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Formenlehre

der

griechischen und lateinischen

Sprache,

vom

vergleichenden Standpunkt nach der Methode von Curtius

bearbeitet

von

Dr. Fr. Möller. Direktor »« der Realschule zu griedberg t. d. W.

Friedberg,

C. Scriba's Buchhandlung

1868.

Formenlehre

der

griechischen

Sprache

von

vr. Fr. Möller.

Anhang:

Kurzer Abriß der homerischen Formenlehre.

Friedberg,

C. Scriba's Buchhandlung

1868.

Bor wort.

Entweder müste ich eine große Vorrede zu dem Buche schreiben, oder gar keine. Dennoch sei hier Weniges am Platze. Wie weit man noch entfernt ist von einer sprachvergleichenden Behandlung der klassischen Sprachen, zeigt die 3. Pommersche Directorenconferenz 1867, auf der es für den Correferenten nöthig war fo weitläufig auf die Darstellung der Vorzüge und Zweckmäßigkeit der Curtiusschen Schulgrammatik ein zugehen. Allein das hätte mich nicht gekümmert; nur drängt es mich, einige Worte über mein Verhältnis) zu Curtius vor zubringen. Wie man Koch wegen seines Anschlusses an das Curtiussche Buch sehr getadelt hat, so wird man diesen Vor wurf nochmals wiederholen, wenn ich in Einzelnem noch größere Annäherung an dieß Buch erstrebt habe. Einmal sei bekannt, daß es mir nicht in den Sinn gekommen wäre, eine griechische Formenlehre zu verfassen, da das vortreffliche Buch von Curtius ja vorliegt. Ich bin vor dem Entschlüsse lange zurückgebebt; allein, da der Zweck den ich mir gesteckt, die Formenlehre der beiden klassischen Sprachen ja auch der lateinischen troS der erwähnten Conferenzen gleichmäßig zu behandeln, es erheischte, so griff ich die Sache endlich doch an. Ferner bekenne ich ganz offen, daß auf diesem Wege Curtius mein, wie unser aller Lehrer ist; jedoch wird die nähere Betrachtung meiner Behandlungswcise zeigen, daß ich selbständig verfahren bin.

VI

Man wird weiter beanstanden, daß ich in einigen Partien meines Buches den Darstellungen von Schleicher und Justi §§ der Lautlehre und der Wortbildungslehre*) ohne weiteres gefolgt fei; und ferner, daß ich hier und da über das Maß, welches Curtius eingehalten, hinausgegangen, weshalb vielleicht die Worte auf dem Titel nach der Methode von Curtius" ungerechtfertigt erscheinen möchten. Allein ^act«, ales, e8to. Ich denke in diefem Puncte einigermaßen verschieden, und die Zeit mag lehren, ob man nicht etwas mehr bieten solle. Daß man auch das Lateinische fo be handeln dürfe, habe ich durch die Praxis erprobt gefunden; die alte Mönchspraxis soll einmal aufhören. Dasselbe feste Erlernen der Formen, das einmal nicht umgangen werden kann, mit Erleichterung des Verständnisfes ist jedenfalls mehr werth, als ein Eintrichtern unverdaulicher Dinge und daran war ja die lat. Grammatik überreich.

Friedberg, am Perchtentage der Zwölften 1868.

Der Verfasser.

*) W. R S d e r s Beendigung dieser Arbeit

aufgenommen hat, was ich bei Curtius vermißte.

Formenlehre der gr. Spr. Verl. 1867. kam mir erst nach

zu Händen, und ich freue mich, daß er manches gleich mir

Jnhaltsverzeichniß.

ß

H

s

s

s

s

s

§

I,

Lautlehre.

1. Alphabet 2. Besondere Schriftzcichen 3. Eintheilung der Buchstaben 4. Quantitätsgesetze 5. Tonzeichen 6. Encliticä 7. Tonwandlung und Tongesetze 3. Lautwandlung I. Die Bocale II. Die Consonanten III. Die Gesetze des Auslauts

Seite. S

4

5

6

7

8

9

11

11

16

21

II. Flexionslehre.

Erstes Kapitel.

Flexion der Nomina und Pronomina.

s

s

9. Declination der Substantiv«

Erste Hauptdeclination

1V.

S

s

11.

12.

Z

s

tz

ß

s

s

§19.

tz

s

^.

L.

Die ä-Declination

Die «-Declination

Gemeinsamkeit der

Zweite Hauptdeclination

und «-Declination

^.

S.

Die eigentl. consonantische Declination Die vocalische Declination

13. Locativ und Localsuffire 14. Ursprüngl. Gemeinsamkeit der beiden Hauptdecl

15. Uebersichr de« Genus der 2. Hauptdecl 16. Besonderheiten der Deklinationen

17. Motion und Declination der Adjectiva . 18. Comparalion der Adjectiva

Adverbia

2«. Vom Zahlwort 21. Declination der Pronomina

.

.

Zweites Kapitel. Flexion der Verb«. 22. Mgemeine Vorbemerkungen

Z

Erster Abschnitt. Die bindevocalische Conjugation auf »

8 23. Der Präsensstamm 23». Das Augment 24. Abgeleitete Berka contracta 25. Bildung des Präsensstamme« 26. Der einfache Aoriststamm

§

s

§

tz

§

Z

27. Der Fulurst. und der zusammengesetzte Aoriststamm

^.

L.

Der Futurstamm Der zusgstzte Aoriststamm

28. Die Perfectstämme

^.

Der einfache Perfectst. des Activs

.

.

.

.

.

-

.

.

'23

25

25

30

33

34

35

45

4S

49

52

54

59

62

63

6K

78

76

76

77

80

86

89

90

90

92

9S

93

VIII

s.

«.

Das Der erweiterte zusgstzt. Plus^amperfect M. des Activs des Actws

^

Perf, und Plusoppdes Mediums und Passivs

v.

L. Das Futurum eractuiü,

29, Der I. Passivstamm

s

s 30.

§

s

Zweiter Abschnitt

§
s

ß
s

Der II.

31. Die Verbaladjectiva

32. Tempusbildung der Verb» Pur«

33. Die bindevocallose Conjugation auf

34. Verba mit besonderen Eigenheiten

35. Besondere Anomalien der Verb«

36. Verzeichnis; der Verba

s

ß

s

s

III. Wortbildungslehre

37. Einfache Wortbildung Bildung ohne Suffire

S. Bildung mit Suffiren

38.

SS.

40.

41.

(Z. Die Verba

v.

Die Adverbia insbesondere

Die Präpositionen insbesondere ,

Bon den Conjunctionen

Wortbildung durch Zusammensetzung

Form der Zusammensetzung Der Compositionsvocal insbesondere Accent der Composita

L. Bedeutung der zusammengesetzten Nomina

^.

1.

2.

Arten der Comvosition Decomposita

Anhang. Homerische Formenlehre Conjugationsfchemata.

S.

O.

Verba pur«

muta

liquid»

Die griechische Sprache

ist eine Schwestersprache der lateinischen. Was sie Gemeinsames haben, liegt also jenseits beider. Sie zerfiel, so lange wir sie kennen, in mehrere Mundarten oder Dialekte, und zwar in den äo tischen, dorischen und ionischen Dialekt:

I. Zum ionischen Dialekt, der besonders in Kleinasien auf

den meisten Inseln und in Attila zu Hause war, rechnet man ins besondere drei Färbungen:

1) den altionischen oder epischen Dialekt/ d. h. die Sprache

Homers, Hesiods u^ a. 2) den neuionischen, die Sprache Herodots. 3) den attischen, die Sprache der gebildeten Athener und der großen Dichter und Schriftsteller, die sich desselben bedienten. Er ist der, welchem dieß Buch gilt. Er war Gemeingut aller Gebildeten, nahm später in einzelnen Puncten eine Um gestaltung als neu attisch er Dialekt an, und artete feit Alexander d. Gr. in den f. g. gemeingriechischen Dialekt aus.

II. Der äolische Dialekt, ebenfalls in Kleinasien, vorzugs

weise in Böotien und Thessalien gesprochen, gewahrt viele sehr alte Formen: seiner bedienten sich Alcäus und Sappho von LesboS. III. Der dorische Dialekt, im Norden von Griechenland, auf dem Peloponnes und auf Kreta zu Hause, sowie in Sicilien und Unter italien, war die Sprache des großen lyrischen Dichters

Pindar und des Bukolikers Theokrit.

Die alt griechische Sprache gieng im Verlaufe der Zeit durch mancherlei Stufen, und nach Aufnahme fremder Elemente in die jetzige neugriechische Sprache über.

NL! Arabische Ziffern in Klammern ohne weitere Bezeichnung verweisen auf die nebenstehenden Randnumern.

I.

Lautlehre.

Alphabet.

Die griechische Sprache hat 24 Buchstaben, in folgender Ordnung: 1

§ 1.

Zeichen.

Name.

Aussprache.

^ «

a (sowohl kurz als lang)

 

/S?r«, betg,

b

/«^«, ZäMWS

g (wie in Gabe")

ckÄr«, ä^Itä,

d

(recht weich)

 

e

(stets kurz)

 

5^r«, älstä

ds (sehr weiches s mit d)

«, ^

^r«, st«,

e (stets lang: edel")

A^r« tKetä

th (fast getrennt)

tlür«, iötä

i (stets Vocal; kurz und lang)

««7171«, Kspps

k

^«/tt/Zä«, liUlibää

l

 

m

 

vi? NZ^

n

xi

k

«, «

ö ^«^oV, 6 mikr«n

o (stets kurz)

 

P

^. ?

pcu, rk«

rh, r

 

s>

s

-

rav, tau

t

 

y

(ü, kurz und lang)

 

Pl, pki

PH

 

ch

^. ^

Ps o (stets lang)

*) Man gewöhne die Schüler hier schon an sichere Handhabung des Tones.

4

2 Anm. 1. Die alten Griechen hatten nur die großen Buchstaben und unterschieden noch nicht zwischen ^ und S, O und Wir gebrauchen dieselben nur nach dem Punct und bei Eigennamen.

Das Zeichen «- wird nur im An- und Inlaut, und 5 am

besten nur im Auslaute der Wörter gebraucht.

Hinsichtlich der Aussprache einzelner Buchstaben merke man

noch Folgendes : r vor t mit nachfolgendem Vocale lautet nur wie t, nie

wie z, So«««'» Boiotia; lautet nicht wie deutsches sch, sondern getrennt S°ch, AZocx^os Moschos; v vor den Kehllauten z/, «, ^ Und hat den Nasenton wie in den deutschen Wörtern lang, Bank", tengo, «/««y« ankvra, ^«'^5 ^ larünx.

3 Anm. 3.

Anm. S.

4 A n m. 4. Die älteste Sprache hatte noch einen Buchstaben, der sich

bei dem Stamme der Aeolier am längsten erhielt

oder >° bezeichnet ward ; er hieß >«« (später Luv geschrieben) oder seiner

Gestalt wegen Fl/«^« und lautete wie das lat. v«u w. Außerdem muß die uralte Griechenfprache auch ein ^' gehabt haben, dessen Spuren wir aber nur durch Vergleichtung mit den verwandten Sprachen empfinden können; die späteren Griechen hatten keine Kenntniß mehr davon und ver wechseln die fühlbaren Spuren seines ehemaligen Daseins mit denen des Digammas. Zwei andere Buchstaben bei den Zahlwörtern (H 20. Anm.) Für ar findet man auch s («-«'/^«) (H 20. Anm.)

und in der Reihe mit

§ S. Besondere Schriftzeichen.

5 1. Jeder im Anlaut eines Wortes stehende Vocal hat ein Hauch - zeichen, das des gelinden Hauches lpiriw8 lems, und das des scharfen Ipiritus «her,- e^w echo (ich habe), hezo (ich werde haben). Die Griechen bezeichnen jedes anlautende 9 mit dem lpir. alp,, ^rcop rkstör; zwei inlautende y werden meist mit U rrh bezeichnet.

6 2.

Dasselbe Zeichen ' ist der A p 0 st r 0 p h , für den Wegfall eines

Vocals am Ende oder Anfang eines Wortes; ««9 an'rt? (bei ihm)

?r«^a «vr«?;

(nicht ich)

7 3. Dasselbe Zeichen ' heißt ferner Koronis, um die Krafis anzudeuten, d. h. die Mischung der Vocale beim Zusammenfließen zweier Wörter; rÄ^« (älia) r« «^«; rov^o,' (das Werk) ro s^ov; (und gut) ««« az/«A«5 l A«r5^>«v (das andre) ro ^rk- ßv^ (27) ; x««ir« (und darauf) ««t S7i«r« (27). Beim Zusammen treffen mit ipir. «I'per weicht die Koronis; «v^ (der Mann) « «V^,- oft auch bei Aspiraten, (das andre).

