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Wintersemester 2017/2018

Dr.-Ing. Marek Smaga

Werkstoffkunde I – Übung
Aufgabe 5: Elastische und plastische Verformung

Aufgabe 5:

Elastische und plastische Verformung

Vorlesungsskript:

3.1 Linear-elastisches Festkörperverhalten


3.4.4 Versetzungen
+ Vorwiesen aus der Aufgaben von 1 bis 4

8. – 10. Übungseinheit
Vorlesung Kap. 3

2 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Was geschieht in einem Bauteil, das unter einer
äußeren mechanischen Beanspruchung steht?

1. Normalspannungen
• wirken senkrecht zur betrachteten Ebene E

• elastischer Bereich: Teilchen werden bei


geringer Kraft bzw. Spannung
auseinandergezogen und gehen bei
Entlastung wieder in die ursprüngliche Lage
zurück. Beschreibung erfolgt im
• mikroskopischen Bereich durch Ansatz von
MIE und GRÜNEISEN
(vgl. Übung 1 / 2)
• makroskopischen Bereich durch HOOKE‘sches
Gesetz

• plastischer Bereich / Trennbruch: Teilchen


werden bei größerer Kraft bzw. Spannung
auseinander gezogen und die Verbindung wird
getrennt

3 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

E-Modul

Mikroskopisch: (Mie und Grüneisen) Makroskopisch: (Hooke´sches Gesetz)

଴ ଴
ሺ୰ሻ ஻ ଶ ሺ୰ሻ
଴ ଴

n

4 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Schubspannungen  = Scherspannungen =
Tangentialspannungen

5 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Kritische Schubspannung

• Grenzwert, bis zu dem


Gitterverzerrungen elastisch
bleiben

Bei Idealkristallen:

Bei Realkristallen

6 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Wellblechmodell von FRENKEL
Idealkristall

7 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Wellblechmodell von FRENKEL


Realkristall

• Örtliche Baufehler müssen in einer Anordnung vorhanden sein, die eine


Abgleitung außerordentlich begünstigen. D.h. ein Atom muss schon auf
einem Berg oder kurz davor liegen.
• Kräfte zwischen den Atomen sind durch Federn beschrieben.

 deutlich geringere Energie zur Abgleitung notwendig

8 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Schubspannung > krit

9 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Schubspannung > krit

10 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Schubspannung > krit

11 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Plastische Verformung

• Fließen des metallischen Werkstoffes, d.h. irreversible = plastische


Verformungsvorgänge

• Vorstehende Anordnungen der Atome gegenüber ihrer stabilen Gleichgewichtslage


bezeichnet man als Versetzungen. Plastische Verformungen beruhen vorwiegend auf
dem Wandern von Versetzungen bzw. Versetzungsebenen.

 Wandern von Versetzungen nur in Gleitsystemen = Gleitebene · Gleitrichtung

12 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Bedingungen für Gleitsysteme:

13 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Bestimmen Sie die Hauptgleitsysteme, sowie deren


Gleitlänge und Belegungsdichte für den

 kubisch flächenzentrierten (kfz),


 kubisch raumzentrierten (krz)
 hexagonal dichtest gepackten (hdp) Gittertyp

14 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


kfz– Gitter

Gleitebene GE:

Gleitrichtung:

15 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

krz– Gitter

Gleitebene GE:

Gleitrichtung:

16 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


hdp– Gitter

Gleitebene GE:

Gleitrichtung:

17 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

hdp– Gitter

Gleitebene GE:

Gleitrichtung:

Belegungsdichte:

18 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


Bei einer Verformung wird nicht jedes Gleitsystem aktiviert, sondern nur
das in der Richtung der größten Schubspannung liegende GS.

Neben den Hauptgleitsystemen gibt es auch sog. Nebengleitsysteme, die


i.A. weniger dicht besetzt sind und erst bei höheren Temperaturen
aktiviert werden.

19 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5

Neben den Hauptgleitsystemen gibt es auch sog. Nebengleitsysteme, die


i.A. weniger dicht besetzt sind und erst bei höheren Temperaturen
aktiviert werden.

20 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5


21 WKI-Übung, WS17/18 I Aufgabe 5