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ecclesiasticorum lat

VOL.XCI

AUGUSTINUS
DEGENESI
CONTRA MANICHAEOS

EDIDIT
DOROTHEA WEBER

X0041 69052
REICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
CORPUS SCRIPTORUM ECCLESIASTICORUM
LATINORUM
VOL. XCI
CORPUS
SCRIPTORUM ECCLESIASTICORUM
LATINORUM

EDITUM CONSILIO ET IMPENSIS

ACADEMIAE SCIENTIARUM AUSTRIACAE

VOL. XCI

VERLAG DER
ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
WIEN 1998
SANCTI AUGUSTINI OPERA

DE GENESI
CONTRA MANICHAEOS

EDIDIT

DOROTHEA WEBER

VERLAG DER
ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
WIEN 1998
Vorgelegt von w. M. Adolf Primmer in der Sitzung
am 21. Jänner 1998

6c

Alle Rechte vorbehalten


ISBN 3-7001-2713-8
Copyright © 1998 by
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Wien

Druck: Grasl Druck & Neue Medien, 2540 Bad Vöslau


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 7

Einleitung 9
Zur Charakteristik des Werks 11
Thema und Adressaten 11
Strukturelle und exegetische Prinzipien 14
Quellen 18
Rezeption 30
Die Überlieferung 33
Handschriftenfamilien 40
Stemma 58
Die neuzeitlichen Editionen 59
Zur Gestaltung der vorliegenden Edition 61
Abkürzungen 64
Conspectus codicum 66

Text: Buch 1 67
Buch 2 115

Index locorum similium 175


Index nominum 189
Index rerum et locutionum notabilium 191
Vorwort

Den Ausgangspunkt für die vorliegende Edition bildete die


im Jahr 1972 von der Universität Wien als Dissertation ap
probierte, maschinschriftlich vorliegende Ausgabe von Peter
Abulesz. Nach Überprüfung und Ergänzung seiner Hand-
schriftenkollationen wurde der Text von Grund auf neu kon
stituiert und das Stemma codicum modifiziert.
Mein erster Dank gilt PETER ABULESZ, der seine Ausgabe
der Kirchenväterkommission zur weiteren Bearbeitung über
ließ. Weiters danke ich HELENA LEITHE-jASPER sowie
ALEXANDER MENNER für ihre Unterstützung beim Kollatio
nieren der Codices und PAUL LORENZ, der die Einleitung auf
Druckfehler und Inkonzinnitäten kontrollierte. Schließlich
weiß ich mich ROLAND J. TESKE S. J. (Milwaukee) für man
nigfache Hilfestellung sowie dem Obmann der Kommission
zur Herausgabe des CSEL, ADOLF PRIMMER, für viele frucht
bare Diskussionen zu besonderem Dank verpflichtet.
Gewidmet ist diese Edition dem Andenken an den ehema
ligen Obmann der Kommission, meinen akademischen Lehrer
Walther Kraus.

Dorothea Weber
Einleitung

In den beiden Büchern De Genesi contra Manichaeos (im


folgenden mit GenMan abgekürzt)1, welche Augustinus in
den Jahren 388 bis 389/390, also noch vor seiner Priester
weihe, in Thagaste verfaßte2, sind bereits zwei jener litera
rischen Gattungen im Kern vorhanden, die für die spätere
schriftstellerische Tätigkeit des Autors von fundamentaler Be
deutung sein sollten: die Exegese und der antihäretische Trak
tat. Obwohl demnach jede Studie über Augustins exegetische
bzw. polemische Methoden und Prinzipien auf dieses Früh
werk rekurrieren muß, ist eine intensive wissenschaftliche Be
schäftigung mit GenMan erst in den letzten zehn Jahren zu
beobachten. Vereinzelte frühere Untersuchungen - unter diese
sind etwa die Dissertation von A. Zacher3 und die Mono
graphie von K.-H. Schwarte4 zu zählen - erfuhren keine nen
nenswerten Reaktionen. Erst dadurch, daß in rezenten Arti
keln die Bedeutung dieses Werks für die Theologie und Philo

Ziticrt wird dieses Werk nach Buch-, Kapitel- und gegebenenfalls Zei
lenzahl der vorliegenden Edition.
2 Cf. retract. 1, 10, 1: iam vero in Africa constitutus scripsi duos libros de
Genesi contra Manichaeos.
3 De Genesi contra Manichaeos, libri duo. Ein Versuch Augustins, die
ersten drei Kapitel von Genesis zu erklären und zu verteidigen. Disserta
tion, Pontificia Universita Gregoriana, Rom 1961. Das offenbar einzige
Exemplar dieser ungedruckten Dissertation wird an der Gregoriana aufbe
wahrt. Mein Dank gilt der Bibliotheksleitung, die mir eine kurze Einsicht
nahme ermöglichte.
4 Die Vorgeschichte der augustinischen Weltalterlehre. Antiquitas I 12,
Bonn 1966.
10 Einleitung

sophie des jungen Augustinus beleuchtet wurde5, ist eine Dis


kussion in Gang gekommen, die nicht zuletzt durch Über
setzungen sehr gefördert wurde6. Allerdings lag bis jetzt -
abgesehen von der nicht gedruckten Dissertation von P. Abu-
lesz7 - weder eine moderne kritische Edition vor, die für diese
Diskussion einen auf breiter handschriftlicher Grundlage er
stellten Text als Basis geboten hätte, noch waren - abgesehen
von einem kurzen Artikel von P. A. Holson8 - textkritische
Probleme diskutiert worden. Wenn auch in der vorliegenden
Ausgabe unter den etwa 350 Änderungen gegenüber der
Patrologia Latina9 nur wenige eine neue Betrachtungsweise
philosophischer bzw. theologischer Fragen eröffnen, hofft die
Editorin doch, einen Beitrag zur Erforschung der Sprache und
der Gedankenwelt des jungen Augustinus zu leisten.

5 Vgl. neben den unten zitierten Arbeiten von R. J. Teske etwa „De
Genesi ad litteram liber imperfectus" di Agostino d'Ippona, commento di
G. Pelland et al., Lectio Augustini 8, Palermo 1992, und R. J. O'Connell,
The De Genesi contra Manichaeos and the Origin of the Soul, REAug 39
(1993), 129-141.
B. Martin, Obras de San Agustin en Edicion Bilingüe, Biblioteca de
Autores Cristianos 15, 1969, 361-491; L. Carrozzi, Nuova Biblioteca Ago-
stiniana, Opere di Sant'Agostino I, IX/1, Rom 1988; R. J. Teske, The
Fathers of the Church 84, Washington D.C. 1991.
S. Aurelii Augustini De Genesi contra Manicheos libri duo, De octo
quaestionibus ex veteri testamento, Wien 1972.
8 A Note on Augustine, de Genesi contra Manichaeos 2,9, LCM 15, 3
(1990), 36-37.
9 PL 34, 173-220.
Einleitung 11

Zur Charakteristik des Werks

Thema, Adressaten

Bereits der Titel macht deutlich, daß GenMan in den Be


reich der antihäretischen ebenso wie in jenen der exegetischen
Werke zu reihen ist. Während sich Augustinus in seiner frü
hen Schaffensperiode mehrfach mit dem Manichäismus ausein
andersetzte10, liegt in dieser Schrift der erste von zahlreichen
Versuchen11 vor, die biblische Schöpfungsgeschichte zu inter
pretieren, und gleichzeitig das früheste exegetische Werk des
Kirchenvaters. Der Grund, eine weitere polemische Auseinan
dersetzung mit dem Manichäismus anhand einer Deutung der
ersten drei Kapitel des Buchs Genesis zu führen, lag wohl
hauptsächlich darin, daß wesentliche Elemente jener gno-
stisch-häretischen Lehre nicht nur allgemein zum Alten Testa

10 Hauptsächlich in mor. eccl. cath., mor. Manich., lib. arb. 1, vera re-
lig., duab. anim.; daß mit den in GenMan 1, 1 genannten Werken (... alias
libros nostros, quos adversus Manichaeos edidimus ...) auch mor. eccl. cath.
und mor. Manich. gemeint sind, ist trotz des Verweises von mor. eccl.
cath. 1, 1 auf die vorangegangene Genesis-Exegese von GenMan anzuneh
men: Vermutlich hatte Augustinus jene zwei Bücher in den Jahren 387/
388 während seines Aufenthaltes in Rom verfaßt (ff. retract. 1, 6, 1; J.
Pepin, Saint Augustin e la fonction protreptique de l'allegorie, RecAug 1
[1958], 243-286 [249, Anm. 19], setzt den Beginn der Arbeit mit 387 an)
und nach seiner Rückkehr nach Afrika überarbeitet; auf diese Redaktion
wäre die Praefatio zu mor. eccl. cath. zurückzuführen. Für eine Datierung
von mor. eccl. cath. und mor. Manich. nach GenMan argumentierte hinge
gen C. P. Mayer, Die antimanichäischen Schriften Augustins, Augustinia-
num 14 (1974), 277-313 (280-285).
1 1 Es handelt sich in der Folge um De Genesi ad litteram liber imperfec
ta (393-394), die letzten Bücher der Confessiones (397-401), De Genesi ad
litteram (vollendet 416), Buch 11 der Civitas dei und den Anfang von
Contra adversarium legis et propbetarum (419-420): s. R. J. Teske, Problems
with „The Beginning" in Augustine's Sixth Commentary on Genesis, The
University of Dayton Review 22 (1994), 55-67.
12 Einleitung

ment, sondern insbesondere zu diesem fundamentalen Ab


schnitt in Widerspruch standen, wie sich z. B. aus der mani-
chäischen Epistula fundamenti12 zeigt, die Augustinus noch
vor seiner Bekehrung studiert hatte13 und später, im Rahmen
seiner Widerlegung dieser Schrift, ausgiebig zitierte14: Man
denke an die Lehre vom guten und vom bösen Schöpfergott,
vom Kampf zwischen dem Prinzip des Guten und der gens te-
nebrarum, ferner z. B. an die Theorie von der Göttlichkeit der
Sonne und des Mondes, von der menschlichen Seele als Teil
der göttlichen, an die Begründung für das Böse im Menschen
etc.15- Ein weiteres Kriterium für die Wahl des exegetischen
Genus könnte mit dem Adressatenkreis dieses Werks in Zu
sammenhang stehen: Es handelt sich um jene - im Nordafrika
des vierten Jahrhunderts keineswegs vereinzelten16 - Katholi
ken, die wegen ihrer mangelnden Bildung der Gefahr einer
Verführung durch manichäische Propaganda besonders ausge
setzt waren (cf. GenMan 1, 2): Ihnen wird im vorliegenden
Werk eine Belehrung in der ihnen aus Predigten vertrauten
Form der Bibelauslegung geboten. Daß nun die von Augusti

Die - hauptsächlich aus Augustinus - bekannten Fragmente dieser


Schrift wurden zusammengestellt und kommentiert von: E. Feldmann,
Die „Epistula Fundamenti" der nordafrikanischen Manichäer. Versuch ei
ner Rekonstruktion, Altenberge 1987.
13 C. ep. fund. 5
14 C. ep. fund. 12
1 Vgl. die in Conf. 3, 10-18 angeführten manichäischen Lehrsätze so
wie c. Felicem 1, 9: ... venit Manichaeus et per suam praedicationem docuit
nos initium medium etfinem: docuit nos defabrica mundi, quare facta est et
unde facta est et quifecerunt; docuit nos quare dies et quare nox; docuit nos de
cursu solis et lunae.
16 Siehe etwa R. J. O'Connell, St. Augustine's Early Theory of Man,
A. D. 386-391, Cambridge (Mass.) 1968, 232-235; id., St. Augustine's Con-
fessions: The Odyssey of Soul, Cambridge (Mass.) 1969, 18-21; R. J. Teske,
A Decisive Admonition for St. Augustine?, AugStud 19 (1988), 85-92 (88).
Einleitung 13

nus an mehreren Stellen als parvuli17 bezeichneten Christen


anhand der Exegese des ersten Schöpfungsberichts eine Ein
führung in christliche Physik und anhand der Exegese des
zweiten Schöpfungsberichts eine Unterweisung in christlicher
Anthropologie erhalten - Physik und Anthropologie waren
bereits Grundpfeiler der antik-heidnischen Philosophie - ,
könnte die spätantike kirchliche Praxis reflektieren, im Unter
richt der Taufbewerber (die übrigens mitunter als parvuli
oder infantes bezeichnet wurden18) jenen Passagen aus dem
Buch Genesis besondere Aufmerksamkeit zu widmen; dies
geht etwa aus der ersten Musterkatechese in De catechizandis
rudibus (28-30: allegorische Interpretation von Gen. 1-3)
deutlich hervor und könnte eine Erklärung dafür liefern, wa
rum Predigtzyklen über Genesis gerade für die Karwoche be
legt sind19; so hielt Ambrosius seine Hexaemeron-Predigten in
der Karwoche des Jahres 38620 oder 38721 - möglicherweise
befand sich unter den Zuhörern auch der Taufschüler Augu
stinus - , und auch von Augustinus sind Bruchstücke einer in
der Karwoche gepredigten Homilienreihe über Gen. 1-3 er
halten22. - Diese vom Autor vielleicht sogar unbewußt vorge
nommene Annäherung seiner Schrift an jene katechetische

17 1,2, 2; 1,5, 14; 1,9, 12; 1, 27, 15.


18 Z. B. Aug., cat. rud. 12; zu infantes vgl. Aug., serm. 216, 8; serm.
224 (RBen 79, 204).
19 Gen. 1 war bereits in der Antike eine der Lesungen der Osternacht
feier; cf. C. Lambot, Sermones de S. Augustin pour les fetes de päques,
RBen 79 (1969), 148-172 (163).
So P. Courcelle, Recherches sur les Confessions de saint Augustin,
Paris 1950, 10 lf.; id., Nouveaux aspects de platonisme chez saint Ambroi-
se, REL 34 (1956), 220-239 (234).
Diese Datierung ist zwar nicht unproblematisch, entspricht aber seit
R.-J. Palanque (Saint Ambroise et Pempire Romain, Paris 1933, 519f.) der
communis opinio; vgl. z. B. A. Paredi, S. Ambrogio e la sua eta, Mailand
3 1994, 542.
22 Sermo Lambot 25; RBen 79 (1969), 206-214.
14 Einleitung

Tradition könnte eine Erklärung für die letzten Kapitel des


Werks bieten: Nach Abschluß der Exegese (2, 41) folgt eine
Zusammenstellung der wichtigsten manichäischen Kritik
punkte an fundamentalen katholischen Lehren in Zusammen
hang mit Gott, Adam, Eva und Satan (2, 42); die zumeist in
Form von Fragen formulierten Einwände sowie die jeweils di
rekt angefügte Replik, die den katholischen Standpunkt dar
legt, erinnern ebenso an die katechetische Praxis wie die knap
pe Zusammenfassung manichäischer und orthodoxer Glau
bensinhalte (2, 43) an das Symbolum, das den Kandidaten vor
der Taufe übergeben wurde23. Schließlich soll daran erinnert
werden, daß für Augustinus nach eigenem Zeugnis24 Ambro-
sius' allegorische Interpretation von Gen. 1, 27 einen wichtigen
Schritt bei seiner eigenen Loslösung vom Manichäismus und
seiner Zuwendung zur katholischen Kirche bedeutete.

Strukturelle und exegetische Prinzipien

In der Struktur von GenMan lassen sich die Prinzipien der


Parallelität und der Variation erkennen25: Auf die Praefatio
zum Werk (1, 1), die durch einen Hinweis auf die Vorgangs
weise der Manichäer sowie auf das intellektuelle Niveau des
Publikums eine einfache Beweisführung verspricht, folgt noch
vor der eigentlichen Exegese in Buch 1 eine allgemein gehalte
ne polemisch-didaktische Passage (1,2), ebenso wie in Buch 2
der Exegese ein polemisches, die Prinzipien der Exegese be

23 Zusammenfassend über das Katechumenat z. B. F. Van der Meer,


Augustinus der Seelsorger, Köln 21953, 369-377.
24 Conf. 6, 3, 3.
25 Siehe Verf., Communis loquendi consuetudo. Zur Struktur von Augu
stinus, De Genesi contra Manichaeos, Studia Patristica 33 (1996), 274-279.
Einleitung 15

handelndes Kapitel (2, 3) vorangestellt ist26. - Buch 1 bietet


die Exegese des ersten biblischen Schöpfungsberichts (Gen. 1,
1-2, 4a), Buch 2 jene des zweiten (Gen. 2, 4b - 3, 24); jedes
Buch trägt die Interpretation in jeweils zwei Einheiten vor,
und zwar secundum historiam (1, 3-34; 2, 4-36) und secundum
prophetiam (1, 35-43; 2, 37-41)27; die Abschnitte secundum
prophetiam bestehen ihrerseits aus zwei Teilen, deren erster
eine Deutung auf die gesamte Menschheit, der zweite auf das
Individuum vorträgt. - Diesem deutlich kenntlichen Aufbau
schema - die beiden Bücher weisen je zwei Hauptabschnitte
auf, deren zweiter seinerseits jeweils zweigeteilt ist, sodaß eine
Hauptgliederung in zwei Teile eine Untergliederung in drei
Teile überlagert28 - scheint auf den ersten Blick der Beginn
von Buch 2 zuwiderzulaufen: In ihm wird nach einer kurzen
Einführung der gesamte zweite Schöpfungsbericht geschlossen
zitiert; in Buch 1 hingegen war entsprechend der Hexaeme-
ron-Tradition29 jeweils eine biblische Erzähleinheit (maximal
ein Schöpfungstag) angeführt und sogleich interpretiert wor
den. Daß sich jenes ausführliche Bibelzitat jedoch insofern

26 Die intendierte Parallelität zwischen diesen Kapiteln wird durch


motivische Klammern unterstrichen; vgl. die Anspielung auf Matth. 7, 7 in
1, 2, 18f. und 2, 3, 3f. sowie die Koppelung der Begriffe quaerere und inve-
nire (1, 2, 18; 2, 3, 6-8).
Cf. 1, 41, 11-13: ... sed ista expositio per ordinem dierum sic indicat
tamquam historiam rerum factarum, ut praedkationem futurorum maxime
observet; 2, 37, 1-3: sed in hoc sermone pollicitus sunt considerationem facta
rum rerum, quam puto explicatam, et deinde considerationem prophetiae,
quae remanet explicanda iam breviter. - Anders als Buch 1 ist in Buch 2 die
se Teilung deutlich markiert.
28 Gerade in seinen Frühwerken scheint Augustinus eine Kombination
von Zwei- und Dreiteilung öfters angewendet zu haben, etwa in c. Acad.
(Buch 1 ist deutlich von den folgenden zwei Büchern abgesetzt) und
soliloq. (drei Gespräche in zwei Büchern).
29 Vgl. beispielsweise die Anlage der Hexaemeron-Homilien des Am-
brosius.
16 Einleitung

dem exegetischen Prinzip des ersten Buchs unterwirft, einen


Schöpfungstag als Interpretationseinheit zu fassen, als im soge
nannten Jahwistenbericht der Zeitraum der Schöpfung expli
zit mit einem einzigen Tag angegeben ist, wurde anderenorts
gezeigt (s. Anm. 25).
Ein weiterer Abschnitt, der sich tatsächlich nicht in den
parallelen Aufbau fügt, liegt in den Schlußkapiteln von Buch
2 vor: Wie bereits erwähnt, enthalten sie eine knappe Gegen
überstellung der manichäischen und der katholischen Positio
nen zu wesentlichen, aus dem Schöpfungsbericht ableitbaren
Glaubensfragen. Der strukturelle Bruch ist freilich durch die
Stellung im Werk etwas gemildert; daß diese Passage, die viel
leicht ein entfernter Nachhall der katechetischen Praxis ist, für
sich genommen gewissermaßen ein Manuale für den Gläubi
gen bietet, wird wohl die Ursache für ihre Sonderüberliefe
rung (s. S. 56) gewesen sein.
Wie eng in dem Werk die antihäretische mit der didakti
schen Intention verschmolzen ist, geht aus der Tatsache her
vor, daß Augustinus den gesamten biblischen Schöpfungsbe
richt zitiert und sich nicht auf jene Passagen beschränkt, die
von den Manichäern kritisiert wurden: Zwar legt er meist,
vor allem in Buch 1, die jeweiligen Einwände seiner Gegner
dar, doch trägt er auch für jene Passagen, die von den Mani
chäern nicht beanstandet wurden, seine Deutung vor (vgl.
etwa 1, 17)30. Dies gilt besonders für Buch 2, in dem - abgese
hen von den Schlußkapiteln - eine Bezugnahme auf die Mani-
chäer nur noch vereinzelt zu beobachten ist.

30 Auch wenn Augustinus in 1, 13 die Worte Fiat lux. Et facta est lux
mit der Begründung hoc non solent reprehendere Manichaei übergeht, hatte
er über das Verhältnis zwischen Licht und Finsternis doch bereits in 1, 7
gehandelt. Anders Teske (wie Anm. 6), 18, Anm. 41.
Einleitung 17

Zur Widerlegung der häretischen Lehre bedient sich Augu


stinus fast durchwegs der allegorischen Exegese31: Eine solche,
von Ambrosius in Mailand vorgetragen (s. o.), hatte ihm
selbst ja erst wenige Jahre zuvor die Möglichkeit eröffnet, das
Alte Testament in orthodoxem Sinne zu verstehen, und somit
zu einer endgültigen Lösung vom Manichäismus verholfen.
Ferner scheint die weitreichende Anwendung der alexan-
drinischen Bibelauslegung - in gen. ad litt. 8, 2 deutet Augu
stinus sie als Folge interpretatorischen Unvermögens32 - so
wohl der Tradition der Genesis-Exegese von Philon über Ori-
genes bis Ambrosius zu folgen, als auch dem Adressatenkreis
der Schrift, den einfachen Gläubigen, angepaßt zu sein, denen
auf diese Weise die „moralitas" der Erzählung leichter zugäng
lich gemacht werden konnte33: Gerade Predigten, die ja übli

31 Die hermeneutische Leistung Augustins in GenMan wurde analy


siert von Ch. Walter, Der Ertrag der Auseinandersetzung mit den Mani-
chäern für das hermeneutische Problem bei Augustin, München 1972; vgl.
auch K. Pollmann, Doctrina Christiana. Untersuchungen zu den Anfän
gen der christlichen Hermeneutik unter besonderer Berücksichtigung von
Augustinus, De doctrina christiana, Freiburg i. d. Schweiz 1996 (Paradosis
41), 11-21. Zu den wichtigsten Prinzipien der allegorischen Deutung in
GenMan siehe Teske (wie Anm. 6), 21-24; zur Präsenz des in doct. chr. 3,
10, 14 formulierten exegetischen Prinzips (... utquidquid in sermone divino
neque ad morum honestatem neque adfidei veritatem proprie referri potest, fi-
guratum esse cognoscas) s. R. J. Teske, Criteria for Figurative Interpretation
in St. Augustine, in: De Doctrina Christiana: A Classic of Western Cult-
ure, edd. D. W. H. Arnold, P. Bright, Notre Dame 1995, 109-122.
Nam et ego contra Manichaeos ... duos conscripsi libros recenti tempore
conversionis meae ... etquia non mihi tunc occurrebat, omnia quemadmodum
proprie possent accipi magisque non posse videbantur aut vix posse aut difficile,
ne retardarer, quid figurate significarent ea quae ad litteram invenire non
potui, quanta valui brevitate ac perspicuitate explicavi; vgl. ferner retract. 1,
18 (gen. ad litt, imperf.): Cum de Genesi duos libros contra Manichaeos condi-
dissem, quoniam secundum allegoricam significationem scripturae verba trac-
taveram, non ausus naturalium rerum tanta secreta ad litteram exponere ...
Zu dieser Funktion der Allegorese s. J. Pepin (wie Anm. 10), 244-247.
18 Einleitung

cherweise nicht für eine intellektuelle Elite gehalten wurden,


geben reiches Zeugnis der allegorischen Methode. Daß Augu
stinus den Beginn von Genesis auch in den letzten Büchern
der Confessiones, also bereits einige Jahre nach dem De Genest
ad litteram über imperfectus, in vergleichbarer Weise deutet -
die Ähnlichkeiten gehen mitunter bis in kleinste Details -,
scheint auf die literarisch fingierte Situation jenes Werkes, die
öffentliche Beichte vor dem Kirchenvolk34, abgestimmt zu
sein.

Quellen

Nur wenige der von Augustinus unzweifelhaft benützten


Quellen können ausfindig gemacht werden. Nicht einmal der
von ihm verwendete Text der Genesis, v. a. jener des zweiten
Schöpfungsberichts, basiert auf bekannten lateinischen Vorla
gen. Daß der Autor zumindest für einzelne Stellen andere
Bibelcodices zum Vergleich heranzog, ist evident35. - Ob
bzw. welche manichäischen Schriften als Quellen in Betracht
zu ziehen sind, wäre Gegenstand einer eigenen Untersu
chung36. Mit Vorbildtexten muß etwa für die allenthalben re
ferierte Kritik der Manichäer am Alten Testament und ihre
knapp zusammengefaßte Theologie (2, 43) ebensowenig zwin
Dazu s. K. Smolak, Sic itaque audiar! Zum Phänomen 'Sprache' in
Augustins Confessiones, in: Charisteria (Festschrift J. Oroz Reta) 2, Ma
drid 1994, 509-517 (511f.). - Diese Deutung steht nicht in Widerspruch zu
jener, die in den Confessiones einen Protreptikos sieht (so E. Feldmann,
Art. Confessiones, Augustinus-Lexikon 1, 1134-1193 [1166-1180]).
35 Cf. GenMan 1, 9: Sic enim et alio loco legimus dictum in laudibus dei:
'quifecisti mundum de materia informi', quod aliqui eodices babent 'de mute-
ria invisa'.
Daß Augustinus die manichäische Epistula fundamenti studiert hat
te, wurde bereits erwähnt (s. S. 12). Auch die Bibelkritik des Manichäers
Adimantus könnte für diese Fragestellung aufschlußreich sein.
Einleitung 19

gend gerechnet werden - als ehemaliger auditor war Augusti


nus mit ihrem Gedankengut bestens vertraut - wie für die
meisten der vorliegenden kosmogonischen Konzepte, die in
der Spätantike bereits zum quellenkritisch nicht mehr fixier
baren Wissensinhalt der gebildeten Schicht gehörten37. Daß
Cicero in dieser Hinsicht eine wichtige Vermittlerrolle zu
kam, ist anzunehmen; für manche anthropologische Partien
sollte die Möglichkeit eines Einflusses Senecas in Betracht ge
zogen werden38. Nicht zu unterschätzen ist ferner die Bedeu
tung plotinischer Konzepte39: Gerade zu Enn. 3, 2 (47), einem
Text, den Augustinus nachweislich kannte40, liegen recht sig
nifikante Ähnlichkeiten vor, etwa was die qualitative Stufen
ordnung der Kreaturen41 betrifft, die Mittelstellung des Men
schen zwischen Gott und Tier42 sowie Gottes Wirken nicht
nur trotz, sondern auch unter Einbeziehung des Bösen43.

Reflexe der heidnischen philosophischen Tradition zeigen sich z. B.


darin, daß der Autor den Schöpfergott mit einem artifex (1, 25 u. ö.; vgl.
das heidnische Konzept des Demiurgen) vergleicht, der in Hinblick auf die
Idee des Schönen seine Schöpfung vollzieht (1, 13), und daß er 'Himmel
und Erde' (Gen. 1, 1) auf die chaotische Urmaterie (chaos: 1, 9, 15) deutet.
Siehe Verf., Adam, Eva und die Schlange. Überlegungen zu Augu-
stins Interpretation des Sündenfalls in De Genesi contra Manichaeos, Studia
Ephemeridis Augustinianum 53 (1996), 401-407.
Aus der reichen Literatur zu diesem Thema sei beispielsweise R. J.
O'Connell, St. Augustine's Early Theory (wie Anm. 16), 173-182, ge
nannt, der die Dreiheit der Sünden carnalis concupiscentia, curiositas und
superbia (1, 40, 28-30; cf. 2, 27, 7sq.) auf Plot., Enn. 3, 7, 11 zurückführte.
Siehe Anm. 80; P. Schilling, Studien über Augustins Verhältnis zum
Neuplatonismus (Enn. III 2 [47] im opus Augustinianum), Diss. Wien 1970
(masch.), 313ff.
41 Zu GenMan 1, 5 und 2, 43 cf. Enn. 3, 2 (47), 3, 5ff.
Zu GenMan 2, 12 (Lignum autem vitae plantatum in media paradisi
sapientiam illam significat, qua oportet intellegat anima in media quodam re-
rum se esse ordinatam, ut, quamvis subiectam sibi habeat omnem naturam
corpoream, supra se tarnen esse intellegat naturam dei) vgl. Enn. 3, 2 (47), 8,
9sq.: tö 5e (scil. 6 avöpoOTOc,) keTtoci ev ueow 6ewv Kai Oripiwv Kai pinti in
20 Einleitung

Selbstverständlich spiegeln einzelne für die Exegese nur pe


ripher wichtige Informationen das (spätantike) Bildungsstra-
tum wider, z. B. die Ansicht, der Adler könne in die Sonne
schauen44, die teleologische Begründung für den aufrechten
Gang des Menschen45 sowie die Definition der Gerechtigkeit
mit den Worten sua cuique tribuere^. - Selbst für die recht
ausgefallene Beschreibung der klimatischen Verhältnisse des
Berges Olymp (1, 24) kann wohl infolge der ungünstigen
Überlieferungslage der einschlägigen antiken Fachliteratur nur
eine einzige mögliche direkte Quelle angegeben werden47.
Vergleichbares gilt für die vorliegenden Etymologien hebrä
ischer Namen: Hieronymus' Liber interpretationum Hebraico-
rum nominum wurde trotz mancher Ähnlichkeiten offenkun

äu(()üj ... (dieses Konzept hatte freilich längst in die Popularphilosophie


Eingang gefunden; vgl. z. B. Sali., Catil. 1, 2).
3 Zu GenMan 2, 42 (... malus est [diabolus], in quantum diabolus est; sed
bonus et omnipotens deus est, qui etiam de malitia eins multa iusta et bona
operatur; non enim diabolo imputatur nisi voluntas sua, qua conatur facere
male, non dei Providentia, quae de illo benefacit.) cf Enn. 3, 2 (47), 5, 19-25:
Kai oti yevove ra KcxKä 6iä TccOra, öAAa ön xpHr0" K0" aüroTc, ric, 6eov, eJtcirap
eyeveto, ciprjTai. touto 6e Suväueioc, ueyiottic,, koXwc, Kai toic, KatcoTc, xpnaöai
öuvaoöai Kai toTc, äuöp^oig yevouevoic, eic, eTepac, uop<))ag xpnoö01 iKavnv
eivai.
44 1, 6; cf. z. B. Hör., serm. 1, 3, 27.
45 1, 28; cf. z. B. Cic, nat. 2, 56, 140; Lact., opif. 8, 2.
46 2, 41; vgl. den kritischen Apparat zur Stelle.
Ob die im Apparat ad loc. angeführte Stelle (zu ihr vgl. Plut. frg.
150 [- Philop. in Aristot., meteor. I, p. 82]) Augustinus bekannt war, ist
nicht mit letzter Sicherheit zu entscheiden. In der römischen Literatur fin
det sich zwar öfters die Information, daß der Gipfel des Olymp über die
Wolken hinausrage (z. B. Lucan. 2, 271), daher weder Wind noch Unwet
tern ausgesetzt sei (z. B. Suet., prat. frg. 144*) und infolge fehlender Luft
feuchtigkeit von Vögeln nicht aufgesucht werde (z. B. Apul., deo Socr. 8;
Mart. Cap. 2, 149), doch scheint nur jene eine Stelle als Quelle für die Er
zählung über Opferriten auf dem Gipfel (vgl. Aug., gen. ad litt, imperf. 14,
44) erhalten zu sein.
Einleitung 21

dig nicht verwendet48; vielmehr ist damit zu rechnen, daß der


Autor heute unbekannte biblische Onomastica benützte49.
Hingegen sind zwei Hinweise auf die Bedeutung hebräischer
Wörter (1, 18: dicitur in Hebraea locutione omnem aquarum
congregationem sive salsarum sive dulcium mare appellari bzw.
2, 18 [zu Gen. 2, 23]: in Hebraea locutione dicitur sic sonare,
quasi dictum sit: haec vocabitur virago, quoniam de viro suo
sumpta est) möglicherweise aus Hier., quaest. hebr. in Gen.50
entlehnt (zu Gen. 1, 10: ... omnis congregatio aquarum, sive
salsae sint sive dulces, iuxta idioma linguae Hebraicae maria
nuncupentur; zu Gen. 2, 23: ... nos Latine possumus dicere: haec
vocabitur virago, quia ex viro sumpta est).
Für die grundsätzliche Problematik, Vorbildtexte für ein
zelne Ansätze der (allegorischen) Exegese zu eruieren, bietet
die Deutung Adams auf Christus und Evas auf die Kirche (2,
37) ein gutes Beispiel: Es kann in diesem Zusammenhang nicht
genügen, auf Eph. 5, 31f. zu verweisen, auch wenn kein Zwei
fel bestehen kann, daß Augustinus die Paulusbriefe intensiv
studierte; vielmehr wäre die Verwendung dieses Bibelzitats in
der christlichen Literatur zu untersuchen51, und zwar in der

48 In GenMan werden folgende Namen übersetzt: Eden (deliciae vel vo-


luptas vel epulum: 2, 12; Hier., nom. hebr. p. 5, 15 hingegen: voluptas sive
deliciae vel ornatus), Ierusalem (visio pacis: 2, 13), Sion (speculatio: 2, 13;
Hier., nom. hebr. p. 50, 25 etai: specula) sowie Cherubim (scientiae plenitu-
do: 2, 35; Hier., nom. hebr. p. 4, 11: scientia multiplicata vel quasi plures).
49 S. B. Altaner, Augustinus und die biblischen Onomastica, Münche
ner Theologische Zeitschrift 4 (1953), 34-36 (- Kleine patristische Schrif
ten 312-315).
50 Die Datierung schwankt zwischen den Jahren 389 und 391.
51 Als Studien zu diesem Thema seien genannt: P. Colli, La pericope
paolina ad Ef. 5, 32 nella interpretazione dei S. Padri e del concilio di
Trento, Parma 1951; E. Schmitt, Le mariage chretien dans l'ceuvre de saint
Augustin. Une theologie baptismale de la vie conjugale, Paris 1983; P. L.
Reynolds, Marriage in the Western Church. The Christianization of
22 Einleitung

gesamten christlichen Literatur, um auch mögliche indirekte


Quellen zu erfassen. Im folgenden können daher nur verein
zelte Aspekte der Quellenlage untersucht bzw. bereits publi
zierte Analysen kritisch beleuchtet werden.
Wegen ihrer thematischen und zeitlichen Nähe sind v. a.
Ambrosius' Hexameron und De paradiso für die vorliegende
Fragestellung in Betracht zu ziehen. Daß Augustinus die Ge
nesis-Predigten vielleicht selbst gehört hatte, wurde bereits er
wähnt. So findet sich die Deutung von Himmel und Erde als
Urmaterie (1, 9; 11) in jenem Werk (hex. 1, 6, 20) ebenso wie
die Erklärung des Begriffs terra invisibilis (1, 12; cf. hex. 1, 7,
26f.) und von Gottes Gefallen an dem von ihm geschaffenen
Licht (1, 13; hex. 1, 9, 34; vgl. 2, 5, 19); die Identifizierung des
Meeres mit den Ungläubigen (1, 37; hex. 3, 1, 2), des Mondes
mit der Synagoge (1, 38; hex. 4, 8, 32 [ecclesia]) und der Sonne
mit der unvergänglichen Wahrheit (1, 43; hex. 4, 8, 32 [Chri
stus]) können ebenfalls von entsprechenden Interpretamenten
des Ambrosius angeregt sein. - Deutlicher ist freilich der Ein
fluß von De paradiso kenntlich, das aufgrund seiner Datierung
zwischen 374 und 38352 ebenfalls als Quelle für Augustinus in
Betracht kommt: Die signifikantesten Anhaltspunkte für eine
Abhängigkeit liegen in der Deutung der vier Paradiesesflüsse53
auf die vier Kardinaltugenden (2, 14; parad. 3, 14-18)54 und in

Marriage during the Patristic and Early Medieval Periods, Leiden - New
York - Köln 1994.
52 Eine Zusammenstellung der Datierungsversuche bei Ch. Mark-
schies, Ambrosius von Mailand und die Trinitatstheologie, Beitrage zur hi
storischen Theologie 90, Tübingen 1995, 97, Anm. 73; am weitesten ver
breitet ist die Datierung in die Jahre 377/78; s. z. B. Palanque (wie Anm.
21) und zuletzt H. Savon, Ambroise de Milan, Paris 1997, 78sq.
53 Zu der Identifikation der Flüsse Phison und Geon mit Ganges bzw.
Nil (2, 13, 7) vgl. parad. 3, 14: ... hoc est Phison - secundum Hebraeos Phison
dicitur, Ganges autem secundum Graecos - , qui fluit contra Indiam. Geon
autem Nilus, qui circuit terram Aegypti vel Aethiopiam.
Diese Vorstellung basiert letztlich auf Philon, legg. alleg. 1, 63.
Einleitung 23

der Allegorese von Adam und Eva als ratio und inferior
animae pars (bzw. cupiditas; 2, 21) bzw. als mens und sensus
(parad. 15, 73)55, die der Verführung durch die Satanschlange
ausgesetzt sind56. Darüber hinaus weisen am Ende des zweiten
Buchs zwei manichäische Einwände gegen die Authentizität
des Alten Testaments (2, 42, 4; 2, 42, 16) eine gewisse Ähnlich
keit zu parad. 8, 40 bzw. 10, 46 auf, Passagen, in denen Am-
brosius offenkundig gegen manichäische57 Thesen polemi
siert. - Für die Lehre von der Simultanschöpfung, in GenMan
keineswegs von zentraler Bedeutung (2, 4)58, dürften nicht in
erster Linie Basilius oder Hilarius als Quellen in Betracht
kommen59, sondern vielmehr wiederum Ambrosius (expos. in
Luc. 7, 222): Wenn auch dessen Erklärung des Lukas-Evangeli
ums aller Wahrscheinlichkeit nach erst in den Jahren 389 oder
390 publiziert wurde, basiert sie doch auf Predigten, über die
Augustinus während seines Aufenthalts in Mailand Kenntnis
erlangt haben konnte. Dies ist umso wahrscheinlicher, als an
der genannten Stelle des Lukaskommentars eine Weltzeitalter
lehre folgt (7, 222sq.), zu welcher die von Augustinus dar
gelegte (1, 35-4 1)60 eine gewisse Ähnlichkeit aufweist61; hinzu

55 S. Verf. (wie Anm. 38), 403f.


Zu weiteren Parallelen s. den Index locorum similium; zur Deutung
des Urpaares auf Christus und die Kirche (2, 37) cf. parad. 14, 72.
57 Cf. parad. 8, 38, 11. 15sqq.
58 Ausführlich behandelt z. B. in gen. ad litt. 4, 43; 51-56; 5, 1-3; 12-
16; serm. 259, 2; vgl. B. Altaner, Augustinus und Origenes, HJ 70 (1951),
15-41 (- Kleine patristische Schriften, Berlin 1967, 224-252), der irrtüm
lich meinte, in GenMan würden die Schöpfungstage noch als reale Zeiträu
me erklärt (36-38 - 246-248).
So Altaner (wie Anm. 58); id., Augustinus und die griechische Patri-
stik. Eine Einführung und Nachlese zu den quellenkritischen Untersu
chungen, RBen 62 (1952), 201-215 (209).
60 Umfassendes Material dazu bei Schwarte (wie Anm. 4), 232-248 (zu
Ambrosius).
24 Einleitung

kommt, daß diese Passage aus GenMan mit der Feststellung


schließt, die in der Bibel vorgegebene Gliederung der Schöp
fung in Tage dürfe nicht historisch-wörtlich verstanden wer
den: Dies scheint einen Hinweis auf die Theorie der Simultan
schöpfung zu enthalten.
Die Frage, ob Augustinus bereits zur Zeit der Abfassung
von GenMan mit einzelnen Schriften des Origenes (in lateini
scher Übersetzung) vertraut war, ist umstritten. Während
etwa Basil Studer62 meinte, daß im christlichen Westen „der
Alexandriner damals (scil, um die Wende vom vierten zum
fünften Jahrhundert) eigentlich aktuell war", und somit die
Möglichkeit offenließ, daß origenistische Konzepte auf dem
Weg indirekter Vermittlung Verbreitung fanden, konnte doch
Altaner auch für GenMan einige schwer widerlegbare Argu
mente für die Rezeption der Homiliae in Leviticumbi und der
ersten homilia in GenesimM beibringen. Schließlich gelang es
Teske, etwa zehn weitere enge Parallelen zu Origenes nachzu
weisen65. Folgende von ihm angeführte Ähnlichkeit zu der

61 Vielleicht ist die Anweisung, das Gleichnis vom Barmherzigen Sa


mariter (Luc. 10, 30; cf. GenMan 2, 13) allegorisch zu deuten, ebenso auf
den Einfluß des Lukaskommentars (7, 71-84) zurückzuführen. - Die
Gleichsetzung der sieben Schöpfungstage mit den sieben Lebensaltern des
Menschen (1, 43) scheint (wohl indirekt) von Philon, opif. 103-106, abzu
hängen; dasselbe gilt für die Deutung von viride agri (Gen. 2, 5) auf die im
materielle Kreatur (zu 2, 4, 25f. cf. Philon, legg. alleg. 1, 23).
62 Zur Frage des westlichen Origenismus, Studia Patristica 9 (1966),
270-287 (279).
63 Zur allegorischen Deutung der Fellkleider (Gen. 3, 21) in GenMan
2, 32, 22-24 vgl. hom. in Lev. 6, 2 (Altaner [wie Anm. 58], 26-28); sei. in
Gen. 3, 42 (PG 12, 101).
Zur Geschaffenheit der Zeit (GenMan 1, 3, 14sq.) vgl. hom. in Gen.
1, 1: Altaner (wie Anm. 58), 24-26.
Origen and St. Augustine's First Commentaries on Genesis, in: Ori-
geniana Quinta, ed. R. J. Daly, Leuven 1992, 179-185. Es handelt sich um
einzelne Passagen aus GenMan 1, 27 und 1, 28 (cf. hom. in Gen. 1, 13; de
Einleitung 25

nur in Rufins Übersetzung erhaltenen ersten Genesis-Homi-


lie66 scheint sogar direkte Abhängigkeit nahezulegen (die ent
sprechenden Wörter sind im Druck hervorgehoben):
Rufin., Orig. in Gen. 1, 15: Videamus autem etiam per allegoriam
quomodo ad imaginem dei bomo factus masculus etfemina est. Interior
homo noster ex spiritu et anima constat. Masculus spiritus dicitur, femi-
na potest anima nuncupari. Haec si concordiam inter se habeant et con-
sensum, convenientia inter se ipsa crescunt et multiplicantur generant-
quefilios sensus bonos et intellectus vel cogitationes utiles, per quae reple-
ant terram et dominentur in ea, hoc est subiectum sibi sensum carnis ad
meliora instituta convertunt et dominantur ei, scilicet cum in nullo
caro contra voluntatem spiritus inolescit. Iamvero si anima coniuncta
spiritui atque eius ut ita dicam coniugio copulata, declinet aliquando ad
corporeas voluptates sensumque suum in delectationibus carnalibus in-
clinet et aliquando quidem obtemperare videatur salutaribus monitis
spiritus, aliquando vero vitiis carnalibus cedat, talis anima velut adul-
terio corporis maculata neque crescere neque multiplicari legitime
dicitur ...
GenMan 1, 30: Quod autem scriptum est: masculum etfeminamfe-
cit illos, et benedixit eos deus dicens: crescite et multiplicamini et genera
le et replete terram {et dominamini eius), rectissime quaeritur quemad-
modum accipienda sit coniunctio masculi etfeminae ante peccatum, et
ista benedictio qua dictum est: crescite et multiplicamini et generate et
replete terram utrum carnaliter an spiritaliter accipienda sit; licet enim
eam nobis etiam spiritaliter accipere, ut in carnalem fecunditatem post
peccatum conversa esse credatur. Erat enim prius casta coniunctio mas
culi etfeminae, huius ad regendum, illius ad obtemperandum accommo-
data, et spiritalis fetus intellegibilium et immortalium gaudiorum re-
plens terram, id est vivificans corpus, et dominans eius, id est ita subiec
tum habens, ut nullam ex eo adversitatem, nullam molestiam pateretur

princ. 2, 8, 5 [s. u.J), ferner 1, 30 (hom. in Gen. 1, 15); 1, 31 (hom. in Gen.


1, 16); 2, 9 (hom. in Gen. 1, 13); 2, 10 (de princ. 1, 4, 5).
66 Teske (wie Anm. 65), 180.
26 Einleitung

... (31) ... Si autem non consentiunt (affectiones et motus animi), dum
neglegenter reguntur, conscindunt et dissipant animum etfaciunt vitam
miserrimam, et vocantur perturbationes et libidines et concupiscentiae
malae.
Folgt man der Hypothese, daß Augustinus bereits 388/389
einige Origenes-Schriften kannte, stellt sich die Frage, welche
Übersetzung er benutzte; selbst die Frühdatierung, die Alta
ner für die Übertragung der ersten Genesis-Homilie durch
Rufin vorschlägt67, schließt eine Abhängigkeit Augustins von
diesem aus. Somit dürfte eine heute verlorene Origenes-Über-
setzung als Quelle für Augustinus anzusetzen sein68, die derje
nigen Rufins zumindest für die zitierte Passage auffallend ähn
lich gewesen sein muß.
Ein vergleichbares Problem wirft die Analyse von
GenMan 1, 27, der Interpretation der Gottähnlichkeit des
Menschen69, auf: Teske70 hatte für die hier kritisierte anthro-
pomorphe Gottesvorstellung auf Origenes, hom. in Gen. 1,
1371, und für die generelle Anweisung, in der Bibel erwähnte
Körperteile Gottes als dessen Wirkkräfte zu deuten, auf de
princ. 2, 8, 5 verwiesen. Noch größere Ähnlichkeit weist diese
Passage jedoch zu Gregor von Elvira, tr. 1 de libris sacrae scrip-
turae, auf:
GenMan 1, 27: Istam maxime quaestionem solent Manichaei loqua-
citer agitare et insultare nobis, quodhominem credamusfactum ad ima-
ginem et similitudinem dei. Attendunt enimfiguram corporis nostri et
infeliciter quaerunt, utrum habeat deus nares et dentes et barbam et

67 Altaner (wie Anm. 58) 26 zieht das Jahr 392 in Betracht; für die Jah
re 400/404 sprechen sich H. de Lubac und L. Doutreleau (SC 7 bis, 13) aus.
68 Vgl. Altaner (wie Anm. 58) und Studer (wie Anm. 62), 277f.
Vgl. H. Somers, Image de Dieu. Les sources de l'exegese augustinien-
ne, REAug 7 (1961), 105-125 (112-117).
70 Origen and St. Augustine's First Commentaries (wie Anm. 65), 180.
71 Vgl. auch sei. in Gen. 3, 31 (PG 12, 93).
Einleitung 27

membra etiam inferiora et cetera quae in nobis sunt necessaria. In deo


autem talia ridiculum est, immo impium credere, et ideo negant homi-
nem factum esse ad imaginem et similitudinem dei. Quibus responde-
mus membra quidem ista in scripturis plerumque nominari, cum deus
insinuatur audientibus parvulis, et hoc non solum in veteris testamenti
libris, sed etiam in novi: nam et oculi dei commemorantur et aures et la-
bia et pedes, et ad dexteram dei patris sederefilius evangelizatur; et ipse
dominus dicit: 'noliteper caelum iurare quin sedes dei est, nequeper ter-
ram quia scabellum est pedum eius. ' Item ipse dicit quod in digito dei
eiciebat daemonia. Sed omnes qui spiritaliter scripturas intellegunt non
membra corporea per ista nomina, sed spiritales potentias accipere didice-
runt, sicut alas et scutum et gladium et alia multa.
Greg. Ilib., tract. in Gen. 1, 3: aiunt enim (Antropomorfiani): Si
baec membra, quae in deo divinae scripturae commemorant, non ita es-
sent credenda, ergo fefellerunt nos prophetae, qui et caput et capillos et
oculos et aures et nares et oset labia et linguam et manus et pedes et cete
ra membra domini nominarunt ...
cap. 28: Verum quod ad membra pertinet, quae quasi humana in
deo deputantur, non proprietates membrorum, sed efficaciae divinorum
operum indicantur, ut homines qui spiritaliter deum verum et vivum
videre et intellegere non poterant, saltim secundum suam naturam ali
quid de deo vivo sentirent.
Die Autorschaft der unter dem Namen des Origenes über
lieferten 20 Traktate ist gesichert, die Datierung aber umstrit
ten: Zwar bezeichnet Hieronymus im Jahr 393 Gregor als
hochbetagt72, doch gilt eine durchaus plausible Ähnlichkeit
zwischen tract. 3 und Rufins Übersetzung der siebenten Gene-
sis-Homilie des Origenes - eine Abhängigkeit Rufins von Gre
gor ist auszuschließen - manchen als Kriterium für die Datie

72 vir. ill. 105: (Gregorius) usque ad extremam senectutem diversos medi-


ocri sermone tractatus composuit et defide elegantem librum bodieque super
esse dkitur.
28 Einleitung

rung der tractatus nach 403/40473. Will man weder eine extre
me Frühdatierung der Übersetzung Rufins noch die Annahme
wagen, Gregor habe im Alter von weit über 80 Jahren seine
tractatus verfaßt74, müssen beide Autoren für jene Stelle eine
gemeinsame Quelle benützt haben75, die möglicher-, aber
nicht notwendigerweise Origenes war. - Während aus chro
nologischen Gründen eine Abhängigkeit Augustins von Ru
fins Übersetzung der Genesis-Homilien problematisch bleibt,
dürften Gregors tractatus vor 393 enstanden und Augustinus
bereits zur Abfassungszeit von GenMan bekannt gewesen
sein76.
Schließlich gilt für viele Konzepte, Gedanken und Formu
lierungen, daß zwar durchaus Parallelen zu anderen Autoren
nachgewiesen werden können, daß aber kein gemeinsamer
Vorbildtext ausgemacht werden kann. Ein Beispiel soll dies il
lustrieren: In 1, 26 geht Augustinus in Zusammenhang mit
Gen. 1, 24sq. auf die Frage der Manichäer ein, warum Gott
auch unnütze und für den Menschen gefährliche Tiere erschaf
fen habe. Das Eingeständnis, dafür selbst keine Erklärung zu
wissen, mildert er durch die Feststellung, daß jedes Lebewesen
Teil der gottgewollten Ordnung sei und durch seine bloße Ex
istenz den Menschen auf seinen Schöpfer verweise. Die Pas

73 So etwa G. Morin, Autour des „Tractatus Origenis", RBen 19


(1902), 225-245; D. De Bruyne, Encore les „Tractatus Origenis", RBen 23
(1906), 165-188.
Gegen diese Vermutung spricht auch die Tatsache, daß Gregor erst
danach seinen Hohelied-Kommentar schrieb; s. E. Schulz-Flügel, Grego-
rius Eliberritanus, Epithalamium sive Explanatio in Canticis Canticorum,
Vetus Latina 26, Freiburg 1994, 22-24.
5 So z. B. A. Wilmart, Les 'Tractatus' sur le Cantique attribues ä Gre-
goire d'Elvire, BLE 1906, 265; D. De Bruyne (wie Anm. 73), 170-173;
Schulz-Flügel (wie Anm. 74), 24.
6 In epist. 148, 10 (geschrieben 413/414) zitiert Augustinus eine Passa
ge aus Gregors De fide: S. P. Courcelle, Les lettres grecques en Occident,
de Macrobe a Cassiodore, Paris 21948, 189, Anm. 3.
Einleitung 29

sage schließt mit den Worten: Sic fortasse uberiorem fructum


capies, cum deum laudas in humilitate formicae, quam cum
transis fluvium in alicuius iumenti altüudine. Ein ganz ähn
liches Beispiel verwendet nicht nur Augustinus in einem spä
teren Werk77, sondern auch Hieronymus (tract. in psalm. 91,
6; ser. I, p. 122): Singula habent utilitates suas. Ego sic miror do
minum in elefanto quomodo et in formica; sic illum praedico in
camelo quomodo et in culice. Eine Abhängigkeit zwischen die
ser Stelle und jener aus GenMan ist auszuschließen, und auch
ein Hinweis auf das sprichwörtliche Gegensatzpaar „Ameise /
Kamel"78 reicht zur Erklärung der weitergehenden Ähnlich
keit nicht aus, die darin besteht, daß auch bei Hieronymus die
Wendung in Zusammenhang mit einer Widerlegung manichä-
ischer Einwände steht79. - Wenn auch die Gedankenführung
auf Plotin zu basieren scheint80, bleibt doch die Geschichte
der vorliegenden Formulierung im Dunkeln.

