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Objektdokumentation R/3-(iPPE-)Laufzeitobjekt

Stand : 28.5.2001
Status : 1.Review durchgeführt

Verwendung:

R/3-APO-(CRM)-Szenarien mit R/3-Stücklisten und R/3-Arbeitsplänen mit Berücksichtigung vom R/3-


Änderungsdienst (Änderungen über die Zeitachse) und Variantenkonfiguration.

Unterstützte Szenarien im APO: PP/DS, ATP, Vorplanung (z.B. Merkmalsvorplanung), nicht verwendbar im SNP
und CDP.

Integration R/3 – APO:

Wichtigste Punkte im R/3:


Alle verwendeten Materialien, Werke und Arbeitsplätze müssen Teil eines aktiven Integrationsmodells sein.
Gleiches gilt auch für Klassen und Merkmale, wenn mit Konfiguration gearbeitet wird.
Für alle Materialien, für die ein Laufzeitobjekt erzeugt werden soll, muß eine Fertigungsversion angelegt
werden. Darin muß die Stücklistenalternative und der Plan für Feinplanung angegeben werden. Zusätzlich ist es
möglich, den Plan für Ratenplanung anzugeben und diesen bei der Generierung des Integrationsmodells
alternativ zur Feinplanung auszuwählen.
Wenn die Stückliste des Materials Dummy-Baugruppen enthält, müssen diese separat übertragen werden. Die
Dummy-Baugruppen dürfen keine Fertigungsversion besitzen.

Wichtigste Punkte im APO:


Beim Lokationsprodukt des Kopfmaterials muß in der PP/DS Sicht die Planauflösung 5 (für IPPE-
Laufzeitobjekt) gepflegt werden.
Mit der Transaktion /SAPAPO/CURTO_SHOW (Report /SAPAPO/CUSLNTRTO_ANALYSE_RTO) kann das
Laufzeitobjekt in einer Listdarstellung angezeigt werden. Da zusätzlich zum Laufzeitobjekt bei der Übertragung
auch ein PPM erzeugt wird (so weit möglich), kann man dieses zu Kontrollzwecken ebenfalls zur Anzeige
bringen (wobei vom Änderungsdienst oder der Variantenkonfiguration abhängigen Informationen nicht oder nur
teilweise dargestellt werden).
Wenn die Konfiguration zum Einsatz kommt, muß im APO mit den klassischen Merkmalen gearbeitet werden
(Customizing: Anwendungsübergreifende Komponenten -> Klassensystem festlegen). Ansonsten darf der
Schalter auch auf CDP stehen. Es ist jedoch nicht möglich, im CDP mit dem Laufzeitobjekt zu arbeiten. Hierfür
muß das PPM verwendet werden.
Eine Pflege des Laufzeitobjekts im APO ist nicht möglich.
Das Laufzeitobjekt wird im APO der Planversion 000 zugeordnet. Es kann aber auch in anderen Planversionen
verwendet werden. Bei der Auflösung wird dann auf das Laufzeitobjekt der aktiven Version zugegriffen. Es
existiert die Transaktion /SAPAPO/CURTO_LINK (Report /SAPAPO/CUSLNTRTO_LINK_VERSION), mit
der ein Link auf die aktive Version erzeugt werden kann.

Eine Integration mit Nicht-R/3-Systemen ist zur Zeit nicht möglich.

Initialübertragung:

Zu Release PI2000.2 wurde eine erste Lösung zur Versorgung des Laufzeitobjekts realisiert. Diese lag außerhalb
des CIF und stand für die R/3-Releases 4.6B und 4.6C zur Verfügung. Die Übertragung erfolgt mit der
Transaktion CURTO_CREATE (Report CUSLNTRTO_CIF_REPORT) für das Laufzeitobjekt und mit der
Transaktion CURTO_CREATE_BOM (Report CUSLNTRTO_CIF_MAST) für Dummy-Baugruppen.
Mit Release PI2001.1 wurde die Übertragung des Laufzeitobjekts an das CIF angebunden. IPPE-Laufzeitobjekte
und Dummy-Baugruppen (im CIF als Materialstückliste bezeichnet) können also standardmäßig in
Integrationsmodelle aufgenommen und übertragen werden. Gleichzeitig wurde die erste Lösung bezüglich der
R/3-Releases erweitert, so daß jetzt ab Release 3.1I eine Integration möglich ist.
Seitens APO wird Release 3.0 vorausgesetzt.
Änderungsübertragung:

Änderungen an den R/3 Stammdaten werden nicht automatisch an den APO übertragen. Die Initialübertragung
muß erneut gestartet werden. Dabei wird das Laufzeitobjekt (bzw. die Dummy-Baugruppe) komplett neu
übertragen.
Anmerkung: Dies ist der offizielle Stand und die einzige Lösung innerhalb des CIF.

Mit der ursprünglichen Übertragung per Report CUSLNTRTO_CIF_REPORT ist es ab PI2000.2 möglich,
analog zum PPM eine Art Änderungsübertragung anzustoßen. Dazu ist auf dem Selektionsbild der Parameter
„Nur Dispovorgemerkte Material“ zu setzen.
Der Report wertet die Änderungszeiger aus der Tabelle CIF_PPM_CHANGED aus und überträgt ein
Laufzeitobjekt zu allen Fertigungsversionen, bei denen eine Änderung festgestellt wurde. Dieser Mechanismus
paßt aber nicht zur CIF-Anbindung in Release PI2001.1, da keine Integrationsmodelle berücksichtigt werden.
Denkbar (aber noch nicht realisiert) wäre, die Änderungsübertragung für Laufzeitobjekte und Materialstücklisten
im Report RSPPMCHG unterzubringen, welcher zur Zeit die PPM‘s mit Änderungen versorgt.
Zur Zeit ist es möglich Änderungen an Stücklisten, Arbeitsplänen, Fertigungsversionen und Beziehungswissen
zu registrieren. Änderungen an Änderungsstammsätzen (Freigabeschlüssel, Datumsverschiebung) und
Standardarbeitsplänen können nicht erkannt werden.

