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AD 2000-Merkblatt

ICS 23.020.30 Ausgabe August 2007

Berechnung
AD 2000-Merkblatt
von Schrauben
Druckbehältern B7

Die AD 2000-Merkblätter werden von den in der „Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter“ (AD) zusammenarbeitenden, nachstehend genannten
sieben Verbänden aufgestellt. Aufbau und Anwendung des AD 2000-Regelwerkes sowie die Verfahrensrichtlinien regelt das AD 2000-Merk-
blatt G1.
Die AD 2000-Merkblätter enthalten sicherheitstechnische Anforderungen, die für normale Betriebsverhältnisse zu stellen sind. Sind über
das normale Maß hinausgehende Beanspruchungen beim Betrieb der Druckbehälter zu erwarten, so ist diesen durch Erfüllung besonderer
Anforderungen Rechnung zu tragen.
Wird von den Forderungen dieses AD 2000-Merkblattes abgewichen, muss nachweisbar sein, dass der sicherheitstechnische Maßstab
dieses Regelwerkes auf andere Weise eingehalten ist, z.B. durch Werkstoffprüfungen, Versuche, Spannungsanalyse, Betriebserfahrungen.
Fachverband Dampfkessel-, Behälter- und Rohrleitungsbau e.V. (FDBR), Düsseldorf
Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e.V., Sankt Augustin
Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), Frankfurt/Main
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Fachgemeinschaft Verfahrenstechnische Maschinen
und Apparate, Frankfurt/Main
Stahlinstitut VDEh, Düsseldorf
VGB PowerTech e.V., Essen
Verband der TÜV e.V. (VdTÜV), Berlin
Die AD 2000-Merkblätter werden durch die Verbände laufend dem Fortschritt der Technik angepasst. Anregungen hierzu sind zu
richten an den Herausgeber:

Verband der TÜV e.V., Friedrichstraße 136, 10117 Berlin.

Inhalt
0 Präambel 5 Sicherheitsbeiwert
1 Geltungsbereich 6 Berechnung
2 Allgemeines 7 Zuschläge
3 Formelzeichen und Einheiten 8 Kleinster Schraubendurchmesser
4 Berechnungstemperatur 9 Schrifttum

0 Präambel Einflüssen, z. B. aus örtlichen oder zeitlichen Temperatur-


gradienten, unterschiedlichen Wärmeausdehnungszahlen
Zur Erfüllung der grundlegenden Sicherheitsanforderungen o. Ä. sowie äußeren Kräften, z. B. aus angeschlossenen
der Druckgeräte-Richtlinie kann das AD 2000-Regelwerk Rohrsystemen, sind in diesem AD 2000-Merkblatt nicht er-
angewandt werden, vornehmlich für die Konformitätsbewer- fasst und gegebenenfalls gesondert zu berücksichtigen1).
tung nach den Modulen „G“ und „B + F“.
Das AD 2000-Regelwerk folgt einem in sich geschlosse-
nen Auslegungskonzept. Die Anwendung anderer techni- 2 Allgemeines
scher Regeln nach dem Stand der Technik zur Lösung von
Teilproblemen setzt die Beachtung des Gesamtkonzeptes 2.1 Dieses AD 2000-Merkblatt ist nur im Zusammenhang
voraus. mit AD 2000-Merkblatt B 0 anzuwenden.
Bei anderen Modulen der Druckgeräte-Richtlinie oder 2.2 Um eine Schraubenverbindung möglichst elastisch
für andere Rechtsgebiete kann das AD 2000-Regelwerk zu halten, empfiehlt es sich, die Schrauben als Dehn-
sinngemäß angewandt werden. Die Prüfzuständigkeit schrauben nach DIN 2510 auszuführen. Dehnschrauben
richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Rechts- sollen verwendet werden bei einer Berechnungstempera-
gebietes. tur über 300 °C oder bei einem zulässigen Betriebsüber-
druck von mehr als 40 bar. Dabei ist für eine ausreichende
Klemmlänge, beispielsweise durch zusätzliche Dehnhül-
1 Geltungsbereich sen nach DIN 2510, zu sorgen. Die Dehnschaftlänge muss
mindestens das Doppelte des Gewindedurchmessers be-
Dieses AD 2000-Merkblatt gilt für die Berechnung von tragen.
© Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin

Schrauben an Druckbehältern, die als kraftschlüssige Ver-


AD 2000-Regelwerk - Stand 2010-05

bindungselemente vorwiegend auf Zug und ruhend bean-


sprucht werden. Zusatzbeanspruchungen aus thermischen 1) Z. B. in Anlehnung an die Vornorm DIN 2505 (01.1986)

Ersatz für Ausgabe Juli 2006 = Änderungen gegenüber der vorausgehenden Ausgabe
www.beuth.de

Die AD 2000-Merkblätter sind urheberrechtlich geschützt. Die Nutzungsrechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks,
der Entnahme von Abbildungen, die Wiedergabe auf fotomechanischem Wege und die Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen,
bleiben, auch bei auszugsweiser Verwertung, dem Urheber vorbehalten.
AD 2000-Merkblatt
Seite 2 AD 2000-Merkblatt B 7, Ausg. 08.2007

2.3 Als Dehnschrauben werden nur solche Schrauben schickungsmittel mit einer Temperatur > 50 °C ausgesetzt
bewertet, deren Schaftdurchmesser ds ≤ 0,9 dK ist oder sind, kann die Berechnungstemperatur bei Schraubenver-
deren Maße DIN 2510 entsprechen. Schrauben mit durch- bindungen
gehendem Gewinde gelten hinsichtlich ihrer Berechnung a) loser Flansch und loser Flansch um 30 °C
als Starrschrauben. b) fester Flansch und loser Flansch um 25 °C
2.4 Die ausreichende Tragfähigkeit von Schraubverbin- c) fester Flansch und fester Flansch um 15 °C
dungen muss insbesondere bei unterschiedlicher Werk-
stoffpaarung und bei von den zutreffenden Normen abwei- niedriger als die höchste Temperatur des Beschickungs-
chenden Geometrien entweder durch Berechnung oder mittels angenommen werden. Diese Abschläge berück-
durch Anwendung einer geeigneten Norm nachgewiesen sichtigen den Abfall der Temperatur bei isolierten Schrau-
werden. benverbindungen. Da die nur bei niedrigen Temperaturen
üblichen nicht isolierten Verbindungen bei zwar kälteren
2.5 Bei genormten Rohrleitungsflanschen gelten die Anfor- Schrauben zu entsprechend höheren Temperaturbean-
derungen an die Schrauben als erfüllt, wenn deren Durch- spruchungen der gesamten Verbindung führen, sind hierfür
messer und Anzahl nach diesen Rohrleitungsnormen ge- weitere pauschale Abstriche ohne besonderen Nachweis
wählt werden und die für die Flansche zulässige Berech- nicht zulässig. Bei zulässigen Betriebstemperaturen
nungstemperatur nicht überschritten wird. Bei Berechnungs- <--10 °C wird auf AD 2000-Merkblatt W 10 verwiesen.
temperaturen über 120 °C und Verwendung des in den Nor-
men angegebenen Werkstoffes ist der zulässige Betriebs-
überdruck entsprechend dem Abfall der Streckgrenze zu 5 Sicherheitsbeiwert
vermindern. Hierbei sind jedoch nur Werkstoffe nach AD Die Sicherheitsbeiwerte sind für Schraubenwerkstoffe mit
2000-Merkblatt W 7 zulässig. Die Anpassung an höhere Tem- einem Verhältnis von Streckgrenze/Zugfestigkeit ≤ 0,8
peraturen kann auch durch die Verwendung eines Werkstof- nach Tafel 3.1 zu bestimmen, für ein Verhältnis von Streck-
