernten Nutzenkonzeptes sind falsch?
a) Es besteht immer eine positive Beziehung zwischen Einkommen und Nutzen.
b) Es ist möglich, anhand eines gegebenen Güterbündels zu bestimmen, welche von
zwei Personen nach dessen Konsum glücklicher ist.
c) Das Konzept von Nutzen und Nutzenfunktionen ist eine abstrakte Repräsentation
für das individuelle Maß an Zufriedenheit und Präferenzen.
d) Vergleichende Studien zwischen unterschiedlichen Ländern deuten darauf hin, dass
Bewohner in reicheren Ländern zufriedener sind als Bewohner in ärmeren Ländern.

Aufgabe 2
Kaugummis kosten 10 Cent und Schokoriegel 50 Cent. Nehmen Sie an, dass Hannah,
deren Präferenzen alle in der Vorlesung behandelten Annahmen erfüllen, jeden Tag fünf
Schokoriegel und ein Kaugummi kauft. Mit diesem Konsumbündel beträgt ihre Grenzrate
der Substitution von Kaugummis zu Schokoriegeln 3. Welche der folgenden Aussagen ist
wahr?
a) Hannah könnte ihren Nutzen durch Kauf von mehr Schokoriegeln und weniger Kau-
gummis erhöhen.
b) Hannah könnte ihren Nutzen durch Kauf von mehr Kaugummis und weniger Scho-
koriegeln erhöhen.
c) Hannah könnte ihren Nutzen durch Kauf von mehr Schokoriegeln und mehr Kau-
gummis erhöhen.
d) Hannah könnte ihren Nutzen durch Kauf von weniger Schokoriegeln und weniger
Kaugummis erhöhen.
e) Hannah befindet sich an einer Randlösung und maximiert bereits ihren Nutzen.

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Aufgabe 3
Die Tatsache, dass Günther kein Geld für Reisen ausgibt, deutet auf was hin?
a) Er zieht keinen Nutzen vom Reisen.
b) Er befindet sich in einer Randlösung.
c) Seine Grenzrate der Substitution gleicht nicht den relativen Preisen.
d) Alle der oben genannten Aussagen sind möglich.

Aufgabe 4

Gegeben sei der folgende Warenkorb:

Essen Kleidung
A 6 3
B 8 5
C 5 8

Solange die drei Grundannahmen über Präferenzen befriedigt sind, gilt hier:
a) A und B liegen auf einer Indifferenzkurve.
b) B und C liegen auf einer Indifferenzkurve.
c) A wird gegenüber C präferiert.
d) B wird gegenüber A präferiert.
e) Die Antworten A und B sind korrekt.

Aufgabe 5
Nehmen Sie an, es bestünde ausschließlich die Auswahl zwischen zwei Gütern, Fleisch
und Gemüse. Diese sind in einem Koordinatensystem so abgetragen, dass Fleisch auf der
Abszisse und Gemüse auf der Ordinate angeführt wird. Die Indifferenzkurve einer sich
strikt vegetarisch ernährenden Person wäre in diesem Fall eine, bzw. ein:
a) Vertikale Gerade.
b) Diagonal fallende Gerade.
c) Fallende Kurve.
d) Rechter Winkel.
e) Horizontale Gerade.

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Aufgabe 6
Günther überlegt, welche Kurse er im kommenden Semester wählen soll. Für seine nähere
Auswahl kommen lediglich zwei Kurse in Frage, Mikro 1 und Mikro 2. Nun hat er allerdings
Probleme dabei, sich auf einen der beiden Kurse festzulegen. Es ist nicht so, als wäre er
indifferent zwischen ihnen, sondern er kann sich einfach nicht entscheiden. Ökonomen
würden dies als ein Beispiel für folgende Eigenschaft von Günthers Präferenzen sehen:

a) Fehlende Transitivität.

b) Unvollständigkeit.

c) Verletzung der Nicht-Sättigungs-Annahme.

d) Alle der oben genannten Antworten sind richtig.

Aufgabe 7
In der Haushaltstheorie implizieren bestimmte Axiome der Präferenzen, dass Indifferenz-
kurven sich nicht schneiden können. Welche Axiome implizieren dies? Erklären Sie dieses
Phänomen (auch grafisch!).

