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Atrium

NR. 1
Januar/Februar 2018
Atrium

Magazin für
Wohnkultur, Design
Januar/Februar 2018

und Architektur
 www.atrium-magazin.de, D, A € 7.80, SK € 12.–, DKR 85.–, übrige EU-Länder € 8.80

pe zial
14 Seiten S
ALPENCHIC
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HIMMLISCH: Schöne Geschenke, feine Stoffe, warme Interieurs

Wohnen in den
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Bergen Tauchen S eiten!
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MEXICO CITY
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World Design
Capital 2018
ALPENCHIC: Wohnen in den Bergen
MEXICO CITY: World Design Capital 2018

HIMMLISCH
SCHÖNE GESCHENKE, FEINE STOFFE UND
SPEZIAL: Bad

INSPIRIEREND WARME INTERIEURS

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Occhio LED: Energieeffizienzklasse A+

Foto: Bruno Helbling, Stuhl von Arne Jacobsen by Republik of Fritz Hansen.

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E D I T O R I A L

Traditionen erhalten,
die Herzen erwärmen
Eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum in der
Wohnung aufstellen, denn, kaum ist er dekoriert, verschwinden
wir in unser Ferienhaus in den Bergen, und der arme Baum wird
zwar von der Nachbarin gegossen, blinkt und glitzert jedoch in die
leere Wohnung hinein. Heiligabend feiern wir aber traditioneller-
weise noch zu Hause, und so kam der Protest gegen meinen
Der Königsweg zum
­Entscheid postwendend von meinen Söhnen.
Und eigentlich ist das gut so. Denn Traditionen sollten erhal- Wohlfühlwasser
ten bleiben. Sie stärken den Familienzusammenhalt und ver­mitteln
Werte, die tief im Herzen verankert sind. Aus Tradition zeigen wir Maximale Energieeffizienz
in der Winterausgabe unserer Zeitschrift daher auch warme und Wirtschaftlichkeit
­Geschichten. Die Interiors sind durch Holz und Textilien geprägt. Vollautomatisch perfekte Wasser-
Warme Farben wechseln sich mit edlen Gold- und Kupferfarben
qualität
ab. Ein bisschen Kitsch darf sein.
Trotzdem überzeugen die Projekte auch aus architektonischer Mit Webserver und Schnittstellen
Sicht. Zum Beispiel das neue Gästehaus des Taxhofs oberhalb von für die Gebäudetechnik
Bruck an der Grossglocknerstrasse – um nur ein Projekt heraus- Erleben Sie die Wohlfühlwelt von Ospa
zupicken (ab Seite 54). Das Splitlevel-Haus kragt über die Kuppe
unter www.ospa.info
hinaus ins Tal und wird optisch sowohl durch den alten Bergahorn
als auch durch den verbindenden Zaun in den Hang zurückgebun-
den. Man kann das 60 Quadratmeter grosse Baumhaus auch mie-
ten – und kommt dann nicht nur in den Genuss des ­Panoramablicks
über Zell am See, den Kapruner Gletscher und das Grossglockner-
Foto: Bruno Helbling, Stuhl von Arne Jacobsen by Republik of Fritz Hansen.

massiv. Auf Wunsch verköstigen die Unterberger-Schwestern


ihre  Gäste auch mit ihrer hervorragenden Alpenküche.
Und sollten Sie diese Ausgabe erst nach Weihnachten in die
Hände bekommen haben: Geschenke sind das ganze Jahr will­
kommen. Eine schöne Tradition der gegenseitigen Wertschätzung.
Inspiration dazu finden Sie ab Seite 32.

Gute Lektüre wünscht herzlichst

top100.de

Top-Innovator
Top-Innovator

ANITA SIMEON LUTZ


2015++ 2016
2015

Chefredakteurin
anita.simeon@archithema.com

Atrium im Januar/Februar 2018 — Editorial Das Schwimmbadwasser


73557 Mutlangen • Tel. +49 7171 7050

.17 11:15
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I N H A LT

Geschenke
WUNSCHLISTE
Seite 32
Design
OCCHIO
Seite 22
Architektur
TRANSPARENT
Seite 18

Wohnen
Entree & Architektur
10 Auslese –— Ausgewähltes aus Archi- 38 Arosa (CH) –— Claudia Silberschmidt
tektur, Design und Kunst. von Atelier Zürich hat sich in den
Bergen ein heimeliges Refugium mit
16 Agenda –— Wichtige Termine im exotischen Akzenten erschaffen.
Dezember und Januar.
48 Horgen (CH) –— Für die
18 Architektur –— Selgascano Architek- Wohnungs­gestaltung eines Paares
ten setzen mit einem Auditorium ein hat Roomdresser aus dem Vollen
Bindeglied zwischen Natur und Stadt. geschöpft.

22 Design –— Occhio präsentiert mit 54 Bruck (AT) –— In spektakulärer Lage


«Mito» eine sinnliche Leuchte. über Bruck an der Grossglockner-
strasse thront ein modernes Baumhaus.
24 Jubiläum –— Poggenpohl feiert seinen
Fotos: Iwan Baan; Warren Heath/Bureaux; Christian Schaulin

Leogang: Florian Kranawendter 125. Geburtstag. 66 Laax (CH) –— Die Innenarchitektin


hat sich in Leogang ein Eigenheim Nicole Gottschall verknüpft in einem
mit vielen natürlichen Elementen aus 26 Reisen –— Ein Streifzug durch die Chalet den urtümlichen Bündner-Stil
Holz und Naturstein erschaffen. Strassen von Glasgow. mit dem Komfort der Gegenwart.
(Titelbild: Christian Schaulin)
30 Bücher –— Lesestoff für die kalten 88 Leogang (AT) –— LP Architektur
Tage: von Betonbauten über Holz- hat ein Haus geschaffen, das ganz an
architektur bis zu Rezepten für den seinem Ort verwurzelt ist und
Sonntagsbraten. doch zeitgemäss auf seine Umgebung
reagiert.
3 2 Geschenke –— Schlichtes, Buntes
und Glänzendes für unter den
Weihnachtsbaum.

4 Atrium im Januar/Februar 2018 — Inhalt

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Auslese
GLANZVOLLES
Seite 10

Spezial Bad
WÄRMEOASE
Seite 74

Bruck
BAUMHAUS
Seite 54

Spezial «Bad» Standards


74 Beschwingt in den Winter –— Wohlfühl- 3 Editorial
wannen für entspannte Momente an 7 Impressum
kalten Tagen. 8 Köpfe
108 Prämien
80 Freiheit als höchstes Gut –— Das Hotel
Liberty in Offenburg glänzt mit edlem
117 Wettbewerb
130 Vorschau Hi-Fi
Baddesign von Axor. März/April
IM EINKLANG
82 Schöner Rückzug –— Neuheiten rund
ums Badezimmer von Armaturen über
Seite 118
Dusch-WCs bis zu Heizkörpern.

Rundgang
Fotos: Iwan Baan; Warren Heath/Bureaux; Christian Schaulin

96 Mexiko –— Mexico City wird World


Design Capital 2018. Ein Augenschein.

110 Küche –— Bezauberndes und Appetit-


anregendes aus dem unendlichen
Universum des Tischdeckens.

118 Hi-Fi –— Wer Andi sagt, muss auch


B & O sagen. Das Neuste aus der
Unterhaltungselektronik.

126 Service –— Neues auf einen Blick.

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ARCHITONIC REPORT

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Atrium
Herausgeber Archithema Verlag AG
Magazin für
Wohnkultur, Design
und Architektur

Rieterstrasse 35, CH-8002 Zürich


Telefon 0041 44 204 18 18
Fax 0041 44 204 18 80
verlag@archithema.com
www.archithema.com

Verlegerin Felicitas Storck, felicitas.storck@archithema.com

Chefredakteurin Anita Simeon Lutz, anita.simeon@archithema.com


Produktionsleitung Britta Limper, britta.limper@archithema.com
Redaktion Cornelia Etter, Carina Iten, Mirjam Rombach

Korrektorat Jürg Casanova, Heiner Fierz, Richard Rüegg
Mitarbeiter dieser Ausgabe Jeremy Callaghan, Francesca Giovanelli, Gaelle Le Boulicaut, Thomas
Popinger, Kristina Raderschad, Christian Schaulin, Nicola Schröder

Designkonzept INTERKOOL
Art Director Evelyn Acker, evelyn.acker@archithema.com
Gestaltung, Grafik Lars Hellman (Stv. AD), Laia Ortiz
Bildtechnik Thomas Ulrich, thomas.ulrich@archithema.com

Vertriebsleiter Adrian Lustenberger, adrian.lustenberger@archithema.com

Abonnements- und Atrium Abo-Service, Postfach 81 05 80, 70522 Stuttgart


Einzelheftbestellungen Atrium Telefon 0711 72 52 196, Fax 0711 72 52 333, abo@archithema.com
Abonnementspreise 6 Ausgaben € 45.–, 12 Ausgaben € 84.–
(Ausland plus Porto), Einzelpreis € 7.80
Preise für Mehrfachlieferungen auf Anfrage beim Verlag
Erscheinungsweise, Copyright Erscheint 6-mal pro Jahr. Copyright für alle Beiträge bei Archithema Verlag AG
Auslieferung, Handel DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg
www.dpv.de
Druck Vogel Druck und Medienservice GmbH
Leibnizstrasse 5, 97204 Höchberg
Anzeigenmarketing Archithema Verlag AG, Rieterstrasse 35, CH-8002 Zürich
Telefon 0041 44 204 18 18, Fax 0041 44 204 18 80, anzeigen@archithema.com

Anzeigendisposition Denise Kreuzer, Telefon 0041 44 204 18 84, Fax 0041 44 204 18 80
denise.kreuzer@archithema.com
Unsere Repräsentanten
Nielsen 1 + 2 Medien Service Meins, Thorsten Meins, Carl-Petersen-Str. 11, 20535 Hamburg
Telefon 040 69 79 59 15, Fax 040 61 13 61 83, medienservice-meins@gmx.de
Nielsen 3a MD Mediendienste GmbH, Rainer Karpenfeld, Baumweg 19
60316 Frankfurt am Main, Telefon 069 94 33 31 22, Fax 069 499 03 86
karpenfeld@mdmedien.de
Nielsen 3b + 4 Daniel Jäger Medienservice, Gewürzmühlstrasse 19, 80538 München
Telefon 089 21 26 90 54, Fax 089 23 88 95 61
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Nielsen 5 + 6 + 7 Petra Weihe, Weihe Media Management GmbH, Goldbekplatz 3
22303 Hamburg, Telefon 040 236 87 91 11, Fax 040 236 87 91 10
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Anzeigen Italien Michaela Jäger, Via Tre Castelli 45, IT-20142 Milano

Meiré und Meiré


Telefon 0039 347 505 10 74
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Anzeigen international Fachmedien, Zürichsee Werbe AG, Darko Panić, Seestrasse 86, 8712 Stäfa
Telefon 044 928 56 11, Fax 044 928 56 00, darko.panic@fachmedien.ch

Titelrechte Atrium – Haus und Wohnen International/Raum & Wohnen International/


Umbau Plus – Magazin für Modernisieren und Renovieren


Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Erlaubnis des Verlages
und der Redaktion gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Text-
Hauchdünn
und Bildsendungen kann die Redaktion keinerlei Haftung übernehmen.
und robust.
ISSN 1423-7377
Die neuen PVD-Oberflächen.

www.siedle.de
Auch als eMagazine

www.atrium-magazin.de/emag

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K Ö P F E

GAELLE LE BOULICAUT
Winterwunderland
Gaelle ist spezialisiert auf Lifestyle- und Innenarchitektur-Foto-
grafie. Nach fünfzehn Jahren in San Francisco lebt sie heute in
Lausanne. Für diese Ausgabe hat sie das aufgefrischte Chalet von
Claudia Silberschmidt in Arosa fotografiert. Durch die direkte
Sonneneinstrahlung und das Spiel mit Licht und Schatten hat sie
dem Haus eine Magie verliehen, die uns vom Projekt überzeugt
hat. Sie hoffentlich auch. — Seite 38

THOMAS POPINGER
Zwischen Realität und Fiktion
Thomas Popinger wurde 1958 in Wien geboren, lebt und arbeitet
jedoch seit 1998 in Hamburg. Er gehört weltweit zu den gefragtes-
ten Interieurfotografen. Über seine Arbeit sagt er: «Ich versuche,
die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen.» Sein
BRITTA LIMPER
ein­maliger Look basiert auf der eigenen Planung und Gestaltung
von beinahe allen Sets, auf denen er arbeitet, wobei er der Beleuch-
Die Ruhe selbst
tung grosse Beachtung schenkt. Thomas Popinger versucht nicht, In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen einen Menschen zeigen,
die Natur zu imitieren, sondern seinen Bildern Persönlichkeit und der unsere Redaktion im Innern zusammenhält, uns sprach-
ein unverkennbares Profil zu verleihen. Dank seines bemerkens- lich wie konzeptionell unterstützt und auch Garant dafür ist,
werten Fotostils vertrauen ihm führende Marken ihre Kampagnen dass nicht alles aus dem Ruder läuft. Die Rede ist von Britta
an. Für Atrium hat er den von Roomdresser eingerichteten Wohnsitz Limper, ihres Zeichens Chefredakteurin unserer Schweizeri-
im schweizerischen Horgen ins rechte Licht gerückt. — Seite 48 schen Schwesterzeitschrift Umbauen+Renovieren und seit
sechs Jahren unsere Produktionsleiterin. Britta Limper hat in
Münster Geschichte und Kunstgeschichte studiert und ist 2002
zu unserem Verlag gestossen. Seitdem bereichert sie unser
Team und ist unser Fels in der Brandung. Danke dir, Britta!
FRANCESCA
GIOVANELLI
Respektvoll
Francesca arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Ar-
chitektur-, Möbel- und Accessoirefotografie. Ihr
Antrieb ist ihre tiefe Bewunderung, der Respekt
und die Neugierde für die Leistung ihrer Mitmen-
schen, egal, ob es sich um eine bescheidene Hütte
in einer Favela oder um grossartige Architektur in
der Schweiz handelt. Für diese ­Atrium-Ausgabe
hat Francesca ein behagliches Chalet an einem pri-
vaten Badesee im beliebten Schweizer Skiort Laax
Foto: Marion Nitsch (1)

fotografiert. Eingerichtet hat es die Innenarchitek-


tin Nicole Gottschall für die lebhafte und farbbe-
geisterte Bauherrin. — Seite 66

8 Atrium im Januar/Februar 2018 — Köpfe

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Extremsport für Teamplayer.
Der neue Cayenne Turbo.
Jeder Sieger weiß ein starkes Team hinter sich. Und er braucht hohe Performance. Sportliche Grundlage:
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Kraftstoffverbrauch (in l/100 km) innerorts 16,4–16,2 · außerorts 9,5–9,3 · kombiniert 11,9–11,7;


CO2-Emissionen kombiniert 272–267 g/km
Foto: Marion Nitsch (1)

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A U S L E S E

Showtime: Der grosse Saal ähnelt


einer leeren Leinwand, auf der die
Exponate auf dem Podest ins Zentrum
rücken.

Schatzkammer: Der Laufsteg führt


bis in die Galerie der unteren Etage
hinab, die sich in eine verlockende
goldene Höhle verwandelt hat.

DESIGNAUSSTELLUNG
Normann Copenhagen

3
«Runway Issue»
Wenn Normann Copenhagen die Pforten zu seiner mittlerweile dritten Ausstellung öffnet, ste-
hen die Zeichen auf Showtime. Die Säulen und Bögen des Showrooms öffnen sich rund um
­einen leer geräumten Saal, der einer spektakulären Installation Raum gibt: Ein saphirgelber
Laufsteg schlängelt sich durch den 1700 m² gros­sen Raum und lenkt die Blicke ganz auf die
Ausstellungsstücke. Accessoires und Möbel werden in schwindelerregende Höhen gestapelt
oder auf grossen Schaumstoffblöcken festgezurrt. Im herbstlichen Farbuniversum mischen sich
warme Terrakotta- und Kakaonuancen zu einem Medley aus künstlerischen Installationen,
70er-Jahre-Glamour und zeitlosen Klassikern. MR
Normann Copenhagen, Østerbrogade 70, DK-2100 Kopenhagen
www.normann-copenhagen.com

Abstraction
Nicht nur den charmanten Behälter «Cu-
riosity» von Designer Sam Baron liefert das
französische Label Petite Friture zu Jahres-

1
ende, sondern eine Vielzahl interessanter
Geschenkideen. Farbenfrohe Kissen,
Leuchten, Garderobenknäufe oder Table-
ware-Sets wecken die Lust auf mehr.
www.petitefriture.com

Unikate

2
Das Herz von Lambert schlägt für Indivi-
dualität und zeitloses Design. Jedes Pro-
Natürlich dukt ist ein Unikat, genauso wie der
Mensch, der sein Zuhause nach seinem per-
Die neue «Rollerwool»-Kollektion des sönlichen Stilempfinden einrichtet. Für die
Langenthaler Unternehmens Ruckstuhl kältere Jahreszeit komponierte das Design-
ist da. Die verwendete Wollmischung ist Team eine aufregende Farbwelt in vibrie-
äusserst robust und daher – wie der rendem Petrol und frischem Grün.
Name verrät – auch für den Einsatz un- www.shop-lambert-home.com
ter Rollstühlen geeignet. Neben der Aus-
legeware in 25 Farben sind auch frei
kombinierbare Fliesenformen erhältlich.
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10 Atrium im Januar/Februar 2018 — Auslese

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h a n dm a d e w i t h pa s s i o n
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BW HANDELSPARTNER 01307 Dresden House of JAB Reichelt / 04109 Leipzig MEISER - HOME OF LIVING / 06667 Stössen Streipert Wohnkonzept / 08344 Grünhain-Beierfeld Der Raumdesigner Knut Schäffner / 10719 Berlin House
of JAB Helmholz & Krause / 10785 Berlin Hübner Premium / 14057 Berlin Lakeside Interiors Classic Collection / 14169 Berlin Neue Wohnkultur / 14542 Werder bei Potsdam raum + color - das Wohnhaus / 20354 Hamburg House
of JAB Anstoetz im Alsterhaus / 20457 Hamburg/HafenCity Wagener Raumausstattung / 21029 Hamburg Bergedorf Marks Einrichtungen / 22301 Hamburg Carl Bauer & Sohn / 22359 Hamburg Die Raumausstatter, Dorbandt &
Bitzer 22393 Hamburg Raumausstattung Anja Beck / 25980 Sylt/Rantum Höpershof Sylt / 25980 Westerland/Sylt Flintermann-Inneneinrichtungen / 26215 Wiefelstede Oltmanns Raumausstattung / 26340 Zetel/Neuenburg
Wohngalerie Streithorst / 26721 Emden Lauterjung Einrichtungen + Dekoration / 26789 Leer Möbel Schulte / 26899 Rhede/Ems Architektur des Wohnens KREATIVHAUS WILGMANN / 27721 Ritterhude freiraum - Einrichtungen
/ 28876 Bremen-Oyten Kehlbeck-Einrichtungshaus / 30161 Hannover Hans G. Bock Inneneinrichtungen / 30812 Garbsen Möbel Hesse GmbH / 30900 Wedemark Höpershof GmbH / 30916 Isernhagen Lamm - textiles Wohnen /
31228 Peine Löhr Architektur und Wohnen / 32427 Minden Weßling Inneneinrichtung / 33098 Paderborn Schönlau Raumausstattung / 33104 Paderborn Schöpker Wohnen / 33330 Gütersloh Hunke & Bullmann / 33449
Langenberg Christmann Internationales Wohnen / 34119 Kassel Muster & Sohn Exclusives Einrichten / 34497 Korbach Schäfer Raumgestaltung / 35394 Gießen Möbelstadt Sommerlad / 37081 Göttingen Wohnstudio Böning /
38100 Braunschweig Renter Einrichtungen / 38536 Meinersen Creative Raumgestaltung, Schirmer & Spanuth / 40212 Düsseldorf Bartels im Stilwerk / 40545 Düsseldorf Malzkorn Interiors / 44137 Dortmund Einrichtungshaus
Büker / 44797 Bochum-Stiepel rumberg - die Möbelcollection / 45130 Essen Schniedermeier Einrichtungen / 46045 Oberhausen Hülskemper Einrichtungshaus plus Innenarchitektur / 46348 Raesfeld Hetkamp Einrichten + Mode
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Möbelhaus + Tischlerei / 50389 Wesseling Heerdt Einrichtungsweisend / 50667 Köln Heerdt Einrichtungsweisend / 50672 Köln HEIDER I Wohnambiente seit 1956 / 51429 Bergisch Gladbach Patt Einrichtungen GmbH / 52062
Aachen Sven Woytschaetzky GmbH / 52355 Düren Kelzenberg Einrichtungen / 53359 Rheinbach HEIDER I Wohnambiente seit 1956 / 53639 Königswinter HEIDER I Wohnambiente seit 1956 / 54311 Trierweiler Gelz Manufaktur
/ 54516 Wittlich Möbel Klein GmbH & Co. KG / 56068 Koblenz HEIDER WERNECKE I Wohnambiente seit 1956 / 56072 Koblenz Schmitt - Raumdesign / 57462 Olpe-Lütringhausen Zeppenfeld “Wohnträume erleben“ / 58332
Schwelm Hüls Einrichtungshäuser / 58642 Iserlohn RaumDesign Andre Hilbig / 59755 Arnsberg-Neheim Antiquitäten Beckschäfer / 59759 Arnsberg-Hüsten Antiquitäten Beckschäfer / 60596 Frankfurt Cri-Cri Interieur / 63303
Dreieich Einrichtungshaus Dietrich / 63303 Dreieich-Götzenhain Ilse Kofler Einrichtungen / 63456 Hanau-Steinheim MEISER - HOME OF LIVING / 64283 Darmstadt Buttmi Raumausstattung u. Inneneinrichtung / 65183 Wiesbaden
Home Classics - Hufer & Lachmann / 65183 Wiesbaden Prager Interiors / 65388 Schlangenbad Neumühle - Zauberhaft Wohnen / 65779 Kelkheim Stelzer Möbel GmbH + Co. KG / 67098 Bad Dürkheim Inneneinrichter Götzelmann
/ 68165 Mannheim Jowa - Wohndekor / 69120 Heidelberg Modern Classic / 69168 Wiesloch Weckesser Wohnen / 70771 Leinfelden Echterdingen Wohndekor Müller / 71522 Backnang Noller Das creative Möbelhaus / 71636
Ludwigsburg Uhl Schöner Leben / 72070 Tübingen Einrichtungshaus Ernst Tausch / 72474 Winterlingen Einrichtungshaus Witzemann / 72636 Frickenhausen Single Möbelforum / 73035 Göppingen Raumausstattung Reik / 73087
Bad Boll Brenner Einrichtungshaus / 73479 Ellwangen Abele Ambiente / 74257 Untereisesheim Möbel & Gestaltung Dierolf / 74523 Schwäbisch Hall Einrichtungshaus Gräter / 74632 Neuenstein Cordula C. Haag Raumausstattung
/ 74927 Eschelbronn/Sinsheim Amend Einrichtungen / 75173 Pforzheim Einrichtungen von Zepelin / 76275 Ettlingen Haug Wohn-Design / 76646 Bruchsal Marinoni Die Werkstatt / 77709 Wolfach Einrichtungshaus Geiger / 77933
Lahr Schaub Einrichtungen / 78073 Bad Dürrheim/Hochemmingen Schmid Polstermöbel / 78244 Gottmadingen inpuncto - Küchen und Möbel / 78462 Konstanz Itta & Bremer Inneneinrichtungen / 79106 Freiburg Einrichtungshaus
Hartmann / 79115 Freiburg Frese GmbH / 79379 Müllheim Erwin Maier Inneneinrichtungen / 79822 Titisee-Neustadt arsinteria / 79862 Höchenschwand Baur Wohnfaszination / 80331 München Böhmler Einrichtungshaus / 80339
München Fänderl Wohngestaltung / 80539 München Storz Einrichtungen / 80803 München Natzet Inneneinrichtungen / 82319 Starnberg Ofenstein Wohndesign / 82418 Murnau Raum & Gestaltung Probst / 82467 Garmisch-
Partenkirchen Dahlmeier Das Einrichtungshaus / 83022 Rosenheim Neue Wohnkultur / 83324 Ruhpolding Menzel Licht und Wohnen / 85290 Geisenfeld Einrichtungshaus Weiß / 85614 Eglharting Die Renovierer - Michael Dobner
/ 85640 Putzbrunn Alwin Merwitz Raumausstattung / 86497 Horgau Die Einrichtungsberatung / 86720 Nördlingen Tessuti Wohnideen / 86825 Bad Wörishofen Barth Wohnkultur / 86919 Utting a. Ammersee Robert Falter
Modern Wohnen / 87719 Mindelheim Wagner Möbel Manufaktur / 88131 Lindau Schnaible Wohnwerkstatt / 88212 Ravensburg Wohnraum Garten / 88400 Biberach Heinzel Einrichtungsstudio / 88662 Überlingen Raumgestaltung
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Vohenstrauß Griessl Raum & Design / 94496 Ortenburg/Dorfbach Gabi Reiter Räume lebendig gestalten / 97084 Würzburg XXXL Neubert / 97616 Bad Neustadt-Salz Einrichtungshaus Angermüller / 97723 Oberthulba Kontraste
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A U S L E S E

AUSSTELLUNG
Museum of Ice Cream
Ein Ort für verrückte Ideen
Als das Museum of Ice Cream 2016 in New York seine erste Ausstellung eröffnete, waren die
Tickets innerhalb von fünf Tagen ausverkauft. Ebenso gross war der Ansturm auf die nachfol-
genden Ausstellungen in San Francisco und Los Angeles. Für 2018 sind eine Verlängerung in
San Francisco und die Eröffnung weiterer Standorte geplant. Wer seine Reisepläne Attraktio-
nen wie dem «melted popsicle jungle» anpassen möchte, informiert sich am besten via News-
letter oder Instagram. Die Organisatoren raten Besuchern übrigens explizit dazu, hungrig zu
kommen. Und wer würde nicht gerne all die vielversprechenden Kreationen und Eis-Entwick-
lungen probieren, die im Ice-Cream-Himmel auf uns warten ... MR
www.museumoficecream.com

Standort für die Frühjahrs­


ausstellung war in der
aufstrebenden Innenstadt von
L. A. (links oben)

Natürlich wird nicht nur


geguckt, sondern auch
genossen. (links)

Wo Toppings und Streusel


alles sind. (Mitte)

Gründerin Maryellis Bunn


schuf das Museum of Ice
Cream als Raum für skurrile,
kreative Ideen. (rechts)

1
Puristisch
Weniger ist mehr: «Dot Line», die
neue Badaccessoires-Serie, basiert
auf einer archetypischen Formen-
sprache. García C
­ umini entwickelte
schwarz eloxierte Aluminium- oder
Eichenholzrohre, die weisse und
2
Vorgeschmack
Die Manufaktur De Sede gewährt Ein-
blick in ihre Neuentwicklungen, dar-
schwarze Tablare oder Seifenscha- unter die futuristische Liege DS-1000
len tragen. Frei stehende Objekte von Ulrich Kössl. Die konsruktive
haben einen Fuss aus schwarzem Meisterleistung vereint traditionelle
oder weissem Marmor. Handwerkskunst und modernste
www.agapedesign.it Technologie. Die Neukollektion um-
fasst über 20 Produkte und wird erst-
mals an der imm Köln präsentiert.
www.desede.ch

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Design to Shape Light

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with the Navy Buildings Department
Yuh - Design: GamFratesi
PH 5 Mini - Design: Poul Henningsen

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13.11.17 08:05
A U S L E S E
Inspiration 60er-Jahre: Neben
Girards Textilentwürfen flossen auch
Werke wie die «Wooden Dolls» in die
neue Kollektion mit ein.