fes mit entsprechend höherer Streckgrenze erfolgen. grenze/Zugfestigkeit > 0,8 gilt Tafel 3.2. Hierfür ist bei
2.6 Bei Apparateflanschen nach DIN 28032, 28034, unbearbeiteten, aber parallelen Auflageflächen der zu ver-
28036 und 28038 gelten die Anforderungen an die bindenden Teile sowie bei Augen- und Klappschrauben
Schrauben als erfüllt, wenn diese DIN 28030 entsprechen. von Ä = 0,75 auszugehen. Bei spanabhebend bearbeiteten
2.7 Die Anzahl der Schrauben soll mit Rücksicht auf das oder durch den Herstellungsvorgang als gleichwertig anzu-
Dichthalten möglichst groß gewählt werden, um eine kleine sehenden Auflageflächen kann von Ä = 1 ausgegangen
Schraubenteilung zu erhalten (s. AD 2000-Merkblatt B 8 werden. Nicht parallele Auflageflächen sind unzulässig.
Abschnitt 2.3).
2.8 Die Auflagefläche von Schrauben und Muttern muss 6 Berechnung
mindestens der Produktklasse B nach DIN EN ISO 4759-1 6.1 Berechnung der Schraubenkräfte
entsprechen. Die Gewindeausführung muss mindestens
die Toleranzklasse „mittel“ der DIN ISO 965-2 einhalten. 6.1.1 Allgemeines
2.9 Bezüglich der Gestaltung der Schraubenverbindun- Die Schraubenkräfte sind für den Einbauzustand vor
gen siehe auch AD 2000-Merkblatt A 5, Abschnitt 3. Ein- Druckaufgabe und für den Betriebszustand zu ermitteln.
seitig beanspruchte Hakenschrauben dürfen nicht verwen- Ist der Prüfdruck pO>1,43 p, so sind die Schraubenkräfte
det werden. auch für diesen Belastungsfall zu ermitteln; bei Schrauben-
werkstoffen mit einem Verhältnis von Streckgrenze/Zug-
2.10 Für leicht entzündliche oder giftige Gase sind Flan- festigkeit > 0,8 sind die Schraubenkräfte für den Prüfzu-
sche mit Nut und Feder oder Vor- und Rücksprung oder stand immer zu ermitteln.
glatte Flansche mit besonderen Dichtungen (gebördelte
Dichtungen, Spiral-Asbest-Dichtungen, Dichtungen mit ein- 6.1.2 Kreisförmige Schraubenverbindungen
gepresstem Drahtgewebe) zu verwenden. mit Dichtungen innerhalb des Lochkreises
6.1.2.1 Die Mindestschraubenkraft für den Betriebszu-
3 Formelzeichen und Einheiten stand beträgt
Über die Festlegungen des AD 2000-Merkblattes B 0 hin- FSB = FRB + FFB + FDB (1)
aus gilt:
bD wirksame Dichtungsbreite mm mit den Einzelkomponenten
2
c5 Konstruktionszuschlag für Starrschrauben mm p⋅π⋅di
F RB = (2)
dK Kerndurchmesser eines Schrauben- 40
gewindes mm 2
p ⋅ π ⋅ dD − d i
2

dS Schaftdurchmesser einer Schraube mm F FB = (3)


40
n Anzahl der Schrauben -- p
AD druckbelastete Fläche mm2 F DB = ⋅ π ⋅ dD ⋅ SD ⋅ k1 (4)
10
KDÂ Formänderungswiderstand des Dich- mit SD = 1,2.
tungswerkstoffes bei Berechnungs-
temperatur N/mm2 Die Formeln (1) bis (4) können sinngemäß auch für den
Prüfzustand angewendet werden.
UD mittlerer Dichtungsumfang mm
6.1.2.2 Die Mindestschraubenkraft für den Einbauzu-
AD 2000-Regelwerk - Stand 2010-05

