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Die hier behandelte Thematik betrifft eine der ältesten Tech- auch ohne weitere Kennzeichnungen stellenweise ganze

ze Ab-
nik der Menschheit und bildet zugleich eines der abenteuer- schnitte als Auszüge aus diesem Werk wörtlich übernehmen.
lichsten und spannendsten Kapitel unserer Weltgeschichte. Jedem, der sich für diese Thematik interessiert, rate ich aber
Den Ausgangspunkt diesbezüglicher Überlegungen bilden die dazu, das ganze Buch zu studieren, welches auch viele weitere
Fragen: „Warum haben die Bauten des Altertums diese und Problemkreise recht anschaulich erklärt, denn in meinem Arti-
keine anderen Formen und Abmessungen? Hatten sie etwa kel kann ich die sehr umfassenden Sachaussagen nur sehr
nicht die bisher so gedachte, kulturgemäße bzw. kult- oberflächlich abhandeln!
prägende, sondern eine ganz andere, bisher unbe-
kannte Funktion?“
Im Wesentlichen werde ich mich an die
Ausführungen von Prof. Dr.-Ing. Kon-
stantin Meyl in seinem Buch:
„Sendetechnik der Götter“
halten und hier, um den
Gesamtzusammen-
hang nicht zu
beeinträch-
tigen,

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Die Römer mußten also ge von 50 Metern in ihrem inneren


eine Technik zur Verfü- Hohlraum aufnehmen konnten, welche
gung haben, mit der sie einer Sendefrequenz von ca. drei Mega-
im heutigen Sinne telefo- hertz entsprach, also wirklich im Kurz-
nieren konnten. Die rich- wellenbereich lag. Und die Bauten
tige Übersetzung muß selbst schwingen entsprechend ihrer
demnach lauten: “sie tele- Größe auf verschiedenen Frequenzen.
fonierten“ oder “sie tele- Deshalb stehen heute häufig in einem
graphierten zum Kaiser in Tempelbezirk gleich mehrere, verschie-
Rom und bekamen zur den große Tempel nebeneinander. Es
Antwort ...“! mußte ja der schwingungsfähige Hohl-
Nun zeigt uns Prof. Dr. raum umbaut werden!
Konstantin Meyl in seiner un wurde aber nicht ein elektro-
Enkis Tempel, ein architektonisches Wunderwerk in dieser Zeit
Buchreihe: „Elektromag-
netische Unv e r t r ä g l i c h-
keit“ die technischen Zu-
N magnetischer Schwingkreis als
Erreger genutzt, sondern die so
genannte Erdstrahlung. Man war an ih-
m die hier zu behandelnde und sammenhänge auf, die eine re Eigenschaften gebunden. Je kleiner

U jede andere wesentliche Proble-


matik verstehen lernen zu kön-
nen, bedarf es eines adäquaten Begriff-
Durchführbarkeit von Sende- und Emp-
fangstechniken in der Antike beleuch-
ten und erklären. Er zeigt hier sogar auf,
systems, wie wir es zum Beispiel in den daß die Rundfunktechniker der Antike
Fachsprachen der Wissenschaft sehen. ganz ohne Transistoren, Dioden und
Um die wissenschaftlichen Zusammen- anderen elektronischen Bauelementen Die „Stierhalle“ in Delos
hänge adäquat verstehen zu können, auskamen. In dem schon genannten, in
müssen wir die entsprechende Fach- Romanform geschriebenem Sachbuch:
sprache verstehen lernen. Ansonsten ist „Sendetechnik der Götter“ führt er seine ein Tempel (eine Sende- bzw. Emp-
eine wirkliche Verständigung ausge- Überlegungen zu dieser Problematik fangsanlage) gebaut wurde, um so hö-
schlossen. So spricht zum Beispiel so- fort. Diese Unterlagen geben uns einen her war die Sendefrequenz, aber um so
wohl der Mathematiker als auch der umfassenden Einblick, wie damals die geringer war auch die Erregerleistung.
Zahnarzt oder der Gärtner von einer Kommunikation über weite Entfernun- Kleine Tempel konnten demgemäß nur
Wurzel. Aber jeder meint mit diesem gen und mit einem recht hohen Wi r- kurze Entfernungen durch ihre geringe
Begriff etwas völlig anderes. Genau das kungsgrad möglich war. Nun könnten Sendeleistung überbrücken!
ist nämlich das Problem, wenn man Kritiker ihm mangelndes Historiker- Nun gibt es aber auch hier Besonder-
sich mit dieser ältesten Technik der Verständnis vorwerfen, aber ganz weg- heiten. Zu diesen zählt die so genannte
Menschheit einmal etwas näher be- leugnen können sie die aufgezeigten Stierhalle auf der Insel Delos. Dieses
schäftigt! Zusammenhänge nicht! Gebäude stellte ein Experimentiersen-
Wie soll also ein Altertumsforscher, Wie kann man nun Wellen ohne der dar, bei dem die Frequenz verändert
der zwar Latein und Griechisch gelernt elektromagnetische Technik übertra- werden konnte. Man löste das Problem
hat, aber nicht über die geringsten tech- gen? Hier bietet sich ein Prinzip an, wel- durch Verschiebung einer so genannten
nischen Grundkenntnisse verfügt, einen ches auch heute noch bei Satellite- “heiligen Schranke“, welche man frei im
historischen Text zur antiken Rund- nempfangsanlagen üblich ist. Und zwar Raum verschieben konnte. Meist wurde
funktechnik richtig übersetzen? Er kann handelt es sich um eine Hohlleitertech- aber dieser variable Sender nur genutzt,
ihn ja gar nicht wirklich verstanden ha- nik. Im Unterschied zur heutigen Tech- um unbeliebte andere Rundfunksender
ben! Er interpretiert dann die übersetz- nik im Mikrowellenbereich nutzte man zu stören. Auf diese Weise war es mög-
ten Worte im Sinne seiner eigenen in der Antike aber den Kurzwellenbe- lich, den Einfluß andere Gottheiten zu
Weltsicht und spricht so von Orakeln, reich, was uns die Abmaße der Bauten schwächen, indem man ihr Kommuni-
vom Mysterienkult sowie von Erdwahr- zeigen. Die Gebäude haben sogar so ei- kationssystem lahmlegte!
sagungen. Und er bescheinigt den Rö- ne Größe, daß sie eine halbe Wellenlän-
mern ein mangelndes Zeitgefühl, weil
ihre Kuriere die weiten Wege quer
durch das riesige Römerreich so schnell
doch gar nicht durchqueren konnten.
In den lateinischen Texten heißt es in
wörtlicher Übersetzung immer: “Sie
sandten zum Kaiser nach Rom und be-
kamen zur Antwort ...“ Und die Texte
lassen dann kaum einen Zweifel auf-
kommen, daß die Antwort des Kaisers
unmittelbar, spätestens jedoch in der
darauffolgenden Nacht bereits bei der
Truppe ankam. Es muß vom heutigen
geographischen und technischen Ver-
ständnis her gesehen also wirklich aus-
geschlossen werden, daß dann jedes-
mal ein Kurier per Pferd oder sogar nur
auf Sandalen in so kurzer Zeit das gan-
ze Reich durcheilte, um die Nachricht Delos, Tempelgruppe des Apollon-Heiligtums
dem Kaiser zu überbringen und um AI 1. Apollontempel, 6. Jahrh. v. Chr. 15 MHz
AII 2. Apollontempel,478-303 v. Chr. 13,6 MHz
dann auch gleich mit einer Antwort zu-
AII 3. Apollontempel,425-417 v. Chr. 21 MHz
rück zu sein!