FASHION
Akris & Alexander Girard
Kollektion 2018
Die Frühjahr-Sommer-Kollektion 2018 des Schwei-
zer Modehauses Akris liest sich als Hommage an das
Werk des amerikanischen Designers Alexander
Girard. Auslöser für die Kollaboration mit dem Stu-
dio Girard war ein Besuch des Designers Albert
Kriemler in der Ausstellung «Alexander Girard. A
Designer’s Universe» im Vitra Design Museum in
Weil am Rhein. Girard (1907–1993) war einer der

1
einflussreichsten Textildesigner und Innenarchitek-
ten des 20. Jahrhunderts. Seine bis ins Detail aufein-
ander abgestimmten Entwürfe sind so farbenfroh wie
opulent, gleichzeitig tragen sie stets eine abstrakte,
geometrische Formensprache. Das Ergebnis, so die
Enkel Alexander Girards, sei ein einzigartiger Tri-
but an die Arbeit des Gestalters. MR
Die Ausstellung ist zurzeit international auf Tour und
gastiert im Sommer 2018 im Berkeley Art Museum in
Réaction Poétique den USA. www.bampfa.org, www.akris.ch

3
Jaime Hayons Kollektion hölzerner Wohn-
accessoires erinnern an die organischen
Formen von Le Corbusier und Esprit-Nou-
veau-Kunstwerken. Die Reihe kleiner Bei-
stelltische, Tablare und Aufsätze ist neuer-
dings auch in gedeckten Farben wie Petrol,
Amaranth und Taupe oder naturbelasse-
nem Nussbaum erhältlich.
Sinnlich surreal
www.cassina.com Die luxuriöse Designmarke Sé
zeigt Möbel aus drei Kollektionen
in einer Fotoserie dramatisch an-
mutender Stillleben. Im Spiel mit
Licht und Schatten gruppieren
sich Pflanzen, Esswaren, Skulp-
turen und Möbel zu überraschen-

Fotos: Christian Brandstätter (1); Albrecht Schnabel (2)


den Arrangements und wirken
wie cineastische Traumbilder.
www.se-collections.com

2
Floating Cube
Molteni präsentiert den «Floating Cube»:
­einen Würfel, eingeschlossen in einen Glasku-
bus, der über einer Wasserfläche zu schweben
scheint. Konzipiert wurde die Ausstellungs-
plattform von Ron Gilad «als Zimmer ohne
Ein- oder Ausgang, ein unerwarteter Raum
für hängende Kunst». Ausgestellt werden Fo-
tografien der «Quadreria Contemporanea».
www.molteni.it

14 Atrium im Januar/Februar 2018 — Auslese

AT_01_18_BB_Auslese.indd 14 13.11.17 08:05


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Constructive Alps
Entwicklung Alpenraum
Alle zwei Jahre wird der Architekturpreis «Constructive Alps» THE INTERNATIONAL
INTERIORS SHOW
für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen verliehen. Dies
Fotos: Christian Brandstätter (1); Albrecht Schnabel (2)

mit dem Ziel, die Alpen im Sinne der Alpenkonvention zur Mo-
dellregion im Klimaschutz zu entwickeln. Aus 268 Eingaben hat

15.–21.01.2018
die Jury sieben Bauwerke ausgezeichnet und vier prämiert. Die
nominierten Projekte werden noch bis zum 25. Februar in der
Ausstellung «Biwak#20» in der Schweizer Hauptstadt Bern zu
sehen sein. Spannend: Viele der 2017 eingereichten Projekte be-
tonen das gemeinschaftliche Zusammenleben und setzen den
Fokus nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern auch auf die soziale
Dimension von Architektur. MR
Im Januar und Februar finden vereinzelt Anlässe zum Thema statt.
Hinweise unter www.alpinesmuseum.ch; www.constructivealps.net

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SOS BRUTALISMUS
Rettet die Betonmonster!

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Dezember
07. 12.– 11. 12. 2017
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www.lxry.nl Der Begriff Brutalismus bezieht sich auf «béton brut», den französischen Ausdruck für Sicht-
beton. Brutalistische Architektur zelebriert das Rohe, die nackte Konstruktion und ist enorm
Holy Shit Shopping fotogen. Die expressiven Bauten entstanden in einer Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs. Heu-
09. – 10. 12. 2017, Hamburg te droht etlichen der Abriss. Die Rettungskampagne #SOSBrutalism, mit einer Datenbank zu
16. – 17. 12. 2017, Berlin über 1000 Bauten, erweitert daher die Ausstellung ins Internet. Im DAM wird der Brutalismus
www.holyshitshopping.de mit Modellen neu bewertet. Zu sehen sind Bauten aus Japan, Brasilien, dem ehemaligen Jugo-
slawien, Israel und Grossbritannien, wo der New Brutalism erfunden wurde.
Die Ausstellung findet vom 9. November 2017 bis 2. April 2018 im Deutschen Architekturmuseum
(DAM) in Frankfurt am Main statt. www.dam-online.de

Januar
09. – 12. 01. 2018
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12. – 15. 01. 2018


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20. – 22. 01. 2018
Vivanti, Dortmund In der Talgemeinde Fleims in der Region Das Ausstellungsformat «Pure Gold Upcyc-
www.vivanti-messe.de Trentino-Südtirol entwickelten sich Dorf- led! Upgraded!» ist im Rahmen des 100-jäh-
strukturen mit einer ungemein räumlichen rigen Jubiläums des ifa (Institut für Auslands-
24. – 25. 01. 2018 Dichte, hybriden Hauskonglomeraten und beziehungen) entstanden und geht nach
Architect@Work, London mehrdimensional genutzten Strukturen, die Hamburg auf eine weltweite Tournee. «Pure
www.architectatwork.com im heutigen Diskurs aktueller sind denn je. Gold» widmet sich dem Thema Müll und prä-
Die Ausstellung des Künstlers Walter Nieder- sentiert Ansätze zur Verarbeitung, die ein
26. – 29. 01. 2018 mayr zeigt ein dichtes Bild der Dorfagglome- wertvolleres Produkt hervorbringen. Im Fo-
Homi, Milano rationen mit ihren zum Teil anarchisch-wil- kus stehen Gestaltungstendenzen, die den
www.homimilano.com den architektonischen Ausformungen. Umgang mit Abfallmaterialien diskutieren.

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16 Atrium im Januar/Februar 2018 — Agenda ww

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Einblicke Heimtextil Ambiente
Charles und Ray Eames zählen zu den bedeu- Die kommende Heimtextil entführt Besucher Die Konsumgütermesse Ambiente öffnet wie-
tendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Mit wieder in die Welt des Textils. Das Programm- der eine einmalige Produktewelt rund um den
ihren Möbeln, Filmen, Büchern, Ausstellun- Highlight für Design-Interessierte ist der gedeckten Tisch, Geschenk- und Dekorations-
gen und Medieninstallationen beeinflussten sie «Theme Park». Im Trend- und Inspirations- artikel, Schmuck, Fashion sowie Wohnacces-
Generationen von Gestaltern und prägen auch areal dürfen sich Besucher auf eine Fülle an soires. Auch eine Neuheit darf nicht fehlen:
heute noch unsere Alltagskultur. Unter dem Materialinnovationen, Farbtrends und De- Mit dem neuen Filmkonzept erfahren Zu-
Titel «An Eames Celebration» finden parallel sign-Neuheiten freuen. Das übergreifende schauer die Ambiente auf einer anderen emo-
vier Ausstellungen statt, die das Werk des Thema lautet «The Future is urban». Ein be- tionalen Ebene. Zudem bietet die Konsumgü-
­legendären Designerpaares so umfassend wie gleitendes Vortragsprogramm gibt tiefgreifen- termesse viele Events, Trendinszenierungen
nie zuvor vorstellen. de Einblicke in neue Designprojekte. und Preisverleihungen an.

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A R C H I T E K T U R

Kontrast: Die Architekten ordnen das Auditorium an der Stadtgrenze Plasencias dem ruralen Umfeld der Extrmadura zu.

Auf kleinem Fuss


Die Architekten SELGASCANO setzen mit dem Bau eines
so markanten wie leichtfüssigen Auditoriums ein Zeichen für
die Landschaft. Redaktion: Mirjam Rombach, Fotos: Iwan Baan

I
m Norden der autono­ ge als Armenhaus Spaniens, seit dem Bau der heit der Landschaft. Fast 18 Meter Höhenun­
men Region Extrema­ Stierkampfarena im 19. Jahrhundert wurden terschied liegen zwischen Baugrund und Neu­
dura, eine der am in Plasencia keine Grossbauten mehr errich­ stadt, die auf einer künstlich angelegten
dünnsten besiedelten tet. Umso grös­ser ist die Bedeutung des Kon­ Böschung thront. Die Architekten konzipier­
Gegenden Westeuro­ gresshauses der Architekten SelgasCano, das ten ihren Entwurf als Antwort auf diese Plan­
pas, liegt Plasencia. Die 2017 eröffnet wurde. Zwölf Jahre dauerten losigkeit. Mit dem Design in Form eines Fels­
Stadt erstreckt sich zwischen Korkeichen­ Planungs- und Bauzeit, was einerseits der brockens ordnen sie den Bau der ruralen Seite
hainen, dem Schutzgebiet Monte Valcorchero komplexen Ausgangslage, andererseits Finan­ zu. «Wir wollten der umliegenden Landschaft
und dem Río Jerte. Vom historischen Erbe zierungslücken während der Jahre der Fi­ Respekt zollen, der Bau fusst daher auf kleinst­
Plasencias zeugen Kathedralen – vollendete nanzkrise geschuldet war. Das Auditorium möglicher Fläche. Diese Gegend wird bald
und unvollendete – , Aquädukte und Inés steht an der Stadtgrenze zwischen gesichtslo­ Expansionsgebiet sein. So bewahrten wir ein
Suárez, Conquistadora und berühmteste
­ sen Neubauten, errichtet ohne Rücksicht auf Stück Natur, sozusagen als Gegenkraft zu den
Tochter der Stadt. Die Extremadura galt lan­ topologische Gegebenheiten und die Schön­ Bauten, die kommen werden», so José Selgas.

18 Atrium im Januar/Februar 2018 — Architektur

AT_01_18_BD_Architektur.indd 18 13.11.17 08:18


Komplex: Oberlichter erhellen die Räume mit Tageslicht.
Durch sich reflektierende, transparente Boden- und Deckenbereiche
eröffnen sich ständig neue Perspektiven.

Leuchtkraft: Von Westen her ist das Gebäude von weit her
sichtbar. Der 12 Meter hohe Eingangsbereich bietet freie Sicht
auf die Berge der Sierra de Gata.

AT_01_18_BD_Architektur.indd 19 13.11.17 08:18


«Licht, Transparenz und
Natur sind Schlüsselpunkte
in unseren Entwürfen.»
JOSÉ SELGAS, ARCHITEKT

Norden

Verflochten: Obwohl relativ klein, ist


das Gebäude in seiner Kompaktheit 1 Brücke
vermutlich eines der komplexesten 2 Eingang
Werke von SelgasCano. 3 Konzerthalle
4 Bühnenraum
5 Café
6 Ausstellungsbereich
7 Mehrzweckraum

Als eines der kleinsten Kongresshäuser Spani-


ens sollte das Gebäude dennoch maximale
Nutzungsfläche bieten. In ihrer Grösse domi-
niert die Konzerthalle Grundriss und Gefüge.
Die Architekten verringerten das Volumen
über dem Bühnen- und Zuschauerraum, um Westen
darüber eine Reihe flexibel nutzbarer Räume
platzieren zu können. Wie eine Verpackung
legen sich Nebenhalle, Ausstellungsbereich,
Café, Eingangshalle und Komponenten des 7
Zirkulationssystems um die grosse Halle. Das
Zirkulationssystem, bestehend aus spiralartig 5 6
angelegten Rampen und Treppen rund um die 2
Betonschale, verflicht Aussen- und Innenräu- 7
me zu einem kompakten Ganzen. Dies und 1 4
die Verwendung halbtransparenter Kunst-
stoffplatten erleichtern die Klimatisierung der
Räume wesentlich. Die ETFE-Platten bilden 3
eine äussere Schale und sorgen für Licht und
Leichtigkeit. Durch ihre Transparenz verbin-
den sie das Gebäudeinnere eng mit seinem
Umland. «Licht, Transparenz und Natur sind
Schlüsselpunkte in unseren Entwürfen. Die
Platten verwandeln den Bau in ein lebendiges
Wesen», so Selgas. «In der Nacht erkennt man
schemenhafte Gestalten, die sich im Gebäude
auf und ab bewegen. Von den umliegenden Osten
Stras­sen aus ist der Bau von weit her sichtbar,
dient Reisenden in seiner Lumineszenz als
Zeichen und transzendiert spielerisch zwi-
schen Wahrnehmung und Realität.»
Eine Brücke verbindet Eingang und Stras­
se, da diese – aufgrund der künstlich angeleg-
ten Böschung – meterhoch über dem Bau-
grund liegt. Die orange Gangway mündet in
eine hohe Öffnung derselben Farbe. In diesem
Zwischenraum fliessen Stadt und Land inein-
ander, wie ein Fenster öffnet er den Blick auf
die Berge der Extremadura. 

www.selgascano.net

20 Atrium im Januar/Februar 2018 — Architektur

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wird «Mito sospeso» phärisch, mythisch, äs-
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und gedimmt. Wege im Leuchtende-
sign. Wie ein kunstvoll
9
gearbeitetes Schmuck-
stück verführt «Mito» durch Eleganz und
Leichtigkeit. Es ist die Liebe zum Detail, die

M
die Silhouette der Leuchte prägt. Der fein de-
finierte «cut» ist ihr charakteristisches Merk-
mal; die hochwertige Verarbeitung kommt
hier besonders gut zur Geltung. «Mito» ist in
sechs verschiedenen Oberflächen erhältlich.

T
Die neuen, edlen und warmen Töne wie
«Bronze» oder «Rose gold» begeistern und
lassen «Mito» zum Blickfang in jedem Inte-
rior Design werden.
«Mito» ist als Decken-, Raum- oder
­Pendelleuchte erhältlich. Die Steuerung der
Pendelleuchte «Mito sospeso» erfolgt be­
rührungslos und direkt dort, wo das Licht
entsteht: am Leuchtenkopf. Dank innovati-
ver Sensorik wird das Licht per Geste ge-
schaltet, gedimmt oder über die «fading»- E
Funktion stufenlos zwischen Up- und
Downlight verteilt. Alternativ kann «Mito»
D
über die Occhio-Air-App oder den Air-Con-
troller reguliert werden. Ein neues Feature
ist «color tune» zur situativen Einstellung
der Farbtemperatur. Damit
passt sich das Licht prak-
tisch jeder Stimmung an –
von anregendem kühlem
Arbeitslicht bis zu warmer
Lichtatmosphäre für ent-
spannte Abendstunden. Die
Lichtfarbe ist dabei stufen-
los zwischen 2700 und 4000
Kelvin wählbar.
Aufgrund der verschie-
denen ausgeklügelten
Lichtwirkungen wie bei-
spielsweise gerichtetes
Topmodern: Decken-, blendfreies Licht ist «Mito»
Raum- und Pendel- sowohl für den Wohn- als
leuchten verfügen über auch für den Objektbereich
«color tune» zur bestens geeignet. Zudem
situativen Einstellung Augenfällig: Ob einzeln oder in können dank einseitig oder
der Farbtemperatur. Gruppen, das schlichte, elegante Design beidseitig abstrahlendem
der «Mito» ist ein Blickfang. Licht unterschiedliche Sze-
narien kreiert werden, da
Up- und Downlight ge-
trennt voneinander bedienbar sind. «Mito»
wird optional mit einer einzigartigen Höhen-

Schmuckstück verstellung geliefert: Dank eines raffinierten


Aufrollmechanismus kann die Pendellänge
jederzeit bequem und präzise eingestellt wer-
den. Wie durch Magie verlängern oder ver-
Die Leuchtenserie «Mito» von OCCHIO ist kürzen sich dabei die Kabel absolut gleich-
mässig und leichtgängig. Auch die Jury des
eine gelungene Symbiose aus sinnlichem
Fotos: Occhio

German Design Award war von «Mito»


rundum begeistert und prämierte die anmu-
Design und technischer Raffinesse. tige Leuchtenserie mit Gold.

Redaktion: Cornelia Etter www.occhio.de

22 Atrium im Januar/Februar 2018 — Design

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B
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125 Jahre
Friedemir Poggenpohl:
Er formulierte den Leitspruch
«Wir wollen die Küche besser
Poggenpohl
machen» bereits Ende des
vorletzten Jahrhunderts.
Von einer Tischlerei hin zur ältesten und
bekanntesten Küchenmarke der Welt.

P
oggenpohl ist der Küchenhersteller mit der wohl weltweit längsten Tra-
dition. Seit 125 Jahren entwirft und fertigt das Unternehmen am Stand-
ort Herford in Nordrhein-Westfalen. «Wir wollen die Küche besser
­machen», diesen Leitspruch formulierte der Gründer F ­ riedemir
­Poggenpohl (1859–1924) bereits Ende des vorletzten Jahrhunderts. Und
fortan wurde Innovation zur Maxime des Unternehmens. Doch mit dem
Namen Poggenpohl verbindet man neben Innovation herausragendes Design und hohe Funk-
tionalität. 1950 stellte Poggenpohl die erste in Serie gefertigte Anbauküche unter dem Namen
«form 1000» vor. Zwei Jahre später präsentierte das Unternehmen die weltweit erste Einbau-
küche. Diese wurde wegweisend für viele nachfolgende Küchengenerationen. 1967 brachte
Poggenpohl die erste Kücheninsel auf den Markt. Eine brillante Idee, die heute zum Stan-
dardrepertoire aller Luxus-Küchen­hersteller gehört. Auf der stetigen Suche nach Weiterent-
wicklungsmöglichkeiten für die Einbauküche entstand 1970 in Zusammenarbeit mit dem
­Designer Luigi Colani und dem Institut für Umweltphysiologie das «experiment 70», die
­futuristische Studie einer Kugelküche. Mit innovativen Entwicklungen setzt Poggenpohl im-
«+MODO»: Spielt mit offenen mer wieder wichtige Akzente. Poggenpohl-Designkonzepte wie «+MODO», «+S­EGMENTO»
und geschlossenen Elementen. oder die Kooperationen mit dem Studio F. A. Porsche setzen Massstäbe im Luxus­küchensegment.
Mittlerweile exportiert Poggenpohl seine Küchen in über 70 Länder. AS
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24 Atrium im Januar/Februar 2018 — Jubiläum

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Beliebt: In der Einkaufsmeile


Buchanan Street reihen sich architek-
tonische Highlights und exklusive
Geschäfte aneinander.

Fotos: Glasgow School of Art; Nils Hasenau; The Huntarian, University of Glasgow (2); Alan McAteer; University of Glasgow
as für eine Stadt! Pulsie-
rend, freundlich und
äusserst reich an kultu-
rellem Erbe. Die mit
600 000 Einwohnern
grösste Stadt Schott-
lands empfängt Reisende wenn nicht mit über-
ragendem Wetter dann zumindest mit grünen
Parks, den Flüssen Clyde und Kelvin und Hog-
warts-Charme. Sie überzeugt mit zeitgenössi-
scher Kunst, Design und Musik ebenso wie mit
viktorianischer Architektur und den Art-nou-
veau-Bauten von Charles Rennie ­Mackintosh
(CRM). Zudem wartet Glasgow mit vier Uni-
versitäten, einer der grössten Civic-Art-Samm-

Long Live Mackintosh! lungen Europas und über 20  Museen und
Kunstgalerien von Weltrang auf, von denen
viele kostenlos besucht werden können. Diese
erfreuliche Tatsache macht Glasgow umso
sympathischer, weil Kunst und Kultur dadurch
2018 feiert Glasgow den 150. Geburtstag allen zugänglich und sozusagen in der DNA
der Glasgower verankert ist.
ihres berühmtesten Sohnes: Architekt und «Kunst ist die Blume. Das Leben das grü-
ne Blatt», lautet ein Zitat von Charles Rennie
Designer Charles Rennie Mackintosh. Mackintosh, der 2018 seinen 150. Geburtstag
feiern würde und dem die Stadt einige der
Redaktion: Cornelia Etter schönsten Bauten zu verdanken hat. Charles

26 Atrium im Januar/Februar 2018 — Reisen

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Rennie Mackintosh wurde 1868 in Glasgow ge- Seiner Zeit voraus:
boren und entwickelte sich zu einer der krea- Charles Rennie
tivsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Mackintosh
Zudem war er eine Leitfigur in der europäi- (1868–1928) war ein
schen Art-nouveau- oder Jugendstil-Bewe- begnadeter Architekt
gung. Der Architekt, Designer und Künstler und visionärer
hinterlässt ein herausragendes Werk und wird Künstler.
als Begründer des Glasgow Style
gefeiert. Dies ist ein unverwechsel-
barer Stil dekorativer Kunst, den
Glasgower Künstler und Designer
zwischen 1890 und 1920 prakti- Einmalig: Die für die Free Church of
ziert haben. Der Glasgow Style Scotland entworfene Queen’s Cross ist
wurde von vielen Designern um CRMs einziger realisierter Kirchenneubau
die Glasgow School of Art geprägt. in seiner Karriere.
Er war Grossbritanniens Beitrag
zur europäischen Art nouveau und
Schottlands wesentlicher Beitrag
zur Arts-and-Crafts-Bewegung. Talentschmiede: Die in
Die wegweisende Jugenstil- zwei Teilen erbaute
Kunst von Charles Rennie Glasgow School of Art
­Mackintosh lässt sich überall in (links) gilt als CRMs
Glasgow bewundern. Allen voran Meisterwerk. Rechts das
sein Meisterwerk, die Glasgow kontrastierende
School of Art. Aber auch Ge­ Erweiterungsgebäude
bäude wie The Lighthouse, von Steven Holl.
­Mackintosh House, House for an
Art Lover, Glasgow Art Club und Queen’s
Cross, die einzige Kirche, die der Architekt
geschaffen hat, sollte man sich unbedingt an-
sehen. Im Juni 2018 sollten zudem die be-
rühmten Willow Tea Rooms originalgetreu
restauriert worden sein – auch dies ein Must
für Mackintosh-Fans. D ­ irekt daneben wird
ein interaktives Informationszentrum eröff-
net, das detailliert über das Leben und die
Kunst des vielbegabten Mannes und seiner
Fotos: Glasgow School of Art; Nils Hasenau; The Huntarian, University of Glasgow (2); Alan McAteer; University of Glasgow

ebenfalls künstlerisch v­ersierten Ehefrau


­Margaret Macdonald Auskunft geben wird.
Die Glasgow Museums werden das bedeu-
tende Jubiläumsjahr mit einem breit gefächer-
ten Programm und zahlreichen Spezialveran-
staltungen feiern. Herzstück der Feierlichkeiten Zeitzeuge: Das Mackintosh
wird eine temporäre internationale Ausstellung House der Hunterian Art Gallery
in der Kelvingrove Art Gallery und Museum ist ein Gesamtkunstwerk, das
sein. Darin werden Objekte im Zusammen- CRM mit seiner Frau Margaret
hang mit Mackintosh und dem Glasgow Style Macdonald erschaffen hat.
aus dem reichen Fundus der Glasgow Museen
zu sehen sein – viele davon zum ersten Mal seit
vielen Jahren – angereichert mit Leihgaben aus
privaten und institutionellen Sammlungen. Im
Sommer 2019 sollte dann auch die Glasgow
School of Art, von der ein Teil der Bibliothek
2014 durch einen Brand schwer beschädigt
worden war, wieder für die Öffentlichkeit und
ab September für die Kunststudenten zugäng-
lich sein. Also, Glasgow unbedingt auf die Lis-
te der nächsten Reiseziele setzen, entweder
2018 oder dann spätestens ab Sommer 2019.

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www.mackintosh-architecture.gla.ac.uk
www.crmsociety.com Stilvoll: CRM war nicht nur
www.peoplemakeglasgow.com ein Ausnahmearchitekt, sondern
auch ein versierter Möbeldesigner
und Kunsthandwerker.

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Nichts wie hin!

S
Glasgow erfindet sich immer wieder neu. Wer sich für zeitgenössische
Kunst, Design oder für Musik interessiert, ist hier an der richtigen
Adresse. Auch die Bar- und Restaurantszene hat einiges auf Lager.

c
RIVERSIDE MUSEUM GREAT WESTERN ROAD PORTER & SONS

Museen Shopping Food

RIVERSIDE MUSEUM PAULIN PORTER & RYE


Das Riverside war das Europäische Museum Paulin ist eine britische Uhrenmarke mit Porter & Rye ist im Foodie-Viertel Finnies-
des Jahres 2013. Das spektakuläre Wahrzei- Atelier und Verkaufsgeschäft in Glasgows ton angesiedelt, direkt neben dem gleichna-
chen im Hafenviertel wurde von der renom- hippem West-End-Viertel. Die drei Schwes- migen Schwesterrestaurant. Das Geschäft ist
mierten Architektin Zaha Hadid entworfen. tern produzieren seit 2014 erstklassige U
­ hren auf Dry-Aged Beef spezialisiert und bietet
www.glasgowlife.org.uk/museums in zeitgemässem Design. hochwertiges Fleisch in allen erdenklichen
www.paulinwatches.com Formen an. www.porterandrye.com
GALLERY OF MODERN ART
Das GOMA befindet sich in einem eleganten TIMOROUS BEASTIES KEMBER & JONES
neoklassizistischen Gebäude im Herzen Glas- Die Gründer von Timorous Beasties, Alistair Claire Jones aus Glasgow und Phil Kember
gows. In den temporären Ausstellungen wer- McAuley and Paul Simmons, sind Abgänger aus Portsmouth haben 2004 ein kleines Fine Fotos: Culture and Sport Glasgow (Museum); Nils Hasenau (2)

den zeitgenössische Werke lokaler, nationaler der Glasgow School of Art. Ihr Shop ist eine Food Imperium gegründet. In ihrem Shop
und internationaler Künstler präsentiert. Fundgrube für eigenwillige und farben­frohe und Café bieten sie erstklassiges Essen an –
www.glasgowlife.org.uk/museums Kissen, Teppiche, Möbel und Lampen. zum sofort Geniessen oder Mitnehmen.
www.timorousbeasties.com www.kemberandjones.co.uk
LIGHTHOUSE
Das Lighthouse, Schottlands Zentrum für 18 MONTROSE THE GANNET
Design und Architektur, ist Besucherzent- Ein Shop für Frauen und Männer auf der Su- The Gannet im pulsierenden Finnieston
rum, Ausstellungsraum und Veranstaltungs- che nach den neusten britischen Modetrends. bringt das Beste an saisonalen schottischen
ort zugleich. Das ehemalige Gebäude des 18 Montrose umfasst ein breites Angebot von Produkten auf die warmen Teller. Und das
«Glasgow Herald» war Charles Rennie Schuhen über Kleidung bis zu Accessoires. in einem gemütlichen Lokal mit freund­
­Mackintoshs erster öffentlicher Auftrag. Ergibt auch schöne Mitbringsel. licher Bedienung in einer ungezwungenen
www.thelighthouse.co.uk www.18montrose.com Atmosphäre. www.thegannetgla.com

28 Atrium im Januar/Februar 2018 — Reisen

AT_01_18_BF_Reisen_Glasgow.indd 28 13.11.17 08:22


Geberit AquaClean Sela
Das WC, das Sie mit Wasser reinigt.