Aufgabe 8
Peter hat die folgende Nutzenfunktion

u(x, y) = x+
√ √
y

wobei x der Konsum von Keksen mit Preis px = 1 e und y der Konsum von Baguettes
mit Preis py = 3 e ist.

a) Zeichnen Sie beispielhaft eine Indifferenzkurve in ein Koordinatensystem.

b) Leiten Sie Peter’s Nachfrage nach Keksen und Baguettes her.

c) Nehmen Sie an, sein Einkommen betrage E = 100 e. Wie viele Kekse und wie viele
Baguettes wird Peter konsumieren? Wie hoch ist sein Nutzen?

d) Wie hoch ist der Grenznutzen des Einkommens?

e) Nehmen Sie an, Peter’s Einkommen erhöht sich auf E = 101 e. Wie viele Kekse
und Baguettes konsumiert er jetzt und wie hoch ist sein Nutzen dabei?

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2. Mentorium
Substitutions-/Einkommenseffekt und Elastizitäten

Aufgabe 1
Der Substitutionseffekt..

a) kann nur für dasjenige Gut bestimmt werden, für welches eine nominelle Preisän-
derung erfolgt ist.

b) beschreibt die Veränderung des nutzenmaximierenden Konsums bei einer Preisän-


derung, bei welcher man von einem konstanten realen Einkommen ausgeht.

c) ist betragsmäßig immer gleich groß wie der Einkommenseffekt.

d) gibt mit seinem Vorzeichen Aufschluss darüber, ob es sich bei einem Gut um ein
normales oder ein inferiores Gut handelt.

e) addiert sich in einem Zwei-Güter-Modell immer zu Null.

Aufgabe 2
Der Einkommenseffekt..

a) kann nur für dasjenige Gut bestimmt werden, für welches eine nominelle Preisän-
derung erfolgt ist.

b) beschreibt die Veränderung des nutzenmaximierenden Konsums, bei welcher man


berücksichtigt, dass sich mit einer Preisänderung auch das reale Einkommen ändert.

c) ist betragsmäßig immer gleich groß wie der Substitutionseffekt.

d) gibt mit seinem Vorzeichen keinen Aufschluss darüber, ob es sich bei einem Gut um
ein normales oder ein inferiores Gut handelt.

e) addiert sich in einem Zwei-Güter-Modell immer zu Null.

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Aufgabe 3
Das ursprünglich nutzenmaximierende Konsumbündel ist durch Punkt A in der obigen
Grafik gekennzeichnet. Nach einer Preisänderung für Nahrung befindet sich das neue, den
Nutzen des Konsumenten maximierende Konsumbündel in Punkt B. Der Substitutions-
effekt bezogen auf Nahrung ist beschrieben durch:

a) die Änderung von F3 zu F1.

b) die Änderung von F3 zu F2.

c) die Änderung von F2 zu F1.

d) die Änderung von F1 zu F2.

e) keine der oben genannten Antworten.

Aufgabe 4
Günther hat die Auswahl zwischen zwei Produkten, Butter und Margarine. Er sieht diese
Produkte als perfekte Substitute an, d.h. eine Einheit Margarine stiftet ihm den selben
Nutzen, wie eine Einheit Butter. Da Margarine günstiger als Butter war konsumierte er
bislang ausschließlich diese. Nun steigen die Margarine Preise, sodass Butter das günsti-
gere Gut wird - Günther passt seinen Konsum entsprechend seiner Präferenzen an. Die
Änderung in seinem Konsumverhalten von Margarine ist dabei zurückzuführen auf:
a) ausschließlich den Substitutionseffekt.

b) ausschließlich den Einkommenseffekt.

c) eine Kombination aus a) und b).

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d) weder a) noch von b).

Aufgabe 5
Günther verfügt über ein nominales Einkommen von E = 400. Nehmen sie an, dass sein
Nutzen durch die Nutzenfunktion

u = x0,4 y 0,6

beschrieben wird. Dabei steht x für die Menge an konsumierten Zigaretten und y für
die Menge an konsumierten Falschen Bier. Das bisher nutzenmaximierende Güterbündel
(x∗0 , y0∗ ) sei gegeben durch (16,12), was durch das Lagrange-Verfahren berechnet werden
kann. Nehmen Sie an, dass der Preis von Zigaretten von p0x = 10 auf p1x = 20 steigt,
während der Preis für Bier unverändert bei py = 20 bleibt.

a) Berechnen Sie den Substitutionseffekt für Zigaretten.

b) Berechnen Sie den Einkommenseffekt für Zigaretten.

c) Berechnen Sie den Gesamteffekt für Zigaretten und Bier.

