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arztpraxis limmatplatz

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Herkunft .............................................................................................. 2  
Behandlung ........................................................................................ 2  

Hämorrhoiden
Hämorrhoiden hat jeder Mensch.

Was der Volksmund meint, wenn er von Hämorrhoiden spricht, sind vielmehr
Hämorrhoidalbeschwerden. Hämorrhoidalvenen liegen ringförmig unter der
Enddarmschleimhaut am Darmausgang. Diese Gefässpolster dienen dem
Feinverschluss (wasser- und luftdicht) des Darmes.
Haben sich diese Blutgefässpolster aus Altersgründen erheblich vergrössert, können
sie zahlreiche Beschwerden hervorrufen. Diese werden dann als
Hämorrhoidalbeschwerden bezeichnet. Sie kommen durch Blutstauungen zustande.
Man unterscheidet zwischen 4 Krankheitsstufen.

Haemorrhoidalgeflecht

Krankheitsstadien
Die Hämorrhoiden 1. Grades sind lediglich vergrösserte Knoten im Analkanal, die
weder sicht- noch tastbar sind. Die Gefässpolster haben sich bereits vergrössert und
reagieren mit Juckreiz und leichten Schmerzempfindungen.

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Hämorrhoiden 2. Grades treten während der Stuhlentleerung aus dem After aus,
ziehen sich aber von alleine wieder zurück. Der Juckreiz ist stärker ausgeprägt.
Brennen, Schleimabsonderung und Blut im Stuhl sind weitere Kennzeichen.
Hämorrhoiden 3. und 4. Grades müssen mit dem Finger in den After zurück
gedrückt werden. Heftige Schmerzen und Brennen sind charakteristisch für dieses
Stadium der Krankheit. Meist kommt noch eine Entzündung der Analschleimhaut
hinzu.
Herkunft
Voraussetzung für eine Erkrankung ist eine angeborene oder erworbene (Alter)
Bindegewebeschwäche. Ballaststoffarme Ernährung, häufige Verstopfung und die
regelmässige Einnahme von Abführmitteln bereiten Hämorrhoidalbeschwerden den
Weg. Bewegungsarmut gepaart mit Übergewicht und Pressen beim Stuhlgang sind
weitere Ursachen.
Behandlung
Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, muss man auf gute Analhygiene
achten. Der Darmausgang sollte nach jedem Stuhlgang zusätzlich mit einem
angefeuchteten Toilettenpapier oder Einwegwaschlappen gereinigt werden. Noch
besser ist natürlich die WC-Dusche. Ausserdem ist Unterwäsche aus Baumwolle
empfehlenswert, da diese atmungsaktiv, schweisssaugend und hautfreundlich ist.
Bewegung und eine Ballaststoffreiche Ernährung reichen meistens schon aus, um
auf Abführmittel verzichten zu können. Viel Trinken (mindestens 2 Liter am Tag),
Leinsamen und Kleietabletten erleichtern die Verdauung zusätzlich. Bei sportlichen
Aktivitäten sollten man eine Sportart wählen, die den Beckenboden mit einbezieht
Schwimmen, Laufen, Radfahren und Gymnastik sind besonders geeignet. Zusätzlich
kann man die Beckenbodenmuskulatur durch spezielle Übungen regelmässig
trainieren. Pressen Sie den Schliessmuskel fest zusammen, als ob Sie Stuhlgang
verhindern wollten. Zählen Sie bis 10 und wiederholen Sie diese Übung mehrere
Male am Tag.
Leider lassen sich mit Medikamenten nur die Beschwerden, nicht aber die
Hämorrhoiden behandeln. So gibt es verschiedene Mittel gegen Brennen, Juckreiz
und Schmerzen. Andere Medikamente wirken zusätzlich blutstillend und
entzündungshemmend.
Dauern die Hämorrhoidalbeschwerden über einen längeren Zeitraum an, ist ein
Arztbesuch mit einer eingehenden Untersuchung unbedingt vorzunehmen, damit
andere Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden können. Ausserdem
kann ein Arzt entscheiden, ob die Verordnung von stärker entzündungshemmenden
Salben oder Zäpfchen sich als sinnvoll erweist.

Hämorrhoiden 3. und 4. Grades können operativ entfernt ligiert (abgeklemmt)


oder verödet werden.

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