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B Ü C H E R

Eigenständig: Mit Stoff und


Spiegeln, aber auch mit
anderen Materialien schufen
die beiden Gestalter überra-
schende Werke – oft mit
ironischer Note.

KULTUR DER FORMGEBUNG


Eine Annäherung an das Œuvre von Trix und
Robert Haussmann. Redaktion: Mirjam Rombach

W
enig pathetisch be- private und berufliche Partnerschaft 1967.
schreiben die Architek- Über die Jahre schufen sie ein international be-
ten und Designer achtetes Werk von einer Vielseitigkeit und
Haussmann in einer li- Qualität, das in seiner theoretischen Fundie-
terarischen Miniatur rung und seinem kritischen Potenzial einzig-
den dialogischen Pro- artig ist im schweizerischen Kontext. Auf der
zess ihres Schaffens. «Täglicher Dialog in der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln jenseits
«Allgemeinen Entwurfsanstalt»: Man sollte. der Moderne wurden die Haussmanns in der
Sollte man? Jemand sollte. Wer sollte? Machst Geschichte fündig, insbesondere in der Kunst
du es? Mach du es! Das kannst du besser! des Manierismus. Ihre Möbelpersiflagen sind
Kann ich das besser? Ich kann es nicht. Je- Ikonen der Funktionalismuskritik.
mand muss es machen. Muss ich es machen?
Muss es sein? Es muss sein. Wenn es sein muss. Gabriela Güntert, Bruno Maurer & Arthur
Ich mache es. Ich mache es. Wir machen es.» Rüegg, gta Verlag, 380 Seiten, 973 Bilder,
Trix und Robert Haussmann begannen ihre EUR 130,–

30 Atrium im Januar/Februar 2018 — Bücher

AT_01_18_BG_Buecher.indd 30 13.11.17 08:30


Inland
Das Prinzip Einfach bauen 9. – 13. 2. 2018
Sonntagsbraten mit Beton
Slow Food einmal anders:­ Kein Wunder, dass Beton in den
Brand verleiht Klassikern der letzten Jahren mehr und mehr
gutbürgerlichen Küche eine Anhänger in der Einfamilien-
neue Note. Der Fernsehkoch lie- haus-Architektur gewonnen

DU: 04.09v.2017
fert kreative Rezepte für jeden hat. Das Material hat sein «un-
Wochentag; Fleisch kommt terkühltes» Image längst verlo-
nicht täglich auf den Tisch, son- ren, kein anderer Baustoff ist
dern wird als Braten beim Sonn- derart vielseitig anwendbar. Die
tagsessen zelebriert. Im Fokus Auswahl der 30 besten Einfami-
steht der bewusste Umgang mit lienhäuser aus Beton im deutsch-
saisonalen und nachhaltigen Le- sprachigen Raum demonstriert
bensmitteln, Einblicke in Pro- die vielseitigen Gestaltungsmög-
duktionsstätten inklusive. lichkeiten dieses Materials.
Christoph Brand, EMF Verlag, Andreas K. Vetter, Callwey, 160
176 Seiten, Farbband, Seiten, 343 Farbbilder, Zeich-
EUR 29,99 nungen & Pläne, EUR 59,95

Wie ist es, ein Teil eines Zaubers zu sein.

65855_AM_Image_Atrium_111x297 • FOGRA 39 • CMYK • tg: 07.09.2017


Was ist die Formel für gutes Design.
Was ist Qualität und wie misst man den Glanz.
Wie wird der Alltag zum täglichen Tanz.

Was macht das Zuhause zum wichtigsten Ort.


Nomads Holz- Was ist so viel mehr als ein alltägliches Wort.
Land Architektur Was ist ein Trend und wo findet er statt.
Wie nennt man ein Rätsel, das viele Lösungen hat.
Kasachische Nomaden zwi- Vor nicht allzu langer Zeit be-
schen Ost und West, Sowjetära stand die Zukunft noch aus Be-
und Gegenwart: Der Fotograf ton und Stahl; Holz spielte in der
erzählt in seinen Bildern von ei- modernen Architektur eine Ambiente, the show.
ner Wanderung, die im ur- Aus­senseiterrolle. Dank neuer
sprünglichen «Nomads Land» Herstellungstechniken und öko-
beginnt und in den Städten Ka- logischer Vorteile erlebt Holz
sachstans endet. Die Facetten nun eine Wiedergeburt als
dieses Staates mit über hundert zeitgemäs­ses Baumaterial. Der-
Ethnien werden spürbar. Eine Autor erkundet, wie Architek-
Untersuchung von Kontinuität, ten mit diesem Material arbeiten
Zerfall und Neuanfang einer und stellt eine breite Palette an
postsozialistischen Gesellschaft. Gebäudetypen vor.
Dieter Seitz, Hatje Cantz, Philip Jodidio, Taschen Verlag,
160 Seiten, 103 Abbildungen, 2 Bände im Schuber, 656 Seiten,
EUR 40,– EUR 39,90

AT_01_18_BG_Buecher.indd 31 13.11.17 08:30


Foto: Interio
1
Bolia: Der ideale Sessel,
um es sich vor dem Kamin
gemütlich zu machen.
www.bolia.com

2
Walter Vintage: Die Mondphasen,
für einmal zu sehen als harmoni-
sches Farbenspiel.
www.walterwalter.ch

3
Westwing: Das Schaffell für

1
kuschelige Stunden gibt es in
diversen Farben und Grössen.
www.westwingnow.de

4
Aesop: Sanfte Pflege für strapazier-
te Haut an kalten Wintertagen.
www.aesop.com
2 Wunschliste
Inspiration für all jene, die noch auf der
Suche nach dem richtigen Geschenk sind.
Redaktion: Carina Iten

3
4

32 Atrium im Januar/Februar 2018 — Geschenke

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 32 13.11.17 08:34


5
7

5
Neo/Craft: Die «Camo»-Tische in
8
verschiedenen Grössen und
Materialien sind inspiriert vom
Camouflage-Muster und lassen sich
zu beliebigen Kompositionen
anordnen. www.neocraft.com

6 9 10
Muuto: Die Vase «Elevated» gibt
es in drei sinnlichen Farben, der
Boden ist aus Eschenholz und der
Körper aus mundgeblasenem Glas.
11
www.muuto.com

7
Petite Friture: Der Spiegel
«Francis» ist mit seinen
­Farbklecksen auch als Wand-
schmuck ein Hingucker.
www.petitefriture.com

8
Hay: Damit wichtige Termine und
Geburtstage im nächsten Jahr
einmal nicht vergessen gehen.
www.hay.dk

9
Normann Copenhagen:
Frische Kräutertees schmecken
nicht nur besser, sondern lassen sich 11
in diesen originellen Teefiltern auch Schlossberg: Das fantasievolle
praktisch zubereiten. Winterdessin «Bimbam vert» ist
www.normann-copenhagen.com eine Hommage an die gemütlichen
Stunden der kommenden Weih-
10 nachts- und Wintertage.
Lakrids: Genug von Weihnachts- www.schlossberg.ch
schokolade? Die Lakrids-Kugeln
gibt es in exotischen Aromen, etwa 12
mit Himbeere und weisser Dorling Kindersley Verlag:
Schokolade oder mit salzigem Einmal Gemüse schnipseln, alles in
Karamell. einen Topf werfen und fertig ist das
de.lakrids.nu Wintermenu. Guten Appetit!
12 www.dorlingkindersley.de

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 33 13.11.17 08:34


1
Petite Friture: Die humorvollen
1
Leuchten «So-Sage» von Sam
Baron hängen wie glühende
Würste von der Decke.
www.petitefriture.com

Foto: Warren Heath/Bureaux


Vitra: Der Eames-Elefant eignet
sich als Spielzeug oder als dekorati-
ves Objekt, denn er passt nicht nur
ins Kinderzimmer. www.vitra.com

3
Design House Stockholm: Das
«Knot»-Kissen macht sich nicht
nur gut auf dem Sofa, sondern ist
auch wollig-weich.
www.ikarus.de

4
Oy Oy: Für alle, die keinen
Kitsch mögen, aber auf Kerzen-
schein nicht verzichten wollen.
www.oyoy.dk

5
Sennheiser: Optimale
Klangqualität für unterwegs.
www.sennheiser.com 2

3 5

4 Schneekönigin oder Schwarzer Peter:


Hier findet jeder das Passende.

34 Atrium im Januar/Februar 2018 — Geschenke

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 34 13.11.17 08:34


7
6
6
Elina Ulvio: Die flexible «KUU»-
Leuchte tanzt nach Belieben um
die eigene Achse und kommt in
Schwarz oder Weiss daher.
www.elinaulvio.fi

7
8
BoConcept: Das «Opart»-Plaid
sorgt an kalten Tagen für sanfte
Wärme. www.boconcept.com

8
Normann Copenhagen: Die
Salz- und Pfefferstreuer sind auch
amüsante Tischkumpane.
www.normann-copenhagen.com
9
9
Wittmann: Den edlen Couchtisch
«DD» von Jamie Hayon gibt es
wahlweise mit Oberfläche aus
Marmor oder Leder.
www.wittmann.at

10
10
Fritz Hansen: Der Designklassiker
von Arne Jacobsen kommt für
kurze Zeit und in limitierter
Auflage in blauem Samt.
www.fritzhansen.com

11
Nomos: «Ahoi» ist die sportliche
Interpretation der Uhr «Tangente».
11
www.nomos-store.com

12
Hermès: Zu keiner Jahreszeit ist
dieser elegante Kopfschmuck
passender. www.hermes.com 13
14
Faber Castell: Mit dem edlen
Füllfederhalter der Classic-Serie
«Macassar» lassen sich nicht nur
Unterschriften setzen, sondern auch
Liebesbriefe verfassen.
www.faber-castell.ch

12
14
Sigg: Man muss kein Wassertrinker
sein, auch Tee oder eine XXL-Tasse
15
Kaffee lassen sich, dank hitze-
beständigem Borosilikatglas,
transportieren. www.sigg.ch

15
Dorling Kindersley Verlag: Für
Whisky-Liebhaber und alle, die es
noch werden möchten.

13
www.dorlingkindersley.de

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 35 13.11.17 08:34


1
Muuto: Hängen keine Jacken an
den Wandhaken, verwandeln sie
sich in ein raffiniertes Wandbild.
www.muuto.com

2
B&O: Der Lautsprecher «Beo-
Sound 2» überzeugt mit einmaliger
Klangnote und passt erst noch zur
1
Weihnachtsdekoration.
www.bang-olufsen.de

3
Menu: In die «Échasse Bowl» passt
von Obst über Blumen bis
Accessoires alles hinein.
www.menu.as

Foto: Interio
2
3
4
String: Das Regal im neuen
Farbton Senfgelb wirkt dezent und
überraschend zugleich.
www.string.se

k e , d ie ih re S tr a h lk raft auch im 5
Geschen n. Villeroy&Boch:

Januar nicht verliere Die edlen Gläser passen nicht nur


zu den Feiertagen, sondern finden
bestimmt auch während des
Jahres Verwendung.
www.villeroy-boch.de

4 Susanne Kaufmann:
Eine Auswahl dreier wohl-
tuender Badeöle.
www.susannekaufmann.com

5 6
7
36 Atrium im Januar/Februar 2018 — Geschenke

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 36 13.11.17 08:34


7
8 Entdecken
Kartell: Der Sessel «Be Bop»
mischt Elemente afrikanischer Sie die
Welt von
Hocker mit jenen der goldenen
Jahre des amerikanischen Designs.

PLEXIGLAS®
www.kartell.com

8
House Doctor:
Die Vase ist ein Allrounder und
wirkt mit Blumen genauso gut wie
als Dekoelement. Original PLEXIGLAS® ist eines der
www.wayfair.de hochwertigsten und anpassungs-
fähigsten Acrylgläser der Welt.
9 Lesen Sie hier, wie sich Designer,
Vitra: Die verspielten Ornamente Architekten, Entwickler und andere
stammen aus den Entwürfen von Anwender von dem Markenprodukt
Alexander Girard und passen nicht
nur zur Weihnachtszeit.
www.vitra.de
9 von Evonik inspirieren ließen, um
ihr Projekt zu realisieren:
www.world-of-plexiglas.com

10
Zone: Der «Peili»-Nussknacker
sieht auf dem Tisch dekorativ aus,
ist komfortabel in der Handhabung
und knackt die hartnäckigste Nuss. 10
11
www.zonedenmark.dk

11
DESIGN
Panasonic: Der kabellose Over-
Ear-Kopfhörer «RP-HTX80B» ist
etwas für Musik- und Modefans.
www.panasonic.de

12 ???? OBERFLÄCHEN FÜR MÖBEL UND WÄNDE


EDLE
Brandstätter Verlag: In diesem
Kochbuch finden Sie leckere und
gesunde Rezepte ohne Zucker, ARCHITEKTUR

dafür mit Honig!


www.brandstaetterverlag.com

12 LEUCHTENDE FASSADE ALS BLICKFANG


IM WERBEDSCHUNGEL

13 13
Stelton: Die beliebte Teekanne
gibts auch in Schwarz oder Braun
KUNST

metallic oder in diesem festlichn


Gold. www.stelton.com

14 WENN AUS VERARBEITUNG KUNST WIRD


Bohicket: Das Plaid «Golden
Horizon» aus Kid Mohair und
Seide vergoldet dunkle Wintertage. TECHNIK

www.bohicket.de

ABTAUCHEN INS GREAT BARRIER REEF

14

AT_01_18_BM_Geschenke.indd 37 13.11.17 08:35


Von der Terrasse aus hat man
einen wunderbaren Blick aufs
Bergpanorama. (Stühle: Vintage;
Sitzbank mit Kissen: Frohsinn;
«Donut»-Hocker: Mogg)

38

AT_01_18_CA_Arosa.indd 38 13.11.17 08:37


Refugium
Mit feinem Gespür für Details hat Claudia
Silberschmidt aus einem 1970er-Chalet in Arosa einen
Rückzugsort für ihre Familie erschaffen.
Text: Jeremy Callaghan, Fotos: Gaelle Le Boulicaut, Redaktion und Übersetzung: Carina Iten

AT_01_18_CA_Arosa.indd 39 13.11.17 08:37


Die Kupferwürfel, die als
Tische dienen, stammen vom
britischen Künstler Paul
Kelley und sind wie die
Papagei-Leuchte bei
Frohsinn Zürich erhältlich.

A
rosa ist eine der belieb-
testen Winterdestinati-
onen der Schweiz. Von
Zürich aus ist das
Bündner Dorf auf 1800
Metern über Meer in
knapp zwei Autostunden erreichbar. Es liegt
also nahe genug, dass die Anfahrt nicht viel
Zeit in Anspruch nimmt, und doch weit g­ enug
weg, um sich mitten in der Bergwelt wieder-
zufinden. So erstaunt es kaum, dass sich
hier  auch die Inhaberin von Atelier Zürich,
Claudia Silberschmidt, ein heimeliges Winter-
refugium erschaffen hat.
Das Haus mit Charakter hat eine
Ihre Verbindung zum Dorf Arosa reicht
allerdings weit in die Vergangenheit zurück,
ideale Grösse und liegt an einmaliger
als das Haus noch keine grosse Rolle spielte. Lage direkt an der Skipiste ohne
Denn der Urgrossvater von Claudia Silber-
schmidt war der Architekt des bekannten Verkehr – nur pure Natur.
Valsana-­Hotels beim Dorfeingang, das ihr
Grossvater später als Hotelier führte. Da ihr
Vater selbst in Arosa geboren wurde und auf-
wuchs, verbrachte sie als Kind oft ihre Ferien
in Arosa. Das Chalet entdeckte sie erst vor
etwa 25 Jahren. Sie erinnert sich aber noch gut,
dass sie sich im Innern sofort wie zu Hause
fühlte. Seither ging ihr und ihrem Mann das
Haus nicht mehr aus dem Kopf.

40 Atrium im Januar/Februar 2018 — Arosa (CH)

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Die Wand zwischen Küche
und Wohnzimmer wurde
entfernt. Hier steht nun ein
selbst entworfener Tisch aus
Fichtenholz. (Sofa: Living
Divani, gepolstert mit Stoff
von Andrew Martin;
Loungesessel: Baxter)

Die orangefarbene Sitzbank ist


massgefertigt und passt zur
Polsterbank, die von Atelier
Zürich entworfen wurde.

AT_01_18_CA_Arosa.indd 41 13.11.17 08:37


Das Bogenfenster war bereits
vorhanden, öffnete sich aber in der
Mitte. Alle Fenster wurden ersetzt,
und die umliegende Wand wurde
dunkler bemalt.

«Das Haus ist an sich keine besondere Schön-


heit, aber es hat Charakter, besitzt eine ideale
Grösse und liegt an einer einzigartigen Lage»,
schwärmt Claudia Silberschmidt. Das Haus
liegt direkt an der Skipiste ohne Verkehr – nur
pure Natur.
Als sich im Winter 2016 die Möglichkeit
bot, das Haus zu kaufen, schlugen Claudia
­Silberschmidt und ihr Mann zu und verbrach-
ten den ganzen Winter gar noch mit der alten
Ausstattung und den Möbeln aus den 70er-Jah-
ren. In dieser Zeit konnten sie den Charakter
des Hauses förmlich aufsaugen und das Inte-
rior nach ihren eigenen Wünschen entwerfen.
Ihr Anspruch war es, die ursprüngliche Iden-
tität des Chalets zu bewahren, denn diese hat-
te sie ja auch in erster Linie überzeugt, das
Haus zu kaufen. «Wir wollten den Charakter
und die Atmosphäre der 70er-Jahre erhalten,
ohne einen ‹Alpenchic›-Look darüberzu­legen, Die neue Küchensituation mit der Eckbank
dennoch wollten wir es auffrischen.» um den Tisch ist wiederum eine Anlehnung
an die 1970er-Jahre. Der massgefertigte Tisch
Raum für Interaktionen wurde von einem Holzstapel inspiriert, den
Claudia Silberschmidt eines Tages während
Nebst den vielen kleinen kosmetischen Kor- der Fahrt nach Arosa gesehen hatte. «Ich
rekturen mussten auch ein paar Veränderun- wollte keinen Designtisch. Nur etwas sehr
gen an der Struktur vorgenommen werden. Einfaches. Die Idee war auch, dass all das
Die grösste Veränderung war der Durchbruch neue natürliche Fichtenholz, das wir im In-
von der Küche zum Wohnzimmer. Früher nenraum verwendet haben, hell und selbst-
waren die beiden Räume unterteilt, heute sind verständlich im Kontrast zu den dunklen
sie offen und lassen Platz für Interaktionen. Wänden und Decken sein musste», so Silber-
Ein Badezimmer wurde grosszügiger gestal- schmidt. Die Tischinstallation umschliesst
tet, zudem wurde die Treppe in der zweiten eine tragende Säule und trennt das Wohn-
Etage verschoben, damit das Schlafzimmer im zimmer ­physisch von der Küche ab. Die ge-
obersten Stockwerk mehr Platz bekommt. sellige Bar-Style-Oberfläche zeigt sich in kon-

42 Atrium im Januar/Februar 2018 — Arosa (CH)

AT_01_18_CA_Arosa.indd 42 13.11.17 08:37


Der massgefertigte Tisch wurde von
einem Holzstapel inspiriert, den
Claudia Silberschmidt während der
Fahrt nach Arosa gesehen hatte.

Der Blick auf die Berge ist


atemberaubend. Deshalb wurde das
Innere des Hauses sehr ruhig und
dezent gehalten. Alle Wände sind in
einem Grauton und die Dekoration
in Blau- und Rottönen gehalten.

Claudia Silberschmidt liebt Details.


Die Ledergriffe in der Küche sind
ein gutes Beispiel dafür. Diese sind
bald online bei Frohsinn verfügbar.

AT_01_18_CA_Arosa.indd 43 13.11.17 08:38


Das Badezimmer ist eine Mischung
aus traditioneller Eleganz und alten
Hölzern. Im Zentrum stehen der
Waschtisch und ein Spiegel von
Atelier Zürich. (Wandleuchte: Davey
Lighting; Waschbecken: Alape;
Armaturen: Dornbracht; Holzregal:
Vintage; Badartikel: La Bruket)

Vom Schlafzimmer geniessen die


Bewohner einen herrlichen Blick
in die Bergwelt. Die Bettwäsche
ist von Kardelen Schweden.

Der Stil liegt zwischen dem


amerikanischen Navajo
und dem modernen Schweizer
Alpenstil der 70er-Jahre.

44 Atrium im Januar/Februar 2018 — Arosa (CH)

AT_01_18_CA_Arosa.indd 44 13.11.17 08:38


trastreicher Leichtigkeit zur dunklen Küche. Interessanterweise wählte Claudia Silber­
Hier versammeln sich auch gerne mal Freun­ schmidt mit ihrem Mann dunkle Rahmen, die
de rundherum, die beim Kochen helfen oder die ­Natur und die Landschaft in den Vorder­
einen Drink nehmen. grund rücken. Das Schauspiel der schönen
aber mächtigen Bergwelt ist so auch im Inne­
Mut zur dunklen Farbe ren stets gegenwärtig. «Ich würde ­sagen, der
Interieurstil liegt irgendwo zwischen dem
Die Holztäfelung des Wohnzimmers wurde amerikanischen Navajo und dem modernen
nicht nur erhalten, sondern ebenso grau be­ Schweizer Alpenstil der 1970er-Jahre mit
malt wie die Wände. Ihr Relief wurde mit per­ ­einer guten Portion Humor», sagt Claudia
sischblauen Akzenten versehen. ­Silberschmidt. Sie macht eine Pause und fügt
«Viele haben Angst davor, dunkle Farben dann hinzu, «wenn wir hier ankommen, lie­
in Innenwänden zu verwenden. Aber ich bin ben wir es einfach. Das Haus ist einladend,
überzeugt, dass sich in diesem Raum niemand einfach, charmant und praktisch. Perfekt, um
unwohl fühlt, weil wir die dunkle Farbe mit sich zu erholen.» ——
hellen und fröhlichen Details kombiniert
­haben», fügt Claudia Silberschmidt an. «Tat­
sächlich lässt die dunkle Farbe den Raum
grös­ser wirken, weil alle Konturen und Reli­
efs in der Monofarbe verloren gehen. Ich bin
nicht gegen Farben, aber mit diesem neutra­
len Farbschema wird es in Zukunft einfacher
sein, etwas zu ändern. So kann ich die deko­
rativen Elemente wie etwa die Tischlampe,
den Teppich, Kissen austauschen und muss
nicht das ganze Haus neu anstreichen.»

Kupferdetails

Eine raumhohe Regalwand mit vielen Stau­


flächen umspannt die Küche und den Wohn­
bereich und verbindet sich mit der Giebelde­
cke. Sie enthält eine Auswahl an alten und
modernen Kupferutensilien, die symbolisch
eine Verbindung mit Tradition, Zeitlosigkeit
und gut zubereiteter Küche herstellen. Auch
Kupfer wirkt in Claudia Silberschmidts De­
kormix als optische Verbindung und erscheint
als DWC-Leuchten über der Zubereitungsflä­
che in der Küche oder als traditionelle Milch­
behälter auf der Treppe.
Ein weiterer wichtiger Punkt war der
Austausch der veralteten Fenster, um eine
bestmögliche Energieeffizienz zu erreichen.

Blick zum Eingang


des Chalets. Der
Stern an der Wand ist
ein Entwurf von
Atelier Zürich.

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1. Stockwerk

2 1 Schlafzimmer
3
1 2 Badezimmer
3 Toilette

Erdgeschoss

1
1 Küche CLAUDIA
2 Wohnzimmer
3 3 Terrasse SILBERSCHMIDT
Atelier Zürich
2
Claudia Silberschmidt ist Gründerin und
­Inhaberin von Atelier Zürich, einer Schwei-
zer Interiordesign-Firma mit internationaler
Kundschaft. Ihr einzigartiger Stil basiert auf
dem Gedanken, dass traditionelles Handwerk
und Kultur ihren Platz im modernen Design
gefunden haben. Sie sucht Handwerker aus
der heimischen Industrie mit traditionellen
Techniken und webt dieses Handwerk durch
moderne Innenräume, die oft mit klassischen
Designprodukten ergänzt werden. Das Cha-
let in den Schweizer Bergen ist ihr privater
Rückzugsort für die Familie.
www.atelierzuerich.ch

Untergeschoss

1 Schlafzimmer INNENARCHITEKTUR:
2 Badezimmer Claudia Silberschmidt
UMBAU: 2016
FERTIGSTELLUNG: 2016
1 WOHNFLÄCHE GESAMTES GEBÄUDE:
140 m2

N 0 2

46 Atrium im Januar/Februar 2018 — Arosa (CH)

AT_01_18_CA_Arosa.indd 46 13.11.17 08:38


Im Concept Store
Frohsinn in Zürich
verkauft Claudia
Silberschmidt
auserlesene Möbel
und Wohn­
accessoires.

Origins | Opal

Die Lederprodukte
gehören zur eigenen
Kollektion, es gibt
sie in unterschiedli-
chen Ausführungen.

Edle Leder­
accessoires für den
Schreibtisch oder
das Büro.

Frohsinn Neu sind die selbst


entworfenen Lederacces-
Ein Reich für exotische und soires im Onlineshop von
Frohsinn erhältlich.
aussergewöhnliche Fundstücke
aus aller Welt.
Der Concept Store Frohsinn von Atelier Zürich entpuppt sich als Schatzkammer unterschied-
lichster Trouvaillen. Ob ausgewählte Möbel, edle Stoffe und Textilien oder verspielte Accessoires,
das Angebot überrascht mit einem bunten Farben- und Mustermix. Die vielen Einflüsse aus a­ ller
Welt sind in jedem Winkel sicht- und spürbar und lassen den Humor von Claudia Silberschmidt
besonders in den teils skurrilen Details wiederfinden. Wer einen Hauch Frohsinn nach Hause
nehmen möchte, muss nicht mehr zwingend nach Zürich reisen, denn die edlen Leder­tablets und
-accessoires aus der eigenen Kollektion sind neu auch im Onlineshop erwerbbar.
Frohsinn, Concept Store by Atelier Zürich, Mainaustrasse 42, CH-8008 Zürich
T 0041 44 205 93 95, www.shop.frohsinn.ch

www.schramm.ag

AT_01_18_CA_Arosa.indd 47 13.11.17 08:38


Glanzstück
Leben in Hongkong, Ferien am Zürichsee? Die Innenarchitekten
von ROOMDRESSER haben für ein internationales Paar
eine Wohnung eingerichtet. Ganz schön extravagant.
Redaktion: Mirjam Rombach, Fotos: Thomas Popinger

48 Atrium im Januar/Februar 2018 — Horgen (CH)

AT_01_18_CB_Roomdresser.indd 48 13.11.17 08:46


In die Wandverkleidung wurde
eine LED-Beleuchtung integriert.
Sie unterstreicht die Oberflächen-
struktur der Flüssigmetall-Platten
(von Strasserthun).

Das Mehrfamilienhaus liegt in einer


Gemeinde am linken Zürichseeufer.
Das Sofa im Wohnzimmer stammt
von Maxalto, die Sessel von
Casamilano.