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SENDETECHNIK DER GÖTTER

atürlich mußten sich die Men- oberster Stelle. Vor allem der riesige

N schen in der Antike das Wi s s e n


um die rundfunktechnischen Ei-
genschaften erst erarbeiten. So funktio-
Zeustempel von Agrigent war Ziel der
Begierde feindlicher Bestrebungen. So
eroberten die Römer das Olympieion.
nierte nicht jeder Bau auf Anhieb in der Sie verloren es wieder und holten es
beabsichtigten Form, was uns zahlrei- sich schließlich endgültig. Der hierbei
che Bauruinen, die nie fertiggestellt geplagten Stadt Agrigent sind damit ih-
wurden, beweisen. Auch wurde schon re als “Heiligtümer“ bezeichneten sen-
damals von Konkurrenten jede Neue- detechnischen Anlagen wie kaum einer
rung aufmerksam verfolgt. Konstantin anderen zur Schicksalsfrage geworden. Pyramide nördlich von Sakkara

A
Meyl zeigt in seinem Buch: „Sendetech- ber letztendlich hat sich das alte
nik der Götter“ einige der unv o l l e n d e t Griechenland an seiner eigenen
gebliebenen Bauwerke und die Hinter- Sendetechnik schier zugrunde als sie in der Antike realisiert war. Und
gründe für die Einstellung dieser Groß- gerichtet. Da sich die “Götter“ volksnah zwar eine direkte elektromagnetische
baumaßnahmen der Antike auf. Da geben wollten - schließlich verdienten Auskopplung der über Skalareinheiten
letztlich erkannt wurde, daß mit einer sie ja auch nicht gerade wenig Geld mit übertragenen Signale, Informationen
niedrigeren Frequenz als 3 Mhz sich die der Bereitstellung ihrer Funktelegraphie oder Energien. Aus den Schuhen der
Wellenausbreitungseigenschaften stark an reiche Händler - nahm das System “funktechnischen Steinzeit“ sind wir
verschlechtern (Übergang von Kurz- zu schließlich unkontrollierbare Dimensio- heute nun einmal heraus gewachsen!
Mittelwellen mit von Kurzwellen ver- nen an, was die Gefahr eines Zu- Die technische Realisierungsmöglich-
sammenbruches bereits keit für die heutige Zeit zeigt uns vor
schon in sich trug. Bei allem Konstantin Meyl in seiner Schrif-
dem kleinsten nachfol- tenreihe: „Elektromagnetische Umwelt-
genden “Ernstfall“ ent- verträglichkeit“ auf. Die technischen
stand durch Überlastung Grundlagen für die damalige Zeit habe
der Funkstrecke Chaos in ich in meinem Artikel: „Skalarwellen-
Ä t h e r. Und das System technik in der Antike“, m202, Seite 14-
brach daraufhin schlagar- 19, erläutert. Darum brauche ich hier
tig zusammen. Mit die- nun nicht näher darauf eingehen. Heute
sem Zusammenbruch der möchte ich vor allem die kulturellen
Funktechnik fällt das von Hintergründe für eine solche Technik
der Sendetechnik zu- und ihre weitere Auswirkungen auf den
sammengehaltene Grie- kulturgeschichtlichen Lebensverlauf
chenland auf der Stelle aufzeigen.
a u s e i n a n d e r. Die Römer Kommen wir jetzt wieder zur Antike
hatten nun leichtes Spiel zurück. Die einst so mächtigen Sende-
Olympieion von Agrigent (Akrasgas) Rekonstruktion
mit den Griechen. techniker, die den Regierungen über so
Auch dieses Beispiel in genannte Orakel politische Entschei-
der Antike zeigt, daß sich dungen diktieren konnten und die somit
jede noch so fortschrittli- die eigentlich Mächtigen, die Führer im
che Technik nur so lange Hintergrund waren, hatten plötzlich
verbessern und erhalten von heute auf morgen keinen Rückhalt
läßt, bis sie irgendwann in mehr im Volk; ihr Machtinstrument war
sich zusammenbricht. unbrauchbar und wertlos geworden.
Auch heute steht wieder Dieser Zusammenbruch ermöglichte
ein solcher Zusammen- es den Römern, nun die Sendetechnik
bruch kurz bevor, da die von den Griechen zu übernehmen. Sie
Olimpieion (Tempel B) von Agrigent, 480 v. Chr.
Schädigungen von Pflan- schränkten als erstes den Mißbrauch
zen, Tieren und Menschen der Sendetechnik so weit wie möglich
durch die auf der elektro- ein. Der militärischen Nutzung wurde
schiedenen Eigenschaften), brauchten magnetischen Basis funktionierenden absolute Priorität eingeräumt. Die Rö-
auch keine Sender = “Tempel der Göt- Systeme ein gravierendes Ausmaß an- mer haben auch die Sendelizenz neu
ter“ gebaut werden, die länger als 50 genommen haben, wie viele neuere zugeteilt, wodurch einige griechische
Meter sind. Die Mittelwelle garantierte Studien augenscheinlich beweisen (Se- Tempel dabei ihren Anspruch auf be-
nämlich keinen zuverlässigen Empfang hen Sie hierzu vor allem den Artikel von stimmte Frequenzen verloren haben.
mehr, weil hier der Rauschpegel derart Reinhard R. Köcher: >> Die Naila-Studie Gerade bei der Frequenzvergabe ist ein
ansteigt, daß das Nutzsignal kaum noch 2004 Eine “neue“ Physik und ihre Stück Machtdemonstration der Römer
zu empfangen ist! Konsequenzen <<, m 201, S. 56-60)! gegenüber den Griechen nicht zu über-
Auf ihre funktechnischen Wu n d e r- Heute ist eine Rückkehr zur Skalar- sehen. Für die bedeutenden griechi-
werke waren die Bewohner der Antike wellen-Technik angesagt, aber natür- schen Kultstätten wie Olympia und
natürlich stolz, konnte sie mit dieser lich auf einer qualitativ Athen war dies natürlich eine Beleidi-
Technik doch ihre technische Überle- anderen Te c h n o l o- gung. Schließlich entsprach bei ihnen
genheit gegenüber ihren Widersachern gie auf- die Übernahme einer Sendefrequenz
demonstrieren. Gerade wegen der gro- bau- dem Antritt des göttlichen Erbes.
ßen Bedeutung der schnellen Kommu- end, Weiterhin hat das Vorgehen der Rö-
nikationsmöglichkeit stand darum bei mer bei den Griechen zu einer zu-
den Feinden in der Verwirklichung nehmenden Abkehr von ihren
ihrer militärischen Ziele eine Erobe- alten Göttern geführt und die
rung, und wenn das nicht möglich griechischen Tempeltechni-
war, die Zerstörung der Tempel an ker waren plötzlich ohne

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den Römern die Landver- aufeinander abgestimmt funktionieren


messung von den Au g u- und zusammenspielen, wenn Informa-
ren höchstpersönlich tionen über den Äther geschickt werden
durchgeführt. Und nur der sollten. Vor allem auch, um diese wirk-
Oberpriester selber legte lich richtig empfangen zu können.
die Lage und Ausrichtung Denn vor allem die Zuverlässigkeit
der Tempel fest. Aber empfangener Informationen ließ da-
wenn dann der Tempel mals oftmals zu wünschen übrig!
erst einmal wirklich in Ein Hauptproblem bei der damaligen
Schwingung geriet funk- Sende- und Empfangsmethode war,
tionierte er ohne Ein- daß subjektive Empfindungen der Emp-
schränkungen mit der fangsperson ausgewertet werden muß-
Neoserres Totentempel, Sonnenheiligtum von Abusir genannt, vollen Sendeleistung. ten. Sinnes- oder Selbsttäuschung sind
mit pyramidaler Sockel der einen stämmigen Obelisk trägt. Der Aufenthalt in der hierbei absolut nicht auszuschließen.
Der Obelisk war 40 Meter hoch, die Sitze mit Kupfer vergoldet. Sendeanlage war übri- Deshalb ging man schließlich bevorzugt
gens auch damals wäh- zu einer Eingeweideschau über. Aber
Werbeeinnahmen, da ihnen die Sende- rend des Betriebes lebensgefährlich. auch diese Methode funktionierte nicht
lizenz genommen wurde. Mit diesem Mehrfach ist von tragischen Betriebsun- immer mit gleichbleibender Zuverläs-
Abfall der Griechen vom Glauben haben fällen berichtet worden, bei denen Un- sigkeit. Genau wie Menschen, die
sich die Römer aber zugleich ein neues kundige, meist neugierige Jugendliche, unterschiedlich empfindlich auf Signale
Problem geschaffen. Und auch dieses nachts heimlich in den Tempel ge- im Äther reagieren, garantieren auch
Problem gewinnt gerade heute wieder schlichen sind, um sich dort zu verstek- die Eingeweide der Opfertiere keine ab-
an Aktualität, nimmt an Schärfe zu. Ein ken, um eben ihrem Gott möglichst nah solut konstante Empfangsqualität. Bei
Volk ohne Glauben kann man nämlich zu sein. Am anderen Morgen fand man den Zuckungen von Leber und Milz wa-
nicht mehr gut an der “langen Leine“ dann ihre Leichen. Damals hatte man ren aber zu mindestens willentliche Be-
bzw. “bei der Stange“ halten - es bricht also augenscheinlich die Schädigungen einflussungen weitestgehend ausge-
früher oder später aus dem bestehen- durch diese Sendetechnik vor Augen. schlossen. Deshalb galt diese Methode
den System aus und es kommt dann Heute liegt das Ganze etwas mehr ver- damals als unbestechlich, was sie aber -
letztendlich auch zum gesamtgesell- schleiert vor, da es noch kaum Meßge- wie wir es heute wissen, denn auch Ti e-
schaftlichem Zusammenbruch! räte für den Bereich der physikalischen re und Pflanzen besitzen ein willentlich
Da man in der Antike die Erdstrah- Verwirklichungen des wesentlich gesteuertes Bewußtsein (!) - bei weitem
lung zur Schwingungsanregung der elektroneutralen Schweremagnetismus nicht war! Jedoch aufgrund
Sender benutzte, war man natürlich gibt! ihres damaligen guten
von deren Schwankungen abhängig. Auch die Sende- und Emp- Rufes wurde sie
Vor allem transversalen (elektromagne- fangstechnik in der Antike vor allem
tischen) Wellen wirkten den longitudi- war zweifellos eine recht vom
nalen (schweremagnetischen) We l l e n komplexe Einrichtung.
der Erdstrahlung entgegen. Die Son- Viele einzelne Ab-
neneinstrahlung hatte also großen Ein- läufe mußten
fluß auf die Funktion der Anlage. Da- harmo-
rum ging man in der Regel nachts auf nisch
Sendung. Die Ankopplung des Elektro-
magnetismus an den Schweremagne-
tismus konnte man übrigens als Kni-
stern hören und manchmal auch in der
Ausbildung von Funkenstrecken se-
hen. Funkenstrecken zwischen nicht-
leitenden Materialien, wie es der
Stein nun einmal verkörpert!
Wann und wie oft man auf Sen-
dung gehen konnte, war vor allem
eine Standortfrage. In Bereichen von
Erdverwerfungen ist die Sendefunk-
tion natürlich viel optimaler realisiert
als an anderen Orten. Darum
wurde nicht umsonst
bei
SENDETECHNIK DER GÖTTER

