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100 Jahre Entzifferung des Hethitischen

Morphosyntaktische Kategorien in Sprachgeschichte und Forschung


Akten der Arbeitstagung der Indogermanischen Gesellschaft
vom 21. bis 23. September 2015 in Marburg

Herausgegeben von
Elisabeth Rieken
unter Mitwirkung von
Ulrich Geupel und Theresa Maria Roth

Wiesbaden 2018
Reichert Verlag
Inhaltsverzeichnis

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VII
Sergey Boroday – Ilya Yakubovich
Hittite local adverbs in comparative perspective . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Paola Cotticelli-Kurras – Federico Giusfredi
Towards a study of the Luwian syntax: Methodology and a preliminary case-study 23
Paola Dardano
Zur Subjektmarkierung im Hethitischen: syntaktische und semantische Fragen . . . 39
Hannes A. Fellner – Laura Grestenberger
Die Reflexe der *-nt- und *-mh1 no-Partizipien im Hethitischen und Tocharischen 63
Rita Francia
The grammar of Hittite poetry . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Dita Frantíková
Adjective valence in Hittite in comparison with other ancient Indo-European
languages . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Olav Hackstein
Formale Merkmale negierter rhetorischer Fragen im Hethitischen und in älteren
indogermanischen Sprachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Stefan Höfler
Die anatolischen s-Stämme: flexivischer Archaismus oder Kategorie im Zerfall? . . 121
Jay H. Jasanoff
What happened to the perfect in Hittite? A contribution to the theory of the
h2 e-conjugation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Ronald I. Kim
One hundred years of re-reconstruction: Hittite, Tocharian, and the continuing
revision of Proto-Indo-European . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Alwin Kloekhorst
The origin of the Proto‑Indo‑European nominal accent-ablaut paradigms . . . . . . . . . 179
Petr Kocharov
The perfecto-present verbs in the history of the *h2 e-conjugation . . . . . . . . . . . . . . . . 205
Daniel Kölligan
Funktionsverbgefüge und Sekundärwurzeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Martin Joachim Kümmel
Anatolisches und indoiranisches Verbum: Erbe und Neuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
Silvia Luraghi – Guglielmo Inglese
Trends in the development of sentence connectives in Hittite: Evidence from
subordination . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259
VI Inhaltsverzeichnis

Elena Martínez-Rodríguez
Revisiting gender and morphology in Lycian a-stem nouns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 275
H. Craig Melchert
Hittite and Indo-European: Revolution and counterrevolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289
Norbert Oettinger
Auswirkungen des Caland-Systems auf das Verhältnis von Verbum und Adjektiv
in indogermanischen Sprachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295
David Sasseville
New evidence for the PIE common gender suffix *-eh2 in Anatolian: Luwian -ašša-
(c.) and Lycian B -asa- (c.) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303
Matilde Serangeli
Lykische s-Verben und sḱe/o-Bildungen im Anatolischen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319
Andrej V. Sideltsev
Hittite syntax and modern linguistic theory: Two kinds of NPIs in Hittite . . . . . . . . 329
Zsolt Simon
Das Hethitische und der grundsprachliche Vokalismus des Personalpronomens
der 1. Sg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 355
Mariona Vernet
Evidence for an inherited hi-conjugation in Lycian: The 3sg. presents in -e . . . . . . . 363
Paul Widmer
Indogermanische Stammbäume: Datentypen, Methoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 373
Kazuhiko Yoshida
On the prehistory of Hittite mediopassives in -i ̯atta and -šketta . . . . . . . . . . . . . . . . . . 389
Das Hethitische und der grundsprachliche Vokalismus
des Personalpronomens der 1. Sg.
Zsolt Simon

Abstract: This paper argues that the vocalism of Hittite ú-uk ‚I‘ cannot be attributed to the
nom. sg. of the PIE pronoun ‚thou‘ since the latter must have contained an *i. The source
of the vocalism of ú-uk cannot have been its accusative either since then the origin of the
vocalism of its assumed analogical source (acc. sg. of ‚thou‘) remains unexplained. Thus, the
vocalism of the Hittite pronoun must be inherited. This is further supported by the Albanian
cognate, which also shows an u that cannot be explained analogically or by any sound law.
Accordingly, the PIE word for ‚I‘ is to be reconstructed with an *u instead of *e and most of
the Indo-European languages show paradigmatic levelling in favour of the *e of the oblique
cases.