Im Wohnzimmer herrscht eine


zurückhaltend gediegene
Atmosphäre. Gestaltungselemente
wie der orange Keder am Sofa
setzen Farbakzente.

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«Dieses Projekt barg die Chance, die
gewag­testen Ideen aus der Schublade zu ziehen.»
MARTIN PIFFER, ROOMDRESSER

Die Küche verfügt über viel Stauraum. Die Im Inneren der Trennwand befinden sich
Abdeckung besteht aus Quarzit Renoir, das LED-Leuchten und Rindentuch, ein
Parkett ist aus warmem Bubinga-Holz. Vlies aus der äussersten Schicht des
ostafrikanischen Feigenbaums.

Die asiatisch anmutenden


Bronzegriffe von Philip Watts
sind eine Referenz an die
Hongkonger Wahlheimat des
Besitzerpaars.

50 Atrium im Januar/Februar 2018 — Horgen (CH)

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K
reativschaffende ken- praktizieren. So kristallisierten wir nach und
nen das Phänomen: nach ihre Wünsche heraus», so Piffer. «Dieses
Werden anfangs wilde Projekt barg die Chance, die gewagtesten Ide-
Ideen und erfrischende en aus der Schublade zu ziehen – nichts war
Extravaganzen entwi- zu ausgefallen. Manchmal setzten die Kunden
ckelt, wird zuletzt sogar noch eins drauf und führten unsere Idee
meist doch auf Nummer sicher gesetzt. Nicht weiter. Die Leute sind weit gereist und welt-
zu ausgefallen, lieber dezent, schlicht, gefällig. offen, das Einrichtungskonzept entspricht ih-
Inneneinrichtungen bilden da keine Ausnah- rem extrovertierten Charakter.»
me, schliesslich umgeben wir uns täglich mit Die Wohnung dient in erster Linie als
den gewählten Teppichen, Sofakissen oder Zweitwohnsitz. Das Paar lebt seit Jahren in
Wandleuchten. Umso seltener sind Einrich- Hongkong und bleibt jeweils nur wenige Mo-
tungsprojekte, bei denen die Innenarchitekten nate in der Schweiz. Neben Wohnküche und
mit der ganz grossen Kelle anrühren dürfen. Arbeitszimmer verfügt die Wohnung über
Martin Piffer, Doris Ambühl und die Pla- zwei Terrassen, vier Schlafzimmer, mehrere
nerin Kathrin Stähli vom Zürcher Einrich- Badezimmer und begehbare Schränke. In den
tungshaus Roomdresser hatten Glück. Der Räumen dominieren Rot- und Goldtöne in
Auftrag für die Ausgestaltung einer Wohnung Kombination mit verschiedenen Beige-,
im Rohbau klang anfangs unspektakulär. Sti- Braun- und Grauschattierungen. Die Breite
listisch völlig offen, gab es kaum Vorgaben der Materialpalette ist beachtlich: In den Bä-
vonseiten des Besitzerpaars. Einzig die Küche dern dominiert Austral Dream Quarzit, dazu
sollte gross und geräumig sein und über viel kommen Lederverkleidungen oder Flock-
Stauraum verfügen. «Anfangs führten wir mit und Muschelblatttapeten. Das Parkett wurde
den Kunden lange Gespräche, versuchten he- aus Bubinga gefertigt. Der afrikanische Laub-
rauszufinden, wie diese ihr Leben zu Hause baum wird vor allem aufgrund seiner Härte
Die Flockdrucktapete von Arte
International unterstreicht
die Opulenz der Einrichtung.
Das Zebrafell stammt aus dem
Bestand der Besitzer.

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Die schlichte Grundbeleuchtung wird durch prominent Eine Spiegel-Schiebetür trennt Schlafzimmer und Bad.
platzierte Leuchtobjekte und Lampen ergänzt. Die Schubladen des Badmöbels sind in Leder gefasst.

und der roten Färbung geschätzt. Exotisch ist


auch die Trennwand mit LED-Leuchten zwi-
Grosszügigkeit und Stauraum. Vom Ofen bis
zur Teppanyaki-Kochplatte stammen sämtli-
Die Besitzer leben in
schen Küche und Flur. Die Sonderanfertigung
wurde von Schreinerspezialist Strasserthun
che Geräte von Miele, einzig der geräumige
Kühlschrank ist ein extragrosses amerikani-
Hongkong und
gefertigt und besteht im Innern aus Rinden- sches Modell. verbringen hier bloss
tuch. Das vliesartige Textil wird in Handar- Nicht nur die Offenheit der Besitzer, auch
beit aus der äussersten Schicht des ostafrikani- die Breite des Gestaltungsspektrums war unge- einen Teil des Jahres.
schen Feigenbaums gewonnen und findet
zunehmend im Interior-Bereich Verwendung.
wöhnlich. Piffer und Ambühl haben mit ihrem
Team alle Details aufeinander abgestimmt; vom Der Einrichtungsstil
Sowohl räumlich als auch durch Grösse und
Farbgebung bildet die Küche das Zentrum der
Gestein der Bäder bis hin zum einfachen Hand-
tuch die gesamte Einrichtung gestaltet. Auch entspricht ihrem
Räume. Ambühl und Piffer verzichteten auf
eine im Grundriss vorgesehene Verbindung
dies machte das Projekt für die Innenarchitek-
ten so besonders. Umso schöner, dass sie für ein-
extrovertierten
zwischen Lift und Küche; zu wichtig waren mal klotzen statt kleckern durften.  —— Charakter.

Abstand max:
Schachttür - Türe

H 256

H
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N
0 5

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Familie Liz & Marc Amez-Droz
Haus A1 - Seegartenstrasse 74-80 - 8810 Horgen

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planart bezeichnung
PLAN-INFO

Grundriss Übersicht

format gezeichnet datum plan-nummer


A3 KS 14.06.2016 160530_Amez-Droz

Die Masse müssen vom auszuführenden Unternehmen vor Ort auf die Richtigkeit überprüft werden .
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ROOMDRESSER
Martin Piffer & Doris Ambühl
Piffer absolvierte eine Berufsausbildung als Innenarchitekt und Lichtplaner in Inns-
bruck, Ambühl studierte Innenarchitektur am Chelsea College of Art und Design.
2008 gründeten sie zusammen Roomdresser. Stimmungsvolle Räume betrachten sie
als Ergebnis von Stilbewusstsein, sorgfältiger Planung und wohlüberlegten Ent-
scheidungen. Zu ihren Kernkompetenzen gehören die ganzheitliche Planung des
Innen­ausbaus, Grundrissoptimierungen ebenso wie die
Beratung zu individuellen Möbel-, Textil- oder Acces-
soirebedürfnissen. Ambühl, Piffer und ihr Team ver-
binden langjährige Erfahrung und Fachwissen mit stil-
sicherem Gespür für Interior­-Trends, Formen, Farben
und Materialien, Designer und Hersteller. Neben Pri-
vatkunden berät Roomdresser auch Restaurants, Ho-
tels, Bars oder Fitnesscenter.

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cero öffnet Räume in beeindruckender Dimension: Glasflächen bis zu 15 m² lösen die
Grenzen zwischen innen und außen auf. Präzision und intelligente technische Details
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Wohnen
in den
Wipfeln

Auf 55 Quadratmetern Wohn­


fläche vereint der Holzbau alles,
was ein kleines Haus braucht.

54 Atrium im Januar/Februar 2018 — Bruck (AT)

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Verzahnt mit den knorrigen
Ästen des mächtigen Bergahorns,
bietet das Domizil auf rund
1000 Metern Höhe gerahmte
Panoramablicke in die Alpen.

In spektakulärer Lage über Bruck an der Grossglocknerstrasse thront


ein modernes Baumhaus in einem jahrhundertealten Bergahorn.
Text & Produktion: Kristina Raderschad, Fotos: Christian Schaulin, Redaktion: Antia Simeon Lutz

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Ein gut sieben Meter langer,
überdachter Holzsteg führt vom
Hof zum Baumhaus.

Vom Schlafbereich auf der


oberen Ebene führen wenige
Treppenstufen hinab in die offene
Küche. Ein Netzgeländer dient
als Absturzsicherung.

56

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Die Bereiche Kochen, Essen, Wohnen und Schlafen gehen im Baumhaus über drei Ebenen
offen ineinander über. Die Küche befindet sich gleich gegenüber des Eingangs.

Für den hellen, freundlichen Innenausbau fand vorrangig


unbehandeltes Fichtenholz aus der Region Verwendung.

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Jeder Quadratzentimeter des
ingesamt 55 Quadratmeter grossen
Häuschens wurde geschickt geplant
und clever eingerichtet.

Offene Regale neben dem Bett


bieten reichlich Ablagefläche für
Bücher und Kleidung; in den
Klappen darunter und daneben
befinden sich weitere Staufächer.

Die Natur ist auf allen drei


Wohnebenen des Baumhauses
zum Greifen nah. Das knorrige
Astwerk des jahrhundertealten
Bergahorns rankt sich den
Fenstern entlang.

58 Atrium im Januar/Februar 2018 — Bruck (AT)

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Eine Sitzecke mit Bank und Tisch dient als kleiner Essbereich auf der unteren Ebene
des Baumhauses. Die Hängeleuchte «Caravaggio Matt P2» stammt von Lightears,
die Polsterstoffe von Leitner Leinen.

E
in schmales Strässchen runter den Grossglockner, mit 3798 Metern ben ausgewiesene Bauprofis an der Seite: Ar­
windet sich unweit von höchster Berg des Landes. Mitte des 16. Jahr­ chitekt Georg Gappmaier ist der Ehemann
Bruck an der Gross­ hunderts wurde der historische Bergbauern­ von Katharina, der studierte Holztechniker
glocknerstrasse und hof oberhalb von Bruck erstmals urkundlich und Designer Ferdinand Steiner ist Elisabeths
Zell am See durch die erwähnt. Viel scheint sich seitdem nicht ver­ Ehemann. Gemeinsam überlegte sich die jun­
tief verschneite Alpen­ ändert zu haben: Über die verschneiten Wie­ ge Truppe, wie man den Erbhof weiterentwi­
landschaft den Berg hinauf. Nach jeder der en­ sen am Hof tollt eine Eselherde im flauschigen ckeln könnte, ohne in die historische Substanz
gen Kurven scheinen die Häuser, Autos und Winterfell, Kinder haben einen windschiefen einzugreifen oder an die vorhandenen Gebäu­
Züge unten im Tal unwirklicher, geschrumpft Schneemann neben der Bank vor dem Haus de anzubauen. «Da kam uns ein Baumhaus in
auf weniger als Puppenstubenformat. Eine gebaut, eine Katze räkelt sich auf einem Fens­ unserem riesigen Bergahorn in den Sinn, der
märchenhafte Winterwelt. Ohne ein Auto mit terbrett in der Sonne. Seit 1687 lebt Familie seit über 500 Jahren in schönster Sonnenlage
Vierradantrieb wäre die Serpentinenpiste für Unterberger in ununterbrochener Erbfolge am Südhang fest verwurzelt und unverwüst­
uns nur schwerlich passierbar. Absolute Ruhe auf dem Hof, der neben der Landwirtschaft lich steht. Angeblich steckt in ihm gar eine Ka­
umgibt uns, als die Fahrt auf gut 1000 Metern schliesslich auch als Jausenstation und Über­ nonenkugel von Napoleon,» erzählt K ­ atharina
Höhe endet – der Schnee schluckt alle Geräu­ nachtungsmöglichkeit für Wanderer und Rei­ Unterberger lachend. «Und von seinem Wip­
sche, Stress und Hektik der Alltagswelt schei­ sende diente. fel aus hat man einfach den grossartigsten Aus­
nen Lichtjahre entfernt. blick über das Tal.»
Willkommen auf dem Taxhof: Urige Stal­ Das Erbe sinnvoll weiterführen Der Entwurf zum 55 Quadratmeter gros­
lungen, Scheunen und Heustadl gruppieren sen Baumhaus, das sich mit seinen drei vor­
sich um das holzverkleidete Haupthaus am Seit einigen Jahren führen nun die Schwestern springenden Ebenen der Topografie des Ast­
Hang, weit reicht der Blick über das atembe­ Elisabeth (*1980) und Katharina (*1983) das werks anpasst, stammt von Georg Gappmaier,
raubende Bergpanorama des Nationalparks Zepter – und modernisieren behutsam und der sein Architekturbüro in München betreibt.
Hohe Tauern. Das sogenannte Dach Öster­ mit viel Respekt gegenüber Geschichte und Die Bauleitung vor Ort übernahm Ferdinand
reichs umfasst unzählige Dreitausender – da­ Tradition das Erbe ihrer Vorfahren. Beide ha­ Steiner gemeinsam mit Matthias Unterberger,

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Der Mix aus hellem Fichtenholz, tannengrünen Loden- und
Leinenstoffen sowie Marmor charakterisiert die Einrichtung.

Die Koje unter der Treppe der Essebene wurde mit Die Küchenmöbel wurden – wie der gesamte Innen-
feinem Loden von Steiner ausgekleidet, sie dient als ausbau – vom Schreiner aus heimischem Fichtenholz
Sofa oder zusätzliche Schlafgelegenheit für Kinder. massgefertigt, dazu eine Arbeitsplatte aus grünem,
italienischem Marmor kombiniert.

60

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dem Vater von Elisabeth und Katharina. Die dienen als Garderobe neben der Eingangstü- Loden von Steiner ausgekleidet, dient als ge-
Konstruktion ist so simpel wie genial: Das re. Auf dieser Ebene befindet sich auch das mütliches Sofa oder zusätzliche Schlafgele-
Baumhaus wurde in Holztafelbauweise er- überraschend grosszügige Bad, das mit Du- genheit für die Kinder. Auf der oberen Ebene
richtet. Die vorgefertigten Holztafeln wurden sche, frei stehender Badewanne und kleiner des Baumhauses, vom Eingangsbereich wie-
auf einer biegesteifen Stahlbetonplatte befes- Sauna eher die Bezeichnung «Mini-Spa» ver- derum über sieben Stufen zu erreichen, befin-
tigt, die wiederum auf acht Stahlstützen steht, dient hat. Wände und Boden im Badezimmer det sich der Schlafbereich. Das Galeriege-
die das Häuschen fest im Hang neben dem wurden in einem Eierschalton glatt verputzt. schoss wurde mit einem transparenten
Baumstamm verankern – so kann ihm auch Sowohl aus der kleinen Sauna als auch aus der Netzgeländer an Stelle einer Massivholzum-
der stärkste Sturm nichts anhaben. Für die Badewanne geniesst man gerahmte Ausblicke fassung gesichert, sodass man auch vom Bett
Fassadenverkleidung wurde witterungsbe- in die verschneite Berglandschaft, Richtung aus den Blick in die Alpenlandschaft geniesst.
ständiges Lärchenholz verwendet, das mit der Zell am See und Schmittenhöhe. Die Küchen- Wie in einem Adlerhorst schläft man hier oben
Zeit eine feine, grausilberne Patina bekommt, möbel wurden – wie der gesamte Innenaus- im Baumwipfel, sicher und warm. ——
für den Innenausbau ausschliesslich unbehan- bau – vom Schreiner aus heimischem Fichten-
deltes Fichtenholz aus der Region. «So er- holz massgefertigt, dazu eine Arbeitsplatte
scheint der gesamte Innenraum wie aus einem und Spritzschutz aus edlem, dunkelgrünem,
Guss, hell und freundlich,» erklärt Elisabeth italienischem Marmor kombiniert.
Unterberger. «Die heimische Fichte riecht gut, Frische Tannenzweige dekorieren Katha-
schafft eine angenehme Atmosphäre und ein rina und Elisabeth in alten Emaille-Milchkan-
super Raumklima.» nen auf der Ablage für Geschirr und Gläser
an der Wand über der Küchenzeile. Vom se-
Alles was das Herz begehrt paraten Badezimmer abgesehen, gehen alle
anderen Bereiche – Kochen, Essen, Wohnen
Über einen schmalen, gut sieben Meter langen und Schlafen – im Baumhaus über drei Ebe-
Holzsteg, der im Bereich des Neubaus über- nen offen ineinander über. Jeweils sieben
dacht und zum Haupthaus hin durch Lamel- Treppenstufen führen vom Schlafbereich auf
len geschlossen ist, betreten wir das kurz vor der oberen Ebene hinunter in die Küche am
Weihnachten 2016 nach rund sechs Monaten Eingangsbereich und von dort zum Essbereich
Bauzeit fertiggestellte Baumhaus. Unter die- mit Wohnecke auf der unteren Ebene des Bau-
sem Steg versteckt, verlaufen die Wasser- und körpers. Hier lädt ein Panoramafenster mit
Stromleitungen, die das Baumhaus versorgen. extra tiefer, als Sitzbank ausgebildeter Lei-
Wohlige Wärme umfängt uns im Eingangs- bung zum stundenlangen Schauen ein: Schein-
bereich mit Garderobe und Küche. Schmale, bar endlos geht der Blick über das Tal Rich-
gerade gewachsene Birkenstämme hat Vater tung Kaprun, Maiskogel und Kitzsteinhorn.
Matthias Unterberger im Wald geschlagen; sie Die Koje unter der Treppe wurde mit feinem

Links: Das Baumhaus verfügt


über seinen eigenen kleinen
Wellnessbereich. Die finnische
Sauna ist in einem Nebenraum
des Badezimmers untergebracht.
Der Waschtisch aus Fichtenholz
wurde ebenfalls vom Schreiner
massgefertigt.

Rechts: Wände und Boden im


Badezimmer wurden in einem
Eierschalton glatt verputzt.
Unbehandelte Abschnitte von
Birkenstämmen dienen als
Ablage neben der freistehenden
Badewanne (Aventi).

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Acht Stahlstützen
verankern das
Holzhaus fest im
Hang.

GEORG
GAPPMAIER
Architekt
Geboren 1974 in Zell am See, studierte Georg
Westansicht Gappmeier nach dem Abschluss der Höheren
Technischen Bundeslehranstalt Saalfelden
(Abteilung Hochbau) Architektur an der Tech-
nischen Universität Graz. Seit 2004 ist der Pla-
ner Mitglied in der Bayerischen Architekten-
kammer, betreibt ein Architekturbüro in
München mit Filiale in Zell am See. Zusatzab-
schlüsse in den Schwerpunkten Brandschutz
1019.15 und Liegenschaftsbewertung qualifizieren den
Planer von Gewerbe- und Privatbauten zusätz-
1018 lich als kompetenten Sachverständigen. Der
1017 Ehemann von Katharina Unterberger (das
Paar hat einen Sohn) plante am Taxhof nicht
1016 nur das im Dezember 2016 fertiggestellte
1015 Baumhaus in Holztafelbauweise, sondern
auch den neuen Wohntrakt der Familie seiner
1014 Schwägerin Elisabeth – als lichtdurchfluteten
1013 Flachdachquader mit grosszügiger Glasfront,
der sich unterhalb des historischen Hauses in
den Hang schmiegt.
www.arch-gappmaier.com

Erdgeschoss Obergeschoss

6 ARCHITEKTUR: Georg Gappmaier


BAUBEGINN: Juni 2016
1 FERTIGSTELLUNG: Dezember 2016
5 WOHNFLÄCHE GESAMTES GEBÄUDE:
55 Quadratmeter

BAUWEISE: vorgefertigte Holztafelkons-


2 truktion auf einer biegesteifen Stahl­
betonplatte, mit Stahlstützen im Hang
verankert
3
MITWIRKENDE SPEZIALISTEN:
4 1 Steg 7 Innenausbau: www.gruebl-wohnkultur.at
2 Küche
Möbel: www.schmidinger-moebelbau.at
3 Balkon
Bauleitung: Ferdinand Steiner, Matthias
4 Wohnen
Unterberger
5 Bad
6 Sauna N
7 Schlafen 0 5

62 Atrium im Januar/Februar 2018 — Bruck (AT)

BLF_Koe
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AT_01_18_CD_Treehouse.indd 63 15.11.17 14:38
Die Schwestern Katharina
(links) und Elisabeth Unterber-
ger führen heute den Erbhof
ihrer Familie.

Auf der Tafel im Eingangsbereich


des historischen Haupthauses
kündigt Elisabeth ihr Abendmenü
für die Hausgäste an.

Wer möchte, kann


Frühstück und
Abendmenü in der
urigen Stube
einnehmen, wo
handbemalte
Schützenscheiben an
traditionelle Zusam- Saisonal variierende,
menkünfte erinnern. feine Interpretationen
klassischer Pinzgauer
Spezialitäten
erwarten den Gast,
hier: Frischkäse auf
Tomatencarpaccio als
leichte Vorspeise.

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Bergidyll im Pinzgau:
Ferien auf dem Taxhof
Gastfreundschaft, Ruhe und Tradition werden hier seit Generationen
gepflegt. Verschiedenste Zimmer und Suiten empfangen den
Reisenden – auch das Baumhaus steht für Übernachtungsgäste bereit.
Text & Produktion: Kristina Raderschad, Fotos: Christian Schaulin, Redaktion: Antia Simeon Lutz

D
er Taxhof liegt unweit zimmern im historischen Haupthaus ein zur
von Zell am See und modernen Suite ausgebautes ehemaliges
Kaprun in Österreich. Heustodl, entworfen von Architekt Andreas
Vom Flughafen Salz- Meck aus München, sowie eben das ganz neue
burg aus erreicht man Baumhaus. Vom Taxhof aus führen wunder-
ihn in einer guten Stun- schöne Wanderwege durch den verschneiten Oberhalb des Baumhauses
de mit Auto oder Taxi; von München aus sind Hochwald, an einsamen Jagdhütten vorbei – befindet sich die urige «Troad-
es rund 2,5 Stunden Anfahrt. In der neuen etwa zur Enzianhütte in Thumersbach über kostnsuite», dahinter ragen die
«Baumhaussuite», den urigen Gästezimmern die Erlhofplatte, mit Blick auf den Zeller See. drei Giebel der «Heustodlsuite»
im historischen Haupthaus und Apartments in www.taxhof.at empor, entworfen von Architekt
den Nebengebäuden stehen Übernachtungs- Andreas Meck.
möglichkeiten für insgesamt 25 Personen zur
Verfügung. Auch für Hochzeiten und Famili-
enfeiern kann man den Taxhof mieten. Seit
1687 lebt die Familie Unterberger in ununter-
brochener Erbfolge auf dem Hof oberhalb von
Bruck an der Grossglocknerstrasse, der neben
der Landwirtschaft immer auch als Jausensta-
tion und Übernachtungsmöglichkeit für Wan-
derer und Reisende diente. Seit 2010 führen
nun die Schwestern Elisabeth und Katharina
das Zepter – und modernisieren behutsam und
mit viel Respekt gegenüber Geschichte und
Tradition das Erbe ihrer Vorfahren. Mutter
Berta führte die Küche des Taxhofs zu wahren
Höhenflügen; ihre feinen Interpretationen
klassischer Pinzgauer Spezialitäten wurden
mit einer Gault-Millau-Haube geadelt.
­Elisabeth hat die ausgezeichnete, naturbelasse-
ne Küche ihrer Mutter übernommen; ihre
Drei-Gänge-Menüs, die abends in der gemüt-
lichen Bauernstube oder bei schönem Wetter
auf der Sonnenterrasse mit Alpenpanorama
serviert werden, laden die Hausgäste auf eine
kulinarische Reise durch die Region.
Dabei legt die junge Köchin grossen Wert
auf die Verwendung von Produkten aus eige-
ner Landwirtschaft – etwa Lamm- und Rind-
fleisch aus eigener Zucht – sowie von umlie-
genden Bauern, von denen sie unter anderem
Käse, Bauernbutter, Honig oder hausgemach-
te Marmeladen bezieht. Wer nach so viel gu-
tem Essen als Übernachtungsgast auf dem
Taxhof bleibt, den erwartet neben den mit an-
tiken Bauernmöbeln eingerichteten Doppel-

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Rustikales neben Zeitgemässem:
Bereits im Eingangsbereich der
Wohnung ist diese Kombination
unverkennbar.

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Heimat
Winterliches Laax: Ein
ruhiger Rückzugsort inmitten
alpenländischer Kulisse.

zeitgemäss
Die Innenarchitektin Nicole Gottschall realisierte mit ihrem Team
im schweizerischen Laax eine zeitgemässe Interpretation eines
lebendigen, heimeligen Chalets. Sie verknüpfte den urtümlichen
Bündner-Stil mit dem Komfort der Gegenwart.
Text: Nicola Schröder / Conzept-B, Fotos: Francesca Giovanelli, Redaktion: Cornelia Etter

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Die beruhigende optische Grundlage: Glatt verputzte weisse
Wände treffen auf durchgängigen Holzboden.

W
as wünscht man sich in das «Chalet» dann als Symbol für die gesamte
den Ferien von seiner Schweiz, und der Begriff ging zusätzlich auf
Unterkunft – speziell Ferienhäuser im Allgemeinen über.
in den Skiferien und in Das Interesse am Chaletstil ist gross. Nicht
einem traditionell ge- nur weil er Städtern den umfassenden Rück-
wachsenen Ort wie zug aus dem Alltag verspricht. Einheimische
Laax im Kanton Graubünden in der Schweiz? Fachbetriebe sehen in ihm auch die Möglich-
Die Kundin von Nicole Gottschall, Innenarchi- keit, der nachhaltigen Art der Heimatpflege
tektin VSI.ASAI, suchte nach einem zweiten gerecht zu werden. Unternehmen wie Tarcisi
Zuhause. Gleichzeitig sollten für die leiden- Maissen verleihen denn auch in neuen Über-
schaftliche Skifahrerin auch das echte Ferien- bauungen ihrer Liebe zur alpenländischen Ar-
gefühl, Platz für Gäste und die Lebendigkeit chitektur Ausdruck. Sie gestalten zeitgemässe
nicht zu kurz kommen. Die Inhaberin der Go Gebäude, die sich stilistisch nahtlos in das
Interiors GmbH und ihr Team aus Zürich stell- ­gewachsene Umfeld einfügen. Im Standard
te das vor gewisse Herausforderungen. genügen die Häuser hohen Ansprüchen. Die
Maissen-Häuser basieren auf dem Stil des
Traditionelles Gut Bündner Oberlandes und sind mit dem
­Komfort der Gegenwart ausgestattet.
Beim Begriff des Chalets öffnet sich vor dem Am Fusse des weltberühmten Skigebiets
inneren Auge das Bild eines ruhigen Rück- Alparena in Laax-Murschetg entstanden in
zugsortes inmitten alpenländischer Natur. Es der Überbauung Lag Pign derartige Maissen-
waren die ursprünglich als Chalet bezeichne- Häuser und -Wohnungen rund um einen pri-
ten, abgelegenen Sennhütten, die das Bild in vaten Badesee. Mit ihrer althergebrachten
dieser Weise prägten. In seiner Grundform von Bauweise und einer detailreichen Architektur
lateinisch «cala» meinte der Begriff zunächst passen sich die Häuser in das Dorfbild ein, als
einen «geschützten Ort». Später etablierte sich wären sie bereits seit langer Zeit dort. Sie

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«Wir wollten die Individualität und Einzigartigkeit des Ortes
und auch der Wohnung im Mix mit dem unverwechselbaren
Charakter unserer Mandantin herauskitzeln.»
NICOLE GOTTSCHALL

Naturstein, Massivholz,
Hirschgeweihe und Felle
sorgen für heimischen
Charme.

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In der gemütlichen Sitzecke
lassen sich Gäste gerne
bewirten und bleiben auch
mal länger sitzen.