Militär bevorzugt. Jeder Heerführer Delphi, sagte er, gäbe es ein wahrhafti- logischerweise bestand eine exzellente
konnte an den Altar herantreten und ges Orakel, denn es habe erraten, was Kommunikation zwischen den Heiligtü-
selber zuschauen, ob auch wirklich alle er damals getan. Als er nämlich die Bo- mern.
empfangenen Zeichen genau aufge- ten ausgesandt hatte, gab er acht auf Deshalb ist nicht verwunderlich, was
zeichnet wurden. den festgesetzten Tag und ersann nun Herodot weiter schreibt: “Beide Orakel
Aufgrund der aufgezeigten mangeln- etwas, was unmöglich zu erraten war: erteilten die gleiche Antwort und ver-
den Zuverlässigkeit mußte man sich er zerschnitt eine Schildkröte und ein kündeten, wenn Kroisos gegen die Per-
natürlich eine Überprüfungsmöglichkeit Lamm und kochte sie zusammen in ei- ser zu Felde zöge, würde er ein großes
der Richtigkeit gesendeter Daten über- nem ehernen Kessel, auf den er einen Reich zerstören. Als Kroisos diese Ora-
legen. Wie diese Überprüfung vom Kö- ehernen Deckel legte. kelsprüche erfuhr, war er voller Freuden
nig Kroisos vorgenommen wurde, das Das war also der Spruch, den Kroisos und hoffte bestimmt, er werde das Kö-
ist uns im Buch des Herodot wie folgt aus Delphi erhielt. Was für eine Antwort nigreich des Kyros zerstören.“ Doch wie
überliefert worden: “Er schickte Boten das Orakel des Amphiaraos den Boten wir heute wissen, hat er sein eigenes
nach den verschiedenen Orten. Die ei- e r t e i l t e, als sie auch zu dessen Heilig- Königreich zerstört. Die beiden identi-
nen kamen nach Delphie, die anderen tum kamen und die Gebräuche erfüll- schen Orakelsprüche waren also zwei-
nach Abai in Phokis, die dritten nach ten, vermag ich nicht zu
Dodone. Einige wurden auch nach Am- sagen, da nichts darüber
phiaraos und Trophonios geschickt und berichtet wird, nur weiß
wieder andere zu den Branchiden im ich, daß Kroisos sagte,
Gebiet von Milet. Das waren die helleni- auch dieser Orakelspruch
schen Orakelstätten, zu denen Kroisos habe das Richtige getrof-
schickte, um sich weissagen zu lassen. fen.
Aber er sandte auch Boten zum Orakel Darauf suchte er den
des Ammon in Libyen. Gott in Delphie durch ge-
Er wollte die Orakel zuerst auf die waltige Opferspenden für
Probe stellen und, wenn er sie [für] sich zu gewinnen.“ Soviel
wahr befunden hatte, noch einmal zu also zum Orakelspruch
Felde ziehen. So sandte er denn, um die von Delphi im Buch des
Orakel auf die Probe zu stellen, seine Herodot. Wie wir diesen
Leute mit folgendem Auftrag aus: sie und anderen Schilderun-
sollten vom Tag ihrer Abreise an die Ta- gen entnehmen können,
ge genau zählen und am hundertsten spielten in hellenistischer Ein zur Sphinx umbehauenen Löwenskulptur in der Ebene von
Tage bei den Orakeln anfragen, was Zeit die Empfangsanlagen Gizeh, Ägypten
jetzt der König der Lyder, Kroisos, täte. eine dominierende Rolle.
Die Antwort, die die einzelnen Orakel Hier liefen alle Informationen zusam- deutig. Wie damals hat natürlich auch
auf diese Frage erteilten, sollten sie auf- men. Dadurch sammelte sich bei den die heutige Sendetechnik wie übrigens
schreiben und ihm zurückbringen. Was Orakeln ein ungeheures Wissen an, das alle Technik ihre Grenzen!
die anderen Orakel geantwortet haben, die Priesterschaft neben der Weiterga- Diejenigen, die keine Kenntnis von
wird nirgends berichtet. Als aber die be telegraphischer Mitteilungen in die der Sendetechnik der Götter haben,
Boten auch nach Delphi kamen und in Lage versetzte, relativ zuverlässige Pro- sprechen von kultischen Handlungen.
das heilige Gemach traten, um den Au s- gnosen für zukünftige Entwicklungen “Kultur“ bezeichnet unter anderem die
spruch des Gottes zu hören, da antwor- abzugeben. Und wie heute waren auch Fähigkeit des Menschen, eine Technik
tete die Pythia auf die Frage, die sie in schon damals aktuelle Daten unabding- auszuüben. Gerade durch ihre Kultur
Kroisos Auftrag stellten, mit folgenden b a r, die allerdings eine leistungsfähige unterscheiden sich die Menschen von
Hexametern: … Schildkrötenduft er- Technik voraussetzen. Dies wußte na- anderen Lebewesen. Und wir Men-
reichte mich wohl, des gepanzerten Ti e- türlich auch Kroisos, weshalb er den schen besitzen die besondere Fähigkeit,
res, kochend mit Fleisch zusammen Funktionstest anordnete. Und um wirk- eine Technik zu entwickeln um sie an-
vom Lamme in eherner Pfanne; Erz um- lich sicher zu gehen, arbeitete er an- schließend möglichst zu unserem Nut-
schließt es von allen Seiten, so oben schließend nicht nur mit Delphi allein, zen anzuwenden, wenn dem nicht le-
wie unten. sondern mit den beiden genannten benszerstörende Beeinflussungen wie
Diesen Spruch der Pythia schrieben Orakelstätten (Delphi und Amphiaraos) dem heutigen Profit- und Machtwahn
die Boten aus Lydien auf und kehrten zusammen, die er beide mit Geschen- entgegenstehen. Das wirft nun folgende
heim nach Sardes. Als nun auch die an- ken reichlich bezahlte und dabei auf Fragen auf: „Seit welcher Zeit existiert
deren Boten mit den Orakelsprüchen sein militärstrategisches Problem hin unsere menschliche Kultur? Seit wann
zurückgekehrt waren, entfaltete Kroi- anfragte. Diese Vorgehensweise hätte sind Sendeanlagen auf unserer Erde ei-
sos die Schriftrollen und las … Allein in er sich allerdings sparen können, denn gentlich in Betrieb?“
Soweit wir heute wissen waren die
ersten Sendeanlagen gar nicht von
Menschenhand erbaut worden. Es wa-
ren Naturheiligtümer, die mehr zufällig
so etwas wie einen Sendebetrieb er-
möglicht haben. Es waren zum Beispiel
Höhlen, die in ihren Abmessungen und
in ihrer Form dafür geeignet waren. Sol-
che Sender waren natürlich alles ande-
re als selektiv. Sie waren schrecklich
breitbandig. Aber solange keine ande-
ren Sender stören konnten, sie also den
Darstellung von Gasentladungslampen im Tempel von Dendera, Oberägypten
ganzen Äther für sich hatten, gab es
diesbezüglich auch keine Probleme. Auf