5.

Die Interpunktion des Kommas (,), des Puncts (.), des 9

Semikolons und Kolons (-, oben an der Linie), und des Fragezeichens (,-) ist erst neuerdings eingeführt.

6. Das S i lb e n t h e i l u n g s z e i ch e n ist (-)

oder (-). Dabei 10

gilt als Regel, daß so viele Consonanten zur folgenden Silbe gehören, als im Anlaut eines griechischen Wortes stehen können. (Mädchen), 7>t'-X«c (Freund), «^-?rr^ (Dieb), (Erschütterung), aber «1-4« (aüa), (Schmied). Zusammengesetzte Wörter werden nach den Bestandtheilen getrennt, 5«?-«/« (sammle), ?r?o<?-aAr«cD (füge zusammen), nP0kx-r«<x<7c<i (befehle).

7. Die Tonzeichen sieh K 5.

K F. Eintheilung der Buchstaben.

Man theilt die Buchstaben in Vocale und Consonanten ein:

1. Bocale:

11

»,)

einfache

 

1.

kurze

0

2. mittelzeitige «, « (sind kurz oder lang, aneipitss)

3. lange ^ «

 

b)

Diphthonge

1. echte

«e,

«, ^)

oe,

«

««^

1^, «« (««)

2. unechte «1?

«

Bon den echten Diphth. lautet «« au,

das

ludloriptum nicht mit; es wird dm großen Zeichen beigeschrieben,

^1 eu, «v aber nur u;12

wie unreines au, etwa ou. Bei den unechten lautet das ist»,

Spiritus und Accente (§ 2, Z 5) stehen bei kleinen Buchstaben 13 auf, bei großen vor denselben, bei Diphthongen auf dem zweiten Vocal, bei den Trennungspuncten der Acut zwischen denselben; ferner der Circumfler über dem Spiritus, der Acut daneben: «z/« (ich führe), '^kS^«e (^,tkenae), k?öo>' (ich fahl. 6>Zr^ (Oeta), "^^5 (Härles), «<?rv«? (schlaflos), ai'ci) (ich höre).

Man gewöhne sich », vnd «. !« der Aussprache säuberlich zu unterscheiden.

14

45

Classen

I mutae

II lemi-

6

-

2. Consomnten.

Kehllaute

«

(^)

Lippenlaut

>

Zahnlaute

ff

Keinem bestimmten Organe gehören an 2,, ?

Anm. Der Doppelconsonant ^ ^

? ^

Stufen

tsnues

meäi««

alpirätae

Natale»

spiiÄNtes

liquiä^s

^

§ 4. Quantitätsgesetze.

1. Das Griechische hat in Bezug auf die Quantität (Geltung

der Silben) ungefähr dieselben Gesetze, wie das Lateinische bis auf 2 wesentliche Puncte, nämlich die Verkürzung eines Vocales von einem andern, und die Ausgänge der Wörter.

2. Jede Silbe mit einfacher Consonanz und von Natur kurzem

Vocale gilt als Normalkürze oder 1 mör«,.

3. Eine Silbe mit von Natur langem Vocale oder Diphthonge

gilt als Normallänge und so viel als 2 mora«; daher die kontra hierten Silben alle lang. (Ausnahmen § 7, 1). Große Stütze gewährt der Accent. Natmkürze des «, t, v kann nur das Lexikon lehren.

4. Eine Silbe mit von Natur kurzem Vocal und Doppclconsonanz

gilt als Positionslänge; dieselbe gilt nur in der Metrik für 2 mm-ae

(doch vgl. Z 5, 3), und es ist dabei einerlei, ob die Dovpelconsoncmz in dem Worte steht, oder ob ein Consonant am Schluß des einen, der

des folgenden Wortes, oder ob beide Confonantm im

Anlaut des zweiten Wortes stehen. (5, 5, z!,. vgl. 14).

Man unterscheide wohl : ««^«e (Schönheit) mit kurzem « von ^«^«v

(potius) mit langem

länge und Positionslänge zusammentreffen.

andre am Anfang

r«<7<7K, (ordne) von Tryanv« (thue), wobei Natur

7

5. Die Positionslänge kann aufgehoben werden durch

das Zusammensein einer muta «um liquläa; nur darf das Zusammen stoßen dieser beiden Laute nicht auf zwei Wörter vertheilt sein (vgl. Ab satz 4), und es dürfen nicht die mutae A ^, <f mit den Liquidis X,

^, v zusammentreffen. Für die Metrik gelten noch besondere Gesetze.

§ S. Tonzeichen.

1. Der Haupt- oder Hochton eines jeden Wortes wird im 16

Griechischen erst seit der der alerandrimschen Zeit bezeichnet. Die Zeichen

des Accentes sind:

a)

aeceutu« acutus, Acut genannt, welcher vor einem wei

teren dazu gehörigen Worte umgelegt wird, und dann aoo. gravis, Gravis heißt;

d)

g,ee. oircumuoxns, Circumfler.

2.

Der Acut steht auf einer der drei letzten Silben. Ein Wort 17

von der Form - heißt Ory ton on, von der Form -^Par- oxytonon, ein solches - Proparoxytonon, Nur Oxytona können den Gravis haben.

Im Griechischen richtet sich der Accent nach der Endsilbe. Der Acut kann auf der drittletzten nur stehen, wenn die letzte Silbe kurz ist, also: «^«1,05 (Rebe), aber u^TiÄo« als Genetiv; die vorletzte kann dabei fein, wie sie will, üVs^kno? (Mensch)*); auch in der be tonten Silbe selbst kann der Bocal kurz oder lang sein : P^o? (Freund), F<«y«« (des Geschenkes).

3. Der Circumfler steht mir auf einer der zwei letzten Silben, 18

und zwar auf der vorletzten nur dann, wenn diese von Natur lang und der Vocal der Endsilbe von Natur knrz ist (also macht Positionslänge der Silbe nichts aus); Fclhov (Geschenk); a^«L (Furche) aber Ac^Stz (Panzer) wie c^o«,- ««PK?? (deutlich). Ein Wort heißt Peri- spomenon, ein - Properispomenon. cuffrk (so daß), o«rf (und nicht) scheinbare Ausnahmen (LI, 2).

4.

Ein jedes

Barytonon.

auf der Endsilbe nicht betonte Wort

heißt

5. Wörter ohne allen Accent heißen Altona. Es sind

ein 19

20

^ a) die Formen des Artikels: o, ^ m, «! (der, die);

*) Man gewöhne sich zeitig lange unbetonte Vocale nicht falsch auszusprechen.

d)

die Präpositionen «5 oder (in, wohin?), «« oder etz (aus),

(in, wo?);

.

-

.

«)

die Conjuctionen « (wenn), lv; (gleichwie);

.

>

g)

die Negation 0«, auch mZ« vor Vocalen, «v^ vor Spiritus

21

afper (nicht).

'

^

Sie haben aber einen Acut, wenn sie 1) am Ende eines Satzes

wenn es seinem Worte

(wie ein Gott) ; 2) wenn eine Enclitica (S 6) folgt.

stehen, nutz 7«9 ««i (warum denn nicht?);

nachsteht, S«?

Sie heißen auch Procliticä.

K «. Enclitica.

1. Wie dieMona sich vorn an die Wörter anschließen und darum

keinen Accent haben (Procliticä), so schließen sich mehrere ein- und zwei silbige Wörtchen hinten an und verlieren darum ebenfalls ihren Accent;

sie heißen Encliticä. Es sind:

',','»

a)

die Personalpromina in gewissen Casus (138);

d)

das unbestimmte Pronomen rts, ?t (irgend einer, etwas) und

die Pronominaladverbia ««v, poet. noA/ (irgend wo), ^ (irgend wie),

mol (irgend wohin), noSÄ (irgend woher),

(irgendwann), Tlw'e

(irgendwie);

>

' .,

«)

der Ind. Präs. von (ich bin) und

(ich sage)

mit

Ausnahme der 2. Sgl.;

oder vvv (nun), nch (sehr), ?rbi'

(noch), ^ (und, que), r«/ (wahrlich) und das untrennbare Fe (hin); auch als Pronominalsuffir (144).

2. Einzelne Encliticä verschmelzen mit dem vorhergehenden Worte,

woher scheinbare Unregelmäßigkeiten im Accente entstehen; so e?<xrt, (so

daß), roveckk (die da), lü^,^ (sowie), <w7r« (noch nicht), lZv«v«>' (Gen.

Pl. derer).

3. Nach einem verliert die Enclitica ihren Accent,

hinterläßt aber im ersten Fall ihre Spur in dem stehenbleibenden Acut,

<t)

die Partikeln

(zwar),

'

.

,

.

/to< (gib mir);

«vcov (gewisser Länder).

'

.

'

Nach einem - geht der Accent einsilbig» Encliticä spurlos verloren, (irgend eine Rede), H ^r^y ^uo« (meine Mutter);

die zwei silbigen behalten den Accent, 1,«^

> erhalten auf der Endsilbe

den Accent der Enclitica als Acut, avS^kmot «^5 (gewisse. Menschen) ; k?^/ Tio« (er hatte einmal).

(gewisse Reden).

5. Wörter von der Form

^

6.

Folgt eine Enclitica auf eine andere oder ein Atonon, so er

hält dieß Wort den Accent,

«

^«t z>^«t Tion (wenn einer mir

je sagt).

.

'

7.

Die Enclitica behält ihren Accent 1) wenn sie am Anfang

des Satzes steht, «veg ä^mM (einige sagen); 2) wenn ein besonderer Nachdruck darauf ruht (138) süber texn' (247, 3)j; 3) nach der Elision,

Tw^vt ck' «stv (viele aber sind); 4) die zweisilbige nach Absatz 4.

H 7. Tonwandlung und Tongesetze.

1. Ständige

Tonwandlung findet statt 1) wenn die Quan- 22

tität der Endsilbe sich ändert, ^«^«19« (Schwert) wird zu ^a^«/««? (Gen.); 2) wenn das Wort hinten wächst, ow^a (Leib) wird zu sc«!- (Gen.) und «bi^araiv (Gen. Pl.).

Die Ausgänge- der Pluralnominative «e gelten dabei für 1 wörä, 7k'^vp« (Brücke): ^'^«« (Pl.); ebenso der Ausgang «e beim Berdum,

mit einzelnen Ausnahmen; doch' gelten die Optativausgänge ««, « und des Locativ « für 2 inorae (199, 103); ebenso ist der Vocal « in

den attischen Declinationsformen gleich 1 vaorä , «Vtv/klox (Saal), no-

^K)? (der Stadt); sfür Gen, Pl. (98, 4)Z.

2. Unständige Wandlung findet statt, 1) bei einigen per- 23

sönlichen Eigennamen gegenüber dm Appellativen, ^/«^^ neben 6t«- 7<^s (göttlicher Abkunft), neben ««^r^'s (Sieger), (311, 8); 2) bei. zusammengesetzten Nominibus, (tonlos) neben Pwv^ (Stimme), kwvoö«? (Zugang) neben »F«? (Weg), svon beiden Numern viele Ausnahmen); 3) bei einigen Vocativen, Nom. Ftck7r«'r??s (Herr) Voc. FkffTiox«, Nom. »F^P«? (Bruder) Voc. «ä^xe; alle Ver- wandtfchaftswörter so behandelt: ?rar^ (Vater) ?r«tt<z,- A«/ar^ (Tochter) S^an?; darnach <7«r^'« (Retter) kxcvr^; ferner /7om«k5t?^ /?o'««lfov ; ^7kgZ,^«v, ^AoZ,^,ov ; zusammengesetzte Eigennamen auf und St. -ov, -k?, ^/«jUk^vkiv, ^/«^k^pov; ^cu«sia«? sausgenommen die aus -Mw^; 4) sieh unter Absatz 3. Bei der ständigen Wandlung rückt der Ton nach dem Ende, bei der unständigen nach dem Anfang des Wortes ; man sagt im letzteren Falle, der Accent wird zurückgezogen.

3. Der Ton geht verloren 1) durch Elision bei den Präpositionen 24

und Conjunctionen, ?r«s/ «v'rw (bei ihm) für naya; so

ich) für «1,Xa. Alle anderen Wortarten ziehen den Ton als Acut

zurück,

sz/a (aber

(es waren sieben) für «rr«,-

VFv«««? (ich bin

(bönä) für r«.

3) durch Enclisis, K 6. Die zweisilbigen Präpositionen (außer «^Pt, «V«^ «vrt, cki«) ziehen den Acut zurück, 1) wenn sie dem Nomen oder Berdum nachgestellt werden, rewrcur ?rcht (darüber) für ro^rki,'! 2) wenn sie, abverbialisch ge braucht, das Verbum sein in sich schließen, 7i«z>« s. v. a. ?r«^ffzk (es ist da). Dieser dichterische Brauch heißt Anastrophe.