77 Gen. ad. litt. 3,14: ... maiore attentione stupeamus agilitatem muscae
quam magnitudinem iumenti gradientis magisque miremur opera formkula-
rum quam onera camelorum.
8 Z. B. Diogenian. 2, 89 (Paroemiographi Graeci II [ed. Von Leutsch,
Göttingen 1851] 33).
'Quam magnificata sunt opera tua domine' (Ps. 91, 6). In hoc loco
Marcion et Manichaeus erumpunt. Quid enim dkunt? 'Si omnia deus fecit et
in utilitatem hominum fecit, quid necessefuit cimkem facere etpulkem?
80 Vgl. z. B. Enn. 3, 2 (47), 13, 20-22; daß Augustinus diese Passage
kannte, geht aus ihrer wörtlichen Zitierung in civ. 10, 14 hervor.
30 Einleitung

Rezeption

Daß GenMan in wesentlich geringerem Umfang rezipiert


wurde81 als etwa De Genesi ad litteram*2, dürfte sowohl vom
nachlassenden Interesse am Manichäismus bedingt sein - er
spielte in den theologischen Auseinandersetzungen der folgen
den Jahrhunderte kaum noch eine Rolle - als auch von Augu-
stins eigener Kritik an der exegetischen Methode seines Früh
werks (siehe Anm. 32). Aus der Spätantike sind mir nur drei
Autoren bekannt, die diese Schrift nachweislich kannten: Die
Charakterisierung von GenMan durch Cassiodor83 basiert auf
unmittelbarer Kenntnis; Gregor der Große bezog sich im
Rahmen von Erläuterungen des Begriffs contemplatio (moral.
30, 16) auf die Exegese von Gen. 2, 21 in GenMan 2, 16, 9-17
und scheint in seiner Theorie des sündhaften Verhaltens von
Augustins allegorischer Deutung der Schlange, Evas und
Adams als suggestio, cupiditas und consensus (GenMan 2, 21)
beeinflußt zu sein (moral. 4, 27: suggestio, delectatio, consensus,
defensionis audacia). Am intensivsten aber wurde GenMan
zweifellos von Isidor benützt: Abgesehen von zwei Zitaten in
den Origines besteht seine Expositio in Genesin größtenteils
aus wörtlichen oder nur leicht veränderten Übernahmen, die
bisweilen in der Art eines Cento aneinandergefügt sind.
Aus späterer Zeit liegen Zeugnisse für die Bekanntheit der
Schrift v. a. aus dem 8./9. und aus dem 12. Jahrhundert vor:

1 Eine Zusammenstellung bietet der Index locorum similium (S. 175).


Dies geht u. a. aus der unterschiedlich breiten handschriftlichen
Überlieferung hervor: Für GenMan sind etwa 100, für gen. ad litt, etwa
150 bis 200 Codices bekannt.
83 Instit. 1, 1, 2: nam et pater Augustinus contra Manicbaeos duobus libris
disputans ita textum Genesis diligenter exposuit, ut paene nihil ibi relinquere
probaretur ambiguum, unde contigit ut nolens praestaret nobis haeresis confu-
tata, quatenus cum illafortiter vincitur, catholici diligentius instruantur.
Einleitung 31

Zu erwähnen sind beispielsweise Beda, In Genesimu, Hra-


banus Maurus, Commentaria in Genesin (dessen Zitate aus
GenMan sich zum Teil mit jenen von Isidor und Beda dek-
ken)85, sowie Hermannus de Runa86, Reimbaldus Leodi-
nensis87, Petrus Lombardus88 und Andreas de Sancto Vic-

Es handelt sich um folgende Stellen: GenMan 1, 3, 7-12 (deum -


vobis): cf. Beda, In Gen. 1, 25-29 (CCL 118A); 1, 8, 12sq. (bis -fahrt): cf. 1,
131sq.; 1, 9, 13-17 (materia - informt): cf. 1, 107-110; 1, 15, 11-24 (hoc -
inveniuntur): 1, 209-218; 1, 18, 23-25 (dicitur - appellan): cf. 1, 362-363; 1,
19, 14-29 (perpeccatum - diximus): 1, 2180-2195; 1, 24, 16-18 (exhalatio-
nibus -possit): cf. 1, 590-591; 1, 28, 14-18 (corpus - corpus): cf. 1, 780-784; 1,
28, 18-20 (quo - debere): cf. 1, 794f.; 2, 16, 1-7 (demonstravit - iudicat): 1,
1769-1775; 2, 17, 13-15 (si-posset): cf. 1, 1789-1791; 2, 22, 11-16 (quid -
prohibuisset): 1, 1933-1938; 2, 26, 21-22 (etquia - repes): cf. 1, 2087-2088; 2,
28, 14-16 (significatur - resistit): 1, 2109-2111; 2, 32, 24-27 (ita - est): 1,
2218-2220.
GenMan 1, 8, 12sq. (bis rebus - fahrt): cf. Hrab. Maur., Comm. in
Gen. 1, 1 (PL 107, 447A); 1, 15, 11-24 (hoc- inveniuntur): 1, 2 (PL 107,
448C-D); 1, 19, 14-29 (per - diximus): 1, 19 (PL 107, 497C-D); 1, 24, 15-17
(concrescit- possit): 1, 6 (PL 107, 456B); 1, 35, 7-41, 9: cf. 1, 10 (PL 107,
469B-470C); 2, 4, 22-6, 16 (quid - infudit): 1, 11 (PL 107, 475B-C); 2, 16, 1-
7 (primo - iudkat): cf. 1, 14 (PL 107, 484B); 2, 20, 27 - 21, 15 (non enim -
conscientia): cf 1, 15 (PL 107, 489D-490A); 2, 22, 11-16 (quid - prohibuis
set): 1, 15 (PL 107, 488B-C); 2, 28, 14sq. (semen1 - resistit): 1, 18 (PL 107,
495C); 2, 29, 26-31 (nisi - iubentt): cf. 1, 19 (PL 107, 497A-B); 2, 32, 24-27
(ita - est): 1, 19 (PL 107, 499B-C); 2, 37, 21-26 (quid est -und): cf 1, 14 (PL
107, 486C); 2, 37, 36sq. (quia - Christus): 1, 11 (PL 107, 475D); 2, 37, 38-40
(facies - significatur): 1, 11 (PL 107, 475D); 2, 38, 1-11 (praeceptum - experi-
remur): 1, 13 (PL 107, 481A-B); 2, 38, 19-21 (nulli - demonstraturos): 1, 15
(PL 107, 490A); 2, 38, 28-31 (omnes - excaecetur): 1, 15 (PL 107, 490C); 2,
39, 11-13 (seducitur -Christianus): 1, 15 (PL 107, 490B).
86 GenMan 1, 34, 8-12 (non enim- dictum est): Hermannus de Runa,
serm. fest. 31, 5 (CCcm 64).
GenMan 1, 32, 9-15 (omnis- suam): Reimbaldus Leod., epist. praef.
ström. 2, 2, 15-21 (CCcm 4); 2, 29, 24-32 (quid - defluat): vita canon. 6; 2,
36, 11-15 (sine- veniri): ström. 53.
88 GenMan 2, 20, 14-21, 15 (apostolus- conscientia): Petrus Lombardus,
sent. 2, dist. 24, cap. 12, 5.
32 Einleitung

tore89. Die unter Bedas Namen überlieferten Schriften Quae-


stiones in Genesim90 und De sex dierum creatione91 basieren so
sehr auf Isidors Expositio, daß sie Zitate aus GenMan des öfte
ren dem Bischof von Sevilla zuschreiben.

89 GenMan 1, 15, 15-18 (sed- accipere): cf. Andreas de S. Vict., expos.


Hept., in Gen., 11. 180sq. (CCcm 53); 2, 33, 6sq. (et ipse - senator): 11. 1131-
1133; 2, 33, 8-15 (deus - irritabilem): cf. 11. 1142-1147.
90 GenMan 1, 3, 4-12, 25 (si in - mundum): Ps.-Beda, quaest. Gen. (PL
93, 239A-242C); 2, 8, 7-9, 17 (inimici - resolvi): PL 93, 263C-264A; 2, 13,
1-14, 21 (flumen - iustitia): PL 93, 269A-D; 2, 20, 27-30 (per- viro): cf. PL
93, 278D; 2, 26, 18-21 (nomine - decipere): PL 93, 282B; 2, 27, 2sq. (id est-
iudich): PL 93, 282B; 2, 27, 5sq. (ad te - deceperis): PL 93, 282B; 2, 28, 14-18
(semine1 - excludat): PL 93, 282B; 2, 29, 26-31 (nisi- iubentt): cf. PL 93,
282D; 2, 31, 22sq. (mater - significan): PL 93, 282D; 2, 34, 18sq. (manus -
recuperatur): PL 93, 283D; 2, 34, 25sq. (id est- redeundi): PL 93, 283D; 2
35, 4-6 (Cherubim - intelleguntur): PL 93, 284D; 2, 35, 20sq. (nemo - pleni
tudinem): PL 93, 285A; 2, 37, 38-40 Ifacies - significatur): PL 93, 263B; 2
38, 19-21 (nulli - demonstraturos): cf. PL 93, 279A; 2, 38, 28-32 (omnes - ex-
caecetur): PL 93, 279B; 2, 39, 11-13 (seducitur- Christus): PL 93, 279A; 2
41, 14-29 (accipiat - aeternum): cf. PL 93, 284C; 2, 41, 22-29 (per flamme
am - aeternum): cf. PL 93, 284D.
91 GenMan 1, 40, 22 - 41, 9 (et quemadmodum - habet): Ps.-Beda, creat
sex dier. (PL 93, 220B-D); 1, 43, 34-37 (in istis - quietem): PL 93, 220B; 2, 4
3-5 (superius - significan): PL 93, 222A; 2, 4, 22-26 (quid- anima): PL 93
222A-B; 2, 5, 1-4 (deinde - dicitur): PL 93, 222B; 2, 6, 14-16 (propter- infu
dit): PL 93, 222B-C; 2, 21, 12-15 (ab omni - conscientia): PL 93, 230C; 2
26, 18-21 (nomine - decipere): PL 93, 232D; 2, 27, 2sq. (id est- iudicii): PL
93, 232D; 2, 27, 5sq. (ad te - deceperis): PL 93, 232D; 2, 28, 14-18 (semine1 -
excludat): PL 93, 232D-233A; 2, 29, 26-31 (nisi - iubentt): cf PL 93, 233B
2, 31, 22sq. (mater - significari): PL 93, 233C; 2, 34, 18sq. (manus- recupe
ratur): PL 93, 234A; 2, 34, 25sq. (id est - redeundi): PL 93, 233C; 2, 35, 20sq
(nemo - plenitudinem): PL 93, 234C; 2, 37, 8-12 (quod- mundum): PL 93
228C; 2, 37, 23-26 (reliquit - una): PL 93, 228C-D; 2, 37, 38-40 (^cies - sig
nificatur): PL 93, 223A; 2, 38, 1-4 (praeceptum - fecistis): PL 93, 228D; 2
38, 5-11 (quod- experiremur): PL 93, 228D-229A; 2, 38, 19-21 (nulli- de
monstraturos): PL 93, 230C-D; 2, 38, 28-32 (omnes- excaecetur): PL 93
231A; 2, 39, 11-13 (seducitur- Christianus): PL 93, 230D; 2, 41, 14-29 (acd
piat - aeternum): cf. PL 93, 234A.
Einleitung 33

Dm Überlieferung

GenMan ist in folgenden Handschriften92 überliefert (kur


siv jene Codices, die für die Texterstellung verwendet wurden):

9. Jahrhundert:
Angers, Bibliotheque Municipale, 179(181)
Baltimore (MD), Walters Art Gallery, W 293
Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Aug. perg. 187
Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, 74
London, British Museum, Harleianus 3039
Lyon, Bibliotheque de la Ville, 609 (525)
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 3824
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1924
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2077
St. Gallen, Stiftsbibliothek, 14394
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Pal. Lat. 21695
Für Informationen über französische Handschriften danke ich
Johannes Divjak.
93 Der Text dieser Handschrift aus dem Kloster Saint-Andre in Ville-
neuve-les-Avignon (für eine genaue Analyse s. E. Jeauneau, Un „dossier"
carolingien sur la creation de l'homme, REAug 28 [1982], 112-132) ist in
mehrfacher Hinsicht problematisch: Da er sehr lückenhaft ist - viele Bibel
zitate sind gekürzt, manche Sätze und auch längere Passagen wurden ohne
erkennbares Prinzip ausgelassen, für andere Lücken können Verluste ein
zelner Folien der Vorlage verantwortlich sein - , wurde er für die Text
konstitution nicht herangezogen. Obwohl der Codex in den meisten Passa
gen Charakteristika der Familie <J> aufweist, folgt er an zwei signifikanten
Stellen (1, 37, 13-19; 2, 42, 8-10) der Familie ¥. Es kann nicht ausgeschlos
sen werden, daß er von einem Exemplar kopiert wurde, welches grund
legende Ähnlichkeiten mit der Vorlage des Codex M (siehe S. 54) besaß.
94 Siehe S. 52.
Diese Handschrift, in der ersten Hälfte des 9. Jhdts. im westlichen
Deutschland geschrieben (s. B. Bischoff, Lorsch im Spiegel seiner Hand
schriften, Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-For
34 Einleitung

9.-10. Jahrhundert:
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1923
10. Jahrhundert:
Leiden, Universiteitsbibliotheek, Voss. lat. F. 114
10.— 11. Jahrhundert:
Angers, Bibliotheque Municipale, 180 (172)96
Mantova, Biblioteca comunale, E.V. 14
Paris, Bibliotheque Nationale, Nouv. acq. 1447
11. Jahrhundert:
Bruxelles, Bibliotheque Royale, 9349-54
Cassino, Biblioteca dell'abbazia, 168
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Xu, XXVI
Lincoln, Cathedral Chapter Library, 13 (A. I. 26)
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1942
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 12219
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 14301
Vaticano, Biblioteca Apostohca, Reg. Lat. 107
11.-12. Jahrhundert:
Bamberg, Bayerische Staatsbibliothek, Patr. 1 1 (B. m. 8)
Padova, Biblioteca Universitaria, 1584
Reims, Bibliotheque Municipale, 395
12. Jahrhundert:
Arras, Bibliotheque Municipale, 80
Boston (GB), Boston Church, Cod. sine numero („Augu
stinus")
Dijon, Bibliotheque Municipale, 140 (107)
Douai, Bibliotheque Municipale, 249
Douai, Bibliotheque Municipale, 267

schung, Beiheft, München 1974, 49), ist sehr eng mit jener aus Baltimore
(siehe Anm. 93) verwandt, bricht aber in 2, 1 ab.
96 Siehe S. 54.
Einleitung 35

Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, S. Marco 597


Heiligenkreuz, Stiftsbibliothek, 196
Hereford, Cathedral Library, P. 3. VE
Klosterneuburg, Stiftsbibliothek, 220
London, Library of Lambeth Palace, 237/1
Milano, Biblioteca Ambrosiana, R. 19 sup.
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 14478
Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 123
Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 175
Paris, Bibliotheque de l'Arsenal, 245
Paris, Bibliotheque de l'Arsenal, 586
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1925
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 16725
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 18073
Paris, Bibliotheque Mazarine, 621 (273)
Paris, Bibliotheque Mazarine, 623 (275)
Paris, Bibliotheque Mazarine, 626 (873)
Rouen, Bibliotheque Municipale, 473 (A 315)
Rouen, Bibliotheque Municipale, 476 (A 317)
Salzburg, Bibliothek der Erzabtei St. Peter, a VE 31
St. Florian, Stiftsbibliothek, XI. 76
Soissons, Bibliotheque Municipale, 117
Troyes, Bibliotheque Municipale, 40/1
Troyes, Bibliotheque Municipale, 846
Troyes, Bibliotheque Municipale, 1085
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Ross. lat. 293
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Vat. lat. 203
Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Lat. 1038
Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek, Heimst. 281 (314)
Zwettl, Stiftsbibliothek, 149

13. Jahrhundert:
Arras, Bibliotheque Municipale, 814 (463)
Assisi, Biblioteca comunale, 87
36 Einleitung

Boston (Mass.), Museum of Fine Arts, 09. 331


Boulogne-sur-Mer, Bibliotheque Municipale, 49
Bruxelles, Bibliotheque Royale, II 967
Cambridge, Sydney and Sussex College, 94 (A. 5. 9)
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, XVII dext. IX
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, conv. soppr. 569
Grenoble, Bibliotheque Municipale, 203
Laon, Bibliotheque Municipale, 128
Mantova, Biblioteca comunale, D. II. 11
Oxford, Bodleian Library, Bodl. 136 (S. C. 1900)
Oxford, Merton College, 36
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2044
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2496
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 15302
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 15737
Todi, Biblioteca comunale, 20
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 10664
13.-14. Jahrhundert:
Dijon, Bibliotheque Municipale, 139 (106)
London, British Museum, Cotton Claud. E. I
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 15656
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 655
14. Jahrhundert:
Assisi, Biblioteca comunale, 318
Bologna, Collegio di Spagna, 15
Bruxelles, Bibliotheque Royale, 49-62
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, conv. soppr. 125
London, British Museum, Reg. 5 C. VI
Madrid, Biblioteca Nacional, 223 (A 57)
Milano, Biblioteca Trivulziana, 170
Oxford, Merton College, 35
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2045
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 14296
Einleitung 37

Torino, Biblioteca Nazionale Universitaria, D. V. 27


Valencia, Biblioteca Universitaria, 33
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Ross. lat. 143
15. Jahrhundert:
Cesena, Biblioteca Malatestiana, D. IX, IQ
Darmstadt, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek, 695
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Xu, VI
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Med. Fesul. XV
Krakow, BibliotekaUniwersyteckaJagiellohska, 1429. AA 1X6
Lincoln, Cathedral Chapter Library, 208
Mantova, Biblioteca comunale, E. V. 15
Milano, Biblioteca Ambrosiana, D. 16 sup.
Modena, Biblioteca Estense, oc. K. 4. 10
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 7455
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 18083
Padova, Biblioteca capitolare, A. 35
Utrecht, Universiteitsbibliotheek, 1 M 15
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 445
Venezia, Biblioteca Nazionale Marciana, 1800
16. Jahrhundert:
Oxford, Bodleian Library, Can. Pat. lat. 183

Exzerpte:
1, 1, 1-3: Angers, Bibliotheque Municipale, 286 (277), 11.-12.
Jhdt.
1, 5-12: Bratislava, Statny ustredny archiv, Kap. Kniz. 69 (I
73), 14.-15. Jhdt.
2, 42-43: Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 192, 11. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Lat. 2725, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Lat. 13372, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Lat. 13373, 9. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, nouv. acq. 760, 12. Jhdt.
38 Einleitung

Salzburg, Bibliothek der Erzabtei St. Peter, frg. a XII


25/23, 9. Jhdt.
San Lorenzo del Escorial, Real Biblioteca, c. ÜL 17,
12.-13. Jhdt.
St. Omer, Bibliotheque Municipale, 142, 13. Jhdt.
St. Omer, Bibliotheque Municipale, 311, 11.-12. Jhdt.

Fragmente:
1, 16, 1-11: Albi, Bibliotheque Municipale, 29, 12. Jhdt.
2, 26, 6 - 43, 40: Paris, Bibliotheque Nationale, Lat. 12139, 12.
Jhdt.

Kriegsverluste:
Metz, Bibliotheque Municipale, 139, 11. Jhdt.
Metz, Bibliotheque Municipale, 142, 11. Jhdt.

Die indirekte Überlieferung ist bei der Textkonstitution


nicht hilfreich, zum einen, weil nur jeweils ganz kurze Passa
gen in Exzerptsammlungen97 und Florilegien98 aufgenommen
wurden, zum anderen, weil jene Autoren, die ausführlicher
aus GenMan zitieren99, in der Absicht, die ausgewählten
Stellen als geschlossenen Text zu präsentieren, sprachlich
grammatikalische Änderungen vornahmen. Läßt man derarti
ge Eingriffe in den Text außer acht, ergibt sich kein Hinweis

97 Etwa Beda, Collectanea in Apostolum (enthält nur 2, 11, 16-20; da


eine Edition fehlt, wurde der Text der Handschrift Cassino, Biblioteca
dell'abbazia, 178 verglichen); vgl. I. Fransen, Description de la collection
de Bede le Venerable sur l'Apotre, RBen 71 (1961), 22-70 (36, Nr. 141).
Beispielsweise in jene des Franciscus de Maironis (z. B. Tours, Bib
liotheque Municipale, 250, 14. Jhdt.), in das Florilegium Duacense (z. B.
Oouai, Bibliotheque Municipale, 533, 12.-13. Jhdt.) oder in verschiedene
Sammlungen von quaestiones (z. B. London, British Museum, Royal 8 E
XVI, 12. Jhdt.).
99 Vgl. e. g. Isidor (siehe den Index locorum similium).
Einleitung 39

auf einen Überlieferungszweig, der nicht in den oben genann


ten Handschriften bezeugt wäre.
Die allen Codices gemeinsamen Fehler lassen auf einen
einzigen Archetypus schließen; es handelt sich um folgende
Stellen100:
1,2, 21: sed (statt et)m
1, 3, 7sq.: inprincipio (Tilgung)
1, 11, 22: id (...) quod (Textlücke); als Ergänzung dieses in
der überliefereten Form kaum haltbaren Satzes bietet sich
ein Partizip, beispielsweise considerantes, an; eine andere
Möglichkeit zur Heilung des Texts liegt in der (von der
Editorin zunächst bevorzugten) Konjektur de eo (statt id).
1,24, 11: id est (statt et)
1, 27, 10: inferiora (statt interiora)
1, 30, 3: et dominamini eius (Ergänzung)
1, 32, 19: plus (Ergänzung)
1, 34, 11: gemitibus (statt gemimus)
1, 37, 8: quo (statt qut)
1, 43, 7: quo (Tilgung)
2, 8, 23-26: dicimus - meruimus (Umstellung)
2, 12, 7-12: ad orientem - locutionem (Umstellung)
2, 16, 7: consideratio (statt ratio)
2, 20, 13: non utique (Tilgung)
2, 25, 7: est (statt ut)
2, 30, 29: habet (statt potest)
2, 41, 27: et diligendo (Tilgung)
An zwei Stellen ist die Möglichkeit einer Textverderbnis in
Betracht zu ziehen: In 1, 39, 2 (populus leniter in peregrino otio

Sofern nicht anders angegeben, sind die folgenden Textänderungen


argumentiert in: Verf., Textprobleme in Augustinus, De Genesi contra
Manichaeos, WS 111 (1998), 213-232.
101 Diese Konjektur wurde ebenso wie die Tilgung in 1, 3, 7sq. von
Adolf Primmer vorgeschlagen.
40 Einleitung

collocatus est) bereitet leniter Verständnisprobleme: Sollte das


babylonische Exil tatsächlich als „milde" Strafe Gottes für die
Sünden (cf. 1, 38, 9-10) bezeichnet werden? Allein die positive
Konnotation von otium102 scheint eine Konjektur (etwa: popu-
lus ille interim in peregrino otio) zu widerraten. - In 1, 41, 9
läßt die Feststellung nullo modo ... verbis dici potest, quemad-
modum deus fecerit et condiderit caelum et terram et omnem
creaturam quam condidit deshalb zunächst eine Korruptel ver
muten, weil Augustinus über weite Teile des ersten Buchs
eben eine solche Erklärung des historischen Bibelsinns unter
nommen hatte, die er hier zu verwerfen scheint. Angesichts
jedoch von 1, 14, 16-18 (nobis ..., ut nutriamur et ad ea perveni-
amus quae nullo humano sermone dici possunt, ea dicuntur quae
capere possumus) sollte der Text unangetastet bleiben.
Obgleich sich aus der Art der zuvor genannten Fehler kein
Anhaltspunkt für die Datierung des Archetypus gewinnen
läßt, ist es doch allein aufgrund ihrer Anzahl wahrscheinlich,
daß die allen Handschriften gemeinsame Vorlage dem sechsten
oder siebenten Jahrhundert entstammte, einer Epoche, für die
stark verwilderte Texte charakteristisch sind.

Handschriftenfamilien

Abgesehen von kontaminierten Handschriften (s. S. 54)


gliedern sich die Codices zunächst in zwei Familien103 - die
frühesten Textzeugen stammen jeweils aus dem 9. Jahrhun
dert - , die mit den Siglen <J> und ^ bezeichnet werden: Wäh
rend *P eine in sich ziemlich geschlossene Familie bildet,
zerfällt <I> in drei Untergruppen (a, ß, y; Näheres s. S. 43): Daß
die Verwandtschaft dieser Untergruppen miteinander größer
102 Cf. civ. 17, 23 (captivum otium); 19, 26 (pace Babylonis).
103 Bei der Klassifizierung der Handschriften wurden Divergenzen im
Bibeltext nicht berücksichtigt.
Einleitung 41

ist als jene mit W, läßt sich an einzelnen, signifikanten Fehlern


erkennen, die sich in allen Untergruppen von 4> finden und
somit als Leitfehler gelten können:
1, 21, 2: Auslassung von aiunt.
2, 11, 28: Auslassung von humana.
2, 25, 7: ut - Die Stelle wurde bereits anderenorts bespro
chen104. Falls die Konjektur est das Richtige trifft, hätten beide
Hauptfamilien versucht, die vielleicht infolge einer falschen
Auflösung einer Kürzung verderbte Stelle zu heilen: 4> durch
die Konjektur ut, ^ durch Tilgung des Wortes.
2, 25, 10: Auslassung von ergo.
2, 30, 10: (natus) est - Auch auf Konjektur scheint die Er
gänzung von est (4>) zu beruhen; dieser Zusatz würde jedoch
nicht nur die Annahme eines Anakoluth nötig machen, son
dern auch der Aussage eine Gewichtung verleihen, die ihr auf
grund des Argumentationszusammenhangs nicht zukommt:
Augustinus thematisiert hier nicht die Erbsünde, sondern lei
tet die Interpretation der Verurteilung Adams durch Gott ein;
diese bezeichne die durch die Geburt bedingte Gebundenheit
des Menschen an seinen Leib und deren Folgen.
2, 35, 20: Auslassung von ergo.
2, 42, 8-10: Auslassung eines Satzes, der aufgrund auffallen
der sprachlicher Ähnlichkeiten mit divers, quaest. 71, 1 nicht
als Interpolation gelten kann105.
2, 42, 21: Auslassung von aiunt - In diesem Kapitel, das
Fragen und Einwände der Manichäer gegen das Alte Testa
ment referiert und diesen jeweils als Replik den katholischen
Standpunkt entgegenhält, ist der Sprecherwechsel entweder
durch ein Interrogativum oder durch ein verbum dicendi mar
kiert, das hier nur die Gruppe ¥ bewahrt hat.

104 Textprobleme in Augustinus (wie Anm. 100), 223-224.


105 S. Verf. (wie Anm. 100), 216.
42 Einleitung

Die Erklärung für die Tatsache, daß die angeführten Stellen


fast ausnahmslos aus Buch 2 stammen, liegt darin, daß eine
Untergruppe von 4>, nämlich y, auf einen im ersten Buch of
fensichtlich kontaminierten Subarchetypus zurückgeht, in
welchen - vielleicht infolge eines Vorlagenwechsels - Varian
ten von *P eingedrungen waren (näheres S. 43).

Auf der anderen Seite gibt es eine weitaus größere Anzahl


von Stellen, an welchen die Vertreter von ¥ gegen jene von O
Textverderbnisse aufweisen, z. B.:
1, 4, 6: sicut - Diese Stelle ist für die Fehlergenese auf
schlußreich: Die Verschreibung von sic cum zu si cum, als ty
pischer Haplographiefehler nicht aussagekräftig, findet sich
auch in einigen Codices von 4>. Die Familie ¥ bzw. ihr Sub
archetypus besserte dann das sinnstörende si cum zu sicut aus.
Die Lesart von B (s. S. 53), sicut cum, könnte daraus ent
standen sein, daß das genuine Wort cum am Rand notiert war.
1, 14, 8: solvere - Der passive Infinitiv ist wohl in Hinblick
auf die Form solvunt (lin. 7 und 9) korrigiert worden.
1, 24, 21: spargant - Dieser Fehler (spargant anstelle von
colligant) scheint darauf hinzuweisen, daß die Vorlage des Sub
archetypus von *P glossiert war.
1, 37, 13-19: Rom. 4, 17sq. (statt Gen. 17, 5-8) - Auch hier
dürfte eine ursprüngliche Marginalglosse das genuine Bibelzi
tat, auf welches sich Paulus an der angegebenen Stelle bezieht,
verdrängt haben.
2, 13, 21: (spiritaliter) tarnen - Der bereits durch utique an
gedeutete Gegensatz zu quamvis wurde von den Vertretern
der Familie W offenkundig in Analogie zu den vorangehenden
Sätzen (lin. 11, 15, 16) durch das eingefügte Wort tarnen ge
doppelt.
2, 14, y.faris - Diese Lesart (statt paris) scheint auf eine Ma
juskelvorlage hinzuweisen.
Einleitung 43

2, 22, 17: vellent spernentes - Der Ersatz von volunt durch


vellent war wohl zunächst durch cum, das Einleitungswort des
Nebensatzes, bedingt. Codex A (s. S. 52) ging noch einen
Schritt weiter, indem er cum esse deo zu cum deo esse umstellte
und damit vellent in den mit ut eingeleiteten Nebensatz inte
grierte. Unabhängig von vellent dürfte der syntaktisch falsche
Akkusativ illam medietatem entstanden sein, der die Ergän
zung von spernentes nach sich zog.
2, 41, 25: ipse per conversionem - Diese Hinzufügung, eine
Wiederaufnahme von se ad deum converterit (lin. 22) scheint
wiederum das Ergebnis einer in den Text eingedrungenen
Glosse zu sein, in welcher die Aussage der Passage zusammen
gefaßt war.
2, 42, 4: inquiunt - In Analogie zu den folgenden Einwän
den der Manichäer setzte der Subarchetypus von *P auch hier
ein keineswegs erforderliches verbum dicendi, und zwar in
derselben, offensichtlich auf Konjektur beruhenden falschen
(da pluralischen) Form106.
Wie dieser Gegenüberstellung zu entnehmen ist, bietet <I> ei
nen im allgemeinen weniger fehlerhaften Text als W. Diese Ein
schätzung ist für die Bewertung der Varianten des Bibeltexts,
vornehmlich jenes von 2, 1-3, von besonderer Bedeutung.
Die Gruppe 4> ist, wie bereits erwähnt, in sich geteilt: Die
Gliederung in drei Untergruppen, die im folgenden präsen
tiert wird107, stellt die Überlieferungslage insofern vereinfacht
dar, als aufgrund einzelner Stellen, an welchen nur in einer
der drei Untergruppen, ot, die richtige Lesart bewahrt ist, an
genommen werden muß, daß vorkarolingische, heute nicht
mehr greifbare Codices die Textgestaltung beeinflußten. Auf
der anderen Seite zeigt die Untergruppe v Spuren einer Kon

106 S. Verf. (wie Anm. 100), 217-218.


107 Siehe auch das Stemma (S. 58).
44 Einleitung

tamination mit *P. Die für diese Fragestellung relevantesten


Stellen werden jeweils kurz genannt. Als Arbeitsbehelf jedoch
scheint die folgende Teilung sinnvoll zu sein.
Die Familie a ist durch folgende Leitfehler charakterisiert:
1, 18, 7: add. ut
1,41,9: vobis (s. S. 40)
1, 43, 21: agnitionibus
2, 12, 13: nos
2, 15, 2: add. laudabilior
2, 17, 12: om. ut
2, 17, 19: fidem sunt
Da a an einigen Stellen gegen alle anderen Gruppen den richti
gen Text bietet (1, 6, 1; 1, 25, 16108; 2, 12, 13; 2, 12, 35; 2, 34,
13), ohne daß für jede dieser Stellen eine mittelalterliche Kon
jektur plausibel gemacht werden könnte, ist damit zu rechnen,
daß der Subarchetypus Kontaminationen mit einem älteren
Überlieferungszweig aufwies.
Der Familie a gehören folgende Codices an:
H London, British Museum, Harleianus 3039, in Lorsch um
die Mitte des 9. Jhdts. geschrieben; kam aus der Bibliothek
des Prämonstratenserklosters Arnstein in die Harley Col-
lection109; enthält neben GenMan (2r-15r): c. epist. fund.,
c. acad., ord.110 - Der Text von H, nahe verwandt mit je

108 Die Lesart der anderen Gruppen, se ipse, kann eine Folge der karo-
lingischen Textbereinigung gemäß den Normen der Klassik sein.
109 Siehe Bischoff (wie Anm. 95), 39.
Zu den kodikologischen Angaben bezüglich dieser wie der anderen
Codices vgl. die Reihe 'Die handschriftliche Überlieferung der Werke des
Heiligen Augustinus': Band 1/1 und 1/2: „Italien" von M. Oberleitner,
Wien 1969 und 1970 (SAWW 263 und 267); Band H/1 und u/2: „Großbri
tannien und Irland" von F. Römer, Wien 1972 (ibid. 281 und 276); Band
III: „Polen (Anhang: Die Skandinavischen Staaten Dänemark - Finnland -
Schweden)" von F. Römer, Wien 1973 (ibid. 289); Band IV: „Spanien und
Einleitung 45

nem von O, wurde von einer etwa zeitgleichen Hand


korrigiert; vereinzelt sind Texttranspositionen (vgl. etwa 1,
12, 6) und wenig geschickte Konjekturen (z. B. 1, 7, 8; 2,
37, 22) zu beobachten.
O Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1923, 9.-10. Jhdt.; alte
Signatur: Regius 4010-2; enthält nach mor. eccl. und mor.
Manich. auf 30r-55v GenMan. Da der Text zwei große
Lücken aufweist (1, 1, 1 - 1, 32, 26; 2, 32, 18 - 2, 42, 32),
wird im kritischen Apparat für diese Passagen der eng ver
wandte Codex O* herangezogen. - Neben wenigen Kon
jekturen (z. B. 1, 37, 4-5) sind an einigen Stellen Anglei-
chungen des Bibeltexts an den Wortlaut der Vulgata (1, 34,
8), hauptsächlich aber Auslassungen einzelner (etwa 1, 11,
12; 20) oder mehrerer (2, 12, 39sq.) Wörter sowie Umstel
lungen zu beobachten (1, 19, 16; 1, 24, 15; 2, 20, 19 etc.). In
2, 24, 8 scheinen nur H und O den richtigen Text bewahrt
zu haben.
O* Paris, Bibliotheque Nationale, Nouv. acq. 1447, 10.— 11.
Jhdt.; alte Signatur: Cluny 28; bietet den Text von c. Faust,
und GenMan (161r-172v); siehe Codex O. Möglicherweise
wurde die Handschrift nach einem L bzw. F. nahestehen
den Codex korrigiert.
L Lincoln, Cathedral Chapter Library, 13 (A. I. 26), 11.
Jhdt.; enthält gen. ad litt., GenMan (87r-102r) und den
pseudo-augustinischen dialogus quaestionum LXV. - Der
Text weist verhältnismäßig wenige Eigenfehler (z. B. 1, 34,
2), einige Transpositionen (1, 11, 23; 1, 26, lOsq.) und nur
eine einzige größere Auslassung (2, 6, 23-25; wohl infolge
einer aberratio oculorum) auf; Bibelzitate sind bisweilen an

Portugal" von J. Divjak, Wien 1974 (ibid. 292); Band V/1 und V/2: „Bun
desrepublik Deutschland und Westberlin" von R. Kurz, Wien 1976 und
1979 (ibid. 306 und 350); Band VI/1 und VI/2: „Österreich" von D. We
ber, Wien 1993 (ibid. 601); Band VH/1 und VII/2: „Tschechische Republik
und Slowakische Republik" von C. Weidmann, Wien 1997 (ibid. 645).
46 Einleitung

den Wortlaut der Vulgata angeglichen (cf. 1, 41, 3; 2, 42,


26). Auf Konjektur beruht wohl conetur (2, 25, 12). Zu ge
meinsamen Charakteristika mit Codex F siehe dort.
F Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1925, 12. Jhdt.; alte
Signaturen: Colbert 2647, Regius 4008-4-4; Vorbesitzer:
Abtei Foucamont; enthält GenMan auf lr-31v. - F ist eng
mit L verwandt (vgl. z. B. 1, 1, 13; 1, 4, 2; 1, 20, 10; 1, 27,
23; 1, 29, 8; 1, 37, 10); manche seiner Eigenfehler scheinen
auf falsche Auflösung von Kürzungen zurückzugehen (z.
B. 1, 19, 29), was zumindest in einem Fall zu einer Konjek
tur führte (1, 3, 12); darüber hinaus lassen sich vereinzelt
Transpositionen und Auslassungen einzelner Wörter beob
achten.
L und F bieten an zahlreichen Stellen Sonderlesarten, die
zum Teil das Ergebnis von - oft sehr guten - Konjekturen
sind, zum Teil aber auf ältere, korrekte Handschriften zu
rückzugehen scheinen. Versuche, einen fälschlich für kor
rupt gehaltenen Text zu heilen, dürften beispielsweise vor
liegen in: sentiri (1, 7, 17), materia illa appellata est (1, 18,
8), Auslassung von in (1, 27, 10), galeas (1, 27, 23, mit
0*)m, in (1, 31, 9), mobilis quod (1, 37, 5), terra utfructus
utiles posset afferre sanctas scripturas et prophetias accepit (1,
37, 9-10), und exhortatur (2, 41, 11, mit O*)112. Auch eini
ge sicher richtige Lesarten könnten als Ergebnis von Kon
111 Der Schreiber scheint alas in Hinblick auf Sap. 5, 19-21 geändert
zu haben. Auffälligerweise liegt in ver. relig. 277, der nächsten Parallele
(sicut alac et scutum et gladius et cingulum et cetera talia), in einigen Codices
dieselbe Variante vor (galea bzw. galeae statt alae). Eine wechselseitige Be
einflussung der beiden Stellen im Zuge der Überlieferung ist wenig wahr
scheinlich.
112 An dieser Stelle hat der Schreiber nicht gesehen, daß exhortor Teil
des Bibelzitats Prov. 9, 16sq. in der Fassung der Septuaginta ist. Da diese
Konjektur von den neuzeitlichen Ausgaben übernommen wurde, konnte
A.-M. La Bonnardiere (Biblia Augustiniana, A. T.: Le livre des Proverbes,
Paris 1975, 51-52, 212) nicht den gesamten Umfang des Zitats erkennen.
Einleitung 47

jekturen gewertet werden, etwa: omnem (1, 6, 13, mit O*),


quod (1, 35, 10), stellae (1, 38, 7), est (2, 10, 20) oder infra
(2, 24, 12, mit B). Für andere Stellen, für welche allein in L
und F der richtige Text vorliegt, ist jedoch - wie in gerin
gerem Ausmaß für die gesamte Familie et vermutet - mit
dem Einfluß eines verlorenen Überlieferungszweigs zu
rechnen, z. B.: iustus (1, 4, 14), excedit (1, 24, 21), in Micha
(2, 28, 16), vocetur (2, 31, 22) und possunt (2, 43, 3).

Weitere Angehörige von a sind beispielsweise:


Vaticano, Biblioteca Apostolica, Reg. Lat. 107, 11. Jhdt. (nahe
mit L und F verwandt).
Rouen, Bibliotheque Municipale, 473, 12. Jhdt.
Rouen, Bibliotheque Municipale, 476, 12. Jhdt.
Soissons, Bibliotheque Municipale, 117, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Mazarine, 626, 13. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 655, 13. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 10664, 13. Jhdt.
London, British Museum, Cotton Claud. E. I, 13-14. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 14296, 14. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Ross. lat. 143, 14. Jhdt.
Krakow, Biblioteka Uniwersytecka Jagiellohska, 1429. AA
IX, 15. Jhdt.

Die Familie ß ist durch folgende Leitfehler charakterisiert:


1, 4, 1: subito deo
1, 11, 23: putamus
1, 26, 31: constituerit
2, 3, 11: praedicantur
Jene Fehler, in welchen ß mit *P zusammengeht, sind so
wenig signifikant, daß die Annahme von Spontanparallelen
naheliegt (tergetur [1, 36, 8], adiutori [2, 15, 25]). Auch die
Stellen, an welchen der richtige Text nur in ß und *P erhalten
48 Einleitung

ist (1, 26, 2; 1, 31, 18; 2, 1, 4; 2, 12, 34), lassen keinen Rück
schluß auf eine Verbindung zwischen diesen beiden Familien
zu. In 2, 30, 2 (dicemus) hingegen hat ß (mit Ausnahme des
Codex V) allein die richtige Lesart bewahrt.
Der Text des Subarchetypus dieser Familie scheint in 2, 38,
5 (ligno paradiso) abgebrochen zu sein: Mit einer Ausnahme
enden alle Mitglieder von ß mit dieser Stelle113. Lediglich V
(Paris, Bibl. Nationale, Lat. 1924, s. u.) bietet den vollständi
gen Text; es ist anzunehmen, daß der Schreiber das Ende von
Buch 2 aus einer anderen Handschrift kopierte.

Die Familie ß ist im kritischen Apparat durch folgende Hand


schriften dokumentiert:
V Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1924, 9. Jhdt., ge
schrieben in Verona vom Schreiber Pacificus114; enthält
neben GenMan (12v-89v) folgende Augustinus-Werke:
haer. cap. 46, c. mend., de mend., fid. et op. - Neben eini
gen Haplo- (z. B. 1, 19, 15) und Dittographiefehlern (z. B.
1, 31, 10) ist bisweilen Unsicherheit in den Endungen zu
beobachten (z. B. 2, 7, 11; 2, 10, 10; 2, 43, 18). V weist grö
ßere Nähe zu a auf als die anderen Vertreter dieser Familie
(ff. 1, 32, 9; 2, 5, 20).

113 Im Codex Padova, Biblioteca Universitaria, 1584 (11.-12. Jhdt.)


sind die betreffenden Passagen von anderer Hand nachgetragen; im Codex
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, conv. soppr. 569 (13. Jhdt) weist
der Text der letzten Kapitel so große Ähnlichkeiten mit jenem der Hand
schrift Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, S. Marco 597 (12. Jhdt.)
auf, daß dieser als Vorlage gedient haben dürfte.
11 Cf. fol. lr: hunc librum pacificus humilis levita christi in ecclesia bea-
tae dei genetricis marie quae est matrkularis veronensis civitatis devota optulit
mente.
Einleitung 49

K Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, 74,


Anfang des 9. Jhdts.115, enthält doct. christ. 2-4 und
GenMan (113r-167r). - Abgesehen von einer Anzahl von
Fehlern, die K mit E gemeinsam hat, treten vereinzelt Ver-
schreibungen (1, 24, 25; 2, 3, 2 etc.) und Auslassungen (2,
37, 8) auf.
E Lyon, Bibliotheque Municipale, 609, im dritten Viertel des
9. Jhdts.116 in Lyon von einem Schreiber namens Martinus
geschrieben. Die Handschrift enthält dieselben Werke wie
Codex K (GenMan: 114v-133v). - Obwohl E sehr eng mit
K verwandt ist, wurde diese Handschrift doch im kriti
schen Apparat berücksichtigt, da sie öfters denjenigen Text
aufweist, den K nach der Korrektur bietet (z. B. 1,2, 16; 1, 6,
9; 2, 14, 19), andererseits vereinzelt mit den nicht korrigier
ten Lesarten von K übereinstimmt (z. B. 2, 21, 5; 2, 22, 7).
D München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 3824; wurde
in der ersten Hälfte des 9. Jhdts. im westlichen Deutsch
land geschrieben117. Die Abfolge der Werke ist dieselbe wie
in K (GenMan: 94v-135r). - D, nicht so nahe dem Text

115 Der Codex wurde zwischen 785 und 819 geschrieben, als Hildebald
Erzbischof von Köln war (cf. fol. 2r [radiert]: Codex sancti Petri sub pio
patre Hildebaldo scriptus). Die genannte Zeitspanne läßt sich nach dem Ur
teil B. Bischoffs (briefliche Mitteilung) auf die Jahre 805-819 einengen.
Vgl. ferner W. M. Lindsay, Notae Latinae. An Account of Abbreviation in
Latin Manuscripts of the Early Minuscule Period (c. 700-850), Cambridge
1915, 453; L. W. Jones, The Script of Cologne from Hildebald to Her
mann, Cambridge (Mass.) 1932, 49-51.
Vgl. lr: Liber oblatus ad altare sancti Stephani dono Remigii episcopi.
Remigius war in den Jahren 852 bis 875 Erzbischof von Lyon.
S. B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliothe
ken in der Karolingerzeit; Bd. 1: Die Bayerischen Diözesen, Leipzig 1940,
12-13; id., Die Hofbibliothek unter Ludwig dem Frommen, in: Medieval
Learning and Literature (Festschrift R. W. Hunt), Oxford 1976, 18-19; M.
Gorman, Augustine Manuscripts from the Library of Louis the Pious: Berlin
Phillipps 1651 & Munich CLM 3824, Scriptorium 50 (1996), 98-105 (103).
50 Einleitung

von K verwandt wie E, weist neben einigen Kopierfehlern


(z. B. 2, 7, 21) Konjekturversuche (1, 7, 17; 2, 33, 15) und
an manchen Stellen Angleichungen an den Text der Vul-
gataauf (1, 31, 23).
Weitere Angehörige von ß sind beispielsweise:
Cassino, Biblioteca dell'abbazia, 168, 11. Jhdt. (am nächsten
dem Codex V; bricht jedoch wie die anderen Vertreter von
ß in 2, 38, 5 ab).
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, Xu, XXVI, 11. Jhdt.
(trotz enger Verwandtschaft mit V endet der Text mit 2,
38,5).
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 1942, 11. Jhdt. (nahe ver
wandt mit Codex E).
Bamberg, Bayerische Staatsbibliothek, Patr. 11 (B. m. 8), 11.-
12. Jhdt. (nahe verwandt mit Codex E).
Padova, Biblioteca Universitaria, 1584, 11.-12. Jhdt. (das Ende
von Buch 2 ist von anderer Hand nachgetragen).
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, conv. soppr. 569,
13. Jhdt.
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 7455, 15. Jhdt.
Für die Familie y sind folgende Leitfehler charakteristisch:
1, 8, 19: credere
1, 12, 18: dicta
1, 39, 15: errore
2, 3, 16: de deo
2, 35, 5sq.: temporalis poena
Die Vertreter von y stellen insofern einen Sonderfall inner
halb von <J> dar, als sie in Buch 1 an mehreren Stellen diesel
ben Fehler wie ¥ aufweisen (1, 5, 4; 1, 28, 4; 1, 30, 2; 1, 34, 33;
1, 40, 3); da es wenig wahrscheinlich ist, daß es sich durchwegs
um Spontanparallelen handelt, ist anzunehmen, daß der Sub-
archetypus von y im ersten Buch von einem ^ nahestehenden
Exemplar beeinflußt wurde.
Einleitung 51

Für die Dokumentation dieser Familie wurden folgende


Handschriften aufgenommen:

G Leiden, Universiteitsbibliotheek, Voss. lat. F. 114, Anfang


des 10. Jhdts. in Frankreich geschrieben. Der Text weist so
wohl im ersten als auch im zweiten Buch eine jeweils um
fangreichere Lücke auf (1, 20, 10 - 24, 6; 2, 35, 11 - 37, 40).
Enthalten sind neben GenMan (22r-31v) sermo 9, agon.,
epist. 187 sowie cur. mort. - Abgesehen von einer Reihe
von Einzelfehlern ist G durch auffallende (wohl durch eine
gekürzte Vorlage bedingte) Unsicherheit bei Konjunktio
nen (z. B. 1, 26, 5; 1, 40, 7; 2, 5, 2) und in der Formenlehre
(z. B. 1, 43, 32; 2, 23, 4; 2, 39, 17) charakterisiert. An
gesichts der zahllosen Transpositionen konnte der Großteil
derartiger Varianten im kritischen Apparat nicht be
rücksichtigt werden.
N Mantova, Biblioteca comunale, E.V.14, 10.-11. Jhdt.; weist
dieselben Textlücken wie G auf. Inhalt: in epist. loh.,
GenMan (46r-69r), c. Felician. (Ps.-Aug.), epist. 187, epist.
135, epist. 137 sowie c. mend. - Dieser Codex, der G in
den meisten Transpositionen und Auslassungen folgt, ist
ein interessantes Zeugnis für Texteingriffe durch den
Schreiber: An vielen Stellen, die in G unverständlich über
liefert sind, wurden Konjekturen angebracht (z. B. 1, 8, 20;
1, 10, 10; 1, 12, 7; 22; 1, 32, 24; 2, 24, 14), die freilich meist
unbeholfen wirken.
C Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Aug. perg. 187; vor
dem Jahr 821 auf der Reichenau geschrieben und vor dem
Jahr 847 in Lorsch korrigiert118. Der Text von GenMan
(lr-42r) wurde zunächst offensichtlich lückenhaft kopiert
und im Zuge des Korrekturvorgangs in einer Weise er
gänzt, daß einzelne Passagen nun in doppelter Abschrift

118 Siehe Bischoff (wie Anm. 95), 38.


52 Einleitung

enthalten sind119. - Die weitaus größte Zahl der Fehler die


ses Codex liegt in Transpositionen (z. B. 1, 3, 27; 1, 11, 20;
1, 19, 11) und Auslassungen (z. B. 1, 5, 7-9; 1, 24, 32 - 26;
31; 2, 43, 9-12), die nur zu einem geringen Teil im Apparat
dokumentiert werden. In 2, 14, 2 scheint C, gemeinsam
mit M (siehe S. 54) und späteren Handschriften, den richti
gen Text bewahrt zu haben.
Weitere Vertreter dieser Familie sind beispielsweise:
St. Gallen, Stiftsbibliothek, 143, 9. Jhdt. (von C abhängig)
Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, S. Marco 597, 12.
Jhdt.
London, Library of Lambeth Palace, 237/1, 12. Jhdt.
Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 123, 12. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Ross. lat. 293, 12. Jhdt.
Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek, Heimst. 281 (314),
12. Jhdt.
Oxford, Bodleian Library, Bodl. 136 (S. C. 1900), 13. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, lat. 445, 15. Jhdt.

Die zweite Hauptgruppe, V (zu ihren Charakteristika


siehe S. 42), ist durch zahlreiche Handschriften bezeugt; für
ihre Dokumentation im kritischen Apparat wurden folgende
Codices herangezogen:
A Angers, Bibliotheque Municipale, 179 (181), aus Saint-
Aubin. Der Text von GenMan (10^37^ wurde von einer

119 Die Lücke zwischen 1, 24, 32 und 1, 26, 31 (fol. 12r) wurde durch
das in Lorsch angefertigte Blatt 11 geschlossen (die subscriptio auf llv, vale
fraterfidelissime datto, bezieht sich auf den Reichenauer Mönch und späte
ren Abt von St. Gallen, Tatto); die Lücke zwischen 2, 21, 9 und 2, 37, 21
(zwischen 30r und 30v) sowie jene zwischen 2, 38, 5 und 2, 43, 28 (zwi
schen 30v und 31r) wurde durch den kompletten Text von 2, 21, 9 bis 2,
43, 40 (Ende des Werks) aufgefüllt (32v-42r). Auf das ursprüngliche Ende
des Texts folgt (31r-32r) ein Teil von in psalm. 31.
Einleitung 53

Hand des 9. Jhdts. geschrieben; weiters enthalten sind:


Quodv., haer.; Aug., fid. et symb.; Evod., fid. und Aug., c.
Maximin. - Abgesehen von zahllosen Auslassungen einzel
ner Wörter und kurzer Wortgruppen, die im Apparat nur
exemplarisch dokumentiert sind, nahm der Schreiber einige
Eingriffe in den Text vor (z. B. 1, 40, 14). Das sinnstörende
Wort nibilominus (1, 31, 18), das sich auch in B findet,
könnte aus in hominibus (Marginalglosse?) entstanden sein.
R Reims, Bibliotheque Municipale, 395, 10.-12. Jhdt., aus der
Benediktinerabtei St.-Thierry. Der Text von GenMan
(D^l1)120 stammt wohl aus dem späten 11. oder dem
frühen 12. Jhdt. - Charakteristisch ist für diesen Codex
eine - wohl durch Kürzungen in der Vorlage bedingte -
große Zahl von Varianten bei Konjunktionen (z. B. 1,7, 8;
1, 24, 28; 2, 6, 25) sowie der Ersatz genuiner Wörter durch
deren Synonyma (z. B. 1, 2, 9; 1, 5, 16; 1, 25, 21; 23; 1, 36,
10 etc.), möglicherweise ein Zeichen dafür, daß die Vorlage
glossiert war.
B Bruxelles, Bibliotheque Royale, 9349-54, 11. Jhdt.; der Co
dex stammt aus Liege. Neben GenMan (134v-153r) sind
enthalten: trin., c. Felician. (Ps.-Aug.); Quodv., haer.;
Aug., fid. et symb.; Evod., fid.; collatio cum Maximino, c.
Maximin. und collatio cum Pascentio. - In den meisten
Passagen nahe mit A und R verwandt, scheint die Hand
schrift v. a. in Buch 2 leichte Spuren einer Kontamination
mit oc aufzuweisen (2, 15, 2 [vielleicht das Ergebnis eines
Dittographiefehlers]; 2, 28, 17; 2, 37, 31). In den wohl
kaum späteren Korrekturen ist jedenfalls der Einfluß von a
unverkennbar (1, 4, 2; 1, 43, 21; 2, 42, 8-10).

