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ISBN 5-0330-0104-8 © « », 1999

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3
Beachten Sie:

Das Alphabet-Die Buchstaben-Die Umlaute

LEKTION 1. : ,
. : , ,
. . :« »,
».

( ) (das Buch), (groß)


, Infinitiv -en, -n (schreiben),
, .
: -er, -in, -ung.
1) -er , . : lehren
) – der Lehrer ( ), richten ( ) -der Richter ( );
2) -in , . : der Lehrer
) – die Lehrerin ( ), der Arbeiter ( ) -die Arbeiterin ( );
3) -ung , . -ung
. : übersetzen ( ) - die Übersetzung ( ), untersuchen
) -die Untersuchung ( ).

1. ( )
-er. .
.
besuchen, helfen, empfangen, verteidigen, absenden, fahren, ermitteln, richten, anklagen, besitzen,
mitarbeiten, fälschen, rauben, finden, betrügen, verbrechen, freveln, beleidigen, benutzen, schädigen.

2. -in.
. :
der Mitarbeiter, der Lehrer, der Verbrecher, der Ankläger, der Richter, der Besucher, der Arzt, der Betrüger,
der Verkäufer, der Leser, der Helfer.

3. -ung.
. :
untersuchen, beschreiben, besprechen, sichern, schädigen, decken, benutzen, übersetzen, ermitteln,
verteidigen, einrichten, einmischen, einschätzen, drohen, befragen, befreien, entlassen, beschuldigen,
berechtigen, beleidigen, belasten, benachrichtigen, beobachten, sitzen, verhandeln, entscheiden, entschuldigen.

4. .

4
.
1. an – (fangen, geben, greifen, halten, klagen, gehören, nehmen, zeigen).
2. ab - (geben, nehmen, schreiben, lehnen, lösen rüsten, schließen, führen).
3. auf – (fordern, heben, rufen, stehen, tragen, lösen, decken, geben, hören, schreiben,
nehmen).
4. aus – (steigen, treten, geben, schreiben, liefern, bilden, fuhren, stellen, sagen, schließen,
zahlen).
5. be – (weisen, schreiben, stimmen, suchen, urteilen, sitzen, gründen, arbeiten, schwören,
setzen, strafen, schaffen, handeln, richten, sprechen, sorgen, schädigen).
6. ein – (steigen, stellen, ziehen, richten, nehmen, leiten, tragen, setzen, brechen, fuhren).
7. vor – (laden, lesen, haben, sich stellen, beugen, behalten, legen, täuschen).
8. ver – (antworten, anlassen, binden, bieten, brechen, urteilen, folgen, handeln, heiraten,
hindern, leiten, sichern).
9. er – (füllen, finden, kennen, folgen, klären, pressen, schöpfen, setzen, ziehen).
10. ent – (lassen, lohnen, erben, führen, halten, ehren, werten, ziehen),
11. zer – (stören, reißen, schlagen, fallen, legen, brechen, streuen, setzen).

5. .
:
un – (bewußt, beweisbar, besetzt, gewöhnlich, bestraft, beweglich, bestimmt, befangen,
begründet, echt, ehrlich, fähig, erkannt, gerecht, gesetzlich, moralisch, möglich, schuldig).

6. .
: arbeiten, bearbeiten, mitarbeiten, Zusammenarbeit, Arbeiter,
Mitarbeiter;
setzen, Gesetz, besetzen, versetzen, Versetzung, gesetzlich, ungesetzlich, gesetzwidrig;
schreiben, Schreiber, Schreiben (n), beschreiben, Beschreibung;
suchen, untersuchen, Untersuchung, versuchen, Versuch;
verteidigen, Verteidiger, Verteidigung;
klagen, anklagen, Anklage, Ankläger, Angeklagte;
haften, Haft, verhaften, Verhaftete, Verhaftung;
helfen, Hilfe, Helfer, mithelfen, Mithelfer, Mithilfe.

(Präsens)

.
. Präsens .
: ) , , : Ich lese
ein Buch. Er sieht jetzt fern.
) , : Die Erde bewegt sich um die Sonne.
Gewöhnlich stehe ich um 7 Uhr auf.
) , , .
: Nächstes Jahr
fahre ich nach Deutschland. Sie treffen sich(um zehn Uhr/am 5. Juni) in Berlin. Morgen gehe ich ins Theater.
r) ,
, : (Gestern ejlte ich zur Arbeit). Da fällt mir doch mitten auf
der Straße ein, daß ich meine Geldbörse zu Hause vergessen habe. Ich kehre auf der Straße um ... .1949 trifft
Thomas Mann in Weimar mit Johannes R. Becher zusammen.

Präsens

Singular Plural
ich mach-e wir mach-en
5
du mach-st ihr mach-t
er, sie mach-en
sie, mach-t Sie mach-en
es

, -d, -t, -m, -n ,


- - 2- 3- 2-
. , -s-, -ss-. -ß-, -z-, 2-
-t.

Singular Plural
ich arbeit-e, lasse, wir arbeit-en,
sitz-e, heiß-e sitz-en, heiß-en,
du arbeit-e-st, läßt, lassen ihr arbeit-e-t, laßt
sitz-t, heiß-t sitz-t, heiß-t
er, sie, arbeit-en, lass-en
sie arbeit-et, läßt sitz-en, heiß-en
es sitz-t, heiß-t

„ “ „ u“ Präsens 2- 3-
.

Singular Plural
ich lauf-e, fahr-e wir lauf-en, fahr-en
du läuf-st, fähr-st ihr lauf-t, fahr-t
er, sie lauf-en, fahr-en
sie, läuf-t, fähr-t Sie lauf-en, fahr-en
es

„ " 2- 3- Präsens
" „i" „ie".

Singular Plural
ich lese, sehe wir lesen, sehen
du liest, siehst ihr lest, seht
er, sie lesen, sehen
sie, liest, sieht Sie lesen, sehen
es

1. , Präsens:
1. Du (laufen) schnell. 2. Mein Bruder (sehen) schlecht. 3. Meine Mutter (arbeiten) als Lektorin. 4. Du
(fahren) langsam. 5. Meine Tochter (sprechen) fließend Deutsch. 6. Mein Großvater (schlafen) wenig. 7. Ihr
(arbeiten) viel. 8. Du (übersetzen) richtig. 9. Mein Freund (helfen) mir bei der Arbeit. 10. Wer (halten) einen
Vortrag? 11. (Sprechen) deine Tochter gut Englisch? 12. Wer (sitzen) rechts von dir? 13. Womit (fahren) du in
die Hochschule? 14. Sie (sehen) jung aus. 15. An wen (schreiben) du diesen Brief? 16. Er (lesen) diesen Text
ohne Fehler. 17. Du (nehmen) mein Wörterbuch. 18. Die Frau (tragen) einen Koffer. 19. Der Lehrer (geben)
mir sein Lehrbuch.

2. .
1. Was ...du? – Ich ... eine Zeitung. lesen
2. Was …er? – Er ... einen Bleistift. nehmen
3. Was …dein Bruder? – Er ... eine Tasche. halten
4. Was …ihm der Lektor? – Er ... ein Buch. geben
5. Wer ...nach Hause? – Ich ... nach Hause. fahren
6. Wer ...eine Brille? - Meine Oma ... eine Brille. tragen
6
7. Wer ...ihn nicht ins Zimmer? – Sie ... ihn nicht ins Zimmer. lassen

3. 2- 3-
:

Muster: Ich studiere Jura.


Studierst du auch Jura?
Studiert er auch Jura?

1. Ich fahre nach Hause mit der U-Bahn.


2. Ich lese gern Puschkins Gedichte.
3. Ich vergesse immer diese Regel.
4. Ich gebe meinen Kindern etwas Taschengeld.
5. Ich helfe meinen Freunden.
6. Ich arbeite viel im Sprachlabor.
7. Ich lasse meine Sachen im Übungsraum.
8. Ich verlasse mein Haus um 7 Uhr morgens.
9. Ich nehme an der Aufklärung dieses Vorfalls teil.
10. Ich lade alle Zeugen vor.
11. Ich spreche schon recht gut Deutsch.
12. Ich empfehle meinen Kollegen diese neue Methode.
13. Ich treibe gern Sport.
14. Ich schlafe unruhig.

4. :

1. Ich spreche immer deutsch. Und du?


2. Er liest viele Bücher. Und du?
3. Mein Großvater sieht noch sehr gut. Und dein Großvater?
4. Ich fahre gern mit der Straßenbahn. Und du?
5. Sie hilft uns gern. Und ihre Freundin?
6. Dein Bruder trägt den Koffer. Und seine Schwester?
7. Dein Freund hilft ihr immer. Und du?
8. Dein kleiner Sohn läuft schnell. Und dein großer Sohn?
9. Professor Krause hält seine Vorlesung heute. Und Professor Heibig?
10. Ich nehme nicht viel Gepäck mit. Und du?
11. Mein Freund studiert gern Jura (Rechtswissenschaften). Und dein Freund?

5. , ?
.

1. Nein, sie fährt nicht nach Leipzig.


2. Nein, er gibt mir kein Buch.
3. Nein, er liest nicht viel.
4. Nein, er spricht deutsch nicht richtig.
5. Nein, er arbeitet noch wenig.
6. Nein, er trägt eine Reisetasche.
7. Nein, das Kind liest dieses Buch nicht.
8. Nein, ich helfe meiner Frau im Haushalt nicht.
9. Nein, meine Großmutter sieht nicht sonderlich gut.
10. Nein, ich trage noch keine Brille.
11. Nein, meine Mutter fährt nach Berlin morgen.
12. Nein, jetzt arbeite ich wenig.
13. Nein, sie arbeiten viel.

7
6. Präsens.

1. Ich lese ein interessantes Buch.


2. Ich laufe zum Bahnhof.
3. Ich trage eine schwere Reisetasche.
4. Ich helfe ihm beim Studium.
5. Ich sehe ihn ziemlich oft in der Bibliothek.
6. Ich sorge für meine Mutter.
7. In der Deutschstunde spreche ich nur Deutsch
8. Ich zeige die Flugtickets vor.

7. .

1. . 2. ? 3. . 4.
. 5.
. 6. . 7. ? 8.
? 9. . 10. . 11. . 12.
. 13. . 14. -
? 15. . 16. . 17. . 18.
? 19. .

8. , wer, wie:

1. Anna übersetzt richtig.


2. Meine Mutter spricht deutsch schnell.
3. Du zeichnest gut.
4. Ich schreibe deutsch noch schlecht.
5. Dieser Mensch läuft langsam.
6. Der Fahrer fährt schnell.
7. Meine jüngere Tochter liest deutsch nicht sonderlich gut.
8. Mein Lehrer empfiehlt mir diesen Artikel sehr.
9. Ihr tanzt ganz gut.
10. Er trägt das Gedicht fabelhaft vor.
11. Dieser Jurastudent heißt Joseph.

9. , was:

1. Die Lektorin übersetzt den Text.


2. Meine Mutter schenkt mir das Buch.
3. Das Kind liest dieses Märchen sehr gern.
4. Du gibst mir diese Zeitung.
5. Du nimmst mein Heft.
6. Mein Vater verläßt das Haus um 8 Uhr morgens.
7. Sie kauft ein neues Auto.
8. Wir schreiben einen Brief.
9. Er empfiehlt mir diesen Beruf.
10. Der Lehrer erklärt mir eine neue Regel.
11. Der Kriminalist untersucht diese Sache.

10. 2- .

Muster: Ich lese gern Krimis. Was liest du gern?


1. Ich vergesse die Namen so leicht ... du sie auch so leicht?
2. Ich fange jetzt mit der Arbeit an. Wann ... du an?
3. Ich empfehle den Gästen immer das Hotel „Vier Jahreszeiten". Was ...du ihnen?
8
4. Ich helfe ihm immer sonnabends. Wann ... du ihm?
5. Ich schlafe immer sechs Stunden. Wie lange ... du?
6. Ich treffe ihn heute nicht. Wann ... du ihn?
7. Ich spreche sofort mit dem Chef. Wann ... du mit ihm?
8. Ich esse gern Fisch. Was ... du gern?
9. Ich rate ihr, mit dem Zug zu fahren. Was ... du ihr?
10. Ich laufe hundert Meter in 14 Sekunden. Wie schnell ... du?

11. .
1. Die Diebe stehlen ein Auto. 2. Sie fahren zum Bahnhof. 3. Sie geben dafür viel Geld aus. 4. Die Gastgeber
empfangen die Gäste. 5. Die Gäste betreten die Wohnung. 6. Nach dem Essen bezahlen die Gäste und verlassen
das Restaurant. 7. Sie braten das Fleisch. 8. Die Kellner geben den Gästen die Speisekarten. 9. Sie waschen die
Wäsche selbst.

(reflexive Verben, Präsens)

, sich (
« »). 3- ,
Akkusativ .
sich unterhalten Präsens

Singular Plural
Ich unterhalte mich wir unterhalten uns
du unterhältst dich ihr unterhaltet euch
er, sie, es sie unterhalten sich
unterhält sich Sie unterhalten sich

,
, ,
. : Dieses Hotel befindet sich in der Stadtmitte.
Wer verspätet sich zum Unterricht?
,
,
(Jedes Jahr erhole ich mich an der Ostsee. Wo erholt er sich?) ,
(Jeden Sommer erholt sich mein Vater in einem Sanatorium).

1. Präsens :

1. Jeden Morgen wasche ich mich kalt.


2. Ich beschäftige mich mit dieser Sache schon einen Monat
3. Ich unterhalte mich darüber mit meinem Chef.
4. Manchmal verspäte ich mich zur Arbeit.
5. Ich bereite mich auf einen Test in Deutsch vor.
6. Ich interessiere mich für Musik.

2. :

1. Das Hotel (sich befinden) in der Puschkinstraße.


2. Auf dem Lande (sich fühlen)mein Kind sehr wohl.
3. Mein kleiner Sohn (sich waschen) morgens kalt.
4. Meine Eltern (sich erholen) jeden Sommer auf der Krim.
5. Der Student (sich unterhalten) mit seinem Dozenten.
6. Meine Frau (sich freuen) auf den Urlaub.
7. Wer (sich fühlen) hier wohl?
8. Was (sich befinden) am Stadtrande?
9
9. (sich verspäten) du manchmal zum Unterricht?
10. Wir (sich ausruhen) immer nach dem Unterricht?
11. Du (sich vorstellen) die Sache zu einfach.
12. Er (sich verabschieden) von seinen Eltern.
13. Du bist ja ganz verändert. Ich (sich wundern) darüber.

3. :

Muster: In der Twerskajastraße befindet sich das Hotel „Minsk". Und das Hotel „National"?
– Das Hotel „National" befindet sich in der Straße Ochotnij Rjad.

1. Ich fühle mich an der Ostsee sehr wohl. Und du?


2. In diesem Jahr erholt er sich auf der Krim. Und seine Kinder?
3. Mein Haus befindet sich in der Herzenstraße. Und dein Haus?
4. Unsere Hörer unterhalten sich mit ihrem Dozenten nur deutsch. Und Ihre Hörer?
5. Sie verspätet sich manchmal zur Arbeit. Und du?
6. Ich entschuldige mich bei ihm dafür. Und du?

4. . :
Muster: Nein, er benimmt sich unhöflich. Benimmt er sich höflich?
1. Nein, er erholt sich an der Ostsee.
2. Nein, das Hotel „Kosmos" befindet sich am Friedensprospekt.
3. Nein, mein Sohn wäscht sich immer kalt.
4. Nein, ich verspäte mich nicht zur Stunder
5. Nein, meine Wohnung befindet sich im 2. Stock.
6. Nein, ich freue mich auf das Wiedersehen mit ihm.
7. Nein, sie unterhält sich mit ihrem Dozenten deutsch.
8. Nein, die Mieter beschweren sich beim Hausmeister nicht.
9. Nein, morgen treffe ich mich mit ihm nicht am Bahnhof.

5. :

1. Wo befindet sich die Russische Staatliche Bibliothek?


2. Befindet sich die Lomonossow-Universität in der Mitte der Stadt?
3. Wer wäscht sich jeden Morgen kalt?
4. Fühlst du dich bei uns wohl?
5. Erholt sich dein Vater auf dem Lande?
6. Wer unterhält sich mit dem Dozenten Große?
7. Freuen sich deine Kinder auf die Schulferien?
8. Bereitest du dich auf den Unterricht immer vor?
9. Wer verläuft sich in der Stadt? (ein Fremder, ein Tourist).
10. Wer kümmert sich um die Gäste?

6. :
1. . 2.
. 3. . 4.
. 5. . 6. « »? 7.
. 8. . 9.
. 10.
.

(Modalverben im Präsens)

, ,
. ,
10
. :
Ich will nach Hamburg fahren.
Wohin willst du fahren?
Will er nach Hamburg fahren?
:
können – , , ;
dürfen – , ( );
müssen – , ( , );
sollen – , ( , ,
);
wollen – , (ich will dir die Wahrheit sagen);
mögen – , (ich möchte ihn gern kennenlernen).
: mögen « ,
», :
Ich mag diesen Menschen nicht. – . .
Ich mag keine Süßigkeiten. – .

Präsens wissen

wissen ,
( sollen) 1- 3-
, .

wissen Präsens

Person können dürfen müssen sollen wollen mögen wissen


Ich kann darf muß soll will mag weiß
du kannst darfst mußt sollst willst magst weißt
er
sie kann darf muß soll will mag weiß
es
wir können dürfen müssen sollen wollen mögen wissen
ihr könnt dürft müßt sollt wollt mögt wißt
sie können dürfen müssen sollen wollen mögen wissen
Sie können dürfen müssen sollen wollen mögen wissen

1. :

1. Ich kann diesen Text ohne Wörterbuch nicht verstehen. 2. Er kann gut deutsch sprechen. 3. Wo können
wir uns gut erholen? 4. Darf ich Sie fragen? 5. Kann ich Ihnen helfen? 6. Darf ich Ihnen helfen? 7. Hier darf
man nicht rauchen. 8. Morgen muß ich mich auf das Seminar vorbereiten. 9. Ich soll dieses Verbrechen in 2
Wochen aufdecken. 10. Er soll diese Sache noch in dieser Woche klären. II. Darf man nach Hause gehen? 12.
Ich fühle mich unwohl. Ich muß zum Arzt (gehen). 13. In diesem Sommer will mein Sohn zu seinen Großeltern
fahren. 14. Sie will mir beim Studium helfen. 15. Wir wollen an der deutschen Sprache mehr arbeiten, 16. Wer
will das tun? 17. Der Kriminalkommissar will alles wissen. Sie sollen ihm alles erzählen. 18. Ich kann gut
fotografieren. 19. Ich will, aber ich kann das nicht machen. 20. Wann soll ich dir dieses Dokument
zurückgeben? 21. Soll ich ihn selbst verhören? 22. Ich muß mich bei dir entschuldigen. 23. Kann ich etwas für
Sie tun?

2. :
1. Ich will Kriminalist werden. 2. Ich kann diese Aufgabe selbst erfüllen. 3.1ch muß schon nach Hause
gehen. 4. Ich soll das bis morgen ermitteln. 5. Ich darf diesen Fall selbst untersuchen. 6. Ich mag keinen Fisch
essen.

3. :
11
3. 1 Muster: – Können Sie Deutsch?
– Ja, ich kann Deutsch.
– Und Französisch?
– Nein, Französisch kann ich nicht.
1. Können Sie Russisch? Und Spanisch?
2. Könnt ihr Schwedisch? Und Englisch?
3. Kannst du Deutsch? Und Polnisch?
4. Kann sie Russisch? Und Tschechisch?

3.2 Muster: – Können Sie diesen deutschen Text übersetzen?


– Nein, ich kann leider nicht Deutsch.
1. Kannst du diesen englischen Brief schreiben?
2. Können Sie die Adresse deutsch schreiben?
3. Könnt ihr deutsche Bücher lesen?
4. Kann der Richter dieses deutsche Dokument lesen?

3.3 .

Muster: – Kommst du morgen abend zu mir?


– Ich kann leider nicht kommen. Ich habe keine Zeit.
1. Bleiben Sie noch einige Tage in Moskau?
2. Kannst du Englisch?
3. Fährst du mit nach Berlin?
4. Gehst du heute mit ins Kino?
5. Besuchst du morgen deine Eltern?

4. : 1. .
. 2. ? 3. . 4.
? 5. ? 6. . 7.
? 8. ? 9. ? 10.
. 11. ( ) . 12.
( ) . 13. . 14.
? 15. . 16. ? 17.
. 18. .

5. :

Muster: – Ja, Sie dürfen diesen Fall selbst aufklären.


– Darf ich diesen Fall selbst aufklären?

1. Ja, Sie sollen das selbst untersuchen.


2. Ja, du darfst dieses Buch mitnehmen.
3. Ja, du kannst ihm helfen.
4. Ja, er will Polizeibeamter werden.
5. Ja, er muß noch heute zum Arzt gehen.
6. Ja, du darfst diese Dokumente bekommen.
7. Ja, ich kann Ihnen meine Telefonnummer geben.
8. Ja, ihr dürft hier rauchen.
9. Ja, ich will dich morgen besuchen.
10. Ja, bei Grün darf man die Straße überqueren.

6. . 1. Wir ( ) schon deutsch sprechen. 2. Ihr


, ) dieses Dokument benutzen. 3. Ich ( ) mehr arbeiten. 4. Sie ( ) sofort
zum Chef gehen. 5. ( ) du aufs Land fahren? 6. Er braucht meine Hilfe. Wir ( ) ihm helfen. 7.
) ich ihre Fragen sofort beantworten? 8. ( ) ich Sie fragen? 9. Wer ( ) das machen?
12
10. Ich ( ) diesen Fall untersuchen. 11. Der Täter ( ) alles selbst erzählen. 12. Sie ( ) gut
Englisch sprechen.

7. . .

1. Ich will nach Hause fahren. Und du?


2. Er kann diese Aufgabe machen. Und du?
3. Mein Freund will an die Ostsee fahren. Und seine Frau?
4. Wir können schon gut deutsch sprechen. Und sie?
5. Du darfst dieses Dokument benutzen. Und dein Kollege?
6. Deine Schwester will dir helfen. Und dein Bruder?
7. Der eine Täter will alles gestehen. Und der andere?
8. Ich soll meine Sache schon morgen beenden. Und du?
9. Ich muß um acht Uhr im Büro sein. Und du?

8. :
1. Kannst du schwimmen? 2. Der Verletzte kann schon laufen. 3. Ich kann Deutsch. 4. Er kann mir helfen,
aber er will nicht. 5. Es soll und-muß so sein. 6. Du sollst das nicht (tun). 7. Was soll das bedeuten? 8. Der
Angeklagte soll sofort zum Richter kommen? 9. Soll ich diesen Fall allein aufklären? 10. Ich muß es tun. 11.
Alle Kinder müssen zur Schule gehen. 12. Sie will bei uns noch ein paar Tage bleiben. 13. Er weiß nicht, was er
will. 14. Ich kann mit ein paar Worten den Vorfall beschreiben. 15. Du darfst hereinkommen. 17. Das darf
niemand erfahren. 18. Niemand darf die Gesetze verletzen. 19. Ohne Zeugen darf man die Haussuchung nicht
machen (halten). 20. Der Zeuge will Aussagen machen. 21. Du sollst nicht so viel rauchen.

9. wissen .

1. Ich weiß das genau.


2. Ich weiß noch nichts davon.
3. Ich weiß nur etwas davon.

10. .
1. Weißt du, wann er geboren ist? 2. Wer weiß etwas davon? 3. Ich weiß, daß ich wenig weiß, aber ich will
mehr wissen. 4. Woher weißt du alles? 5. Leider weiß das niemand genau. 6. Wissen Sie etwas von diesem
Verbrechen? 7. Ich weiß nicht, ob der Zug pünktlich ankommt. 8. Sie weiß nichts von diesem Vorfall. 9. Ich
weiß etwas von dieser Stadt. 10. Ich weiß nur, daß er dieses Verbrechen selbst aufdecken will. 11. Weißt du,
wer ihm geholfen hat? 12. Das wissen nur wenige. 13. Er hat von der Sache gewußt.

11. :
Muster: – Ja, er weiß das.
– Weiß er das?

1. Ja, ich weiß das.


2. Ja, er weiß alles.
3. Nein, er weiß nichts davon.
4. Nein, das wissen wir noch nicht.
5. Ja, wir wissen das schon.
6. Nein, ich weiß nur etwas davon.
7. Nein, sie weiß wenig.
8. Nein, niemand weiß das genau.

12. . .
Muster: Es ist schade, daß er uns nicht besuchen kann.
Es ist schade, daß...

13. .
13
1. Hier ... man nicht überholen. 2. Hier ... man parken. 3. Hier ... man auf die Kinder aufpassen. 4. Leider ...
ich nicht länger bei euch bleiben, denn ich ... um 19 Uhr mit dem Zug nach Bonn fahren. 5. Tee oder Kaffee?
Was... Sie? 6. Ich ... keinen Kaffee trinken; der Arzt hat s mir verboten. 7. Wo … du denn hin? ... du nicht einen
Moment warten, dann gehe ich gleich mit it dir? 8. „Guten Tag! – Wir ... ein Doppelzirnmer mit Bad; aber nicht
eins zur Straße. Es ... also ein ruhiges Zimmer sein." – „Ich ... Ihnen ein Zimmer zum Innenhof geben. ... Sie es
sehen?" – „Ja, sehr gern". – „ ... wir Sie morgen früh wecken?" – „Nein, danke, wir ... ausschlafen". 9. Ich ...
meinen Nachbarn wegen nächtlicher Ruhestörung verklagen, aber ich ... das nicht. 10. Kommst du heute Abend
in die Disko? – Nein, ich... zu Hause bleiben und lernen.

(das Futurum)

Futurum werden Präsens :


Ich werde ihm helfen – . .

lesen Futurum

Singular Plural
Ich werde lesen wir werden lesen
du wirst lesen ihr werdet lesen
er, sie, es wird lesen sie werden lesen
Sie werden lesen

, .

1. .
1. Ich werde dieses Verbrechen aufdecken.
2. Ich werde den Angeklagten selbst befragen.
3. Ich werde nächste Woche in Urlaub fahren.

2. :

1. Er wird bald nach Hause fahren. 2. Ich werde ihm sehr gern helfen. 3. Du wirst ihn leicht erkennen. 4. Sie
wird das nie tun. 5. Wer wird das untersuchen? 6. Mein Mann wird ihn nicht verteidigen. 7. Der Zeuge wird die
Wahrheit sagen. 8. Ich werde als Richter arbeiten. 9. Sie wird ihm alles verzeihen. 10. Ich werde mich mit
dieser Angelegenheit selbst beschäftigen. II. Es wird bald regnen. 12. Die Gerichtsverhandlung wird unter
Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden.

3. (Futurum):
1. Ich beschäftige mich mit dieser Angelegenheit selbst. 2. Er macht diese Aufgabe noch heute. 3. Du
untersuchst diesen Fall eine Woche. 4. Bald leiten wir ein Ermittlungsverfahren ein. 5. Der Kriminalist stellt die
Ermittlung ein. 6. Der Angeklagte sagt die Wahrheit. 7. Der Polizeibeamte schließt das Verfahren ab. 8. Man
wendet das Gesetz an. 9. Die Kriminalpolizei sucht nach dem Täter. 10. Er reicht eine Klage ein. 11. Sie zeigt
ihren Sohn bei der Polizei an. 12. Er verstößt gegen das Gesetz. 13. Mein Freund arbeitet als Richter. 13. Das
Konzert findet morgen statt. 14. Sie erfährt bald das Resultat. 15. Ich komme heute Abend bei dir vorbei.

4. .
1. . 2. . 3. . 4.
. 5. . 6.
? 7. . 8. . 9.
. 10. . 11.
. 12. . 13. . 14.
.

5. , :

14
1. Wer wird diese Angelegenheit aufklären?
2. Wirst du ihm bei der Ermittlung helfen?
3. Wen wirst du heute besuchen?
4. Mit wem wird er noch sprechen?
5. Wer wird diesen Fall untersuchen?
6. Wer wird ihn empfangen?
7. Wer wird den Verletzten ins Krankenhaus bringen?
8. Wirst du ihn selbst verhören?
9. Wird der Zeuge P. die Wahrheit sagen?
10. Wird dieses Gesetz in Kraft treten?

6. « ».

Texterläuterungen

1. Als Sohn eines Arbeiters, Lehrers geboren sein – , .


2. Alle Hände voll zu tun haben – , .
3. Im ersten Studienjahr sein – .
4. Ein Junge von 5 Jahren – .
5. Sein Kind aus dem Kindergarten abholen – .
6. Zur Schule gehen (die Schule besuchen) – .

1. « » .

2. « » .

Text „A". Meine Familie

Mein Name ist Viktor. Ich wurde am 3. April 19.. im Dorf Konstantinowo (Gebiet Moskau) des Moskauer
Gebietes als Sohn eines Arbeiters geboren. Mein Vater heißt Iwan Petrowitsch. Er ist 55 Jahre alt. Jetzt ist er
Rentner. Meine Mutter heißt Galina Pawlowna. Sie kann schon eine Rente beziehen, aber sie arbeitet noch als
Geschichtslehrerin an einer Oberschule. 19.. habe ich das Abitur gemacht. Dann habe ich zwei Jahre bei der
Armee gedient. Ich bin verheiratet und wohne jetzt in Moskau, Garibaldistraße 7, Wohnung 21. Ich habe nicht
viele Verwandte. Meine Eltern leben im Dorf Konstantine wo.
Seit einigen Wochen studiere ich an der Moskauer Juristischen Hochschule. Ich bin im ersten Studienjahr.
Ich möchte Kriminalist werden. Meine Frau heißt Anna. Sie ist 28 Jahre alt. Meine Frau ist zur Zeit nicht
berufstätig. Sie hat alle Hände voll zu tun, denn sie führt den Haushalt und sorgt für die Erziehung der Kinder.
Vor einigen Jahren hat sie die Moskauer Staatliche Linguistische Universität absolviert. Sie ist Deutschlehrerin.
Wir haben zwei Kinder: ein Mädchen von 8 Jahren und einen Jungen von 5 Jahren. Meine Tochter heißt Tanja.
Sie geht zur Schule und lernt in der 2. Klasse. Sie, ist ziemlich fleißig. Unser Sohn besucht einen Kindergarten.
Morgens bringe ich ihn dorthin und abends hole ich ihn aus dem Kindergarten ab. Ich habe noch Geschwister:
zwei Brüder und eine Schwester. Mein ältester Bruder ist Ingenieur. Mein älterer Bruder ist Rechtsanwalt. Er
hat die juristische Fakultät der Lomonossow-Universität absolviert. Meine Brüder leben in Kaluga. Im Sommer,
wenn ich Urlaub habe, besuche ich sie gern.Meine Schwester arbeitet in einer Fabrik. Sie lebt in Moskau. Sie
ist noch unverheiratet. Ich habe keine Großeltern. Sie sind vor zwei Jahren gestorben. Wir (alle
Familienangehörigen) verstehen uns sehr gut. Ich helfemeiner Frau im Haushalt – gehe einkaufen, wasche das
Geschirr ab, putze die Fenster, bringe die Wohnung in Ordnung, mache den Fußboden sauber, helfe den
Kindern bei den Schularbeiten (Hausaufgaben). Abends ist die ganze Familie zu Hause. Wir sehen fern, lesen
Zeitungen oder Zeitschriften, hören Musik, unterhalten uns. Un halb 11 gehen wir schlafen.

. „Meine Familie".

1. Wie heißt der Herr? 2. Warm ist Viktor geboren? 3. Wo wurde er geboren? 4. Wie heißt sein Vater? 5.
Wie alt ist er? 6. Was ist Viktors Vater von Beruf? 7. Wie heißt seine Mutter? 8. Kann sie schon eine Rente
beziehen? 9. Als was arbeitet sie? 10. In welchem Jahr hat Viktor das Abitur gemacht? 11.Hat er bei der Armee
15
zwei Jahre gedient? 12. Ist er verheiratet? 13. Wo wohnt er? 14. An welcher Hochschule studiert Viktor? 15. Ist
er im ersten Studienjahr? 16. Was möchte er werden? 17. Warum ist seine Frau zur Zeit nicht berufstätig? 18.
Wer sorgt für die Kinder? 19. Wie alt ist Viktors Frau? 20. Welche Hochschule hat sie absolviert? 21. Wieviel
Kinder hat die Familie? 22. Gehen die beiden Kinder zur Schule? 23. Wer holt den Jungen aus dem
Kindergarten ab? 24. Hat Viktor Geschwister?

4. « » .

5. 1.

1. Wie geht es dir? – ? ?


2. Sich geschmeichelt fühlen – .
3. Stimmt das?– ?
4. Ein gebürtiger Leipziger – , .
5. Recht haben– .
6. Kaum zu glauben – .
7. Der Gastdozent – , .
8. Privat wohnen – .
9. In einem Hotel wohnen – .
10. J-m zur Verfügung stehen – ( ) . .
11. Die Naherholungszone – , .
12. J-s Bekanntschaft machen – .
13. Ganz meinerseits – .
14. Einen unvergeßlichen Eindruck aufj-n machen – . .
15. Abschied nehmen von j-m – .
16. Es eilig haben – , .
17. Urteilen über j-n/etw. – ./ .
18. Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) – .

6. .

Gespräch l

Nikolai: Guten Tag, Michail! Ich freue mich, dich wiederzusehen. Hoffentlich geht es dir gut?
Michail: Danke, nicht schlecht. Und wie geht es dir?
Nikolai: In letzter Zeit geht es mir viel besser (Inzwischen kommt auf sie ein Herr zu).
Nikolai: Oh, Herr Dr. Breit! Das ist aber nett, daß Sie gekommen sind. Darf ich Sie miteinander bekannt
machen? (er stellt sie einander vor). Herr Breit, ein Kollege von mir. Und hier ist mein Freund
Michail. Er arbeitet bei uns als Staatsanwalt.
Michail: Sehr erfreut, Sie kennenzulernen.
Breit: Ganz meinerseits.
Michail: Wie geht es Ihnen bei uns?
Breit: Danke, ausgezeichnet.
Michail: Sie kommen wohl aus der BRD?
Breit: Genau. Ich bin aus der BRD.
Michail: Nach Ihrer Aussprache zu urteilen, leben Sie irgendwo in der südlichen Gegend. Stimmt das?
Breit: Sie haben vollkommen recht. Ich lebe tatsächlich in Leipzig.
Michail: Sind Sie in dieser Stadt auch geboren?
Breit: Ja. Ich bin ein gebürtiger Leipziger.
Michail: Sind Sie in Moskau privat oder dienstlich?
Breit: Dienstlich. Ich bin Gastdozent an der Moskauer Lomonossow-Universität. Auf Einladung des DAAD
halte ich Vorlesungen und Vorträge an der juristischen Fakultät.
Michail: Sie und schon Dozent? Kaum zu glauben. Sie sehen sehr'jung aus. Wie alt sind Sie denn?
Breit: Ich danke Ihnen für das Kompliment. Ich fühle mich geschmeichelt. Aber ich bin schon fast 40 Jahre
alt.
16
Michail: Entschuldigen Sie meine Neugierde. Was sind Sie von Beruf?
Breit: Jurist.
Michail: An welcher Hochschule kann man bei Ihnen diesen Beruf erlangen?
Breit: An der Humboldt-Universität, an der juristischen Fakultät.
Michail: Wohnen Sie in Moskau privat oder in einem Hotel?
Breit: Ich bin im Hotel „Universitetskaja" untergebracht. Ein Einbettzimmer mit allem Komfort steht mir
zur Verfügung. Mein Zimmer liegt im 9. Stock. Aber das macht nichts. Das Hotel hat zwei
Personenaufzüge. Ich bin damit sehr zufrieden.
Michail: Da wohnen Sie in einem wunderschönen Viertel. In der Nähe des Hotels befinden sich die Berge und
ein schöner Wald. Das ist unsere Naherholungszone.
Michail: Wie lange sind Sie in Moskau?
Breit: Seit einer Woche.
Michail: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Breit: Vormittags halte ich Vorlesungen oder nehme an verschiedenen Veranstaltungen der Universität teil.
Nachmittags und abends gehe ich spazieren und lerne die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen.
Michail: Wie gefällt es Ihnen bei uns?
Breit: Ganz ausgezeichnet. Die Stadt hat auf mich einen unvergeßlichen Eindruck gemacht. Aber auch die
Moskauer gefallen mir sehr. Sie sind so liebenswürdig und gastfreundlich.
Michail: (Schaut auf seine Uhr und sagt): Nun muß ich leider Abschied nehmen. Ich habe es eilig. In einer
halben Stunde beginnt eine Gerichtsverhandlung. Ich möchte zeitig kommen. Herr Dr. Breit, ich
wünsche Ihnen einen recht angenehmen Aufenthalt in unserem Lande. Ich habe mich sehr gefreut
Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben. Hoffentlich werden wir uns bald wieder sehen. Auf
Wiedersehen!
Breit: Auf Wiedersehen!

7. .

8. , .

kennen – wissen –

kennen , ,
, : Ich kenne Moskau ganz genau. Ich kenne seinen Bruder sehr
gut. Ich kenne seinen Namen.
kennen , : Er kennt Franz
nicht. Sie kennt keine Müdigkeit.
wissen , ,

, : Ich weiß nicht, ob er uns helfen wird. Weißt du, wann er dich besuchen
wird? Weißt du, daß er mein Bruder ist?
wissen :, nichts, etwas, viel, wenig, es, das, alles.

kennen:
einen Roman, den Direktor, das Land, das Ziel, die Aufgabe, die Theorie, die Gründe, die Umstände, seine
Adresse.

wissen:
a) wissen, daß...; wo...; wie...; warum ...; warm ...;
b) einen Ausweg, Rat, etwas Neues.

1. wissen kennen:
Sie ... wohl unsere Stadt noch nicht? Nein, ich ... nur, daß es hier Interessantes zu sehen gibt. Ich ... nicht, wo
wir beginnen sollen. Vielleicht beim Universitätshochhaus. Das ... ich bisher nur aus der Zeitung. Unsere Stadt
17
ist 850 Jahre alt. Haben Sie das schon ... ? Ja, ich ... die Geschichte Ihrer Stadt genau.

2. :
1. Weißt du, wo er wohnt? 2. Wissen Sie, wie man dorthin kommt? 3. Weißt du, was er beruflich macht? 4.
Wissen Sie, wie man diese Aufgaben lösen kann? 5. Wissen Sie etwas von diesem Vorfall? 6. Weiß der Zeuge
etwas über den Angeklagten? 7. Kennt der Zeuge den Angeklagten? 8. Kennst du seine Familie? 9. Kennt sie
dich? 10. Wissen sie das alles genau. 11. Weiß jemand etwas über diesen Plan? 12. Wißt ihr, was ihr wollt?

3. ,
wissen, kennen:
Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Er weiß nicht, was er will. Ich weiß nicht, ob er mir bei der
Arbeit helfen wird.
Weißt du, wann die Gerichtsverhandlung zu Ende ist? Unsere Dozentin weiß viel auf diesem Gebiet. Leider
weiß ich weder seinen Namen noch seine Adresse. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Er weiß immer, was er will.
Weiß sie, wo ihr Mann ist? Das weiß jedes Kind (= das ist allgemein bekannt). Weiß du schon das Neueste? Ich
weiß mir keinen Rat (keine Hilfe). Ich weiß nur, daß er aus Hannover stammt. Ich will nichts davon wissen.
Soviel ich weiß, war er gestern da.
Woher kennen wir uns? Ich kenne sie von der Schule. Ich kenne ihn und seine Frau seit Jahren. Diese Stadt
kennt mein kleiner Bruder sehr gut. Sie kennt Goethes Gedichte gut. Du kennst dich selbst sehr schlecht. Ich
kenne den Weg genau. Man kennt ihn als zuverlässigen Menschen (als zuverlässig). Ich kenne ein gutes Mittel
gegen Rheuma. Meine Schwester kennt ihn persönlich. Kennen Sie Herrn Krause? Ich kenne seine Schwächen.
Von dieser Seite kennen wir ihn noch nicht.

4. :

1. Wissen Sie etwas von diesem Täter? Kennen Sie diesen Täter?
2. Weißt du etwas von dieser Stadt? Kennst du diese Stadt?
3. Der Zeuge wußte etwas über den Angeklagen. Der Zeuge kannte den Angeklagten.
4. Wissen Sie etwas von diesem Vorfall? Kennen Sie diesen Vorfall?
5. Ich kenne den Weg. Ich weiß den Weg.

5. . wissen:
1. . 2. . 3. ? 4. . 5.
. 6. ?– , . 7. . 8.
, . 9. , ? 10.
. 11. . 12. , . 13. ,
. 14. ? 15. , .

6. wissen kennen:
1. Ich ... schon alles. 2. Ich ... diesen Menschen sehr gut. 3. Woher... du es. 4. Ich ... zwei Fremdsprachen. 5.
Jeder Milizionär ... diese Stadt sehr gut. 6. ... du diesen Weg? 7. ... sie viel? 8. Niemand ... das genau. 9. Ich ...
nur seinen Bruder. 10. Ich ... daß ich nichts ....l 1.... du das schon?

sorgen für (Akk) – .,

1. .

1. Sorgen Sie dafür, daß alles in Ordnung ist!


2. Meine Mutter sorgt immer für alles.
3. Dafür sorgt leider niemand.
4. Ich weiß nicht, wer dafür sorgen wird.
5. Wer wird dafür sorgen?
6. Die Miliz sorgt für den Schutz der öffentlichen Sicherheit.
7. Die freiwilligen Helfer der Miliz sorgen für den Schutz der öffentlichen Ordnung.
8. Sorgen Sie für die Gäste, bitte!
18
2. :
1. Sorgt er für seine Kinder? 2. Sorgst du für deine Mutter? 3. Sorgt sie fllr ihre Eltern? 4. Sorgen die Lehrer
für die Erziehung der Schüler? 5. Sorgt die Miliz für die Erziehung der Jugendlichen? 6. Sorgt die Miliz für
öffentliche Ordnung und Sicherheit? 7. Sorgst du immer dafür? 8. Sorgt er schon selbst für seinen
Lebensunterhalt?

3. , , :
1. Wer sorgt für den Schutz der öffentlichen Sicherheit? (die Miliz). 2. Wer sorgt für den Schutz der
öffentlichen Ordnung? (Volkshelfer der Miliz). 3. Wer sorgt für seine Eltern? (die Kinder). 4. Wer sorgt für die
Erziehung der Kinder? (die Eltern). 5. Wer sorgt für die Ordnung im Übungsraum? (die Diensthabende). 6. Wer
sorgt für die Rentner? (der Staat). 7. Wer sorgt für die Gesundheit der Menschen? (die Ärzte). 8. Wer sorgt
während deiner Abwesenheit für den Garten? (mein Nachbar).

4. :

1. ? 2.
. 3. . 4.
. 5. . 6. . 7.
? 8. . 9. ,
! 10. .

5. .

1. Er sorgt immer ,

2. Wir sorgen immer ,

3. Sie sorgt wenig ,


,

sich unterhalten mit (Dat.), über (Akk.) – .. ., .

1. :
1. Der Kommissar P. unterhält sich oft mit seinen Mitarbeitern. 2. Mit wem unterhält sich der
Kriminalbeamte? 3. Der Rechtsanwalt unterhält sich oft mit dem Angeklagten. 4. Meine Eltern unterhalten sich
oft mit mir über mein Studium und Leben. 5. Der Milizionär unterhält sich mit dem Täter. 6. Unser Chef wird
sich mit dir über diesen Diebstahl unterhalten. 7. Ich möchte mich mal mit Ihnen unter vier Augen unterhalten.

2. .
1. Sich unterhalten, der Kriminalist, mit, der Täter. 2. Mein Bruder, sich unterhalten, oft, mit, seine Eltern. 3.
Er, sich unterhalten, darüber, sehr gern. 4. Der Polizist, sich unterhalten, mit, der Angeklagte. 5. Unser, der
Lektor, sich unterhalten, oft. mit, uns, auf deutsch.

3. .
:
1. Mit wem unterhält sich dein Kollege? (seine Schwester). 2. Mit wem willst du dich unterhalten? (mein
Onkel). 3. Mit wem unterhält sich deine Mutter? (ihre Freundin). Mit wem unterhält sich dein Vater? (seine
Kinder, sein Sohn, seine Tochter, mein Lehrer, Frau Müller).

4. :
1. . 2.
. 3.
. 4. . 5. ? 6.
. 7. .
19
wohnen (vi) – , ;
leben – .

1. .
wohnen, leben.
1. Meine Verwandten wohnen (leben) in der Stadt. 2. Meine Großeltem leben (wohnen) auf dem Lande. 3.
Meine große Schwester wohnt in der Puschkinstraße 7. 4. Wir wohnen in einem Neubau, im 3. Stock. 5. Meine
Großeltem leben noch. 6. Sie lebt nur für ihre Familie. 7. Mein Großvater wohnt jetzt bei uns. 8. Im Sommer
lebt er auf dem Lande. 9. Leben und leben lassen. 10. Wovon soll ich leben?

2. wohnen leben:
1. Meine Großmutter ... auf dem Lande. 2. Ich ... in der Volginstraße. 3. Mein Großvater ... nicht mehr. 4.
Meine Großmutter ist 70 Jahre alt, aber sie ... noch. 5. In welchem Stock... du? 6. Mein großer Bruder... auch in
diesem Haus. Seine ältere Schwester ... in der Stadt. 8. Von seinem Gehalt kann er sehr gut....

3. :
1. . 2. . 3. . 4.
5 . 5. . 6.
. 7. . 8. . 9. (von seiner
Arbeit).

kennenlernen (Akk.) – ( ., .)

1. :
1. Ich will diesen Menschen kennenlernen. 2. Es freut mich sehr, Sie kennenzulernen. 3. Sie werden ihn
noch von einer ganz anderen Seite kennenlernen. 4. Der Rechtsanwalt soll diesen Zeugen unbedingt
kennenlernen. 5. Ich will diese Stadt nächste Woche kennenlernen. 6. Ich möchte sie möglichst bald
kennenlernen. 7. Wir haben uns in der BRD kennengelernt. 8. Du mußt ihn selbst kennenlernen. 9. Wir haben
uns im Urlaub kennengelernt.

2. :
1. Willst du diesen Menschen kennenlernen? 2. Wen willst du kennenlernen? 3. Wirst du diesen Zeugen
noch diese Woche kennenlernen? 4. Was möchtest du in unserer Stadt kennenlernen? 5. Kann ich sie
kennenlernen? 6. Willst du seine Eltern kennenlernen? 7. Wann hast du ihn kennengelernt? 8. Hast du unsere
Stadt bereits kennengelernt? 9. Wer will Sie kennenlernen?

3. :
ich will ( , , , , , , , , )
kennenlernen.

4. :
1. Ich will sie kennenlernen. 2. Meine Frau will diese Stadt noch heute kennenlernen. 3. Der Amtsrichter
muß alle Zeugen kennenlernen.

5. :
1. . 2. ? 3.
. 4. . 5.
. 6. . 7.
? 8. ?

besuchen (vt) – ( ., .).

1. :
Ich will dich am Wochenende besuchen. Ich will meinen Freund besuchen. Sie besucht ihre Eltern jede
Woche. Heute darf man den Kranken nicht besuchen? Darf ich sie am Sonntag besuchen? Diese Woche will ich
20
diese Ausstellung besuchen, Mein Sohn besucht die Schule. Ich will alle Theater Moskaus besuchen. Willst du
das Puschkin-Museum besuchen? Er besucht die Vorlesungen nicht. Den Verletzten darf man noch nicht
besuchen.

2. :
1. Wen willst du besuchen? 2. Welches Theater will dein Freund besuchen? 3. Besucht dein Sohn noch die
Schule? 4. Kannst du uns am Sonntag besuchen? 5. Wer besucht die Vorlesungen für Kriminalistik? 6. Wann
darfst du den Verletzten besuchen? 7. Besuchst du deine Eltern oft? 8. Kannst du mich heute abend besuchen?
9. Willst du dieses Konzert besuchen? 10. Wann besucht ihr uns mal wieder?

3. , :
1. Ich besuche meinen Eltern oft. 2. Ich werde meinen Freund am Wochenende besuchen.

4. :
1. . 2. . 3.
. 4. ? 5. ? 6.
? 7. ? 8.
?

5. 2:

1. Worum geht es? – ? ?


2. Mir fehlen noch viele Wörter und Wendungen – .
3. Die Oberschule -, -n – .
4. Das Abitur – .

6. ,
.

Dialog 2

Lebenslauf

A B
Klaus, hast du Zeit für mich? Natürlich. Worum geht es denn?
Mein Chef wünscht einen Lebenslauf von mir. Ich Ich helfe dir gem. Komm, nimm bitte Platz! – So, nun
kann das aber allein nicht machen. Mir fehlen noch sammeln wir erst einmal die Angaben für deinen
viele Wörter und Wendungen. Lebenslauf. Wann und wo wurdest du geboren?
Ich bin am 13. November 1972 in Moskau geboren. Wie heißt dein Vater?
Alexander Surikow. Er lebt nicht mehr. Welchen Beruf hatte er?
Er war Arbeiter in einem Chemiebetrieb. Welche Schule hast du besucht?
1988 habe ich die Oberschule absolviert. Hast du gleich nach dem Abitur mit dem Studium
begonnen?
Nein. Ich habe 3 Jahre bei der Miliz gedient. So, ich glaube, das sind die wichtigsten Angaben für
den Lebenslauf.
Ich danke dir für deine Hilfe Bitte schön. (Keine Ursache.)

1.
.

Muster: – Wo wurden Sie geboren?


– Ich wurde in der Hauptstadt Rußlands (in Moskau) geboren.
– Wo bist du geboren?
– Ich bin im Dorf Nowossjölki geboren.

21
2. .
:

Muster: – Welchen Beruf hat dein Vater?


– Was ist dein Vater (von Beruf)?
– Er ist Schlosser.

3. .
:

Muster: – Wann wurdest du geboren?


– Wann wurden Sie geboren?
– Ich wurde am 4. Januar 1973 geboren.

4. , .
:

1. Er, im Jahre 1974, geboren sein/werden


2. Moskau, Oberschule, besuchen.
3. Verheiratet sein, Kinder, haben.
4. Vater, Arbeiter, sein.
5. Seit 1996, an der Juristischen Hochschule, studieren.
6. Seine Eltern, leben, im Dorf K.
7. Seine Großeltern, Rentner, sein.

5.
:

Muster: A: – Meine Freundin arbeitet in einem Kaufhaus und bedient die Kunden.
B: – Dann ist sie also Verkäuferin?
A: – Ja, richtig, sie ist Verkäuferin.

1. Herr Müller fährt jeden Tag die Menschen zur Arbeit.


2. Mein Freund übersetzt jeden Tag viel.
3. Meine Frau arbeitet in einer Schule.
4. Ich bin in der Miliz tätig.
5. Herr Keller deckt Verbrechen auf.
6. Herr Lindner arbeitet in der Kriminalpolizei.
7. Mein Vater bezieht schon eine Rente.
8. Mein großer Bruder hat die Polizeischule absolviert.
9. Ich studiere Jura.

6. , :
1. Wie heißt du? 2. Wie alt bist du? 3. In welchem Jahr und am wievielten bist du geboren? 4. Wo bist du
geboren? 5. Was bist du von Beruf? 6. Wann hast du das Abitur gemacht? 7. Seit wann studierst du an der
Juristischen Hochschule? 8. Was willst du werden? 9. Hast du Eltern? 10. Sind deine Eltern schon Rentner? 11.
Bist du verheiratet? 12. Wie groß ist deine Familie? 13. Wie heißt deine Frau? 14. Wie alt ist sie? 15. Als was
arbeitet sie? 16. Seit wann dienst du bei der Miliz? 17. Hast du bei der Armee gedient? 18. Wie lange? 19. Wo
wohnst du jetzt? 20. Seit wann lebst du in Moskau? 21. Wo hast du vorher gelebt? 22. Wieviel Kinder hast du?
23. Besuchen deine Kinder den Kindergarten oder die Schule? 24. Wer führt in deiner Familie den Haushalt?
25. Hilfst du deiner Frau im Haushalt? 26. Leben deine Großeltem noch?

7. .
:
heißen, ... Jahre sein, geboren sein, ledig, verheiratet sein, die Oberschule absolvieren, an der Juristischen
22
Hochschule studieren, Jura studieren, berufstätig sein, aus einer (Bauern-) Arbeiterfamilie stammen, meine
Eltern, Rentner, eine Rente beziehen, arbeiten als, bei der Armee dienen, meine Großeltern, meine Geschwister,
meine Familie, von Beruf sein, leben, sterben, bei der Miliz dienen, als Kriminalbeamte tätig sein, Geschwister
haben.

8. ,
.

9. : 1. . 2.
. 3. . 4. . 5. 30 . 6. –
. 7. . 8. . 9.
– . 10. – . 11. . 12.
. 13. . 14. . 15.
. 16. . 17.
. 18. – .

***

1. ? 2. ? 3. ? 4. ? 5. ? 6.
? 7. ? 8. ? 9. ?
10. ? 11. ? 12. ? 13. ?

10. , „das stimmt".

Muster: A: – Nikolai ist doch noch Student?


B: – Ja, das stimmt.

1. Sie studieren doch an der Potizeischule? 2, Sie wohnen doch in Moskau? 3. Sie sind doch 30 Jahre alt? 4.
Deine Frau ist doch Hausfrau? 5. Du studieret doch Jura? 6. Du bist doch verheiratet? 7. Deine Eltern leben
doch im Dorf? 8. Deine Eltern sind doch schon Rentner?

11. :
1. Heißen, ich, Werner. 2. Eine Familie, kinderreich, haben, sie. 3. Den Haushalt, fuhren, meine Frau. 4. 20
Jahre alt, sein, meinjüngerer Bruder. 5. Meine Mutter, sein, Rentnerin. 6. Arbeiten als, mein Vater, Richter. 7.
Sein, von Beruf, ich, Milizionär. 8. Buninstraße, wohnen, meine Eltern, in. 9. Berufstätig, sein, meine
Großmutter. 10. Heißen, meine Tochter, Sweta, gehen, und, sie, zur Schule. 11. Ich, helfen, meine Eltern, im
Haushalt, gern. 12. Wohnen, meine Schwester, die Turgenjewstraße, in.

12. :
Kriminalbeamte: Ihr Name und Vorname?
Zeuge: Kurt Heinz.
K: – Wann sind Sie geboren?
Z: – Am 4. März 1974.
K: – Wo sind Sie geboren?
Z: – In Erfurt.
K: – Was sind Sie von Beruf?
Z: – Ingenieur.
K: – Ihr Wohnort?
Z: – Meißen.
K: – Ihre Anschrift (Adresse), bitte!
Z: – Meißen, Herderstraße 7.
K: – Ich danke Ihnen für Ihre Aussagen. Auf Wiedersehen!
Z: – Nichts zu dankeVi. Auf Wiedersehen!

13. .
23
1. Machen Sie mich bitte mit ihm bekannt! 2. Ich möchte dich mit meiner Freundin bekanntmachen. 3. Darf
ich Ihnen Herrn Flader vorstellen? 4. Er stellte mir seinen Kollegen vor. 5. Erlauben Sie/Gestatten Sie, daß ich
mich Ihnen vorstelle? Mein Name ist Herbert/ Ich heiße Herbert Fleischer.

14. . :

1. Wie heißen Sie? – ...


2. Woher kommen Sie? – ...
3. Wie alt sind Sie?– ...-
4. Was sind Sie (von Beruf)? – …
5. Wo arbeiten Sie? – ...
6. Wo wohnen Sie? – ...
7. Sind Sie verheiratet? – ...
8. Was interessiert Sie? – ...
9. Sprechen Sie Deutsch? – ...

15. . ?

A: Woher kommen Sie?


: Das sage ich nicht. Aber Sie kennen diese Stadt. Es gibt dort ein Schiller-Haus.
A: Jena.
B: Nein. In dieser Stadt gibt es noch tin Goethe-Haus.
A: Aha, jetzt weiß ich, wie diese Stadt heißt. Und Sie? Kennen Sie diese Stadt?

1. « » .

Text „ "
Franz Schubert, Komponist

Er wurde 1797 geboren. Schuberts Vater war Lehrer. Er erkannte die musikalische Begabung seines Sohnes
und gab ihm selbst Geigenunterricht, aber Franz sollte den Beruf seines Vaters ergreifen und mußte deshalb ein
Lehrerseminar besuchen. Das Studium interessierte ihn aber nicht, und die Schule langweilte ihn auch. Was die
Schüler im Unterricht machten, war ihm egal. Schließlich verschaffte Vater Schubert seinem Sohn einen
einjährigen Urlaub. Franz kehrte nie in den Schuldienst zurück. In seinem kurzen Leben komponierte Schubert
acht Sinfonien, fünfzehn Streichquartette, zweiundzwanzig Sonaten, Opern und unzählige Lieder.

2. , « »
.

3. :
Geburtstag, Geburtsort, Eltern, Schulbesuch, Abschlußprüfung, Studium an der Hochschule, Hobbys.

4. :
1957 Am 13. April wurde ich in Bonn geboren. Eltern: Klaus Werner, Lehrer, Maria Fis, geb. Fischer,
Hausfrau.
1964-1976 Schulbesuch in Bonn und Chemnitz. Reifezeugnis des Goethe-Gymnasiums Chemnitz.
1977 Studium an der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau. Fachrichtung Maschinenbau.
Abschlußprüfung im Oktober 1982. Sprachkenntnisse Englisch und Französisch mündlich und schriftlich.
(Auslandsaufenthalte während der Schulferien.)
Hobbys: Leichtathletik und Schwimmen (Aktives Mitglied im Sportverein Chemnitz.)

Text „C"

:
1) , ;
24
2) ;
3) -
. .

Johann Sebastian Bach (Ein Hörverstehenstext)

J.S. Bach wurde am 21. März 1685 als Sohn eines Stadtpfeifers in Eisenach in Thüringen geboren. Er
entstammt einer Familie, in der es mehr als 50 bekannte Musiker und auch bedeutende Komponisten gab. So
war es ganz natürlich, daß der junge Johann Sebastian frühzeitig eine musikalische Ausbildung erhielt. Sein
Vater erteilte ihm Violinunterricht.
Nach dem Besuch der Lateinschule in Eisenach und Ohrdruf, wo er eine gute Allgemeinbildung erwarb,
lernte er noch zwei Jahre an der Klosterschule in Lüneburg und verdiente sich nebenbei seinen Unterhalt als
Sänger in der dortigen Michaelskirche. In Lüneburg lernte er die norddeutsche Orgelkunst kennen. Danach
finden wir ihn an verschiedenen Orten Deutschlands. In den thüringischen Städten Weimar, Arnstadt und
Mühlhausen war er als Violinist, Cembalist und Organist tätig. In Köthen bei Dessau fand Bach eine Anstellung
als Hofkapellmeister. In den sechs Jahren seines dortigen Aufenthaltes am Fürstenhofe entstanden herrliche
Karnmermusikwerke, Sonaten für Violine, die berühmten Brandenburgischen Konzerte.
Im Jahre 1723 kam Bach nach Leipzig, um die frei gewordene Stelle des Thomaskantors (Leiter des
Thomanerchores) zu übernehmen.
Am 28. Juli 1750 starb J.S.Bach in Leipzig. Mehr als die Hälfte seiner Schaffenszeit hatte er in dieser Stadt
verbracht. Es war die wichtigste und erfolgreichste Zeit für J.S.Bach als Komponisten und Musiker.
In allen seinen Werken bringt J.S.Bach die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, nach einem erfüllten
persönlichen Dasein, nach Überwindung des Leidens zum Ausdruck.

« »

die Familie, -, -n –
der/die Familienangehörige, -n, -n –
die Eltern (nur im Pl.) –
der Vater, -s, Väter –
die Mutter, -, Mütter –
die Großeltern (nur im Pl.) –
der Großvater, -s, -väter –
die Großmutter, -, mütter –
das Kind, -(e)s, Kinder – ,
der Sohn, -(e)s, Söhne –
die Tochter -, Töchter –
der Enkel, -s, –
die Enkelin, -, -linnen –
der Bruder, -s, Brüder –
die Schwester, -, -n –
der Vetter, -s, -n –
die Kusine, -, -n –
der Neffe, -n, -n –
die Nichte, -, -n –
der Onkel, -s, –
die Tante, -, -n –
die Schwiegermutter, -, mütter – ;
der Schwiegervater, -s, -väter – ;
der Schwiegersohn, -(e)s, -söhne – ( )
die Schwiegertochter, -, -töchter – ( )
die Frau, -, -en – ;
der Mann, -(e)s, Männer – ;
der/die Verwandte, -n, -n –
25
der/die Bekannte, -n, -n –
der Junge, -n, -n – ,
das Mädchen, -s, – ,
die Geschwister (nur im Pl.) –
das Fräulein, -s, – ,
heißen (hieß, geheißen) vi – ,
Wie heißen Sie? – ?
der Name, -ns, -n – ;
der Vorname –
der Familienname –
gebären (gebar, geboren) vt – ,
Ich wurde am 5. April 1992 in Moskau geboren. Ich bin als Sohn (Tochter) eines Arbeiters (Bauern,
Angestellten) geboren– ,( , )
das Alter, -s –
alt - ;
Wie alt ist er? Er ist 21 Jahre alt. – ? 21 .
die Rente, -, -n –
eine Rente bekommen/beziehen –
der Rentner, -s, –-
die Rentnerin, -, -rinnen –
arbeiten (te, t) vi – 1) als+N. .
Mein Vater arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus.
2) in+D. .
Meine Mutter arbeitet in einem Forschungsinstitut.
3) an+D. .
Ieb arbeite am Vortrag „Biographie von F.Schiller",
die Oberschule, -, -n –
das Abitur, -s, -e –
das Abitur machen –
dienen (te, t) vi –
bei der Miliz, Polizei, Armee dienen – , ,
berufstätig –
Sein Bruder ist als Milizionär berufstätig.
heiraten (te, t) vt, vi – ;
verheiratet sein – ;
ledig sein (unverheiratet sein) – ;
wohnen (te, t) vi – ,
Wo wohnst du? Ich wohne in der Arbatstraße. Hörer Petrow wohnt bei Moskau (im Moskauer Gebiet).
die Wohnung, -, -en –
Ich habe eine Dreizimmerwohnung –
leben (te, t) vi –
Wir leben auf der Erde, in Rußland, in einer Großstadt – , ,
.
sterben (starb, gestorben) vi –
studieren (te, t) vi an+D.–
Viktor studiert an der Juristischen Hochschule.
lernen (te, t) vi – ; Boris lernt in einer Oberschule.
werden (wurde, geworden) vi N. – .
Ich werde Kriminalist – .
der Beruf, -(e)s, -e – .
Was sind Sie von Beruf? – ?
Welchen Beruf haben Sie? – ?
der Haushalt, -(e)s, - –
den Haushalt führen –
die Hausfrau, -, -en –
26
absolvieren (te, t) vt – ( )
Ich habe die Schule im vorigen Jahr absolviert.
besuchen (te, t) vt – .;
Er besucht seine Großeltern oft. Mein jüngerer Sohn besucht die Schule.
der Kindergarten, -s, -gärten –
die Kinderkrippe, -, -n –
erziehen (erzog, erzogen) vt –
sorgen (te, t) vi für + Akk.– ( ., .)
angeben (gab an, angegeben) vt – ,
die Angaben – ,
die Personalien – ,
der Lebenslauf, -(e)s, -laufe –
die Biographie, -, -n –
die Adresse, -, -n –
die Anschrift, -, -en –
stammen (te, t) vi aus + D – , ,
Er stammt aus einer Arbeiterfamilie – / .
Herr Struck stammt aus München– / –
.
der Geburtsort, -(e)s, -e –
das Geburtsdatum, -s, -ten –
der Wohnort, -(e)s, -e –
die Arbeitsstelle, -, -n –
die Staatsbürgerschaft, -, – ;
die Nationalität, -, -en –
die Kindheit, -, ohne Pl –
von Kindheit an –
erwachsen –
der/die Erwachsene, -n, -n –
helfen (half, geholfen) vi –
im Haushalt helfen – ( )
beim Studium, bei der Arbeit helfen – ,
sich gut verstehen – ,
fernsehen (sah fern, ferngesehen) vi –
sich unterhalten mit + D., über +Akk. – . ., .
sich interessieren für + Akk. – .

LEKTION 2. : . :
, , . :« », « »,
»( , . ,
. )

.
, : die Hochschule, das
Jugendstrafrecht. :
. .
, .
, : die Dreizimmerwohnung, der Hochverrat, die Aufklärungsarbeit, der
Schreibtisch.

: -(e)s, -(e)n: der Staatsanwalt, das Studienjahr. ,


( ) ;
27
( ) : der Tátort.

:
1. : die Bewährungszeit – .
2. : der Tatort – .
3. : die Aufklärungsarbeit – .
4. : der Lebenslauf– .