Es ist eine heutzutage oft und kontrovers diskutierte Frage, mit welchen gemeinsamen
Neuerungen die nicht-anatolische Gruppe der indogermanischen Sprachen definiert werden
kann. Der anderen Seite dieser Frage, mit welchen gemeinsamen Neuerungen die anatolische
Gruppe definiert werden kann, wird weniger Aufmerksamkeit gewidmet. Ein klassisches
Beispiel für diese gemeinsamen anatolischen Neuerungen ist der u-Vokalismus des Personal-
pronomens der 1. Sg.1 In diesem Beitrag wird gezeigt, dass dieser Vokalismus als Neuerung
nicht gesichert ist und vermutlich teilweise ein Erbe darstellt.
In den anatolischen Sprachen, zumindest in den belegten Fällen, hat der Akkusativ
der 1. Sg. des Personalpronomens auch die Rolle des Nominativs übernommen – mit der
Ausnahme des Hethitischen. Dort findet sich ú-uk als ‚ich‘. Der Vokalismus dieser Form
wurde seit Beginn der Forschung durch analogischen Einfluss des Nominativs der 2. Sg. *túH
(schon zur uranatolischen Zeit) erklärt.2
Dagegen hat Kloekhorst (2008: 112–114) mit Recht betont, dass die uranatolische Form
des Nominativ der 2. Sg. anhand der anatolischen Formen (heth. zīg, pal. tī, keilschrift-luw. tī,
hier.-luw. ti) nur *tī ́g/ǵ sein konnte; dies wurde schon von mehreren Forschern beobachtet,3
jedoch ohne Begründung von Melchert (1994: 7) abgelehnt. Dazu muss bemerkt werden, dass
diese Form wahrscheinlich nur *tī ́ lautete, da das Palaische nach allgemeiner Auffassung die
auslautenden Konsonanten bewahrt hat. Der konsonantische Auslaut wäre demnach eine
hethitische Neuerung.4
Um die Diskrepanz zwischen den einzelsprachlichen Belegen und ihrer Rekonstruktion
zu erklären, nahm Melchert (1983: 156–158, 1994: 84) einer Idee von Hrozný (1917: 107)

1 Melchert 1994: 7; s. schon Heubeck 1969: 420. Interessanterweise erwähnen Yakubovich (2010: 6 Anm. 4) und
ihm folgend Rieken (2017: 299) nur den Vokalismus des Akkusativs.
2 S. schon Hrozný 1917: 98 („vielleicht“, vgl. aber unten); Petersen 1935: 204; Kronasser 1956: 140; Kammenhuber
1969: 250; Melchert 1983: 156 („unavoidable to assume“); Melchert 1994: 7 („the only viable explanation“), 84;
Weiss 2009: 326; Dunkel 2014b: 199 Anm. 2. Eine Variante dieser Hypothese findet sich bei Szemerényi 1964:
160: *egō wäre nach der Analogie von *tū̆ zu *egu geworden, aus dem mit Assimilation *ugu und danach mit
Apokope ug entstanden wäre.
3 Petersen 1930: 174; Schmidt 1978: 121-122; Rosenkranz 1978: 66; Shevoroshkin und Sidwell 2002: 7–8 (für
diesen Hinweis bedanke ich mich bei Ilya Yakubovich); vgl. auch Shields 1987: 166.
4 Kammenhuber 1969: 250; Melchert 1983: 153, 1994: 132, 179, 224; Shields 1987: 166, 168 Anm. 1. Es sei jedoch
angemerkt, dass Beispiele unter den Verschlusslauten nur aus dem Bereich der Dentale zur Verfügung stehen.
356 Zsolt Simon