O.) für ,t^t.

2) durch die Krasis; so

25 4. Als hauptsächlichste Tongesetze merke man: (vgl. 311.) g.) die Verbalformen setzen den Ton soweit als möglich nach

dem Anfang des Wortes, ^« (tsro), kP^ov (tersbum); (s«Ivsb^r), Äv'ow (l'vIvörei'iL),- ki«XZ,«^«vc« (c«mz)r«ti«»cl«), <xli^)ia^- (comprekenile). sDie fpeciellen Gesetze und Ausnahmen beim Verbum (255)).

b) Die Nomina behalten den Acccnt in allen Casus fo lange

auf der Tonsilbe des Nominativ Singl., als es die Accentregeln ge statten. Die Adjectiva und Participia richten sich für die Bil dung des Fem. und Neutr. nach dem Rom. Masc. Die Compa- rative ziehen den Accent soweit wie möglich zurück, k/A/c«v Neutr. «xAiop (feindlicher); ebenso viele zusammengesetzte Adjectiva, wie «Tra'ru)^ tt?rar«L (vaterlos); sswizö^, ckvpi/Ak? (eon^ietu»); «vr«y«^?,

avr«?«ks (stark genug) u. a. m. Die Adjj. dreier Endungen, -«5, -ov-, -« (^) richten den Accent des Rom. und Gen. Pl. Fem. nach diesen Casus des Masc Ausnahmen bei den Subst. unter Absatz S.

in allen

Genetiven und Dativen den Circumfler, nur die der attischen v-Decli-

nation behalten den Acut.

ä) Die einsilbigen Stämme der consoncmtischen Declination

erhalten in allen Genetiven und Dativen den Accent auf der Endsilbe (kurze den Acut, lange den Circumflez). Ausnahmen: netz (jeder) Gen. Dat. Masc. Neutr. ?r«v?ae, «Mri; doch im Plur. ?ravr«i', Tium. nutz (Knabe), ?r«eck«5, 7k«kät^ im Du. und Pl. aber die Genetive 7rak'F«,v, na/Faiv; so noch: F«5 (Fackel), S^K)? (Sclave), s«s (Schakal),

««5 Neutr. (Ohr), Thev? (Troer), ?>c?s Neutr. (Licht) als die gebräuch lichsten. Die einsilbigen Participia wie cöv (seiend), (gehend), St. o?r-, /Z«,^- sind in den fraglichen Casus stets auf der vorletzten Silbe betont.

0) Die Oxytona der und o-Declination erhalten

11

-

Anm. Andere durch Contraction einsilbig gewordene Stämme haben oft doppelte Betonungsmeise, Pz>k«j> (Brunnen), P^ro'x,- dagegen eay (ver), ^o?, e) Eine kontrahierte Silbe erhält dm Circumflex, wenn der

hatte «sr^«,' : ö«r«^ (Knochen),'

Pl. der ^ Declination mit

dem Ausgang «mv. War der zweite Vocal betont, so steht der Acut bei letzter langer Silbe, P^o^v: P^vt^p (ämäreii,); bar««?:

e<xr«S (stehend), Gm. aber ««xraoros: bo-rlZros (18). Die contra- hierten Adjectiva dreier Endungen -k«^, circumflectieren stets den Ausgang, selbst wenn keiner der beiden Vocale einen Accent hatte; doch bekommt der Nom. Du. Masc. u. Neutr., wie auch bei den Subst. der « Declination den Acut, ^^««;: ^«aoü^ (golden), aber /?«<7c^,

wie von 7r^<w5 (Schiffahrt) : ?r^a!. Ausnahmen: Dagegen erhalten die zusammengesetzten Adjectiva den Ton stets auf der vorletzten, und dazu im Nom. Pl. (gegen 22) den Acut k^vv? (wohlgesinnt) Gen. kv?<w, Nom. Pl. ^vo«. Die Adjj. avr«9«iz? (stark genug), rz>,^i/s (dreiruderig, sc. v«i5g) und die Composita von (Gewohnheit) sind in dem kontrahierten Gen, Pl. Parozytona «i)r«^xc»v, rjtt^wp, «v^A«^ (der gewohnten). Auch die Subst. ^i/<xr^s (Wucherer), kr^s/ak (Passatwinde) und «Pviz (Sardelle) der «,-Declination betonen im Gen. Pl. auf der vor? letzten Silbe. Anm. Wo im Nom. Sgl. Circumflex steht, liegt der Verdacht der

n«?? (Knabe) Tim'g, «??

Contraction vor: (Erde) deutlich ^'«;

(nvis) St. o/k-, ^>cü^ (Licht) >x«>«^ ffeüs (heil) «««s ^- wie

erste der uncontrahierten Bvccilc den Acut

Pi^eco: (ich liebe); daher stets der Gm.

(Feuer, Schwein, Maus)?

§ 8. Lautwandlung.

I.

Die Bocale.

1. Man theilt sie

^. in harte*) «,

7, «, c« und weiche

«.

Harte 26

und weiche bilden die Diphthonge; weiche und harte bleiben in ihrem Einzcllaute; z. B. «''9« (ich hebe),

(Kens); <xvPi'« (Weisheit), ^Avk? (Fische); ö. in dumpfe^) «, c»^ v, in den mittleren helle k/^, «.

«, und in

Anm.

« und v

entstehen oft aus ,/ und

Trar^-««-? (väterlich)

aus ?r«ry-/s-?; ä«« (zwei) aus F/« (131).

*) Einteilung von Curtius: Griech. Schulgr.

27

2. Gleich artige Vocale (nach Absatz 1) werden kontrahiert, und zwar

«/) gleiche in den entsprechenden langen Vocal, «« «; «

7; >^

a-Stämmen), (90, 1), 0» 0«; («« kommt nicht vor). Diphthonge verschlingen einen vorhergehenden dem ersten gleichen Vocal, v^e

«;. doch « « (oder 17 als Ausnahme bei den

^, ««

(er schwimmt), Pt^H

(ämet).

d) ungleiche erzeugen einen langen Mischlaut, und zwar hat der

dumpfe stets das Uebergewicht über den hellen (« in diesem Falle als Heller gerechnet); also

« (« als letzter Vocal wird dem langen subscribiert)

«0, o«, ««, «ew< ^0, «,?

tvt

««t

^

oe

- vkk wird bei der Flerion des Zeitworts zu 0«, Ulit Ausnahme der

Form des Infinitivs auf -«v (159) und bei Adjj. (114, a), wo « für

ursprüngliches « steht; bei letzteren wird auch

zu ^.

mk

bei der Krasis v«, <x««o«v (die ist) ffoe esr«,'.

avy'z, (der Mann) r« «^Akg z

« «1^9;

(das Wahre)

o«v ««^ ruv'r« (dasselbe) r« a«r«.

vk unregelmäßig

« in

Aattyov (das andre) ro

was

in der Declination bleibt:

Aare'y«,

« bei der Epenthese der Jodclasfe der Verb« (185).

Dagegen hat bei dem mittleren « und den hellen der voranstehende das Uebergewicht.

«k,

ä

«tt,

«

Der Jnftn. der Verb« auf «« hat kein iota ludler., weil «v

ursprünglich das < nicht in derselben Silbe hatte, n^«k«? (ehren) wird zu n^av; wie aus demselben Grunde der contrahierte Jnfin. der Verba

auf o<u den Ausgang

anderen Fällen wird «« zu

ai: «kyK),- 6«v (wenn) wird zu

hat (sieh vorher bei ««).

Anm. In ««ß« (hebe) und einigen

und ax; ««^> (Frühling) bleibt oft.

k« wird nach Vocalen und y zu «. 5«, über den, Plur. Neutr. der Adjj. (112).

 

28

3- Es gibt ferner eine dreifache organische Lamwandlung,

.

welche bei der Flerion und Wortbildung erscheint. Zuvor merke man :

Ein ursprüngliches « spaltete sich im Griechischen in dik drei kurzen Vocale «, k, 0, die zum Theil mit einander wechseln: «7« (ich führe) lat. äß«, ursprüngliches P^^cu (ich brenne), im Lat. ü«,Src>. erhaltenes äe'«« (zehn), im Lat. aber äseem; die Spaltung zu «, « erzeugte in

beiden Sprachen die und die n Deklination und Erscheinungen wie P^x« -

(ich liebe) vom Adjectivstamm

<7-Stämme: (Geschlecht) neben -/ev^ Neutr. -^ve; (erzeugt); öra- ^uo^ neben (ich schnitt).

PtZ,«- (lieb) , ferner Nom. Sgl, Neutr. der

») Die beiden Steigerungen:*)

29

Der » Kaut.

1. Steigerung: , der Wurzel wird zu o, « zu ü u. ^. k o, «: Pv^os (Abgabe), abgeleitet ^>«^k'bi (ich trage) Wurzel P,^,,- /oviz (Erzeugung), /«xk7g (Eltern), Pf. /k'/vx« (ich bin geworden) Wurzel ^kv.

« ü, ?: Wurzel «9«^, Pf. x^xp«/» (ich habe geschrieen: Wurzel «ä: l«r^>«5 (Arzt); Wurzel, k«: Fuwr. L«ex<u (ich werde lassen); W. ^a/Z: Pf. ki'^^a (habe genommen), ^^t? (Nehmen).

«, 9 erscheint ä, sonst ^; so auch beim Fem.

Nach

der ä-Declination.

In ^k'^^«^ Pf. von

1. Steigerung von meist vorkommt:

(<!urae ?l'c), ist auch ^

wie sie weiter bei der k-Conjugation

(ich liebe), Pf. ?i,PkZ.^xa.

2. Stei gerung: «,

« wird zu «u.

30

« «: k^«^« (ich bin zerrissen) neben ^/v«/« (zerreiße mit 1. Stei

gerung), Wurzel

Furcht), TrrcZ (Hase) neben ?ir^«-<7« (bin in Furcht), Aor.

(Riß); Trino-exm (ich bin in

Auch ohne bekannte 1. Steigemng r^c^« (nage), Aor. «x^,«)/«»'. k «: kämFi? (Speise), Äb,'^«? (eßbar), neben lat. «liu (ich esse) Wurzel kF,- k!c«A« (bin gewohnt) neben (Sitte), Präs. sA/^k) (gewöhne), Wurzel «^kA. «- m: «^«cs« (ich habe gerochen) neben «F^' (Geruch) Wurzel ock; ckt^tt^e (ich gebe), St. <?kä«,- FsvXc««» (werde dienen), St. Fo«X«- (in diesen Fuwrformen organische Dehnung genannt).

«,

Der l ?aut.

Z. Steigerung: t wird zu «.

,

31

« i«: «/Ut (gehe) W. / neben ?'r^; (dreist) ; «lA« (überrede) W. ?r«A neben nc^r«? ?rtA-«5 (Ueberzeugung) ; W. ^«?r : ^ktTr« (verlasse) neben <l«-^-?r-«tvtt (dass.).

Von Curtius zum Theil organische Dehnimg" genannt. Darstellung nach Schleichers Compmdium 1866.

.

'

14

«i findet sich als alte erstarrte 1. Steigerung: «tS°^ (helle

.5,

neben i5«j>«? (hell) ; a/'<«v e»>cuv (Zeit, lat. g,svum)

von W. , (gehen); so xa^s^ (Zeit) neben «/« (ich gehe). Oester erscheint k neben !": r«u (ehre) neben riaw

(werde ehren) ; St. (ich trank).

(trink) neben c?rt«p

Luft, Aether), «Novs« (Halle, vgl. lat. «ede-s)

W.

:

Tr^k , «Ke

32 2. Steigerung: « wird zu ««.

« ««: für die Wurzeln mit 1. Steigerung: ?re'?r««A« (ich vertraue); ä««?ros (übrig); hierzu o?^t«s (Weg).

Der u-Uaut.

33 1. Steigerung: v wird zn k«.

« k«: St.

^k/« aus ^«/) (ich fließe), Fki^« (Fluß);

St. ?rvv, Tivk'ai aus ?ipk^K) (ich hauche), n««^« (Hauch). «l) findet sich als erstarrte Form in «vw neben t«« (ich zünde an) zu einer W. «5, vgl. latein. ür« ülo. Oester erscheint ii neben il,- ^öui (ich löse), Futur ^«<7cx

(werde lösen); x^üS-t (höre, Jmp.) neben x«x^5t (dass.) und x^ro'c; (berühmt).