X Anzahl der Kämme --


Ä hier: Hilfswert -- stand wird berechnet aus
FDV = π ⋅ dD ⋅ k0 ⋅ KD (5)
4 Berechnungstemperatur Falls die Vorverformungskraft FDV > FSB wird, kann sie
Die Temperatur, für die die Schrauben zu berechnen sind, bei Weichstoff- und Metallweichstoffdichtungen ersetzt
hängt von der Art der Schraubenverbindung und dem Wär- werden durch
meschutz ab. Soweit kein besonderer Temperaturnach-
weis erfolgt und die Schrauben nicht unmittelbar einem Be- F *DV = 0, 2 F DV + 0, 8 F SB ⋅ F DV (6)
AD 2000-Merkblatt
AD 2000-Merkblatt B 7, Ausg. 08.2007 Seite 3

6.1.2.3 Es wird empfohlen, die Flanschdichtung unter als die halbe wirksame Dichtungsbreite anzunehmen. Die
Beachtung der zulässigen Flächenpressung (z. B. nach Formel (6) kann sinngemäß angewendet werden.
Angaben der Dichtungshersteller) möglichst schmal (z. B.
nach DIN 28040) auszuführen, um Dichtungskräfte, Schrau-
6.2 Berechnung des Schraubendurchmessers
benkräfte und Flanschverdrehungen klein zu halten. Bei
Weichstoff- und Metallweichstoffdichtungen kann bei der Der erforderliche Gewindekerndurchmesser dK einer Starr-
ersten Lastaufgabe mit bleibendem Setzen gerechnet schraube bzw. der erforderliche Schaftdurchmesser dS ei-
werden. Dieses muss durch Nachziehen der Schrauben aus- ner Dehnschraube wird errechnet aus dem größten Wert
geglichen werden. der Formeln für den Betriebszustand einer Flanschverbin-
Bei Metalldichtungen beträgt die zulässige Belastung im dung mit n Schrauben
Betrieb F SB
FDÂ = π ⋅ dD ⋅ k0 ⋅ KDÂ (7) d K bzw. d S = Z ⋅ + c5 (14)
K⋅n
bzw. bei kammprofilierten Dichtungen den Prüfzustand
F DÂ = π ⋅ d D ⋅ X ⋅ k 0 ⋅ K DÂ (8) F SP
mit KDÂ nach Tafel 2. d K bzw. d S = Z ⋅ (15)
K 20 ⋅ n
Die Verbindung bleibt nach wiederholtem An- und Abfah-
ren nur dicht, wenn folgende Bedingung eingehalten ist: und den Einbauzustand
FDÂ ≥FSB (9) F DV
d K bzw. d S = Z ⋅ (16)
Wird die zulässige Belastung der Dichtung überschritten, K 20 ⋅ n
empfiehlt es sich, einen besser geeigneten Dichtungswerk-
stoff oder eine andere Dichtungsform zu wählen. mit Z nach Tafel 3 bzw.

6.1.2.4 Die Dichtungskennwerte k1, k0 und KD bzw. Z= 4⋅S (17)


π⋅Ä
k0 ⋅ KD sind den Tafeln 1 und 2 zu entnehmen, wobei
normalerweise für den Betriebszustand nur die Werte für Bei Dehnschrauben mit Innenbohrung ist anstelle von dS in
Gase und Dämpfe infrage kommen. Kennwerte für andere
2
Dichtungsarten und -formen sind durch Versuche festzu- die Formeln (14) bis (16) der Ausdruck d S − d 2 einzu-
stellen. setzen. Dabei ist d der Durchmesser der Innenbohrung.