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Schematische Darstellung der Einflußbereiche


von verschiedenen Schwingungen

der Empfangsseite arbeiteten die Seher ben unsere Vorfahren sehr genau die legenen Technik schon in dieser Früh-
und Orakelpriester sehr lange mit die- Natur beobachtet und es sich zum Ziel zeit unserer Kulturgeschichte als Götter
sen Naturheiligtümern, mit Felsspalten, gesetzt, die Vorgänge und Erscheinun- angesehen. Dabei galt das Interesse der
heiligen Eichen, Flüssen oder Quellen. gen labormäßig nachzubilden. Sie woll- altägyptischen Techniker und Forscher
Aus all diesen Naturganzheiten ließen ten sich nicht länger von den Launen vor allem der Elektrostatik. Sie experi-
sich für das Überleben in dieser frühen der Natur den Lauf der Dinge und ihres mentierten mit Gasentladungslampen,
Zeit der Menschheitsentwicklung nütz- Lebens diktieren lassen. Sie wollten wie sie an den Wänden der Laborräume
liche Informationen gewinnen. So ha- nun selber Gott sein. Einige Techniker – unter dem Tempel der Hathor in Dende-
damals wie heute – glaubten sogar, die- ra abgebildet sind. Mit solchen Glaskol-
Anfangs stand damals also immer der ses erreicht zu haben. ben konnten sie bereits im Labor Licht-
Sender im Mittelpunkt des Intere s s e s In den verschiedenen Kulturregionen effekte erzeugen und Erkenntnisse
und nicht der Empfänger. Die Anhe- verliefen natürlich die einzelnen Ent- sammeln. Mit diesem Grundlagenwis-
wicklungen ganz unterschiedlich. So sen haben sie sich alsdann daran ge-
bung der Rolle auf der Empfängerseite
wurden die Pharaonen dank ihrer über- macht, für die großtechnische Nutzung
kam erst später in der griechischen
Zeit. Die Sumerer und Babylonier mit
ihren Wechselsprechanlagen und ihre m
Funkverkehr von einer Stadt zur ande-
ren nahmen da schon eine besondere
Stellung ein. Sie waren mit der kombi-
nierten Sende- und Empfangstechnik
ihrer Zeit weit vo raus. Allerdings ve r-
langte dieses System eine hohe Diszi-
plin im Funkverkehr, wie die Einhaltung
fester Sendezeiten. Es war auch leich-
ter zu stören. Der Gilgamensch mußte
sich sogar mit Waffengewalt den Äther
freihalten. Die anderen Gottheiten ha-
ben sich auf ganz andere Weise gegen
aufziehende Ko n k u r renz gewe h r t. Es
ist schon sehr aufregend, die einzelnen
eingeleiteten Maßnahmen, die Pro f.
Dr.-Ing. Meyl in seinem Buch: „Die Sen-
detechnik der Götter“ eingehend be-
schreibt, kennen zu lernen. Babylon zur Zeit Nebukadnezars, Modell des babylonischen Turms, Rekonstruktion

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entsprechende Gebäude zu bauen. Es restlichen Hohlräume mußten mit ei- Die erwähnte Struktur mit einem Sen-
sind dies die noch heute weithin sicht- nem nichtleitenden Gas gefüllt werden. der und vielen Empfängern, also das
baren Pyramiden. Diese Bauwerke sam- Bei der Cheopspyramide sind heute
Prinzip, Gott spricht und alle hören zu,
melten auf Grund ihrer Bauform kosmi- noch die Entlüftungsschächte zu sehen.
sche Energie ein und luden sich Wollte man beispielsweise zu Inspek- wa r, wie schon erläutert, damals zu-
dadurch statisch auf. Die Spitze der Py- tionszwecken die großtechnische Anla- nächst sehr weit ve r b reitet. Auch in
ramide war normalerweise mit einer ge betreten, so mußten vorher die Äthiopien. Nach Herodot befand sich
elektrisch leitfähigen Kappe abgedeckt, Schächte geöffnet und das Gas abgelas- dort in Meroe ein Orakel des Zeus, von
auf der häufig noch eine Kugelelektrode sen werden. dem er schreibt: “Wenn der Gott ihnen
montiert war. Beim Erreichen einer be- War die Pyramide ausreichend aufge- d u rch einen Orakelspruch befiehlt, in
stimmten Feldstärke kam es zu einem laden, so liefen die Blitze vom Himmel
den Krieg zu ziehen, so tun sie es, las-
Überschlag. Wir kennen diesen Entla- herunter bis zu der Kugelelektrode auf
dungsvorgang als Blitz. der Spitze der Pyramide. Und diese Blit- sen sich vom Gotte den Ort und Feind
angeben“. Auch heute lassen sich übri-

D
a die Pyramiden ins Wasser ge- ze waren besonders bei Dunkelheit
baut waren, wie man bei Herodot weithin im ganzen Reich der Ägypter zu gens immer noch im Großen und Gan-
auch nachlesen kann, waren sie sehen. Damit haben die Pharaonen je- zen die einfachen Menschen aller Völ-
bestens geerdet. Allerdings mußte ver- dem Untertanen demonstrieren kön- ker von ihrer Führung, zeitgeistgerecht
hindert werden, daß die Entladung nen, wer Herr über die Naturgewalten medienwirksam verpackt und ve r m a r k-
innerhalb des Bauwerks erfolgte. Des- ist und daß sie deshalb als Gott verehrt
tet sowie über Sendestationen des
halb war es erforderlich, das ganze Ge- werden müssen.
bäude mit dielektrischem, also nichtlei- Und wie man weiß konnte auch Zeus Rund- und Fernsehfunks ve r b re i t e t,
tendem Material auszufüllen. Die Blitze senden und nahm darum eine vo r s c h reiben, wer der Feind ist und
welchen Krieg man zu führen hat.

Führungsrolle unter den griechischen


Göttern ein. Er ließ sich als Göttervater
verehren. Nun ist der Geschichtsschrei-
ber aus Harlikarnossos, Herodot, der
interessanten Frage nachgegangen,
woher die griechischen Götter kamen,
wo ihre Wurzeln zu finden sind und ob
nicht vielleicht Blitze schlagender Gott-
heiten in Griechenland und in Ägypten
ein und derselbe Gott sind, der nur von
den Gläubigen anders genannt wird.
Herodot war dazu extra nach Ägypten
gereist. Dort hatte man ihm voller Stolz
erklärt, wie die Ägypter die Pyramiden
gebaut haben. Doch hier schmückt sich
wohl jemand mit falschen Federn.
Wenn man heute die armseligen “ägyp-
tologischen Beweise“ und auch die
Bauten der alten Zeit, wie zum Beispiel
die Sphinx in Gizeh (Bild 11.2), einge-
hend studiert, so zeigt sich eher ein
ganz anderes Bild, eine ganz andere
Wahrheit.
So ist mit hoher Wa h r s c h e i n l i c h k e i t
anzunehmen, daß erst die Ägypter das
ehemalige Bildnis eines überdimensio-
nal großen und prächtigen Löwen in die
Form der Sphinx mit Hammer und Mei-
ßel umgestaltet, den Löwenkopf ver-
stümmelt haben. Jedem heutigen Re-
staurator müßten eigentlich die Haare
zu Berge stehen, wenn er endlich er-
kennen würde, was damals wirklich ge-
schehen ist. Ein Beweis der Richtigkeit
dieser hier getätigten Vermutung liefert
zum Beispiel ein Rest des Löwenkör-
pers, der unbearbeitet geblieben ist.
Vielleicht ist in Anbetracht der Größe
dieses Kolosses den zerstörerisch täti-
gen Akteuren die Lust ausgegangen.
Zum Glück, denn an den unbearbeitet
gebliebenen Körperteilen kann man
noch heute die Einwirkungen der letz-
ten Sintflut erkennen. Das läßt darauf
schließen, daß die Ägypter auch die Py-