342. Steigerung: n wird zu «« («« «v und «).

« ««: St. mit 1. Steigerung Äkv'(S>oMt (ich werde kommen), hom. Pf. k!Z,^o«S« (bin gekommen); Stamm

«kä«^-i neben x«^vA«s (Weg) «x«'^«vA«s (Gefährte, ahd. Aäüinti); mit Ausstoßung des verwandelten >: ^««^ ^0/«? (Fluß), (sieh Fe«) ; so ?rv«^ (Hauch) zu nve«, ?r^,««5 (Schiffahrt) zu n^ai, Ao«? (rasch) zu S^<« (ich laufe) vgl. 1. Steigerung.

«« vereinzelt in

ist ionisch für ««: A<uö^« (Wunder) zu S^avMk (ich schaue) Wurzel 5«. » sturch Ungleichung des zweiten Vocals aus «« 00^ zeigt

sich bisweilen: ^«^«5 (Brühe) neben 5^?? (Sauerteig), vgl. lat. jus (Brühe) ; ?rZ,c«ai Nebenform von n^x« (ich schiffe).

(Schiff) zu ve«,

35 b) Die Ersatzdehnung^) welche zum Ersätze für ausgefallene Consonanten eintritt. Es wird:

« zu « bei Nominibus, Adjj. u. Partt.: ^«? (Riese) aus ^«-vr-s, ?r«S (jeder) aus ?r«-vr-5, «-r«5 (gestellt habend) aus or«-vr-?, (schwarz) aus <ueZ,«-v-5.

Bon Ahrens eingeführt: Griech. Formenlehre des Homer, und attischen Dialektes. Gött. 1852.

« zu ^ im Aor. I der Liquidastämme (202): qo«^ (ich zeige), St.

ä: Tr^a/i^Ki (ich durchdringe),

k^v«; doch nach e und 9 auch zu

St. moav,- L?r^«v« (Ausnahmen), (202).

 

k

zu 1/ im Nom. Sgl. der

und «--Stämme (88, 93):

(Hnte) für ?rovtt^-(?),- «-«P^s (deutlich) für ?aPk«--(;), (118).

7r««^?/v

s zu « in den andern Fällen:

(bin) s?^'; r^k/s

(setzend)

« zu « im Nom. Sgl. der v-Stämme (88): <se«^t<iv (Gottheit), St.

cs«<^o^, für ^«^«^-(k) ; auch die Parti. Pf. Act. ^inc«? (115, d).

zu in den andern Fällen: ckov's (gegeben habend) Fo-vr-g;

so im Acc. Pl. der o-Declination der Ausgang «^,- so «cko«; (Weg) aus «övri-e; ausnahmsweise auch nov; (Fuß) Trock-?.

«

v zu v: Fk««»^? (zeigend) aus ^««vn-vr-?,

, ist in schon langen Stammen: ausnahmsweise lautet.

c) Schwächung

(»liquis), dessen Stamm

von Vocalen kommt nicht besonders häufig vor: <i?Ae (sei) neben Lff^k'v (wir sind) von Wurzel Tr/rv^/« neben 7ikr«v>^^t (breite aus), vgl. lat. päte«; ?/«rk) (ich gebäre) neben rk'xog (Kind); "717105 (Pferd) erklärt sich durch lat. «<z>m». Während noch die Perfectreduplication f zeigt, hat die Präsensreduplication stets Schwächung fauch lat.^j: r/-A^/u (ich setze), Pf. ?e'-Aki««. Selbst t erscheint als Schwächung eines ursprünglichen ä:

mvki (ich trinke) neben Tw-ins (Trank). Das g, geht also durch s in i über, wie eine andere Schwächung von tt, durch «: n («) wird; so v«V lNacht) neben lat. nox und deutschem na^Kt. Sonst im Griechischen fast nur mundartlich: «v^e«, att. »v«^«, lat. nöuion, deutsch nül»<>(n). Die Spaltung des Grundlautes ä in a, « wüste das Griechische gut zu verwenden: P^e/si (ich brenne), (Flamme), Grundlaut ä in lat. üäAr«; ?»^7r« (ich wende), Aor. II sroaTioi'^ r««7r«s (Wendung); vgl. deutsch. brs«K«i, IZr»«Iie, IZriiLk; /e'v«? (Zsou«), -/kp^'^ -^kvk'e Adj., sowie viele Fälle vorkommen, in denen n neben « dialektisch

erscheint.

,

4.

Schwund oder Ausstoßung, zunächst im Inlaut als Sun -36

kope, kommt öfter vor: z/,/v«^cu (ich werde) aus z/t/kv«^«e; Tie'«?««« (bin gefallen) aus ««ru««,- Gen. 7r«r^«s (Vaters) vom Stamm natty-; Schwund des anlautenden Bocals nicht gern; vgl. Lcr-^'v (mir find)

gegenüber lat. (<z)s-ü-mu»). Mehr bei der Flexion des Verbums und der Wortbildung.

5. Nach den Absätzen 3 und 4 erscheint so im Griechischen folgende

Bocalveränderung : *) Schwächung. Grundvocal. 1. Steig. 2. Steig,

g.»Reihe:

i- Reihe:

u-Reihe:

«

e

(Schwund)

«

«,

«

«e

«v

(««)

(««)

Nach Schleichers Compendium.

6.

Zwei mehr das Lexikon als die Grammatik angehende Erschei

nungen sind der Voealvorschlag und der Voealeinschub, die hier kurz erwähnt werden mögen. So 1) «-<xr^ (Stern) neben lat. Ksl-Ig, d. i, 5ter-uläz o-vo^« (Name) neben lat. nömmi; o-Fov? (Zahn) neben lat. äev3; k^uo/, s^e' (auch ^«/^ neben mihi, ms; L-^k«z/kk7S-«t (rülpsen) neben ruetare; «-<f«^«, «-^«Vk« (beiße, jucke) neben ck««?Ki (ich beiße) ferner 2) «y-^-^«, «L>-k-^v««^«k (ich strecke), «L>-o-/vi« neben «j>^«,a (Klafter); r-tt-y«/, St. zu ra^a'^a) (ich mache rauh, verwirre) neben rj>«^vs (rauh) ; «^-k-^kv«? (schmerzlich) neben «^«5 Neutr. (Schmerz). Doch spielt der Voealeinschub als Hilfsvocal (Bindevokal) eine große Rolle beim Verbum, wo er vor den Nasalen als 0, w, sonst als r,

erscheint. (155).

'

II. Die Consonanten.

37

1.

Kehl- und Lippenlaute müssen vor Zahnlauten auf

gleicher Lautstufe stehen, daher nur «r, ^S- und ?rr, /Z<5, ^S neben einander geduldet: ^« (ich sage), ^«rm (es ist gesagt worden),

Äe/Ay (es ward gesagt); rnr« (ssptem), x/ZF«^«s (Kptimus); («et«), ö^Fov? (ootavus).

38

2.

Z a h n laute vor Z a h n lauten gehen in <x über : (ich

überrede), «r«'<7S^ für «r«'AA^v (ich ward überredet). fVgl. laden,

Las-t^.

39

3.

Kehllaute gehen vor ^ in 7, Lippenlaute in ^, Zahn

laute meist in ex über: (pleoto), Tr^^/^m (plexus tum); ck«a,'«k, (ich verfolge), Fiw^o? (Verfolgung)!; (ich schreibe), z,ya^« (Buch stabe); 7k^«<x«-« (ich bilde), St. ^«r-. ^««-^a (Gebilde); aber St.

«^>kr-, k^>kr/««s (Ruder).

Anm. Die Präposition « (aus) bleibt stets unverändert: «e<se'w (ich binde an); ÄeSvms (Versöhnung): «e^kryo? (übermäßig). Auch sonst bleiben in der Composition Kehl- und Zahnlaute öfter unverändert: «x/t?/ (Bluthe), FvS^og (Bewegung); bei Homer auch «««/- l^ros (zugespitzt). Z'F^kv (wir wissen).

40

4.

Kehl- und Lippenlaute gehen vor « in die teuues über

und bilden die Doppelconsonanten Z und ^; Zahnlaute fallen ohne Ersatz aus: (ich führe), Futur «tzw; /Z«?rr« (ich tauche) St.

Ftr. /Sa^m; ««yvs (Helm) St. «oy«S-,- St. F«<^«^ Dat. Pl. Aat'^oN (äaemouibus).

5. Das v bleibt vor T-lauten unverändert; vor Gutturalen wird

es zu nasalem ^, vor Lippenlauten zu ^, und vor ^ theils. wie

die

andern Dentalen zu theils wird es assimiliert, sowie vor den Li» quidis: «'S« (da), ^-^«P^'? (Geschichtsschreiber), av^-/St'«m? (Ge

17

meinschaft), owF-F« (es fließt zusammen); von Pa/vo/u«e (erscheine),

St.

Pf. n^z>«a^«t (ich bin erschienen), P««^« (Erscheinung).

v fällt wie die anderen Dentalen vor « ohne Ersatz aus (Ab

bei

k?5 (uvu8), St. ev- Erfatzdehnung , ebmso wie in der 3. Pl. bei der Endung -«x, vr«, und in demselben Falle bei der Wortbildung:

kxov?« Fem. (freiwillig) «eo-v<x« «o-vr-»«,- r bleibt aber in

Med: St. ?r^av-aat (du bist erschienen).

Zwei Dentalen, d. h. v mit A fallen gegen Ersatzdehnung aus (35): Z,v<7«5 (gelöst .habend) für 5«<x«-vr-5,- St. Z,kovr-, Nom.

der 2. Sgl. Pf.

satz 4), nur bei «n/5 (Kamm), St. und einigen Adjj. wie

(Löwe), Dat. Pl. ^«vm: Part. Stamm ^Akvr-, Nom. Sgl.

^A,??« (solutus, r«ww), Dat. Pl. >l«S«N

(kolutis, Masc. u. Neutr.). <r?re'pifw (ich libiere) Futur ?««'-?«; zu

7la,7^« (pätior) Berbalstamm ?r6,A-, Futur «k/-<xo^u««.

Adjj. haben im Dat. Pl. keine Ersatzdehnung, St. ^a^vr-, Nom. Sgl. ^aj,t'«s, (anmuthig), Dat. Pl. ^ap/kn (114) und , bleibt von vor e in: (Bandwurm), St. e^wA-, und in T'tyvr?, St.

(mit) assimiliert

aber vor « »s» Eons. k^a?rr« (ich

Masc. u. Fem.

Die Präposition das v dem einfachen

e v (in) bleibt vor

verliert es

<x, 5;

nähe ein); o^a-mr««? (gemeinsames Mahl), «xv-ffram? (Vereinigung). ?r«v (ganz) und 7r«),«v (zurück) verlieren theilS das theils assimilieren sie es dem «: ?r«^-<7««7ros (allsehend), ?i«^,t'lx-ff«ro5 (zurückeilend).

Anm. Die unter Absatz 1 S erwähnten Lautwandlungen heißen Atmhlllichungz doch sieh über Assimilation (50).

6. Aehnlich wie unter Absatz 1 wird eine im Auslaut stehende 41

teuuig vor dem lpir. ächsr zur entsprechenden älpirata,, sowohl bei

getrennten Wörtern, wie bei Compositis: (nsRs) statt ^S-' (iuterüiu) statt ^er' ^kr«,- ««Akvckc») (ich schlafe) aus x«r(«) und «v<sm.

Das Gesetz ergreift nach (37) auch 2 verbundene tsnuss: «^S^- ^pov (Nacht und Tag), aus St. wxr- und i)^a.

7. Zwei aufeinanderfolgende Silben dürfen nicht42

beide mit Aspiraten beginnen. Es wird:

a) besonders bei der Reduplication, doch auch sonst, die alpiräta der ersten Silbe in die entsprechende tsnuis verwandelt: 7>«^,k« (ich liebe), Pf. ?«?>l^««- r/A^t (ich setze) statt A/Az^t, «^?r-^/« (ich umfasse) statt «^P(k)-^w, und sm^kk?/« (iuäoUäs). Der Stell

vertreter des <r ist in vielen Fällen der lpir. älper (205): ?-<xr^« (ich

stelle) si-s^t,' in dieser Beziehung tritt dann oft dafür, hüritu«

levis ein: e^w

(ich habe) vom St. c^- «Py« (bis) statt «9,9«.

b) ebenso verwandeln die beiden Verba r/S^e (ich setze) und Sv«

(ich opfere) vor dem H des Passivaoristes das stammhafte A in r:

«-r^-S^»' (ich ward gesetzt), k-rv>S^>> (ich ward geopfert).

' c) umgekehrt wird im Jmp.

dieses Teinpus, um das Tempus

zeichen zu erhalten, die zweite Aspirate verwandelt: ^'-A^r« (sei gelöst) statt z«.Si?-St. Ausnahme macht die Composition: «ß^Ag-A^a? (Vogel-jäger), (von Tiryns her), ^«Ao-yo«L>«5 (S.teine tragend) ; ferner, wenn eine Aspirate mitten in der Wurzel mit einer der Endung zusammentrifft :

wpAw'-'S'Zzv (ich ward erhöht) ; auch dulden P und ^ nach sich ein A:

Pa^t (sprich), Wi^'S^v (ich brüllte).