folgend an, dass idg. *ū nach Dentalen, aber eigentlich nur in diesem Fall zu uran. *ī wurde,
obwohl Melchert selbst zugibt, dass dies das einzige Beispiel für diesen Lautwandel darstellt;
diese Auffassung haben Weiss (2009: 328) und Dunkel (2014b: 806 Anm. 8) kommentarlos
übernommen. Mit anderen Worten war diese Idee ad hoc und schon Petersen (1930: 174
Anm. 36), Shields (1987: 162), Barton (1993: 558) und jetzt Kloekhorst (2008: 113–114) haben
sie daher mit Recht abgelehnt.5 Kloekhorst betonte ebenfalls mit Recht, dass Melcherts
zweites Argument, dass ú-uk selbst die Existenz von *tū́ beweise (ähnlich Dunkel 2014b: 806
Anm. 7), einen Zirkelschluss darstellt.
Da keine Analogie oder kein Lautwandel das uranat. *ī erklären kann, war Kloekhorst
(2008: 114) gezwungen anzunehmen, dass *tih1 die schon grundsprachliche Form (s. dort
Anm. 238 zu *h1 ) war und *tuh1 eine gemeinsame Neuerung der nicht-anatolischen Sprachen
darstellt, deren Quelle die obliquen Kasus waren, die alle aus einem Stamm *tu- gebildet
wurden (dies wurde übrigens schon in Cowgill (1965: 169 Anm. 56) vorgeschlagen, ebenso
Sihler 1995: 375 anhand der anatolischen Belege; gleichfalls Beekes 2011: 233–2346 ).
Dagegen gab es zwei Stimmen. Einerseits nannte Melchert (1994: 84) noch Cowgills
Annahme „totally ad hoc“, allerdings auf der Basis seines eigenen Lautwandels, der genauso
ad hoc-war. Andererseits machte Rieken (2009: 40–41, 2010: 127) darauf aufmerksam, dass *tī
„keineswegs ursprünglich sein“ muss, weil es inneranatolisch durch analogische Einflüsse
erklärt werden kann: Es sei „viel wahrscheinlicher“, dass „sich der dem Reflexivpronomen
zugrunde liegende Dativ *tī (< *toy) bei dem allgemeinen Kasussynkretismus im Luwischen
neben *tu ,du, dir, dich‘ zunächst bewahrt hat, dann ins Hethitische entlehnt und schließlich
auf den Nominativ festgelegt wurde“ (Rieken 2010: 127). Sie weist darauf hin, dass die ersten
beiden Schritte wegen der Vorgeschichte des hethitischen Reflexivpronomens -z(a) < *tī <
*toy über eine Parallele verfügen. Kloekhorst (2015) hat allerdings jüngst darauf hingewiesen,
dass einerseits die luwische Herkunft des hethitischen Reflexivpronomens nicht gesichert sei,
weil es lautlich regelmäßig aus dem durch die anderen anatolischen Sprachen vorausgesetzten
uranat. *-ti erklärt werden kann (vgl. auch Kloekhorst 2008: 1019) und dass andererseits die
analogische Umgestaltung der betonten Pronomina durch enklitische Formen problematisch
sein kann. Daher sind beide Schritte der Analogie zweifelhaft.
Die Wahrscheinlichkeit analogischen Einflusses lässt sich leider nicht berechnen, wes-
halb man diese Frage aus diesem Grund nicht entscheiden kann. Es gibt allerdings einen
bisher unbeachtet gebliebenen Umstand, der eine analogische Erklärung ausschließt: Der
i-Vokalismus ist nämlich nicht auf das Hethitische und das Luwische begrenzt, sondern
auch im Palaischen belegt. Wenn man den i-Vokalismus in der genannten Weise analogisch
erklären möchte, sollte man daher annehmen, dass der luwische Dativ *tī auch ins Palaische
entlehnt (und danach auf den Nominativ festgelegt) wurde; für eine solche Entlehnung steht
aber im Gegensatz zu dem hethitischen Fall kein Beweis zur Verfügung.
Auf der grundsprachlichen Ebene kommen also zwei Möglichkeiten in Betracht: *ti ~ *tī /
*tih1 oder *tu ~ *tū / *tuh1 .7

5 Die Kritik(er) dieser Auffassung hat Melchert (1994: 84) nicht einmal erwähnt.
6 Aus unbekannten Gründen zitiert Dunkel (2014b: 805–814) diese Auffassung und ihre Vertreter überhaupt
nicht.
7 Einzelsprachliche Formen mit i-Vokalismus können meistens „wegerklärt“ werden: 1. Altkymr. ti und altbret.
ti, te stammen lautlich regelmäßig aus urkelt. *tū, vgl. Schrijver 1995: 192–193 mit Lit. 2. Die italischen Formen
(osk. tiium (tiú), umbr. tiom (tiu, tio, teio), südpik. tíom) können sowohl als Ausdehnung des Akkusativ als
auch als Fortsetzung des ehemaligen u-Vokalismus erklärt werden, s. die Literatur in Untermann 2000: 753–754;
Meiser 1986: 52–54 mit Lit. und Dunkel 2014a: 93; 2014: 811–812. 3. Altalb. ti ‚du‘ stammt lautlich regelmäßig
aus idg. *tū bzw. *tuhx , s. Schumacher und Matzinger 2013: 226, statt des früheren ad hoc-Vorschlags der
Entstehung „im Schwachton“ (Matzinger 1998: 193–194; 2006: 54, 108), der auch in den Nachschlagewerken
von B. Demiraj (1997: 386) und Dunkel (2014b: 806) wiederholt wurde.
Das Hethitische und der grundsprachliche Vokalismus des Personalpronomens der 1. Sg. 357