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monstration des herr- und Signalempfangsanlage. Im Bereich


schenden Gottes im der Kurzwelle finden wir besonders
Vordergrund. Mit dem günstige Verhältnisse vor. Diese Wellen
Lichtzeichen, das auf ei- werden an einer Luftschicht, der Ionos-
nen Befehl des Gottes hin phäre gespiegelt und zur Erde zurük-
ausgesendet werden kgelenkt. Deshalb ergibt sich für Kurz-
kann, läßt sich aber auch wellensender eine so ungeheuer große
eine Botschaft übermit- Reichweite. Dieselbe Schicht reflektiert
teln. Doch zur Vermitt- natürlich genauso auch die aus dem
lung mehrerer oder de- Weltraum einfallenden Kurzwellen-
taillierter Informationen strahlen wieder dorthin zurück. Des-
ist mehr als nur ein einzi- halb ist in diesem Frequenzband der
ger Puls, es ist sogar eine Äther weitgehend frei von extraterresti-
ganze Pulsfolge erforder- schen Störquellen und genau dieser
lich. Und dies ist mit einer Umstand ermöglicht eine einigermaßen
einzigen Pyramide nicht störungsfreie und zuverlässige Emp-
zu machen. Da war es si- fangstechnik.
cher von Vorteil, daß in Die für ihre Astrologie berühmten Ba-
Karnak, Breitbandsender Oberägyptens
Gizeh gleich mehrere Py- bylonier haben bereits über diese kos-
ramiden relativ nah bei- mischen Details Kenntnis besessen und
einander stehen. So hat haben ihre Tempeltürme in Form senk-
das Technikzeitalter der rechtstehender Hohlraumresonatoren
Informationsvermittlung in die Landschaft gesetzt. Diese Sende-
in Ägypten angefangen. anlagen kann man zwar noch nicht als
Zunächst natürlich erst schmalbandig bezeichnen, was sov i e l
einmal als Leuchtfeuer heißt, daß keine zwei Türme zur glei-
von Blitzen, eben rein op- chen Zeit auf Sendung gehen konnten.
tisch. Aber das von ihnen verwendete Fre-
Ein Blitz gibt aber nicht quenzband lag immer im Bereich der
nur ein optisches und ein Kurzwelle. Eine weitere Besonderheit
akustisches Signal ab, dieser Bauwerke war, daß sie sich so-
Karnak, Schnitt durch den Amun-Re-Sender
sondern er schickt auch wohl für den Sendebetrieb als auch für
ein ganzes Spektrum den Empfang eigneten. Auf der Spitze
ramiden gar nicht selber erbaut haben, elektromagnetischer Wellen in den der Sendetürme befand sich nämlich
wie sie auch heute noch behaupten, Ä t h e r. Diese Rundfunksignale haben ei- ein kleiner Tempel. Hierhin muß sich
und sie statt dessen diese unv e r w ü s t- ne wesentlich größere Reichweite und die Orakelpriesterin begeben haben
lichen Gebäude nur geerbt und teil- sind auch an Stellen zu empfangen, an und mußte sich dann an einer vorgege-
weise zerstört, aber auch, soweit in ih- denen das Lichtsignal nicht zu sehen benen Stelle niederlegen. Jetzt konnte
ren Möglichkeiten stehend, wieder ist. All diese Erfahrungen konnten die sie mit bestimmten, sehr sensiblen Kör-
notdürftig instand gesetzt haben. Ägypter im Laufe der Zeit sammeln. Mit perteilen die Sendesignale empfangen.
dem Bau selbst ihrer Pyramiden hatten Der Hohlraumresonator unter ihr half

A
us heutiger Sicht können wir sie also Sendeanlagen gebaut. dabei, die relevanten Kurzwellenfre-
zwar nachvollziehen, wie die Py- Eine andere nicht weniger interes- quenzen zu verstärken und vergrößerte
ramiden und anderen Bauten ih- sante Entwicklung hat im Zweistrom- dadurch den Abstand zwischen dem
rer Vorzeit von den Ägyptern genutzt land stattgefunden. Hier hat man die Nutz- und dem Störsignal.
worden sind, aber aus welchem Grund klassische Pyramidenform abgewandelt Aus Gründen der Statik wie auch der
und für welchen technischen Zweck die über den technischen Kompromiß der verwendeten Wellenqualität mußten
Pyramiden ursprünglich erbaut wurden, Stufenpyramide hin zum Bau von Tem- diese Gebäude aus Stein gebaut wer-
daß bleibt auch heute noch im großen peltürmen. Solche, die häufig als Zikku- den. Der Bau eines Tempelturmes war
Umfang hinter dem Schleier der Ve r g e s- rat bezeichnet werden, finden sich in Ur ausgesprochen aufwendig und teuer.
senheit verborgen! Unter anderem wird und Uruk, in Babylon, in Assur und in Nur wenige reiche Städte in Mesopota-
vermutet, daß es geomantische Kraft- anderen Städten Mesopotamiens. Diese mien konnten sich so eine großtechni-
werkszentralen waren mit der Aufgabe, Tempeltürme waren übrigens die ersten sche Sendeanlage überhaupt leisten.
das breite Spektrum der Erdstrahlung in frequenzselektiven Anlagen. Vom Turmbau zu Babylon bzw. zu Ba-
eine niederfrequente und technisch Natürlich gab es mit der damaligen bel wissen wir ja, welche Opfer zu er-
nutzbare Synchronschwingung zu Technik so einige Probleme. Von der
wandeln. Platon berichtet uns, daß vor Sonne und anderen Himmelskörpern
der Sintflut die Bewohner von Atlantis treffen uns ständig Störstrahlen. We i t e r-
über eine solche funktechnische Ener- hin kennt die Pyramide auf Grund ihrer
giequelle verfügt haben sollen, mit der Bauform auch keine bestimmte Fre-
sie jederzeit und überall antreiben, hei- quenz, mit der sich eine Resonanz aus-
zen und auch kühlen konnten. Die Kul- bilden könnte. Diese Umstände berei-
turvölker der alten Zeit holten sich also ten auf der Empfangsseite so ihre
zuerst Licht und Wärme um ihren An- Probleme. Der Empfänger soll ja nun
spruch, Gott gleich zu sein, in ihrer das sogenannte Nutzsignal von den
technischen Praxis und damit sich auch Störsignalen unterscheiden, was zu-
selbst zu verwirklichen! nächst nachts besser als am Tage
Bei den ägyptischen Pyramiden stand klappt. Weiterhin hat die genutzte Wel-
Konterfei phönizischer Sendetechniker auf den
außer den genannten Anwendungs- lenlänge einen großen Einfluß auf die Osterinseln im Pazifik
möglichkeiten sicher auch die Machtde- Funktionsfähigkeit dieser Signalsende-

MAGAZIN 2000plus / Nr. 205 19


SENDETECHNIK DER GÖTTER
Einheit von Longitudinalwellen =
Skalarwellen (mechanische Wellen) und
Transversalwellen (elektromagnetische Wellen)
bringen und welche Probleme zu lösen Frequenzband zu nutzen. Ungeachtet
waren. dieser berühmten Fehlplanung war die
So wird deutlich, daß die Babyloni- Kommunikation zwischen den einzel-
sche Sprachverwirrung, welche heute nen Stadtstaaten sehr rege, war es die
durch das Christentum auf Gott zurük- Funktechnik gewesen, die den alten
kgeführt so religiös vermystifiziert wird, Reichen in Mesopotamien den eigent-
aus einer sehr weltlichen Tatsache her- lichen Zusammenhalt über die Jahrhun-
vorging. Nämlich aus der Tatsache, daß derte hinweg gegeben hatte, solange ih-
diese Sprachschwierigkeiten dadurch re Technik über die anderer Mächte
entstanden, daß sich die Betreiber von dominieren konnte.
Sendetechniken über den zu verwen- Heute stellt sich dieser Sachverhalt in
denden Sprachcode uneins waren gleicher We i s e, wenn auch in anderer
und/oder aus einem falschen Ehrgeiz Form erscheinend, dar. So wurde zum
heraus den Turm zu groß gebaut haben, Beispiel Deutschland im 1. Weltkrieg
so daß er der statischen Belastung nicht und Hitler sowie das Deutsche Reich im
standhalten konnte und/oder anstelle 2. Weltkrieg nicht vordergründig darum
der eigenen fremde Funknetze empfan- bekämpft, weil sie andere Völker über-
gen wurden, deren Sendecode für den fallen haben, sondern weil den anderen
entsprechenden Empfänger unbekannt Nationen der technische Fortschritt der
waren. Dann ist ja keine Kommunika- Deutschen, vor dem sie Angst hatten,
tion mehr möglich und das ganze Bau- ein Dorn im Auge war! Darum darf
vorhaben war jetzt auf einmal in Frage auch heute Deutschland, selbst nach 60
gestellt. Jahren nicht – wie es übrigens das inter-
nationale Völkerrecht eigentlich vor-
n Babylon war der Grundsatz miß- schreibt – als wirklich freier eigenstän-