Aufgabe 6
Apple will kalkulieren, inwiefern sich eine weltweite Preissenkung vom Iphone um 5%
auf die Absatzmenge in verschiedenen Ländern auswirkt. Apple verkauft das Iphone zu
verschiedenen Preisen in den USA, in Japan und in Europa. Vor der Preissenkung war
die verkaufte Menge an Iphones in den USA jeweils doppelt so hoch wie die Mengen in
Japan und Europa. Wenn die Preiselastizität der Nachfrage in den USA, in Japan und in
Europa 3, 4 und 2 betragen, steigen die weltweiten Verkäufe um

a) 10%.

b) 15%.

c) 20%.

d) 25%.

e) Keine von den obengenannten.

Aufgabe 7
Gegeben sei die Nachfrage für Äpfel

xa = 120 − 4p

a) Was ist die Punktpreiselastizität der Nachfrage für Äpfel für p = 4?

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b) Gehen Sie davon aus, dass sich der Preis von Äpfeln auf p = 12 erhöht. Was passiert
mit der Verkaufsmenge von Äpfeln und wie hoch sind die Ausgaben der Konsumen-
ten für Äpfel insgesamt?

c) Bei welchem Preis ist die Nachfrage nach Äpfeln vollkommen unelastisch? Bei wel-
chen ist sie vollkommen elastisch? Für welchen Preis gilt ǫ = 1 und was impliziert
dies für die Konsumausgaben nach Äpfeln?

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3. Mentorium
Produktionstheorie

Aufgabe 1
Eine Produktionsfunktion...

a) ...beschreibt, wieviel bei einem gewissen Einsatz von Inputfaktoren an Output pro-
duziert werden kann.

b) ...beschreibt die Produktionstechnologie.

c) ...ist eine Funktion von der abhängigen Variablen Output und den unabhängigen
Variablen Arbeit und Kapital (Produktionsfaktoren).

d) Alle der obengenannten Antworten.

Aufgabe 2
Bei gegebener Größe des Arbeitsmarktes (L), kann man aus der Differenz zwischen dem
Durchschnittsprodukt (DPL) und dem Grenzprodukt (GPL) der Arbeit, folgendes ablei-
ten:

a) Wie eine Vergrößerung von L das Outputniveau (y) verändert.

b) Wie eine Vergrößerung von L das GPL verändert.

c) Wie eine Vergrößerung von L das DPL verändert.

d) Das Bestehen von Größenvorteilen (economies of scale).

e) Die Anwendbarkeit des Gesetzes der sinkenden Skalenerträge.

Aufgabe 3
Eine positiv ansteigende Isoquante...

a) ...kann von einer Produktionsfunktion mit nur einem Inputfaktor abgeleitet werden.

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b) ...kann von einer Produktionsfunktion mit zwei Inputfaktoren abgeleitet werden,
wenn die Reduzierung eines Inputs immer zu einer Verringerung der Produktions-
menge führt.
c) ...kann nicht von einer Produktionsfunktion abgeleitet werden, solange die Firma
ihren Profit maximiert.
d) ...kann von einer Produktionsfunktion abgeleitet werden, solange ein Inputfaktor zu
Nullkosten verfügbar ist.
e) Keine der genannten Antworten.

Aufgabe 4
Zwei Isoquanten, die unterschiedliche Outputniveaus beschreiben, aber von derselben Pro-
duktionsfunktion abgeleitet werden, können sich nicht schneiden, da...

a) ...Isoquanten unterschiedliche Nutzenniveaus repräsentieren.


b) ...dies die Annahme technischer Effizienz verletzt.
c) ...Isoquanten eine negative Steigung haben.
d) ...zusätzliche Inputs von profitmaximierenden Unternehmen nicht genutzt werden,
solange diese das Gesamtprodukt verringern.
e) Antworten B und D sind korrekt.