120 Enthalten sind ferner Aug., epist. 265, Predigten von Odo von
Cluny und Leo d. Gr., Exzerpte aus Hieronymus, Ambr., virginit., sowie
Heiligenviten und Offizien.
54 Einleitung

Weitere Angehörige der Gruppe ¥ sind beispielsweise:


Angers, Bibliotheque Municipale, 180 (172), 10.-11. Jhdt.
(von A abhängig).
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 12219, 11. Jhdt. (nahe A)
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 14301, 11. Jhdt. (nahe A)
Klosterneuburg, Stiftsbibliothek, 220, 12. Jhdt.
Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 175, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque de l'Arsenal, 245, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Mazarine, 621 (273), 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Mazarine, 623 (275), 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 16725, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 18073, 12. Jhdt.
Salzburg, Bibliothek der Erzabtei St. Peter, a VE 31, 12. Jhdt.
St. Florian, Stiftsbibliothek, XL 76, 12. Jhdt.
Vaticano, Biblioteca Apostolica, Vat. lat. 203, 12. Jhdt.
Arras, Bibliotheque Municipale, 814 (463), 13. Jhdt.
Boston (Mass.), Museum of Fine Arts, 09. 331, 13. Jhdt.
Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2045, 14. Jhdt.
Milano, Biblioteca Ambrosiana, D. 16 sup., 15. Jhdt.
München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 18083, 15. Jhdt.

Bei den kontaminierten Handschriften lassen sich zwei


Typen unterscheiden:
M Paris, Bibliotheque Nationale, Latin 2077, Ende des 9.
Jhdts. geschrieben und aus der Abtei Moissac in den Fonds
der Bibliotheque Nationale übertragen; der Text von
GenMan (10v-32r) folgt in Buch 1 einem Exemplar, das
der Familie y nahestand, weist aber hauptsächlich in Buch
2 derart starke Ähnlichkeiten zu ^ auf, daß anzunehmen
ist, der Schreiber von M oder jener von dessen Vorlage
habe in diesem Teil eine andere Handschrift kopiert als in
Buch 1. Trotz dieser Vermutung wurden wegen des hohen
Einleitung 55

Alters dieses Codex seine Lesarten in den Apparat aufge


nommen.
Eine vergleichbare Kontamination der Überlieferung liegt
in den späteren Codices München, Bayerische Staatsbiblio
thek, Clm 14478 (12. Jhdt.), sowie Milano, Biblioteca Ambro
siana, R. 19 sup. (12. Jhdt.) vor.

Anders verhält es sich mit einer vom 12. Jhdt. an gut be


zeugten Gruppe von Handschriften, die direkt oder indirekt
von jenem Musterexemplar abhängen, das die Zisterzienser
von Clairvaux wohl in der ersten Hälfte des 12. Jhdts. anlegen
ließen; diese „erste kritische Edition" basiert offenkundig auf
Kenntnis aller Handschriftengruppen, obwohl sie sich meist
entweder an ot oder an V orientiert. Darüber hinaus wurde an
mehreren Stellen konjiziert. Obwohl der Text dieser Gruppe
demnach für die Textkonstitution außer Acht gelassen werden
kann, war er doch für die Editionsgeschichte121 so wichtig,
daß er durch zwei Handschriften im kritischen Apparat doku
mentiert wird:
T Troyes, Bibliotheque Municipale, 40/1, erster Teil der mo
numentalen Augustinus-Edition der Zisterzienser, in der
ersten Hälfte des 12. Jhdts. in Clairvaux geschrieben122. Der
Codex weist einige gute Konjekturen auf (z. B. 1, 32, 19).
Die Tendenz, den überlieferten Text zu normalisieren,
zeigt sich etwa in 2, 40, 8, wo die von Augustinus wohl aus
Gründen der Euphonie gewählte Wortfolge quod lascive
quicquid zu quod quicquid lascive verändert wurde.
S Heiligenkreuz, Stiftsbibliothek, 196, im 12. Jhdt. wohl in
Heiligenkreuz geschrieben. Die Ähnlichkeit dieses Codex
121 Siehe S. 59.
122 Vgl. J. Leclercq, Les manuscrits de l'abbaye de Liessies, Scriptorium
6 (1952), 51-62 (51-53); C. Lambot, Sermon sur l'aumone a restituer a saint
Augustin, RBen 66 (1956), 149-158 (150).
56 Einleitung

mit einem Exemplar, das die neuzeitlichen Editionen stark


beeinflußte, war ausschlaggebend für seine Aufnahme in
den Apparat. Wie sehr in dieser Handschrift die Familien
kontaminiert sind, zeigt sich z. B. an 1, 37, 13-19.
Weitere Zeugen für den Zisterziensertext sind:
Dijon, Bibliotheque Municipale, 140, 12. Jhdt.
Paris, Bibliotheque de l'Arsenal, 586, 12. Jhdt.
Troyes, Bibliotheque Municipale 846, 12. Jhdt.
Zwettl, Stiftsbibliothek 149, 12. Jhdt.
Oxford, Bodleian Library, Can. Pat. lat. 183, Anfang des 16.
Jhdts.

Eine Reihe von Handschriften überliefert nur ein Exzerpt,


nämlich die (bzw. Teile der) beiden Schlußkapitel von
GenMan (ab 2, 42, 4). Da es sich hierbei um jene Passagen
handelt, die die Meinungen der Manichäer (meist in Form von
Fragen) und die Antworten der Katholiken einander gegen
überstellen, kann angenommen werden, daß sie in Hinblick
auf die im Mittelalter beliebten Sammlungen von quaestiones
eigenständig tradiert wurden123. Ihr Text weist zum Teil
Übereinstimmungen mit der Familie *P, vor allem dem Codex
M, auf. Einige Ähnlichkeiten zu T und S dürften dadurch be
dingt sein, daß eine derartige Handschrift von den Zisterzien
sermönchen bei der Texterstellung berücksichtigt wurde.
c Paris, Bibliotheque Nationale, Lat. 13373, 9. Jhdt.; enthält
den Text ab 2, 43, 8 (ab ipso deo).
s Salzburg, Bibliothek der Erzabtei St. Peter, frg. a Xu
25/23, in Salzburg in der zweiten Hälfte des 9. Jhdts. unter

123 Darauf scheint auch die in einigen Handschriften vorgenommene


Aufgliederung in Interrogatio und Responsio (diese Titel stehen meist in ru-
brica) hinzuweisen.
Einleitung 57

Erzbischof Adalram geschrieben124; enthält nur die Passage


von 2, 42, 15 (utsi) bis 2, 43, 31 (compleaturquae).
1 Oxford, Bodleian Library, Laud. misc. 192, 11. Jhdt.; ist
der älteste komplett erhaltene Vertreter der Exzerpt-Hand
schriften.
Eine - sicher keineswegs vollständige - Liste weiterer der
artiger Codices ist auf S. 37 zu finden.

124 S. B. Bischoff, Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliothe


ken in der Karolingerzeit; Bd. 2: Die vorwiegend österreichischen Diöze
sen, Wiesbaden 1980, 143.
58 Einleitung

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Einleitung 59

Die neuzeitlichen Editionen

Aus der Neuzeit liegen folgende Editionen von GenMan vor:


Amerbach: Basel Q. Amerbach), 1505/1506, vol. I, pars II
Erasmus: Basel (Froben), 1528/1529, vol. I
Lovanienses: Antwerpen (Plantin), 1576/1577, vol. I125
Mauriner: Paris (Muguet), 1679/1700, tom. I
Migne: Paris, 1841/1842, Patrologiae Latinae tom. 34.
Wie stark der Einfluß des durch die Zisterzienser-Redak
tion126 normierten Textes war, zeigt sich deutlich an der frü
hesten Edition: etwa zwei Drittel aller Textvarianten finden
nur oder zumindest auch in Codex S Parallelen, wenn dieses
Exemplar auch sicher nicht als Leithandschrift der Amerbach-
Edition in Frage kommt. Ferner scheint für die Textkonstitu
tion eine der Familie ¥ nahestehende Handschrift von Bedeu
tung gewesen zu sein.
Die mehr als 250 Stellen, an welchen der Erasmus-Text oft
gegen die Majorität der Codices mit der Amerbach-Edition
übereinstimmt, legen die Vermutung nahe, daß Erasmus die
(wie seine eigene) in Basel gedruckte Ausgabe intensiv be
nützte. Abweichungen von dieser sind hauptsächlich den Fa
milien ß und y sowie einem der Handschrift S sehr ähnlichen
Codex zuzurechnen. Nicht auszuschließen ist, daß Erasmus
die Handschrift Bamberg, Patr. 11 (11.-12. Jahrhundert)
kannte127.
Die Lovanienser-Ausgabe basiert, abgesehen von den zwei
früheren Editionen128, auch auf selbständigen Handschriften

125 Benutzt wurde die editio auctior, Paris 1651.


126 Siehe S. 55.
127 Cf. 2, 1, 5; 2, 12, 22.
128 Die Übereinstimmungen mit der Erasmus-Edition sind sehr zahl
reich; nur an drei Stellen (2, 23, 20; 2, 29, 17; 2, 30, 11) geht der Text der
Lovanienser mit der Ausgabe von Amerbach und gegen jene des Erasmus.
60 Einleitung

kollationen; von besonderer Bedeutung scheinen Codices ge


wesen zu sein, die L, F, *¥ sowie den Zisterzienserhandschrif
ten T und S nahestanden. Mit einiger Sicherheit war den Edi
toren Codex B oder eine Abschrift davon bekannt129.
Wie sehr die Edition der Mauriner von der zuvor genann
ten der Lovanienser abhängt, zeigt sich schon daran, daß sie
ihr an etwa 50 Stellen - zum Teil gegen den handschriftlichen
Befund - folgt. Trotzdem ist der Fortschritt in der Textkon
stitution nicht zu übersehen, gelang doch erstmals infolge um
fangreicher Kollationen eine gewisse Emanzipierung vom Zi
sterzienser-Text. Von den 16 Codices, die für die Edition be
nützt wurden130, konnten die folgenden sieben mit großer Si
cherheit identifiziert werden131:
„Regius codex": Paris, Bibl. Nationale, Lat. 1924 (= V)
„Theodoricensis": Reims, Bibl. Municipale, 395 (= R)
„Martinensis": Paris, Bibl. Nationale, Lat. 16725 (12. Jhdt.)
„Audoensis": Rouen, Bibl. Municipale, 476 (12. Jhdt.)
„Regio-Montensis": Boston, Museum of Fine Ans, Ms.
09.331 (13. Jhdt.)
„Christinaeanus": Vaticano, Reg. Lat. 107 (11. Jhdt.)
„Vedastinus": Arras, Bibl. Municipale, 814 (463; 13. Jhdt.).
Bei dem als „C isterciensis" bezeichneten Codex handelt es sich
um einen - nicht näher bestimmbaren - engen Verwandten
der Handschriften Heiligenkreuz 196 (= S) und Dijon, Bibl.
Municipale, 140 (12. Jhdt.).

129 Cf. 1, 43, 1; 2, 17, 12; 2, 30, 10.


130 „Castigati sunt (hi duo libri) ad Regium codicem an. fere 1000, et
ad optimae notae Mss. Theodoricensem, Gemmeticensem, Martinensem,
Audoensem, Pratellensem, Casalensem, Arnulfensem, Cisterciensem, Re-
gio-Montensem, duos Victorinos, Sorbonicum, Christinaeanum, Vedasti-
num, Vaticanum" (PL 34, 171).
131 Die Identifizierungen gehen großteils auf P. Abulesz (wie Anm. 7),
p. Vn-Vm, zurück.
Einleitung 61

In der Patrologia Latina schließlich wurde der Mauriner-


Text an zwölf Stellen geändert132; die meisten dieser Abwei
chungen sind als Verbesserungen zu werten.

Zur Gestaltung der vorliegenden Edition

Angesichts der bereits im Frühmittelalter relativ breiten


Überlieferung konnten weder alle alten Handschriften berück
sichtigt noch alle variae lectiones der berücksichtigten Hand
schriften angegeben werden. Für die Auswahl der Codi
ces waren folgende Kriterien ausschlaggebend: Handschrif
tengruppen sollten durch jene Codices dokumentiert sein, die
am ehesten geeignet erschienen, das gesamte Spektrum einer
Gruppen-Tradition zu repräsentieren und somit Rückschlüsse
sowohl auf den Subarchetypus als auch auf die Entwicklung
der Überlieferung zu ermöglichen. Dabei wurde jenen Codi
ces der Vorzug gegeben, die noch vor der weitgehenden Kon
taminierung der Familien im Hoch- und Spätmittelalter ge
schrieben wurden. Denselben Grundsätzen folgt die Anlage
des kritischen Apparats; Sonderlesarten einzelner
Handschriften, die das Ergebnis eines offenkundigen Ab-
schreibfehlers sind, wurden nur dann dokumentiert, wenn
auch andere Codices an derselben Stelle - sei es infolge einer
schlecht lesbaren Vorlage, sei es infolge einer Verständnis
schwierigkeit - Varianten aufweisen. Schließlich wurden die
für die einzelnen Handschriften jeweils typischen Fehler, etwa
Unsicherheit bei üblicherweise gekürzten Wörtern oder
Transpositionen, nur exemplarisch dokumentiert. Die ge
nannten Prinzipien wurden lediglich an jenen Stellen nicht an
gewendet, an welchen in den Text Konjekturen aufgenommen

132 1, 2, 21; 2, 1, 21; 2, 2, 22; 2, 3, 17; 2, 5, 14; 21; 2, 16, 28; 2, 22, 23; 2,
29, 3; 2, 36, 1; 2, 38, 34; 2, 41, 2.
62 Einleitung

wurden: Hier soll der vollständige Apparat dem Benutzer eine


kritische Stellungnahme erleichtern. Dasselbe gilt für Bibelzi
tate: Da in GenMan nicht wenige Schriftzitate das erste Mal
innerhalb des augustinischen CEuvres belegt sind, Gen. 2, 4 -
3, 24 sogar in einer in der lateinischen Tradition nicht paralle-
lisierbaren Textfassung vorliegt (2, 1-2), wurden auch in die
sen Fällen die variae lectiones nach Möglichkeit vollständig an
geführt. - Im Similienapparat finden sich nur jene Stellen,
die von Augustinus im Text zitiert bzw. von ihm direkt oder
indirekt verwertet wurden. Diese Stellen sind gemeinsam mit
jenen, die für die Nachwirkung von GenMan bei späteren Au
toren aufschlußreich sind, im Index locorum similium
dokumentiert. Der Index rerum et locutionum nota-
bilium will den Benutzer über auffällige lexikalische sowie
grammatikalische Phänomene informieren und ihm eine ra
sche Orientierung über die wichtigsten exegetischen Ansätze
ermöglichen, die oft über weite Passagen konstitutiv sind. We
gen der Fülle des Materials konnten die einzelnen Elemente
der manichäischen Kritik am Schöpfungsbericht nicht berück
sichtigt werden; das Auffinden dieser Stellen ist jedoch mit
Hilfe des Index nominum unproblematisch.
Bezüglich der lateinischen Orthographie bewegt sich
ein Editor zumeist auf höchst unsicherem Boden. Da die
handschriftliche Überlieferung erst im neunten Jahrhundert
einsetzt, läßt sich aus ihr kein Hinweis auf die etwa 400 Jahre
zuvor übliche Schreibung gewinnen. Nur in wenigen Fällen
können objektive Kriterien zu einer Entscheidung verhelfen;
zu diesen ist beispielsweise die Information des Marius Vic-
torinus zu zählen, daß bei Komposita assimilierte Formen
bevorzugt würden133. Für die Schreibung von intellegere, in-
tellegentia etc. (statt intelligere, intelligentia) war der rhetorisch

133 Cf. gramm. 4, 64-69 (ed. I. Mariotti, Florenz 1967, 81f.; GLK VI,
18f.).
Einleitung 63

wirkungsvoll eingesetzte Reim von caedere, credere und intel


legere (1, 8, 19sq.) ausschlaggebend. Da die Etymologisierung
von Manich(a)eus in Aug., c. Faust. 19, 22134, die von Knöll135
als Argument für die Schreibung Manicheus vorgebracht
wurde, nur einen Beleg für die monophthongierte Aussprache
von -ae-, nicht aber für die Orthographie liefert136, wurde in
diesem wie auch in anderen Fällen die allgemein übliche bzw.
die klassische Schreibweise gewählt.

Sic enim mihi quidam vestrum exposuit, cur appellatus sit Manichaeus,
ut scilicet in Graeca lingua tamquam manna fundere videretur, quia graece
fundit /efdicitur ... nequeenim addidistis in parte priore nominis unam litte-
ram, ut agnosceretur manna, sed addidistis in posteriore duas syllabas, non ap-
pellantes Mannicheum, sed Manichaeum, ut nihil aliud vobis ... nisi insaniam
fundere sonaret (Orthographie nach CSEL 25).
135 P. Knöll, Zu den Confessiones des Augustinus, Serta Harteliana,
Wien 1896, 137-141 (139f.).
136 Außerdem erscheint es problematisch, eine Etymologie, die offen
sichtlich in polemischer Absicht vorgetragen wurde, als Beweis zuzulassen.
64 Einleitung

Abkürzungen

Für antike Autoren und deren Werke wurden die Siglen


des Thesaurus linguae Latinae verwendet. Zeitschriften sind
nach „L'annee philologique" abgekürzt. Im Similienapparat
und im kritischen Apparat werden folgende Abkürzungen ge
braucht:

ac. (ante correctionem) mg. (in margine)


add. (addidit/addiderunt) om. (omisit/omiserunt)
cett. (ceteri codices) p. (pagina/paginae)
cf. (confer) pc. (post correctionem)
cod(d). (codex/codices) saec. (saeculo)
corr. (correxit) sec. LXX (secundum
del. (delevit) Septuaginta)
des. (desinit/desinunt) sl. (supra lineam)
ed(d). (editio/editiones) sq(q). (sequens/sequentes)
fol. (folium/folia) tit. (titulus)
inc. (incipit/incipiunt) tr. (transposuit/transposuerunt)
lin. (linea/lineae) v. (vide)
CONSPECTUS CODICUM
H - Harleianus 3039, saec. IX
O - Parisinus lat. 1923 olim Obrechtensis, saec. IX-X
O* - Parisinus lat. n.a. 1447, saec. X-XI (adhibetur his locis, ubi deest O)
L - Lincolniensis bibl. cath. 13, saec. XI
F - Parisinus lat. 1925 olim Fulcardimontensis, saec. Xu
a - consensus codicum HOLF
V - Parisinus lat. 1924 olim Veronensis, saec. IX
K - Coloniensis bibl. eccl. metrop. 74, saec. IX
E - Lugdunensis bibl. mun. 609, saec. IX
D - Monacensis lat. 3824 olim Augustaeus, saec. IX
ß - consensus codicum VKED
G - Leidensis Vossianus lat. F 114, saec. X
N - Mantuanus E.V. 14, saec. X-XI
C - Caroliruhensis Augiensis perg. 187, saec. IX
y - consensus codicum G NC
0 - consensus familiarum aß y

A - Andegavensis 179 olim Albini, saec. IX


R - Remensis 395, saec. X-XI
B - Bruxellensis bibl. reg. 9349-54, saec. XI
V = consensus codicum ARB

Codices contaminati
M - Parisinus lat. 2077 olim Moysiacensis, saec. IX
T - Trecensis 40/1, saec. Xu
S - Sancruciensis 196, saec. Xu

Excerpta
c - Parisinus lat. 13373 olim Corbeiensis, saec. IX (inc. 2, 43, 8)
s - Salisburgensis S. Petri a XH 25/23, saec. IX (inc. 2, 42, 15)
/ - Oxoniensis Laudianus misc. 192, saec. XI (inc. 2, 42, 4)

Conspectus editionum
am - ed. Amerbacensis (1505/6) er - ed. Erasmiana (1528/9)
lo - ed. Lovaniensis (1576/7) maur - ed. Maurina (1679-1700)
mi - ed. a Migne parata (Patrologia Latina; 1841-1842)
ma - consensus edd. Maurinae et Mignianae
LIBER PRIMUS

1. Si eligerent Manichaei quos deciperent, ehgeremus et nos


verba quibus eis responderemus; cum vero illi et doctos litte-
ris et indoctos errore suo persequantur et, cum promittunt
veritatem, a veritate conentur avertere, non ornato politoque
sermone, sed rebus manifestis convincenda est vanitas eorum. 5
Placuit enim mihi quorundam vere Christianorum sententia,
qui cum sint eruditi liberalibus litteris, tamen alios libros no-
stros quos adversus Manichaeos edidimus cum legissent, vide-
runt eos ab imperitioribus aut non aut difficile intellegi et me
benevolentissime monuerunt, ut communem loquendi con- 10
suetudinem non desererem, si errores illos tam perniciosus ab
animis etiam imperitorum expellere cogitarem. Hunc enim
sermonem usitatum et simplicem etiam docti intellegunt, il-
lum autem indocti non intellegunt.
2. Solent ergo Manichaei scripturas veteris testamenti quas
non noverunt vituperare et ea vituperatione infirmos et par-
vulos nostros non invenientes, quomodo sibi respondeant, ir-
ridere atque decipere, quia nulla scriptura est, quae non apud

1,1 si - deciperent] retract. 1, 10, 10

tit.: de genesi contra manicheos HCT, contra manicheos O* K E D B R,


de creatione sex dierum add. Dpc, contra manicheos super genesim F, de
genesi ad litteram contra manicheos V, liber exameron in genesi contra ma
nicheos unde solent nobis facere quaestiones G, adversus manicheos A, in
genesi contra manicheos M, super genesim ad figuram contra manicheos S
1,2 eisom.GN 4 conantur yM 5 eorum vanitas tr. WT 9 aut non
om. A Bpc. | non] vix R, lo 10 monuerunt] noverunt (et Gpc.) persua-
dere coeperunt G N 11 illorum G N, om. Rac, illius M 12-14 hunc -
intellegunt om. R 13 docti] docti indoctique L F, indocti A B TS 14 in
docti] et docti A B, nisi docti T, docti S
2,1 ergo] enim V G N, etiam M 4 atque] et am | aoaom.GN
68 Liber primus

5 eos qui illam non intellegunt facile possit reprehendi. Sed ideo
divina Providentia multos diversi erroris haereticos esse per-
mittit, ut, cum insultant nobis et interrogant nos ea quae ne-
scimus, vel sic excutiamus pigritiam et divinas scripturas nosse
cupiamus. Propterea et apostolus dicit: oportet multas haereses
10 esse, ut probati manifesti fiant inter vos. Hi enim deo probati
sunt qui bene possunt docere, sed manifesti hominibus esse
non possunt nisi cum docent; docere autem nolunt nisi eos
qui quaerunt. Sed multi ad quaerendum pigri sunt, nisi per
molestias et insultationes haereticorum quasi de somno exci-
15 tentur et de imperitia sua erubescant sibi et de illa imperitia
periclitari se sentiant. Qui homines si bonae sunt fidei, non ce-
dunt haereticis, sed quid eis respondeant, diligenter inquirunt;
nec eos deserit deus, ut petentes accipiant et quaerentes inveni-
ant et pulsantibus aperiatur. Qui autem desperant se posse in
20 catholica disciplina invenire quod quaerunt, atteruntur errori-
bus, sed si perseveranter inquirunt, ad ipsos fontes a quibus
aberraverant post magnos labores fatigati atque sitientes et
paene mortui revertuntur.
II. 3. Primum ergo librum veteris testamenti, qui inscribitur
Genesis, sic solent Manichaei reprehendere: Quod scriptum
est: in principio fecit deus caelum et terram, quaerunt in quo
principio et dicunt: si in principio aliquo temporis fecit deus
5 caelum et terram, quid agebat, antequam faceret caelum et ter

2, 9sq. I Cor. 11, 19 18sq. cf. Matth. 7, 7


3, 3 Gen. 1, 1

2,7 etom.GNM 9 dicit] aix R | multas om. K E D M, er lo ma 10 hi]


Uli lo ma 13 qui] doceri add. ABS, edd. 15 de1] in R | sua om. R \
imperitia2] sua add. A B M, lo ma 16 si] sibi E N B M | boni Kpc. E
Gac. | credunt am er, concedunt lo 19 aperiantur Kac. Cac. Mac. 21
sed coniecit Primmer, et codd., edd. \ perseverantem Cac, perseverantes
T | iom.GNMpc. 22 aberraverunt K E C, mi, oberraverant G 23 re-
venenxwKE DARMS
I, 2 - n, 3 69

ram, et quid ei placuit subito facere, quod numquam antea fe-


cerat per tempora aeterna? His respondemus deum [in princi-
pio] fecisse caelum et terram non in principio temporis, sed in
Christo, cum verbum esset apud patrem, per quod facta et in
quo facta sunt omnia. Dominus enim noster Iesus Christus, 10
cum eum Iudaei quis esset interrogassent, respondit: principi
um quod et loquor vobis. Sed etsi in principio temporis deum
fecisse caelum et terram credamus, debemus utique intellegere
quod ante principium temporis non erat tempus. Deus enim
fecit et tempora, et ideo antequam faceret tempora, non erant 15
tempora. Non ergo possumus dicere fuisse aliquod tempus,
quando deus nondum aliquid fecerat. Quomodo enim erat
tempus quod deus non fecerat, cum omnium temporum ipse
sit fabricator? Et si tempus cum caelo et terra esse coepit, non
potest inveniri tempus, quo deus nondum fecerat caelum et 20
terram. Cum autem dicitur: quid ei subito placuit?, sic dicitur
quasi aliqua tempora transierint quibus deus nihil operatus
est. Non enim transire poterat tempus quod nondum fecerat
deus, quia non potest esse operator temporum nisi qui est ante
tempora. Certe et ipsi Manichaei legunt apostolum Paulum et 25
laudant et honorant et eius epistolas male interpretando mul-

3, 9sq. cf. loh. 1, 2sq. llsq. loh. 8, 25

3, 6 et om. G N | subito placuit tr. S, edd. | facere subito tr. G N | ante


F D G NR M | fecerat] facerat K E, faceret Gac. Cac. Mac. 7 respon-
debimus G N \ in principio delevit Primmer 9 quod] quae Kpc. E, quo
M, quem Spc. | facta om. G N, sunt add. R Mac. 10 dominus] deus VT
11 qui G | interrogarent G N Sac. \ interrogassent quis esset tr. V, edd.
12 quod] qui O* L G NR Bac. M TS, am, quia ma \ etsi] si Gac. M, et C
R ac. | in principio] principium G N | deum] secundum quosdam F 15
et1 om. AR 15 sq. et ideo - tempora om. G N 16 ergo] enim y, ego R ac.
18 tempus om. K E | deus om. G N 19 si]skKE 20 quod ß G Cac. M,
quando R Bac, quia Bpc. \ nondum] non Kac. Mac. 21 placuit subito tr.
GNS, edd. 22 transierunt Gac. N 23 est] sit R B 25 et ipsi om. G N
70 Liber primus

tos decipiunt; dicant ergo nobis, quid dixerit apostolus Pau


lus: agnitionem veritatis quae est secundum pietatem dei in spem
vitae aeternae, quam promisit non mendax deus ante tempora
30 aeterna. Aeterna enim tempora quid ante se habere potuerunt?
Hoc ergo cogantur exponere, ut intellegant se non intellegere,
cum temere volunt reprehendere quod diligenter quaerere de-
buerunt.
4. Si autem non dicunt: quid placuit deo subito facere cae-
lum et terram?, sed tollunt inde 'subito' et hoc tantum dicunt:
quid placuit deo facere caelum et terram? - non enim coae-
vum deo mundum istum dicimus, quia non eius aeternitatis
5 est hic mundus, cuius aeternitatis est deus; mundum quippe
deus fecit, et sic cum ipsa creatura quam fecit deus tempora
esse coeperunt, et ideo dicuntur aeterna tempora. Non tamen
sic sunt aeterna tempora, quomodo aeternus est deus, quia
deus est ante tempora qui fabricator est temporum; sicut om-
10 nia quae fecit deus bona sunt valde, sed non sic bona sunt,
quomodo bonus est deus, quia ille fecit, haec autem facta sunt;
nec ea genuit de seipso, ut hoc essent quod ipse est, sed ea fecit
de nihilo, ut non essent aequalia nec ei a quo facta sunt nec
filio eius per quem facta sunt; iustum est enim. - Si ergo isti
15 dixerint: quid placuit deo facere caelum et terram?, responden-

3, 28-30 Tit. 1, lsq.


4, 9sq. cf. Gen. 1, 31

3, 27 Paulus apostolus tr. C | Paulus om. M 28 agnitionemque F, agni-


tione G 30 potuerint R ac.M 32 volueruntGN
4, 1 subito deo tr. ß 2 et2] ut L F Bpc. | dicant L F Bpc. 3 coaevum]
aevum G N 4 istum mundum tr. G N 6 deus fecit] fecit deus tr. S,
edd. | si HO* K E D G Mac. TS, am, sicut V \ cumom.AR \ deus
fecit tr. S, edd. 7 tempora aeterna tr. edd. 8 est om. G N 9 factor C S,
am 11 deusom.GN \ quia ille] ille qui ea G, qui illa NA B S, am er lo,
quieaÄ 13 de] ex G N 14 iustus HO*ßG C WM, am er lo (cf. vera re-
lig. 175) 14sq. dixerint isti tr. KE
n, 3 - m, 5 71

dum est eis, ut prius vim discant voluntatis humanae qui


voluntatem dei nosse desiderant. Causas enim voluntatis dei
scire quaerunt, cum voluntas dei omnium quae sunt ipsa sit
causa. Si enim habet causam voluntas dei, est aliquid quod an-
tecedat voluntatem dei, quod nefas est credere. Qui ergo dicit: 20
quare fecit deus caelum et terram?, respondendum est illi: quia
voluit. Voluntas enim dei causa est caeli et terrae, et ideo
maior est voluntas dei quam caelum et terra. Qui autem dicit:
quare voluit facere caelum et terram?, maius aliquid quaerit
quam est voluntas dei; nihil autem maius inveniri potest. 25
Compescat ergo se humana temeritas et id quod non est non
quaerat, ne id quod est non inveniat. Et si voluntatem dei nos
se quisque desiderat, hat amicus deo, quia si voluntatem homi
nis nosse vellet, cuius amicus non esset, omnes eius impuden-
tiam aut stultitiam deriderent. Non autem quisque efficitur 30
amicus dei nisi purgatissimis moribus et illo fine praecepti, de
quo apostolus dicit: finis autem praecepti est caritas de corde
puro et conscientia bona etfide nonficta; quod isti si haberent,
non essent haeretici.
EL 5. Quod autem sequitur in Hbro Geneseos: terra autem erat
invisibilis et incomposita, sic reprehendunt Manichaei ut di-
cant: quomodo fecit deus in principio caelum et terram, si iam

4, 32sq. I Tim. 1, 5
5, lsq. Gen. 1, 2

4,16 vim om. HC \ diaatLN | discant vim tr. G N S, edd. 17 enim]


et A R | voluntatem AR 19 enim habet] autem habent G N | volun
tatis/? N 21 illi om. G N, ei Parisinus lat. 16725, edd. 26 se ergo tr. ß 27
est] non est V Gac. N, om. Cac. 28 quisquis M, quis S, quisquam edd. \
dei 0*GNB | quia si] quasi Cac. A ac. Mac. 29 nosse] quis add. A, quis
que add. R BT, quisquam add. lo ma \ omnem AR 30 aut] atque ß, ac S,
edd. | desideret Aac, despiceret Apc, derideret R, inriderent M \ quis
quam Laurentianus S. Marci 597, edd.
5, 1 autem om. am er 2-4 sic - incomposita om. NM 3 iam] et add. ma
72 Liber primus

terra erat invisibilis et incomposita? Ita cum volunt scripturas


5 divinas prius vituperare quam nosse, etiam res apertissimas
non intellegunt. Quid enim manifestius dici potuit quam hoc?
Dictum est: in principio fecit deus caelum et terram; terra autem
erat invisibilis et incomposita, id est: in principio fecit deus
caelum et terram, terra autem ipsa quam fecit deus, invisibilis
10 erat et incomposita, antequam deus omnium rerum formas lo-
cis et sedibus suis ordinata distinctione disponeret, antequam
diceret: fiat lux, et fiat firmamentum, et congregentur aquae, et
appareat arida, et cetera quae in eodem libro per ordinem sic
exponuntur, quemadmodum possint ea parvuli capere; quae
15 omnia continent tam magna mysteria, ut quisquis ea didicerit
omnium haereticorum vanitatem vel doleat quia homines
sunt, vel derideat quia superbi sunt.
6. Sequitur in eodem libro: et tenebrae erant super abyssum.
Quod Manichaei reprehendunt dicentes: in tenebris ergo erat
deus, antequam faceret lucem? Vere ipsi sunt in tenebris igno-
rantiae et ideo non intellegunt lucem, in qua deus erat, ante-
5 quam faceret istam lucem. Non enim norunt isti lucem nisi
quam carneis oculis vident, et ideo istum solem, quem pariter
non solum cum bestiis maioribus, sed etiam cum muscis et
vermiculis cernimus, illi sic colunt, ut particulam dicant esse
lucis illius in qua habitat deus. Sed nos intellegamus aliam esse

5, 7sq. Gen. 1, lsq. 12 Gen. 1, 3; Gen. 1, 6; Gen. 1, 9 13 Gen. 1, 9


6, 1 Gen. 1, 2

5,4 itaque yARMT 6 quam]cum/o | hoc] quod a^. 0*FMsl. 7 deusom.


KD 7-9 terra - terram om. Cac. S 14 exponenturi) | sic exponuntur per
ordinem tr. edd. 1 4 possunt HNM T 1 6 vanitates G N, errores R
6, 1 eodem] illo ß y WM | et om. LF 2 ergo om. H 3 lumen O* 4
ideo] ipse Gac, ipsi Gpc. N, qui C 5 noverunt NR BM 6 quam] quae
Aac. T | videt Gac, videtur T 8 si Cac. Mac. 9 nos] non sic Kpc. E
9sq. lucem esse tr. Salisburgensis S. Petri a VII 31, edd.
m, 5 - rv, 7 73

lucem in qua deus habitat, unde est illud lumen, de quo in 10


evangelio dicitur: erat lumen verum quod illuminat omnem ho-
minem venientem in hunc mundum. Nam solis istius lumen
non illuminat omnem hominem, sed corpus hominis et mor-
tales oculos, in quibus nos vincunt aquilarum oculi, qui solem
istum multo melius quam nos dicuntur aspicere. Illud autem 15
lumen non irrationabilium avium oculos pascit, sed pura cor-
da eorum, qui deo credunt et ab amore visibilium rerum et
temporalium se ad eius praecepta implenda convertunt; quod
omnes homines possunt si velint, quia illud lumen omnem ho
minem illuminat venientem in hunc mundum. Ergo tenebrae 20
erant super ahyssum, antequam lux ista fieret, de qua conse-
quenter hoc loco dicitur.
IV. 7. Et dixit deus:fiat lux, quia ubi lux non est, tenebrae sunt,
non quia aliquid sunt tenebrae, sed ipsa lucis absentia tenebrae
dicuntur, sicut silentium non aliqua res est, sed ubi sonus non
est silentium dicitur, et nuditas non aliqua res est, sed in cor
pore ubi tegumentum non est nuditas dicitur, et inanitas non 5
est aliquid, sed locus ubi corpus non est inanis dicitur; sic te
nebrae non aliquid sunt, sed ubi lux non est tenebrae dicun
tur. Hoc ideo diximus, quia solent dicere: unde erant ipsae te
nebrae super abyssum, antequam deus faceret lucem? Quis il-
las fecerat vel genuerat aut, si nemo fecerat vel genuerat eas, 10

6, llsq. loh. 1, 9 15-19 illud - velint] retract. 1, 10, 2 19sq. loh. 1, 9


20sq. Gen. 1, 2
7,1 Gen. 1,3

6, 11 dich G, legitur C T, lo ma, om. M, loquitur S, am er 13 omnem om.


HßyVM 16 irrationalium//0*/?il/7' | avium] animalium am er lo \
oculos avium tr. ß 17 et2om.A,acRB 18 complendaÄA/, servanda am er lo
19 lumen] est lumen quod N 19sq. illuminat omnem hominem tr. y
7, 4 aliqua res non est tr. S, edd. | sed] et add. F 6 non] vacuum G N \
inanitas G N S, am er lo 8 ideo] ut H, idem R, om. Mac. \ dicimus C, lo
ma 9 faceret deus tr. F S, edd. 10 vel1] aut B \ vel2] vel unde V, aut B
74 Liber primus

aeternae erant tenebrae? - quasi aliquid sint tenebrae; sed, ut


dictum est, lucis absentia hoc nomen accepit. Sed quia ipsi fa-
bulis suis decepti crediderunt esse gentem tenebrarum, in qua
et corpora et formas et animas in illis corporibus fuisse arbi-
15 trantur, ideo putant quod tenebrae aliquid sint et non intelle-
gunt non sentiri tenebras nisi quando non videmus, sicut non
sentitur silentium nisi quando non audimus. Sicut autem si-
lentium nihil est, sic et tenebrae nihil sunt. Sicut autem isti di-
cunt gentem tenebrarum contra dei lucem pugnasse, sic potest
20 et alius similiter vanus dicere gentem silentiorum contra dei
vocem pugnasse. Sed illas vanitates modo non suscepimus re-
fellere atque convincere. Nunc enim ea quae reprehendunt in
veteri testamento statuimus defendere, quantum vires domi
nus praestare dignatur, et in eis ostendere contra veritatem dei
25 nihil valere hominum caecitatem.
V. 8. Quod autem scriptum est: et Spiritus dei superferebatur
super aquam, sic solent Manichaei reprehendere, ut dicant:
aqua ergo erat habitaculum spiritus dei et ipsa continebat spi-
ritum dei? Totum conantur perversa mente pervertere et ex-
5 caecantur malitia sua. Cum enim dicimus: sol superfertur su
per terram, numquid hoc intellegi volumus, quod in terra sol
habitet et terra solem contineat? Et tamen non sic spiritus dei

8, lsq. Gen. 1, 2 4sq. excaecantur - sua] cf. Sap. 2, 21

7,11 sunt VKac. | sicut VT 12 accipit£Ci?Ä | ipsi] illi G N 13


gentem esse tr. M, ma \ in om. K E D 14 illius lo 15 sunt Aac. 16sq.
sicut - audimus om. A 17 sentiri L F, sentimus R | audivimus Dac, au-
diamus C 19 lucem dei tr. edd. 20 et om. O* L F'S, am 20sq. vocem
dei tr. edd. 21 sufficimus G N, suscipimus C 22 enim] autem G N, om. T
24 voluntatem^/
8,1 dominiÄ'£iV | ferebatur O* L F yMpc. T S, am 2 aquas yA R M
T | sic om. AR 3 spiritus om. GN 4 totum] ergo add. am er lo 5 di-
citur A | fertur FMpc. 6 haec V, om. W,erlo 6sq. habitet sol tr. edd.
IV, 7 - V, 9 75

superferebatur super aquam, sicut superfertur sol super ter-


ram, sed alio modo quem pauci intellegunt. Non enim per
spatia locorum superferebatur aquae ille spiritus, sicut terrae 10
sol superfertur, sed per potentiam invisibilis sublimitatis suae.
Dicant autem nobis isti, quomodo his rebus quae fabricandae
sunt superferatur voluntas fabri. Quodsi haec humana et cotti-
diana non comprehendunt, timeant deum et simplici corde
quod non intellegunt quaerant, ne, cum volunt verbis sacrile- 15
gis concidere veritatem quam videre non possunt, redeat illis
securis in crura. Nam illa concidi non potest quae incommuta-
bilis manet, sed quaecumque plagae in illam emissae fuerint,
repercutiuntur et maiore ictu redeunt in eos qui caedere au-
dent quod credere deberent, ut intellegere mererentur. 20
9. Deinde quaerunt et insultando interrogant: unde erat
ipsa aqua super quam ferebatur spiritus dei? Numquid enim
superius scriptum est quod deus aquam fecerit? Hoc si pie
quaererent, invenirent quemadmodum intellegendum esset:
non enim aqua sic appellata est hoc loco, ut haec a nobis intel- 5
legatur quam videre iam et tangere possumus, quomodo nec
terra, quae invisibilis et incomposita dicta est, talis erat qualis

8, 16sq. redeat - crura] cf. Otto, Sprichwörter, s. v. crus 1.

8,8 superferebatur] ferebatur yMpc. | aquas G N R B | sicut - terram


om.KE | superferebatur Mac, ferturAfpc, om. R 10 üYiRB lOsq. sol
terrae tr. er lo ma 11 superfertur sol tr. V 12 his] iis lo ma 13 super
ferebatur V, superfertur L Mpc, superponantur Cac, superponatur Cpc,
superferebantur Mac. 14 dominum WM, om. Sac. 16 conscindere T 17
concludi V, conscindi T 19 repercutiuntur] se percutiunt N, quae percu-
tiant ART \ et om. ART \ credere y 20 debuerunt G, non debuerunt
N, debent M
9, 2 superferebatur R BT 5 intellegatur a nobis tr. S 6 iam] etiam L F
C,om.GM | possumus et tangere tr. edd. 7 incomposita et invisibilis tr.
S, edd. | dicta est] erat A R
76 Liber primus

ista quae iam videri et tractari potest; sed illud quod dictum
est: in principiofecit deus caelum et terram, caeli et terrae nomi-
10 ne universa creatura significata est quam fecit et condidit deus.
Ideo autem nominibus visibilium rerum haec appellata sunt
propter parvulorum infirmitatem, qui minus idonei sunt invi-
sibilia comprehendere. Primo ergo materia facta est confusa et
informis, unde omnia fierent quae distincta atque formata
15 sunt, quod credo a Graecis chaos appellari. Sic enim et alio lo-
co legimus dictum in laudibus dei: quifecisti mundum de mate
ria informi, quod aliqui codices habent 'de materia invisa'.
VI. 10. Et ideo deus rectissime creditur omnia de nihilo fecisse,
quia, etiamsi omnia formata de ista materia facta sunt, haec
ipsa tamen materia de omnino nihilo facta est. Non enim de-
bemus esse similes istis, qui omnipotentem deum non credunt
5 aliquid de nihilo facere potuisse, cum considerant fabros et
quoslibet opifices non posse aliquid fabricare nisi habuerint
unde fabricent: et ligna enim adiuvant fabrum, et argentum
adiuvat argentarium et aurum aurificem, et terra figulum adiu-
vat, ut possint perficere opera sua. Si enim non adiuventur ea
10 materia unde aliquid faciunt, nihil possunt facere, cum mate-
riam ipsam non ipsi faciant. Non enim faber facit lignum, sed

9,9 Gen. 1,1 16sq. Sap. 11, 18

9, 8 ista] erat Cac, est ista Apc. | iam om. N | quod] iam add. M 10
deus et condidit tr. F 13 prima E G Nac, am er lo | enim G N R | in-
confusa Gac, incomposita N 15 alio] in alio G N Bac. 16 dictum legi
mus tr.RB
10, 2 etiam Vac. G 3 tarnen ipsa materia tr. R | materia tarnen fr. lo
ma | omnino de nihilo tr. Hmg. 0"'Cpc. M \ nihilo omnino tr. F WT 4
similes esse tr. R S 5 considerent G N 8 argentarium adiuvat tr. am er
lo | adiuvat2 om. S, am er lo 9 possit 0*LFGN VMT, edd. \ si enim
non] nisi enim G N 10 faciant Apc, om. Sac, aut facere volunt add. G,
aut fieri volunt add. N T 11 ipsi non tr. edd. \ faciunt yBM S, am \ lig
num facit tr. S, edd.
v,9-vn, 11 77

de ligno aliquid facit; sic et ceteri omnes huiusmodi opifices.


Omnipotens autem deus nulla re adiuvandus erat quam ipse
non fecerat, ut quod volebat efficeret. Si enim ad eas res quas
facere volebat, adiuvabat eum aliqua res quam ipse non fece- 15
rat, non erat omnipotens; quod sacrilegum est credere.
VE. 11. Informis ergo illa materia quam de nihilo deus fecit ap-
pellata est primo caelum et terra, et dictum est: in principio fe
cit deus caelum et terram, non quia iam hoc erat, sed quia hoc
esse poterat; nam et caelum postea scribitur factum. Quemad-
modum si semen arboris considerantes dicamus ibi esse radi- 5
ces et robur et ramos et fructus et folia, non quia iam sunt, sed
quia inde futura sunt, sic dictum est: in principio fecit deus cae
lum et terram, quasi semen caeli et terrae, cum in confuso ad-
huc esset caeli et terrae materia. Sed quia certum erat inde fu
turum esse caelum et terram, iam et ipsa materia caelum et ter- 10
ra appellata est. Isto genere locutionis etiam dominus loquitur
cum dicit: iam non dico vos servos, quia servus nescit quidfaciat
dominus eius. Vos autem dixi amicos, quia omnia quae audivi a
patre meo nota vobisfeci, non quia iam factum erat, sed quia
certissime futurum erat. Nam post paululum dicit illis: adhuc 15
multa habeo vobis dicere, sed non potestis portare modo. Utquid
ergo dixerat: omnia quae audivi a patre meo nota vobisfeci, nisi

11, 2sq. Gen. 1, 1 7sq. Gen. 1, 1 12-14 loh. 15, 15 15sq. loh. 16, 12
17 loh. 15, 15

10, 12 facit aliquid tr. edd. | omnes] homines CM, om. B 14 non om.KED
11,1 ergo om. KE 2sq. et2 - terram om. G NM 4 scribitur postea tr. S,
edd. 8 in confuso adhuc] adhuc in confuso tr. ß, inconfusa adhuc G NM
T, inconfusi adhuc C, inconfuse adhuc Aac, confusa adhuc Apc. Sac. 11
locutusest VT 12 dicam yA BMS, edd. 13 dico R | omnia om. O* \
quaecumque VN VTS, am er lo 14 nota vobis feci] nota feci vobis tr. O*
L FR BT S, edd., nuntiavi vobis A | iam om. yM 16 dicere vobis tr. L ß
yRBMTS | potestis] ea add. R B 17 quaecumque W T feci vobis tr. F
NR B TS, er lo ma I nisi om. A
78 Liber primus

quia se sciebat hoc esse facturum? Sic etiam caelum et terra po-
tuit dici materia unde nondum erat factum caelum et terra, sed
20 tamen non aliunde faciendum erat. Innumerabiles tales locu-
tiones in scripturis divinis inveniuntur sicut in consuetudine
sermonis nostri, cum id (. . .), quod certissime futurum spera-
mus, dicimus: iam factum puta.
12. Hanc autem adhuc informem materiam etiam terram
invisibilem atque incompositam voluit appellare, quia inter
omnia elementa mundi terra videtur minus speciosa quam ce
tera; invisibilem autem dixit propter obscuritatem et incom-
5 positam propter informitatem. Eandem ipsam materiam etiam
aquam appellavit, super quam ferebatur spiritus dei, sicut su-
perfertur rebus fabricandis voluntas artificis. Quod etsi pauco-
rum intellegentia potest attingere, humanis tamen verbis ne-
scio utrum vel a paucis hominibus possit exponi. Propterea
10 vero non absurde etiam aqua dicta est ista materia, quia omnia
quae in terra nascuntur, sive animalia sive arbores vel herbae
et si qua similia, ab humore incipiunt formari atque nutriri.
Haec ergo nomina omnia, sive caelum et terra sive terra invisi-
bilis et incomposita et abyssus cum tenebris sive aqua, super
15 quam spiritus ferebatur, nomina sunt informis materiae, ut res
ignota notis vocabulis insinuaretur imperitioribus, et non uno
vocabulo, sed multis, ne, si unum esset, hoc esse putaretur

11,18 sciebat se tr. M S 19 factum erat tr. ß 20 aliunde erat faciendum


tr. C, erat aliunde faciendum tr. edd. | tales] huiusmodi L, om. O* F 21
consuetudine] est add. V 22 lacunam statuere malui (cf. p. 39); nam de eo
pro id num recte coniecerim (cf. WS 111, p. 218) dubito | speramus futurum
tr. edd. 23 puta factum tr. L \ putamus ß
12, 2 appellari G N 3 videbatur V 4 et om. O* 6 spiritus dei fere
batur tr. H 7 rebus om. G M, fabricae N \ fabricandi G NM 8 tamen]
autem A 9 posset Laurentianus S. Marci 597, lo 11 herba L F 12 atque
nutriri om. O* 13 nomina om. Cac. A T, am er 15 spiritus] dei add. y \
nomina sunt] omnia Aac, haec omnia Apc. \ materia/4 17 ne si] nam si
A R, nisi M \ putaretur esse tr. edd.
vn, n-vm.13 79

quod consueverant homines in ülo vocabulo intellegere. Dic


tum est ergo caelum et terra, quia inde futurum erat caelum et
terra; dicta est terra invisibilis et incomposita et tenebrae su- 20
per abyssum, quia informis erat et nulla specie cerni aut trac-
tari poterat, etiamsi esset homo qui videret atque tractaret;
dicta est aqua, quia facilis et ductilis subiacebat operanti, ut de
illa omnia formarentur. Sed sub his omnibus nominibus mate-
ria erat invisa et informis, de qua deus condidit mundum. 25
Vm. 13. Et dixit deus:futt lux. Et facta est lux. Hoc non solent re-
prehendere Manichaei, sed illud quod sequitur: et vidit deus lu-
cem quia bona est; dicunt enim: ergo non noverat deus lucem
aut non noverat bonum. Miseri homines, quibus displicet
quod deo placuerunt opera sua, cum videant etiam hominem 5
artificem, verbi gratia lignarium fabrum, quamvis in compara-
tione sapientiae et potentiae dei paene nullus sit, tamen tam
diu lignum caedere atque tractare dolando, asciando, planando
vel tornando atque poliendo, quousque ad artis regulas perdu-
catur quantum potest et placeat artifici suo. Numquid ergo 10
quia placet ei quod fecit, ideo non noverat bonum? Prorsus
noverat intus in animo, ubi ars ipsa pulchrior est quam illa
quae arte fabricantur; sed quod videt artifex intus in arte, hoc
foris probat in opere, et hoc est perfectum quod artifici suo

13, 1 Gen. 1, 3 2sq. Gen. 1, 4

12, 18 dicta y S 22 potest G N | viderat K E Dac, viderit Cac. \


atque] aut quae G, aut qui N 23 et ductilis] inductilis A R
13,2 lucem om.M 4 bonam S, am er lo 5 deo om. GNMac. | placue-
rint lo 6 comparationem G A 7 tarn om. M 7sq. tarn diu om. G N 9
quoadusque WT \ regulam O* A R T 10 potest] et placeatur add. A \
et] ut G NM | placet Dpc. C 1 1 ei om. A R \ quod] qui am er \ fach y
M 12 in om.O* T 13 fabncatur HO* VCpc. R \ vidit N Cac. M 14
foras Gac. Cac. M TSac.
80 Liber primus

15 placet. Vidit ergo deus lucem quia bona est: quibus verbis non
ostenditur eluxisse deo insolitum bonum, sed placuisse per-
fectum.
14. Quid si dictum esset: miratus est deus lucem quia bona
est? Quantum clamarent! quantum litigarent! Admiratio enim
revera de rebus insperatis nasci solet, et tamen legunt isti et
laudant in evangelio dominum Iesum Christum admiratum
5 esse fidem credentium. Quis autem in illis fecerat ipsam fidem
nisi ipse qui eam mirabatur? Quodsi et alius eam fecisset, ut-
quid miraretur qui praescius erat? Si solvunt Manichaei quae-
stionem istam, videant quia et illa solvi possunt. Si autem non
solvunt, quid ista reprehendunt quae ad se nolunt pertinere,
10 cum illa quae ad se pertinere dicunt non noverint? Quod enim
miratur dominus noster, nobis mirandum esse significat, qui
bus adhuc est opus sic moveri. Omnes ergo tales motus eius
non perturbati animi signa sunt, sed docentis magistri. Sic
sunt et verba veteris testamenti, quae non deum infirmum do-
15 cent, sed nostrae infirmitati blandiuntur. Nihil enim de deo
digne dici potest. Nobis tamen, ut nutriamur et ad ea perveni-
amus quae nullo humano sermone dici possunt, ea dicuntur
quae capere possumus.