I achtet worden, daß innerhalb eines


Funknetzes alle „Telefonhäuschen“
in Bauform und Baugröße weitgehend
diger Souverän handeln, darf das
immer noch nach Völkerrecht existie-
rende Deutsche Reich (noch immer)
ben!
Doch die Wahrheit – egal wie oft und
identisch sein müssen, um das gleiche nicht seine Wiederauferstehung erle- wie stark bzw. wie weit sie auch ver-
leugnet wird – bahnt sich immer ihren
Weg aus dem Dunkeln der Unwissen-
heit ans Licht der Welt! Den längst ins
Leben gerufenen Prozeß der histori-
schen Erfüllung seiner Lebensaufgabe,
wie sie übrigens auch schon Jesus als
Zwölfjähriger im Tempel zu Jerusalem
verkündete („Die drei Tage im Tempel *
Gespräche des zwölfjährigen Jesus * Of-
fenbart durch Jakob Lorber“), die Ganz-
heitsverwirklichung einer Menschheit
auf der ganzen Erde, kann dem deut-
schen Volk keiner und nichts nehmen!
Hierin, in Lorbers wirklich den Geist
erhöhendem Werk, steht wortwörtlich
geschrieben: >> … das Reich der hell-
sten Erkenntnis ist und bleibt stets das
mächtigste auf der Welt und kann von
keiner Macht je völlig unterjocht wer-
den. Wo aber Licht ist und seine alles
durchschauende Wirkung, da ist auch
ein rechtes Gericht und die vollste, of-
fendste Gerechtigkeit! … Sehet über das
große Meer nach dem Weltteile Europa!
… Dorthin wird die Gnade aus den Him-
meln verpflanzt werden! … Jene, die in
meiner Lehre eins sein werden, denen
werde ich geben meinen Geist, der sie
zu den wahrsten Kindern Gottes ma-
chen wird und [er] wird sie leiten in alle
Wahrheit und Weisheit, und es soll
wahrlich die Unendlichkeit naturgemäß
und geistig nichts in sich bergen, das ih-
nen fremd bleiben soll! Denn Gott …
will die Menschen zu keinen Maschinen
seiner Allmacht [machen], sondern zu
ganz freien, selbsttätigen und selbstän-
digen Kindern [,so] will er sie haben! …
ihr sollet das Volk leiten auf den Wegen,
Der Chacmool in der Maya-Stadt Chich’en Itza, Yucatan. Stellt die Satue denselben phönizischen
Sendetechniker dar?
die zum Himmel führen – denn das ist
Gottes Wille … Der Mensch denkt wohl

20 MAGAZIN 2000plus / Nr. 205


K U LT U R G E S C H I C H T E

dings zusammensetzen,
um den für die Telegra-
phie verwendeten Zei-
chensatz zu besprechen
und festzulegen.

G
ehen wir, um ein
Beispiel gegen
Die drei Zyklopen
der optische und breitbandige Pyramidenfunk Konkurrenzsender
in Ägypten eingeleiteter Maßnahmen
näher zu beleuchten, nun
mit unseren Betrachtun-
so manches, Gott aber lenkt es! … gen wieder zurück nach
Wenn die Not am höchsten ist, ist die Ägypten. Bei den Pyrami-
Hilfe von oben am nächsten! … Nur ein den war die Sendetechnik
Blinder merkt von diesen Zeichen nur ein ungewollter
nichts, und als Stocktauber kann er Nebeneffekt. Die Handha-
Grundriss des Pantheon in Rom
auch nicht vernehmen den mächtig bung dieser riesigen Bau-
dröhnenden Geschichtsdonner dieser werke war zudem reich-
allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen lich umständlich. Deshalb
Erde. << Und in diese Endzeit der alten wurden zusätzlich reine
verkommenen Denkweisen, in diese Sendetempel errichtet. So
allerdenkwürdigste Zeit der ganzen Er- war auch der Haupttem-
d e, sind wir längst eingetreten, auch pel des Gott Amun von
wenn es die Führungsmächte der alten Karnak in Theben, Ober-
und der neuen Welt immer noch nicht ägypten, ursprünglich von
wahrhaben wollen! durchschnittlicher Größe
Kommen wir nun zu der Sendetech- und Bauart. Umgeben von
nik der Götter längst vergangener Zei- Sandwüsten waren die
ten zurück. Es stellt sich uns aus prakti- Ägypter durch ihre geo-
schen Erwägungen jetzt die folgende graphische Lage schon
Frage: „War eigentlich die Zahl der Sen- immer relativ autark. Ihre
detempel größer als die der Empfänge- Sender waren zumindest
raltäre, oder umgekehrt?“ im eigenen Reich domi-
Zur Zeit der alten Hochkulturen, als nierend. Das sollte sich
der Äther technisch noch wenig benutzt mit dem Aufkommen der
war, entstand zunächst um je eine Sen- großen und leistungsstar-
deanlage herum eine von dieser Tech- ken Kurzwellensender
nik und von dem Gott abhängige, bezie- ändern. Als Reaktion
hungsweise in Abhängigkeit gehaltene wurde von den ägypti-
Zivilisation. Auch hier sind wieder die schen Technikern die je-
Parallelen zur Neuzeit unübersehbar weils störende Frequenz
gegeben! Die Größe ihres Einflußgebie- ermittelt und der eigene
tes war von der Reichweite der Sender Tempel von Karnak ent-
abhängig. Dabei wurde damals die Sen- sprechend erweitert und
detechnik überwiegend sehr einseitig umgebaut. Maßgenau Pantheon in Rom
genutzt. Eben dahingehend, daß der aufgestellte Obelisken
Gott Anweisungen und Befehle ausgab und Pylonen zeugen noch
und alle Zuhörer diese zu befolgen hat- heute von dem Bemühen, alle technisch alle Frequenzen sein und den Äther be-
ten. Für die Empfänger war es wie ein genutzten Frequenzen mit nur einem herrschen. Der Anspruch dieses Gottes,
Befehl von oben, denn er war ja aus Tempel abzudecken. Dabei war das Ziel der keine anderen Götter neben sich
dem Himmel zu ihnen gekommen. Der des Gottes Amun klar. Es sollte sicher- duldete und im alten Testament der Bi-
jeweilige Gott war allmächtig, weshalb gestellt sein, daß
Rückmeldungen kaum gefragt waren. wenn er auf Sen-
Sie wurden dann, wenn überhaupt, per dung ging alle an-
Boten sehr zeitaufreibend und mühsam deren Stationen zu
überbracht. Von Zeit zu Zeit mußten die schweigen hatten.
Druiden und Orakeldeuter sich aller- Er wollte Herr über

Darstellung von Rauschfrequenzen im Äther


MAGAZIN 2000plus / Nr. 205 21
SENDETECHNIK DER GÖTTER

bel kulturhistorisch seine Verewigung Schlüsselrolle jetzt im Aufschließen, Die Phönizier waren nicht nur pfiffige
fand, war grenzenlos. Aufhalten konnte Überwinden längst überkommener An- Te c h n i k e r, sie waren auch ehrgeizig da-
er den Bau fremder Tempel jedoch sowie Einsichten, hat es auch heute zu und hatten hochfliegende Pläne. Sie
nicht. Als sichtbare Konsequenz wurde noch. Und zwar im Bezug auf den Ein- befuhren nicht nur das Mittelmeer, son-
sein Karnaktempel zu einer ständigen fluß des Judentums, Christentums und dern auch die Ozeane und so wußten
Baustelle. Der Tempel war zu einem rei- des Islams! Seine Bedeutung hat sich s i e, daß die Erde eine runde Kugel ist.
nen Symbol der Macht entartet, war also seit damals nur von der weltlichen Also segelten sie längs der Ekliptik über
auch technisch immer weniger be- auf die religiöse Ebene verlagert! die Weltmeere und errichteten in Ab-
herrschbar und wurde von den Römern Im Sendealltag legten die Phönizier ständen, die der Reichweite ihrer Kurz-
schließlich endgültig abgeschaltet. weniger Wert auf große Reichweite, wellensender entsprach, die nächste
sondern eher auf sichere Datenübertra- Sendeanlage. Fanden sie bereits Heilig-
ie umgekehrte Struktur, bei der gung. Zu diesem Zweck bauten sie rund tümer vor oder Überreste, die frühere