Aufgabe 1. Hören Sie die folgenden Zusammensetzungen. Achten Sie auf die Betonung der
zusammengesetzten Wörter. Lesen Sie diese Wörter laut. Übersetzen Sie diese Zusammensetzungen ins
Russische. Vergleichen Sie Ihre Übersetzungen mit den Übersetzungen eines Wörterbuches:
1. die Hochschule; 2. die Rechtswissenschaft; 3. das Innenministerium; 4. der Amtsrichter; 5. das Strafrecht;
6. das Strafprozeßrecht; 7. das Verwaltungsrecht; 8. das Zivilrecht; 9. das Studienjahr; 10. die Fremdsprache; II.
der Lehrstuhl; 12. das Staatsrecht; 13. der Lesesaal; 14. die Sporthalle; 15. die Fachliteratur; 16. der Fachmann;
17. das Sprachlabor; 18. der Speiseraum; 19. der Lebensraum; 20. der Studienplan; 21. die Deutschstunde; 22.
der Deutschunterricht; 23. das Lehrbuch; 24. der Freispruch; 25. die Freizeit; 26. der Hörsaal; 27. die
Freizeitgestaltung; 28. die Freiheitsstrafe; 29. der Freiheitsentzug; 30. der Stützpunkt; 31. das Handelsrecht; 32.
das Vertragsrecht; 33. das Gesellschaftsrecht.

Aufgabe 2. Bilden Sie die Zusammensetzungen aus den folgenden Wörtern. Übersetzen Sie sie ins
Russische. Vergleichen Sie Ihre Übersetzungen mit den Übersetzungen eines Wörterbuches:

Muster: lehren + das Buch = das Lehrbuch


die Tat + der Ort = der Tatort

die Wörter + das Buch; das Leben + der Lauf; lehren + der Stuhl; lesen + der Saal; der Sport + die Halle;
speisen + der Raum; fremd + die Sprache; studieren + das Jahr; innen + das Ministerium; strafen + das Recht;
kriminal + der Beamte; das Fach + der Mann; strafen + der Prozeß + das Recht; die Verwaltung + das Recht;
das Fach 4 die Literatur; selbst + das Studium; hören + der Saal; hoch + die Schule; das Fach + die Hochschule;
die Sprache + das Labor; die Tat + der Ort + die Spur; die Tat + der Ort + die Besichtigung; die Tat + das
Opfer; die Aufklärung + die Arbeit; die Stunden + der Plan; groß + die Mutter; groß + der Vater; das Deutsch +
die Stunde; das Deutsch + der Unterricht; die Freiheit + der Entzug; kriminal + das Amt; die Kriminalität + die
Bekämpfung; die Kriminalität + die Verhütung; der Bund + das Gericht; der Handel + das Recht.

Aufgabe 3. Sprechen Sie die folgenden Zusammensetzungen dem Sprecher (dem Lektor) nach. Übersetzen
Sie sie ins Russische. Prüfen Sie die Richtigkeit Ihrer Übersetzungen mit Hilfe eines deutsch-
russischen,Wörterbuches. Zerlegen Sie diese Zusammensetzungen in die Bestandteile. Übersetzen Sie jedes
Wort ins Russische.

Muster: das Lehrbuch ( ) = lehren ( ) + das Buch ( )

1. der Hörsaal; 2. der Übungsraum; 3. das Sprachlabor; 4. das Studienbuch; 5. der Schreibtisch; 6. der
Lehrkörper; 7. die Kriminalpolizei; 8. das Untersuchungsergebnis; 9. das Studienfach; 10. der
Untersuchungsplan; 11. die Fachleute; 12. das Direktstudium; 13. die Hochschule; 14. der Lehrstuhl; 15. die
Schreibmaschine; 16. die Reisetasche; 17. das Studienjahr; 18. die Rechtswissenschaften; 19. die Großmutter;
20. der Fragebogen; 21. die Rechtspflege; 22. die Rechtslehre; 23. die Freiheitsstrafe; 24. das Strafverfahren;
25. der Stadtplan; 26. das Handelsgesetzbuch; 27. die Sachbeweise; 28. die Sicherheitsmaßnahme; 29. die
Lehreinrichtung; 30. die Ausbildungsstätte; 31. die Spezialdisziplin; 32. die Prüfungszeit; 33. die
Zeugenaussage; 34. die Rechtsverletzung; 35. das Staats- und Verfassungsrecht.

:
. , –
: bekanntmachen – ( . + ) – ; stehenbleiben – ( ) –
28
. , : Er
geht spazieren.

Aufgabe 1. Hören Sie die folgenden zusammengesetzten Verben. Sprechen Sie sie dem Sprecher (dem
Lektor) nach:
1. wiederholen; 2. untersuchen; 3. stattfinden; 4. fernsehen; 5. widersprechen; 6. festlegen; 7. teilnehmen; 8.
festsetzen; 9. zurückkommen; 10. festnehmen; 11. freilassen; 12. zurückgeben; 13. feststellen; 14.
zurückkehren; 15. freisprechen; 16. rechtfertigen; 17. zurücknehmen; 18. hochheben; 19. zurücklegen.

Aufgabe 2. Obersetzen Sie die oben angeführten Verben ins Russische. Prüfen Sie Ihre Übersetzungen auf
die Richtigkeit mit Hilfe eines deutsch-russischen Wörterbuches.

Aufgabe 3. Zerlegen Sie die folgenden zusammengesetzten Verben in ihre Bestandteile. Bestimmen Sie,
durch welche Redeteile die beiden Komponenten ausgedrückt sind:
1. zurückgeben; 2. fernsprechen; 3. teilnehmen; 4. festhalten; 5. vorbeifahren; 6. lobpreisen; 7. festsetzen; 8.
freisprechen; 9. gewährleisten. 10. freilassen; II. weggehen.

Aufgabe 4. Setzen Sie die Konjugation der Verben in den folgenden Sätzen fort: 1. Ich nehme an der
Aufklärung dieser Straftat teil. 2. Jeden Abend sehe ich fern. 3. Ich mache mich mit diesem Fall bekannt.

Aufgabe 5. Bilden Sie je zwei Sätze mit den folgenden Verben: stattfinden, Spazierengehen, stehenbleiben,
wiederholen,

.
.
: weltbekannt, alltäglich, hochaktuell, minderjährig, vollwertig, zweistöckig.
, –
: weltberühmt.

Aufgabe 1. Hören Sie die folgenden Adjektive. Achten Sie auf die Betonung. Sprechen Sie sie dem
Sprecher (dem Lektor) nach:
zivilrechtlich, freiwillig, rechtmäßig, gesetzmäßig, verfassungsmäßig, verfassungswidrig,
völkerrechtswidrig, volljährig, verantwortungsvoll, geständnisbereit, strafwürdig, handlungsfähig, erfolgreich,
weltbekannt, wunderschön, hochprozentig, hochaktuell, höchstwahrscheinlich, unzurechnungsfähig, straffällig,
strafrechtlich.

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die oben angegebenen Adjektive ins Russische. Vergleichen Sie Ihre
Übersetzungen mit den Übersetzungen eines Wörterbuches.

Aufgabe 3. Zerlegen Sie die folgenden Zusammensetzungen in ihre Bestandteile. Bestimmen Sie dabei,
durch welche Redeteile die beiden Komponenten der zusammengesetzten Adjektive ausgedrückt sind:
weltbekannt, ruhmreich, hochprozentig, alltäglich, wunderschön, federleicht, vielsprachig, einseitig,
einspurig, zweispurig, hochberühmt, hochmodern, normwidrig.

Aufgabe 4. Bilden Sie Sätze mit den folgenden Adjektiven: weltbekannt, erfolgreich, menschenleer,
wunderschön, wolkenfrei, deutsch-russisch, schuldfrei, freiwillig, rechtswidrig.

Aufgabe 5. Bilden Sie die Zusammensetzungen aus folgenden Bestandteilen. Übersetzen Sie sie ins
Russische.

Muster: die Welt + bekannt = weltbekannt

1. der Erfolg + reich; 2. die Welt + berühmt; 3. die Sorgen + voll; 4. die Wolken + frei; 5. das Recht +
29
widrig; 6. die Verantwortung + voll; 7. das Gesetz + widrig; 8. die Strafe + frei; 9. hoch + bewußt; 10. frei +
willig; 11. der Mangel + frei; 12. die Sitten + widrig; 13. die Sitten + los; 14. die Vernehmung + fähig; 15. der
Schutz + bedürftig; 16. die Strafe+widrig; 17. die Schuld+frei; 18. die Gesellschaft+widrig; 19. die Norm +
gerecht; 20. das Recht + fähig.

(der Imperativ)

, , ,
. :
1. 2- ;
2. 2- ;
3. ;
4. 1- .

Imperativ
2- . du machst Mach(e)! Arbeite! 2- .
du arbeitest Lies! - ;
du liest -
-d, -t, -tm, -dm, -chn, -gn.
2- . ihr macht Macht! Lest! 2-
ihr lest
Sie machen Machen Sie! Lesen .
Sie lesen Sie!
1- . wir machen Machen wir! Lesen .
wir lesen wir!

: « » Imperativ 2-
, :
Du fährst – Fahr(e)! – !

„sein",
:
2- . – Sei bereit! – !
2- . – Seid bereit! – !
– Seien Sie bereit! – !
1- . – Seien wir bereit! – !

.
:

Aufgabe 1. Hören Sie die folgenden Imperativsätze. Sprechen Sie sie dem Sprecher (dem Lektor) nach.
Beachten Sie dabei die ausrufend-terminale Intonation und die logische Betonung in den Imperativsätzen.
1. Lies dieses Dokument durch! 2. Komm zu uns heute Abend! 3. Fahren wir heute Nachmittag zum Tatort!
4. Hilf mir beim Studium! 5. Helft uns bei der Aufklärung der Kriminalität! 6. Sorgen Sie immer fiir die
öffentliche Ordnung und Sicherheit! 7. Untersuchen Sie diesen Fall gründlich! 8. Fahre schneller! 9. Gib mir
30
deine Aufnahmen! 10. Sieh dorthin! 11. Setz dich auf diesen Stuhl! 12. Macht euch mit dem Kriminalbeamten
Z. bekannt! 13. Kommt zur Arbeit pünktlich! 14. Mach mich mit diesen Unterlagen bekannt! 15. Seien wir
ernst! 16. Gib mir meinen Ausweis zurück!

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die oben angeführten Sätze ins Russische.

Aufgabe 3. Bilden Sie vier Imperativformen von den folgenden Verben:


helfen, schreiben, sehen, arbeiten, tragen, halten, fragen, beginnen.

Aufgabe 4. Bilden Sie Imperativsätze der Höflichkeitsform:

Muster: – Wann fahren Sie nach Hause? (jetzt)


– Fahren Sie jetzt nach Hause?

1. Wann beginnen Sie mit dem Unterricht? (heute) 2. Wann machen Sie mich mit diesem Fall bekannt?
(jetzt). 3. Wann erzählen Sie mir davon? (gleich). 4. Wann helfen Sie mir bei der Aufklärung dieser Straftat?
(heute).

Aufgabe 5. Bilden Sie Imperativsätze mit der 2. Person Singular:

Muster: – Du fährst mit dem Taxi.


– Fahr(e) mit dem Taxi!

1. Du liest richtig. 2. Du untersuchst diesen Fall sorgfältig. 3. Du hilfst dem Kriminalisten bei der
Aufklärung des Verbrechens. 4. Du vernimmst alle Zeugen. 5. Du ißt langsam. 6. Du bist unaufmerksam. 7. Du
sprichst mit dem Lektor deutsch. 8. Du machst ihn damit bekannt. 9. Du erzählst ihm davon. 10. Du sorgst für
unsere Sicherheit. II. Du empfiehlst ihr diese Methode. 12. Du antwortest auf meine Fragen sofort. 13. Du
besprichst diesen Fall mit deinem Chef.

Aufgabe 6. Bilden Sie Imperativsätze mit der 1. Person Plural.

Muster: – Sie gehen zum Tatort zu Fuß.


– Gehen wir zum Tatort zu Fuß!

1. Sie überprüfen diesen Fall. 2. Sie fragen den Zeugen noch einmal. 3. Sie helfen den Kriminalisten bei der
Aufklärung der Kriminalität. 4. Sie bleiben am Tatort bis 9 Uhr. 5. Sie sprechen miteinander deutsch. 6. Sie
fahren zur Arbeit mit dem Bus. 7. Sie untersuchen den Tatort nochmals. 8. Sie schließen mit dieser Firma einen
Vertrag (ab). 9. Sie fahren dorthin mit dem Dienstwagen.

Aufgabe 7. Bilden Sie Imperativsätze mit der 2. Person Plural.

Muster: – Lesen Sie richtig!


– Lest richtig!

1. Fahren Sie schneller! 2. Lernen Sie diese Regel! 3. Machen Sie sich mit diesem Fall bekannt! 4. Seien Sie
aufmerksam; 5. Helfen Sie einander bei der Arbeit! 6. Kommen Sie zum Unterricht pünktlich! 7. Nehmen Sie
diese Dokumente mit! 8. Beschreiben Sie den Tatort! 9. Nehmen Sie daran teil! 10. Beweisen Sie Ihre
Unschuld! 11. Beginnen Sie mit der Untersuchung noch heute! 12. Helfen Sie dem Verletzten! 13. Verhüten
Sie die Kriminalität! 14. Verlieren Sie die Dokumente nicht! 15. Sprechen Sie nicht so laut! 16. Seien Sie nicht
so nervös!

Aufgabe 8. Ergänzen Sie die Aussagen nach dem Muster:

Muster: – Warum fährst du nicht nach Hause?


– Fahre nach Hause!
31
1. Warum hilfst du uns bei der Untersuchung nicht? 2. Warum liest du dieses Dokument nicht? 3. Warum
gibst du ihm seine Papiere nicht zurück? 4. Warum vernimmst du diesen Zeugen nicht? 5. Warum bist du
unaufmerksam? 6. Warum liest du diese Fachzeitschrift nicht? 7. Warum erzählst du uns nichts davon? 8.
Warum schaltest du das Radio nicht ein? 9. Warum besuchst du mich nicht? 10. Warum übersetzt du diesen
Artikel nicht? 11. Warum bist du nicht fleißig? 12. Warum empfiehlst du diese Methode nicht? 13. Warum
gibst du ihm sein Buch nicht zurück? 14. Warum rauchst du so viel?

Aufgabe 9. Bitten Sie Ihren Freund oder Ihre Freundin um etwas! Gebrauchen Sie dabei die folgenden
Verben:
helfen, sprechen, warten, fahren, nehmen, arbeiten

Muster: – Gib mir das Buch bitte!


– Gebt mir das Buch bitte!
– Geben Sie mir das Buch bitte!

Aufgabe 10. Bilden Sie entsprechende Imperativsätze:


1. Du sprichst deutsch. 2. Wir arbeiten daran noch eine Stunde. 3. Sie fahren nach Hause. 4. Ihr bleibt am
Tatort, bis die Kriminalpolizei kommt. 5. Du hilfst uns bei der Aufklärung dieses Verbrechens. 6. Ihr fragt alle
Zeugen ab. 7. Sie empfehlen ihm diese neue Untersuchungsmethode. 8. Wir gehen sofort zum Tatort. 9. Du
machst dich mit dieser Sache bekannt. 10. Ihr beschreibt das Äußere des Täters. 11. Sie befragen die Bürger in
der Umgebung des Tatorts. 12. Du läufst sofort zum Chef. 13. Du störst mich. 14. Ihr sorgt für die
Gewährleistung der öffentlichen Ordnung. 15. Wir sprechen mit ihm über diesen Diebstahl.

Aufgabe 11. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche.


1. ! 2. ! 3. ,
, ! 4. ! 5. ! 6.
! 7. ! 8. , ,
! 9. ! 10. ! 11. ! 12.
! 13. ! 14,
! 15. ! 16. ! 17.
! 18. ! 19. ! 20.
! 21. , ! 22.
! ! 23. ! 24.
! 25. ! 26. ! 27.
! 28. ! 29.
! 30. , ! 31. !
32. !

nicht

. . ,
nicht , : Er kommt nicht heute, sondern morgen. Nicht er
kommt heute, sondern sein Vater.
, :
Niemand hilft mir dabei. – .
, nicht : Er
arbeitet jetzt nicht. Sie wohnt hier nicht. ,
, II, ,
, nicht :
1. Er wird an dieser Untersuchung nicht teilnehmen.
2. Sie hat die Bücher trotz der Empfehlung ihres Lektors nicht gekauft.
3. Anna steigt in Berlin nicht aus.
4. Sie ist nicht dumm.
5. Dieser junge Mann ist daran nicht schuld.
6. Mein Sohn wird nicht Jurist.
32
nein, ,
, , : „Willst du noch ein Stückchen
Kuchen?" – „Nein. Danke". Hilft diese Maßnahme bei der Vorbeugung der Kriminalität? – Nein, sie hilft bei
der Vorbeugung der Kriminalität nicht.

Aufgabe 1. Hören Sie die folgenden Sätze. Sprechen Sie sie dem Sprecher (dem Lektor) nach. Beachten Sie
die Stellung des Negationswortes:
1. Ist der Arzt hier? – Nein, der Arzt ist nicht hier. 2, Ist der Täter alt? – Nein, er ist nicht alt. 3. Ist diese
Sache schwer? – Nein, sie ist nicht schwer. 4. Kommt er immer pünktlich? – Nein, er kommt nicht immer
pünktlich. 5. Ist das seine Frau? – Nein, das ist nicht seine Frau. 6. Wohnt der Zeuge in der Nekrassowstraße? –
Nein, er wohnt in der Puschkinstraße. 7. Bist du fertig? – Nein, noch nicht.

Aufgabe 2. Formulieren Sie die entsprechenden Fragen zu den folgenden Antworten:


1. Nein, er lebt nicht in Weimar. 2. Nein, ich studiere nicht die Rechtswissenschaften. 3. Nein, das Hotel
liegt nicht in der Pokrowkastraße. 4. Nein, das sind nicht seine Eltern. 5. Nein, die Untersuchung dauert nicht
lange. 6. Nein, er steigt in Leipzig nicht aus.

Aufgabe 3. Negieren Sie die folgenden Sätze:


1. Mein Freund ist Jurist. 2. Er untersucht diesen Fall lange. 3. Dieses Hotel befindet sich in der
Mozartstraße. 4. Er wird mit der Aufklärung dieser Straftat fertig. 5. Das ist seine Tochter. 6. Er fährt Auto. 7.
Die Aufklärung dieses Falls dauert lange. 8. Er arbeitet als Staatsanwalt. 9. Wir steigen in Dresden aus. 10. Der
Kriminalist hat die Aufklärung des Verbrechens beendet. 11. Der Arzt wird unbedingt kommen. 12. Er arbeitet
in dieser Woche viel. 13. Der Ausländer will an der Bonner Universität studieren.

Aufgabe 4. Setzen Sie in den folgenden Sätzen die Negation „nicht" an der richtigen Stelle ein:
1. Der Arzt untersucht den Patienten. 2. Wir warten auf das Auto. 3. Er wird an der Aufklärung dieses Falls
teilnehmen. 4. Der Zug kommt pünktlich. 5. Der Verletzte ist gestorben. 6. Sie kommt heute. 7. Hat er die
Wertsachen in den Tresor gelegt? 8. Der Täter hat sich ruhig verhalten. 9. Er ist schon zu Hause. 10. Verlassen
Sie sich auf den Zufall. 1.1. Sein Verhalten war verdächtig. 12. Man hat den Täter schon gefunden. 13. Der
Kriminalbeamte arbeitete mit Sorgfalt. 14. Meine Mutter wohnt in Moskau.

Aufgabe 5. Beantworten Sie positive Entscheidungsfragen negativ:


1. Hat dein Freund sein Wort gehalten? 2. Kann sein Sohn Auto fahren? 3. Wohnst du in Twer? 4. Ist das
Opfer gestorben? 5. Nimmt er an der Untersuchung teil? 6. Studiert er Medizin? 7. Will Boris Ingenieur
werden? 8. Hat der Arzt den Verletzten schon untersucht? 9. Wird dieser junge Kriminalist allein damit fertig?
10. Wartet er auf den Bus Linie 7? 11. Arbeitet dein Freund als Rechtsanwalt? 12. Wohnt er noch bei seinen
Eltern? 13. Hast du diesen Film schon gesehen? 14. Ist das deine Frau?

kein

kein ,
,
. kein ,
. kein :
) « » : Ich sehe hier keine Straftat. – .
) « », « »: Kein Arzt kann den Verletzten retten. –
.
) « », : Ich habe keinen Photoapparat mit. –
.

Aufgabe 1. Setzen Sie die folgenden positiven Aussagesätze in die Negativsätze, übersetzen Sie sie ins
Russische.
1. Hier liegt eine Karte. 2. Er hatte Angst. 3. Klaus hat einen Bruder und eine Schwester. 4. Der Kraftfahrer
trank Bier. 5. Der Kriminalist hat eine Spur gefunden. 6. Der Kriminalbeamte hat die Hoffnung, diesen Fall
erfolgreich zu beenden. 7. In diesem Dorf gibt es Stützpunkte der Öffentlichkeit und der Miliz. 8. Das sind
33
wichtige Indizien. 9. Ich habe Vater. 10. Das ist eine Straftat. 11. Der Fahrgast hatte eine Fahrkarte mit. 12. Das
ist ein Hotel. 13. Der Festgehaltene hatte Papiere mit. 14. Der Fahrer hat einen Führerschein.

Aufgabe 2. Negieren Sie die folgenden Sätze und beachten Sie dabei, wann „kein" und warm „nicht" stehen
müssen:
1. Der Verletzte darf Aussagen machen. 2. Er arbeitet als Krimmalist. 3. Sie darf Kaffee trinken. 4. Der Dieb
hat seine Schuld gestanden. 5. Der Fahrer hatte einen Führerschein. 6. Das Kind hat nur Vater. 7. Die
Untersuchung dauert lange. 8. Die Befragung der Einwohner hatte Erfolg. 9. Der Verhaftete hat Papiere mit. 10.
Hier hilft ein Mittel. 11. Ich traf ihn im Cafe. 12. Der Kriminalbeamte zweifelt an der Ehrlichkeit des Zeugen.
13. Der Arzt untersucht den physischen Zustand des Täters. 14. Er fährt Auto. 15. Seine Schwester ist als
Richterin tätig. 16. Du untersuchst diesen Fall sorgfältig. 17. Viktor trifft sich mit seinen Kollegen im Klub. 18.
Die Kriminalpolizei kam zu spät. 19. Unsere Tochter besucht uns in der nächsten Woche. 20. Der Milizmann
braucht einen Fahrplan. 21. Der Richter braucht neue Beweise. 22. Wir haben eine Wohnungsdurchsuchung
vorgenommen. 23. Sie haben den ganzen Tatort abgesucht.

Aufgabe 3. Geben Sie eine negative Antwort auf die folgenden Fragen. Beachten Sie dabei, wann „nicht"
oder „nein" verwendet werden und an welcher Stelle „nicht" stehen muß.
1. Brauchst du einen Stadtplan? 2. Brauchen Sie weitere Beweise? 3. Darf er Kaffee trinken? 4. Können Sie
Auto fahren? 5. Ist das Opfer am Tatort gestorben? 6. Ist dein Bruder als Kriminalist tätig? 7. Befindet sich die
Hochschule in der Poljan-kastraße? 8. Zweifelst du an der Richtigkeit der Aussagen dieses Zeugen? 9. Hat er
Schuld? 10. Hat der Fahrer Bier getrunken? II. Ist das ein Verhör? 12. Ist das seine Schuld? 13. Wohnt sie jetzt
in Berlin? 14. Beherrscht Alex eine Fremdsprache? 15. Ist der Chef da? 16. Ich das ein Hotel? 17. Kannst du
fotografieren? 18.Hast du schon Kinder? 19. Ist dieser Herr aus Moskau? 20. Kommst du spät nach Hause? 21.
Können Sie den Täter erkennen?

Aufgabe 4. Wie würden Sie das russisch sagen?


Artikel 16 : (1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. (2) Kein Deutscher dar fan das
Ausland ausgeliefert werden (GGB). (Grundgesetzbuch)

Aufgabe 5. Ergänzen Sie „kein" oder „nicht":


1. Nein, das ist... Hotel. 2. Ich zeige ... Fotos 3. Monika kommt... pünktlich. 4. Die Verhandlung dauert...
lange. 5. Ich kenne diese Frau ... . 6. Heinz arbeitet... als Anwalt. .7. Leider haben wir ... Beweise. 8. Ich will...
Kaffee trinken. 9. Der Täter will ... Aussagen machen. 10. Herr Heller wohnt ... in Köln. 11. Die Gäste kommen
heute ... . 12. Er will seine Schuld ... gestehen. 13. Das ist ... Verbrechen. 14. Das ist ... seine Schuld. 15. Allein
wird er mit der Aufklärung dieser Straftat... fertig. 16. Das ist... Rechtsverletzung. 17. Der Staatsanwalt konnte
die Schuld des Angeklagten ... beweisen. 18. Sie hatte ... Lust, ins Theater zu gehen.

Aufgabe 6. Führen Sie ein ähnliches Gespräch:


Du irrst dich!
Er: „Guten Tag, Erika! Darf ich dich heute abend einmal besuchen?"
Sie: „Ja, Herbert, komm um sieben Uhr!"
Er: „Herbert? Du irrst dich. Ich bin doch gar nicht Herbert".
Sie: „Das macht nichts. Ich bin ja auch nicht Erika".

Aufgabe 7. Sagen Sie das russisch:


1. Ein Ausländer, der keine Aufenthaltsgenehmigung besitzt, muß unverzüglich ausreisen. 2. Über die
Asylanträge entscheidet nicht die Ausländerbehörde, sondern „das Bundesamt für die Anerkennung
ausländischer Flüchtlinge" in Zirndorf (Bayern) mit Außenstellen in den Bundesländern. 3. Ich werde nicht
länger als eine Stunde auf ihn warten. 4. Der Kranke hat die ganze Nacht nicht geschlafen. 5. Gestern fand das
Sinfoniekonzert nicht statt. 6. Wir fahren nächstes Jahr mit unseren Eltern nicht an die See. 7. Nicht du sollst
die Arbeit machen, sondern dein Bruder. 8. Kein Mensch, kein Laut war zu hören. 9. Sie hatte keine Lust, nach
Hause zu gehen. 10. Wir haben kein Geld. 11. Das ist kein Vergnügen. 12. Kein Mensch kümmert sich darum.
13. Unter keinen Umständen mache ich das. 14. Ich habe keine Beschwerden. 15. Er ist kein schlechter Student.
16. Das hat keine Wirkung. 17. Ich kenne keinen. 18. Ich kann kein Englisch. 19. Lust habe ich keine. 20. Geld
hat er keins. 21. Keine weiß das besser als sie, 22. Ich kenne keinen, der das tut. 23. Es dauert keine zehn
34
Minuten. 24. Sie ist noch keine sechzehn Jahre alt. 25. Das glaubt dir keiner. 26. Ich kenne keinen von den
beiden Jungen.

(die Präpositionen)

durch 1) , Wir fahren darch den Wald.


2) Ich gehe durch die Puschkinstraße.
3) , Der Zeuge wurde durch den Mord beseitigt.
fllr 1) Das ist das Buch für dich.
2) Er kämpft für seine Überzeugung.
3) Die Aufgabe für morgen ist schwer.
ohne ( ) Ohne deine Hilfe mache ich das nicht Ohne Wörterbuch kann
ich das nicht übersetzen.
um 1) Um den Tisch stehen die Stühle.
2) ( ) Um wieviel Uhr? Um 3 Uhr ist der Unterricht zu Ende.
gegen 1) Ich bin gegen diesen Plan.
2) ( , Die Verhandlung dauert gegen 3 Stunden.
)
entlang ( ) Wir gehen die Straße entlang.
bis ( , Ich brauche diese Fotos bis morgen. Bis 12 Uhr bin ich zu
) Hause. Bis Trier sind es noch etwa 130 Kilometer.
wider , Wider Willen, wider Erwarten

Aufgabe 1. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in den Akkusativ, übersetzen Sie diese Wortgruppen ins
Russische.
1. durch (die Straße, der Wald, das Fenster, die BRD);
2. für (der Frieden, das Mädchen, die Verhandlungen, die Freilassung, du, er, dein Kollege, unser Sohn,
mein Kind, dieser Hörer);
3. ohne (das Wörterbuch, die Familie, der Bruder, ich, wir, sein Freund, ihre Mutter, deine Unterstützung);
4. um (der Tisch, das Hotel, die Stadt, das Haus);
5. bis (3 Uhr, morgen, Montag, Mai, heute);
6. gegen (der Krieg, die Verhaftung, das Gesetz, er, du, dieser Plan, seine Entlassung);
7. entlang (der Fluß, das Ufer, das Dorf, die Straße);
8. wider (der Wille, das Erwarten, die Verordnung).

Aufgabe 2. Ergänzen Sie die entsprechenden Präpositionen:


1. Sind diese Aufnahmen ... mich? 2. Sie kommt nach Hause ... 7 Uhr abends. 3. Mein Freund liest deutsche
Zeitungen ... Wörterbuch. 4. Gib mir dein Buch ... zwei Tage. 5. Iß ... mich. Ich komme erst ... 8 Uhr abends
zurück. 6. Sind Sie ... dieses Buch? 7. Die Hörer stehen ... ihren Lektor. 8. Gehen Sie die Puschkinstraße ... . 9.
Alle Menschen der Welt kämpfen ... den Frieden. 10. Ich brauche diese Beweismaterialien ... Dienstag. II....
wann bleiben Sie in Moskau? 12. Der Unterricht beginnt ... 9 Uhr und ist... 2 Uhr nachmittags zu Ende. 13.
Dieser Bus fahrt ... Lipezk. 14. Hier ist ein Brief... dich. 15. ... wieviel Uhr stehst du jeden Morgen auf? 16. Der
erfolgreiche Kampf ... die Kriminalität erfordert eine Zusammenarbeit der Milizorgane mit der Bevölkerung.
17. Man leitet... ihn ein Ermittlungsverfahren ein. 18. Der Zeuge wurde ... seine Feinde beseitigt. 19. Wir sind...
den Diebstahl versichert.

Aufgabe 3. Setzen Sie „bis zu" ein. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische.
1. ... Prüfung haben wir noch zwei Monate. 2. Die Straßenbahn fährt ... U-Bahnstation „Akademitscheskaja".
3. ... Mittagspause haben wir noch eine halbe Stunde. 4. Dieser Bus fährt direkt ... Roten Platz. 5. Der
Trolleybus Linie 28 bringt Sie direkt ... U-Bahnstation „Universität". 6. Der Bus Linie 17 fährt nicht ...
Mendelejewstraße. 7. Die Untersuchung muß ... Jahresende abgeschlossen werden. 8. Die Arbeit muß ... Ferien
geschafft werden. 9. ... ersten September habe ich Urlaub. 10. Er muß seine Arbeit... Ende des Monates
abgeben. II.... Urlaub muß ich noch viel erledigen.
35
Aufgabe 4. Beantworten Sie die folgenden Fragen:
1. Um wieviel Uhr stehst du gewöhnlich auf? 2. Um wieviel Uhr gehst du nach Hause? 3. Bis wann bleibst
du heute auf der Arbeit? 4. Von wann und bis wann arbeitet dein Chef? 5. Durch welche Straßen fährt dieser
Bus? 6. Für wen kaufst du diesen Fotoapparat? 7. Wer kann diesen Artikel ohne Wörterbuch übersetzen? 8.
Fährst du bis zur Garibaldistraße mit der Straßenbahn? 9. Brauchst du diese Dokumente bis morgen? 10. Ist die
Bibliothek von 9 bis 15 Uhr geöffnet? 11. Ist das ein Verstoß gegen das Gesetz? 12. Ist das ein Verstoß gegen
die Straßenverkehrsordnung? 13. Hat er wider das Gesetz gehandelt? 14. Hat er bis (zum) 1. August Ferien? 15.
Wirst du bis (zum) Donnerstag warten? 16. Ist er bis (zum nächsten) nächstes Jahr mit seiner Arbeit fertig?

Aufgabe 5. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche;


1. ? 2. . 3.
? 4. . 5. . 6.
? 7. ? 8.
? 9. 4 . 10. ? II.
. 12. . 13. 3 . 14.
. 15. . 16.

. 17. . 18. 20
. 19. 19 . 20. .

bei 1)y Ich wohne bei meinen Eltern.


2) Bei der Tür. Bei anonymen Anzeigen.
3) Ich habe keinen Paß bei mir.
Die Schlacht bei Moskau.
binnen Dieser Fall ist binnen einem Monat aufzuklaren.
von 1) Ein Brief von meinen Eltern.
2) Von 3 bis 4 Uhr.
3) Er ist von Moskau.
4) Das Gesetz vom 1. August.
von + Substantiv Die Verhütung von Kriminalität. Die Plätze von Moskau.

zu 1) Er geht zum Richter.


2) Wir gehen zum Vortrag.
seit ( ) Seit diesem Jahr studiere ich an der Juristischen Akademie.
nach 1) Nach der Arbeit treibt er Sport.
2) ( ) Nach einem Monat.
3) ( Morgen fliegt unsere Delegation nach Wien.
« ?»)
4) Nach oben. Nach links.
5) , , Nach Vorschrift. Nach §61.
mit 1) Er war mit uns im Theater.
2) Fahren Sie lieber mit dem Taxi.
3) , Der Einbrecher machte die Tür mit einem Dietrich auf.
;

aus Aus Berlin; aus dem Zimmer; ein Messer aus Stahl.
außer , . . Außer dieser Straftat hat er noch eine Straftat begangen.
Außer Schußweite.
gegenüber Unserem Haus gegenüber liegt ein Postamt Ihm gegenüber
saß der Zeuge.
laut , Laut (dem) Bericht.
36
(mit) samt Der Lastwagen ist (mit)samt (dem) Anhänger umgekippt.
zufolge Dem Vertrag zufolge... Zufolge des Berichtes...
gemäß (meist , , Gemäß Artikel 6 des Gesetzes; der Verfassung gemäß.
juristisch
gebraucht)
entgegen , , Entgegen dem Befehl; dem Befehl entgegen.
dank Dank seinem Fleiß; dank einem Zufall.
zuliebe Seiner Frau zuliebe wird er das tun.
: gegenüber, entgegen, gemäß, nach .

Aufgabe l. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in den Dativ nach den folgenden Präpositionen:
1. bei (das Rathaus, der Haupteingang, die Tür, ich, wir, die Verwandten, mein Kind, ihre Tochter, diese
Frau);
2. zu (der Kreml, die Post, das Stadion, die Freunde, du, ihr, dein Chef, seine Schwester, dieses Hotel);
3. nach (die Mittagspause, der Unterricht, das Fest, die Ferien, er, sie ( ), meine Meinung, dieser Bericht,
Bonn, Rußland);
4. aus (das Auto, der Wagen, die Metro, die Zeitungen, es, Sie, ihre Worte, unsere Wohnung, dieses
Gebäude);
5. mit (der Bus, die Straßenbahn, das Taxi, die Großeltern, sie ( ), du, wir, euer Lehrer, diese Aufgabe).

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die folgenden Wortgruppen ins Russische:


1. Nach § 2 Abschnitt l der Verfassung. 2. Gemäß § 5 des Gesetzes über Ord-nungswi'drigkeiten. 3. Die
Vorbeugung von Straftaten. 4. Seit über einem Jahr. 5. Gemäß Artikel 3 des Strafgesetzbuches. 6. Die
Aufklärung von Rechtsverletzungen. 7. Mit dem Messer. 8. Zur Ermittlung und Überführung von Kriminellen.
9. Nach der Ermordung. 10. Im Alter von 30 Jahren. 11. Bei dem Verbrecher. 12. Das Gesetz vom IS.April.
13.Nach der Untersuchung. 14.Aus Kursk. IS.Außer diesen Spuren. 16. Zum Tatort. 17. Dem Tatort gegenüber.
18. Durch das Aufbrechen von Türen. 19. Allen Erwartungen entgegen. 20. Nach links. 21. Nach einem Jahr.
22. Mit dieser Arbeitsmethode. 23. Von hier aus. 24. Der Gebrauchsanweisung gemäß. 25. Mit dem Auto
fahren. 26. Entgegen dem Befehl. 27. Meiner Meinung nach. 28. Aus Angst. 29. Bei der Untersuchung. 30. Von
dort. 31. Dank seinem Willen. 32. Beim Anblick des verunglückten Wagens. 33. Die Untersuchungen zur
Aufklärung von Brennpunkten. 34. Dem Vortrag zufolge. 35. Seinem Vater zuliebe. 36. Laut Befehl, Gesetz,
Vorschrift, Artikel, 4 ärztlichem Gutachten, beiliegendem Brief, den erhobenen polizeilichen Nachforschungen.
37. Gemäß der Straßenverkehrsordnung; seinem Wunsch gemäß; der Anordnung gemäß handeln; etwas der
Vorschrift (der Bestimmung, dem Beschluß) gemäß durchführen.

Aufgabe 2.1. Sagen Sie das russisch:


1. Das Gesetz wurde den Vorschlägen der Kommission gemäß geändert. 2. Gemäß der
Straßenverkehrsordnung ist der Angeklagte schuldig. 3. Dank einem Zufall wurde die Tat entdeckt.

Aufgabe 3. Beantworten Sie die folgenden Fragen:


1. Zu wem gehst du jetzt? 2. Handelt er entgegen der Vorschrift? 3. Befindet sich ihr Haus der Post
gegenüber? 4. Wer sitzt Ihnen gegenüber? 5. Ist der Täter mit dem Auto gefahren? 6. Bist du aus Moskau? 7.
Gehst du nach dem Unterricht sofort nach Hause? 8. Gibt es noch irgendwelche Spuren außer dieser? 9. Seit
wann studierst du an der Juristischen Hochschule? 10. Hilft das bei der Aufklärung von Straftaten? 11. Führen
diese Spuren zum Tatort? 12. Schreibst du mit dem Kugelschreiber? 13. Läufst du zum Unterricht? 14. Fahren
Sie im Sommer nach Bulgarien? 15. War alles nach einem Jahr geklärt? 16. Fährt er nach der Verhandlung zum
Flughafen? 17. Lag der Tote bei der Tür? 18. Gehst du zum Richter heute?

Aufgabe 3.1. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische:


1. Fahre nach rechts! 2. Laut Gesetz ist der Alkoholausschank an Jugendliche verboten. 3. Laut dem Bericht
des Zeugen war der Fahrer betrunken. 4. Viktor schreibt den Brief mit der Schreibmaschine. 5. Mit großem
Interesse verfolge ich diese Untersuchung. 6. Wir müssen das Ziel binnen einer Stunde erreichen. 7. Die
Maschine war außer Betrieb. 8. Außer dieser Vorladung waren noch viele andere an ihn gerichtet. 9. Ich habe
darüber bei Puschkin gelesen. 10. Bei Glatteis ist besondere Vorsicht erforderlich. 11. Beim Einbruch soll man
darüber sofort die Miliz benachrichtigen. 12. Bei Regen ist es schwer, gute Aufnahmen zu machen. 13. Ich
37
kaufe zwei Kilo Äpfel zu einer Mark. 14. Er verkaufte ihm das Haus nebst (zusammen mit) Garage. 15. Nach
Jura ist Psychologie sein beliebtestes Studienfach. 16. Seit einem Monat warte ich auf Nachricht von ihr. 17.
Jugendlichen ab 16 Jahren ist der Zutritt gestattet.

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche:


1. 3 . 2. ? 3. ? 4.
? 5. , . 6. . 7.
. 8. 25 . 9.
. 10. . II. . 12.
. 13. 3
. 14. . 15. .
16. . . 17. 7 . 18.
. 19. . 20. . 21.
1 . 22. . 23. . 24.
. 25. .

anßerhalb , Wir wohnen außerhalb der Stadt


(an)atatt Statt eines Vermögens hinterließ er uns nur Schulden.
dank Dank seines raschen Handelns.
diesseits Diesseits des Flusses.
halber (steht , ( Besonderer Umstände halber mußte er seinen Wagen verkaufen.
nachgestellt) )
infolge Er starb infolge eines Unfalls.
inmitten , Inmitten des Sees befindet sich eine Insel.
innerhalb 1) , 2) Innerhalb des Gebäudes darf man nicht rauchen.
(innerhalb von) Innerhalb eines Monates sollen wir die Arbeit schließen.
aufgrund Aufgrund der Aussagen zweier Zeugen wurde er verhaftet.
während , Währenddes Urlaubs erholte ich mich auf der Krim.
anläßlich , Anlässlich des Feiertages arbeiten wir heute nicht.
anstelle Anstelle des wahren Täters.
jenseits Jenseits des Flusses liegt ein Wald.
i kraft , Kraft seines Amtes ist er dazu berechtigt.
längs Sie wanderten längs der Meeresküste.
mittels , Diese Tür kann man nur mittels eines Schweißgerätes öffnen.
oberhalb , , Oberhalb des 1. Stockwerks brach ein Feuer aus.
seitens Seitens des Arztes gibt es keine Einwände dagegen.
trotz Trotz des Verbots machte er das wieder.
um... willen , Um der Kinder willen ließen sie sich nicht scheiden.
ungeachtet Ungeachtet wiederholter Beschwerden.
unterhalb , Das Feuer war unterhalb der 2. Etage ausgebrochen.
unweit, unfern , Unweit des Tatortes.
zufolge , Einer Meldung zufolge
zugunsten , Er hat diese Aussage zugunsten seines Sohnes gemacht.
vermöge , Vermöge seiner Beziehungen.
wegen , Wegen des schlechten Wetters blieb ich zu Hause.
zwecks , Zwecks der Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität.
anhand , , Er wurde anhand der (anhand von) Indizien ermittelt und
überführt.
mangels , , Mangels ausreichender Beweise wurde der Angeklagte
, freigesprochen.

Aufgabe 1. Setzen Sie nach den folgenden Präpositionen den Genitiv ein:
38
1. Anläßlich (der Geburtstag, das Neujahr, die Feier, unsere Verlobung, dieses Ereignis, ihre Hochzeit);
2. (An) statt (die Vorlesung, das Seminar, der Unterricht, ein Rundfunkgerät, Blumen, eine Antwort, ich,
mein Freund);
3. Außerhalb (die Stadt, das Gebäude, der Garten, die Grenzen, die Arbeitszeit, die Sprechstunde);
4. Dank (sein rasches Handeln, ihre Geduld, dein Fleiß, Ihre Ehrlichkeit, sein operativer Eingriff);
5. Diesseits (der Fluß, die See, das Meer, die Alpen, die Grenze);
6. (besondere Umstände, die Vollständigkeit, ihr ungebührliches Betragen, sein Alter, die Form, die
Schwierigkeit, die Ordnung, die Ehre) halber;
7. Infolge (ein Unfall, der Nebel, der Regen, die zielgerichtete Zusammenarbeit, die Krankheit, das Verbot,
der starke Schneefall);
8. Inmitten (das Zimmer, die Stadt, der See, Europa, die Parkanlagen, dieses Feld, eine erregte
Menschenmenge, seine Kollegen);
9. Innerhalb (der Raum, das Haus, die Wohnung, ein Bezirk, die Woche, der Monat, das Semester, eine
bestimmte Zeit, ein Jahr, diese Frist, die Ferien, die Dienstzeit);
10. Jenseits (der Kanal, die Grenze, der Wald, die Straße);
11. Kraft (sein Amt, das Gesetz, mein Einspruch);
12. Längs (der Weg, die Gasse, der Wald, das Feld);
13. Mittels (ein Hammer, ein Gerät, ein chirurgischer Eingriff, ein Schraubenzieher, zahlreiche
Beobachtungen);
14. Oberhalb (das 1. Stockwerk, die Tür, das Dach, der Turm, das Dorf, die Brücke, der Nebenfluß, die
Bäume);
15. Seitens (die Stadtverwaltung, der Arzt, die Eltern, der Kläger, einige Verwandte, das
Untersuchungsorgan);
16. Trotz (das schlechte Wetter, der Protest, die Gefahr, zahlreiche Drohungen, das Verbot, der Regen);
17. Um (die Familie, der Sohn, die Kinder, unsere Freundschaft, seine Gesundheit, deine Autorität, meine
Laufbahn) willen;
18. Ungeachtet (seine schlechte Kondition, wiederholte Beschwerden, die Gefahr, meine Bitte, der Brand,
die Androhungen, die Kritik, ihr schlechtes Befinden);
19. Unterhalb (die 2. Etage, das 3. Stockwerk, der Berg, die Gürtellinie, der Weg, das Knie);
20. Unweit (der Tatort, das Hotel, die Brücke, der Wohnort, die Eisenbahnlinie, das Institut, unsere
Hochschule, dieses Milizrevier, der Leichnam, die Stadtmitte);
21. Wegen (die Erkrankung, das schlechte Wetter, der Krieg, Mangel an Beweisen, die große Kälte);
22. Während (eine Stunde, die Verhandlung, der Krieg, das Verhör, die Sommerferien, mein Urlaub, diese
Untersuchung);
23. (diese Meldung, der Vertrag, das Abkommen) zufolge;
24. Zugunsten (das Rote Kreuz, mein Bruder, seine Eltern, diese Frau, ihr Kollege);
25. Aufgrund (die Zeugenaussagen, der gefaßte Beschluß, dein Vorschlag, die Proteste von Arbeitnehmern,
die Verfassung, das Aktiengesetz).

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die oben angeführten Wortgruppen ins Russische.

Aufgabe 3. Beantworten Sie die folgenden Fragen nach dem Muster. Gebrauchen Sie in Ihren Antworten die
in den Klammern angegebenen Wortgruppen.

Muster: – Warum versäumt er den Unterricht?


– Wegen der Krankheit ( ).

1. Warum bleibt er am Wochenende zu Hause? ( , , ).


2. Wann erfährt sie das? ( , , , , ,
).
3. Wo befindet sich der Tatort? ( , , , ,
, ).
4. Wie lange untersuchen Sie diesen Fall? ( , , ),
5. Wie handelt er? ( , , ).
6. Wie ist es geschehen? ( , , ).
39
7. Wo liegt die Juristische Hochschule Moskau? ( « »,
),

Aufgabe 4. Beantworten Sie die folgenden Fragen:


1. Wirst du mit der Aufklärung der Straftat innerhalb eines Monates fertig?
2. Machst du diese Arbeit wärend der Ferien?
3. Besuchst du statt des Vortrages die Vorlesung des Dozenten K.?
4. Befindet sich die Hochschule unweit Ihres Wohnortes?
5. Wer untersucht diesen Fall statt seiner?
6. Kommt er zur Arbeit wegen der Erkrankung nicht?
7. Liegt der Tatort außerhalb der Stadt?
8. Muß er seinen Wagen besonderer Umstände halber verkaufen?
9. Kann man diese Tür mittels eines Schweißgerätes öffnen?
10. Hat er das trotz des Verbots gemacht?
11. Handelt sie noch so ungeachtet wiederholter Beschwerden?
12. Kann man viele Einzelheiten während des Verhörs erfahren?
13. Kann man diese Sache dank seines raschen Handelns noch retten?
14. Liegt dieses Haus inmitten des Waldes?
15. Gibt es keine Einwände seitens des Arztes, daß der Verwundete schon Aussagen macht?
16. Ist dieser Unfall infolge des Nebels passiert?
17. Hat der Kriminalist während der Untersuchung alles Notwendige aufgeklärt?
18. Kann man die Spuren trotz des Regens noch finden?
19. Wurde er aufgrund der Zeugenaussagen freigesprochen?

Aufgabe 5. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche:

1. , . 2.
« » . 3.
.? 4. . 5.
. 6.
(gesperrt sein). 7.
. 8. . 9. .
10. . 11.
. 12. . 13.
. 14. . 15.
. 16. . 17.
– . 18. « » . 19.
. 20. , . 21.
. 22. . 23.
. 24. . 25.
3 (jmdn. zu 3 Monaten Gefängnis verurteilen). 26.
(die Indizien). 27.
. 28. .

wo? ( ?)
wohin? ( ?):

an 1) ( ) An der Wand hängt ein Bild.


2) y Der Lektor hängt ein Bild an die Wand.
3) Der Stuhl steht am Tisch. Stell den Stuhl an den Tisch!
4) Ich studiere an der Juristischen Hochschule
auf ( ) Die Fotos liegen auf dem Tisch. Ich lege die

40
hinter , Ich sitze hinter dir.
neben , , Die Lampe steht neben dem Schrank. Ich stelle
m Die Dokumente liegen in meiner Aktentasche.
über 1) Die Bücherregale hängen über dem Sofa. Ich hänge die
2) Bücheregale über das Sofa.
unter 1) Unter dem Tisch liegt ein Teppich. Ich lege den Teppich unter den
Tisch.
2) Unter den Einwohnern gab es viele Zeugen.
vor Einige Stuhle stehen vor dem Fernseher. Wir
zwischen Zwischen dem Schrank und dem Bett steht ein Sessel. Ich stelle
einen Sessel zwischen den Schrank und das Bett.

wann? ( ?) :
an, in, vor.
: In diesem Monat fahre ich zu meinen Eltern. An diesem Montag haben wir keinen Unterricht.
Vor einem Jahr wohnte ich in Kaluga.
: auf, an, in ,
:

Akkusativ Beispiele
auf+ das = aufs aufs Land – ( , , )
an + das = ans ans Ufer –
in + das = ins ins Kino –

Dativ Beispiele
an + dem = am am Ufer –
in + dem = im im Dorf–

Aufgabe 1. Bestimmen Sie den Kasus des Substantivs. Stellen Sie die entsprechenden Fragen zu jeder
Wortgruppe:
im Hotel, ins Hotel, auf dem Tisch, auf den Tisch, neben dem Haus, neben das Haus, am Bahnhof, am
Freitag, in dieser Woche, in einem Jahr, aufs Land, in der Stadt, in die Stadt, ins Zimmer, im Zimmer, vor dem
Eingang, vor den Eingang, zwischen dem Kühlschrank und dem Gasherd, zwischen den Kühlschrank und den
Gasherd, hinter dem Sofa, hinter das Sofa, an die Wand, an der Wand.

Aufgabe 2. Lesen Sie die Wortgruppen der Übung l laut und übersetzen Sie sie ins Russische.

Aufgabe 3. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den richtigen Kasus ein. Beantworten Sie diese
Fragen,
1. Hast du an (der Dienstag) Deutsch? 2. Was liegt auf (der Tisch)? 3. Was legst du in (die Aktentasche)? 4.
Wer tritt in (das Zimmer) ein? 5. Haben wir an (der Sonnabend) keinen Deutschunterricht? 6. Wer hängt die
Karte an (die Wand)? 7. Hängt die Karte immer noch an (die Wand)? 8. Fährst du an (der Sonntag) auf (das
Land)? 9. Verbringst du den Sonntag auf (das Land)? 10. Wer stellt den Tisch zwischen (der Schrank und das
Bett)? 11. Steht der Tisch zwischen (der Schrank und das Bett)? 12. Setzt er sichan (dieser Tisch)? 13. Sitzt er
an (dieser Tisch)? 14. Liegt der Tatorthinter (der Wald)? 15. Stellt er sein Auto hinter (das Haus)? 16. Steht das
Auto hinter (das Haus)? 17. Setzt sich der Zeuge vor (der Untersuchungsrichter)? 18. Sitzt der Zeuge vor (der
Untersuchungsrichter)?

Aufgabe 4. Ergänzen Sie die folgenden Sätze. Übersetzen Sie die eingeklammerten russischen Wörter ins
Deutsche:
1. Ich lege die Papiere in ( , , ).
2. Der Student geht in ( , , , ).
3. Wir stellen den Tisch vor ( , , , , , ).
4. Ich hänge das Bild neben ( , , , ).
5. Die Lampe hängt über ( , , , ).
41
Aufgabe 5. Verneinen Sie die folgenden Sätze nach dem Muster:

Muster: – Wir stellen den Tisch an die Wand (das Fenster).


– Nein, wir stellen den Tisch nicht an die Wand, wir stellen ihn lieber ans Fenster.

1. Wir stellen den Schrank neben die Liege (das Regal).


2. Wir stellen die Stühle an den Tisch (das Sofa).
3. Wir legen die Bücher auf das Regal (der Tisch).
4. Wir stellen das Radio auf den Schrank (das Regal)
5. Wir stellen den Schrank zwischen den Sessel und das Sofa (das Bett und der Tisch).

Aufgabe 6. Setzen Sie die richtigen Präpositionen ein (an, unter, in, vor, zwischen, hinter, über, neben):
1. Ich stelle die Blumen... den Tisch. 2. Ich setze mich... den Tisch. 3. Ich stelle die Bücher ... das Regal. 4.
Ich lege diese Dokumente ... meine Aktentasche. 5. Der Lektor setzt sich... die Hörer. 6. Der Kriminalist legt
die Fotos ... den Zeugen. 7. Ich hänge das Bild ... das Bett. 8. Er sitzt immer ... dem Studenten K. 9. Er setzt
sich ... seine Frau und seinen Sohn. 10. Die Katze liegt nicht... dem Sessel, sondern sie liegt ... dem Sessel. 11.
Ich lege die Fotokamera... den Schrank. 12. ... der Post ist das Lebensmittelgeschäft. 13. Wer wohnt... dem 3.
Stock? 14. Der Angeklagte sitzt... dem Richter und dem Anwalt. 15. Ich bin ... dem ersten Studienjahr. 16. Ich
studiere ... der Lomonossow-Universität. 17.... 12 und 13 Uhr essen wir zu Mittag.

Aufgabe 7. Beantworten Sie die folgende Frage:


Was steht und was liegt auf dem Tisch? Auf dem Tisch... (das Heft, das Messer, der Kugelschreiber, die
Kanne, der Teller, die Bücher, das Glas, der Brief, die Blumenvase, die Tonbänder).

Aufgabe 8. Setzen Sie „liegen" oder „legen" ein:

A: Wo ... denn die Fotos?


B: Vater ... sie immer in das lbum.
A: Dort ... sie aber nicht.
B: Sieh mal auf das Regal ! Vielleicht... sie auf diesem Regal.
A: Ja, du hast recht. Hier ... sie. Aber wer ... sie nur dorthin?
B: Ich weiß es nicht. ... sie dann bitte wieder ins Album!

Aufgabe 10. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche:


1. ! 2. . 3.
. 4. . 5. (
) . 6. . 7. .
8. . 9. . 10.
. 11. . 12.
. 13. ! 14. . 15.
! 16. . 17. . 18.
! 19. . 20.
. 21. . 22. . 23.
. . 9 17 .
24. . 25.
. 26. . 27.
.

Aufgabe 11. Üben Sie nach folgendem Beispiel:


Beispiel: – auf (der Küchentisch) legen;
– Wo hast du das Geld gelassen? Hast du es vielleicht auf den Küchentisch gelegt?
– Nein, auf dem Küchentisch liegt es nicht.
1. in (die Tasche) stecken; 2. hinter (die Bücher) legen; 3. in (die Schreibtischschublade) legen; 4. in (das
Portemonnaie) stecken; 5. zwischen (die Seiten eines Buches) legen; 6. unter (das Radio) legen.

42
Aufgabe 12. Üben Sie mit anderen Präpositionen nach folgendem Beispiel:

Beispiel: A: Wo liegt die Zeitung?


B: Auf dem tisch: Du weißt doch, ich lege die Zeitungen immer auf den Tisch.

Aufgabe 13. Ergänzen Sie „an (am)" oder „in (im)": , ... einer Woche, ... meinem Geburtstag,... Abend,... der
Nacht, ... Jahre 1997, ... Samstag, ... diesem Augenblick, ... der Zeit vom 2. bis 9. Mai.

Aufgabe 14. Übersetzen Sie ins Russische:


1. Er schlief bis in den Tag hinein. 2. Bis nächsten Donnerstag muß die Übersetzung fertig sein. 3. Bis zum
Bahnhof will ich Sie gern begleiten. 4. Wir gingen durch den Wald. 5. Durch die Benutzung eines Notausgangs
konnten sich die Bewohner retten. 6. Sie gingen den Bahnsteig entlang. 7. Ich tue alles für dich. 8. Für sein
Alter ist er noch sehr rüstig. 9. Bitte geh für mich aufs Finanzamt. 10. Er schrieb das Protokoll Wort für Wort.
11. Ohne Sprachkenntnisse wirst du nie Chefsekretärin. 12. Er schlug mit der Faust gegen die Tür. 13. Ich bin
gegen das Rauchen. 14. Wir saßen um den Tisch herum und diskutierten. 15. Um 20 Uhr beginnt die
Tagesschau. 16. Wider Erwarten hat er die Stellung bekommen. 17. Aus Furcht verhaftet zu werden, verließ er
die Stadt. 18. Entgegen den allgemeinen Erwartungen siegte die Oppositionspartei. 19. Dir gegenüber habe ich
immer die Wahrheit gesagt. 20. Er hat seiner Ansicht entsprechend gehandelt. 21. Sie hat das sicher nicht mit
Absicht getan. 22. Mit der Zeit werde ich ungeduldig. 23. Nach dem Gesetz darf uns der Hauswirt nicht
kündigen. 24. Ich danke dir für deinen Brief vom 15.3.. 25. Er bringt seine Steuererklärung zum Finanzamt. 26.
Wie sagt man das auf Deutsch (in der deutschen Sprache)? 27. Der Verdächtige wurde mangels ausreichender
Beweise freigesprochen. 28. Aufgrund der Zeugenaussagen wurde der Beschuldigte zu drei Jahren Gefängnis
verurteilt. 29. Anstelle des wahren Täters wurde ein Mann gleichen Namens verhaftet.

Aufgabe 15. Machen Sie sich mit den Erläuterungen zum Text bekannt:

1. Das Ministerium des Innern (Mdl), das Innenministerium, das Ministerium für innere Angelegenheiten
(MfiA) – ( ).
2. Der mehrstöckige Neubau – .
3. Das Abitur (die Hochschulreife) – .
4. Der Fachschulabschluß – .
5. die Fachübersetzerausbildung– . .
6. einen bedeutenden Platz einnehmen – .
7. die Wissensvermittlung – .
8. die Kader zur Bekämpfung von Wirtschaftsstraftaten – (
).
9. gerichtet sein (auf+ Akk.) – .

Aufgabe 1. Hören Sie den Text „A". Lesen Sie ihn laut. Übersetzen Sie ihn ins Russische.

Text „A"

Die Moskauer Juristische Hochschule

Die Juristische Hochschule Moskau ist eine relativ junge Lehrstätte des Ministeriums für innere
Angelegenheiten. Sie wurde 1975 gegründet. Sie liegt in der Volginstraße. Das ist ein mehrstöckiger Neubau.
Das Studium an der Hochschule dauert 4 Jahre für Direktstudenten und 5 Jahre für Femstudenten, weil es
hier Direkt- und Fernstudium gibt. Um das Studium aufnehmen zu können, ist die Hochschulreife (das Abitur)
bzw. der Fachschulabschluß erforderlich. Immatrikuliert werden vorwiegend die Bewerber, die bereits einige
Jahre in den Organen für innere Angelegenheiten gedient haben. Vorher aber haben die Studienbewerber einige
Aufnahmeprüfungen erfolgreich zu bestehen: eine Prüfling in Russisch (ein Aufsatz), eine Prüfung in
Geschichte des Vaterlandes, eine Prüfung in Staatskunde (Staatslehre) und noch eine Prüfung in sportlichen
Leistungen. Außerdem unterziehen sich alle Bewerber einem Eignungsgespräch. Wenn die Studienbewerber
bei den Prüfungen und dem Eignungsgespräch die nötige Punktzahl erreicht haben, werden sie an der
Hochschule immatrikuliert. Über die Zulassung zum Studium entscheidet die Zulassungskommission der
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Hochschule. Die Immatrikulierten nennt man bei uns Hörer Die Hörer erhalten ein Stipendium. Unsere
Hochschule hat ein Wohnheim (Internat). Die Moskauer Juristische Hochschule verfugt über modern
ausgerüstete Kabinette, Laboratorien, Übungsräume, Hörsäle, Seminarräume, Aula und Turnhallen, Die Hörer
studieren viele Fächer, darunter Geschichte., Philosophie, Pädagogik, Psychologie usw. Es werden auch
Spezialdisziplinen wie Strafrecht, Strafprozeßrecht, Staats- und Verfassungsrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht,
Arbeitsrecht, Handelsrecht, Steuerrecht, Kriminalistik, Kriminologie u.a. intensiv studiert. Als Fremdsprachen
werden verbindlich Deutsch, Englisch oder Französisch gelehrt. Die Fremdsprache wird entsprechend den
Vorkenntnissen und Studienwünschen gewählt.
An der Juristischen Hochschule Moskau wird sogar die Fachübersetzerausbildung für das Fachgebiet Jura
durchgeführt. Bei der Sprachkundigenausbildung werden neben den herkömmlichen auch moderne intensive
und kommunikative Methoden sowie audiovisuelle Mittel verwandt. Zahlreiche Sprachlabors, die mit
Recordern, Computern, Bildwerfern, Vorföhrungsapparaten, Kameras, Projektoren, Fernsehgeräten und
anderen modernen Unterrichtsmitteln ausgerüstet sind, unterstützen den Lernprozeß. Am Ende des 2.
Studienjahres (des 4. Semesters) schließt die Fremdsprachenausbildung mit einer Abschlußprüfung ab.
Die künftigen Offiziere der Miliz beschäftigen sich mit der allgemeinen und gerichtlichen Fotografie, mit
Maschineschreiben. Da der Dienst in den Rechtspflegeorganen auch Ausdauer und eine stabile Gesundheit
erfordert, nimmt der Sport einen bedeutenden Platz bei der Ausbildung der künftigen Polizeibeamten ein. Alle
Lehrstühle der Hochschule arbeiten aufs engste zusammen und sorgen nicht nur für die Wissensvermittlung,
sondern auch für die Erziehung der Hörer. An der Hochschule lehren, forschen und wirken viele Professoren,
Dozenten, Lektoren und Angestellte. Die Dozenten und Professoren halten Vorlesungen und leiten Seminare.
Unsere Hochschule bildet hochqualifizierte Fachleute heran: Juristen, Kriminalisten, Kader zur Bekämpfung
von Wirtschaftsstraftaten.
Die Hörer absolvieren ein vierwöchiges Praktikum in den Organen für innere Angelegenheiten. Besondere
Aufmerksamkeit wird dem Studium der Fächer gewidmet, die fachliche Kenntnisse vermitteln und auf die
Herausbildung der in diesem Dienstzweig notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten gerichtet sind. Als
Hauptaufgabe des Lehr- und Erziehungsprozesses wird die größtmögliche Annäherung an die Bedingungen der
Praxis betrachtet.
Der Unterricht beginnt in der Regel um 9 Uhr und ist um 14 Uhr zu Ende. Nach dem Unterricht gehen die
Hörer in die Mensa. Sie essen dort zu Mittag. Nach der Mittagspause machen die Hörer in den Lesesälen ihre
Hausaufgaben. Sie arbeiten viel selbständig. Ferner haben sie manchmal Dienst, treiben aktiv Sport und beraten
sich mit ihren Lektoren über verschiedene Fragen. Am Ende jedes Semesters legen die Studierenden einige
Zwischenprüfungen und Prüfungen ab. Das Studium an der Moskauer Juristischen Hochschule ist schwer aber
interessant.

Aufgabe 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text:


1. Ist die Moskauer Juristische Hochschule eine junge Lehrstätte des Innenministeriums? 2. Wann wurde sie
gegründet? 3. Wo liegt sie? 4. Was für ein Bau ist das? 5. Wie lange dauert das Studium an der Hochschule? 6.
Hat unsere Hochschule nur Direktstudium? 7. Was ist für das Studium an der Hochschule erforderlich? 8. Wer
wird an der Hochschule in erster Linie immatrikuliert? 9. Wieviel Aufnahmeprüfungen (Zulassungsprüfungen)
muß man ablegen? 10. Wozu unterziehen sich die Bewerber einem Eignungsgespräch? 11. Wer entscheidet
über die Zulassung zum Studium? 12. Wie nennt man die Immatrikulierten an der Hochschule? 13. Erhalten die
Hörer ein Stipendium? 14. Wo wohnen die Hörer der Hochschule? 15. Welche Studienfächer studiert man an
der Hochschule? 16. Welche Spezialdisziplinen werden an der Hochschule unterrichtet? 17. Welche
Fremdsprachen studieren die Hörer? 18. Wer erteilt Unterricht? 19. Über welche technischen Mittel verfügt die
Juristische Hochschule Moskau? 20. Womit beschäftigen sich noch die Hörer? 21. Warum nimmt der Sport in
unserer Hochschule einen bedeutenden Platz ein? 22. Wofür sorgen die Lehrstühle? 23. Wer hält die Seminare
ab? 24. Bildet unsere Hochschule hochqualifizierte Kader heran? 25. Welche Fachleute bildet .die Hochschule
heran? 26. Wann und wie lange leisten die Hörer ein Praktikum in den Organen für innere Angelegenheiten ab?
27. Um wieviel Uhr beginnt der Unterricht? 28. Wann ist der Unterricht zu Ende? 29. Wann essen die Hörer zu
Mittag? 30. Was machen die Hörer nach dem Unterricht? 31. Wann legen die Hörer ihre Zwischenprüfungen
und Prüfungen ab?

Aufgabe 3. Geben Sie den Inhalt des Textes „A" deutsch wieder.