Kundenerweiterungen:

Business Addin im R/3:


In den Releases 4.6B und 4.6C gibt es das Business-Addin CUSLNTRTO_ADDIN. Dieses bietet die
Möglichkeit, kundenspezifische Änderungen an den Übertragungsstrukturen des Laufzeitobjekts vorzunehmen.
Folgende Methoden werden angeboten :
CHANGE_EWB_STRUCTURES : Hier können die klassischen R/3 Daten geändert werden.
CHANGE_CIF_STRUCTURES : Hier können die CIF-Strukturen geändert werden.
CHANGE_OPERATION : Ändern von Aktivitäten und Modi mit Hilfe des R/3-Vorgangs.

Kundenerweiterungen im R/3:
In den Releases 3.1I bis 4.5B wurden die Methoden des Addins als Kundenerweiterung umgesetzt. Die
Schnittstelle und damit die Funktionalität ist im Prinzip identisch.
Erweiterung CIFRTO02 : EXIT_SAPLCUSLNTRTO_002 (wie Methode CHANGE_EWB_STRUCTURES)
Erweiterung CIFRTO03 : EXIT_SAPLCUSLNTRTO_003 (wie Methode CHANGE_CIF_STRUCTURES)
Erweiterung CIFRTO04 : EXIT_SAPLCUSLNTRTO_004 (wie Methode CHANGE_OPERATION)

Außerdem gibt es noch eine weitere Kundenerweiterung, die es erlaubt Aktivitäten ohne Dauer zu übertragen.
Releases 3.1I bis 4.5B : Erweiterung CIFRTO01 : EXIT_SAPLPGS2_001
Releases 4.6B und 4.6C : Erweiterung CIFLZO01 : EXIT_SAPLPGS2_002

Kundenerweiterungen im APO:
Erweiterung APOCURTO : EXIT_/SAPAPO/SAPLCUSLNTRTO_001

Beispielcoding für die Kundenerweiterungen sind in Hinweis 357178 (Kundenprojekt Bosch) zu finden.

Fertigungsversion
(Definition Fertigungsversion siehe R/3-Doku)

Das Laufzeitobjekt ist in der Lage, Änderungsstände abzubilden. Der Gültigkeitszeitraum der Fertigungsversion
legt dabei die obere und untere zeitliche Grenze der Änderungsstände fest.

Die Sperre der Fertigungsversion wird nicht ausgewertet, sondern mit übertragen und im APO abgelegt
(/SAPAPO/TRPROD-SPRKZ). Das entsprechende Feld (MKAL-MKSP) gibt es im R/3 allerdings erst ab
Release 4.5.

Das Löschen einer Fertigungsversion wird nicht erkannt. Ein automatisiertes Löschen oder Sperren von
Laufzeitobjekten im APO ist daher nicht möglich. Die Laufzeitobjekte eines Materials können im APO aber
manuell über die Transaktion /SAPAPO/CULL_RTO_DEL (Report
/SAPAPO/CUSLNT_CLEAN_RT_OBJECT) wieder gelöscht werden, sofern keine Aufträge im System
vorhanden sind.

Stückliste
(Definition Stückliste siehe R/3-Doku)

- Welche Stücklistentypen werden unterstützt ?

Zur Zeit wird nur die Materialstückliste unterstützt.


In der Fertigungsversion (R/3) können nur Alternativen für Materialstücklisten erfasst werden.
Technische Platz-, Equipment-, Dokumenten-, Kundenauftrags- und Projektstücklisten werden nicht
berücksichtigt.

- Wie ist die räumliche Gültigkeit geregelt ?

Da für die Übertragung des Laufzeitobjekts eine Fertigungsversion angegeben werden muß und
Fertigungsversionen werksbezogen sind, finden Konzernstücklisten keine Berücksichtigung.
Beim Objekttyp Materialstückliste (Dummy-Baugruppe) können hingegen auch Konzernstücklisten
selektiert und übertragen werden.

- Wie ist die zeitliche Gültigkeit geregelt ?

Stücklisten können sowohl auf Kopfebene als auch auf Positionsebene unterschiedliche Gültigkeitsbereiche
haben. Innerhalb des Gültigkeitsintervalls der Fertigungsversion werden alle Änderungsstände von Kopf
und Positionen übertragen.
Der Freigabeschlüssel an Änderungsnummern wird nicht berücksichtigt.

- Welche Daten werden des Stücklistenkopfs werden übertragen ?

Vom Stücklistenkopf wird nur die Basismenge übertragen.


Status und Verwendung der Stückliste werden berücksichtigt. Nur fertigungsrelevante Stücklisten werden
übertragen.

- Welche technischen Typen werden unterstützt ?

Da in der Fertigungsversion die Variante der Stückliste anzugeben ist, sind sowohl Mehrfachstückliste als
auch Variantenstückliste integriert.
Für konfigurierbare Materialien verwendet man im R/3 die Maximalstückliste, die auch Beziehungswissen
enthält. Eine solche Maximalstückliste kann im APO vollständig abgebildet werden.

- Wie werden Stücklistenverwendung und Positionstatus interpretiert ?

Alle fertigungsrelevanten Stücklistenpositionen werden berücksichtigt.

- Sind Unterpositionen integriert ?

Im R/3 werden in den Fertigungsauftrag keine Unterpositionen aus der Stückliste übernommen. Sie sind
deshalb auch nicht relevant für den APO.

- Welche Positionstypen sind für das Laufzeitobjekt relevant ?