13, 15 Gen. 1, 4
14, 4sq. cf. Matth. 8, 10

13,15 placeat C, placuit M 16 et luxisse G, luxisse A R | deum G N


14, 1 quid] quod M T, am er lo 4 in evangelium Gac. M, evangelium N,
om. edd. | dominum] nostrum add. aTS, edd. | Christum] in evangelio
add. edd. 5 illis] ipsis ß 7 in quid E, quid B, ut Mac. | miretur F, mira
tur Mac. | sie Aac.M 8 illa] illam N T \ solvere VT \ potest edd. 9
solvantÄ'£ 10 noverunt KED yBM 11 mirabatur S, am er lo \ noster
om.LFWTpc, non Tac. 12 opus est tr. 0*FER B TS \ moneri G N,
er, monere M \ eius om. A 13 sunt signa tr. edd. 16 dignum A R \
enutriamur C, nutriatur Mac, nutriatur fides S, am er lo 17 dici] recte di
ci C, nec dici W \ dicunt G N
Vm, 13- IX, 15 81

IX. 15. Et divisit deus inter lucem et tenebras, et vocavit deus


diem lucem et tenebras vocavit noctem. Hic non dictum est:
fecit deus tenebras, quia tenebrae, sicut superius dictum est,
lucis absentia est; distinctio tamen facta est inter lucem et tene
bras: quemadmodum nos clamando facimus vocem, silentium 5
autem non sonando facimus, quia cessatio vocis silentium est,
distinguimus tamen sensu quodam inter vocem et silentium et
illud vocamus vocem, illud silentium; - quemadmodum ergo
recte dicimur facere silentium, sic recte multis divinarum
scripturarum locis deus dicitur facere tenebras, quia lucem 10
quibus vult temporibus et locis vel non dat vel detrahit. Hoc
autem totum ad intellectum nostrum dictum est; qua enim
lingua vocavit deus diem lucem et tenebras noctem? Utrum
Hebraea an Graeca an Latina an aliqua alia? Et sic omnia quae
vocavit quaeri potest qua lingua vocaverit. Sed apud deum 15
purus intellectus est sine strepitu et diversitate linguarum.
'Vocavit' autem dictum est 'vocari fecit', quia sic distinxit
omnia et ordinavit, ut et discerni possent et nomina accipere.
Sed postea suo loco requiremus, utrum vere sic est accipien-
dum quia vocavit deus, quoniam quantum accedimus in scrip- :o
turis et in eis assuescimus, tantum nobis locutiones earum in-

15, lsq. Gen. 1, 4-5 3 superius] cf. cap. 7 10 cf. e. g. Ps. 103, 20; Is. 45, 7
19 postea] cf. cap. 34

15, 2 lucem diem tr. Dac. C M | vocavit om. G N 5 faciemus H,


iaciamus 0*ac. | vocem facimus tr. HLKED CM, edd. 7 vocem inter
tr. ß 7sq. et' - silentium om. A | et2 - silentium om. Cac. 8 vocem] et
add.RBT \ illud2] istud NT 9 dicimus codd. praeter 0*pc. S \ recte2
om. R B Sac, recte in 7 11 non om. O* !f | dat] dicat N, donat TS, am
erlo 12 qua] quia Kac. Cac. 14 alia aliqua tr. Vac. M 17 vocare 0*ac.
CMac. | sic om. G T 18 omnia] sic add. T \ ut et] et Cac., ut Nac.
Cpc, et ut tr. GM T \ possint G NApc. M Tac., possunt Cac. Aac. 19
requirimus y 20 quoniam] quia C S 21 eisdemA
82 Liber primus

notescunt. Sic enim dicimus: ille pater familias aedificavit is-


tam domum, id est aedificari fecit, et multa talia per omnes li-
bros divinarum scripturarum inveniuntur.
X. 16. Et facta est vespera et factum est mane, dies unus. Et hic
calumniantur Manichaei, dum putant ita dictum esse, quasi a
vespera dies coeperit. Non intellegunt operationem illam, qua
lux facta est et divisum est inter lucem et tenebras et vocata est
5 lux dies et tenebrae nox; - hanc ergo totam operationem non
intellegunt ad diem pertinere; post hanc autem operationem
tamquam finito die facta est vespera. Sed quia etiam nox ad
diem suum pertinet, non dicitur transisse dies unus nisi etiam
nocte transacta, cum factum est mane; sic deinceps reliqui dies
10 computantur a mane usque in mane. Nunc enim quod factum
est mane et transactus est unus dies, incipit operatio quae se-
quitur ab ipso mane quod iam factum est, et post ipsam opera
tionem fit vespera, deinde mane, et transit alter dies; atque ita
deinceps ceteri dies transeunt.
XI. 17. Et dixit deus: fiat firmamentum in media aquae, et sit di-
visio inter aquam et aquam; et sic est factum. Et fecit deus firma
mentum, et divisit deus inter aquam quae est super firmamen
tum et inter aquam quae est subfirmamento, et vocavit deusfir-

16, 1 Gen. 1, 5
17, 1-5 Gen. 1, 6-8

15, 22sq. domum ist am tr. edd. 23 aedificare C A Mac.


16,1 facta] factum G TV, am er lo | vespere D GCac, am er lo | et2 om.
O* | hineß CM 2 dumom.KED | ita] iam ß, ibi ita Cac, ista S, am
er | dicta S, am 3 nonom.GN 4 etxom.KEac.D | est3 om. R 10
in] ad Z. .FC | quod] cum Parisinus lat. 14296, lo ma 11 et om. yM | trans
acta est una dies am er \ operatio] oratio Vac. Cac. Mac. 12 et om. A
13 fit] fecit Cac, sit A ac, ut sit Apc. \ mane] quod iam factum est add. G
TV | et - dies om. A | altera a TS, am er
17, 1 aquarum TS, am 2 factum est sic tr. O*, sic factum est tr. yM S,
edd. 3 deus om. F \ sub firmamento W 4 supra firmamentum V 4sq.
caelum firmamentum tr. C
IX, 15 - XH, 18 83

mamentum caelum; et vidit deus quia bonum est. Hoc non me- 5
mini Manichaeos solere reprehendere. Tamen quod divisae
sunt aquae, ut aliae essent supra firmamentum et aliae sub fir-
mamento, quoniam materiam illam dicebamus nomine aquae
appellatam, credo firmamento caeli materiam corporalem re-
rum visibilium ab illa incorporali rerum invisibilium fuisse 10
discretam. Cum enim sit caelum corpus pulcherrimum, omnis
invisibilis creatura excedit etiam pulchritudinem caeli, et ideo
fortasse super caelum esse dicuntur aquae invisibiles, quae a
paucis intelleguntur non locorum sedibus, sed dignitate natu-
rae superare caelum; quamquam nihil temere de hac re affir- 15
mandum est: obscura est enim et remota a sensibus hominum;
sed quoquo modo se habeat, antequam intellegatur, credenda
est. Et facta est vespera et factum est mane, dies secundus. Iam
haec omnia quae repetuntur sicut superius intellegenda atque
tractanda sunt. 20
XH. 18. Et dixit deus: congregetur aqua, quae est sub caelo, in con-
gregationem unam et appareat arida; et sic est factum. Et congre-
gata est aqua, quae erat sub caelo, in congregationem unam et
apparuit arida. Et vocavit deus aridam terram et congregationem

17, 18 Gen. 1, 8 19 superius] cf. cap. 16


18, 1-5 Gen. 1, 9-10

17,5 haec ma 6 reprehendere solere tr. edd. 7 supra] super D yM S, edd.


9 firmamentum O* G NR M, firmamenti A, sub firmamento S, am er lo
10 ab - invisibilium om. L F y | invisibilium] visibilium C A ac. 11 cae
lum sit tr. edd. 12 et om. A 13 esse om. G NM 15 super G N | de hac
re nihil temere tr. S, edd. 17 quoquo modo] quomodo ß G N WM \ ha-
beant/ZO* 18 facta] factum HL F Vpc. T \ vespere Cac. Mac. \ fac
tum] factus ß 19 omnia haec tr. S, edd.
18, 1 congregentur 0*ac. Vac. E Gac. NAac.M \ aquae O*ac. Gac. N
M | sunt NMpc. lsq. in - unam] congregatione una A R, in congregatio-
ne una B 2 factum est tr. Laurentianus 12.26, edd. 2-4 et3 - arida om. NC
2sq. congregatae sunt aquae quae erant M 3 in - unam] congregatione
una A R, in congregatione una B
84 Liber primus

5 aquae vocavit mare. Et vidit deus quia bonum est. In isto loco
Manichaei dicunt: si totum aquis plenum erat, quomodo pot-
erant aquae congregari in unum? Sed iam superius dictum est
nomine aquarum materiam illam appellatam super quam fere-
batur spiritus dei, unde erat deus omnia formaturus. Nunc
10 vero cum dicitur: congregetur aqua, quae est sub caelo, in con-
gregationem unam, hoc dicitur, ut illa materia corporalis for-
metur in eam speciem quam habent istae aquae visibiles. Ipsa
enim congregatio in unum ipsa est aquarum formatio istarum
quas videmus et tangimus. Omnis enim forma ad unitatis re
15 gulam cogitur. Et quod dicitur: appareat arida, quid aliud dici
intellegendum est nisi ut illa materia accipiat visibilem for-
mam, quam nunc habet terra ista quam videmus et tangimus?
Superius ergo quod nominabatur terra invisibilis et incompo-
sita, materiae confusio et obscuritas nominabatur, et quod no-
20 minabatur aqua super quam ferebatur spiritus dei, eadem rur-
sus materia nominabatur. Nunc vero aqua ista et terra for-
mantur ex illa materia, quae ipsis nominibus appellabatur, an-
tequam formas istas quas nunc videmus acciperet. Sane dicitur
in Hebraea locutione omnem aquarum congregationem sive
25 salsarum sive dulcium mare appellari.

18, 7 superius] cf. cap. 12 lOsq. Gen. 1, 9 15 Gen. 1, 10 24sq. in - ap


pellari] cf. Hier., quaest. hebr. in Gen. 1, 10 (Lag. 4)

18, 5 vocavit] appellavit R 7 iam] ut add. H 0*ac. L F T, am 8 mate


riam - appellatam] materia illa appellata est L F Tpc. 10 vero] ergo K E \
congregentur 0*ac. Gpc. NM \ aquae NM | suatNMpc. 11 materia
illa fr. F Bac. 12 aquae istae tr. TS, edd. 13 formatio aquarum istarum
tr. S, aquarum istarum formatio tr. edd. 14 vidimus Andegavensis 180ac,
am 15 cogitetur Cac, cogetur M | quod] quomodo H Cpc, quid M 16
materies <PT,ma 19 et1 om. G N 19sq. et2 - nominabatur om. G NM
22 appellantur V, appellabantur Gac. 23 acceperit G NM
xn, 18 - xm, 19 85

Xin. 19. Et dixit deus: germinet terra herkam pabuli ferentem


semen secundum suum genus et similitudinem et lignum fructife-
rumfaciensfructum, cuius semen sit in se secundum suam simili
tudinem. Et sic estfactum. Et eiecit terra herbam pabuli ferentem
semen secundum suum genus et lignum fructiferum faciens fruc- 5
tum, cuius semen in se in similitudinem secundum genus super
terram. Et vidit deus quia bonum est. Et facta est vespera et
factum est mane, dies tertius. Hic solent dicere: si deus iussit
nasci de terra herbam pabuli et lignum fructiferum, quis iussit
nasci tantas herbas vel spinosas vel venenosas quae ad pabu- 10
lum non proficiunt, et tam multa ligna quae fructum nullum
ferunt? Quibus sic respondendum est, ut nulla indignis aperi-
antur mysteria neque ostendatur, in qua figura futurorum ista
sic dicta sint. Ergo dicendum est, quod per peccatum hominis
terra maledicta sit, ut spinas pareret, non ut ipsa poenas senti- 15
ret, quae sine sensu est, sed ut peccati humani crimen semper
hominibus ante oculos poneret, quo admonerentur aliquando
averti a peccatis et ad dei praecepta converti. Herbae autem ve-
nenosae ad poenam vel ad exercitationem mortalium creatae
sunt, et hoc totum propter peccatum, quia mortales post pec- 20
catum facti sumus. Per infructuosas vero arbores insultatur

19, 1-8 Gen. 1, 11-13


19, 2 et1] ad W 3-6 sit - semen om. L Vac. 3 in se om. GM 4 factum
est tr. C R B \ eiecit] fecit C | pabuli om. R 5 genus suum tr. N T S,
similitudinem add. F | faciens fructum om. S 6 semen] sit add. Apc, est
add. S, lo ma | in se om. A M \ in2 om. Gac, secundum suam edd. \
similitudine G \ secundum] suum add. C Apc. M S, edd. 7 factum N C
W | vespere R B 8 hinc N, hoc C 11 nullum fructum tr. C, edd. 12
sic om. CRac. 13 ostendantur A ac. M Tac. 14 sic om. yM \ sunt N
Aac. S, sit Rac. \ per] post N, om. M \ peccato Mpc, peccatum primi 5
15 poena V, poenam C T, spinas S, am er 16 crimen humani tr. O* C 17
quod N Aac. M, qui C 19 ad2 om. B M \ excitationem 0*ac. Cac. 21
insultantur Kac. Mac, insultat G N, insultantes A
86 Liber primus

hominibus, ut intellegant quam sit erubescendum sine fructu


bonorum operum esse in agro dei, hoc est in ecclesia, et time-
ant ne deserat illos deus, quia et ipsi in agris suis infructuosas
25 arbores deserunt nec aliquam culturam eis adhibent. Ante pec-
catum ergo hominis non est scriptum, quod terra protulerit
nisi herbam pabuli et ligna fructuosa; post peccatum autem
videmus multa horrida et infructuosa de terra nasci, credo
propter eam causam quam diximus. Sic enim dicitur ad pri-
30 mum hominem, posteaquam peccavit: maledicta terra erit tibi
in omnibus operibus tuis; in tristitia et gemitu edes ex ea omnibus
diebus vitae tuae. Spinas et tribulos eiciet tibi, et edes pabulum
agri tui; in sudore vultus tui edes panem tuum, donec revertaris
in terram, de qua sumptus es; quia terra es et in terram ibis.
XIV. 20. Et dixit deus: fiant sidera in firmamento caeli sic ut
luceant super terram et dividant inter diem et noctem et sint in
signa et in tempora et in dies et in annos et sint in splendorem in
firmamento caeli sic ut luceant super terram. Et sic estfactum. Et
5 fecit deus duo luminaria, maius et minus: luminare maius in in-
choationem diei et luminare minus in inchoationem noctis et
stellas. Et posuit illas deus in firmamento caeli sic ut luceant
super terram et praesint diei et nocti et dividant inter diem et

19, 30-34 Gen. 3, 17-19


20, 1-10 Gen. 1, 14-19

19,23 et] ut add. WT 24 illos] eos lo ma 26 terra] aliud add. edd. \


protulerat Gac, obtulerit C 27 autem om. D, ergo S 29 dicitur] dicimus
F, dich V, dixit deus S 30 erit terra tr. T, edd. 32 eiciat N | tibi om. N
33 agri tui om. N 33sq. in terram revertaris tr. R 34 de] ex C | qua] et
add. VKac. D
20,3 ia'om. GS,lo | in3 om.GMpc. \ splendore H O* ß V T S, am er
4 sic factum est tr. S, factum est ita am er, factum est sic tr. lo 5 duo]
magna add. D \ luminaria duo tr. M, duo luminaria et V \ inchoatione ß
Mpc. 6 inchoatione ßNMpc. 7 ühGNRac, eaCac, easCpc. MT
xm, 19 - XIV, 20 87

noctem. Et vidit deus quia bonum est. Et facta est vespera et fac
tum est mane, dies quartus. Hic primo quaerunt: quomodo 10
quarto die facta sunt sidera, id est sol et luna et stellae? Tres
enim dies superiores quomodo esse sine sole potuerunt, cum
videamus nunc solis ortu et occasu diem transigi, noctem vero
fieri nobis solis absentia, cum ab alia parte mundi ad orientem
redit? Quibus responderemus potuisse fieri, ut tres superiores 15
dies singuli per tantam moram temporis computarentur, per
quantam moram circuit sol, ex quo procedit ab oriente quous-
que rursus ad orientem revertitur. Hanc enim moram et lon-
gitudinem temporis possent sentire homines, etiamsi in spe-
luncis habitarent, ubi orientem et occidentem solem videre 20
non possent; atque ita sentitur potuisse istam moram fieri et-
iam sine sole antequam sol factus esset, atque ipsam moram in
illo triduo per dies singulos computatam. Hoc ergo responde
remus, nisi nos revocaret quod ibi dicitur: etfacta est vespera et
factum est mane, quod nunc sine solis cursu videmus fieri non 25
posse. Restat ergo, ut intellegamus in ipsa quidem mora
temporis ipsas distinctiones operum sic appellatas: vesperam
propter transactionem consummati operis et mane propter in-

20,10 hie] des. GN

20, 24sq. Gen. 1, 19

20,9 quia] quod 2V | factum VT | vespere W 10 hinc C A B M 10-


24,6 hic - sunt om. G N 10 primum CM | quomodo] quando L F 11
quartaO*^^^ | sint H O* ß C f M, edd. 12 enim om.LF 14 nobis
fieri tr. Parisinus, Arsenal. 586, edd. 15 respondemus aßR B M TS, edd.,
respondendum est C | tres] res Vac. Kac. Mac. 16 tantum morarum
temporum^4Ä 17 usqxxeKED 18 revertatur V T, lo, reverteretur Mpc.
21 possunt A Mac, possint Mpc. 23 illo] ipso V \ computari ART,
lo | hoc] sic A Bac. | responderimus M, respondemus Tac. 24 est om. L
F 25 est om. LF 27 appellatus Dac, appellatum A M, appellatam Bac,
appellatas esse O*
88 Liber primus

choationem futuri operis, de similitudine scilicet humanorum


30 operum, quia pleraque a mane incipiunt et ad vesperam desi-
nunt. Habent enim consuetudinem divinae scripturae de rebus
humanis ad divinas res verba transferre.
21. Deinde quaerunt quid dictum sit de sideribus: et sint
in signa et in tempora. Numquid enim, aiunt, tres illi dies sine
temporibus esse potuerunt aut ad temporis spatia non perti-
nent? Sed in signa et in tempora dictum est, ut per haec sidera
5 tempora distinguantur et ab hominibus dinoscantur, quia si
currant tempora et nullis distinguantur articulis, qui articuli
per siderum cursus notantur, possunt quidem currere tem
pora atque praeterire, sed intellegi et discerni ab hominibus
non possunt; sicut horae, quando nubilus dies est, transeunt
10 quidem et sua spatia peragunt, sed distingui a nobis et notari
non possunt.
22. Quod autem dictum est: et fecit deus duo luminaria:
luminare maius in inchoationem diei et luminare minus in
inchoationem noctis, pro eo dictum est ac si diceretur: in prin-
cipatum diei et in principatum noctis. Non enim sol inchoat
5 tantummodo diem et non etiam peragit et finit, luna vero ali-
quando media nocte vel in fine noctis ad nos procedit; si ergo

desunt G N

21, lsq. Gen. 1, 14 4 Gen. 1, 14


22, 1-3 Gen. 1, 16

20, 29 operis] temporis A 30 plerumque V, ma, quae C, plerique W, lo


21,1 quod 0*C, utquid T S, edd. 2 in2 om. CRM | aiunt om. a ß C M,
am er 4 in2 om. K E D M, er lo ma 4sq. dictum- tempora om. EMac. \
sidera] signa C Bac. Mpc. 5 si] sic O* VEDac. A 6 currunt O* Aac. S
7 possint Aac. 10 et notari a nobis tr. V
22, 1 duo] magna add. O* 2 inchoatione Kpc. E M 3 inchoatione M \
principatu/J, principiumam 4 principatu A R, principium am 4sq. tan
tummodo inchoat tr. S, edd. 5 tantum CM
XIV, 20 - XV, 24 89

illae noctes quibus hoc facit non ab ista inchoantur, quomodo


in inchoationem noctis facta est? Si autem per inchoationem
principium intellegas et per principium principatum, manife
stum est quia per diem sol principatum tenet, luna vero per 10
noctem, quia etsi cetera sidera tunc apparent, illa tamen suo
fulgore omnia superat et ideo princeps eorum rectissime di-
citur.
23. Quod autem dictum est: et dividant inter diem et noc
tem, potest hic fieri calumnia, ut dicatur: quomodo deus iam
diviserat superius inter diem et noctem, si hoc quarto die side
ra faciunt? Sic ergo hic dictum est: dividant inter diem et noc
tem, tamquam si diceretur: sic inter se dividant diem et noc- 5
tem, ut soli dies detur, nox vero lunae et sideribus ceteris.
Quae duo iam divisa erant, sed nondum inter sidera, ut iam
certum esset, de siderum numero quid per diem et quid per
noctem appareret hominibus.
XV. 24. Et dixit deus: eiciant aquae reptilia animarum vivarum
et volatilia volantia super terram subfirmamento caeli. Et sic est
factum. Etfecit deus cetos magnos et omnem animam animalium
et repentium, quae eiecerunt aquae secundum uniuscuiusque

desunt G N

23, 1 Gen. 1, 18 4 Gen. 1, 18


24, 1-9 Gen. 1, 20-23

22,8 in om. DM | inchoationem1] inchoatione R B M 11 etsi]si 0*2)


12 superat omnia tr. edd. \ ideo om. A
23, 2 hic] haec L F, lo, sic Cac. | iam deus tr. S, edd. 3 si om. A, cum
7* | hoc] ctiam aetd. ¥ | quartaÄ"£!PT 4 sic] si O*ac. M | ergo] igi-
tur edd. 5 diem dividant tr. edd 6 vero] autem edd. \ ceteris sideribus
tr.FS esse 0*ac.M \ de siderum] desiderium Cac. Mac.
24, 2 terram] et add. C 2sq. factum est tr. Parisinus Arsenal. 245, lo ma 3
omnem animam] omne genus C 4 eiecerunt] fecerunt C, eiecerant T
4sq. secundum - genus1 om. am er lo
90 Liber primus

5 genus, et omne genus volatile pennatum secundum unwscuiusque


genus. Et vidit deus quia bona sunt; et benedixit illa deus dicens:
crescite et multiplicamini et replete aquas maris et volatilia mul-
tiplicentur super terram. Et facta est vespera et factum est mane,
dies quintus. Haec solent reprehendere quaerentes vel potius
10 calumniantes, quare animalia non solum ea quae in aquis vi-
vunt, sed etiam ea quae in aere volitant, (id) e(s)t omnia pen-
nata, de aquis nata scriptum sit. Sed sciant omnes quos haec
movent istum aerem nebulosum et humidum, in quo aves vo
lant, a doctissimis hominibus qui haec diligenter inquirunt
15 cum aquis solere deputari. Concrescit enim et crassus efficitur
exhalationibus et quasi vaporibus maris et terrae et de ipso hu-
more pinguescit quodammodo, ut volatus avium portare pos-
sit. Ideo per noctes etiam serenas rorat, cuius roris guttae
mane in herbis inveniuntur. Nam mons ille Macedoniae, qui
20 Olympus vocatur, tantae altitudinis esse dicitur, ut in eius ca-
cumine nec ventus sentiatur nec nubes se colligant, quia exce-
dit altitudine sua totum istum aerem humidum, in quo aves
volant, et ideo nec aves ibi volare asseverantur. Quod ab eis
proditum dicitur, qui per singulos annos solebant nescio quo-
25 rum sacrificiorum causa memorati montis cacumen ascendere
et aliquas notas in pulvere scribere, quas alio anno integras

24,6 et2] wc. GN


24, 19-28 cf. Sol. 8, 5-6
24, 5sq. et - genus om. M | volatile genus tr. T | uniuscuiusque om.
Rotomagensis 476, ma 6 quod bonum est M | deus illa tr. Rac. 8 facta]
factum E W | vespere R B | factum] factus N 9 hinc R Bac, hic Bpc,
edd. 10 eaom. V 11 volant R \ id est conieci (cf. WS 111, p. 21 9), et
codd.,edd. 13 nubilosum A S, am er lo 15 deputari solere tr. O* 16 va-
poris Cac. A, vapore R B, vapor est T 18 serenas etiam tr. TS, edd. 21
colligant] spargant V \ excessit H ßG N Cpc. R B TS, am er, excellit O*
A, accessit Cac. 23 asserantur S, am 24 proditum] perceptum S, am er lo
25 memorata Kac. \ scandere am er lo 26 notas] caracteres Mpc.
XV, 24 - XVI, 25 91

inveniebant; quod fieri non posset, si ventum aut pluviam lo


cus ille pateretur. Deinde quia tenuitas aeris illius qui ibi est
non eos inspirabat, durare ibi non poterant, nisi spongias hu-
mectas naribus applicarent, unde crassiorem et consuetum spi- 30
ritum ducerent; hi ergo indicaverunt etiam nullam se avem in
eo loco aliquando vidisse. Non itaque immerito non solum
pisces et cetera quae in aquis sunt animalia, sed aves etiam de
aquis natas esse fidelissima scriptura commemorat, quia per is-
tum aerem volare possunt qui de maris et terrae humoribus 35
surgit.
XVI. 25. Et dixit deus: eiciat terra animam vivam secundum
unumquodque genus quadrupedum et serpentium et bestiarum
terrae. Et sic est factum. Et fecit deus bestias terrae secundum
genus et pecora secundum genus et omnia repentia terrae secun
dum genus. Et vidit deus quia bona sunt. Solent etiam istam 5
Manichaei commovere quaestionem ut dicant: quid opus erat
ut tam multa animalia deus faceret sive in aquis sive in terra,
quae hominibus non sunt necessaria? Multa etiam perniciosa
sunt et timenda. Sed cum ista dicunt, non intellegunt, quem-
admodum omnia pulchra sint conditori et artifici suo, qui 10
omnibus utitur ad gubernationem universitatis, cui summa le
ge dominatur. Si enim in alicuius opificis officinam imperitus

24, 32 immerito] des. C

25, 1-5 Gen. 1, 24-25

24, 27 possit yM 28 deinde] denique R 29 humectatas Vaticanus lat.


655, lo 30 grassiorem K E Dac. M 31 ergo] etiam G N | etiam om.
O* | se etiam nullam tr. edd. 32-26,31 non2 - disposuerit om. Cac. 33
etiam aves tr. S, edd. 34 nata O* ßGM | verissima Mpc, fidissima Sac.
25,1 vivam] universam S 2 et1 om. A 3 factum est tr. T S 4 et pecora
om. R | secundum genus om. G R 4sq. et2 - genus om. Vac. \ reptilia
Vpc. 5 genus] suum add. Apc. T \ istam om. am er lo 6 movere edd. 8
etiam] enim ES 10 omnia om. A \ sunt G NM, edd. \ suo artifici tr. F
92 Liber primus

intraverit, videt ibi multa instrumenta quorum causas ignorat,


et si multum est insipiens, superflua putat. Iamvero si in for-
15 nacem incautus ceciderit aut ferramento aliquo acuto, cum id
male tractat, seipsum vulneraverit, etiam perniciosa et noxia
existimat ibi esse multa. Quorum tamen usum quoniam novit
artifex, insipientiam eius irridet et verba inepta non curans of-
ficinam suam instanter exercet. Et tamen tam stulti sunt homi-
20 nes, ut apud artificem hominem non audeant vituperare quae
ignorant, sed cum ea viderint credant necessaria et propter
usus aliquos instituta; in hoc autem mundo, cuius conditor et
administrator praedicatur deus, audent multa reprehendere,
quorum causas non vident, et in operibus atque instrumentis
25 omnipotentis artificis volunt se videri scire quod nesciunt.
26. Ego vero fateor me nescire, mures et ranae quare crea-
tae sint aut muscae et vermiculi; video tamen omnia in suo
genere pulchra esse, quamvis propter nostra peccata multa no-
bis videantur adversa. Non enim alicuius animalis corpus et
5 membra considero, ubi non mensuras et numeros et ordinem
inveniam ad unitatem concordiae pertinere. Quae omnia unde
veniant non intellego nisi a summa mensura et numero et or-
dine, quae in ipsa dei sublimitate incommutabili atque aeterna

deestC

26, 5; 7 mensuras - ordinem] cf. Sap. 11, 21

25,13 vidit NMac. | instrumenta] et multa add O* 14 fornaceGAM


M 15 aut] a Gac. N, ac Gpc. 16 xipseßGN WM | vulneravit O* L
17 aestimat W(om.Bac.) | multa esse tr. H Cpc. 18 deridet O* Bac. 19
constanter S, am er lo 21 credant] credant esse ABS, am tna, putant esse
R, credunt esx er lo | et om. LF 22 autem om. GS 23 administrator]
et add. M \ praedicator Gac. Nac. M, creditur R
26,2 sunt NM T \ et] aut aGNMTS,edd. 3 peccata nostra tr. edd. 4 ani
malis alicuius tr. edd. 5 mensuram G N, mensura M \ numerum G N \
et2] sed G, om. Mac. 7 veniantur K E \ ordine] pondere G NM 8 in-
commutabilia KEDGN Aac. R Mac.
XVI, 25 - 26 93

consistunt. Quod si cogitarent isti loquacissimi et ineptissimi,


non nobis taedium facerent, sed ipsi considerando pulchritudi- 10
nes omnes et summas et infimas deum artificem ubique lauda-
rent; et quoniam nusquam offenditur ratio, sicubi forte sensus
carnalis offenditur, non rerum ipsarum vitio, sed nostrae mor-
talitatis meritis imputarent. Et certe omnia animalia aut utilia
sunt nobis aut perniciosa aut superflua. Adversus utilia non 15
habent quod dicant. De perniciosis autem vel punimur vel ex-
ercemur vel terremur, ut non istam vitam multis periculis et
laboribus subditam, sed aliam meliorem ubi summa est securi-
tas diligamus et desideremus et eam nobis pietatis meritis com-
paremus. De superfluis vero quid nobis est quaerere? Si tibi 20
displicent quod non prosunt, placeant quod non obsunt, quia
etsi domui nostrae non sunt necessaria, eis tamen completur
huius universitatis integritas, quae multo maior est quam do-
mus nostra et multo melior; hanc enim multo melius admini-
strat deus quam unusquisque nostrum domum suam. Usurpa 25
ergo utilia, cave perniciosa, relinque superflua. In omnibus
tamen cum mensuras et numeros et ordinem vides, artificem
quaere nec alium invenies, nisi ubi summa mensura et sum-
mus numerus et summus ordo est, id est deum, de quo verissi-
me dictum est, quod omnia in mensura et numero et pondere 30

deestC

26, 30sq. cf. Sap. 11, 21

26, 9 quae Kpc. E | et ineptissimi om. Gac. M lOsq. omnes pulchritudi-


aestr.L.loma 11 infirmas VKac. | ubi S, am er 15 nobis sunt tr. S,
edd. 16 quid 0*BTS, edd. 17 vitam istam tr. S, edd. 18 est summa se-
curitas tr. ß, securitas summa est tr. edd. 20 quod Gac. N \ est om. A ac.
21 displicet VE G NR BS, edd. \ prosint O* A | placeat Hpc. F K E D
R B M T S, edd. \ placeant - obsunt om. A 22 his G NM 24 nostrae
Gac. NRsl.
94 Liber primus

disposuerit. Sic fortasse uberiorem fructum capies, cum deum


laudas in humilitate formicae, quam cum transis fluvium in
alicuius iumenti altitudine.
XVII. 27. Et dixit deus:faciamus hominem ad imaginem et simili-
tudinem nostram, et habeat potestatem piscium maris et volati-
lium caeli et omnium pecorum etferarum et omnis terrae et om-
nium repentium quae repunt super terram, et cetera usque ad
5 vesperam et mane quo completur dies sextus. Istam maxime
quaestionem solent Manichaei loquaciter agitare et insultare
nobis, quod hominem credamus factum ad imaginem et simi-
litudinem dei. Attendunt enim figuram corporis nostri et infe-
liciter quaerunt, utrum habeat deus nares et dentes et barbam
10 et membra etiam inferiora et cetera quae in nobis sunt necessa-
ria. In deo autem talia ridiculum est, immo impium credere,
et ideo negant hominem factum esse ad imaginem et similitu-
dinem dei. Quibus respondemus membra quidem ista in scrip
tum plerumque nominari, cum deus insinuatur audientibus
15 parvulis, et hoc non solum in veteris testamenti libris, sed
etiam in novi: nam et oculi dei commemorantur et aures et

26, 31 sic] inc. C

26, 31-33 sic - altitudine] cf. Hier., träct, in psalni. 91, 6


27, 1-4 Gen. 1, 26 9sq., 16sq. habeat - cetera, oculi - pedes] cf. Greg.
Ilib., tract. in Gen. 1, 3

26, 31 constituerit ß | capias O* M | capies fructum tr. edd. 32 laudas]


et add. A ac. | flumen G NM 33 altitudinem L Kac. G N
27, 4 reptilium a T S, edd. \ reptant G N | super terram repunt tr. S,
edd. 5 vespera Gac. M T, vesperae Gpc, vesperum C | quo om. V, qua
G, quia N, quam M 7 et similitudinem om. 0*LF 8-13 attendunt - dei
om. E 9 habet O* LF \ deus] et add. G N Mac. 10 inferiora conieci (cf.
WS 111, p. 219), exteriora Apc, interiora cett. | in om. LF 12 negari G
N 13 respondebimus G N 16 novis 0*ac. ß, novo CM \ domini O* K
ECRB,om.G
XVI, 26 - XVH, 28 95

labia et pedes, et ad dexteram dei patris sedere filius evangeli-


zatur; et ipse dominus dicit: nolite per caelum iurare quia sedes
dei est, neque per terram quia scabellum est pedum eius. Item
ipse dicit quod in digito dei eiciebat daemonia. Sed omnes qui 20
spiritaliter scripturas intellegunt non membra corporea per
ista nomina, sed spiritales potentias accipere didicerunt, sicut
alas et scutum et gladium et alia multa. Primo ergo istis haere-
ticis dicendum est, qua impudentia de talibus verbis veteri
testamento calumnientur, cum etiam in novo haec posita vide- 25
ant aut fortasse non videant, sed cum litigant excaecentur.
28. Sed tamen noverint in catholica disciplina spiritales fi-
deles non credere deum forma corporea definitum et, quod
homo ad imaginem dei factus dicitur, secundum interiorem
hominem dici, ubi est ratio et intellectus; unde habet potesta-
tem piscium maris et volatilium caeli et omnium pecorum et 5
ferarum et omnis terrae et omnium repentium quae repunt super
terram. Cum enim dixisset: faciamus hominem ad imaginem et
similitudinem nostmm, addidit continuo: et habeat potestatem

27, 17 cf. Matth. 22, 44; Marc. 16, 19 18sq. Matth. 5, 34-35 20 cf. Luc.
11, 20 20-22 spiritaliter - didicerunt] cf. Greg. Hib., tract. in Gen. 1, 28
23 alas et scutum] cf. Ps. 90, 4-5 scutum et gladium] cf. Sap. 5, 20-21;
Eph. 6, 16-17
28, 4-7 Gen. 1, 26 7sq. Gen. 1, 26 8sq. Gen. 1, 26

27, 17 pedes] dentes A T, dentes et pedes R B, er lo | evangelizatur filius


tr. edd 18 iurare per caelum tr. R | sedis Kac. Gac. Mac. 18sq. dei
sedes tr. O* 19 domini R | est2 om. N | pedum eius est tr. F N S, edd.
20 eiciat T | daemones AR 21 intellegunt scripturas tr. edd. 23 alas]
galeas O* L F, alias Tac. (cf. vera relig. 277 cum apparatu critico; c. epist.
fund. 23, p. 220, 26sq.) 24 quia Cac. M Tac. 24sq. veteris testamenti
Gpc. S 25 calumniantur A ac. R ac. | haec om. am er \ haec in novo tr.
V 26 excaecantur KCAM, am, exercentur Gac. Sac.
28,1 noverunt 0*ac. NCM \ quia spiritales C 2 credunt dominum C
4 unde] etiam add. edd \ habet] etiam add. y WM T S | potestatem]
etiam add. ß 6 omnium om. a \ reptant Gac. N
96 Liber primus

piscium maris et volatilium caeli et cetera, ut intellegeremus


10 non propter corpus dici hominem factum ad imaginem dei,
sed propter eam potestatem qua omnia pecora superat. Omnia
enim animalia cetera subiecta sunt homini non propter cor
pus, sed propter intellectum quem nos habemus et illa non ha-
bent, quamvis etiam corpus nostrum sic fabricatum sit, ut in-
15 dicet nos meliores esse quam bestias et propterea deo similes.
Omnium enim animalium corpora, sive quae in aquis sive
quae in terra vivunt sive quae in aere volitant, inclinata sunt
ad terram et non sunt erecta sicut hominis corpus; quo signifi-
catur etiam animum nostrum in superna sua, id est in aeterna
20 spiritalia, erectum esse debere. Ita intellegitur per animum
maxime attestante etiam erecta corporis forma homo factus ad
imaginem et similitudinem dei.
XVm 29. Aliquando etiam solent dicere: quomodo accepit ho
mo potestatem piscium maris et volatilium caeli et omnium pe-
corum etferarum, cum videamus a multis feris homines occidi
et a multis volatilibus nobis noceri, quae volumus vel vitare
5 vel capere et plerumque non possumus? Quomodo ergo in
haec accepimus potestatem? Hic illis primo dicendum est,
quod multum errent qui post peccatum considerant homi-

29, 2sq. Gen. 1, 26

28,9 intellegamus Rac. Sac. 10 hominis dici G N, hominum dich M,


hominem dici tr. S | ad imaginem dei fact um tr. K E 11 qua]quiaDac.
Gac. M, quae A | superat omnia pecora tr. A, est super omnia pecora R B
14 indicet] inde et 0*LF 15 esse] videamur add. L F | bestiae LF 17
volant V 18 sunt om. M \ quod CA Mac. 19 sua om. lo 21 erecti C
22 dei om. Vac. Mac.
29, 1 accipit D C, acceperit R ac. 3 et] omnium add. R \ cum om. A \
videmus^4 4 nobis om. 0*LF T 5 posse S, am er lo 6 hac V, hoc G N
M,am | hinc HCpc, haec M \ primura G NM 7 peccatum] non add. R
B T, er lo \ hominem] eandem perfectionem non habere quam ante
habuerat add. T
XVII, 28 - XDC, 30 97

nem, cum in huius vitae mortalitatem damnatus est et amisit


perfectionem illam qua factus est ad imaginem dei. Sed si dam-
natio eius tantum valet, ut tam multis pecoribus imperet - 10
quamvis enim a multis feris propter fragilitatem corporis pos-
sit occidi, a nullis tamen domari potest, cum ipse tam multas
et prope omnes domet - , si ergo haec hominis damnatio tan
tum valet, quid de regno eius cogitandum est, quod ei renova-
to et liberato divina voce promittitur? 15
XIX. 30. Quod autem scriptum est: masculum et feminam fecit
illos, et benedixit eos deus dicens: crescite et multiplicamini et ge-
nerate et replete terram (et dominamini eius), rectissime quaeri-
tur quemadmodum accipienda sit coniunctio masculi et femi-
nae ante peccatum, et ista benedictio qua dictum est: crescite et 5
multiplicamini et generate et replete terram utrum carnaliter an
spiritaliter accipienda sit; licet enim eam nobis etiam spirita-
liter accipere, ut in carnalem fecunditatem post peccatum con-
versa esse credatur. Erat enim prius casta coniunctio masculi
et feminae, huius ad regendum, illius ad obtemperandum ac- 10
commodata, et spiritalis fetus intellegibilium et immortalium

29, 14sq. cf. Matth. 25, 34


30, 1-3 Gen. 1, 27-28 5sq. Gen. 1, 28 8sq. in - credatur] cf. retract. 1,
10, 3 11-14 spiritalis - pateretur] cf. Rufin., Orig. in Gen. 1, 15

29, 8 cum] qui cum A, qui R B | vitae] caecitate L F | mort.ilit.ins L,


mortalis F, mortalitate G N B M 9 factus ad imaginem dei erat V T \
dominatio am er lo 12 dominari L G N, lo \ possunt M 13 domat Gpc.
Mpc, domant Mac. | haec om. G, per N \ hominis] omnis Gac, omnes
N | dominatio Hpc. 0*pc. Cpc, am er lo
30, 2 illos] eos G N | eos] illos y WT, illis M 3 et dominamini eius sup-
plevi(cf.WS 111, p. 224) 3sq. rectissime - quemadmodum] utrum carnali
ter an spiritaliter N 3-6 rectissime - terram om. G 6sq. spiritaliter an
carnaliter tr. C 7 nobis eam tr. edd. \ etiam om. C A R, et S 11 spirita-
les G M, spirit alibus C, spiritalium T \ fetus] generans add. F, fetibus C
98 Liber primus

gaudiorum replens terram, id est vivificans corpus, et domi-


nans eius, id est ita subiectum habens, ut nullam ex eo adversi-
tatem, nullam molestiam pateretur. Quod ideo sic credendum
15 est, quia nondum erant filii saeculi huius antequam peccarent.
Filii enim saeculi huius generant et generantur, sicut dominus
dicit, cum in comparatione futurae vitae quae nobis promit-
titur carnalem istam generationem contemnendam esse de-
monstrat.
XX. 31. Et quod eis dictum est: habete potestatem piscium ma-
ris et volatilium caeli et repentiwn omnium quae repunt super
terram, salvo quidem intellectu, quo manifestum est omnibus
his animalibus hominem ratione dominari, recte tamen intel-
5 legitur etiam spiritaliter, ut omnes affectiones et motus animi,
quos habemus istis animalibus similes, subditos haberent et
eorum dominarentur per temperantiam et modestiam. Cum
enim non reguntur isti motus, erumpunt et pergunt in foedis-
simas consuetudines et per diversas perniciosasque delectatio-
10 nes nos rapiunt et faciunt similes omni generi bestiarum. Cum
autem reguntur et subiciuntur, omnino mansuescunt et nobis-
cum concorditer vivunt. Non enim alieni a nobis sunt motus
animi nostri: pascuntur etiam nobiscum cognitione rationum
et morum optimorum et vitae aeternae tamquam herbis semi

30, 16-19 cf. Luc. 20, 34-35


31, 1-3 Gen. 1, 28 14sq. herbis - viridibus] cf. Gen. 1, 29

30,13 subiectam G N B M 16 enim] autem C M | huius saeculi fr. 0*L


FD | deus yM 17 comparationem O* K E D CA 18 demonstrant V
Mac.
31,2 omnium repentium fr. R 3 quod y \ mgjiUest3.tumNCpc.ABac.
M T 5 effectiones FD \ animae G NM 6 haberemus ABT.erloma 7
dominaremur A B T, er lo ma 9 per] post O*, in L F, lo, om. G Cac. 10
nos] nostra V, non Cac, om. M 12 a nobis alieni tr. Rotomagensis 476,
edd. 13 rationum om. Cac, virtutum R 14 vita aeterna 0*pc. Cpc. S,
am er, via aeterna Cac.
XK, 30 - XX, 31 99

nalibus et lignis fructiferis et herbis viridibus; et haec est ho- 15


minis vita beata atque tranquilla, cum omnes motus eius ratio-
ni veritatique consentiunt, et vocantur gaudia et amores sancti
et casti et boni. Si autem non consentiunt, dum neglegenter re-
guntur, conscindunt et dissipant animum et faciunt vitam mi-
serrimam, et vocantur perturbationes et libidines et concupi- 20
scentiae malae. De quibus nobis iam praecipitur, ut eas cum
quanto possumus labore crucifigamus in nobis, donec absor-
beatur mors in victoriam. Dicit enim apostolus: qui autem
Iesu Christi sunt, carnem suam crucifixerunt cum passionibus et
concupiscentiis. Vel hinc enim quivis admoneri debet non car- 25
naliter haec esse intellegenda, quia herbae virides et hgna fruc-
tifera omni generi bestiarum et omnibus volatilibus et omni
bus serpentibus in Genesi dantur ad cibum, cum videamus
leones et accipitres et miluos et aquilas non pasci nisi carnibus
et interfectione aliorum animalium; quod etiam de nonnullis 30
serpentibus credo, qui sunt in arenosis et desertis locis ubi nec
herba nec hgnum nascitur.

31, 20sq. libidines - malae] cf. Rufin., Orig. in Gen. 1, 15 22sq. absorbea-
tur-victoriam]r/ICor.l5,54 23-25 Gal. 5, 24 26-28 cf. Gen. 1, 29-30
herbae - cibum] retract. 1, 10, 4

31,17 amore Gac, mores CM 18 non om. Aac. | consentiunt] nihil-


ominus add. ABTS, edd. | neglegenter] neglegent ut 0*ac. | reguntur]
geruntur a V G N Cpc. M S, edd. 19 animam K ED 21 iam nobis tr.
edd. | praecipitur iam tr. S | cum om. 0*ac. C 22 quantum yM 23
victoriaD | enim] autem G NM, enim et T 24 Iesu om. O* VT \ sunt
Christi tr. H A B \ suam om. HßGCABS, amer \ passionibus]
perturbationibus a Vpc. ¥TS, edd. 25 quamvis F G N, quibus Cac, om.
M | admonere yM \ debent ß, deberet C 27 bestiarum] animalibus add.
lo I tx'om.GNM 29 carnalibus Gac. Apc, a carnalibus ^ ac. 32 lig-
num nec herba tr. S, edd.
100 Liberprimus

XXI. 32. Sane non est neglegenter praetereundum quod dictum


est: et vidit deus omnia quaecumque fecit esse bona valde. Cum
enim de singulis ageret, dicebat tantum: vidit deus quia bonum
est; cum autem de omnibus diceretur, parum fuit dicere bona,
5 nisi adderetur et valde. Si enim singula opera dei, cum consi-
derantur a prudentibus, inveniuntur habere laudabiles mensu-
ras et numeros et ordines in suo quaeque genere constituta,
quanto magis omnia simul, id est ipsa universitas quae istis
singulis in unum collatis impletur! Omnis enim pulchritudo
10 quae partibus constat multo est laudabilior in toto quam in
parte; sicut in corpore humano si laudamus oculos solos, si
nasum solum, si solas genas aut solum caput aut solas manus
aut solos pedes et cetera: si pulchra sunt singula et sola lauda
mus, quanto magis totum corpus, cui omnia membra quae
15 singula pulchra sunt conferunt pulchritudinem suam, ita ut
manus pulchra quae etiam sola laudabatur in corpore, si sepa-
retur a corpore, et ipsa amittat gratiam suam et cetera sine illa
inhonesta sint. Tanta est vis et potentia integritatis et unitatis,
ut etiam quae multa sunt bona tunc (plus) placeant, cum in
20 universum aliquid conveniunt atque concurrunt; universum
autem ab unitate nomen accepit. Quod si Manichaei conside

32,2 Gen. 1,31 3sq. Gen. 1, Wetal. 7 mensuras- ordines] cf.Sap. 11,21

32, 2 quae am er lo | esse] et ecce M, om. S, am er lo | valde bona tr. R


3 enim om. Vac. C 4 fuerit G NMac. 5 adderet G NM | et om. M \
cumom.AT 7 quaeque] quoque O* F A B TS 8 quae] in add. G NM,
est in add.C 9 collocatis a V, collectis B, ma 12 slom.Gpc.NM \ aut2
om.RB | solas2 om. AB 13 sunt] sint E, om. aR B TS, edd. 17 amittit
y 18 honesta V T, sine honore ¥ \ sunt Dac. T | et unitatis om. L F T
19 multum T \ bona multa sunt tr. ß \ etiam - tunc] quae bona sunt
tunc multum etiam er, quae bona sunt tunc multum lo | plus supplevi (cf.
WS 111, p. 225) | placeant] valde add. T | cum] quando W \ ia.om.VG
NM 20 conveniant M 21 accipit HD C
XXI, 32 - XXII, 33 101

rarent, laudarent universitatis auctorem et conditorem deum


et, quod eos propter condicionem nostrae mortalitatis in parte
offendit, redigerent ad umversi pulchritudinem et viderent,
quemadmodum deus fecerit omnia non solum bona, sed etiam 25
bona valde; quia etiam in sermone aliquo ornato atque compo-
sito si consideremus singulas syllabas vel etiam singulas lit-
teras, quae cum sonuerint statim transeunt, non in eis inveni-
mus quid deiectet atque laudandum sit. Totus enim ille sermo
non de singulis syllabis aut litteris, sed de omnibus pulcher 30
est.
XXII. 33. Iam nunc videamus etiam illud quod solent maiore
impudentia quam imperitia deridere, quod scriptum est deum
consummato caelo et terra et omnibus quae fecit requievisse
die septimo ab omnibus operibus suis et benedixisse diem sep-
timum et sanctificasse eum, quia requievit ab operibus suis. 5
Dicunt enim: quid opus erat ut deus requiesceret? An forte
operibus sex dierum fatigatus et lassatus erat? Addunt etiam
domini testimonium, ubi ait: pater meus usque nunc operatur,
et hinc multos imperitos decipiunt, quibus persuadere conan-
tur novum testamentum veteri testamento adversari. Sed sicut 10
illi, quibus dominus dicit: pater meus usque nunc operatur, car-
naliter opinabantur requiem dei et carnaliter sabbatum obser-

32, 26 Gen. 1, 31
33, 2-5 cf. Gen. 2, 1-3 8 loh. 5, 17 11 loh. 5, 17

32, 22 et conditorem om. G NM 24 redierint G, redirent N | universi


tatis C T, universam M 25 faceret N, fecit T 26 valde bona tr. R | qui
S, am, quin er 27 consideremus] conderem Gac, conderemus Cac. 28
inveniemus Tac. S, er lo 29 quod B T \ atque] aut M, atque quod Tac.
33, 1 maiori L F, maiorem V Kac. E Gac, maiora N 2 impudentiam V,
impudentiae Gac. \ imperitiam V, peritia R 3 et2 om. O, atque S, er \
requievisset Gac. M 4 septima V 5 ab] omnibus add. GM 7 adducunt
TS 8 testimonium domini tr. F 11 nunc] modo G NR M 12 domini KE
102 Liberprimus

vantes non videbant, quid illius diei significatio figuraret, sic


et isti diversa quidem voluntate pariter tarnen non intellegunt
15 sabbati sacramentum: et illi enim carnaliter observando et isti
carnaliter exsecrando sabbatum non noverunt. Transeat ergo
unusquisque ad Christum ut auferatur velamen, sicut apostolus
dicit. Velamen enim aufertur, quando similitudinis et allego-
riae cooperimento ablato veritas nudatur ut possit videri.
34. Primo ergo locutionis huius regula in multis divina-
rum scripturarum locis animadvertenda atque discenda est:
quid enim aliud significat, quod dicitur deus requievisse ab
omnibus operibus suis quae fecit bona valde, nisi requiem no-
5 stram quam nobis daturus est ab omnibus operibus nostris, si
et nos bona opera fecerimus? Secundum ipsam figuram locuti
onis dicit et apostolus: quid enim oremus sicut oportet nescimus;
sed ipse spiritus postulat gemitibus inenarrabilibus. Non enim
spiritus sanctus gemit, quasi indigeat aut angustias patiatur qui
10 secundum deum interpellat pro sanctis; sed quia ipse nos movet
ad orandum cum gemitibus, quod ipso movente nos facimus,
ipse facere dictus est. Sic dicitur etiam illud: temptat vos domi

33, 16sq. n Cor. 3, 16


34, 3sq. deus - valde] cf. Gen. 2, 2 7sq. Rom. 8, 26 10 Rom. 8, 27
12sq. Deut. 13, 3

33, 13 figuravit G N, figuret Cac. 15 sacramenta C T | et1 om. G N \


enim] quidem R, om. Sac. 16 obsecrando Dac. G NM, exercendo S, am
17 unusquisque] vestrum add. C | velamentum C 18 aufer K E, aufere-
tur GNAac. R M | similitudinem G, similitudine N, similitudines C 19
operimento Mpc. Apc. T
34, 1 huius locutionis tr. S, edd. 2 discernenda L, dicenda R 3 quod
dicitur om. Bac. \ deum OLFN V, am, om. S 4 nisi] enim add. KE 5
nostris operibus tr. CR \ si om. Oac. Cac. 7 et om. G NR B S, am er 8
ipse om. R \ domini spiritus C | postulat] pro nobis add. O F ß R B, er lo
ma 10 movit Gac, monet Cac. TS 11 orandum] adorandum Opc. \
gemitibus conieci (cf. WS 111, p. 220), gemimus codd., edd. 12 sicut W \
dominus om. S
XXII, 33-34 103

nus deus vester, ut sciat si diligitis eum; non enim ut sciat ipse
quem nihil latet, sed ut scire nos faciat quantum in eius dilecti-
one profecerimus, temptari nos permittit. Secundum ipsam 15
locutionem dicit et dominus noster nescire se diem et horam
de fine saeculi. Quid enim potest esse quod ille nesciat? Sed
quia hoc utiliter discipuhs occultabat, nescientem se esse dixit,
quia ülos nesciemes occultando faciebat. Secundum hanc figu-
ram etiam patrem solum scire dixit ipsum diem, quia eundem 20
filium scire faceret. Ex hac figura multae quaestiones in divinis
scripturis eis, qui iam genus locutionis huius noverunt, sine
ulla difficultate solvuntur. Talibus locutionibus abundat etiam
nostra consuetudo, cum dicimus laetum diem, quia nos laetos
fach, et pigrum frigus, quia nos pigros facit, et fossam caecam, 25
quia nos eam non videmus, et linguam politam, quia polita
verba facit; postremo etiam quietum ab omnibus molestiis
tempus dicimus, in quo nos ab omnibus molestiis quieti
sumus. Sic et deus requievisse dictus est ab omnibus operibus
suis quae fecit bona valde, quia in illo requiescemus ab omni- 30
bus operibus nostris, si opera bona fecerimus, quia et ipsa bo
na opera nostra illi tribuenda sunt qui vocat, qui praecipit, qui