Aufgabe 4. Erzählen Sie über Ihre Hochschule.


44
Aufgabe 5. Fragen Sie Ihren Freund nach seiner Hochschule, nach seinem Studium.

Aufgabe 6. Machen Sie sich mit den Erläuterungen zum Dialog bekannt:
1. ebenfalls – , ;
2. eine ganze Ewigkeit – ;
3. die Technische Universität– ;
4. der Diplomingenieur – ( );
5. die Zulassungsprüfungen – ;
6. das Eignungsgespräch – ;
7. jmdm. zur Verfügung stehen – . ;
8. jmd. zu Besuch einladen – . .

Gespräch I

Aufgabe 1. Hören Sie den Dialog zwischen Vadim und Peter. Führen Sie einen ähnlichen Dialog (Zwei
ehemalige Mitschüler begegnen sich zufällig vor dem Kino „Rossija").

Peter Vadim
Guten Abend, Vadim! Guten Abend, Peter!
Ich freue mich sehr über unsere Begegnung! Ich ebenfalls!
Ich glaube, wir haben uns eine ganze Ewigkeit nicht Ja, das stimmt. Inzwischen habe ich die Technische
mehr gesehen. Universität absolviert. Nun bin ich Diplomingenieur.
Und du?
Bei mir ist es nicht so einfach. Zuerst habe ich zwei Und was machst du jetzt?
Jahre bei der Armee und drei Jahre bei der Miliz
gedient.
Jetzt bin ich Hörer der Juristischen Hochschule Wano wurdest du an der Hochschule immatrikuliert?
Moskau.
Vor'einem halben Monat. Hast du schon mit dem Studium begonnen?
Ja. Seit dem 1. September Welche Zulassungsprüfungen hattest du abzulegen?
Vier Prüfungen. Eine Prüfung in Geschichte des Hattest du auch ein Eignungsgespräch?
Vaterlandes, eine Prüfung in Staatskunde, eine
Prüfung in Russisch (ein Aufsatz) und noch eine
Prüfung in Sportleistungen.
Jawohl. Vor den Aufnahmeprüfungen. Wieviel Punkte insgesamt hast du erreicht?
16 Punkte. Das war die nötige Punktzahl, deshalb Welche Fächer studiert man bei euch?
wurde ich immatrikuliert. Nun bin ich im ersten
Studienjahr.
Hauptsächlich Rechtswissenschaften. Wir studieren Wer leitet die Seminare? Und wer hält die
solche Spezialdisziplinen wie Strafrecht, Vorlesungen?
Strafprozeßrecht, Staatsund Verfassungsrecht, Miet-
und Wohnungsrecht, Handels-, Gesellschafts- und
Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht,
Jugendrecht, Verwaltungsrecht, Zivilrecht,
Steuerrecht, Umweltrecht, Kriminologie, Kriminalistik
u.a. Außerdem möchte ich Geschichte, Philosophie,
Pädagogik, Psychologie nennen.
Dozenten und Professoren Erfahrene Lektoren und Wer erteilt den Studenten Unterricht? Werden an
Oberlektoren erteilen bei uns Unterricht. Ihrer Hochschule auch Fremdsprachen gelehrt?
Selbstverständlich. Wir lernen Deutsch, Englisch und Wovon hängt die Wahl der Fremdsprache ab?
Französisch.
Das hängt von unseren Vorkenntnissen und Welche technischen Mittel stehen Ihnen zur
Studienwünschen ab. Verfügung?
Ganz verschiedene, z.B.: Recorder, Fernseher, Wie lange lernt man bei euch eine Fremdsprache?
Computer, Projektoren, Plattenspieler usw. Wir haben
45
sogar vier Sprachlabors mit Kassetten- und
Videorecordern und anderer moderner Technik.
Zwei Jahre. Was ist das Ziel des Fremdsprachenunterrichts?
Das Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist es, die Welche Fachleute bildet deine Hochschule heran?
Studierenden zu befähigen, sich in der Fremdsprache
zu verständigen und die Fachliteratur zu lesen und zu
verstehen.
Unsere Hochschule bildet Juristen, Kriminalisten, Haben Sie jeden Tag Unterricht?
Kader zur Bekämpfung von Wirtschaftsstraftaten
heran.
Ja, außer sonntags. Gelegentlich haben wir auch Wann beginnt der Unterricht?
sonnabends unterrichtsfrei.
Der Unterricht beginnt um 9 Uhr und ist um 14 Uhr zu Gehst du nach dem Unterricht gleich nach Hause?
Ende.
Nein. Ich arbeite noch viel selbständig. Ich bereite Von wann und bis wann ist der Lesesaal geöffnet?
im Lesesaal meine Hausaufgaben vor.
Von 9 Uhr bis 20 Uhr. Nun muß ich weg. Vielleicht besuchst du uns einmal?
Hier ist meine Adresse; Twerskajastraße 9, Wohnung
87. Das ist nicht weit vom Belorussischen Bahnhof.
Ich erwarte dich also am Sonnabend.
Vielen Dank für die Einladung. Ich komme gern. Also Na, dann tschüs!
bis Sonnabend!

Aufgabe 2. Erzählen Sie über die Fremdsprachenausbildung an Ihrer Hochschule.

Aufgabe 3. Fragen Sie Ihren Freund über die Juristische Hochschule aus. Verwenden Sie dabei das folgende
Wortmaterial:
die Juristische Hochschule Moskau; liegen; die Volginstraße; gründen; die Zulassungsprüfungen ablegen;
immatrikuliert werden an+D.; im 1. Studienjahr sein; Fachleute heranbilden; Kriminalisten, Juristen, Richter,
Kader zur Bekämpfung von Wirtschaftsstraftaten; werden; Vorlesungen halten; Unterricht erteilen; Seminare
leiten; eine Fremdsprache lernen; zur Verfügung stehen; das Sprachlabor; der Unterricht; beginnen; zu Ende
sein; 6 Stunden Unterricht jeden Tag haben; sich auf den Unterricht vorbereiten; der Lesessai; die Bibliothek;
geöffnet sein von 9 Uhr bis 20 Uhr; das Studium; dauern; das Stipendium erhalten; das Lieblingsfach.

Aufgabe 4. Fragen Sie Ihren Freund danach, welche Disziplinen man an der Juristischen Hochschule
Moskau studiert.
Lexikalische Erläuterungen und Übungen
lernen – studieren
lernen « , ». « »
« », : Er lernt Deutsch, Englisch,
Französisch.
lernen: Er lernt noch in der Schule.
lernen . , : Das Kind lernte
schnell lesen.
studieren , : Ich studiere Jura.
« », : Ich studiere an
der Lomonossow-Universität.

Aufgabe 1. Sagen Sie das auf Russisch.


1. Mein Sohn lernt das Gedicht auswendig. 2. Ich lerne nur eine Fremdsprache. 3. Mein Freund lernt
Französisch. 4. Ich will nicht Englisch, sondern Deutsch lernen. 5. Dieser Hörer will Schreibmaschine
schreiben lernen. 6. Meine Tochter lernt tanzen. 7. Mein Kleiner lernt noch in der Schule. 8. Lernen Sie die
Vokabeln zu jeder Lektion? 9. Zuerst lernte ich Elektromonteur. 10. Ich habe im Leben gelernt, vorsichtig zu
sein. II. In den letzten Jahren habe ich viel gelernt. 12. Sie lernt gerade, wie man einen Computer bedient.

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Aufgabe 2. Beantworten Sie die Fragen.

Muster: – Ich lerne Deutsch. Und du?


– Ich lerne Englisch.

1. Ich lerne Französisch. Und du? 2. Meine Schwester lernt noch in der Schule. Und deine Schwester? 3. Ich
studiere an der Hochschule. Und du? 4. Sie studiert Jura. Und er? 5. Ich lerne die Vokabeln zu jeder Lektion.
Und du? 6. Ich studiere gern das Fach Strafrecht. Und du? 7. Ich lerne nur eine Fremdsprache. Und du? 8. Ich
studiere in Moskau. Und du? 9. Jeden Tag lerne ich die grammatischen Regeln. Und du?

Aufgabe 3. Beantworten Sie die folgenden Fragen:


1. Was kann man lernen?
2. Wo kann man lernen?
3. Was kann man studieren?
4. Wo kann man studieren?

Aufgabe 4. Sagen Sie, was richtig und was falsch ist.


1.Ich studiere in einer Oberschule. 2. Ich studiere ein Gedicht auswendig. 3. Er lerne an einer Universität. 4.
Sie studiert Deutsch. 5. Wir lernen dieses Problem seit einem Jahr. 6. Ihr lernt Schach spielen, 7. Ich studiere
diese Frage seit einem Monat. 8. Sie studieren tanzen. 9. Mein Sohn lernt gut. 10. Man kann nie genug lernen.
11. Das lernt sich leicht. 12. Ich studiere, Deutsch zu sprechen.

Aufgabe 5. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche;


1. . 2. . 3.
. 4. : , . 5.
. 6.
. 7. . 8. . 9. .
. 10. . 11. ? 12.
. 13. ? 14.
.

Aufgabe 6. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Seit dem 1. September studiere ich an der Moskauer Juristischen Hochschule. 2. An dieser Hochschule
studiert man Jura. 3. Meine Schwester studiert an der philosophischen Fakultät der Lomonossow-Universität.
Sie studiert Logik. 4. Ich muß noch drei Jahre studieren. 5. Seit einem Monat studiere ich. 6. Ich habe das
Protokoll gründlich studiert. 7. Wir studieren auch Fachliteratur. 8. Dieses Problem studierte er schon seit
einem Jahr. 9. Mein kleiner Bruder möchte an der Technischen Universität studieren. 10. Sie studiert jetzt im 4.
Semester. 11. Der Polizist studiert den Ausweis.

Aufgabe 7. Setzen Sie „lernen" oder „studieren" ein:


1. Ich ... an der Humboldt-Universität. 2. Sie ... an der juristischen Fakultät. 3. Seit zwei Monaten ... ich Jura.
4. Meine jüngere Schwester... noch in der 2. Klasse. 5. Er... ein Gedicht von Goethe auswendig. 6. An dieser
Hochschule... man 4 Jahre. 7. Ich ... fotografieren. 8. Wir... Deutsch. 9. Die Hörer... die Vokabeln. 10. Ich ...
Auto fahren. 11. Der Gelehrte ... dieses Problem seit einigen Jahren. 12. Der Kriminalist ... das Protokoll
gründlich. 13. Man kann bei uns auch Computer bedienen.... 14. An welcher Hochschule ... du? 15. Er ... Jura
an der Universität Bonn. 16. Ich möchte zuerst die Speisekarte ....

lehren – unterrichten

lehren « , , ».
, : Ich lehre ihn das Fotografieren. Ich lehre ihn
fotografieren.
unterrichten :
1) , , :
Ich unterrichte (ihn) in Deutsch. Sie unterrichtet in verschiedenen Klassen.
47
2) , , :
Der Zeuge unterrichtete den Kriminalisten über den Vorfall.

Aufgabe 1. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Meine Frau lehrt in einer Oberschule. 2. Mein Bruder lehrt an einer Hochschule. 3. Seine Mutter lehrt in
den oberen Klassen. 4. Dozentin K. lehrt Deutsch. 5. Unser Freund lehrte uns Computer bedienen. 6. Wer hat
dich das gelehrt? 7. Mein Lehrer lehrte mich alle Straftaten sorgfältig aufzuklären. 8. Er hat uns gelehrt, kritisch
zu sein. 9. Die Geschichte lehrt, daß nichts Bestand hat.

Aufgabe 2. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Dieser Lehrer unterrichtet die Schüler gut. 2. Ich unterrichtete die Hörer in Deutsch. 3. Ihr Mann
unterrichtet schon seit einigen Jahren. 4. Jeder Lektor unterrichtet in verschieden Gruppen. 5. Der Zeuge
unterrichtete den Kriminalisten über den Vorfall. 6. Ich muß dich noch über den Sachverhalt unterrichten. 7.
Erst durch seinen Brief wurde ich von diesem Ereignis unterrichtet. 8. Ich bin darüber schlecht (gut)
unterrichtet. 9. Sind Sie bereits unterrichtet?

Aufgabe 3. Wählen Sie das richtige Wort:


1. Sie (unterrichtet, lehrt) an der Hochschule. 2. Er hat ihn über seine Abreise rechtzeitig (gelehrt,
unterrichtet). 3. Man hat mich über diesen Vorfall genau (unterrichtet, gelehrt). 4. Sie (lehrt, unterrichtet) uns
Deutsch zu sprechen. 5. Hast du ihn vom Tod seines Vaters schon (gelehrt, unterrichtet)?

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche:


1. . 2. . 3.
. 4.
. 5. ? 6. . 7.
. 8. . 9.
! 10. 4 . 11. .

verfügen über + Akk. – ., .

Aufgabe 5. Sagen Sie die folgenden Sätze russisch:


1. Ich verfüge über überzeugende Beweise. 2. Leider verfüge ich über meine Zeit nicht. 3. Dieser
Kriminalbeamte verfügt über gute Kenntnisse und reiche Erfahrungen. 4. Verfügen Sie über mich. 5. Du kannst
über meinen Wagen verfügen. 6. Wir verfügen schon über einige Indizien. 7. Dieser Mensch verfügt über gute
Beziehungen. 8. Leider verfügen wir über keine genauen Angaben. 9. Er verfügt über ein großes Vermögen.

Aufgabe 6. Geben Sie vollständige Antworten auf die Fragen Ihres Gesprächspartners:
1. Wofür interessieren Sie sich besonders? ( , ,
).
2. Wofür interessierst du dich? ( , , ,
, , , ).
3. Wofür interessiert er sich? ( , ,
).

Aufgabe 7. Drücken Sie Ihr Bedauern aus!

Muster: – Fällt Ihnen Deutsch leicht?


– Nein, diese Fremdsprache fällt mir leider schwer.

1. Besuchst du den Unterricht regelmäßig?


2. Arbeitest du an der Sprache viel?
3. Hast du dieses Verbrechen schon aufgeklärt?
4. Kannst du den Tatort beschreiben?
5. Kannst du den Täter erkennen?
6. Kann der Verletzte schon Aussagen machen?
48
7. Können wir die Spuren des Täters finden?
8. Kann dieser Zeuge uns bei der Aufklärung des Verbrechens helfen?
9. Kannst du mir das erklären?
10. Kannst du mich morgen anrufen?

sich vorbereiten auf + Akk. – .

Aufgabe 8. Gebrauchen Sie in Ihren Sätzen das Verb „sich vorbereiten".

Muster: – Im Juni finden die Prüfungen statt, (die Hörer)


– Die Hörer bereiten sich auf die Prüfungen vor.
1. Im August finden die Zulassungsprüfungen statt (die Studienbewerber).
2. In der nächsten Woche findet der Gerichtsprozeß statt (der Richter).
3. Am Mittwoch findet ein Vortrag über die Verhütung der Kriminalität statt (der Kriminalbeamte).
4. In einem Monat findet der Kongreß der Kriminalisten statt (die Teilnehmer).
5. Im nächsten Jahr finden die Olympischen Sommerspiele statt (die Sportler).
6. Im 2. Semester legen die Studenten drei Examen ab (sie).

Aufgabe 9. Verwandeln Sie die folgenden Sätze in die Imperativsätze nach dem Muster:

Muster: – Du bereitest dich auf den Unterricht vor.

1. Bereite dich auf den Unterricht vor!


2. Bereitet euch auf den Unterricht vor!
3. Bereiten Sie sich auf den Unterricht vor!
4. Bereiten wir uns auf den Unterricht vor!

1. Er lernt die Wörter und Redewendungen zu jeder Lektion. 2. Er studiert Jura. 3. Er untersucht diesen
Vorfall gründlich. 4. Er beschäftigt sich mit gerichtlicher Medizin. 5. Er studiert die Akten.

Aufgabe 10. Setzen Sie „nicht", „nichts", „niemand" oder „kein" ein:
1. Ich bereite mich... auf den Vortrag vor. 2. Er untersucht diese Sache .... 3. Er ist ... Kriminalist. 4. Es ist...
Verhör. 5. Kannst du Deutsch sprechen? – Nein, ich kann ... Deutsch sprechen. 6. Fährst du zum Tatort? –
Nein, ich fahre... zum Tatort. 7. Ist das ein Mord? – Nein, das ist... Mord. 8. Ich habe ... Beweise. 9. ... in
unserer Gruppe lernt Französisch. 10. Das Fach „Strafrecht" fällt mir ... leicht. II. ... kann mir bei der
Untersuchung helfen. 12. Der Zeuge wollte... Aussagen machen. 13. Ich wohne ... im Internat. 14. Die
Turnhalle liegt ... oben. 15. Er ist... Rechtsanwalt. 16. Der Angeklagte wohnt... in Kaluga. 17. Der Chef kommt
heute .... 18. Ich möchte ohne Arbeit... leben. 19. Sprich ... so laut! 20. Er hat... Angst. 21. Sie ist mit...
zufrieden. 22.... ist einfacher als das.

Aufgabe 11. Bestätigen Sie die folgenden Aussagen.

Muster: – Wo bereiten Sie sich auf den Vortrag vor? Im Lesesaal?


– Ja, das stimmt. Ich bereite mich auf den Vortrag im Lesesaal vor.

l. Wann legst du die Prüfung m Deutsch ab? Am Ende des 2. Studienjahres? 2. Seit wann studierst du an der
Juristischen Hochschule Moskau? Seit dem 1. September dieses Jahres? 3. Wo studierst du? An der Juristischen
Hochschule? 4. Wo wohnstdu? In Moskau? 5. Wer untersucht diesen Fall? Hauptmann Volkov? 6. Welches
Fach fällt ihm schwer? Das Strafprozeßrecht? 7. Wo liegt das Sprachlabor? Im Erdgeschoß? 8. Mit wem spricht
der Lektor während des Unterrichts auf Deutsch? Mit dem Hörer Orlow? 9. Wer klärt die Kriminalität auf? Die
Polizei? 10. Wer unterrichtet Sie in Deutsch? Dozentin K.? 11. Wer bereitet sich auf die Untersuchung vor? Der
Kriminalkommissar? 12. Wer beschäftigt sich mit dieser Sache? Der Kriminalist N.? 13. Welche Fachleute
bildet die Juristische Hochschule Moskau heran? Die Juristen? 14. Wer geht zum Vortrag „Aufdeckung und
Aufklärung der Kriminalität"? Alle Hörer? 15. Wann gehen die Hörer ins Sprachlabor? Nach dem Unterricht?
16. Wohin legst du die Fotos? Auf den Tisch? 17. Wann fährst du zum Tatort? Am Nachmittag? 18. Wohin
49
legst du diese Dokumente? In den Safe? 19. Wohin hängst du diese Karte? An die Wand? 20. Wann hast du die
Oberschule absolviert? Vor drei Jahren? 21. Wann wurdest du an der Hochschule immatrikuliert? Vor zwei
Monaten?

Aufgabe 12. Setzen Sie „keiner", „keines", „keine" ein:


1. Alle haben die Aufgaben gemacht, nur ich habe... gemacht. 2. Gestern waren alle Hörer im Praktikum, ...
fehlte. 3. Herr P. hat einen Fotoapparat, ich habe.... . 4. Mein Freund hat ein Auto, ich habe noch .... 5. Alle
Zeugen haben eine Vorladung bekommen, nur ich habe ... . 6. Gestern waren alle Studenten im Unterricht, ...
war krank. 7. Die meisten Verbrecher hinterlassen irgendwelche Spuren, Nur dieser hinterließ ... . 8. ... weiß das
besser als er. 9. Ich kenne ... von den beiden. 10. ... rührte sich.

Aufgabe 13. Bilden Sie die Sätze aus folgendem Wortmaterial: 1. Studieren, an, die Hochschule, ich, seit,
September. 2. Haben, ich, vier Zulassungsprüfungen, ablegen, erfolgreich. 3. Er, an, die Hochschule,
immatrikuliert werden, vor, zwei Monate. 4. Viele Spezialdisziplinen, wir, studieren. 5. Man, studieren, Jura,
hier. 6. Der Lektor K., mich, Deutsch, unterrichten, in. 7. Uns, lehren, Dozent R., die Kriminalität, aufklären. 8.
Machen, vor, das Studium, ich, das Abitur, haben. 9. Drei Fremdsprachen, sein, uns, bei, obligatorisch. 10. Ich,
das Fach „Zivilrecht", schwerfallen. 11. Deutsch, leichtfallen, er.

Aufgabe 14. Lesen Sie den Text „B" und übersetzen Sie ihn mit Hilfe eines deutsch-russischen
Wörterbuches ins Russische. (Einige Abschnitte sind mündlich und einige schriftlich zu übersetzen. Die Wahl
der Abschnitte ist dem Lektor überlassen).

Text „B"

Humboldt-Universität zu Berlin

Die Gründung einer Universität in Berlin war schon Ende des 18. Jahrhunderts im Gespräch. Wesentliche
Impulse gingen nach 1800 von bedeutenden Wissenschaftlern dieser Zeit aus, so u.a. von Fichte und
Schleiermacher, deren Reformideen auch die Universitätskonzeption Wilhelm von Humboldts beeinflußten.
Danach sollte eine „Universitas litterarum" entstehen, in der die Einheit von Lehre und Forschung verwirklicht
und die auf eine allseitige humanistische Bildung der Studierenden gerichtet ist,
Bei ihrer Gründung im Oktober 1810 bestand die Berliner Universität aus den vier klassischen Fakultäten:
Jura, Medizin, Philosophie, Theologie.
Anfänglich stand der Universität die Königliche Bibliothek zur Verfugung. 1831 wurde eine
Universitätsbibliothek eingerichtet.
Die Alma mater berolinensis trug von 1828 bis 1945 den Namen „Friedrich-Wilhelms-Universität". 29
Nobelpreisträger waren im Verlaufe ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit mit der Berliner Universität verbunden
und trugen zu einem bis heute anhaltenden ausgezeichneten wissenschaftlichen Ruf bei. Seit 1949 trägt die
Universität Unter den Linden den Namen der Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt.
Durch die deutsche Vereinigung 1990 wurde Berlin eine Stadt mit drei Universitäten. Mit Hilfe der
universitären Zentralen Personal- und Strukturkommission und der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen
Struktur- und Berufungskommissionen gab sich die Humboldt-Universität neue wissenschaftliche Strukturen.
Inhalte wurden evaluiert, verändert und neu definiert. Gleichzeitig wurde das gesamte Personal einer
persönlichen und fachlichen Überprüfung unterzogen. Bisher wurden etwa 500 Wissensschaftler/innen ' neu
bzw. erneut berufen. Ost- und westdeutsche Professor/innen sind zu jeweils etwa zur Hälfte vertreten. 13
Prozent der Berufenen sind Frauen.
Im Ergebnis der inneruniversitären Neustrukturierung gliedert-sich die Humboldt-Universität heute in elf
Fakultäten sowie die Zentralinstitute, Museum für Naturkunde und das neugegründete Großbritannien-Zentrum.
Wie die anderen Berliner Universitäten wurde die Humboldt-Universität zu einer Kuratorialhochschule des
Landes und verfugt seit 1992 über eine Präsidialverfassung. Zu dieser Zeit wurde erstmals in der Berliner
Hochschulgeschichte eine Frau an die Spitze einer Universität gewählt.
Heute werden an der Humboldt-Universität 224 Fachstudiengänge bzw. Studienfächerkombinationen
angeboten. In 17 Disziplinen bestehen Diplom-Studiengänge, hinzu kommen die Diplom-Studiengänge
Dolmetschen und Übersetzen in jeweils 12, darunter vielen osteuropäischen Sprachen. Das Magister-Studium
kann in 63 verschiedenen Fächern absolviert werden, davon in 50 Fächern als 1. oder 2. Hauptfach und in 62
50
Fächern als Nebenfach. Zum Studiengangsangebot gehören schließlich die mit einer Staatsprüfung
abschließenden Studiengänge Rechtswissenschaft, Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie sowie das
Hochschulexamen oder Kirchliche Examen im Fach Evangelische Theologie. Bis auf Kunst und Musik wird in
allen daftlr vorgesehenen Fächern die komplette Breite der Lehramtsstudiengänge angeboten, einschließlich des
Lehramts an Sonderschulen mit all seinen Spezialisierungsrichtungen.
Für diese breite Palette waren im Wintersemester 1994/95 rund 24.500 Studierende eingeschrieben; fast 9%
von ihnen kommen aus dem Ausland. Angebote für Zusatz-, Aufbau- oder Ergänzungsstudien sind noch
bescheiden, werden aber in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. Darüber hinaus hat die Humboldt-Universität
begonnen, die Fernstudien wieder anzubieten. Außerdem gibt es vielfältige Angebote im Bereich
wissenschaftlicher Weiterbildung.
Das Forschungsprofil der Universität umfaßt alle grundlegenden Wissenschaftsdisziplinen in der
Mathematik, den Naturwissenschaften, Agrarwissenschaften, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie
der Humanmedizin.
Die Universität gliedert sich in die Fakultäten und Zentralinstitute: Juristische Fakultät, Medizinische
Fakultät, Philosophische Fakultät, Theologische Fakultät, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und andere
Fakultäten, Museum für Naturkunde, Großbritannien-Zentrum, Sonderforschungsbereiche. Die Humboldt-
Universität zählt gegenwärtig 500 Professoren, über 25.000 Studierende, 2.700 ausländische Studierende.

Aufgabe 1. Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text „B":


1. Wie heißt offiziell die Berliner Universität? 2. Warm wurde sie gegründet? 3. Wieviel Fakultäten zählte
die Berliner Universität 1810? 4. Wann trug die Universität den Namen „Friedrich-Wilhelms-Universität"? 5.
Wieviel Fachstudiengänge werden heute an der Humboldt-Universität angeboten? 6. Welche Fachleute bildet
die Universität heran? 7. Wieviel Studierende waren im Wintersemester 1994/95 eingeschrieben? 8. Studieren
an der Universität auch Ausländer? 9. Warum trägt die Universität den Namen der Brüder Alexander und
Wilhelm von Humboldt? 10. Wissen Sie etwas über die Brüder von Humboldt (Wenn nicht, dann lesen Sie
darüber in Brockhaus Enzyklopädie)?

Aufgabe 2. Schreiben Sie und halten Sie einen Vortrag über den Lebensweg der Brüder von Humboldt!

Aufgabe 3. Schreiben Sie ein kurzes Referat zum Text „B" auf Russisch.

Aufgabe 4. Antworten Sie! Möchten Sie an der Berliner Universität studieren? Wenn ja, dann begründen Sie
Ihren Wunsch.

Aufgabe 5. Nennen Sie die Fakultäten der Universität, die im Text „B" erwähnt sind.

Aufgabe 6. Verwandeln Sie den Text „B" in einen Dialog.

Aufgabe 7. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text „C" mit Hilfe eines Wörterbuches (einige Auszüge
schriftlich, einige mündlich).

Text „C"

Das Goethe-Institut

Der vollständige Name des Instituts lautet: „Goethe-Institut zur Pflege der deutschen Sprache im Ausland
und zur Förderung der internationalen kulturellen Zusammenarbeit". Das Goethe-Institut ist eine weltweit tätige
Organisation zur Vermittlung deutscher Sprache und Kultur. Im Auftrage der Bundesrepublik Deutschland
nimmt es kulturpolitische Aufgaben im Ausland wahr. Das Goethe-Institut ist gemeinnützig und hat die
Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Seine Arbeit ist nichtgewinnbringend. Für seine Arbeit im Ausland
erhält das Institut öffentliche Mittel von der BRD. Die Goethe-Institute in Deutschland tragen sich die Kosten
durch Kursgebühren selbst. Die 151 Goethe-Institute in 78 Ländern bieten Kulturprogramme an, informieren
über Deutschland, erteilen Deutschunterricht und bilden Deutschlehrer fort. Sie arbeiten eng mit den
verschiedensten Partnern im Gastland zusammen. Jährlich lernen etwa 100.000 Sprachkursteilnehmer an den
Instituten im Ausland, 23.000 an den Instituten in Deutschland. Weltweit gibt es etwa 14.000
51
Kulturveranstaltungen jährlich. Präsident ist Professor Hilmar Hoffmann. Die Zentral-venvaltung des Goethe-
Instituts hat Ihren Sitz in München.
Deutsch lernen Sie am besten in deutscher Umgebung, d.h. in Deutschland. Das ist effizienter, geht schneller
und macht mehr Spaß. Sie lernen nicht nur in der Klasse. Neben dem Unterricht haben Sie auch Kontakt mit
Menschen an Ihrem Kursort. Je nach Vorkenntnissen werden die Kursbesucher in verschiedene Stufen
eingeteilt. Die Einstufung zu Kursbeginn besteht aus einem schriftlichen Test und einem Interview. Alle
Lehrerinnen und Lehrer des Goethe-Instituts haben eine abgeschlossene Hochschulausbildung und eine
Spezialausbildung „Deutsch als Fremdsprache". Im Unterricht wechseln viele Übungs- und Arbeitsmethoden
einander ab. Sie lernen: durch Interview, Diskussion, Rollenspiel, durch Arbeit mit der ganzen Klasse, zu zweit,
in kleinen Gruppen und alleine. Die Unterrichtssprache ist von der ersten Stunde an Deutsch. Man lernt im
Kurs alles, was man für die Kommunikation in deutscher Sprache braucht: korrektes Sprechen und gute
Aussprache, Lesen, Schreiben und Grammatik.
Der Kurspreis umfaßt auch die Benutzung der Mediothek. Man findet dort: Arbeitsplätze zum Selbstlernen,
Zeitungen und Zeitschriften, Videofilme, Tonkassetten, Computerprogramme, Übungsbücher, Grammatiken,
Lesetexte.
Die Kontakt- und Kulturprogramme bieten den Kursteilnehmern vielfältige Möglichkeiten, mit Deutschen zu
sprechen, Kultur in Deutschland zu erleben und Freundschaften zu schließen. Am Kursende erhalten Sie: eine
Teilnahmebescheinigung auf Wunsch mit Bewertung; nach erfolgreichem Bestehen einer der Prüfungen des
Goethe-Instituts ein Zeugnis. Sie können den Intensivkurs wählen. Die Intensivkurse bieten pro Woche 24 bis
30 Stunden Deutschunterricht ä 45 Minuten. In den Weihnachtsferien und an den Feiertagen gibt es keinen
Unterricht.

Aufgabe 1. Gliedern Sie den Text in einzelne Abschnitte.

Aufgabe 2. Suchen Sie im Text „C" die Abschnitte, wo es sich handelt um:
a) die Aufgaben und Ziele des Goethe-Instituts;
b) die optimalen Lernbedingungen;
c) die kompetenten Lehrer;
d) die Unterrichtsmethoden;
e) die Kursinhalte;
f) die Mediothek;
g) Kontakt und Kultur;
h) die Dokumentierung der Fortschritte.

Aufgabe 3. Erzählen Sie, was Sie über den Intensivkurs erfahren haben. Interessieren Sie sich für die
Intensivkurse? Wenn ja, dann warum?

Aufgabe 4. Fragen Sie Ihren Kommilitonen nach den Aufgaben und Zielen des Goethe-Instituts.

Aufgabe 5. Antworten Sie! Warum lernt man Deutsch am besten in Deutschland?

Aufgabe 6. Erzählen Sie Ihrem Studienkollegen über die Unterrichtsmethoden und Kursinhalte.

Aufgabe 7. Erklären Sie! Was versteht man unter „Mediothek"?

Aufgabe 8. Lassen Sie Ihre Kommilitonen die folgenden Fragen zum Text „C" beantworten:
1. Wie lautet der vollständige Name des Goethe-Instituts? 2. Was ist das Goethe-Institut? 3. Wer finanziert
die Arbeit dieser Institute im Ausland und in der BRD? 4. Wer ist Präsident des Goethe-Instituts? 5. Wo ist der
Sitz der Zentralverwaltung des Goethe-Instituts? 6. Welche Lehrer dürfen am Goethe-Institut Unterricht
erteilen? 7. Was lernt man im Kurs? 8. Haben die Kursteilnehmer die Möglichkeit, mit Deutschen zu sprechen,
Kultur in Deutschland zu erleben und Freundaschaften zu schließen? Wenn ja, dann auf welche Art und Weise?
9. Wie werden die Lernfortschritte der Kursteilnehmer am Kursende dokumentiert?

Aufgabe 9. Antworten Sie! Wußten Sie schon, daß es auch in Moskau das Goethe-Institut gibt? Erkundigen
Sie sich bei Ihrem Lektor nach der Anschrift dieses Instituts.
52
Aufgabe 10. Führen Sie ein Gespräch über das Goethe-Institut!

Aufgabe 11. Schreiben Sie die Fakten und Zahlen aus dem Text „C" heraus. Wovon zeugen sie?

Aufgabe 12. Erzählen Sie Ihrem Studienkollegen über das Goethe-Institut! Bemühen Sie sich dabei, ihn für
dieses Institut zu gewinnen!

Aufgabe 13. Antworten Sie! Möchten Sie an diesem Institut Deutsch lernen? Wenn ja, dann begründen Sie
Ihren Wunsch.

Aufgabe 14. Schreiben Sie einen Brief auf Deutsch über das Goethe-Institut. Aufgabe 15. Was glauben Sie,
wozu lernt man eine Fremdsprache überhaupt? Aufgabe 16. Nennen Sie ein Synonym für das Wort „Prüfer".

Aufgabe 17. Nennen Sie die Antonyme für: „immatrikulieren", „eine Prüfung bestehen".

Aufgabe 18. Sagen Sie! Welche Paraphrase paßt zum Ausdruck „der Prüfer": a) ,jmd., der geprüft wird"; b)
,jmd., der jmdn./etwas prüft".

Aufgabe 19. Sagen Sie das mit einem Wort „Jmd., der geprüft wird".

Aufgabe 20. Beantworten Sie die Fragen und informieren Sie darüber, was Sie jetzt erfahren, Ihren
Studienfreund:
Wußten Sie schon, daß ...
a) die erste deutsche Universität im Jahre 1385 in Heidelberg gegründet wurde?
b) die meisten Universitäten staatliche Einrichtungen sind und die deutschen Universitäten vom Staat (von
den Ländern) finanziert werden?
c) die deutschen Universitäten Lehrer, Sprach- und Kulturwissenschaftler, Jurisien, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftler, Geistliche, Natur- und Agrarwissen-schaftler, Ingenieurwissenschaftler und Ärzte
heranbilden?
d) die deutschen Universitäten die akademischen Grade Diplom und Magister Artium sowie den Doktorgrad
verleihen?
e) die Universität allein das sogenannte Habilitationsrecht hat?

Aufgabe 21. Lesen Sie, wie ein Wörterbuch den Begriff „habilitieren" erklärt:
habilitieren – „eine längere wissenschaftliche Arbeit schreiben und dadurch die Berechtigung bekommen, an
einer Universität, Hochschule (als Privatdozent oder Professor) zu lehren".

Aufgabe 22. Stimmen Sie dieser Deutung zu: „Habilitation ist Berechtigung zum Lehren an der
Universität"?

***

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „Heinrich Schliemann lernt Russisch".

Heinrich Schliemann lernt Russisch

Am 1. März 1844 erhielt ich eine Stelle als Korrespondent und Buchhalter in einer Firma in Amsterdam.
Mein Gehalt betrug zuerst 1200 Frank. Als aber meine Vorgesetzten meinen Eifer sahen, gewährten Sie mir
noch eine jährliche Zulage von 800 Frank. Da ich glaubte mich durch die Kenntnis der Russischen noch
nützlicher machen zu können, fing ich an, auch diese Sprache zu studieren. Die einzigen russischen Bücher, die
ich mir besorgen konnte, waren eine alte Grammatik, ein Lexikon und eine schlechte Übersetzung der
„Aventures de Telemaque". Trotz aller meiner Bemühungen gelang es mir aber nicht, einen Russischlehrer zu
finden, denn außer dem russischen Vizekonsul, Herrn Tannenberg, der mir keinen Unterricht geben wollte,
befand sich damals niemand in Amsterdam, der ein Wort von dieser Sprache verstand. So fing ich denn mein
neues Studium ohne Lehrer an und hatte mir in wenigen Tagen, mit Hilfe der Grammatik, die russischen
53
Buchstaben und ihre Aussprache eingeprägt. Dann nahm ich meine alte Methode wieder auf, verfaßte kurze
Aufsätze und Geschichten und lernte sie auswendig. Da ich niemanden hatte, der meine Arbeiten verbesserte,
waren sie ohne Zweifel sehr schlecht; doch bemühte ich mich, meine Fehler durch praktische Übungen
vermeiden zu lernen, indem ich die russische Übersetzung der „Aventures de Telemaque" auswendig lernte.
Um schnellere Fortschritte zu machen, engagierte ich einen armen Juden, der für vier Frank pro Woche
allabendlich zwei Stunden zu mir kommen und meine russischen Übungen anhören mußte, von denen er keine
Silbe verstand.
Da die Zimmerdecken in den gewöhnlichen holländischen Häusern meist nur aus einfachen Brettern
bestehen, kann man im Erdgeschoß oft alles vernehmen, was im dritten Stock gesprochen wird. Mein lautes
Rezitieren wurde deshalb bald den anderen Mietern lästig. Sie beklagten sich bei dem Hauswirt, und so kam es,
daß ich in der Zeit meiner russischen Studien zweimal die Wohnung wechseln mußte. Aber alle diese
Unbequemlichkeiten konnten meinen Eifer nicht vermindern. Nach sechs Wochen schon schrieb ich meinen
ersten russischen Brief an Wassilij Plotnikow, einen Kaufmann, mit dem meine Firma in Geschäftsbeziehungen
stand. Bald war ich imstande, mich mit ihm und anderen russischen Kaulleuten, die zu Auktionen nach
Amsterdam kamen, fließend in ihrer Muttersprache zu unterhalten.
(Nach: Heinrich Schliemann, Selbstbiographie)

Aufgabe 2. Beantworten Sie die Fragen zum Text:


1. Warum wollte H.Schliemann Russisch lernen? 2. Auf welche Art und Weise lernte er Russisch? 3.
Aufweiche Schwierigkeiten stieß er beim Erlernen der russischen Sprache? 4. Welche Rolle spielte der Eifer
von H.Schliemann beim Lernen des Russischen? 5. Wieviel Zeit brauchte H.Schliemann, um sich mit seinen
russischen Kaufleuten in ihrer Muttersprache zu unterhalten?

Aufgabe 3. Diskutieren Sie:


1. Was halten Sie von Schliemanns Methode? (Was finden Sie gut oder schlecht? Glauben Sie, daß Sie
selbst mit dieser Methode Deutsch erlernen könnten?).
2. Welche Rolle spielen die Sprachbegabung, die Intelligenz und die Motivation beim Fremdsprachenlernen?
3. Was ist für den Lernerfolg in der Fremdsprache wichtig?
4. Wie wichtig ist das Selbststudium bei der Aneignung von Fremdsprachen?
5. Welche Rolle spielen die Fremdsprachen heutzutage?

Aufgabe 4. Erzählen und diskutieren Sie.


1. Wozu braucht man beim Fremdsprachenerlernen die Grammatik?
2. Hat das Auswendiglernen von Wörterlisten einen Sinn? Wenn ja, dann begründen Sie Ihre Meinung,
3. Die Bedeutung des Sprachlabors beim Spracherwerb. Nennen Sie die Gründe dafür in knapper Form.
Beginnen Sie so: „Erstens: ..., Zweitens: ..., Drittens: ....

Aufgabe 5. Spielen Sie die Szene „Zum Studium in der BRD".


Vier Rollen müssen besetzt werden: Vater, Mutter, Tochter (oder Sohn), ein Bekannter der Familie.
Eine Tochter (ein Sohn) einer Familie möchte in der Bundesrepublik studieren. Ein Bekannter der Familie
hat früher in der BRD studiert und rät der Tochter (dem Sohn), nicht dort zu studieren. Die Eltern sind noch
nicht entschieden und stellen hauptsächlich Fragen und wollen genauere Informationen von der Tochter (dem
Sohn) und dem Bekannten der Familie haben.
Hier sind drei Argumente der Tochter (des Sohnes): keine finanziellen Probleme, besonders in den Ferien,
aber auch während des Semesters kann man Geld verdienen; wie deutsche Studenten kann man nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) Stipendium bekommen; nie allein und isoliert, weil es viele
ausländische Studenten in Deutschland gibt; moderne Universitäten, hoher Stand der Wissenschaft (manche
Studiengänge berücksichtigen direkt die Interessen ausländischer Studenten), viele Orientierungshilfen vor und
bei Beginn des Studiums, gute Berufsaussichten bei der Rückkehr in die Heimat und moderne, komfortable
Zimmer in Studentenheimen und bei Privatleuten.

Wortschatz zum Thema „Die Hochschule", „Das Studium"

die Hochschule, -, -n – , .
die Moskauer Juristische Hochschule– ; die. Juristische Hochschule Moskau – .
54
studieren (te, t) vi/vt –1) an+D. . Ich studiere an einer Hochschule, Universität
2) . Er studiert Jura seit zwei Jahren.
das Studium -s – ien 1) an+D. . Das Studium an der Juristischen Hochschule.
2) . Das Studium der Rechtswissenschaften fällt mir leicht.
Das Studium aufnehmen – ( )
das Direktstudium – ( ) .
das Abendstudium –
das Fernstudium – .
der Student, -en, -en – .
der Jurastudent – ,
der Direktstudent – .
der Abendstudent – .
der Fernstudent – .
der Lektor, -s, -toren – .
der Dozent, -en, -en – .
der Professor, -s, -en – .
der Lehrkörper, -s – .
der (Studien-) Bewerber, -s, – .
immatrikulieren (te, t) vt an + D.– , . Die Juristische Hochschule Moskau
immatrikuliert 800 Hörer. Sie wurde an der Lomonossow-Universität vor drei Monaten immatrikuliert.
exmatrikulieren (te, t) vt aus + D. – ,
prüfen (te, t) vt – , .
der Prüfer -s, – .
die Prüfung -, -en – , .
eine Prüfung abnehmen – .
eine Prüfung ablegen/machen – ,
eine Prüfung bestehen – ( ) .
bei/in einer Prüfung durchfallen – .
eine Prüfung in Deutsch – .
eine schwere, schriftliche, mündliche Prüfung ablegen – , ,
.
eine Prüfung mit „gut" (mit der Note Vier) bestehen – „ "( ).
jmdn. zu einer Prüfung zulassen – . .
die Aufnahmeprüfung – ( ) .
die Zulassungsprüfung – ( ) .
die Staatsprüfung – .
die Abschlußprüfung – .
die Zwischenprüfung – .
das Examen, -s, – .
der Examenator, -s, -toren – .
das Eignungsgespräch, -s, -e – ( ).
der Punkt, -s, -e – ( ).
Ich habe 16 Punkte bei den Aufnahmeprüfungen erreicht.
die nötige Punktzahl erreichen – .
die Note -, -n – , .
eine gute/schlechte Note in Englisch bekommen
.
jmdm. eine Note geben – . .
die Zensur, -, -en – , , .
eine gute/schlechte Zensur in Logik bekommen .
die Studienleistung, -, – .
zulassen (ließ zu, zugelassen) vt zu+D.– .
jmdn. zum Examen in Zivilrecht zulassen – . .
die Zulassung, -, -en – ( .), ( .).
die Zulassung zum Studium – . .
55
die Zulassungskommission, -, -en – .
der Hörer, -s, – .
das Stipendium, -s, -dien – , ein Stipendium erhalten/bekommen – .
das Wohnheim, -s, -e – .
das Internat, -(e)s, -e – .
das Laboratorium, -s, -rien – .
das Sprachlabor, -s, -s – .
der Übungsraum, -(e)s, -räume – .
der Seminarraum, -(e)s, -räume – .
der Hörsaale, -s, -säle – .
der Lesesaal, -s, -säle – .
die Aula, -, -len – .
die Turnhalle, -, -n – .
das Fach, -(e)s, Fächer – ( ).
das Studienfach – .
das Spezialfach – .
die Disziplin, -, -en – , .
die Spezialdisziplin – .
die Geschichte, -, -n – .
die Geschichte des Vaterlandes – .
die Philosophie, -, -n – .
die Pädagogik, -. -en – .
die Psychologie, -, -n – .
die Berufsethik, – .
das Strafrecht, -(e)s – .
das Strafprozeßrecht, -(e)s – .
das Zivilrecht, -(e)s – .
das Zivilprozeßrecht, -(e)s – .
das Verwaltungsrecht, -(e)s –
das Handelsrecht, -(e)s – .
das Arbeitsrecht, -(e)s – .
das Steuerrecht, -(e)s – .
das Sozialrecht, -(e)s – .
das Staats- und Verfassungsrecht – .
das Wirtschaftsrecht, -(e)s – .
die Kriminalistik – .
die Kriminologie – .
die Fremdsprache, -, -n – .
eine F. erlernen/aneignen – , .
eine F. lernen – .
eine F. beherrschen – .
das Deutsch – .
Er kann (beherrscht, versteht) Deutsch. Wir sprechen auf Deutsch.
die deutsche Sprache – .
der Lehrstuhl, -s, -stuhle – .
der Lehrstuhl für Kriminalistik
das Fachgebiet, -(e)s, -e – .
die Fachrichtung, -, -en – .
der Lernprozeß, -es, -e – .
das Tonbandgerät, -s, -e – .
der Kassettenrekorder -s, – .
der Videorekorder, -s, – .
der Bildwerfer, -s – , .
der Computer, -s, – , .
einen Computer bedienen – .
56
der Fernseher, -s, – .
das Lernmittel, -s, – .
die Anschauungsmittel – ( ).
das Studienjahr, -(e)s , -e – ; .
Ich bin im I. Studienjahr.
das Semester, -s, – .
das Sommersemester – .
das Wintersemester – .
Das Wintersemester beginnt im allgemeinen im Oktober, das Sommersemester im April. Er studiert im 4.
Semester.
das Ministerium, -s, -rien – .
das Ministerium des Innern – .
das Innenministerium – .
das Ministerium für innere Angelegenheiten – .
das Organ, -s, -e – .
das Organ für innere Angelegenheiten – .
das Rechtspflegeorgan – .
die Vorlesung, -, -en – .
eine Vorlesung in Philosophie halten – .
das Seminar, -s, -e – .
das juristische Seminar leiten/abhalten .
die Konsultation, -, -en – .
eine Konsultation geben/erteilen – .
die Übung, -, -en –1) ; 2) .
ausbilden (te, t) vt – ( ).
Juristen ausbilden – .
die Ausbildung, – PL ungebräuchlich – .
heranbilden (te, t) vt – , , ( ).
hochqualifizierte Fachleute heranbilden – .
der Fachmann, -s, Fachleute – .
der Jurist, -en, -en – .
der Kriminalist, -en, -en–1) : 2) .
absolvieren (te, t) vt–1) ( ).
Ich habe die Oberschule im Jahre 1995 absolviert.
2) ( ).
Die Hörer der Moskauer Juristischen Hochschule absolvieren das Praktikum in den Organen für innere
Angelegenheiten.
unterrichten (te, t) vt– 1) jmdn. in + D. ( . .), ( . .).
Der Lektor M. unterrichtet uns in Verwaltungsrecht.
2) jmdn. über + Akk. . ., .
Der Zeuge unterrichtete die Polizei über den Vorfall.
der Unterricht, -s, ohne PL – ( ) , .
(den) Unterricht erteilen – ( . ).
den Unterricht versäumen – .
dem Unterricht fernbleiben – .
am Unterricht teilnehmen – .
Der Unterricht beginnt um 9 Uhr. Der Unterricht ist um 14 Uhr zu Ende. Der Deutschunterricht fällt heute
aus.
die Fachhochschule – .
lehren (te, t) vt – , .
Meine Frau lehrt Deutsch in einer Oberschule. Mein Freund lehrt mich fotografieren.
die Hausaufgabe, -, -n – .
die Hausaufgaben vorbereiten/machen/anfertigen – .
erwerben (a, o) vt – .
Sie hat sich mit viel Fleiß und Eifer gute Sprachkenntnisse erworben.
57
verfügen (te, t) vi über + Akk. – ., .
das Praktikum, -s, -ka – .
das Praktikum absolvieren/ableisten/machen – .
schwerfallen (fiel schwer, schwergefallen) vi – .
Englisch fällt mir schwer.
leichtfallen (fiel leicht, leichtgefallen) vi – .
Deutsch fällt mir leicht.
der Sport, -s, ohne PL – .
Sport treiben – .
aufnehmen (nahm auf, aufgenommen) vt in + Akk. – ( , ).
vorbereiten, sich (te, t) auf + Akk. – .
Wir bereiten uns auf die Prüfungen (den Unterricht) vor.
obligatorisch, verbindlich – .
der Studentenausweis, -es, -e – .
das Studienbuch, -es, -bücher – .
kostenlos, gebührenfrei – .
der Studiengang, -(e)s, -gange – , .
der Stundenplan, -(e)s, -plane – ( ).
der Fremdsprachenunterricht – .

LEKTION 3. : . :
), , ;
; . :« »
(Moskau, Berlin, Bonn, Wien).

– .
,
: der Alte – , die Alte – ; das Alte – , der Angeklagte – , die
Angeklagte ; der Anklagende , die Reisende ; der Reisende –
.
, .
: das
Verbrechen – ; das Vorgehen – ; das Leben – .

Aufgabe 1. Bilden Sie aus den folgenden Adjektiven, Partizipien und Infinitiven die entsprechenden
Substantive! Schreiben Sie sie in Ihre Hefte ein!
krank, alt, angeklagt, verletzt, verwundet, leben, schreiben, reisend, neu, bekannt, verwandt, geschädigt,
verdächtig, auffinden,. aufsuchen, angestellt, verfahren, vorgehen, gefährdet, ersuchen, bestraft, verhaftet,
prüfend, geprüft, schwach, angedroht, versichert, verschulden, versehen, vermögen, beschuldigt, stehlen,
beauftragt, bedroht, vorgesetzt.

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die vorher gebildeten Substantive ins Russische. Überprüfen Sie Ihre
Übersetzungen mit den Übersetzungen eines Wörterbuches.

Aufgabe 3. Erklären Sie die Bildung der folgenden Substantive: Das Vertrauen, das Schreiben, das Leben,
das Lesen, das Neueste, das Alte, das Entscheidende, der Entlassene, das Erreichte, der Bedrohte, das
Wichtigste, das Verfahren, das Vermögen, das Bedenken, das Versehen, das Stehlen, das Vermeiden, der
Versicherte, der Bevollmächtigte, der Bestrafte, das Ersuchen, der Angestellte, die Verdächtige, die Verwandte,
seine Verwandten, die Bekannte, die Kranke, der Reisende, der Deutsche, die Geschädigte, der Verletzte, der
Beschuldigte, der Beauftragte.

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die vorstehenden Substantive ins Russische! Überprüfen Sie Ihre Übersetzungen
mit den Übersetzungen eines Wörterbuches!

Aufgabe 5. Wie würden Sie das deutsch sagen?


58
, , , , , , , ,
, , , , , , , , .

Aufgabe 6. Suchen Sie nach den deutschen Entsprechungen für die vorstehenden russischen Wörter!
Der Angeklagte, die Bekannten, der Alte, das Leben, das Schreiben, die Verwandten, der Verletzte, der
Verhaftete, der Verwundete, das Vertrauen, das Verfahren, der Deutsche, der Verdächtige, der Angestellte, das
Verlangen, das Neueste, das Wichtigste, der Beschuldigte.

(Personalpronomen)

:
ich – wir –
du – ihr –
er – sie –
sie – Sie –
es –

, . 3-
.

Singular
Person 1 2 3
Kasus Mask. Fern. Neutr.
Nom. ich du er sie es
Gen. meiner deiner seiner ihrer seiner
Dat. mir dir ihm ihr ihm
Akk. mich dich ihn sie es

Plural
Person 1 2 3
Nom. wir ihr sie
Gen. unser euer ihrer
Dat. uns euch ihnen
Akk. uns euch sie

Sie ( ) 3- .
Sie . Sagen Sie das bitte noch einmal. – , ,
.
Sie ,
.

Aufgabe 1. Beachten Sie die Satzstellung mit Pronomen im Akkusativ und Dativ:
I. Der Lehrer gibt dem Schüler das Buch nach dem Unterricht. 2. Der Lehrer gibt ihm das Buch. 3. Der
Lehrer gibt es dem Schüler. 4. Der Lehrer gibt es ihm nach dem Unterricht. 5. Um 8 Uhr bringt mir der
Briefträger die Post. 6. Aus München ruft mich mein Freund bestimmt nicht an. 7. Zum Glück hat es ihm der
Lehrer nochmals erklärt. 8. Gestern hat er mir das Buch geliehen. 9. Vorgestern hat er es dem
Studenten geliehen. 10. Gestern hat er es ihm geliehen. U. Ich habe mir die Hände gewaschen. 12. Ich habe sie
mir mit Seife gewaschen.

Aufgabe 1.1. Erklären Sie Ihren Kommilitonen an Hand der vorstehenden Sätze die Regeln der Stellung der
Pronomen im Satz.

Aufgabe 1.2. Fragen Sie Ihre Freunde und lassen Sie sie Ihre Fragen deutsch beantworten!
1. Reparieren Sie das Auto selbst? 2. Hast du die Fahrkarte gelöst? 3. Bringt er dich zum Bahnhof? 4. Wann
59
wird sie dich anrufen? 5. Welches Hobby haben Sie? 6. Was willst du werden? 7. Hast du ihm dabei geholfen?
8. Fahrt ihr sofort zum Tatort? 9. Wo essen wir zu Mittag? 10. Warm darf er den Verdächtigen festnehmen? 11.
Möchtest du auch Kriminalist werden? 12. Wann haben sie den Diebstahl begangen?

Aufgabe 2. Stellen Sie jemanden vor! Darf ich ( , , ) dir vorstellen?

Aufgabe 3. Antworten Sie. Wem muß ich helfen? Du mußt ( , , , , ) helfen.

Aufgabe 4. Antworten Sie!


1. Wen sehen Sie oft im Puschkin-Museum? – Ich sehe oft (er, sie, ihr, du).
2. Wem gefällt dieses Bild? – Es gefällt (ich, du, es, er, sie, wir, ihr).
3. Wem gibt er das Buch? – Er gibt es (er, sie, du, ich, wir).

Aufgabe 5. Fragen Sie und lassen Sie ihre Kommilitonen Ihre Fragen beantwoten!

Mustert: Wann stehst du auf? – Um 6 Uhr morgens.


Und sie? Und er? Und ihr? Und Sie?

Aufgabe 6. Verneinen Sie folgende Aussagen! Gebrauchen Sie in Ihren Antworten die Personalpronomen.

Muster: Gehört dieser Kugelschreiber dem Jungen?


– Nein, er gehört ihm nicht.
1. Hilft dein Vater deinem Bruder bei den Hausaufgaben ? 2. Erklärt der Lektor eine Regel? 3. Macht deine
Schwester ihre Aufgaben abends? 4. Besucht dein Freund seine Eltern an jedem Wochenende? 5. Leihst du
deinem Freund dein Auto?

Aufgabe 7. Beantworten Sie folgende Fragen bejahend! Üben Sie zu zweit! Verwenden Sie dabei die
Personalpronomen!

Muster: Kennen Sie meine Eltern? – Ja, ich kenne sie.

1. Hilfst du deinen Kollegen bei der Arbeit? 2. Siehst du deinen Chefjeden Tag? 3. Schreibt sie ihren Eltern
oft? 4. Liest du schon Fachliteratur? 5. Braucht dein Bruder einen Recorder? 6. Schmeckt deiner Frau die
Schokolade? 7. Haben deine Kollegen den Tatort schon fotografiert? 8. Wartet dein Freund auf dich an der
Haltestelle? 9. Hat der Kriminalist die Arbeit gut organisiert? 10. Teilst du deinen Verwandten deine Ankunft
mit?

Aufgabe 8. Setzen Sie die Höflichkeitsform ein. Sprechen Sie zu zweit!

A : Guten Morgen. Ich freue mich,... wieder zu sehen. Wie geht's ...?
B: Danke, großartig.
A: Darf ich ... zu einer Tasse Kaffee einladen?
B: Ich danke ,.. für Ihre Einladung, aber leider habe ich es eilig.
Vielleicht ein andermal! Aber vorher rufen ... mich bitte an.

Aufgabe 9. Drücken Sie Ihre Hoffnung aus. Verwenden Sie dabei die Personalpronomen.

Muster: Wird Herr Schmidt auf deinen Freund warten?


– Hoffentlich! Er hat ihn gebeten, auf ihn zu warten.

1. Wird dein Vater dich besuchen?


2. Wird der Kriminalist um 10 Uhr am Tatort sein?
3. Wird der Zeuge morgen kommen?
4. Wird dir dein Chef dabei helfen?
5. Holt er dich am Bahnhof ab?
60
6. Vernimmt der Richter den Zeugen heute?
7. Wird der Kriminalist den Tatort noch einmal untersuchen?
8. Liefert Ihnen die Firma die Ware kostenlos ins Haus?

Aufgabe 10. Drücken Sie Ihre Freude aus! Ich freue mich, ( , , , ,. , ) zu sehen!

Aufgabe 11. Ergänzen Sie die Pronomen.


1. Die Polizei hatte dem Fahrer den Führerschein entzogen. Nach einem Jahr gab ........ zurück. 2. Alle
Kinder hören gern Märchen, und die Großeltem erzählen gern. 3. Der Dieb hatte einer Rentnerin die
Handtasche gestohlen: Nach einer Stunde konnte man... ..., allerdings ohne Geld und Papiere, zurückgegeben.
4. In ihrem Testament vermachte die alte Dame ihren Verwandten ihr ganzes Vermögen. Der Notar ljeß......
durch die Bank überweisen. 5. Der Landwirt mußte das Gebäude wieder abreißen. Das Bauamt hatte......nicht
genehmigt. 6. Der Verdächtige trug eine Sonnenbrille. Aber der Zeuge hat... trotz der Brille sofort erkannt, 7.
Die Mutter hatte der Tochter nach dem Abitur eine Italienreise versprochen. ... wollte......voll finanzieren.

(Possessivpronomen)

Personalpronomen Possessivpronomen
ich mein – , meine – ,
du dein – , deine – ,
er, es sein – seine –
sie ihr – ihre – ,
wir unser – , unsere – ,
ihr euer – , eure – ,
sie ihr – ihre –
Sie Ihr – , Ihre – ,

,
– .

Singular
Kasus Maskulinum Neutrum Femininum
Nom. dein, unser dein, unser deine, unsere
Gen. deines, unseres deines, unseres deiner, unserer
Dat. deinem, unserem deinem, unserem deiner, unserer
Akk. deinen, unseren dein, unser deine, unsere

Plural
Kasus
Nom. deine, unsere
Gen. deiner, unserer
Dat. deinen, unseren
Akk. deine, unsere

, « ».
« »
, . Merken
Sie sich!
Ich helfe meinem Kind – .
Du hilfst deinem Kind – .
Er hilft seinem Kind – .

61
Sie hilft ihrem Kind – .
Wir helfen unserem Kind – .
Ihr helft eurem Kind – .
Sie helfen ihrem Kind – .
Sie helfen Ihrem Kind – .

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch!

1. Ich begegne ihm und seiner Schwester.


2. Mein Vater kennt sie und ihren Mann.
3. Ich bin euch und euren Eltern dankbar.
4. Er ruft jeden Sonntag mich und meine Geschwister an.

Aufgabe 2. Drücken Sie Ihr Bedauern aus! Verwenden Sie die eingeklammerten Wortgruppen!

Muster: Es ist schade, daß ich deinen Bruder nicht kenne. Es ist schade, daß ich ( , ,
, , , , , , ) nicht kenne.

Aufgabe 3. Stellen Sie jemanden vor! Darf ich Ihnen ( , , , )


vorstellen?

Aufgabe 4. Sagen Sie das anders!

Muster: Das Buch gehört meinem Freund.


Das ist sein Buch.

1. Die Tasche gehört ihr. 2. Die gehört ihm. 3. Die Wohnung gehört uns. 4. Der Kugelschreiber gehört dir. 5.
Die Sachen gehören ihnen.

Aufgabe 5. Vollenden Sie die Sätze!

Ich lese mein Buch. Du liest... . Er liest... . Es liest... . Sie liest.... Wir lesen.... Ihr lest.... Sie lesen .... Sie
lesen ....

Aufgabe 6. Antworten Sie! Verwenden Sie in Ihren Antworten das angegebene Wortmateriae!
1. Wem hilfst du gern? ( , , , , ). 2.
Wen triffst du hier oft? ( , , , , , ,
).

Aufgabe 7. Drücken Sie Ihren Dank aus.


Ich bin (ihr Vater, Ihre Mutter, dein Freund, meine Freunde, mein Lektor, meine Eltern) sehr dankbar.

Aufgabe 8. Drücken Sie Ihre Sicherheit aus! Ich bin sicher, daß es ( , ,
, . , , , , , ) in unserer Stadt gefallen wird.

Aufgabe 9. Drücken Sie Ihre Unsicherheit aus.


Ich weiß nicht, ob es ( , , , , , , , )
in dieser Stadt gefallen wird.

Aufgabe 10. Sagen Sie das anders!

Muster: Ich hoffe, daß du mich einmal besuchst.


– Hoffentlich besuchst du mich bald einmal.
1. Ich hoffe, daß sie mich bald einmal anrufen. 2. Ich hoffe, daß Ihnen dieses Konzert gefallen hat. 3. Ich
hoffe, daß du deinen Urlaub schön verbracht hast. 4. Ich hoffe, daß sie sich bei uns wohl fühlt. 5. Ich hoffe, daß
62
er die Straftat bald aufdeckt. 6. Ich hoffe, daß sie bald den Dieb ermitteln. 7. Ich hoffe, daß der Angeklagte dem
Verteidiger die Wahrheit nicht verschweigt.

Aufgabe 11. Setzen Sie die entsprechenden Pronomen ein! Üben Sie zu zweit.

A B
Sag mal, Anton, wo wohnst ... eigentlich? Im Wohnheim. ... habe ein schönes Zimmer im
zweiten Stock.
Warum wohnst... nicht privat? Das Internatsleben ist interessant. Auch in
Rußland wohnte ich in einem Heim.
Warum wohnst... nicht bei... Eltern? ... Eltern leben in einem kleinen Dorf. ... Vater ist dort
Tierarzt ... besuchte erst die Oberschule in Moskau
und studierte dann an der Freien Universität
Berlin. Das Dorf liegt aber etwa hundert Kilometer
von Moskau entfernt.
Hast... Geschwister? Ja, eine Schwester und einen Bruder. ... ist
Wie alt ist... Schwester? Wohnt ... bei Eltern? dreiundzwanzig Jahre alt. Nein, ... ist Lehrerin an
einer Oberschule in Moskau.
Und ... Bruder? Wie alt ist...? ... ist zwölf Jahre alt. Er geht in die Schule.
Entschuldige bitte! Ich war sehr neugierig! Das macht nichts. Aber ich interessiere mich auch
für.... Familie.
Mein Vater ist Arbeiter in einer Schuhfabrik. Meine Hast... keine Geschwister?
Mutter ist Kindergärtnerin in demselben Betrieb. Nur
eine Schwester .... ist noch klein; ... ist erst sechs
(Jahre alt).
Vielleicht besuchst... uns einmal? Gern. In den nächsten Tagen habe ich allerdings keine
Zeit. Aber am Sonntag ist es möglich. Doch wo
wohnst... eigentlich?
Hier ist... Adresse: Gerberlstraße 40. Das ist nicht weit Vielen Dank! Also bis Sonntag!
vom Hauptbahnhof. Ich erwarte ... also am Sonntag.

Aufgabe 12. Antworten Sie! Gebrauchen Sie die entsprechenden Personalpronomen und die possessiven
Pronomen.

Muster: Wie alt ist Ihr Vater?


– Mein Vater ist sechzig (Jahre alt).

1. Wie alt ist dein Vater? ... vierzig (Jahre alt).


2. Wie alt ist Ihre Mutter? ...ist 45...
3. Wie alt ist deine Tante? ... 40 ...
4. Wie alt ist ihre Schwester? ... ist 12 ...
5. Wie alt ist dein Onkel? ... 25 ...
6. Wie alt ist Ihre Großmutter? ...ist 70...
7. Wie alt ist dein Großvater? ... 80 ...
8. Wie alt ist dein Freund? ... 21 ....

Aufgabe 13. Antworten Sie!


1. Was ist Ihr Vater? 2. Was ist deine Mutter? 3. Was ist Ihr Freund? 4. Was ist Ihr Großvater? 5. Was ist
seine Schwester?

Aufgabe 14. Ergänzen Sie die passenden Personalpronomen im richtigen Kasus.


– Hallo Dieter, wie geht es ... ?
– Danke,... geht es gut. Und wie geht's ... und deiner Frau?
– Bei ... ist alles in Ordnung. Übrigens, ... habe ein Buch für .... Das Buch ist sehr interessant.
– ... danke ....
63
– Gib ... das Buch zurück, wenn du ... gelesen hast.... gehört meiner Schwester; meine Schwester hat das
Buch auch noch nicht gelesen. Sag meiner Schwester, wie das Buch ... gefallen hat. Das wird ... interessieren.
- ... komme nächste Woche ... und deine Eltern besuchen. Sag deinen Eltern schöne Grüße. Ruft ... an und
sagt..., wann es ... paßt. Es gibt viel zu besprechen.