Die *ti-Formen können analogisch nicht erklärt werden, die *tu-Formen können dagegen
problemlos aus zwei Quellen analogisch erklärt werden, entweder aus dem Nominativ der
2. Dual/Plural (*yúH (h1 ), *yúH-s, vgl. Weiss 2009: 330–332; Meier-Brügger 2010: 361; Dunkel
2014b: 388–390) oder aus den obliquen Kasus (wie in Kloekhorst 2008: 114, dem folgend
Beekes 2011: 233–234), was aber aus innerparadigmatischen Gründen nicht möglich ist, vgl.
unten. Deshalb muss man auf der Ebene der Grundsprache *ti / *tī ~ *tih1 rekonstruieren.8
Das bedeutet, dass das [u] in ú-uk nicht aus dem [u] des Nominativs der 2. Sg. stammen
kann, und zwar nicht nur weil es im Uranatolischen nicht existierte, sondern auch weil
es nicht einmal in der Grundsprache existierte. Woher stammt es dann? Viele Forscher
haben den uranatolischen Akkusativ vorgeschlagen,9 dessen u-Vokalismus nach verbreiteter
Auffassung in Analogie zum Stamm *tu- der 2. Sg. zustande gekommen sei.10
Wenn man das uranatolische System dieser Personalpronomina in Betracht zieht, ist
diese Auffassung auf den ersten Blick in der Tat problemlos (vgl. Kloekhorst 2008: 113,
modifiziert nach den obigen Ausführungen, zum Akkusativ der 1. Person s. Simon 2012; zu
*(h1 )úǵ vgl. noch unten):

Tabelle 1: Die uranatolischen Personalpronomina in der 1. und 2. Person Sg.

Nom. *(h1 )úǵ *tih1


Akk.-Dat. *h1 mú *tú
Enkl. *=mu *=to(?)/=tu

Wenn aber der Vokalismus des Akkusativs der 1. Sg. durch Analogie zum Akkusativ der 2. Sg.
zustande gekommen ist, woher stammt dann der u-Vokalismus von *tú? Wenn man auch das
uridg. Paradigma in Betracht zieht, kann man sehen, dass einerseits *tú eine gemeinsame
anatolische Neuerung gegenüber den anderen indogermanischen Sprachen darstellt, und
dass andererseits streng genommen keine Quelle für dieses /u/ in der indogermanischen
Grundsprache zur Verfügung steht:11

Tabelle 2: Das Personalpronomen der 2. Person Sg. in der indogermanischen Grundsprache

Nom. *tíh1
Akk. *tḗ / *te
Gen. *téu̯e / *toi ̯
Dat. *téb h i / *toi ̯

8 Ich möchte nicht Stellung nehmen, was die genaue Form betrifft (bis auf den Vokalismus), weil alle Möglichkeiten
mit den folgenden Ausführungen kompatibel sind.
9 Die Idee stammt wiederum von Hrozný selbst (1917: 98), vgl. auch Petersen 1930: 168; Sturtevant 1933: 192;
Pedersen 1938: 74; Benveniste 1953: 259; 1962: 73; IEW: 291; Schmidt 1978: 31; Kloekhorst 2008: 114–115; Beekes
2011: 232.
10 Petersen 1930: 168; Sturtevant 1933: 192; Pedersen 1938: 74; Kronasser 1956: 141 (vgl. aber unten); Benveniste
1953: 259; 1962: 73; IEW: 291; Schmidt 1978: 31; Gérard 2005: 92; Kloekhorst 2008: 113–114; Yakubovich 2010: 6
Anm. 4. und ihm folgend Rieken 2017: 299. Tischler (2010: 24) zieht alle möglichen analogischen Einflüsse in
Betracht (s. dort 23–25 für weitere Literatur).
11 Vgl. Weiss 2009: 328–329; Meier-Brügger 2010: 361–362; Beekes 2011: 233; Dunkel 2014b: 805–814, modifiziert
nach den obigen Ausführungen.
358 Zsolt Simon