Die Holzküche wirkt


warm und anheimelnd.
Dank klarer Linien
kommt sie modern und
funktional daher.

zeichnen sich durch typische Elemente wie


sonnenverbrannte und gebürstete Holzstrick-
wände, Steindächer, hochwertige Innenaus-
bauten mit Holzküche sowie Stein- und Par-
kettböden aus. Die Rohstoffe wie Holz und
Gesteine stammen alle aus den regionalen
Wäldern und dem eigenen Steinbruch.

Lokale und natürliche Materialien

Die Raumaufteilung der Maisonettewohnung


war nahezu gegeben und erstreckt sich über
167 Quadratmeter auf zwei Geschossen inklu-
sive teilweise ausgebauten Untergeschosses.
­Nicole Gottschall sollte darin einen Rückzugs-
ort gestalten, in dem sich auch Gäste wohlfüh-
len. Gerne bewirtet ihre Kundin auch Freun-
de, daher mussten die Küche und der Essbereich
genügend gross sein. Dank der zwei Stockwer-

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In den Bädern trifft Altholz auf roh gespalte- Die moderne Dusche mit Retrocharme
nen Naturstein aus der Region. Grob behauen verträgt sich gut mit der lebendigen
dient der Stein als Waschschüssel. Oberfläche des Natursteins.

«Die Herausforderung für uns war, den Anspruch an


Farbigkeitso umzusetzen, dass eine Neuinterpretation des alpinen
Stils erlebbar wird.» NICOLE GOTTSCHALL

ke konnten in der unteren Etage Wohnzimmer, ge für die diversen behaglichen Komponenten: gen meist harmonische Farbpaletten, die inei-
Essen, Küche sowie ein grosszügiger Eingangs- Naturstein, Massivholz, Hirschgeweihe und nanderfliessen, und suchen selten Farbigkeit
bereich mit Gästetoilette und ein kleiner sepa- Felle. Die eingesetzten Materialien sorgen für und Inszenierung. Wir mussten jedoch unsere
rater Trakt für Gäste untergebracht werden. den Wohlfühlfaktor und vermitteln einen an- gewohnten Wege verlassen, um den Ansprü-
Ziel war es, Lebendigkeit zu schaffen und genehm heimischen Charme. Naturstein bie- chen der Kundin gerecht zu werden», berich-
die rustikalen Elemente mit modernen zu ver- tet zudem eine reizvolle Oberflächenvielfalt – tet Gottschall. Das Spannungsfeld Farbe habe
binden. Für die angestrebte Verbindung von mal glatt poliert als Ablage in der Küche, roh aber dann in der konkreten Umsetzung zu ge-
Alt und Neu und die Separierung von allge- gespalten in den Bädern, grob gehauen als genseitigem Respekt und einem harmonischen
meinem Raum zu privatem Raum setzte Gott- Waschbecken oder bruchroh am Kamin. Zu Ganzen geführt – sowohl im Raum als auch in
schall schliesslich auf einen Mix aus lokalen ihren Favoriten zählen natürliche Werkstof- der menschlichen Beziehung.
und natürlichen Materialien. fe und warme Farben, traditionell oder zeit- Bei den Möbeln und Textilien wählte ­Nicole
Bereits im Eingangsbereich der Wohnung genössisch verarbeitet. Gottschall eine Kombination aus modern puris-
ist die bewusste Kombination von Tradition tischen Stücken und ländlichen Elementen. Na-
und Moderne unverkennbar. Er liegt wie Warme Atmosphäre turnahe Farben, darunter Beige, Braun, Grau
auch die Küche offen zum Wohn- und Ess- und Grüntöne, fördern die Einheitlichkeit. De-
zimmer hin. Die rustikalen Einbauten und Die Kundin ist eine Frohnatur, sehr tempera- zente Farbakzente, dazu diverse Tisch- und
Elemente aus Altholz sind hier mit glatt ver- mentvoll und ausserordentlich jugendlich ge- Wandleuchten unterstreichen nun die warme
putzten Wänden und Decken in Weiss kom- blieben. Sie liebt Lebendigkeit und F
­ arben über Atmosphäre. Für zusätzliche Wärme und Le-
biniert. Sie bilden eine beruhigende Grundla- alles. «Wir verwenden in unseren Umsetzun- ben sorgen wohnliche Elemente wie Vorhänge

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In den privaten Schlafzimmern dominie­
ren rustikale Oberflächen. Gelbe Farb­
akzente und flauschige Decken verleihen
dem Raum das gewisse Etwas.

«Wir verwenden in unseren Umsetzungen meist harmonische


Farbpaletten, die ineinanderfliessen, und suchen selten Farbigkeit
und Inszenierung.» NICOLE GOTTSCHALL

und Kissen mit ornamentalen Mustern oder fi-


gurativen Prints. «Viele der Einrichtungsge-
genstände stammen von kleinen Produzenten
oder sind sogar Einzelstücke, die wir in liebe-
voller Arbeit für den Kunden und das Objekt
zusammensuchen», sagt Gottschall.
Im schlicht gestalteten Treppenaufgang,
der zum Bereich mit den privaten Schlafzim-
mern führt, setzen moderne Gipswandleuch-
ten einen gestalterischen Akzent. Jedes der
oben liegenden, gemütlichen Schlafzimmer ist
mit einem eigenen Bad en suite ausgestattet. Das Bad en
Hier dominieren rustikale Oberflächen. Zu- suite hat eine
gunsten von Komfort und Nachhaltigkeit sind lebendige
jedoch alle Bäder mit modernen Armaturen Oberflächen­
und Sanitäreinbauten ausgestattet. In der gan- vielfalt und ist
zen Etage sind raffinierte Details zu entde- mit raffinier­
cken, dazu zählen Wände mit integrierten Ni- ten Details
schen oder als Spiegel getarnte Schiebetüren. gespickt.
Als persönliches Highlight empfindet Gott-
schall aber die gemütliche Sitzecke im Erdge-
schoss. Hier kommen alle Anforderungen der
Bewohnerin auf den Punkt: Mit der modern
interpretierten Eckbank und dem sehr spezi-
ellen Geweihleuchter treffen Tradition und
Gegenwart belebend zusammen.  ——

72 Atrium im Januar/Februar 2018 — Laax (CH)

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Dachgeschoss

6
6
7

NICOLE
GOTTSCHALL
Ganzheitliche
Erdgeschoss
Betrachtung
Nicole Gottschall, Innenarchitektin und Mit-
glied der Vereinigung Schweizer Innenarchi-
2 tekten VSI.ASAI, gründete die Go Interiors
GmbH 1993. Die ganzheitliche Betrachtung
1 Eingangsbereich ­eines Raums, immer in Verbindung mit den
2 Gästebereich Menschen, für die er gedacht ist, steht im Zen-
3 Wohn- und trum der Gestaltungsphilosophie von Nicole
3 5 Essbereich Gottschall. Daraus entwickelte sie gemeinsam
4 Küche mit ihrem Team den unternehmenseigenen
1 5 Balkon Trend «creating emotions / feeling@home»,
6 Schlafzimmer das Markenzeichen von Go Interiors. Mit ihren
7 Badezimmer zehn Mitarbeitenden verfügt Go Interiors über
ein breit aufgestelltes Know-how, mehr als
4 20  Jahre Erfahrung sowie Erkenntnisse aus
Hunderten von umgesetzten Projekten.
www.go-interiors.ch
N 0 2

QUALITÄT EIN LEBEN LANG Zeitloses Design, hochwertige Produkte


in feinster Handarbeit gefertigt, ästhetisch
und funktional. Entdecken Sie unsere
vielfältigen Produkte, 100% Made in
Germany.

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B A D

Beschwingt in den Winter


Das Schöne an kalten, dunklen Wintertagen ist, dass man sich
ausgiebig ins warme Bad zurückziehen kann. Inmitten
von Wanne & Co. der neusten Generation lässt es sich wunderbar
herausputzen und entspannen. Redaktion: Cornelia Etter

Entdecken Sie
unsere
Badneuheiten auf
den nächsten
14 Seiten, und
wappnen Sie sich
für die kalte
Jahreszeit!

Kaldewei
Für sein kostbares Kaldewei-Stahl-Email wurde der Premium-Badhersteller mit dem Green Good Design Award 2017 in der Kategorie ­Products
geehrt. Dieser Award zählt zu den renommiertesten internationalen Nachhaltigkeitspreisen. Er soll für die Öffentlichkeit sichtbar machen,
welche Hersteller führend in der Gestaltung nachhaltiger Produkte sind. Alle Badewannen, Waschtische und Duschflächen sind aus dem
­kostbaren Material Kaldewei-Stahl-Email gefertigt, das in der werkseigenen Schmelze produziert wird. www.kaldewei.de

74 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Bad

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Keuco
Der Spiegelschrank «Royal L1» verfügt über drei Beleuchtungs-
Modi: die Frontalausleuchtung über die gesamte Breite, mit
gleichzeitig dezenter Wandbeleuchtung nach oben, die indirek-
te Waschtischbeleuchtung, die nur die Armatur beleuchtet, und
alle drei Beleuchtungsquellen auf einmal. Mit dem innovativen
Drehdimmer für Spiegelschränke lässt sich die Lichtintensität
stufenlos dimmen. Zudem ist der «Royal L1» in sechs Grös­sen
mit ein, zwei oder drei beidseitig verspiegelten Türen erhältlich.
www.keuco.de

Dornbracht
Duschen wie unter freiem Himmel: Alle Regenduschen und -paneele von Dornbracht
verfügen über ein einzigartiges Strahlbild, das sich durch weiche voluminöse Wasser-
tropfen auszeichnet. Die Tropfen fallen drucklos und ohne Luftzusatz auf die Haut
herab und fühlen sich dadurch sanft wie echter Regen an. Unter den neuen Regendu-
schen findet sich auch ein rundes Modell mit 40 Zentimetern Durchmesser und ein
rechteckiges Modell. Die Steuerung der Regenduschen erfolgt manuell oder per Smart
Tools: Über die digitalen Bedienelemente können individuelle Duschprogramme per
Knopfdruck abgerufen werden. www.dornbracht.com

Agape
Die stetig wachsende Bevölkerungsdichte in
Grossstädten brachte das Designerduo Neri & Hu
darauf, eine Badewanne zu entwerfen, die auf den
immer enger werdenden Lebensraum der Stadt-
bewohner ausgerichtet ist. Die Wanne «Immersi-
on», von traditionellen Bade-Bottichen aus Japan
und China inspiriert, ist tiefer als Standard-­
Wannen und hat eine kleinere Grundfläche. Wie
in heis­sen Onsenquellen, sitzt man in «Immersi-
on» aufrechter als in herkömmlichen Wannen und
kann dank der besonderen Tiefe trotzdem voll-
ständig eintauchen. Der Entwurf besticht durch
seine minimalistische Linienführung, eleganten
Proportionen und hochwertigen Materialien.
www.agapedesign.it

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Decor Walther
Besonders Frauen werden ihn zu
schätzen wissen, den rundum be-
leuchteten Wand-Kosmetikspiegel
«BS 40 PL» von Decor Walther. Mit
600 Lumen bietet er morgens beste
Lichtverhältnisse für ein gelungenes
Make-up und abends ebensolche für
dessen gründliche Enfernung. Neben
Gold matt ist der Wandspiegel auch
in Chrom und Nickel poliert erhält-
lich. Die elegante Papiertuchbox «KB
82» gibt es ebenfalls in verschiedenen
Oberflächenausführungen – am
schönsten schimmert sie jedoch in
Gold matt. www.decor-walther.com

Boffi
Boffi hat das Badmöbelprogramm «Free Zone» durch neue
Elemente, Materialien, Farbtöne und Ausführungen er­
weitert. Kennzeichnend für das System ist die Öffnung der
Schiebetüren, die auf einer Ebene liegen. Eine intelligente
Lösung, da bei der lnstallation kein Raum zur Türöffnung
einberechnet werden muss und der Zugriff auf das lnnere
des Möbels äusserst einfach ist. www.boffi.com

Alape
Alape präsentiert mit der erweiterten Kollek-
tion von «Folio» einen neuen zeitlosen
Waschplatz mit kleinen Abmessungen, der
sich perfekt in Kleinst- oder Gästebäder in-
tegrieren lässt. Dank präziser Manufaktur-
arbeit lässt die Abdeckung aus glasiertem
Stahl minimale Radien zu, die zusammen mit
einem Raumsparsyphon und einem Türsys-
tem eine ideale Ausnutzung des Stauraums
ermöglichen. www.alape.com

Duravit
Wenn es draussen dunkler und kälter wird,
verbringen wir wieder mehr Zeit in den
­eigenen vier Wänden – darunter auch im
Bad. Die Bad-Kollektion «Vero Air» über-
zeugt mit einer rechteckigen, präzisen
­Formensprache. Die klare, sinnliche Aura
der «Vero Air»-Badewanne lädt zum ent-
spannten Geniessen und Regenerieren ein.
Als Komplettbadserie sorgt «Vero Air» in
jedem Bad für eine strukturierte und geo-
metrische Eleganz. Die konsequent recht-
eckige Form mit den neuen, schmalen Ke-
ramikrändern findet sich in allen Produkten
der Kollektion wieder.
www.duravit.de

76

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KW43_Atrium_Archithema_51_297_RZ.qxp_Lay

Emco
Mit «art» präsentierte Emco im Frühjahr
eine neue Badaccessoires-Serie. Die ins­
gesamt 17 Artikel sind von einer schlichten
Eleganz, die den aktuellen Zeitgeist wider-
spiegelt und optimal mit puristisch gehal-
tenen Badwelten harmoniert. Besonderes
Augenmerk legte der Hersteller dabei auf
praktische, formschöne Doppelhalter in
unterschiedlichen Kombinationen. Zur
Verfügung stehen etwa zwei Mundspül­
gläser, ein Mundspülglas und eine Utensi-
lienschale sowie ein Mundspülglas und ein
Einhand-Flüssigseifenspender.
www.emco-bath.com

Zucchetti Kos
Die monolithische Erscheinung
des frei stehenden Waschtisches
«LAB03» ist äusserst anziehend INFRAROT
und wurde wohl auch deshalb am FÜR DUSCHE & DAMPFBAD
22. Compasso d’Oro, dem bedeu-
tenden italienischen Industrie-De-
signpreis, als Gewinner ausge-
zeichnet. Dass es das erste Produkt
aus der Badewelt ist, das den Gol-
denen Zirkel erhalten hat, ist für
Zucchetti Kos von besonderer Be-
deutung. Der gebogene, schräg
nach oben gerichtete Teil des
Waschtisches, in das der Hand-
tuchhalter integriert ist, fällt beson-
ders auf. Der «LAB03» ist ein
wahrhaftiges architektonisches
Design-Projekt aus der Feder von
Ludovica und Roberto Palomba.
www.zucchettikos.it

Heilsame Tiefenwärme fürs Bad


zu Hause. Die Infrarotpaneele
Sprinz machen aus jeder Dusche eine

Charakteristisch für die Spiegel der «Smart- wohltuende Wellness-Zone. In-


Line 4.0» ist der nahtlose Corona-Effekt. Die frarot sorgt in Dusche oder
LEDs sind in einen 10 mm breiten, sandge- Dampfbad für eine ange-
strahlten Rand eingebettet und sorgen für
nehme, gesundheitsfördernde
ein angenehm strahlendes Ambiente. Das
optisch fortlaufende neutralweisse Licht Wir kung, auch im kleinen Bad.
wird zusammen mit dem Raumlicht ge- Der geringe Platzbedarf bietet
schaltet. Die «Smart-Line 4.0»-Spiegel gibt eine Viel zahl an Gestaltungs-
es als kreisrunden und rechteckigen Eye­ möglichkeiten. Platz nehmen
catcher. Das runde Modell misst im Durch-
messer 700 mm. Die rechteckige Variante und bewusst entspannen!
gibt es in den Breiten 700 × 900 sowie 850 ×
1200 mm bei einer Höhe von nur 25 mm.
www.sprinz.eu

www.repabad.com

AT_01_18_FB1_Spezial_Bad.indd 77 13.11.17 09:34


Repabad
Wasseranwendungen in Dusche
und Dampfbad fördern bekanntlich
die Gesundheit und haben eine hei-
lende Wirkung. Zusätzliche Aus-
stattungsoptionen verstärken die po-
sitive Wirkung auf Körper, Geist
und Organismus. Das abgebildete
Infrarot-Dampfbad verfügt über:
das Dampfbadpaneel «Atlanta», das
Infrarotpaneel «Lissabon», Farb­
licht-Therapie, Aromatherapie,
Sole, Nebeldüsen, die Kopfbrause
«Pure Rain», eine beheizte Kera-
miksitzbank und eine Duschwanne
aus Mineralwerkstoff.
www.repabad.com

Montana
Montana präsentiert die neue Badezimmerkollektion, die einmal mehr die
Design-Philosophie des dänischen Möbelherstellers in den Mittelpunkt stellt.
«Montana Bathroom» besteht aus zwölf Waschbeckenmodulen, zehn
Schrankmodulen inklusive eines kleinen Medizinschränkchens, das sich an
der Wand anbringen lässt, sowie neun Spiegeln in verschiedenen Grössen.
Alle Elemente sind in den 42 typischen Montana-Lackfarben erhältlich.
www.montana.dk

Keramag
Weiss ist in: Die Badserie «iCon» umfasst sorgfältig aufein-
ander abgestimmte Keramikobjekte und Badmöbel. Sie ist in
einer klaren, schlichten Formensprache gehalten und durch
eine geradlinige Aussenkontur, organisch fliessende Innenbe-
cken und grosszügige Ablageflächen gekennzeichnet. Das
strahlende Weiss der Sanitärkeramik und die hochglänzen-
den Badmöbel der «iCon»-Serie kommen in Kombination
mit Sand- oder Grautönen besonders gut zur Geltung.
www.keramag.de

78 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Bad

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Burgbad
«Junit» ist die Antwort Burg-
Bette
bads auf den wachsenden Be- Selten hat ein Innenkörper das Design einer Wan-
darf an individuellen Bädern ne so bestimmt wie bei «BetteLux Oval». Gemein-
im urbanen Umfeld, die ein sam mit dem Potsdamer Designbüro Tesseraux +
junges, klares Design mit Partner hat der Stahl-Email-Spezialist Bette die
Qualität und Lifestyle verbin- ­Linie um einen kreisrunden Einbauwaschtisch er-
den. Die modulare Bauweise weitert. Die Kombination aus organischer Innen-
lässt sich perfekt in eine aufge- form und dem acht Millimeter Slim-Rand betonen
lockerte Architektur mit offe- Reduktion in handwerklicher Perfektion. Der
nen Wohnformen integrieren. Waschtisch strahlt eine optische Leichtigkeit aus,
Aufgrund des mit Volumen, die sich harmonisch ins Badambiente einfügt.
Asymmetrien und Freiräu- www.bette.de
men spielenden Designs lässt
sich mit «Junit» auch in klei-
nen und mittelgrossen Bädern
ein Gefühl von Grosszügig-
keit erzeugen (im Bild: Hoch-
schrank, halbhoher Schrank
und Wandablage).
www.burgbad.com

Laufen
Die Leichtigkeit der Kartell-by-Laufen-Kollektion wird durch den Dialog
zwischen der Sanitärkeramik und den eleganten, transparenten Kunststoff-
accessoires verstärkt. Hocker, kleine Tische, Stapelmöbel, Regale, Spiegel
und Lampen sind in mehreren auffälligen Farben erhältlich. Die Spiegel,
Regale und Handtuchhalter gibt es ab sofort auch in Weiss und Schwarz.
www.de.laufen.com

Villeroy & Boch


Filigran und puristisch im Design, anspruchsvoll in Materialquali-
tät und Verarbeitung und dabei ausgesprochen vielfältig und individu-
ell schafft «Finion» mit exklusiver Badkeramik, edlen Möbeln, einem stil-
vollen Beleuchtungskonzept und einer hochwertigen Monolith-Badewanne
ein betont luxuriöses Badambiente. Die Badewanne bietet mit einem Designring
in drei edlen Metallic-Tönen, Beleuchtung und «Colour on Demand» viele Gestal-
tungsoptionen. Die Armaturen sind aus der «LaFleur»-Kollektion.
www.villeroy-boch.com

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Freiheit als höchstes Gut
Edles Baddesign von AXOR ziert das kürzlich eröffnete
Hotel Liberty in Offenburg. Hier geniessen Gäste in alten
Gefängnismauern den Luxus von Freiheit und Wohlgefühl.
Redaktion: Cornelia Etter

Brückenschlag: Der moderne Gaumenfreude: Sternekoch


Glaskubus mit getönten Jeremy Biasol verwöhnt die Gäste
Scheiben verbindet die beiden mit seinen Kochkünsten und
historischen Gebäude. Weinen aus prämierten Gütern.

Kontrast: Hinter den


Original-Gefängnistüren
verbergen sich komfortable
Zimmer und Suiten.

Fotos: Hotel Liberty für Axor / Hansgrohe SE (3); Knoblauch für Liberty (4)

Raffinesse: Für das elegante Interieur ist das


Designstudio Knoblauch aus Markdorf am
Bodensee verantwortlich. Die moderne Beleuchtung
setzt die alten Backsteinwände gekonnt in Szene.

80

AT_01_18_FA_ES_Bad.indd 80 13.11.17 09:31


D
iese Mauern hätten viel spielten Details und moderner Geradlinigkeit
zu erzählen, wenn sie eine Brücke von der Vergangenheit in die Ge-
sprechen könnten: Das genwart schlägt.
Offenburger Gefäng- Zusammen mit den Armaturen aus der
nis war über 160 Jahre Kollektion «Axor Citterio E» bilden die
ein Ort, in dem nie- ­Wannen und Waschtische ein harmonisches
mand freiwillig übernachtete. Badische Revo- Ganzes. Wie die Einhebel-Waschtischmischer
lutionäre von 1848 sassen hier ein, später sind auch die Brausesets mit Thermostatmo-
Kriegsdeserteure und politisch Verfolgte. dul und die bodenstehenden Wannenmischer
Aber auch Diebe, Betrüger und Mörder ver- in der Sonderoberfläche «Black Chrome» ge-
büssten ihre Haftstrafen an der Grabenallee. fertigt. Dazu passt das von Antonio Citterio
Noch bis 2009 wurde das zwischen 1840 und ­entworfene Badzubehör aus dem Programm
1845 erbaute Gefängnis als Justizvollzugsan- «Axor Universal Accessoires». Wie Patricia
stalt genutzt. Nach Jahren des Leerstands und Urquiola verbindet auch der italienische De-
einer beinahe dreijährigen Umbauzeit weht signstar in seinen Entwürfen klassische und
nun ein völlig neuer Geist durch das histori- moderne Elemente. Mit sanftem Schwung
sche Gemäuer: Aus dem Hotel Liberty, das und angenehmer Griffigkeit bieten die Arma-
zur Vereinigung Design Hotels gehört, will turen den Komfort, den Gäste in einem Hotel
kein Gast mehr weg. der Extraklasse erwarten dürfen.
Der sympathische Hotelmanager Marc Elegant: Die FinishPlus-Oberfläche
Aeberhard sorgt dafür, dass sich die Gäste in www.hotel-liberty.de, www.axor-design.com «Chrome Black» der «Axor
den 38 Zimmern und Suiten wohl und frei www.knoblauch.eu Citterio E»-Armaturen verleiht den
fühlen. Der gebürtige Schweizer hat sich auf Badezimmern eine edle Note.
innovative High-End-Hotellerie spezialisiert
und erhielt für seine weltweiten Projekte be-
reits zahlreiche internationale Auszeichnun-
gen. Das Konzept der Metamorphose vom
Knast zum Boutique-Hotel entstand in enger
Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Für
das Interieur des eleganten Hotels zeichnet das
Designstudio Knoblauch aus Markdorf am
Bodensee verantwortlich. Wo früher harte Aus einem Guss: Die
Pritschen in karg beleuchteten Zellen standen, Waschtische aus der
schlummert der Gast nun in stilvoll gestalte- Kollektion «AXOR
ten Gemächern auf dicken Premiummatrat- Urquiola» bilden mit
zen. Auch das Gastronomiekonzept ist Pro- den Einhebelmischern
gramm: Für das leibliche Wohl sorgt von Antonio Citterio
Sternekoch Jeremy Biasol – ein weiterer ein harmonisches
Grund, das Liberty nur unfreiwillig wieder Ganzes.
verlassen zu wollen.
Edel ist auch die Ausstattung der Bäder:
Die Badarmaturen des exklusiven Hauses
wurden ganz in der Nähe gefertigt: Mit Pro-
dukten von Axor, der Luxusmarke aus dem
Hause der Hansgrohe Group, setzen die
­Macher auf erstklassige Qualität aus dem
Schwarzwald. Die aus Mineralguss gefertig-
ten Wannen und Waschtische aus der Kollek-
tion «Axor Urquiola» sind eine Hommage an
den traditionellen Waschzuber – mit Sinn für
Fotos: Hotel Liberty für Axor / Hansgrohe SE (3); Knoblauch für Liberty (4)

das Praktische, da die seitlichen Griffe auch


als Handtuchhalter dienen. In Kombination
mit dem frei stehenden Wannenzuber schafft
Patricia Urquiola ein Ensemble, das mit ver-

Edel: Auch die formschöne


Wanne aus Mineralguss, eine
Hommage an den Wasch­
zuber, ist Teil der «Axor
Urquiola»-Kollektion.