***

1. „Schickst... den Eltern eine Karte?" „Ich schicke ... keine Karte, ... schreibe ... einen Brief.
2. „Kommst ... morgen mit in die Disko?" „...weiß noch nicht. ... rufe ... heute Abend an und sage ...
Bescheid."

Aufgabe 15. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster.

Muster: Wo ist dein Mantel? Er ist hier.

1. Wo ist deine Uhr? 2. Wo ist dein Kugelschreiber? 3. Wo ist dein Lexikon? 4. Wo sind deine Arbeiten? 5.
Wo sind deine Hefte? 6. Wo ist ihr Portemonnaie? 7. Wo ist seine Brieftasche?

Aufgabe 16. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster.

Muster: Ist das Ihr Hut?


– Ja, er gehört mir.

Ist das dein Wörterbuch? Ist das ihre Tasche? Ist das euer Cottage? Sind das seine Bücher? Sind das meine
Handschuhe?

Aufgabe 17. Sagen Sie das anders.

Muster: Die Tasche gehört mir


– Das ist meine Tasche.

1. Das Wörterbuch gehört unserem Lehrer. Das ist... Wörterbuch.


2. Der Ausweis gehört meiner Kollegin. Das ist... Ausweis.
3. Die Taschen gehören uns. Das sind ... Taschen.
4. Die Spielzeuge gehören den beiden Kindern. Das sind ... Spielzeuge.
5. Der Garten gehört meinem Onkel. Das ist... Garten.
6. Die Villa gehört den Nachbarn. Das ist... Villa.

Aufgabe 18. Ergänzen Sie das Possessivpronomen im Dativ. Das ist Herr Fischer mit... Familie, ... Frau, ...
Sohn. Das ist Frau Weber mit... Kolleginnen,... Töchtern, ... Kind,... Nichte,... Neffen,... Söhnen.

Grammatik

Imperfekt (Präteritum) – ,
( , ) .
: + -te- +
. : untersuchen – untersuchte.
! -d, -t, -chn, -dm, -tm, -gn, -ffn,
- . : warten – wartete, öffnen – öffnete.
: + + :
fahren-fuhr; lesen – las; finden – fand.
B 1- 3-
.
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Ich lebte gab
du lebt-est gab-st
er, sie, es lebte gab
wir lebte-n gab-en
ihr lebte-t gab-t
sie lebte-n gab-en
Sie lebte-n gab-en

kennen ( ) -te-
, :
kennen - kannte
bringen - brachte
nennen - nannte
denken - dachte
brennen - brannte
-te – .
.

ich hatte, war, wurde, kannte, konnte, wölke, sollte, mußte, durfte, wußte;
du hattest, warst, wurdest, kanntest, konntes, wolltest, solltest, mußtest, durftest, wußtest;
er, sie, es hatte, war, wurde, kannte, konnte, wollte, sollte, mußte, durfte, wußte;
wir hatten, waren, wurden, kannten, konnten, wollten, sollten, mußten, durften, wußten;
ihr hattet, wart, würdet, kanntet, konntet, wolltet, solltet, mußtet, durftet, wußtet;
sie, Sie hatten, waren, wurden, kannten, konnten, wollten, sollten, mußten, durften, wußten.

Aufgabe 1. Setzen Sie die Konjugation der folgenden Verben fort!

1. Ich arbeitete gestern acht Stunden.


2. Ich schrieb ein langes Protokoll.
3. Ich wurde Jurist.
4. Ich mußte am Nachmittag zum Tatort fahren.
5. Ich durfte den Zeugen verhören.
6. Ich dachte an diese Motive.
7. Ich fuhr gern auf der Autobahn.

Aufgabe 2. Setzen Sie folgende Sätze in das Imperfekt!

1. Er hilft dem alten Mann auf der Straße.


2. Du fährst mit dem Auto zum Tatort.
3. Ich untersuche diese komplizierte Sache.
4. Wir suchen nach den Spuren des Täters.
5. Ich habe keine Beweise.
6. Der Fahrer ist an diesem Unfall Unschuld.
7. Er studiert Jura.
8. Du weißt nicht von diesem Fall.
9. Ihr sollt die Verkehrszeichen kennen.
10. Der Fahrer bremst scharf und hält an.
11. Mein Wagen hat einen Defekt und muß in die Werkstatt.

Aufgabe 3. Setzen Sie den Text ins Präteritum.


Herr Weber will ein Haus bauen. Er muß lange sparen. Auf den Kauf eines Grundstückes kann er verzichten,
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denn er hat es schon. Er muß laut Vorschrift einstöckig bauen. Den Bauplan kann er nicht selbst machen.
Deshalb beauftragt er einen Architekten; dieser soll ihm einen Plan für einen Bungalow machen. Der Architekt
will nur 1700 Mark dafür haben; ein „Freundschaftspreis", sagt er. Einen Teil der Baukosten kann der Vater
finanzieren. Trotzdem muß sich Herr Weber noch einen Kredit besorgen. Er muß zu den Banken, zu den
Ämtern und zum Notar laufen.– Endlich kann er anfangen.

Aufgabe 4. Lesen Sie diesen Text im Präteritum.

Unterwegs nach Leipzig

Am Freitagmorgen fahren Herr Rau, Inge, Eva, Jan, und Uwe mit dem Auto los. Plötzlich bemerkt Herr Rau,
daß die Bremsen nicht in Ordnung sind. Ein Weiterfahren nach Leipzig ist nicht möglich. Er muß zurück nach
Zwickau in die Werkstatt. Uwe schlägt vor, per Anhalter (Autostop) nach Leipzig zu fahren. Man nimmt den
Vorschlag an. Sie legen den Treffpunkt in Leipzig fest: Haupteingang der Landwirtschaftsausstellung Pritz-
Austel-Straße. Dann stellen sie sich zu zweit an die Straße nach Leipzig. Uwe und Eva werden von einem LKW
(Lastkraftwagen) mitgenommen. Jan und Inge winken oft, aber sie haben kein Glück. Inge will es allein
versuchen. Jan versteckt sich hinter einem Busch. Ein PKW (Personenkraftwagen) mit zwei jungen Männern
kommt. Der Fahrer bremst scharf und hält an. Der Fahrer bittet Inge einzusteigen. Dann kommt plötzlich Jan.
Der Fahrer ist einen Moment sprachlos, bleibt aber freundlich. Auch Jan darf einsteigen. Die beiden haben
Glück. Der Trick gelingt ihnen.

Aufgabe 5. Übersetzen Sie den vorstehenden Text ins Russische! Ein Student liest den Text satzweise laut
und die anderen übersetzen ihn der Reihe nach.

Aufgabe 5.1. Beantworten Sie folgende Fragen!


1. Wie glauben Sie, warum sich Jan versteckte? 2. Probierten Sie diesen Trick schon einmal? 3. Warum
fahren Jan und Inge per Anhalter? 4. Wie beurteilen Sie das Verhalten des Fahrers des PKW(s) den jungen
Leuten gegenüber? 5. Wie würden Sie selbst anstelle des Fahrers handeln?

Aufgabe 6. Erzählen Sie über den gestrigen Tagesablauf im Präteritum. Benutzen Sie dabei die folgenden
Stichwörter:
erwachen, aufstehen, Morgengymnastik machen, sich waschen, frühstücken, eine Tasse Kaffee trinken,
verlassen, zur Arbeit gehen, beginnen, dauern, zu Ende sein, fahren, zu Fuß gehen, warten, bleiben,
zurückkehren, zu Abend essen, fernsehen, Zeitungen lesen, zu Bett gehen.

Aufgabe 7. Sagen Sie das deutsch im Präteritum.


B 7 , , , , , ,
. 8 , .
3. . 18 .
. , .
. ,
. . .
. , , . 11
. .

Aufgabe 8. Lesen Sie die folgenden Sätze. Beistimmen Sie die Zeitform. Übersetzen Sie diese Sätze ins
Russische!
1. Wer war vor der Tat zuletzt am Ort des Einbruchs?
2. Geschah das Verlassen des Objektes zur üblichen Zeit?
3. Am Tatort traf man keine Personen an.
4. Am Tatort befanden sich keine fremden Gegenstände.
5. Der Täter hinterließ keine Spuren.
6. Man suchte nach diesem Täter einen ganzen Monat.
7. Zwei Räuber überfielen eine Bank und nahmen eine halbe Million Mark mit.

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Aufgabe 9. Übersetzen Sie diesen Text ins Russische folgendermaßen: der Lektor liest den Text satzweise
laut und die Studenten übersetzen ihn nach der Reihe Satz für Satz nach Gehör.

Tagesablauf

Er wachte zu spät auf, sprang sofort aus dem Bett, zerriß dabei die Bettdecke und warf das Wasserglas vom
Nachttisch. Das machte ihn schon sehr ärgerlich. Er wusch sich nicht, zog sich in aller Eile an, verwechselte die
Socken und band sich eine falsche Krawatte um. Er steckte nur schnell einen Apfel ein, verließ die Wohnung
und rannte die Treppe hinunter. Die Straßenbahn fuhr ihm gerade vor der Nase weg. Er lief ungeduldig zehn
Minuten lang an der Haltestelle hin und her. Er stieg eilig in die nächste Bahn, verlor aber dabei die Fahrkarte
aus der Hand. Er drehte sich um, hob die Fahrkarte vom Boden auf, aber der Fahrer machte im selben
Augenblick die automatischen Türen zu. Er hielt ein Taxi an, aber der Taxifahrer verstand die Adresse falsch
und lenkte den Wagen in die falsche Richtung. So verging wieder viel Zeit. Er kam 35 Minuten zu spät in der
Firma an, entschuldigte sich beim Chef und beruhigte die Sekretärin. Er schlief dann noch eine halbe Stunde
am Schreibtisch.

Aufgabe 10. Lesen Sie den Text „Tagesablauf in der Ichform (in der 1. Person Singular).

Aufgabe 11. Erzählen Sie den Text „Tagesablauf möglichst textgenau nach.

Aufgabe 12. Setzen Sie die Sätze dieses Textes ins Präsens und ins Perfekt!

(Perfekt)

, ,
.
: sein haben
+ Partizip II :
Ich bin in die Stadt mit der U-Bahn gefahren.
Ich habe nach den Spuren des Täters gesucht.

Ich habe mit dem Zeugen gesprochen.


Du hast mit dem Zeugen gesprochen.
Er, sie, es hat mit dem Zeugen gesprochen.
Wir haben mit dem Zeugen gesprochen.
Ihr habt mit dem Zeugen gesprochen.
Sie haben mit dem Zeugen gesprochen.
Sie haben mit dem Zeugen gesprochen.
Ich bin ihm gestern begegnet.
Du bist ihm gestern begegnet.
Er, sie, es ist ihm gestern begegnet.
Wir sind ihm gestern begegnet.
Ihr seid ihm gestern begegnet.
Sie sind ihm gestern begegnet.
Sie sind ihm gestern begegnet.
Partizip II ge- -t:
retten, – gerettet, arbeiten – gearbeitet.
Partizip II : ge-, + +
- n. : finden -gefunden.
, -ieren,
II ge-, : verfolgen – verfolgt; untersuchen – untersucht; beginnen –
begonnen; studieren – studiert.
, II ge-
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: absuchen-abgesucht; mitnehmen -
mitgenommen.
haben :
1. : Ich habe keine Spuren gefunden.
2. : Er hat sich auf die Prüfung gut vorbereitet.
3. : Sie hat es selbst gewollt.
4. haben « »: Ich habe keine Beweise gehabt.
5. : Es hat 2 Stunden geregnet.
6. , : Ich habe den ganzen Tag am Telefon gesessen.
sein :
1. : Er ist zum Tatort gefahren.
2. , : Ich bin heute früh erwacht.
3. werden, sein, begegnen, mißlingen, gelingen, folgen, geschehen, vorkommen, passieren: Mein
großer Bruder ist Richter geworden. Ich bin dem Täter eine Weile gefolgt. Was ist geschehen? Dieses
Experiment ist nicht gelungen.

Aufgabe 1. Lesen Sie folgende Sätze laut. Bestimmen Sie die Zeitform des Verbs. Übersetzen Sie diese
Sätze ins Russische!

1. Er hat sich auf diese Untersuchung gut vorbereitet.


2. Hier ist ein Autounfall geschehen.
3. Sind Sie am Tatort gewesen?
4. Was ist geschehen?
5. Nach dem Unterricht ist mein Freund in der Hochschule geblieben.
6. Einmal bin ich diesem Täter schon irgendwo begegnet.
7. Der Geschädigte hat den Dieb nicht sofort erkannt.
8. Die Untersuchungsmethodik hat sich in den letzten Jahren sehr verändert.
9. Der Passant hat sich an den Milizionär gewandt.
10. Welche Fächer hast du an der Hochschule im ersten Semester studiert?
11. Er hat alle Prüfungen mit der Note „ausgezeichnet" bestanden.
12. Im Sommer habe ich mich an der Ostsee erholt.
13. Die Stadt Minsk hat mir gut gefallen.
14. Der Fahrer ist zu schnell gefahren.
15. Er hat die Verkehrszeichen nicht beachtet

Aufgabe 2. Hören Sie folgende Sätze. Drücken Sie Ihren Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen aus.

Muster: Mein großer Bruder hat an der Fachhochschule studiert. Hat er wirklich an der Fachhochschule
studiert?

1. Die Kriminalisten sind schon gekommen.


2. Er hat keine Nachricht erhalten.
3. Er ist Kriminalbeamter geworden.
4. Der Chef ist von seiner Dienstreise zurückgekehrt.
5. Ich bin gestern in der Hochschule bis 20 Uhr geblieben.
6. Er hat diese komplizierte Sache aufgeklärt.
7. Der Prozeß hat stattgefunden.
8. Das Gericht hat ihn freigesprochen.

Aufgabe 3. Beantworten Sie folgende Fragen deutsch! Gebrauchen Sie in Ihren Antworten das Perfekt.
1. Um wieviel Uhr bist du gestern erwacht? 2. Hast du Frühgymnastik gemacht? 3. Um wieviel Uhr hast du
deine Wohnung verlassen? 4. Bist du in die Hochschule zu Fuß gegangen? 5. Bis wann bist du gestern in der
Hochschule geblieben? 6. Hast du die Hausaufgaben im Lesesaal gemacht? 7. Um wieviel Uhr bist du nach
Hause zurückgekehrt? 8. Womit bist du nach Hause gefahren? 9. Hast du nach dem Abendbrot ferngesehen?
10. Hast du gestern eine Zeitung gelesen? 11. Bist du um 22 oder um 23 Uhr zu Bett gegangen? 12. Wer hat
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gestern im Unterricht gefehlt? 13. Bist du selbst gestern im Unterricht gewesen? 14. Hast du gestern viel
geleistet?

Aufgabe 4. Verneinen Sie die folgenden Fragesätze.


1. Hat man dich vom Bahnhof abgeholt?
2. Hast du alle Aussagen des Zeugen aufgeschrieben?
3. Hat er irgendwelche Spuren bemerkt?
4. Hast du ihm bei der Aufdeckung dieser Straftat geholfen?
5. Bist du zum Tatort zu Fuß gegangen?
6. Ist sie zum Bahnhof mit dem Taxi gefahren?
7. Haben Sie die Miliz sofort angerufen?

Aufgabe 5. Erwidern Sie auf folgende Fragen.

Muster: Haben Sie meine Frage nicht verstanden?


– Doch, ich habe sie verstanden.

1. Haben Sie keine Beweise gefunden?


2. Hast du den Zeugen noch nicht vernommen?
3. Hat der Zeuge nichts ausgesagt?
4. Sind Sie nicht in der Hochschule gewesen?
5. Haben Ihnen diese Fotos nicht gefallen?

Aufgabe 6. Gebrauchen Sie im folgenden Dialog die Verben im Perfekt. Führen Sie mit Ihrem Freund
anhand des Dialogs ein ähnliches Gespräch.
A: Guten Tag, Herr Kollege. Sagen Sie bitte, wie geht es Ihrem Bruder ?
Ich ... ihn lange nicht (sehen).
B: Mein Bruder ... eine Woche krank (sein).
A: Er schon beim Arzt (sein)... ?
B: Er ... die Poliklinik (besuchen).
A:... ihn die Ärzte (untersuchen)?
B: Ja, sie ... ihn gründlich (untersuchen)?
A:... er schon gesund (werden)?
B: Noch nicht völlig. Aber es geht ihm schon wieder besser.
A: Grüßen Sie bitte Ihren Bruder. Wir wünschen ihm gute Besserung.
B: Vielen Dank, Herr Klein. Ich werde es ihm ausrichten.

Aufgabe 7. Sagen Sie, daß Sie das bereits getan haben.

Muster: Lesen Sie dieses Protokoll.


– Ich habe es schon gelesen.

1. Helfen Sie diesem jungen Kriminalisten.


2. Fotografieren Sie diese Spuren.
3. Bereiten Sie sich auf dieses Verhör vor.
4. Besuchen Sie diese Stadt unbedingt.
5. Bringen Sie Ihre Sachen in Ordnung.
6. Unterhalten Sie sich darüber mit Ihrem Chef
7. Rufen Sie ihn an.
8. Laden Sie alle Zeugen vor.
9. Schalten Sie das Radio aus.
10. Kaufen Sie ihr Blumen.

Aufgabe 8. Beantworten Sie folgende Fragen!

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Muster: – Wann bist du in die Hochschule gegangen?
– Nach dem Frühstück ( ).

1. Wann haben Sie ihn gesehen ? ( )


2. Wann haben Sie Ihren Freund getroffen? ( )
3. Wann sind Sie dort gewesen? ( )
4. Wann haben Sie von dieser Straftat erfahren? ( )
5. Wann ist er nach Lipezk gefahren? ( )
6. Wann hat er dich besucht? ( )
7. Wann ist es geschehen? ( )

Aufgabe 9. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Deutsche. Gebrauchen Sie das Perfekt.
1. ? 2. ? 3.
? 4. ? 5. ? 6.
? 7. ? 8.
? 9. ? 10. ? 11.
.? 12. ? 13.
? 14. ? 15. ? 16.
? 17. ? 18. ?

Aufgabe 10. Lesen Sie den Text im Perfekt.


Dieter besuchte die Gemäldegalerie. Er besorgte sich eine Eintrittskarte für Studenten und bezahlte fünf
Mark dafür. Er betrat den ersten Saal. Dort betrachtete er die Bilder der Künstler des 18. Jahrhunderts. Dieter
blieb hier nicht so lange. Bald verließ er den Saal und gelangte in den nächsten Raum zu den Bildern der Maler
des 19. Jahrhunderts. Hier verbrachte er viel Zeit.
Er studierte jedes Bild ganz genau. Manchmal erkannte er den Maler schon an der Art der Technik. So
verging die Zeit sehr schnell. Erst um 18 Uhr verließ er das Museum. Er war mit diesem Besuch sehr zufrieden.

Aufgabe 11. Ergänzen Sie die Hilfsverben „haben" oder „sein". 1. Frau Lindner... am Sonntag um 8 Uhr in
Düsseldorf angekommen. 2. Nachmittags ... sie durch die ganze Stadt gewandert. 3. Dabei... sie sich in der
Innenstadt verlaufen. 4. Zuerst... sie selbst versucht, den richtigen Weg zum Hotel zu finden. 5. Das ... ihr aber
nicht gelungen. 6. Dann... sie einen Passanten gefragt, der ihr aber auch nicht den richtigen Weg gezeigt... . 7.
Schließlich... Sie dann ein Taxi gerufen und ... so zum Hotel zurückgefahren. 8. Am Dienstag... sie auf der
Buchmesse in Frankfurt gewesen und... sich über die wichtigsten Neuerscheinungen informiert. 9. Am
Mittwoch... sie mit 3 Autoren gesprochen und... mit ihnen zum Essen gegangen. 10. Am Donnerstagnachmittag
... sie sich verspätet, denn sie ... zu lange beim Stand eines Fremdsprachenverlags geblieben. 11 Ihre
Verhandlungen ... insgesamt gut verlaufen, denn sie ... 3 Verträge erfolgreich abgeschlossen. 12. Abends ... sie
todmüde nach Chemnitz zurückgeflogen.

Aufgabe 12. Erzählen Sie den vorstehenden Text in der Ichform. Gebrauchen Sie dabei das Präteritum.

Aufgabe 13. Setzen Sie die Sätze ins Präsens und Präteritum. 1. Ich habe ihm vertraut. 2. Der Professor hat
die Frage des Studenten gar nicht begriffen. 3. Der Arzt hat meinem Vater das Rauchen verboten. 4. Seine
Freundin hat seinen Eltern gefallen. 5. Wer hat die Gäste freundlich empfangen? 6. Gerd hat die Ampel nicht
beachtet und leider einen Unfall verursacht. 7. Er hat mir alles genau erklärt. 8. Der Jurastudent hat die Prüfung
in Staats -und Verfassungsrecht gut (mit „gut")bestanden. 9. Man hat den Park erweitert. 10. Ich habe den
Bahnhof rechtzeitig erreicht. II. Man hat die Fußgängerzonen eingerichtet. 12. Der Chef hat doch nichts
Unmögliches verlangt. 13. Man hat die Straßen der Innenstadt verbreitert und entlastet. 14. Warum hast du mir
widersprochen? 15. Die Polizisten haben die Wohnung des angeklagten Betrügers durchsucht.

Aufgabe 14. Lesen Sie die Sätze. Bestimmen Sie die Tempora (Zeitformen). Übersetzen Sie die Sätze aus
dem (vom) Deutschen ins Russische.
1. Der Präsident hat das Gesetz unterschriebe.n. 2. Klaus hatte eine schlechte Note in Englisch bekommen.
Er wollte es zu Hause nicht sagen, aber die Mutter durchschaute ihn sofort und fragte: „Bist du bei der Prüfung
durchgefallen?" 3. Mein Onkel hat mich zum Abendbrot eingeladen. 4. Am 30.8.1990 hat man einen
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umfassenden Einigungsvertrag abgeschlossen. 5. Ihm zufolge ist die DDR als Staat untergegangen. 6. Die
beiden deutschen Staaten (die DDR und die BRD) haben sich zu einem einheitlichen Deutschland vereinigt. 7.
Nachdem wir uns eine halbe Stunde ausgeruht hatten, setzten wir die Wanderung fort. 8. Nachdem der
Bundestag das neue Gesetz beschlossen hatte, trat es in Kraft. 9. Vor dem Gesetz sind alle gleich. 10. Du wirst
dich jetzt bei Frau Freitag entschuldigen. II. Heute Morgen bin ich meinem früheren Lehrer begegnet.

(Plusquamperfekt)

: haben
sein + Partizip II : Ich hatte die Stadt besichtigt. Er war nach Hause
gefahren.

Ich hatte gelesen, war gefahren.


Du hattest gelesen, warst gefahren.
Er, sie, es hatte gelesen, war gefahren.
Wir hatten gelesen, waren gefahren.
Ihr hattet gelesen, wart gefahren.
Sie hatten gelesen, waren gefahren.
: ,
.
,
. Zuerst hatte er alles vorbereitet, und dann ging er zur
Arbeit.
Nachdem mein Mann zur Arbeit gefahren war, brachte ich die Wohnung in Ordnung.

Aufgabe 1. Lesen Sie die folgenden Sätze laut. Bestimmen Sie die Zeitform des Verbs, übersetzen Sie diese
Sätze ins Russische.
1. Nachdem ich den Tatort fotografiert hatte, führ ich ins Milizrevier zurück.
2. Nachdem ich alle Dokumente vorbereitet hatte, legte ich sie dem Chef zur Unterschrift vor.
3. Nachdem er die Arbeit beendet hatte, fuhr er nach Hause.
4. Der Zeuge sagte, daß er den Täter vorher nicht gesehen hatte.
5. Er sagte seinem Vorgesetzten, daß er diese Sache schon abgeschlossen hatte.
6. Er bestand diese Prüfung mit „gut". Er hatte sich auf diese Prüfung sehr gut vorbereitet.
7. Nachdem er das Auto repariert hatte, setzte er seine Reise fort.
8. Die Passanten halfen dem verunglückten Fußgänger, den der Kraftfahrer überfahren hatte.
9. Nachdem die Miliz die Ursachen des Unfalls aufgeklärt hatte, durfte der Kraftfahrer weiter fahren.
10. Er verspätete sich zur Arbeit, weil er unterwegs eine Panne gehabt hatte.
11. Wir frühstückten heute um 8 Uhr. Wir hatten verschlafen.

Aufgabe 2. Lesen Sie diese Sätze im Plusquamperfekt Aktiv. Übersetzen Sie sie ins Russische.
1. Er ist noch nicht von der Arbeit zurückgekommen.
2. Er hat unterwegs eine Panne gehabt.
3. Sie dankte der Miliz für die Aufklärung des Falls.
4. Das Gericht hat ihm den Führerschein entzogen.
5. Die Angehörigen des Verletzten drängten auf eine Bestrafung.
6. Ein Zeuge des Unfalls nennt ihn einen unerfahrenen Kraftfahrer.
7. Man bezeichnete ihn als einen rücksichtslosen Fahrer.
8. Die Passanten sorgen für den Abtransport des Verletzten ins Krankenhaus.
9. Der Kraftfahrer beschuldigt den Fußgänger der Unvorsichtigkeit.
10. Der Kraftfahrer hat den Fußgänger überfahren.
11. Die Miliz klärt die Ursachen des Unfalls.
12. Das Gericht klagt den Kraftfahrer der mangelnden Rücksichtnahme an.
13. Der Landtag verbot den Studenten die Demonstration.
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Aufgabe 3. Lesen Sie die folgenden Sätze. Beatimmen Sie die Zeitform des Verbs. Übersetzen Sie sie ins
Russische.
1. Nachdem (als) er sein eigenes Auto zum Stehen gebracht hatte, eilte er zu dem umgestürzten Fahrzeug.
2. Zuerst hatte er alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt, dann führ er ins Hotel zurück.
3. Als der Fahrer das Protokoll unterschrieben hatte, durfte er seine Fahrt fortsetzen.
4. Als die Miliz den Unfallort besichtigt hatte, begann sie mit Zeugenvernehmung.
5. Nachdem der Zeuge das Äußere des Täters ausführlich beschrieben hatte, wurde er bald ermittelt und
festgenommen.
6. Sie ging an die Universität Bonn. Vorher hatte sie 3 Semester in Leipzig studiert.
7. Mein Freund hat mich besucht, nachdem ich ihn eingeladen hatte.

Aufgabe 4. Vervollständigen Sie die Sätze nach dem Muster.

Muster: Nachdem wir den Brief gelesen hatten,...


(eine Antwort schreiben).
Nachdem wir den Brief gelesen hatten, schrieben
wir eine Antwort.

1. Nachdem ich alle Prüfungen bestanden hatte,... (an die Ostsee fahren),
2. Nachdem ich alle Hausaufgaben gemacht hatte,... (nach Hause fahren).
3. Nachdem er mich angerufen hatte, ... (diese Sache überprüfen).
4. Nachdem der Kriminalist den Tatort besichtigt hatte,... (die Zeugen abfragen).
5. Nachdem er diesen Fall aufgedeckt hatte.... (eine neue Sache beginnen).
6. Als ich zum Tatort gekommen war,... (keine Spuren finden).
7. Nachdem der Chef unsere Aufgabe erklärt hatte,... (einige Fragen stellen).
8. Nachdem ich zu Hause angekommen war,... (mein Freund anrufen).
9. Als er die Spuren des Täters fotografiert hatte, ... (die Fotos seinem Chef zeigen).
10. Nachdem ich die Fahrkarte gekauft hatte,... (zur Erholung ins Gebirge fahren).
11. Nachdem er gefrühstückt hatte,... (den Speiseraum verlassen),

, ( )

(der Positiv) ,
: Das Mädchen ist
klug.
: Meine Mutter ist (genauso, ebenso) so alt wie mein
Vater. Dieses Fach ist so schwer wie das andere. (der Komparativ)
, -er.
) , ,u : alt
– älter, groß – größer, jung –jünger.
( ) ,
als ( ): Die Tage im Mai sind länger als die Tage im April. Gestern war es kälter als
heute. (der Superlativ) ( )+
– st. -d, -t, -s, -ß, -x, tz, -z, -st, – est.
,
:
der längste Weg, der kürzeste Weg, das leichteste Fach, die komplizierteste Sache, die geeigneteste
Untersuchungsmethode.
, – ,
: am + -(e)sten: Dieser Weg ist am kürzesten. Er läuft am
schnellsten.
( ) :
gut – besser – am besten
näh – näher – am nächsten
72
hoch – höher – am höchsten
viel – mehr – am meisten
gern – lieber – am liebsten

:
eine ältere Frau – ;
längere Zeit – ;
größere Massen – ;
die höhere Mathematik – ;
ein älterer Mann – ;

Aufgabe 1. Bilden Sie den Komparativ und den Superlativ mit einem Umlaut, übersetzen Sie die Adjektive
ins Russische.

Muster: arm, ärmer, am ärmsten.


alt, dumm, grob, hart, jung, kalt, klug, kurz, lang, scharf,
stark, achwach, warm, gesund, groß.

Aufgabe 1.2. Bilden Sie Sätze mit diesen Adjektiven im Komparativ und Superlativ.

Aufgabe 1.3. Bestimmen Sie die Stufe des Adjektives (Adverbs). Übersetzen Sie die Sätze ins Russische.
1. Dieser Kriminalist ist (genauso) so erfahren wie der andere.
2. Hörer K. ist älter als Hörer A.
3. Der heißeste Monat ist der Juli.
4. Das ist der kürzeste Weg zum Bahnhof.
5. Berlin ist die am dichtesten bevölkerte Stadt der BRD.
6. Einen kürzeren Weg kenne ich leider nicht.
7. Dein Haus ist größer als meins.
8. Am Tatort sah ich einen älteren Mann.
9. Er war der beste Kriminalist in unterer Stadt.
10. Der Zeuge K. hat die Fragen am besten beantwortet.
11. Gold ist teurer als Silber.
12. Platin ist von allen Metallen am teuersten.

Aufgabe 2. Sagen Sie, daß Sie mit den Behauptungen Ihres Gesprächspartners nicht einverstanden sind.

Muster: – Moskau ist kleiner als Bonn. Ist das wahr?


– Nein, das ist nicht wahr. Moskau ist größer als Bonn.

1. Deutsch ist leichter als Englisch. Ist das wahr?


2. Dieses Fach ist leichter als das andere. Ist das wahr?
3. Die Prüfung in Strafrecht ist schwerer als die Prüfung in Zivilrecht. Ist das wahr?
4. Das alte Gebäude der Hochschule ist niedriger als das neue Gebäude. Ist das wahr?
5. Dieser Weg zum Tatort ist der kürzeste. Ist das wahr?
6. Das Auto ist schneller als das Flugzeug. Ist das wahr?
7. Herr K. spricht Deutsch am besten. Ist das wahr?

Aufgabe 3. Sagen Sie, daß etwas Ihre Erwartungen übertroffen hat.

Muster: Der Wagen war teuer (erwarten).


Der Wagen war teurer, als ich erwartet hatte.

1. Die Aufdeckung des Betmgs war schwer (glauben).


2. Der Schaden war klein (erwarten).
3. Die Stadt war alt (vermuten).
73
4. Der Weg war kurz (denken).
5. Die Lösung der Aufgabe war leicht (glauben).'
6. Die Sache war kompliziert (erwarten).
7. Die Fahrt dauerte lang (denken).

Aufgabe 4. Antworten Sie!

Muster: – Was ist höher, das Hotel oder.das Wohnhaus?


– Das Hotel ist höher als das Wohnhaus.

1. Wer ist größer, Sie oder Ihre Frau?


2. Wer ist älter, Ihr Vater oder Ihre Mutter?
3. Welches Fach ist schwerer, Deutsch oder Kriminalistik?
4. Wer ist jünger, Herr K. oder Herr P.?
5. Wer kommt nach Hause später, Sie oder Ihre Frau?
6. Was gefällt Ihnen besser, das Theater oder das Kino?
7. Wo erholst du dich besser, im Gebirge oder am Meer?
8. Wer lernt besser, Sie oder Ihr Freund?

Aufgabe 5. Gebrauchen Sie in Ihren Sätzen den Komparativ.

Muster: – Mein Vater hat eine gute Uhr. (meine Mutter)


– Meine Mutter hat eine bessere Uhr.
1. Sie wohnt in einer großen Stadt. (Ich)
2. Diese Hochschule hat ein modernes Labor, (unsere Hochschule)
3. Er arbeitet viel, (ich)
4. Sie spricht gut Deutsch, (ich)
5. Er geht oft ins Kino, (sie)
6. Inge lernt wenig. (Monika)
7. Mein Freund hat eine große Wohnung, (ich)
8. Ich kenne diese Stadt gut. (er)

Aufgabe 6. Antworten Sie!


1. Wohin fährst du im Sommer am liebsten?
2. Welche Stadt hat dir am besten gefallen?
3. Was besuchst du öfter, das Theater oder das Kino?
4. Welches Gebäude ist in Moskau am höchsten?
5. Welcher Fluß ist in Europa am längsten?
6. Welcher Monat ist der heißeste?
7. Wer ist in Ihrer Gruppe am jüngsten?
8. Wer spricht besser als ich Deutsch?
9. Was gefällt Ihnen besser, das Schwarze Meer oder die Ostsee?
10. Was kostet mehr, das Radio oder der Fernseher ?
11. Wer wohnt von hier am weitesten?
12. Wer von euch arbeitet am meisten?
13. Ist Ihre Frau größer als Sie?
14. Dauert das Studium an Ihrer Hochschule länger als das Studium an der Lomonossow-Universität?

Aufgabe 7. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Deutsche!


1. , .
2. , .
3. .
4. « » , « ».
5. 2 .
6. .
74
7. , .
8. , .
9. – .
10. – .
11. .
12. . .
13. – .
14. .– .
15. .
16. , .
17. . , .
18. , .

Aufgabe 8. Üben Sie den Komparativ.

a. Muster: Sprich bitte laut. Gut, ich werde jetzt lauter sprechen als bisher.

1. Lies bitte langsam. 2. Hör bitte gut zu. 3. Fahr, bitte vorsichtig! 4. Üb bitte viel! 5. Sprich bitte deutlich! 6.
Schreib bitte schnell! 7. Sei bitte ordentlich!

b. Muster: Der Zug fahrt aber nicht sehr schnell. Das stimmt, er könnte schneller fahren. Da haben Sie
recht/Ja, wirklich/Da bin ich ganz Ihrer Meinung, er könnte schneller fahren.

1. Die Straße ist aber nicht sehr sauber. 2. Klaus ist aber nicht sehr fleißig. 3. Der Busfahrer ist aber nicht
sehr vorsichtig. 4. Die Reise ist aber nicht sehr billig. 5. Die Fußgänger gehen aber nicht sehr schnell über die
Straße.

c. Muster. Kaffee (m) /stark. Dieser Kaffee ist aber nicht stark! Stimmt, er könnte stärker sein.

1. Essen (n) /billig. 2. Brötchen (PL) /frisch. 3. Äpfel (PL) /saftig. 4. Suppe (f) /warm. 5. Kellner (m)
/höflich.

d. Muster: Kleid (n) /modern. Ist das Kleid nicht modern? Es könnte moderner sein/Naja
(umgangssprachlich), es könnte modemer sein.

1. Socken (PL) /warm. 2. Sakko (m) /billig. 3. Jacke (f) / warm. 4. Schuhe (PI.) bequem. 5. Miete (f) /hoch.

Aufgabe 9. Gebrauchen Sie in den Fragen den Superlativ und veranstalten Sie dann ein Quiz.
1. Wo ist es (kalt)? 2. Wo regnet es am (viel)? 3. Wie heißt das (groß) Säugetier der Erde? 4. Wann ist die
Sonne der Erde am (nah)? 5. Wann sind wir von der Sonne am (weit) entfernt? 6. Wie heißt das kleinste
Säugetier der Erde? 7. Welches Tier kann am (schnell) laufen? 8. Welche Schlange ist am (giftig)? 9. Wie heißt
der (große) Ozean? 10. Wie tief ist die (tief) Stelle des Meeres?
(Lösungen: in der Antarktis, auf Hawai; der Blauwal, am 2. Januar, am 3. Juli, die Spitzmaus, die Antilope,
die Kobra, der Pazifische oder Stille Ozean, 10900m.).

Aufgabe 10. Üben Sie die Steigerungsstufen.

a. Muster: Reinhard läuft ... als Wolfgang (schnell/Dieter).


Reinhard läuft schneller als Wolfgang. Aber Dieter läuft am schnellsten,

1. Im Zug reist man ... als im Bus. (bequem/im Flugzeug).


2. Der Amazonas ist... als der Mississippi.(lang/der Nil).
3. Der Sportler B. springt... als der Sportler A. (hoch/der Sportler C.)
4. Giesela spricht... Deutsch als Renate, (gut/ Erika).
5. Er ißt Rindfleisch ... als Schweinefleisch. (gern/Fisch).
75
b. Muster: Die Wohnung ist nicht groß genug. Ich möchte eine größere Wohnung.

1. Die Sessel sind nicht bequem genug. 2. Die Möbel sind nicht elegant genug. 3. Das Fernsehbild ist nicht
groß genug. 4. Der Mantel ist nicht leicht genug. 5. Die Einkaufstasche ist nicht groß genug.

Aufgabe 11. Lesen Sie den nachstehenden Text und diskutieren Sie darüber in der Deutschstunde. Vorher
aber machen Sie sich mit den folgenden Hinweisen und Redemitteln zur Durchführung einer Diskussion
bekannt.

Hinweise Redemittel
1. Bei wichtigeren Diskussionen sollte man einen
Diskussionsleiter wählen, der auf die Einhaltung der
Regeln achtet.
2. Wer spricht, wird in der Regel nicht unterbrochen. Bitte lassen Sie mich ausreden. (Oder
Aber: Alle haben das Recht, sich zu Wort zu melden Diskussionsleiter:) Bitte unterbrechen Sie Herrn/Frau
und in der Reihenfolge der Meldung auch tatsächlich Z. nicht.
zu Wort zu kommen.
3. Wenn jemand also zu lange redet und so das Recht Entschuldigen Sie, daß ich Sie unterbreche, aber Sie
der anderen verletzt, muß ihm das Wort entzogen haben Ihre Meinung nun lange genug dargestellt.
werden. (Oder Diskussionsleiter:) Bitte bringen Sie Ihr
Argument jetzt zu Ende. Es liegen weitere
Wortmeldungen vor.
4. Bemühen Sie sich um Kürze und Klarheit (u.a. eine Erstens..., zweitens ..., drittens ....
Gliederung). Mehr als drei Argumente überfordern
zumindest die Geduld der anderen
Diskussionsteilnehmer.
5. Wenn Sie die notwendige Klarheit vermissen oder Können Sie vielleicht genauer sagen, was Sie
etwas nicht verstehen, fordern Sie Klärung. damit/wie Sie das meinen? Den Anfang/Das zweite
Argument/ ... habe ich nicht verstanden.
6. Diskutieren Sie miteinander, und reden Sie nicht
aneinander vorbei. Sagen Sie also ausdrücklich:
a) wo Sie jemandem zustimmen: Was eben/ vorhin über... gesagt wurde, ist völlig
richtig. Ich meine außerdem ...
b) wo Sie etwas ablehnen; Das Argument überzeugt mich nicht. Ich meine....
c) was Sie teilweise akzeptieren; Also, ich finde, es ist zwar richtig, daß .... Aber... sehe
ich doch etwas anders.
d) daß Sie einen neuen Gedanken in die Diskussion Bisher ist immer nur über ... gesprochen worden. Ich
einbringen wollen. meine, wir sollten doch auch... berücksichtigen.

Ein Diskussionstext

Finden Sie das richtig? – Eine Diskussion


Wir wollen heute über ein interessantes Buch diskutieren. Hier steht:
1. Ein Lokführer der Bundesbahn verdient monatlich etwa 1200 Mark. Er hat die Verantwortung für viele
Menschen. Trotzdem verdient er weniger als eine Stewardeß der Lufthansa, die im Flugzeug das Frühstück
serviert.
2. Ein Polizist verdient etwa 5000 Mark monatlich, also so viel wie eine Verkäuferin im Supermarkt. Die
Zahlen sind übrigens von 1969. – Ja, bitte, Barbara? Ich finde es nicht richtig, daß eine Stewardeß mehr
verdient als ein Lokführer. Ich möchte auch gern wissen, warum das so ist. Was meinen Sie, Hano?
Vielleicht, weil Fliegen gefährlicher ist.
Das stimmt nicht. Das Flugzeng ist das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Ja, Manfred, was meinen Sie?
Ich sage meine Meinung sofort, aber vorher habe ich noch eine Frage. Wieviel verdient ein Flugkapitän der
Lufthansa? Das weiß ich nicht. Weiß jemand, wieviel ein Flugkapitän verdient? Ich glaube, ich habe einmal
gelesen, daß er zwischen 5000 und 7000 Mark bekommt.
76
Das stimmt wohl ungefähr. Also, Manfred? Ich möchte den Lokführer mit dem Flugkapitän vergleichen. Die
größten Flugzeuge fassen etwa 400 Passagiere. So viele Passagiere sind doch auch in einem Zug, nicht wahr?
Das weiß ich nicht genau, aber ich nehme es an.
Gut. Warum verdient dann der Flugkapitän mehr als der Lokführer? Ja, ich bin dagegen. Inge, was meinen
Sie? Ich bin dafür. Der Pilot braucht eine längere Ausbildung, und die kostet mehr Geld.
Richtig, das ist das Problem. Er hat aber auch einen interessanteren Beruf.
Glauben Sie das?
Nein, das glaube ich nicht. Nehmen wir an, er fliegt von Frankfurt nach New York. Dort geht er ins Hotel,
und am nächsten Tag fliegt er wieder zurück. Das ist nicht interessanter als eine Zugfahrt von München nach
Hamburg.
Gut. Und die Polizisten?
Ich möchte wissen, ob es wahr ist, daß ein Polizist nur 5000 Mark verdient.
Nun, ich habe schon gesagt, daß die Zahlen von 1969 sind. Neuere Zahlen habe ich nicht. Aber das
Verhältnis stimmt noch.
Dann ist das die größte Ungerechtigkeit, die ich je gehört habe.
Sie meinen, daß die Polizei zuwenig verdient? Ja, der Staat muß den Polizisten höhere Gehälter zahlen. Was
meinen Sie?

Aufgabe 12. Schreiben Sie aus dem Text alle Adjektive im Komparativ und Superlativ heraus.

Vortextübungen

Aufgabe 1. Bilden Sie die substantivierten Adjektive von „verletzen", „reisen", „schädigen", „krank"!

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die gebildeten Substantive ins Russische.

Aufgabe 3. Wie ist das Wort „der/die Geschädigte" gebildet? Was bedeutet es?

Aufgabe 4. Hören Sie folgende Wörter und Wortgruppen. Sprechen Sie sie dem Sprecher/Lektor nach!
Die Hauptstadt, die Umgebung, das Zentrum, das Meisterwerk, die Schatzkammer, die Konferenz, die
Riesenkanone, die Basilius-Kathedrale, das Denkmal, die Gedenkstätte, der Glockenturm, der Fernsehturm, das
zwanzigstöckige Hotel, das Puschkin-Museum für bildende Künste, ein führendes Verkehrszentrum,
gegenwärtig, der Sitz der Regierung, die Sehenswürdigkeit, die Straßenverkehrsordnung, der
Straßenverkehrsunfall, die Straßenkreuzung.

Aufgabe 5. Wo liegt der Unterschied? Erklären Sie das russisch!


1. Er stellte ihm für diesen Zweck seinen Fotoapparat zur Verfügung. 2. Für die Aufdeckung dieses
Diebstahls stand ihm ausreichendes Beweismaterial zur Verfügung.

Aufgabe 6. Übersetzen Sie ins Russische!


1. Moskau ist der größte russische Verkehrsknoten und Binnenhafen. 2. Der 550 km lange Eisenbahnring
verbindet die meist elektrifizierten Fernbahnen, der 109 km lange Autobahnring verbindet die Ausfallstraßen. 3.
Zu den Flughäfen Moskaus gehören: Wnukowo, Domodedowo, Scheremetjewo und Bykowo. 4. Moskau wurde
1147 erstmals urkundlich erwähnt. 5. Im 16. Jahrhundert wurde Moskau zur russischen Hauptstadt. 6. 1713
wurde der Regierungssitz von Moskau nach Petersburg verlegt. 7. Seit 1918 ist Moskau die Hauptstadt
Rußlands. 8. Die Allrussische Bibliothek ist eine der größten Bibliotheken der Welt. 9. Das Moskauer
Künstletrheater wurde 1898 von Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko gegründet und erwarb sich durch
Gastspielreisen internationales Ansehen.

Aufgabe 7. Lernen Sie. folgende Vokabeln und Redewendungen zum Thema „Die Stadt".
Omnibus (Bus) m, -ses, -se –
Auto n, -s, -s – .
Wagen m, -s, – ; .
PKW (Personenkraftwagen) m – .
LKW (Lastkraftwagen) m, – .
77
Turm m, -(e)s, Türme – .
Bahnhof m, -(e)s, -höfe – .
sich orientieren – .
Er orientiert sich nach dem Stadtplan sehr gut.
Verkehrsschild n, -es, -er – .
einspurig – , .
Einwohner m, -s – .
Kaufhaus n, -es, -häuser – .
halten (ie, a) – .
Haltestelle f, -, -n – .
Hauptstadt f, -, Städte – .
Hochhaus n, -es, -häuser – .
U-Bahnstation f, -, -en – .
Neubau m, -(e)s, Neubauten – .
Sehenswürdigkeit f, -, -en – .
sich auskennen – .
Ich kenne mich in Moskau gut aus
überqueren vt – .
vorbeifahren an Dat. – .
Gedenkstätte f -, -n – .
vorbeigehen an Dat. – .
Denkmal n, -s, -mäler – .
besichtigen vt .
gründen vt – .
geradeaus – .
Straßenkreuzung f, -, -en – .
einsteigen (ie, ie) v;– ( .).
aussteigen vi – ( .).
umsteigen vi – , .
passieren vt – .
Fußgänger m, -s,– .
Passant m, -en, -en – , .
Bezirk m, -(e)s, -e – .
Richtung f, -, en – , in Richtung Bahnhof– .
Motorrad n, -(e)s, -räder – .
U-Bahn f; Metro f– .
rege – , .
um die Ecke biegen – .
Straßenbahn f-, -en – .
mit der Straßenbahn fahren – .
Hotel n, -s, -s – .
Verkehrsampel f, -, -n– , die Straßenverkehrsregeln einhalten–
.
für die Ordnung in der Stadt sorgen – .
Verkehr m, -s – .
Bürgersteig m, -(e)s, -e – .
Fußweg m, -s, -e – .
Taxi n, -s, -s– . Ich nehme lieber ein Taxi – .
Auskunft f, -, -künfte – , .
j-n zum Bahnhof bringen – . .
j-n vom/am Bahnhof abholen – . , . .
sich erkundigen bei jemandem nach etw. – , . ., . Ich
habe mich in/bei der Auskunft erkundigt – . Ich erkundigte mich nach
seinem Befinden – ( ) .
Panne f, -n – .
78
Autounfall m, -s, Unfälle – .
j-m etw. zur Verfügung stellen – . . .
j-m zur Verfügung stehen – . .
Autoreparaturwerkstatt f, -, – Werkstätten – .
Fahrer m, -s, – , .
Fahren ohne Führerschein – .
Fahren unter Alkoholeinfluß – ,
Fahrerflucht f – .
Autodiebstahl m -es, -stähle – .
Autodieb m, -(e)s, -e – .
Straßenverkehrsgefährdung f-, - .
Straßenverkehrsordnung f -, – .
Straßenverkehrsunfall m, -s, -Unfälle – .
Verkehrsregel f-, -n – .
Verkehrspolizei f-, -en – .
Verkehrssicherheit f-, – .
Verkehrsunfall m, -s, -Unfälle – ,
.
Hauptverkehrszeit f– .
Unterführung f-, - – , .
parken vi – .
parken vt – , .
Parkplatz m, -es, -platze – , .
ein bewachter Parkplatz – .
ein unterirdischer Parkplatz – .
Verkehrsüberwachung f-, – .
Fahrzeug n, -s, -e – .
Führerschein n, -s, -e – , , .
Autoeinbrecher m, -s – , .
Automarder m, -s – , .
Autoknacker m, (salopp) – , .
Autoraub m, -es, – .
Polizeistreife f-, -. -n – .
Streifenwagen m, -s, – .
stoppen vt – ( ).
anhalten vt (ie, a) – ( ).
Autonummer f – .
Nummernschild n, -es, -er – , , .
Verkehrszeichen (Pl) – . Verkehrszeichen beachten –
.
Kennzeichen , -s, – .
Tiefgarage f, -n – .
Autoservice m, -s – .
Taxistand m,-es, -stände – .
Dom m, -es, -e – ( ) .
Schloßt n, -es, Schlösser – , .
Stau m, -(e)s, -s/-e – .
in Stau kommen, geraten – .

Synonyme
Der Autoeinbrecher, der Autoknacker, der Automarder; sich orientieren, sich auskennen, sich zurechtfinden;
die Hauptstadt, die Metropole; das Auto, der Wagen; rege, lebhaft; überqueren, passieren, gehen über Akk.;
fragen, sich erkundigen; der Einwohner, der Bewohner.

Antonyme
79
einsteigen/aussteigen; fahren/halten.
Rektion der Verben

vorbeifahren (u, a) an Dat. – ., .


Wir sind gestern mit dem Auto an deinem Bruder/deinem Haus vorbeigefahren –
/ .
vorbeigehen (i, a) an Dat. – ., .
Er ging an mir vorbei, ohne mich zu begrüßen. – , .
Er ging am Kino „Kosmos" vorbei – « ».
einsteigen (ie, ie) in Akk. – , ( , ).
Wir steigen in eine Straßenbahn ein,– .
aussteigen (ie, ie) aus Dat. – , , . An der nächsten Haltestelle steigen wir
aus dem Bus aus – .
umsteigen (ie, ie) in Akk. – , ,( , ).
Auf dem Marktplatz ist er in die Linie 10 umgestiegen.–
( ) 10.
sich erkundigen (te, t) nach Dat. – , ., ., -
., .
Er erkundigte sich nach dem Weg ins Hotel „National".– /
».

Übungen zur Aneignung des Wortschatzes

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische.


1. Ich orientiere mich an der Karte sehr gut. 2. In dem Nebel war es schwer, sich zu orientieren. 3. Er
orientierte sich nach dem Turm. 4. Ich kenne mich in dieser Stadt nicht aus. 5. An der nächsten Haltestelle
steige ich aus. 6. Die Straßenbahn hielt, und ich stieg aus. 7. Alles aussteigen! 8. Das Aussteigen auffreier
Strecke ist untersagt! 9. Der Zug hielt, und ich stieg ein. 10. Der Schaffner rief laut: „Einsteigen, bitte"! 11.
Wenn Sie mit diesem Bus fahren, brauchen Sie nicht umzusteigen. 12. Sie müssen in die Straßenbahn Linie 5
umsteigen. 13. Der Bus hält nicht auf jeder Haltestelle. 14. Die Straßenbahn hielt, und wir stiegen aus. 15. Wir
sind an einer Kirche vorbeigegangen. 16. Unser Bus ist soeben am Hotel „Kosmos" vorbeigefahren. 17. Ich
mußte 10 Minuten an der Haltestelle warten.

Aufgabe 2. Suchen Sie nach Antonymen für „aussteigen": umsteigen, halten, einsteigen, besteigen.

Aufgabe 3. Suchen Sie nach den Synonymen für: 1. sich orientieren; 2. fragen; 3. passieren; 4. rege:
sich erkundigen, lebhaft, verkehrsreich, überqueren, sich zurechtfinden, halten, sich auskennen,
vorbeifahren.

Aufgabe 4. Kann man das alles besichtigen?


eine Wohnung, die Stadt, ein Schloß, den Dom, eine Gemäldesammlung, eine Ausstellung, einen Betrieb,
eine alte Kirche, ein Rathaus.

Aufgabe 5. Sagen Sie, was Sie in Moskau bereits besichtigt haben. Beginnen Sie mit „Ich habe ...
besichtigt".

Aufgabe 6. Wie würden Sie das mit einem Verb sagen? „Einen Wagen vorübergehend am Straßenrand oder
auf einem Parkplatz abstellen".

Aufgabe 7. Wußten Sie schon, daß das Verbot, an einer bestimmten Stelle zu parken, das Parkverbot heißt?

Aufgabe 8. Sagen Sie das russisch!


Lange suchte er einen Parkplatz. Endlich fand er einen bewachten Parkplatz. Er stelle seinen Wagen auf den
Parkplatz. Der Polizist sagte, daß hier Parkverbot besteht/ist. Parken (ist hier) verboten. Der Dieb hat diese
Gegenstände aus den parkenden Autos entwendet. Hier konnte ich eine Stunde lang parken.
80
Aufgabe 9. Antworten Sie!
Darf man den Wagen in einer Nebenstraße/ am Stadtrand/ vor dem Haus/ an der Ecke/unter der Laterne
parken?

Aufgabe 10. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Ein Streifenwagen der Annaberger Polizei stoppte einen 17-jährigen Berliner wegen überhöhter
Geschwindigkeit auf der Autobahn Berlin-Leipzig. 2. Heute Nachmittag hat sich in Leipzig ein schwerer
Verkehrsunfall ereignet.

Aufgabe 11. Setzen Sie das richtige Verb ein! Die Verben sind unten angegeben.
1. Der Zug ... an dieser Station nicht. 2. Wir ... in die U-Bahn ... und fuhren bis zum Stadtzentrum. 3. An der
U-Bahnstation „Kiewskaja" ... und gingen zu Fuß zum Roten Platz. 4. Dort... wir alle Sehenswürdigkeiten, ... in
den Bus ... und kehrten ins Hotel zurück. 5. Wir... in der Stadt schlecht..., darum kauften wir einen Stadtplan,
(einsteigen, aussteigen; halten, besichtigen, umsteigen, sich auskennen).

Aufgabe 12. Antworten Sie! Wodurch unterscheidet sich ein LKW von einem PKW?

Aufgabe 13. Antworten Sie! Welche Verkehrsmittel stehen den Gästen von Moskau zur Verfügung?

Aufgabe 14. Bilden Sie Kurzdialoge.

Muster: A: Wo ist die Bushaltestelle?


B: Dort, siehst du sie denn nicht?
A: Ach, dort, ja jetzt sehe ich sie.

Wo ist die Telefonzelle? Wo ist die U-Bahn? Wo ist das Juri-Dolgoruki-Denkmal? Wo ist die Auskunft? Wo
ist der Bahnhof?

Aufgabe 15. Drücken Sie Ihr Bedauern aus.

Muster: Verzeihung! Können Sie mir den Weg zum Belorussischen Bahnhof zeigen?
– Da kann ich Ihnen leider nicht helfen.

1. Verzeihung, wo liegt das nächste Restaurant? 2. Verzeihung, wo liegt das Minin-und-Posharski-Denkmal?


3. Verzeihung, ich möchte zum Bolschoi-Theater. Sagen Sie mir bitte, wo ich aussteigen muß? 4. Verzeihung,
ist dieser Weg zum Dostojewski-Museum?

Aufgabe 16. Wie heißt der Mensch, der in Autos einbricht?

Aufgabe 17. Wodurch unterscheiden sich die Synonyme? Autoknacher, Autoeinbrecher, Automarder.

Aufgabe 18. Sagen Sie das mit einem Wort:


„Kundendienst für die Pflege und Reparatur von Autos".

Aufgabe 19. Hören Sie den Text „A". Lesen Sie den Text laut.

Text „A"
Moskau

Moskau ist die Hauptstadt Rußlands und zählt über 10 Millionen Einwohner. Die Stadt liegt an den Ufern
der Moskwa und hat eine schöne Umgebung. Heute ist Moskau das größte politische, wirtschaftliche,
wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Rußlands. Im Herzen der Hauptstadt befinden sich der Rote Platz und
der Kreml. Gegenwärtig' ist der Kreml nicht nur eine Schatzkammer von Meisterwerken russischer Kultur,
sondern auch der Sitz des Präsidenten. 1961 wurde im Kreml die Kongreßhalle errichtet. Hier werden
81
Kongresse, verschiedene Konferenzen abgehalten. Die Bühne des Kongreßpalastes wurde dem Bolschoi-
Theater zur Verfügung gestellt.
Weltbekannt sind die Sehenswürdigkeinen des Kreml und des Roten Platzes: der Kutafja-Turm, der Troizki-
Turm, der Spasski-Turm mit Glockenspiel, der Nikolski-Turm, die Troizki-Brücke, die Riesenkanone „Zar-
Puschka", die Zar-Glocke, die Uspenski-Kathedrale, die Blagowestschenski-Kathedrale, die Basiliuskathedrale,
die Rüstkammer und viele andere Denkmäler der russischen Baukunst.
Links von der Basiliuskathedrale, bereits hinter dem Roten Platz, steht das zwanzigstöckige Hotel „Rossija",
das mit seinen 3200 Zimmern 6000 Gästen Platz bietet.
Der Straßenverkehr in Moskau ist sehr rege. Auf den Straßen der Hauptstadt sieht man viele Autos,
Omnibusse, Straßenbahnen, Motorräder. Die Moskauer U-Bahn ist eine der schönsten in der Welt.
In Moskau gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter2 das Museum für Geschichte, das Puschkin-
Museum für bildende Künste3, die Tretjakow-Gemälde-galerie (Schatzkammer russischer Kunst), den 533 m
hohen Fernsehturm in Ostankino, ein Denkmal für die Bezwinger des Weltraums, die Staatliche Allrussische
Bibliothek, den Zoo, das Allrussische Ausstellungszentrum4, das Panorama-Museum „die Schlacht bei
Borodino", den Sportkomplex in Lushniki.
Die beliebtesten Theater in Moskau sind: das Kleine Theater, das Mossowet-Theater, das Große Theater, das
Künstlertheater5, das Taganka-Theater und viele andere.
In Moskau befinden sich wichtige wissenschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtungen: die Akademie
der Wissenschaften Rußlands, die Lomonossow-Universität auf den Worobjewy Bergen, die Technische
Universität, die Staatliche Pädagogische Universität, die Moskauer Linguistische Universität, viele
Fachschulen, Berufsfachshulen, Gymnasien.
Moskau ist eine Heldenstadt. Vor dem Grab des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer brennt die Ewige
Flamme. Im Jahre 1997 feierte Moskau sein 850-jähriges Jubiläum. In Moskau befinden sich viele Kaufhäuser.
Moskau ist zugleich der größte Industriestandort Rußlands. Die wichtigsten Industriezweige sind:
Elektrotechnik, Maschinenbau, Elektronik, polygraphische Industrie, Bekleidungsindustrie, chemische
Industrie, Möbelindustrie, Nahrungsmittelindustrie usw.
Moskau ist ein führendes Verkehrszentrum Rußlands mit nationaler und internationaler Bedeutung.

ÜBUNGEN ZUR ENTWICKLUNG DER SPRECHFERTIGKEITEN

Aufgabe 1. Machen Sie sich mit den Erläuterungen zum Text „A" bekannt.
1. Gegenwärtig – .
2. darunter – .
3. Das Museum für bildende Künste – .
4. Das Allrussische Ausstellungszentrum – .
5. Das Künstlertheater – ( ).

Aufgabe 2. Übersetzen Sie den Text „A".

Aufgabe 3. Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text „A"!


1. Ist Moskau die Hauptstadt Rußlands?
2. Wieviel Einwohner zählt Moskau?
3. Ist Moskau das größte politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum Rußlands?
4. Welche Sehenswürdigkeiten befinden sich im Zentrum der Stadt?
5. Wann wurde der Kongreßpalast errichtet?
6. Wozu dient er?
7. Welche Sehenswürdigkeiten gibt es auf dem Gelände des Kreml und des Roten Platzes?
8. Wie heißt die größte Bibliothek Rußlands?
9. Welches Hotel in Moskau ist das höchste?
10. Wo liegt die Lomonossow-Universität?
11. Welche Theater Moskaus kennen Sie?
12. In welcher Straße liegt das Puschkin-Museum?
13. Was wissen Sie vom Verkehr in Moskau?
14. Welche Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt können Sie nennen?
15. Sind das Bolschoi-Theater und das Kleine Theater weltbekannt?
82
16. Welche Industriezweige gibt es in Moskau?
17. Wo liegt der Sitz der Regierung?
18. Wann und von wem wurde Moskau gegründet?
19. Warum zieht Moskau viele Touristen an?

Aufgabe 4. Geben Sie den Inhalt des Textes deutsch wieder!

Aufgabe 5. Hören Sie den Dialog. Lesen Sie ihn laut zu zweit. Führen Sie ein ähnliches Gespräch.

Dialog 1
Fragen nach dem Weg

Ein Ausländer: Verzeihung, können Sie mir sagen, wie ich zur nächsten Post komme?
Milizionär: Die nächste Post ist in der Buninstraße. Es ist nicht weit von hier. Nehmen Sie die erste
Querstraße links. Sehen Sie dort an der Laterne, wo das Auto steht. Sie gehen dann bis zur
zweiten Kreuzung und biegen rechts ab. Auf der linken Seite sehen Sie dann schon das
große helle Gebäude – das ist die Post.
A: Wissen Sie zufällig, ob sie über Mittag (während Mittag) geöffnet ist?
M: Es ist nur ein kleines Zweigpostamt; soviel ich weiß, ist es bis zwei Uhr geschlossen. Allenfalls ist
vielleicht der Telegrammschalter geöffnet.
A: Ich wollte gern ein Päckchen aufgeben.
M: Da werden Sie um diese Zeit wohl zur Hauptpost gehen müssen.
A: Ist es weit?
M: Zu Fuß wäre es etwa eine knappe halbe Stunde, aber wenn Sie es eilig haben, nehmen Sie lieber die
Straßenbahn.
A: Und wo ist die nächste Haltestelle?
M: Gleich hier um die Ecke, die zweite Querstraße links. Oder ist es die dritte? Nein, doch nicht. Die
zweite Querstraße links also, dann sehen Sie schon die Schienen. Die Haltestelle ist auf der
gegenüberliegenden Straßenseite.
A: Welche Linie muß ich denn nehmen?
M: Sie können mit der Linie 15,17, 31 bis zur Zentralhaltestelle fahren und dort in die Linie l oder 4
umsteigen.
A: Danke sehr für die freundliche Auskunft. Auf Wiedersehen!
W. Auf Wiedersehen!

Aufgabe 6. Übersetzen Sie die folgenden Redewendungen ins Russische. Die Straße überqueren; dieser
Weg (diese Straße) führt (geht) zum Park. Wenn Sie die Straße (ent)lang gehen, stoßen Sie direkt auf das Hotel
(kommen Sie direkt zum Hotel). Bitte, wo ist hier die nächste Milizwache, das nächste Milizamt, Milizrevier?
Gehen Sie nur immer geradeaus weiter, bis Sie an die Brücke kommen. Biegen Sie dann hinter der Brücke in
die zweite Gasse links ein. Ich habe mich verlaufen. Sagen Sie, bitte, wo ist hier die nächste U-Bahnstation?
Gleich dort hinter dem Kino.

Aufgabe 7. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Freund nach:

a) der Geschichte Moskaus;


b) den Sehenswürdigkeiten Moskaus;
c) den Museen Moskaus;
d) den Theatern Moskaus;
e) den Industriezweigen Moskaus;
f) den Hochschulen Moskaus; h) den Stadien Moskaus;

Aufgabe 8. Führen Sie ähnliche Gespräche.

Muster: A: Entschuldigen Sie bitte, wie komme ich von hier zur Gemäldegalerie?
M: Sie fahren am besten mit dem Bus. Mit der Linie 16 fahren Sie bis zum Postplatz, und dann
83
fragen Sie bitte noch einmal.
l
A: Entschuldigen Sie bitte, wie komme ich von hier zum Belorussischen Bahnhof?
M: ...

2
Passant: Wie komme ich von hier zum Triumphalnaja-Platz?
M: Sie fahren am besten ( 33, , , ).

Aufgabe 9. Geben Sie Auskunft!

Muster: P: Mit welcher Straßenbahn komme ich zur Gemäldegalerie?


M: Sie fahren am besten mit der Linie 16 bis zur Lawruschinskigasse.

1
P: Mit welchem Bus komme ich zum Bolschoi-Theater?
M: ...

2
P: Wie komme ich von hier zum Roten Platz?
M: ...

3
P: Wie komme ich am besten zum Hotel „National"
M: ...

4
P: Können Sie mir sagen, wo sich das Hauptpostamt (die Allrussische Bibliothek, das Juri-Dolgoruki-
Denkmal, das Puschkin-Museum für bildende Künste, das Bolschoi-Theater befindet)?
M: ...

Aufgabe 10. Antworten Sie!