6.1.3 Kreisförmige Schraubenverbindungen mit


durchgehender Dichtung 7 Zuschläge
Die Schraubenkräfte werden nach den Formeln (1) bis (6) Bei Starrschrauben ist für den Betriebszustand als Kon-
berechnet; dabei ist für den Dichtungsdurchmesser dD der struktionszuschlag in Formel (14) einzusetzen
Lochkreisdurchmesser dt und für bD nach Tafel 1 die halbe
wirksame Dichtungsbreite anzunehmen. F SB
c5 = 3 mm, wenn Z ⋅ ≤ 20 mm (18)
K⋅n
6.1.4 Rechteckige oder andersartige Schrauben- bzw.
verbindungen mit Dichtungen innerhalb des
Lochkreises F SB
c5 = 1 mm, wenn Z ⋅ ≥ 50 mm (19)
Die Mindestschraubenkraft für den Betriebszustand beträgt K⋅n
bei Rechteckanordnung Im Zwischenbereich ist linear zu interpolieren gemäß
p
F SB = ⋅ e ⋅ f + 2 S D (e + f) ⋅ k 1 (10) FSB
10 65 − Z ⋅
und bei andersartigen Anordnungen K⋅n
c5 = .
p 15
F SB = ⋅ AD + SD ⋅ UD ⋅ k1 (11)
10 Bei Dehnschrauben ist c5 = 0 einzusetzen. Abweichend
mit SD = 1,2. von AD 2000-Merkblatt B 0 können weitere Zuschläge ent-
Die Formeln (10) und (11) können sinngemäß auch für den fallen.
Prüfzustand angewendet werden.
Die Mindestschraubenkraft für den Einbauzustand wird bei
Rechteckanordnung berechnet aus Tafel 2. Formänderungswiderstand KD und KDÂ von
metallischen Dichtungswerkstoffen
FDV = 2 (e + f) ⋅ k0 ⋅ KD (12)
und bei andersartigen Anordnungen aus KD KDÂ in N/mm2
Dichtungs-
FDV = UD ⋅ k0 ⋅ KD (13) werkstoff
N/mm2 100 °C 200 °C 300 °C 400 °C 500 °C
Die Größen e, f, AD und UD werden auf die mittlere Berüh-
rungslinie der Dichtung bezogen. Aluminium,
AD 2000-Regelwerk - Stand 2010-05

weich 100 40 20 (5) — —


Die Formel (6) kann sinngemäß angewendet werden. Kupfer 200 180 130 100 (40) —
Weicheisen 350 310 260 210 170 (80)
Stahl St 35 400 380 330 260 190 (120)
6.1.5 Rechteckige oder andersartige Schrauben- Leg. Stahl
verbindungen mit durchgehender Dichtung 13 CrMo 4 4 450 450 420 390 330 280
austenitischer
Die Schraubenkräfte werden nach den Formeln (10) bis Stahl 500 480 450 420 390 350
(13) berechnet. Dabei sind die Größen e, f, AD und UD auf
die Schraubenlochmitten zu beziehen und bD nach Tafel 1 Zwischenwerte sind zu interpolieren
AD 2000-Merkblatt
Seite 4 AD 2000-Merkblatt B 7, Ausg. 08.2007

Tafel 1. Dichtungskennwerte

Dichtungskennwerte1)
für Flüssigkeiten für Gase und Dämpfe
Betriebs- Betriebs-
Dichtungsart Dichtungsform Benennung Werkstoff Vorverformen2) Vorverformen2)
zustand zustand
k0 k0 ⋅ KD k1 k0 k 0 ⋅ KD k1

mm N/mm mm mm N/mm mm
Dichtungspappe
— 20 bD bD — — —
Flachdichtungen getränkt
nach DIN 2690 Gummi — bD 0,5 bD — 2 bD 0,5 bD
bis DIN 2692
PTFE3) — 20 bD 1,1 bD — 25 bD 1,1 bD
Expandierter
Graphit ohne Graphit — —6) —6) — 25 bD 1,7 bD
Metalleinlage
Expandierter
Weichstoff-
Graphit mit Graphit — —6) —6) — 20 bD 1,3 bD
dichtungen
Metalleinlage
Faserstoff ohne
Asbest mit
Faserstoff — —6) —6) — 40 bD 2 bD
Bindemittel
(hD < 1 mm)
Faserstoff ohne
Asbest mit
Faserstoff — —6) —6) — 35 bD 2 bD
Bindemittel
(hD ≥ 1 mm)
Al — 8 bD 0,6 bD — 30 bD 0,6 bD