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Roca
Das Dusch-WC «In-Wash Inspira» hebt den
funktionellen Nutzen des WCs auf ein höheres Ni-
veau, indem es intelligente und moderne Techno-
logie mit Ästhetik und Komfort verbindet. Um die
Bedienung des Dusch-WCs so intuitiv und einfach
wie möglich zu gestalten, lag der Fokus auf einem
universellen, zeitlosen Design, das sich sämtlichen
Bedürfnissen anpasst und sich dezent in jedes Bad
integriert, sowie auf einer hoch entwickelten, be-
nutzerfreundlichen Technologie, die zur Verbes-
serung der Lebensqualität beiträgt.
www.de.roca.com

82 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Bad

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Bemm
Die künstlerische Arte-Raumwärmer-Collec-
tion-Cinier-«ROC» wurde um drei preis­
orientierte Modelle erweitert: «ROC Unis»,
«ROC Plisse» und «ROC Zen» (im Bild). Die
Fronten aus dem bekannten Olycal-Stein sind
in einer Slim-Version gefertigt und mit einem
hinterschnittenen, rückwärtigen Rahmen ver-
sehen. Die Grösse ist einheitlich 183 × 47 cm
beziehungsweise mit optionalem LED-Rah-
men 190 × 52 cm. «ROC» ist in Weiss, Silber-
und Goldschwarz erhältlich.
www.bemm.de

Ideal Standard
Die Brausewannenserie «UltraFlat S» vereint hohe Ästhetik und Sicherheits-
standards mit der Option beinahe grenzenloser Sondermasse. Die ungewöhn-
liche Materialität der Brausewannen verleiht jedem Bad Exklusivität und
Persönlichkeit. «UltraFlat S» wird aus «Ideal Solid» gefertigt, einem sehr
widerstandsfähigen Material, bestehend aus einer Mischung natürlicher Mi-
neralien und Harze. Die matte Verarbeitung mit hochwertiger Steinoptik
wirkt gleichermassen robust wie elegant und ist noch dazu überaus pflege-
leicht und rutschfest. www.idealstandard.de

Schöner Rückzug
Zu einer einladenden Badeinrichtung
gehören auch praktische Elemente wie
Armaturen, Heizkörper und Dusch-WCs.
Atrium präsentiert einige Neuheiten.
Redaktion: Cornelia Etter

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Grohe
Mit Fokus auf Design und spezialisierte Technologie-Lösun-
gen hat sich Grohe als Partner der Hotellerie etabliert. Das
Bad als wichtigster Rückzugs- und Erholungsort hat dabei
über alle Betriebstypen hinweg eine deutliche Aufwertung
erfahren. Das Yard Boarding Hotel ist in den unter Denk-
malschutz umgebauten Wirtschaftsgebäuden eines Ritter-
guts bei Wolfsburg beheimatet. Die dezente Innengestaltung
mit natürlichen Materialien setzt sich in den Bädern fort.
Hier wählten die Architektinnen die Armatur «Euro­smart
Cosmopolitan» von Grohe, die über einen gebogenen Aus-
lauf verfügt, sowie die «Euphoria»-Brausegarnituren.
www.grohe.de

Dallmer
Die Design-Duschrinnen für bodengleiche Duschen von Sanitärhersteller Dall-
mer sind seit 2017 auch in den Metalltönen Rotgold, Anthrazit und Messing er-
hältlich. Ob «CeraFloor», «CeraWall», «Zentrix» oder «CeraNiveau», alle
Dusch­rinnen-Varianten bis zu einer Länge von 1200 mm können mit der mat-
ten PVD-Beschichtung veredelt werden. So besteht die Möglichkeit, die
­Duschrinne je nach Geschmack farblich dem Bodenbelag anzupassen oder da-
mit einen starken Kontrast zu setzen. www.dallmer.de

Zehnder
Erhältlich in einer Vielzahl an brillanten Farben und
Design-Modellen sind moderne Elektro-Heizkörper
ein echter Blickfang im Bad und ermöglichen darüber
hinaus das bequeme Aufhängen und Wärmen von
Handtüchern. Eine unsichtbare, im Rahmenprofil in-
tegrierte Elektro-Heizpatrone, macht den Design-
Heizkörper «Zehnder Metropolitan» für das Bad noch
flexibler, was den Wärmebedarf angeht. In der rein
elektrischen Version sorgt das separate Infrarot-Steu-
ergerät für eine kabellose Kommunikation zwischen
Heizkörper und Regler sowie eine komfortable Pro-
grammierung, was einen ökonomischen Betrieb ge-
währleistet. www.zehnder-systems.de

84 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Bad

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Runtal
«Runtal Folio Hybrid» begeistert durch seine leichte,
schwebende Anmutung mit einer Tiefe von nur
16 mm. Diese wird durch innovative Konstruktions-
elemente ermöglicht: Hinter der umlaufenden, mat-
tierten Heizfläche verbirgt sich ein Heizregister aus
Kupfer in einer Wabenkonstruktion aus Aluminium,
die von expandiertem Naturgrafit umschlossen ist.
Das Infrarotheizelement besteht aus einer Heizfolie
zwischen zwei dünnen Glasplatten von je 4 mm.
www.runtal.de

Geberit
Die schlichte, elegante Komforttoilette «AquaClean Sela» von Matteo Thun ist
– wie die Modelle «AquaClean Mera» und «AquaClean Tuma» – nun auch mit
der patentierten «WhirlSpray»-Duschtechnologie erhältlich und bietet so noch
mehr Komfort für den Nutzer. Die «WhirlSpray»-Duschtechnologie verfügt
über einen stärkeren Duschstrahl und ermöglicht so eine besonders gezielte,
gründliche und gleichzeitig wohltuende Reinigung. Die Intensität ist in fünf
Stufen regulierbar. Die intelligente Technik für die Duschfunktion sowie sämt-
liche Anschlüsse für Strom- und Wasserversorgung sind von aussen nicht sicht-
bar in die Keramik integriert. www.geberit.de

Tubes
Das kreative Konzept von Ludo-
vica und Roberto Palomba für die
«Soho»-Linie basiert auf schlich-
Kludi ten Linien und aufeinanderfol-
genden Modulen, die minimalis-
Stilsicher, eigenständig und modern präsentiert sich tische Eleganz und ästhetische
die neue Armaturenkollektion «Kludi Ameo». Cha- Ausgeglichenheit ausstrahlen.
rakteristisch für die gesamte Serie ist ihre wappenför- Der vielseitig einsetzbare Heiz-
mige Grundform, die sich nicht nur im Armaturen- körper hat warmgezogene Alu-
körper, sondern auch in den beiden Griffvarianten miniumprofile, die dank eines pa-
wiederfindet. Die Armatur ist der Höhepunkt einer tentierten Systems untereinander
Duschkabine: die wandbündige Brausearmatur mit verbunden und befestigt sind.
bequemer seitlicher Steuerung gewährleistet ausser- «Soho» ist in vertikaler und hori-
ordentlichen Komfort und zeichnet sich durch ihre zontaler Ausführung erhältlich –
für die gesamte Serie typische Linienführung aus. als Einzelstück oder als Doppel-
www.kludi.de säule. www.tubesradiatori.com

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Viega
Mit der neuen WC-Betätigungsplatten-Linie «Visign for More 105» greift
­Viega aktuelle Designtrends für die Badgestaltung auf. In Zusammenarbeit
mit artefakt design, Darmstadt, ist eine zeitgenössische Interpretation von WC-
Betätigungsplatten entstanden, die dank hochwertiger Materialien wie Glas
und oberflächenveredeltes Aluminium Top-Qualität und beste hygienische
Voraussetzungen bieten. «Visign for More 105» ist sowohl mit manueller Aus-
lösung wie auch in einer berührungslosen Variante erhältlich.
www.viega.de

HSK
Ein gemütliches Wannenbad, ein kuschelig-warmes
Handtuch und ein angenehm temperiertes Badezimmer
– das sind die Zutaten für optimale Entspannung. Doch
gerade wenn Handtücher zum Erwärmen über den
Heizkörper gehängt werden, verliert dieser an Heizleis-
tung. Das Ergebnis: Das Handtuch ist warm, das Bade-
zimmer nicht mehr. Die ideale Lösung dafür bietet der
Badexperte HSK Duschkabinenbau KG: Die herausste-
henden Heizprofile des «Yenga Plus» wärmen Handtü-
Vola cher und Badezimmer gleichermassen.
www.hsk.de
Wellness bedeutet für Vola nicht hohen Wasserverbrauch, sondern in einer schö-
nen Atmosphäre entspannen und neue Energie für den Alltag tanken zu kön-
nen. Hierzu braucht es reduziertes, schnörkelloses und ein in der Formenspra-
che klares Design, das weder dekorativ noch aufregend, sondern vor allem
beruhigend wirkt. Vola-Armaturen suggerieren Understatement und selbstver-
ständliche Eleganz in einem Bad, das sämtliche Bedürfnisse erfüllt und eine an-
genehm-luxuriöse Atmosphäre bietet. de.vola.com

ACO
Die vielfach ausgezeichnete Produktfamilie «ACO
Shower­Drain» gehört seit Jahren zum festen Bestandteil
barrierefreier Bäder. Mit drei neuen Design-Rosten ver-
leiht der Entwässerungsspezialist ACO Haustechnik die-
ser Premium-Lösung für zeitgemässe Badentwässerung
unbegrenzte Individualisierungsoptionen. Das Design von
«Linear» drückt pures Understatement aus: klassisches,
schnörkelloses Rost-Design mit sieben Streben und sechs
durchgängigen Ablaufschlitzen längs der Dusch­rinne.
www.aco-haustechnik.de

86 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Bad

Atrium 2
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Fantini
Die beliebte «Milano»-Kollektion von Franco
Sargiani ist nun auch in gebürstetem Edelstahl
erhältlich. Das Design des Waschtischmischers
ist gekennzeichnet von den zylindrischen For-
men von Hebel und Körper aus einer Edelstahl-
platte. Die Eigenschaften des «Aisi»-Edelstahls
ermöglichen eine umweltfreundliche Produk-
tion, bieten maximale Korrosionsbeständigkeit
und garantieren einwandfreie Hygiene.
www.dapec.de, www.fantini.it

Ospa
«WellSwim» heisst das neue Wohlfühlerlebnis von Ospa. Bei dieser Schwimmbadtech-
nik mit der T-förmigen Anordnung ihrer Düsen wird durch einfaches Antippen zwi-
schen entspannender Wohlfühl- oder Rückenmassage und kontinuierlichem Gegenstrom-
schwimmen entschieden, denn die «Ospa-WellSwim» kann beides. Die vier
«DesignLine»-Düsen ohne sichtbare Schrauben mit neuartigem Düsenquerschnitt er-
zeugen eine stets gleichgerichtete Strömung, deren Leistung stufenlos geregelt werden
kann. «WellSwim» eignet sich aufgrund ihrer innendichtenden Düsen für alle Becken-
arten und wird per Sensortaster oder «Ospa-BlueClear IV Web» bedient.
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Atrium 230 x 144 mm_3 mm Beschnitt l_u_r.indd 1 28.09.2017 17:16:17


AT_01_18_FB2_Spezial_Bad.indd 87 13.11.17 09:37
Holz und
Stein im
Dialog
Ein junger, ambitionierter Bauherr und ein
Architekt, der es versteht, im Einklang mit
Topografie und Natur zu bauen, schaffen
ein modernes, alpenländisches Domizil von
höchster Qualität.
Produktion & Text: Kristina Raderschad, Fotos: Christian Schaulin

88 Atrium im Januar/Februar 2018 — Leogang (AT)

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 88 13.11.17 08:41


Die Bereiche Kochen, Essen und Wohnen gehen
im ersten Obergeschoss um den zentral eingescho-
benen Kamin offen ineinander über. Zu Natur-
steinflächen und dem fein geschliffenen Estrich-
boden wurden die Raumdecke und Einbauten
mit heller Weisstanne verschalt.

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 89 13.11.17 08:41


Von der Strasse aus führt eine Natursteintreppe
hinauf zum Hauseingang. Der aus der Topografie
des Hanggrundstücks entwickelte, massive
Steinsockel bildet die Basis für den seitlich
aufgesetzten, zweigeschossigen Holzbau mit
seiner grau lasierten Lärchenholzschalung.

Die gepolsterte Sitzecke neben dem Kamin ist


der erklärte Lieblingsplatz des Bauherrn.
Hier rahmt ein Panoramafenster den weiten
Blick ins verschneite Tal.

90 Atrium im Januar/Februar 2018 — Leogang (AT)

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 90 13.11.17 08:41


Der Bauherr Florian Kranawendter war noch Im ersten Obergeschoss umfasst der skulpturale,
keine 30 Jahre alt, als er sein Eigenheim zentral eingeschobene Kamin die behagliche
bezog, das er in enger Zusammenarbeit mit Sitzecke; dahinter befindet sich der Essbereich
Architekt Tom Lechner konzipiert hat. neben der Küche.

Die klare Tektonik der Fassade und die ausgesuchte


Materialwahl verleihen dem schlichten Baukörper
herausragende Qualität.

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 91 13.11.17 08:42


Der fein detaillierte und handwerklich hochwertige
Innenausbau lässt die Räume luftig und grosszügig wirken.

Im zweiten Obergeschoss fanden zwei Kinder- Die Küche im ersten Obergeschoss öffnet sich zu
beziehungsweise Gästezimmer mit eigenem Bad Garten und Terrasse hinter dem Haus. Das
Platz. Hier kam Weisstanne für Wände, Mobiliar wurde nach Entwürfen des Bauherren
Türen, Decken und auch die Böden in den mit weissen Fronten und einer Arbeitsfläche
Zimmern zur Anwendung. aus Naturstein massgefertigt.

92 Atrium im Januar/Februar 2018 — Leogang (AT)

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 92 13.11.17 08:42


W
er inmitten traditionel- rassiert, wächst ein seitlich versetzter Holzbau
ler alpenländischer Be- mit einer relativ kleinen Grundfläche empor.
bauung ein zeitgenössi- «Der Neubau hat seinen Platz an der Stelle des
sches Haus errichtet, alten Gemüsegartens zwischen meinem El-
sieht sich immer der ternhaus auf der einen und einem vorhande-
Herausforderung ge- nen Teich auf der anderen Seite gefunden»,
genüber, Alt und Neu in angemesser Art und erklärt Bauherr Florian Kranawendter.
Weise zu verknüpfen – ohne historisierend «Nichts ist verändert worden, noch nicht ein-
oder heimattümelnd zu bauen, und ohne mal das alte Gartenhäuschen am Hang muss-
­einen futuristischen Fremdkörper in eine ge- te weichen. Der Architekt hat es meisterhaft
wachsene dörfliche Struktur zu setzen. Haus verstanden, das Haus in die Gegebenheiten des
Kranawendter in Österreich ist ein Paradebei- Grundstücks einzufügen.»
spiel von gelungener zeitgenössischer Wohn- Dennoch erscheint der Neubau als ein
bauarchitektur in ebensolchem Kontext. Ar- Stück markante, eigenständige, kraftvolle Ar-
chitekt Tom Lechner, der sein Büro LP chitektur, mit ihrem Ort verwurzelt und doch
Architektur in Altenmarkt betreibt und sich im Hier und Heute angesiedelt. Aufgrund
mit zeitgenössischen öffentlichen wie privaten ­eines ähnlich gelungenen Beispiels eines Neu-
Bauten von herausragender Qualität im alpi- baus als Ergänzung eines vorhandenen Hau-
nen Kontext einen Namen gemacht hat, und ses, den Tom Lechner einige Jahre zuvor rea-
der junge und sehr ambitionierte Bauherr lisiert hatte, war Florian Kranawendter auf
­Florian Kranawendter haben gemeinsam ein den Architekten aus Altenmarkt aufmerksam
Haus geschaffen, das ganz an seinem Ort ver- geworden – und lud ihn ein, sich das Grund-
wurzelt ist und doch selbstbewusst und zeit- stück anzuschauen. «Die Chemie stimmte auf
Rückszugsmöglichkeit bietet der gemäss auf seine Umgebung reagiert. Anhieb, und er erklärte sich bereit, in unser
überraschend grosszügige Projekt einzusteigen», so der Bauherr, der
Spielflur mit Klavier an den Ideale Einbettung in die Umgebung selbst aus dem Bereich Innenarchitektur und
Kinderzimmern im Oberge- Design kommt und bei einem Ofensetzer- und
schoss. Konzipiert als Anbau an Florians Elternhaus, Plattenverlegetechnikbetrieb tätig ist.
einem konventionellen Einfamilienhaus mit Was die Materialwahl im Innen- und
flach geneigtem Satteldach, Baujahr 1988, am Aus­senbereich angeht, hatte Florian Krana-
Südhang über einem tief eingeschnittenen Tal wendter somit sehr genaue Vorstellungen.
im Salzburger Land, erscheint der Neubau als Tom Lechners Planungen von Volumen, Ku-
kompakter Kubus, der 155 Quadratmeter batur, Grundrissaufteilung und Fassadenge-
Wohnfläche auf vier Geschosse verteilt und staltung, sein architektonisches Konzept von
sich der Topografie des steilen Hanggrund- Schutz und Offenheit, Stärke und Transpa-
stücks perfekt anpasst. Auf einem massiven renz gingen schliesslich Hand in Hand mit
Sockel aus Naturstein, der das Gelände mit einem anspruchsvollen Materialkonzept, das
Treppenaufgängen und zwei Freisitzen ter- die Sprache und Qualität der Architektur

Tisch und Sitzbank sind aus


Weisstanne gefertigt wie auch die
Wandverkleidung. Die Stühle
(Vintage) wurden vom Bauher-
ren abgeschliffen, sodass die
Einrichtung wie aus einem Guss
erscheint.

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 93 13.11.17 08:42


konsequent weiterdenkt. Ist das Haus mit sei- mit Schlafzimmer, Ankleide und Bad. Hier,
nen gut 155 Quadratmetern Wohnfläche im massiv gemauerten Erdgeschoss, trifft war-
doch eher klein, stapelte Tom Lechner in sei- mes Eichenparkett auf verputzte Wandflä-
nem Entwurf insgesamt vier Ebenen so ge- chen; für die Wände in der Dusche wurde der
schickt auf der begrenzten Grundfläche von gleiche Naturstein verwendet wie für die
7,60 mal 7,60 Metern (Aussenmass Kubus), Wandflächen um den Treppenaufgang.
dass die Innenräume überraschend luftig und Das Dach der Garage konzipierte Tom
grosszügig wirken. Lechner als Freisitz und Terrasse neben dem
Hauseingang. Von hier aus geniesst man den
Klein, aber oho weiten Ausblick über das Tal. Eine zweite
Terrasse entstand neben dem Wohnraum im
Die einheitliche Materialwahl sowie die Posi- ersten Obergeschoss, wo sich Küche, Essecke
tionierung und Dimension der Fensteröffnun- und Wohnraum um den zentral eingescho-
gen, die von innen heraus entwickelt wurden benen Kamin gruppieren – und die einheit-
(sie sind in ihrer unregelmässigen Anordnung liche, fein aufeinander abgestimmte Materi-
und Dimension auf die gerahmten Ausblicke alwahl Einbauten, Raumdecken, Wände und
in die Natur ausgerichtet), unterstützen die- Böden wie aus einem Guss erscheinen lässt.
sen grosszügigen Raumeindruck. Im Schnitt Ein glatter, beige-grüner, matt geschliffener
Innerhalb des erkennt man, wie sich eine Wendeltreppe als
platzsparende Erschliessungsstruktur durch
Estrichboden trifft auf die fein verputzten
Wandflächen um den Kamin sowie mit hel-
kompakten alle vier Geschosse schraubt – eine geniale Idee
des Architekten zur maximalen Raumausbeu-
ler Weisstanne verschalte Raumdecken,
Wändflächen und Einbauten. Weisstanne ist
Volumens setzte te auf kleinem Grund. Die Innenwände d ­ ieses auch das vorherrschende Material in den
vertikalen Raums wurden mit dem gleichen Kinderzimmern mit eigenem Bad sowie
Architekt Tom Naturstein – Luserna Gneis mit spaltrauer Spielflur im Obergeschoss. Der höchst detail-
Oberfläche – verkleidet, wie der Sockel des lierte und handwerklich hochwertige Innen-
Lechner ein Hauses im Aussenbereich. ausbau, die optische und haptische Qualität
ambitioniertes Eine breite Treppe aus ebendiesem Stein
führt vom Strassenniveau mit Garagenzufahrt
der Oberflächen, die aussen eher grob und
rau, innen deutlich zarter, glatter, weicher an-
Raumprogramm hinauf zum Hauseingang. Auch durch Gara-
ge und Keller führt ein Zugang ins Haus, so-
muten, verleihen dem Haus seinen naturna-
hen, zeitlos-eleganten Charakter.
um, das den dass man, von Wind, Regen oder Schnee ge-
schützt, direkt vom Auto ins Haus gelangt.
Der Dialog von Holz und Stein ist innen
wir aussen aufs Schönste gelungen. Die Lär-
Ansprüchen des Das darüberliegende Hanggeschoss umfasst
auf der einen Seite Gästezimmer und Home-
chenschalung der Fassade wurde mit einer
grauen Pigmentlasierung behandelt und wird
Bauherren office sowie Haustechnikraum und den unter-
irdischen Verbindungsgang zum Nachbar-
mit den Jahren eine silbergraue Patina erhal-
ten. Ein Haus wie ein guter Wein – es wird
gerecht wird. haus, auf der anderen Seite den Elterntrakt nicht altern, sondern reifen. ——

Links: Gegenüber vom Schlafbereich


befindet sich das Badezimmer mit
eingebauter Wanne und Waschtisch.
Beim Baden schaut man durch ein
Fenster in den Garten.

Rechts: Schlafzimmer und Bad im


Erdgeschoss sind durch eine gläserne
Wand und geschickt geplante Stauraum-
möbel voneinander getrennt.

94

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 94 13.11.17 08:42


2. Stockwerk
1 4
1 Spielflur 3
2 Kinderzimmer
3 WC 2 2
4 Badezimmer

TOM LECHNER
LP Architektur
Nach dem Architekturstudium an der TU
Graz und der Mitarbeit in verschiedenen Ar-
chitekturbüros, unter anderem in Salzburg
1. Stockwerk und Berlin, gründete Tom Lechner, 1970 in
Altenmarkt geboren, im Jahre 2000 erst eine
1 Wohnen/ Bürogemeinschaft mit dem Architekten
Essen/Kochen 1 ­Alexander Pedevilla und 2006 alleine die LP
Architektur ZT GmbH. Der Durchbruch ge-
lang ihm im gleichen Jahr mit dem Öster-
reich-Haus für die Olympischen Winterspiele
in Turin. Lechners Arbeiten sind geprägt von
der Fähigkeit, die Anliegen seiner Bauherren
mit Sensibilität und Pragmatik zu erkennen
und mit ihnen gemeinsam eine Architektur zu
schaffen, die die Qualitäten der regionalen
Bautradition in moderne Formen, Materialien
und Räume jenseits von klischeehaftem, al-
pin-rustikalem Bauen übersetzt.

ARCHITEKTUR: Tom Lechner


www.lparchitektur.at
6 5 7 8 BAUBEGINN: 2013
4 FERTIGSTELLUNG: 2015
1 9 GRUNDSTÜCKSGRÖSSE: 1466 m2
3 2 10
WOHNFLÄCHE GESAMTES GEBÄUDE: 155 m2
ZUSÄTZLICHE NUTZFLÄCHE: 50 m2
Erdgeschoss
BAUWEISE: Holzriegelbau auf massivem
1. Vorraum ­Natursteinsockel
1 Vorraum 6 Gang 1. Atelier
2. Vorraum
MITWIRKENDE
2. Gästezimmer SPEZIALISTEN: Einbauschränke,
3. Atelier
2 Atelier 7 WC 3.
4. Gästezimmer
Gang
Esstisch, Küche nach Entwürfen des Bauherren
3 Gästezimmer 8 Garderobe 4.
5. Gang
Technik
massgefertigt
5.
6. Technik
Gang von www.aufschnaiter.com;
4 Gang 9 Badezimmer 6.
7. Gang
WC
5 Technik 10 Schlafzimmer N alle Natursteinarbeiten
7.
8. WC
Garderobe
sowie den Kaminofen
8.
9. Garderobe
lieferte die Firma Eberl Ofenbau & Fliesen
0 5 1.
Badezimmer
10. Vorraum
9. Badezimmer
Schlafzimmer
GmbH
2.
10. Atelier & Co KG, www.eberl.co.at
Schlafzimmer
3. Gästezimmer
4. Gang
5. Technik
Grundriss EG I M 1.100 6. Gang
0
Grundriss1EG I M2 1.100 5 10
7. WC
0 1 2 5 10
8. Garderobe
9. Badezimmer

Stilio Uno. 10. Schlafzimmer

Große Klasse.
Stilio Uno-Kronleuchter verbinden vorbildlich geometrische Form und
Grundriss EG I M 1.100

0 1 2 5 10

puristisches Design mit moderner Hochleistungs-LED-Technik. Die hand-


gefertigten Pendelleuchten dieser Familie eignen sich ideal für die Einrich-
tung repräsentativer Räume. Stilio Uno ist in drei Größen erhältlich – von
550 bis 1200 mm Durchmesser.

Dinnebier GmbH
Graf-Adolf-Straße 49
40210 Düsseldorf
Telefon 02 11/9 94 00-0

AT_01_18_CB_Chalet_Oesterreich 2.indd 95 13.11.17 08:42


Trendstadt

MEXICO
CITY
ARCHIVO DISEÑO Y ARQUITECTURA

Das von Fernando


Romero und seiner
Frau gegründete Archiv
in einem Fünziger­
jahre-Haus zeigt auch
Ausstellungen.

Im Spannungsfeld zwischen traditionellem


Handwerk und zeitgenössischer Gestaltung
sorgt die mexikanische Designszene
international für Aufsehen, nicht nur als
World Design Capital 2018.
Produktion und Text: Kristina Raderschad, Fotos: Christian Schaulin

96 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

AT_01_18_CE_Mexico.indd 96 13.11.17 09:11


EMILIO CABRERO
Souvenirs: Im Shop des
Archivo Diseño y Arquitectura
findet sich Industrie- und
Produktdesign aus Mexiko.

Emilio Cabrero ist der Direktor der alljährlichen Design Week Mexico
und auch des Organisationskomitees der World Design Capital 2018.

Elsa García ist Teil von Studio


MOB, das Möbelkollektionen
mit mexikanischen Manufak-
turen produziert.

D
ass Design weit mehr des Jahr unter das Oberthema So­cially Respon-
und ganz andere Facet- sible Design (sozial verantwortliches Design).
ELSA GARCÍA

ten umfasst als Mode, «Dieses Thema reflektiert unsere Bemühun-


Produkt oder Grafik, gen, die Rolle von Design und Kreativität als
haben die vergangenen Mittel zu sozialem und kulturellem Wandel zu
«Welthauptstädte des fördern», erklärt Emilio Cabrero, Direktor der
Designs» (World Design Capitals) Helsinki Design Week Mexico und des Organisations-
2012, Kapstadt 2014 und Taipeh 2016 bewie- komitees der World Design Capital 2018. «Wir
sen. Indem sie Themen wie Bildung, Verkehr, laden Designer aus aller Welt ein, Ideen zu for-
Verwaltung und öffentlichen Raum in den Fo- mulieren, wie diese rasant wachsende Mega-
kus ihrer Betrachtungen zu guter Gestaltung metropole lebenswerter und internationaler
gestellt und so aktuelle Probleme des urbanen gestaltet werden kann.»
Lebens im 21. Jahrhundert nicht nur aufge-
zeigt, sondern die Lebensbedingungen in der Vielfältige Locations
jeweiligen Stadt teilweise nachhaltig verbes-
sert haben. Emilio Cabrero, von Haus aus Architekt, hat
Nun ist die an gesellschaftlichen Konflik- sich als hervorragend vernetzter Vermittler
ten und Umweltproblemen nicht arme 22 Mil- zwischen Gestaltern, Herstellern und Ver-
lionen-Metropole Mexico City zur World De- triebsplattformen für mexikanisches Pro-
sign Capital 2018 ernannt worden – und stellt duktdesign einen Namen gemacht. Die von
sämtliche Ausstellungen, Konferenzen, Work- ihm initiierte Design Week Mexico feiert 2018
shops und Bildungsprogramme für kommen- ihr zehnjähriges Bestehen. So hat er die besten

AT_01_18_CE_Mexico.indd 97 13.11.17 09:12


Kerstin Erdmann und Cristobal
Riestra sind die neuen Gesichter
Seit Ende letzten Jahres präsentiert hinter der 1983 gegründeten
die Galerie OMR Künstler wie Galerie OMR.
Ugo Rondinone oder Alicja Kwade
in einem 1960er-Jahre-Bau.

& KERSTIN ERDMANN


CRISTOBAL RIESTRA
GALERIA OMR
Als Hotspot für zeitgenössische Kunst und Design beheimatet Mexico
City einige der wichtigsten Galerien Lateinamerikas.

Ausstellungshäuser und Museen, aber auch


Architekturikonen wie die berühmte Casa
DAVID POMPA

Luis Barragán als Locations für die Events zu


WDC 2018 gewinnen können.
Ein Hotspot wird der idyllische Chapul­
tepec-Park sein, mit Ausstellungen und Events
im Museo De Arte Moderna und im Museo
Tamayo. Dem Thema «Vision and Traditi­
on», dem für das mexikanische Design typi­
schen Zusammenschluss zwischen traditionel­
lem Handwerk und zeitgenössischer
Gestaltung, wird man auf verschiedenen
Events und Ausstellungen begegnen.