34, 16sq., 20sq. cf. Matth. 24, 36; Marc. 13, 32 34, 29sq. cf. Gen. 2, 2

34, 13 diligatis WM, am er lo 15 proflcerimus Kpc. Dac. Gac. C M \


temptarc G N 16 dic« K E Dac., dicitur R B 17 ille] ipse W, am er lo |
nesciret ß yA M 18 occultabat discipulis tr. edd. 20 dixit scire diem
ipsum tr. edd. | qui VGpc.N 21 ex] et ex Cac, et !P 23 etiam abundat
tr. edd. 24 consuetudo nostra tr. Fac, locutio nostra Fpc. 26sq. verba
polita tr. aEac. C TS, edd., lingua polita R 27 postremum VE \ etiam
om. N, ergo etiam C | ab - molestiis om. O 29 sic] sed Rotomagensis 476,
ma | requiescere G N 30 requiescimus Oac. L y WM S 31 opera]
nostra add. F 31sq. opera bona tr. ß G N, opera nostra bona tr. C 32
praecepit KEGM
104 Libcr primus

viam veritatis ostendit, qui ut et velimus invitat et vires im-


plendi ea quae imperat subministrat.
XXHI. 35. Sed quare septimo diei requies ista tribuatur, diligenti-
us considerandum arbitror. Video enim per totum textum di-
vinarum scripturarum sex quasdam aetates operosas certis
quasi limitibus suis esse distinctas, ut in septima speretur re-
5 quies, et easdem sex aetates habere similitudinem istorum sex
dierum, in quibus ea facta sunt quae deum fecisse scriptura
commemorat. Primordia enim generis humani, in quibus ista
luce frui coepit, bene comparantur primo diei quo deus fecit
lucem. Haec aetas tamquam infantia deputanda est ipsius uni-
10 versi saeculi, quod tamquam unum hominem proportione
magnitudinis suae cogitare debemus, quia et unusquisque
homo, cum primo nascitur et exit ad lucem, primam aetatem
agit infantiam. Haec tenditur ab Adam usque ad Noe generati-
onibus decem. Quasi vespera huius diei fit diluvium, quia et
15 infantia nostra tamquam oblivionis diluvio deletur.
36. Et incipit mane a temporibus Noe, secunda aetas tam
quam pueritia, et tenditur haec aetas usque ad Abraham aliis
generationibus decem. Et bene comparatur secundo diei quo

34, 33sq. ut - subministrat] cf. Phil. 2, 13


35, 8sq. cf. Gen. 1, 3
36, 3sq. cf. Gen. 1, 7

34, 33 ut et] et ut F yRpc. B S, ut AR ac. M


35, 1 die HO Vy WT, lo ma 2sq. scripturarum divinarum tr. H ßC WM
TS 4 liminibus O | quies a VKD Cpc. A, om. Cac. 6 ea] et A R M \
dominum a WM TS, am, dominus E | scripturae VKE Cac. 7 commemo-
rant V, commemoret Mac. \ enim om. NC 8 comparatur Dac. Aac. RM |
fecit deus tr. F C, edd. 10 quae H 0,quem ß yAMS,quamDpc.RB 11 et
om. Oac. S, edd. 12 cum om. E, quando T \ primo om. AT 13 in
infantia H O Cpc. R S, am er lo, infantia V M, in infantiam B T |
generationes GN 14 diluvio H O WT, in diluvio L F
36, 2 et tenditur] extenditur Vpc. NApc.
xxn, 34 - xxm, 37 105

factum est firmamentum inter aquam et aquam, quia et arca,


in qua erat Noe cum suis, firmamentum erat inter aquas infe- 5
riores in quibus natabat et superiores quibus compluebatur.
Haec aetas non diluvio deletur, quia et pueritia nostra non ob-
livione tergitur de memoria. Meminimus enim nos pueros fu-
isse, infames autem non meminimus. Huius vespera est confu-
sio linguarum in eis qui turrem faciebant, et fit mane ab Abra- 10
ham. Sed nec ista aetas secunda generavit populum dei, quia
nec pueritia apta est ad generandum.
37. Mane ergo fit ab Abraham et succedit aetas tertia simi-
lis adolescentiae. Et bene comparatur diei tertio quo ab aquis
terra separata est: ab omnibus enim gentibus, quarum error
instabilis et vanis simulacrorum doctrinis tamquam ventis
omnibus mobilis maris nomine bene significatur, ab hac ergo 5
gentium vanitate et huius saeculi fluctibus separatus est popu-
lus dei per Abraham tamquam terra cum apparuit arida, id est
sitiens imbrem caelestem divinorum mandatorum, quo popu-
lus unum deum colendo tamquam irrigata terra fructus utiles
posset afferre sanctarum scripturarum et prophetarum. Haec 10
enim aetas iam potuit generare populum deo, quia et tertia
aetas, id est adolescentia, filios habere iam potest. Et ideo ad

37, 2sq. cf. Gen. 1, 9

36, 4sq. et1 - qua om. Cac. 6 superiores] in add. VM 7 pueritia] infan-
tia C 8 tergetur ß WM, tegitur Gac, tegimur N | fuisse pueros tr. Roto-
magensis 476, edd. 10 turrim O LFR BMpc. S,amer lo | faciebant] aedi-
ficabant R, am er lo \ ab] ad O N S, om. VE Cac. M, abusque Gpc.
37, 1 ab om. VD y 4 stabilis O Gac, stabiles Mac. \ vanus Dpc. y \
ventis] et add. O 5 mobilibus O, mobilis quod L F \ bene om. R M |
hac om. F G, harum N 8 quo conieci (cf. WS 111, p. 221), qui codd., edd. 9
terra] ut add. L F, lo ma 10 possit D G N M T S, am er \ sanctas scriptu-
ras L F, lo ma \ prophetarum] prophetias accepit L F, lo ma, prophetiarum
H K D Cpc, propitiarum Cac. 11 potuit iam tr. edd. \ dei Dac. GMT
S | et om. y 12 iam om. am er | ad om. Cac. R M
106 Libcr primus

Abraham dictum est: patrem multarum gentium posui te et au-


geam te nimis valde etponam te in gentes, et reges de te exient. Et
15 ponam testamentum meum inter me et te et inter semen tuum
post te in generationes eorum in testamentum aeternum, ut sim
tibi deus et semini tuo post te; et dabo tibi et semini tuo post te
terram in qua habitas omnem terram Chanaan in possessionem
aeternam, et ero Mis deus. Haec aetas porrigitur ab Abraham
20 usque ad David quattuordecim generationibus. Huius vespera
est in populi peccatis quibus divina mandata praeteribant us
que ad malitiam pessimi regis Saul.
38. Et inde fit mane, regnum David. Haec aetas similis
iuventuti est; et revera inter omnes aetates regnat iuventus et
ipsa est firmum ornamentum aetatum omnium, et ideo bene
comparatur quarto diei quo facta sunt sidera caeh in firma-
5 mento caeli. Quid enim evidentius significat splendorem regni
quam solis excellentia? Et plebem obtemperantem regno lunae
splendor ostendit tamquam synagogam ipsam, et stellae prin

37, 13-19 Gen. 17, 5-8


38, 4sq. cf. Gen. 1, 16-17

37, 13-19 et - deus] ante deum cui credidit (credidisti Apc. R BS, am er 16)
qui vivificat mortuos et vocat ea quae non sunt tamquam ea (om. A B) quae
sunt (sint A) qui contra spem in spem (spe A ac. R) credidit ut fieret pater
multarum gentium secundum quod dictum est sic (sicut 5) erit semen (om.
S) tuum (om. S) (Rom. 4, 17sq.) WS, am er lo (et hunc textum et genuinum
praebent S, am er lo) 13 augeant Kac. Eac, augebo T 14 valde nimis tr.
GN 15 meum om. G N Mpc, meum et S | et te om. aE yM T S, am er
lo | inter2 om. lo 17 et2 - te om. G NM 20 generationibus quattuorde
cim tr.RB 21 ia om.N, et M \ quiNCS
38, 2 iuventutis a V G M T, ma 3 firmum ornamentum] iuventus orna
mentum C, firmamentum et ornamentum S, am er lo \ omnium aetatum
tr. C S, edd. 4 caeli om. edd. 4sq. in firmamento caeli om. G N 6 reg
no] regi L F Gpc, om. T 6sq. splendor lunae tr. edd. 7 stellas HO ß yA
RMT
XXm.37-39 107

apes eius, et omnia tamquam in firmamento in regni stabili-


tate fundata. Huius quasi vespera est in peccatis regum, quibus
illa gens meruit captivari atque servire. 10
39. Et fit mane, transmigratio in Babyloniam, cum in ea
captivitate populus leniter in peregrino otio collocatus est. Et
porrigitur haec aetas usque ad adventum domini nostri, id est
quinta aetas, declinatio a iuventute ad senectutem, nondum se-
nectus, sed iam non iuventus, quia senioris aetas est quem 5
Graeci presbyten vocant; nam senex apud eos non presbytes,
sed geron dicitur. Et revera sic ista aetas a regni robore incli-
nata et fracta est in populo Iudaeorum, quemadmodum homo
a iuventute fit senior. Et bene comparatur illi diei quinto quo
facta sunt animalia in aquis et volatilia caeli, posteaquam illi 10
homines inter gentes tamquam in mari vivere coeperunt et
habere incertam sedem et instabilem sicut volantes aves. Sed
plane erant ibi etiam ceti magni, id est illi magni homines qui
magis dominari fluctibus saeculi quam servire in illa captivi
tate potuerunt: non enim ad cultum idolorum aliquo terrore 15
depravati sunt. Ubi sane animadvertendum est quod benedixit
deus illa animalia dicens: crescite et multiplicamini et implete

39, 4-7 quinta - dicitur] Isid., orig. 11, 2, 6 9sq. cf. Gen. 1, 21 17sq.
Gen. 1, 22

38,8 tamquam om. Mac. 9 regnumi7/? 10 geasom.LFT


39, 1 mane] a add. TS, am er | transmigratione HO ß Cac. M T S, am er
2 leniter] et add. am er lo (cf. p. 39) 3 nostri om. ¥M, Iesu Christi add. S,
edd. 4 aetas] scilicet add. L F, lo ma 5 non] om. Dac, nondum VMac,
nec S | quia] quae lo ma \ quam Apc. BT 6 presbyten] presbiterum V
Apc, om. Cac, presbiter Aac. M, Trpeoßuöev R \ eos] Iudaeos G NM \
presbiter O VGpc. A BM,om. Cac., 7tpeoßi0epÄ 7 YHpov^ 8 facta O y,
am, factum Af 9 a]inGN, adi? | quaT/O 10 in aquis animalia fr. edd.
11 mare C, medio mari Rac. \ vivere] esse am er lo 13 etiam om. FSac,
etSpc. | cete G, om. Cac. 15 errore y 17 repleteGN
108 Liber primus

aquas maris, et volatilia multiplicentur super terram, quia reve-


ra gens Iudaeorum, ex quo dispersa est per gentes, valde multi-
20 plicata est. Huius diei, hoc est huius aetatis, quasi vespera est
multiplicatio peccatorum in populo Iudaeorum, quia sic ex-
caecati sunt, ut etiam dominum Iesum Christum non possent
agnoscere.
40. Mane autem fit ex praedicatione evangelh per domi
num nostrum Iesum Christum et finitur dies quintus, incipit
sextus, in quo senectus veteris hominis apparet. Hac enim
aetate carnale illud regnum vehementer attritum est, quando
5 et templum deiectum est et sacrificia illa cessarunt; et nunc ea
gens, quantum ad regni sui vires attinet, quasi extremam vitam
trahit. In ista tamen aetate tamquam in senectute veteris homi
nis homo novus nascitur qui iam spiritaliter vivit. Sexta enim
die dictum est: producat terra animam vivam. Nam quinto die
10 dictum erat: producant aquae non animam vivam, sed reptilia
animarum vivarum, quoniam corpora sunt reptilia, et adhuc
corporali circumcisione et sacrificiis tamquam in mari genti
um populus ille legi serviebat. Istam vero animam vivam dicit,

40, 9 Gen. 1, 24 lOsq. Gen. 1, 20 11-13 adhuc - serviebat] retract. 1,


10,5

39, 21 in - Iudaeorum om. R | Iudaeo Hac. Vac. KD y A ac. M, am,


Iudaico Vpc. | qua H ATS 22 dominum] nostrum add. O G N M \
Christum om. F | possunt NMac, possint Mpc.
40, 1 ex om. L FR B TS, lo, haec A | praedicatio L FR B TS 2 nostrum
om. W | incipit] autem add. R B, incipitque T 3 dies sextus y WM T \
haec Vac. E Dpc. Nac. 4 illud carnale tr. S, edd. 5 templum] dei add. y
M | deletum K, eiectum G N \ illa om. A, ipsa S, edd. \ cessaverunt yM,
edd. | tunc R BMac, cuncta Mpc, om. A \ ea om. G M, haec N, illa R 6
smom.LFß 7 tarnen] non G, om. N, autem am er lo 8 quia C TS, lo,
quam Aac. 9 est] erat S, edd. 10 est O VM 12 circumcisioni A | et
sacrificiis om. A \ mare Cac. M 13 legis M, om. R | serviebat legi tr.
Laurentianus 12.26, edd.
xxm, 39 - 40 109

qua vita iam incipiunt aeterna desiderari. Serpentes ergo et pe-


cora quae terra producit gentes significant iam stabiliter evan- 15
gelio credituras. De quibus dicitur in illo vase quod Petro de-
monstratum est in Actibus apostolorum: macta et manduca; et
cum ille immunda diceret, responsum est illi: quae deus mun-
davit, tu immunda ne dixeris. Tunc fit homo ad imaginem et
similitudinem dei, sicut in ista sexta aetate nascitur in carne 20
dominus noster, de quo dictum est per prophetam: et homo
est, et quis agnoscet eum? Et quemadmodum in illo die mascu-
lus et femina, sic in ista aetate Christus et ecclesia. Et praepo-
nitur homo in illa die pecoribus et serpentibus et volatilibus
caeh, sicut in ista aetate Christus regit animas obtemperantes 25
sibi, quae ad ecclesiam eius partim de gentibus, partim de po-
pulo Iudaeorum venerunt, ut ab eo domarentur atque mansu-
escerent homines vel carnali concupiscentiae dediti sicut peco-
ra vel tenebrosa curiositate obscurati quasi serpentes vel elati
superbia quasi aves. Et sicut in illo die pascitur homo et ani- 30
malia quae cum ipso sunt herbis seminalibus et hgnis fructi-
feris et herbis viridibus, sic ista aetate spiritalis homo, quicum-
que bonus minister est Christi et eum bene quantum potest
imitatur, cum ipso populo spiritaliter pascitur sanctarum

40, 17 Act. 10, 13 18sq. Act. 10, 15 21sq. Hier. 17, 9 (sec. LXX)

40,14 vitam G C, lo | incipit Hpc. N | aeternam D G C R B, lo | desi-


derare Dpc. Gpc. CRM, lo, desideria A 15 significat y 18 illi] ei T,
edd. | mandavit Gac. Mac. 19 tu om. N | immundum A M \ ne im
munda tr. O S, edd. | homo om. L F 20sq. deus noster in carne S 21
noster] Iesus add. ß, om. T \ et om. W 22 cognoscet L C M T S, am,
cognoscit K E, agnoscit D G N \ illa O L F G 23 sic] et add. Vaticanus
Palat. lat. 216, er lo ma 24 homo om. GNM T \ in om. A B \ illo C R
M S, edd. | die] et add. C, homo add. T 25 Christus] in Iesum Christum
A | animos AR 26 eius] sibi lo 27 dominarentur OGN 28 vel] quae
Cac, qui Cpc, qui vel S,am er lo | sunt dediti S, am er lo \ sicuti ¥ 32
sic] in add. MS 33 bonus om. lo \ Iesu Christi WM \ bene om. am er
34 imitatur] et add. G N | pascitur om. R Sac.
110 Liberprimus

35 scripturarum alimentis et lege divina partim ad concipiendam


fecunditatem rationum atque sermonum tamquam herbis se-
minalibus, partim ad utilitatem morum conversationis huma-
nae tamquam lignis fructiferis, partim ad vigorem fidei spei ca-
ritatis in vitam aeternam tamquam herbis viridibus, id est vi-
40 gentibus, quae nullo aestu tribulationum possint arescere. Sed
spiritalis sic istis alimentis pascitur ut multa intellegat, carnalis
autem, id est parvulus in Christo, tamquam pecus dei ut mul
ta credat quae intellegere nondum potest; tamen eosdem cibos
omnes habent.
41. Huius autem aetatis quasi vespera utinam nos non in-
veniat, si tamen nondum esse coepit! lila est enim de qua do
minus dicit: putas, veniet filius hominis et inveniet fidem super
terram? Post istam vesperam fiet mane, cum ipse dominus in
5 claritate venturus est; tunc requiescent cum Christo ab omni
bus operibus suis hi quibus dictum est: estote perfecti sicut pa-
ter vester qui in caelis est. Tales enim faciunt opera bona valde.
Post enim talia opera speranda est requies in die septimo qui
vesperam non habet. Nullo modo ergo verbis dici potest,
10 quemadmodum deus fecerit et condiderit caelum et terram et

40, 38 fidei - caritatis] cf. I Cor. 13, 13 41sq. carnalis - Christo] cf I Cor.
3,1
41, 3sq. Luc. 18, 8 4sq. dominus - est] cf. Matth. 16, 27 5sq. requies-
cant - suis] cf. Hebr. 4, 10 6sq. Matth. 5, 48

40, 35 concupiendam F, concupiscendam yM S 38 spei] speique O, spei-


que et L F, spei et R B M, edd. 40 possunt C, am er lo | arescere] non car
nalis add RB 41 spiritales O Gac. N | pascuntur O | intellegant H O
43 necdum A B
41, 1 vespera] est quae add. S, quae add. edd. | non om. NM 2 esse om.
edd. | enim om. lo ma 3 putasne N, putas cum S, edd. \ veniens L F ¥
M, veniat V \ et om. L F WM S, edd. (cf divers, quaest. 61, 8) | fidem]
suam add. AB 6 ii lo ma \ sicut] et add. VNC 7 qui - caelis] perfectus
ß 8 post] haec add. GN 9 ergo modo tr. a TS, edd. \ verbis] vobis a T
(cf.p.40)
xxm, 40 - xxrv, 42 in
omnem creaturam quam condidit, sed ista expositio per ordi-
nem dierum sic indicat tamquam historiam rerum factarum,
ut praedicationem futurorum maxime observet.
XXIV. 42. Si autem aliquem movet quod in istis aetatibus saeculi
duas aetates primas denis generationibus advertimus explicari,
tres autem consequentes singulae quattuordecim generationi
bus contexuntur, sexta vero ista nullo generationum numero
definita est: facile est videre etiam in unoquoque homine duas 5
primas aetates, infantiam et pueritiam, corporis sensibus in-
haerere; qui sensus corporis quinque sunt: visus auditus ol-
factus gustus et tactus; quinarius autem numerus duplicatus,
quoniam duplex est sexus humanus, unde generationes tales
existunt, masculinus et femininus - quinarius ergo ut dixi du- 10
plicatus denarium numerum facit. Iamvero ab adolescentia
deinceps, ubi iam ratio incipit in homine praevalere, accedit
quinque sensibus cognitio et actio quibus vita regitur et admi-
nistratur, ut iam septenarius numerus esse incipiat; qui simili-
ter duplicatus propter duplicem sexum in quattuordecim ge- 15
nerationibus eminet et apparet, quas habent tres aetates conse
quentes tamquam adolescentis et iuvenis et senioris. Senectutis
vero aetas sicut in nobis nullo statuto annorum tempore defi-
nitur, sed post quinque illas aetates quantum quisque vixerit

42, 2 duas - generationibus] cf. Luc. 3, 34-38 3-5 tres - definita est] cf.
Matth. 1, 17 17-20 senectutis - deputatur] Isid., orig. 11, 2, 7

41, 13 praedictionem Kpc. GSpc. | futurarum C


42, 1 in om. C W 5 etiam videre tr. R B | homine om. W 7 visus]
gustus add. T \ olfatus V Tac, odoratus G N 8 gustatus Hac. Kac. E
Aac.SyOm.T | duplicatur Cac. M 9 sexus] sensus G N Mac. 11 adole
scentia] et add. C VS, er lo ma 12 iam om. Cac. \ ratio iam tr. G NM S,
edd. | accidit D Cac. 13 cognitio] cogitatio N C WM 14 iam] etiam
A | incipiat esse tr. S, edd. 17 adolescentes y, adolescentiae WM \ iuve-
nes y, iuventutis WM \ senioris] seniores y, senectutis R M \ senectutis]
senectus O K E D T S, am er lo 18 aetas om. TS, am er lo \ tempore an
norum tr. W
112 Liberprimus

20 senectuti deputatur, sic et in ista aetate saeculi non apparent


generationes, ut etiam occultus sit ultimus dies quem utiliter
dominus latere oportere monstravit.
XXV. 43. Habet etiam unusquisque nostrum in bonis operibus
et recta vita tamquam distinctos istos sex dies, post quos debe-
at quietem sperare: primo die lucem fidei, quando prius visibi-
libus credit, propter quam fidem dominus visibiliter apparere
5 dignatus est. Secundo die tamquam firmamentum disciplinae,
quo discernit inter carnalia et spiritalia sicut inter aquas inferi
ores et superiores. Tertio die [quo] mentem suam ad ferendos
bonorum operum fructus separat a labe et fluctibus temptatio-
num carnalium tamquam aridam terram a perturbationibus
10 maris, ut iam possit dicere: mente servio legi dei, carne autem
legipeccati. Quarto die, quo iam in illo firmamento disciplinae
spiritales intellegentias operatur atque distinguit, videt quid sit
incommutabilis veritas quae tamquam sol fulget in anima, et
quemadmodum anima ipsius veritatis particeps fiat et corpori
15 ordinem et pulchritudinem praestet tamquam luna illuminans
noctem, et quemdmodum stellae omnes, intellegentiae spirita
les, in huius vitae obscuritate tamquam in nocte micent et ful

42, 21sq. cf. Matth. 24, 36; Marc. 13, 32


43, 4sq. propter - est] Isid., expos. in Gen. 1, 4 lOsq. Rom. 7, 25

42, 20 senectute Kac. Gac. Mac. | in om. NC 22 demonstravit er lo ma


43, 1 in bonis operibus unusquisque nostrum tr. V 2 et om. K E D \
erectam VKE, erecta D, rectam Gpc. A M | vitam V K A M, via Gac. N,
viam Gpc. | debet am ma 3 visibilibus] visibilius Vac, visibiliter S, in-
visibilibus Laurentianus 12.26, lo 6 quod L F VKac. C Aac. M 7 quo
delevi (cf. WS 111, p. 226) 8 fructus] praeparat add. L F \ seperate E, sepa-
rata M, om. ma \ a om. E \ fructibus D NC 8sq. carnalium temptatio-
num tr. C R 10 maris] secernit add. B, lo ma \ lege Gac. 11 legeOf
Gac, mente Mac. \ peccati legi tr. HLF \ quod Aac. M 12 spiritalis G
N | intellegentia G N \ vide Vac. C, videte G, videt et A M, vidit R \
quid] qui Oac, quae L F, lo ma 16 omnes] scilicet add. Parisinus lat.
14296, lo ma 17 obscuritatem G NMac.
XXIV, 42 - XXV, 43 113

geant. Quarum rerum notitia fortior effectus incipiat quinto


die in actionibus turbulentissimi saeculi tamquam in aquis ma-
ris operari propter utilitatem fraternae societatis et de corpo- 20
ralibus actionibus quae ad ipsum mare pertinent, id est ad
hanc vitam, producere animarum vivarum reptilia, id est ope-
ra quae prosint animis vivis, et cetos magnos, id est fortissimas
actiones quibus fluctus saeculi disrumpuntur et contemnun-
tur, et volatilia caeli, id est voces caelestia praedicantes. Sexto 25
autem die producat de terra animam vivam, id est de ipsa sta-
bilitate mentis suae ubi spiritales habet fructus, id est bonas
cogitationes, motus omnes animi sui regat, ut sit in illo anima
viva, id est rationi et iustitiae serviens, non temeritati atque
peccato. Ita fiat etiam homo ad imaginem et similitudinem 30
dei, masculus et femina, id est intellectus et actio, quorum co-
pulatione spiritalis fetus terram impleat, id est carnem sub-
iciat, et cetera quae iam in hominis perfectione superius dicta
sunt. In istis autem tamquam diebus vespera est in ipsa perfec
tione singulorum operum et mane in inchoatione consequen- 35
tium. Post istorum quasi sex dierum opera bona valde speret
homo quietem perpetuam et intellegat quid sit: requievit deus
septima die ab omnibus operibus suis, quia et ipse in nobis haec

43, 34-37 in istis - quietem] Isid., expos. in Gen. 1, 16sq. 37sq. Gen. 2, 2

43, 18 notitiam yM 19 turbulentissimis C WM | in- maris om. GN


20 utilitates HßNpc. WM, utilitatis G | societates Vac, societati Gac,
societatem Gpc. 21 agnitionibus aBpc. TS, am er 23 prosunt W | coe-
tos G, cetusÄ BM 24 agnitiones a T | fluctibus Hoc. M | et contem-
nuntur om. A B 26 die] dictum est add. A \ deom.OLFEyWM | est]
quae add. ARM 28 motus omnes om. G N, omnes motus tr. R 29 ac A
B, et R 30 fit O K, fiet F, sit E \ etiam om. ß 31 agnitio a T 32 spi-
ritales OGN, spiritalibus S \ fetos G, fetis S \ terram impleat] et terram
impletam G N 33 profectione N, perfectionem C 35 in om. OKEGN
RMac.T 36 speret] etiam add. am er lo 38 septimo T, ma
114 Liber primus

bona operatur, qui ut operemur iubet, et recte ipse requies-


40 cere dicitur, quia post haec omnia opera requiem nobis ipse
praestabit. Quomodo enim recte dicitur pater familias aedifi-
care domum, cum hoc non opere suo faciat, sed eorum quibus
servientibus imperat, sic recte dicitur et ab operibus requies-
cere, cum post perfectionem fabricae illis quibus imperabat
45 permittit, ut vacent et iucundo otio perfruantur.

43, 39 qui] et add. Eac. | ut] et Cac. | et om. E WM \ ipse recte tr. edd.
41 praestavit Vac. Kac. D 42 opere suo non tr. R B 43 si Oac. Gac.
Mac. | operibus] omnibus G N, omnibus operibus M 44 illius G NR
explicit liber primus de principio genesis contra manicheos V K E, incipit
liber secundus super genesim contra Manicheos S
LIBER SECUNDUS

1. Post enumerationem et expositionem dierum septem


interposita est quasi quaedam conclusio, et appellatus est liber
creaturae caeli et terrae quicquid superius dictum est, cum sit
parva pars libri; sed ideo sic meruit vocari, quia universi sae-
culi a capite usque ad finem quasi brevis aliqua imago in his 5
diebus septem figurata est. Deinde incipit de homine diligen-
tius narrari; quae omnis narratio non aperte, sed figurate ex-
plicatur, ut exerceat mentes quaerentium veritatem et spiritali
negotio a negotiis carnalibus avocet. Sic enim se continet:
*Hic est liber creaturae caeli et terrae, cum factus esset dies 10
quofecit deus caelum et terram bet omnia viridia agri, antequam
essent super terram, et omne pabulum agri, antequam germina-
ret. Nondum enim pluerat deus super terram nec erat homo qui
operaretur in ea. bFons autem ascendebat de terra et irrigabat om-
nem faciem terrae. 7Et tunc finxit deus hominem de limo terrae 1 5
et insufflavit in faciem eius flatum vitae, et factus est homo in
animam viventem. iEt tunc plantavit deus paradisum in Eden
ad orientem et posuit ibi hominem quem finxerat. 9Et produxit
adhuc deus de terra omne lignum formosum ad aspectum et bo-
num ad escam; et lignum vitae plantavit in medio paradisi et lig- 20

1, 2sq. Gen. 2, 4 10-20 Gen. 2, 4-9

1,2 quasi om. K ED | appellata D R, appellatum S 4 universa a yM,


universitas T | saecula NMpc. 5 a om. Vac, ac Kac. | aliqua] quaedam
Bambergensis Patr. 11, er lo ma 7 narrare Vpc. D NR BMpc. S, am er, trac-
tare lo \ quae] quia V 8 mentes] fidelium add. O 10 hic est om. G N |
cum] dum lo | est M 11 omnia] arida add. Sac. 12 esset C | essent -
antequam om. GNRac. 13 et nondum G N \ enim om. M 14 descen-
debatGN 15 tunc om. T, cum er 16 facieZ) | vitae] eius C | est om.
S | homo om. N 17 tunc om. Cac. 17sq. tunc - et2 om. R 18 ab Ori
ente C | produxerat Dac.
116 Liber secund us

num scientiae boni et mali. 10Flumen autem prodiebat ex Eden et


irrigabat paradisum; inde dividitur in quattuor partes: unomen
uni Phison; hoc est quod circuit totam terram Evilat; ibi est au
rum, naurum autem terrae illius optimum, et ibi est carbunculus
25 et lapis prasinus. uEt nomen secundi fluminis Geon; hoc circuit
totam terram Aethiopiae. uEt flumen tertium Tigris; hoc est
quod vadit contra Assyrios. Et flumen quartum dicitur Euphra-
tes. lbEt sumpsit dominus deus hominem quem fecerat etposuit il-
lum in paradiso, ut operaretur ibi et custodiret eum. ibEt praece-
30 pit dominus deus Adae dicens: ex omni ligno quod est in paradiso
edes ad escam, ude ligno autem scientiae boni et mali non edetis
ab eo: qua die enim ederitis ab Mo, morte moriemini. uEt dixit
dominus deus: non est bonum esse hominem solum; faciamus ei
adiutorium simile sibi. 19Et quaecumque finxerat deus ex omni
35 genere pecorum et ex omni genere bestiarum agri et ex omni gene-
re volatilium volantium sub caelo, perduxit ea ad Adam, ut vidie
ret quid ea vocaret; et vocavit ea omnia Adam animam vivam,
hoc est nomen eius. 20Etpost hoc vocavit Adam nomina ommum

1, 21-38 Gen. 2, 9-20

1,21 prodibat O B, am er lo mi 22 paradisum] quod add. L FS, edd., qui


add. Mpc. | in] per R 23 unius O L F V \ hoc] id C | totam] omnem
T | ubiDGNApc.MS,amerlo | est aurum] aurum nascitur et S, am er
lo 24 autem om. S, am er lo \ optimum] est add. FM T | et om. H T S,
edd. | ibi] ipse A ac. \ est om. C 25 hic G N 26 Aethiopiam K E D G
NAac. Mpc. | etom.GNM | hic Mpc. 27 qui Vac. M, quo Vpc. \ et
om. Mac. \ flumen] autem add. Mpc. 28 dominus om. F C | illum] eum
Sac, edd. 29 paradisum O LF yM | ibi om. Gac. 30 dominus om. C \
deus om. Gac. | in paradiso est tr. V 31 ad escam om. C \ autem om. O
32 ab eo om. R \ enim om. G N \ comederitis R \ ab] ex R \ illo] eo
ß W 33 esse om. E \ hominem esse tr. S 34 similem E G B M Tac. \
finxit G N | dominus deus R B 35sq. ex - et1 om. er \ ex omni genere2
om.S,amer 36 volatilium om. O, et add. M \ volantium om. OL FApc.
T 37 ea quid tr. Mac. \ et] quod add. S, edd. \ Adam omnia tr. K E D S
38 h^hiecLGNMTS,edd. \ vocabit KED
1,1-2 117

pecorum et omnium avium caeli et omnium bestiarum agri; et


secundum quod vocavit ea Adam, hoc est nomen eorum usque in 40
hodiernum diem. Ipsi autem Adae nondum fuit adiutorium si-
mile Mi. 2lEt immisit deus soporem in Adam, et obdormivit; et
sumpsit deus unam ex costis eius et implevit locum eius carne, 22et
formavit deus costam quam accepit ab Adam in mulierem. Et
adduxit illam ad Adam, ut videret quid eam vocaret. "Et dixit 45
Adam: hoc nunc os de ossibus meis et caro de carne mea; haec
vocabitur mulier, quoniam de viro suo sumpta est, et haec erit
mihi adiutorium. uPropter hoc relinquet homo patrem et
matrem et adiungetur uxori suae, et erunt duo in carne una. 2SEt
erant ambo nudi, Adam et mulier eius, et non confundebantur. 50
2. lSerpens autem erat sapientior omnium bestiarum, quae erant
super terram, quas fecerat dominus deus. Et dixit serpens ad
mulierem: quare dixit dominus deus, ne edatis ab omni ligno
quod est in paradiso? 2Et dixit mulier ad serpentem: ex omni lig
no quod est in paradiso edemus; iafructu autem ligni quod est in 5
medio paradisi dixit deus ne edamus, sed neque tangamus, ne mo-

1,39-50 Gen. 2,20-25


2, 1-6 Gen. 3, 1-3

1,39 caeli avium tr. G N 40 secundum] iuxta T | vocabit K E D 41


Adae om. A | nondum] non C R | fuit] erat R, fuerat T 42 dominus
O | soporem deus tr. S 43 deus om. G M | ex] de yM T S, edd. | ei
M | in carne L F 44 firmavit G N \ ab] de C 44sq. in - Adam om.
E | muliere//N 45 vocaret eam tr. S 46 de] ex F E y R T S, edd. 47
quoniam] quia ß G N WM, quae C | suo om. LKEDGNRM, lo 48
haec om. G \ in adiutorium Oac. F C S, adiutorio ß R B, in adiutorio
Apc, adiutorium et T | hoc] quod WM | relinquit Gac. Nac. Aac. |
homo relinquet tr. C 49 adiungitur y, adhaerebit S, am er lo \ erint
Apc. | et' om. D 50 erunt Mac. \ mulier eius] uxor sua M
2, 1 autem] ibi add. ß 3 dominus om. OL F, edd., deus om. M \ ederitis
am er lo \ ab om. Cac. 4 ad serpentem om. M \ ex] ab G N \ ligno
om.Vac. 5 edimus CBMpc, lo 6 paradiso FT \ neque] nec C
118 Liber secundus

riamur. *Et dixit serpens mulieri: non morte moriemini; bsciebat


enim deus quia, qua die manducaveritis ex Mo, aperientur oculi
vestri et eritis sicut dii scientes bonum et malum. bEt vidit mulier
10 quia bonum est lignum in escam et quia bonum est oculis ad vi-
dendum et cognoscendum; et sumpsit fructum de ligno Mo et
manducavit et dedit viro suo; et accepit Adam et manducavit; 7et
aperti sunt oculi eorum, et tunc scierunt quia nudi erant; et
sumpserunt folia fici etfecerunt sibi succinctoria. %Et cum audis-
15 sent vocem domini deambulantis in paradiso ad vesperam, ab-
sconderunt se tunc Adam et mulier eius abante faciem domini
dei ad Mam arborem quae erat in medio paradiso. 9Et vocavit
dominus deus Adam et dixit Mi: Adam, ubi es? 10Et dixit ille: vo
cem tuam audivi, domine, in paradiso et timui et abscondi me,
20 quia nudus sum. nEt dixit dominus deus: quis nuntiavit tibi quia
nudus es, nisi quia ab Ma arbore, de qua dixeram tibi ex Ma sola
non manducares, ex Ma manducasti? uEt dixit Adam: mulier
quam dedisti mihi, ipsa mihi dedit ut ederem, et manducavi. nEt

2, 7-23 Gen. 3, 4-13

2, 7 ad mulierem Aac. S, am er lo | scit R B M 8 deus enim tr. S \


manducaretis S, am er | illo]eo.M 10 est1 om. G N Sac. \ est2 om. S \
vivendum C 11 et1] ad add. G N \ illo om. A M 13 eorum] amborum
N 14 sumpserunt] fecerunt HO ßC A Mac. S, am, acceperunt G NR T,
consuerunt Mpc, suerunt er, sibi add. H O ß N C VMS, edd. (cf. Petr.
Chrys., serm. 106, 68) | fici om. C \ sibi om. A Mpc. | audierunt T 15
in] de N \ paradisum FR B 16 se] sibi add. N | tunc om. O L F T S,
edd. | mulier] uxor Sac. \ eius] absconderunt se add. Gpc. | abante]
ante OL FC WM, lo,3.S,amer \ hcieS,amer \ domini om. R 17 dei]
sui add. S, am er lo \ in medio erat tr. Spc. \ paradisi V C Apc. R M \
vocabit Kac. D 18 A\i\eißR \ et2 - ille om. A 18sq. audivi domine
vocem tuam tr. C 19 domine audivi tr. R 20 tibi nuntiavit tr. y 21
esses R \ quia om. G CR B \ ab] de y \ tibi] ut add. Dpc. N 22 non]
ne C | manducare ¥, er lo mi \ ex illa om. Cac. 23 mihi1] om. G,
sociam add. S, am er lo \ ipsa mihi om. a WM T S, edd. \ mihi2 om. C \
dedit] dixit G N
1,2 119

dixit deus mulieri: quid hoc fecisti? Et dixit mulier: serpens sedu-
xit me, et manducavi. uEt dixit dominus deus serpenti: quia hoc 25
fecisti, maledictus tu ab omni pecore et ab omni genere bestia-
rum. Pectore et ventre repes et terram manducabis omnibus die-
bus vitae tuae. l5Et inimicitiam ponam inter te et inter mulierem
et inter semen tuum et inter semen mulieris. Ipsa tuum obser-
vabit caput et tu eius calcaneum. lbEt mulieri dixit: multiplicans 30
multiplicabo dolores tuos et suspiria tua, et in doloribus paries
filios; et ad virum tuum conversio tua, et ille tui dominabitur.
vEt tunc dixit deus ad Adam: quia audisti vocem mulieris tuae et
manducasti de ligno, de quo praeceperam tibi ex Mo solo ne ede-
res, maledicta terra erit tibi in omnibus operibus tuis, et in tristi- 35
tia et gemitu tuo manducabis ex ea omnibus diebus vitae tuae.
nSpinas et tribulos germinabit tibi, et edes pabulum agri tui; i9in
sudore vultus tui edes panem tuum, donec revertaris in terram,
de qua sumptus es; quia terra es et in terram ibis. 20Et tunc Adam
imposuit nomen uxori suae 'Vita', quia haec est mater omnium 40
vivorum. 2lEt tunc fecit dominus deus Adae et mulieri eius tuni-

2,24-41 Gen. 3, 13-21

2, 24 dominus L F S | hoc om. K E | seduxit] decepit R 25 dominus


om. ß | deus om. y WM S | haec G N, om. C 26 maledictus] es add. R
B | ab2 om. a TS, edd. 27 repis G | et2 om. y \ diebus om. R 28 ini-
micitiasjlf | inter2 om. K E D y WM TS, edd. 29 et1 om. N \ inter2 om.
ß G N M | mulieris] illius T S, edd. 30 et1 om. Oac. \ eius] ei G |
dixit] deus add. VK E 31 multiplicabo om. Mac, multiplicavi R \ dolo
ribus] dolores E 32 filios] tuos add. B,loma \ conversatio A ac. \ tibi O
33 tunc om. KE D Cac, post T | deus om. A M \ ad om. R \ exaudisti
A R | uxoris R 34 de quo] quod C | ederis G C A \ ne ederes ex illo
solo tr. ß 35 tuis operibus tr. Oac. 36 tuo om. C \ tuae] et add. GNM
37 generabit HOLDA TS \ pabulo Mac, pulverem C 39 de] ex ß y W
M | ibis] reverteris H, lo 40 posuit aE y WM TS, am er lo \ uxoris G N
R T | vita] Eva C Mpc, vitae A, vitam T \ haec - mater] haec mater
Oac. L FE G, mater est S, edd. 41 virorum VK D, om. E \ dominus om.
WM | mulieri eius] uxori suae S
120 Liber secundus

cos pellicias et induit Mos. 12Et dixit deus: ecce Adam factus est
tamquam unus ex nobis ad scientiam cognoscendi bonum et ma-
lum. Et tunc ne porrigeret manum suam Adam ad arborem vitae
45 et sumeret sibi inde et ederet et viveret in aeternum, 23dimisit
eum dominus deus de paradiso suavitatis, ut operaretur terram,
de qua et sumptus fuerat. 2>,Et eiectus foras de paradiso moratus
est contra paradisum voluptatis. Et Cherubim et illam flamme-
amframeam quae versatur posuit deus ad custodiendam viam ar-
50 boris vitae.
II. 3. Haec secreta verborum si non reprehendentes et accu-
santes, sed quaerentes et reverentes Manichaei mallem discu-
tere, non essent utique Manichaei, sed daretur petentibus et
quaerentes invenirent et pulsantibus aperiretur. Plures enim
5 quaestiones in hoc sermone proponunt qui diligentia pia quae-
runt, quam isti miseri atque impii; sed hoc interest, quod illi
quaerunt ut inveniant, isti nihil laborant nisi non invenire
quod quaerunt. Hic ergo totus sermo primo secundum histo-
riam discutiendus est, deinde secundum prophetiam. Secun-
10 dum historiam facta narrantur, secundum prophetiam futura
praenuntiantur. Sane quisquis voluerit omnia quae dicta sunt
secundum litteram accipere, id est non aliter intellegere quam

2, 42-50 Gen. 3, 21-24


3, 3sq. cf. Matth. 7,7 & primo] cf. cap. 4sqq. 9 deinde] cf. cap. 37sqq.
11-25 sane - dignatur] Gen. ad litt. 8, 2

2,42 'illos]eosFNCM,ülisEac.,e3sG | eos induit R | deus] dominus


S, om. er lo ma 43 tamquam] quasi ßGN 44 ad arborem Adam tr. M \
vitae om. Mac. 45 et1] ut N \ inde sibi tr. G N 46 terra V 47 et1 om. y
WM | assumptus C | fuerat] est Gac, erat M \ et2 om. GW 48 volun-
tiüsA 49 frameam] rumpheam Bac. 50 vitae om.Rac.
3, 2 revertentes Hac. O Gac. CAac. M Sac, reverenter K 3 paenitenti-
bus M, in venia add. Aac, venia add. R B, veniam add. Mac. 5 quia E,
quid M 8 ergo om. OS 9 discutiendum Vac. G 9sq. secundum - pro
phetiam om.EM 11 praedicantur ß
1,2 121

littera sonat, et potuerit evitare blasphemias et omnia congru-


entia fidei catholicae praedicare, non solum ei non est invi-
dendum, sed praecipuus multumque laudabilis intellector ha- 15
bendus est. Si autem nullus exitus datur, ut pie et digne deo
quae scripta sunt intellegantur, nisi figurate atque in aenigma-
tibus proposita isu credamus habentes auctoritatem apostoli-
cam, a quibus tam multa de libris veteris testamenti solvuntur
aenigmata, modum quem intendimus teneamus adiuvante illo 20
qui nos petere, quaerere et pulsare adhortatur, ut omnes istas
figuras rerum secundum catholicam fidem, sive quae ad histo
riam sive quae ad prophetiam pertinent, explicemus non prae-
iudicantes meliori diligentiorique tractatui sive per nos sive
per alios, quibus dominus revelare dignatur. 25
IH. 4. Factus est ergo dies, quo diefecit deus caelum et terram et
omnia viridia agri, antequam essent super terram, et omne pabu-
lum agri. Superius septem dies numerabantur, nunc unus dici-
tur dies, quo diefecit deus caelum et terram et omne viride agri
et omne pabulum; cuius diei nomine omne tempus significari 5
bene intellegitur. Fecit enim deus omne tempus simul cum
omnibus temporalibus creaturis; quae creaturae visibiles caeli
et terrae nomine significantur. Movere autem nos debet ad

3,21 cf.lAixxh.7,7
4, 1-3 Gen. 2, 4-5 3-5 supenus - significari] Isid., expos. in Gen. 2, 14sq.
4sq. Gen. 2, 4-5 6sq. fecit - creaturis] cf. Sir. 18, 1

3,13 potuerat Dac, poterit GNM | vitare Cac, am, curare Bac \ blas-
phemiam G NA/ 15 praecipuum A ac. M 16 de deo y, lo 17 aenigmatis
H O V D M, maur, aenigmate L F y, lo 18 habent A R M 19 a om. K E
D | solvuntur] in add. VM 20 aenigmata] ut add. ARM 21 hortatur y
M 25 dignetur G N
4, 1 die om. VM \ dominus R B \ caelum - et2 om. R 2 omne viride S,
edd. 3 numerantur ma 4 omnia viridia L F G N 5 omne om. L F T |
significare CMac. 7 temporibus Cac, temporibus et A | creaturis tem
poralibus fr. edd.
122 Liber secundus

quaerendum, quod, cum diem, qui factus est, et caelum et ter-


10 ram nominasset, adiecit etiam: viride agri et omne pabulum.
Non enim quando dictum est: in principio fecit deus caelum et
terram, tunc dictum est factum esse omne viride agri et pabu
lum: manifeste enim legitur, quod tertio die factum est omne
viride et pabulum agri; quod autem dictum est: in principio
15 fecit deus caelum et terram, non pertinet ad aliquem dierum ex
illis septem diebus. Adhuc enim vel materiam ipsam, unde
facta sunt omnia, caeli et terrae nomine nuncupabat, vel certe
prius totam creaturam caeli et terrae nomine proposuerat di-
cendo: in principio fecit deus caelum et terram, et postea parti-
20 culatim per ordinem dierum, sicut oportebat propter prophe-
tiam quam in primo libro commemoravimus, dei opera exse-
cutus exposuit. Quid sibi ergo vult, quod nunc nominato cae-
lo et terra addidit: viride agri et pabulum et tacuit cetera tam
multa, quae sunt in caelo et in terra vel etiam in mari, nisi
25 quia viride agri invisibilem creaturam vult intellegi sicut est
anima? Ager enim solet in scriptum figurate mundus appella-
ri. Nam et ipse dominus ager est, inquit, hic mundus, cum il-
lam parabolam exponeret, ubi bono semini sunt commixta zi-
zania. Viride ergo agri spiritalem atque invisibilem creaturam
30 dicit propter vigorem vitae, et nomine pabuli utique propter
vitam bene hoc ipsum interpretamur.

4, 10 Gen. 2, 5 llsq. Gen. 1, 1 13sq. Gen. 2, 5 14sq. Gen. 1, 1 19


Gen. 1, 1 21 in primo libro] cf. capp. 35sqq. 22-26 quid - anima] Isid.,
expos. in Gen. 2, 15 23 Gen. 2, 5 27 Matth. 13, 38 30sq. nomine -
vitam] cf. retract. 1, 10, 6

4, 9 qui] quo G Mpc. TS, am er lo, om. Cac. | factum Gpc. N Cac. Mpc.
TS,amerlo | et1 om. yM TS, am er lo, cum R B \ terra VT, am er 11
deus om. O Vac. 12 terram] deus add. O | esse] est R B S 13 enim om.
O L F T, autem G N 17sq. nuncupabat - nomine om. F G 21 libro
primo tr. AB 23 addit /if£.D CA | et pabulum om. G N 25 est om. G
N 27 hic inquit tr. edd.
m, 4 - IV, 5 123

5. Deinde quod addidit: antequam esset super terram, mtel-


legitur: antequam anima peccaret. Terrenis enim cupiditatibus
sordidata tamquam super terram nata vel super terram esse
recte dicitur. Ideoque addidit: nondum enim pluerat deus super
IV. terram, quia et nunc viride agri deus facit, sed pluendo super 5
terram, id est facit animas revirescere per verbum suum, sed
de nubibus eas irrigat, id est de scripturis prophetarum et apo-
stolorum. Recte autem appellantur nubes, quia verba ista,
quae sonant et percusso aere transeunt, addita etiam obscuri-
tate allegoriarum quasi aliqua caligine obducta velut nubes 10
fiunt; quae dum tractando exprimuntur, bene intellegentibus
tamquam imber veritatis infunditur. Sed hoc nondum erat
antequam anima peccaret, id est antequam viride agri esset su
per terram: nondum enim pluerat deus super terram nec erat ho-
mo qui operaretur in ea. Laboranti enim homini in terra imber 15
de nubibus est necessarius, de quibus nubibus iam dictum est.
Post peccatum autem homo laborare coepit in terra et necessa-
rias habere illas nubes; ante peccatum vero cum viride agri et
pabulum fecisset deus, quo nomine invisibilem creaturam sig-
nificari diximus, irrigabat eam fonte interiore loquens in in- 20

5, 1 Gen. 2, 5 1-4 deinde - dicitur] Isid., expos. in Gen. 2, 16 4sq.


Gen. 2, 5 14sq. Gen. 2, 5 18sq. Gen. 2, 5

5, 1 essent M TS, edd. | terram] et add. V 2 enim] autem G, om. Rac.