1. Haben Sie schon den Kreml besichtigt?


2. Haben Sie schon die Gedenkstätten Moskaus besichtigt?
3. Haben Sie schon das Minin-Posharski-Denkmal besichtigt?
4. Haben Sie schon den Roten Platz besichtigt?
5. Was haben Sie schon in Moskau besichtigt?
6. Was hat Ihnen in unserer Stadt besonders gefallen?
7. Wo kann man in Moskau deutsche Bücher kaufen?
8. Wie komme ich zum Zentrum?
9. Wieviel kostet eine Fahrt?
10. Welcher Bus fährt zum Stadion?

Aufgabe 11. Vervollständigen Sie die Sätze!


Ich möchte ( , .) kennenlernen.

Aufgabe 12. Antworten Sie auf die folgende Frage. Verwenden Sie die eingeklammerten Wörter.

Muster: Woran fahren die Touristen vorbei?


Die Touristen fahren am Kino „Metropol" vorbei.

Woran fahren die Touristen vorbei? (die U-Bahnstation, der Bahnhof, der Fernsehturm, das
Hotel, das Gogoldenkmal)

84
Aufgabe 13. Wie würden Sie das russisch sagen?
1. Ich bin am Theater (an der Post, am Hotel, am Museum) eingesteigen. 2. Er ist am Belorussischen
Bahnhof (an der Bibliothek, am Theater, am Zoo, an der Poliklinik) ausgestiegen. 3. Wir sind am Hotel
„Minsk" (an der Post, an der Gemäldegalerie, am Restaurant) umgestiegen.

Aufgabe 14. Sie wollen vom Leningrader Bahnhof zum Roten Platz fahren. Wie kommt man dorthin?

Aufgabe 15. Geben Sie Auskunft!


Ein Passant fragt Sie, wie man zur Bibliothek kommt (einsteigen, der Bus, umsteigen, fahren, an der vierten
Haltestelle, aussteigen, das kleine Stück laufen).

Aufgabe 16. Verneinen Sie die folgenden Fragen?


1. Fährt die Linie 3 bis zum Roten Platz?
2. Fährt die Linie 15 nur bis zum Hotel „Ukraina"?
3. Fährt die Linie 5 bis zum Alexandergarten?

Aufgabe 17. Vervollständigen Sie die Sätze.


Weißt du ( . , )? 2. Wissen sie, (
, , )?

Aufgabe l. Hören Sie den Dialog! Übersetzen Sie ihn ins Russische. Führen Sie ein ähnliches Gespräch!

Dialog 2
Gute Fahrt.
(An der Autobahn)

Ein Verkehrspolizist: Guten Tag! Haben Sie eine Panne?


Kristina: Ja, ich muß das Rad wechseln.
V: Darf ich Ihnen helfen?
K: Das ist wirklich sehr freundlich.
V: Sie kommen aus Prag?
K: Ja, ich habe Urlaub. Ich fahre nach Berlin. Sagen Sie bitte, wo ist die nächste Tankstelle?
V: Nicht weit von hier. An der Ausfahrt Fürstenwalde.
K: Wie weit ist es bis Fürstenwalde?
V: Etwa 15 km. So ich bin fertig.
K: Das ist gut. Herzlichen Dank!
V: Bitte, bitte. Keine Ursache. Gute Fahrt!

Aufgabe 2. Sagen Sie diese Sätze russisch! Merken Sie sich diese Wendungen!
1. Können Sie mich bitte bis zur nächsten Werkstatt mitnehmen? Wo ist die nächste Werkstatt? Können Sie
mich bitte abschleppen?
Mein Wagen steht etwa zwei Kilometer von hier. Die Bremse (die Zündung, der Vergaser, die Lenkung) ist
nicht in Ordnung. Die Scheinwerfer sind nicht in Ordnung. Wieviel kostet das?
2. In Dörfern und Städten darf man nicht schneller als 50 km/h fahren.

Aufgabe 3. Stellen Sie sich vor. Ein Unfall ist passiert. Was würden Sie machen, bevor Miliz und Arzt
kommen? Beginnen Sie mit „Ich würde ..."
– am Unfall nichts verändern;
– eventuell die Namen der Beteiligten feststellen;
– mich um die Verletzten kümmern;
– schwer verletzte Personen auf die Seite legen;
– eventuell Notverbände anlegen.

Aufgabe 4. Sagen Sie das deutsch!


?– .
85
5. .
. . «
» .– .– . !

Aufgabe 5. Sagen Sie das russisch!


1. Biegen Sie nach rechts (links, vom Weg) ab.
2. Wir sind an der Kreuzung abgebogen.
3. Ich bin nach links abgebogen.
4. Die Straße biegt ab.
5. Biegen Sie um die Ecke!

Aufgabe 6. Lesen Sie die folgende Mitteilung!


Ein Streifenwagen der Rosenheimer Polizei stoppte einen 19-jährigen Münchner auf der Autobahn
München-Salzburg. Dem jungen Mann war es unbegreiflich, denn er war nicht zu schnell gefahren und immer
auf der rechten Spur geblieben.
Den Polizisten war der Wagen aufgefallen, weil das hintere Nummernschild nur noch an einer Schraube
hing. Deshalb überprüften sie das Fahrzeug und stellten fest, daß es nicht zugelassen war und daß der Fahrer
keinen Führerschein hatte. Der Vater des Fahrers hatte seinen PKW abgemeldet. Weil der junge Mann aber
einen Ausflug ins Gebirge machen wollte, hatte er in einer Münchner Tiefgarage von einem anderen PKW das
Kennzeichen abmontiert und es am Wagen seines Vaters festgeschraubt,

Aufgabe 7. Antworten Sie auf folgende Fragen!


1. Warum hielt der Streifenwagen den 19-jährigen Fahrer an? 2. Welches Vergehen hat der junge Fahrer
begangen?

Aufgabe 8. Führen Sie anhand des Textes ein Gespräch zwischen den Polizisten und dem Fahrer.

Aufgabe 9. Geben Sie den Inhalt dieser Mitteilung mit Ihren Ausdrucksmitteln deutsch wieder!

Aufgabe 10. Sehen Sie die folgende Mitteilung durch!

Ein schwerer Verkehrsunfall

Frankfurt, 19. März (DPA) – Heute morgen hat sich in Neustadt ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein
Personenwagen stieß an der Kreuzung Gerber-und Marktstraße mit einer voll besetzten Straßenbahn
zusammen. Der PKW-Fahrer hatte die Verkehrszeichen nicht beachtet und wollte trotz des roten Lichtes rechts
abbiegen.
Spät sah er, daß eine Frau mit einem kleinen Kind über die Straße gehen wollte. Er mußte strak bremsen, der
Wagen geriet ins Schleudern, stieß mit der Straßenbahn zusammen und überschlug sich. Der Fahrer und seine
Begleiterin waren sofort tot, 2 Fahrgäste der Straßenbahn liegen jetzt schwer verletzt im Krankenhaus.

Aufgabe 11. Geben Sie den Inhalt der Mitteilung deutsch wieder!

Aufgabe 12. Antworten Sie!


1. Was hat sich in Neustadt heute Morgen ereignet?
2. Wie kam es zu diesem schweren Verkehrsunfall?
3. Wie waren die Folgen der Fahrlässigkeit des PKW-Fahrers?

Aufgabe 13. Welche Lehre kann man daraus ziehen?

Aufgabe 14. Üben Sie zu zweit! Beginnen Sie immer die Fragen mit „Verzeihung".

1. Ist dies der Weg zum Hotel „Berlin"?


2. Wie komme ich zum Zentrum?
3. Wo ist die nächste U-Bahnstation?
86
4. Ich möchte zum Stadion „Lushniki". Sagen Sie mir bitte, wo ich aussteigen muß.
5. Wieviel kostet eine Fahrt?
6. Wo kann ich parken?
7. Welcher Bus fährt zum Kino „Udarnik"?
8. Ich möchte zum Schauspielhaus „Sowremennik"? Wo muß ich umsteigen?
9. Fährt diese Straßenbahn zum Tscherjornuschkinskimarkt?
10. Wo ist bitte die Auskunft?

Aufgabe 15. Antworten Sie! Üben Sie zu zweit. Beginnen Sie die Fragesätze immer mit „Verzeihung".
Nach der Antwort danken Sie Ihrem Gesprächspartner für die Auskunft,

Muster: A: Verzeihung, wo kann ich deutsche Zeitungen kaufen?


B: Am Kiosk um die Ecke.
A: Danke für die Auskunft! Vielen Dank für Ihre Auskunft!

Aufgabe 16. Drücken Sie Ihr Bedauern aus.

Muster: Könnten Sie mir bitte den Weg zum Hotel „Kosmos" zeigen?
– Leider nicht. Ich bin hier selbst fremd.

1. Ist das Paket für mich schon da?


2. Kann ich bei Ihnen Zeitungen in englischer Sprache haben?
3. Kann ich von hier aus mit Bonn telefonieren?
4. Darf ich meinen Wagen direkt vor dem Hotel parken?
5. Kann ich meinen Wagen morgen abholen?

Aufgabe 17. Üben Sie zu zweit!

1. Wann sind Sie (bist du) in Moskau angekommen? Ich bin erst heute früh angekommen.
erst gestern Abend
erst gestern Mittag
erst vorgestern
erst vor einer Woche
erst vor wenigen Tagen
2. Wie sind Sie (bist du) hierher gekommen? Ich bin mit dem Zug gefahren.
Obus
Eisenbahn
Omnibus
Taxi
Flugzeug geflogen.
3. Wie lange bleiben Sie (bleibst du) in Moskau? Ich werde in Moskau nur ...
bleiben
ein paar Tage
einen Tag
eine Woche
einen Monat
4. Sind Sie (bist du) in Moskau dienstlich (privat, Ich bin hier auf einer Dienstreise, als Tourist, auf
als Tourist, zu Gast)? Einladung des Innenministeriums, geschäftlich.
5. Wo wohnen Sie (wohnst du) hier? Im Hotel „National", bei meinen Freunden,
privat.
6. Welche Sehenswürdigkeiten Moskaus wollen Sie Ich habe vor, ... zu besuchen, (den Roten Platz, den
(willst du) besichtigen? Kreml, den Dom, das Museum für Geschichte, die
Tretjakow-Galerie, die Rüstkammer, die Ar-batstraße,
das Puschkinmuseum für bildende Künste)

87
Aufgabe 18. Geben Sie Auskunft!
A: Wie komme ich am besten zum Fernsehturm in Ostankino?
B: Sie fahren am besten ...

Aufgabe 19. Erklären Sie einem Ausländer, wo er sein Geld wechseln kann (wo sich die Nachtklubs
befinden, wo das nächste Milizrevier liegt, wo sich ein Autoservice befindet). Sie wissen das alles nicht genau.
Beginnen Sie die Sätze dehalb immer wie folgt: „Ich glaube,... ".

Aufgabe 20. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner die folgende Frage beantworten: Wie nennt man einen
Menschen, der bei einem Autounfall einen Schädelbruch erlitten hat?
(der Kranke, der Patient, der Verletzte)

Aufgabe 21. Lesen Sie den folgenden Kurzdialog zu zweit. Führen Sie ein ähnliches Gespräch mit Ihrem
Freund.
– Fährst du nach Hause?
– Nein, heute nicht. Ich muß erst noch meine Eltern besuchen. Sie wohnen draußen am Stadtrand.
– Fährst du mit der U-Bahn?
– Nein, mit der Straßenbahn. An der Zentralhaltestelle steige ich um und fahre dann mit dem Bus weiter.
– Und wie kommst du nach Hause?
– Entweder gehe ich ein Stück zu Fuß und fahre dann mit dem Bus, oder ich nehme gleich ein Taxi.
– Na, dann tschüs bis morgen!

Aufgabe 22. Erstatten Sie Anzeige! Ein Dieb hat Ihr Auto gestohlen.

Aufgabe 23. Zeigen Sie an, daß jemand in Ihren Wagen eingebrochen ist.

Aufgabe 24. Zeigen Sie den Autoraub an.

Aufgabe 25. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Freund nach seiner Heimatstadt.

Aufgabe 26. Berichten Sie über St.-Petersburg.

Aufgabe 27. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Ausländer. Fragen Sie einen Kommilitonen nach den
Sehenswürdigkeiten Moskaus.

Aufgabe 28. Beschreiben Sie dem Ausländer, wie man am besten zur nächsten Autoreparaturwerkstatt
kommt.

Aufgabe 29. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Ausländer. Erkundigen Sie sich bei einem Milizionär nach
einem Taxistand.

Aufgabe 30. Führen Sie ein Gespräch zwischen einem Ausländer und einem Taxifahrer über den Fahrpreis
laut Tarif!

Aufgabe 31. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Hotelgast. Sie wollen ein Taxi benutzen. Bestellen Sie ein
Taxi per Telefon.

Aufgabe 32. Beschreiben Sie eine Taxifahrt! Verwenden Sie dabei folgende Wendungen:
Ein Taxi holen, benutzen, kommen lassen, anrufen, bestellen, einem Taxi winken, nach einem Taxi
telefonieren, ein Taxi besteigen, mit dem Taxi fahren, (sich Dat.) ein Taxi nehmen, ein Taxi hielt, bog um die
Ecke, das Taxi wartete, bremste, das Taxi bezahlen, das Taxi hat... Rubel gekostet.

Aufgabe 33. Antworten Sie. Warum benutzt man ein Taxi?

Aufgabe 34. Erklären Sie dem Taxifahrer, wie man am besten von der Volgin-straße bis zum Kursker
88
Bahnhof kommt.
Aufgabe 35. Führen Sie ein ähnliches Gespräch.
An der Bushaltestelle

A: Bitte, welche Linie geht zum Hotel „Berlin"?


B: Das weiß ich nicht, ich bin nicht von hier.
A: Wissen Sie, welcher Bus zum Hotel "Berlin" fahrt?
C: Linie 62.
A: Vielen Dank. Und wann geht der?
C: In fünf Minuten.

Text „B"

Berlin – Hauptstadt der BRD

Berlin umfaßt eine Fläche von 882,4 km und zählt über 3 Millionen Einwohner. Das Wappentier Berlins ist
der Bär. Berlin besitzt eine schöne Umgebung. Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert aus Siedlungen an der
Spree Kölln und Berlin. Berlin ist die Hauptstadt der BRD. Heute ist Berlin das politsche, wirtschaftliche und
kulturelle Zentrum der BRD. In Berlin befinden sich die Freie Universität Berlin, die Technische Universität
Berlin, Humboldt-Universität, Hochschule für bildende und angewandte Kunst, Hochschule für Musik,
Ökonomie, viele Bibliotheken (Staatsbi-blothek, Universitätsbibliothek). In Berlin gibt es zahlreiche
Sehenswürdigkeiten: den Alexanderplatz, das Brandendurger Tor, den Fernsehturm, die Straße „Unter den
Linden", das Ägyptische Museum, die deutsche Staatsoper, die Komische Oper, das Museum für deutsche
Geschichte, das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Pergamonmuseum, das Bodemuseum, den
Kurfürstendamm, das Schiller-Theater mit Schloßpark-Theater, das Renaissance-Theater, die Schaubühne, das
Museum für Völkerkunde, das Museum für Technik und Verkehr, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz
mit Gemäldegalerie und Nationalgalerie, Turmruine und Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gädächtniskirche, das
Museum für Deutsche Volkskunde, das Charlottenburger Schloß, das Antikenmuseum, das Reichstagsgäbaude
in prunkvollem Neurenaissancestil, Kunstgewerbemuseum, Museum für Indische Kunst. Berlin ist die größte
Industriestadt Deutschlands. Die wichtigsten Industriezweige sind Elektrotechnik, Elektronik, Gerätebau,
Maschinenbau, polygraphische Industrie, Bekleidungsindustrie, chemische Industrie, Möbelindustrie,
Nahrungs- und Genußmittelindustrie, Baustoffindustrie, Elektro-, Gas- und Wärmeenergieerzeugung usw. Die
Industrie konzentriert sich an der Peripherie der kompakt gebauten Stadt. Berlin ist Verkehrsknotenpunkt und
Handelszentrum Mitteleuropas. Berlin ist auch eine der führenden europaischen Kongreß- und Messestätten.
Als Kunst- und Theaterstadt genießt es internationalen Ruf. In Berlin finden alljährlich Filmfestspiele statt.
Zentrum im Westen der Stadt sind auch heute Kurfürstendamm, Tauentzien-und Kantstraße. Hier trifft man
sich im Café, z.B. „bei Kranzler" oder im „Café des Westens", macht einen Einkaufsbummel durch elegante
Boutiquen und Geschäfte in der Fasanenstraße.
Allein wegen seiner Museen und Schlösser ist Berlin eine Kulturmetropole von internationalem Rang. Man
denke nur an die Neue Nationalgalerie, die Dahlemer Museen, das Antikenmuseum, das Ägyptische Museum
mit der Notfretete, der 3300 Jahre alten Schönheit aus dem Land am Nil, das Charlottenburger Schloß oder
Schloß Bellevue. Erholung suchen die Berliner im Tiergarten oder an den Havelseen am Westrand der Stadt.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „B" durch!

Aufgabe 2. Machen Sie eine Gliederung des Textes „B".

Aufgabe 3. Beweisen Sie anhand der Beispiele aus dem Text, daß Berlin das größte kulturelle Zentrum der
BRD ist.

Aufgabe 4. Fragen Sie Ihren Freund nach den Bildungseinrichtungen in Berlin, nach den Museen.

Aufgabe 5. Bestätigen Sie oder widerlegen Sie die Feststellung „Seit dem 9. Oktober 1949 ist Berlin die
Hauptstadt der BRD"!.

89
Aufgabe 6. Berichten Sie Ihren Kommilitonen darüber, was Sie über Berlin aus dem Text „B" erfahren
haben.

Aufgabe 7. Stellen Sie zum Text „B" etwa 10 Fragen und lassen Sie Ihre Studienkollegen diese Fragen
beantworten.

Aufgabe 8. Fragen Sie Ihre Kommilitonen nach den Sehenswürdigkeiten in Berlin!

Aufgabe 9. Antworten Sie! Waren Sie schon einmal in Berlin? Wenn ja, dann, was hat Sie in Berlin
besonders beeindruckt?

Aufgabe 10. Begründen Sie die Zweckmäßigkeit der Konzentration der Industrie an der Peripherie Berlins.

Aufgabe 11. Zeigen Sie auf der Landkarte, wo Berlin liegt.

Aufgabe 12. Schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema „Berlin–Hauptstadt der BRD".

Text „C"

Bonn

Bonn liegt in Nordrhein-Westfalen, in der Siebengebirgsbucht an beiden Ufern des Rheins. 1777 wurde die
kurfürstliche Akademie gegründet, 1786 die Universität, die im 19. Jahrhundert zu einem Mittelpunkt des
deutschen Geisteslebens wurde und sich heute in dem ehemaligen, nach den Kriegszerstörungen
wiederhergestellten Stadtschloß befindet. An der Rheinischen Friedrich-W ilhelms-Universität wirkten unter
anderem E.M. Arndt und A.W. von Schlegel. Die Stadt zählt über 300000 Einwohner.
1904 wurde Poppelsdorf eingemeindet, 1969 folgten die Städte Bad Godesberg und Beuel sowie weitere
Vororte, und damit wurde Bonn zur Großstadt.
Bonn ist heute hauptsächlich eine Verwaltungsstadt, und 56% seiner Erwerbstätigen sind in der Verwaltung
beschäftigt. Die ehemalige Villenvorstadt an der Koblenzer Straße–inzwischen in die Adenauer-Allee
umbenannt–ist seit 1949 zum Regierungsviertel geworden. Hier befinden sich: die Villa Hammerschmidt, die
dem Bundespräsidenten als Residenz dient, das Palais Schaumburg mit seinem ausgedehnten Park (heute ist
diese spätklassizistische Villa Sitz des Bundeskanzlers), das Bundeshaus (Parlament), zahlreiche Ministerien,
Bundesbehörden und Wirtschaftsverbände sowie diplomatische Vertretungen. Die Industrie ist in Bonn von
untergeordneter Bedeutung: polygraphische, Elektroindustrie, Leichtmetallwerke, keramische,
chemischfarmazeutische Betriebe, Herstellung von Bürobedarf und-Möbeln. Im Süden von Bonn, der Stadtteil
Bad Godesberg, befinden sich Gartenstadt und Kurort, Sitz von Behörden, diplomatischen Vertretungen,
wissenschaftlichen Gesellschaften und Stiftungen und vielseitiger Industrie. 24 km nördlich von Bonn in (Porz-
)Wahn befindet sich der Flughafen Köln-Bonn.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bonns gehört das Haus, in dem Beethoven seine Jugend verbrachte.
Es steht in einem Hof der Altstadt, sein Geburtszimmer liegt im 1. Stock.
Die Beethoven-Halle, in der alle zwei Jahre das Beethovenfest stattfindet, ist einer der schönsten Konzertsäle
Deutschlands.
In Beethovens Geburtshaus ist die größte und wertvollste Beethoven-Sammlung zusammengebracht.
Das schöne Beethoven-Denkmal des Bildhauers Hähner schmückt heute den Münster-Platz.
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität war 1818 gegründet. Bonn hat deshalb eine große Anzahl
später berühmter Männer als Studenten in seinen Mauern gesehen, wie Heinrich Heine und Karl Marx. Die
Zahl der Studierenden wird mit über 7000 angegeben. Heute besteht die Bonner Universität aus sieben
Fakultäten: der katholisch-theologischen, der rechts- und staatswissenschaftlichen, der medizinischen, der
philosophischen, der mathematischnaturwissenschaftlichen und der landwirtschaftlichen mit jeweils einem
Dekan an der Spitze. Zusammen mit einigen Senatoren bilden die Dekane als Senat unter der Führung des
Rektors die jährlich gewählte Selbstverwaltung, der ein Kanzler zur Seite steht.
In Bonn gibt es eine pädagogische Hochschule und viele Fachschulen. Weitere Sehenswürdigkeiten Bonns
sind: Theater, Landsmuseum, Städtische Kunstsammlungen, Museum Alexander Koenig (zoologisches
Museum), romanisches Münster, Poppelsdorfer Schloß. Heute entstehen in Bonn neue Glas- und
90
Betonhochbauten.
Aufgabe 1. Übersetzen Sie den Text „C"

Aufgabe 2. Suchen Sie im Text „C" nach dem Satz, wo es sich um die rechts und staatswissenschaftliche
Fakultät handelt. Lesen Sie diesen Satz laut und übersetzen Sie ihn ins Russische.

Aufgabe 3. Erzählen Sie Ihrem Freund etwas aus der Geschichte Bonns.

Aufgabe 4. Von wann bis warm war Bonn Hauptstadt der BRD?

Aufgabe 5. Antworten Sie! Was versteht man unter „Senat"?

Aufgabe 6. Beweisen Sie anhand der Textinformation, daß Bonn eine Verwaltungsstadt ist.

Aufgabe 7. Fragen Sie Ihren Kommilitonen nach den Sehenswürdigkeiten in Bonn.

Aufgabe 8. Erzählen Sie Ihrem Freund über die Fakultäten der Bonner Universität.

Aufgabe 9. Fragen Sie Ihren Freund danach, wer das Beethoven-Denkmal geschaffen hat.

Aufgabe 10. Lassen Sie Ihren Freund die Frage beantworten: „Wodurch ist die Bonner Universität
bekannt?"

Aufgabe 11. Lassen Sie Ihren Freund etwa 10 Fragen zum Text „C" stellen!

Aufgabe 12. Antworten Sie! Was haben Sie Neues aus dem Text „C" erfahren?

Aufgabe 13. Zeigen Sie auf der Karte, wo Bonn liegt.

Aufgabe 14. Schreiben Sie einen Aufsatz über Bonn in deutscher Sprache!

Text „D"

Wien

Wien ist die Hauptstadt und zugleich ein Bundesland Österreichs. Wien umfaßt ein Gebiet von 415 km2 und
zählt über 1615000 Einwohner. Die Metropole liegt an der Donau und ist in 23 Bezirke eingeteilt. Die
Hauptstadt wird vom Bürgermeister und 14 Stadträten verwaltet.
Wien ist politisches Zentrum, Zentrum der Wissenschaften und der Kultur, Sitz des Bundespräsidenten, der
Bundesregierung, der Ministerien sowie ein führender Verkehrsknoten. Wien besteht über 2000 Jahre. Es war
um 50 u. Z. als römisches Lager Vindobona gegründet, 1221 war Wien Hauptstadt und Residenz der
Habsburger. Unter den Habsburgern erlebte Wien einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen
Aufschwung. 1365 wurde die Universität Wien gegründet. 1529 und 1683 wurde Wien durch die Türken
belagert.
Im Jahre 1848 vollzog sich in Wien eine Revolution, die durch kaiserliche Truppen niedergeschlagen wurde.
Seit 1921 ist Wien ein Österreichisches Bundesland. Während des zweiten Weltkriges wurde Wien stark
zerstört. Am Wiederaufbau der Hauptstadt Österreichs nahmen auch sowjetische Soldaten aktiv teil. Wien ist
Industriestandort Österreichs. Die Hauptzweige der Industrie sind: Maschinenbau, Lokomotiven, LKW,
Elektrotechnik, Chemikalien, Möbel, Metallwaren, Papier, Lebensmittel, Erdölraffinerie, Modewaren.
Die Stadt besitzt einen Flughafen, zahlreiche Häfen. Wien ist auch eine Messestadt. In Wien befinden sich
wichtige wissenschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtungen und zahlreiche Kulturstätten: eine
Universität, eine Kunstakademie, zahlreiche Bibliotheken, eine Hochschule für angewandte Kunst, eine
Hochschule für Musik und darstellende Kunst, die Wiener Staatsoper, das Burgtheater, viele Museen. Zu den
Sehenswürdigkeiten Wiens gehören: der viel besuchte Vergnügunspark Prater, der Stephansdom, Kirchen, das
Rathaus, die Hofburg, Belvedere (der ehemalige Sommersitz des Feldherrn und Türkenbezwingers Prinz Eugen
91
von Savoyen).
Der Stephansdom mit dem hohen mächtigen Südturm ist Zentrum und Wahrzeichen der österreichischen
Hauptstadt. Im Inneren des Doms gibt es zahlreiche Kunstwerke: Skultpturen und Reliefs an Grabsteinen,
Statuen, Altäre und Heiligenbilder. In Wien lebten und wirkten viele weltberühmte Komponisten: Gluck,
Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Johann Strauß.
Das Palais Albertina wurde 1781 erbaut und dient zur Aufbewahrung einer der größten graphischen
Sammlungen der Welt. Zu den Meisterwerken der Albertina gehören die Werke von Dürer, Raffael,
Rembrandt, Rubens.
Heute ist Wien ein führendes Verkehrszentrum Österreichs.

Aufgaben zum Text „D"

Aufgabe 1. Lesen und übersetzen Sie den Text „D".

Aufgabe 2. Gliedern Sie den Text „D".

Aufgabe 3. Erklären Sie! Wie ist der Satz „Wien ist Hauptstadt und zugleich ein Bundesland" zu verstehen?

Aufgabe 4. Antworten Sie. Was ist Belvedere, der Schönbrunnen?

Aufgabe 5. Geben Sie Auskunft. Wann wurde Wien gegründet?

Aufgabe 6. Wie glauben Sie, wodurch ist das bedingt, daß Wien eine viel besuchte Stadt ist?

Aufgabe 7. Beurteilen Sie die Information des Textes „D".

Aufgabe 8. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Mitarbeiter des Reisebüros in Wien. Wie würden Sie Wien
empfehlen?

Aufgabe 9. Antworten Sie! Ist Wien eine Reise wert? Wenn ja, dann begründen Sie Ihre Meinung.

Aufgabe 10. Raten Sie! Wie heißt einer der größten österreichischen Komponisten (1756-1791), der ab 1781
in Wien wirkte? Er schuf zahlreiche Musikwerke, darunter „Figaros Hochzeit", „Zauberflöte" und ein Requiem.
Er heißt...

LEKTION 4. : man;
es; , , ; ,
; .
:« »( , , ).

man

man .
3- . man
3- :
Man sagt – .
Man behauptet, du hättest kein Alibi. – , .

Merken Sie sich die Übersetzung der folgenden Wortgruppen

Man darf– . Man darf nicht –


Man kann – . Man kann nicht – , .
Man muß – , . Man soll – , , .

Aufgabe 1. Wie würden Sie das russisch sagen?


92
1. Man darf so viel nicht rauchen. 2. Man tut, was man kann. 3. Das darf man nicht tun. 4. Man denkt heute
anders darüber. 5. Wie spricht man ihren Namen aus? 6. Man sagt, daß du krank wärest. 7. Das nennt man ein
Verbrechen. 8. Man hat die Aufklärung dieser Straftat noch nicht beendet. 9. Seine Aussagen muß man
überprüfen. 10. Man soll dafür dankbar sein. II. Man kann nicht jedem gefallen. 12. Man tut, was man soll. 13.
Man sieht: er hat diese Straftat begangen. 14. Wenn man nach mir fragt, so sagen Sie: ich bin nach einer Stunde
wieder hier. 15. Von hier kann man das Hotel schon sehen. 16. .Seine Schuld kann man wirklich nicht
beweisen. 17. Man ist so alt, wie man sich fühlt. 18. Man muß lange warten, bis er seine Schuld gesteht. 19.
Man hat ihn verleumdet. 20. Sonntags arbeitet man normalerweise nicht.

Aufgabe 2. Antworten Sie auf folgende Fragen!

1. Darf man in der U-Bahn rauchen?


2. Kann man die Kriminalität bald bekämpfen?
3. Was darf man nicht fotografieren?
4. Darf man den Verdächtigen sofort festnehmen?
5. Wie lange klärt man dieses Verbrechen auf?
6. Hat man den Täter schon verhört?
7. Hat man den Taschendieb schon gefaßt?
8. Ißt man in diesem Gasthaus gut?

Aufgabe 3. Sagen Sie deutsch!


1. . 2. . 3.
« »? 4. . 5. . 6. ? 7.
? 8. ? 9.
. 10. .

es

.
, ,
. , :
Es regnet.– . Es friert mich – .
Wie geht es Ihnen – ?

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch!


1. Es freut mich, daß er schuldfrei ist. 2. Es ist noch zu früh zum Aufstehen. 3. Es ist zu spät, nach den
Spuren des Täters zu suchen. In der Nacht hat es stark geregnet. 4. Verzeihung, ich habe es eilig. 5. Es geht
dem Verletzten schon besser. 6. Es ist heute ziemlich kalt. 7. Wie geht es deinen Eltern? – Danke, nicht
schlecht. 8. Es klopft an der Tür. 9. Es grünt und blüht bereits überall. 10. Es ist schon dunkel. 11. Es ist halb
sieben. 12. Es dunkelt. 13. In diesem Film handelt es sich um eine Kriminalgeschichte.

Aufgabe 2. Bilden Sie Sätze aus folgendem Wortmaterial:


1. Im Herbst, regnen, es, oft. 2. Es, klopfen, die Tür, an. 3. Es, zur Pause, klingeln. 4. Im Zimmer, sein, es,
dunkel. 5. Es, gefallen, mir, hier, gut. 6. Seit kurzem, gehen, mir, es, wieder, besser. 7. Im Winter, schneien, es,
oft. 8. Gefallen, wir, sehr gut, die BRD, in, es. 9. Es, spät, sein, schon, ich, müssen, gehen, nach Hause.

Aufgabe 3. Beantworten Sie folgende Fragen!


1. Wie geht es Ihnen heute? 2. Wann regnet es oft? 3. Ist es im Juli wärmer als im Mai? 4. In welchem
Monat schneit es oft? 5. Ist es heute so kalt wie gestern? 6. Hat es Ihnen in der BRD gefallen? 7. Wie steht es
mit dem Studium? 8. Hat es schon zur Pause geklingelt? 9. Handelt es sich in diesem Buch um eine
Kriminalgeschichte?

, , zu,
93
: Der Kriminalist beginnt den Tatort zu untersuchen.
, zu :
Er versucht, ein Porträt anzufertigen.
zu :
) : hören, sehen, fühlen, spüren: Ich höre eine Frau sprechen;
) : Der Zeuge kann den Toten identifizieren;
) : Ich gehe einkaufen;
r) : werden, bleiben, lernen, lehren, helfen, schicken, lassen: Das Auto blieb plötzlich stehen.
Er hat mich schwimmen gelehrt.
! lernen, lehren, helfen zu ,
: Mein Chef lehrte mich, eine Straftat gründlich zu untersuchen.

um... zu ( )
: Ich komme, um dir zu helfen –
, .
ohne ... zu ( )
. « »: Ohne ein Wort
zu sagen, verließ er das Zimmer – , .
(an)statt ... zu ( )
: Statt dem Verletzten zu helfen, fuhr er weiter.– ,
.

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Beachten Sie die Verwendung der Partikel „zu".
1. Der Polizist stürzte sich ins Wasser, um das Kind zu retten. 2. Der Richter forderte den Zeugen auf,
morgen am Lokaltermin teilzunehmen. 3. Der Junge erklärte, den Angeklagten gesehen zu haben. 4. Er fährt
zum Tatort, um nach den Spuren des Täters zu suchen. 5. Der Richter forderte den Angeklagten auf, den
Hergang der Tat zu schildern. 6. Mein Freund versprach, den Auftrag sofort auszuführen. 7. Anstatt seine
Aufgaben zu erledigen, verbrachte er seine Zeit auf dem Sportplatz. 8. Der Chef bat mich, sofort zum Tatort zu
fahren. 9. Heute habe ich keine Zeit, dir bei der Aufklärung dieser Straftat zu helfen. 10. Der Polizist stürzte
sich ins Wasser, ohne sich zu besinnen. II. Er ging an mir vorbei, ohne mich zu begrüßen. 12. Der Fahrer fuhr
weiter, ohne dem Verunglückten zu helfen. 13. Es ist verboten, hier zu fotografieren. 14. Ich freue mich. Sie
kennenzulernen, 15. Ich rate dir, alle Zeugen zu vernehmen. 16. Statt zu arbeiten, ging er ins Kino. 17. Es freut
mich, mit dir zusammenzuarbeiten.

Aufgabe 2. Setzen Sie, wo nötig, die Partikel „zu" ein!


1. Ich will zuerst den Tatort (absuchen). 2. Der Polizist ließ den Fahrer (anhalten). 3. Hier darf man nicht
(fotografieren). 4. Ich empfehle Ihnen, in erster Linie das Puschkin-Museum für bildende Künste (besuchen). 5.
Ich bitte Sie (mitkommen). 6. Er fährt ins Krankenhaus, um den Verletzten (vernehmen). 7. Der Chef läßt dich
den Verdächtigen (festnehmen). 8, Er lehrt mich (fotografieren). 9. Seit einem Monat lerne ich Auto (fahren).
10. Er hilft mir diese Verbrechen (aufklären). 11. Ich sehe eine Frau die Treppe (hinaufsteigen). 12. Der Zug
fährt, ohne auf einer Station (halten), durch. 13. Ich habe große Lust, ins Grüne (fahren). 14. Der Verunglückte
blieb auf der Straße (liegen), bis die Polizei kam. 15. Die Polizei ordnete an, die Wagen hinter das Haus
(stellen). 16. Es ist notwendig, ein Protokoll (fuhren). 17. Er braucht zum Tatort nicht mehr (fahren). 18. Ich
lasse mein Auto vor dem Haus (stehen). 19. Es galt, einen unbekannten Toten (identifizieren).

Aufgabe 3. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische!


1. Um diese für die Beweisführung wichtigen objektiven Beweismittel zu erlangen, wurden die Wohnung
des Seh. sowie alle Nebenräume systematisch durchsucht. 2. Der Angeklagte leugnete, das Auto gestohlen zu
haben. 3. Ich habe vor, heute Abend ins Theater zu gehen.

Aufgabe 4. Vervollständigen Sie die Sätze mit Infinitiv mit oder ohne zu. 1. Es notwendig.... 2.1ch bitte
dich... . 3. Er lehrt mich... .4. Er verspricht mir ... . 5. Er schlägt vor, zum Tatort sofort... . 6. Jeder Bürger muß
die bestehenden Gesetze ... 7. Ich kann ... . 8. Ich verbitte dir, das ... . 9. Er hat keine Zeit, ins Kino .... 10. Ich
94
bleibe hier ... . II. Ich muß die Wohnung ... . 12. Meine Frau hat Lust ... . 13. Das Gericht wird den Angeklagten
.... 14. Die Verhandlung soll morgen ....

(Numeralien/Zahlwörter)

:
1. (fünf);
2. (der fünfte);
3. (zwei Fünftel)

0 (Null) 12 .
1 eins 7 sieben
2 zwei 8 acht
3 drei 9 neun
4 vier 10 zehn
5 fünf 11 elf
6 sechs 12 zwölf
13 19 zehn:
13 drei + zehn = dreizehn
14 vier + zehn = vierzehn
15 fünf+zehn = fünfzehn
18 acht + zehn = achtzehn
19 neun + zehn = neunzehn Ho: 16 sechzehn
: 16 siebzehn
17 siebzehn
20 90 – zig ( ,
13 19):
40 vier + zig = vierzig
50 fünf + zig = fünfzig
60 sech + zig = ± sechzig
70 sieb + zig = siebzig
80 acht + zig = achtzig
Ho: 20 zwanzig
30 dreißig

21 99 ,
, und. :

21 einundzwanzig 68 achtundsechzig
32 zweiunddreißig 79 neunundsiebzig
43 dreiundvierzig 86 sechsundachtzig
54 vierundfünfzig 99 neunundneunzig
100 hundert 1000 tausend 1000000 eine Million

21 :

153 einhundertdreiundfünfzig/hundertdreiundfünfzig
1231 eintausendzweihunderteinunddreißig/tausendzweihunderteinunddreißig
5675236 fünf Millionen sechshundertfünfundsiebzigtausendzweihundertsechsunddreißig.

.
95
1 ein 1 ein
( ein Viertel) ( ein Neunzehntel)
4 viertel 19 neunzehnte l
– tel:
2/5 zwei Fünftel
5/18 fünf Achtzehntel.
18/19 achtzehn Neunzehntel
Ho: 1/2 ein halb ( );
1/3 ein Drittel ( );
1/20 (ein Zwangzigstel) ,
-steh 1/21 ein Einundzwanzigstel
3/149 drei Hundertneunundvierzigstel
Ho: 1/2 – eine Hälfte ( )
11/2– anderthalb eineinhalb ( )
:
0,3 Null Komma drei;
0,0075 Null Komma Null Null (zwei Null) fünfundsiebzig;
1,115 eins Komma hundertfünfzehn

:
1) -t 20 -st, 20;
2) , .
der, die, das ,
:
zwei: der(die, das) zweite ( , - , - );
zwanzig: der (die, das) zwanzigste ( , - , - );
:
ein: der (die, das) erste ( , - , - ); drei: der (die, das) dritte ( , - , - );
acht: der (die, das) achte ( , - , - );
.

1 eins – der, die, das erste


2 zwei – der, die, das zweite
3 drei – der, die, das dritte
4 vier – der, die, das vierte
5 fünf – der, die, das fünfte
6 sechs – der, die, das sechste
7 sieben – der, die, das siebente
8 acht – der, die, das achte
9 neun – der, die, das neunte
10 zehn – der, die, das zehnte
11 elf – der, die, das elfte
12 zwölf – der, die, das zwölfte
13 dreizehn – der, die, das dreizehnte
14 vierzehn – der, die, das vierzehnte
15 fünfzehn – der, die, das fünfzehnte
16 sechzehn – der, die, das sechzehnte
17 siebzehn – der, die, das siebzehnte
18 achtzehn – der, die, das achtzehnte
19 neunzehn – der, die, das neunzehnte
20 zwanzig – der, die, das zwanzigste
21 einundzwanzig – der, die, das einundzwanzigste
96
30 dreißig – der, die, das dreißigste
40 vierzig – der, die, das vierzigste
50 fünfzig – der, die, das fünfzigste
60 sechzig – der, die, das sechzigste
70 siebzig – der, die, das siebzigste
80 achtzig – der, die, das achtzigste
90 neunzig – der, die, das neunzigste
100 hundert – der, die, das hundertste

, , .
, , -t -st
:
Der l. September (der erste September) – ;
am 9. Mai (am neunten Mai) – ;
den 12. April (den zwölften April) – .
, , , .
« », « » :
1945 – im Jahre neunzehnhundertfünfundvierzig;
1918 – neunzehnhundertachtzehn.

Aufgabe 1. Lesen Sie diese Zahlen laut!


4 + 7 = 11 (4 und 7 ist 11; 4 plus 7 gleich 11);
11 – 5 = 6 (11 weniger 5 ist 6; 11 minus 5 gleich 6);
8 x 5 = 40 (8 mal 5 ist (gleich) 40);
35 : 7 = 5 (35 (geteilt) durch 7 ist 5).

Aufgabe 2. Beachten Sie!


1/2 – einhalb; l 1/2 – eineinhalb (anderthalb); 21/2 – zweieinhalb; 0,5 – Null Komma fünf; 0,06 – Null
Komma Null sechs; 1% – ein Prozent; 45% – fünfundvierzig Prozent; 1/3 – ein Drittel; 3/4 – drei Viertel.

Aufgabe 3. Sprechen Sie dem Lektor nach!

1000 – tausend; 1001 – tausendeins; 1022 – tausendzweiundzwanzig; 12518 –


zwölftausendfünfhundertachtzehn; 1 000 000 – eine Million; 1 000 000 000 eine Milliarde;
im Jahre (512) fünfhundertzwölf,
im Jahre (1077) tausendsiebenundsiebzig,
im Jahre (1989) neunzehnhundertneunundachtzig.

Aufgabe 4. Sprechen Sie dem Lektor nach.


der, die, das
1 – erste; 100 – hundertste; 1000 – tausendste; 102 – hundertzweite; 17 -siebzehnte; 20 – zwanzigste; 31 –
einunddreißigste; 3 – dritte.

Aufgabe 5. Zählen Sie von l bis 50!

Aufgabe 6. Zählen Sie von 50 bis 100!

Aufgabe 7. Lesen Sie die Zahlen!

3, 13, 30, 35, 87, 97, 293, 457.

Aufgabe 8. Lesen Sie die Zahlen!

97
10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 1000.

Aufgabe 9. Lesen Sie die Wortgruppen laut!


Der 1. Mai, der 9. Mai, der 8. März, der 28. Februar, der 10. April.

Aufgabe 10. Antworten Sie! Wieviel ist 2 + 3, 8 + 7, 33 + 7, 10 + 3, 17 + 13?

Aufgabe 11. Wieviel ist 10 - 7, 25 - 5; 63 - 3; 97 - 10; 43 - 12?

Aufgabe 12. Wieviel ist 8 x 3; 14 x 2; 20 x 3; 7 x 8?

Aufgabe 13. Wieviel ist 30 : 6; 40 : 10; 56 : 8; 63 : 9?

Aufgabe 14. Antworten Sie!


1. Der wievielte ist heute? (Welches Datum haben wir heute?) 2. Der wievielte war gestern, vorgestern? 3.
Der wievielte ist morgen? 4. Der wievielte ist übermorgen? 5. Wie alt sind Sie? 6. In welchem Jahr wurden Sie
geboren? 7. Warm wurde Tolstoi geboren? 8. Wann feiert man den Tag der deutschen Einheit (Seit 1991 am 3.
Oktober)? 9. Wann wurde Moskau gegründet? 10. Wieviel Einwohner hat Moskau? 11. Den wievielten hatten
wir gestern? 12. Welches Fest feiert man in Deutschland am 25. Dezember? 13. Wann erfolgte die
Wiedervereinigung Deutschlands? (am. 3. Oktober 1990).

Beachten Sie!

1. Bei Geldangaben liest man: DM14,32–vierzehn Mark zweiunddreißig


DM 7,01 – sieben Mark eins
DM -.52 – zweiundfunfzig Pfennig
2. Bei der Bezeichnung der Uhrzeiten unterscheidet man zwischen der offiziellen und der
umgangssprachlichen Zeitangabe. Man fragt nach der Uhrzeit:
Wie spät ist es? / Wieviel Uhr ist es?
In der offiziellen Zeitangabe zählt man den Tag mit 24 Stunden so:
8.15 Uhr – acht Uhr fünfzehn (Minuten)
12.32 Uhr – zwölf Uhr zweiunddreißig
20.45 Uhr – zwanzig Uhr fünfimdvierzig
24.00 Uhr – vierundzwanzig Uhr
8.30 Uhr– acht Uhr dreißig
20.15 Uhr – zwanzig Uhr fünfzehn
0.25 Uhr – null Uhr fünfundzwanzig

In der Umgangssprache gebraucht man eine andere Uhrzeitangabe:


7.00 – Es ist sieben (Uhr) (Es ist) sieben
7.05 Uhr – 5 (Minuten) nach sieben
7.15 Uhr – (ein) Viertel nach 7/Viertel acht
7.20 Uhr – zwanzig nach sieben/zehn vor halb acht
7.30 Uhr – halb acht
7.35 Uhr – 5 nach halb 8
7.40 Uhr – 10 nach halb acht/20 vor 8
7.45 Uhr – (ein) Viertel vor 8/ drei Viertel 8
7.50 Uhr –10 vor 8
8.00 Uhr – acht (Uhr) / (Es ist) acht.
1.00 Es ist ein Uhr/Es ist eins.

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch.


1. Meine Uhr geht vor. 2. Deine Uhr geht genau/richtig. 3. Seine Uhr geht nach. 4. Ich komme mit dem Zug
um 7 Uhr abends an. 5. Auf/Nach meiner Uhr ist es jetzt fünf nach vier. 6. Meine Uhr geht jeden Tag zehn
Minuten vor. 7. Es ist jetzt genau/Punkt zwölf Uhr. 8. Beim Gongschlag war es vierzehn Uhr. 9. Wir treffen uns
98
gegen zehn Uhr.

Aufgabe 1.1. Sehen (Schauen) Sie auf die Uhr und sagen Sie, wie spät es jetzt ist/wann der
Deutschunterricht begonnen hat und wann er beendet ist.

Aufgabe 2. Sagen Sie das russisch.


1. Ich komme um 6 oder um halb sechs. 2. Ich komme um Viertel 7. 3. Ich komme um Viertel nach sechs. 4.
Ich komme um Viertel vor 8.

Aufgabe 3. Lesen Sie die folgenden Uhrzeiten auf verschiedene Weise! 95, 915; 925; 930; 9.

Aufgabe 4. Antworten Sie auf folgende Fragen!


1. Wie spät ist es jetzt? 2. Wann fährt der Zug? 3. Wann beginnt die Untersuchung? 4. Wann essen Sie
Abendbrot? 5. Um wieviel Uhr gehst du schlafen? 6. Wann ist die Besprechung? 7. Um wieviel Uhr beginnt die
Vorstellung? 8. Wann beginnt die Vernehmung des Angeklagten? 9. Um wieviel Uhr fahren wir zum Tatort?
10. Um wieviel Uhr kommst du nach Hause?

1. .

Nom. der/ein Vater das/ein Kind


Gen. des/eines Vaters des/eines Kindes
Dat. dem/einem Vater dem/einem Kind(e)
Akk. den/einen Vater das/ein Kind

: . -s
-es.

2. .
Nom. der/ein Junge
Gen. des/eines Jungen
Dat. dem/einem Jungen
Akk. den/einen Jungen
: -( )n
, .

3. ( )
Nom. die/eine Mutter
Gen. der/einer Mutter
Dat. der/einer Mutter
Akk. die/eine Mutter
: .
.

4. ( ) .

Nom. der Name das Herz


Gen. des Namens des Herzens
Dat. dem Namen dem Herzen
Akk. den Namen das Herz

. -s , : Inges Kleid,
Kurts Aufsatz.
, s, ß, tz, z , . .
99
(Aristoteles1 Werke, Max' Briefe), -ens (Hansens Bruder, Mariens Hut),
von (die Briefe von
Moriz Arndt, der Hut von Marie).
– s, : Berlins
Sehenswürdigkeiten. , -s .
(die Sehenswürdigkeiten des neuen Berlin(s).

. - , -el -er,
-n . . - n -s ,
.

Nom. die Tische, Schlüssel, Männer, Bären, Autos


Gen. der Tische, Schlüssel, Männer, Bären, Autos
Dat. den Tischen, Schlüsseln, Männern, Bären, Autos
Akk. die Tische, Schlüssel, Männer, Bären, Autos

Aufgabe 1. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive im nötigen Kasus.


1. Ich gebe (der Student) das Buch. 2. Mein Vater liest (der Brief). 3. Ich verstehe (dieser Satz) nicht. 4.
Wann beginnt (der Prozeß). 5. Hat man (der Dieb) gefaßt. 6. Wie schreibt man (der Name des Verdächtigen)?
7. Er fragt nach (die Personalien). 8. Unterschreiben Sie bitte (das Protokoll). 9. Überprüfen Sie die Aussagen
(dieser Zeuge) 10. Die Öffentlichkeit hilft (die Miliz) bei (die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung). 11.
In (die Ferien) fahrt er in die Schweiz.

Aufgabe 2. Setzen Sie die Endungen hinzu:


1. der Name d... Zeugen. 2. die Tasche ein... Frau. 3. das Heft d... Mädchen ... . 4. das Bild ein... bekannten
Maler ....5. D... Chef gibt d... Mitarbeiter d... Ausweis.

Aufgabe 3. Antworten Sie auf folgende Fragen:


1. Wem gibt der Lektor das Buch? (ein Student, ein Hörer, das Mädchen, der Schüler). 2. Wen vernimmt der
Kriminalist? (ein Verdächtiger, ein Zeuge, der Dieb). 3. Was liest du? (ein Protokoll, das Dokument, ein Brief,
die Aussagen, ein Urteil). 4. Wessen Ausweis liegt auf dem Tisch? (der Mitarbeiter, der Kriminalist, der
Staatsanwalt).

Aufgabe 4. Deklinieren Sie folgende Substantive!


Der Mensch, der Name, der Herr, die Frau, der Hörer, der Kriminalist, der Dieb, der Verbrecher, das Buch,
die Hunde, die Mitarbeiter, die Indizien, die Vorträge.

Aufgabe 5. Gebrauchen Sie die Eigennamen im Genitiv.


1. Ich lese gern die Werke (Goethe).
2. Der Vortrag (Heibig) ist interessant.
3. Der Großvater liest (Gerhard) Briefe.
4. Er kennt die Sehenswürdigkeiten (Berlin).
5. Das bekannteste Museum (Dresden) ist die Gemäldegalerie.
6. Die Hauptstadt (Österreich) ist Wien.
7. Das bedeutende Museum (Bonn) ist (Beethoven) Geburtshaus.
8. (Dürer) Gemälde gefallen mir sehr gut.
9. (Wolfgang Amadeus Mozart) Oper „die Zauberflöte" gefällt mir besonders.

Aufgabe 6. Beantworten Sie die Fragen bejahend!


1. Hat der Täter ein Auto benutzt? 2. Brauchen wir einen Hund? 3. Brauchst du einen Zeugen? 4. Fährst du
zum Tatort allein? 5. Nimmst du an der Vernehmung der Zeugen teil? 6. Sind die Aussagen des Verbrechers
zuverlässig? 7. Hat der Täter das Opfer lange beobachtet? 8. Hat die Polizei die Drogenhändler gefaßt? 9. Hast
du die Fotos des Täters schon gesehen? 10. Befragt der Richter den Zeugen? II. Hat das Parlament das Gesetz
100
über den Export geändert?

1. (der, das, die) (jeder,


jedesjede, dieser, dieses, diese) :

Maskulinum Neutrum Femininum


Nom. – –e –e
Gen. – en – en – en
Dat. – en – en – en
Akk. – en –e –e

2. (ein, eine, ein), (unser, dein, sein,


mein, ihr, euer), kein , , :

Maskulinum Neutrum Femininuni


Nom. – er – es –e
Gen. – en – en – en
Dat. – en – en – en
Akk. – en – es –e

3. :

Maskulinum Neutrum Femininum


Nom. – er – es –e
Gen. – en – en – er
Dat. – em – em – er
Akk. – en – es –e

1. (die), , alle,
beide, keine, welche – . 2. viele,
mehrere, einige :
Nom. –
Gen. – er
Dat. – en
Akk. – e

Aufgabe 1. Deklinieren Sie folgende Wortgruppen:


Ein fleißiger Mitarbeiter, gute Arbeit, starker Wille, frischer Tee, frisches Brot, der erfahrene Kriminalist,
ein schweres Verbrechen, der aufgeklärte Fall, schwere Anklage, die entwendeten Sachen, kein interessanter
Fall, sein altes Auto, dieser junge Täter, einige neue Beweise, kalter Braten, ein ehrlicher Steuerzahler.

Aufgabe 2. Lesen Sie folgende Wortverbindungen mit den Adjektivendungen:


dieser alt...Herr, jeder tüchtig...Polizist, jene bös...Krankheit, jedes hoh...Fenster, beide gestohlen... PKW(s),
ein verantwortungsvoll... Auftrag, höh... Ordnung, der zuverlässig... Schutz, welche neu... Aussagen, alle
klein... Kinder, die gestellt... Aufgaben, viele belastend... Beweise, dieses hübsch... Mädchen, einige gute...
Aufnahmen, die gestrig... Zeitung, viele wichtig... Papiere, kein interessant... Bericht.

Aufgabe 3. Ergänzen Sie die Adjektivendungen!

Mein treu... Freund, im erst... Stock, bei schlecht... Wetter, das Ergebnis der kriminalpolizeilich... Arbeit,
vorbildlich... Ordnung, sein strafrechtlich... Handeln, sachlich... Beweismittel, ein subjektiv... Porträt, auf den
101
erst... Blick, die notwendig... Maßnahmen, viele entwendet... Dinge, bei gründlich... Betrachtung, wegen ein...
schwer... Unfalls.

Aufgabe 4. Lesen Sie den Satz mit richtigen Adjektivendungen: 1. Während der weiter... Suche nach dem
Brandstifter stellten die Kriminalisten in der angrenzend... Kaufhalle eine zerschlagen... Scheibe an einem
vergittert... Fenster fest. 2. Ich habe dir drei neu ... Zeitschriften mitgebracht.

Vortextübungen

Übungen zur Wortbildung

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Wörter. Überprüfen Sie die Richtigkeit Ihrer Übersetzungen mit Hilfe
eines Wörterbuches!
a) einmal, jedesmal, vielmal(s), mehrmal(s), keinmal;
b) zweifach, vielfach, mehrfach, mannigfach, fünffach, tausendfach;
c) schuldlos, erfolglos, aussichtslos, ergebnislos, sorgenlos, nutzlos, spurlos, endlos, arbeitslos.

Aufgabe 2. Also, welche Bedeutung haben die Halbsuffixe -mal, -los und das Suffix -fach?

Aufgabe 3. Übersetzen Sie folgende Wörter: grenzen, Grenze (f), grenzenlos, Grenzgebiet (n), Grenzschutz
(m).

Aufgabe 4. Hören Sie folgende Wörter und Wortverbindungen. Sprechen Sie sie dem Sprecher nach!
Die Schweiz, Österreich, Italien, die Bundesrepublik Deutschland, Polen, die BRD, der Status, das
Abkommen, der (das) Quadratkilometer, der Südwesten, die Ostsee, die Hauptstadt, das Territorium, ein
hochentwickelter Staat, die SPD, die CDU, die CSU, Sachsen-Anhalt, völkerrechtlich, Frankreich, Tschechien,
die Slowakei, Liechtenstein.

Aufgabe 5. Suchen Sie im Wörterbuch nach russischen Äquivalenten für: die Bevölkerungsdichte,
durchschnittlich, der Bundestag, die Staatsgewalt, der Bundesrat, der Bundeshaushaltsplan, das Haushaltsjahr.

Aufgabe 6. Antworten Sie! Aus welchen Wörtern besteht die Zusammensetzung „der
Bundeshaushaltsplan"? Wie übersetzt man jedes Wort und die Zusammensetzung?

Aufgabe 7. Bilden Sie einige Ableitungen von „Gesetz". Dabei können Sie ein Wörterbuch zu Rate ziehen.

!
gründen vt –
Fläche f-, -n – ,
eine Fläche (ein Gebiet) von ... km2 umfassen– ... km2
grenzen an Akk. –
Grenze f-, -n zu Dat. –
Ostsee f–
Vereinigung f-, -en –
See m -s, -n- -
Bodenschätze (Pl) –
Bevölkerung f-, –
Bevölkerungedichte f-, -n –
die nationale Minderheit –
betragen (u, a) vi – ,
sich belaufen auf Akk. – ,
die Bundesrepublik Deutschland –
sich gliedern in Akk.–
sich zusammensetzen aus Dat.– ( ., .)
bestehen (a, a) aus Dat.–
102
das höchste gesetzgebende Organ –
Staatsgewalt f –
die Staatsgewalt ausüben –
entlassen (ie, a) vt –
Staatsoberhaupt n -es,–
Bundesland n -es, – länder –
ernennen vt –
gleichberechtigt –
Rechtsstaat m -es –
die politische Macht ausüben –
Amtssprache f-, -n –
einteilen in Akk –
bestätigen vt –
Angestellte m, f-n, -n– ,
Beamte m, -n, -n – ,
Innenpolitik f –
Gesetz n -es, -e –
Außenpolitik f –
entscheiden (ie, ie) über Akk ( )
Beschluß m -sses, Beschlüsse –
einen Beschluß fassen –
eine Politik betreiben/verfolgen –
einhalten (ie, a) vt –
Bundestag m, -(e)s, ohne Pl.–
die Wahlen zum Bundestag –
bestimmen vt –
verwirklichen vt –
Bundesrat m – ,
vertreten (a, e) vt–
völkerrechtlich –
Entwurf m -es, Entwürfe –
Vorlage f-, -n – ( )
Grundgesetz n -es –
Verfassung f, -en –
verfassungsmäßig – ,
Regierungschef m -s, -s–
Abgeordnete m -n, -n– ,
das Gesetz beschließen (o, ) –
die Verwaltung f, en – ,
Wählbarkeit f – ,
wahlberechtigt –
wählbar – ,
Bundesregierung f, -, -en –
Rücktritt m-s – , ( )
Mißtrauensvotum n -s –
auf Vorschlag des Bundeskanzlers –
Bundesverfassungsgericht n -(e)s –
Bundesversammlung f, -,–
zählen vi –

Synonyme:
einteilen, sich gliedern; Schaffung (f), Gründung (f); See (f), Meer (n); etwa, circa, rundum; eintreten für,
sich einsetzen für; angehören, vereinigen.
103
Antonyme:
arm sein an Dat. – .;
reich sein an Dat. – .

Aufgabe 1. Gruppieren Sie die Wörter nach gemeinsamer Wurzel. Übersetzen Sie sie ins Russische.
gründen, Grenze (f), Gründung (f), Gründer (m), grenzen, angehören, gehören, Begründer (m).

Aufgabe 2. Suchen Sie nach den Synonymen für


Gründung(f); betragen: die Bildung, das Gesetz, die Grundlage, die Schaffung, vereinigen, einhalten, zählen,
sich belaufen.

Aufgabe 3. Suchen Sie nach Antonymen für


arm, die Außenpolitik:
treu, fest, reich, die Sozialpolitik, die Staatspolitik, die Innenpolitik .

Aufgabe 4. Setzen Sie das richtige Verb ein! Die Verben sind unten angegeben.
1. Die BRD ... im Osten an Polen. 2. Die BRD wurde 1949 ... . 3. Der SPD ... vorwiegend die Arbeiterklasse
... . 4. Die BRD ... 80 Millionen Einwohner. 5. Der Bundeskanzler ... die Richtlinien der Politik. 6. Der
Bundespräsident ... die BRD völkerrechtlich. 7. Der Bundesrat...die Entwürfe der Gesezte. 8. Der
Bundeskanzler ... über alle Grundfragen der Staatspolitik. 9. Die Bundesversammlung ... auf die Dauer von 5
Jahren den Bundespräsidenten. (wählen, vertreten, zählen, betragen, grenzen, gründen, bestimmen, bestätigen,
festlegen, entscheiden, angehören).

Aufgabe 5. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische!


1. Die BRD, im Zentrum Europas gelegen, umfaßt ein Territorium von 356854 km2. Die Hauptstadt der
BRD Berlin hat etwa 4 Millionen Einwohner. 3. Die BRD verfügt über eine entwickelte Wirtschaft mit
moderner Industrie und Landwirtschaft. 4. Im Mittelpunkt der Außenpolitik der BRD steht die Entwicklung der
Zusammenarbeit mit allen Ländern der Welt. 5. Der Bundespräsident sorgt für die völkerrechtliche Vertretung
der BRD. 6. Das Staatsoberhaupt in der BRD ist der Bundespräsident. 7. Der Leiter der Bundesregierung der
BRD ist der Bundeskanzler.

Aufgabe 6. Ergänzen Sie:

1. Die BRD wurde am 23. Mai 1949 ....


2. Die BRD ... in Mitteleuropa.
3. In der BRD ... etwa 80 Millionen Menschen.
4. Die BRD ... aus 16 Bundesländern.
5. Die Bevölkerungsdichte der BRD ... 245 Menschen je Quadratkilometer.
6. Der Schaden ...auf etwa 2000 DM.

Aufgabe 7. Welches Wort paßt für diesen Satz? „Arm oder reich?" Die BRD ist an Bodenschätzen ... .

Aufgabe 8. Welches Verb wählen Sie (gehören / gehören zu/ angehören)?

1. Die BRD ... der UNO ... . 2. Ostberlin und Westberlin ... jetzt wieder ... Deutschland. 3. ... dir dieses
Buch? 4. Der SPD ... vorwiegend die Arbeiter. 5. Der Delegation ... der Bundeskanzler und der
Bundespräsident... . 6. Die völkerrechtliche Vertretung der BRD... den Aufgaben des Bundespräsidenten der
BRD. 7. Das... meinen Pflichten. 8. Das ... meiner Frau. 9. Das ... nicht hierher. 10. Die BRD ... der NATO.

Aufgabe 9. Merken Sie sich folgende Abkürzungen!


Die BRD (Bundesrepublik Deutschland) – .
Die UNO –
Die SPD (die Sozialdemokratische Partei Deutschlands) – (
)
Die CDU (die Christlich-Demokratische Union) – ( )
104
Die CSU (die Christlich-Soziale Union) – XCC ( )
Die FDP (die Freie Demokratische Partei) – ( )
Die Partei der Grünen –
Die PDS (die Partei des Demokratischen Sozialismus) – ( )
Der DGB (der Deutsche Gewerkschaftsbund) – ( )
Die EU(die Europäische Union) – ( )

Aufgabe 10. Übersetzen Sie ins Deutsche!


1. – . 2.
23 1949 . 3. – . 4.
. 5. . 6. 80 . . 7.
5 . 8. , , , . 9. –
. 10. . II.
4 . 12. . 13. .
2
14. 882,4 . 15. 3,07
. 16. – , . 17. 1990 .
. .

Aufgabe 11. Hören Sie den Text „A". Übersetzen Sie ihn ins Russische.

Text „A"

Die Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland, ein hochentwickelter Industriestaat mit produktiver Landwirtschaft,


entstand am 23. Mai 1949. Am 29. September 1990 ist der am 31. August in Berlin unterzeichnete
Einigungsvertrag zwischen der BRD und der DDR in Kraft getreten. Die Wiedervereinigung erfolgte am 3.
Oktober 1990. Die Hauptstadt der BRD ist Berlin. Die BRD ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Sie ist ein Rechtsstaat. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Die BRD gliedert sich in 16 Bundesländer:
Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg,
Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-
Holstein. Die Bundesländer haben ihre eigenen Verfassungen, die den Grundsätzen des Grundgesetzes
entsprechen, und ihre eigenen Länderparlamente, Kabinette und Ministerpräsidenten. Die BRD liegt in der
Mitte Europas. Sie grenzt an: Dänemark im Norden; die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich im
Westen; Österreich und die Schweiz im Süden; Polen und die Tschechische Republik im Osten. Nahezu ein
Drittel ihrer Fläche ist Wald. Alle Flüsse Westdeutschlands – mit Ausnahme der Donau und ihrer Nebenflüsse -
- fließen nach Norden hinab zum Meer. Das Staatsgebiet der BRD ist etwa 357.000 qkm groß. Die Bevölkerung
der BRD beläuft sich auf über 80 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte der BRD beträgt 245
Menschen je Quadratkilometer. Die größten Gruppen nationaler Minderheiten sind Sorben, Dänen, Holländer,
Friesen, Juden. In Westdeutachland sind etwa 3 Millionen arbeitende Ausländer (ausländische Arbeitnehmer).
Das höchste gesetzgebende Organ der BRD ist der Bundestag. Er zählt 656 Abgeordnete, die auf 4 Jahre
gewählt werden. Der Bundestag beschließt Gesetze, wählt den Bundeskanzler (und mittelbar durch ihn die
Regierung), das Bundesverfassungsgericht und kontrolliert die öffentliche Verwaltung. Die Wahlen zum
Bundestag erfolgen nach einem modifizierten Verhältniswahlrecht. Wahlberechtigt sind die Bürger über 18
Jahre, für die Wählbarkeit ist ein Mindestalter von 21 Jahren vorgeschrieben. Die Parteien, die weniger als 5%
der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, erhalten keinen Sitz im Bundestag.
Der Bundesrat setzt sich aus Mitgliedern der Länderregierungen zusammen. Durch den Bundesrat wirken die
Länder an der Gesetzgebung des Bundes mit. Der Präsident des Bundesrates wird jährlich gewählt und ist in der
Regel der Ministerpräsident eines Landes. Die Bundesversammlung wählt auf die Dauer von 5 Jahren den
Bundespräsidenten. Der Bundespräsident ernennt und entläßt auf Vorschlag des Bundeskanzlers die Minister.
Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Der Bundespräsident ist
Staatsoberhaupt. Zu seinen Aufgaben gehören die völkerrechtliche Vertretung der BRD und die Ernennung und
Entlassung des Bundeskanzlers und der Bundesminister.
Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten ernannt. Sein Amt endet durch den
Zusammentritt des neuen Bundestages, durch ein Mißtrauensvotum und durch Rücktritt. Der Bundeskanzler
105
bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.
1955 trat die BRD der NATO bei. Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union (EU) und der UNO.