D der Empfänger im Mittelpunkt


des Interesses steht, ist zu min-
destens aus ökonomischer Sicht von
um das Mittelmeer Ringsysteme auf. Ei-
ne Information wurde also von einer
Station zur nächsten weitergesendet
Kulturen errichtet hatten, dann setzten
sie diese wieder instand und nahmen
sie in Betrieb. Nachdem ihre Richtfunk-
Vorteil, denn das Volk spendet und op- oder weitergeschickt, wie es meistens strecken standen, konnten sie in Euro-
fert immer nur der Empfangsstation, in Originaltexten heißt. Wenn dann die pa eine Meldung starten. Kam diese in
damals dem Orakel, von dem es die korrekte Information wieder beim Aus- der darauffolgenden Nacht wieder an,
göttlichen Informationen erhielt und gangspunkt ankam, wußte der Priester, so war sie fehlerfrei von Station zu Sta-
nicht etwa an die Adresse des Senders daß alle Stationen die richtige Informa- tion einmal um die Welt gelaufen. Auf
und des Gottes direkt, die sie gar nicht tion erhalten hatten. Anderenfalls muß- diese Weise wollten sie die ganze Welt
kennen und auch nicht kennen sollten te der Funker die Meldung nochmals erobern und funktechnisch beherr-
bzw. sollen. Die Griechen haben dieses absetzen. schen. Möglicherweise haben sie hin-
System dann perfektioniert.
Doch in der Übergangszeit existierte
noch eine interessante Struktur, bei der
Sender und Empfänger gleichberechtigt
waren. In Mesopotamien hatte es damit
angefangen, wie ich es schon einmal
angedeutet habe. Weiterentwickelt, op-
timiert und im ganzen Mittelmeerraum
verbreitet haben diese Technik aber erst
die Phönizier. Dieses begabte Volk der
S c h i f f b a u e r, Seefahrer und Händler
dachte und handelte pragmatisch. Die
Sendetechnik war für sie reines Mittel
zum Zweck. Es diente der Nachrichten-
vermittlung, der Wind- und We t t e r-
durchsagen und dem Bestellwesen.
Bei den Phöniziern hatten die Tempel
jeden Rest von Heiligkeit verloren. Des-
halb bauten sie auch keine Tempel-
denkmäler aus Stein sondern verwen-
deten das ihnen aus dem Schiffbau
vertraute Holz als Baumaterial. Sie bau-
ten auch keine aufwendigen Grenzlei-
stungssender, sondern wählten freiwil-
lig den oberen Bereich der Kurzwelle.
Für ihren Zweck war dies ausreichend
und ökonomisch sinnvoll. Zudem be-
stimmte die Länge der zur Verfügung
stehenden Zedernbäume die mögliche
Höhe der Holzsäulen, damit die Größe
der Tempel und deren Frequenz. Aber
natürlich kannte auch das seefahrende
Volk der Phönizier, das zudem alle Ko n-
tinente der Erde bereist hatte, sämtliche
zu ihrer Zeit benutzten Techniken und
beherrschte sie auch mehr oder weni-
ger selber. Als eindruckvoller Beweis
für diese Behauptung kann der aus
Stein errichtete Tempel von Jerusalem
gelten, den die Phönizier gebaut haben.
Jerusalem lag übrigens im direkten
Sende- und Einflußbereich von gleich
drei sich überschneidenden Sendeanla-
gen, dem der Ägypter, der Kreter und
der Babylonier. Diesem bedeutenden
Ort war übrigens schon immer eine
Schlüsselrolle zugefallen. Und diese

22 MAGAZIN 2000plus / Nr. 205


K U LT U R G E S C H I C H T E

cero bei. Und die Römer zerstörten das


ganze Reich der Phönizier!
Auch heute sind wieder aus einem
neu erwachten Großmachtinteresse Be-
strebungen im Gange, eine Zensur im
Informationsfluß einzuführen, also er-
neut die Vormachtstellung im ganzen
Weltäther zu erlangen. Wie sich doch
die Zeiten gleichen!
Indem man eine führende und be-
stimmende Rolle in der ganzen Nach-
richtenerlangung sowie -übertragung
einnimmt, wird versucht die ganzen
Stonehenge Völker der Erde dem wahnwitzigen
Willen, der aus längst überkommenen
Weltansichten geboren wurde, unterzu-
sichtlich der wahren Größe der Erdku- del noch nicht gerüstet waren und daß ordnen. Diesem seit langem angestreb-
gel ihre eigene Kraft überschätzt. Zu- die Wege eigentlich auch zu weit waren ten Ziel diente auch die Umstellung der
mindestens brachten sie auf diese Art für ein so kleines, wenn auch so tapfe- wissenschaftlichen Datenerfassung und
und Weise die Sendetechnik in die ver- res Seefahrervolk. Sie haben ihre Kräfte –darlegung auf die englische Sprache,
schiedensten Winkel unserer Welt. Die verschlissen, die sie zur Verteidigung welche besonders nach dem 2. Welt-
Völker, die sie antrafen und die sie zum ihres Hab und Guts in ihrer Heimat drin- krieg die deutsche Sprache ablösend als
Teil wie Au ß e r i r d i s c h e, in jedem Fall gender gebraucht hätten. Das sende- Wissenschaftssprache Einzug in das
aber wie Götter verehrten, ließen sich technische Großprojekt diente doch nur Weltwissen und Weltverständnis er-
die Sendetechnik erklären und in die ihrer weltweiten göttlichen Verehrung, hielt. Auch das ist – jetzt aus der histori-
Handhabung einweisen. Selbstver- auf die sie im Grunde ihres Herzens gar schen Entfernung von sechs Jahrzehn-
ständlich haben sie die Technik weiter keinen Wert gelegt hatten, und die ih- ten gesehen – als ein Zeichen zu
entwickelt und mit Symbolen und Stil- nen wirtschaftlich oder strategisch letz- werten, das deutsche Volk auf ewig sei-
elementen aus ihrer eigenen Tradition tendlich keine Vorteile gebracht hat. ner Mündigkeit und der Erfüllung seiner
geschmückt. Aber die Grundbauform Zudem nahm in Europa kaum einer No- wirklich historisch zu wertenden Aufga-
wurde so beibehalten, wie es ihnen die tiz davon. Sie ernteten allenfalls Be- be zu berauben. Aber wie ich es schon
Phönizischen Götter gelehrt hatten. Auf wunderung und Neid. Und es kam wie ausführte und wie es Jesus schon vor
diese Weise entstanden auch in Nord-, es kommen mußte. Mit den Worten Jahrtausenden wußte, ist die wirkliche
Mittel- und Südamerika plötzlich Te m- “Cartogo esse delendam“ schloß Cicero Wahrheit niemals aufzuhalten; und so
pel, Tempeltürme und Pyramiden nach jede seiner Reden im Senat von Rom, wird in Bälde auch das deutsche Volk
europäischem Vorbild. Und das könnte denn die Römer hatten schließlich nur wieder seine historische Rolle im Men-
auch die Tatsache erklären, warum sich das eine Ziel, die Herrschaft und die schwerdungsprozeß auf der ganzen Er-
selbst auf der Hieroglyphenschrift der Kontrolle über den Äther zu erlangen. de erkennen und dieser Aufgabe dann
alten Inkas deutsche Schriftzeichen er- Und da führte kein Weg an den Phöni- auch gerecht werden! Ansonsten ist
kennen lassen (Erhard Landmann: ziern vorbei. Deshalb mußte Kartago das ganze Menschengeschlecht auf un-
„Weltbilderschütterung * Die richtige letztendlich zerstört werden, darin serem Planeten zum Untergang verur-
Entschlüsselung der Hieroglyphen- pflichteten alle Senatoren in Rom Ci- teilt! Davon bin ich absolut überzeugt!
schriften“)! Und Mutter Erde kommt uns hier mit
Auch die Indischen Gottheiten hatten einer Schwingungsanhebung ihrer
sich bereit erklärt, an dem gigantischen Grundschwingungen, die dem geistigen
Feldexperiment teilzunehmen. Das Erwachen auf Erden dient, zu Hilfe. Hil-
größte Problem aber bildete der große fe erhalten wir weiterhin von unserer
und stille Ozean. Er war in einem Stück Sonne, welche ihr Licht so aktiv auf die
nicht zu überwinden. Das Problem Erde sendet, wie sie es seit 5000 Jahren
konnte gelöst werden, indem auf einer nicht mehr getan hat, und damit ihren
kleinen Insel, die heute Osterinsel ge- Beitrag zur Verscheuchung der Finster-
nannt wird, eine Station eingerichtet nis auf Erden leistet!
wurde. Dabei, beim Erkennen und Verwirk-
lichen unseres welthistorischen Auftra-

A
ls Orakel diente eine Grotte und ges, können wir nun vor allem auch aus
auf dem Berg wurde der Sende- dem Untergang der antiken Völker und
tempel aufgebaut. Der phönizi- der Sendetechnik ihrer Götter lernen.
sche Gott wurde so sehr verehrt, daß Das macht uns Prof. Dr.-Ing. Konstantin
man heute noch überall auf der Insel Meyl mit den Ausführungen seines neu-
seinem Konterfei begegnet, obwohl die en Werkes sehr deutlich. Gerade in die-
technische Betreuung dieser Anlage in sem Untergang der antiken Sendetech-
die Hände der Priesterschaft auf dem nik der Götter können wir eine Chance
südamerikanischen Festland gelegt zur Befreiung des heutigen Menschen-
worden war. geschlechtes, auch der heutigen Natur-
wissenschaften, vom Joch, das vom Un-

D
ie Phönizier, die von ihren Expe- verständnis der Aussagen einer uralten
titionen zwar reich beschenkt Geheimwissenschaft ausgeht, befreien.
zurückkehrten, mußten die bitte- Dann werden wirkliche Wis s e n s c h a f t-
re Erfahrung machen, daß die meisten ler, welche die tatsächliche Wahrheit in
Völker auf der Erde für einen Welthan- ihrer vollen Weite kennen, nicht länger