Symbiose aus Tradition und Moderne

Carla Fernández, die international wohl be­


Pendelleuchte Cupallo besteht kannteste Modedesignerin aus Mexiko, zeigt
aus recyceltem Glas und in ihrer Arbeit beispielhaft, wie Mode Tradi­
einem Schirm aus poliertem tionen bewahren und traditionelles Hand­
Messing oder Kupfer werk am Leben halten und trotzdem avant­
(davidpompa.com). gardistisch sein kann. Unter dem Motto «Die
Zukunft ist handgemacht» (The Future is
Handmade) entwirft sie Mode und kunst­volle
Erst 2013 gründete David
Pompa (31) sein Designstudio
mit Produktion und Shop in
Mexico – 2017 zeigte er seine
Kollektion bereits an der
Euroluce in Mailand.

98 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

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CARLA FERNÁNDEZ
KURIMANZUTTO
YAUTEPEC

René Godinez Pozas (*1986) José Kuri (Bild) und Monica Die Modedesignerin Carla
und Carlos Lara (*1985) Manzutto gehören zu den Fernández gehört zu Mexikos
firmieren unter dem Namen wichtigsten Galeristen international erfolgreichsten
Sangree. In der Galerie Lateinamerikas – und Gestaltern, betreibt mehrere
Yautepec zeigen sie ihre vertreten Stars wie Gabriel Boutiquen in der Stadt und
aktuellen Arbeiten. Orozco oder Damián Ortega. verkauft ihre Kreationen auch
online.
Traditionelle Keramik, eine Künstler Gabriel Orozco
der ältesten Arten von installierte in der hallenartigen Vergessen geglaubte Hand­
Kunst(handwerk), übersetzen Galerie einen verfremdeten arbeitstechniken ihrer Heimat,
die beiden jungen Künstler mit «OXXO-Markt». wie das Drechseln und
knalligen Farben ins Heute. kunstvolle Verzieren von
Holz(arm)ringen, hält Carla
Fernández in ihren Entwürfen
lebendig.

AT_01_18_CE_Mexico.indd 99 13.11.17 09:12


Die 1948 erbaute Casa Luis
Barragán war das Wohnhaus
des Meisters und ist heute
Pilgerstätte für Fans der
mexikanischen Moderne.

100 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

AT_01_18_CE_Mexico.indd 100 13.11.17 09:12


CASA LUIS BARRAGÁN
Den faszinierenden Umgang
mit Licht und Farbe im
Innenraum beherrschte Luis
Barragán meisterhaft – zu
besichtigen nach Anmeldung.

Pritzker-Preisträger Luis
Barragán (1902–1988) gilt als
Meister der emotionalen
Architektur und prägte die
mexikanische Moderne wie
kein anderer.

Mexiko ist stolz auf seine herausragenden Künstler der Moderne


und pflegt das Erbe von Luis Barragán und Frida Kahlo.

Accessoires und lässt sie von Kunsthandwer-


kern in verschiedenen Regionen Mexikos pro-
duzieren, die jahrhundertealte Methoden wie
traditionelles Färben mit Indigo, Cochinilla
oder Erde, Weben in Ikat-Technik oder sel­
tene Sticktechniken beherrschen. Dennoch ist
ihre Mode alles andere als «ethno», sondern
charakterisiert von klaren, zeitlosen Schnitten,
die teilweise sogar unisex funktionieren – wie
das mutifunktionale Vestido Cobra, das un-
längst sogar in der Ausstellungsreihe On Dis-
play in der Autostadt Wolfsburg zu sehen war.
Wer einen Einkaufsbummel durch Roma,
Mexico Citys junges Galerien- und Ausgeh-
viertel, unternimmt, kann Carla Fernández’
zeitlos-moderne Entwürfe in ihrer Boutique
auf der Ecke Alvaro Obregón/Monterrey be-
staunen, anprobieren und kaufen.
CASA FRIDA

Nur zwei Blöcke entfernt befindet sich der


Shop eines anderen Designers, der traditionel-
le Materialien und Herstellungsmethoden sei-
KAHLO

ner Heimat in international erfolgreiche Pro-


dukte übersetzt: David Pompa, geboren 1986
in Klagenfurt als Sohn einer Österreicherin
und eines Mexikaners, eröffnete nach dem
Das Doppelhaus in San Ángel, in dem Das Museo Casa Estudio Diego Rivera y Produktdesignstudium sein erstes Büro in Ös-
Diego Rivera und Frida Kahlo von 1934 bis Frida Kahlo, 1932 als eine der ersten terreich, 2013 dann ein zweites Studio mit Pro-
1940 lebten und arbeiteten, ist heute als funktionalistischen Bauten in Mexiko duktion und Shop in Mexico. Seine Leuchten
Museum zugänglich. realisiert, gewährt Einblicke in Leben und und Produkte treffen den Nerv der Zeit und
Werk des Paares.

AT_01_18_CE_Mexico.indd 101 13.11.17 09:12


Das 1981 eröffnete waren unter anderem in einem Pop-up Store

MUSEO TAMAYO
Museum zeigt hervorra- von Artek in Helsinki sowie im April 2017 als
gend kuratierte Ausstel- erstes mexikanisches Label auf der Messe Eu-
lungen zu aktueller roluce in Mailand zu sehen. «Inititalzündung
Kunst (im Bild: Werke für die gesamte Kollektion war eine Reise
von Tacita Dean). nach Oaxaca im Jahre 2009, wo ich erstmals
Handwerker mit dem für die Gegend typi-
schen schwarzen Barro-negro-Ton arbeiten
sah», erzählt David Pompa beim Interview in
seinem Showroom. Er begann mit dem Mate-
rial zu experimentieren und übersetzte es in
grafisch-klare Tonfliesen und schlanke Lam-
penschirme, die nun von den wenigen
Familien­betrieben gefertigt werden, die die-
ses zeitaufwändige Handwerk noch beherr-
schen – und weltweit Absatz finden. «Seitdem
haben wir uns als Studio ganz der Gestaltung
von Produkten verschrieben, die traditionelle
Fertigungstechniken und Materialien in zeit-
genössische Formen übersetzen – seien es
Leuchten aus recyceltem Glas oder Kupfer,
Fliesen aus Ton oder Talavera, Möbel aus Me-
tall und recyceltem Plastikgeflecht.» Letzteres

Star-Architekten wie David Chipperfield oder Fernando Romero


schenkten Mexico City spektakuläre neue Museumsbauten.
MUSEO JUMEX

Im Schatten des benachbarten Museo


Soumaya steht der 2013 fertiggestellte
dreistöckige Travertinblock
(Chipperfield-Bau), der dem Jumex-
Saftkonzern gehört.

Eugenio López Alonso stellt in dem von


ihm initiierten Museum Werke aus seiner
beeindruckenden Sammlung internatio-
naler zeitgenössischer Kunst aus.

102 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

AT_01_18_CE_Mexico.indd 102 13.11.17 09:13


Mit 16 000 hexagonalen Aluminiumfliesen liess
Fernando Romero die Fassade des Museo Soumaya
verkleiden, das 2010 eröffnet wurde und als
meistbesuchte private Kunstsammlung der Welt gilt.

MUSEO SOUMAYA

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Autofreier Sonntag:
Am Wochenende erobern
Fahrradfahrer und Skater
die (erstaunlich grüne)
Prachtmeile und Verkehrsader
Paseo de la Reforma.

104 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

AT_01_18_CE_Mexico.indd 104 13.11.17 09:13


TATIANA BILBAO
Architektin Tatiana Bilbao
gründete vor 20 Jahren ihr
erstes Planungsbüro in Mexico
City und liebt «die Energie
dieser Stadt».

Neben Wohnungsbauten
in Mexiko und Europa
beschäftigen Tatiana Bilbao
internationale Lehraufträge,
zuletzt in Yale.

Architekten und Künstler engagieren sich für den nachhaltigen


sozialen und kulturellen Wandel in ihrer Heimatstadt.

etwa umfasst eine neue Version des berühm-


ten, traditionell geflochtenen Acapulco Chairs,
In der Blütezeit der mexikani- von David Pompa neu interpretiert als Aca-
CIUDAD UNIVERSITARIA UNAM

schen Moderne (1949–1952) pulco Sol mit Sonnendach. Der erfolgreiche


erbaut, ist der weitläufige Jungspund ist davon überzeugt, dass seine an
Campus ein Paradebeispiel für hervorragenden Design- und Architekturbü-
den Dialog zwischen Kunst ros reiche Heimatstadt durch die Events und
und Architektur. Ausstellungen im Rahmen der World Design
Capital 2018 noch stärker in den Fokus der in-
ternationalen Designcommunity rücken wird.
«Der Kulturtourismus wird weiter zuneh-
men, Mexico City noch mehr Besucher aus al-
ler Welt anziehen.» Zumal die Stadt – von der
latenten Erdbebengefahr abgesehen – deutlich
sicherer und einfacher zu besuchen ist, als es
ihr Ruf vermuten lässt.

Mexicos Trendquartiere entdecken

Stadtviertel wie Roma, Condesa oder Polanco


laden mit zahlreichen Galerien, Shops und
Cafés zum Flanieren ein, der öffentliche Nah-
verkehr funktioniert zuverlässig, und der
neue, aktuell in Bau befindliche Flughafen
schwingt sich dazu auf, der grösste Airport der

AT_01_18_CE_Mexico.indd 105 13.11.17 09:13


FERNANDO ROMERO
Architekt Fernando Romero und das Büro Foster and Partners
konzipieren Mexikos neuen Mega-Airport als Tor zur Welt.

Urban jungle: westlichen Hemisphäre zu werden. Der Ent-


Überall in der wurf dazu stammt von Foster and Partners
Stadt grünt und und dem Büro FR-EE des 1971 in Mexico City
blüht es, etwa die geborenen Fernando Romero. Der Star unter
malvenfarbigen den zeitgenössischen mexikanischen Archi-
Jacaranda-Bäume tekten hat nach dem Studium bei Jean ­Nouvel
wie hier in Roma. und Rem Koolhaas gearbeitet, bevor er unter
anderem mit seiner visionären Studie einer
grenzübergreifenden Border City zwischen
den USA und Mexiko weltweit für Aufsehen
sorgte. «Während die USA darüber nachden-
ken, eine Mauer zu bauen, schafft Mexiko mit
seinem neuen Flughafen ein Tor zur Welt»,
stellt der Architekt schmunzelnd fest, der in
seiner Heimatstadt mit dem Museo Soumaya
die meistbesuchte private Kunstsammlung der
Welt gebaut hat – die seines Schwiegervaters
Carlos Slim. ——

106 Atrium im Januar/Februar 2018 — Mexico

AT_01_18_CE_Mexico.indd 106 13.11.17 09:13


Mexico City erleben
Unsere Tipps und Adressen verraten, wo man in der Metropole edel
speist, stylisch nächtigt oder aussergewöhnliche Souvenirs findet.

HOTEL CARLOTA TORI TORI BAZAAR DE SABADO


2015 eröffnete die­ Polanco ist ein teu­ In San Ángel, un­
ses coole Boutique­ res und vornehmes weit des Museo
hotel seine Pforten Viertel, mit edlen Casa Estudio Diego
in einem ehemali­ Modeboutiquen Rivera y Frida
gen Motel aus den und Gourmettem­ Kahlo, findet sams­
1960er-Jahren un­ peln. Das Sushi-Re­ tags zwischen 10
weit des Paseo de staurant Tori Tori, und 19 Uhr der
la Reforma. Die von dem es in der quirlige Bazaar de
36 Zimmer organi­ Stadt mehrere Filia­ Sabado (San Jacinto
sieren sich um den len gibt, wurde hier 11) statt. Neben je­
zentralen Innenhof mit Pool, Bar und Re­ von Architekt Michel Roijkind als g­ rüne der Menge Kitsch findet sich im Inneren der
staurant. Empfehlenswert: Die Duplex­ Oase gestaltet: In einem ruhigen Innenhof Markthalle auch zeitgenössisches Kunst­
zimmer mit privater Dachterrasse im geniesst man feinste Fischkreationen. handwerk wie Keramik von ­Angulo Cero.
Obergeschoss. www.toritori.com.mx www.angulo0.com
www.hotelcarlota.com.mx

NEW PUJOL CASA DEL AGUA CASA BOSQUES


Das im Frühjahr Fein gefiltertes, mi­ Etwas versteckt im
2017 in einem ele­ neralisiertes, ioni­ ersten Stock eines
ganten, lichtdurch­ siertes Trinkwasser Eckhauses im Stadt­
fluteten Midcen­ bester Qualität, als teil Roma, über dem
tury-Flachdach­ Regenwasser auf Modeladen Apart­
bungalow eröffnete dem sehr begrünten ment 25, liegt diese
Restaurant (Tenny­ Dachgarten der Bar Buchhandlung. Die
son 133, Polanco) ist gesammelt, abge­ Auswahl an mexi­
der jüngste Genie­ füllt in edel gestal­ kanischen und in­
streich von Enrique teten Glas­flaschen ternationalen Bü­
Olvera. Der 1974 geborene Vorreiter der zum Mitnehmen oder Vor-Ort-Geniessen, chern und Zeitschriften zu den Themen
mexikanischen Nouvelle Cuisine gilt als gibt es in der Wasser- und Teebar, die auch Design, Mode, Kunst, Gastronomie und Ar­
bester Koch des Landes. die umliegenden Restaurants beliefert. chitektur ist hervorragend.
www.pujol.com.mx www.casadelagua.com.mx www.casabosques.net

HUSET TAXONOMIA MERCADO ROMA


2015 eröffnete die­ Im Erdgeschoss des Die gigantische
ses Restaurant im Hotels Carlota gibt zweistöckige Markt-
idyllischen Innen­ es einen Shop, der halle, gestaltet von
hof eines histori­ ausschliesslich Pro­ Architekt Michel
schen Stadthauses duktdesign aus Me­ Roijkind, vereint
in Roma. Inhaber xiko verkauft, von zahlreiche Stände
und Koch Maycoll insgesamt 76 Desig­ und Shops, die von
Calderon stammt nern. Neben Schu­ Käse bis zu gegrill­
aus Venezuela, hat hen von Sofia Pra­ tem Fleisch, von
im Baskenland ge­ do, Mode von Carla Quinoa-Burger bis
lernt und möchte, dass sich seine Gäste wie Fernández, Accessoires und Kleinmöbeln zu hausgemachtem Eis, vom frischen Vita­
zu Hause fühlen – daher der Name Huset von Peca finden sich hier coole Brillen, tol­ mincocktail bis zum Mezcal alles anbieten,
(«Home»). ler Schmuck und Taschen. was Mexicos Märkte hergeben – plus Sou­
www.huset.mx www.taxonomia.mx venirs wie die Frida-Kahlo-Puppe.
mercadoroma.com

AT_01_18_CE_Mexico.indd 107 13.11.17 09:13


A B O Jetzt abonnieren
und 3-fach profitieren!

1
TERRACE
Licht, Speaker und
Powerbank
TERRACE heisst das formschöne «Drei-in-
einem»-Terrassenlicht für gemütliche Sommer-
abende. Das dimmbare LED-Licht ist warm und
zaubert eine behagliche Atmosphäre. Da darf na-
türlich Musik nicht fehlen – kein Problem. Ter-
race ist eben auch ein Bluetooth-Speaker und –
damit der Akku des Mobiles auch einen Abend
lang durchhält – zugleich eine Powerbank.

Farben: Metal Gun oder Metal Brown


Grösse: 10 × 22,5 cm
Gewicht: 450 g
Material: ABS Kunststoff/Gummi
Für ein 2-Jahres-Abo (Zuzahlung 20 €)

Prämienangebote gelten nur für Neuabonnenten in Deutschland und Österreich (Atrium wurde in den letzten 12 Monaten nicht an diese Adresse geliefert).

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1. Frei Haus: Die Lieferung ­erfolgt alle zwei Monate ­bequem zu I­ hnen nach Hause,
ohne Mehrkosten!
2. Preisvorteil: Sparen Sie bis zu 10 % gegenüber dem Einzelverkaufspreis.
1-Jahresabo (6 Ausgaben) € 45.–, 2-Jahresabo (12 Ausgaben) € 84.–.
3. Kein Risiko: Nach Ablauf der Bezugs­dauer (6 bzw. 12 Ausgaben) ­können Sie
Ihr Abo ­jederzeit kündigen.

108 Atrium im Januar/Februar 2018 — Prämien

AT_01_18_Praemien.indd 108 13.11.17 09:29


FLIP TRAVEL
Designt von Adrian und Jeremy
Wright, London
Ein Wecker geht auf Reisen. FLIP TRAVEL ist der kleine

2
Bruder des bekannten und beliebten Weckers Flip, den viele
einfach On/Off nennen. Er hat dieselben Funktionen wie der
grosse, ist einfach um einiges kleiner, und man kann ihn arre-
tieren, sodass er beim Transport nicht irgendwo ungeplant im
Gepäck die Reisegesellschaft aufweckt.

Farben: Blue-Green oder Weiss


Grösse: 8,4 × 5,2 × 2,4 cm
Gewicht: 67 g
Material: Gummi ABS
Für ein 1-Jahres-Abo (ohne Zuzahlung)

3 PANTONE TRINKFLASCHEN
Aubergine 229 und Green 15-0343
Seit über 50 Jahren ist Pantone der führende Anbieter von
Farbsystemen, die weltweit als Standard für Farbkommu-
nikation eingesetzt werden. Im Zuge ihrer Zusammenar-
beit erschaffen Room Copenhagen und Pantone fortlau-
fend wunderschöne Kollektionen mit farbenfrohen
Produkten. Accessoires, die Sie benötigen; in dem Design,
das Sie sich wünschen und in Farben, die Sie lieben.

Farben: Aubergine oder Greenery


Masse: 74 × 190 mm
Volumen: 630 ml
Material: Edelstahl
Für ein 1-Jahres-Abo (ohne Zuzahlung) Atrium bietet fundierte
Architektur- und Wohn-
reportagen, Porträts, aktuelle
Berichte über Ausstellungen
und Messen, Produktneuheiten
und Trends. Dazu praktische
Einrichtungstipps, Vorschauen
auf Events und vieles mehr!

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AT_01_18_Praemien.indd 109 13.11.17 09:30


K Ü C H E

Tischlein deck dich


Auch drei Tafeln reichten nicht aus, um all die entdeckten
Bijous aus Porzellan und Keramik aufzutischen. Auszug aus
dem Tableware-Universum. Redaktion: Mirjam Rombach

1
Limitiert: In der Farb­
zusammensetzung von
«Berry» stecken echte
1
Goldpigmente, die den
Beerenton der Sonder­
edition leuchten lassen.
www.lecreuset.com

2
Japan meets Denmark:
Studio Arhoj vereint
skandinavische S­ chlichtheit
mit japanischer Kultur.
Die kleinen Geister sind
handgefertigte Unikate.
www.arhoj.com

3
Aquarell: «Colour
Shades» von Designerin
Inga Israel für Kahla spielt
mit Licht und Schatten.
www.kahlaporzellan.com

2
3

110 Atrium im Januar/Februar 2018 — Küche

AT_01_18_EB_Kueche.indd 110 13.11.17 09:24


4
5

6
4
Tausendsassa: Die
eigenwilligen Keramiken
der kanadischen Künstlerin
Mérida Anderson sind
handgefertigt und
unglaublich schön.
www.yyycollection.com 7
5
Terrakotta: Inspirations-
quelle für die Serie
«Junto» war der traditio-
nelle spanische Botijo.
www.norman-copenhagen.com

6
«Junto»: Feines Porzellan
kontrastiert mit kräftigem
Steinzeug, dessen Reaktiv-
glasur jedem Stück einen
individuellen Look gibt.
www.rosenthal.de

7
Unikate: Die objektartigen
Keramikvasen werden
handgefertigt und sind in
den Farben Kobalt,
Graphit oder Pfingstrose
erhältlich.
www.pulpoproducts.com

8
Handmade: Ob der
wunderschönen Kollektion
«Unearthed» des Londoner
Designers Sevak Zargarian

8
vergisst man beinahe das
Essen. Erhältlich bei
www.themakerplace.co.uk
www.sevakzargarian.com

AT_01_18_EB_Kueche.indd 111 13.11.17 09:25


Filigran: Das reliefartige
Muster des Dekors «Royal
Blossom» wird in aufwendi-
ger Handarbeit gefertigt.

Edel: Das Meissener Zwiebel-


muster wurde vor knapp drei
Handwerk Porzellan
Jahrhunderten entworfen.
»Noble Blue» interpretiert Für ihre neuen Kollektionen schöpft die
den Klassiker auf erfrischende
Weise neu. Porzellanmanufaktur MEISSEN aus einem
einzigartigen Fundus. Text: Mirjam Rombach

Ü
ber 10 000 Farbrezep- Herstellung ist «Royal Blossom». Das Dekor
turen und 700  000 geht auf die Blütezeit nach der Gründung der
Vorlagen – die älteste Manufaktur zurück. Modellmeister Johann
Porzellanmanufaktur Joachim Kaendler schuf für ein Service im
Europas verfügt über Auftrag des Sohnes von König August dem
ein gewaltiges Archiv Starken eine Schneeballblüte aus Meissener
an Modellen, Formen und Rezepturen. Ur- Porzellan. Erstmals ziert sie nun als Relief
sprünglich wurde die sächsische Porzellanher- ­filigran ein modernes Service.
stellung von Kurfürst August dem Starken in Vermehrt setzt Meissen wieder auf ein
Auftrag gegeben. Heute ist Meissen eine inter- Konzept der hauseigenen Produktentwick-
national bekannte Marke, und noch immer lung, doch auch die Zusammenarbeit mit
zeugen die Kollektionen vom historischen ­externen Künstlern spielt weiterhin eine Rol-
Erbe der Manufaktur. le. In den langen Reihen vergangener Koope-
In diesem Frühjahr hat Meissen die zeit- rationen finden sich bekannte Namen wie
lose Form N° 41 in vier Varianten präsentiert: ­Daniel Spoerri, Rolf Sachs oder die koreani-
«Royal Blossom», «Noble Blue», «Swords» sche Malerin Seo. Seit kurzem untersteht die Fotos: Maik Krause, Manufaktur Meissen; Tobias Ritz Photography

und «Stripes». Von der über 300-jährigen Be- kreative Leitung dem erfahrenen Designer-
triebsgeschichte inspiriert, sprechen die team Otto Drögsler und Jörg Ehrlich – wir
­Dekore gleichzeitig eine zeitgenössische For- sind gespannt auf die nächsten Kollektionen.
mensprache. Besonders aufwendig in der www.meissen.com

Klassizistisch: Fast 200 Jahre


lang hat das Dekor «Stripes»
im Archiv auf seine Wieder-
entdeckung gewartet.

112
Abo_DE
AT_01_18_EB_Kueche.indd 112 13.11.17 09:25
GUTES
DESIGN
KAUFEN
Überall schießen Designmessen
wie Pilze aus dem Boden. Leider
ist nicht immer drin, was drauf-
steht: anders auf der interna-
tionalen Designmesse blickfang.
Fotos: Maik Krause, Manufaktur Meissen; Tobias Ritz Photography

Save the Date!

Oft wird Design als handgemacht übersetzt, Gestaltungsqualität ist Neben- Designers Market by blickfang | imm cologne | 19.–21. Januar 2018
sache. Anders bei der internationalen Designmesse blickfang: An sieben blickfang Hamburg | Deichtorhallen | 02.–04. Februar 2018
Standorten erwartet Sie ein kuratiertes Spektrum internationaler Möbel-, blickfang Stuttgart | Liederhalle | 16.–18. März 2018
Mode- und Schmuckdesigner. Eine Jury sorgt dafür, dass Hobby-Gestaltung blickfang Basel | Messe Basel | 04.–06. Mai 2018
gar nicht erst präsentiert werden darf. Zudem steht auf der blickfang immer blickfang Wien | MAK | 26.–28. Oktober 2018
der Designer selbst am Stand. Ansprechen ist ausdrücklich erwünscht, denn blickfang Zürich | Stage One | 09.–11. November 2018
im Gegensatz zu ähnlich konzeptstarken Designfestivals können Sie auf der NEU! blickfang Bern | Bernexpo | 16.–18. November 2018
blickfang alles, was Ihnen gefällt, direkt kaufen. Und wer nicht bis zur Messe
warten kann, schaut heute schon online im blickfang Designshop vorbei! Tickets auch online im blickfang Designshop erhältlich!
www.blickfang.com www.blickfang-onlineshop.com

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AT_01_18_EB_Kueche.indd 113 15.11.17 14:45
1
«Alpha»: Ein Klassiker, der
aufgrund seiner Formschönheit
nichts an Aktualität eingebüsst
hat. Aus zartem Musselinglas,
klar oder bunt erhältlich.
www.lobmeyr.at

2
1
Fabelhaft: Die gläsernen
Accessoires «Potpourri» wirken
wundersam zweckentfremdet.
www.pulpoproducts.com

3
Schnabel: «Parrot» wurde von
Designer Tomas Kral für Nude
entworfen. Erhältlich bei
www.nudeglass.com

Glück & Glas


4
Nordisch: Trotz 275 Jahre
Firmengeschichte ist die Kollekti-
on «Limelight» von Designer
Göran Wärff so zeitlos wie schön.
www.kostaboda.se
Nicht nur optisch, auch im Gebrauch sind
2 die filigranen Schönheiten von überraschender
Vielfalt. Redaktion: Mirjam Rombach

3
114

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5
7

6 8

5
Vielfalt: Transparent, opak oder
rosa – jedes Modell der Kollek­
tion «Magnolia» ist einzigartig.
www.nudeglass.com

6
Bouquet: Die dänische Glas­
manufaktur Holmegaard bietet
für jeden Wein das richtige Glas.
www.holmegaard.com

7
Flächig: Bilder und Küchen­
rückwände erhalten Brillanz mit
dem Leuchtglas «Screenlight».
www.glastroesch.de

8
Sec: Gläserne Schönheiten von
Carina Seth Anderson für die
schwedische Glashütte Skruf.
www.skrufsglasbruk.se

9
Ritual: Wasser trinken ist keine
Selbstverständlichkeit, sondern
9
will zelebriert werden. Von
Formafantasma, mit Kohlefilter.
www.lobmeyr.at

10
Ping!: Die handgefertigten
Spirituosengläser «Dizzy» sind
extra bruchfest.
www.sebastianbergne.com

10

AT_01_18_EB_Kueche.indd 115 13.11.17 09:26


Fingerspitzengefühl: Beharrlich: Joe
Kleine Studios in den USA Cariati hat sich
arbeiten ohne Farbschmelz­ einen Namen als
ofen. Trotzdem den richtigen Glasbläser
Farbton zu erreichen, gemacht. Seit 2003
erfordert Expertise. führt er in
Kalifornien sein
eigenes Studio.

Prozess: Bei der


Arbeit als Glas­
bläser braucht man
Geduld. Die
Entwicklung einer
neuen Form dauert
oft länger als ein
Jahr.