Aufgabe 5
Die angeführte Grafik ist ein Beispiel für:

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a) Konstante Skalenerträge, da eine lineare Kurve zum Ursprung gezogen werden kann.
b) Abnehmende Skalenerträge, da die Isoquanten konvex zum Ursprung verlaufen.
c) Abnehmende Skalenerträge, da eine Verdopplung des Inputs die Gesamtproduktion
um weniger als das Doppelte erhöht.
d) Zunehmende Skalenerträge, da die Isoquanten konvex zum Ursprung verlaufen.
e) Zunehmende Skalenerträge, da eine Verdopplung des Inputs die Gesamtproduktion
um mehr als das Doppelte erhöht.

Aufgabe 6
Weisen die folgenden Produktionsfunktionen abnehmende, konstante oder zunehmende
Skalenerträge auf? Was geschieht mit dem Grenzprodukt der Arbeit, wenn Kapital kon-
stant gehalten wird?
a) y = f (K, L) = 2K + 3L

b) y = f (K, L) = 2K + 2L
c) y = f (K, L) = 3LK 2

Aufgabe 7
Nehmen wir an, der Prozess zur Herstellung von Parkas bei der Firma Asos wird durch
folgende Funktion beschrieben:
y = 10K 0,8 (L − 40)0,2
wobei y die Anzahl der produzierten Parkas, K die Anzahl der computerisierten Näh-
maschinenstunden und L die Anzahl der Arbeisstunden ist. Zusätzlich zu Arbeit und
Kapital werden für die Produktion jedes Parkas Materialien im Wert von 10$ eingesetzt.
a) Leiten Sie die kostenminimierende Nachfrage nach K und L als Funktion des Outputs
(y), der Lohnsätze (w) und der Mietsätze der Maschinen (r) unter der Nebenbedin-
gung der oben angegebenen Produktionsfunktion her. Verwenden Sie die Ergebnisse
zur Ableitung der Gesamtkostenfunktion, d.h., der Kosten als Funktion von y, w, r
und der konstanten 10$ pro Einheit an Materialkosten.
b) Für dieses Verfahren werden qualifizierte Arbeiskräfte benötigt, die 32$ pro Stun-
de verdienen. Der Mietsatz für die im Verfahren eingesetzten Maschinen liegt bei
64$ pro Stunde. Wie hoch sind die Gesamtkosten als Funktion von y bei diesen
Faktorpreisen? Weist diese Technologie abnehmende, konstante oder zunehmende
Skalenerträge auf?
c) Asos plant 2.000 Parkas pro Woche herzustellen. Wie viele Arbeitskräfte sollte das
Unternehmen zu diesen Faktorpreisen einstellen (bei 40 Stunden pro Woche) und
wie viele Maschinen sollte es zu den oben angegebenen Faktorpreisen mieten (bei 40
Maschinenstunden pro Woche)? Wie hoch sind bei diesem Produktionsniveau die
Grenz- und Durchschnittskosten der Produktion?

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4. Mentorium
Marktform und Unternehmensentscheidung

Aufgabe 1
Ein Preisnehmer ist...

a) ein Unternehmen, welches unterschiedliche Preise von unterschiedlichen Käufern


akzeptiert.

b) ein Konsument, der unterschiedliche Preise von unterschiedlichen Unternehmen ak-


zeptiert.

c) ein Unternehmen, welches im perfekten Wettbewerb agiert.

d) ein Unternehmen, welches durch sein Marktverhalten den Marktpreis nicht beein-
flussen kann

e) Die Antworten c) und d).

Aufgabe 2
Ein Unternehmen maximiert seinen Gewinn, indem es diejenige Menge an Output produ-
ziert, bei welcher...

a) der durchschnittliche Umsatz den durchschnittlichen totalen Kosten entspricht.

b) der durchschnittliche Umsatz den durchschnittlichen variablen Kosten entspricht.

c) die totalen Kosten minimiert werden.

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d) der Grenzumsatz den Grenzkosten entspricht.

e) keine der genannten Antworten.

Aufgabe 3
Wenn der Marktpreis eines Produktes zwischen seinen durchschnittlichen variablen Kosten
(DVK) und seinen durchschnittlichen totalen Kosten (DTK) liegt, ist es für das herstel-
lende Unternehmen im Falle vollkommener Konkurrenz optimal...

a) den Preis zu erhöhen.

b) den Preis zu senken um den Umsatz zu erhöhen.

c) den Betrieb sofort einzustellen.

d) den Betrieb kurzfristig weiterzuführen, aber langfristig zu beenden.

e) die Produktion zu erhöhen.