Lager: wird im APO abgebildet


Nichtlager: Mit Material- und ohne Materialnummer möglich.
Ohne Materialnummer: nicht APO-relevant.
Im R/3 wird mit der Erstellung des Fertigungsauftrags eine auf FA kontierte Banf erzeugt
(Direktbeschaffung)
Mit Materialnummer: ist abhängig davon, ob Material APO-relevant ist.
Wenn das Material nicht APO-relevant ist, ist die Abwicklung wie bei ‚ohne Materialnummer’.
Wenn das Material APO-relevant ist, wird die Komponente als Lagermaterial behandelt. Da mit
Erzeugung eines Fertigungsauftrags im R/3 eine Direktbeschaffungsbestellanforderung erzeugt
wird, wird ein Löschsatz für die Reservierung im APO erzeugt.
Ab R4.6 (R/3) ist Direktbeschaffung über den Sonderbeschaffungsschlüssel möglich.
Bis R4.6 (R/3) ist im Kundeneinzelabschnitt keine Direktbeschaffung realisiert. Die Banf wird
erst mit MRP-Lauf erzeugt.
Empfehlung: Mit Materialnummer: Material sollte nicht APO-relevant sein

Rohmass: wird im APO als ‚L‘ abgebildet mit errechneter Bedarfsmenge aus Zuschnittsmaße,
Zuschnittsmaße werden nicht übertragen

IH-Strukturelement: nicht APO-relevant

Intra: nicht APO-relevant

Dokument: nicht APO-relevant

Klasse: wird im Laufzeitobjekt abgebildet (siehe Abschnitt Variantenkonfiguration)

Text: nicht APO-relevant

- Wie wird das Kuppelprodukt abgebildet?

Wird als Outputknoten im Laufzeitobjekt berücksichtigt.

- Gibt es eine Rekursivitätsprüfung?

Da die Stückliste immer nur einstufig aufgelöst wird, ist eine Rekursivitätsprüfung nicht nötig.

- Wie wird die Alternativposition bzw. Alternativpositionsgruppe integriert?

Die R/3- Funktionalität der Alternativposition bzw. –gruppe ist nicht im APO realisiert. Es ist realisiert, daß
die R/3-Funktionalität nach Anstoß Umsetzen Planauftrag in Fertigungsauftrag genutzt wird (über die ATP-
Prüfung der Komponente im Fertigungsauftrag). Die Bereitstellungstermine der Komponenten werden im
R/3 durch die Terminierung berechnet. Die vom APO vorgegebenen AVO-Termine bleiben von der
Terminierung unberührt. Der im R/3 erstellte Fertigungsauftrag wird mit den gegebenenfalls geänderten
APO-relevanten Komponenten nach APO übertragen.

- Wie wird die Auslaufsteuerung integriert?

Einfachauslaufsteuerung durch R/3-Materialstamm


Die im R/3 über den Materialstamm gesteuerte Auslaufsteuerung ist als Funktion im APO nicht realisiert.
Die R/3-Funktionalität Auslaufsteuerung kann über CIF mit Einschränkungen genutzt werden.
Erfolgt die Planung im APO und wird der Anstoss der Umsetzung des Planauftrags in einen
Fertigungsauftrag ebenfalls im APO gegeben, kann mittels Userexit (Erweiterung: PPAPO004) gesteuert
werden, dass die Stückliste für den Fertigungsauftrag neu aufgelöst wird.
Erfolgt der Bedarfsplanungslauf im R/3, ist die Auslaufsteuerung bereits im Planungslauf beinhaltet und
wird bei der Umsetzung in den Fertigungsauftrag berücksichtigt.
Die Bereitstellungstermine der Komponenten werden im R/3 durch die Terminierung berechnet. Die vom
APO vorgegebenen AVO-Termine bleiben von der Terminierung unberührt. Mit der Anlage des
Fertigungsauftrags wird die R/3-Funktionalität Auslaufsteuerung durchlaufen. Der im R/3 erstellte
Fertigungsauftrag wird mit den gegebenenfalls geänderten aporelevanten Komponenten nach APO
übertragen.

Einfachauslaufmaterialien und ihre korrespondierenden Nachfolgematerialien werden im R/3


folgendermaßen abgebildet:

Einfachauslaufmaterial MAT_A
RSNUM RSPOS RSART MATNR BDMNG STLNR STLKN

4711 0001 space MAT_A 10 0815 0002

Einfachnachfolgematerial MAT_B
RSNUM RSPOS RSART MATNR BDMNG STLNR STLKN

4711 0001 1 MAT_B 0 0815 0002

RSNUM RSPOS MATNR BDMNG STLNR STLKN

4711 0001 MAT_A 10 0815 0002

MAT_B

Im R/3-Produktionsauftrag entstehen 2 Reservierungen, die sich nur im Schlüsselfeld RSART und in den
Datenfeldern Materialnummer und Bedarfsmenge unterscheiden. Ein Problem ist, daß das Schlüsselfeld
RSART im APO nicht bekannt ist, so daß ein eindeutiges Matching für Einfachauslaufmaterialien im APO
nicht möglich. Auch ein eindeutiges Matching über die Stücklisteninformationen ist nicht möglich, da beide
Reservierungen die gleichen Stücklisteninformationen tragen.
Dabei entstehen bei der Übertragung von Aufträgen R/3 nach APO folgende Probleme:
Sowohl beim Matching über RSNUM, RSPOS als auch beim Matching über Stücklistendaten findet man
für beide R/3-Reservierungen den gleichen APO-Inputknoten, so daß der zweite Satz aus R/3 den APO-
Inputknoten endgültig überschreibt. Dies ist von der Sortierung der übertragenen R/3-Reservierungstabelle
abhängig. Dies ist nur dann richtig, wenn der zweite Satz aus R/3 die volle Bedarfsmenge trägt. Falls die
Bedarfsmenge aufgesplittet ist, wird nur ein Teil der Bedarfsmenge in die APO-Reservierung übernommen.
Falls der zweite Satz noch keine Bedarfsmenge besitzt, so wird die Bedarfsmenge im APO-Auftrag für die
entsprechende Komponenten auf 0 gesetzt. Gleichfalls wird die Materialnummer mit der Materialnummer
des zweiten R/3-Reservierungssatzes überschrieben.