Hier ist es wichtig zu betonen, dass der Akkusativ nicht als *t(w)e rekonstruiert werden
kann, da *w in einigen Tochtersprachen (z. B. altlat. tēd, got. þuk, altpreuß. tien, aksl. tę) nie
vorkam, weshalb seine Einführung sekundär sein muss (Weiss 2009: 328). Als Quelle des *w
wurde traditionell der Nominativ angenommen (z. B. Weiss 2009: 328; Meier-Brügger 2010:
362; Dunkel 2014b: 810), was nun aber nicht mehr möglich ist. Eine triviale Quelle bietet
dagegen der Akkusativ des Duals (*uh3 -wé) und des Plurals (*us-wé; s. Katz 1998a: 278–279,
285, 1998: 90–95, 261, mit Diskussion). Der angenommene Einfluss des Duals oder des Plurals
verfügt über eine gute Parallele, nämlich dass der Vokalismus des Nominativs *túh1 ebenfalls
unter dem Einfluss des Duals oder des Plurals zustande gekommen sein könnte.
Mit anderen Worten, uranat. *tú konnte aus *tḗ nur in Analogie zu *h1 mú zustande kom-
men. Das heißt, dass man nicht beweisen kann, dass das [u] des *h1 mú von ú-uk unabhängig
zustande gekommen ist und nicht durch ú-uk selbst analogisch beeinflusst wurde. Die Frage,
woher das [u] von ú-uk stammt, bliebe also unbeantwortet.12
Es ist das Albanische, das eine Lösung für dieses Problem bietet. Im Altalbanischen (im
Altgegischen, im Alttoskischen sowie in italoalbanischen Dialekten) lautet das Personal-
pronomen der 1. Sg. u.13 Abgesehen von einer lautlich nicht möglichen vulgärlateinischen
Entlehnung wird es auf zweifache Weise erklärt. Eine Gruppe von Forschern nimmt an,
dass es aus dem Reflexivpronomen *swe stammt (z. B. Sh. Demiraj 1993: 177; B. Demiraj
1997: 400, beide mit Lit.).14 Dieser Vorschlag benötigt einerseits die willkürliche Annahme
des Schwachtons, um die Form phonologisch erklären zu können, und es ist andererseits
strukturell problematisch, warum nur und gerade die 1. Sg. im gesamten Paradigma aus dem
Reflexivpronomen stammt (Matzinger 1998: 187–190). Dieses altalb. u ‚ich‘ wird von Matzin-
ger (1998: 198; 2006: 107) deshalb ebenfalls unter Einwirkung des Schwachtons (Schwachton
sei „trivial“ im Falle von Pronomina) durch *uδ aus idg. *eǵō erklärt, dessen [u] nach der
Analogie von *tū̆ zustande gekommen sei (so auch Weiss 2009: 326 Anm. 3).15
Es wurde allerdings oben gezeigt, dass die idg. Form *ti ~ *tī / *tih1 war, die nie zu
einem *uǵ(-) führen konnte. Eine analogische Erklärung aus den obliquen Kasus ist ebenfalls
nicht möglich, weil ein /u/ in der Vorgeschichte dieser Formen praktisch nicht vorkommt
(Matzinger 1998: 191–195; 2006: 107–108):16 altgeg. muo/më, tȳ/të bzw. alttosk. mua/më, tī /të
< uralb. *mōn, *tuu̯ōn < *mēm/moi ̯, tuu̯ēm17 /toi ̯.