Aufgabe 4
Die Nachfragekurve eines Unternehmens im perfekten Wettbewerb entspricht (in einem
p-x-Diagramm)...

a) der Nachfragekurve des Gesamtmarkts.

b) einer negativ geneigten Funktion mit einer betragsmäßig kleineren Steigung als der
Marktnachfragefunktion.

c) einer negativ geneigten Funktion mit einer betragsmäßig größeren Steigung als der
Marktnachfragefunktion.

d) einer horizontalen Linie.

e) einer vertikalen Linie.

Aufgabe 5
Ein Monopolist stellt fest, dass bei dem aktuell von ihm gewählten Outputlevel die Prei-
selastizität der Nachfrage ǫ = 0.15 beträgt. Welche der folgenden Aussagen ist korrekt?

a) Der Monopolist sollte sein Outputniveau verringern.

b) Dies ist ein typisches Verhalten eines Monopolisten - er sollte sein Outputlevel nicht
verändern.

c) Der Monopolist sollte sein Outputniveau erhöhen.

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d) Um diese Frage zu beantworten, sind weitere Informationen bezüglich der Produk-
tionsfunktion des Monopolisten erforderlich.

e) Keine der genannten Antworten.

Aufgabe 6
Die Kostenfunktion eines im perfekten Wettbewerb stehenden Unternehmens sei gegeben
durch C(q) = 4q 2 + 16, wobei q den Output darstelle.

a) Ermitteln Sie die Grenzkosten (GK), die durchschnittlichen variablen Kosten (DVK),
und die durchschnittlichen totalen Kosten (DTK) des Unternehmens (in Abhängig-
keit von q).

b) Stellen Sie den Zusammenhang zwischen q und den GK, den DVK und den DTK
graphisch dar.

c) Für welche Marktpreise des Endproduktes macht das Unternehmen nur negative
Profite?

d) Der Marktpreis sei P = 32. Wie groß sind Output und Profit des Unternehmens?

Aufgabe 7
Das Unternehmen Haus GmbH ist ein Anbieter von Tennisschlägern. Die Produktionskos-
ten zur Herstellung von x Schlägern werden durch die Kostenfunktion C(x) = 14 x2 + 625
beschrieben. Nehmen Sie zunächst an, dass perfekter Wettbewerb herrscht und ein gleich-
gewichtiger Marktpreis von P = 25 für einen Tennisschläger existiert.

a) Leiten Sie die Umsatzfunktion, die Grenzumsatzfunktion und die Profitfunktion der
Haus GmbH her.

b) Berechnen Sie die optimale Menge an Tennisschlägern, welche die Haus GmbH auf
dem Markt anbieten wird. Wie viel Profit wird erwirtschaftet?

Gehen Sie für den weiteren Verlauf der Aufgabe davon aus, dass die Haus GmbH nun
alleiniger Anbieter auf dem Markt für Tennisschläger ist. Die Nachfrage für die Schläger sei
beschrieben durch P = 1000− 74 x, wobei x die angebotene Menge an Schlägern beschreibt.

c) Stellen Sie die Durchschnittsumsatzfunktion, die Grenzumsatzfunktion und die Pro-


fitfunktion der Haus GmbH auf.

d) Berechnen Sie die Preiselastizität der Nachfrage für eine Angebotsmenge von x =
400. Was impliziert dieser Wert?

e) Berechnen Sie die profitmaximale Angebotsmenge der Haus GmbH.

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5. Mentorium
Asymmetrische Informationen

Aufgabe 1
Günther ist ein übergewichtiger, 55 Jahre alter Raucher mit Übergewicht, der gerne viel
Alkohol konsumiert. In Anwesenheit einer gesetzlichen Krankenversicherung führt adverse
Selektion dazu, dass er...

a) ... mit Abschluss einer Krankenversicherung sein Verhalten gesundheitsbewusster


gestaltet.

b) ... mit Abschluss einer Krankenversicherung noch weniger auf seine Gesundheit ach-
tet.

c) ... mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit eine Krankenversicherung abschließt, da


die Risikobeteiligung anhand seines persöhnlichen Risikos und nicht anhand dem
des durchschnittlichen Versicherungsnehmers berechnet wird.

d) ... mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Krankenversicherung abschließt, da die


Risikobeteiligung anhand des durchschnittlichen Risikos eines Versicherungsnehmers
und nicht anhand seines persöhnlichen Risikos berechnet wird.

e) ... keine adäquate Krankenversicherung angeboten bekommt.