Für APO 3.0 ist im CIF folgende Lösung implementiert, die verhindert, daß es in den beiden System zu
Schiefständen kommen kann.
Es wird nur noch diejenige Reservierung mit der vollen Bedarfsmenge an den APO übertragen. Hat bereits
eine Bedarfsumleitung im R/3 stattgefunden und sowohl Ausläufer und Nachfolger tragen eine
Bedarfsmenge, so wird in der CIF-Schnittstelle die volle Bedarfsmenge auf den Nachfolger umgeleitet, so
daß zumindest die Beschaffung des Nachfolgers gewährleistet ist. Dies hat zur Konsequenz, daß für den
Nachfolger eventuell eine Überdeckung stattfindet und das Auslaufmaterial nur dann vollständig
aufgebraucht wird, wenn ein Auftrag über die genau noch bestandsmäßig vorhandene Menge des
Auslaufmaterials angelegt wird.

Mehrfachauslaufsteuerung durch Auslaufsteuerung in der R/3-Stücklistenposition.


Siehe Einfachauslaufsteuerung mit Einschränkungen. Durch erneute Stücklistenauflösung kann im R/3 die
Funktion der Auslaufsteuerung genutzt werden.

- Wie werden Dummy-Baugruppen behandelt?

Dummy-Baugruppen können im Laufzeitobjekt abgebildet werden. Sie werden daher im R/3 nicht aufgelöst.
Nur „echte“ Dummys (MARC-SOBSL = 50) werden als Dummy-Baugruppe behandelt. Die
Auflösungssteuerung (ab Release 4.0) und die Sonderbeschaffungsart (ab Release 4.6) an der
Stücklistenposition werden dabei berücksichtigt.
Dummy-Baugruppen müssen getrennt übertragen werden. Die Komponenten des Dummys erhalten die
gleiche Aktivität wie die Dummy-Komponente der übergeordneten Baugruppe.
Die Dummy-Baugruppe muß genau eine Stücklistenalternative besitzen.

Dummybaugruppen dienen im R/3 der einfacheren Strukturierung von Stücklisten. Dummybaugruppen


kann man als Klammer um eine Gruppe von häufig zusammen verwendeten Komponenten sehen. Dadurch
erreicht man einen erheblich reduzierten Stammdatenverwaltungsaufwand. Bei Materialänderungen (z.B.
Auslaufmaterialien) müssen die Änderungen nur noch an einer Stückliste durchgeführt werden und schlagen
sich in alle Stücklisten durch, die diese Dummybaugruppe verwenden. Ebenso erleichtern
Dummybaugruppen den Umgang mit der Komponentenzuordnung, da die Komponenten einer Dummy dem
gleichen Vorgang zugeordnet werden wie die Dummy selbst, wenn für die Komponente keine eigene
Zuordnung getroffen wurde. Bei der Stücklistenauflösung in einem R/3-Produktionsauftrag werden die
Stücklisten zu Dummies ebenfalls aufgelöst. Die Komponenten der Dummybaugruppen werden zu
normalen, bedarfswirksamen Reservierungen, während die Dummybaugruppe selbst als nicht dispositiv
wirksame Reservierung in den Auftrag übernommen wird. Die Komponenten einer Dummy sind über eine
Stufe-Weg-Beziehung mit der übergeordneten Baugruppe hierarchisch verbunden.

Im APO-Aufträgen sind die Dummies selbst als nicht pegging-relevant gekennzeichnet.

Es sollte überprüft werden, ob es nicht möglich ist Dummies mit Fertigungsversionen zu übertragen. Dies
für das Szenario, daß ein Dummy in Einzelfällen bedarfsrelevant ist (mit eigenem Arbeitsplan?).

- Ist der Verteilungsschlüssel realisiert?


Ja, ist aber fest programmiert (lineare Verteilung).

- Ist die Nachlaufzeit realisiert?


Ja, ist berücksichtigt.

- Wie ist die Auflösungssteuerung integriert?


Mit Hilfe der Auflösungssteuerung können auf Stücklistenebene folgende Einstellungen aus dem
Materialstamm deaktiviert werden:
Auflösung Dummy ausschalten hat zur Folge, daß die Dummy bedarfsrelevant wird. Wird im Laufzeitobjekt
berücksichtigt.

Planung ausschalten hat zur Folge, daß für die Komponenten der Dummybaugruppe im Falle der
Planungsstrategien ‚Vorplanung ohne Endmontage‘ und ‚Vorplanung mit Vorplanungsmaterial‘ beim
Bedarfsplanungslauf keine Sekundärbedarfe geschrieben werden. Wird nicht berücksichtigt.
Direktfertigung ausschalten hat zur Folge, daß die Stückliste einer direktgefertigten Komponente nicht
aufgelöst wird und damit kein Auftragsnetz entsteht. Dadurch entsteht ein für die Bedarfsplanung relevanter
Sekundärbedarf. Wird nicht berücksichtigt, da Auftragsnetz im APO nicht möglich ist.

Ab 4.6A wurde die Auflösungsteuerung auch auf Direktbeschaffung ausgeweitet, so daß die
Direktbeschaffung unterdrückt wird, falls die Direktbeschaffung über den Sonderbeschaffungsschlüssel
eingeschaltet wurde. Siehe Positionstyp ‚Nichtlager’.

Langfristplanung ausschalten hat zur Folge, daß für die Komponenten der Dummybaugruppe keine
Langfristplanung stattfindet. Nicht APO-relevant.

Sekundärbedarfskennzeichen entspricht der Bedeutung im Materialstamm und übersteuert dasjenige aus


dem Materialstamm. Diese Kennzeichen auf Stülipositionsebene wird nicht berücksichtigt.

- Sind Komponenten- und Baugruppenausschuß berücksichtigt?

Ist noch zu prüfen.


Siehe auch Erläuterungen im Abschnitt Ausschußkonzept.

- Kann fixe Menge berücksichtigt werden?


Ja.

- Wie wird der Produktionsversorgungsbereich berücksichtigt?


PVB wird nicht berücksichtigt. Er ist zur Zeit für keinen Prozeß im APO relevant.

- Welche Mengeneinheiten sind für die Komponenten relevant?