3 sordidatam Eac, sordida Cac. | terram] esse add. L F 3sq. recte esse
tr. ßR 4 dominus G, om. M | supra ma 5 tunc A M | viridia C | fe-
cit Vac. C A Rac. M | sed] scilicet T 6 est] cum add. WM S, am er lo |
reviscere Oac, reviviscere Opc. F K ED GRT, revivescere NM, requiesce-
re C | sed om. R B 7 de2] in O T, om. FN 8 appellamus G N, appella-
tur Cac. 9 sonant] scisso add. A M S, am er lo \ addidit G A, addit N,
aditamif | etiam om. CR B, et A 9sq. obscuritatem allegoriae G N 12
hoc] quod add. G 14 supra maur 17 necessarius Gac. Mac, necessarium
A 19 quo] qui Mac. | nomine] non add. F, om. Sac. 20 irrigabat] et
rigabat A \ eam] enim G N, om. S \ in] ut Vac, om. Aac. \ intellectum
a V, ma
124 Liber secundus

tellectu eius, ut non extrinsecus verba exciperet tamquam de


supradictis nubibus pluviam, sed fonte suo, hoc est de intimis
suis manante veritate satiaretur.
V. 6. Fons enim ascendebat de terra, inquit, et irrigabat
omnem fadem terrae, de terra scilicet de qua dicitur: spes mea
es tu, portio mea in terra viventium. Quando autem anima tali
fonte rigabatur, nondum per superbiam proiecerat intima sua.
5 Initium enim superbiae hominis apostatare a deo. Et quoniam
in exteriora per superbiam tumescens coepit non irrigari fonte
intimo, bene illi insultatur verbis propheticis et dicitur: quid
superbit terra et cinis? Quoniam in vita sua proiecit intima sua.
Quid est enim aliud superbia nisi deserto secretario conscien-
10 tiae foris videri velle quod non est? Et ideo iam laborans in
terra necessariam habet pluviam de nubibus, id est doctrinam
de humanis verbis, ut etiam hoc modo possit ab iila ariditate
revirescere et iterum fieri viride agri. Sed utinam vel pluviam
veritatis de ipsis nubibus libenter excipiat! Nam propter illam
15 dominus noster nubilum carnis nostrae dignatus assumere
imbrem sancti evangelii largissimum infudit promittens etiam
6, lsq. Gen. 2, 6 2sq. Ps. 141, 6 4 Sir. 10, 10 5 Sir. 10, 14 7 verbis -
cinis] cf. retract. 1, 10, 7 7sq. Sir. 10, 9-10 14-16 propter - infudit] cf.
Isid., expos. in Gen. 2, 17

5, 21 ut om. V | excipere maur | de om. N, ex S, edd. 23 manente


Dac. Cpc Mac, lo, manenti Cac.
6, 1 inquit ascendebat de terra tr. S, ascendebat inquit de terra tr. edd. 2
de1 - qua] de qua scilicet terra TS, am er lo 3 es om. M | portio mea om.
Gac. 4 irrigabatur G C, edd. \ per superbiam] superbia Oac. G N, om. B
5-8 initium - sua om. R ac. 5 initium] est add. T \ superbia G M \ apo-
stareAT£ 6 interiora A M \ intumescens O | rigari F S, irrigare Gac. 7
insultabatur H O | insultatur illi tr. S, edd. 8 superbis Vpc. T \ vita] ira
Cac. 9 enim est tr. O \ superbia aliud tr. S, edd. \ secreto Laurentianus
12.26, er lo 10 laborans iam tr. S, edd. 12 possint A R 13 revivescere F
Kac.NCpc.M,reviviscereKpc.£DGCac. 14 accipiat F, excipiant A R
M 15 noster] non Hac. O, om. T S, am er | dignatus] est add. H C A
Mac, am er lo
IV, 5-V.6 125

quod, si quis biberit de aqua eius, rediet ad illum intimum


fontem, ut forinsecus non quaerat pluviam. Dich enim: fiet in
eofons aquae salientis in vitam aeternam. Iste, credo,/o«5 ante
peccatum ascendebat de terra et irrigabat omnem faciem terrae, 20
quia interior erat et nubium non desiderabat auxilium: non-
dum enim pluerat deus super terram nec erat homo qui operare-
tur in ea. Cum enim dixisset: nondum pluerat deus super ter
ram, subiecit et causam quare nondum pluerat: quia non erat
homo qui operaretur in ea. Tunc autem homo coepit operari in 25
terra, cum post peccatum de beata vita dimissus est, qua in
paradiso fruebatur. Sic enim scriptum est: dimisit eum domi
nus deus de paradiso suavitatis, ut operaretur terram, de qua et
sumptus fuerat, unde suo loco requiremus. Quod nunc ad hoc
commemoravi, ut intellegeremus laboranti homini in terra, id 30
est in peccatorum ariditate constituto, necessariam esse de hu-
manis verbis divinam doctrinam tamquam de nubibus pluvi
am. Talis autem scientia destruetur. Videmus enim nunc in ae-
nigmate tamquam in nubilo saginam quaerentes, tunc autem
facie adfaciem, quando universa facies terrae nostrae interiore 35
fonte aquae salientis irrigabitur. Nam si fontem aliquem huius
visibilis aquae voluerimus intellegere, de quo dictum est: fons

6, 17sq. cf. loh. 4, 13 18sq. loh. 4, 14 19sq. Gen. 2, 6 21-23 Gen. 2, 5


23sq. Gen. 2, 5 24sq. Gen. 2, 5 27-29 Gen. 3, 23 29 suo loco] cf.
infra cap. 34 33 I Cor. 13, 8 33-35 I Cor. 13, 12 37sq. Gen. 2, 6

6, 17 quod si om. A | qui Aac, ut Apc, om. R B | rediret R, lo 18


fiet] fiet enim G N, fit Aac, om. Mac. 23-25 cum - ea om. L 23 non
dum] enim add. M TS, edd. 24 pluerat] deus add. VKE | non] nondum
C S, am er lo 25 autem] aut E, enim R 26 terram K E | demissus Cac.
R B S | qua] quia E D, de qua A ac. 27 est] et add. S, edd. \ eum] enim
O, enim eum C 28 deus om. ER \ et om. M 29 unde] et add. FG N \
requirimus Gac. N Tac. 33 enim] autem G N, om. C \ nunc] tamquam
A, nunc per speculum S, am er lo 34 sagenam Opc. E, sagittam G N 35
interiori L F Vpc. R 36 aquae fönte fr. WM
126 Liber secundus

autem ascendebat de terra et irrigabat omnem faciem terrae, non


est verisimile quod, cum tam multi fontes perennes sive rivo-
40 rum sive fluviorum per universam terram inveniantur, solus
ille siccaverit qui irrigabat omnem faciem terrae.
VI. 7. Sub his ergo paucis verbis universa creatura nobis insi-
nuata est ante peccatum animae. Nomine enim caeli et terrae
universa visibilis creatura significata est, et nomine diei uni
versum tempus, et nomine viridium et pabuli agri creatura
5 invisibilis, et nomine fontis ascendentis et irrigantis omnem
faciem terrae inundatio veritatis animam satians ante pecca
tum. Dies autem iste, cuius nomine universum tempus signi-
ficari diximus, insinuat nobis non solum visibilem, sed etiam
invisibilem creaturam tempus posse sentire; quod de anima
10 nobis manifestatur, quae tanta varietate affectionum suarum et
ipso lapsu, quo misera facta est, et reparatione, qua rursus in
beatitatem redit, tempore mutari posse convincitur. Et ideo
non dictum est: cumfactus esset dies, quo diefecit deus caelum et
terram tantum, quibus nominibus visibilis creatura intimatur,
15 sed additum est etiam: viride et pabulum agri, quo nomine in
visibilem creaturam propter vigorem et vitam significari dixi
mus, sicuti est anima. Et ita dictum est: cum factus esset dies,
quo diefecit deus caelum et terram et omne viride et pabulum

6,41 Gen. 2, 6
7, 13sq. Gen. 2, 4 15 Gen. 2, 5 17-19 Gen. 2, 4-5

6, 40 inveniantur] ut add. G N
7, lsq. nobis - est] significata est nobis S, nobis significata est am er lo 2
enim om. Oac. G 3 significata] insinuata S, am er lo 5 accedentis Hac.
Rac.,om.Cac. 7 significare G Mac. 8 dixerimus // O 8sq. sed - invisi
bilem om. L FT, sed - creaturam om. Hac. lOsq. nobis - misera om. T \
et] in add. G N 11 est] quam add. T S | reparationem V, separatione A
B | qua] quem Aac, quam Apc. 12 beatitudinem NR MS \ reddit V,
recedit Gac. 13 non om. A 15 additum] dictum O 18 omnem viridem
Vac. Kac. 18sq. et3 - agri] agri pabulum KE
V, 6 - Vn, 8 127

agri, ut sic intellegeremus non solum visibilem, sed etiam invi-


sibilem creaturam pertinere ad tempus propter mutabilitatem, 20
quia solus deus est incommutabilis qui est ante tempora.
VE. 8. Nunc videamus post universae creaturae insinuationem
tam visibilis quam invisibilis et universale beneficium divini
fontis erga invisibilem creaturam, quid de homine specialiter
intimetur, quod ad nos maxime pertinet. Primo enim quod de
limo terrae deus hominem finxit, solet habere quaestionem, 5
qualis ille limus fuerit vel quae materia nomine limi significata
sit. Uli autem inimici veterum librorum omnia carnaliter intu-
entes et propterea semper errantes etiam hoc reprehendere
mordaciter solent, quod de limo deus hominem finxit. Dicunt
enim: quare de limo fecit deus hominem? An defuerat ei me- 10
lior et caelestis materia, unde hominem faceret, ut de labe ter-
rena tam fragilem mortalemque formaret?, non intellegentes
primo, quam multis significationibus vel terra vel aqua in
scripturis ponatur; limus enim aquae ac terrae commixtio est.
Quid autem mirum aut difficile deo, etiamsi de limo istius 15
terrae hominem fecit, tale tamen corpus eius efficere, quod
corruptioni non subiaceret, si homo praeceptum dei custo-
diens peccare noluisset? Si enim speciem caeli ipsius de nihilo
vel de informi materia dicimus factam, quia omnipotentem
artificem credimus, quid mirum si corpus, quod de limo qua- 20
licumque factum est, potuit ab omnipotenti artifice tale fieri,

7, 20 mutabilem K E D 21 immutabilis est C, incommutabilis est tr.


edd. | omnia tempora D
8, 4 intimemus S, am 4sq. de - hominem] deus hominem de limo terrae
tr. T 5 solent CM 7 est C, sunt Mac. 11 terrenam Vac. A ac. 11 sq.
terrena tarn] terrae natam G CMac. 12 tarn om. L F Vac. Aac. 14 enim]
autem C, et add. S | ac] et G N S, ma 15-23 quid - tabesceret huc trans-
posui (cf. WS 111, p. 227), in codd. et edd. verbum meruimus (/. 26) sequuntur
15 autem] enim WM \ istius] huius W 15sq. terrae istius tr. ß 16 fecit
hominem tr. W \ eius om. am er 17 subiceret A ac. R Mac. \ praecepta
DSac. 21 omnipotente Dac. CApc. R B M
128 Liber secundus

ut nulla molestia, nulla indigentia cruciaret hominem ante


peccatum et nulla corruptione tabesceret? Dicimus enim tabi-
dum et fragile et morti destinatum corpus humanuni post pec-
25 catum esse coepisse. Non enim in nostro corpore isti exhor-
rescunt nisi mortalitatem, quam damnatione meruimus.
9. Itaque superflue quaeritur unde hominis corpus deus
fecerit, si tamen nunc de corporis formatione dicitur. Sic enim
nonnullos nostros intellegere accepi, qui dicunt, posteaquam
dictum est: finxit deus hominem de limo terrae, propterea non
5 additum: 'ad imaginem et similitudinem suam', quoniam nunc
de corporis formatione dicitur; tunc autem homo interior sig-
nificabatur, quando dictum est: fecit deus hominem ad ima
ginem et similitudinem dei. Sed etiam si nunc quoque homi
nem ex corpore et anima factum intellegamus, ut non alicuius
10 novi operis inchoatio, sed superius breviter insinuati diligenti-
or retractatio isto sermone explicetur, si ergo, ut dixi, homi
nem hoc loco ex corpore et anima factum intellegamus, non
absurde ipsa commixtio limi nomen accepit. Sicut enim aqua
terram colligit et conglutinat et continet, quando eius com-
15 mixtione limus efficitur, sic anima corporis materiam vivifi-
cando in unitatem concordem conformat et non permittit labi
et resolvi.

9, 3-8 qui - dei] cf. e. g. Hil., in psalm. 118 iod 6-8 (p. 442-444); in psalm.
129, 5 (p. 651); Greg. Ilib., tract. Origenis 1, 14-16 4 Gen. 2,7 5 cf.
Gen. 1, 27 7sq. Gen. 1, 27

8,24 fragilem VC 26 damnationem O, am


9, 1 homini G C 2 faceret F | corpori Gac, corpus Mac. | sic] si E
Mac. 3 nostros om. G N | accipi Oac. Gac. Mac. 4 non om. Oac. S 5
additum] est add. Apc. S, esse add. am er 6 significatur S, am 8 et simili
tudinem om. KED GN \ dei] suam RM 10 insuati Vac, insinuat Gac.
N M, insinuata Gpc, insinuatione C 13 commixtione G N, ma 15
limus] eius add. ma \ afficitur Gac. N \ materia V 16 unitate L F \
confirmat NC WM TSpc. 17 solvi G NA, dissolvi R
vn, 8 - vm, 10 129

VIR 10. Quod autem scriptum est: et insufflavit in eum spiri


tum vitae, etfactus est homo in animam viventem, si adhuc cor
pus solum erat, animam adiunctam corpori hoc loco intelle
gere debemus; sive quae iam facta erat, sed tamquam in ore dei
erat, id est in eius veritate vel sapientia, unde tamen non reces- 5
sit quasi locis separata, quando insufflata est - non enim deus
loco continetur, sed ubique praesens est - , sive tunc anima
facta est, quando in illud figmentum deus insufflavit spiritum
vitae, ut illa insufflatio ipsam operationem dei significet, qua
fecit animam in homine spiritu potentiae suae. Si autem homo 10
ille, qui factus erat, iam corpus et anima erat, ipsi animae sen-
sus est additus ista insufflatione, cum factus est homo in ani
mam viventem, non quia illa insufflatio conversa est in ani
mam viventem, sed operata est animam viventem. Nondum
tamen spiritalem hominem debemus intellegere qui factus est 15
in animam viventem, sed adhuc animalem. Tunc enim spirita-
lis effectus est, cum in paradiso, hoc est in beata vita, constitu-
tus praeceptum etiam perfectionis accepit, ut verbo dei con-
summaretur. Itaque postquam peccavit recedens a praecepto
dei et dimissus est de paradiso, in eo remansit ut animalis es- 20
set. Et ideo animalem hominem prius agimus omnes, qui de

10, lsq. Gen. 2, 7 12sq. I Cor. 15, 45 15sq. I Cor. 15, 45 21 anima
lem - omnes] cf. retract. 1, 10, 8

10,1 eum] faciem eius N 2 est om. K | viventem] vivam T 3 erat] in


add. M 4 quae] quia A M, er, quam R 6 deus om. G N 9 quam L Kac. D
G N, quae Aac. M 10 animas A M | hominem G N S, am, hominis C,
homines A M \ spiritum V, spiritales A M 11 erat1] fuerat T | iam] et
add. G N \ ipsis Hoc., ipse M \ sensus] spiritus G N 12 additur Gac.
N | additus est tr. ß R \ cum] qua G M, quia N 14 est om. M Sac, in
add. a Nac. B, edd. 15 hominem spiritalem tr. WM 18 verbumGN 19
peccavit] et add. C 20 est om. H O ß y WM, lo \ eo] ore Hac, hoc O L F,
lo ma, errore G N \ mansit Hac. GN 21 et om. G N, sed C
130 Liber secundus

illo post peccatum nati sumus, donec assequamur spiritalem


Adam, id est dominum nostrum Iesum Christum, qui pecca
tum nonfecit, et ab illo recreati et vivificati restituamur in pa-
25 radisum, ubi latro ille ipso die meruit esse, quo istam vitam fi-
nivit. Sic enim apostolus dicit: sed non prius quod spiritale est,
sed quod animale, sicut scriptum est: factus est primus Adam in
animam viventem, novissimus Adam in spiritum vivificantem.
11. Sic ergo debemus intellegere hunc locum, ut non,
quia dictum est: insufflavit in eum spiritum vitae, et factus est
homo in animam viventem, credamus illam veluti partem na-
turae dei in animam hominis fuisse conversam et cogamur di-
5 cere naturam dei esse mutabilem; in quo errore maxime istos
Manichaeos veritas premit. Sicut enim est mater omnium hae-
reticorum superbia, ausi sunt dicere quod natura dei sit anima,
et hinc urgentur a nobis, cum eis dicimus: ergo natura dei er
rat et misera est et vitiorum labe corrumpitur et peccat aut et-
10 iam, ut vos dicitis, naturae contrariae sordibus inquinatur, et
cetera talia quae de natura dei nefas est credere? Nam factam
esse animam ab omnipotente deo et ideo non illam esse par
tem dei vel naturam dei manifeste alio loco scriptum est dicen-

10, 22sq. spiritalem Adam] cf. I Cor. 15, 45 23sq. I Pctr. 2, 22 25 ubi
esse] cf. Luc. 23, 43 26-28 I Cor. 15, 44-46
ll,2sq. Gen. 2, 7

10, 24 paradiso G NM 25 ipso die] ipsa die <t> T, cum ipso eo die A M S,
edd., cum ipso hodie R B | vitam istam tr. S, edd. 27 animale] postea spi
ritale add. ß y, est add. S | sicut] sic et K E, sic et enim G N, sic enim C W
M, sic er | factus est om. Hac. LFT \ primus] homo add. ßG 28 spiritu
HOac.GN
11,1 si Oac. Mac. 5 mutabilem esse tr. O 6 sicuü R B 8 hic NCac.
T | urguentur O V Kac. N A M S, arguuntur C | ergo] si add. WM \
erat CR BM 9 et1] quare WM | peccata Kac. Dac, peccato Dpc. \ aut]
ut VKac. Dac. A M, et Dpc. 9sq. ut etiam tr. R B 10 ut om. Cac. A M
11 nam] et add. G NM 12 omnipotenti Gac. M
vm, 10 - ix, 12 131

te propheta: et qui finxit spiritum omnibus, ipse scit omnia, et


alio loco: qui finxit spiritum hominis in ipso. Ergo factum esse 15
spiritum hominis manifeste his testimoniis approbatur. - Spi
ritus autem hominis in scripturis dicitur ipsius animae poten-
tia rationalis, qua distat a pecoribus et eis naturae lege domi-
natur. De quo dicit apostolus: nemo scit quae sunt hominis nisi
spiritus hominis qui in ipso est. - Ne forte, si probaretur his te- 20
stimoniis animam factam esse, non deessent qui dicerent spiri
tum hominis non esse factum et ipsum arbitrarentur esse natu-
ram dei et in ipsum dicerent partem dei esse conversam, cum
illa insufflatio facta est; quod sana doctrina similiter respuit,
quia et ipse spiritus hominis, cum aliquando errat et ali- 25
quando prudenter sapit, mutabilem se esse clamat, quod nullo
modo de natura dei fas est credere. Non autem potest maius
signum esse superbiae quam ut dicat se anima humana hoc es
se quod deus est, cum adhuc sub tantis vitiorum et miseria-
rum molibus gemat. 30
IX. 12. Nunc iam videamus ipsam beatitudinem hominis,
quae paradisi nomine significatur. Nam quoniam in nemo-
ribus dehciosa quies hominum esse solet et corporeis sensibus
nostris de oriente lumen oritur caelumque consurgit, quod su-
perius corpus est nostro corpore atque excellentius, propterea 5

11, 14 Prov. 24, 12 (sec. LXX) 15 Zach. 12, 1 19sq. I Cor. 2, 11

11,14 omnibus] in hominibus M, hominibus T | scit] sit O Vac Gac. R,


fecit edd. 15 ergo] manifeste add. WM 16 manifeste om. WM 16sq.
manifeste - hominis om. Cac 17 potentiae Hac. Kac. G CMac. 19 qua
O Cpc. T | scit] sit Gac, hominum add. ß y 20 hominis om. AM 22
natura G, animam AM 23 in om. Hpc. Kpc. C A MT 24 illa om. A M,
illi R | insufflatio] dei add. edd. 27 dei om. Mac. Sac. \ autem] ergo ¥
M 28 humana anima tr. edd. \ humana om. <P T 29 est deus tr.KE \
sub tantis] substantiis KED CAac. Mac, sub stimulis Mpc.
12,3 corporis G N Mac
132 Liber secundus

his verbis etiam spiritales deliciae quas habet beata vita figu-
rate explicantur, et ad orientem paradisus plantatur, ad orien-
tem lucem sapientiae, in Eden, id est in deliciis immortalibus
et intellegibilibus. Nam deliciae vel voluptas vel epulum hoc
10 verbo significari dicitur, si ex Hebraeo in Latinum interpre-
tetur. Positum est autem sic sine interpretatione, ut aliquem
locum significare videatur magisque figuratam faciat locutio-
nem. Intellegamus autem nostra gaudia spiritalia significare
omne lignumformosum ad aspectum intellegentiae et bonum ad
15 escam quae non corrumpitur, qua beatae animae pascuntur;
nam et dominus dicit: operamini escam quae non corrumpitur,
ut est omnis ratio, quae cibus est animae. Productum autem ex
terra omne illud lignum accipimus omne illud gaudium spiri-
tale, id est supereminere terrae et non involvi atque obrui
20 terrenarum cupiditatum implicamentis. Lignum autem vitae
plantatum in medio paradisi sapientiam illam significat, qua
oportet intellegat anima in medio quodam rerum se esse ordi-
natam, ut, quamvis subiectam sibi habeat omnem naturam
corpoream, supra se tamen esse intellegat naturam dei et ne-
25 que in dexteram declinet sibi arrogando, quod non est, neque

12, 7 Gen. 2, 8 7sq. ad2 - sapientia] cf. Ambr., parad. 3, 23 8 Gen. 2, 8


9 voluptas] cf. Ambr., parad. 1, 4 14sq. Gen. 2, 9 16 loh. 6, 27 17sq.
Gen. 2, 9 20sq. Gen. 2, 9 22-24 anima - dei] cf. Plot., Enn. 3, 2, 8

12,6 quas habet om. A M 7-12 ad orientem2 - locutionem huc transposui


(cf. WS 111, p. 22$), in codd. et edd. verbum animae (/. 17) sequuntur 9 vel1
om.KE 10 verbo] vero G N, verbum Mac. | in om.GNpc. 13 nostra]
nos ß yM, nobis W 15 quae] quia V | qua] quia K E, quo Apc. Mac.
15sq. qua- corrumpitur om. G N 17 est om. G Cac. Mac. 19
supereminens C 20 impedimentis S, am er lo \ vitae om. AM 21
paradiso G N 22 oportet] ut add. Osl. L F Dsl. Gsl. N T, edd. (cf. Holson,
LCM 15.3, p. 36) | meditullio Bambergensis Patr. 11, er lo ma (cf. Holson,
LCM 15.3, p. 36), medio nullius am 23 naturam] creaturam CR 24
super V | intellegat esse tr.GNW
IX, 12 - X, 13 133

ad sinistram per neglegentiam contemnendo, quod est; et hoc


est lignum vitae plantatum in medio paradisi. Ligno autem sci-
entiae boni et mali ipsa item medietas animae et ordinata inte-
gritas significatur; nam et ipsum lignum in medio paradisi
plantatum est. Et ideo lignum dinoscentiae boni et mali dici- 30
tur, quia si anima, quae debet in ea quae anteriora sunt se in-
tendere, id est in deum, et ea quae posteriora sunt oblivisci, id
est corporeas voluptates, ad seipsam deserto deo conversa fue-
rit et sua potentia tamquam sine deo frui voluerit, intumescet
superbia, quod est initium omnis peccati. Et cum hoc eius pec- 35
catum poena fuerit consecuta, experiendo discet, quid intersit
inter bonum quod deseruit et malum quo cecidit. Et hoc ei
erit gustasse de fructu arboris dinoscentiae boni et mali. Prae-
cipitur ergo illi, ut de omni ligno quod est in paradiso edat, ex
ligno autem in quo est dinoscentia boni et mali non edat, id 40
est non sic eo fruatur, ut ipsam ordinatam integritatem natu-
rae suae quasi manducando violet atque corrumpat.
X. 13. Flumen autem, quod procedebat ex Eden, id est ex de
lictis et voluptate et epulis, quod flumen a propheta signi-

12, 27sq. Gen. 2, 9 29 Gen. 2, 9 31sq. in ea - oblivisci] cf. Phil. 3, 13


35 Sir. 10, 15 39 Gen. 2, 16
13, 1 Gen. 2, 10 1-4 flumen - voluptas] cf. Ambr., parad. 1, 4

12, 27 ligno] lignum O A Mac. 28 item] enim F, om. N T 31 quia si]


quasi VBMac. | anteriora] interiora C, in anteriora T | extendere G N
S,edd. 32 posteriora] interiora M 33 voluntates CR \ seipso G, si ipsa
N, seipsa C | deo deserto tr. KE 34 AordmoGNM \ intumescit a y T
S, edd., et tumescit M 35 per superbiam K E D y WM \ initium est fr. R
B 36 discit aGT, edd., dixit N \ interest L FT 37 malum] in add. FD
NTJoma \ quo] quod OFVDN Cac. Mac. T, lo ma (cf. civ. dei 14, 17)
37sq. eriteitr.OLGNS 39 quod - paradiso] paradisi S, am er lo 39sq.
ex - edat om. Oac. 40 autem] donum add. GN \ est dinoscentia] scienti-
ae est GN 41 eo] ea G CM
13,1 quod om. WM 2 quo Aac. Mac.
134 Liber secundus

ficatur in Psalmis cum dicit: torrente voluptatis tuae potabis


eos - hoc est enim Eden, quod Latine voluptas dicitur - , divi-
5 ditur in quattuor partes et quattuor virtutes significat, pru-
dentiam, fortitudinem, temperantiam, iustitiam. Dicitur au-
tem Phison ipse esse Ganges, Geon autem Nilus, quod etiam
in Hieremia propheta animadverti potest; nunc aliis nomini-
bus appellantur, sicut nunc Tiberis dicitur fluvius qui prius
10 Albula dicebatur. Tigris vero et Euphrates etiam nunc eadem
nomina tenent. Quibus tamen nominibus virtutes, ut dixi,
spiritales significantur, quod etiam ipsorum nominum inter-
pretatio docet, si quis Hebraeam linguam vel Syram conside-
ret; sicut Hierusalem, quamvis sit visibilis et terrenus locus,
15 significat tamen civitatem pacis spiritaliter et Sion, quamvis sit
mons in terra, speculationem tamen significat, et hoc nomen
in scripturarum allegoriis ad spiritalia intellegenda saepe trans-
fertur; et ille qui descendebat ab Hierusalem in Hiericho, sicut
dominus dicit, et in via vulneratus saucius et semivivus re-
20 lictus est a latronibus, utique locos istos terrarum, quamvis se-
cundum historiam in terra inveniantur, spiritaliter cogit intel-
legi.
14. Prudentia ergo, quae significat ipsam contemplatio-
nem veritatis ab omni ore humano alienam, quia est ineffabi-
lis, quam si eloqui velis, parturis eam potius quam paris, quia

13, 3sq. Ps. 35, 9 4sq. Gen. 2, 10 7 Phison - Nilus] cf. Ambr., parad. 3,
14 8c/i Hier. 2, 18 (sec. LXX) 18-20 cf. Luc. 10, 30

13, 3 torrentem Kac. C 4 voluptatis G, voluntas A ac. | dicitur] quod


dicitur add. WM 5 et om. WM, id est S, am er 7 est Fpc. C S, om. G N 8
Ieremiam prophetam G NA R M \ nunc] autem add. ß 9 appellatur H O
TS, am | dicebatur] vocabatur C T, dicitur M 10 eadem om. A 11 no
mina] sua add. W \ dixit lo 13 Syriam NR, Syriacam C 15 tarnen] au
tem AM | civitatem] visionem R B 17 in om. y \ scriptura G, scriptu-
rae N 20 loca ista WM 21 spiritaliter] tarnen add. WM
14,2 ore] re£G,opereC | aliemaßGN W(cf. in psalm. 119,2) 3faris WM
X, 13 - XI, 15 135

ibi audivit et apostolus ineffabilia verba quae non licet homini


loqui, haec ergo prudentia terram circuit, quae habet aurum et 5
carbunculum et lapidem prasinum, id est disciplinam vivendi,
quae ab omnibus terrenis sordibus quasi decocta enitescit sicut
aurum optimum, et veritatem, quam nulla falsitas vincit, sicut
carbunculi fulgor nocte non vincitur, et vitam aeternam, quae
viriditate lapidis prasini significatur propter vigorem qui non 10
arescit. Fluvius autem die, qui circuit terram Aethiopiam mul-
tum calidam atque ferventem, significat fortitudinem calore
actionis alacrem atque impigram. Tertius autem Tigris vadit
contra Assyrios et significat temperantiam, quae resistit libidini
multum adversanti consiliis prudentiae; unde plerumque in 15
scripturis Assyrn adversariorum loco ponuntur. Quartus flu
vius non est dictum contra quid vadat aut quam terram cir-
cumeat; iustitia enim ad omnes partes animae pertinet, quia
ipsa ordo et aequitas animae est, qua sibi tria ista concorditer
copulantur, prima prudentia, secunda fortitudo, tertia tempe- 20
rantia, et in ista tota copulatione atque ordinatione iustitia.
XL 15. Quod autem ita constitutus est homo in paradiso, ut
operaretur et custodiret, operatio illa laboriosa non erat. Alia

14, 4sq. u Cor. 12, 4 11 Gen. 2, 13 13sq. Gen. 2, 14 19sq. qua -


copulantur] cf. Ambr., parad. 3, 18
15, lsq. Gen. 2, 15

14,4 ubiAac. Mac. T \ etom.FGC | licent VKac. Dac. 7 decoctae


Hac. Oac. | nitescit H Opc. yTS, edd., enitescent M 8 et veritatem] et
verum OLE, am er lo, ex veritate A | quod F, am er lo 9 carbunculus V
Cac. 10 viriditatem G N, per viriditatem C 11 circuit] totam add C \
Aethiopiae O C T, lo 12 calorem K/f £ C 16 adversantiorum K E, ad-
versorum S 17 dictum est tr. S, edd. | vadit Gac. A Tac. \ circummeat
O 19 ipse HO Vac. KDN WMac. TS, am er, et ipse lo, animae add. S |
animae om. S \ qua sibi] quasi ubi Kpc. E, quia sibi yR \ ista tria tr.
edd. | concordia G N, om. S 21 in om. V \ iustitia] perficiunt iustitiam
WMS,amerlo
15, 2 illa] laudabilior add. aB T, edd.
136 Libcr secundus

est namque in paradiso operatio et alia in terra, quo post pec-


catum damnatus est. Ex eo autem quod additum est: et custo-
5 diret, significatum est qualis illa operatio erat. Namque in
tranquillitate beatae vitae, ubi mors non est, omnis opera est
custodire quod tenes. Accipit etiam praeceptum, de quo supe-
rius iam tractavimus. Quod praeceptum quoniam sic conclu-
ditur, ut non ad unum loquatur - sic enim dicit: qua die autem
10 manducaveritis, morte moriemini - , incipit exponi quomodo
sit facta femina. Et facta dicitur in adiutorium viri, ut copu-
latione spiritali spiritales fetus ederet, id est bona opera divi-
nae laudis, dum ille regit, haec obtemperat, ille a sapientia re-
gitur, haec a viro. Caput enim viri Christus et caput mulieris
15 vir; ideoque dicitur: non est bonum solum hominem esse. Ad-
huc enim erat quod fieret, ut non solum anima corpori domi-
naretur, quia corpus servilem locum obtinet, sed etiam virilis
ratio subiugaret sibi animalem partem suam, per quod adiuto
rium imperat corpori. Ad huius rei exemplum femina facta
20 est, quam rerum ordo subiugat viro, ut, quod in duobus ho-
minibus evidentius apparet, id est in masculo et femina, etiam
in uno homine considerari possit: ut appetitum animae, per
quem de membris corporis operamur, habeat mens interior

15, 4sq. Gen. 2, 15 7 superius] cf. supra cap. 12 9sq. Gen. 2, 17 14sq.
caput1 - vir] cf I Cor. 11, 3 15 Gen. 2, 18

15, 3 qui Gac. N, quia Gpc, homo C, a quo Aac. M, ad quod Apc, qua R
B T, lo 4 et] ut Ksl. E C 5 erat] est G C | nam NM 6 vitae] opera
add.AM | omnis] hominis R B | operatio Opc. FD Apc. R, am er lo 7
tenet R B \ accepit K E yM S 9 enim om. WM 11 facta sit tr. G M S
12 spiritali] spiritale Hac, viri C | bonam operam VKac. D Gac. N 13
aom.KEM 15 hominem solum tr. R T \ ad hoc WM, lo 16 quod] ut
WM, quo am er lo 18 quod om. Vac, quod in G N, quam ad TS 19 im-
peraret WM S, edd. 21 in om. WM 22 considerare Vac. Gac. A Mac. 23
quam C | de membris] voluptates WM, in membris Bpc. 23sq. interior
tamquam] in conscientia quam G N
XI, 15 - Xu, 16 137

tamquam virilis ratio subiugatum et iusta lege modum impo-


nat adiutorio suo, sicut debet vir feminam regere nec eam per- 25
mittere dominari in virum; quod ubi contingit, perversa et
misera domus est.
16. Primo ergo demonstravit deus homini, quanto melior
esset pecoribus et omnibus irrationabilibus animantibus, et
hoc significat, quod dictum est adducta esse ad illum omnia, ut
videret quid ea vocaret et eis nomina imponeret. Ex hoc enim
apparet ipsa ratione hominem meliorem esse quam pecora, 5
quod distinguere et nominatim ea discernere nonnisi ratio
potest, quae de ipsis iudicat. Sed haec facilis (conside)ratio est:
cito enim homo intellegit se meliorem esse pecoribus; illa est
difficilis, qua intellegit in seipso aliud esse rationale quod re
git, aliud animale quod regitur. 10
Xu. Et quoniam hoc secretiore sapientia videt, ipsam visio-
nem secretam nomine soporis significari arbitror, quem immi-
sit deus in Adam, quando ei mulier facta est. Ut enim hoc vi-
deatur, non est opus oculis istis corporis, sed quanto quisque
ab istis visibilibus rebus in interiora intellegentiae secesserit - 15
hoc est autem quasi obdormiscere - , tanto melius et sincerius
illud videt. Ipsa enim cognitio, qua intellegitur in nobis aliud

16, 3sq. Gen. 2, 19 9-17 aliud - videt] cf. Greg., moral. 30, 16 12sq.
Gen. 2, 21

15, 24 et - modum om. A M | iuxta ß Tac. | legem modum V D, mo


dum legem KE 25 adiutori K E D VM | debet vir] debetur yR, vir de
bet tr. Rotomagensis 476, edd. 26 contigit Gpc. NCT
16, 2 irrationalibus K Eac. D, am, et add. C 3 omnia] animantia add. L,
10 ma 7 de - iudicat] melior est A \ consideratio conieci (cf. WS 111, p.
222) 9 difficilis] ratio add. A B MS, edd. \ qua] quia G, quam M, quo T
11 hoc om. aR, haec S, edd. \ videtur L F, vidit N 12 secretum nominis
GN | significat G N, significare C | quam F, quae G 14 istius R T \
corporeis yApc. MS, edd. 15 in] ad F 16 quasi] quia si A ac. Mac. \ ob-
dormisceret Aac, obdormiscit Apc.
138 Liber secundus

esse quod ratione dominetur, aliud quod rationi obtemperet,


ipsa ergo cognitio veluti effectio mulieris est de costa viri
20 propter coniunctionem significandam. Deinde, ut quisque
huic suae parti recte dominetur et fiat quasi coniugalis in se-
ipso, ut caro non concupiscat adversus spiritum, sed spiritui
subiugetur, id est concupiscentia carnalis non adversetur ratio
ni, sed potius obtemperando desinat esse carnalis, opus habet
25 perfecta sapientia. Cuius contemplatio quia interior est et se-
cretior et ab omni sensu corporis remotissima, convenienter
etiam ista soporis nomine intellegi potest. Tunc enim ordina-
tissime caput mulieris est vir, cum caput viri est Christus qui
sapientia dei est.
17. Sane in locum illius costae carnem adimplevit, ut hoc
nomine insinuaretur dilectionis affectus, quo diligit quisque
animam suam et non est durus ut eam contemnat, quod diligit
quisque cui praeest. Non enim sic nominata est caro isto loco,
5 ut carnalem concupiscentiam significet, sed illo modo potius,
quo propheta dicit auferri populo cor lapideum et dari cor

16, 22 caro - spiritum] cf. Gal. 5, 17 28 caput1 - Christus] cf. I Cor. 11, 3
28sq. qui - est] cf. I Cor. 1, 24
17, 2sq. quo - contemnat] cf. Eph. 5, 29 6sq. cf. Ezech. 11, 19

16,18 ratione] ratio KE, rationale N 19 affectio D WMac. 20 cognitio-


aem ßAac. M, cognationem/4/>c. 21 fiat] sint G N, faciat A | coniugales
G N 23 subiciatur F, subiungetur D, subiugitur Gac, subiungitur Gpc,
subiugatur N 24 desinant Gac. N | carnales Kac. Gac. N 25 perfectam
sapiemiam A ac. R, perfectum sapientiam M 26 et om. Oac. KE Gac. Gac.
Apc. 26sq. remotissima - soporis om. Cac. A 28 vir est tr. Vindobonen-
sis Lat. 1038, edd. \ Christus est tr. G N M \ qui] quae a Kpc. E D, am
maur, qua V Kac, quia y 29 est sapientia dei tr. S, sapientia est dei tr.
Claustroneoburgensis 220, edd.
17,1 et sane S, am er lo 2 quod VD Gac. M, quomodo N \ unusquisque
N, er lo ma 2sq. quisque - diligit om. K E 3 quo C Apc. R B Mac. T,
quia S, lo, quam am 4 caro] in add. R 5 ut] in add. Aac. \ illo] isto lo ma
6 dixit KE
xn, 16-Xm, 18 139

carneum. Hoc modo enim dicit etiam apostolus: non in tabu-


lis lapideis, sed in tabulis cordis carnalibus. Aliud est quippe
propria locutio, aliud figurata, qualis ista est quam tractamus
modo. Quapropter etsi visibilis femina secundum historiam 10
de corpore viri primo facta est a domino deo, non utique sine
causa ita facta est, nisi ut aliquod secretum intimaret. Non
enim aut limus defuit unde femina formaretur, aut, si vellet
dominus, homini vigilanti costam sine dolore detrahere non
posset. Sive ergo ista figurate dicta sint sive figurate etiam facta 15
sint, non frustra hoc modo vel dicta vel facta sunt, sed sunt
plane mysteria et sacramenta, sive hoc modo quo tenuitas
nostra conatur sive aliquo alio meliore, secundum sanam ta
men fidem interpretanda et intellegenda.
Xm. 18. Vocavit ergo mulierem suam vir tamquam potior in
feriorem et dixit: hoc nunc os de ossibus meis et caro de carne
mea; os de ossibus fortasse propter fortitudinem et caro de carne
propter temperantiam. Hae namque duae virtutes ad inferio
rem animi partem, quam prudentia rationalis regit, docentur 5
pertinere. Quod autem dictum est: haec vocabitur mulier,
quoniam de viro suo sumpta est, ista origo nominis et interpre-
tatio in Latina lingua non apparet. Quid enim simile habeat

17, 7sq. H Cor. 3,3


18,2 Gen. 2, 23 6sq. Gen. 2, 23

17,7 etiam dicit tr. ß 10 etsi] et Vac. N,om. A llsq. a-est om. A 12 ut
om.aT | aliquid CS | non] num B, lo ma 14 detrahere] auferre O L F,
trahere Vac. Mac, retrahere N, om. T | non om. CS, am er 15 possit O
G NM | sive] si A | dicta ista sint figurate tr. K E | sunt C ¥M, lo
15sq. sive2 - sint om. A 15 etiam figurate tr. B, edd. 16 sint] sunt C R B
M.erlo | vel1 om. edd. 17 plena Gpc. M \ quod G A Mac. 18 aliquo
om. y | meliori L F 19 fidem] sunt add. a, edd. \ et intellegenda om. R B
18, 1 vocabit Kac. D \ vir] vitam ß \ tamquam] quam V Kac. D, qua
Kpc, quamsi E \ potior] superior G NM 2 de1] ex R M S 3 ossibus]
meis add. Cac. 4 interiorem R Bac. M 7 est] in add. O LFVT \ isto O
L F, ita D C 8 lingua latina tr. ma \ habet G NMac.
140 Liber secundus

mulieris nomen ad viri nomen, non invenitur. Sed in Hebraea


10 locutione dicitur sic sonare, quasi dictum sit: haec vocabitur
virago, quoniam de viro suo sumpta est. Nam virago vel virgo
potius habet aliquam similitudinem cum viri nomine, mulier
autem non habet; sed hoc, ut dixi, linguae diversitas facit.
19. Quod autem additum est: relinquet homo patrem et
matrem et adhaerebit uxori suae, et erunt duo in carne una, quo-
modo referatur ad historiam non invenio, nisi quod plerum-
que in genere humano ista contingunt; sed tota prophetia est,
5 cuius apostolus meminit dicens: propter hoc relinquet homo pa
trem et matrem et adhaerebit uxori suae, et erunt duo in carne
una. Sacramentum hoc magnum est; ego autem dico in Christo et
in ecclesia. Quod Manichaei si non caeci legerent, qui per epi-
stolas apostolicas multos decipiunt, intellegerent, quomodo
10 accipiendae sint veteris testamenti scripturae, nec tam sacrilega
voce auderent accusare quod nesciunt. Quod autem nudi erant
Adam et mulier eius et non confundebantur, simplicitatem ani-
mae castitatemque significat. Nam et apostolus ita dich: aptavi
vos uni viro virginem castam exhibere Christo; timeo autem, ne,
15 sicut serpens Evamfefellit in versutia sua, corrumpantur mentes
vestrae a simplicitate et castitate, quae est in Christo.

18, 10sq. haec - est] cf. Hier., quaest. hebr. in Gen. 2, 23 (Lag. 6)
19, lsq. Gen. 2, 24 5-8 Eph. 5, 31-32 llsq. Gen. 2, 25 13-16 II Cor.
11,2-3

18, 9 ad] a Gpc, om. C | viro G, vir C 11 suo om. Apc R | vel om.
Oac, et N | virgo] vira O, vir Gac.
19, 1 relinquit G Npc. 3 invenio] video S, am er lo 4 ista om. F, ista
fieri A M \ contingant Oac, cogunt A ac. Mac, coguntur Apc. \ totum
Apc. T 5 relinquit Kac Gac. N 7 sacramentum] autem add. T S \
Christo] Iesu add. er lo 10 sunt NC M lOsq. nec - accusare om. KE 15
in om. O C WM S, edd. \ sua om. C, ita add. O G N Apc. M, edd., sic add. R
16 et castitate om. Cac T \ Christo] Iesu add. ß WM
xm, 18 - XIV, 20 141

XTV. 20. Serpens autem significat diabolum, qui sane non erat
simplex. Quod enim dicitur sapientior omnibus bestiis, figu-
rate insinuatur eius versutia. Non autem dictum est quod in
paradiso erat serpens, sed erat serpens inter bestias quas fecit
deus. Paradisus namque beatam vitam, ut superius dixi, signi- 5
ficat, in qua iam non erat serpens, quia iam diabolus erat et de
sua beatitudine ceciderat, quia in veritate non stetit. Nec mi-
randum est quomodo loqui mulieri potuerit, cum üla esset in
paradiso et ille non esset: non enim aut illa secundum locum
erat in paradiso, sed potius secundum beatitudinis affectum, 10
aut etiamsi locus est talis qui paradisus vocetur, in quo corpo-
raliter Adam et mulier eius habitabant, etiam diaboli accessum
corporaliter intellegere debemus [non utique], sed spiritaliter,
sicut apostolus dicit: secundum principem potestaäs aeris spiri
tus eius qui nunc operatur infiliis difßdentiae. Numquid ergo 15
visibiliter eis apparet aut quasi corporeis locis accedit ad eos in
quibus operatur? Non utique, sed miris modis per cogitatio-
nes suggerit quicquid potest. Quibus suggestionibus resistunt,
qui vere dicunt quod item dicit apostolus: non enim ignora-
mus astutias eius. Quomodo enim accessit ad Iudam, quando ei 20
persuasit ut dominum traderet? Numquid in locis per hos
oculos ei visus est? Sed utique, ut dictum est, in cor eius intra-

20, 2 cf. Gen. 3, 1 5 superius] cf. cap. 12 7 loh. 8, 44 14sq. Eph. 2, 2


19sq. n Cor. 2, 11 22 ut dictum est] cf. loh. 13, 27

20,2 enim] autem CM 7 beatitate HßG CM 8 loqui om.M j mulieri


loqui tr. F yR S, edd. | potuerat Gpc, potuit T 9 non2] nec am er lo 12
eius om. OLFTS, edd. 13 non utique delevi (cf. WS 111, p. 229) 14
aeris] huius add. O WM, am er lo 15 eius om. OL F E D WMT S,edd. 16
corporis Gac. Nac, corpore in C 17 non utique om. <P WM T \ cogita-
tionem WM 18 resistunt] resistendum est A M, restitutum est R 19
qui - apostolus om. A | idem C T | apostolus dicit tr. O 20 ei] et H O
T,om.N 21 locis] aut add. A B M S, edd. \ hos om. CM 22 intravit in
cor eius tr. edd.
142 Liber secundus

vit. Repellit autem illum homo, si paradisum custodiat. Posuit


enim deus hominem in paradiso ut operaretur et custodiret,
25 quia sic et ecclesia dicitur in Canticis canticorum: hortus con-
clusus, fons signatus; quo utique non admittitur perversitatis il-
le persuasor. Sed tamen per mulierem decipit: non enim etiam
ratio nostra deduci ad consensionem peccati potest, nisi cum
delectatio mota fuerit in illa parte animi, quae debet obtempe-
30 rare rationi tamquam rectori viro.
21. Etiam nunc in unoquoque nostrum nihil aliud agitur,
cum ad peccatum quisque delabitur, quam tunc actum est in
illis tribus, serpente et muliere et viro. Nam primo fit sugge-
stio sive per cogitationem sive per sensus corporis vel videndo
5 vel tangendo vel audiendo vel gustando vel olfaciendo; quae
suggestio cum facta fuerit, si cupiditas nostra non movebitur
ad peccandum, excludetur serpentis astutia; si autem mota fue
rit, quasi iam mulieri persuasum erit. Sed aliquando ratio viri-
liter etiam commotam cupiditatem refrenat atque compescit.
10 Quod cum fit, non labimur in peccatum, sed cum aliquanta
luctatione coronamur. Si autem ratio consentiat et, quod li-

20, 24 Gen. 2, 15 25sq. Cant. 4, 12 27-30 non enim - viro] cf. Isid.,
expos. in Gen. 4, 3
21, 11-15 si autem - conscientia] cf. Lid., expos. in Gen. 4, 5

20,23 repellet E Cac. | illum autem fr. HL, eum autem ß | custodit O
24 hominem deus fr. ßA B \ paradisumKac.,amer lo 25 et] et de Vpc,
om. yAMS, de Claustroneoburgensis 220, ma \ ecclesiae Hpc. Opc. NR B
T, amerlo \ clusus Oac, clausus et ß, clausus N 27 decepit Kac. DG A
Mac, recipit C | enim om. C T 28 deduci om. K E, seduci yM \ cum]
ut G N, quando C 29 dilectio G, delectatione C 30 rectori] peccatori G
N, rector in A Mac.
21, 1 nunc om. E, et A, nunc nihil T | nihil om. T 2 labitur C, dilabitur
RBS 3 et1 om. Parisinus lat. 12219, edd. 5 faciendo Kac. EAR 6 si om.
L F | nostra] si add. L F \ moveatur G WM, er lo, movetur T 7 excludi-
tur y 8 quasi - erit om. KE \ mulier G A, mulieris N | mulieri iam fr. S,
edd. | ratio viriliter] rationabiliter yM 11 et]utZ.f | quo K ED Gac. C
XIV, 20 - XV, 22 143

bido commoverit, faciendum esse decernat, ab omni beata vita


tamquam de paradiso expellitur homo. Iam enim peccatum
imputatur, etiamsi non subsequatur factum, quoniam rea tene-
tur in consensione conscientia. 15
XV. 22. Quo autem modo serpens ille peccatum persuaserit,
diligenter considerandum est: pertinet enim maxime ad no-
stram salutem; nam ideo haec scripta sunt, ut iam talia cavea-
mus. Cum interrogata mulier respondisset, quid eis praecep-
tum esset, ait ille: non tnorte moriemini; sciebat enim deus 5
quoniam qua die manducaveritis ex Mo, aperientur oculi vestri
et eritis sicut du scientes bonum et malum. Videmus his verbis
per superbiam persuasum esse peccatum; ad hoc enim valet
quod dictum est: eritis sicut dii. Etiam quod dictum est: sciebat
enim deus quoniam qua die manducaveritis ex eo, aperientur 10
oculi vestri, quid intellegitur nisi persuasum esse ut sub deo
esse nollent, sed in sua potestate potius sine domino, ut legem
eius non observarent quasi invidentis sibi, ne se ipsi regerent,
non indigentes illius interno lumine, sed utentes propria Pro
videntia quasi oculis suis ad dinoscendum bonum et malum, 15
quod ille prohibuisset? Hoc est ergo quod persuasum est, ut
suam potestatem nimis amarent et, cum esse deo pares volunt,

22,5-7 Gen. 3, 4-5 9 Gen. 3, 5 9-11 Gen. 3, 5

21,12 vita beata tr. Rotomagensis 473, am er ma 13 iam] etiam L F | enim


om.OLFT 14 quoniam om. GN, quod T
22, 1 quod G Tac. S 2 etenim V, om. GN 3 nam - haec] nonne ita G, non-
ne N | caveamus] nam add. ABS, edd. 5 scit G N WM, lo 7 vidimus Kac.
E G N 8 per superbiam] superbia R B \ peccatum esse persuasum tr. S, edd.
9 dii] sicut add. AB MS, edd., et add. T \ etiam] hoc add. S, edd. \ scit G N
R B, lo 11 quid] quae Kac, quod T, quid hic A B, lo ma | ut esse tr. L F
llsq. ut - esse om. K E 12 esseom.LF \ nolletÄ'£ 13 invidenti H O V
D,invidenxes KE yM 14 interni K E, aeterno WM 15 oculis] ipsi G N \
agnoscendum G N \ bonum et malum] creatorem G N 16 hoc] inventum
GN | est - quod] ergo R B 17 et om. y | deo esse pares tr. A M, edd., deo
pares esse tr. S \ vellent WM S, edd., spernentes add. WM, et add. S
144 Liber secundus

illa medietate, per quam deo subiecti erant et corpora subiecta


habebant, tamquam fructu arboris constitutae in medio para-
20 disi male uterentur, id est contra legem dei, atque ita quod
acceperant amitterent, dum id quod non acceperant usurpare
voluerunt. Non enim accepit hominis natura, ut per suam
potestatem deo non regente beata sit, quia nullo regente per
suam potestatem beatus esse solus deus potest.
23. Et vidit, inquit, mulier quia bonum est lignum ad
escam et quia bonum est oculis ad videndum et cognoscendum.
Quomodo videbat, si clausi erant oculi? Sed hoc dictum est,
ut intellegeremus eos oculos esse apertos posteaquam de fruc-
5 tu illo acceperunt, quibus se nudos videbant et displicebant
sibi, id est oculos astutiae, quibus simplicitas displicet. Cum
enim quisque ceciderit ab illa intima et secretissima luce veri-
tatis, nihil est unde velit placere superbia nisi fraudulentis
simulationibus. Hinc enim et hypocrisis nascitur, in qua mul-
10 tum sibi videntur cordati qui potuerint fallere et decipere
quem voluerint. Dedit enim mulier viro suo, et manducave-
runt, et aperti sunt oculi eorum, de quibus iam dictum est; et
tunc viderunt quod nudi essent, sed oculis perversis, quibus illa
simplicitas, quae nuditatis nomine significata est, erubescenda

23, 1 sq. Gen. 3, 6 \\ cf. Gen. 3, 6 12 Gen. 3, 7 12sq. Gen. 3, 7 13sq.


illa - est] cf. Ambr., parad. 13, 63

22, 18 illam ipsam medietatem C, illam medietatem WM 19 fructum


Vac. K E A R, er 21 acceperant1] acciperant Vac. C, acciperent Kac,
acceperunt Kpc E | acceperant2] acciperant Kac. Gpc. C, acciperent Gac.
22 noluerunt Vac, voluerint Cac. 23 non om. Kac. Cpc, nostro Cac. \
nulla tnaur 24 esse om. G N, nisi M | potest] est G NM
23, lsq. lignum - est om. C 3 videbant C, am er 4 intellegerimus G, in-
tellegemus A 6 oculus C, oculo Mac. 7 ceciderit] et add. O 10 potue-
runt Kac. D yBac. TS, am er lo 11 voluerunt Bac, am er lo 13 quod]
quia OLFGNTS, am 14 nuditas Gac. C
XV, 22 - XVI, 24 145

videbatur. Itaque ut iam non essent simplices, fecerunt sibi de 15


foliis fici succinctoria tamquam tegentes pudenda sua, id est oc-
cultantes simplicitatem, de qua iam erubescebat astuta super-
bia. Folia vero fici pruritum quendam significant, si hoc bene
in rebus incorporeis dicitur, quem miris modis animus patitur
cupiditate et delectatione mentiendi. Unde etiam Latine salsi 20
dicuntur qui iocari amant. In iocis autem utique simulatio
principatum tenet.
XVI. 24. Itaque cum deambularet deus inparadiso ad vesperam,
id est cum ad eos iam iudicandos veniret - adhuc ante poenam
eorum deambulabat in paradiso, id est quasi movebatur in eis
praesentia dei, quando iam ipsi stabiles in eius praecepto non
erant; et bene ad vesperam, id est cum ab eis iam sol occideret, 5
id est auferretur ab eis lux illa interior veritatis - , audierunt
vocem eius et absconderunt se a conspectu eius. Quis se ab-
scondit a conspectu dei nisi qui deserto ipso incipit iam amare
quod suum est? Iam enim habebant cooperimenta mendacii;
qui autem loquitur mendacium, de suo loquitur. Et ideo ad ar- 10
borem se dicuntur abscondere quae erat in medio paradisi, id

23, 15sq. Gen. 3, 7


24, 1 Gen. 3, 8 3 Gen. 3, 8 3sq. movebatur - dei] cf. Ambr., parad. 14,
68 4-6 stabiles - veritatis] cf. Isid., expos. in Gen. 5, 2 5 Gen. 3, 8 6sq.
Gen. 3, 8 10 loh. 8, 44 11 Gen. 3, 8

23, 15sq. de foliis fici sibi tr. Divionensis 140, edd. 17 erubescebant Cac.
Tac. 19 corporeis Oac. M T, incorporalibus am er lo | quae Hpc. 20
iilsiHsl.OLFKpc.EGNRBT,amlo,salM 22 tenet principatum tr.
TS
24, 1 dominus G N | paradisum F V 2 iudicandus Kac. G C Mac. 4
dei om. Cac, quasi add. F \ praecepta Vac. G 5 iam om. K E D \ iam
ab eis tr. S, edd. \ occiderit VKac. Dac. C, occiderat NA R M 6 id est] et
V, om. M | auferetur Fac. VKac. Dac. yM \ audierant Cac. 7 qui Vac.
KEMac., quid est C 8 iam om. L F ß yfrM 10 sub arbore F 11 paradi
so Dac. Cac.
146 Liber secundus

est ad seipsos, qui in medio rerum infra deum et supra corpo


ra ordinati erant. Ergo ad seipsos absconderunt se, ut contur-
barentur miseris erroribus relicto lumine veritatis, quod ipsi
15 non erant. Particeps enim veritatis potest esse anima humana;
ipsa autem veritas deus est incommutabilis supra illam. Ab ea
ergo veritate quisquis aversus est et ad seipsum conversus et
non de rectore atque illustratore deo, sed de suis motibus qua
si liberis exultat, tenebratur mendacio - quoniam qui loquitur
20 mendacium, de suo loquitur - atque ita turbatur et vocem illam
prophetae manifestat, qua dictum est: ad meipsum turbata est
anima mea. Itaque iam interrogatur Adam non deo nesciente
ubi esset, sed cogente ad confessionem peccati; non enim et
dominus Iesus Christus tam multa quae interrogabat nescie-
25 bat. Respondit autem voce eius audita abscondisse se, quon
iam nudus esset. Iam miserrimo errore respondit, quasi deo
posset displicere nudus, sicut eum ipse fecerat. Est autem hoc
erroris proprium, ut quod cuique displicet, hoc etiam deo dis
plicere arbitretur. Illud autem sublimiter intellegendum est,
30 quod dominus ait: quis nuntiavit tibi quia nudus es, nisi quia
ab illa arbore, de qua dixeram tibi ex illa sola non manducares,

24, 19sq. loh. 8, 44 21sq. Ps. 41, 7 25sq. respondit - esset] cf. Gen. 3,
10 30-32 Gen. 3, 11

24,12 intruHO ß yAac. RM TS,am 13 ordinati om. lo 14 miseriis G


N, et add. N 16 est om. GNAM | illam] illa RB 17 ergo] autem CR,
vero lo 18 de rectore] directore HO VC, am er lo 19 liberius G TV 20
et - illam] ut voxilla TS, am er lo 21 prophetice A, prophetiae R B, om.
Sac. | quia Gac, quod C 21sq. anima mea turbata est tr. L F TS, edd.
25 respondet HO VCT | vocem eius auditam V Gac. Mac. | quoniam]
iam add. y 26 respondet HßC T 27 possit KE GNM 28 etiam] enim
G TV, om. R | deo om. G N M, domino C 29 arbitrentur G TV,
arbitrantur C, arbitratur Mac. \ subtiliter Mpc, am er 30 quia] quod M
S,edd | es] esses M S, edd. 31 ab]dey | tibi dixeram tr. ¥ \ non] ne C
5, edd. | manducares] ederes C, manuducaris A ac, manducabis Apc.RB
XVI, 24 - XVH, 25 147

ex illa manducasti? Nudus enim erat a simulatione, sed vestie-


batur luce divina. Unde aversus et ad seipsum conversus, quod
significat de illa arbore manducasse, nuditatem suam vidit et
displicuit sibi ex eo, quod non habebat aliquid proprium. 35
XVII. 25. Deinde iam more superbiae in se non accusat quod
consensit mulieri, sed in mulierem refundit culpam suam et
sic subtiliter quasi de astutia, quam miser conceperat, voluit
ad ipsum deum pertinere quod peccavit. Non enim ait: mulier
dedit mihi, sed addidit dicens: mulier quam dedisti mihi. Nihil 5
est autem tam familiäre peccantibus quam tribuere deo velle
undecumque accusantur; et hoc de illa vena superbiae est,
quoniam sic homo peccavit, cum vult esse par deo, id est liber
esse ab eius dominio sicut ille ab omni dominio liber est, quia
ipse est dominus omnium. Quoniam ergo in maiestate par illi 10
esse non potuit, iam lapsus et iacens in peccato suo parem sibi
eum facere conatur vel potius illum vult ostendere peccasse, se
autem esse innocentem; et mulier interrogata refert culpam in
serpentem. Quasi aut ille sic acceperat uxorem, ut ei obtempe-
raret et non potius ut ipsam sibi obtemperare faceret, aut illa 15
non poterat dei praeceptum potius custodire quam verba ser-
pentis admittere!