Welldichtring
g Cu, Ms — 9 bD 0,6 bD — 35 bD 0,7 bD
Metall- weicher Stahl — 10 bD 0,6 bD — 45 bD 1 bD
Weichstoff-
Weichstoff
dichtungen Al — 10 bD bD — 50 bD 1,4 bD
Blech-
ummantelte Cu, Ms — 20 bD bD — 60 bD 1,6 bD
Dichtung
weicher Stahl — 40 bD bD — 70 bD 1,8 bD

Metall-
— 0,8 bD — bD + 5 bD — bD + 5
Flachdichtung

Metall-Spießkant-
— 0,8 — 5 1 — 5
dichtung

Metall-Ovalprofil-
— 1,6 — 6 2 — 6
dichtung

Metall-
— 1,2 — 6 1,5 — 6
Runddichtung

Ring-Joint-
— 1,6 — 6 2 — 6
Dichtung
Metall-
dichtungen
Linsendichtung
— 1,6 — 6 2 — 6
nach DIN 2696

Kammprofildichtung
— 0,4 x — 9 + 0,2X 0,5 x — 9 + 0,2X
nach DIN 26974)
AD 2000-Regelwerk - Stand 2010-05

Membran-
schweißdichtung — 0 — 0 0 — 0
nach DIN 2695

Gummi und
Rundschnur-
gummiähnliche 0 — 0 0 — 0
Ring5)
Kunststoffe
AD 2000-Merkblatt
AD 2000-Merkblatt B 7, Ausg. 08.2007 Seite 5

Tafel 1. Dichtungskennwerte (Fortsetzung)

Dichtungskennwerte1)
für Flüssigkeiten für Gase und Dämpfe
Betriebs- Betriebs-
Dichtungsart Dichtungsform Benennung Werkstoff Vorverformen2) Vorverformen2)
zustand zustand
k0 k0 ⋅ KD k1 k0 k 0 ⋅ KD k1

mm N/mm mm mm N/mm mm

PTFE-Auflagen
PTFE Auflagen
PTFE — —6)) —6)) — 15 bD 1,1 bD
auf Weichstehl
PTFE-Auflagen
auf nichtrostendem PTFE — —6) —6) — 15 bD 1,1 bD
Stahl

Kamm- Graphit-Auflagen
Graphit — —6) —6) — 20 bD 1,1 bD
profilierte auf Weichstahl
Stahl- Graphit-Auflagen
dichtungen, auf niedriglegiertem Graphit — —6) —6) — 15 bD 1,1 bD
beidseitig warmfestem Stahl
mit weichen
Auflagen Graphit-Auflagen
auf nichtrostendem Graphit — —6) —6) — 20 bD 1,1 bD
Stahl
Silber-Auflagen
auf warmfestem,
Silber — —6) —6) — 125 bD 1,5 bD
nichtrostendem
Stahl
PTFE-Füllstoff,
einseitig mit PTFE — —6)) —6)) — 50 bD 1,4 bD
Ring-Verstärkung

PTFE-Füllstoff,
Spiral- beidseitig mit PTFE — —6)) —6)) — 50 bD 1,4 bD
dichtungen Ring-Verstärkung
mit weichem Graphit-Füllstoff,
Füllstoff einseitig mit Graphit — —6) —6) — 40 bD 1,4 bD
Ring-Verstärkung
Graphit-Füllstoff,
beidseitig mit Graphit — —6) —6) — 40 bD 1,4 bD
Ring-Verstärkung