Aufgabe 2
Staatliche Versicherungspflicht kann zu Folgendem führen:
a) Versicherungsraten sinken insgesamt, da diese Pflicht Individuen mit geringem Ri-
siko einschließt.

b) Versicherungsraten steigen insgesamt, da diese Pflicht Individuen mit hohem Risiko


einschließt.

c) Versicherungsraten für Individuen mit hohem Risiko steigen.

d) Verringert Informationsasymmetrien auf Seiten der Versicherer.

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Aufgabe 3
Nehmen Sie an, ein Staat entscheidet sich zum Schutz der Privatsphäre dazu, das Be-
kanntmachen von Kredithistorien zu verbieten. Als Resultat aus dieser Entscheidung kann
erwartet werden, dass:

a) Die Kosten für Kredite steigen.

b) Die Anzahl der Kredite an kreditunwürdig Kunden steigt.

c) Informationsasymmetrien zunehmen.

d) Alle genannten Antworten.

e) Keine der genannten Antworten.

Aufgabe 4
Im Versicherungsmarkt bezieht sich Moral Hazard auf das Problem, dass...

a) ... Versicherer nicht zwischen Versicherungsnehmern mit hohem und niedrigem Ri-
siko unterscheiden können.

b) ... Versicherungsnehmer mit hohem Risiko einen Anreiz haben falsche Signale zu
vermitteln, um als welche mit geringem Risiko zu wirken.

c) ... trotz ihrer Bereitschaft, unterschiedliche Versicherungsprämien zu zahlen, alle


Individuen den gleichen Beitrag zahlen müssen.

d) ... Individuen ihr Verhalten nach Abschluss der Versicherung ändern könnten, so
dass sie sich risikoreicher als vor Abschluss der Versicherung verhalten.

Aufgabe 5
Wenn Moral Hazard beim Autofahren existiert, dann sind die Grenzkosten des Autofah-
rens...

a) ... geringer und die konsumierte Menge höher als die effiziente Menge.

b) ... geringer und die konsumierte Menge geringer als die effiziente Menge.

c) ... höher und die konsumierte Menge höher als die effiziente Menge.

d) ... höher und die konsumierte Menge geringer als die effiziente Menge.

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Aufgabe 6
Es gibt zwei gleich große Gruppen an Arbeitern, deren Produktivität sich anhand ihrer
Ausbildungskosten bestimmen lässt. Diese betragen CH (y) = 2.000y für Gruppe H und
CL (y) = 4.000y für Gruppe L. Arbeiter erhalten einen Jahreslohn i.H.v. 3.000, sofern
ihr Bildungsniveau y < y ∗ beträgt, und 9.000, sofern ihr Bildungsniveau y > y ∗ beträgt.
Dabei stellt y ∗ ein vom Arbeitgeber definiertes Ausbildungsniveau dar. Die Arbeitsdauer
der Arbeiter beträgt 10 Jahre.

a) Was ist der höchste Wert, der vom Arbeitgeber für y ∗ gesetzt werden kann, sodass
sich produktive Arbeiter aus Gruppe H dazu entscheiden dieses Ausbildungsniveau
zu erreichen.

b) Was ist der niedrigste Wert, der vom Arbeitgeber für y ∗ gesetzt werden kann, so-
dass sich ausschließlich produktive Arbeiter aus Gruppe H dazu entscheiden dieses
Ausbildungsniveau zu erreichen.

c) Welche Arbeitergruppe(n) wird (werden) eingestellt, sofern das Mindestniveau der


Ausbildung vom Arbeitgeber als i) y ∗ = 45, ii) y ∗ = 13 13 , bzw. iii) y ∗ = 20 definiert
wurde?