12 Für weitere phonologisch bzw. morphologisch unhaltbare Vorschläge s. die Literatur in Melchert 1983: 151–154;
1994: 84; Kloekhorst 2008: 113. Einige Vorschläge wurden dabei nicht mit ausreichenden Argumenten widerlegt:
Das Hauptproblem der Rekonstruktion nach Barton (1993: 559) ist nicht die Willkürlichkeit (die Annahme von
*tu, suffigiert mit dem in der Tat belegten deiktischen Suffix *-i, ist nicht willkürlich), contra Melchert 1994:
84, sondern dass seine Rekonstruktion phonologisch nicht möglich ist. Die Ablehnung der These von Shields
(1987) (*tī ) durch Melchert 1994: 84 (*tū ist nötig zur Erklärung von *ūg) beruht auf einem Zirkelschluss.
13 Im heutigen Standardalbanischen lautet es unë < u + -në < *-nē, vgl. Matzinger 1998: 185–187.
14 Vermutlich deshalb wurde die albanische Form in Dunkel 2014b: 199–203 nicht einmal aufgenommen.
15 Der Schwund des *δ ist ebenfalls problematisch, da es immer bewahrt wird (Matzinger 2006: 71; Schumacher
und Matzinger 2013: 238 mit Anm. 17), weshalb man †udh erwartet; dies hat allerdings keine Konsequenzen
für unsere Fragestellung. Der Vorschlag Matzingers (1998: 198; 2006: 107), die Einwirkung des Schwachtons,
ist phonologisch willkürlich und syntaktisch unmotiviert (die betonten Pronomina dienen im Albanischen zur
Kennzeichnung der Hervorhebung, vgl. z. B. Buchholz und Fiedler 1987: 280, 434–435, weshalb man gerade
bei diesen Pronomina keine Schwachtoneinwirkung erwartet). Zieht man allerdings in Betracht, dass alle
inlautenden Beispiele des Lautwandels *ǵ > dh /δ/ intervokalisch sind, kann man vermuten, dass *ǵ auslautend,
d. h. in *h1 eǵ, geschwunden ist (vgl. bredh ‚Weiß-Tanne, Abies alba‘ < *b h rh1 ǵó-; edh ‚Zicklein‘ < *h2 aiǵV -;
mbledh ‚sammeln‘ < *-leǵe/o-; medh ‚groß‘ < *meǵh2 V -; bardhë ‚weiß‘ < *b h or(h1 )ǵo-, s. jüngst Schumacher
und Matzinger 2013: 238 bzw. 217, 227, 230). Zur Bestätigung dieser Annahme benötigt man weitere Beispiele
bzw. Gegenbeispiele, die aber m. W. fehlen.
16 Es handelt sich um den Dativ-Akkusativ, weil die Ablativformen meje, teje nach dem nominalen Paradigma
neu geschaffen wurden und die Genitivformen historisch Possessivpronomina sind.
17 Für *tuh2 ó/em plädiert Dunkel (2014b: 812) mit Lit.
Das Hethitische und der grundsprachliche Vokalismus des Personalpronomens der 1. Sg. 359

Mit anderen Worten, die einzige Quelle im Uralbanischen dürfte der Akkusativ der 2. Sg.
sein, der allerdings kaum den Nominativ der 1. Sg. beeinflussen konnte. Das heißt, dass altalb.
u weder lautgesetzlich noch analogisch aus *eǵ(-) hergeleitet werden kann. Es kann allerdings
lautgesetzlich vollkommen regelmäßig idg. *(h1 )uǵ(-) fortsetzen (vgl. Matzinger 2006: 52
mit Lit.; Schumacher und Matzinger 2013: 215). Es ist daher die altalbanische Form, die eine
Lösung für heth. ú-uk bieten kann, das seinerseits lautgesetzlich ebenfalls nicht hergeleitet
werden kann und für das sich eine analogische Erklärung nicht eindeutig beweisen lässt.
Idg. *(h1 )uǵ(-) bietet dagegen eine phonologisch regelmäßige und einwandfreie Lösung für
beide Formen. Das balkanindogermanische Albanische und die anatolischen Sprachen waren
bekanntlich weder Nachbarn noch Tochtersprachen einer Zwischengrundsprache, weshalb
eine gemeinsame Neuerung gegenüber den anderen Sprachen ausgeschlossen werden kann.
Aus indogermanischer Sicht würde diese Lösung bedeuten, dass die anderen indoger-
manischen Sprachen durch eine triviale Analogie nach den obliquen Kasus *h1 me- (vgl.
Akk. *h1 mḗ / *h1 me, Gen. *h1 méne / *h1 moi ̯, Dat. *h1 meǵ h i / *h1 moi ̯, Abl. *h1 méd 18 ) den
Vokalismus von *(h1 )uǵ(-) nach *(h1 )eǵ(-) ausgeglichen hätten. Diese analogische Verände-
rung war allerdings keine gemeinsame Neuerung der nicht-anatolischen Sprachen, wie der
Fall des Albanischen zeigt. Eine angebliche weitere Ausnahme ist das Tocharische, dessen
Pronomina in der 1. Sg. bekanntlich unerwartet sind, vgl. toch. A Nom. näṣ (m.), ñuk (f.),
toch. B Nom.-Obl. ñäś (ñiś). Ohne diese kontrovers diskutierte Frage lösen zu können und zu
wollen, möchte ich nur darauf aufmerksam machen, dass die Herkunft des u-Vokalismus in
toch. A Nom. ñuk (f.) bisher über keine befriedigende Lösung verfügt und die Forschung
schon mehrmals auf die Parallelität der hethitischen und tocharischen Formen hingewiesen
hat.19 Der einzige Vorschlag zur Herleitung der tocharischen Form, der bisher noch nicht
mit guten Argumenten widerlegt werden konnte, ist der von Schmidt (1978: 29–30), der
ñuk nach der Analogie von toch. A tu (Nom.), cu (Obl.) erklärt. Das heißt, dass dieser Fall
ohne Weiteres auch analogisch erklärt werden kann, weshalb es sich nicht beweisen lässt,
dass das /u/ der tocharischen Form ererbt ist.20 Hier lohnt es sich zu bemerken, dass Cuny
(1934: 215–216) darin eine hethitisch-tocharische Isoglosse sah und es deshalb für einen
Archaismus hielt, weshalb er eine idg. Form (mit heutiger Notation) *h1 uǵ angenommen hat,
allerdings als mit einem -u- infigierte Nebenform der Nullstufe *h1 ǵ von *h1 eǵ.
Aus anatolischer Sicht würde diese Lösung bedeuten, dass der Vokalismus des Akkusativ
der 1. Sg. *h1 mú aus dem Nominativ stammte (so schon z. B. Kronasser 1956: 141 [vgl. aber
oben]; Weiss 2009: 326; Dunkel 2014b: 508) und die Neuerung des Akkusativ der 2. Sg. *tú in