ä) Einige einsilbige mit r anlautende, auf P und ^ schließende

Stämme ersetzen die im Inlaut verlorene Aspirate im Anlaut:

St. r«P-,

(ich begrabe), razoo? (Grab), r«^«5 (Graben),

« (schnell), Compar. Aaffkxc«v, A«cx<xov,

v?«?>>, r^kPl« (ich ernähre), Ftr. ^x'^K,, ^«?r«^« (Ernährerin).

» , r^k^-,

geschickt), (Haar), Dat. Pl. A^,^/, Gen. Sgl. zc. rjtt^o's, r^e//,

^«««05 (zum Laufen

r^^/c« ^ich laufe) , Ftr. S^Ao^«« >

r?«P>, A^vnr« (ich zerreibe), S^w^"? (Schwelgerei), r^«P^' (dass^.),

xvP^ (ich räuchere), Ftr. A^«.

Umgekehrt aber haben die Passivaoriste und Inf. Pf. Paff, die Aspirate: kS^qoSi^ (ich ward Ernährt), «S^axA«« (ernährt worden sein).

8. Wie v fällt auch die Spirans v ohne Ersatzdehnung

vor <x auö: «k'^k-a«. Dat. Pl. von r«^«? (Mauer), St. ««^<x- u. a. Ferner wird « zwischen zwei Consonanten stets ausgestoßen: «rv^Ak (ihr seid geschlagen worden) statt ^-rvir-oAk; zwischen Vocalen häufig, stammhaftes » sowohl als das in Endungen: kö (dsnS) «x«; ^«5 (ZSuus), St. ^«5-, Gen. Sgl. z,k'v«vs; «^«^ (ich hatte) k-g^-o-x;

^ (du wirst gelöst) ^v-«-«?««; dagegen Z.v>cr« (ich werde lösen),

»«/<W (ich werde spielen). Ursprünglich anlautendes, später stets abgefallenes 0 hat seine Spur oft in der Assimilation erhalten: hom. ^o-^ttFA (gern lächelnd) von Wurzel <x<e«; ««xlU««? (schnell fließend)

u«n Wurzel «r?«. So im späteren Attischen (bin muthig) wie «^^> (männlich) ionisch «^cx^; /^oV^<xo? (Halb insel) ^ky?v^<xo?.

19

9. «x und r erleiden oft eine Art Schwächung, durch welche 44

a zum Ipir. slper, r zu <x wird : <7v?

mffr^t; ),^ov<7l ^vovre (sie lösen); ^k^o««« (lsnätus) ^«vlit« ^«^r-ia ; vgl. im Lat. Supina auf -5u neben -tu. Nachfolgende ten. hat sich in die Älp, verwandelt nach der Spirans die Suffixe -r«, -ri/r- erscheinen so als -Ao^ ^««Aog (Brust) neben ^«sro's; k«S^'e (Kleidung) für kffr?/?; «/aro? (Strauch) neben «/- «Ko? ; auch in e^Ao? (gekocht) neben ^«ro'e (gelöst) ; daher die Medialformen mit <7^ neben den activen mit r; ferner /u/«^«? neben «iax«s (Stiel) ; mv^iffixos neben «?r«^tk7?io? (schlüpfrig). Auch nach v dieselbe Erscheinung: Pa^«^«? neben P«^»vros (kahl köpfig)-, x«^,««v'vZ<z neben att. ««Xo««>^?/ (Kürbis)-, im böot. Dialekt neben dor, x^^vr«, att. e^bim.

(Ms) noch neben «5 ; Zon^

10. Die halbconsonüutischen Spiranten > und > wurden von An-- 45

Mg an zwischen Bocalen stets ausgestoßen: (bös) St.

Sgl. /Soo'e

kannt, ganz verschwunden:

liches ^ wurde zu « vocalisiert oder vor ? assimiliert; so in der Endung des Part. Pf. Act. Fem. -vt« aus ^ör-.« (115, b); (äuo)

mit versetztem

/- ^<wv«r«5 ^«v/«r«^; naiü^o^ (gering) neben lat. pärvus; v^ü^ox sTehne) neben lat. iwrvu» «^17x505 (unzerbrechlich) «>!«^«ros, vgl, lat. trariA«. Auch hat ./ noch deutliche Spuren seines Daseins m einer 5fachen Erscheinung hinterlassen:

F/«, vgl. deutsch (K«uu), GcN. bei Homer

Gen.

Ueberhaupt, auch im Anlaut, sind sie, wie be

(hui) ursprünglich

^'o'?. Ursprüng

s) vorhergehendem ^. wird ./ assimiliert: St. ff«^-, sr^«

(ich sende) «rr«'^'««; «^,^o? (Mus) ü^/o?;

K) bei Stämmen aus v, y wird es in den Stamm verfetzt, s. g.

(For^y

Epenthese; St. «v-,

(spanne)

«vM; St.

Geber) Fo«k^« (Geberin) ck««^'«;

«) mit r und 5 oft, immer aber mit « (7) ^ ^auf uralter Ver

tauschung der Kehl- mit Zahnlauten beruhend) verschmilzt es zu der

"autgruppe <x<x, neuattisch rr, s. g. Anähnlichung: St. X^r- (Lßiz'g der Kreter) X^^cx?« (Kreterin) Xy^r->a; St. «o^«K- («0- ^5 Helm) «oy^oc» (ich rüste) «0?«^'«; St. ^«-<x«v (geringer) ^x-^KN'; St. r«^-, r«tw« (ich ordne) raz-^'«; St. A«^, «^«ck- «m> (kleiner) vgl. A«lx<?K)x (42, ä).

ä) mit und in einzelnen Fällen Mit ^, verschmilzt es zu 5 (s. g.

Zetacismus, eine Anähnlichung); St. bä- (?F«s leäes) b^«^«' (ich

setze mich) Ä-/«^«l; St. ^t/- (^/«s groß, mag-nu«) ^k/^lov (msjor mäg-svr) ^k^'btt>z St. «?«^-^ (ich schreie)

20

e) durch Vocalisation wird es zu «, ?: «ar^,«,? (väterlich)

7r«rp-^'o5; xk««5 (leer) nebm äol. xevx«? xk^os; St. <7«y», davon

««y-

^'05. Ebenso im s. g dorischen Futumm (197) ^<x«ö^a«, d. h. -<76«^ui altem cx/«^u«. Bei den Comparativen : ^/«v (süßer) ^F-^'«^

und in der Optativendung (170), (247).

nach d) <7«kyos (hart), aber nach g,) auch ex«^»?, und

«iz» («llsm)

ka^^ I

46 11. Bei den Liquiden und auch bei den Nasalen tritt zuweilen I eine Umstellung des Wurzelvocals hinter den Charakter ein, s. g. Meta- I thefis, wobei ^ im Anlaut vor ^, 9 zu /Smird: homerisch /?^cv<xxw (ich gehe) zu Wurzel <uo^ ^Z,« ; jS^or«? (sterblich) vgl. lat. mor-tälis zu W, jUvp ; St. /Z«^,-, Pf. MM^x« (ich habe geworfen) M'/?),«-xa snach einem meitverbreiteteu Gesetz, daß vocalischer Ausgang des Stammes vor conso- nantischem Affix gedehnt wird (29)^ ; ebenso von St. S-av- ein inchoatives Präsens Avzz-ffx« (ich sterbe), oder von St. ^kv-, ursprünglich ^av- ein reduplicierendes Jnchoativpräsens ^«^v^ox« (ich erinnere), Pf. ^k'^v^^a«, vgl. lat. me-miii-i.

47 12. Einschiebung eines Hilfsconsonanten (mechanischer Nawr)

findet zuweilen statt; bei

/Z: «v^ (Mann), Gen. Sgl. mit Ausstoßung des s wie bei den Ver- I mandtschaftsmörtem (87) ,tk<7^-/S'yk« (Mttag) aus ^k<7-i//t(k)- I 9«« ; von der in Absatz 1 1 erwähnten Wurzel ^«^ ein Pf. ^k'-^-/?'^c«-xa I (ich bin gegangen); /a/t-/S-9«5 (Zen«r) /«^-^«s; ^t'rr« (ich zeidle) I entsteht so aus ^Merr« ^(k)^rr«, St. ^«r- (Honig), vgl. Absatz 11. 1 Vgl. lat. lum-p-li; ehemals im deutschen AsKsiW(b)ä«r^t.

dem dentalen v ist es F, bei dem labialen ^ ein

48 13. Consonantenwechsel ist innerhalb des Griechischen selbst in I einigen Fällen erhalten, bes. dialektisch. So findet sich F«x«5 (Lumpen) I neben dorisch-kretischem ^,«x«s; ^«/Z/rA«? neben ^.x^i'Aos (Kichererbse); I «^t«Z,/«5 neben «^«y/Z«? (dunkel). Die Grammatik wird davon wenig I berührt. Ein in fernste Urzeit rückender Wechsel hat die Gutturalen in» T-laute übertreten lassen (45, e), um aus diesen mit ^' die Gruppen s<7 I und 5 Zu erzeugen swie im 7. Jahrh. unserer Zeitreichnung lat. Mti« I

I

Handlung der Tennis «^«r- gesprochen worden sein, um ein Präsens I x^i5<7<7« (ich verkünde) zu bilden; ein St. x^,«)'- muß ebenso xy«F- ge- I worden sein, um x^,«^ (ich schreie) zu ermöglichen; griech. ?rk7r- sehen mir I lat. noch c«<i-, woraus (nachdem x r) allein Tikscr« (ich koche) zu er- 1 klären, und nur Uebergang von v«/Z- zu vtis- rechtfertigt v/^m (ich wasche).*) I

49 Anm. 1. Der spir. »sper tritt zuweilen als späterer unorganischer !

Zusatz auf: "«7105 (Pferd) neben älterem üolischem ,'xx«? für /'x/sg lat. ^

so daß jetzt kein griechisches mit « anlauten- A

des Wort ohne lz>ll- «lpsr vorhanden ist : (Wasser) neben älterem ,1 böotischem vgl. lat. uäus (feucht), ii-n-ä.i (Welle).

50 Anm. 2. Die Assimilation, d. h. die Angleichung eines Conso- 1 nanten an den anstoßenden ist eine zweifache: 1) des ersten Eons, an I

nazjo gesprochen wurdet : St. x</y«x- muß einmal mit nachlässiger Be-

s<juus ; ferner bei vielen

*) Max Müller: Vorless.

-

21

den zweiten: Wurzel k<x, «^v^ (ich kleide an); bes. in den Dialekten:

ö^^vo? (bergig), St. «955», gegenüber dem attischen öy«,'«?; «^^«-«5 sunzerreißbar) , Wurzel hom. Tioixm (den Fühen) noF-m; Z> des zweiten Eons, an den ersten : ?ro>Uoi5 (Gen. des vielen) «o^/ov, vgl, das Neutr. ?r«^v; das äolische «ex«? (Pferd) tx^ox. lat. e<zuu»; "r^/Ubi (ich sende) <xrk^/<u. An m. 3. Schwund von Consonanten ist im Vorangehenden mehrfach ermähnt -, von drei zusammenstoßenden Konsonanten schwindet der mittlere.

Iii. Gesetze des Auslauts.

51

I. Auslautende Voeale können in der Rede vor anlautende zu 52

Ihn zu vermeiden,

obwohl er auch oft geduldet wird, hat die Sprache vier Mittel:

ä) Die Elision oder Ausstoßung des Bocals am Ende des

Wortes, welchen Vorgang der Apostroph anzeigt (6). Sie trifft nur kurze Vocale, nie und meist bei Präpositionen, Conjunctionen und Adverbien, selten bei Nominibus und Verdis, aber bei «^«, /u^k" (bis), «p/ (um), «re (daß) niemals; ebenso auch in der Composition:

stehen kommen, wodurch der Hiatus entsteht.

«v (von welchem)

« 70,

i<xn (das ist) ro^ro,

k?k! (sage ich) zo^t (2^; «P/sr^t (ich entferne) mit «710.

Am Anfang eines Wortes ist die Elision Avhäresis, wie bei ^

'/w (nicht ich); ^

(was

selten so geschrieben), c?v«T (oft so geschrieben) ; sieh folgende Num.

Apokope heißt eine stabil gewordene Elision bei Dichtem, die nur bei wenigen Präpositionen und einer Conjuuction üblich ist: x«?r Tttö/ov (in die Ebene hinab) ««r für gewöhnliches x«r«; Tiay^kr« (er setzte vor)

aus

K) Die Krasis, die hier und da eigne Contractionslaute hat

ß7). Sie zieht zwei Worte in eins zusammen und bezeichnet diesen Vorgang durch die Koronis (7); der Accent des ersten Wortes geht unter Umständen dabei verloren (24).