Politische Parteien

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist ihrer Mitgliederzahl nach die größte Partei
Deutschlands, sie zählt circa 800 000 Mitglieder. Die Parteimitglieder sind zu 52% Arbeiter und zu 16%
Angestellte, weiterhin Angehörige freier Berufe oder anderer Schichten.
Die Partei der Grünen tritt hauptsächlich für Umweltschutz und Frieden ein. Im Bundestag sind heute sechs
Parteien vertreten: die SPD, die Christlich-Soziale Union Deutschlands (CSU), die Christlich-Demokratische
Union Deutschlands (CDU), die Freie Demokratische Partei (FDP), die Grünen und die Partei des
Demokratischen Sozialismus (PDS). Im Bundestag bilden die CDU und CSU eine gemeinsame Fraktion. Bei
allen Wahlen beweist die Bevölkerung ein starkes politisches Interesse. Bei der letzten Bundestagswahl betrug
die Wahlbeteiligung 84,3%. Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gelb.
Währungseinheit der BRD ist die Deutsche Mark (1DM=100 Pfennig). Sie ist frei konvertierbar, d.h., sie
kann jederzeit gegen jede fremde Währung zum jeweiligen Wechselkurs umgetauscht werden. Beschränkungen
des Kapitalverkehrs mit dem Ausland bestehen nicht. Die BRD steht nach den USA an zweiter Stelle im
Welthandel. Die Außenwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsleben der BRD. An der Spitze
der Ausfuhrgüter der BRD stehen Kraftfahrzeuge, Maschinen aller Art, chemische und elektrotechnische
Erzeugnisse. Auf der Einführseite haben Nahrungs- und Genußmittelindustrie das größte Gewicht. Eingeführt
werden auch Rohstoffe und Energieträger (vorwiegend Erdöl und Erdgas). Zu den Handelspartnern der BRD
gehört auch Rußland. Die größten Handelspartner der BRD sind jedoch die Niederlande und Frankreich. Jeder
vierte Erwerbstätige in der BRD arbeitet direkt für Export. Eine derart große Abhängigkeit von der
Außenwirtschaft hat folgenden Grund: die BRD ist ein dicht besiedeltes Industrieland mit nur sehr geringen
eigenen Rohstoffvorkommen. Sie verfügt aber über einen hohen Stand der Technologie, eine gute Ausbildung
der Bevölkerung und einen leistungsstarken Produktionsapparat.
Die enge Verflochtenheit der deutschen Wirtschaft mit dem Ausland bringt aber auch die Abhängigkeit mit
sich. Die BRD ist anfällig gegen alle Störungen des Welthandels, weil Arbeitsplätze, Investitionen, Erträge und
Lebensstandard von seiner Entwicklung abhängig sind. Stabile Weltwirtschaft, freier Handel und ein
geordnetes Währungssystem sind deshalb wichtige Lebensbedingungen für die deutsche Volkswirtschaft. Die
Amtssprache ist Deutsch.

Übungen zur Entwicklung der Sprechfertigkeiten

Aufgabe 1. Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text „A":


1. Wann entstand die BRD? 2. Wann haben sich die BRD und die DDR zum einheitlichen Deutschland
vereinigt? 3. Wo liegt die BRD? 4. Ist die BRD ein hochentwickelter Industriestaat? 5. Wie groß ist die Fläche
der BRD? 6. Wie heißt die Hauptstadt der BRD? 7. Welche Flüsse sind in der BRD die größten? 8. Ist die BRD
reich an Bodenschätzen? 9. Wieviel Millionen Menschen leben in der BRD? 10. Aus wieviel Bundesländern
besteht die BRD? II. An welche Länder grenzt die BRD? 12. Welche nationalen Minderheiten gibt es in der
BRD? 13. Wer übt die Staatsgewalt in Deutschland aus? 14. Wie heißen die höchsten Staatsorgane
Deutschlands? 15. Welche Aufgaben erfüllt der Bundestag? 16. Welche Außenpolitik betreibt die BRD? 17.
Unterhält die BRD diplomatische Beziehungen mit Rußland? 18. Wieviel und welche Parteien sind heute im
Bundestag vertreten? 19 Wann feiert man den Tag der deutschen Einheit?

Aufgabe 2. Was glauben Sie, warum gibt es in der BRD mehrere Parteien?

Aufgabe 3. Berichten Sie über den Staatsaufbau der BRD.

Aufgabe 4. Berichten Sie über die Grundlagen staatlicher Ordnung.

Aufgabe 5. Antworten Sie! Wer ist heutzutage der Bundeskanzler, der Bundespräsident?

Aufgabe 6. Geben Sie den Inhalt des Textes nach folgender Gliederung deutsch wieder:
1) Territorium, 2) Bevölkerung, 3) Staatsaufbau, 4) Parteien.
106
Aufgabe 7. Fragen Sie Ihren Kommlitonen nach den Grenzen der BRD. Benutzen Sie dabei die Landkarte!

Aufgabe 7.1. Suchen Sie auf der Karte nach sechzehn Bundesländern.

Aufgabe 8. Lassen Sie Ihren Studienfreund folgende Fragen beantworten!

1. Welche Parteien gibt es in der BRD?


2. Ist die BRD reich an Bodenschätzen?
3. Was für ein Staat ist die BRD?
4. Wann wurde die BRD UNO-Mitglied?
5. Ist die BRD EU-Mitglied?
6. Wann trat die BRD der NATO bei?
7. Wie sieht die Bundesflagge aus?

Aufgabe 9. Bestätigen Sie folgende Aussagen. Verwenden Sie folgende Ausdrücke: das stimmt. Sie haben
vollkommen recht.
1. Die BRD ist ein hochentwickelter Industriestaat mit produktiver Landwirtschaft. 2. Der Bundeskanzler
bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. 3. Die Gesetzgebung ist an die
verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht
gebunden.

Aufgabe 10. Führen Sie mit Ihrem Kommilitonen ein Gespräch zum Thema „die BRD".

Aufgabe 11. Erzählen Sie Ihrem Freund alles, was Sie über die BRD erfahren haben.

Aufgabe 12. Sprechen Sie mit Ihren Kommilitonen über die Zusammenarbeit der BRD mit Rußland.

Aufgabe 13. Suchen Sie im Text „A" nach Bruchzahlen, Grundzahlen und Ordnungszahlen. Lesen Sie sie
vor.

Aufgabe 14. Schreiben Sie aus dem Text „A" je ein Beispiel für verschiedene Deklinationstypen der
Substantive und Adjektive heraus.

Aufgabe 15. Suchen Sie im Text „A" nach dem Abschnitt, wo es sich um das höchste gesetzgebende Organ
der BRD handelt.

Aufgabe 16. Nennen Sie die Aufgaben des Bundestages.

Aufgabe 16.1. Sagen Sie das mit einem Wort: „Leiter der Bundesregierung in der BRD und in Österreich".

Aufgabe 17. Antworten Sie! Wer ist das Staatsoberhaupt der BRD? Welche Aufgaben bzw. Obliegenheiten
haben der Bundespräsident und der Bundeskanzler?

Aufgabe 18. Suchen Sie im Text „A" nach den Antworten auf folgende Frage: Mit wieviel Jahren ist man in
der BRD wahlberechtigt und wählbar? Lesen Sie diese Sätze vor.

Aufgabe 19. Berichten Sie Ihrem Kommilitonen über die politischen Parteien in der BRD.

Aufgabe 20. Antworten Sie! Was haben Sie über den Bundesrat erfahren?

Aufgabe 21. Stellen Sie zum Text „A" etwa 10 Fragen und lassen Sie sie Ihre Studienfreunde beantworten!

Aufgabe 22. Schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema „Was weiß ich von der BRD?"

Aufgabe 23. Antworten Sie! Wie heißt ein Staat, dessen Tätigkeit von Recht bestimmt und Gesetz begrenzt
107
ist?

Aufgabe 24. Lesen Sie den Artikel 21 des Grundgesetzes für die BRD: „Die Parteien wirken bei der
politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen
Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr
Vermögen öffentlich Rechenschaft geben." Wie lautet der ähnliche Artikel in unserer Verfassung?.

Aufgabe 25. Erzählen Sie Ihren Kommilitonen über die Importe und Exporte der BRD. Verwenden Sie
dabei folgende Redemittel:

1. Die BRD führt... ein. 2. Die BRD führt ... aus.

Aufgabe 26. Ersetzen Sie in Ihren Aussagen die Verben „einführen", „ausführen" durch die Synonyme
„importieren", „exportieren".

Aufgabe 27. Antworten Sie: Wußten Sie schon, daß die Niederlande und Frankreich die größten
Handelspartner der BRD sind? Nennen Sie die Gründe dafür.

Aufgabe 28. Nennen Sie die Gründe und Ursachen für eine große Abhängigkeit der BRD von der
Außenwirtschaft.

Aufgabe 29. Suchen Sie im Text die Stellen heraus, wo über die negativen Seiten der Verflochtenheit der
deutschen Wirtschaft mit dem Ausland gesagt wird.

Aufgabe 30. Beantworten Sie die Frage anhand der Textinformation: Wofür/wogegen ist die BRD anfällig?
Begründen Sie Ihre Behauptung.

Aufgabe 31. Suchen Sie im Text den Abschnitt heraus, wo es sich um wichtige Lebensbedingungen für die
deutsche Volkswirtschaft handelt. Womit hängt das Ihrer Meinung nach zusammen?

Aufgabe 32. Können Sie sagen, was Rußland in die BRD exportiert und aus der BRD importiert?

Text „B"

Osterreich

Die Republik Österreich liegt im südlichen Mitteleuropa. Sie ist ein parlamentarischer Bundesstaat mit 9
Bundesländern: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark und
Burgenland.
63% seines Territoriums entfallen auf Wälder, 18% auf Ackerland und 27% auf Wiesen und Weiden.
Österreich befindet sich im Bereich des atlantisch geprägten Übergangsklimas. Seine Fläche beträgt 83856 km2.
Die Bevölkerung zählt etwa 8 Millionen Einwohner bei der Bevölkerungsdichte von 89 Einwohnem/km2. Die
Hauptstadt heißt Wien (1,5 Mio Menschen).
Die größten Städte sind Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt u.a. Durch das Land strömt die Donau –
der wichtigste Fluß Österreichs. Die Amtssprache ist Deutsch. In Österreich leben auch nationale Minderheiten:
Kroaten, Slowenen, Italiener, Tschechen. Die meisten Bürger sind Gläubige: 84% Katholiken, 6% Protestanten.
Osterreich ist nicht reich an Bodenschätzen. Hier kommen Eisenerz, Erdgas in geringem Maße vor. Die
Vorkommen an Braunkohle, Blei, Zink, Magnesit, Kupfer, Salz werden ausgeführt. Alle anderen werden
importiert.
Österreich gehört zu den hoch entwickelten Industrieländern der Welt. Gegenwärtig besteht hier ein
bedeutender staatsmonopolistischer Sektor in der Industrie. In Österreich sind solche Industriezweige wie:
Schwerindustrie, Elektrotechnik, Holzverarbeitung, Chemie, Maschinenbau stark entwickelt.
Österreich grenzt im Norden an die BRD und Tschechien, im Osten an Ungarn, im Süden an Jugoslawien
und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein. 996 wurde das Land erstmals in den Chroniken
als Österreich erwähnt. 1156 wurde es zum Herzogtum und mit der Zeit zur Monarchie erhoben. Im November
108
1918 vurde nach dem Zerfall der österreichischungarischen Monarchie die Republik Österreich gebildet. 1938
hat sie sich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen dem Deutschen Reich angeschlossen. Nach dem 2.
Weltkrieg wurde es bis zum Jahre 1955 durch die 4 Großmächte besetzt. 1955 wurde der Staatsvertrag
abgeschlossen. Laut dem Vertrag hat Österreich seine Unabhängigkeit sowie das Verbot des wirtschaflichen
und politischen Anschlußes an Deutschland anerkannt. Außerdem hat es einen Beschluß über die
immerwährende Neutralität gefaßt. Österreich ist seit 1955 Mitglied der UNO. Es wird in der Außenpolitik die
Assoziierung mit EU angestrebt.
Das höchste gesetzgebende Machtorgan ist das Parlament. Es besteht aus 2 Kammern: dem Nationalrat und
dem Bundesrat, dessen Abgeordnete von Landtagen ernannt werden. Beide Kammern sind zur Überprüfung der
Tätigkeit der Bundesregierung befugt. An der Spitze der Republik steht der Bundespräsident, der vom Volke
auf 6 Jahre gewählt wird. Er ernennt und entläßt den Bundeskanzler und auf dessen Vorschlag die Minister,
vertritt die Republik nach außen usw. In Österreich gilt das von der österreichischen Monarchie übernommene
und weitergeführte Recht. Der Oberste Gerichtshof hat seinen Sitz in Wien, darunter gibt es 4
Oberlandesgerichte, 18 Landes- und Kreisgerichte und 229 Bezirksgerichte.
In Osterreich existiert das Mehrparteiensystem. Zu den größten Parteien gehören die Sozialistische Partei
Österreichs (die SPÖ), die Österreichische Volkspartei (die ÖVP) sowie die Freiheitliche Partei Österrereichs
(die FPÖ). Die größte Massenorganisation des Landes ist der Österreichische Gewerkschaftsbund (der ÖGB)
(1955 gegründet). Er vereinigt in seinen Reihen über 1,6 Mio Mitglieder.
In Österreich besteht die Schulpflicht für Kinder vom 6. bis 15. Lebensjahr. Nach der vierklassigen
Volksschule besucht die Mehrzahl der Kinder entweder die wenig gegliederte Volksschuloberstufe auf dem
Lande oder die Hauptschule (4 Jahre). Die 9-jährigen allgemeinbildenden höheren Schulen (Gymnasien,
Realgymnasien) vermitteln die Hochschulreife, die zum Eintritt in die Universitäten und Hochschulen
berechtigt. Nach der Hauptschule können auch berufsbildende mittlere oder höhere Schulen besucht werden.
Die katholische Kirche übt einen starken Einfluß auf das Bildungswesen des Landes aus.

Aufgaben zum Text „B"

Aufgabe 1. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text „B" ohne Wörterbuch.

Aufgabe 2. Vollenden Sie die Sätze anhand des Textes „B":

1. Der Oberste Gerichtshof hat...


2. Das höchste gesetzgebende Machtorgan ist...
3. An der Spitze der Republik ...
4. In Österreich gilt das von der österreichischen Monarchie...

Aufgabe 3. Welche Aussagen stimmen mit dem Text überein?

1. , .
2. 1955 . – .
3. – .
4.
.

Aufgabe 4. Antworten Sie! Wieviel Parteien bestehen in Österreich? Ziehen Sie Nachschlagewerke zu Rate!

Aufgabe 5. Antworten Sie! Stimmt das?

1. Das Parlament nimmt Gesetze an.


2. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Bundesrat.

Aufgabe 6. Suchen Sie im Text „B" nach den Angaben über die Bevölkerung und die Fläche Österreichs.

Aufgabe 7. Berichten Sie über den Gesellschafts- und Staatsaufbau Österreichs.

109
Aufgabe 8. Gliedern Sie den Text „B"

Aufgabe 9. Schreiben Sie ein Referat zum Thema „Österreich".

Aufgabe 10. Schreiben Sie einen Brief an Ihren Kommilitonen. Erzählen Sie in diesem Brief alles Wichtige,
was Sie aus dem Text „B" über Osterreich erfahren haben!

Aufgabe 11. Wissen Sie noch etwas von Österreich? Wenn ja, erzählen Sie darüber Ihren Kommilitonen!

Aufgabe 12. Bejahen oder verneinen Sie das: „Osterreich ist eine parlamentarische Demokratie mit
Elementen eines Präsidialsystems".

Aufgabe 13. Antworten Sie! Was zählt zu den Obliegenheiten des Bundespräsidenten Österreichs?

Aufgabe 14. Sprechen Sie über die Gerichte Österreichs.

Text „C"

Die Schweiz

Die Schweiz (amtlich deutsch – die Schweizerische Eidgenossenschaft) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa.
Sie grenzt im Norden an die BRD, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Süden an Italien und im
Westen an Frankreich. Die Schweiz umfaßt eine Fläche von 41293 km2. Die Einwohnerzahl beläuft sich zur
Zeit auf etwa 7 Millionen. Die Hauptstadt ist Bern. Die Amtssprachen der Schweiz sind Deutsch, Französisch
und Italienisch, seit 1938 ist Bündnerromanisch vierte Landessprache (nicht Amtssprache). Währung ist der
Schweizer Franken.
Verfassung: Die Schweiz ist nach der Verfassung vom 29.5.1874 ein demokratischer Bundesstaat, der seit
1978 aus 26 Kantonen besteht. Das grundgesetzgebende Organ ist die Bundesversammlung, die aus zwei
Abteilungen (Kammern) besteht, dem Nationalrat und dem Ständerat. Der Nationalrat wird aus 200
Abgeordneten (Nationalräten) gebildet. Die Nationalräte werden im Proporzwahlverfahren
(Verhältniswahlrecht) in kantonalen Wahlkreisen auf 4 Jahre gewählt. Beide Kammern beraten die jeweiligen
Vorlagen getrennt. Sie wählen gemeinsam für 4 Jahre den Bundesrat, das oberste schweizerische
Exekutivorgan, das aus 7 Mitgliedern besteht, die aus jeweils unterschiedlichen Kantonen stammen müssen.
Sein Vorsitzender ist der von der Bundesversammlung für ein Jahr gewählte Bundespräsident. In den Ständerat,
das föderative Organ, entsenden die einzelnen Kantone (Stände) je zwei Abgeordnete. Er besteht aus 46
Mitgliedern. Diese werden nach Kantonalen Vorschriften unmittelbar vom Volk nach Mehrheitswahlrecht auf
vier Jahre gewählt. Die Regierungsgewalt liegt beim Bundesrat. Die Bundesversammlung wählt den Bundesrat,
den Präsidenten, den Bundeskanzler sowie das Bundesgericht.
Die einflußreichsten Parteien sind die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP), die Sozialdemokratische
Partei der Schweiz (SPS), die Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz (CVP), die Schweizerische
Volkspartei (SVP). Diese vier sind die am stärksten im Nationalrat vertretenen Parteien. Das Wappen zeigt ein
schwebendes weißes Kreuz im roten Feld. Die in gleicher Weise gestaltete quadratische Nationalflagge wurde
1848 eingeführt.
Die bekanntesten schweizerischen Schriftsteller sind M. Frisch, F. Dürrenmatt. In der Schweiz gibt es
zahlreiche Museen und Kunstgalerien. In Zürich liegt das Kunsthaus, eine Sammlung von Werken aus dem
Mittelalter bis heute, das Schweizerische Landsmuseum. In Basel befindet sich das Kunstmuseum–eines der
bedeutendsten Museen Europas mit Gemälden von Cranach, Holbein, Picasso, Matisse. In Bern befindet sich
das Historische Museum, das Kunstmuseum sowie das Naturhistorische Museum.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „C".

Aufgabe 2. Antworten Sie mit vier Sätzen. Worum handelt es sich in diesem Text? .

Aufgabe 3. Beantworten Sie folgende Fragen:

110
1. Wie heißt die Schweiz amtlich deutsch?
2. Was für ein Staat ist die Schweiz?
3. Welche Stadt ist die Hauptstadt der Schweiz?
4. Welche Sprachen werden in der Schweiz gesprochen? Welche Sprachen sind die Amtssprachen?
5. Welche wichtigen Staatsorgane gibt es in der Schweiz?
6. An welche Länder grenzt die Schweiz?
7. Wer ist das Staatsoberhaupt und der Regierungschef in der Schweiz?
8. Aus wieviel Kantonen besteht die Schweiz?
9. Wie sieht die Nationalflagge der Schweiz aus?

Aufgabe 4. Berichten Sie über den Staatsaufbau der Schweiz!

Aufgabe 5. Nennen Sie die Parteien der Schweiz!

Aufgabe 6. Fragen Sie ihren Gesprächspartner nach der Bundesversammlung, dem Nationalrat, Ständerat,
nach dem Bundesrat.

Aufgabe 7. Vervollständigen Sie die Sätze!

1. Das grundgesetzgebende Organ ist...


2. Das Exekutivorgan ist...
3. Der Bundespräsident wird für ein Jahr...
4. Die Nationalräte werden im Proportionalwahlrecht... gewählt.

Aufgabe 8. Bestätigen Sie durch das Tatsachenmaterial aus dem Text „C", daß die Schweiz ein
demokratischer Bundesstaat ist.

Aufgabe 9. Erkundigen Sie sich bei Ihren Kollegen nach den Museen, die sich in Bern, Zürich, Basel
befinden.

Aufgabe 10. Welche hervorragenden Schriftsteller der Schweiz kennen Sie? Ziehen Sie Nachschlagewerke
zu Rate.

Aufgabe 11. Begründen Sie Ihren Wunsch, die Schweiz zu besuchen.

Aufgabe 12. Welcher weltbekannte Aufklärer und Philosoph wurde in Bern 1712 geboren?

Aufgabe 13. Geben Sie den Inhalt des Textes „C" mit 10 Sätzen wieder!

Aufgabe 14. Schreiben Sie einen Bericht in deutscher Sprache über die Schweiz.

Aufgabe 15. Fertigen Sie eine Zusammenfassung des Textes „C" in deutscher Sprache an!

Aufgabe 16. Sagen Sie das mit einem Wort: „Die Wahl, bei der die Vergabe der Mandate auf die
verschiedenen Parteien nach dem Verhältnis der abgegebenen Stimmen erfolgt".

Aufgabe 17. Lesen Sie in einem Nachschlagewerk über die im Text „C" genannten Maler. Erzählen Sie
darüber Ihren Kommilitonen.

LEKTION 5. : , ; „sein +
zu + Infinitiv". :« », « », « »,
», « », « ».

111
(Passiv)

: .
, , ( )
. ,
, : Wir beachten Ihre Anweisungen genau.
( ) , ,
, ( ),
( ).
, : Ihre Anweisungen werden von uns genau beachtet.
, ,
, : Abends um 9 Uhr wird die Tür abgeschlossen.
, , .
werden II (Partizip II)
.

Passiv = werden + Partizip II

Präsens: Die Untersuchung wird abgeschlossen.


Präteritum: Die Untersuchung wurde abgeschlossen.
Perfekt: Die Untersuchung ist abgeschlossen worden.
Plusquamperfekt: Die Untersuchung war abgeschlossen worden.
Futurum I: Die Untersuchung wird abgeschlossen werden.
Futurum II: Die Untersuchung wird abgeschlossen worden sein.

: , II
II worden ge-.

: ) -
, : Die Straftat wird aufgeklärt. – .
) « » ,
: Die Straftat ist am Sonnabend begangen worden.– . Der
Verdächtige wird morgen festgenommen.– .
) ,
,. : Das Protokoll wird vom Rechtsanwalt gelesen.– .
( ),
:
a) von ), : von dem Sachverständigen (von den
Sachverständigen) ( );
) durch , , ),
: durch einen Schuß – ;
) mit , ), : mit einem Dietrich –
(Infinitiv Passiv) II
werden. , : Die
Aussagen des Zeugen N. müssen überprüft werden.– .
H. .). Durch die geschickte Vernehmungsffihrung kann der
Täter überführt werden.

(Zustandspassiv)

sein II
112
:

Zustandspassiv = sein + Partizip II

Präsens: Die Untersuchung ist abgeschlossen.


Präteritum: Die Untersuchung war abgeschlossen.
Perfekt: Die Untersuchung ist abgeschlossen gewesen.
Plusquamperfekt: Die Untersuchung war abgeschlossen gewesen.
Futurum 1: Die Untersuchung wird abgeschlossen sein.

,
, : Diese Straftat ist aufgeklärt.– .
: .
.
sein ,
. :
Seine Schuld ist bewiesen. – .
Seine Schuld war bewiesen. – .

(Subjektloses Passiv)

,
), ( ).
. , .
, : Hier darf nicht geraucht werden!–
! Hier wird nicht gebadet. – !
„es":
Es wird sonntags nicht gearbeitet.

Aufgaben zur Grammatik

Aufgabe 1. Setzen Sie die Konjugation der Verben fort: 1. Ich werde über diesen Fall eingehend
unterrichtet. 2. Ich wurde am Abend angerufen. 3. Ich bin freigesprochen worden.

Aufgabe 2. Bestimmen Sie die Zeitform und die Art von Passiv. Übersetzen Sie diese Sätze ins Russische!
1. Durch diese Maßnahmen sollen Unfälle verhütet werden. 2. Dieser Umstand soll genauer untersucht
werden. 3. Dabei wurden die Spurenverursacher festgestellt. 4. Der Tatverdächtige ist gestern ermittelt worden.
5. Es werden die notwendigen Sofortmaßnahmen unverzüglich eingeleitet. 6. An einigen Beispielen soll das
erläutert werden. 7. Damit wird gewährleistet, Straftaten vorzubeugen. 8. Darauf wird immer geachtet. 9, Der
Dieb ist schon gefaßt. 10. Nachdem ein Vernehmungsplan anhand der Beweismittel aufgestellt worden war,
begann die Vernehmung des Angeklagten. II. Die Spuren des Täters sind vernichtet worden. 12. Bisher wurden
die Verbrecher noch nicht verhaftet. 13. Es wurde beschlossen, einen Komplexplan zur Bekämpfung von
Rauschgiftsucht auszuarbeiten. 14. Alle Arbeiten werden bei uns von Spezialisten ausgeführt werden. 15. Die
Bevölkerung wurde durch Lautsprecher informiert. 16. Damit ist mir nicht geholfen. 17. Die Fenster waren weit
geöffnet. 18. Beide Wechsel sind nicht gedeckt. 19. Herr H. ist über den Konkurs der Firma B. unterrichtet.

Aufgabe 3. Formen Sie die folgenden aktivischen Sätze in das Vorgangspassiv um!
1. Der Kraftfahrer hat den Fußgänger überfahren. 2. Das Gericht entzieht ihm den Führerschein. 3. Die
Polizei wird diesen Fall schnell aufklären. 4. Hier darf man nicht parken. 5. Man sucht Zeugen. 6. Die Miliz
klärt die Ursachen des Unfalls auf. 7. Nicht alle Wünsche des Angeklagten kann man erfüllen. 8. Man hat den
Dieb gefaßt. 9. Mein Vater wird mich morgen vom Bahnhof abholen. 10. Wir übersetzten den Text auf Seite 14
ohne Wörterbuch. II. Ich habe die Aufgabe richtig gelöst.

Aufgabe 4. Formen Sie die folgenden Sätze aus dem Passiv in das Aktiv um! 1. Der Täter wird vom
Kriminalbeamten des Betrugs bezichtigt. 2. Das Protokoll wird vom Kriminalisten F. angefertigt. 3. Der Fall
113
wurde geprüft. 4. Eine Anklage wird erhoben. 5. Die verdächtige Person wird in drei Stunden verhört werden.
6. Er ist von der Polizei durch den Brief verständigt worden. 7. Zuerst war der Dieb überfuhrt worden, dann
wurde er zur Verantwortung gezogen. 8. Hier wird eine neue Straße gebaut. 9. Der Patient ist vor der Operation
untersucht worden. 10. Die alten Häuser in der Stadtmitte werden jetzt endlich renoviert. 11. Nach dem
Kulturprogramm wurde getanzt.

Aufgabe 5. Beantworten Sie die folgenden Fragen mit Passivsätzen!


1. Von wem wird das Protokoll angefertigt? (ein Kriminalbeamter). 2. Von wem wurden die Papiere
überprüft? (die Polizei). 3. Von wem sind die Zeugen abgefragt worden? (das Gericht). 4. Wodurch wurde der
Einbrecher schnell verhaftet? (die Sofortmaßnahmen der Miliz). 5, Von wem wurden die Aussagen gemacht?
(der Augenzeuge des Vorfalls). 6. Wodurch ist das Urteil gemildert worden? (das offene Geständnis des
Angeklagten). 7. Was wird heute im Fernsehen übertragen? (ein neuer Kriminalfilm). 8. Womit ist die Tür
geöffnet worden? (der Schlüssel). 9. Womit wurde der Tresor geknackt? (ein Dietrich). 10. Wann kann dieses
Verbrechen aufgeklärt werden? (nächste Woche). 11. Von wem wird der Verletzte vernommen werden? (der
Kriminalist L.).

Aufgabe 6. Setzen Sie die richtige Verbform ein! In welchem Zustand fand die Kriminalpolizei die
Wohnung des Herrn X.?
1. Die Tür...weit...(öffnen).
2. Das Zimmer ... völlig ...(durchwühlen). Die Telefonleitung ... außerhalb der Wohnung ...(durchschneiden).
3. Alle Schränke... (aufreißen), die Schubkästen... (herausziehen, der Inhalt)... auf dem Boden ...
(verstreuen).
4. Die Schreibtischfächer ...(aufbrechen) und (herausreißen).
5. Selbst die Bilder ... (abhängen) und der Teppich ... an einigen Stellen... (zurückschlagen).
6. Das Radio ... noch ...(anstellen), wahrscheinlich, um eventuelle Geräusche zu übertönen, das Licht
...jedoch ...(ausschalten).
7. Eine Gardine am Straßenfenster ... (zurückschieben), und das Fenster ... nur ...anlehnen).
8. Das Schloß des Hinterausganges ... mit erhem Dietrich ... (verriegeln).
9. Obwohl alle Behältnisse und Verstecke des Zimmers ... systematisch ... (durchsuchen),... nichts ...
(entwenden).
Der Junggeselle Z. ... seine Barschaft, mehrere hundert Mark, auf dem unaufgeräumten Tisch unter einer
Zeitung liegenlassen.

Aufgabe 7. Widersprechen Sie Ihrem Gesprächspartner nach dem Muster!

Muster: – Schließen Sie das Fenster.


– Aber das Fenster ist doch schon geschlossen!

1. Unterzeichnen Sie das Protokol!


2. Ermitteln Sie Beweise!
3. Schließen Sie die Untersuchung ab!
4. Klären Sie diese Straftat auf.
5. Suchen Sie nach dem gestohlenen Wagen!
6. Sperren Sie dieses Gebäude ab!
7. Suchen Sie den Tatort ab!
8. Überprüfen Sie die Aussagen der Zeugen.
9. Vernehmen Sie den Angeklagten!
10. Durchsuchen Sie die Wohnung des Geschädigten. H. Bezahlen Sie die Miete!

Aufgabe 8. Setzen Sie den folgenden Satz ins Präteritum und Perfekt Passiv: Die Ware wird zugesandt.

Aufgabe 9. Setzen Sie die Passivsätze ins Aktiv.


1. Es wird in unserer Firma am Wochenende nicht gearbeitet. 2. Der Rechnungsbetrag wird noch heute an
Sie überwiesen. 3. Ihm ist gekündigt worden. 4. Die Bestellung wird von uns innerhalb von zwei Wochen
ausgeführt. 5. Ihre Sonderwünsche werden von uns berücksichtigt werden.
114
Aufgabe 10. Bilden Sie Passivsätze. Achten Sie dabei auf die Tempusform.
1. Man muß diese Waren unbedingt bestellen. 2. Man kann den Termin nicht weiter hinausschieben. 3. Den
Vertrag muß man unbedingt einhalten. 4. Wir können Ihren Auftrag nicht erfüllen. 5. Wir könnten den
Zahlungseingang nicht bestätigen. 6. Morgen eröffnet man die Hannover-Messe. 7. Ich habe die Rechnung per
Überweisung bezahlt. 8. Bei uns bereitet man die Konferenzen sorgfältig vor. 9. Er hat mich umgehend über
diese Neuentwicklung informiert.

Aufgabe 11. Formulieren Sie eine Frage im Präteritum Passiv. Gebrauchen Sie dabei folgendes
Wortmaterial:
werden, er, anhand von Fingerabdrücken, überführen.

Aufgabe 12. Üben Sie das Passiv. Der Deutschlektor liest die Aktivsätze, und die Studenten verwandeln sie
in die Passivsätze.

Muster: – Wir beraten die Kunden.


– Die Kunden werden beraten.

1. Wir holen die Fernseher ab und installieren sie. 2. Wir bringen die Geräte ins Haus. 3. Wir installieren
Antennen. 4. Wir führen die neuesten Apparate vor. 5. Wir bedienen die Kunden höflich. 6. Wir machen
günstige Angebote.

Aufgabe 13. Lesen Sie folgende Sätze. Sagen Sie, welche Unterschiede sie haben:
1. Man muß den Verletzten sofort operieren./Der Verletzte muß sofort operiert werden. 2. Man mußte den
Verletzten sofort operieren./Der Verletzte mußte sofort operiert werden. 3. Man hat den Verletzten sofort
operieren müssen./Der Verletzte hat sofort operiert werden müssen.

Aufgabe 14. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Achten Sie dabei auf subjektlose Passivsätze.
1. Es wurde dem Verunglückten erst nach einem Tag geholfen. 2. In diesem Jahr wurden viele Birnen
geerntet. 3. Er wird immer böse, wenn ihm gesagt wird, daß er unordentlich ist. 4. Dank einem Zufall wurde die
Tat entdeckt.

Aufgabe 15. Üben Sie zu zweit.


l
A: Warum sind Sie so aufgeregt?
B: Es sind die Geheimdokumente entwendet worden.

2
A: Warum bist du so aufgeregt?
B: Es wurde ein anderer Termin der Verhandlung festgelegt.

3
A: Warum ist er so aufgeregt?
B: In seiner Nachbarschaft wird ein neues Atomkraftwerk gebaut.

Aufgabe 15.1. Stellen Sie dieselbe Frage an Ihren Studienfreund und bitten Sie ihn, diese Frage in einem
Passivsatz zu beantworten.

Aufgabe 16. Üben Sie zu dritt. Ein Student stellt die Frage: „Was geschieht in einem Unrechtsstaat?". Ein
anderer Student beantwortet diese Frage in einem Aktivsatz mit dem Indefinitpronomen „man". Der dritte
Student setzt diese Antwort ins Passiv. Erfüllen Sie diese Aufgabe nach dem Muster.

Muster:
A: Was geschieht in einem Unrechtsstaat? (die Versammlungen und Kundgebungen verbieten)
B: Man verbietet die Versammlungen und Kundgebungen.
C: Die Versammlungen und Kundgebungen werden verboten.
115
1. alles vorschreiben; 2. das Volk belügen; 3. die Presse zensieren; 4. Parteigegner bedrohen; 5. Rundfunk
und Fernsehen beherrschen; 6. die freie Meinung unterdrücken; 7. die Leute enteignen; 8. Unschuldige
verurteilen; 9. die anders Denkenden verfolgen; 10. die Gefangenen mißhandeln; 11. Unschuldige ins
Gefängnis stecken; 12. die politischen Gefangenen foltern.

Aufgabe 17. Antworten Sie auf die Frage „Was war in letzter Zeit los in Moskau?". Üben Sie zu dritt nach
dem Muster:

Muster:
A: Was war in letzter Zeit los in Moskau?
B: Errichtung eines Mahnmals zur Erinnerung an die Opfer des Krieges.
C: Ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Krieges wurde errichtet.

1. Ehrung eines Regisseurs und zweier Schauspieler. 2. Aufführung der Mozartoper „Zauberflöte". 3.
Ausstellung der Gemälde der Nationalgalerie. 4. Vorführung von den Filmen des Filmregisseurs Wim Wenders.
5. Wiedereröffnung des Schauspielhauses „MChAT". 6. Ernennung des Regierungschefs auf Vorschlag des
Parlaments. 7. Abhaltung von Wahlen eines Präsidenten. 8. Eröffnung der Konferenz der Vertreter der
Menschenrechtsorganisation „Amnesty International". 9. Austragung der internationalen
Leichtathletikwettkämpfe.

Aufgabe 18. Antworten Sie auf die Fragen nach folgendem Muster. Üben Sie zu zweit.

Muster: – Warum bist du so enttäuscht? (befördern)


– Ich bin nicht befördert worden.

1. Warum gehst du nicht zum Vortrag? (informieren)


2. Warum kommst du nicht zur Party? (einladen)
3. Warum wehrst du dich nicht? (bedrohen)
4. Warum beschwerst du dich dafür bei deinem Chef nicht? (beleidigen)
5. Warum verklagst du ihn nicht vor Gericht? (mein Auto beschädigen)

Aufgabe 19. Beantworten Sie die Fragen:


1. Mit welcher Abteilung möchte Herr Suchsland verbunden werden? 2. Kann die Wahrheit seiner Aussage
bestritten werden? 3. Können Lebensmittel nach dem Ablauf des Verfallsdatums noch verkauft werden? 4.
Sollen die beschädigten Exemplare so schnell wie möglich ersetzt werden?

sein + zu + Infinitiv

können müssen.
:
1) « »+ :
Diese Aufgabe ist leicht zu lösen. ;
2) « ( )» + : Diese Aufgabe ist leicht zu lösen.
;
3) « » (« », « ») + : Für die Einleitung von Sofortmaßnahmen
sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: ( )
.
sein , , .

Aufgabe l. Übersetzen Sie die folgenden Sätze mit Hilfe eines Wörterbuches ins Russische:
1. Bei Diebstahl des Scheckbuches ist die Notwendigkeit der Kontensperrung zu prüfen. 2. Das Fenster ist
nur schwer zu schließen. 3. Folgende Besonderheiten sind bei der Tatortarbeit zu beachten. 4. Im Ergebnis der
Tatortsicherung ist festzulegen, wo und wie der Tatort und dessen Umgebung nach vorhandenen Spuren und
anderen Beweisgegenständen zu untersuchen sind. 5. Die Schuld dieses Täters ist schwer zu beweisen. 6. Die
Beantwortung dieser Frage ist dem Sachverständigen zu überlassen. 7. Das Protokoll ist noch heute
116
abzuschicken. 8. Der Apparat ist leicht zu bedienen. 9. Die Prüfungen sind bis zur nächsten Woche abzulegen,
10. Zum Empfang des zweiten Programms ist der UFH-Knopf zu drücken. 11. In der Regel ist anfangs die
Frage zu beantworten, ob die Beschädigungen überhaupt durch Schußwirkung entstanden sind. 12.
Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind unter Strafe zu stellen.

Aufgabe 2. Lesen Sie die Sätze laut. Formulieren Sie sie anders mit Hilfe der Modalverben „sollen",
„müssen", „können" + Infinitiv Passiv, übersetzen Sie sie ins Russische.

Muster: – Die Rechnung ist innerhalb von 15 Tagen zu überweisen.


– Die Rechnung soll innerhalb von 15 Tagen überwiesen werden.
1. Die Fenster sind alle fünf Jahre zu streichen. 2. Die Schuld des Angeklagten ist nicht zu bestreiten. 3. Das
Geld ist innerhalb von 10 Tagen zu überweisen. 4. Die Welt ist noch zu retten. 5. Er ist durch niemanden zu
ersetzen. 6. Die Schmerzen waren kaum zu ertragen. 7. Trotz der Bemühungen der Anwälte ist der
Beschuldigte nicht mehr zu retten. 8. Fehlerhafte Exemplare sind unverzüglich zu entfernen. 9. Der Ausweis ist
unaufgefordert vorzuzeigen.

Aufgabe 3. Suchen Sie in den Texten „A" und „B" nach den Sätzen mit der Konstruktion „sein + zu +
Infinitiv". Schreiben Sie die heraus und übersetzen Sie diese Sätze ins Russische.

Vortextübungen

Übungen zur Wortbildung

Aufgabe 1. Zerlegen Sie die folgenden Zusammensetzungen in die Bestandteile. Übersetzen Sie sie ins
Russische:
die Sicherheitsorgane, die Staatsmacht, die Gesellschaftsordnung, der Straßenverkehr, die Straftat, das
Sprengmittel, das Staatsorgan, die Landesbehörde, der Dienstzweig, die Staatsanwaltschaft, der
Bundesgrenzschutz.

Aufgabe 2. Bilden Sie die Zusammensetzungen mit Hilfe der folgenden Wörter:

Muster: der Staat + die Gewalt = die Staatsgewalt


1. das Gesetz + das Buch; 2. die Ermittlung + das Verfahren; 3. das Haupt + die Aufgabe; 4. der Schutz + die
Polizei; 5. beweisen + das Mittel; 6. zusammen + die Arbeit; 7. kriminal + der Beamte; 8. strafen + die Tat; 9.
das Verbrechen + die Bekämpfung; 10. der Beweis + die Führung; II. das Verbrechen + die Aufklärung; 12. das
Land + die Polizei + das Gesetz.

Aufgabe 3. Übersetzen Sie die folgenden Adjektive. Merken Sie sich die Bedeutung des Suffixes „-bar":
beweisbar, strafbar, haftbar, befahrbar, spürbar, lösbar, regulierbar, sichtbar, ersetzbar, brauchbar, machbar.

Aufgabe 4. Leiten Sie aus folgenden Verben die Adjektive auf,,-bar" ab: danken, herstellen, beweisen,
hören, nutzen, lesen, lösen, widerstehen, befahren, programmieren, essen.

Aufgabe 5. Formen Sie die Sätze nach dem Muster um.

Muster: – Der Weg ist nicht mehr befahrbar.


– Der Weg kann nicht mehr befahren werden.
1. Sein Verhalten ist nicht erklärbar, 2, Die Wahrheit seiner Aussagen ist beweisbar. 3. Falsche Urteile sind
widerlegbar. 4. Die Wünsche der Menschen sind wandelbar und oft unerfüllbar. 5. Das Problem der
Kriminalitätsbekämpfüng ist lösbar. 6. Dieses Gerät ist nicht mehr benutzbar.

Aufgabe 6. Formulieren Sie die Sätze mit den Adjektiven auf„-bar" in die Sätze mit Passiv-Konstruktionen
um.

Muster: – Das ist nicht machbar.


117
– Das kann nicht gemacht werden,
1. Der Termin ist nicht verschiebbar. 2. Der neue Plan ist durchführbar. 3. Er ist telefonisch erreichbar. 4.
Mein Wunsch ist durchaus erfüllbar. 5. Dieses Projekt ist realisierbar. 6. Das wäre vermeidbar gewesen. 7.
Seine Unschuld ist beweisbar. 8. Dieser Irrtum ist erklärbar. 9. Deine Uhr ist nicht mehr reparierbar. 10. Sind
die Teile des Motors austauschbar?

Aufgabe 7. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster:

Muster:
A: Ist diese Handtasche verschließbar?
B: Wie bitte? / Was meinen Sie, bitte/Was sagten Sie, bitte?
A: Ich meine: Kann man diese Handtasche verschließen?
B: Ja (Nein), diese Handtasche ist (nicht) zu verschließen.

1. Sind diese Artikel zur Zeit noch lieferbar? 2. Sind die beschädigten Exemplare ersetzbar? 3. Ist der
Beschluß noch abänderbar? 4. Ist die Tür verschließbar?

Aufgabe 8. Übersetzen Sie die folgenden Wörter: vorbeugen, vorbeugend, Vorbeugung (f).

Aufgabe 9. Hören Sie die folgenden Wörter und Wortverbindungen. Sprechen Sie sie dem Sprecher/dem
Lektor nach:
das Landgericht, die Sicherheitsorgane, die öffentliche Ordnung, der zuverlässige Schutz, schützen, die
Sicherheit, gewährleisten, der Minister des Innern, die Kriminalitätsvorbeugung, die Bekämpfung der
Kriminalität, die Grenzpolizei, die Schutzpolizei, die Bereitschaftspolizei, die Krimmalpolizei, die
Verkehrspolizei, operative Verhütung, die Rauschgiftkriminalität, die Gesetzgebungsbefugnis, der
Bundesgrenzschutz, das Landespolizeigesetz.

Aufgabe 10. Suchen Sie im juristischen Wörterbuch nach russischen Entsprechungen für deutsche Wörter:
Schutz (m), Gewährleistung (f), Staatsordnung (f), Befugnis (f), Vorbeugung (f), Gesetzlichkeit (f),
Gesetzgebung (f), Bereitschaftspolizei (f), Exekutive (f) Gewaltkriminalität (f), Straftat (f), Aufklärung (f),
einsetzen. Einsatzfähigkeit (f), Gefahr (f), Störung (f).

Aufgabe 11. Übersetzen Sie folgende Wortverbindungen:


die Bekämpfung von Straftaten, die Verhütung von Straftaten, die Bewältigung außergewöhnlicher
Situationen, die polizeiliche Überwachung der Grenzen, der bewaffnete Angriff, die Abwehr einer drohenden
Gefahr für den Bestand des Bundes, die öffentliche Ordnung und Sicherheit, im Fall eines inneren Notstands,
im Fall eines äußeren Notstands, eine strafbare Handlung.

Aufgabe 12. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Überall in den Städten und Gemeinden genießt die Polizei das Vertrauen der Bevölkerung. 2. Der Fahrer
eines Funkrades der Verkehrspolizei nimmt einen Auftrag des Stabs entgegen und übermittelt ihn an
Verkehrsregler. 3. Die Tätigkeit der Polizei ist darauf gerichtet, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu
gewähleisten und den Kampf gegen die Kriminalität zu führen.

:
die Polizei -, -en –
die Schutzpolizei –
die Kriminalpolizei –
die Verkehrspolizei –
die Wasserschutzpolizei –
die Bereitschaftspolizei – ,
die Landespolizei –
die Befugnis -, -se – ,
die Gesetzgebungsbefugnis –
das Organ -s, -s –
118
das Polizeiorgan –
das Rechtspflegeorgan –
die Sicherheit – ohne PL –
die innere Sicherheit –
die öffentliche Sicherheit –
die Sicherheit gewährleisten –
bekämpfen (te, t) vt –
die Kriminalität bekämpfen –
die Bekämpfung -, -en –
die Bekämpfung der Kriminalität –
die Verbrechensbekämpfung –
verhüten (te, t) vt – ,
die Kriminalität verhüten – ,
die Verhütung -, -en – ,
die Verhütung der Kriminalität/die Kriminalitätsverhütung –

vorbeugen (te, t) vi D. – ,
Die Polizei beugt der Kriminalität vor. – ( ) .
die Vorbeugung -, -en – ,
die Kriminalitätsvorbeugung –
die Kriminalität -, –
gegen die Kriminalität kämpfen/die Kriminalität bekämpfen –
die Gewaltkriminalität –
die Wirtschaftskriminalität –
die Jugendkriminalität –
die Rauschgiftkriminalität – ,
aufdecken (te, t) vt – , ,
die Aufdeckung -, -en – ,
aufklären (te, t) vt – ;
Verbrechen aufklären –
die Aufklärung -, -en – ;
die Verbrechensaufklärung –
die Aufklärung des Sachverhalts –
das Verbrechen -s, –
ein Verbrechen begehen/verüben –
eines Verbrechens beschuldigen –
ein Verbrechen aufdecken, untersuchen, aufklären – , ,

ein gefährliches, schweres, vorsätzliches, unaufgeklärtes, brutales Verbrechen – , ,


, ,
ein Verbrechen gegen den Frieden, gegen die Menschlichkeit, gegen die Person –
, ,
der Verbrecher -s, –
die Straftat -, -en – ;
die Ordnungswidrigkeit -, -en –
der Täter -s, –
nach dem Täter fahnden/suchen –
einen Täter ermitteln, ergreifen/fassen, festnehmen/verhaften, unschädlich machen, bestrafen,
überführen – , , / , , ,

die Rechtsverletzung -, -en –


die Ordnung -, -en – ; ,
die Staatsordnung –
die Gesellschaftsordnung –
die Rechtsordnung –
119
die öffentliche Ordnung –
die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung –
ermitteln (te, t) vt – , ,
die Ermittlung -, -en – 1) ,
2)
3) ;
der Ermittler -s, – , ;
das Ermittlungsverfahren -s, –
das Verfahren -s, – , ( )
das Hauptverfahren –
das Strafverfahren –
ein gerichtliches Verfahren –
ein Verfahren einleiten –
ein Verfahren einstellen –
die Handlung -, -en –
eine gesellschaftsgefährliche, gesellschaftswidrige, gesetzwidrige, rechtswidrige, strafbare Handlung –
, , , ,
bedrohen (te, t) vt –
dienen (te, t) vt –
bei der Polizei dienen –
als Polizist dienen –
der Dienst -es, -e –
der Dienstzweig -es, -e – ( )
schützen (te, t) vt vor + D. – , ( ., .)
der Schutz -es, ohne PL – ,
der Verfassungsschutz –
der Bundesgrenzschutz –
gewährleisten (te, t) vt – ,
die Gewährleistung -, – ,
sichern (te, t) vt – ,
die Sicherung -, – ,
der Beweis -es, -e –
die Beweisfindung -, –
die Beweisführung -, – ;
der Befehl -s, -e –
auf Befehl –
die Überwachung -, -en – ,
die Gefahr -, -en –
einsetzen (te, t) vt – ,
die Gesetzlichkeit -, –
die Gesetzlichkeit verletzen –
gegen die Gesetzlichkeit verstoßen –
festnehmen (a, o) vt – ,
die Festnahme -, -n – ,
die Festnahme von Gesuchten –
der/die Festgenommene -n, -n – ,- ; ,-
vernehmen (a, o) vt ;
einen Zeugen, Geschädigten, Verdächtigen, Angeklagten, Festgenommenen vernehmen
, , , ,
die Vernehmung -, -en – ;
die Vernehmung von Zeugen –
durchsuchen (te, t) vt – ,
einen Verhafteten, Strafgefangenen durchsuchen – ,
eine Wohnung durchsuchen –
die Durchsuchung -, -en –
120
eine Durchsuchung vornehmen –
die Durchsuchung bei Verdächtigen –
verhaften (te, t) vt – ,
die Verhaftung -, -en – ,
der/die Verhaftete -n, -n – ,- ; ,-
die Strafverfolgung -, -en –
zuständig sein für + Akk. – ( .), . Er ist für die Bearbeitung des
Falls zuständig. Das Standesamt ist dafür zuständig, Geburtsurkunden auszustellen.
gehören (te, t) vi zu + D.– , .
die Entscheidung -, -en –
eine Entscheidung treffen –
der Erlass -es, -e –
das Gesetz -es, -e –
ein Gesetz beschließen/annehmen/verabschieden –
ein Gesetz erlassen –
ein Gesetz einhalten/befolgen –
ein Gesetz abschaffen/aufheben –
ein Gesetz verletzen –
ein Gesetz bestätigen –
der Kriminalbeamte -n, -n –
der Kriminalist -n, -n – ;
die Rechenschaft -, -en –
Rechenschaft ablegen vor jmdm. über etw. Akk. – , . .
halten (ie, a), sich an + Akk. – .,
sich an ein Gesetz, ein Prinzip, eine Abmachung, einen Vertrag halten - ,
, ,
beitragen (u, a) v; zu + D.– , .
der Beitrag -es, -träge – ., .
einen Beitrag zu + D. leisten – .
fahnden (te, t) vi nach + D. – ,
nach einem flüchtigen Täter, einem entwichenen Sträfling fahnden -
,
nach Vermißten fahnden –
nach dem gestohlenen Wagen fahnden –
die Fahndung -, -en nach + D. –
die Großfahndung – ,
die Fahndung nach dem Mörder –
die Fahndung einleiten, einstellen – ,
das Gutachten -s, – ,
ein Gutachten erstellen –
ein Gutachten anfordern –
ein Gutachten erstatten –
ein Gutachten von Sachverständigen –
der Sachbearbeiter -s, – ,
ein kriminalpolizeilicher Sachbearbeiter – ,
der Sachverständige -n, -n –
der Fall -s, Fälle – ( )
die Strafe -, -n – ,
eine Strafe setzen –
eine Strafe verhängen über + Akk. – .; .
unter Strafe stellen – ,

Synonyme
121
Krimmalbeamte m, Kriminalist m;
aufdecken, aufklären;
Aufdeckung f, Aufklärung f;
Verbrechen n, Straftat f;
Verbrecher m, Täter m;
verhüten, vorbeugen;
Verhütung f, Vorbeugung f;
festnehmen, verhaften;
Festnahme f, Verhaftung f;
Festgenommene m, f; Verhaftete m, f;
gewährleisten, sichern, garantieren;
Gewährleistung f, Sicherung f, Garantie f.

Rektion der Verben


beitragen (trug bei, beigetragen) vi zu + Dat. – .
Das trägt zur Stärkung der öffentlichen Ordnung bei. –
.
gehören (te, t) vi zu + Dat. – , .
Zu den Hauptaufgaben der Polizei gehören die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sowie die
Verhütung und Bekämpfung der Kriminalität. –
.

fahnden (te, t) vi nach + Dat. – , (


, ) Die Polizei fahndete nach dem Mörder. – .

Übungen zur Aneignung des Wortschatzes

Aufgabe 1. Gruppieren Sie die Wörter je nach der Wurzel. Übersetzen Sie sie ins Russische:
bestrafen, dienstlich, Gewährleistung, dienen, schützen, gehören, Aufklärung, beweisen, aufdecken, Strafe,
Dienst, beweisbar, Schutz, strafbar, aufklären, gewährleisten, Bekämpfung.

Aufgabe 2. Suchen Sie nach Synonymen für:


das Delikt, der Kriminelle, der Kriminalpolizist, der Dienst, die Gefahr, der Kriminalist, die Strafe, das
Verbrechen, die Überwachung, der Täter, die Straftat, die Gesetzlichkeit, der Kriminalbeamte, die Aufklärung,
der Verbrecher, der Kriminalfall, die Vernehmung, die Fahndung.

Aufgabe 3. Setzen Sie das richtige Verb ein. Die Verben sind unten angegeben. 1. Die Polizei ... die
Bevölkerung vor den Verbrechern. 2. Er ... zu den besten Polizisten dieses Polizeireviers. 3. Die Polizei ... für
die öffentliche Ordnung und Sicherheit. 4. Alle vorbeugenden Maßnahmen der Polizei ... zur Stärkung der
Rechtsordnung ... . 5. Diese Forschung ... friedlichen Zwecken.
(beitragen, dienen, schützen, sorgen, gehören)

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die nachstehenden Wörter ins Russische und nennen Sie ihre Antonyme:
Opfer, freilassen, Angriff, straffrei, Gesetzwidrigkeit, bedrohen, Gefahr.

Aufgabe 5. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Russische: 1. Die Polizei sorgt für öffentliche Ordnung
und Sicherheit. 2. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gehört zu den Aufgaben der
Sicherheitsorgane. 3. Der Verdächtige hatte für seine Aussagen keine Beweise. 4. Das kann als ein Beweis
dienen. 5. Das gerichtliche Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. 6. Alle Versuche der Polizei, den Täter zu
ermitteln, waren fehlgeschlagen. 7. Weitere Ermittlungen sind erforderlich. 8. Seine Zeugenaussagen können
zur Aufdeckung und Aufklärung dieser Straftat beitragen. 9. Die erzieherische Arbeit dient der Verhütung der
Kriminalität. 10. Die Verkehrspolizei ist für den störungsfreien Straßenverkehr zuständig. 11. Er handelt im
Auftrage seines Chefs.

Aufgabe 6. Bilden Sie Sätze. Verwenden Sie das folgende Wortmaterial:


122
1. Die Aufrechterhaltung, sorgen, für, die Polizei, die öffentliche Ordnung.
2. Die Aufgaben, zu, die Polizei, gehören, die Verbrechensbekämpfung, und, die Verbrechensaufklärung.
3. Die gesamte Tätigkeit, dienen, die Polizei, der Schutz, der Staat.
4. Die Polizei, sein, in, die BRD, ein Ermittlungsorgan, auch, die Staatsanwaltschaft.
5. Diese Maßnahme, beitragen, zu, die Straftaten, die Vorbeugung.

Aufgabe 7. Setzen Sie die unten stehenden Verben ein:

1. Die Polizei schaftspolizei, in die Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Bereitochaftpolizei.


2. Polizei hat die Aufgabe, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten ....
3. Die Kriminalpolizei soll alle strafbaren Handlungen ... und ....
4. Die Störungen ... das Leben und die Gesundheit der Menschen.
5. Die Kriminalität... die öffentliche Sicherheit.
6. Der Bundesgrenzschutz ... dem Bundesminister des Innern.
7. Der Bundesgrenzschutz ... die polizeiliche Überwachung der Grenzen.
8. Die Polizei... den Täter innerhalb von drei Tagen.
(vorbeugen, ermitteln, aufdecken, sich gliedern, aufklären, beeinträchtigen, unterstehen, bedrohen,
gewährleisten)

Aufgabe 8. Wie würden Sie das auf Russisch sagen?


sich der Polizei stellen; bei der Polizei sein; Ärger mit der Polizei haben; zur Polizei (zu einer Dienststelle
der Polizei) gehen; die Polizei regelt den Verkehr; die Polizei geht gegen die Demonstranten vor; die Polizei
fahndet nach dem Verbrecher; die Polizei rufen/holen.

Aufgabe 9. Bilden Sie Sätze mit den vorstehenden Wortgruppen.

Aufgabe 10. Wählen Sie die passende Zusammensetzung im Russischen:

die Polizeiaktion
der Polizeiapparat
das Polizeiaufgebot
die Polizeiaufsicht
die Polizeibehörde
der Polizeichef
der Polizeieinsatz
die Polizeiverordnung
die Polizeistreife

Aufgabe 11. Merken Sie sich folgende Abkürzungen:


die Kripo – die Kriminalpolizei –
das BKA – das Burideskriminalamt –
die Schupo – die Schutzpolizei –
der Schupo – der Schutzpolizist –
der BGS – der Bundesgrenzschutz –
das GG – das Grundgesetz – ,
der Art. – der Artikel – ( )

Aufgabe 12. Hören Sie den Text „A". Lesen Sie ihn laut. Übersetzen Sie ihn ins Russische.

Text „A"

Die Polizei der Länder

Die Polizei ist grundsätzlich ein Organ der einzelnen Bundesländer. Die Länder haben auf diesem Gebiet die
Gesetzgebungsbefugnis, und so gibt es 16 verschiedene, in vielen wichtigen Fragen allerdings einander
123
ähnliche Landespolizeigesetze. Eine enge Zusammenarbeit der Länderpolizeien ist durch regelmäßig
stattfindende Konferenzen der Innenminister der Länder, an denen der Bundesminister des Innern auch
teilnimmt, gesichert.
Die Aufgaben der Polizei sind vielseitig. In erster Linie ist sie verpflichtet, die öffentliche Ordnung und
Sicherheit aufrechtzuerhalten sowie die Kriminalität zu verhüten und zu bekämpfen. Das Polizeiorgan, mit dem
die Bürger am häufigsten in Berührung kommen, ist die Verkehrspolizei. Nicht minder wichtig für die innere
Sicherheit sind die allgemeine Schutz-, Bereitschafts- und Wasserschutzpolizei sowie die Kriminalpolizei, die
als einziger Teil der polizeilichen Exekutive nicht uniformiert ist. Bei der Verbrechensbekämpfung gilt das
besondere Augenmerk der Gewaltkriminalität, der Wirtschaftskriminalität, der Jugendkriminalität und der
Rauschgiftkriminalität, außerdem in zunehmendem Maße dem politischen Extremismus und dem politisch
motivierten Terror. Zur Heranbildung des polizeilichen Nachwuchses, zur Unterstützung des Polizei-
Einzeldienstes bei polizeilichen Großeinsätzen und zur Bewältigung außergewöhnlicher Situationen unterhalten
die Länder kasernierte und einheitlich ausgebildete Bereitschaftspolizeien mit 25000 Beamten. Die
Bereitschaftspolizei wird durch den Bund einheitlich ausgestattet und auf ihre Einsatzfähigkeit ständig
überprüft.
Der Bundesgrenzschutz. Der Bundesgrenzschutz (BGS) ist eine Polizei des Bundes: er untersteht dem
Bundesminister des Innern. Die Gesamtstärke des BGS beträgt etwa 23000 Mann. Seine Hauptaufgabe besteht
in der polizeilichen Überwachung der Grenzen. Er kontrolliert den die Grenzen überschreitenden Verkehr. Im
Grenzgebiet hat er Gefahren abzuwehren und Störungen zu beseitigen. Der BGS sorgt auch für den Schutz von
Bundesorganen (z.B. Bundespräsidentenamt und Bundeskanzleramt). Er wird ferner zu Sicherheitsaufgaben bei
Staatsbesuchen und ähnlichen Ereignissen eingesetzt.
Im Fall eines inneren Notstands können dem Bundesgrenzschutz besondere Aufgaben zufallen. Er kann
insbesondere zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische
Grundordnung des Bundes oder eines Landes eingesetzt werden. Im Fall eines äußeren Notstands
(Verteidigungsfall), also bei einem bewaffneten Angriff auf das Bundesgebiet von außen, kann die
Bundesregierung, wenn es erforderlich ist, den BGS im gesamten Bundesgebiet einsetzen.

Übungen zur Entwicklung der Sprechfertigkeiten

Aufgabe 1. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text „A":

1. Wem untersteht die Polizei in der BRD?


2. Wodurch ist eine enge Zusammenarbeit der Länderpolizeien gesichert?
3. Was gehöt zu den Hauptaufgaben der Polizei?
4. In welche Dienstzweige gliedert sich die Polizei der BRD?
5. Warum kommt die Verkehrspolizei mit den Bürgern am häufigsten in Berührung?
6. Worauf wird bei der Verbrechensbekämpfung das besondere Augenmerk gerichtet?
7. Wozu dient die Bereitschaftspolizei?

Aufgabe 2. Definieren Sie den Begriff„der Bundesgrenzschutz".

Aufgabe 3. Antworten Sie auf die nachstehenden Fragen:

1. Wem untersteht der Bundesgrenzschutz?


2. Wie hoch ist seine Gesamtstärke?
3. Worin besteht die Hauptaufgabe des BGS?
4. Wofür sorgt noch der BGS?
5. Wann wird der Bundesgrenzschutz eingesetzt?

Aufgabe 4. Sprechen Sie über die Gliederung der bundesdeutschen Polizei.

Aufgabe 5. Geben Sie den Inhalt des Textes „A" nach folgender Gliederung deutsch wieder:

1. Die Polizei ist ein Organ der einzelnen Bundesländer zur Aufrechterhaltung und Sicherung der
öffentlichen Ordnung.
124
2. Die Tätigkeit der Polizei.
3. Die Aufgaben der Polizei.
4. Die Einteilung der Polizei.
5. Die Dienstzweige der Polizei.
6. Der Bundesgrenzschutz und dessen Aufgaben.

Aufgabe 6. Fragen Sie Ihren Studienfreund nach den Aufgaben der Miliz in Rußand.

Aufgabe 7. Erklären Sie! Unter welchen Umständen kann „der innere Notstand" ausgerufen werden?

Aufgabe 8. Vervollständigen Sie den folgenden Satz:


Als Ursachen für die Ausrufung eines äußeren Notstandes dienen ...

Aufgabe 9. Erzählen Sie darüber, womit sich die Bereitschaftspolizei in der BRD beschäftigt.

Aufgabe 10. Stellen Sie sich einen Besuch in einem bundesdeutschen Polizeirevier vor! Welche Fragen
würden Sie einem Mitarbeiter des Polizeireviers stellen?

Aufgabe 11. Wie beurteilen Sie die Strafe? Verwenden Sie dabei das passende Adjektiv.
Ein Autofahrer hat seinen Wagen wiederholt unter Alkoholeinfluß gefahren. Der Führerschein wurde ihm
weggenommen. Ich finde diese Strafe... (hart, gerecht, ungerecht, hoch).

Aufgabe 12. Führen Sie mit Ihrem Studienfreund ein Gespräch zum Thema „Die Polizei der Länder".

Aufgabe 13. Fragen Sie Ihren Kommilitonen nach den Dienstzweigen der Polizei in Deutschland.

Aufgabe 14. Bestätigen Sie oder widerlegen Sie folgende Aussagen:


1. Zu den Aufgaben der Polizei gehören: Vorbeugung und Bekämpfung der Kriminalität sowie der anderen
Gefahren und Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, stimmt das? 2. Ihre Aufgaben löst die Polizei
allein, stimmt das? 3. Die Überwachung der Gesetzlichkeit im Umgang mit Waffen, Sprengmitteln und Giften
gehört nicht zu den Aufgaben der Polizei, stimmt das? 4. Die Dienstzweige der Polizei sind: Schutzpolizei,
Verkehrspolizei, Kriminalpolizei, Bereitschaftspolizei, stimmt das?