Stücklistenkomponenten werden dem APO immer in der Basismengeneinheit zur Verfügung gestellt, d.h.
eventuell umgerechnet.

- Wie wird der Produktionslagerort berücksichtigt?


Der Produktionslagerort wird übertragen.

- Wie wird Schüttgut berücksichtigt?


Schüttgut wird zur Zeit nicht als Komponente übertragen. Das Material selbst kann aber zur langfristigen
Planung übertragen werden.

Offene Fragen:

- Wie sind Beistellkomponenten berücksichtigt?

Arbeitsplan
(Definition Arbeitsplan siehe R/3-Doku)

- Welche Arbeitsplantypen werden unterstützt?

Normalarbeitsplan und Linienplan sind integriert.


Standardarbeitspläne können im Laufzeitobjekt nicht abgebildet werden. Daher werden sie im R/3 aufgelöst
und in den Arbeitsplan eingebunden.

Für Instandhaltungspläne existiert derzeit noch kein Konzept.


- Wie ist die zeitliche Gültigkeit geregelt?

Innerhalb des Gültigkeitsintervalls der Fertigungsversion werden alle Änderungsstände der Vorgänge und
der Komponentenzuordnungen übertragen.
Der Freigabeschlüssel an Änderungsnummern wird nicht berücksichtigt.

- Wie ist die räumliche Gültigkeit geregelt?

Der Arbeitsplan ist werksbezogen.

- Sind Verwendung und Status für die Übertragung des Arbeitsplans relevant?

Nein. Verwendung und Status werden nicht beachtet.

- Wie sind Untervorgänge zu behandeln?

Untervorgänge unterliegen folgenden Einschränkungen im R/3:


Der Untervorgang kann nur relativ zum übergeordneten Vorgang terminiert werden. Ein Untervorgang kann
einen abweichenden Arbeitsplatz haben. Die Zuordnung von Materialkomponenten, Fertigungshilfsmitteln
erfolgt ausschließlich im Vorgang und ist für Untervorgänge nicht vorgesehen.
Ist im APO abgebildet. Einschränkung: Die R/3-Funktionalität, daß Untervorgänge auf Zeitabschnitte wie
z.B. Rüsten des AVOs bezogen werden können, ist über CIF nicht integriert.

- Ist die Zuordnung des Materials zum Arbeitsplan im R/3 für APO relevant?

Nein, da der Arbeitsplan immer in einer dem Material zugeordneten Fertigungsversion eingetragen werden
muß.

- Wie werden die R/3- Arbeitsplanfolgen in APO abgebildet?

Da es keine eindeutige Abbildung für alternative Folgen gibt, wird zur Zeit nur die Stammfolge übertragen.
Prinzipiell können alternative Folgen aber unterstützt werden und zwar über alternative Modi. Die
Übertragung kann durch eine Kundenerweiterung realisiert werden. Für den einfachen Fall, daß jede Folge
nur einen Vorgang hat, gibt es bereits Beispiel-Coding in Hinweis 357178.

Im Abschnitt Abbildung von Arbeitsplanfolgen wird die Thematik aus Sicht der PPM-Integration näher
beschrieben.

- Welche Arbeitsvorgänge werden nach APO übertragen?

Für die Übertragung von Arbeitsvorgängen an APO gelten folgende Voraussetzungen


 Dem Vorgang muß ein terminierungsrelevanter Steuerschlüssel zugeordnet sein
 Der Vorgang muß eine Dauer haben. Das bedeutet, im Arbeitsplatz muß der
terminierungsrelevanten Kapazitätsart eine Formel zugeordnet sein.
Ausnahme: Vorgänge mit Dauer 0 und Rüstschlüsselinformationen werden ins Laufzeitobjekt
übertragen. Zusätzlich kann diese Bedingung über den Userexit EXIT_SAPLPGS2_002
(4.6B/C) bzw. Userexit EXIT_SAPLPGS2_001 (3.1I – 4.5B) beeinflußt werden.

Für die Übertragung von Fremdbearbeitungsvorgängen gelten die gleichen Bedingungen.


Im Gegensatz zur Übertragung des PPM spielt es beim Laufzeitobjekt keine Rolle, ob der dem Vorgang
zugeordnete Arbeitsplatz an den APO übertragen wurde, also in einem aktiven Integrationsmodell enthalten
ist.
Überprüfen: Es sollten Fehlermeldungen und Abbrüche im APO auftreten, falls eine Ressource unbekannt
ist.
- Ist die Vorgabewertermittlung im APO unterstützt?

Nein. Die Vorgabewerte sind im R/3 bereits im Arbeitsplan zu ermitteln. Die R/3-Funktionalität, die
Vorgabewertermittlung bei der Erstellung eines Fertigungsauftrags anzustoßen ist nicht sinnvoll, da der APO
bereits die Arbeitsvorgänge terminiert hat und geänderte Vorgabewerte im R/3 Fertigungsauftrag keine
Auswirkung auf die Terminierung mehr haben.

- Welche terminierungsrelevanten Funktionalitäten der Arbeitsvorgänge werden unterstützt?

Die Wartezeit wird nicht berücksichtigt.

Die prozessbedingte Liegezeit und die normale Transportzeit werden über die Anordnungsbeziehungen
abgebildet. Transport- und Liegezeiten werden nur berücksichtigt, wenn danach ein weiterer Vorgang
(Aktivität) vorhanden ist (siehe auch Hinweis 321956).

Rüstzeit und Bearbeitungszeit:


Im R/3 werden über die im Arbeitsplatz angegebenen Formeln und über die entsprechenden Vorgabewerte
die Rüst- und Bearbeitungszeiten berechnet. Die Formeln sind frei definierbar.
Für APO werden fixe und variable Dauern, bezogen auf die Menge des Outputmaterials über CIF berechnet.
Die R/3-Formeln sowie die R/3-Vorgabewerte werden hierbei berücksichtigt.
Die fixen und variablen Dauern werden für nicht im R/3-Standard bekannte Formeln durch Ausrechnen mit
zwei verschiedenen fiktiven Auftragsmengen und Interpolation ermittelt. Standard R/3-Formeln werden
erkannt.
Siehe auch Objektdokumentation Ressource.