Die nur bei Dichtern zu merkende Verschleifung zweier Wörter,

Synizefis, wobei zwei Silben in einer Mundstellung ausgesprochen meiden. Sie kommt nur bei langen Auslauten vor: k«t «v (als nicht)

5?r/<w. Auch innerhalb eines Wortes kommt die Svnizefe so

vgl. lat. <Iet>r«.m

r«t? (ich in den); ^ '^«e'^t (ve Kabsrem),; «

^

(0 Herscher) , wenn man darin nicht Krasis sehen will :

^ 7k«p« u. s. a.

r)

Kst

vor, und man spricht z. B. Ak«? (Gott) wie

6eräm, am Anfang eines Verses.

il) das v LPk^,»«ksre««v, welches an bestimmte Ausgänge

angehängt wird (sowie vor Bocalen, so auch vor der Interpunktion):

«) an den Ausgang als Dat. Pl. der conf. Deklination, als Locativ, als 3 Pl. Act. der w-Conjugation, mnd 3 Sgl. Act. der ^«-Conjug.

als solche auch

(ist)

/Z) an den Ausgang >e als 3 Sgl. Act. des Zeitworts. Anm. In einzelnen Fällen ist das v epkslevsticum fest geworden, wie in der Primärendung der 1 Pl. Act. ^k-v> welcher ursprünglich g zu kam oder im Jmp. Aor. Act. ^<ro-v, nachdem die eigentliche Jmperativendung abgefallen mar; und der Einfluß des v verwandelte das aoristische « in «.

53 2. Kein griechisches Wort kann 1) auf einen andern Consonanten ausgehen als v, ? (auch A zi,, aber nicht 5). Daher werfen Formen wie neutrale Nominative und Vocative die unstatthaften Charakterlaute ab: ?ro^« (Gedicht), St. nok^ar-; 7«^.« (Milch), St. (Brunnen), St. P^k«yr»; ^^«v (0 Riese) St. ^«vr; ^'v«, (0 Frau), St. /«v«,«-; hom. «,'« (0 Herscher) St. «vaxr>; oder 2) es geht ein r und A in <x über (44): (Licht) y>c?r; «xy«? (Horn) ««'j>«r; ^«x«s (gelöst habend, Reutr.) ^vxo'r; ^«s (gib) F«'Ae mit geschwundenem t. In den Adjj. einer Endung ^im Lat, auch bei den Activparticipien^ ist 5 erstarrt und auch im Neutr. haftend, welches zwar äußerst selten vorkommt (ILO). » (aus) und ov« (nicht) sind alleinige Aufnahmen; elfteres wird aber vor ^ Vocalch zu letzteres lautet nur vor Bocalen «v» svor lpir. slper, ov^, vor Konsonanten «ö. ovr«? (so) verliert vor Confs. stets sein 5, »^?>z, /<k^,z (bis) selbst vor Voc. häufig, «0^««« (oft) bei Dichtern zuweilen.

II.

Mexwnslehre.

Erstes Capitel.

Ile^ion der Womina und Pronomina.

§ 9. Declination der Substantiv«.

1. Bei der Flexion muß man Stamm und Endung unter- 54

.scheiden; der elftere ist das feste, die letztere das an den Stamm ge hängte bewegliche Element. Die Flexion der Nomina und Pronomina heißt Declination, ihre Endungen heißen Casusendungen oder Casussuffire, und die ans beiden Theilen bestehenden Formen Casus Die Endungen waren einstens selbständige Demonstrativpronomina, welche in der engen Verbindung mit dem Stamme sich abgeschliffen haben; die des Plurals sind meist Doppelverbindungcn ; die des Duals gieugcn aus ihnen hervor.

Man unterscheide wohl zwischen Endung und Ausgang, welch letzterer die am Ende eines Wortes stehenden letzten Buchstaben umfaßt. So haben z.' B. (Jüngling), (Riefe), /Z«m^a? (Könige, Accus.), «'^«5 (Horn) einerlei Ausgänge, die drei ersten aber die Endungen -g, -(«)-?, während das letzte nur Stamm ohne Endung ist. Doch ist dasselbe zugleich Nominativ , der aber in den wenigsten Fällen auch den Stamm darstellt.

2. Die griechische Sprache bildet:

55

1) drei Genera: Maskulinum, Neutrum, Femi

ninum; 2) drei Numeri: Singularis, Dualis, Pluralis; 3) fünf Casus: Nominativus, VocativAs, Accu-

sativus, Genetivus, Dativus.

:

Ein sechster Casus: Locativus hat sich nur in adverbialer Anwendung «halten (298, g); ob die Griechen einen siebenten Casus, Ablativ, gehabt, ist zweifelhaft; vgl. (98; 129).

Anm. I.

Der Vocativ ist eigentlich kein Casus. Der Nominativ

ist der Casus des Subjectes (eslu8 reetv8), die andern sind die Casus der Objecte (es1u8 <iK1i<M). Anm. 2. Das Neutrum hat eigentlich keinen selbständigen Nomi- ' nativ, sondern ersetzt diesen Casus in der ersten Hauptdeclination durch den Accusativ, -p.

56 3. Das gemeinhin Geschlecht" genannte Genuö der Wörter erkennt man:

^. aus den allgemeinen Bestimmungen;

a) Maskulina sind die Namen männlicher Wesen, der

Flüsse, Winde (als Götter) sowie der Monate I>ie im Lat.Z.

d) Feminina sind die Namen weiblicher Wesen, der Län

der, Inseln, der meisten Städte, und so auch meist der abstrac- ten Begriffe.

e) Neutra die vieler Früchte, Deminutiv« und Jndecli-

nabilia (z. B. Buchstaben, Wörter und Flexionsformen). Anm. 1. Communia sind solche Personennamen, die beiden natür lichen Geschlechtern gemeinsam sind: v, H Ako? (Gott, Göttin). Anm. 2. Epicöna find solche Thiernamen, welche- beiden Ge- , schlechtem gemeinsam sind, ohne daß das Wort ein anderes grammatisches Genus erhält: « /Sovg (Ochse und Kuh), ^ ««^^«5 (Kamelhengst und Kamelstute); doch werden sie zuweilen wie Communia behandelt: « (der Hund) 1/ x^«»' (die Hündin). H ??rno5 heißt aber nur (die Reiterei).

L. am Auslaut des Stammes (105);

0. nach der Declination der Wörter, die gewissermaßen nach dem Genus sich gestaltet haben, wie wenigstens die Neutra bestimmte Eigenthümlichkeiten zeigen: daß sie nämlich keine Nominative bilden und im Plural die Endung -« annehmen".

57 4. Nach dem Auslaut des Stammes, Stammcharakter ge nannt, unterscheidet man zwei Hauptdeelinationen :

a) die erste Hauptdeclination, welche die Stämme mit nr«

sprünglichem «, umfaßt, im Griechischen in « und « gespalten; b) die zweite Hauptdeclination, welche die consonantischen Stämme umfaßt; durch besondere Vorgänge vermittelt gehören dahin auch die Stämme auf scheinbaren Auslaut «, v, « («).

§10. Erste Hauptdeelinatio». (Vocalische Teclinatiou).

Die erste Hauptdeclination umfaßt zwei Deklinationen:

die «,-Deklination.

I. mit Stammauslaut « im Singularis. II. mit, Stammauslaut 7 im Singularis. III. mit Wechsel von « und ^ im Singularis.

ö. die o-Declination.

^ Die s Deklination

(ftüher I, Declination genannt).

I. Mt Stammauslaut « im Singularis. -

I. Diese Declination entspricht der lat. «,-Declination (der s. g.

ersten). Sie umfaßt Feminina und Masculina, letztere mit

der Endung

für den Nom. Sgl.

ä) Feminina.

,

Paradigma:

 

Göttin

Weisheit

Schicksal

Brücke

 

Stamm:

Ar«.

Sgl. N.

 

V.

A.

G.

D.

^«^«-(«)

Du.N.B.A'.

G. D.

Pl. N.

V.

A.

G.

^

^-

26

2. Neben diesen Paradigmen mit regelmäßigem langem « ver- gleiche folgende, welche ausnahmsweise « haben (68)

60 Paradigma:

P^o^A«

«>l«Ka

Nachtigall

Kriegsruf

Athene

Stamm:

PeÄ>^?^«»

a^,«^«»

^A^v« ^ ««

Sgl. N. B.

«^«^«-

A.

G.

D.

^A?V«-(k)

Du. V. A.N. (r«) rc? G. D

Pl. N. B.

A.

G.

«^,«X(«)-l<?v

D.

61 Bemerkungen. Das lange « bleibt in allen Casus lang ; nur im Rom. (Voc.) Pl. gilt «. (22, stets für 1 möra; im Dat. Sgl. stets,

im Gen. Sgl. die

Endung

die alte Locativendung

Sgl. bleibt kurz « in den andern Casus des

Genetive und Dative mit betonter Endsilbe haben stets den Circuni- fler (25, e).

Im Rom. (Voc. Acc.) Du. ist die Casusendung im Charakter auf gegangen, daher stets ü (vgl. 72).

kontrahiert, daher

Ausnahmen ^^err^s, eri?<tt«,, «P«^ (25, e); vergl. lat. Theil (das. 71).

Die Endung des Acc. Pl. war ursprünglich -vg, daher nach (35) Ersatzdehnung, stets «.

Dat. Pl. hat die alte Locativendung -o> sdurch Epenthese -ea^ gleichwie im Dat. Sgl. -« (wie auch im Lateinischen der Dativ sich mit Locativ und Ablativ vermengt; sieh lat. Theil (das. 71)Z doch findet sich auch «se.

auch bei kurzem « die ausfallende Dehnung zu «

die mit dem Charakter stets -ü? gibt ;

Dat. Sgl. hat

wie im Lat. (das. 71); außer Gen. und Dat.

Sgl.

Im Gen. Pl. ist « mit der Endung -u,v stets

i>) Masrutina.

I . Die Maskulina nehmen die volle Endung an, welche die Feminina wie im Lat. eingebüßt haben.

im Nom. Sgt.

Paradigma:

Stamm:

Schaffner

'

Vogelsteller

 

Sgl. N.

!

V.

A.

G.

D.

Du. N. B. A. G. D.

Pl. N. V.

!

A.

!

G.

D.

«

^

«t, t«

<

«^vlA«S^iz^>ä («-«)

Bemerkungen. Die MaSculina haben im Gen. Sgl. die Endung 63 welche bei den meisten Wörtern das « zu t schwächt und sich mit dem selben zu kontrahiert, bei andern scmfzer dem voranstehenden o^n- AoS^ae nur noch das, aus /ZoUk'ae Zusammengezogene /So^ü; (Nord wind), und einige fremde Eigennamen : '^vi'/Za? (Hannibal), (Sulla), ^Vo«^«5 (Numa) u. a.) aber mit dem « des Stammes nach dorischer Weise zu ü. Der Voc. Sgl. ist der reine Stamm. Im Du. und Pl. ist die Flexion dieselbe wie bei dem Fem.

.

-

II. Mit Stammauslaut ^ im Singularis.

1. Diese Deklination entspricht im Singularis der lateinischen e-Declination (der f. g. fünften), im Du. und Plur. fällt sie mit der unter I. zusammen.

») Feminina.

64

Paradigma:

 

/u«^

(/^)

 

Ehre

Kampf

Sieg

Erde

 

Stamm:

 

(«-)

(contr).

 

(Du.Pl.«-)

'

'

 

Sgl. N. V.

r

5

7?'

A.

G.

«x^g

D.

^?

7K'(')

Du.N.V.A.

G. D.

v/xa-«v

Pl. N. V.

^«^«-«

 

A.

G.

D.

 

b) Maskulina.

 
 

Para digma:

 
 

Schwätzer

Hermes

 

S tamm:

«F«K^-(Du.Pl.«-) A^ka- (contr.)

 

Sgl. N.

«

B.

A.

G.

 

'

D.

Du.

 

sonst Wie bei I. ,

Pl.

 

sonst wie bei I.

29

III. Mt Wechsel von « und ^ im Singularis.

Paradigma:

ä) Feminina.

 

Zunge

Ruhm

Kampf

 

S tam m :

^ Sgl.

N. V.

 

!

A.

G.

D.

^.(.)

Du.

(ra,)

 

sonst wie bei I.

 

, Pl.

 

sonst wie bei I.

 

Das 7 erscheint nur im Gen. und Dat. Sgl.

 

d) Maskulina.

Paradigma:

«o^riz?