Aufgabe 15. Drücken Sie Ihren Zweifel an der Richtigkeit der folgenden Behauptungen nach dem Muster
aus.

Muster: – Die Kriminalität wird bald bekämpft.

1. Ich zweifle daran, daß die Kriminalität bald bekämpft wird.


2. Ich glaube nicht, daß die Kriminalität bald bekämpft wird.
3. Ich bezweifle, daß die Kriminalität bald bekämpft wird.
4. Es ist zweifelhaft, daß die Kriminalität bald bekämpft wird.
5. Es ist noch sehr fraglich, ob die Kriminalität bald bekämpft wird.

1. Zu den Aufgaben der Polizei gehört nur die Vorbeugung der Kriminalität.
2. Jeder Straftat kann vorgebeugt werden.
3. Die Polizei kann allein die öffentliche Ordnung und Sicherheit gewährleisten.
4. Alle Straftaten werden aufgedeckt und aufgeklärt.
5. Alle Verbrecher werden schnell ermittelt und verhaftet.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „B".

Text „B"

Das Bundeskriminalamt
125
Das Bundeskriminalamt (BKA) mit Sitz in Wiesbaden und einer Hauptabteilung in der Nähe von Bonn ist
die Zentralstelle für die Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Verbrechensbekämpfung.
Es sammelt Nachrichten und Unterlagen für die kriminalpolizeiliche Verbrechensbekämpfung und wertet
diese aus. Das BKA unterhält kriminaltechnische und erkennungsdienstliche Einrichtungen und fungiert als
Nationales Zentralbüro der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (INTERPOL). In Fällen
schwerer Kriminalität nimmt das BKA die Strafverfolgung selbst wahr, z.B. bei international organisiertem
Rauschgifthandel oder auf Ersuchen eines Bundeslandes. Die Sicherheitsgruppe Bonn des BKA schützt die
Verfassungsorgane des Bundes und ihre Gäste.
Die Mitarbeiterzahl des BKA wurde seit 1969 fast vervierfacht und beträgt nunmehr 3500. Dies war ein
wichtiger Beitrag zur Stärkung der inneren Sicherheit in der BRD, insbesondere zur Bekämpfung von
Gewaltverbrechen terroristischer Gruppen und zur Eindämmung der schweren Kriminalität überhaupt.

Aufgabe 2. Antworten Sie auf die Frage „Warum ist der Text „B" so betitelt?".

Aufgabe 3. Was ist das Bundeskriminalamt und wo liegt es?

Aufgabe 4. Was können Sie über die Funktionen und Aufgaben des BKA berichten?

Aufgabe 5. Warum wird in diesem Text die INTERPOL erwähnt?

Aufgabe 6. Stimmt das, daß das BKA einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfimg und Eindämmung der
schweren Kriminalität leistet?

Aufgabe 7. Informieren Sie Ihre Studienfreunde kurz über das Bundeskriminamt.

Aufgabe 8. Sehen Sie den Text „C" durch.

Text „C"

Die Verfassungsschutzbehörden

Der Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gegen ihre Beseitigung und Unterwanderung
wird vom Grundgesetz als Verfassungsschutz definiert. Um den Verfassungschutz wirksam gewährleisten zu
können, sammeln die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder die Informationen über
extremistische und sicherheitsgefährdende Bestrebungen und werten diese für die Bundesund
Landesregierungen, Exekutivbehörden und Gerichte aus. Ein weiteres Betätigungsfeld der
Verfassungsschutzbehörden ist die Spionageabwehr, die Bekämpfung geheimdienstlicher Aktivitäten fremder
Mächte auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Die Verfassungsbehörde des Bundes und gleichzeitig Zentralstelle zur Sammlung von Unterlagen für
Zwecke des Verfassungsschutzes ist das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln. Das BfV untersteht
dem Bundesminister des Innern. Es arbeitet mit den Landesbehörden für Verfassungsschutz zusammen. Der
Verfassungsschutz ist ein reiner Nachrichtendienst. Er hat keine polizeilichen Exe-kutivbefügnisse.
Eine Kontrolle der Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern findet in mehrfacher Hinsicht statt. Sie
wird durch die verantwortlichen Minister, die Parlamente und die Datenschutzbeauftragten wahrgenommen.
Daneben unterliegt der Verfassungsschutz der Kontrolle durch die Gerichte sowie durch die öffentliche
Meinung, die Presse und den Rundfunk.

Aufgabe 1. Worum handelt es sich in diesem Text?

Aufgabe 2. Erklären Sie, wozu die Verfassungsschutzbehörden dienen.

Aufgabe 3. Erzählen Sie Ihrem Studienkollegen über die Verfassungsschutzbehörden der BRD und deren
Aufgaben.

126
Aufgabe 4. Stellen Sie zu diesem Text etwa 10 Fragen. Lassen Sie einen Studienfreund diese Fragen
beantworten.
Aufgabe 5. Schreiben Sie ein Resümee des Textes „C".

Aufgabe 6. Schreiben Sie ein Kurzreferat der Texte „A", „B", „C".

Aufgabe 7. Was halten Sie von Information der Texte „A", „B", „C"?

Aufgabe 8. Machen Sie sich mit der folgenden Information bekannt. Die Interpol wurde 1923 in Wien
gegründet. 1946 wurde sie neu gegründet. Die Interpol verfolgt Rauschgifthandel, Falschgeldherstellung,
Schmuggel und andere Verbrechen im internationalen Maßstab. Die Interpol hat ihren Sitz in Lyon
(Frankreich) und wirkt auf der Grundlage eines Verwaltungsabkommens nationaler Polizeibehörden (nicht
einer staatlichen Vereinbarung).

Aufgabe 9. Antworten Sie anhand der Textinformation auf folgende Fragen:

1. Was für eine Organisation ist die Interpol?


2. Wann wurde die Interpol gegründet?
3. Wo liegt der Sitz der Interpol?
4. Welche Verbrechen verfolgt die Interpol?
5. Aufweicher Grundlage wirkt die Interpol?

Aufgabe 10. Warum wurde die Tätigkeit der Interpol Ende 30-er Jahre unterbrochen?

Aufgabe 11. Ist Rußland Mitglied der Interpol? Wenn ja, dann seit wann?

Aufgabe 12. Präzisieren Sie bitte, wieviel Länder heutzutage der Interpol angehören.

Aufgabe 13. Möchten Sie in der Interpol arbeiten? Wenn ja, dann warum? Wissen Sie, welche
Anforderungen an die Mitarbeiter der Interpol zur Zeit gestellt werden?

Aufgabe 14. Wie ist die Wendung „unter Polizeiaufsicht stehen" zu verstehen?

Aufgabe 15. Wie kann man das auf Deutsch anders sagen? „Verpflichtet sein, sich regelmäßig bei der
Polizei zu melden".

Aufgabe 16. Wie glauben Sie, in welchen Fällen stellt man eine Person unter Polizeiaufsicht?

Aufgabe 17. Lesen Sie den nachstehenden Dialog zu zweit laut. Die anderen Studenten übersetzen ihn Satz
für Satz nach Gehör.

Kommissar Z. denkt schnell

Am Montagmorgen kommt Kommissar Z. gut gelaunt ins Büro. „Na, wie geht's?" fragt er seinen Kollegen.
„Haben Sie ein schönes Wochenende gehabt?"
„Danke, ja. Ich war beim Angeln".
„Hätte ich mir denken können. Und – haben Sie Glück gehabt?"
„Nee, diesmal nicht Bei dem Wetter!"
„Was gibt's denn Neues?"
„Einen Einbruchsdiebstahl, in der Nacht von Freitag auf Samstag, im Villenviertel".
„Und was ist gestohlen worden?"
„Ein wertvolles Buch".
„Was? Ein Buch? Das müssen aber Spezialisten gewesen sein. Eine Gutenberg-Bibel, oder was?".
„Das nicht, aber so was Ähnliches. Ist 50.000 Mark wert. Aber das ist noch nicht alles. In dem Buch lag eine
seltene Briefmarke".
127
„Aha. Also doch Spezialisten. Die müssen das Haus aber gut gekannt haben. -Gibt es Hausangestellte?"
„Nein".
„Ist der Bestohlene versichert?".
„Ja. Sehr hoch sogar. Mit 250.000 Mark".
„Ein Haufen Geld. Und kann er beweisen, daß er das Buch und die Briefmarke gehabt hat?"
„Ja, er hat beides von seinem Onkel geerbt. Der soll ein bekannter Briefmarkensammler gewesen sein. Wir
haben sein Testament. Hier ist eine Kopie davon."
„Und? Ist es echt?"
„Das wird gerade geprüft."
Kommissar Z. denkt nach.
„Macht der Mann einen guten Eindruck?"
„Oh ja. Sieht ziemlich reich aus. Er trägt teure Anzüge, und sein Haus ist gut eingerichtet."
„Das sagt gar nichts. Wovon lebt er?"
„Das ist nicht bekannt. Vielleicht von seiner Erbschaft?"
„Ist geprüft worden, ob es den Onkel gegeben hat?"
„Das wird gerade gemacht."
„Eigentlich brauchen wir das nicht mehr," sagt Kommissar Z. „Schicken Sie einen Wagen hin und lassen Sie
den Mann festnehmen."

Aufgabe 18. Führen Sie ein ähnliches Gespräch anhand des vorstehenden Dialogs.

Aufgabe 19. Überlegen Sie sich, wie der Kommissar Z. den Täter ermitteln konnte. Mit welchen Methoden
hat er gearbeitet? (Analyse, Deduktion, Kombination).

Aufgabe 20. Erzählen Sie die unten angegebene Geschichte im Präsens und im Perfekt.
Dieter Wolf erhielt seine Entlassung. Das erschien ihm ungerecht. Er arbeitete mehrere Jahre in dieser
Firma, kannte den Leiter und die Kollegen sehr gut und nannte sie beim Vornamen. Er dachte an Rache, wußte
aber noch nicht wie. Im Traum sah er den Betrieb. Es war dunkel. Er nahm zwei Lappen, tränkte sie mit Benzin
und legte damit in der Firma an zwei Stellen Feuer. Dann rannte er schnell weg. Dabei verlor er seinen
Hausschlüssel. Ab und zu wendete er sich um. Tatsächlich! Die Firma brannte! Alles brannte! Die Feuerwehr
schickte 4 Löschfahrzeuge. Der Firmaleiter nannte der Polizei die Namen der Entlassenen. Dieter Wolf war
auch dabei. An einer Brandstelle fand man einen Schlüssel. Der Schlüssel paßte zu Wolfs Haustüren. Dieter
mußte seine Tat gestehen. Er kam für zwei Jahre ins Gefängnis. Dieter wachte auf und fand seine Rachepläne
nicht mehr so gut.

Aufgabe 21. Erklären Sie, wie die Polizei dem angeblichen Täter auf die Spur kommen könnte, wenn Dieter
Wolf seine Rachepläne verwirklichte.

Aufgabe 22. Antworten Sie. Warum hat Dieter Wolf Ihrer Meinung nach seinen Racheakt nicht verübt? Wie
würden Sie selbst an seiner Stelle handeln?

Lehrstoff zum Selbststudium

Aufgabe 1. Hören Sie diese Mitteilung im Sprachlabor:

Achtung Autodiebstahl!

In der Nacht vom Sonntag zum Montag ist in der Königsstraße ein blauer Personenwagen verschwunden. Er
gehört einem bekannten Filmschauspieler.
Der Wagen war an der rechten Straßenseite geparkt. Fußgänger hatten in der Nacht einen jungen Mann
beobachtet. Er hatte sich längere Zeit in der Nähe des Wagens aufgehalten. Es ist möglich, daß er das Auto
gestohlen hat.
Der verdächtige junge Mann ist l ,74 m groß, schlank und hat einen Bart. Er trug eine Brille und hatte eine
karierte Jacke sowie eine dunkle Hose an.
Der Wagen, ein blauer Mercedes 300, trägt das Kennzeichen M-TR 840. Im Wagen lagen eine braune
128
Aktentasche und ein heller Damenhut.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Nachrichten über die verdächtige Person oder über den
gestohlenen Wagen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Aufgabe 2. Erzählen Sie Ihrem Studienfreund darüber, was Sie aus dieser Mitteilung erfahren haben.

Aufgabe 3. Schreiben Sie die besonderen Merkmale des Verdächtigen ins Heft

Aufgabe 4. Wie glauben Sie, reichen die genannten Merkmale aus, um den Verdächtigen zu ermitteln?

***

Hier einige Hinweisefür die Studenten bei der selbständigen Arbeit am Text.

Beachten Sie bei der Texterschließung:


1) die „Signalwörter", die dem Leser die Orientierung in der Textinformation erleichtern. Hierzu zählen
solche Wörter wie Problem, Konflikt, Schwierigkeit, Zusammenhang, System, Grund, Ursache, Beweis, Folge,
Konsequenz, Aspekt, Gesichtspunkt, Vorteil, Nachteil, Veränderung, Beispiel, Aussage, Klarstellung,
Zusammenfassung, Bilanz, Ergebnis, Ziel, Aufgabe, Funktion, Verwendungszweck, Bestimmung, Verwendung
... und entsprechende Adjektive bzw. Verben wie z.B.: vorteilhaft, schwierig, problematisch, zusammenhängen,
begründen, verursachen, beweisen usw.
Solcherart Wörter haben über ihre Wortbedeutung hinaus die Funktion, auf vorausgehende oder folgende
Informationen, Sätze, Abschnitte zu verweisen. Wir wollen das Gesagte am Beispiel mit dem Wort „Problem"
verdeutlichen. Begegnet man etwa dem Wort Problem", kann man erwarten, daß der Text weitere
Informationen dazu enthält, z.B. wie es zu dem Problem kommt, ob/und wie es gelöst wird und was daraus
folgt. Deshalb ist es notwendig, diese und ähnliche Wörter besonders zu beachten, sich klarzumachen, welche
Art von weiteren Informationen man zu diesen Wörtern erwarten kann und diese Informationen gezielt im Text
zu suchen,
2) Mittel der Hervorhebung eines Begriffs, einer Aussage: Absatz, Titel, Untertitel, Fettdruck, Kursivdruck,
Farbdruck, andere Schriftgröße, andere Schriftart, Ausrufezeichen;
3) sprachliche Hervorhebungsmittel wie z.B.: wichtig, aktuell, von Bedeutung sein, interessant, äußerst, sehr,
in hohem Maße, überaus, vorwiegend, insbesondere, in erster Linie, vor allem, Haupt-, Grund-, es sei
betont/hervorgehoben/unterstrichen, daß.... Mit diesen Sprachmitteln will man etwas betonen, um die Leser
darauf aufmerksam zu machen.

***

Lesen Sie den Text

Kriminalistik (Ein Grundriß für Studium und Praxis)

1. Kriminalistik im wissenschaftlichen System


Der Stellenwert der Kriminalistik in der Wissenschaft ist umstritten. Hierbei geht es insbesondere um das
Verhältnis zur Kriminologie und zum Strafrecht. Dies dürfte jedoch lediglich eine akademische Streitfrage sein
und keine praktische Bedeutung haben. Versucht man das Problem vor dem Hintergrund unseres
gesellschaftlichen Systems zu lösen, so könnte folgender Weg gangbar sein: In demokratischen Gesellschaften
werden die Entscheidungen von den Politikern getroffen. Sie bestimmen die Regeln, wie die Bürger des Landes
vor Verbrechen und Verbrechern geschützt werden sollen und verabschieden dazu die erforderlichen Gesetze.
Welche Gesetze zur Strafrechtspflege erlassen werden müssen, können sie mit Hilfe der Kriminalpolitik
ermitteln. Diese Kriminalpolitik wiederum bedient sich der Systeme des Strafrechts, der Kriminologie und der
Kriminalistik. Prüfen wir deren Inhalte.
Das Strafrecht nennt die Tatbestände, qualifiziert die Schuld, legt das Prozeßverfahren fest und regelt den
Strafvollzug.
Die Kriminologie beschreibt die Erscheinungsformen der Verbrechen und bietet Erklärungsansätze für deren
Ursachen an.
129
Die Kriminalistik nennt die Methoden der Verbrechensverhütung und Strafverfolgung mit Beweisfindung
und Beweisführung. Sie bedient sich der Natur- und Geisteswissenschaften. Um sie im Detail zu verstehen, ist
eine weitere Unterteilung in Teildisziplinen notwendig.
Die Kriminalstrategie beschreibt das Gesamtkonzept kriminalpolizeilicher Verbrechensverhütung und -
Verfolgung und findet ihre praktische Anwendung auf der Ebene der Aufsichtsbehörden. Hier werden zum
Beispiel Präventionsprogramme erarbeitet und die dafür erforderlichen Geldmittel zur Verfügung gestellt, oder
die Einrichtung von Spezialdienststellen zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität oder der Organisierten
Kriminalität beschlossen.
Die Kriminaltaktik ist das planmäßige und fallorientierte Vorgehen des Kriminalisten bei Einzelfällen. Es ist
das Ergebnis der Überlegungen, wie taktisch vorgegangen werden soll. Hierbei muß es sich nicht nur um einen
Einzelfall handeln, sondern es kann auch ein Problem in einer bestimmten Region sein, z.B.: der Diebstahl aus
Kraftfahrzeugen in einer Gemeinde. Der Kommissariatleiter legt dabei fest, wie viele Kriminalisten zur
Bekämpfung dieser Delikte eingesetzt werden. Aber auch der einzelne Sachbearbeiter überlegt seine taktische
Vorgehensweise für den Einzelfall, z.B. die Reihenfolge der Vernehmung von Zeugen, die Festnahme von
Gesuchten oder die Durchsuchung bei Verdächtigen.

2. Der Kriminalist
Die erfolgreiche Anwendung der Kriminalistik, das bedeutet, die gerichtsfeste Beweisfindung und
Beweisführung, hängt im wesentlichen von der Fähigkeit des Kriminalisten ab. Hierbei arbeitet er methodisch
mit den Mitteln der Analyse, der Deduktion und der Kombination.
Mit Hilfe der Analyse wird der Fall in seine Einzelteile oder Einzelprobleme zerlegt. So wird der
Gesamtkomplex überschaubarer und die Teilbereiche erkennbarer. Erst jetzt werden die Einzelprobleme
systematisch untersucht. Die Teilergebnisse können anschließend zusammengefügt und als Ganzes bewertet
werden. Mit dieser Methode ist auch die Vergabe von Einzelaufträgen an verschiedene Teams möglich, ohne
das Gesamtziel dadurch in Frage zu stellen.
Die Deduktion macht sich die allgemeinen Erkenntnisse der Wissenschaften zunutze. Diese allgemeinen
Erkenntnisse werden auf den Einzelfall übertragen. Ferner wird geprüft, ob sie auch dort anwendbar sind. Zum
Beispiel befällt Menschen im allgemeinen tiefe Trauer, wenn ein naher Angehöriger plötzlich verstirbt. Dies
müßte im Einzelfall auch so sein. Weicht ein Mensch von dieser erwarteten Reaktion ab, so muß der
Kriminalist diesem Phänomen nachgehen.
Mit der Kombination werden alle Erkenntnisse eines Falles in Beziehung gesetzt. Hiermit sollen alle
Begehungsarten einer Tat, alle Verhaltens- und Benehmensmuster von Menschen und Tieren und die
Motivfelder durchgespielt werden. Die Kombination muß wertfrei erfolgen, damit auch das für unmöglich
Gehaltene mit in die Überlegungen einbezogen werden kann.
Im Ermittlungsverfahren ist der Kriminalist Ermittler, führt das Verfahren, wertet die Beweise, zieht
Schlußfolgerungen und ergreift die Initiative. Er bestimmt den Gang und den Umfang der Ermittlungen.
Beweise, die er nicht erhoben hat, sind in der Regel weder durch staatsanwaltlich angeordnete
Nachermittlungen noch durch Anträge in der Hauptverhandlung zu erbringen. Insofern bildet das polizeiliche
Ermittlungsverfahren die wesentliche Grundlage für das Strafverfahren.
Im Hauptverfahren dagegen wird der Kriminalist zum Zeugen, zum Berichterstatter, er hat über seine
Handlungen Rechenschaft abzulegen. Außerdem muß er sich gefallen lassen, daß seine Glaubwürdigkeit und
Zuverlässigkeit geprüft werden.
Der Kriminalist hat sich bei seinem Bemühen die Wahrheit zu ermitteln, an die Prinzipien Exaktheit,
Gründlichkeit, Verantwortungsbewußtsein und Gewissenhaftigkeit zu halten. Exaktheit verlangt
wohlerwogenes, sorgfältiges und genaues Vorgehen. Gründlichkeit heißt, bis auf den Grund gehend, die letzte
Wahrheit suchend. Verantwortungsbewußtsein ist die freie Entscheidung, zu handeln oder zu unterlassen, in
Anerkennung der Würde der Persönlichkeit. Und schließich Gewissenhaftigkeit ist das Bewußtsein über das
innere Mitwissen bei eigenen Handlungen. Mit anderen Worten: Die Tatsache, sich selbst nicht betrügen zu
können.

3. Organisation und Aufgaben der Kriminalpolizei


Die polizeiliche Verbrechensbekämpfung umfaßt die Verhütung von Straftaten und deren Verfolgung. Sie
erfolgt auf politischer und auftaktischer Ebene.
Die Verbrechensbekämpfung auf politischer Ebene wird in den nationalen Gremien der
Innenministerkonferenz (IMK), dem Arbeitskreis II (AK II), dem die zivilen Spitzenbeamten der Ministerien
130
angehören, und dem Unterausschuß der Leitenden Exekutivbeamten (UA-LEx), den Landeskriminaldirektoren
und den Inspekteuren der Schutzpolizei, wahrgenommen.
Hier werden die kriminalpolitischen Grundentscheidungen getroffen. Durch Gesetzesvorlagen sollen die
Landesparlamente und das Bundesparlament den rechtlichen Rahmen bestimmen. Durch
Verwaltungsanweisungen wird ein möglichst gleichartiges Handeln in allen Bundesländern und im Bund
angestrebt. Dies erfolgt mit Verordnungen oder Erlassen.
Auf internationaler politischer Ebene finden Ministertreffen statt und es tagt der Ausschuß der hohen zivilen
Beamten. Die Bekämpfungsbereiche sind im TREV-Abkommen festgelegt. Es sind Terrorismus, Rassismus,
Extremismus und Violence (Gewalt). Hier werden übernationale Abkommen angestrebt, die eine effektive
Verbrechensbekämpfung über die eigenen Grenzen hinaus ermöglichen. Ähnliche Bemühungen finden auf dem
Gebiet der internationalen Rauschgiftbekämpfüng statt,
Die Verbrechensbekämpfung auf taktischer Ebene erfolgt national durch die Kreispolizeibehörden (KPB),
die Kriminalhauptstellen (KHST), die Landeskriminalämter (LKA) und durch das Bundeskriminalamt (BKA).
Die Leiter der LKA und des BKA sind außerdem in der Arbeitsgemeinschaft der Kriminalpolizei (AG Kripo)
zusammengeschlossen. Je schwerwiegender die Tat, je größer die Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der
Bürger und je komplizierter die Aufklärung sich gestaltet, desto zentraler wird die Verbrechensbekämpfung
vorgenommen. So ist gewährleistet, daß qualifiziertes und spezialisiertes Personal und eine aufwendige
Technik effektiv eingesetzt werden können.
Die Verhütung von Straftaten erfolgt durch die kriminalpolizeiliche Vorbeugung (Kapitel 21). Sie wird
durch die Projektleitung für das Kriminalpolizeiliche Vorbeugungsprogramm des Bundes und der Länder (PL
KPVP) und durch die Kommission Vorbeugende Kriminalitätsbekämpfüng (KVK) organisiert.
Die taktische internationale Verbrechensbekämpfung nimmt das BKA mit seinem Nationalen Zentralbüro
(NZB) und als Mitglied der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO) wahr. Damit wird der
internationale Straftäter bekämpft und der Dienstverkehr mit ausländischen Polizei- und Justizdienststellen
aufrechterhalten. Zur weltweiten Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität unterhält die IKPO die Ständige
Arbeitsgruppe Rauschgift (STAR), der auch das BKA angehört. Neben einem umfassenden
Informationsaustausch werden auch Verbindungsbeamte in Rauschgiftherstellerländer entsandt, um so die
Verteilerringe und -routen besser kennen zu lernen.
Die Kreispolizeibehörden (KPB) bekämpfen die Massenkriminalität und sind für die Gefahrenabwehr
zuständig. Sie bilden die unterste Stufe aller Einrichtungen, die für die Verbrechensbekämpfung zuständig sind.
Sie setzen Vorbeugungsprogramme um, betreiben Öffentlichkeitsarbeit, beraten die Bürger vor Ort und
entwickeln Taktiken für die Strafverfolgung. Sie sind die Polizei des Bürgers, die als Ansprechpartner
erreichbar ist.
Die Kriminalhauptstellen (KHST) verfügen bereits über umfangreichere Ressourcen, um auch die schwere
Kriminalität bekämpfen zu können. Sie sind personell stärker und qualifizierter ausgestattet und verfügen über
umfangreiches kriminaltechnisches Gerät. Dies wird besonders deutlich durch das Vorhandensein des
Kriminalpolizeilichen Erkennungsdienstes. Die KHST sind örtlich für mehrere KPB und sachlich für bestimmte
schwerwiegende Katalogstraftaten zuständig. Sie können aber auch den Fall der KPB zur Bearbeitung
überlassen, wenn die Umstände des Einzelfalles den Einsatz der KHST nicht erfordern. Mit ihren
Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen unterstützen die KHST die KPB bei der Vorbeugung. Ganz besondere
Aufgaben, wie die Bekämpfung von Entführung und Geiselnahme, werden von wenigen KHST für einen
entsprechend größeren Bereich wahrgenommen.
Die Landeskrimmalämter (LKA) sind die zentralen Dienststellen der Kriminalpolizei, die die
Zusammenarbeit der Länder mit dem BKA sicherstellen. Sie unterhalten Einrichtungen für kriminaltechnische
und erkennungsdienstliche Untersuchungen; sie haben alle für die polizeiliche Verhütung und Verfolgung von
Straftaten bedeutsamen Unterlagen zu sammeln und auszuwerten. Sie unterrichten die KPB über den Stand der
Kriminalität und über geeignete Maßnahmen zu deren Verhütung und. Verfolgung. Sie unterstützen die KPB
bei der Wahrnehmung der eigenen Aufgaben, insbesondere durch die Entsendung der Beratergruppe, der
Befund- oder Datenverarbeitungsgruppe. Die Strafverfolgung nehmen sie selbst wahr, wenn der Innenminister
sie beauftragt, ferner wenn der Generalbundesanwalt, ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft sie im Rahmen
gemeinsamer Richtlinien darum ersuchen.
Das Bundeskriminalamt (BKA) bekämpft die Straftäter, die sich international oder über die Grenzen eines
Bundeslandes hinweg kriminell betätigen. Wie die LKA, unterhält es Sammlungen über Straftaten, die jedoch
über den Bereich eines Bundeslandes hinaus Bedeutung haben. Über die Auswertung werden die LKA und die
KPB unterrichtet, um so Zusammenhänge zu erkennen, die über ein Bundesland hinausgehen. Die
131
Strafverfolgung nimmt es selbst wahr bei besonderen Straftaten, die internationale Auswirkungen haben oder
gegen Mitglieder oder Gäste der Verfassungsorgane gerichtet sind. Ferner dann, wenn eine zuständige
Landesbehörde darum ersucht, der Bundesminister dies anordnet oder der Generalbundesanwalt darum ersucht
oder einen Auftrag erteilt. Darüber hinaus ist das BKA für den persönlichen Schutz der Verfassungsorgane
sowie für den inneren Schutz von Difenst-und Wohnsitz des Bundespräsidenten, der Bundesregierung und
deren Gäste zuständig. Im übrigen unterhält das BKA Einrichtungen für kriminaltechnische und
erkennungsdienstliche Untersuchungen und erstellt für die KPB Gutachten. Die internationale Verbindung zur
IKPO unterhält es durch sein Nationales Zentralbüro.
Die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (IKPO) ist der Zusammenschluß von derzeit 151
Staaten zur Bekämpfung des internationalen Verbrechertums. Weil sich die Vollversammlung der IKPO 1923
in Wien als Telegrammadresse die Abkürzung INTERPOL gab, hat sich dieser Name umgangssprachlich
durchgesetzt. Die IKPO ist ein Zusammenschluß von souveränen Staaten, die über keine Exekutivbeamte
verfügen. Ihre Aufgabe ist die Forderung der Kommunikationstechnik und der elektronischen
Datenverarbeitung, die Klärung von Grundsatzangelegenheiten, die internationale Fahndung durch Information,
die Unterstützung von Ermittlungen durch Auskünfte und die Verbreitung von Präventionsprogrammen.
Das Generalsekretariat der IKPO sitzt in Lyon (Frankreich). Das Unterbüro für Asien in Bangkok (Thailand)
und das Unterbüro für Südamerika in Buenos-Aires (Argentinien). Die Arbeitssprachen sind Englisch,
Französisch, Spanisch, Arabisch. Die IKPO hat keine Zuständigkeit in politischen, militärischen, religiösen
oder rassischen Angelegenheiten. Damit sind Landesverrat, Spionage, verbotene Vereinigungen, Straftaten von
Politikern, Kriegs Waffenhandel u.v.a.m. tabu. Als problematisch stellt sich somit die Bekämpfung des
Terrorismus dar, da dies von einigen Mitgliedsstaaten als politische Straftat und von anderen als allgemeine
Gewaltkriminalität angesehen wird.
Die Bemühungen um ein Europäisches Kriminalpolizeiamt (EUROPOL) befinden sich noch im
Anfangsstadium der politischen Überlegungen.

4. Staatsschutz und Verfassungsschutz


Im Bereich des Staatsschutzes und des Verfassungsschutzes gibt es eine organisatorische Trennung der
Aufgabenwahrnehmung.
Der Staatsschutz ist für die Bekämpfung der Straftaten nach §§80 bis 109 k STGB zuständig und wird von
der Kriminalpolizei in den KHST, den LKA und dem BKA wahrgenommen. Damit ist der Staatsschutz Teil der
allgemeinen Verbrechensbekämpfung.
Der Verfassungsschutz dient dem Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Diese Aufgabe
wird von den Landesämtern und vom Bundesamt für Verfassungsschutz wahrgenommen. Sie sind keine
Polizeien und haben keine polizeilichen Befugnisse. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben dürfen sie
nachrichtendienstliche Mittel anwenden. Ihre Aufgaben bestehen darin, Nachrichten zu sammeln über
Bestrebungen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, den Bestand und die Sicherheit des
Bundes oder der Länder gerichtet sind oder Verfassungsorgane zu gesetzwidrigem Verhalten verleiten wollen.
Ferner wirken sie mit bei der Überprüfung von Personen, denen staatliche Geheimnisse anvertraut werden
sollen oder die an sicherheitsempfindlichen Stellen von lebens- und vefteidigungswichtigen Einrichtungen
beschäftigt sind.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text. Konzentrieren Sie sich auf die Informationen zu den folgenden Fragen und
beantworten Sie dann diese Fragen.
1. Was versteht man unter „Kriminalistik"? 2. Womit beschäftigt sich das Strafrecht? 3. Was hat die
Kriminologie zum Gegenstand? 4. Mit welchen Rechtsgebieten ist die Kriminalistik eng verbunden? 5. Was
bedeutet die Kriminalstrategie? 6. Was beinhaltet die Kriminaltaktik? 7. Womit beschäftigt sich der
Kriminalist? 8. Welcher Methoden bedient sich der Krimmalist? 9. An welche Prinzipien muß sich der
Kriminalist halten? 10. Was bedeuten Exaktheit, Gründlichkeit, Verantwortungsbewußtsein,
Gewissenhaftigkeit? 11. In welche Behörden untergliedert sich die Kriminalpolizei? 12. Welche Aufgaben hat
die Kriminalpolizei zu erfüllen? 13. Wodurch unterscheidet sich der Staatsschutz vom Verfassungsschutz?

Aufgabe 2. Schreiben Sie auf Russisch einen Text:


1) über Kriminalistik; 2) über den Kriminalisten; 3) über die Kriminalpolizei.

Aufgabe 3. Notieren Sie möglichst kurz – manchmal genügt ein Wort – die vier wichtigsten Punkte, über die
132
im Text gesprochen wird.

Aufgabe 4. Hören Sie den Text stückweise und schreiben Sie ihn Satz für Satz auf.

Aufgabe 5. Sagen Sie, bitte, aus welcher Quelle dieser Text stammt (ein Lehrbuch, eine Fachzeitschrift, ein
Nachschlagewerk, eine Vorlesung). Bestimmen Sie die Textsorte. Bekräftigen Sie Ihre Meinung.

Aufgabe 6. Geben Sie die wesentlichen Informationen des Textes schriftlich wieder. Die folgenden
Redemittel können Sie als Hilfe benutzen:
das Verhältnis der Kriminalistik zu anderen Rechtswissenschaften; Methoden und Prinzipien der
Kriminalpolizei; Gliederung und Aufgaben der Kriminalpolizei; die Aufgaben des Staatsschutzes und des
Verfassungsschutzes.

Aufgabe 7. Lesen Sie die Überschrift. Worauf macht sie die Leser des Textes aufmerksam? Ist diese
Überschrift Ihrer Meinung nach passend? Enthält sie die Kernaussage des nachfolgenden Textes? Wie würden
Sie selbst den Text betiteln?

Aufgabe 8. Antworten Sie. Aus wieviel Abschnitten besteht der Text? Wozu wird der Text in die Abschnitte
eingeteilt? Finden Sie für jeden Textabschnitt eine passende Überschrift!

Aufgabe 9. Wie würden Sie Abschnitt 2 betiteln? (Sie können aus den folgenden Vorschlägen eine Auswahl
treffen. Begründen Sie Ihre Wahl).

1. Methoden und Grundsätze der Kriminalistik.


2. Anforderungen an einen Kriminalisten.
3. Aufgaben und Vorgehensweise des Kriminalisten.

Aufgabe 10. Sagen Sie das auf Russisch. Was bedeuten die Attribute „Exaktheit", „Gründlichkeit",
„Verantwortungsbewußtsein", „Gewissenhaftigkeit"?

Aufgabe 11. Antworten Sie anhand der Textinformation. An welche Prinzipien muß sich der Kriminalist
halten, um die Wahrheit zu ermitteln?

Aufgabe 12. Begründen Sie die Wichtigkeit dieser Prinzipien bei der Ermittlung von Wahrheit.

Aufgabe 13. Vollenden Sie die Sätze aus dem Text:


1. Darüber hinaus ist das BKA für den persönlichen Schutz der Verfassungsorgane .... 2. Das
Bundeskriminalamt bekämpft.... 3. Die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation .... 4. Der
Verfassungsschutz dient... .

Aufgabe 14. Suchen Sie aus dem Text die Sätze mit der Konstruktion „haben + zu + Infinitiv" heraus.
Schreiben Sie sie auf. Übersetzen Sie sie ins Russische.

Aufgabe 15. Suchen Sie aus dem Text die Sätze mit der Konstruktion „Modalverb + Infinitiv Passiv"
heraus. Übersetzen Sie sie ins Russische.

Aufgabe 16. Suchen Sie aus dem Text die Wörter auf„-bar" heraus. Welche Bedeutung hat dieses Suffix?
Formulieren Sie die Bildungen mit ,,-bar" in die Passivsätze um.

Aufgabe 17. Suchen Sie aus dem Text die Sätze heraus, in denen die folgenden Wörter und Redewendungen
vorkommen. Wie würden Sie sie ins Russische übersetzen?
ein Gutachten erstellen; eine Entscheidung treffen; vor Verbrechen schützen; Gesetze erlassen;
Beweisführung; der Sachbearbeiter; abhängen; das Ermittlungsverfahren; sich halten; die Verhütung von
Straftaten; der Staatsschutz; der Verfassungsschutz.

133
Aufgabe 18. Finden Sie im deutsch-russischen Wörterbuch russische Entsprechungen für folgende deutsche
Wörter und Wendungen. Bilden Sie damit Ihre eigenen Sätze:
ein Gutachten (über jmdn./etw.) anfordern; ein Gutachten erstellen; ein Gutachten vorlegen; bei jmdm. ein
Gutachten einholen; zuständig sein (für etw.); sich halten (an etw.); Rechenschaft ablegen (über etw.); der
Tatbestand; die Bekämpfung; das Delikt; ermitteln; Beweise erbringen; jmdm. ein Geheimnis anvertrauen; die
Strafverfolgung wahrnehmen.

Aufgabe 19. Antworten Sie kurz:


1. Was gehört zu den Aufgaben und zur Zuständigkeit des Bundeskriminalamtes? 2. Wie heißt die
Organisation, die Rauschgifthandel, Falschgeldherstellung, Schmuggel und andere Verbrechen im
internationalen Maßstab verfolgt? 3. Welche Bekämpfungsbereiche sind im TREV-Abkommen festgelegt? 4.
Welche Abkürzung gibt es für „Ein Europäisches Kriminalpolizeiamt"?

Aufgabe 20. Ist die Information des Textes von praktischer Bedeutung? Beginnen Sie Ihre Antwort
folgenderweise: Ich finde diesen Text...

Aufgabe 21. Schreiben Sie ein Referat auf Deutsch über die Kriminalistik.

Aufgabe 22. Stellen Sie Ihrem Kommilitonen die Frage „Wodurch unterscheidet sich die Kriminalistik von
der Kriminologie?"

Aufgabe 23. Schreiben Sie die Definition der Kriminalistik aus einem russischen Nachschlagewerk heraus.
Vergleichen Sie diese Definition mit der deutschen Definition im Text „Kriminalistik".
Welche Definition halten Sie für besser (genauer)? Begründen Sie Ihre Meinung. Lassen Sie auch Ihre
Studienfreunde sich dazu äußern.

LEKTION 6. : ,
. :« », «
», « », « ».

,
, , : Heute
untersuchen wir den Tatort, morgen vernehmen wir den Angeklagten.
, . Der Richter kommt, und der Prozeß beginnt.
, .
:
und – , a; aber – ; oder – ; sondern – a; denn – , , .
, : Ich bleibe heute zu Hause, denn meine Eltern
wollen mich besuchen. Ich besuche ihn heute nicht, sondern er besucht mich. Der Untersuchungsrichter fragte,
und der Verdächtige antwortete.
: also – ; dann – , ; darum, deshalb, deswegen – ; trotzdem –
; und zwar – ; dennoch – , ; folglich – , ,
; sonst – ; außerdem – . :
: Der Zug hat wenige Minuten Aufenthalt, deshalb müssen wir uns sehr beeilen.
Mein Freund hat mich nicht besucht, aber er hat mir einen Brief geschrieben. Du mußt fleißig arbeiten, dann
hast du im Leben Erfolg. Mein Freund will Jurist werden, darum studiert er jetzt Rechtswissenschaften.
, :
sowohl ... als auch – ... , nicht nur ... sondern auch – ... , weder.. noch – ... ,
bald ... bald – ... , teils... teils – , entweder... oder – ... , ... .: Teils will er
sein Haus verkaufen, teils will er es aber auch behalten. Unser Chef arbeitet nicht nur sehr viel, sondern er
spielt auch jeden Tag Tennis. Bald muß er im Büro arbeiten, bald muß er Geschäftsreisen machen.
(und, aber, denn, oder, entweder... oder, sowohl ... als auch, sondern, nicht nur...
sondern auch) : ,
134
: Ich besuche ihn heute nicht, sondern er besucht mich. Du gehst entweder nach Hause, oder du
bleibst hier,
(bald ... bald, halb ... halb, teils ... teils, und zwar, sonst,
außerdem, trotzdem, dann, darum, deshalb, deswegen) .
: Das Wetter war gut, deshalb konnten wir gute Aufnahmen machen. Es
regnete in Strömen, trotzdem fuhren wir zum Tatort.
: : Entweder fahre ich mit
dem Zug oder mit dem Dienstwagen. Sie schreibt mir bald Briefe, bald Postkarten. Sowohl ich als auch mein
Freund studieren Rechtswissenschaften. Ich spreche weder Deutsch noch Englisch.

Aufgabe 1. Lesen Sie die Sätze laut. Übersetzen Sie sie ins Russische: 1. Peter ist faul, aber Hans ist fleißig.
2. Das Wetter ist schön, trotzdem bleiben wir zu Hause. 3. Es regnet nicht, deshalb fahren wir sofort zum
Tatort. 4. Er muß sofort zum Arzt, denn er fühlt sich unwohl. 5. Ich habe ihm meine Hilfe angeboten, doch er
wollte es nicht. 6. Mein Freund kann nicht mit mir in die Ferien fahren, also muß ich allein fahren. 7. Bald
schreibt er mir einen Brief, bald telefoniert er mit mir. 8. Bald fährt er mit der Eisenbahn, bald fliegt er mit dem
Flugzeug. 9. Der Verletzte soll sofort ins Krankenhaus, dann bleibt er am Leben. 10. Morgen verreise ich,
deshalb muß ich heute meinen Koffer packen. 11. Ich komme heute später nach Hause, denn ich habe noch
etwas zu erledigen. 12. Der Kollege war krank, (und) deshalb konnte er zum Dienst nicht kommen. 13. Die
Straßen sind heute vereist, deshalb müssen die Fahrer langsam fahren. 14. Entweder fährst du zum Tatort, oder
du vernimmst den Festgenommenen. 15. Weder hat er Zeit für mich, noch hilft er anderen. 16. Seien Sie bitte
so freundlich und helfen Sie mir bei der Aufklärung dieses Falls! 17. Die BRD ist arm an Bodenschätzen,
trotzdem entwickelt sich ihre Industrie sehr schnell. 18. Ich habe dafür weder Zeit noch Geld. 19. Er wollte
weder essen noch (wollte er) trinken. 20. Nächstes Jahr fahren wir im Urlaub entweder nach Italien oder nach
Frankreich (oder vielleicht in die Schweiz). 21. Entweder bist du jetzt still oder du gehst ins Bett. 22. Sowohl er
als auch sie hören gern Musik. 23. Ich mag beides, sowohl die Berge, als auch das Meer. 24. Er ist sowohl
Sänger als auch Schauspieler. 25. Sie ist nicht nur eine gute Schauspielerin, sondern auch eine gute Sängerin.

Aufgabe 2. Wählen Sie die richtige Konjunktion.


1. Ich fühle mich unwohl, (trotzdem, deshalb, denn) muß ich zum Arzt gehen. 2. Meine Eltern kommen
heute nicht, (aber, und, sonst) waren sie schon hier. 3. Der Zeuge wurde eingeladen, (aber, und dann, oder,
deshalb) begann die Verhandlung. 4. Mein Freund muß Kriminologie lernen, (darum, denn, oder) er will
Kriminalist werden. 5. Wir können noch den Verdächtigen nicht festnehmen, (darum, deshalb, denn, und,
trotzdem) wir haben bis jetzt keine Beweise. 6. Der Angeklagte war unschuldig, (denn, sonst, sondern, deshalb)
sprach ihn das Gericht frei. 7. Alle Zeugen wurden abgefragt, (oder, deshalb, und) das Gericht zog sich zur
Beratung zurück. 8. Es fehlte noch an Beweisen, (denn, oder, und, darum) konnte kein Urteil 'gesprochen
werden. 9. Ich bin sehr müde, (trotzdem, darum, folglich) muß ich noch etwas arbeiten. 10. Die medizinische
Hilfe kam zu spät, (und, darum, dann, oder) der Verletzte starb am Unglücksfallort. 11. Er ist nicht mehr
ausgegangen, (denn, darum, aber) er war sehr müde.

Aufgabe 3. Machen Sie aus zwei Sätzen eine Satzreihe! Gebrauchen Sie „denn"
oder „darum":
1. Der Zeuge kann heute nicht kommen. Er ist krank.
2. Der Dieb beging mehrere Diebstähle. Er wurde mit Gefängnis bestraft.
3. Es mangelte an Beweisen. Der Angeklagte wurde freigesprochen.
4. Der Verdächtige konnte nicht verhaftet werden. Er hatte sein Alibi bewiesen.
5. Dieses Testament gilt nicht. Der Notar hat die Unterschrift nicht beglaubigt.

Aufgabe 4. Vervollständigen Sie die Sätze!


1. Er gestand seine Schuld, deshalb ...
2. Er beging eine Straftat, deshalb ...
3. Es regnete stark, darum ...
4. Ich würde ihm gern helfen, aber ...
5. Man wies ihm seine Schuld nach, und ...
6. Wir müssen uns beeilen, sonst...
7. Der Kriminalist konnte das Verbrechen schnell aufdecken, denn ...
135
8. Das Gericht mußte den Angeklagten freisprechen, denn ...
9. Der Dieb wurde auffrischer Tat ertappt, deshalb ...
10. Mehrere Randalierer mußte die Polizei festnehmen, denn ...

Aufgabe 5. Sagen Sie, wodurch unterscheiden sich folgende Aussagen?


1. Das Wetter ist schlecht, deshalb bleibe ich zu Hause (Ich bleibe zu Hause, denn das Wetter ist schlecht).
2. Er hatte ein Alibi, deshalb wurde er nicht festgenommen (Er wurde nicht festgenommen, denn er hatte ein
Alibi).

Aufgabe 6. Verbinden Sie die Sätze mit „und". Wiederholen Sie das Subjekt nicht, wenn zwei Hauptsätze
das gleiche Subjekt haben. Achten Sie auf die Satzgliedstellung.
1. Die Verkäuferin irrte sich. Sie schrieb eine zu hohe Rechnung aus. 2 Ich ließ ihn stehen. Ich rannte davon.
3. Ich bleibe hier. Ich erledige meine Arbeit. 4. Die Dame rief bei der Polizei an. Sie erzählte ihr Erlebnis. 5.
Die Dame beschrieb den Mann. Sie gab den Ort und die Uhrzeit genau an. Drei Polizisten machten sich auf die
Suche nach dem Rauschgifthändler. 6. Er kam nach Hause. Er sagte kein Wort. Er holte eine Flasche Bier aus
dem Kühlschrank. Er setzte sich vor den Fernsehapparat. 7. Er hörte ihm kurz zu. Er war sofort dagegen.

Aufgabe 7. Wie würden Sie das auf Russisch sagen?


1. Entweder helft ihr ihm, oder ihr laßt ihn in Ruhe. 2. Sie verlor ihr Vermögen, aber sie war nicht
unglücklich. 3. Wir beklagten uns nicht, sondern wir begannen von vorn. 4. Es war schon kalt und die Jäger
waren halb erfroren. 5. Er wollte gern Dichter werden, jedoch hatte er zu wenig Talent. 6. Sie wollte gern
Schauspielerin werden, jedoch hatte sie zu wenig Begabung. 7. Ich beeilte mich sehr, doch ich kam trotzdem zu
spät/doch kam ich trotzdem zu spät. 8. Gewiß, er hat sein Ziel erreicht, aber doch nicht ohne unsere Hilfe. 9. Ist
sie wirklich krank oder sie tut nur so? 10. Er bringt immer Blumen oder Süßigkeiten mit. 11. Ich konnte mit ihr
nicht sprechen, denn sie war verreist. 12. Ich habe nicht dich gefragt, sondern ihn. 13. Er war nicht nur arm,
sondern (er war) auch krank und einsam.

Aufgabe 8. Verbinden Sie die Sätze mit „denn", „bald ... bald", „darum", „deshalb", „aber", „oder",
„sondern", „und". Wählen Sie die passende Konjunktion.
1. Gerhard will ins Hochgebirge. Er klettert gern. Seine Frau ist davon nicht begeistert. 2. Hannelore bleibt
dieses Jahr zu Hause. Sie will Geld sparen. Sie will nächstes Jahr zu ihrem Bruder nach Wien fliegen. 3.
Herbert und Erika fliegen nicht nach Spanien. Sie fahren mit ihren Kindern an die Nordsee. Für die Kinder ist
ein raues Klima besser, sagt der Arzt. 4. Horst möchte im Urlaub in den Süden fahren. Er liebt die Sonne und
das Meer. 5. Iß nicht so hastig. Es ist ungesund. 6. Fahr nicht so schnell. Es ist gefährlich. 7. Er hatte seinen Paß
verloren. Er ging zur Polizei. 8. Wir erwarten Gäste. Ich muß jetzt gehen. 9. Meine Mutter stammt aus
Deutschland. Sie interessiert sich für deutsche Kunst. 10. Der Vortrag war schrecklich langweilig. Die Zuhörer
schliefen langsam ein. II. ...ist der Patient optimistisch, ... ist er ganz verzweifelt. 12. Das Benzin wird immer
teurer. Immer mehr Menschen fahren mit dem Zug. 13. Sie hat hohes Fieber. Sie bleibt im Bett liegen. 14. Ich
verdiene viel. Ich kann mir eine Villa kaufen.

Aufgabe 9. Verbinden Sie die Sätze entsprechend mit „deshalb", „darum", „deswegen".
1. Die Waren sind aus Glas. Man muß vorsichtig mit dem Paket umgehen, (deshalb). 2. Die Firma hat noch
Schuhe auf Lager. Sie widerruft ihre Bestellung (deshalb). 3. Der Kunde ist verärgert. Die Lieferung ist nicht
termingemäß angekommen (darum). 4. Die Firma liefert nicht mehr. Sie hat Konkurs gemacht (deshalb). 5. Die
Summe stimmt nicht. Die Rechnung wird nicht bezahlt (deswegen). 6. Herr Heller entschuldigt sich. Er ist
unfreundlich gewesen (darum).

, .
, , : Als ich am Sonntag im Theater
war, traf ich dort meinen Nachbarn. – , .
:
136
, , ,
.
: Ich weiß, daß er
diese Untersuchung schon abgeschlossen hat. – , .
:
, , , ,
. : , ,
, , , .

, :
wen? ( ), was? ( ), wem? ( ). (
, ).

daß Ich weiß, daß er mir bei der Arbeit helfen wird.
, )
ob Er fragte mich, ob ich das Porträt schon angefertigt hatte.
)
wer Alle wissen, wer ihm geholfen hat.
)
was Der Richter ahnte, was der Angeklagte sagen wird.
)
warum Ich verstehe nicht, warum er das gemacht hat.
)
wonach Kannst du mir sagen, wonach dich der Polizist gefragt hat?
)

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische.


1. Kannst du mir erklären, warum er freigesprochen worden ist? 2. Der Angeklagte muß beweisen, daß er ein
Alibi hat. 3. Weißt du, warum der Prozeß erst um 12 Uhr beginnt? 4. Der Junge sagte, daß er sich dafür nicht
mehr interessierte. 5. Ich zweifle daran, daß er seine Schuld gestehen wird. 6. Der Richter fragte den
Angeklagten, ob er schon einen Verteidiger gewählt hat. 7. Der Zeuge wußte nicht, was er noch aussagen sollte.
8. Der Kriminalist vermutete, wer ins Haus eingebrochen war. 9. Der Polizist fragte den Fahrer, warum er dem
Verletzten nicht geholfen hatte. 10. Der Rechtsanwalt wußte nicht, wie er dem Angeklagten helfen konnte. 11.
Es beunruhigt mich, daß die Jugendkriminalität nicht abnimmt. 12. Endlich ermittelte der Kriminalist, wer der
Täter war.

Aufgabe 2. Beginnen Sie die nachstehenden Sätze mit den Hauptsätzen: a) Ich weiß,..., b) Man sagt,..., c)
Ich habe gehört, ...; d) Weißt du eigentlich,...? e) Denkst du,...?

Muster: Er wird die Wahrheit sagen.


Denkst du, daß er die Wahrheit sagen wird?

1. Die Jugendkriminalität hat abgenommen. 2. Er ist ein strenger Richter. 3. Der Täter hat keine Spuren
hinterlassen. 4. Der Angeklagte wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. 5. Er wird mehrerer
Verbrechen angeklagt. 6. Das Verbrechen ist unaufgeklärt. 7. Man hat ihn zu Unrecht verdächtigt. 8. Er ist des
Mordes verdächtig. 9. Der Richter wird ihn freisprechen. 10. Sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. 11. Er hat
seine Schuld geleugnet. 12. Der Verbrecher hat den Mord gestanden.

Aufgabe 3. Vollenden Sie die Sätze.

Ich möchte wissen, wer ...


was...
137
warum...
wem...
warm...
wo...
wohin...
wofür...
wonach...

Aufgabe 4. Formen Sie die Hauptsätze um. Ergänzen Sie sie mit einem daß-Satz. Schreiben Sie sie in Ihre
Hefte ein.

Muster: Man behauptete,...


Es wurde behauptet, daß bald eine neue Handelsschule eröffnet wird.

1. Man berichtete, ...2. Man stellte die Behauptung auf, ...3. Man nahm an,...4. Man äußerte die Absicht, ... 5.
Man befürchtete, ... 6. Man gab bekannt, ... 7. Man teilte mit,... 8. Die Umweltschützer stellen fest,...

Aufgabe 5. Übersetzen Sie ins Russische.


1. Erkundige dich bitte, ob Post für uns gekommen ist 2. Ich habe aus der Zeitung/durch einen Freund/ von
einem Freund erfahren, daß er gestorben ist. 3. Ich habe mich am Bahnhof erkundigt, warm der nächste Zug
nach Essen fährt. 4. Ich bin sicher, daß sie eine Stelle an der Universität bekommt. 5. Ich nehme an, daß sie uns
die Antwort gibt.

Aufgabe 6. Vollenden Sie die Sätze mit daß-Sätzen.

Muster: Sie dachte, daß ... (Ich werde sie anrufen).


Sie dachte, daß ich sie anrufen werde.

1. Gib doch zu, daß ... (Du hast gelogen). 2. Ich kann einfach nicht glauben, daß ... (Er wollte das machen).
3. Versprich mir, daß... (Du fährst vorsichtig). 4. Ich versichere dir, daß ... (Ich habe dir alles gesagt). 5. Sie
können versichert sein, daß... (Die Sache verhält sich so). 6. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, daß ...
(Die Gipfelkonferenz wird verschoben), 7. Es läßt sich nicht bestreiten, daß ... (Er hat diesen Terrorakt verübt).
8. Er teilte mit, daß... (Er wird nächste Woche verreisen). 9. Seine Frau behauptete, daß ... (Ihr Mann ist nicht
zu Hause). 10. Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ...(Ich habe unsere Verabredung vergessen). 11. Ich
glaube, daß ... (Er wird kommen). 12. Er befurchtet, daß ... (Er wird entlassen). 13. Wir verlassen uns darauf,
daß... (Sie liefern Ihre Waren rechtzeitig). 14. Wir hoffen, daß... (Sie werden bis Ende August liefern). 15. Es
freut uns, daß... (Sie verstehen unsere Lage).

Aufgabe 7. Übersetzen Sie folgende Sätze. Beachten Sie die Satzgliedstellung im Nebensatz. Bestimmen Sie
die Verbform.
1. Es ist klar, daß der Festgenommene sofort verhört werden muß. 2. Es ist klar, daß der Festgenommene
sofort verhört werden mußte. 3. Es ist klar, daß der Zeuge sofort hat befragt werden müssen.

Aufgabe 8. Bilden Sie ähnliche Sätze nach dem Vorbild der obigen.

Aufgabe 9. Wiederholen Sie Ihre Frage in indirekter Form. Üben Sie zu zweit.

Muster: – Wann können Sie uns die bestellten Waren liefern? - Wie bitte?
– Ich möchte wissen, wann Sie uns die bestellten Waren liefern können.

1. Wann kommt die Lieferung bei uns an? 2. An wen haben Sie das Fax geschickt? 3. Sind Sie mit dem
Vorschlag einverstanden? 4, Können Sie uns einen Preisnachlaß von 10% geben? 5. Wie hoch ist die
Mehrwertsteuer auf diese Waren? 6. Können Sie die Lieferung an die neue Adresse schicken? 7. Warum haben
Sie die Bestellung rückgängig gemacht? 8. Warum haben die Sakkos kleine Webfehler? 9. Ist die Garantiezeit
schon abgelaufen? 10. Welche Lieferfrist hat die Firma? II. Mit wem in der Firma haben Sie gesprochen? 12.
138
Kommt die Lieferung noch diesen Monat? 13. Haben Sie der Firma schon ein Fax geschickt? 14. Wann
bestätigen Sie Ihren Auftrag?
Aufgabe 10. Beantworten Sie die Frage: „Woher wissen wir, daß das Wetter in Italien (in der Schweiz, in
Österreich) zur Zeit angenehm ist?"

Aufgabe 11. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Deutsche. Beginnen Sie jedes Mal mit „Niemand weiß,..."

Muster: Niemand weiß, .


Niemand weiß, weswegen sie uns verlassen hat.

1. ..., . 2. ..., . 3. ..., . 4. ...,


. 5...., . 6. ..., . 7...., . 8. ...,
. 9...., . 10. ..., . 11. ..., . 12. ...,
. 13..... . 14...., . 15...., , 16....,
.

Aufgabe 12. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster. Verwenden Sie dabei Wendungen wie: „Ich weiß
leider auch nicht, ...;" „Ich kann Ihnen auch nicht sagen, ...;" „Mir ist leider auch nicht bekannt,..."

Muster: Wo kann ich mein Gepäck abgeben?


Ich kann Ihnen auch nicht sagen, wo Sie Ihr Gepäck abgeben können.
1. Wo kann ich hier eine Auskunft bekommen? 2. Um wieviel Uhr muß ich wieder hier sein? 3. Wann soll
das Flugzeug aus Dresden ankommen? 4. Wo kann ich hier ein Flugticket bekommen? 5. Warum können die
Flugzeuge heute von hier nicht starten? 6. Um wieviel Uhr muß ich wieder im Büro sein? 7. Hat der Bus eine
Klimaanlage? 8. Was kostet die Fahrt? 9. Gehen wir zum Mittagessen in ein Restaurant oder müssen wir das
Essen mitnehmen?

(Temporalsätze)

: wann? ( ), wie lange?


), wie oft ? ( ), seit wann? ( ), bis wann? ( ).
wenn ( ), während ( ), nachdem ( ), solange ( ), bis ( ), bevor
) . als ,
wenn ,
: 1. Als ich in Minsk ankam, warteten schon meine Freunde auf mich auf dem Bahnhof. –
, . 2. Immer wenn ich ihn einlade, hat er
keine Zeit.– , , . 3. Mein Vater freute sich immer, wenn
ich ihn besuchte. – , .

Aufgabe 1. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Wenn mein Freund morgen kommt, dann hole ich ihn vom Bahnhof ab. 2. Immer wenn ich ihn anrufe, ist
er nicht zu Hause. 3. Während der Zeuge Aussagen machte, notierte der Kriminalist alles sehr genau. 4.
Nachdem seine Schuld bewiesen worden war, wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. 5. Während der
Kriminalist eine neue Aufklärungsmethode erklärte, hörten die Studierenden ihm aufmerksam zu. 6. Als das
Protokoll angefertigt worden war, ließ es der Untersuchungsrichter den Zeugen unterschreiben. 7. Nachdem
man dem Angeklagten einige Aufnahmen gezeigt hatte, gab er die Tat zu. 8. Der Polizist wartete am Unfallort,
bis die Kriminalpolizei kam. 9. Sobald er zum Tatort gekommen ist, ruft er uns an. 10. Bevor Sie den
Verhafteten vernehmen, machen Sie sich zuerst mit den Polizeiakten bekannt. 11. Bevor ein Gesetz
angenommen wird, muß es vorher von der Öffentlichkeit erörtert werden. 12. Während du den Tatort noch
einmal untersuchst, frage ich die Zeugen ab. 13. Es vergeht viel Zeit, bis du diesen komplizierten Fall
aufgeklärt hast.

Aufgabe 2. Antworten Sie!


1. Was tun Sie gewöhnlich, bevor Sie eine Reise machen? 2. Was tust du, wenn du abends nach Hause
kommst? 3. Was nehmen Sie mit, wenn Sie zum Tatort fahren? 4. Was tat der Richter, als der Zeuge vereidigt
139
war? 5 . Was tat der Untersuchungsrichter, als die Zeugin Aussagen machte? 6. Als was ist er tätig, nachdem er
die juristische Fakultät absolviert hat? 7. Wie spät war es, als Sie das Haus verließen? 8. Was tat der Polizist,
bis der Unfallwagen kam?

Aufgabe 3. Setzen Sie „wenn" oder „als" ein.


1. ... sie Deutsch spricht, konzentriert sie sich besonders auf die Grammatik. 2. ... er kürzlich in Berlin war,
hat er sich in der Innenstadt verlaufen. 3. Herr Brandt war etwas nervös,... er mit der österreichischen Firma
telefoniert hat. 4.... Sie in Frankfurt am Main sind, sollten Sie unbedingt die Paulskirche besichtigen. 5. Ich rufe
Sie an, ...ich hier fertig bin. 6. Besuchen Sie unseren Stand,... Sie auf der Buchmesse sind. 7. Ich habe vorhin
mit Herrn Glück gesprochen. Seine Sitzung war schon vorbei, ... ich bei ihm angerufen habe. 7. ... ich gestern
Frau Luscher sprechen wollte, war ihr Telefon ständig besetzt.

Aufgabe 4. Übersetzen Sie ins Russische. Beachten Sie den Unterschied im Gebrauch von „wenn" und
„als".
1. Wenn Herr Rösler nächste Woche nach Leipzig fährt, besucht er seine Freundin. 2. Als Herr Rösler in
Leipzig war, hat er seine Freundin besucht. 3. Immer, wenn Herr Rösler in Leipzig ist, wohnt er im Hotel
„Merkur". 4. Wenn Ihr Kunde nicht rechtzeitig zahlt, dann schicken Sie ihm zunächst eine Zahlungserinnerung.
5. Immer wenn er in Leipzig war, hat er seine Eltern besucht.

Aufgabe 5. Setzen Sie die richtige Konjunktion ein („wenn" oder „als").
1. ... ich damals nach Italien gefahren bin, gab's noch keine Terroristen. 2. Ich sage den Zollbeamten immer,
... ich etwas zu verzollen habe. 3. Ich glaube, sie suchen nach Rauschgift,... sie den Wagen so genau
untersuchen. 4. ... ich neulich in Basel über die Grenze fuhr, haben die Zollbeamten einem Studenten das halbe
Auto auseinander, genommen. 5. Jedesmal (immer)... der Wecker klingelt, stehe ich sofort auf. 6. ... ich noch
jung war, gab es noch keine Videogeräte.

Aufgabe 6. Verwandeln Sie die ersten Sätze in Nebensätze mit „als" oder „wenn".
1. Gestern traf ich meine Freundin auf der Straße. Ich freute mich sehr. 2. Er kam aus dem Urlaub zurück. Er
brachte immer viele Ansichtskarten mit. 3. Ich war im vorigen Herbst in Bern. Ich besuchte meine Bekannten.
4. Der Junge war zehn Jahre alt. Da starben seine Eltern. 5. Man senkte den Vorhang. Ich verließ das Theater.
6. Ich hatte in den Semesterferien Zeit. Ich ging immer Geld verdienen.

Aufgabe 7. Verbinden Sie die Sätze mit „während" oder „bevor".

Muster: Er konnte studieren. Er mußte eine Prüfung machen.


– Bevor er studieren konnte, mußte er eine Prüfung machen.
1. Ich betrete das Lokal. Ich schaue mir die Preise auf der Speisekarte vor der Tür an. 2. Ich bestelle mein
Essen. Ich studiere die Speisekarte. 3. Ich warte auf das Essen. Ich lese die Zeitung. 4. Ich esse. Ich wasche mir
die Hände. 5. Ich warte auf den zweiten Gang. Ich betrachte die Gäste und suche nach alten Bekannten. 6. Ich
esse. Ich unterhalte mich mit den Gästen an meinem Tisch. 7. Ich bezahle. Ich bestelle mir noch einen Kaffee.
8. Ich trinke meinen Kaffee. Ich werfe noch einen Blick in die Tageszeitung. 9. Ich gehe. Ich zahle.

Aufgabe 8. Ebenso mit den Konjunktionen „bevor" oder „während".

Muster: – Vor seinem Examen will er zwei Semester in die USA gehen.
– Bevor er sein Examen macht, will er zwei Semester in die USA gehen.

1. Vor den Semesterferien muß er eine Klausur schreiben. 2. Während ihrer Arbeit fürs Examen findet sie
wenig Zeit für ihre Familie. 3. Vor Sonnenaufgang steht er schon auf und macht sich an die Arbeit. 4. Vor ihrer
Heirat wohnte sie in einem möblierten Zimmer. 5. Seine Frau kannte er schon vor dem Studium. 6. Sie hatte
vor dem Studium eine Krankenschwesternausbildung mitgemacht. 7. Während seines Aufenthalts in den USA
kann er bei seinem Onkel wohnen. 8. Vor dem Verlassen der Universität will er promovieren. 9. Während des
Studiums arbeitet er an seiner Doktorarbeit.

Aufgabe 9. Übersetzen Sie ins Russische.


