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Kaufberatung Digitales Klavier

Funktionen

Anschlagdynamik – je stärker (schneller) man eine Taste anschlägt, desto lauter der Ton.
Der größte Unterschied zwischen einem Keyboard und einem Klavier. Nur so kann man einen
Ausdruck im Spiel entwickeln. Wichtigstes Merkmal eines digitalen Pianos. Je mehr Levels,
desto besser (ab 4-100)
Urteil: Extrem wichtig!

Hammermechanik (graded hammer action) – Tasten im Bass sind schwerer und werden nach
oben hin immer leichter (bei einem normalen Klavier werden die Saiten nach oben hin immer
dünner). Die verschiedenen Hersteller haben unterschiedliche Namen für diese Funktion!
Urteil: Eher wichtig für ein realistisches Spielgfühl

Key weight Control – regelt, wie schwer die Tasten herunter zu drücken sind. Normalerweise
mind. 3 Level: Light (leicht), medium (standard), heavy (schwer). Normalerweise wird nur die
Standard-Einstellung benutzt, die anderen Einstellungen fühlen sich unnatürlich an.
Urteil: Eher unnötig

Split-Funktion – sie erlaubt, auf der oberen und unteren Hälfte des Pianos zwei verschiedene
Klänge einzusetzen, z. B. Einen akustischen Bass unten und oben eine Jazz-Orgel
Urteil: Nettes Gimmick, man sollte sich vorher aber überlegen, ob man das zu Hause auch
nutzt

Dual voice – diese Funktion erlaubt, zwei Klänge zu kombinieren, z. B. Den akustischen Bass
+ Schlagzeug-Becken oder Klavier + Streicher
Urteil: Nicht unbedingt nötig, gerade für Anfänger

Polyphonie – Digitale Pianos haben entweder eine 32, 64, 96 oder 128-stimmige Polyphonie.
Diese Zahl gibt wieder, wie viele Sounds gleichzeitig gespielt werden können (inkl. durch das
Pedal gehaltene Noten).
Urteil: 64-stimmige Polyphonie ist ausreichend

Metronom: Das Metronom ist ein Geräusch, das den Takt schlägt. Es hilft, beim Üben im
Tempo zu bleiben.
Urteil: ein Metronom gehört zur Grundausstattung eines Musikers. Es kann auch einzeln
gekauft werden, ist aber bei fast jedem Digitalpiano dabei.

Lautsprecher - 2x12 Watt sollten die Lautsprecher mindestens haben

Saitenresonanz – bei einem normalen Klavier schwingen beim Anschlagen einer Saite auch
andere Saiten mit; dies ergibt einen vollen Klang.
Urteil: Für Anfänger nicht zwingend notwendig, ergibt aber einen schöneren, realistischeren
Klang

Verschiedene Anschlüsse wie USB, Midi, Line in/out sind heute üblich

7 einfache Tests, die man im Klaviergeschäft machen sollte

1. Stellen Sie sich etwas entfernt vom Klavier auf und lassen Sie jemanden spielen. So
können Sie sich auf den Klang konzentrieren und hören, ob er gut ist oder nicht.

2. Spielgeräusch: Schalten Sie die Lautstärke aus und drücken Sie die Tasten hinunter.
Ein häufiger Kritikpunkt an digitalen Pianos ist das laute Geräusch der Tastenmechanik.
Vergleichen Sie. Ein gutes Digitalpiano sollte ein leichtes, dumpfes Geräusch machen
3. Versuchen Sie, an den Tasten zu rütteln – wie sehr bewegen sie sich? Die Tasten
dürfen auf keinen Fall die nächste Taste rechts oder links berühren. Außerdem sollte es
kein klickendes oder sonstiges lautes Geräusch geben.

4. Kaufen Sie nur ein Digitalpiano mit Anschlagdynamik!! Probieren Sie selbst, wie viele
Stufen der Anschlagdynamik das Klavier hat: Schlagen Sie eine Taste gerade so stark
an, bis Sie einen Ton hören. Das ist Stufe 1. Wenn sie etwas schneller die Taste
herunter drücken und der Ton lauter klingt, haben Sie Stufe 2 entdeckt. Fahren Sie fort,
bis Sie keinen Unterschied mehr hören, egal wie sehr Sie die Taste drücken.

5. Gewichtung der Tasten: Wenn Sie eine Taste herunter drücken, fühlen Sie einen
Widerstand. Auch beim Loslassen der Taste darf sie nicht einfach zurückschnellen. Sie
bekommen ein Gefühl dafür, wenn Sie einfach mit Ihrem Zeigefinger einige Male das
mittlere C langsam herunter drücken. Probieren Sie das bei jedem Digitalpiano im
Geschäft aus und man wird denken, Sie sind ein großer Experte ;-)

6. Wie lange klingt ein Ton? Ein normales Klavier kann einen Ton der mittleren Lage 15-
20 Sekunden halten. Bei digitalen Klavieren sind es ca. 6-15 Sekunden. Test: Schlagen
Sie das mittlere C so laut an, wie sie können und halten Sie die Taste unten. Der Ton
sollte langsam abklingen, bis er nicht mehr zu hören ist. Wenn der Ton in weniger als
10 Sekunden verklungen ist, kaufen Sie das Modell nicht!

7. Saitenresonanz: Drücken Sie lautlos die Noten C, E und G in der Mitte des Klaviers
herunter. Jetzt schlagen Sie das C links davon an. Sie sollten nun (ganz leise) den
Dreiklang der rechten Hand hören.