Splittung und Überlappung:


Mußsplittung ohne die Funktionalität der R/3-Einzelkapazitäten wird über CIF bei der Berechnung der fixen
und variablen Zeitdauer berücksichtigt.
Überlappung ist über CIF nicht integriert.

Reduzierungsstrategien:
Werden im APO nicht abgebildet, da nicht erforderlich.

- Ist die fertigungsbegleitende Qualitätsprüfung für APO relevant?

Nein.

- Wie ist der R/3-Horizontschlüssel berücksichtigt?

Nicht relevant für das IPPE-Laufzeitobjekt.

- Wie wird der Vorgangsausschuß behandelt?

Es besteht bisher keine Ausschußberechung für Vorgänge.


Siehe auch Erläuterungen im Abschnitt Ausschußkonzept.

- Wie ist die Komponentenzuordnung zu den Arbeitsvorgängen abgebildet?

Die Komponenten, die einem Vorgang im Arbeitsplan zugeordnet sind, werden als Input-Komponenten der
Aktivität ‚S’ (Set up -> Rüsten) des entsprechenden Arbeitsvorgangs im Laufzeitobjekt zugeordnet.
Output-Komponenten werden der Aktivität ‚P‘ (Produzieren) des letzten Vorgangs zugeordnet.
Komponenten ohne Zuordnung bzw. Komponenten, die nicht APO-relevanten Vorgängen zugeordnet sind,
werden dem ersten Vorgang des Laufzeitobjekts zugeordnet.

- Wie ist die FHM Zuordnung abgebildet?


Nicht realisiert.

- Werden Ereignispunkte berücksichtigt?

Nein, da nicht APO-relevant.

- Wie sind Rüstfamilienschlüssel, Rüstartenschlüssel und Rüstfamiliengruppe integriert?

Sind über CIF integriert.

- Wie sind die Mengeneinheiten für Arbeitsplankopf und –vorgang integriert?

Die Vorgangsmengeneinheit im R/3 kann von der Basismengeneinheit differieren. Es muß dann zusätzlich
ein Umrechnungsfaktor gepflegt werden. Bei der Übertragung in den APO werden die Mengeneinheiten auf
die Kopfmengeneinheit konvertiert.

- Wird die Sprache, auf denen die Texte im Arbeitsplan basieren, für die Erzeugung des Laufzeitobjekts im
APO berücksichtigt?

Das Laufzeitobjekt wird in der im R/3 aktuellen Sprache angelegt.


Überprüfen: Mehrere Sprachen können übertragen werden.

Ausschusskonzept
Abbildung in R/3:
Es wird unterschieden zwischen Baugruppenausschuß, Komponentenauschuß und Vorgangsausschuß.

- Baugruppenausschuß

Die Qualitätskontrolle stellt am Ende der Fertigung fest, daß ein gewisser Prozentsatz der gefertigten
Teile nicht verwendbar ist. Wenn der Ausschuß bei jeder Fertigung anfällt, dann kann mittels
Baugruppenausschuß der Ausschuß bei der Planung berücksichtigt werden. Wird mit fixer Losgröße
gearbeitet, wird die Planauftragsmenge ebenfalls errechnet. Die Planauftragsmenge ist um den
Ausschussanteil erhöht.

Kuppelprodukte sind in der Ausschußberechnung mit einbezogen.

Der Baugruppenausschuß wird im Materialstamm gepflegt. Die Bedarfsplanung erhöht die zu


erwartende Gutmenge automatisch um den prozentualen Ausschuß.
Berechnung:
Planauftragsmenge = erw. Gutmenge * (1+ Baugruppenausschuß in %)
Beispiel:
220 = 200 *(1 + 10)
Die Komponentenmengen werden entsprechend ebenfalls erhöht.

- Komponentenausschuß

Die Qualität der Komponente oder die Verarbeitung der Komponente kann Ursache dafür sein, daß man
einen erhöhten Komponentenbedarf hat.

Der Komponentenausschuß kann in der Stückliste auf Positionsebene oder im Materialstamm gepflegt
werden. Der Komponentenausschuß erhöht die Sekundärbedarfsmenge der Komponente
stücklistenabhängig oder –unabhängig. Wird außerdem auch mit Baugruppenausschuß gearbeitet, dann
wird zuerst die Komponentenmenge unter Berücksichtigung des Baugruppenausschusses errechnet.
Ausgehend von dieser berechneten Menge wird die Komponentenausschußmenge ermittelt. Die
Komponentenmenge ergibt sich dann aus der Addition beider Mengen.

- Vorgangsausschuß
Bevor hochwertige Komponenten in eine Baugruppe eingebaut werden, findet i.a. eine Qualitätsprüfung
statt. Fehlerhafte Materialien, die im Baugruppenausschuß berücksichtigt wurden, gelangen nicht mehr
zum nachfolgenden Vorgang.

Der Vorgangsausschuß wird in der Stückliste auf Positionsebene gepflegt. Es muß außerdem noch das
Nettokennzeichen gesetzt werden. Bei der Bedarfsplanung wird die Komponentenausschußmenge ohne
Berücksichtigung des Baugruppenausschusses ermittelt.
Das Nettokennzeichen kann auch ohne Pflege des Vorgangsausschuß Verwendung finden. Man kann
dadurch auf Komponentenebene die Berücksichtigung des Baugruppenausschusses verhindern.

Im Arbeitsplan auf Vorgangsebene kann auch ein Ausschuß in % gepflegt werden. Dieser Ausschuß ist
für die Terminierung relevant. Die Vorgangsmenge des nachfolgenden Vorgangs wird reduziert.

Abbildung in APO (PP/DS):

Grundsätzlich ist anzumerken, daß im APO aufgrund der zum R/3 abweichenden Ausschußphilosophie entweder
nur mit Baugruppenausschuß oder nur mit Vorgangsausschuß zu arbeiten ist. (siehe auch APO-Doku 3.0).