1) Sie gelten für bearbeitete, ebene und unbeschädigte Dichtflächen. Abweichungen sind bei entsprechendem Nachweis möglich. Die Kennwerte sind als
Mindestwerte anzusehen. Höhere Dichtungskennwerte nach Angaben des Dichtungsherstellers sind zu beachten.
2) Sofern k0 nicht angegeben werden kann, ist hier das Produkt k0 ⋅ kD aufgeführt.
3) Polytetrafluoräthylen
4) Die Werte gelten nicht für Kammprofildichtungen mit Auflage.
5) Die Schraubenkräfte sind um das Verhältnis der Hebelarme y1 / y2 zu erhöhen.
6) Solange keine Dichtungskennwerte für Flüssigkeiten vorliegen, können die Dichtungskennwerte für Gase und Dämpfe verwendet werden.
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AD 2000-Merkblatt
Seite 6 AD 2000-Merkblatt B 7, Ausg. 08.2007

Tafel 3.1 Sicherheitsbeiwert S, Hilfswerte Z und Ä für ein Verhältnis von Streckgrenze/Zugfestigkeit ≤ 0,8

Werkstoffe mit bekannter Streckgrenze


und Sicherheit gegen Streckgrenze
bzw. σB/100 000
Werkstoffe
Zustand und Gütewert ohne bekannte Streckgrenze
Bei Bei
mit Sicherheit gegen Zugfestigkeit
Dehnschrauben Vollschaftschrauben
z. B. nach
DIN 2510

Für den Betriebszustand S = 1,5 S = 1,8 S = 5,0

Bei
Ä = 0,75 Z = 1,6 Z = 1,75 Z = 2,91
Ä = 1,00 Z = 1,38 Z = 1,51 Z = 2,52

Für den Einbau- und Prüfzustand S = 1,05 S = 1,26 S = 3,0

Bei
Ä=0 0,75
75 Z=1 1,34
34 Z=1 1,46
46 Z=2 2,26
26
Ä = 1,00 Z = 1,16 Z = 1,27 Z = 1,95

Tafel 3.2 Sicherheitsbeiwert S, Hilfswerte Z und Ä für ein Verhältnis von Streckgrenze/Zugfestigkeit > 0,8

Werkstoffe mit bekannter Streckgrenze


und Sicherheit gegen Streckgrenze
bzw. σB/100 000
Zustand und Gütewert
Bei Bei
Dehnschrauben Vollschaftschrauben
z. B. nach
DIN 2510

Für den Betriebszustand S = 1,5 S = 1,8

Bei
Ä = 0,75 Z = 1,6 Z = 1,75
Ä = 1,00 Z = 1,38 Z = 1,51

Für den Einbau- und Prüfzustand S = 1,1 S = 1,3

Bei
Ä=0 0,75
75 Z=1 1,37
37 Z=1 1,49
49
Ä = 1,00 Z = 1,18 Z = 1,29

8 Kleinster Schraubendurchmesser 9 Schrifttum


Schrauben unter M 10 oder entsprechendem Gewinde- [1] Trutnovsky, K.: Dichtungen; Werkstattbuch Nr. 92.
kerndurchmesser sind in der Regel nicht zulässig. In Son- Springer Verlag Berlin, Heidelberg, New York.
derfällen (z. B. bei Schrauben für Armaturen) können auch [2] Schwaigerer S.: Festigkeitsberechnung im Dampfkes-
kleinere Schrauben verwendet werden, jedoch darf M 6 sel-, Behälter- und Rohrleitungsbau. 4. Auflage (1983).
oder ein entsprechender Gewindekerndurchmesser nicht Springer Verlag Berlin, Heidelberg, New York.
unterschritten werden. [3] Schwaigerer, S.: Die Berechnung der Flanschverbin-
dungen im Behälter- und Rohrleitungsbau. VDI-Z. 96
(1954) Nr. 7.
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Herausgeber: Bezugsquelle:


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