MAGAZIN 2000plus / Nr. 205 23


SENDETECHNIK DER GÖTTER

verunglimpft oder sogar ermordet, wer-


den auch die Menschen nicht mehr
Gott ist kein Lückenbüßer
solch folgeschweren Großraumexperi-
menten ausgesetzt sein, wie wir sie
heute im Bezug zum Elektromagne-
tismus und Schweremagnetismus er-
Wie Wissenschaftler nach Gott suchen
dulden und erleiden müssen! Vielleicht
besinnen sich dann auch alle Religio- Viele Wissenschaftler sind sich - ob gläubig oder nicht - gerade in jüngerer Zeit der Grenzen der
nen, alle Kirchen der Welt, wieder zu- Naturwissenschaften bewußt gewo rd e n, und können sich darum ein Eingreifen eines wie auch
rück auf ihren gemeinsamen absoluten immer verstandenen Gottes zu mindestens vorstellen. So machen die Forscher immer wieder
Ursprung, aus dem sie alle hervorge- aufs Neue solche Erfahrungen, daß die Lösung eines Problems eine Vielzahl neuer Fragen auf-
gangen sind und verabschieden sich wirft und daß sich auf diese Weise die göttlich erscheinende Komplexität des Universums im-
endgültig von einem Alleinvertretungs- mer weiter offenbart. Oft soll dann ein Gottesbegriff we i t e r h e l fe n, wo das einzelwissen-
anspruch auf die Verkündung der abso- schaftliche physikalische Wissen an seine Grenze stößt. Davon und von der Annalune Frank J.
luten Wahrheit! Ti p l e r s, man könne Gott mit der Physik beschreiben, wie er sie zum Beispiel auch in seinem
Die wirklichen Feinde jedes Men- Buch: „Die Physik der Unsterblichkeit“ äußert, hält
schen sind einmal die äußeren Umstän- Arnold Benz vom Institut für Astronomie der ETH
d e, welche seine Lebenspotenz beein- Zürich wenig. Er sagt: „Gott ist kein Lückenbüßer.“
trächtigen. Aber im viel größeren Maße Wenn sich Gott aber weder physikalisch bewe i s e n
stellt der Hauptfeind jedes Menschen läßt noch als Erklärung dessen dienen soll, was die
seine eigene Trägheit, vor allem im Naturwissenschaft nicht mehr zu begreifen vermag
Streben nach Erlangung geistiger Reife - wie begründen Astrophysiker dann ihren Glau-
dar! Das gilt natürlich auch für unsere ben?
Politiker und Te c h n i k e r. Darum entste- Das viele Physiker auch religiöse Erkenntnisse, wie
hen die größten Erfindungen und das sie zum Beispiel die Theologie liefert, nicht als un-
weiseste Wissen erst dann, wenn sie, wissenschaftlich abtun, ja sogar oft selbst einen ei-
die Trägheit sowie die Denkfaulheit, im genen festen Glauben entwickelt haben, wie wir
großen Maße überwunden werden! ihn auch schon bei den Begründern der Re l a t i-
Und das ist meistens erst der Fall, wenn vitäts- und Quantentheorie, Albert Einstein und
die Not am größten ist, auch wenn es Max Planck, erkennen konnten, findet meist eine
eigentlich erst gar nicht zu so einer gro- plausible Erklärung. Bei Allan Sandage, einem ame-
ßen Not kommen müßte! Doch leider rikanischen Kosmologen, wa ren es wie bei Albert
geben wir wahrscheinlich auch heute Einstein die Begegnungen des vernunftgeleiteten
unsere Selbstzufriedenheit erst auf und Forschers mit der Unendlichkeit und seine Fragen
sind offen für die sich überall zeigenden an der Grenze des physikalischen Wissens. Er beschäftigte sich über ein halbes Jahrhundert lang
neuen Ideen und Techniken einer wirk- mit dem Alter der Sterne, wurde zu einem Großen seiner Zunft und legte im Alter von 72 Jah-
lich qualitativ besseren Lebensverwirk- ren folgendes, für die Ansichten eines Wissenschaftlers überraschendes Glaubensbekenntnis ab:
lichung, wenn wir einen solch großen „Als junger Mann war ich praktizierender Atheist... Die Erforschung des Universums hat mir ge-
notleidenden Zustand in unserer Ge- zeigt, daß die Existenz der Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären läßt.“
sellschaft erreicht haben! Physiker sprechen sogar von einem anthropischen Prinzip, wenn sie zu erklären versuchen, wa-
Wenn dann erst die bisher genutzten rum vieles im Kosmos exakt auf das menschliche Dasein ausgerichtet zu sein scheint. „Die feine
Energiequellen versiegen, dann werden Abstimmung der Naturgesetze inspiriert zu der Annahme, daß dies kein Zufall ist, sondern ein
wir endgültig gezwungen sein, die ei- Zweck dahinter steht“, erklärt uns John Polkinghorne, der wohl bekannteste, 1930 in England
gentlich schon von kreativen Geistern geborene, ehemalige Teilchenphysiker an der Universität of Cambridge. „Das Weltall ist uns so
unserer Gattung längst erkannten neu- unwahrscheinlich günstig gesinnt, daß es geplant zu sein scheint... Wäre zum Beispiel die Ma-
en Energiequellen zu erschließen. Da teriedichte im Urknall nur um den zehn-hoch-vierzigsten Teil größer gewesen, wäre das Uni-
dann die nötige Energie überall lokal im versum in kurzer Zeit wieder kollabiert.“ Mit dieser Erkenntnis kann Andreas Tammann, Profes-
größeren Maße gewonnen werden sor für Astronomie an der Universität Basel, auch in sein Weltbild problemlos einen Gott
kann. Im weit größerem Umfang als sie einbauen, der die Naturgesetze festgelegt und das Weltall „angeschoben“ hat. Martin Feder-
in Kürze verbraucht werden könnte. spiel, der am Planetarium der Stadt Freiburg das Wissen vom Weltall verständlich präsentiert,
Dann werden Einrichtungen zur Spei- sieht ein mittelbares Wirken Gottes in der Welt des universalen Daseins, wenn er ausführt: „Sein
cherung der überschüssigen Energiean- Geist wirkt in den Menschen, wenn sie es zulassen, und die Menschen wirken in der Welt.“ Auch
teile äußerst hilfreich sein! Und Energie Benz hatte sich zum Glauben an Gott entschieden, bevor er als Astronom in die Ti e fen des
wird schließlich und endlich so billig Weltalls spähte, ebenso wie Jolm Polkinghorne, der nun bekennender Christ ist. Polkinghorne
sein, daß sie fast nichts mehr kostet, erklärte 1979: „Nach 25 Jahren hatte ich das Gefühl, meinen Teil zur Wissenschaft beigetragen
was wiederum die Erlangung einer neu- zu haben und das es an der Zeit sei, etwas anderes zu tun“. Er verließ die Universität und wur-
en Gesellschaftsordnung, die ihre We r- de 1981 zum anglikanischen Pfarrer gewe i h t, schrieb seit dieser Zeit zahlreiche Bücher, in denen
te nicht mehr auf Macht und Profit son- er versuchte, den Kosmos als Schöpfung Gottes zu erklären, ohne dabei wissenschaftliche
dern auf die Erhaltung und Steigerung Grundsätze über Bord zu werfen.
der Lebensqualität von allen Lebendi- „Die Naturwissenschaft hat Methoden entwickelt, mit denen sie erfolgreich einen Teil der Wirk-
gen ausrichtet, unbedingt voraussetzt! lichkeit beschreiben kann - aber eben nur einen Teil“, sagt uns Martin Fe d e r s p i e l. „Daher kommt
Und sie hat auch schon längst einen die Naturwissenschaft auch nur zu bestimmten Antworten.“ Antworten auf Fragen, wie Geist
Namen: „Gesellschaft der in ihrer Lei- und Materie zusammen hängen oder warum die Naturgesetze so sind, wie sie sind und nicht
stungsvergütung gleichberechtigten anders, könnten die Naturwissenschaften nur gemeinsam mit der Philosophie und der Theolo-
Partner“! Packen wir nun, alle gemein- gie suchen. Federspiel fährt nun fort: „Da diese aber methodisch anders vorgehen, haben die
sam an einem Strang ziehend, die Lö- Antworten auch eine andere Qualität“. Damit beton auch er die Unterschiede und richtet sich
sung dieser uns vom heutigen Zeitgeist letztlich (noch immer) nicht nach dem Gemeinsamen zwischen allen Wissenschaften und den
gestellten Lebensaufgabe tatkräftig an, Religionen aus. Darauf aber gerade kommt es an, wenn es um die Klärung der Rolle von Gott
und lassen uns so nicht länger als die im universalem Zusammenhang in all unserem Sein bzw. um das all- und alles umfassende pri-
großen Sünder des 20. Jahrhunderts märste „Naturgesetz“ von allein Sein und Dasein geht!
verleugnen! ■

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