1. Baugruppenausschuß

Der Baugruppenausschuß wird analog R/3 abgebildet. Die Berechnung weicht aber von der R/3-Logik
ab. Wird mit fixer Losgröße gearbeitet, wird die Planauftragsmenge im Gegensatz zu R/3 nicht erhöht.
Die Gutmenge ergibt sich aus der Planauftragsmenge abzüglich des Ausschußanteils.
Kuppelprodukte sind in der Ausschußberechnung mit einbezogen.
Berechnung:
Planauftragsmenge = erw. Gutmenge / (1 - Baugruppenausschuß in %)
Beispiel:
222 = 200 / (100% - 10%)
Ist der Baugruppenausschuß im R/3 gepflegt, wird über CIF der Baugruppenausschuß nicht 1:1 in APO
übernommen sondern umgerechnet, um die berechnete Ausschußmenge gleich zu halten.

2. Komponentenausschuß und Vorgangsausschuß

Der Komponentenausschuß wird über CIF bei der Anlage des Laufzeitobjekts in den Mengen der
Inputmaterialien mit eingerechnet.
Im APO kann zudem ein Ausschussfaktor auf Aktivitätenebene gepflegt werden. Ist im R/3-Arbeitsplan
der Arbeitsvorgangsausschuss gepflegt, so wird dieser als Aktivitätenausschuss eingestellt. Auf
Aktivitätenebene kann nur ein Ausschussfaktor gepflegt werden. Für alle Komponenten, die der
Aktivität zugeordnet sind, werden die Mengen erhöht.

Berechnung:
Planauftragsmenge = erw. Gutmenge / (100% - Aktivitätenausschuss in %)
Wird zudem mit Baugruppenausschuss gearbeitet, was man vermeiden sollte, gilt folgende Berechnung:
Planauftragsmenge = erw. Gutmenge /(1 - Baugruppenausschuss in %) / (1 - Aktivitätenausschuss in %)

Beispiel:
247 = 200 / ( 100% – 10% ) / ( 100% – 10 %)

Die der Aktivität zugeordneten Komponentenmengen (Inputmaterialien) basieren auf der errechneten
Planauftragsmenge (Outputmaterial).

Abbildung von Arbeitsplanfolgen


In diesem Abschnitt wird die Abbildung der R/3-Arbeitsplanfolgen in den APO für den Fall der PPM-Integration
erläutert. Wie weit dieses Prinzip auf das IPPE-Laufzeitobjekt übertragen werden kann, muß noch untersucht
werden. Da die Strukturen ähnlich sind, dürfte eine große Übereinstimmung hergestellt werden können.

Was die Moduskopplung betrifft, gibt es auf jeden Fall Unterschiede. Eine vorgangsübergreifende
Moduskopplung über gleichnamige Modi gibt es beim Laufzeitobjekt zur Zeit nicht.
Eine Kopplung gibt es lediglich über gleichnamige Ressourcen innerhalb eines Vorgangs. Wenn z.B. in einem
Vorgang eine Aktivität Rüsten und eine Aktivität Produzieren auf der gleichen Ressource vorkommen, werden
diese im Laufzeitobjekt über das „cover flag“ fest miteinander gekoppelt.

1. Stammfolge:

Standardfall

2. Alternative Folge:

Alternative Folgen können prinzipiell als alternative Modi im APO abgebildet werden. Für die Abbildung
alternativer Folgen muß man den betriebswirtschaftlichen Hintergrund unterscheiden:
Falls die alternativen Folgen im R/3 losgrößenabhängig ausgewählt werden, weil z.B. ab einer gewissen
Losgröße eine alternative Ressource wirtschaftlicher ist, so muß im R/3 eine eigene Fertigungsversion pro
losgrößenabhängiger alternativer Folge angelegt werden, da der APO bei Verwendung von PPM keine
losgrößenabhängige Modusauswahl treffen kann. Somit kann die Planung im APO auf den korrekten
Ressourcen erfolgen.
Spielt die Planung alternativer Ressourcen keine Rolle, so kann auf diese Vorgehensweise verzichtet werden
und ein Folgentausch im R/3-Produktionsauftrag durchgeführt werden. Dies würde im zugehörigen APO-
Produktionsauftrag zu einem Löschen der getauschten Vorgänge der Stammfolge und zu einem Hinzufügen
der getauschten Vorgänge der alternativen Folge führen.

Falls die alternative Folge eine Alternative aus Kapazitätssicht darstellt, so können diese alternative Folgen
als alternative Modi im APO abgebildet werden. Hierbei sind drei Fälle zu unterscheiden:

A. Anzahl Vorgänge in alternativer Folge = Anzahl Vorgänge in Stammfolge

R/3 APO

10 R1 10 Modus 1 R1

20 R2 21 R4

20 Modus 1 R2

30 R3 22 R5 Modus 2 R4 Modus-
kopplung

40 R6
30 Modus 1 R3

Modus 2 R5

B. Anzahl Vorgänge in alternativer Folge < Anzahl Vorgänge in Stammfolge


Die Ressource RD ist als Dummyressource im R/3 und APO mit Dauer 0 definiert. Im R/3 ist in der
Ressource RD ein Referenzsteuerschlüssel einzutragen, der die Ressource als nicht terminierungsrelevant
kennzeichnet.

R/3 APO

10 R1 10 Modus 1 R1

20 R2

21 R4
20 Modus 1 R2

30 R3 Modus 2 R4 Modus-
kopplung

40 R6
30 Modus 1 R3

Modus 2 RD

C. Anzahl Vorgänge in alternativer Folge > Anzahl Vorgänge in Stammfolge.

Auch hier ist die Ressource RD ist als Dummyressource im R/3 und APO mit Dauer 0 definiert.