/?k?<7izz

67

»

Bürger

Feldmesser

Perser

 

Stamm:

7xo^«r^-(«-)

z^Ki^ttryi^«")

/?kycri/(»«-)

Sgl. N.

«

 

V.

A.

rov

j

G.

r«v

/k«^ry«« (k o)

D.

Du.

 

sonst wie bei I.

 

Pl.

o!

 

sonst wie bei I.

 

Bemerkungen. Das kurze « im Voc. Sgl. haben wie die Para

digmen alle Wörter auf -r??s, alle Composita und alle Völkernamen.

Das Wort ök<x?l«riz5 (Herscher) zieht dabei den Accent zurück: « «szior» (23).

30

-

68

Allgemeine Regeln.

 

I.

Durchweg langes « als Stammcharakter steht nach

A,« (Göttin),

(Gewalt),

(Fels).

In vielen Wörtern ist « im Nom. (Voc.), Acc. Sgl. kurz, bes. in, den Wörtern auf -«« (ry«a, ««), welche meist weibliche Personen bezeichnen: ^«^i« (Tänzerin), /SaNÄkk« (Königin), a^'Sn« (Wahrheit) s/-Stämme (94) und <7-Stämme (90)^; ferner in etlichen mit Di phthongen in der Pünultima: ^«Zy« ^uo^k« (Schicksal), «vvvt« «Ivo»« (Wohlwollen); auch so 7^?« (Brücke), «7«^« (Anker), ?P«tia (Hammer) u. a. mit verstecktem ,/.

Ausnahmsweise kommt langes « auch nach andern Vocalen als r und andern Confonanten als 9 vor: «ro« (Halle), '^A^pä '^S^«ä; ^«'ü (Mine), 7,^«/«^« (Nachtigall), a'),«^,« (Kriegsgeschrei) und einige Eigennamen: ^'Fä. Alle diese Wörter flectierm nach I.

69

2.

Ferner kommt kurz « («« bei den Adj.) vor nach einfachem

<x, doppeltem oex oder rr, den Doppelconsonanten (die <r enthalten) 5, ^,: (Wurzel), «^«?« (Wagen), F^« (Durst), ferner nach doppeltem 5(4): «^,^« (Kampf) und bei dem Ausgang -»« ^«:

^t«,r« (Dreizack), F^vtva (Gebieterin); so auch /^« /r«« (Geschlecht); zuweilen ist « versteckt: «xarS-« (Dorn), «oZ,o'«v^« (Kürbis) mit r««; 7ryv/uv« (Schiffshintertheil), ^^>« (Sorge), ?r«i?>>,« (Ruhe), vavZ,« (ein musik. Jnstrum.). Besonders merke noch: r«>l^« (Kühnheit), (Lebensweise), «yö« (Schmutz) u. e. a.

 

Alle diese Wörter flectierm nach III,

 

70

3.

Nach allen andern als uuter I und 2 aufgeführten Vocalen

und Confonanten hat der Sgl. 1^. Ausnahmen sind z. B. x«^ (Mädchen), ««'^? (Schläfe), ('backen); ^ (Thau).

Alle diese Wörter flectierm nach II.

v. Die « Deklination

(srüher ll. Declination genannt).

1. Diese Declination entspricht der lat. «-Declination (der s. g.

zweiten). Sie umfaßt Maskulina und Neutra, weniger Feminina; Masc. und Fem. mit. Nominativsuffix -c, im Neutr. Sgl. nach (55) und Pl. nach (56, 0.) -«.

I. Stammauslaut °.

a) uncontrahierte.

Paradigma:

«er«^

Adler

Stamm:

«kro»

Sgl. N. '

!

V.

A.

G.

D.

Du. N. V. A.

^

G. D.

Pl. N. B. A,

G.

rcZv «kr(«)^c?v

!

D.

?

«/tTtt^o?

 

cklü^ov

Rebe

' Geschenk

«/««^o»

 

F«^s-

«

,

cx

ckk/^s^v

r« Fc?y(«)»«

71

Bemerkungen. Gen. Sgl. hat die Endung mit dem « des 72 Stammes «v. Im Dat. Sgl. ist stets auffallende (vgl. Kl) Dehnung des Charakters zu «. Genetive und Dative mit betonter Endsilbe haben stets den Circum- flez (25, e.).

(Gott),

wegen des vorausgehenden gebraucht dafür den Rom. Ak«s; (Bruder) zieht den Accent zurück: c« aFk^Pk (23). Im NoMt ?c. Du. ist die Endung im Charakter aufgegangen; daher

stets « (vgl. 61). Im Nom. Pl. wie bei der K-Declination gilt oe stets für 1 möi'g. Im Gen. Pl. und vor dem « des Neutr. Pl. schwindet der Stamm charakter «.

daher nach (35)

Die Endung des Acc. Pl. war ursprünglich Ersatzdehnung, stets <w.

Der Voc. Sgl. schwächt den Stammcharakter « zu

nur

2. Die Feminina sind theils schon aus (56) zu erkennen; 73

sonst sind noch Feminina 1) Bezeichnungen der Erd- und Steinarten, 2) ebenso verschiedener Wege «<s«s u. auch raqvyo? (Graben), 3) hohler Dinge; 4) substantivierte Adjcctive, bei denen ein fem. Subst. zu er gänzen ist, z. B. >) F««^kry«s (Durchmesser) 5c. ^«^^' (Linie);

5) einige vereinzelte: (Buch), ?«Mo? (Stab), Foxog (Balke) an Pflanzen anschließend ; ^«s«? (Thau), voso? (Krankheit).

»

-

32

b) kontrahiert e.

74 3. Dieser Declination liegen Stämme zu Grund, in welchen vor dem Charakter « eine Spirans (> oder mit vorausgehendem Vocal, « gestanden; so nZ.«'«? 7rZ,«>os (Schiffahrt) (34), a«-^«? <Zo?^/o> (Knochen). Nach Ausfall der Spirans tratt dann Contraction oder Berschlingung (27) ein. Diese Declination umfaßt nur Mas kulina und Neutra von Subst.-Boc scheint ihr ungebräuchlich.

 

Paradigma:

»^«^

««xroi«'

 

Schiffahrt

Knochen

 

Stamm:

n^oo-

«ono-

 

Sgl. N.

0

«^00»?

r« o<ir^«»i'

 

r« «<7rt'«>v

 

I

G.

rov ocxre««

 

D.

?r),«K)

rkl «ffr^K>

 

Du. N. A.

 

?w «<7r^l«>

 

G.

D.

Pl.

N.

«

TrXoo»«

r« «<7r^(«)»«

 

!

A.

r« o«xrk'(«)-«

G.

rc?,' ?r^,«(«)-e«>

rcZv

«<7rk(«)-«»'

D.

rot? «<7r^«-«s

»crr«

«<7r«

!

75 Bemerkungen. Der Rom. Du. behält gegen (LS, o) den Acut. Im Pl. des Neutr. muß bei der Endung -« erst Assimilation des vorausgehenden k zu « und dann erst Contraction zu « stattgefunden haben. Das Wort «an«" (Korb) wird gegen (LS, s) zu «axovr. Die Composita lassen den Accent gegen die Hauptregel (LS, b ; vgl. LS, e) auf der Pänultima: «y/?rZ,ovs (Umschiffung), Gen. «yt?x>l«v, Dat. ?r^l?rZ,K).

II. Stammauslaut «. (Attische o-Declination).

76 4. Auch bei dieser Declination stand wohl überall vor dem Stamm charakter eine Spirans (/", ^ oder «-) , deren Verlust in dem gedehnten Charciktervocale angezeigt ist, wodurch sie der «-Declination in der zweiten Hauptdeclination nahe tritt, und oft die Casus dieser Decli- nationen unter einander wechseln (110). Uebrigens haben die meisten Wörter die gewöhnliche «-Form daneben: neu? und vao? (Tempel). Sie umfaßt alle drei Genera.

 

33

-

 

Paradigma:

«va^an'

 

Tempel

Saal

 

Stamm:

«m-

«^lii/kl»-

Sgl.N. 0

«Kl»?

 

Pl. N.

A.

>

A.

G.

r«« ««'

G.

D.

«?

D. rmg «Kl»?

Du. N. A. G. D.

Bemerkungen. Die oxytonierten Wörter behalten den Acut in 77

für den Accent gilt k« als 1 mors.

allen Casus;

Alle vocalisch beginnenden Endungen werden von dem « aufge nommen; nur iots, erhält sich als ludleriptum.

§11. Ursprüngliche Gemeinsamkeit der ä- und o Deklination.

«.-Deklination.

o-Declinstion.

Feminina.

Masculina.

MaSc. Fem. Neutr.

Sgl. N.

V.

A.

G.

D.

Du.N.V.A.

,G. D.

Pl. N. V.

.

'

.

A.

G.

D. ,

«-,

7-

«»v,

^

ä-s,

-«-(?)

a-iv

«-t

ü-5,

ü, .

«'S, k-o

-S-(?)

«»«>

«»i

«-S

(a)«v

«»«s

g-S

o»v

0»«

«-(e) «-(.)

o»v

o»v

o»v

«»«

-«-(?)

O^tV

-«-(?)

«-«p

i

>

I

«»«

o«»5 («)-« ? (v)>«V

(«)»« !

o»k?

Der a- und «-Declmation ist demnach gemeinsam:

,

1. Die Masc. haben im Rom. Sgl. die Endung -5

-0.

2

, Moller, Formenlehre d. griech. Sprache.

»

^en.

>

3

34

3. Alle Genera haben im Dat. Sgl. langen Bocal, weshalb sie die Endung -« subscribieren.
4.

5.

6.

7.

<7 schwindet zwischen

Gen. Du. die Endung -ev. Gen. Pl. die Endung -«v. NL. Die

Rom. Du. langen Vocal; Endung (?).

Alle Genera haben im Acc. Sgl. die Endung -v.

erste Hauptdeclination wohl

Vocalen.

8. Alle Genera haben im Dat. Pl. die Endung -«? alt -<x,.

S. Die Masc. und Fem.

haben im Rom. Pl. die Endung

d. h. -rx, für deren ausfallendes v Ersatzdehnung eintritt

(3S).

Eigenthümlich ist nur der Gen. Sgl. der g, Feminina mit der Endung -«c; daher stets Ausgang

§ IS. Zweite Hauptdeclination.

Consonantische Deklination.

(früher dritte Deklination).

79 1. Die zweite Hauptdeclination umfaßt alle confonantischen Stämme, d. h. welche mit Muten, Liquiden und Spiranten schließen, von denen letztere sich in einzelnen Fällen in die weichen Vocale k, « auflösen, oder nach deren Abfall die Vocale « und « zum Vorschein kommen. Bei den meisten confonantischen Stämmen wird nach den Gesetzen der Laut wandlung der Auslaut im Rom. Sgl. alteriert, weshalb man stets den reinen Stamm daneben kennen muß, welchen der Nom. Pl. meist deutlich zeigt (mit Ausnahme der Spiransstämme).

2.

Sie umfaßt folgende Declinationsformen :

^.

die eigentlich consonantische Declination:

I. mit Guttural- und Labialauslaut des Stammes,

II. mit Dentalauslaut,

III. mit Liquidaauslaut,

IV. mit >-Auslcmt,

V. mit ^-Auslaut,

VI. mit ^-Auslaut,

L.

die vocalische Declination:

I. mit «»Auslaut,

II. mit «-Auslaut.

35

3. Die zweite Hauptdeclination umfaßt alle drei Genera; das

Ncutr. ist daran leicht kenntlich, daß es keine Endung hat.

 

4.

Endungen der zweiten Hauptdeclination:

 

80

 

Masc. Fem.

Rentr.

Masc. Fem.

Neutr,

 

Sgl.N.V.

e

PI.N.V.

5?

«

 

A.

V, ^-v

 

A.

- -«-5

»«

G.

«5

o?

G.

«V

KO>

D.

D.

ffe

 

Du. N. V. A. Masc. Fem. Neutr.

 

G. D.

«iv

!

Bemerkungen. Die ursprüngliche Endung des Acc. Sgl. tritt an die consonantischen Stämme mittels des uralten Bindevocals ü, worauf v wieder abgestoßen wurde; an die vocalischen ohne denselben. Der Acc. Pl. stößt von der Endung -v? das x ohne Ersatzdehnung aus, bes. um den Bindevocal « nicht zu alterieren. Die zweite Hauptdeclination hat ein besonderes Gesetz für die Be tonung der Genetive und Dative-, sieh (LS, 6). In vielen Fällen vertritt der Rom. Sgl. auch den Voc.

 
 

4. Die eigentlich konsonantische Deklination.

 
 

I. Wt Suttural- und Laöialauslaut des Stammes.

 

Paradigma:

«o'paZ

xarHÄe^

 

81

 

Rabe

Ziege

Obergemach

 
 

Stamm:

xs^«x-

x«r^,P-

Sgl. N. V.