18 Vgl. Weiss 2009: 326–327; Meier-Brügger 2010: 361–362; Beekes 2011: 232–233; Dunkel 2014b: 502–510; zum
Laryngal s. die ausführliche Diskussion in Simon 2012 (contra Weiss 2009: 326 Anm. 4). Zum Akkusativ
rekonstruiert Dunkel (2014b: 508–509) *eme-, ohne die einschlägige anatolische Fachliteratur zu zitieren.
19 Cuny 1934: 215–216; Petersen 1935: 204 (der es für eine gemeinsame hethitisch-tocharische Neuerung hält);
Kronasser 1956: 141; Erhart 1970: 37–38.
20 Die Univerbierung von uridg. *mene (Gen.) mit dem Relativpronomen (Schindler 1967: 94 Anm. 1; van Winde-
kens 1976: 315; 1979: 263; Pinault 1989: 111–112 [*mene-k w ā (nom. f.) > *(m’)n’äkwā > ñuk]) wurde von Jasanoff
(1989: 134) zu Recht damit abgelehnt, dass es „syntactically and semantically anomalous“ ist (vgl. schon Adams
1988: 168 Anm. 3). Krause und Thomas (1960: 162), denen sich auch Adams (1988: 153) anschließt, nehmen
*ne-kw(e) ← *me-kwe mit Ferndissimilation an, was von Jasanoff (1989: 134) ebenfalls zu Recht widerlegt
wurde („unsatisfactory from almost every point of view other than the purely phonological“ – allerdings ist
die Annahme der Ferndissimilation ebenfalls willkürlich). Jasanoff (1989: 134–135) selbst erklärte ñuk aus
*eǵō durch *äku → *ñäku > *ñuku mit einem Lautwandel *ä > u/_ku, obwohl Beispiele nur für den Wandel
*ä > u/_kw zur Verfügung stehen. Dies wurde auch von Jasanoff zugegeben, der aber meint, diese Regel sei
„natürlich“ und „kein ernsthaftes Gegenbeispiel“ sei bekannt. Diese Umstände ändern leider an der Tatsache
nichts, dass seine Annahme lautlich ad hoc ist.
360 Zsolt Simon

Angleichung an den Akkusativ der 1. Sg. zustande gekommen wäre, beide sind wiederum
triviale Analogien.21