Aufgabe 7
Die Wahrscheinlichkeit eines Feuers in einer Fabrik ohne entsprechende Sicherheitsvorkeh-
rungen beträgt 1%. Die Wahrscheinlichkeit eines Feuers in einer Fabrik mit entsprechen-
den Sicherheitsvorkehrungen beträgt 0, 1%. Wenn ein Feuer eintritt, beträgt der Schaden
300.000 Euro. Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen kosten im Schnitt 80 Euro.

a) Wie hoch ist der erwartete Schaden eines Feuers, wenn es keine Versicherung gibt
und i) entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bestehen, bzw. ii) keine Sicherheits-
vorkehrungen vorgenommen wurden?

b) Nehmen Sie an, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen wären getroffen. Wie hoch


sollte der vom Unternehmen bezahlte Versicherungsbeitrag sein?

c) Nehmen Sie nun an, es wären keine Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen. Wie


hoch ist der Mindestbeitrag, bei dem der Versicherer gewillt wäre die Fabrik zu
versichern?

d) Warum tritt an dieser Stelle Moral Hazard auf? Wie könnte man diese Friktion
lösen?

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6. Mentorium
Externalitäten und Allgemeines Gleichgewicht

Aufgabe 1
Externalitäten...

a) sind (zunächst) nicht in Marktpreisen reflektiert und können daher Ursache für
ökonomische Ineffizienzen sein.

b) sind stets in Marktpreisen reflektiert und können daher Ursache für ökonomische
Ineffizienzen sein.

c) sind zunächst nicht in Marktpreisen reflektiert und beeinflussen daher die ökonomi-
sche Effizienz nicht.

d) sind immer in Marktpreisen reflektiert und bedürfen daher keiner Internalisierung.

e) Keine der genannten Antworten.

Aufgabe 2
Welcher der folgenden Punkte stellt eine negative Externalität von Autos als Transport-
mittel dar?

a) Wer mit dem Auto fährt, kann nicht gleichzeitig Bahn fahren.

b) Durch das Autofahren entstehen hohe Benzin- und Abnutzungskosten für Reifen
und Getriebe.

c) Autos haben einen hohen Wertverschleiß.

d) Autos sind laut und stören einige Menschen beim konzentrierten Arbeiten.

e) Keine der genannten Antworten.

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Aufgabe 3
Wenn es Externalitäten gibt, kann ökonomische Effizienz ohne staatliche Intervention
erzeugt werden, wenn...
a) die Externalität viele Menschen beeinflusst und die Eigentumsrechte nicht klar zu-
geordnet sind.
b) die Externalität viele Menschen beeinflusst und die Eigentumsrechte klar zugeordnet
sind.
c) die Externalität wenige Menschen beeinflusst und die Eigentumsrechte nicht klar
zugeordnet sind.
d) die Externalität wenige Menschen beeinflusst und die Eigentumsrechte klar zuge-
ordnet sind.

Aufgabe 4
Nehmen Sie an, dass eine WG gerne zuhause feiert. In monetären Einheiten gemessen,
erzeugt eine Feier für die WG einen Nutzen von 500. Der Nachbar wird durch diese Partys
allerdings gestört und kann nicht schlafen. In monetären Einheiten gemessen, entsteht ihm
dadurch ein Disnutzen von 700.
a) Wie hoch ist der Gesamtnutzen aller Parteien, wenn eine Party stattfindet?
b) Angenommen, die WG besäße das Eigentumsrecht auf das Feiern einer Party. Wie
kann dann eine effizientere Lösung als in a) erreicht werden?
c) Was würde passieren, wenn der Nachbar das Eigentumsrecht auf das Feiern einer
Party innehätte? Vergleichen Sie den Gesamtnutzen aller Parteien mit dem Ergebnis
in b).

Aufgabe 5
Der Papiermarkt in einer bestimmten Region der USA sei durch die folgende Nachfrage-
und Angebotsfunktion bestimmt:
QD = 160000 − 2000P
QS = 40000 + 2000P
wobei QD (QS ) die nachgefragte (angebotene) Papiermenge darstelle. Im Produktionspro-
zess von Papier entstehen Abwässer, welche die Papierproduzenten zur Entsorgung in die
lokalen Flüsse einleiten können. Die externen Grenzkosten EGK, die bei der Reinigung
der Flüsse anfallen, seien durch EGK = 0, 001QS gegeben.
a) Angenommen, die Einleitung der Abwässer sei nicht reguliert. Berechnen Sie Pa-
pierpreis und -menge, wenn unter Wettbewerbsbedingungen produziert wird.
b) Ermitteln Sie den gesellschaftlich effizienten Preis und die dazugehörige Produkti-
onsmenge an Papier.
c) Unterscheiden sich die Ergebnisse in a) und b)? Wenn ja, warum?