Passion Glas
Vor 25 Jahren verliebte sich ein
Kunststudent in das Glasbläserhandwerk.
Die Geschichte einer Berufung.
Interview: Mirjam Rombach

J
oe Cariati ist ein erfolg- Glas-Ausbildungsklasse wechselte ich später Fähigkeiten gegenüber einem Material, das
reicher Künstler, Glas- an die Pilchuck Glass School bei Seattle. ­Dieser sich erst ab 1150 Grad Celsius blasen lässt.
bläser und Ausbildner. Schritt war entscheidend für meine spätere ­Tatsächlich fasziniert jeder Moment des Glas-
Sein Studio in Los An- Laufbahn und festigte den Entschluss, meiner blasens, absorbiert, begeistert, frustriert oder
geles produziert jedes Berufung zum Glasbläser zu folgen. befriedigt mich.
Jahr Tausende elegan-
ter, funktionaler Glasobjekte. Die Kunstfer- Was fasziniert Sie an Glas besonders? War es schwierig, sich als Glasbläser und Kunst­
tigkeit der venezianischen Glasbläsertechnik JC: Sämtliche Arbeiten, die mit der Bear- handwerker zu etablieren?
hat er von der Pike auf gelernt. beitung des Materials verbunden sind. Glas als JC: Ja! Ich erinnere mich noch an ein Ge-
Werkstoff ist ja eigentlich nichts anderes als spräch mit meinem Mentor. Ich war damals
Wann sind Sie erstmals mit Glas als formbares ein geschmolzener Haufen von Mineralien hin und her gerissen, wollte unterrichten, ma-
Material in Berührung gekommen? und anderer Stoffe; Glas «möchte» nichts. len und mit Glas arbeiten. Er bestärkte mich
JOE CARIATI: Das war 1992 an der San Nur die menschliche Interaktion verändert und riet mir, alles zu tun, worauf ich Lust hät-
Francisco State University. In der Kunstabtei- seinen Zustand – und dies in einer Weise, die te. Heute fokussiere ich auf die Arbeit an mei-
lung sah ich jemanden Glas blasen und wuss- einfach unglaublich ist. Manchmal gerate ich nem Brand, unterrichte aber gelegentlich
te sofort, dass ich das machen möchte. Von der in eine existenzielle Krise bezüglich unserer ­immer noch an spezialisierten Workshops.

Definieren Sie sich als mehr als Handwerker oder


als Künstler?
JC: Eindeutig als Handwerker. Wenn ich
Dinge erschaffen kann, fühle ich mich wohl
Teamwork: Joe Cariati und authentisch. Ich stehe seit 25 Jahren an der
arbeitet eng mit Drehbank; die Arbeit fällt mir einfach leicht
erfahrenen Handwer­ – wie fordernd sie auch sein mag.
kern zusammen.
Oft verbringen sie bis www.joecariati.com
zu 60 Wochenstunden
im Studio.

116 Atrium im Januar/Februar 2018 — Küche

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WETTBEWERB

«BADMÖBELSERIE MYA» –
aus natürlichen Materialien gefertigt

Atrium verlost unter allen Einsendungen einen Hocker und einen


Ganzkörperspiegel von burgbad im Wert von 2500 Euro.

D
ie neue Badmöbelkollek- grosser Wirkung umsetzbar ist. Zu der Mö- SO NEHMEN SIE AM
tion «Mya» von burgbad belkollektion gibt es ein Set an Accessoires WETTBEWERB TEIL:
interpretiert den Land- und Möbeln: Bank, Ganzkörperspiegel, Im Internet unter www.atrium-magazin.de
hausstil völlig neu. Ganz Handtuchhalter, Wäschesammler und Raum- oder senden Sie eine Postkarte
aus natürlichen und au- teiler. Burgbad verlost aus der Serie «Mya» (bitte keine Briefe) an:
thentischen Materialien ­einen Ganzkörperspiegel und einen Hocker
gefertigt, verknüpft sie das Gefühl von Na- im Wert von 2500 Euro. Archithema Verlag AG
turverbundenheit mit dem urbanen Lebens- Wettbewerb, «BURGBAD MYA»
stil. Und das auf eine unprätentiös schlichte, Weitere Infos finden Sie unter: Rieterstrasse 35, CH-8002 Zürich
fast lässige Art, die Raffinesse und Selbstbe- www.burgbad.com
wusstsein ausstrahlt. Mit den hochwertigen EINSENDESCHLUSS:
Möbeln lassen sich auch kleine Bäder wohn- 12. Februar 2018
lich und edel ausstatten, ohne den Raum zu
erdrücken. Mit «Mya» bringt burgbad eine Die Gewinnerin oder der Gewinner wird in ATRIUM
veröffentlicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den
hochwertige, schlichte Kollektion für eine tra- Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
ditionsbewusste, urbane Wohnkultur auf den Mitarbeiter/innen von burgbad und Archithema Verlag AG
Markt, die auch in kleinen Räumen mit sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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H I - F I

Unverzichtbar: Anodisie-
rungsbad für Metallteile
in den Fabrikhallen
von Bang & Olufsen im
dänischen Struer.

Kunstvoll: Was an
CDs erinnert, sind
tatsächlich aus Aluminium
gefertigte Bestandteile
der akustischen Linse des
neuen «BeoLab 50».

Klang der Zukunft


BANG & OLUFSEN steht für
unvergleichliche Klangerlebnisse, verpackt
in elegantes Design. Eine Spurensuche.
Redaktion: Cornelia Etter

KRESTEN KRAB-BJERRE

B
SENIOR MANAGER ei der Gelegenheit, nannt «The Ear», sein. Zusammen mit einem
SOUND CONCEPTS mich zwischen die bei- Team aus Designern und Ingenieuren um
den neuen Lautspre- Kresten Krab-Bjerre, Senior Manager und
cher «BeoLab 50» in Verantwortlicher Klangkonzepte, tüftelt er
­einen bequemen Sessel stunden-, tage- und manchmal sogar monate-
zu setzen, um Musik lang am Klang eines neuen Lautsprechers
zu hören, schloss ich unweigerlich die Augen ­herum, bis dieser schliesslich genau so klingt,
und wollte gar nicht mehr aufstehen. Ob Jazz, wie er klingen muss.
Fotos: Bang & Olufsen

Country oder Klassik, als Zuhörerin hatte ich Das 1925 gegründete dänische Unterneh-
das Gefühl, die Band oder das Orchester stün- men Bang & Olufsen blickt auf eine langjäh-
de im selben Raum und spielte nur für mich. rige Geschichte zurück – mit unzähligen
GEOFF MARTIN Wie aufregend und zuweilen wohl auch frus- Fakten, Träumen und unterhaltsamen Anek-
SOUND DESIGNER trierend muss die Arbeit von Geoff Martin, ge- doten über die Gründer Peter Bang und Svend

118 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Hi-Fi

AT_01_18_FD_HIFI.indd 118 13.11.17 09:43


Dekorativ: «BeoSound Shape»
ist auch ausgeschaltet ein kleines
Kunstwerk. Das drahtlose
Lautsprechersystem kombiniert
satten Klang mit individualisier-
barem Design und sorgt für eine
angenehme Raumakustik.

Olufsen. Sogar über ein eigenes Museum ver- Die Produktspezialisten stellten uns die
fügt der in Struer ansässige Unterhaltungs- brandneuen Produkte «BeoLab 50» und
elektronik-Hersteller. Zusammen mit einer «BeoSound Shape» vor. Während «BeoLab 50»
kleinen Gruppe von Journalisten und Redak- auf der Akustikforschung und technologi-
teurinnen konnte ich einen Blick in die Fab- schen Entwicklung des renommierten inno-
rikhallen werfen, wo die hochwertigen und vativen Lautsprechers «BeoLab 90» beruht,
benutzerfreundlichen Hi-Fi-Anlagen, Laut- bietet Bang & Olufsen mit «BeoSound Shape»
sprecher, Fernseher, Smarthome-Systeme und ein zeitgemässes, modulares Lautsprechersys-
Autostereoanlagen entstehen. Das war ein tem an, das sowohl mit seiner dekorativen Äs-
­eindrückliches Erlebnis, weil man ein Gefühl thetik wie mit seinem satten Klang begeistert.
dafür kriegt, wie viel Arbeit hinter den einzel- Optisch zu den Eichenholzlamellen des
nen Produkten steckt, und diese dadurch mit «­BeoLab 50» passt der «BeoVision 14» aus der
ganz anderen Augen betrachtet. Cool Modern Collection, der die beiden gegen-
Das Design von Bang & Olufsen ist ein an- sätzlichen Materialien Holz und Aluminium
sprechender Mix aus Ungewöhnlichkeit und elegant vereint.
Eleganz, das Ikonen wie David Lewis und
Jacob Jensen geprägt haben. Ebenso wichtig wie www.bang-olufsen.com
die hohe Qualität der Endprodukte ist dem Un-
ternehmen, dass der Entstehungsprozess nicht
das Ergebnis eines einzelnen genialen Kopfes,
sondern immer ein Gemeinschaftswerk ist.

Hochmodern: «BeoLab 50»


ist ein Lautsprecher, der
herausragende Klangleistung und
aussergewöhnliches Design
vereint. Kompromisslose
Klangliebhaber werden seine
Freude an ihm haben.

Stilvoll: Der intelligente


«BeoVision 14» TV in Brass
Tone ist Teil der neuen Cool
Modern Collection, die von
modernen Einrichtungstrends
und der zeitlosen Eleganz der
Art-déco-Bewegung inspiriert ist.
Fotos: Bang & Olufsen

AT_01_18_FD_HIFI.indd 119 13.11.17 09:43


Hauchdünn
LG ELECTRONICS präsentiert Dünn wie Papier: Der «LG
den neuen Wallpaper-TV mit Signature OLED TV W7» ist so
dünn, dass beim Zuschauer der
77-Zoll-Bildschirmdiagonale. Eindruck entsteht, er schaue aus
dem Fenster.
Redaktion: Cornelia Etter

D
as neue Flaggschiff der und 2 und stellt sechs der acht am höchsten be- ­ ötig – eine grössere Helligkeit zu erzielen.
n
TV-Familie von LG werteten TV-Geräte. Die höchste Bewertung Darüber hinaus unterstützen sie alle aktuellen
Electronics ist da: Der erhielt der «LG Signature OLED TV W7» HDR-Standards (Dolby Vision, HDR 10 und
«LG Signature OLED vor dem «LG OLED C7» – beide in der HLG). Sie ermöglichen so ein überzeugendes
TV W7» beeindruckt 65-Zoll-Variante. Zur OLED-TV-Familie ge- Heimkinoerlebnis mit grösserer Helligkeit
mit einer Bildschirm- hören heute unter anderem die sehr dünnen und Kontrasten sowie einer umfangreicheren
diagonalen von 77 Zoll (195 Zentimeter). «B7»- und «C7»-Geräte, die «E7»- und «G7- Palette satter Farben. Der «OLED77W7» ist
Trotz der beachtlichen Dimensionen erweckt TVs» mit transparenter Rückwand aus Glas wie alle anderen erwähnten TV-Sets im Fach-
das papierdünne Profil des Displays beim Be- und die einzigartigen Wallpaper-Systeme der handel verfügbar. Mehr Informationen erhal-
trachter den Eindruck, als würde der Fern­ «LG Signature OLED TV W»-Serie. ten interessierte Kunden auf der Website von
seher schweben. Das OLED-Panel ist nur Alle 2017er-Modelle setzen zudem ULT- LG Electronics.
2,57 mm dünn. Es wird mithilfe magnetischer RA Luminance Technologie ein, um – wo www.lg.com
Klammern direkt an der Wand montiert, ohne
die geringste Lücke zwischen Display und
Wand. In der «W7»-Serie setzt LG eine wei-
terentwickelte Version seiner Pixel-Dimming-
Kontrolltechnologie ein, die bereits aus frühe- Atmosphärisch: Grosser Sound
ren OLED-Modellen bekannt ist. Sie liefert zum grossen Bild: Die «Sound-
tiefstes Schwarz ohne Licht-Leckage und bar SJ9» von LG sorgt für das
sorgt für ein schier unendliches Kontrastver- ultimative Kinoklangerlebnis im
hältnis mit einer Milliarde möglicher Farben. Wohnzimmer.
Insgesamt erfahren die 2017er-LG-
OLED-TV-Modelle grosse Aufmerksamkeit
und Anerkennung, wie zum Beispiel im kürz-
lich veröffentlichten Bericht des Consumer
Reports. Dort belegt LG in der Kategorie TVs
ab 60-Zoll-Bildschirmdiagonale die Plätze 1

120 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Hi-Fi

AT_01_18_FD_HIFI.indd 120 13.11.17 09:43


Sennheiser: Dank einer Akkulaufzeit von
10 Stunden und einer kabellosen Blue-
tooth-Verbindung ist der «Momentum
In-Ear Wireless» der ideale Alltags­
begleiter. Der Kopfhörer bietet beste
Klangqualität, und Anrufe können durch
ein integriertes Mikrofon unkompliziert
entgegengenommen werden.
www.sennheiser.com

Sony: Die schlanke Soundbar «HT-


MT300» von Sony sorgt für puren
Audiogenuss auf höchstem Heimkino-­
Niveau. Zudem eignet sie sich wunderbar
als kabelloser Musiklautsprecher
und macht auch optisch eine gute Figur,
genauso wie der ebenso kompakte
Subwoofer. www.sony.de

Tecflower: Basierend auf elektromagneti-


scher Induktion bietet das junge deutsche
Unternehmen hochwertige kabellose
Ladestationen und -cover für iOS &
Android an. Der «Andi Wireless Desktop
Charger» macht Schluss mit der lästigen
Suche nach Ladekabeln und genügt hohen
Designansprüchen.
www.andi.store, www.tecflower.com

AT_01_18_FD_HIFI.indd 121 13.11.17 09:43


Netgear: Das Orbi Tri-Band-WLAN-
System «RBK40» bestehend aus einem
AC2200 Router und Satelliten sorgt
dank einer Funkverbindung für ein
besseres und schnelleres WLAN-Netz
in verwinkelten Wohnungen.
www.netgear.com/orbi

Sonos: Gemeinsam mit der «Playbar» ist die


«Playbase» (im Bild) die Lösung für den
Fernseher – und sorgt für kraftvollen Sound,
wenn der TV einmal aus ist. Die formschöne,
flache «Playbase» ist in Schwarz und Weiss
erhältlich. www.sonos.com

Samsung: Mit «Frame» hat der


Schweizer Industriedesigner Yves
Béhar für Samsung ein kleines
Kunstwerk geschaffen. Dezent
fügt sich der TV in die Wohnzim-
merumgebung ein, als wäre er
längst Teil der Bildersammlung.
www.samsung.com

122 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Hi-Fi

AT_01_18_FD_HIFI.indd 122 13.11.17 09:43


Made with Hollywood
Atrium hat Michael Langbehn, Head of PR,
Media, Sponsoring bei PANASONIC Panasonic: Die moderne
DEUTSCHLAND, zu den TVs der neusten OLED-Technologie bringt
Sport- und Unterhaltungs-
Generation befragt. Interview: Cornelia Etter sendungen gestochen scharf
ins Wohnzimmer. Die
Spitzenmodelle «EZW1004»
und «EZW954» brillieren
Warum sollte ich mir einen OLED-TV von Materialien und eine elegante Formgebung mit intensiven Schwarztönen
­Panasonic anschaffen? zeichnen die TVs aus. Die dunkle, metallische und einer präzisen Farbwie-
MICHAEL LANGBEHN: Die ak­ Optik beider TVs verleiht ihnen einen zeit­ dergabe für ein volles
tuellen Panasonic OLED-Spitzenmodelle losen Touch, der sich stilvoll in jede moderne Kontrast- und Farberlebnis.
«EZW1004» und «EZW954» stehen für un­ Inneneinrichtung einfügt.
seren Anspruch, das ideale Heimkino-Erleb­
nis zu unseren Kunden zu bringen. Neben der Wie steht es mit der Vernetzung?
besonderen Detailschärfe und Kontrastdar­ ML: Bei Panasonic-Produkten steht die
stellung zeichnen sie sich speziell durch ihre Konnektivität stets im Fokus. So verfügen alle Worauf muss ich bei der Wahl der Bildschirm­
werkgetreue Farbwiedergabe aus. Dank der Modelle der «EZW1004»- und der «EZW954»- grösse achten?
Zusammenarbeit mit Spezialisten aus Holly­ Reihe neben einem Quattro-Tuner mit Twin- ML: Die ideale Bildschirmgrösse ist für je­
wood kann ein Bildstandard gewährleistet Konzept für alle wichtigen Empfangswege des Wohnzimmer individuell zu wählen. Aktu­
werden, der sich auf dem höchsten Niveau der und der TV>IP Server & Client Funktionali­ ell geht der Trend eindeutig in Richtung grösse­
Studiomonitore in der professionellen Film­ tät auch über den ausgezeichneten «Panasonic rer Bildschirme. Einer der wichtigsten Faktoren
produktion bewegt. myHomescreen 2.0» mit Unterstützung der bei der Wahl des TVs ist der Sitzabstand zum
wichtigsten Apps. Das integrierte WLAN so­ Display. Bei einem TV mit 4K-UHD-Auflösung
Wie sieht es punkto Design aus? wie USB-, HDMI- und weitere Anschlüsse verbessert sich die Bildqualität immens und der
ML: Der «EZW1004» und «EZW954» runden das Vernetzungsangebot ab. Auch die Zuschauer kann bei gleichem Sitzabstand eine
sind mit höchsten ästhetischen Ansprüchen Einbindung in Heimautomatisierungssysteme grössere Bilddiagonale wählen. Dank der hohen
gestaltet worden. Unsere Idee war es, Fernse­ wird unterstützt. Das «Panasonic Media Cen­ Auflösung und der verschiedenen Display­
her zu kreieren, die nicht nur der Unterhal­ ter» bietet dem Nutzer eine Vielzahl an zu­ grössen bietet Panasonic für jedes Wohnzimmer
tung dienen, sondern auch als Design-Objek­ sätzlichen Funktionen. Die Fernseher können das ideale Kinoerlebnis.
te für sich stehen können. Hochwertige per App bedient werden. www.panasonic.com

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Neue Materialien: «Loewe
bild und klang 9» spielen
mit Elementen des Art déco.
Das Design stammt von
Bodo Sperlein.

Stylisch: «Loewe
klang m1» – der
portable Speaker für
Bluetooth-Sound-
quellen.
Weniger ist mehr: «Loewe bild 3» ist
auch nur in 43 und 49 Zoll zu haben.
In Bildqualität steht der Fernseher

Begeisterungsfähig
jedoch den Grossen in nichts nach.

Jonathan Herrle ist bei LOEWE für die nicht Kunst zeigen? Zu diesem Zweck koope-
riert Loewe mit Lumas. Auch die Material-
Markenstrategie zuständig. Er sagt uns, wahl zum Beispiel beim «Loewe bild 9» eig-
net sich ganz hervorragend als Rahmen für
worauf es ankommt. Interview: Anita Simeon Lutz verschiedene Kunstwerke.

Bleibt die Marke Loewe so nicht nur einer elitä-


ren Kundschaft vorbehalten?
Wie wichtig ist das Design für die Markenbildung JH: Nein. Apple hat zum Beispiel auch
von Loewe? ­einen hohen Designanspruch und erreicht
JONATHAN HERRLE: Design hat trotzdem die breite Masse. Mit dem neuen
bei Loewe schon immer eine wichtige Rolle «Loewe bild 3» haben wir zum Beispiel auch
gespielt, aber es geht hier nicht nur um das ein einfacheres, kleineres Gerät im Sortiment,
Produktdesign als solches, sondern auch um das aber in puncto Bild- und Tonqualität den
die Vermittlung von gesellschaftlichen Wer- gros­sen Exemplaren in nichts nachsteht.
ten, um Lifestyle. Loewe steht für Qualität,
Wertigkeit der Materialien, aber auch für eine Was bringt die Zukunft an Entwicklungen?
ausgezeichnete Handhabung. Gefühlsmässig JH: Der Trend zeigt ganz klar in Rich-
kommen dann noch die Begriffe Wärme und tung einer das ganze Haus oder die ganze
Wohnlichkeit dazu. Wohnung umfassende Multimedia-Vernet-
zung. Hier will Loewe zum führenden Her-
Wie wohnen Ihre Kunden denn? steller für vernetzte Home-Entertainment-
JH: Bei vielen von unseren Kunden ist Lösungen werden. Dabei braucht es eine
Fernsehen ein soziales Ereignis. Man schaut perfekte Symbiose von Software, Hardware
zum Beispiel zusammen mit Freunden ein und Handhabung. Wir rollen das Thema
Jonathan Herrle: Als Chief Fussballspiel an oder lässt beim Dinner Musik Smart Home eigentlich von der Home-Enter-
Experience Officer von Loewe ist er über die «klang»-Lautsprecher spielen. Der tainment-Seite auf und denken in erster Linie
für ganzheitliche Markenerlebnisse und Fernseher muss auch bei Nichtgebrauch kei- an den Benutzer.
das Produktportfolio verantwortlich. ne schwarze, dunkle Scheibe sein. Warum www.loewe.tv/de

124 Atrium im Januar/Februar 2018 — Spezial Hi-Fi

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S E R V I C E

Aufwertung
Sein Zuhause aufzuwerten, macht Freude. Wie wäre es mit einem
batteriebetriebenen Rollo, einem neuen Sessel, einer Glas-
Schiebewand, einem Kaminofen oder gar einem neuen Dampfbad?

Vielfältig: Der in bis zu


Kein Kabel, viel Eleganz
30 Arten und über 40 Architektur und Raumausstattung stellen immer höhere Ansprüche an maxima-
Farben erhältliche Stoff len Komfort und unsichtbare Technik. Silent Gliss hat für diese Bedürfnisse ge-
der Rollos lässt sich nau die richtigen Produkte: die neuen batteriebetriebenen Rollo- und Raffvor-
fenster- oder zimmerseitig hangsysteme. Sie bieten Beschattung auf Knopfdruck, per Wandschalter oder
abrollen. Funkfernbedienung – ästhetisch und ganz ohne Kabelverlegung. Fenster können
jederzeit auch mit einem Rollo- oder Raffvorhangsystem nachgerüstet werden.
Leichtmetall und Aluminium sorgen für eine zeitlos edle Optik. Die klaren For-
men und hochwertigen Materialien erfüllen die vielfältigen Ansprüche an die In-
nenraumgestaltung. Alles wurde berücksichtigt: sogar die Beschwerungsprofile
des Rollo-Systems sind in runder, ovaler und eckiger Ausführung erhältlich. Zu-
dem kann das System direkt verschraubt oder mit Spannern angebracht werden.
Silent Gliss GmbH, Industriestrasse 2, 79541 Lörrach, T 07621 66070
www.silentgliss.de

Schlicht & sinnlich


Eine ungewöhnliche Kombination aus schnörkellosen und
geschwungenen Formen ist das Markenzeichen von «Belli-
ni» (Bild links). Der schlanke Korpus mit den schmalen Arm-
lehnen wird von leicht ausgestellten Füssen getragen. Einen
spannenden Kontrast dazu bildet die Linienführung der
Polsterung. Durch seine sparsamen, aber wirkungsvollen
Rundungen bekommt das Sofa eine luftige Eleganz, die dem
Wohnzimmer eine feminine Note verleiht. Die Sessel «Coco»
(Bild unten) verbinden ihrerseits gekonnt Komfort und
Leichtigkeit mit eleganter Linienführung.
BW Bielefelder Werkstätten, Potsdamer Strasse 180
33719 ­Bielefeld, T 0521 924270, www.jab.de

Sesselpaar: Das Spiel von


Kurven und Geraden führt bei
«Coco» zu subtilen, unverwech-
selbaren Formen.

Sitzleder: Spannender Mix aus schlicht und


sinnlich: Sofa und Sessel «Bellini».

126 Atrium im Januar/Februar 2018 — Service

AT_01_18_FF_Service.indd 126 13.11.17 09:45


links: Das zeitlose
Dampfbad wurde
nicht nur an die
Kundenwünsche,
sondern auch exakt an
die Raumsituation
angepasst.

rechts: Das massge-


schneiderte Dampfbad
war vorher ein
Abstellraum.

Sich etwas Gutes tun


Der Wunsch, ein Dampfbad im eigenen Badezimmer zu ha-
ben, treibt so manche Bauherren an. Wer will sich und sei-
nen Liebsten nicht etwas Gutes tun? In Zusammenarbeit mit
Das Bad complete line, Wien, ist den Repabad-Dampfbad-
planern eine moderne zeitlose Multifunktionsdusche gelun-
gen, die millimetergenau der Dachschräge angepasst wurde.
Der Dampfgenerator, das Herz jedes Dampfbads, versteckt
sich im schlanken, farblich abgesetzten Dampfbadpaneel
«Atlanta». Er sorgt für schnelles Aufheizen und ein starkes
Dampfbild. Über das im Paneel integrierte, einfach zu hand-
habende Bedienfeld werden alle Funktionen gesteuert.
Repabad GmbH, Bosslerstrasse 13–15, 73240 Wendlingen
T 070 24 94 110, www.repabad.com, www.das-bad.at

Modern & ästhetisch


Horizontal- Offene Wohnräume liegen im Trend. Dadurch lassen sich einzelne Zimmer auf
Schiebe-Wand: elegante Weise verbinden. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch beim späte-
Aluminiumprofile ren Renovieren oder Sanieren von Wohnungen und Häusern ermöglicht der Ein-
mit Bürstendich- bau flexibler Raumtrenner die Vergrösserung kleiner Räume ohne Nachteile.
tungen sorgen «In vielen Wohnungen gibt es auch noch Türtritte, die eine Stolpergefahr bedeu-
beim «SF 20» für ten. Unsere Schiebe-Dreh-Systeme sowie die Horizontal-Schiebe-Wände sind
Abdichtung der als hängende Konstruktionen angefertigt, was barrierefreies Wohnen ermög-
Spalten zwischen licht», weiss Ernst Schneider, Geschäftsführer der Sunflex Aluminiumsysteme
den Elementen. GmbH. Dazu gehört das Schiebe-System «SF 20» in Milchglas. Zum Öffnen und
Schliessen ziehen sogenannte Mitnehmer die einzelnen Glaselemente mit.
Sunflex Aluminiumsysteme GmbH, Im Ruttenberge 12, 57482 Wenden
T 02762 92530, www.sunflex.de

Eiserne Hunde
Der Hund gilt gemeinhin als treuster Gefährte des Menschen. In Anlehnung an
diese Loyalität und Beständigkeit taufte Brunner seine Kaminöfen «dog». Pro-
Iron Dog No. 6: duziert aus robustem Gusseisen in der firmeneigenen Giesserei wurden die Ge-
Die «Kochma- räte mit dem Zusatz «iron» versehen. Inzwischen gibt es bei Brunner ein ganzes
schine» macht auf Rudel «Eiserner Hunde». Der «Iron Dog» ist der günstige und rasche Einstieg
einer Terrasse oder ins Holzfeuer: Aufstellen, anschliessen – fertig! So einfach und formschön lässt
im Wintergarten sich das Grundbedürfnis Wärme heutzutage sichern. Zudem gibt es die Top-­
eine ebenso gute Kaminöfen in verschiedenen Grössen und Ausführungen. Ein echter Alleskön-
Figur wie in Haus ner für drinnen und draussen ist der «Iron Dog No. 6»: Neben den üblichen Funk-
oder Wohnung. tionen eines Zimmerofens kann das Multitalent auch grillen, backen und kochen.
Ulrich Brunner GmbH, Ofen- und Heiztechnik, Zellhuber Ring 17–18
84307 Eggenfelden, T 08721 7710, www.brunner.de

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CH-1018 Lausanne
T 0041 76 441 93 41, www.tomaskral.ch
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und Mensch intensiv aufeinandertreffen.

Die nächste Ausgabe erscheint am


130 15. FEBRUAR 2018 Atrium im Januar/Februar 2018 — Vorschau

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