Fazit Die traditionelle Erklärung von ú-uk aus dem Nominativ des Personalpronomens
der 2. Sg. ist nicht mehr möglich. Die Erklärung aus dem Akkusativ der 1. Sg. benötigt
die Annahme einer Analogie zum Akkusativ der 2. Sg., dessen Herkunft dann allerdings
unbekannt bliebe. Daneben können diese Hypothesen nur mit willkürlichen Annahmen die
altalbanische Form erklären. Die hier gebotene Alternative (idg. *(h1 )uǵ) kann dagegen den
Vokalismus der hethitischen und albanischen Formen regelmäßig erklären und bedarf nur
eines trivialen paradigmatischen Ausgleichs in den übrigen Sprachen.
Trifft diese Erklärung zu, gewinnt man die folgenden Erkenntnisse zur Ausgliederung
der indogermanischen Sprachen: Einerseits können wir diese definierende Isoglosse der
anatolischen Sprachen genauer beschreiben und zwar, dass der u-Vokalismus des Akkusativ
des 1. Sg. *h1 mú in Analogie zum Nominativ und der Akkusativ der 2. Sg., d. h. *tú, in Analogie
zum Akkusativ der 1. Sg. zustande gekommen ist. Obwohl man andererseits gerne bestätigen
würde, dass die Nominativform *tū / *tuh1 tatsächlich eine gemeinsame Neuerung der nicht-
anatolischen Sprachen darstellt (wie Kloekhorst (2008: 8–9, 114 Anm. 241) vorgeschlagen
hat), ist hier allerdings Vorsicht geboten, da die oben zitierten i-haltigen Formen theoretisch
auch auf *tī / *tih1 zurückgehen und daher ein grundsprachliches Erbe darstellen können.
Sie sind daher, mit anderen Worten, zweideutig, weshalb man diese gemeinsame Neuerung
nicht beweisen kann.

Danksagung Ich bedanke mich bei Bärbel Ruhl für die Korrektur meines deutschen Aus-
drucks, Elisabeth Rieken für ihr Manuskript, Máté Ittzés für die Kommentare zu einer früheren
Fassung, sowie den Teilnehmern der lebendigen Diskussion nach meinem Vortrag, vor al-
lem Ulrich Geupel. Die Verantwortlichkeit liegt selbstverständlich bei mir. Dieser Aufsatz
ist im Rahmen des durch die DFG geförderten Forschungsprojekts „Digitales philologisch-
etymologisches Wörterbuch der altkleinasiatischen Kleinkorpussprachen“ zustande gekommen.

Sigel

IEW Julius Pokorny (1959). Indogermanisches etymologisches Wörterbuch. Bern & München:
Francke.

21 Auch Shields (1993) hält das u von ú-uk für ursprünglich (anhand von glottogonischen Spekulationen), aber
bespricht sein Verhältnis mit den anderen indogermanischen Formen nicht. In der Diskussion nach dem
Vortrag hat H. C. Melchert gegen diese Lösung eingewendet, dass der Vokalismus von *h1 mŭ und *tŭ nicht aus
„*ūg“ stammen kann, weil die Länge der Vokale unterschiedlich war. Das ist allerdings kein Problem, weil es
sich auch nur um den Ausgleich der Vokalqualitäten handeln kann, ein Ausgleich der Vokallänge ist nur ein
mögliches, aber keineswegs zwingendes Ergebnis des analogischen Ausgleichs. Des Weiteren ist zu beachten,
dass die phonetische Interpretation von ú-uk als [ūg] in Anbetracht der theoretischen Möglichkeiten (Länge,
Betonung, glottaler Verschlusslaut) keineswegs eindeutig ist: Kloekhorst (2008: 113) schlägt nach dem Vorbild
von e-eš [ʔes] ‚sei!‘, i-it [ʔid] ‚geh!‘ usw. eine phonetische Form [ʔug] vor (Dunkel 2014b: 199 steuert zu seiner
Behauptung, dass „[k]ein Grund besteht, anlautendes *h1 - anzusetzen“, kein Argument bei und zitiert die
einschlägige Fachliteratur überhaupt nicht). Ob diese Analogie ausreicht, sei dahingestellt, es ist jedoch zu
beachten, dass dieses Pronomen konsequent mit <ú> geschrieben wird und Kloekhorst hat schon beobachtet,
dass gerade dieses Zeichen zur Markierung des glottalen Verschlusslautes verwendet wird, vgl. ú-u̯a-a-tar
‚Sehen‘ < */h1 u-éh2 -tr/ < *h1 ou̯-/*h1 u- ‚sehen‘ vs. u̯a-a-tar ‚Wasser‘ < */u̯ódr/ (Kloekhorst 2006: 80; das gleiche
Zeichen wird auch im Boğazköy-Akkadischen für [ʔu] verwendet, Durham 1976: 109). Dementsprechend ist
die Kloekhorst’sche phonetische Form, d. h. [ʔug], aus rein philologischen Gründen wahrscheinlicher, weshalb
das von Melchert benannte Problem nicht einmal existiert.
Das Hethitische und der grundsprachliche Vokalismus des Personalpronomens der 1. Sg. 361

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