25, 5 Gen. 3, 12

24, 35 sibi] et add. O C T


25,1 iamom. Oac. C | mores HO DR B | in seom.KE 2 consense-
rit F, consent« E A 3 astutia] sua add. B M | miser quam tr. A R M 5
mihi dedisti tr. VD 6 autem om. F, enim C 7 accusatur C, accusentur
T | vana V G N, venena C | superbia G N \ est conieci (cf. WS 111, p.
223), ut <P T, edd., om. cett. 8 par esse tr. R T 9 domino O E G A ac. S \
quia] quoniam C, edd. 10 est om. Oac. Lac. S \ ergo om. <PT,lo ma 11
non esse tr. AR 12 eum om. DGN \ conetur L, ma 13 esse om. lo 14
acceperit FKpc.ERMpc, am er lo, acciperat C 14sq. obtemperaret - sibi
om. L FT 15 et om. HO ß y \ ipsam] eam C R B 16 potuerit lo \
custodire magis VM
148 Liber secundus

26. Iam serpens non interrogatur, sed prior excipit poe-


nam, quia nec confiteri peccatum potest nec habet omnino
unde se excuset. Non autem nunc ea damnatio diaboli dicitur,
quae ultimo iudicio reservatur, de qua dominus loquitur cum
5 dicit: ite in ignem aeternum, qui praeparatus est diabolo et an-
gelis eius, sed ea poena eius dicitur, qua nobis cavendus est.
Poena enim est eius, ut in potestate habeat eos qui dei praecep-
ta contemnunt; hoc enim explicatur his verbis, quibus in eum
profertur sententia. Et inde maior poena est, quia de hac tam
10 infelici potestate laetatur, qui solebat antequam caderet de sub-
limi veritate gaudere, in qua non stetit. Et ideo illi etiam peco-
ra praeponuntur, non in potestate, sed in conservatione natu-
rae suae, quia pecora non amiserunt beatitudinem aliquam
caelestem quam numquam habuerunt, sed in sua natura quam
15 acceperunt peragunt vitarn. Dicitur ergo huic: pectore et ventre
repes. Quod quidem in colubro animadvertitur, et ex illo ani-
mante visibili ad hunc invisibilem inimicum nostrum locutio
figuratur. Nomine enim pectoris significatur superbia, quia
ibi dominatur impetus animae, nomine autem ventris signifi-
20 catur carnale desiderium, quia haec pars mollior sentitur in
corpore. Et quia his rebus ille serpit ad eos quos vult decipere,
propterea dictum est: pectore et ventre repes.

26, 5sq. Matth. 25, 41 11 veritate - stetit] cf. loh. 8, 44 15sq. Gen. 3, 14
18-21 nomine - decipere] cf. Isid., expos. in Gen. 5, 4 22 Gen. 3, 14

26,1 interrogatus/ir£D | excepit aKED CA, edd., accepit G N 2 qui


OLF | habebat Gac, habebit Gpc. N 4 loquitur dominus tr. aKE TS,
edd. 5 paratus Oac. WM 6 cavenda V, cavendum N, confidendus Cac.
7 eius est tr. NS, edd. | potestatem KE Dac. M 8 explicantur F, explicat
AM 10 Aeom, am er lo \ sublimitate D Cac. 12 conversatione aKEN
C T, lo, conversione R B S, am er 13 admiserunt R M 16 quidem] et add.
aEGNWMTS,edd.\ in] hoc add. R B \ et om. L F E G N T 18
pectoris] peccatori Vac, peccatoris Cac. 19 impetus] superbia et ibi
dominatur impetus G N, superbia C, in pectus B \ animi lo ma
xvn, 26 - xvm, 28 149

XVm 27. Et terram, inquit, manducabis omnibus diebus vitae


tuae, id est omnibus diebus quibus agis hanc potestatem ante
illam ultimam poenam iudicii; haec enim vita eius videtur, de
qua gaudet atque gloriatur. Terram ergo manducabis duobus
modis intellegi potest: vel ad te pertinebunt, quos terrena cu- 5
piditate decepem, id est peccatores qui terrae nomine signifi-
cantur, vel certe genus tertium temptationis his verbis figura-
tur, quod est curiositas. Terram enim qui manducat, profunda
et tenebrosa penetrat et tamen temporalia atque terrena.
28. Non autem inimicitiae ponuntur inter ipsum et
virum, sed inter ipsum et mulierem. Numquid quia viros non
temptat et decipit? Sed manifestum est quod decipit. An quia
ipsum Adam non decepit, sed mulierem eius? Sed numquid
propterea non est inimicus eius, ad quem pervenit per mulie- 5
rem suam illa deceptio, maxime quia de futuro iam dicitur:
inimicitias ponam inter te et mulierem? Si autem quod deinceps
non decepit Adam: nec ipsam Evam deinceps decepit. Quare
ergo ita dicitur, nisi quia hic manifeste ostenditur non posse
nos a diabolo temptari nisi per illam animalem partem, quae 10
quasi mulieris imaginem vel exemplum in ipso uno homine
ostendit, de qua superius multa iam diximus? Quod autem et-

27, lsq. Gen. 3, 14 1-6 et terram - deceperis] cf. Isid., expos. in Gen. 5, 5
4 Gen. 3, 14
28, 7 Gen. 3, 15

27, 2 ages R B | hanc agis tr. G NM 5 modis] hoc add. TS 6 deceperas


N, deciperis C, decipis S 7 figuratur] significatur A B M, significat R 8
terra G NM 9 tarnen] tantum lo
28, 2 numquid] ideo add. WM 3 et om. Vac. | decipit et temptat tr. edd.
4 decipit HL Vac. K D CA RMTac. 7 inimicitiam ß yM, am 7sq. non
deinceps tr. H L F T S, edd. 8 non om. O \ decepit1] decipit ED CA R M
Tac. | Adam - decepit om. G N | decepit2] decipit CR 9 hinc am er lo
10 illam] hanc R B 11 uno ipso tr. aTS, edd. 12 de qua] unde K E \
iam multa tr. CABM, edd. \ etiam om. CMac.
150 Liber secundus

iam inter semen diaboli et semen mulieris ponuntur inimici-


tiae, significatur semine diaboli perversa suggestio, semine au-
15 tem mulieris fructus boni operis, quo perversae suggestioni re-
sistit. Et ideo observat ipse plantam mulieris, ut, si quando in
illicita labitur delectatio, tunc illam capiat; et illa observat eius
caput, ut eum in ipso initio malae suasionis excludat.
XIX. 29. Iam de poena mulieris nulla quaestio est: manifeste
enim multiplicatos dolores habet atque suspiria in huius vitae
calamitatibus. Et quod in doloribus pariat filios, quamvis et in
ista visibili muliere compleatur, tamen ad illam secretiorem
5 consideratio revocanda est. Nam et in pecoribus feminae cum
dolore pariunt filios, et haec est in illis mortalitatis condicio
potius quam poena peccati. Potest ergo fieri, ut etiam in femi-
nis hominibus mortalium corporum sit ista condicio. Sed hoc
est magnum supplicium, quod ad istam corporum mortalita-
10 tem ex illa immortalitate venerunt. Verumtamen magnum sac-
ramentum est huius sententiae, quod nulla abstinentia fit a
voluptate carnali, quae non habeat in exordio dolorem, donec
in meliorem partem consuetudo flectatur. Quod cum prove

28, 13 inter - inimicitias] cf. Gen. 3, 15 14sq. semine1 - resistit] Isid.,


expos. in Gen. 5, 5 18 eum - excludat] Isid., expos. in Gen. 5, 6
29, 2sq. multiplicatos - suspiria] cf. Gen. 3, 16

28,15 boni operis] bonus A | quod TV, qui R \ perversae] per se K E \


suggestione Hac. G, suggestionis C Mpc. | resistitur A M 16 in om. H
Oac.ßyVMTS,amer 17 illicito V, illicite KEDCAM, inclinato G,
inclinata TV, inlicitatione R | elabitur aB TS, am | delectatione G TV, de-
lectationis/4pc. | capiet CA/ac. 17sq. suum caput C, caput eius tr.S,edd.
29, 3 quo maur \ dolore R T \ et2 om. R B 4 visibile y 5 et] ut lo 6
doloribus am er lo \ in om. am er \ illis] mora add. A Mac. | mortalis S,
am 9 corporis CApc, mortalium corporum S \ mortalitate ßRac. 11
sententiae] scientiae G N, scilicet add. lo \ fit] facit C, fiat WMS,amerlo,
sit 7 | a om. G N Mac. 12 voluntate a G N R Bpc. S, edd., voluptati C
13 quo D, lo | pervenerit lo
XVm, 28 - XIX, 29 151

nerit, quasi natus est filius, id est ad bonum opus paratus affec-
tus per consuetudinem bonam. Quae consuetudo ut nascere- 15
tur, cum dolore reluctatum est consuetudini malae. Nam et il-
lud quod post partum dictum est: erit tibi conversio ad virum
tuum, et ipse tui dominabitur, nonne multae ac prope omnes
mulieres absentibus viris suis pariunt et post partum se ad
illos non convertunt? Quae autem superbae mulieres sunt et 20
dominantur viris, numquid post partum carent hoc vitio, ut
viri earum dominentur? Immo quasi dignitatem sibi additam
credunt, quod matres fiunt, et plerumque superbiores exis-
tunt. Quid sibi ergo vult, quod posteaquam dictum est: in do-
loribus paries füios, additum est: et erit tibi conversio ad virum 25
tuum, et ipse tui dominabitur, nisi quia illa pars animae quae
carnalibus gaudiis tenetur, cum aliquam malam consuetudi
nem volens vincere passa fuerit difficultatem ac dolorem atque
ita pepererit consuetudinem bonam, cautius iam et diligentius
rationi obtemperat tamquam viro et ipsis quasi erudita dolori- 30
bus convertitur ad rationem et libenter servit iubenti, ne he
rum in aliquam perniciosam consuetudinem defluat? Ista ergo,
quae maledicta videntur, praecepta sunt, si non carnaliter spi-
ritalia legamus. Lex enim spiritalis est.

29, 17sq. Gen. 3, 16 22sq. Gen. 3, 16 26-31 nisi quia - iubenti] cf.
Isid., expos. in Gen. 5, 9 34 lex - est] cf. Rom. 7, 14

29, 14 opus bonum tr. R B | paratus] est add. S, edd. | effectus T 16


luctatum Hac. ß, reluctata C 17 post partum] de partu L FR Bpc, post de
partu am lo | est dictum tr. K E 18 ipsi G | tibi C | prope] paene ß
20 sunt mulieres tr. edd. | et om. WMac. 22 eorum A Mac. | dominan
tur Aac.R 23 fiant M T, sunt Sac. 24 dolore ßy B 25sq. ad virum tu
um conversio tr. F 26 ipsi G | tibi C 29 peperit HO V D yAac.M,
am, parit S | iam] etiam L F 30 ipsi lo 32 diffluat O 33 videntur ma
ledicta tr. O L F T S, edd., videntur maledicta videntur H V \ non om.
Opc. | spiritaliter Gac, sed spiritaliter Gpc. N
152 I.iber secundus

XX. 30. Item de sententia ista quae prolata est in ipsum virum
quid dicemus? Numquid forte divites, quibus provenit facilli-
mus victus neque in terra operantur, evasisse istam poenam
existimandi sunt, qua dicitur: maledicta terra erit tibi in omni-
5 bus operibus tuis; in tristitia et gemitu tuo manducabis ex ea om
nibus diebus vitae tuae. Spinas et tribulos pariet tibi, et edespabu-
lum agri tut; in sudore vultus tui edes panem tuum, donec rever-
taris in terram, ex qua sumptus es; quia terra es et in terram ibis?
Sed certe illud manifestum est, quod nemo evadat istam sen-
10 tentiam. Hoc ipsum enim, quod in hac vita quisque natus dif-
ficultatem inveniendae veritatis habet ex corruptibili corpo
re - sicut enim Salomon dicit: corpus quod corrumpitur aggra-
vat animam, et deprimit terrena inhabitatio sensum multa co-
gitantem - , ipsi sunt labores et tristitiae quas habet homo ex
15 terra, et spinae ac tribuli sunt punctiones tortuosarum quaesti-
onum aut cogitationes de provisione huius vitae; quae plerum-
que, nisi exstirpentur et de agro dei proiciantur, suffocant ver-
bum, ne fructificet in homine, sicut dominus in evangelio di
cit. Et quoniam necessitate iam per hos oculos et per has aures
20 de ipsa veritate admonemur, et difficile est resistere phantas-
matis quae per istos sensus intrant in animam, quamvis per il-

30, 4-8 Gen. 3, 17-19 12-14 Sap. 9, 15 16-18 quae - homine] cf. Marc.
4, 18-19

30, 1 ista] ipsa R B, om. S 2 quid dicemus om. A T | dicimus aVyRB


3 terram ßB 4 quia HO L VNR | erit tibi om. RB 5 tuo om. HA M
6 pariet tibi] germinabit C | edas Gac. N 7 edas N 8 ex] de TS, am er
9 evadit O ß, evadet M \ illam y 10 ipsum enim] ipsum erit ei timen-
dum A M, ipsum enim erit tibi timendum R, ipsum enim erit ei timendum
B, lo | natus] est add. <P T, am er 11 habet om. am lo \ corpore] patitur
add.S,amerlo 12 dixit G, ait M 14 labores sunt tr. ß \ tristitia G N,
tristitias Mac. | quosHOLC | homo om. Oac. G 17 verbum] dei add.
S,amerlo 18 fructificent ß Gpc. C, fructificant Gac. \ homines ß | di
cit in evangelio tr. O 19 aures] et add. a VT 20 phantasmatibus F Dac.
NR B TS, edd.
XX, 30 - XXI, 31 153

los intret etiam ipsa admonitio veritatis; - in ista ergo perple-


xitate cuius vultus non sudet, ut manducet panem suum?
Quod omnibus diebus vitae nostrae passuri sumus, id est
huius vitae quae transitura est. Et hoc illi dictum est, qui colu- 25
erit agrum suum, quia ista patitur, donec revertatur in terram,
ex qua sumptus est, id est donec finiat istam vitam. Qui enim
coluerit agrum istum interius et ad panem suum quamvis cum
labore pervenerit, habet usque ad finem vitae huius hunc la-
borem pati; post hanc autem vitam non est necesse ut patiatur. 30
Sed qui forte agrum non coluerit et spinis eum opprimi per-
miserit, in hac vita maledictionem terrae suae in omnibus ope-
ribus suis habet et post hanc vitam vel ignem purgationis vel
poenam aeternam. Ita nemo evadit istam sententiam, sed agen-
dum est, ut saltem in hac tantum vita sentiatur. 35
XXI. 31. Quem non autem moveat, quod post peccatum et sen
tentiam iudicis dei vocat Adam muherem suam 'Vitam', quia
vivorum ipsa sit mater, posteaquam meruit mortem et morta-
les fetus parere destinata est, nisi quia illos fetus attendit scrip-
tura, quos cum in doloribus pepererit, fiet illi conversio ad vi- 5
rum suum et eius ipse dominabitur? De quibus fetibus supe-
rius dictum est. Sic enim est illa vita materque vivorum. Nam

30, 26sq. Gen. 3, 19


31, 2sq. vocat - mater] cf Gen. 3, 20 5sq. quos - dominabitur] cf. Gen.
3, 16 6 superius] cf. cap. 29

30, 22 perflexitate/4ac. Mac. 24 nostrae] vestrae V, tuae Gac. 26 qui er lo |


patieturLiMs/. | terra N CM, suam add. Sac. 27 ex] de CR Sac, am er \
id est om. F | vitam istam tr. F, edd. 29 habet conieci (cf. WS 111, p. 230), pot-
est codd., edd. | ad om. L, in FC 30 hanc] haec Gac, hunc CA | ut om.
AM 31 quia O G | permiserit] habens add. <P WM, habet add. TS, edd.
(cf. WS 111, p. 230) 32 hanc vitam G NM 33 habebit yM, om. S, edd. \
vitam] habebit add. S, edd. 35 saltem om. A Sac. | vita tantum tr.AB
31, 1 autem non tr. yS, edd. 3 virorum V Tac. 5 in om. N, post W \
dolores R B | peperit H O ß y, pepererit ei S 6 ipse eius tr. R S 7 vi
rorum V
154 Liber secundus

vita quae in peccatis est mors appellari in scripturis solet, sicut


apostolus dicit mortuam esse viduam quae in deliciis vivit; et
10 mortui nomine peccatum ipsum significari legimus, ubi dic
tum est: qui baptizatur a mortuo et iterum tangit illum, quid
proficit in lavacro suo? Sic et qui ieiunat super peccata sua et
iterum ambulans haec eadem facit; pro peccato enim mortuum
posuit, abstinentiam vero ieiuniumque a peccato tamquam
15 baptismum, hoc est mundationem a mortuo, iterum autem
redire ad peccatum tamquam iterum tangere mortuum. Quare
non ergo animalis illa pars nostra, quae tamquam viro debet
obtemperare rationi, cum per ipsam rationem de verbo vitae
recte vivendi sarcinam conceperit, appelletur vita et, cum par-
20 turitione abstinentiae quamvis cum doloribus atque gemitibus
malae consuetudini resistens bonam consuetudinem ad recte
facta pepererit, mater vivorum vocetur, id est recte factorum,
quibus contraria sunt peccata, quae nomine mortuorum signi
ficari posse docuimus?
32. Nam illa mors, quam omnes qui ex Adam nati sumus
coepimus debere naturae, quam minatus est deus, cum prae-
ceptum daret ne fructus ille arboris ederetur, - illa ergo mors

31,9 c/ITim. 5, 6 11-13 Sir. 34,30-31 22sq. mater - significari] Isid.,


expos. in Gen. 5, 11
32, 2sq. quam - ederetur] cf. Gen. 2, 17

31,10 ipsum peccatum fr. WM 11 a mortuo qui baptizatur tr. T | quid]


qui Oac Cac, om. Gac, non ille Gpc 12 profecit Vac | in om. Oac. \
in - suo] lavatio eius F 14 tamquam] a add. Hac O ß, ad add. Hpc. 15
baptismo O ß | inundationem G, am er lo 17 ergo non tr. Rac, lo ma,
ergo am, om. er 19 videndi Hpc. O \ conceperit] comperit A ac. Mac,
componit Mpc, concepit S, am er \ appellatur CAM, am \ et om. A M
21 consuetudinis A Mac, om. S 21sq. ad - facta] arefacta A R M 22 pe-
perit OFß yA MS, am er \ virorum VB \ vocatur H O ß y VM S, am
23 significare Fac Eac A
32, 2 dominus WM 3 ille om. L C \ arboris fructus ille tr. edd.

^
XXI, 31 -32 155

in tunicis pelliciis figurata est. Ipsi enim sibi fecerunt praecinc-


toria de foliis fici, et deus illis fecit tunicas pellicias, id est ipsi 5
appetiverunt mentiendi libidinem relicta facie veritatis, et deus
corpora eorum in istam mortalitatem carnis mutavit, ubi la
tent corda mendacia. Neque enim in illis corporibus caelesti-
bus sic latere posse cogitationes credendum est, quemadmo-
dum in his corporibus latent; sed sicut nonnulli motus animo- 10
rum apparent in vultu et maxime in ocuüs, sic in illa perspi-
cuitate ac simplicitate caelestium corporum omnes omnino
animi motus latere non arbitror. Itaque illi merebuntur habi-
tationem illam et commutationem in angelicam formam, qui
etiam in hac vita, cum possint sub tunicis pelliciis occultare 15
mendacia, oderunt ea tamen et cavent flagrantissimo amore
veritatis et hoc solum tegunt, quod hi qui audiunt ferre non
possunt, sed nulla mentiuntur. Veniet enim tempus, ut nihil
etiam contegatur: nihil est enim occultum quod non manifesta-
bitur. Tamdiu autem in paradiso fuerunt isti, quamvis iam sub 20
sententia damnantis dei, donec ventum esset ad pellicias tuni
cas, id est ad huius vitae mortalitatem. Quo enim maiore indi-
cio potuit significari mors, quam sentimus in corpore, quam
pellibus, quoniam mortuis pecoribus detrahi solent? Ita cum

32, 4sq. ipsi - fici; et - pellicias] cf. Gen. 3, 7; 21 19sq. Matth. 10, 26
22-24 quo - solent] cf. Orig., hom. in Lev. 6, 2; select. in Gen. 3, 42

32,5 ipsiom.ßT 7 ista mortalitate y 8 corda] carnis Rac, cordis Rpc.


B 10 animarum A 13 motus animi tr. edd. 14 in angelicam] evangeli-
cam O Tac. | quae O 15 possent R B 16 tarnen ea tr. Parisinus lat.
16725, er lo ma 17 hi om. G M, ii lo ma 18 venit K E \ ut] quo T \
nihil] nulli V 19 est om. D \ enim om. G N S \ enim est tr. F \ mani-
festetur WM 20 fuerunt] erant AM 21 sententiam G NM \ damnatis
0*ac. G Aac. M, dominantes Cac, damnati Apc, dominantis S 22 iudi-
cio L Fac. Cac. WM, lo 24 quoniam] quae 0*pc. Mpc. S, edd. \ pecori
bus] corporibus CM \ itaque CS, edd.
156 Liber secundus

25 contra praeceptum non imitatione legitima, sed illicita super-


bia deus esse appetit homo, usque ad beluarum mortalitatem
deiectus est.
33. Ideo sic illi lex divina insultat ore dei, qua insultatio-
XXII. ne nos admonemur quantum possumus cavere superbiam: ecce
Adam factus est tamquam unus ex nobis ad scientiam cognoscen-
di bonum et malum. Quae ambigua locutio figuram facit; nam
5 factus est tamquam unus ex nobis dupliciter intellegi potest: vel
unus ex nobis quasi et ipse deus, quod pertinet ad insultatio-
nem, sicut dicitur unus ex senatoribus utique senator; aut cer-
te, quia et ipse deus esset, quamvis creatoris sui beneficio, non
natura, si sub eius potestate manere voluisset, sic dictum est ex
10 nobis, quomodo dicitur ex proconsulibus aut ex consulibus,
qui iam non est. Sed ad quam rem factus est tamquam unus ex
nobis} Ad scientiam scilicet dinoscendi boni et mali, ut iste per
experimentum disceret, dum sentit malum, quod deus per sa-
pientiam novit, et potestatem illam omnipotentis, quam pati
15 noluit beatus atque consentiens, poena sua discat esse inevita-
bilem.
34. Et tunc ne porrigeret Adam manum suam ad arborem
vitae et viveret in aeternum, dimisit illum deus de paradiso. Be-
ne dictum est: dimisit, non: exclusit, ut ipso peccatorum suo

33, 2-4 Gen. 3, 22 5 Gen. 3, 22 6 Gen. 3, 22 9sq. Gen. 3, 22 llsq.


Gen. 3, 22
34, lsq. Gen. 3, 22-23 3 Gen. 3, 23

33, 1 illi sic tr. V | lex divina] ex divino L F G, om. T | insultatur L F


T | ore dei om. V | insultat - dei] insultatore deus H, insultatore dicitur
0*pc. 3 est] es D | tamquam] quasi F G C S 3-5 ad - nobis om. G
4sq. quae - est om. A 6-8 quod - deus om. G 8 esset deus tr. K E \
cre3X.oriHac.Mac. 10 proconsulibus] consulibus CS, edd. \ ex2] pro C S,
edd. 11 quia 0*NCac. RM \ est] quod fuerit add. A M \ ad] ob G NM
12 scilicet] et add. A ac. \ bonum et malum C | iste om. F, isti C 15
voluit D
34, 3 suorum] quae - est (2, 33, 4sq.) add. A Mac.
XXI, 32 - XXH, 34 157

rum pondere tamquam in locum sibi congruum videretur ur-


geri. Quod patitur plerumque malus homo cum inter bonos 5
vivere coeperit, si se in melius commutare noluerit: ex iila bo
norum congregatione pondere malae suae consuetudinis pelli-
tur, et illi eum non excludunt reluctantem, sed dimittunt cu-
pientem. Quod autem dictum est: ne porrigeret Adam manum
suam ad arborem vitae, etiam haec ambigua locutio est. Loqui- 10
mur enim sic, cum dicimus: 'ideo te moneo, ne iterum facias
quod fecisti', volentes utique ut non faciat; et item sic: 'ideo te
moneo, ne forte sis bonus', volentes utique ut sit; id est: 'mo
neo te non desperans quod bonus possis esse'; sicut apostolus
loquitur cum dicit: ne forte det Mis deus paenitentiam ad co- 15
gnoscendam veritatem. Potest ergo videri propterea homo in
labores huius vitae esse dimissus, ut aliquando manum. porri-
gat ad arborem vitae et vivat in aeternum. Manus autem por-
rectio bene significat crucem, per quam vita aeterna recupera-
tur. Quamvis etiam si illo modo intellegamus 'ne porrigat ma- 20
num et vivat in aeternum', non iniusta poena est post pecca-
tum interclusum esse aditum ad sapientiam, donec dei miseri-
cordia mensuris temporum reviviscat qui mortuus est et inve-
niatur qui perierat. Dimissus est ergo de paradiso suavitatis, ut

34, 9sq. Gen. 3, 22 15sq. II Tim. 2, 25 17-19 aliquando - recuperatur]


Isid., expos. in Gen. 5, 12 20sq. cf. Gen. 3, 22 23sq. reviviscat -
perierat] cf. Luc. 15, 24 24sq. Gen. 3, 23 24-26 dimissus - redeundi]
Isid., expos. in Gen. 5, 12

34, 4 tamquam] tarn AMac, iam Mpc | urgueri VCM, argueri/fac. 10


haec om. G N, et haec WM 11 cum om. GN 12 item] iterum V S, edd. \
ideo] iterum 5 13 ne - moneo om. N C | forte om. ß G WM 14 non]
ne G N WMpc, am er \ desperas Gpc, desperes R B Mpc, am er \ bonus]
non bonus C, non A ac, bonus non Apc 14sq. loquitur apostolus tr. edd.
15 illi Cac Mac | cognoscendum Fac Kac 17 labore y \ ut] ne C 19
recuperetur C, comparatur am er 20 manum porrigat tr. edd. 21 iusta V
G N 23 revivescat H V K E Gac N Mac \ mortuus est] mortuus Gac,
fuerat mortuus Gpc, mortuus esset N
158 Liber secundus

25 operaretur terram de qua et sumptusfuerat, id est, ut in corpore


isto laboraret et ibi, si posset, collocaret sibi meritum redeun-
di. Moratus est autem contra paradisum, in miseria, quae utique
beatae vitae contraria est. Nam beatam vitam paradisi nomine
significatam existimo.
XXm. 35. Posuit autem deus Cherubim et flammeam frameam
quae versatur, quae uno nomine versatilis dici potest, ad custo-
diendam viam arboris vitae. Sicut illi volunt, qui Hebraea ver-
ba in scriptum interpretati sunt, Cherubim Latine scientiae
5 plenitudo esse dicitur. Flammea vero framea versatilis tempo
rales poenae intelleguntur, quoniam tempora volubilitate ver-
santur. Propterea et flammea dicitur, quia urit quodammodo
omnis tribulatio. Sed aliud est uri ad consumptionem, aliud
est uri ad purgationem. Nam et apostolus dicit: quis scandali-
10 zatur, et ego non uror? Sed iste affectus purgabat eum magis,
quia de caritate veniebat. Et illae tribulationes quas msti pa-
tiuntur, ad ipsam pertinent flammeam frameam, quoniam in
igne probatur aurum et argentum, et homines acceptabiles in ca
mino humiliationis; et iterum: vasafiguli probat fornax, et ho

35, 11 veniebat] des. GN

34, 27 Gen. 3, 24 28sq. beatam - significatam] cf. cap. 12


35, 1-3 Gen. 3, 24 4-6 Cherubim - intelleguntur] Isid., expos. in Gen. 5,
14 9sq. flCor. 11, 29 12-14 Sir. 2, 5 14sq. Sir. 27, 6

34, 25 et om. C 5, edd. | erat edd. | ut om. VT 26 laboret C Aac. R


M | ibi] ipsi H, ubi G N | si om. Nac. T | possit G N, possit et C | col-
locare HVT 27 autem om. GNT
35,1 deus om.G N 5 dicitur esse tr. KE S \ temporalis yTS 6 poena
yS | intellegitur GNS \ quoniam tempora] quae temporum lo 8 con-
summationem V, consumpüonem et edd. 9 est om. yB \ uri om. G C \
qui K E Dac. M 10 non ego tr. K M 11 - 37, 40 et - sanctus om. G N
11 illae om. Cac, istae Bac. 12 ipsam] istam 'FS, edd. 13 ignem B |
acceptabiles] deo add. 0*,amer 14 humilitatis S, am
xxn, 34 - xxm, 36 159

mines iustos temptatio tribulationis. Quoniam ergo quem diligit 15


deus corripit et flagellat omnem füium quem recipit, sicut dicit
et apostolus: scientes quoniam tribulatio patientiam operatur,
patientia probationem et legimus et audimus et credendum est
arborem vitae plenitudine scientiae et flammea framea custo
diri. Nemo ergo potest pervenire ad arborem vitae nisi per has 20
duas, id est tolerantiam molestiarum et scientiae plenitudinem.
36. Sed tolerantia molestiarum omnibus fere in hac vita
subeunda est tendentibus ad arborem vitae, plenitudo autem
scientiae videtur paucioribus provenire, ut quasi non omnes,
qui perveniunt ad arborem vitae, per scientiae plenitudinem
veniant, quamvis omnes tolerantiam molestiarum, id est flam- 5
meam frameam versatilem sentiant. Sed si attendatur quod
apostolus dicit: plenitudo autem legis caritas, et videamus ean-
dem caritatem praecepto illo gemino contineri: diliges domi
num deum tuum ex toto corde tuo et ex tota anima tua et ex tota
mente tua, et diliges proximum tuum tamquam teipsum; in qui- 10
bus duobus praeceptis tota lexpendet etprophetae, sine dubitatio-
ne intellegimus ad arborem vitae non solum per flammeam

desunt G N

35, 15sq. Hebr. 12, 6 17sq. Rom. 5, 3-4 20sq. nemo - plenitudinem]
Isid., expos. in Gen. 5, 14
36, 7 Rom. 13, 10 8-10 Matth. 22, 37 lOsq. Matth. 22, 39-40

35,15 et tribulationes A Mpc, tribulationes Mac. 16 dominus B S, deus


hunc am er lo \ etom.RT | flagellat] autem add. T 17 etom.CRMT,
edd. 18 patientia] autem add. O*. edd. | audivimus /? C S 19 plenitudi
nem a V WM TS, edd., plenitudini C, esse add. WM, lo | flammeam fra
meam O* L F T, ma \ custodire O* L Fpc. C T, ma 20 ergo om. aß CT
S, am | ad arborem vitae pervenire tr. ß 21 est] per add. Spc, edd.
36, 1 tolerantiam Hac. ß, maur 3 videatur H O* \ pervenire O* S, am
7 autem om. Kac. S \ legis autem tr. Kpc. E \ eandem] legis add. am er lo
8 diligis//C 10 diligis//C | tuum om. edd. \ tamquam] sicut FCM T
11 duobus om. R 12 flammeam om. aßT
160 Liber secundus

frameam versatilem, id est per tolerantiam temporalium mole-


stiarum, sed etiam per plenitudinem scientiae, id est per carita-
15 tem veniri; quia si caritatem, inquit, non habeam, nihil sum.
XXIV. 37. Sed in hoc sermone pollicitus sum considerationem
factarum rerum, quam puto explicatam, et deinde considerati
onem prophetiae, quae remanet explicanda iam breviter. Po-
sito enim tamquam signo quodam manifesto, quo cetera diri-
5 gantur, non diu nos, quantum arbitror, ista consideratio deti-
nebit. Dicit enim apostolus sacramentum magnum esse quod
dictum est: propter hoc relinquet homo patrem et matrem et ad-
haerebit uxori suae, et erunt duo in carne una; quod ipse inter-
pretatur subiciendo: ego autem dico in Christo et in ecclesia.
10 Ergo quod per historiam impletum est in Adam, per prophe-
tiam significat Christum, qui reliquit patrem, cum dicit: ego a
patre exivi et veni in hunc mundum. Non loco reliquit, quia
deus loco non continetur, neque aversione peccati, sicut apo-
statae relinquunt deum, sed apparendo hominibus in homine,
15 cum verhum caro factum est et habitavit in nobis. Quod ipsum
non commutationem naturae dei significat, sed susceptionem
desunt G N

36, 15 I Cor. 13, 2


37,1 c/cap.3,8 6sq. c/Eph. 5,32 7sq. Gen. 2, 24 9 Eph. 5, 32 10-12
ergo - mundum] Isid., expos. in Gen. 3, 11 llsq. loh. 18, 26 15 loh. 1, 14

36, 14 sed etiam] vel A Mpc, sed vel Mac. | per om. 0"ac. C Bac. | id
est] sed etiam A M 15 venire CM
37, 2 rerum factarum tr. edd. 3 prophetae C, propheticae Mac. \ expli-
candamFAR \ posito] potest O*, possit Aac. M, posset Apc. 5 diu nos]
divinos V, dum nos K E 6 sacramentum] hoc add. R 7 homo om. C \
matrem] suam add. C 8 uxorem suam Mac. \ una om. K 10 ergo] si
add. A 11 relinquit HO* V C Aac. Tac. \ dixit ma \ ego om. R B
llsq. exivi a patre tr. R B T 12 exiii7 | non loco] sed non A, sed non lo
co R B S, am er lo \ relinquit H Vac. C A ac. 14 dominum O* L F 15
habitabit KEDac. 16 susceptionem] naturae significat sed susceptionem
add. S, naturae add. Divionensis 140, edd.
xxm, 36 - xxrv, 37 161

inferioris personae, id est humanae. Ad hoc valet etiam quod


dicitur: semetipsum exinanivit, quia non in ea dignitate appa-
ruit hominibus, in qua est apud patrem, blandiens eorum
infirmitati qui cor mundum nondum habebant, unde videtur 20
verbum in principio deus apud deum. Quid est ergo quod di-
ximus 'reliquit patrem', nisi 'reliquit apparere hominibus, sic-
ut est apud patrem'? Item reliquit et matrem, id est synagogae
veterem atque carnalem observationem, quae ilh mater erat ex
semine David secundum carnem, et adhaesit uxori suae, id est 25
ecclesiae, ut sint duo in carne una. Dicit enim apostolus ipsum
esse caput ecclesiae et ecclesiam corpus eius. Ergo et ipse sopo-
ratus est dormitione passionis, ut ei coniunx ecclesia formare-
tur; quam dormitionem cantat propheta dicens: ego dormivi et
somnum cepi et exsurrexi, quoniam dominus suscipiet me. For- 30
mata est ergo ei coniunx ecclesia de latere eius, id est de fide
passionis et baptismi. Nam percussum latus eius lancea sangui-
nem et aquam profudit. Factus autem est, ut supra dixi, ex se-

desunt G N

37, 18 Phil. 2, 7 20sq. cor - deum] cf. Matth. 5, 8; loh. 1, 1 23-26 reli
quit - una] Isid., expos. in Gen. 3, 11 24sq. Rom. 1, 3 26 Gen. 2, 24
26sq. cf. Col. 1, 18 29sq. Ps. 3, 6 29-33 quam - profudit] cf. Isid., expos.
in Gen. 3, 8 32sq. percussum - profudit] cf. loh. 19, 34 33sq. Rom. 1, 3

37, 17 inferiores KE 18 divinitate Bpc. TS 20 habeant K E, habent S \


videretur O* L F, edd., om. Bac. 21 deus om. F R 22 reliquit1] relinquit
H VA ac. M Tac, relinquet Kpc. E C | nisi] qui add. H, quod add. T \ re-
liquit2] relinquit HKE CAac, derelinquit Mac, dereliquit Mpc. 23 re
linquit H VE Dac. A ac. M, relinquet C | et om. A M | synagogam ß C
24 observantiam am er lo 27 et ecclesiam om. Cac. M | corpus eius] cor
poris enim sui A ac. M 28 dormitatione H O* VD Tac. 29 dormitatio-
nemfl | propheta] per prophet am H O* K E D WM. TS, edd. 30 som-
nium// VKAac. \ somnum cepi] quievi C | quia C | suscepit E C W
MS, edd. 31 ei] et 0*LFB TS, om. M, am er lo \ coniunx] id est add. C
32 baptisma C T 33 profundit Mac, fudit S, am er \ est om. F, edd. \
est autem tr. C TS
162 Liber secundus

mine David secundum carnem, sicut apostolus dicit, id est tam-


35 quam de limo terrae, cum homo non esset qui operaretur in
terra, quia nullus homo operatus est in virgine, de qua natus
est Christus. Forts autem ascendebat de terra et irrigabat omnem
faciem terrae. Facies terrae, id est dignitas terrae, mater domini
virgo Maria rectissime accipitur, quam irrigavit spiritus sanc-
40 tus, qui fontis et aquae nomine in evangelio significatur, ut
quasi de limo tali homo ille fieret, qui constitutus est in para-
diso, ut operaretur ibi et custodiret, id est in voluntate patris, ut
eam impleret atque servaret.
XXV. 38. Nam praeceptum quod accepit nos accepimus in illo,
quia unusquisque Christianus non incongrue sustinet perso-
nam Christi dicente ipso domino: quaefecistis uni ex minimis
meis, mihi fecistis. Atque utinam frueremur, sicut praeceptum
5 est, omni ligno paradisi, quod significat spiritales delicias -
fructus autem spiritus est caritas gaudium pax longanimitas be-
nignitas bonitas fides mansuetudo continentia, sicut apostolus

37,40 qui] inc. GN


38,5 paradisi] des. K ED

37, 35 de limo terrae] cf. Gen. 2, 7 35sq. homo - terra] cf. Gen. 2, 5
36sq. quia - Christus] Lid., expos. in Gen. 2, 18 37sq. Gen. 2, 6 38-40
facies terrae - significatur] cf. Isid., expos. in Gen. 2, 18 40 cf. loh. 7, 38-
39 42 Gen. 2, 15
38, 1-11 nam - experiremur] Isid., expos. in Gen. 4, lsq. 3sq. Matth. 25,
40 4sq. sicut - est] cf. Gen. 2, 16 6sq. Gal. 5, 22-23

37, 36 in om. Vac. CMac. | de qua] unde W 38 terrae1] et add. R B \


facies terrae om. A | domini] nostri id est add. C, dei T 39 accipitur] di-
citur C, intellegitur Sac. 41 quasi] qualis S, am er lo | talis Hpc. C,
terrae WM, terrae talis S, am er lo 42 ibi om. ma
38, 3 ipso om. K E, ipse G | quae] qui H ß G C S, quando O*, quod T,
edd. (cf. WS 111, p. 216) \ fecisti Eac. M 4 meis om. G \ fruemur O*,
frueretur C 4sq. est praeceptum tr. edd. 6 benignitas om. G C 7 fides
om. C | fides - continentia] et cetera G N
XXIV, 37 - XXV, 38 163

dicit - , et non tangeremus lignum in medio paradisi planta-


tum scientiae boni et mali, id est non vellemus superbire de
natura nostra quae, sicut iam diximus, media est, ut decepti 10
experiremur, quid intersit inter simplicem fidem catholicam
et fallacias haereticorum; ita enim pervenimus ad dinoscen-
tiam boni et mali. Nam oportet, inquit, etiam haereses esse, ut
probati manifesti fiant inter vos. Etenim serpens ille secundum
prophetiam haereticorum venena significat et maxime istorum 15
Manichaeorum et quicumque veteri testamento adversantur.
Non enim aliquid manifestius praenuntiatum arbitror quam
istos in ülo serpente vel potius illum in istis esse vitandum.
Nulli enim loquacius atque iactantius promittunt scientiam
boni et mali et in ipso homine tamquam in arbore quae plan- 20
tata est in medio paradisi eam dinoscentiam demonstraturos se
esse praesumunt. Etiam illud quod dictum est: eritis sicut dii
qui magis dicunt quam isti, qui per suam superbam vanitatem
eandem superbiam persuadere conantes affirmant animam
naturaliter hoc esse quod deus est? Et ad quos magis pertinet 25
apertio carnalium oculorum quam ad istos, qui rehcta interio-
re sapientiae luce solem istum, qui pertinet ad oculos corpo-

desuntKED

38, 8sq. lignum - mali] cf. Gen. 2, 17 10 iam diximus] cf. e. g. cap. 12
13sq. I Cor. 11, 19 19-21 nulli - demonstraturos] cf Isid., expos. in Gen.
4, 6 19sq. scientiam - mali] cf Gen. 3, 5 22 Gen. 3, 5 26 apertio -
oculorum] cf. Gen. 3, 5

38,9 non] ne er lo 12 et] inter add R 14 fiant] sint WM | inter vos] in


vobis A B M, in nobis R | etenim] et add. Gpc. NCRM, est add. A | ille]
quem add A 15 prophetam C, speciem A sl. 19 promittant C, promit-
tent Mac. 21 dinoscendam G N TS \ se om. Vac. G C 22 etiam] et
etiam O* edd., etiam et WM 23 qui] alii add. O* L F, edd. \ superbiam
Fac. VGNAac.RM Sac.,a.add NM 25 et om. lo 26 apertio] operatio
0*S | oculorum carnalium fr. R B | interiora G N, interioris WM 27
lucem G CMac.
164 Liber secundus

ris, adorare compellunt? Et omnes quidem generaliter haere-


tici scientiae pollicitatione decipiunt et reprehendunt eos quos
30 simpliciter credentes invenerint et, quia omnino carnalia per-
suadent, quasi ad carnalium oculorum apertionem conantur
XXVI. adducere, ut interior oculus excaecetur. Sed istis etiam cor
pora sua displicent non propter poenalem mortalitatem, quam
peccando meruimus, sed ita ut negent deum esse corporum
35 conditorem, tamquam apertis oculis carneis nuditas ista dis-
pliceat.
39. Sed nihil vehementius istos designat et notat quam
quod dicit serpens: non morte moriemini; sciebat enim deus
quoniam quo die ederitis, aperientur oculi vestri. Sic enim isti
credunt, quod serpens ille Christus fuerit, et deum nescio
5 quem gentis tenebrarum, sicuti affirmant, illud praeceptum
dedisse confingunt, tamquam invideret hominibus scientiam
boni et mali. Ex ista opinione etiam nescio quos Serpentinos
natos esse arbitror, qui serpentem pro Christo colere dicuntur
nec attendunt apostolum qui ait: metuo ne, sicut serpens Evam
10 seduxit astutia sua, sic et vestri sensus corrumpantur. Hos ergo
per istam prophetiam praefiguratos esse existimo. Seducitur
autem verbis huius serpentis carnalis nostra concupiscentia, et

desuntKED

38, 28-32 et omnes - excaecetur] cf. Isid., expos. in Gen. 4, 8


39, 2sq. Gen. 3, 5 9sq. II Cor. 11, 3 11—13 seducitur - Christianus]
Isid., expos. in Gen. 4, 7

38, 28 haeretici generaliter tr. Laurentianus S. Marci 597, edd. 29 pollici-


tationem CMac. 30 invenerunt Divionensis 140, lo 32 excaecatur Hac.
C, lo 34 ut om. maur
39, 2 quod] ut A | dicat Apc. 3 quo] quod se 0*ac, quod si 0*pc, qua
75, edd. | ederitis] mox add. GN | sicut FM,siG 5 gentes 0*ac. C,
deus G, deum N 6 contingunt H, configunt 0*ac. \ invidere AM 7
quos] quod Aac, quo M 9 serpens] qui add. T 10 seduxit] decipit C |
sensus vestri tr. edd. \ corrumpuntur C 11 existimo] aestimo a V T
XXV, 38 - XXVI, 40 165

per illam decipitur Adam, non Christus, sed Christianus; qui


si praeceptum dei servare vellet et ex fide perseveranter vive-
ret, donec idoneus fieret intellegentiae veritatis, id est si opera- 15
retur in paradiso et custodiret quod accepit, non veniret in
illam deformitatem, ut, cum sibi displicet caro quasi nuditas
sua, carnalia magis tegumenta mendaciorum tamquam folia
fici colligeret, quibus sibi faceret succinctorium. Hoc enim isti
faciunt, cum de Christo mentiuntur et ipsum mentitum esse 20
praedicant; et tamquam abscondunt se a facie dei ad sua men-
dacia ab illius veritate conversi, sicut apostolus dicit: et a veri
tate quidem auditum suum avertent, ad fabulas autem conver-
tentur.
40. Et ille quidem serpens, id est ille error haereticorum
qui temptat ecclesiam, contra quem incantat apostolus cum di
cit: metuo ne, sicut serpens Evam seduxit astutia sua, sic et sensus
vestri corrumpantur, - ille ergo error pectore et ventre serpit et
terram manducat. Non enim decipit nisi aut superbos, qui sibi 5
arrogantes quod non sunt cito credunt, quod summi dei et

desuntKED

39, 15sq. operaretur - custodiret] cf. Gen. 2, 5 18sq. folia - succinc-


torium] cf. Gen. 3, 7 21 absconderunt - dei] cf. Gen. 3, 8 22-24 II Tim.
4,4
40, 3sq. II Cor. 11, 3 4sq. pectore - manducat] cf. Gen. 3, 14

39, 14 perseveranter] perseverantur si Cac, perseveraret et A M | viveret]


et add 0*V 16 in*]idFGN V displicit G, displicent C, displiceret S,
am er lo 19 colligerit G, colligaret C, colligerent S \ faciunt C, facerent
5 20 et om. A 22 veritate] et add. A M \ conversis C, conversione M
23 suum om. R B S, am er lo \ avertentes G N, avertunt A sL, avertent et
S, convertent lo \ fabulas autem] suas fabulas S \ convertuntur GApc.
40, 1 et om. a T 2 incantans Mpc., cantat S, clamat am er lo 3 Evam
om. G. | seduxit Evam tr. R 5 enim om. ¥M \ decepit Gac. N 6 ar
rogant O * G M, esse add. G NM
166 Liber secundus

animae humanae una eademque natura sit, aut desideriis carna-


libus implicatos, qui libenter audiunt, quod lascive quicquid
faciunt non ipsi faciunt, sed gens tenebrarum, aut curiosos,
10 qui terrena sapiunt et spiritalia terreno oculo inquirunt. Erunt
autem inimicitiae inter istum et mulierem et inter semen eius
et semen mulieris, si pariat ista filios quamvis cum doloribus
et se ad virum suum convertat, ut eius ipse dominetur. Tunc
enim potest cognosci non aliam partem in nobis pertinere ad
15 auctorem deum et aliam ad gentem tenebrarum, sicut isti di-
cunt, sed potius et illud, quod regendi habet potestatem in no
mine, et illud inferius, quod regendum est, ex deo esse, sicut
dicit apostolus: vir quidem non debet velare caput, cum sit ima-
go et gloria dei; mulier autem gloria viri est. Non enim vir ex
20 muliere, sed mulier ex viro; etenim non est creatus vir propter
mulierem, sed mulier propter virum; propterea debet habere po
testatem mulier super caput propter angelos. Verumtamen neque
mulier sine viro neque vir sine muliere in domino; sicut enim
mulier ex viro, ita et vir per mulierem, omnia autem ex deo.
XXVII. 41. Laboret iam Adam in agro suo et, quod spinas et tri-
bulos ei parit terra, intellegat non naturae esse, sed poenae, et
hoc non nescio cui genti tenebrarum, sed divino iudicio tri

desuntKED

40, llsq. inimicitiae - mulieris] cf. Gen. 3, 15 12sq. pariat - dominetur]


cf. Gen. 3, 16 18-24 I Cor. 11, 7-12
41, lsq. spinas - terra] cf. Gen. 3, 18

40, 7 humanae] naturae Hac. y, natura Hpc. VR B M, humanae natura O*,


naturam/1, om. TS 8 quicquid lascive tr. TS, edd. 13 se] si G N | con-
vertatur Gpc. Mpc, convertet A ac. 16 habent HO*ac. V 18 debet] ha
bet F 19 est om. S 20 est om. S \ creatus est tr. edd. 21 potestatem]
ve\ameaHsl.O*LFNCRBpc.MS,edd. 24 et -mulierem] vir ex muliere M
41, 1 iam] etiam V y, autem A M, autem iam B 2 pariat Hpc. O* L G C
M, am, pariet N \ park ei tr. R S \ terra] et add. maur \ natura G C
Mac, naturam N \ poena G, poenam N 3 non om. Hpc. NC
XXVI, 40 - XXVH, 41 167

buat, quia moderamen iustitiae est sua cuique tribuere. Ipse


det mulieri escam caelestem, quam accepit a capite suo qui est 5
Christus; non ab iila accipiat vetitum cibum, id est haeretico-
rum fallaciam cum magna pollicitatione scientiae et quasi se-
cretorum adapertione, quo fiat ad decipiendum error ipse con-
ditior. Haereticorum quippe superba et curiosa cupiditas in
libro Proverbiorum clamat sub mulieris imagine et dicit: qui 10
stultus est, divertat ad me, et inopes sensu exhortor dicens: panes
occultos libenter edite et aquam dulcem furtivam bibite. Et ne-
cesse est tamen, cum et illa quisque crediderit praecedente libi-
dine mentiendi, qua et Christum mentitum esse credit, accipi
at etiam tunicam pelliciam divino iudicio. Quo nomine mihi 15
videtur in prophetia significari non corporis mortalitas, quae
significatur in historia, de qua iam tractatum est, sed de car-
nalibus sensibus attracta phantasmata, quae carnaliter mentien-
tem divina lege consequuntur et contegunt; atque ita de para-
diso, id est de catholica fide et ventate, dimittitur habitaturus 20
contra paradisum, id est eidem fidei contradicturus. Qui si ali-

desuntKED

41, 4 sua - tribuere] cf. e. g. Cic, fin. 5, 65; Ulp., dig. 1, 1, 10 pr. 5sq. ca
pite - Christus] cf. I Cor. 11, 3 10-12 Prov. 9, 16-17 (sec. LXX) 14-19
accipiat - contegunt] cf. Isid., expos. in Gen. 5, 12sq. 15 tunicam pelli
ciam] cf. Gen. 3, 21 17 iam - est] cf. cap. 32 19-21 de - paradisum] cf.
Gen. 3, 23-24 21-29 qui - aeternum] cf. Isid., expos. in Gen. 5, 13

41,4 iustitia y | unicuique CR 4sq. ipse det] tribuat ergo ipse et WM,
tribuat ergo ipse S, am er lo 5 accipit C T 6 illo C, ullo VM 8 adaper-
tionem O* L F G WM S, edd. \ quod 0*M 9 quippe] qui V, qui per M \
superbia Gpc. V TS, am, superbiam M | cupiditate R B 11 exhortatur O*
L F, edd. (cf. WS 111, p. 217) 12 edite libenter tr. S, edd. 14 qua] quae O*
yTS, er, quia VM \ et om.O* LF C TS, edd. \ accipit A ac. M 15 quod
Aac.M 16 prophetaGN,prophetiae.<4tfc.,prophetice./J 18 attractam 0*ac,
adtrahit et G, detrahit ad N, abstractum AM 21 qui si] et quasi 0*ac. L,
et quasi si 0*pc. F, et qui V, qui G, quis N, quasi CR M, et quia si T
168 Liber secundus

quando se ad deum converterit per flammeam frameam, id est


per temporales tribulationes, sua peccata cognoscendo et ge-
mendo et non iam extraneam naturam, quae nulla est, sed se-
25 ipsum accusando, ut ipse veniam mereatur, et per plenitudi-
nem scientiae, quod est caritas, diligendo deum, qui supra om-
nia est incommutabilis, [et diligendo] ex toto corde et ex tota
anima et ex tota mente, et diligendo proximum tamquam se-
ipsum, perveniet ad arborem vitae et vivet in aeternum.
XXVm. 42. Quid habent ergo isti, quod in his litteris veteris testa-
menti reprehendant? Interrogent secundum morem suum, et
respondeamus sicut dominus donare dignatur:
Quare fecit deus hominem quem peccaturum sciebat? -
5 Quia et de peccante multa bona facere poterat ordinans eum
secundum moderamen iustitiae suae et quia nihil oberat deo
peccatum eius: et sive non peccaret, mors nulla esset, sive quia
peccavit, alii mortales de peccato eius corriguntur. Nihil enim
sic revocat homines a peccato quemadmodum imminentis
10 mortis cogitatio.

desuntKED
42, 4 quare] inc. I

41, 22 flammeam frameam] cf. Gen. 3, 24 26-28 Matth. 22, 37 28sq.