R/3 APO

10 R1 10 Modus 1 R1

21 R4

20 R2
20 Modus 1 R2

22 R5 Modus 2 R4 Modus-
kopplung

40 R6
22 Modus 1 RD

Modus 2 R5

Die hier vorgestellte Lösung muß bis auf weiteres über einen Userexit ( Hinweis 217210) bei der
Übertragung des PPM nach APO implementiert werden. Es ist zu beachten, daß die
Alternativenauswahl ausschließlich im APO stattfinden sollte, da APO die Kapazitäten plant und über
die weitaus umfangreicheren Optimierungen verfügt !

Sonderfall alternativer Arbeitsplätze:


Falls es zu Arbeitsvorgängen Alternativen gibt, die sich nur durch die Ressource unterscheiden, so
könnte dies durch die Funktionalität der Arbeitsplatzklassifizierung des PP-PI direkt in das PPM als
alternativer Modus integriert werden. Dazu muß nach der Arbeitsplatzklassifizierung (s. Doku PP-PI)
der entsprechende Vorgang im Arbeitsplan markiert werden und der Funktionscode =opca eingegeben
werden. Daraufhin kann die im PP-PI beschriebene Funktion von alternativen Ressourcen verwendet
werden.

3. Parallele Folge

Parallele Folgen werden über CIF in APO unterstützt.

Änderungsdienst
Das Laufzeitobjekt ist in der Lage, Änderungsstände in der Form „Gültig-ab“ und „Gültig-bis“ abzubilden. Es ist
im APO aber nicht an den Änderungsdienst angeschlossen.
Die Änderungsnummern werden rein zur Information in den Datenteil der Strukturen mit abgelegt.

Das Laufzeitobjekt kennt keine Parametergültigkeit.

Variantenkonfiguration
Durch das im R/3 erzeugte Laufzeitobjekt ist es möglich im APO eine Funktionalität analog der in der R/3-
Dokumentation beschriebenen Funktionalität der Low Level-Konfiguration durchzuführen.

Es ist im APO nicht möglich eine Merkmalbewertung durchzuführen. Die Merkmalbewertung wird im R/3,
CRM oder einem anderen System durchgeführt und in Verbindung mit Materialvarianten,
Kundenauftragspositionen, Fertigungsaufträgen, etc. in den APO übertragen (per BAPI oder BTE).

Das Laufzeitobjekt erlaubt eine mehrstufige Konfiguration in Form von Nested-KMAT. Auftragsstücklisten
werden nicht unterstützt.

Das Beziehungswissen wird mit dem Laufzeitobjekt in den APO übertragen, es ist nicht möglich, es im APO zu
pflegen. Änderungsstände vom Beziehungswissen werden anlog den Änderungsständen von Stückliste und
Arbeitsplan berücksichtigt.

Alle Arten von Beziehungswissen sind sowohl an Komponenten als auch an Vorgängen möglich. Aktionen
werden im APO als Prozeduren abgebildet. Die Prioritätsreihenfolge von Prozeduren bleibt im Laufzeitobjekt
erhalten.
Das Beziehungswissen wird zum „Gültig-ab“ Datum der Komponente bzw. des Vorgangs aufgelöst.

Besonderheiten Arbeitsplan
Auswahlbedingungen an Vorgängen im R/3 werden zu Auswahlbedingungen an Aktivitäten im APO. Prozeduren
beeinflussen Modi. Objektmerkmale müssen auf Felder der DataDictionary-Struktur PAMODD weisen (siehe
Hinweis 392604).

Besonderheiten Stückliste
In Prozeduren an Stücklistenpositionen verwendete Objektmerkmale müssen auf Felder der DataDictioary-
Struktur PVCMDP weisen (siehe Hinweis 392604).
Klassifizierung als Auswahlbedingung wird nicht unterstützt.

Nested-KMAT
Mehrstufige Konfiguration wird analog der Low Level-Konfiguration im R/3 unterstützt. Bei der Anlage eines
Laufzeitobjektes muss für das Material ein für Nested-KMAT zulässiges Konfigurationsprofil existieren (kein
Szenario Kundenauftrag oder Auftragsstückliste). Komponenten werden im Laufzeitobjekt als konfigurierbar
gekennzeichnet, falls sie ein für Nested-KMAT zulässiges Konfigurationsprofil besitzen.
Auswahlbedingungen werden an konfigurierbaren Komponenten nicht übertragen. Die Auswahl findet dadurch
statt, daß in der High Level-Konfiguration im R/3 für diese Komponente eine Instanz (Bewertung) angelegt
wurde.
Klassenknoten
Die möglichen Objekte (Materialien), welche einem Klassenknoten zugeordnet sind, werden beim Anlegen eines
Laufzeitobjekte selektiert. Sie werden als zusätzliche Komponenten im Laufzeitobjekt anlegt und jeweils mit
einer Auswahlbedingung analog der Klassifizierung des Objektes versehen. Bei der Auflösung wird die
Bewertung des Parents zur Auswahl der Komponente verwendet. Die Bewertung muss übereinstimmen.
Bei Änderungen von Klassifizierungen oder Löschen/Hinzufügen von neuen Materialien zu der Klasse muss das
Laufzeitobjekt neu übertragen werden. Unterstützt werden alle für Klassenknoten vorgesehenen Klassenarten.

Variantentabellen/Variantenfunktionen
Variantentabellen und Variantenfunktionen müssen sowohl im R/3 als auch im APO definiert und mit Inhalt
gefüllt sein. Es findet keine Versorgung zwischen R/3 und APO statt (auch nicht vom Inhalt von
Variantentabellen).
Überprüfen: Variantentabellen und Variantenfunktionen in Auswahlbedingungen

Rezept
(Definition Rezept siehe R/3-Doku)

Die Integration der Rezepte ist noch nicht abgeschlossen. Sowohl im R/3 als auch im APO müssen noch
Erweiterungen vorgenommen werden, um Rezepte im Laufzeitobjekt abbilden zu können.

Bezüglich der Integration der Rezepte wird es ein eigenes Dokument geben, daß die Funktionalität im Detail
beschreibt.