«

x«^«^

x«r^e^

 

A.

rov xo^>ax»a»

 

xar^e^i»«»

!

G.

ro« xo'yax-o?

x«r^kP-«5

l

D.

rcZ

x«y«x»e

 

Du.N.V.A.

rb!

xo'^ux-k

rk) x«r^«P»k

 

G. D.

rotv x«^«x»o«i'

 

Pl. N.V.

Vt

xoy«x>^

«?/»k?

«t x«riz^/P»ks

 
 

A.

r«v? xop«x»»s

 

!

G.

rc?v xo^ax-k«'

 

x«r^tP-ci)p

 

!

D.

r«!? «Hl («e)

x«^n/,t (<7e)

36

Bemerkungen. Alle Stämme nehmen das Nom. -5 an, mit welchem, wie mit dem « des Dat. Pl. die Gruppen A ^/ entstehen.

1. Die hierher gehörigen Stämme sind nur Maskulina und

Feminina.

2. Als einzelne Eigenthümlichkeiten merke man: a'Z,w»«- dehnt

aäw7ri?Z (Fuchs); die

Stämme P««?««- kürzen den Vocal des Stammausgangs im Nom. Sgl. (Herold), Pgentz (Dattelpalme), wie der Accent (18) zeigt. Ueber die Lautwandlung vom Stamm rp^- (vgl. 42, ä).

der im

im Nom. Sgl. trotz dem

s (35) sein «zu 7:

X«^' (Weib) bildet die andern Casus vom Stamm

Accent wie ein einsilbiger behandelt wird, Gen. /w«««? u. s. f, Voc. zieht den Accent zurück: ?vVa, (0 Weib). bildet metathetisch

den Flexionsstamm /?«x^-.

82 1.

II. Mit Amtalauslaut.

Außer auf die einfachen Dentalen r, F> 9 kommen im Grie

chischen hier auch Stämme auf vr in Betracht.

Paradigma:

X«/t7r«s

sc?/««

z^«5

z^wv

Fackel

Leib

Riese

Greis

Stamm:

^«^?r«F-

?w^«r

^«/avr-

z'fyovr

Sgl. N.

« ^5t?WV

V.

A.

G.

D.

ffw^uar»«

Du.N.V.A. rw

^«/<?r«F « rw «l«/<«r-k

 

xw ^tio^r-k

G. D.

Pl. N. V.

«! X«^7r«F»k? r« <7w^«r «

A.

<xwMr»a

G.

<7w^«r>wv

^ovr w>>

D.

«sw^««»«

83 2. Die Dentalstämme auf r, ^ nehmen die Nominativendung -c an, die auf vr, wenn « und , vorausgeht, dagegen die auf vr mit

3.

Die einfachen Dentalen fallen ohne Ersatzdehnung aus; für

ausfallendes

4. Das einzige ?i««'s (Fuß) St. ?roF> hat Ersatzdehnung; H cka'^a?

(Gemahlin) St. Fa^ayr- nimmt nach Ausstoßung des r, wie die Liquida

stamme, kein Nom.

5. Der Voc. Sgl. Masc. und Fem. bei Stämmen auf einfache

Dentale ist bald dem Nom. gleich, bald zeigt er nur dm Stamm:

ebenso 7!«t (o Knabe)

na««?- (53). Stämme auf

6. Das Neutr. zeigt wegen mangelnder Endung im Nom. Voc.

Acc. Sgl. den bloßen Stamm nach (53) : /«z« (Milch) St. ^««r-

tritt aber Ersatzdehnung (35) ein.

an.

Z,a^zr«5 (o Fackel); "^n^lu d. h. '^«^«x

werfen einfach r ab.

7.

Diese Stämme umfassen alle drei Genera:

ä)

Masc. sind die Stämme auf

mit und ohne Nom. -s;

ferner die Concreto aus r: 4e'/Zi?s (Kessel) St. K/Z??'; r«'?ri?s (Decke)

St.

b) Fem. sind alle Stämme auf 6 s^vgl. noch (102)^, Nominativ»

ausgang -«5, und die Eigenschaftsnamen auf -rizr-, -S??r- lat.

-tat-: rp«^^ (räueitas); e^'s (Kleid) u. a. m. x«V?e (Binsen matte).

r ohne Nominativmdung : z,«^«

(Milch), vki^a (Leib), ^e'X« (Honig) o«s (Ohr) St. c«r-, ?>l«c

welche im Nom. das

in den andern Casus das ^ verlieren: «^«x«? (Salbe) Gen. «4«'- P»r«s; (Leber), Pp^«? (Brunne) und «^(Wasser) Gen. nebst ttxki'y (Koth) Gen. (««?«'?) mit getrübtem « nach dem Abfall

(Licht) St.

u. a. m.

e) Neutr. nur Stämme auf

vgl. (53); besonders auf

des r.

H ^ (Nacht) St. ^«r-,

und natürlich ?Z

Anm. Das in attischer Sprache einzige «^«z (Horn) St. «y«r- (53) elidiert zuweilen fein r wie die <x-Stämme; sieh V. (91).

Merke aber: o n««? (Fuß) St.

(Gemahlin) St. Fa^ayr- mit festem

Ueber einige Stämme auf r,

A nach « und « unter ö. (102).

38

III. Wt Liquidaauslaut.

85 Paradigma:

 

S^'?

^r«^>

Salz

Thier (Kra)

Aether

Redner

 

Stamm:

«lAky-

^r«y-

Sgl. N.

0 «tö?/l>-

V.

A.

F

G.

D.

ai^Ly t

l)i/roy t

DU.N.V.A.

reo A^-k

G. D.

oii'

i

Pl. N. B. A. G.

«5

cüv

«! a!A«t?»kg

D.

«^-<s/

A^-<st

UtA^ß «st

«)izr«k, «st

1. Die Liquidastämme nehmen mit einziger Ausnahme von «X?

(Salz) kein Nom. -5 an; sonst Ersatzdehnung (53): k zu ^, « zu «.

Der Boc. Sgl. ist bei OxytoniS dem Nom. gleich, bei Barytonis zeigt er den reinen Stamm. Bei <x«r^ (Retter), F«^'? (Schwager) wird der Accent zurückgezogen oc?n?, Füky, wobei das erstere auch sein 7 noch kürzt zu k.

86 2. Diese Stämme umfassen alle drei Genera:

g,) Masc. sind alle mit dem Suffix -1^9 , -rox> (Nom.

wie <s«ri?'k, (Retter), li^rtty (Redner); merke »avS^ (Panther), (Thier), a!A^ (Aether) und «Hy, bei Dichtern auch Fem. (Luft); ^,»? (Staar); ^9-««'^, (Laus). ^«yr«; (Zeuge) hat außer Nom. Sgl. und Dat. Pl. den St. ^«pr«?-.

b) Fem. merke: 7«??^, St. ^asn«,-, vgl. Absatz 5 (Bauch);

«iz'y (Verhängniß); x«y (Hand) bildet den Dat. Du. und Pl. vom

St.

0) Neutr. auf «p, 0?, «9: ^«r«<> (Göttertrank), ««^ und ^

(Frühling), sowie einige Poet. Wörter; «09 (Schwert), ^roy (Herz), Mj, (Feuer), St.

aber « «vr^kt? (Daumen).

39

die Berwandtschaftswörter.

Paradigma:

»ar^'p

i«^^

Av^ax^y

Vater

Mutter

Tochter

Stamm:

7r»«^-

i«?«^-

A«)/««^,-

 

Singularis.

Pluralis.

N.

V.

A.

Av^«r^

I G.

i D,

Du. N. V. A. G. D.

Du. u. Pl. nach nar^'?

4. Im Gen. und Dat. Sgl. stoßen diese Wörter das « des

Stammes aus, wobei Av^ar^- wie ein einsilbiger Stamm behandelt wird; in den Casus, in welchen e bleibt, hat es stets den Accent.

Der Voc. Sgl. zieht in allen den Accent zurück. Im Dat. Pl. tritt

in der Silbe

gebildete Compositum ^^'ryy stößt aber auch

im Acc. Sgl. das , aus und accentuiert: ^^«y, ^/i^yr?«, ^x-

Metathesis mit Umlaut: r?« ein (287).

Das mit

5. Ganz so geht /«<xrA (Bauch) St. z/usn? ssonst auch regel

mäßig gebildet; sieh Absatz 2, d^; im Dat. Pl. asr?'? (Stern) St. aV^ (Mann) stößt , überall aus, weshalb nach (47) F einge» schoben wird; neben demselben bleibt aber doch das aus der Metathesis stammende «, also Dat. Plur. »vä?««,' Voc. mit zurückgezogenem Accent

IV. Mit. 5-Uuslaut.

a) erste Gruppe mit festem v.

.

'

Paradigma:

"ö^T/?

zrok/lt^v

^^c«,

^«tM^v

Hellene

Hirte

Anführer

Gottheit

Stamm:

no^k?

i?^k^ov-

Fa«^op-

Sgl. N.

V.

A.

G.

D.

Fat,««!'«

Du.N.V.A.

G. D.

Pl. N. V.

Teot^kv kg

A.

G.

D.

TlM/ltk er«

an,

Doch mit

-s,

uxr/s, «xrt'v (Strahl) ««5, «r/v (milvus) , immer «r«? (Kamm)

St.

2. Der Voc. Sgl. bei Stämmen auf v mit langem Vocal lautet

gleich dem Nom., ebmso bei oxytonierten mit kurzem Vocal, während die Barytona dm reinen Stamm zeigen.

'

1.

Diese v-Stämme nehmen im Rom. Sgl. meist kein

wofür sie Ersatzdehnung haben, ^ zu ^, » zu « (35).

(Delphin) neben F^iv; so (homerisch) b^e, (Stütze);

(281).

3.

Diese Stämme umfassen nur Masc. und Fem.

«,)

Masc. sind die meisten mit langem Vocal, bes. barytonierte

-lux» und -«v-Stämme.

d) Fem. sind die meisten orytoniertm -«V-Stämme. -

Doch merke: H /^v, St. (Zwergfcll); ^(«)«ck^ (Drüse). ^

H /S(7)^a»> (Polei als Pflanze) ? ^^'««r (Mohn, dsgl.), ? (auch

St. ^s'v-

(Stütze), ^' a«is (Strahy;

(Gans); ?z

att. «) (Säule), H «X<«, (Tmne).

« x«x«'v (Richtscheit), « «Z,«^«»»'

(Hahn, mit H Henne), « (H) Z,«^ (Höhle), natürlich ^^«V u. dgl.

0 (poet. auch

(Thal),

-

41

d) zweite Gruppe mit beweglichem v.

89

4. Hierher gehören von Substantiven nur zwei Wörter, da die

andern nur Comparatioe sind, die wir unter der Adjectivflexion behandeln. Beide sind Eigennamen, die im Acc. Sgl. nach dieser Flerions-

form sich oft richten:

^gl. N.

 

V.

A.

^Tro^coi'-a U. ^?i«),^k<i

G.

!

D.

Beide verkürzen den Vocal des Stammausganges und ziehen den Accent zurück.

(Nachtigall) stoßen im Gen.

Sgl. v aus und contrahieren : Gen. «^Forog und «^F««?; so «x^l? (Bild) Gen. ttxoros und «« «5, Daher auch Wechsel im Nom. wie z. B. /S^^tDv, -«voe (Polei) und ^1?^^ -v«g u. e. a. (108).

5.

Einige, wie ^ «iz^'v, St.

V. Kit a-Uuslmt.

1. Das « fällt vor der Dativendung des Pl. und zwischen Bo- 90

calen stets aus, die dann kontrahiert werden.

Bei allen contrahierten Accusativen des Pl. (Masc. und Fem.) erscheint der Contractionslaut des Nom Pl.

Der Nom. Du. kontrahiert « in 7.

2. Bei den Stämmen, welche k vor dem s haben, tritt im Nom.

Sgl. der andre Spaltungslaut für Ur-g, nämlich » auf (28), wie meist auch im Lateinischen; St. /k>k<x-, geriet, Nom. Zsnos, jünger

 

42

 

Paradigma:

/k'?e>s

xy«'«5

sx^«?^

Geschlecht

Fleisch

Horn

Stamm:

^k«?-

x^k«?-

xky«r> (x«L>«<7-)

Sgl.N.V.A.

rv

xyk'«^

ra xk'^az-

G.

(x^k«<x-os)

x«'yar-«S und

xye«?

x^«S

D.

(«^k«0-«)

xe'yur-k Und

«j>k«

Du. N. V. A. ru)(^«<7-<)

 

(xyk«<7-k)

rt>)Xkp«r-k und