Matth. 22, 39

41,23 sua] scilicet add. S, am er lo 25 ipsam V, per conversionem add. V


MS, am er lo | mereretur ;4 .M | per om.O*LF 26 quod] quae edd. 27
et diligendo delevi (cf. WS 111, p. 226) | et om. H V G M 27sq. et -
anima om. V 28 tixom.HLFV \ et2om.aVNCT | diligendo om. N
C | tamquam] sicut C 29 pervenire W \ et vivet] possit et vivere V, et
viveret M
42, 2 interrogant Gac. C 4 fecit] inquiunt add. V, lo \ hominem] inqui-
unt add. S,amerma 5 peccato A 6 deo nihil oberat tr. R S 8 eius] suo
C, om. R 8-10 nihil - cogitatio om. aV yBpc. T(cf. WS 111, p. 21t) 9
hominem S l
XXYE.41-XXYHI.42 169

Sic cum farrra, inquit, ut ocn peccaret. - Immo ipse hoc


faceret; sc enim actus est ut, 9 nciuisset, non peccaret.
Non admitteretur, inquit, diabolus ad eus mulierem. -
Immo ipsa ad se chaboium non admitteret; sie enim facta est
ut, si noiuisset, non aimineret- :s
Non fieret, inquit, mulier. - Hoc est dicere non fieret
bonum, quta et ipsa uuque auquod bonum est et tanturn bo-
num, ur aposiolus eam glonam vin esse dicai, et emma ex deo.
Qms feat ciabcium.' - Se ipse; non enim natura, sed pec-
cando diabolus factus est. jo
Vel ipsum, aiunt, non faceret deus, si eum peccaturum
esse saebat- - Immo quare non faceret, cum per suam iusü-
tiam et providenuam multos de maliua diaboli corrigat? An
forte non audisüs apostolum Paulum dicentem: quos tradidi
Sautnat, ut discant non bLtspbemare? Et de seipso dicic et ne 25
magnitudine revelationum extollar, dolus est mihi stimulus atr-
nis, angelus Satanae qui me colaphizet.

desxntKED
42, 15 ut si] ine. s

42, 18 glonam - deo] cf. I Cor. 11, 7; 12 24sq. I Tim. 1, 20 25-27 II


Cor. 12,7

42, llsq. sic- faceret om. M | inquiunt C M T S l, edd. (cf. WS 111, f.


217) | inquit faceret fr. !f 13 inquiunt C S £ edd. | inquit diabolus] dia
bolus aiunt ¥ 13-15 diabolus - admitteret om. O* 14sq. sic - admirte-
rtx.om.CBac. 15 voluisset FVBpc.Ms l,amer 16 fieret] faceret A R M
5 | inquiunt TSl, edd. | mulierem A R M s | diceret Vac. Aac. 17 ali
quid yR M 18 dicit Ö*ac. G, iterum dicunt add. WM s | et omnia]
omnia certe A M S s, am er lo | et - deo om. R B | deo] iterum dicunt
add. lo ma 19 qui G 21 nunt om. a V y TS l 23 an] aut A B s, aut si R
24 Paulum om. Vs | quos tradidi] quosdam tradi F 25 se ipse HLF V
T, ipso O* CS 26 magnitudo L M, am er lo, magnitudinem C sac. \ ex
tollar] extollat mcMS, amerlo | carnis] meae add. O* N B M 27 qui] ut
NC
170 Liber secundus

Ergo, inquit, bonus est diabolus, quia utilis est? - Immo


malus est, in quantum diabolus est; sed bonus et omnipotens
30 deus est, qui etiam de malitia eius multa iusta et bona opera-
tur; non enim diabolo imputatur nisi voluntas sua qua cona-
tur facere male, non dei Providentia quae de illo bene facit.
XXIX. 43. Postremo quoniam cum Manichaeis nobis de religio-
ne quaestio est, quaestio autem religionis est, quid de deo pie
sentiatur; quoniam negare non possunt in miseria peccatorum
esse genus humanuni, illi dicunt naturam dei esse in miseria. -
5 Nos negamus, sed eam naturam dicimus esse in miseria, quam
de nihilo fecit deus, et ad hoc venisse non coactam, sed volun-
tate peccandi.
Illi dicunt naturam dei cogi ab ipso deo ad paenitentiam
peccatorum. - Nos negamus, sed dicimus eam naturam quam
10 deus fecit de nihilo, posteaquam peccavit, cogi ad paenitenti
am peccatorum.
Illi dicunt naturam dei ab ipso deo accipere veniam. -
Nos negamus, sed dicimus eam naturam quam fecit deus de ni
hilo, si se a peccatis suis ad deum suum converterit, accipere
15 veniam peccatorum.

desuntKED
43, 8 ab ipso deo] inc. c

42, 30 de - operatur] cf. Plot., Enn. 3, 2, 5

42, 28 inquiunt T S, edd. 29 est1 om. O* L F T S, edd. | bonus et


omnipotens] deus omnipotens C, omnipotens deus Ws 30 deus] bonus O*
CWs | est deus tr. M l 31 qua] qui N, quia Mac. | conatus est W%
43, 2 quaestio2 - est om. W s | quid] qua R B 3 possum H O V T,
possumus N C WM S s l, am er lo 5 eam naturam esse dicimus tr. H O L V
C, dicimus eam naturam tr. S, edd. 6 deus fecit tr. F R 9-12 quam -
naturam om. C 10-13 posteaquam - nihilo om. N 13 sed] et A M s \
deus fecit tr.FT 14 dominum OF VR BM Tc \ converteret CM
XXVm, 42 - XXIX, 43 171

Uli dicunt naturam dei necessitate esse mutabilem. - Nos


negamus, sed dicimus eam naturam quam deus fecit de nihilo
voluntate esse mutatam.
Uli dicunt dei naturae nocere aliena peccata. - Nos nega
mus, sed dicimus nulli naturae nocere peccata nisi sua; et 20
deum dicimus tantae bonitatis esse, tantae iustitiae, tantae in-
corruptionis, ut neque peccet neque ipse alicui noceat qui pec-
care noluerit, nec ipsi aliquis qui peccare voluerit.
Uli dicunt esse naturam mali, cui deus coactus est naturae
suae partem dare cruciandam. - Nos dicimus nullum esse ma- 25
lum naturale, sed omnes naturas bonas esse et ipsum deum
summam esse naturam, ceteras ex ipso esse naturas, et omnes
bonas in quantum sunt, quoniam fecit deus omnia bona valde,
sed distinctionis gradibus ordinata, ut sit aliud alio melius at-
que ita omni genere bonorum universitas ista compleatur, 30
quae quibusdam perfectis, quibusdam imperfectis tota perfecta
est, quam deus effector conditorque eius iusto moderamine
administrare non cessat; qui omnia bona facit voluntate, nihil

desuntKED
43, 31 quae] des. s

43, 20 nulli - sua] retract. 1, 10, 9 25sq. nullum - naturale] retract. 1, 10,
10 28 fecit - valde] cf. Gen. 1, 31

43,16 necessitate] dei add. H V, necessitatem s 18 voluntatems | muta-


ta V, mutabilem R c l 19 natura NR | naturae dei tr. S l, edd. 21 domi
num C M | esse om. C, esse et Mac. 22 ipse om. NT 23 ipse H O V
N | aliqui C, aliquid c lac. \ noluerit Vac. C c lac. 24 naturam esse tr.
NR 25 malum esse tr. S, edd. 26 naturale] naturae N S, am er lo, natu
ram / | esse bonas tr. Ws l 26sq. esse deum summam tr. Ws 27 ceteras-
que S, ceteros s \ esse2 om. Ws 28 valde om. cl 30 completur WM S c s
l, am er 32 perfector N WM, perfectus c l, affector lo \ eius om. c l 33
qulaARMTS \ fecit OCcl
172 Liber secundus

mali patitur necessitate; cuius enim voluntas superat omnia,


35 nulla ex parte quicquam sentit invitus.
Cum ergo illa illi et nos ista dicimus, unusquisque eligat
quid sequatur. Ego enim, quod bona fide coram deo dixerim,
sine ullo studio contentionis, sine aliqua dubitatione veritatis
et sine aliquo praeiudicio diligentioris tractationis quae mihi
40 videbantur exposui.

desuntKEDs

43,36 dicamus NCMcl 37 quid] quod Parisinus lat. 16725, er lo 39 et


om. cl
explicit contra Manicheos de genesi H O, ... contra manicheos F, ...
adversus manicheos A BM
IXDICES
rs

Index locorum similium

Gem.
1.1 1, 3, 3; 1, 9, 9; 1, 11, 2sq^ 1, 11, 7sq^ 2, 4, 11sq^ 2, 4.
14sq^ 2, 4, 19
1, 1sq- 1, 5, 7sq.
1. 2 1, 5, 1sq^ 1, 6, 1; 1, 6, 2Qsq^ 1, 8, 1sq.
1.3 1,5,12;1,7,1;1,13,1;c/:i,35,8sq.
1, 4 1. 13, 2sq^ 1, 13, 15
1, +-5 1, 15, 1sq.
1, 5 1, 16, 1
1. 6 1, 5, 12
1, 6-8 1, 17, 1-5
1. 7 cf 1, 36, 3sq.
1, 8 1, 17, 18
1, 9 1, 5, 12; 1, 5, 13; 1, 18, 10sq.; cf. 1, 37, 2sq.
1, 9-10 1, 18, 1-5
1, 10 1, 18, 15; 1, 32, 3sq.
1, 11-13 1, 19, 1-8
1, 14 1, 21, 1sq.; 1, 21, 4
1, 14-19 1, 20, 1-10
1, 16 1, 22, 1-3
1, 16-17 cf. 1, 38, 4sq.
1, 18 1, 23, 1; 1, 23, 4
1, 19 1, 20, 24sq.
1, 20 1, 40, lOsq.
1, 20-23 1, 24, 1-9
1, 21 cf. 1, 39, 9sq.
1, 22 1, 39, 17sq.
1, 24 1, 40, 9
1, 24-25 1, 25, 1-5
1, 26 1, 27, 1-4; 1, 28, 4-7; 1, 28, 7sq.; 1, 28, 8sq.; 1, 29,
2sq.
1, 27 cf. 2, 9, 5; 2, 9, 7sq.
1, 27-28 1, 30, 1-3
1, 28 1, 30, 5sq.; 1, 31, 1-3
176 Index locorum similium

Gen.
1,29 cf. 1, 31, 14sq.
1, 29-30 cf. 1, 31, 26-28
1,31 cf. 1, 4, 9sq.; 1, 32, 2; 1, 32, 26; cf. 2, 43, 28
2,1-3 cf. 1, 33, 2-5
2,2 cf. 1, 34, 3sq.; 1, 34, 29sq.; 1, 43, 37sq.
2,4 2, 1, 2sq.; 2, 7, 13sq.
2,4-5 2, 4, 1-3; 2, 4, 4sq.; 2, 7, 17-19
2, 4-25 2, 1, 10-51
2,5 2, 4, 10; 2, 4, 13sq.; 2, 4, 23; 2, 5, 1; 2, 5, 4sq.; 2, 5,
14sq.; 2, 5, 18sq.; 2, 6, 21-23; 2, 6, 23sq.; 2, 6, 24sq.;
2, 7, 15; cf. 2, 37, 35sq.; cf. 2, 39, 15sq.
2,6 2, 6, lsq.; 2, 6, 19sq.; 2, 6, 37sq.; 2, 6, 41; 2, 37, 37sq.
2,7 2, 9, 4; 2, 10, lsq.; 2, 11, 2sq.; c£ 2, 37, 35
2,8 2, 12, 7; 2, 12, 8
2,9 2, 12, 14sq.; 2, 12, 17sq.; 2, 12, 20sq.; 2, 12, 27sq.; 2,
12,29
2,10 2, 13, 1; 2, 13, 4sq.
2,13 2, 14, 11
2,14 2, 14, 13sq.
2,15 2, 15, lsq.; 2, 15, 4sq.; 2, 20, 24; 2, 37, 42
2,16 2, 12, 39; # 2, 38, 4sq.
2,17 2, 15, 9sq.; cf. 2, 32, 2sq.; cf. 2, 38, 8sq.
2,18 2, 15, 15
2,19 2, 16, 3sq.
2,21 2, 16, 12sq.
2,23 2, 18, 2; 2, 18, 6sq.
2,24 2, 19, lsq.; 2, 37, 7sq.; 2, 37, 26
2,25 2, 19, llsq.
3,1 cf. 2, 20, 2
3, 1-24 2, 2, 1-50
3,4-5 2, 22, 5-7
3,5 2, 22, 9; 2, 22, 9-11; cf. 2, 38, 19sq.; 2, 38, 22; </ 2,
38, 26; 2, 39, 2sq.
3,6 2,23, lsq.; #2,23,11
3,7 2, 23, 12; 2, 23, 12sq.; 2, 23, 15sq.; # 2, 32, 4sq.; cf 2,
39, 18sq.
Index locorum similium 177

Gen.
3,8 2, 24, 1; 2, 24, 3; 2, 24, 5; 2, 24, 6sq.; 2, 24, 11; cf. 2,
39,21
3,10 cf. 2, 24, 25sq.
3,11 2, 24, 30-32
3,12 2, 25, 5
3,14 2, 26, 15sq.; 2, 26, 22; 2, 27, lsq.; 2, 27, 4; cf. 2, 40, 4sq.
3,15 2, 28, 7; cf. 2, 28, 13; cf. 2, 40, llsq.
3,16 cf. 2, 29, 2sq.; 2, 29, 17sq.; 2, 29, 22sq.; cf. 2, 31, 5sq.;
cf. 2, 40, 12sq.
3, 17-19 1, 19, 30-34; 2, 30, 4-8
3,18 cf 2, 41, lsq.
3,19 2, 30, 26sq.
3,20 #2,31,2sq.
3,21 cf. 2, 32, 5; cf. 2, 41, 15
3,22 2, 33, 2-4; 2, 33, 5; 2, 33, 6; 2, 33, 9sq.; 2, 33, llsq.;
2, 34, 9sq.; cf. 2, 34, 20sq.
3, 22-23 2, 34, lsq.
3,23 2, 6, 27-29; 2, 34, 3; 2, 34, 24sq.
3, 23-24 # 2, 41, 19-21
3,24 2, 34, 27; 2, 35, 1-3; c£ 2, 41, 22
17, 5-8 1, 37, 13-19 •

Deut.
13,3 1, 34, 12sq.

Ps.
3,6 2, 37, 29sq.
35,9 2, 13, 3sq.
41,7 2, 24, 21sq.
90, 4-5 cf. 1, 27, 23
103, 20 cf 1, 15, 10
141,6 2, 6, 2sq.

Prov.
9, 16-17 (sec. LXX) 2, 41, 10-12
24, 12 (sec. LXX) 2, 11, 14
178 Index locorum similium

Cant.
4,12 2, 20, 25sq.

Sap.
2,21 cf. 1, 8, 4sq.
5, 20-21 cf. 1, 27, 23
9,15 2, 30, 12-14
11,18 1, 9, 16sq.
11,21 cf. 1, 26, 5; cf. 1, 26, 7; cf. 1, 26, 30sq.; cf. 1, 32, 7

Sir.
2,5 2, 35, 12-14
10, 9-10 2, 6, 7sq.
10,10 2,6,4
10,14 2,6,5
10,15 2, 12, 35
18,1 cf. 2, 4, 6sq.
27,6 2, 35, 14sq.
34, 30-31 2, 31, 11-13

Is.
45,7 c/ 1, 15, 10

Hier.
2, 18 (sec. LXX) cf. 2, 13, 8
17, 9 (sec. LXX) 1, 40, 21sq.

Ezech.
11,19 cf. 2, 17, 6sq.

Zach.
12,1 2, 11, 15

Matth.
1,17 cf. 1, 42, 3-5
5,8 cf. 2, 37, 20sq.
5, 34-35 1, 27, 18sq.
Index locorum similium 179

Matth.
5.48 1. 41, 6sq.
7,7 cf. 1, 2, 18sq.; cf. 2, 3, 3sq^ cf. 2, 3, 21
8,10 cf. 1, 14, 4sq.
10,26 2,32,19«}.
13,38 2,4,27
16,27 cf. 1, 41, 4sq.
22,37 2, 36, 8-10; 2, 41, 26-28
22,39 2, 41, 28sq.
22,39-40 2, 36, 1Osq.
22,44 cf. 1, 27, 17
24,36 cf. 1, 34, 16sq.; cf. 1, 34, 20sq.; cf. 1, 42, 21sq.
25,34 cf. 1, 29, 14sq.
25,40 2, 38, 3sq.
25,41 2, 26, 5sq.

Marc.
4, 18-19 cf. 2, 30, 16-18
13,32 cf. 1, 34, 16sq.; cf. 1, 34, 20sq.; c/C 1, 42, 21sq.
16,19 cf. 1, 27, 17

Luc.
3,34-38 cf. 1,42, 2
10,30 ^ 2, 13, 18-20
11,20 gf 1, 27, 20
15,24 cf. 2, 34, 23sq.
18,8 1, 41, 3sq.
20, 34-35 cf. 1, 30, 16-19
23,43 cf. 2, 10, 25

loh.
1,1 cf. 2, 37, 20sq.
1, 2sq. cf. 1, 3, 9sq.
1,9 1, 6, llsq.;l, 6, 19sq.
1,14 2, 37, 15
4,13 cf. 2, 6, 17sq.
4,14 2, 6, 18sq.
180 Index locorum similium

loh.
5,17 1, 33, 8; 1, 33, 11
6,27 2, 12, 16
7, 38-39 cf. 2, 37, 40
8,25 1,3, llsq.
8,44 2, 20, 7; 2, 24, 10; 2, 24, 19sq.; cf. 2, 26, 11
13,27 cf. 2, 20, 22
15,15 1, 11, 12-14; 1, 11, 17
16,12 1, 11, 15sq.
18,26 2, 37, llsq.
19,34 cf. 2, 37, 32sq.

Act.
10,13 1, 40, 17
10,15 1, 40, 18sq.

Rom.
1,3 2, 37, 24sq.; 2, 37, 33sq.
5,3-4 2, 35, 17sq.
7,14 cf. 2, 29, 34
7,25 1, 43, lOsq.
8,26 1, 34, 7sq.
8,27 1, 34, 10
13,10 2, 36, 7

ICor.
1,24 cf. 2, 16, 28sq.
2,11 2, 11, 19sq.
3,1 cf 1, 40, 41sq.
11,3 cf. 2, 15, 14sq.; cf. 2, 16, 28; cf. 2, 41, 5sq.
11,7 cf 2, 42, 18
11,7-12 2, 40, 18-24
11,12 cf. 2, 42, 18
11,19 1, 2, 9sq.; 2, 38, 13sq.
13,2 2, 36, 15
13,8 2, 6, 33
T-^fTT lornrym pmili^m \%\

ICor.
13,12 2,6,33-35
13,13 tf 1,40,38
15,44-46 2, 10, 26-28
15,45 2, 1G, 12*}.; 2, 10, 15sq^ cf. 2, 10, 22sq
15,54 cf.l,51,22sq.

IlCor.
2,11 2, 20, 19sq.
3,3 2, 17, 7sq.
3,16 1, 33, 16sq.
11, 2-3 2, 19, 13-16
11,3 2,39,9sq^2,40,3sq.
11,29 2,35,9sq.
12,4 2, 14, 4sq.
12,7 2, 42, 25-27

GaL
5,17 cf. 2, 16, 22
5, 22-23 2, 38, 6sq.
5,24 1, 31, 23-25

Eph.
2,2 2, 20, 14sq.
5,29 #2,17,2sq.
5, 31-32 2, 19, 5-8
5,32 t£2,37,6sq.;2,37,9
6, 16-17 cf. 1,27, 23

Phil.
2,7 2, 37, 18
2,13 c£ 1, 34, 33sq.
3,13 cf. 2, 12, 31sq.

Col.
1,18 cf. 2, 37, 26sq.
182 Index locorum similium

ITim.
1,5 1, 4, 32sq.
1,20 2, 42, 24sq.
5,6 cf. 2,31,9

II Tim.
2,25 2, 34, 15sq.
4,4 2, 39, 22-24

Tit.
1, lsq. 1, 3, 28-30

Hebr.
4,10 cf 1, 41, 5sq,
12,6 2, 35, 15sq.

I Petr.
2,22 2, 10, 23sq.
Index locorum similium 183

Ambrosius
hex. (cf. praef. p.22)
1, 6, 20 cf. l,9;ii
1, 7, 26sq. cf- 1, 12, lsq.
1,9,34 cf. 1, 13, 3sq.; 1, 13, 15sq.
2, 5, 19 cf. 1, 13, 3sq.; 1, 13, 15sq.
3,1,2 c/ 1, 37, 5sq.
4, 8, 32 cf. 1, 38, 6sq.; cf. 1, 43, 12sq
parad.
1,4 cf. 2, 12, 9; cf. 2, 13, 1-4
3,14 c/ 2, 13, 7
3,18 c/ 2, 14, 19sq.
3,23 cf. 2, 12, 7sq.
13,63 c/2,23,13sq.
14,68 c/!2,24,3sq.
expos. in Luc. (cf. praef. p. 23)
7,222 c£ 2, 4, 6sq.
7, 222sq. c/ 1, 35-41

Andreas de S. Victore
expos. Hept., in Gen. (cf. praef. p. 31)
11. 180sq. cf. 1, 15, 15-18
11.1131-1133 2, 33, 6sq.
11.1142-1147 cf. 2, 33, 8-15

Augustinus
gen. ad litt. 8, 2 2,3,11-25
retract.
1, 10, 2 1, 6, 15-19
1,10,3 cf. 1, 30, 8sq.
1,10,4 1, 31, 26-28
1, 10, 5 1,40,11-13
1, 10, 6 cf. 2, 4, 30sq.
1, 10, 7 cf. 2, 6, 7
1, 10, 8 cf. 2, 10, 21
1, 10, 9 2, 43, 20
1, 10, 10 1, 1, 1; 2, 43, 25sq.
184 Index locorum similium

Bcda
in Gen. (cf. praef. p. 31)
1, 25-29 cf. 1, 3, 7-12
1,107-110 # 1,9, 13-17
1, 131sq. cf. 1, 8, 12sq.
1, 209-218 1, 15, 11-24
1, 362-363 cf. 1, 18, 23-25
1, 590-591 cf. 1, 24, 16-18
1, 780-784 cf. 1, 28, 14-18
1, 794f. cf. 1, 28, 18-20
1, 1769-1775 2, 16, 1-7
1, 1789-1791 cf. 2, 17, 13-15
1,1933-1938 2,22,11-16
1, 2087-2088 cf. 2, 26, 21-22
1,2109-2111 2,28,14-16
1, 2180-2195 1, 19, 14-29
1, 2218-2220 2, 32, 24-27

Ps.-Beda
creat. sex dier. (cf. praef. p. 32)
PL 93, 220B 1, 43, 34-37
PL 93, 220B-D 1, 40, 22 - 1, 41, 9
PL 93, 222A 2, 4, 3-5
PL 93, 222A-B 2, 4, 22-26
PL 93, 222B 2, 5, 1-4
PL 93, 222B-C 2, 6, 14-16
PL 93, 228C 2, 37, 8-12
PL 93, 228C-D 2, 37, 23-26
PL 93, 228C 2, 37, 8-12
PL 93, 228C-D 2, 37, 23-26
PL 93, 228D 2, 38, 1-4
PL 93, 228D-229A 2, 38, 5-1 1
PL 93, 230C 2, 21, 12-15
PL 93, 230C-D 2, 38, 19-21
PL 93, 230D 2,39,11-13
PL 93, 23 1A 2,38,28-32
PL 93, 232D 2, 26, 18-21; 2, 27, 2sq.; 2, 27, 5sq.
Index locorum similium 185

Ps.-Beda
creat. sex dier.
PL 93, 232D-233A 2, 28, 14-18
PL93.233B cf. 2, 29, 26-31
PL 93, 233C 2, 31, 22sq.; 2, 34, 25sq.
PL 93, 234A 2, 34, 18sq.; cf. 2, 41, 14-29
PL 93, 234C 2, 35, 20sq.
quaest. Gen. (cf. praef. p. 32)
PL 93, 239A-242C 1, 3, 4-12, 25
PL 93, 263B 2, 37, 38-40
PL 93, 263C-264A 2, 8, 7 - 2, 9, 17
PL93.269A-D 2,13,1-2,14,21
PL93.278D cf. 2, 20, 27-30
PL 93, 279A ^ 2, 38, 19-21; 2, 39, 11-13
PL 93, 279B 2, 38, 28-32
PL 93, 282B 2, 26, 18-21; 2, 27, 2sq.; 2, 27, 5sq.; 2, 28, 14-18
PL 93, 282D cf. 2, 29, 26-31; 2, 31, 22sq.
PL 93, 283D 2, 34, 18sq.; 2, 34, 25sq.
PL 93, 284C cf. 2, 41, 14-29
PL 93, 284D 2, 35, 4-6; 2, 41, 22-29
PL 93, 285A 2, 35, 20sq.

Cicero
fin. 5, 65 cf. 2, 41, 4

Gregorius Iliberitanus
tract. in Gen.
1, 3 cf.l, 27, 9sq.; cf. 1, 27, 16sq.
1, 14-16 cf. 2, 9, 3-8
1, 28 cf. 1, 27, 20-22

Gregorius Magnus
moral. 30, 16 cf 2, 16, 9-17

Hermannus de Runa (cf. praef. p. 31)


serm. fest. 31, 5 1, 34, 8-12
186 Index locorum similium

Hieronymus
quaest. hebr. in Gen.
1, 10 (Lag. 4) cf. 1, 18, 24sq.
2, 23 (Lag. 6) cf. 2, 18, lOsq.
tract. inpsalm. 91, 6 c/i 1, 26, 31-33

Hilarius
in psalm.
118 iod 6-8 (p. 442-444) cf. 2, 9, 3-8
129, 5 (p. 651) cf 2,9,3-S

Hrabanus Maurus
comm. in Gen. (c£ praef. p. 31)
, 1 (PL 107, 447A) cf. 1, 8, 12sq.
, 2 (PL 107, 448C-D) 1,15,11-24
, 6 (PL 107, 456B) 1, 24, 15-17
, 10 (PL 107, 469B-470C) cf. 1, 35, 7-1, 41, 9
,11(PL107,475B-C) 2,4,22-2,6,16
, 1 1 (PL 107, 475D) 2, 37, 36sq.; 38-40
, 13 (PL 107, 481A-B) 2, 38, 1-11
, 14 (PL 107, 484B) </ 2, 16, 1-7
, 14 (PL 107, 486C) # 2, 37, 21-26
, 15 (PL 107, 488B-C) 2, 22, 11-16
, 15 (PL 107, 489D-490A) cf. 2, 20, 27 - 2, 21, 15
, 15 (PL 107, 490A) 2, 38, 19-21
, 15 (PL 107, 490B) 2,39,11-13
, 15 (PL 107, 490C) 2, 38, 28-31
, 18 (PL 107, 495C) 2, 28, 14sq.
, 19 (PL 107, 497A-B) cf. 2, 29, 26-31
, 19 (PL 107, 497C-D) 1, 19, 14-29
, 19 (PL 107, 499B-C) 2, 32, 24-27

sidorus Hispalensis
expos. in Gen.
,4 1, 43, 4sq.
, 16sq. 1, 43, 34-37
Index locorum similium 187

Isidorus Hispalensis
expos. in Gen.
2, 14sq. 2, 4, 3-5
2,15 2, 4, 22-26
2,16 2, 5, 1-4
2,17 cf. 2, 6, 14-16
2,18 2, 37, 36sq.; cf. 2, 37, 38-40
3,8 cf. 2, 37, 29-33
3,11 2, 37, 10-12; 2, 37, 23-26
4, lsq. 2,38,1-11
4,3 cf. 2, 20, 27-30
4,5 c/: 2, 21, 11-15
4,6 cf. 2, 38, 19-21
4,7 2, 39, 11-13
4,8 cf. 2, 38, 28-32
5,2 cf. 2, 24, 4-6
5,4 cf. 2, 26, 18-21
5,5 c/: 2, 27, 1-6; 2, 28, 14sq.
5,6 2, 28, 18
5,9 c/: 2, 29, 26-31
5,11 2, 31, 22sq.
5,12 2, 34, 17-19; 2, 34, 24-26
5, 12sq. cf. 2, 41, 14-19
5,13 cf. 2, 41, 21-29
5,14 2, 35, 4-6; 2, 35, 20sq.
orig.
11,2,6 1, 39, 4-7
11,2,7 1, 42, 17-20

Origenes (cf. praef. p. 24)


hom. in '.Lev. 6, 2 cf. 2, 32, 22-24
seiect, in Gen. 3, 42 cf. 2, 32, 22-24

Petrus Lombardus (cf. praef. p. 31)


sent. 2, dist. 24, cap. 12, 5 2, 20, 14 - 2, 21, 15
I gg Index locorum similium

Plotinus
Enn.
3, 2, 5 cf. 2, 42, 30
3, 2, 8 cf. 2, 12, 22-24

Reimbaldus Ixodinensis (cf. praef. p. 31)


ström.
cpist. praef. 2, 2, 15-21 1, 32, 9-15
ström. 53 2,36,11-15
vita canon. 6 2, 29, 24-32

Rufinus
Orig. in Gen. 1, 15 cf. 1, 30, 11-14; cf. 1, 31, 20sq.

Solutus
collect. 8, 5-6 cf. 1, 24, 19-28

Ulpianus
dig. 1, 1, 10 pr. r/:2,41,4
189

Index nominum
(Bibelzitate sind durch einen Asterisk [*] gekennzeichnet)

Abraham 1, 36, 2; 1, 36, 10; 1, 37, 1; 1, 37, 7; 1, 37,


13; 1, 37, 19
Adam 1, 35, 13; *2, 1, 30; *2, 1, 36; *2, 1, 37; *2,
1, 38; *2, 1, 40; *2, 1, 41; *2, 1, 42; *2, 1,
44; *2, 1, 45; *2, 1, 46; *2, 1, 50; *2, 2, 12;
*2, 2, 16; *2, 2, 18; *2, 2, 22; *2, 2, 33; *2,
2, 39; *2, 2, 41; *2, 2, 42; *2, 2, 44; 2, 10,
23; *2, 10, 27; *2, 10, 28; *2, 16, 13; *2,
19, 12; 2, 20, 12; 2, 24, 22; 2, 28, 4; 2, 28,
8; 2, 31, 2; 2, 32, 1; *2, 33, 3; *2, 34, 1; *2,
34, 9; 2, 37, 10; 2, 39, 13; 2, 41, 1.
Aethiopia *2, 1,26;*2, 14, 11.
Albula 2, 13, 10.
Assyrii *2, 1, 27; *2, 14, 14; 2, 14, 16.
Babylonia 1, 39, 1.
Cantica Canticorum 2, 20, 25.
Chanaan *1, 37, 18
Cherubim *2,2,48;*2,35,1;2,35,4.
Christianus 1, 1, 6; 2, 38, 2; 2, 39, 13.
Christus (cf. Iesus Christus) 1, 3, 9; *1, 33, 17; 1, 40, 23; 1, 40, 25; 1,
40, 33; 1, 40, 42; 1, 41, 5; 2, 15, 14; 2, 16,
28; *2, 19, 7; *2, 19, 14; *2, 19, 16; *2, 37,
9; 2, 37, 11; 2, 37, 37; 2, 38, 3; 2, 39, 4; 2,
39, 8; 2, 39, 13; 2, 39, 20; 2, 41, 6; 2, 41, 14.
David 1, 37, 20; 1, 38, 1; *2, 37, 25; *2, 37, 34.
Eden *2, 1, 17; *2, 1, 21; *2, 12, 8; *2, 13, 1; 2,
13,4.
Euphrates *2, 1, 27; 2, 13, 10.
Eva *2, 19, 15; 2, 28, 8; *2, 39, 9; *2, 40, 3.
Evilath *2, 1, 23.
Ganges 2, 13, 7.
Genesis 1, 3, 2; 1, 5, 1; 1, 31, 28.
Geon *2, 1, 25; 2, 13, 7.
Graeci 1, 9, 15; 1, 39, 6.
Graecus (adiect.) 1, 15, 14.
190

Hebraeus (adiect.) 1, 15, 14; 1, 18, 24; 2, 12, 10; 2, 13, 13; 2,
18, 9; 2, 35, 3.
Hieremia 2, 13, 8.
Hiericho 2, 13, 18.
Hierusalem 2, 13, 14; 2, 13, 18.
Iesus Christus 1, 3, 10; 1, 14, 4; *1, 31, 24; 1, 39, 22; 1,
40, 2; 2, 10, 23; 2, 24, 24.
Iudaei 1, 3, 11; 1, 39, 8; 1, 39, 19; 1, 39, 21; 1, 40,
27.
Iudas (apostolus) 2, 20, 20.
Latinus (adiect.) 1, 15, 14; 2, 12, 10; 2, 13, 4; 2, 18, 8; 2, 23,
20; 2, 35, 4.
Macedonia 1, 24, 19.
Manichaei 1, 1, 1; 1, 1, 8; 1, 2, 1; 1, 3, 2; 1, 3, 25; 1,
5, 2; 1, 6, 2; 1, 8, 2; 1, 13, 2; 1, 14, 7; 1,
16, 2; 1, 17, 6; 1, 18, 6; 1, 25, 6; 1, 27, 6;
1, 32, 21; 2, 3, 2; 2, 3, 3; 2, 11, 6; 2, 19, 8;
2, 38, 16; 2, 43, 1.
Maria (mater domini) 2, 37, 39.
Nilus 2, 13, 7.
Noc 1, 35, 13; 1, 36, 1; 1, 36, 5.
Olympus (mons Macedoniae) 1, 24, 20.
Paulus (apostolus) 1, 3, 25; 1, 3, 27; 2, 42, 24.
Petrus (apostolus) 1, 40, 16.
Phison *2, 1, 23; 2, 13, 7.
Proverbia 2, 41, 10.
Psalmus 2, 13, 3.
Salomon 2, 30, 12.
Saul (rex) 1, 37, 22.
Serpentini (gnostici) 2, 39, 7.
Sion 2, 13, 15.
Syrus (adiect.) 2, 13, 13.
Tiberis 2, 13, 9.
Tigris *2, 1, 26; 2, 13, 10; 2, 14, 13.
Vita (nomen Evae) *2, 2, 40; 2, 31, 2.
191

Index rerum et locutionum notabilium1

Adam: - Christus (cf. 2, 19, 5; 2, 37); ~ Christ (2, 38, 1; 2, 39, 13); s.
Mann.
Adler: kann in die Sonne schauen (1, 6, 14).
Anthropomorphismus: s. Manichäismus.
Bibel: nimmt Rücksicht auf ungebildete Leser (1, 5, 14; 1, 9, 12; 1, 12, 16;
1, 27, 14; cf. 1, 40, 42); Verstehen/Kritisieren (1, 2, 2; 1, 2, 4; 1, 3,
31; 1, 5, 4; cf. 1, 8, 4; 2, 3, 1; 2, 19, 11); interpretatio carnalis/
spiritalis (1, 30, 6; 2, 29, 33); bistoria/prophetia (1, 41, 12; 2, 3, 8; 2,
3, 22; 2, 17, 10; 2, 19, 3; 2, 37, 2; 2, 37, 10; 2, 41, 16); Literal-Exegese
(1, 31, 25; 2, 3, 11); B.-Allegorese (1, 33, 18; 1, 41, 11; 2, 1, 7; 2, 3,
16; cf 2, 5, 9; 2, 17, 15; 2, 29, 33); Metaphern aus dem menschlichen
Bereich (1, 20, 29; 1, 27, 21); Amphibolie (2, 33, 4; 2, 34, 10); Bedeu
tung biblischer Eigennamen: Cherubim (2, 35, 4; cf. 2, 35, 19; cf 2,
35, 21; cf. 2, 36, 2; 2, 26, 4; 2, 36, 14; cf. 2, 41, 25); £<fen (2, 12, 9; 2,
13, 4); Geon (2, 13, 7); Hierusalem (2, 13, 14); /%wo« (2, 13, 7); Siorc
(2, 13, 15); s. sanctae scripturae, Sprachgebrauch, Wolken.
Christus: Geburt (1, 40, 20; 2, 6, 5; 2, 37, 14); Wiederkunft (1, 41, 4);
wesensgleich dem Vater (1, 4, 13; 2, 37, 16); s. Schlaf.
constructio adsensum: 1, 37, 21; 2, 3, 19.
damnatio hominis: i. q. homo damnatus (1, 29, 9; 1, 29, 13).
Definitionen: privative D. (1, 7, 3; 1, 7, 18; 1, 15, 5).
Dunkelheit: Fehlen von Licht (1, 7, 1; 1, 7, 12; 1, 7, 15; 1, 7, 18; 1, 15, 3).
Erde: ~ ungeformte Urmaterie (1, 5, 10; 1, 9, 7; 1, 12, 1; 1, 12, 5; 1, 18,
18); ~ Leib des Menschen (1, 30, 12; 1, 43, 32; 2, 9, 14; 2, 30, 11; cf.
2, 37, 36); ~ Sünde (2, 5, 2; 2, 6, 30; 2, 12, 19; 2, 27, 6; cf. 2, 27, 8);
~ Maria (2, 37, 36; 2, 37, 38); ~ Geist (1, 43, 9; 1, 43, 26).
Eva: s. Frau.
exsecrare: „die Heiligkeit absprechen" (1, 33, 16).
Feigenblätter: ~ (Lust an der) Lüge (2, 23, 18; 2, 23, 20; 2, 24, 9; cf 2, 32,
6; 2, 39, 18).

1 Das Zeichen „~" steht für: „wird gedeutet auf"; angegeben wird je
weils nur die erste Zeile der entsprechenden Passage. Sprachlich-grammati
kalische Lemmata sind durch Kursivdruck gekennzeichnet.
192 Index rerum et locutionum notabilium

Fellkleider: ~ Sterblichkeit (2, 32, 3; 2, 32, 7; 2, 32, 21; cf. 2, 41, 16); ~
Trugbilder (2, 41, 17).
Flammenschwert: ~ tribulationes (cf 2, 35, 5; 2, 35, 22; 2, 36, 5; 2, 36, 13;
2, 41, 22).
Fleisch: ~ Liebe (2, 17, 2).
Fortpflanzung: geschlechtliche F. erst nach Sündenfall (1, 30, 7); Allegorie
der F. (1, 30, 10; 2, 15, 11).
Frau: Bedeutung des hebräischen Worts isha (2, 18, 9); ~ Handlungen (1,
43, 31); ~ unvernünftiger Seelenteil (2, 15, 18; 2, 15, 22; cf. 2, 16,
19; 2, 20, 29; 2, 21; 2, 28, 10; 2, 29, 26; 2, 31, 17); ~ Kirche (1, 40,
23; 2, 37, 25; 2, 37, 31; cf. 2, 40, 2).
Geist (des Menschen): Abbild Gottes (1, 28, 3; cf. 2, 9, 3); vernunftbegabter
Seelenteil (2, 11, 16); geschaffen, nicht göttlich (2, 11, 15; 2, 11, 21);
veränderlich (2, 11, 26).
Gerechtigkeit : höchste Tugend (2, 14, 18); Definition der G. Gottes (2,
41, 4).
Glauben: geht Wissen voran (1, 17, 17; 1, 40, 43).
Gott: qualitativer Unterschied zwischen G. und Schöpfung (1, 4, 9; 1, 4,
13; cf. 2, 43, 4; 2, 43, 16; 2, 43, 20); außerhalb der Zeit (1, 3, 24; 1, 4,
4; 1, 4, 8); unveränderlich (2, 11, 5; 2, 11, 8; 2, 11, 26; 2, 43, 16);
Wille G.es letzter Urgrund für die Schöpfung (1, 4, 23); mit einem
artifex verglichen (1, 8, 13; 1, 10, 5; 1, 13, 5; 1, 25, 12; 1, 26, 11; 2, 8,
20); G.es Sprechen (1, 15, 12; 2, 5, 20); s. Gerechtigkeit, Manichäis-
mus.
habere: „müssen" (2, 30, 29).
Häresien: Nutzen der H. (1, 2, 5; cf. 1, 2, 13; cf. 2, 38, 10); allgemeine Cha
rakteristika (2, 11, 6; 2, 38, 28; 2, 41, 9; 2, 42, 9).
Himmel und Erde: ~ Urmaterie (1, 9, 10; 1, 9, 13; 1, 11, 1; 1, 11, 18; 2, 4,
16; 2, 7, 2; 2, 7, 14).
Himmel: schönste materielle Kreatur (1, 17, 11; 2, 12, 5).
binc ... quoniam: „dadurch ... daß" (1, 31, 25).
Hochmut: Definition (2, 6, 9); Anspruch der Gottgleichheit (2, 11, 28).
üludquod: „was das betrifft, daß", „wenn" (1, 9, 8; 2, 29, 16).
inquit: Inkongruenz des Numerus (2, 42, 11; 2, 42, 13; 2, 42, 15; 2, 42, 28).
Juden: Sabbatruhe (1, 33, 11); Beschneidung (1, 40, 12); Babylonische Ge
fangenschaft (1, 39, 1); Diaspora (1, 39, 19); Zerstörung des Tempels
(1, 40, 5).
Index rerum et locutionum notabilium 193

Laster: superbia, cupiditas, curiositas (1, 28, 28; cf 2, 27, 7; 2, 40, 5; cf 2, 41,
9)-
Lebensalter: infantia (1, 35, 9; 1, 42, 6; cf. 1, 43, 3);pueritia (1, 36, 2; 1, 42,
6; cf. 1, 43, 5); adolescentia (1, 37, 2; 1, 42, 11; 1, 42, 17; cf. 1, 43, 7);
iuventus (1, 38, 2; 1, 42, 17; cf 1, 43, 11); senioris aetas (1, 39, 5; 1,
42, 17; cf 1, 43, 18); senectus (1, 40, 3; 1, 42, 17; cf. 1, 43, 25); s.
Schöpfungstag(e); Weltalter.
Lehm: Mischung von Wasser und Erde (2, 8, 14); s. Leib.
Leib: aus Lehm erschaffen (2, 9, 2; 2, 10, 2; 2, 10, 11; cf. 2, 37, 34); von
Gott erschaffen (2, 38, 34); schön (1, 32, 11).
Licht: intelligibles L. (1, 6, 9; 1, 6, 15); ~ Glaube (1, 43, 3).
Luft: Feuchtigkeit der L. (1, 24, 13).
Manichäer: Name assoziiert mit navia (?) (2, 3, 3).
Manichäismus : Lehre (2, 43); Verehrung der Sonne (1, 6, 6; 2, 38, 27); gens
tenebrarum (1, 7, 13; 1, 7, 19; 2, 39, 5; 2, 40, 9; 2, 40, 15; 2, 41, 3);
Christus als Paradiesesschlange (2, 39, 4; 2, 39, 19); Anthropomor-
phismus (1, 27, 8); s. Leib, Seele.
Mann: - Christus (1, 40, 22); ~ Intellekt (1, 43, 31; 2, 15, 17; 2, 15, 24; 2,
20, 30; 2, 21; 2, 29, 30; 2, 31, 17); s. Adam.
Materie: ungeformte M. (1, 9, 13; 1, 11, 1; 1, 12, 1; 1, 12, 13; 1, 12, 24; 1,
18; 2, 4, 16; cf. 2, 7, 2; cf. 2, 8, 19); unkörperliche M. (1, 17, 10); For
mung der M. (1, 18, 11); s. Erde, Himmel und Erde, Schöpfungs
akt, Wasser.
Meer: Bedeutung des hebräischen Worts (1, 18, 24); ~ Diesseits (1, 43, 19);
~ Versuchungen (1, 43, 7); ~ Heiden (1, 37, 5; 1, 39, 11).
Mensch: aufrechter Gang (1, 28, 18); den Tieren überlegen (1, 28, 11; 1, 29,
9; 1, 31, 4; 2, 11, 18; 2, 16, 1); animalis/spiritalis (2, 10, 16; 2, 16, 9;
2, 16, 17); Mikrokosmos (1, 35, 10); s. Geist (des Menschen), Le
bensalter, Schöpfungstage, Seele, Tiere, Verstand.
Mond: ~ Seele (1, 43, 14); ~ Synagoge (1, 38, 6).
Nacktheit: ~ Aufrichtigkeit (2, 19, 12; 2, 23, 6; 2, 23, 14; 2, 23, 17; 2, 24,
32; cf. 2, 32, 12; cf. 2, 39, 17); ~ Leib (2, 39, 17).
neforte: „möglicherweise" (2, 11, 20; 2, 34, 13; cf. 2, 34, 15).
non aut ... mit ...: i. q. neque ... neque ... (2, 17, 12; 2, 20, 9).
nullum: i. q. non (2, 32, 18).
Olymp (Berg): Höhe (1, 24, 20); Opferriten (1, 24, 24); trockene Luft (1,
24, 28).
194 Index rerum et locutionum notabilium

Osten: - Erleuchtung (2, 12, 7; cf. 2, 24, 5).


Paradies: - seliges Leben (2, 6, 26; 2, 10, 17; 2, 12, 1; 2, 12, 6; 2, 12, 8; cf.
2, 15, 6; 2, 20, 5; # 2, 20, 10; 2, 21, 12; 2, 34, 28); ~ Gottes Wille
(2, 37, 42); ~ Kirche (2, 20, 25); ~ katholischer Glaube (2, 41, 20);
s. Bibel.
Paradiesesflüsse: ~ Tugenden (2, 13 - 14).
persona: „Wesenheit" (2, 37, 17).
Pflanzen: Bedeutung der giftigen P. (1, 19, 14); Bedeutung der ungenießba
ren P. (1, 19, 21); ~ richtige Lebensführung (1, 31, 13; 1, 31, 25; cf
1, 40, 34; 1, 43, 27); - Seele (2, 4, 25; cf. 2, 5, 13; cf. 2, 7, 4); ~ gei
stige Nahrung (2, 12, 13; cf. 2, 38, 5); ~ Heilige Schrift (1, 37, 9; 1,
40, 34); ~ unsichtbare Schöpfung (2, 4, 25; 2, 4, 29; 2, 5, 19; 2, 7, 4).
posteaquam: i. q. quia (1, 39, 10).
Prinzip des Bösen: nicht existent (2, 41, 24; 2, 43, 25).
Pronomina: enklitische Stellung nach non (1, 24, 29; 1, 26, 10; 1, 32, 28; 2,
ll, 12).
Purgatorium: 2, 30, 33.
quoniam: „denn" (2, 24, 19; 2, 43, 1).
Regen: ~ göttliche Gebote (1, 37, 8; 2, 5, 6; 2, 6, 11; 2, 6, 16; 2, 6, 32).
sacramentum: i. q. sacrum signum (1, 33, 15; 2, 17, 17; 2, 29, 10).
sanctae scripturae: i. q. lex (1, 37, 10).
Satan: Verurteilung beim Jüngsten Gericht (2, 26, 3; 2, 27, 2); unsichtbar
(2, 20, 16; 2, 26, 17); unkörperlich (2, 20, 12; 2, 20, 16; cf. 2, 20, 22);
Platz in Gottes Heilsplan (2, 42, 22; 2, 42, 29).
Schlaf: ~ Erkenntnis (2, 16, 2); ~ Schau der Wahrheit (2, 16, 25); ~ Pas
sion Christi (2, 37, 28).
Schlange: - Satan (2, 20, 1); ~ Anreiz zur Sünde (2, 31, 3; cf. 2, 28, 14);
~ Häretiker (2, 38, 15; 2, 39, 1; 2, 39, 7; 2, 40, 1).
Schöne das: Idee des S. (1, 13, 12).
Schöpfung (Geschöpfe): Schönheit (1, 4, 9; 1, 25, 10; 1, 26, 2; 1, 26, 10; 1,
32; cf. 2, 43, 26); der Zeit unterworfen (1, 4, 3; 2, 4, 7); unsichtbare
S. (1, 17, 12; 2, 4, 25; 2, 4, 29; 2, 5, 19; 2, 7, 4; 2, 7, 9; 2, 7, 15; 2, 7,
19; 2, 8, 2).
Schöpfungsakt: aufgrund von Gottes Willen (1, 4, 21); ex nihilo (1, 4, 13; 1,
10, 1; 1, 10, 13; 1, 11, 1; cf. 2, 8, 18; 2, 43, 6); am Beginn der Zeit (1,
3, 12; 16; 1, 3, 19; 1, 4, 6); in Christus (1, 3, 8; 1, 4, 14); Simultan
schöpfung (2, 4, 6).
Index rerum et locutionum notabilium 195

Schöpfungstag(e): - Weltalter (1, 35 - 41; cf. 2, 1, 4; cf. 2, 4, 20); ~ Le


bensalter (1, 42, 5; 1, 43); ~ Zeit (2, 4, 5; 2, 7, 3; 2, 7, 7).
Seele: der Zeit unterworfen, veränderlich (2, 7, 9; 2, 7, 19; 2, 11, 8; ^ 2,
43, 17); präexistent? (2, 10, 4); nicht göttlich (2, 11, 3; 2, 11, 7; 2, 11,
11; 2, 11, 21; 2, 38, 24; 2, 40, 7); Mittelstellung zwischen Gott und
materieller Schöpfung (2, 12, 22; 2, 12, 28; cf. 2, 22, 11; 2, 22, 22; 2,
24, 12; 2, 25, 8; cf. 2, 33, 14; c/i 2, 38, 10); Herrschaft über Leib (2,
15, 16; 2, 22, 18); s. Frau, Mann, Pflanzen.
sic -cum: „dadurch daß" (2, 25, 8).
Sonne: ~ Wahrheit (1, 43, 13); -Herrschaft Davids (1, 38, 5); s. Mani-
chäer, Zeit.
Sprachgebrauch (der Bibel): Perfekt statt Futurum (1, 11, 9; in der Alltags
sprache: 1, 11, 20); fertiges Ding statt Material (1, 11, 3; 1, 11, 8; 1,
11, 18; 1, 12, 18; 1, 18, 22; in der Alltagssprache: 1, 11, 4); kausative
Bedeutung von Verba und Adjektiva (1, 14, 10; 1, 15, 17; 1, 34; 1,
43, 39; 1, 43, 43; 2, 24, 24; in der Alltagssprache: 1, 15, 22; 1, 34, 23;
1, 43, 41); s. Bibel.
Sterne: ~ Erkenntnis (1, 43, 16); s. Sonne, Zeit.
Sünde: geistig-seelische Vorgänge (2, 20, 27; 2, 21); gedankliche S. (2, 21,
13); ~ Tod (2, 31, 8; 2, 31, 23); Funktion im Heilsplan (2, 42, 5).
Sündenfall: infolge von Hochmut (2, 6, 4; cf. 2, 12, 25; cf. 2, 12, 34; 2, 22,
8; cf. 2, 25, 7; 2, 32, 25; cf. 2, 38, 9); Folgen: Verlust der Vollkom
menheit (1, 29, 7); Sterblichkeit (1, 19, 20; 1, 29, 8; 2, 8, 17; 2, 8, 22;
2, 29, 9; 2, 31, 3; 2, 32; 2, 38, 33; cf. 2, 41, 16); Gefährdung des Le
bens (1, 19, 18; 1, 26, 13; 1, 29, 7; 2, 30, 15); Wichtigkeit sinnlicher
Wahrnehmung (2, 5, 17; 2, 6, 10; cf. 2, 10, 20; 2, 30, 11; 2, 30, 19); s.
Fortpflanzung.
Tiere: Bedeutung unnützer T. (1, 26, 20); Bedeutung gefährlicher T. (1, 26,
16; 1, 29, 11); ~ Affekte (1, 31, 6); ~ Sünden (1, 40, 28); ~ gute
Taten (1, 43, 22); ~ Christen (1, 40, 24); Landtiere ~ Heidenchri
sten (1, 40, 14); s. Mensch.
Verstand des Menschen: Abbild Gottes (1, 28, 3; 1, 28, 20; cf. 2, 9, 6).
Wasser: ~ ungeformte Urmaterie (1, 9, 5; 1, 12, 5; 1, 12, 10; 1, 17, 8; 1, 18,
8; 1, 18, 19); ~ Seele (2, 9, 13); - Heiliger Geist (2, 37, 39); ~
Wahrheit (2, 6, 13; 2, 6, 36; 2, 7, 6).
Weltalter: in Analogie zu Lebensaltern (1, 35, 9); Dauer der einzelnen W.
(1, 42, 1); s. Lebensalter, Schöpfungstag(e).
196 Index rerum et locutionum notabilium

Wolken: ~ Heilige Schrift (2, 5, 8).


Zeit: geschaffen (1, 3, 14; 1, 3, 23; 1, 4, 9); beginnt mit Schöpfung (1, 3, 19;
1, 4, 6; cf. 2, 4, 6); unabhängig von Himmelskörpern (1, 20, 15; 1,
20, 21; cf 1, 21, 2; 5); s. Schöpfungsakt, Schöpfungstag(e), Sonne.
ISBN 3-7001-2713-8