140
1. Solange er studierte, war sie berufstätig. 2. Solange der Dichter in Venezuela lebte, achrieb er nur wenige
Gedichte. 3. Während er in seine Arbeit vertieft ist, hört er weder die Klingel noch das Telefon. 4. In dem
Scheidungsurteil bestimmte der Richter, daß die Frau das Haus und das Grundstück behalten sollte, während
der Ehemann leer ausging. 5. Während früher die Post zweimal am Tage ausgetragen wurde, kommt der
Briefträger jetzt nur noch einmal und samstags bald überhaupt nicht mehr. 6. Sobald der Streit ausbrach, zog er
sich zurück.

Aufgabe 10. Setzen Sie das eingeklammerte Verb in die richtige Tempusform.
1. Nachdem ich (frühstücken), begann ich zu arbeiten. 2. Nachdem der Redner seinen Vortrag (beenden),
setzte eine lebhafte Diskussion ein. 3. Nachdem der Kursleiter die Kursteilnehmer (begrüßen), begeben sich
alle in den Speiseraum. 4. Nachdem die Gäste Platz genommen haben, (beginnen) der erste Redner seinen
Vortrag. 5. Nachdem die Kursteilnehmer zu Abend gegessen hatten, (sitzen) sie noch eine Zeit lang zusammen
und (sich unterhalten).

Aufgabe 11. Setzen Sie die passende Konjunktion „bis" oder „seit" ein. Erzählen Sie diese Geschichte nach.

1.... seine Eltern gestorben waren, lebte der Junge bei seiner Tante. Dort blieb er, ... er 15 Jahre alt war. ... er
die Hauptschule verlassen hatte, trieb er sich in verschiedenen Städten herum. Er lebte von
Gelegenheitsarbeiten, ... er in die Hände einiger Gangster fiel. ... er bei diesen Leuten lebte, verübte er noch
Einbrüche, überfiel Banken und stahl Autos, ... er dann schließlich von der Polizei festgenommen wurde. ... er
nun im Gefängnis sitzt, schreibt er an seiner Lebensgeschichte. ... er in zwei Jahren entlassen wird, will er damit
fertig sein.

Aufgabe 12. Formulieren Sie die Sätze nach folgendem Muster um.

Muster: 1. Seit dem Unfall kann der Verletzte nicht mehr Tennis spielen.
– Seitdem er einen Unfall gehabt hat, kann er nicht mehr Tennis spielen.
2. Bis zur Heirat unserer Tochter haben wir etwa 20 000 Mark gespart.
– Bis unsere Tochter heiratet, haben wir 20 000 Mark gespart.

1. Seit der Fertigstellung der Bahnstrecke zwischen S. und M. können die Züge hier viel schneller fahren.
2. Bis zur Entdeckung des ersten Betäubungsmittels mußten die Menschen bei Operationen große
Schmerzen aushallen.
3. Seit der Einführung der 5-Tage-Woche ist die Freizeitindustrie stark angewachsen,
4. Bis zur Einrichtung von sogenannten Frauenhäusern wußten manche Frauen nicht, wo sie Schutz vor
ihren aggressiven Männern finden konnten.
5. Bis zur Einführung der 25-Stunden-Woche werden wohl noch viele Jahre vergehen.

Aufgabe 13. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Russische. Beachten Sie die Bedeutung der temporalen
Konjunktionen.
1. Ich warte im Büro, bis der Kunde anruft. 2. Während sie den Kontoauszug ausdruckt, kimgelt das Telefon.
3. Die Firma wartet auf Zahlungseingang, nachdem sie den Kunden gemahnt hat. 4. Die Assistentin kontrolliert
das Konto, bevor sie den Kunden mahnt.

Aufgabe 14. Bilden Sie aus den folgenden Satzteilen temporale Nebensätze mit „bevor", „während" oder
„nachdem", Ersetzen Sie dabei jeweils das Nomen, das die Aktion bezeichnet, durch das passende Verb.

Muster: Vor der zweiten Mahnung kontrolliert der Buchhalter die


Zahlungseingänge = Bevor der Buchhalter zum zweiten
Mal mahnt, kontrolliert er die Zahlungseingänge.

1. Vor der Abreise will sie noch die Korrespondenz erledigen. 2. Während der Arbeit denkt er häufig an
seinen Urlaub. 3. Vor der letzten Mahnung ruft die Assistentin den Kunden an. 4. Nach dem Telefongespräch
druckt sie den Kontoauszug aus. 5. Nach der Organisation der Konferenz bestellt sie sofort die Flugtickets. 6.
Während ihres Telefonats kommt die aktuelle Post. 7. Nach dem Ende der Konferenz ruft sie Taxis für die
141
Teilnehmer. 8. Vor der Besprechung der wichtigsten Punkte mit dem Abteilungsleiter muß sie das Marketing-
Meeting organisieren. 9. Vor dem Weiterleiten der Mahnung an die Rechtsabteilung informiert die Referentin
den Kunden.

Aufgabe 15. Verbinden Sie die Sätze mit „bevor", „während", „nachdem". Beginnen Sie mit dem
Nebensatz. Die entsprechenden Konjunktionen sind in den Klammern angegeben.
1. Die Firma leitet rechtliche Schritte ein. Sie spricht mit ihrem Rechtsanwalt. (bevor) 2. Er setzt sich an
seinen Schreibtisch. Er holt sich eine Tasse Kaffee. (bevor) 3. Sie kommt ins Büro. Sie zieht ihre Jacke aus.
(nachdem) 4. Der Anrufer nennt das Kodewort. Erbekommt die gewünschte Information. (nachdem) 5. Er liest
die Antwort. Er telefoniert mit der Hausbank seiner Firma.(nachdem) 6. Sie gibt einen Text in den Computer
ein. Sie druckt ihn aus. (nachdem) 7. Die Bank erteilt die Auskunft. Sie kontrolliert den Anrufer. (bevor) 8. Er
schickt das Fax an die Buchhaltung. Er sucht die Faxnummer der Abteilung heraus. (bevor) 9. Er telefoniert mit
einem Kunden. Seine Kollegin bringt das Antwortfax.(während) 10. Sie sucht die Nummer im Verzeichnis. Das
Telefon klingelt. (während).

(Kausalsätze)

warum? ( ), aus welchem Grunde? ( )


weil, da. da
, weil : Da ich mich unwohl fühlte, ging ich
zum Arzt. – , . Es war schwer, diese Straftat aufzuklären,
weil der Täter keine Spuren hinterlassen hatte. – ,
. weih Warum fahrst
du nicht mit uns? – Weil ich keine Zeit habe.

Aufgabe 1. Wie würden Sie das auf Russisch sagen?


1. Seine Schuld konnte man leicht nachweisen, weil es viele Zeugen dieser Straftat gab. 2. Ich ging zum
Arzt, weil ich krank war. 3. Da die Polizei eine große rechtserzieherische Arbeit mit den Jugendlichen leistet,
nimmt die Jugendkriminalität ab. 4. Der Richter unterbrach die Verhandlung, weil Experten hinzugezogen
werden mußten. 5. Der Angeklagte wurde freigesprochen, weil er ein lückenloses Alibi hatte. 6. Da der
Untersuchungsrichter an der Richtigkeit der Aussagen des Zeugen P. zweifelte, wollte er alles selbst
überprüfen. 7. Ein erfahrener Kriminalist muß sich mit diesem Fall beschäftigen, weil diese Sache sehr
kompliziert ist. 6. Da es die ganze Nacht geregnet hatte, konnten die Kriminalisten keine Spuren finden. 9.
Mein Freund studiert Jura, weil er Rechtsanwalt werden will.

Aufgabe 2. Beantworten Sie folgende Fragen mit „weil";

Muster: Warum kommt er zum Unterricht nicht?


– Weil er krank ist.

1. Warum hat man den Angeklagten freigesprochen? 2. Warum konnte die Kriminalpolizei keine Spuren des
Täters finden? 3. Warum wollte die Zeugin keine Aussagen machen? 4. Warum wurde der Verdächtige sofort
festgenommen? 5. Warum hat in der BRD die Jugendkriminalität abgenommen? 6. Warum studierst du die
Rechtswissenschaften? 7. Warum wurde der Fahrer von der Polizei angehalten? 8. Warum wurde der
Angeklagte zu lebenslänglicher Strafe verurteilt? 9. Warum haben Sie die Polizei nicht sofort benachrichtigt?
10. Warum haben Sie dem Verletzten nicht geholfen? II. Warum willst du nicht aufs Land fahren? 12. Warum
sind Sie bei Rot weitergefahren? 13. Warum wurde dem Fahrer der Führerschein entzogen?

Aufgabe 3. Verwandeln Sie die Satzreihen in kausales Satzgefüge:

Muster: Er fühlt sich unwohl, deshalb geht er zum Arzt.


Da er sich unwohl fühlt, geht er zum Arzt.

1. Der Film ist interessant, deshalb gehe ich ins Kino. 2. Der Fall ist nicht kompliziert, deshalb wirst du
damit schnell fertig. 3. Ich habe keine Zeit, darum kann ich dir nicht helfen. 4. Ich möchte Staatsanwalt werden,
142
darum studiere ich Rechtswissenschaften. 5. Ich will zum Tatort fahren, darum nehme ich meinen Fotoapparat
mit. 6. Ich wohne ziemlich weit vom Bahnhof, darum nehme ich ein Taxi. 7. Wir kennen die besonderen
Kennzeichen des Täters, darum können wir ihn schnell ermitteln,

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische.


1. Da eine Bergwanderung im Schnee gefährlich ist, hat man uns geraten, darauf zu verzichten. 2. Weil man
starke Schneefälle vorausgesagt hatte, mußten wir unseren Ausflug verschieben. 3. Leider muß ich den Termin
am Dienstag absagen, weil ich kurzfristig verhindert bin. 4. Da Herr Bergmann dringend nach Münster fahren
muß, ist er deshalb den ganzen Tag nicht zu erreichen.

Aufgabe 5. Vollenden Sie die Sätze mit kausalen Nebensätzen.

Muster: Er konnte beim Fußball nicht mitspielen, weil er auf die Kinder seiner Nachbarin aufpassen
mußte. Ich konnte nicht mitspielen, weil...

1. Ich habe zum Arzt gehen müssen.


2. Ich hatte keine Zeit.
3. Ich habe zu einer Geburtstagsparty gehen müssen.
4. Ich bin entlassen worden und habe mir einen neuen Job suchen müssen.
5. Ich habe das Auto in die Werkstatt bringen müssen.
6. Ich habe mich bei meiner neuen Firma vorstellen müssen.

Aufgabe 6. Antworten Sie mit einem weil-Satz auf folgende Fragen.

Muster: Warum bist du nicht in Weimar? (hier zu tun haben) – Weil ich hier zu tun habe.

1. Wamm haben Sie den Bericht nicht gelesen? (keine Zeit)


2. Wamm haben Sie kein Taxi genommen? (kein Geld)
3. Warum bist du so spät gekommen? (mein Auto, kaputt)
4. Wamm haben Sie nicht angerufen? (keine Telefonnummer)
5. Warum können Sie die Ware nicht liefern? (nicht mehr vorrätig)
6. Wamm schicken Sie uns die Ware so spät? (Produktionsprobleme)

Aufgabe 7. Verbinden Sie die Sätze entspechend mit „weil", „da", „denn".
1. Die Waren sind aus Glas. Man muß vorsichtig mit dem Paket umgehen, (denn) 2. Der Kunde ist verärgert.
Die Ware ist nicht pünktlich gekommen, (weil) 3. Die Summe stimmt nicht. Die Rechnung wird nicht bezahlt,
(denn) 4. Die Firma liefert nicht. Sie hat Konkurs gemacht, (weil) 5. Die Firma hat noch viele Computer auf
Lager. Sie widerruft ihre Bestellung, (weil) 6. Frau Fischer hat die falsche Bestellnummer angegeben. Sie ärgert
sich. (denn)

Aufgabe 8. Antworten Sie auf die Frage „Warum bist du froh?" nach folgendem Muster. Üben Sie zu dritt.

Muster: A: Warum bist du froh?


B: Ich habe die Prüfung in Deutsch mit „gut" bestanden, deshalb bin ich froh.
C: Ich bin froh, weil ich die Prüfung in Deutsch mit „gut" bestanden habe.

1. Ich habe neue Möbel gekauft. 2. Ich habe endlich die Möglichkeit, meine Ferien in der Schweiz zu
verbringen. 3. Ich habe eine nette Freundin gefunden. 4. Ich habe einen gut bezahlten Job bekommen. 5. Der
Firmenchef hat mich für meinen Fleiß gelobt. 6. Ich gehe nächste Woche in Urlaub. 7. Ich habe eine gute Note
im Fach „Strafrecht" bekommen.

Aufgabe 9. Antworten Sie mit einem weil-Satz auf die Frage: „Wamm sind Sie schlecht gelaunt?" Jeder
Student hat einen anderen Grund.
1. Ich bin im Examen durchgefallen. 2. Ich habe mein Portemonnaie verloren. 3. Ich habe bei den Mädchen
keinen Erfolg. 4. Das Wetter ist schlecht. 5. Ich kann meine Arbeit nicht termingemäß abliefern. 6. Die
143
Lieferung ist noch nicht gekommen. 7. Ich bin durch die Prüfung gefallen.

Aufgabe 10. Erklären Sie den Grund Ihrer Verspätung mit „weil"-Sätzen.
Muster: A: Warum sind Sie nicht rechtzeitig zum Unterricht gekommen?
B: Weil ich auf/an einer falschen Station ausgestiegen bin.

1. Ich habe verschlafen. 2. Der Bus hatte eine Panne, 3. Ich bin in den falschen Bus gestiegen. 4. Die Straße
war wegen eines Verkehrsunfalls gesperrt. 5. Der Zug hatte eine Stunde Verspätung. 6. Ich hatte
Magenschmerzen.

(Konditionalsätze)

: „unter welcher Bedingung?" ( ) wenn


), falls ): Wenn du mir hilfst, dann gehen wir nach Hause zusammen.
, . Falls es regnet, fahre ich nicht aufs Land. –
, .
.
, so.
.
« »: Hilfst du mir, so helfe ich dir. – , .

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische.


1. Liegen die erforderlichen Beweise nicht vor, kann es zu erheblichen Schwierigkeiten bei der
Sachverhaltsaufklärung, bei der Ermittlung des Täters kommen. 2. Käme mein Freund jetzt, so gingen wir
spazieren. 3. Wenn er jetzt einverstanden wäre, dann könnte der Vertrag unterschrieben werden. 4. Falls ich
morgen Zeit habe, besuche ich dich. 5. Hätte ich Zeit, würde ich mir den Kriminalfilm ansehen. 6. Wenn es
nicht regnet, so unternehmen wir einen Ausflug. 7. Wenn er seine Schuld eingesteht, wird man ihm das
verzeihen. 8. Wenn der junge Untersuchungsrichter es allein nicht schafft, dann bekommt er Hilfe. 9. Wenn ich
mich nicht täusche, trug der Täter eine Brille. 10. Falls du kommst, gehen wir ins Theater. 11. Falls wir dem
Täter auf die Spur kommen, müssen wir ihn sofort festnehmen. 12. Wenn er bei Rot nicht weitergegangen
wäre, wäre dieses Unglück nicht geschehen.

Aufgabe 2. Vollenden Sie die Sätze!


1. Er hilft dir, wenn... 2. Rufen Sie mich an, falls... 3. Solltest du am Zeitungskiosk vorbeikommen, so ... 4.
Frage alle Zeugen ab, wenn ... 5. Ich besuche dich morgen, falls ... 6. Meine Eltern freuen sich immer, wenn ...
7. Wir könnten die Straftat schneller aufklären, wenn ... 8. Wir könnten den Täter festnehmen, falls ... 9. Er
bekommt das väterliche Erbe, wenn ... 10. Wir können die Kriminalität bekämpfen, wenn...

Aufgabe 3. Drücken Sie Ihren Wunsch höflich aus!

Muster: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn ... (dieses Buch zeigen).
– Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir jetzt gleich dieses Buch zeigen könnten.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir jetzt gleich ... (bei der Aufdeckung dieser schwierigen Straftat
helfen); (die Arbeitsweise dieses Geräts erklären); (diese Übersetzung anfertigen); (bei dieser schwierigen
Arbeit helfen); (den Tatort fotografieren).

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische. Achten Sie auf die Satzgliedstellung in den
konditionalen Nebensätzen.
1. Falls ich ihn noch treffe, was ich aber nicht glaube, will ich ihm das Päckchen gern geben. 2. Treffe ich
ihn noch, was ich aber nicht glaube, will ich ihm das Päckchen gern geben. 3. Wenn ich das Stipendium
bekomme, kaufe ich mir als Erstes ein Motorrad. Bekomme ich das Stipendium, kaufe ich mir als Erstes ein
Motorrad. 4. Wenn der Angeklagte die Wahrheit sagt, so muß er freigesprochen werden. 5. Wenn Ihnen das
Angebot gefällt, (dann) bestellen Sie diese Waren. 6. Wenn Sie innerhalb von drei Wochen bezahlen, können
Sie 3% Skonto abziehen.
144
Aufgabe 5. Suchen Sie in den folgenden Sätzen die Bedingung und die Folge. Verbinden Sie dann die
beiden Sätze. Beginnen Sie jeweils mit: Wenn ...
1. Die Firma verpackt die Sache nicht fachgemäß. Wir nehmen die Lieferung nicht an.
2. Wir können bald mit den neuen Kopierern arbeiten. Die Firma Canon liefert sie in Kürze.
3. Ich rufe dich an. Ich habe Zeit.
4. Sie geben uns 10% Rabatt. Wir bestellen die Computer bei Ihnen.
5. Die Firma zahlt nicht pünktlich. Wir können ihr keinen Rabatt gewähren.
6. Wir können Ihnen entgegenkommen. Sie geben uns den Auftrag.
7. Sie rufen uns an. Sie haben an unserem Angebot Interesse.
8. Wir können die Ware nicht mehr annehmen. Die Firma liefert zu spät.
9. Die gelieferten Waren sind von guter Qualität. Sie können mit weiteren Aufträgen rechnen.
10. Die Firma nimmt das Angebot an. Sie schließt damit einen Kaufvertrag ab.

Aufgabe 6. Formulieren Sie die Satz um. Beginnen Sie jeweils mit dem konjugierten Verb und verwenden
Sie „dann" im Hauptsatz.

Muster: Wenn Sie die Angebote verglichen haben, (dann) bestellen Sie.
Haben Sie die Angebote verglichen, dann bestellen Sie.

1. Wir können die Ware nicht annehmen. Die Firma liefert zu spät. 2, Die Firma nimmt das Angebot an. Sie
schließt damit einen Kaufvertrag ab. 3. Die gelieferten Waren sind von guter Qualität. Sie können mit weiteren
Aufträgen rechnen. 4. Man nimmt ein festes Angebot an. Man muß die Ware abnehmen und bezahlen. 5. Wir
können Ihnen preislich entgegenkommen. Sie geben uns den Auftrag. 6. Unser Trainer berät sie gerne. Sie
haben Sonderwünsche. 7. Sie stellen die Mängel fest. Sie müssen sofort reklamieren.

Aufgabe 7. Übersetzen Sie ins Russische. Bilden Sie ähnliche Sätze. 1. Sollten Ihre Preise konkurrenzfähig
sein, erhalten Sie größere Aufträge. 2. Sollte meine Frau anrufen, sagen Sie ihr, daß ich spät komme. 3. Sollte
es regnen, bleiben wir zu Hause.

(Attributsätze/Relativsätze)

: welcher? ( ), was für ein? ( )


der(die, das) welcher (welche, welches).
.
, : Der Zeuge nannte alle besonderen Kennzeichen des
Täters, die er kannte. – , . Der Täter,
nach dem die Polizei fahndet, ist spurlos verschwunden.– , ,
.
,
, : Der Täter, dessen Akten Sie jetzt lesen, ist schon
festgenommen,– , , .

: wo ( ), wohin ( ), woher ( ):
Er verläßt nach dem Studium die Stadt, wo er 5 Jahre gelebt hat.– ,
5 .
: der (die, das), welcher (welche, welches ) –
( , ).
.

Kasus Singular Plural


Maskulinum Nenti-nm Femlninum
Nom. der das die die
145
Gen. dessen dessen deren deren
Dat. dem dem der denen
Akk. den das die die

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch!


1. Die Polizei fahndet nach dem Täter, der eine schwere Straftat begangen hat. 2. Der Kriminalist, dem du
helfen willst, ist bei uns erst vor kurzem eingestellt. 3. Der Fall, für den du dich interessierst, ist schon
abgeschlossen. 4. Das Auto, dessen Bremsen nicht in Ordnung sind, darf nicht gefahren werden. 5. Die Sache,
mit der du dich beschäftigst, ist äußerst kompliziert. 6. Der Zeuge, dessen Aussagen unklar waren, wurde
nochmals vernommen. 7. Die Studenten, denen Sie helfen wollen, kommen heute zur Konsultation. 8. Dresden
ist eine Stadt, die durch seine Gemäldegalerie weltbekannt ist. 9. Der Kaukasus, wohin Sie reisen wollen, zählt
zu den schönsten Gebirgen. 10. Goethe hat sich in Leipzig, wo er einige Jahre studiert hat, auch mit Malerei
beschäftigt.

Aufgabe 2. Bilden Sie Attributsätze!

Muster: Ich lese ein Buch. Das Buch ist interessant.


– Das Buch, das ich lese, ist interessant.

1. Auf dem Tisch liegt ein Brief. Ich habe ihn gestern bekommen. 2. Das Haus ist ein Neubau. Wir wohnen
in diesem Haus. 3. Da steht ein Auto. Wir fahren mit diesem Auto zum Tatort. 4. Gestern sah ich mir einen
Kriminalfilm an. Er war sehr spannend. 5. Hier sind die Fotos. Unser Chef hat nach diesen Fotos gestern
gefragt.

Aufgabe 3. Antworten Sie!


1. Wie heißt das Buch, das du jetzt liest? 2. Wo läuft der Film, über dessen Inhalt du mir erzählt hast? 3. Wo
wohnt der Zeuge, der diese Aussagen gemacht hat? 4. Wie heißt die Abteilung der Polizei, die selbständig oder
im Auftrage der Staatsanwaltschaft Straftaten untersucht und durch Ermittlung sowie Sicherung der Beweise
einer strafbaren Handlung Voraussetzungen zur Durchführung eines gerichtlichen Verfahrens schafft? 5. Wie
heißt der Mensch, der Verbrechen untersucht?

Aufgabe 4. Verbinden Sie die Sätze mit dem Relativpronomen im Genitiv.

Muster: Die Bibliothek ist jetzt geschlossen. Ihre Räume werden renoviert.

– Die Bibliothek, deren Räume renoviert werden, ist jetzt geschlossen.

1. Der Schriftsteller lebt jetzt in Österreich. Seine Romane waren immer große Erfolge. 2. Man hat das
Rathaus abreißen wollen. Seine Räume sind dunkel und schlecht zu heizen. 3. Die Verkehrspolizei beruhigte
die Eltern. Ihr Sohn war bei einem Unfall leicht verletzt worden. 4. Der Geiger mußte das Konzert absagen.
Sein Instrument war gestohlen worden. 5. Die Bürger jubelten. Ihre Proteste hatten schließlich zum Erfolg
geführt. 6. Der Richter ließ sich von den Zeugen nicht täuschen. Ihre Aussagen waren widersprüchlich. 7.
Verärgert stand er vor den verschlossenen Türen der Bank. Ihre Öffnungszeiten hatten sich geändert. 8. Für den
Russen war es schwer, sich zurechtzufinden. Seine Fremdsprachenkenntnisse waren sehr gering. 9. Die
Angeklagte wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre Schuld war erwiesen. 10. Kurz nach 18 Uhr kam ich
zur Post. Ihre Schalter waren aber inzwischen geschlossen.

(Finalsätze)

: wozu? ( , ), zu welchem Zweck? ( )


damit ( ): Ich kaufe einen Stadtplan, damit ich mich in der Stadt besser orientiere. –
, .

Aufgabe 1. Übersetzen Sie ins Russische.


1. Der Hörer arbeitet sehr fleißig, damit er auf die Prüfung gut vorbereitet ist. 2. Ein kleiner Hinweis genügte
146
dem Schüler, damit er die Aufgabe löste. 3. Er rief mich an, damit ich ihm die Telefonnummer unseres Lehrers
gebe. 4. Die Polizei tut alles, damit die Jugendkriminalität abnimmt. 5. Ich nehme gleich eine Tablette, damit
ich endlich schlafen kann. 6. Ich schaltete das Radio aus, damit es mich nicht störte. 7. Der Chef wiederholte
die Aufgabe, damit seine Mitarbeiter ihn besser verstehen. 8. Er muß sich beeilen, damit er den Zug noch
erreicht. 9. Ich habe ihn angerufen, damit er mich morgen besucht. 10. Er fährt an die Ostsee, damit er sich
erholt. 11. Wir werden große Anstrengungen unternehmen, damit derartige Rechtsverletzungen nicht mehr
vorkommen. 12. Der Verbrecher reist ins Ausland, damit er von der Polizei nicht verhaftet wird.

Aufgabe 2. Verwandeln Sie den Finalsatz in die Infmitivkonstruktion „um ... zu" Sagen Sie, wann ist es
möglich?

Muster: Er beeilt sich, damit er den Zug erreicht.


Er beeilt sich, um den Zug zu erreichen.

1. Der Kriminalist fahrt zum Tatort, damit er den Tatort untersucht. 2. Der Junge braucht dringend das
Lehrbuch, damit er sich auf die Prüfung vorbereitet. 3. Er fährt an die Ostsee, damit er sich dort erholt. 4. Ich
komme nach Berlin, damit ich Jura studiere. 5. Ich nehme ein Taxi, damit ich nicht zu spät auf den Bahnhof
komme. 6. Ich gehe in das Warenhaus, damit ich mir einen neuen Hut aussuche. 7. Ich fahre nach Hamburg,
damit ich die Stadt kennenlerne.

Aufgabe 3. Beantworten Sie folgende Fragen mit „damit" und „um ... zu".

Muster: – Warum triffst du diese Maßnahmen? (ein Delikt verhüten).


– Damit ich ein Delikt verhüten kann.
– Um ein Delikt zu verhüten.

1. Weshalb fordert die Polizei einen Paß? (eine Person feststellen) 2. Weshalb fuhr der Kriminalist zum
Tatort? (den Tatort untersuchen) 3. Wozu hat man alle Zeugen vorgeladen? (Aussagen machen) 4. Wozu
unternimmt man eine Auslandsreise? (das Land kennenlernen). 5. Wozu kauft man sich einen Stadtplan? (sich
in der Stadt orientieren) 6. Weshalb stehen Verkehrspolizisten auf den großen Plätzen der Stadt? (Unglücksfälle
verhüten) 7. Warum gehen wir zum Arzt? (helfen) 8. Weshalb fährt man im Sommer an die See? (sich erholen)
9. Warum geht man zur Post? (ein Paket abholen, ein Telegramm aufgeben) 10. Wozu erzählen Sie mir das? (es
wissen).

Aufgabe 4. Verbinden Sie die beiden Sätze mit „damit".


1. Viele Vermieter geben aber eine Anzeige unter Chiffre auf. Die Leute sollen ihnen nicht das Haus
einrennen. 2. Wir haben die Wohnung genau vermessen. Die Möbel sollen später hineinpassen. 3. Laß uns
rechtzeitig gehen. Wir müssen nicht den Zug verpassen. 4. Ich beeilte mich. Niemand sollte mir zuvorkommen.
5. Wir suchen Kontakt zu deutschen Unternehmen. Wir können unsere Produkte auf dem deutschen Markt
vertreiben. 6. Sie können einen Überblick über unser Produktionsprogramm gewinnen. Wir legen einige
Prospekte bei. 7. Die Firma Bärenbräu AG. sucht einen neuen Markt in Rußland. Sie will ihren Absatz erhöhen.
8. Wir brauchen zuverlässige Lieferanten. Unsere Produkte sollen rechtzeitig auf den Markt kommen. 9. Die
Qualität ist uns sehr wichtig. Unsere Kunden sollen zufrieden sein.

Vortextübungen
Übungen zur Wortbildung

Aufgabe 1. Übersetzen Sie folgende Wörter! Erklären Sie die Wortbildung: schriftlich, unermüdlich,
westlich, tätlich, dienstlich, strafrechtlich, tödlich, bestechlich, absichtlich, ähnlich, verkäuflich, väterlich,
monatlich, bedrohlich, richterlich, gesetzlich, vertraulich, möglieh, güterrechtlich, widerrechtlich, polizeilich,
heimlich.

Aufgabe 2. Bilden Sie von folgenden Verben und Substantiven entsprechende Adjektive aut -lieh.
bestechen, ähneln, Tod, verantworten, Strafrecht, Tat, Absicht, Vater, Dienst, ertragen, verkaufen, Schrift,
bedrohen, Richter, Gesetz, vertrauen, folgen, Polizei, Grundsatz.
147
Aufgabe 3. Suchen Sie die russischen Entsprechungen für folgende Adjektive im Wörterbuch nach:
widerspruchsvoll, ehrenvoll, gefahrvoll, verdienstvoll, wirkungsvoll, hoffnungsvoll, machtvoll,
temperamentvoll, verantwortungsvoll.

Aufgabe 4. Bilden Sie Adjektive auf -voll von folgenden Substantiven: Verantwortung, Wert, Verständnis,
Qual, Hoffnung, Gefahr, Ehre, Widerspruch, Angst.

Aufgabe 5. Sagen Sie, welche Bedeutung hat das Suffix-voll?

Aufgabe 6. Nennen Sie die russischen Entsprechungen für:


aufschlußreich, einflußreich, ereignisreich, erfahrungsreich, erfolgreich, ergebnisreich, folgenreich,
farbenreich, verkehrsreich, traditionsreich, zahlreich, umfangreich.

Aufgabe 7. Bilden Sie Adjetetive auf -reich von folgenden Substantiven: Farbe, Erlebnis, Einfluß, Chance,
Erfolg, Hilfe, Inhalt, Kontrast, Verantwortimg, Ruhm, Lehre, Konflikt, Ereignis.

Aufgabe 8. Also, welche Bedeutung hat das Suffix -reich?


Beachten Sie! 1. „Gemäß" als Präposition mit Dativ wird meist juristisch gebraucht (vor–oder nachgestellt)
und drückt aus: entsprechend, in Übereinstimmung mit, nach, zufolge, laut, z.B. : ihren Anordnungen gemäß,
gemäß Artikel l des Grundgesetzes;
2. „- gemäß" als zweite Komponente der Zusammensetzungen hat gleiche Bedeutungen (wie es etwas
vorsieht, entsprechend), z.B.: ordnungsgemäß, termingemäß;
3. „-mäßig" als zweite Komponente der Zusammensetzungen drückt aus: wie es ... verlangt/vorsieht; in
Bezug auf; was... betrifft; im Hinblick auf; hinsichtlich des ..., der...; in der Art von jmdm., etw,; aufgrund von,
z.B.: gewohnheitsmäßig, statusmäßig, klimamäßig, vorschriftsmäßig, schulmäßig;
4. „- gerecht" drückt aus: gemäß; wie es etw. erfordert/ nötig macht; wie es etw. vorsieht, z.B.:
termingerecht, bedarfsgerecht.

Aufgabe 1. Lesen Sie folgende Zusammensetzungen und sagen Sie, wie sie gebildet werden:
vereinbarungsgemäß, pflichtgemäß, rechtmäßig, zahlenmäßig, vertragsgemäß, verfassungsgemäß,
verfassungsmäßig, vorschriftsgemäß, vorschriftsmäßig, traditionsgemäß, rechtmäßig, gesetzmäßig,
statutengemäß, satzungsgemäß, regelmäßig, ordnungsgemäß, textgemäß, zeitgemäß, planmäßig, vertragsmäßig,
rangmäßig, ordnungsmäßig, zweckmäßig, befehlsgemäß, plangemäß, pflichtgemäß, vereinbarungsgemäß,

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die Zusammensetzungen ins Russisch.

Aufgabe 3. Umschreiben Sie die Bedeutung der vorstehenden Zusammensetzungen.

Muster: Verfassungsgemäß = der Verfassung gemäß;


gesetzmäßig = einem Gesetz entsprechend;
ordnungsgemäß = einer bestimmten Ordnung entsprechend.

Aufgabe 4. Sagen Sie das mit einem Wort:


der Verfassung gemäß; dem jeweiligen Vertrag entsprechend; einer bestimmten Ordnung entsprechend;
einer Zeit gemäß/entsprechend; der Satzung gemäß; dem Recht nach; gemäß einer Vereinbarung; der Tradition
gemäß/dem Brauch gemäß; der Vorschrift entsprechend/gemäß; gemäß einer Vereinbarung; dem Text
entsprechend.

Aufgabe 5. Antworten Sie! Sind das Synonyme?:


Verfassungsmäßig/konstitutionell; gesetzmäßig/gesetzlich, rechtmäßig/gesetzlich; legitim/rechtmäßig;
vertragskonform/vertragsgemäß; vertragsgerecht/vertragsgemäß.

Aufgabe 6. Antworten Sie. Welche Bedeutung hat -widrig?


Gesetzwidrig=gegen das Gesetz verstoßend; verfassungswidrig=gegen die Verfassung verstoßend;
ordnungswidrig=gegen eine Verordnung/amtliche Vorschrift verstoßend; polizeiwidrig=polizeilichen
148
Anordnungen zuwiderlaufend; vertragswidrig=einem Vertrag zuwiderlaufend/ihm nicht entsprechend;
rechtswidrig=gegen das Recht verstoßend; regelwidrige=gegen die Regeln, Vorschriften verstoßend/ ihnen
nicht entsprechend.

Aufgabe 7. Raten Sie mal! Welches Halbsuffix drückt in Bildungen mit Substantiven – selten mit
Adjektiven – aus, daß die beschriebene Person oder Sache gegen etwas gerichtet ist, verstößt, in Widerspruch
zu etwas steht? ...

Aufgabe 8. Nennen Sie die Antonyme für:


verfassungswidrig, gesetwidrig, ordnungswidrig, rechtswidrig, vorschriftswidrig, vertragswidrig,
statutenwidrig, regelwidrig.

Aufgabe 9. Sagen Sie das mit einem Wort:


gegen das Gesetz verstoßend, gegen eine Verordnung verstoßend, den polizeichlichen Anordnungen
zuwiderlaufend, gegen das Recht verstoßend, gegen die Statuten verstoßend, einem Vertrag
zuwiderlaufend/nicht vertragsgemäß; gegen die Regeln, Vorschriften verstoßend/ihnen nicht entsprechend.

Aufgabe 10. Übersetzen Sie folgende Wortgruppen ins Russische:


verfassungswidrige Bestrebungen, nach pflichtmäßiger Prüfung, regelmäßige Beiträge der Partei; die
rechtmäßige Haft, ein rechtmäßiger Gerichtsbeschluß; sich regelwidrig verhalten, ein regelmäßiger Dienst,
Unterricht; eine vertragsgemäße Lieferung der Waren; sein rechtmäßiges Eigentum; verfassungsmäßige
Befugnisse, eine gesetzwidrige Handlung; der gesetzmäßige Besitzer; verfassungsmäßig beschränkte
Monarchie; ein rechtmäßiger Ansprach; ein ordnungswidriges Verhalten im Verkehr, eine termingemäße
Fertigstellung; eine Arbeit termingemäß einreichen; etwas ordnungsgemäß melden; eine bedarfsgerechte
Versorgung der Bevölkerung; der gesetzmäßige Eigentümer; der gesetzmäßige Erbe, die verfassungsmäßige
Regierung.

Aufgabe 11. Lesen Sie folgende Zusammensetzungen und erklären Sie, wie sie gebildet wurden:
bedarfsgerecht, formgerecht, fristgerecht, termingerecht, familiengerecht, maßstabsgerecht, marktgerecht,
formgerecht.

Aufgäbe 12. Übersetzen Sie die vorstehenden Zusammensetzungen ins Russische!

Aufgabe 13. Stimmt das?


1. Bedarfsgerecht = dem Bedarf entsprechend; 2. Fristgerech = unter Einhaltung einer bestimmten Frist; 3.
Termingerecht = gemäß einem Termin.

Aufgabe 14. Sagen Sie! Haben die folgenden Vokabeln gleiche Bedeutungen? 1.
Termingerecht/termingemäß; 2. vertragsgerecht/vertragsmäßig; 3. vertragskonform/vertragsgemäß; 4.
fristgemäß/fristgerecht.

Aufgabe 15. Zerlegen Sie die folgenden Wörter in die Bestandteile! Übersetzen Sie die Wörter ins
Russische. Ziehen Sie das juristische deutsch-russische Wörterbuch zu Rate:
verordnungsgemäß, termingemäß, traditionsgemäß, pflichtgemäß, plangemäß, gesetzesgemäß,
statutengemäß, vertragsgemäß, verfassungsgemäß, vorschriftsgemäß, gewohnheitsgemäß, wunschgemäß.

Aufgabe 16. Zerlegen Sie folgende Adjektive in entsprechende Wortgruppen.


Muster: befehlsgemäß – dem Befehl gemäß.
vorschriftsgemäß, bestimmungsgemäß, wunschgemäß, versassungsgemäß, wahrheitsgemäß,
erfahrungsgemäß, traditionsgemäß.

Aufgabe 17.1. Bestimmen Sie die Bedeutung des Suffixes -gemäß.

Aufgabe 18. Bilden Sie Sätze mit den Adjektiven auf -gerecht, -gemäß.

149
Aufgabe 19. Schreiben Sie alle Wörter aus dem Text heraus, die zur Wortfamilie „anklagen" gehören.

Aufgabe 20. Sagen Sie anhand der Definitionen eines Lexikons, wodurch sich ein Staatsanwalt von einem
Rechtsanwalt unterscheidet?

Aufgabe 21. Definieren Sie den Begriff„die Kriminalität". Nehmen Sie ein Nachschlagewerk zu Hilfe.

Aufgabe 22. Suchen Sie im Text „A" nach den Wörtern mit der Wurzel „Urteil". Schreiben Sie sie heraus
und übersetzen Sie sie ins Russische.

Aufgabe 23. Sagen Sie, aus welchen Wörtern bestehen die Zusammensetzungen „Rechtsungültigkeit",
„Rechtsverletzung"?

Aufgabe 24. Lernen Sie die Wörter und Wendungen zum Thema „Staats -und Verfassungsrecht".
das Staats- und Verfassungsrecht –
die Verfassung, -en –
das Grundgesetz – ,
das Bundeswahlgesetz –
einen Einigungsvertrag abschließen
der Vermittlungsausschuß – ,
die Anrufung Internationaler Instanzen –
erwähnen vt –
die Charta der Vereinten Nationen –
die Satzung des Europarates –
die friedliche Beilegung von Streitigkeiten – ,
die Grundrechte schützen –
das Übereinkommen über diplomatische Beziehungen treffen – ( )

die Schlußakte der Konferenz für Internationale Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa –
( )
der Nordatlantikpakt – ( ; 1949 .)
das Statut des Internationalen Gerichtshofes –
mit qualifizierter Mehrheit –
der Rechtssatz – ;
die Rechtsgleichheit – ;
in Einklang stehen .; .;
das Abkommen -s,– , ,
ein Abkommen schließen (treffen) – ,
das Handelsabkommen –
betreffend die Gesetze – ( ) ;
der Hüter und Wächter der Verfassung –
die Gewaltenteilung –
die Unantastbarkeit der Menschenwürde --
das Persönlichkeitsrecht –
die Gewissensfreiheit –
die Meinungsfreiheit – ,
die Kunstfreiheit –
die Wissenschaftsfreiheit –
die Vereinigungsfreiheit – ,

die Freizügigkeit – ;
)
der Haushaltsplan – ;
die Berufsfreiheit –
die Staatsgewalt –
150
wirksam werden – ;
die Zuständigkeit – ; ; ,
die Entlastung – ; .;
der Ausnahmezustand –
den Ausnahmezustand erklären –
das Mißtrauensvotum –
die Regierung stürzen – ( )
die Exekutive –
die Legislative –
Einhalt gebieten – ; ; .;
die Einhaltung –
das Staatsangehörigkeitsrecht – ,
gegenzeichnen; (zeichnete gegen, hat gegengezeichnet); (einen Vertrag, ein Dokument) –
, ( , )
die Gegenzeichnung des Gesetzes durch den Kanzler – ( )
.
Steuern erheben , ) – ,
das Gesetz -es, -e –
zustimmungsbedürftige Gesetze – , ,
das Bundesgesetzblatt –
das Inkrafttreten eines Gesetzes –
ausfertigen vt – ( )
verkünden vt –- , , ( )
der Bundesrechnungshof–
die Verwaltungsbehörden –
das Umweltrecht –
das Verwaltungsrecht –
das Steuerrecht –
Vorkehrungen treffen – ( )
rechtliches Gehör –
sich verschulden – ;
die Rechtskraft des Urteils –
die Judikative –
ein Gesetz beschließen –
eine Gesetzesvorlage einbringen –
den Bundestag auflösen –
den Antrag auf Erhebung der Anklage stellen – ( )

das Gesetz ändern, aufheben – ,


der Bundestag tritt zusammen –
die Mehrheit erreichen –
das Wahlrecht besitzen –
die Wiederwahl –
das vierzigste Lebensjahr vollenden – ;
einen Artikel aufheben – ( )
der Wahlgang – ;
die Bundesversammlung einberufen –
der Zusammentritt des Bundestages –
die Mehrheit der Stimmen erhalten –
die Verwirkung von Grundrechten –
das Recht verwirken –
das Gesetz gilt –
zur Verschwiegenheit verpflichtet sein –
das Gesetz anwenden –
der Unterzeichnerstaat – ,
151
satzungsgemäß – ,
zuständig für etw. (Akk.) sein – , ,

Er ist dafür zuständig – ( )


Wer ist für die Bearbeitung des Falls K. zuständig?
die Streitigkeit – ;
die Streitigkeiten beilegen – ( )
die Befugnis -,-se – ,
die Befugnisse zu etw. haben – .
befugt (zu etw.) sein – ,
ernennen (ernannte, ernannt) vt, –
j-n zu etw./als etw. ernennen – ( . ., . )
die Ernennung –
vertreten (a, e) – ,
der Vertreter -s,– ,
die Vertretung – ;
der Stellvertreter – ,
entlassen (i, a) vt – ,
die Entlassung – ,
gesetzgebend –
der Gesetzgeber –
die Gesetzgebung –
gesetzlich –
gesetzlich geschützt –
die Gesetzlosigkeit –
die Gesetzeskraft – ,
das Gesetzeswerk – , ,
das Gesetzbuch – ,
die Initiative geht von j-m aus – .
einen Gesetzesentwurf vorlegen – /
unterbreiten vt – ( ) .
j-m (einen Plan, einen Vorschlag, eine Vorlage) unterbreiten – .
, , )
Stellung nehmen zu etwas – . ;
.
im Falle der Billigung –
j-m (einen Antrag, einen Entwurf, das Budget) vorlegen – .
, ,
Änderungsvorschläge machen – .
der Ausschuß -es, – Schüsse – ,
j-n an j-n/etw. verweisen – , . .

Übungen zur Aneignung der Wörter und Wendungen

Aufgabe 1. Beachten Sie die Rektion der folgenden Verben.


gehören zu + D– , .;
rechnen zu + D– , , ,
zählen zu + D– , ,

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische. Achten Sie dabei auf die Rektion der Verben.
1. Zu diesen Gesetzen rechnen vor allem das Bundeswahlgesetz und das Europawahlgesetz. 2. Zur
rechtlichen Grundordnung unseres Staatswesens gehören eine Reihe anderer Gesetze. 3. Zum Staatsrecht
gehören aber auch die Vorschriften, die den Kreis der Staatsangehörigen eines Staates bestimmen (das
Staatsangehörigkeitsrecht. 4. Er rechnet zu den Wohlhabenden. 5. Ich rechne ihn zu meinen Freunden. 6. Er
zählt zur Elite im Land. 7. Kritiker zählen sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen. 8. Ich zähle
152
ihn zu meinen Freunden. 9. Er kann sich zu den erfolgreichsten Politikern des Landes zählen. 10. Er zählt schon
zu unserer Familie.
Aufgabe 3. Übersetzen Sie ins Russische.
1. Ausführende Gesetze sind mit einfacher Mehrheit abänderbar. 2. Der Antrag auf Entscheidung, ob eine
Partei verfassungswirdrig ist, kann von dem Bundestag, dem Bundesrat oder von der Bundesregierung gestellt
werden.

Aufgabe 4. Welches Verb (schützen oder einhalten) paßt für diese Substantive? das Leben/die
Staatsordnung/das private Eigentum/die Interessen .

Aufgabe 5. Ersetzen Sie das Verb „beachten" durch das Verb „befolgen". Übersetzen Sie diesen Satz ins
Russische. Ich beachte Gesetze, Ratschläge, Regeln, Vorschriften, Vorschläge.

Aufgabe 6. Vollenden Sie den Satz. Ich halte ( , , , , ) ein.

Aufgabe 7. Antworten Sie. Paßt das „sich halten an Akk." für all diese Substantive? Übersetzen Sie den Satz
ins Russische.
Du mußt dich an dein Versprechen, an unsere Abmachungen, an die Gesetze, an einen Vertrag, an die
Regem, an die Tatsachen, an eine Vorlage, an die Wahrheit halten.

Aufgäbe 7.1. Wie heißt das auf Russisch?


1. Unkenntnis schützt nicht vor Strafe. 2. Alter schützt vor Torheit nicht.

Aufgabe 8. Nennen Sie die Synonyme für „vor allen Dingen", die im Text „A" vorkommen.

Aufgabe 9. Welche Entsprechungen kennen Sie im Russischen für:


die geltenden Gesetze; ein Gesetz (im Parlament) einbringen; ein Gesetz beraten, ein Gesetz verabschieden;
ein Gesetz erlassen; ein Gesetz beschließen; ein Gesetz in Kraft setzen; ein Gesetz außer Kraft setzen; ein
Gesetz einhalten; ein Gesetz brechen; ein Gesetz übertreten; ein Gesetz verletzen, gegen ein Gesetz verstoßen;
ein Gesetz zur Bekämpfung des Drogenmißbrauchs; das Gesetz zum Schutz der Jugend; ein Gesetz annullieren;
ein Gesetz anwenden; ein strenges Gesetz; ein einschneidendes Gesetz; der Entwurf hat bereits Gesetzeskraft.

Aufgabe 10. Bilden Sie Sätze mit den vorstehenden Wendungen.

Aufgabe 11. Was paßt zusammen?

1. 1) ein Gesetz einbringen


2. 2) das Gesetz tritt außer Kraft
3. 3) ein Gesetz erlassen
4. 4) das Gesetz tritt in Kraft
5. 5) ein Gesetz befolgen/einhalten
6. 6) ein Gesetz anwenden
7. 7) ein Gesetz verletzen
8. 8) ein Gesetz annehmen/beschließen

Aufgabe 12. Bilden Sie Sätze mit den obigen Wendungen.

Aufgabe 13. Antworten Sie. Was versteht man unter „das Gesetz des Dschungels" ? Wenn Sie das nicht
wissen, dann nehmen Sie ein Wörterbuch zu Hilfe.

Aufgabe 14. Wie würden Sie das auf Russisch sagen?


1. Das Gesetz ist gescheitert. 2. Der Bundesrat stimmt dem Gesetz zu. 3. Der Bundespräsident hat keine
Befugnisse im Ausnahmezustand. 4. Die Aufgabe der Exekutive ist es, zu regieren und zu verwalten. 5. Stimmt
der Bundesrat dem Gesetz zu, so wird es nach Gegenzeichnung durch den für die Vorlage zuständigen
Ressortminister oder den Kanzler vom Bundespräsidenten ausgefertigtund im Bundesgesetzblatt verkündet. 6
153
Der Bundesrat verzichtet auf Anrufung des Vermittlungsausschusses. 7. Das neue Gesetz sieht das vor. 8. Ich
stehe auf dem Boden der Gesetze. 9. Ich verhalte mich den Gesetzen entsprechend. 10. Er geriet mit dem
Gesetz in Konflikt. II. Er wurde straffällig. 12. Vor dem Gesetz sind alle gleich.

Aufgabe 15. Was versteht man unter „das Einspruchsgesetz"? Sehen Sie im Lexikon dieses Wort nach.
Welche Entsprechung dafür gibt es im Russischen?

Aufgäbe 16. Setzen Sie fehlende Wörter sinngemäß ein.


1. Der Bundesrat ... bei der Gesetzgebung. 2. Bei den sogenannten Einspruchsgesetzen kann der Bundestag
das Veto des Bundesrates allerdings ... . 3. Ohne Zustimmung ist das Gesetz... . 4. Um die Auffassungen
zwischen Bundestag und Bundesrat .......ein sogenannter Vermittlungsausschuß, der aus je einem Vertreter der
10 Länder und ebenso vielen Bundestagsabgeordneten... . 5. Nicht alles, was für die genannten obersten
Staatsorgane..., ist im Grundgesetz enthalten. 6. Staatsorgane... Staatsaufgaben..., ... Staatsgewalt.......
Staatsfunktionen. 7. Der Gesetzgeber... der Bundestag.
(überwinden, sein, füngieren, zusammengesetzt sein, gelten, ausüben, wahrnehmen, ausgleichen, scheitern,
mitwirken, erfüllen).

TEXT A

Staats- und Verfassungsrecht

1. Gesetzliche und völkerrechtliche Grundlagen


Das Grundgesetz ist der wichtigste Teil unseres Staatsrechts.
Um jedoch die rechtliche Grundordnung unseres Staatswesens vollständig zu erfassen, muß man wissen, daß
ihr noch eine Reihe anderer Gesetze gehören, die das Grundgesetz als formelles Verfassungsrecht, das nur mit
qualifizierten Mehrheiten abänderbar ist (dazu II), ausführen und ergänzen. Zu diesen Gesetzen rechnen vor
allem das Bundeswahlgesetz und das Europawahlgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz, das
Abgeordnetengesetz, das Parteiengesetz, das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz mit seinen zahlreichen
Ergänzungen und nicht zuletzt die Verfassungen der Länder. Nach dem Beitrittsbeschluß der DDR am
23.8.1990 mit Wirkung vom 3. 10. 1990 wurde am 30.8.1990 ein umfassender Einigungsvertrag abgeschlossen.
Ihm zufolge ist die DDR als Staat untergegangen; die fünf Länder der ehemaligen DDR sind Teil der
Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz gilt nunmehr als Verfassung auch im beigetretenen Gebiet.
Über dieses Deutschland-Recht hinaus ist Deutschland vor allem in das Recht der Europäischen
Gemeinschaften, das (supranationale) Europäische Recht, eingebunden. Für den Einzelnen besonders
bedeutsam sind hierbei die Europäische Menschenrechtskonvention und der Vertrag über die Europäische
Wirtschaftsgemeinschaft sowie die über Europa hinausreichenden internationalen UN-M'enschenrechtspakte
über bürgerliche und politische Rechte sowie über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Sie schützen
vor allem Grundrechte des Individuums und erlauben im Falle ihrer Verletzung die Anrufimg internationaler
Instanzen. Wenn hier nur einige Verträge und Dokumente erwähnt werden, so ist für diese Auswahl ein
gewisser Zusammenhang zum Staats- und Verfassungsrecht maßgebend:
– Charta der Vereinten Nationen vom 26.6.1945(SA II1);
– Satzung des Europarates vom 5.5.1949;
– der Konferenz für Internationale Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa vom 1.8.1975 (KSZE);
– Nordatlantikvertrag vom 4.4.1949 (NATO );
– Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen vom 18.4.1961;
– Wiener Übereinkommen über das Recht der Vertage vom 23.5.1969;
– Europäisches Übereinkommen zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten vom 29.4.1975;
– Statut des Internationalen Gerichtshofes vom 26.6.1945;
– IV. Haager Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs vom 18.10.1907 (Haager
Landkriegsordnung);
– Einheitliche Europäische Akte vom 27/28.2 .1986.
2. Die Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland durch das Grundgesetz
Worum es in diesem Beitrag geht, ist, an das Staats- und Verfassungsrecht heranzuführen und mit
Grundbegriffen und Einrichtungen dieses Rechtsgebietes vertraut zu machen. Im Vordergrund wird dabei das
Grundgesetz stehen. Es enthält die fundamentalen Vorschriften für unser staatliches Leben. Zugleich bildet es
154
die Grundlage für die gesamte nationale Rechtsordnung. Es „konstituiert" (verfaßt) unseren Staat; seit dem
Beitritt der DDR zum Staatsverbund der Bundesrepublik Deutschland gilt es für den (wiedervereinigten) Staat
der Deutschen. Staatsverfassungen – das ist aus der Geschichte aller Staaten bekannt – sind stets besonders
wichtige Rechtsnormen. Aber die Existenz einer Verfassung allein genügt noch nicht, um einen Staat zu einem
freiheitlichen, gewaltengeteilten und demokratischen Rechtsstaat zu machen, also zu einem Staat, in dem nicht
ein Diktator, eine Militär-Junta oder eine Parteiclique nach ihrem Willen herrschen, sondern eine Staatsgewalt,
die Menschenwürde, Recht und Freiheit verpflichtet, aus periodisch stattfindenden, freien und geheimen
Wahlen hervorgegangen ist („Volkssouveränität") und deren Maßnahmen in einem rechtlich geordneten
Verfahren Zustandekommen und von unabhängigen Richtern überprüfbar sind. Der Verfassungsstaat ist nur
dann real, wenn die Verfassung den politischen Prozeß auch wirklich reguliert, wenn sich die Inhaber der
politischen Macht den Normen der Verfassung unterordnen.

Übungen zum Text „A"

Aufgabe 1. Lesen Sie den Titel und die Untertitel des Textes „A" und sagen Sie, worum es in diesem Text
geht.

Aufgabe 2. Suchen Sie im Text nach den Abschnitten, wo die europäischen Verträge und Dokumente, an die
sich das deutsche Recht hält, erwähnt werden. Schreiben Sie sie in Ihre Hefte ein.

Aufgabe 3. Sehen Sie im Lexikon nach, was diese Verträge und Dokumente beinhalten.

Autgabe 4. Suchen Sie im Text nach den Antworten auf die Fragen: 1. Wann erfolgte der Beitritt der DDR
zum deutschen Staatsverbund? 2. Wodurch wurde das gesetzlich bekräftigt?

Aufgabe 5. Antworten Sie! Was bildet die gesetzlichen Grundlagen der BRD?

Aufgabe 6. Begründen Sie die Behauptung „Das Grundgesetz ist der wichtigste Teil des Staatsrechts der
BRD".

Aufgabe 7. Nennen Sie die Gesetze, die das Grundgesetz ausführen und ergänzen.

Aufgabe 8. Antworten Sie! Warum ist Ihrer Meinung nach das Deutschland-Recht in das Europäische Recht
eingebunden?

Aufgabe 9. Was verbinden Sie mit dem Begriff „das Grundgesetz?"

Aufgabe 10. Bringen Sie die Satzteile in die richtige Reihenfolge. 1. Das Grundgesetz; sein, der wichtigste
Teil, unser Staatsrecht. 2. Nach, der Beitrittsbeschluß der DDR, am 23.8.1990, mit Wirkung vom 3.10.1990,
wurde, abgeschlossen, ein umfassender Einigungsvertrag. 3 Das Grundgesetz, gelten, auch, im beigetretenen
Gebiet, nunmehr, als Verfassung. 4. Sie, schützen, Grundrechte des Individuums, vor allem, erlauben, und, im
Falle ihrer Verletzung, internationale Instanzen, die Anrufung.

Aufgabe 11. Vollenden Sie die Sätze aufgrund des Textes „A".
1. Um jedoch die rechtliche Grundordnung unseres Staatswesens vollständig zu erfassen,... .2. Wenn hier nur
einige Verträge und Dokumente erwähnt werden, so .... 3. Aber die Existenz einer Verfassung allein ...

Aufgabe 12. Antworten Sie! Was bildet die Grundlage für die gesamte nationale Rechtsordnung? Schreiben
Sie den Satz, der die Antwort auf diese Frage enthält, aus dem Text heraus.

Aufgabe 13. Unter welchen Bedingungen ist Ihrer Meinung nach der Verfassungsstaat real?

Aufgabe 14. Lesen Sie den Text „A" noch einmal und fassen Sie die wichtigsten Punkte des Textes
zusammen.
1. Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit...
155
2. Der zweite Abschnitt behandelt die Probleme ...

TEXT B

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

1. Das Grundgesetz als zentrale Herrschafts- und Werteordnung.


Das Grundgesetz ist die deutsche Staatsverfassung, nachfolgend der Reichsverfassung von 1871 und der
Weimarer Reichsverfassung von 1919. Sie enthält die Rechtssätze höchsten Ranges, die die Ordnung des
Staates hinsichtlich seiner grundlegenden Organisation, Form und Struktur sowie das grundlegende Verhältnis
des Staates zu den Bürgern regeln. Kürz: es ist die zentrale Herrschafts - und Werteordnung im Staate.
In diesem Sinne finden wir im Grundgesetz, ähnlich den meisten freiheitlichdemokratischen Verfassungen
nach dem Vorbild der ersten modernen Verfassungen wie der. amerikanischen von 1787 oder der französischen
von 1791 und der ihr eingefügten Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789, Vorschriften, die die
Organisation, die Struktur und die Funktionen des Staates regeln sowie einen ersten, an die Spitze gestellten
Abschnitt, der die Grundrechte enthält. In diesen Grundrechten vor allem findet sich die Werteordnung. Sinn
der neuzeitlichen, in Rechtsnormen niedergelegten Verfassung ist, die Staatsmacht zu begrenzen, berechenbar
und kontrollierbar zu machen sowie Freiheitlichkeit, Rechtsgleichheit und politische Teilhaberechte ein für
allemal zu sichern. Höchstrangigkeit bedeutet: Alle staatlichen Äußerungen, Gesetze, behördliche Maßnahmen,
Gerichtsurteile, müssen mit dem Grundgesetz in Einklang stehen (Art. l Abs. 3, Art. 20 Abs.3 GG). Daß dies
beachtet wird, darüber wacht das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Es ist somit Hüter und Wächter der
Verfassung.
Art. 79 Abs. 3 GG nennt in seiner Verweisung auf Art. l und 20 GG die bedeutsamsten Teile des gesamten
Verfassungswerkes. Sie kennzeichnen unseren Staat als freiheitlich-grundrechtliche, parlamentarisch-
demokratische, gewaltengeteilte, föderative, soziale und rechtsstaatliche Republik.
2. Die Grundrechte (Art. l bis 19,33,38,101 bis 104)
a) Ausgehend von der Vorstaatlichkeit und der Unantastbarkeit der Menschenwürde wird in Artikeln l bis
19,33,38 und 101 bis 104 GG ein umfangreicher Katalog von Grundrechten gewährt, die sich folgendermaßen
einteilen lassen;
– klassische individuelle Freiheitsbereiche, wie Menschenwürde, Persönlichkeitsrecht, körperliche Integrität,
Gewissensfreiheit, Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Freizügigkeit,
Wohnungsfreiheit, Rechtsgleichheit, kurz: persönliche Freiheit;
– ökonomische Entfaltungsrechte, wie Vertragsfreiheit, Garantie des Eigentums und Erbrechts,
Berufsfreiheit, kurz: ökonomische Freiheit;
– politische Mitwirkungsrechte, wie Wahlrecht, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Petitionsfreiheit,
Parteifreiheit, Zugang zu öffentlichen Ämtern, kurz: politische Freiheit;
– justizielle Grundrechte, wie Justizgewährung, Unabhängigkeit der Gerichte, gesetzlicher Richter,
rechtliches Gehör, Verbot von Ausnahmegerichten und willkürlicher Verhaftung, keine Strafe ohne Gesetz,
Waffengleichheit im gerichtlichen Verfahren, kurz: justizielle Garantien.
b) Die Grundrechte gewähren dem Einzelnen unmittelbar geltende Rechte gegen die Staatsgewalt, auch
gegen den Gesetzgeber, selbstredend gegen alle Behörden (Art. l Abs. 3 GG). Sie können bei allen Gerichten
durchgesetzt werden, nicht zuletzt beim Bundesverfassungsgericht durch Verfassungsbeschwerde jedes
Einzelnen (Art. 93 Abs. l Nr. 4a GG), wenn nicht die sachlich zuständige Gerichtsbarkeit (Zivil-, Straf-,
Verwaltungs-, Finanz-, Arbeits- und Sozialgerichte) schon vorher für Beachtung gesorgt hat.
Die Verfassungsbeschwerde hat sich als bedeutsames Rechtsschutzmittel zur Durchsetzung der Grundrechte
erwiesen. Das Bundesverfassungsgericht hat bei Anrufung nach Grundrechtsverletzungen zahlreiche für
Verständnis und Verwirklichung der Grundrechte weitreichende Urteile erlassen, nicht zuletzt Gesetze,
behördliche Maßnahmen und gerichtliche Urteile wegen Grundrechtsverstoßes aufgehoben. Man kann sagen,
die Grundrechte sind dadurch eigentlich erst voll wirksam geworden. Die Verfassungsbeschwerde spielt beim
Bürger eine große Rolle. 3. Die Staatsstrukturbestirnmungen (Art. 20ff. GG): a) Die Bundesrepublik
Deutschland ist eine Republik, keine Monarchie, b) Sie ist eine Demokratie.
Grundgesetzliche Demokratie gewährleistet ein Mehrparteiensystem (Art, 21 GG), d.h. freie Gründung von
politischen Parteien, die ihrerseits demokratisch organisiert sein müssen, also ihre Organe durch freie Wahlen
der Mitglieder bestimmen. Wie das im einzelnen funktioniert, regelt das Parteiengesetz vom 24.7.1967 in der
Fassung vom 15.2.1984.
156
Positivrechtlich hat das Grundgesetz das bundesstaatliche Prinzip durch eine Reihe von Vorschriften und
Instituten ausgeformt:
– Bund und Länder sind Staaten mit je eigenen Zuständigkeiten (Art. 28 Abs. l, Art. 30, 70ff, 92ff, 104aff.
GG); Bundesrecht hat Vorrang vor Landesrecht (Art. 31 GG); der Bund kann auf die Länder durch Aufsicht,
Weisung und Zwang einwirken, und umgekehrt
– wirken die Länder bei der Bundeswillensbildung, vor allem durch den Bundesrat (Art. 50ff. GG), mit.
– Möglichkeit der Neugliederung des Bundesgebiets nach Art. 29 GG, was Bedeutung nach dem Beitritt der
fünf DDR-Länder gewinnen könnte. Art. 30 GG normiert eine Kompetenzvermutung zugunsten der Länder.
Der Bund muß also seine Zuständigkeit stets aus dem Grundgesetz beweisen. Im Bereich der Gesetzgebung
liegt freilich durch die Vielzahl der dem Bund zugewiesenen Materien (Art. 73 bis 75 GG) das Schwergewicht
beim Bund. Den Ländern ist hauptsächlich der kulturelle, kommunale und polizeiliche Bereich verblieben.
4. Die obersten Staatsorgane (Art, 38 bis 69 GG)
a) Der Bundestag ist (neben den Landtagen, Kreistagen und Gemeinderäten) das einzige volksgewählte und
damit unmittelbar demokratisch legitimierte Organ. Das Grundgesetz nennt ihn daher an der Spitze der
Staatsorgane. Seine innere Organisation ist leicht verständlich in den Art. 39ff. GG geregelt. Zur Zeit gehören
ihm 656 voll stimmberechtigte Abgeordnete an.
Aufgaben des Bundestages sind: die Wahl oder Bestimmung bestimmter weiterer Staatsorgane, besonders
des Bundeskanzlers (Art. 63 GG), der Hälfte der Bundesverfassungrichter (Art. 94 GG), des Wehrbeauftragten
(Art. 45b GG); an der Wahl des Bundespräsidenten ist der Bundestag zur Hälfte beteiligt (Art. 54 GG), ebenso
ist er an der Wahl der Bundesrichter beteiligt (Art. 95 Abs. 2 GG).
Der Bundestag hat ferner die Exekutive zu kontrollieren. Darin entfalten sich vor allem das parlamentarische
Regierungssystem: Anfragen, Untersuchungsausschüsse, Empfehlungen, Kritik, gegebenenfalls Abwahl,
Rechenschaftslegung, Haushaltsbeschluß und Entlastung.
Das Parlament ist sonach Repräsentant des Volkes, Forum der Öffentlichkeit, auf dem die Willensbildung
durch das Volk Eingang in die Staatswillensbildung findet.
Am augenfälligsten tritt der Bundestag jedoch als Gesetzgeber hervor. Kein förmliches Gesetz kommt ohne
seinen Beschluß zustande (Art. 77 Abs. l Satz l GG). Auch über den Haushaltsplan, das wichtigste Instrument
der staatlichen Finanzgebarung, und über die Aufnahme von Krediten, also die Staatsverschuldung, beschließt
er (Art. 110 Abs. 2, Art. 115 GG). Schließlich muß er bestimmten Verträgen mit auswärtigen Staaten
zustimmen (Art. 59 Abs. 2 GG).
b) Nach dem Bundestag nennt das Grundgesetz in der Reihe der obersten Staatsorgane den Bundesrat (Art.
50ff). Er ist das föderative Bundesorgan, in dem alle Länder Mitglieder sind, und zwar je nach Größe mit drei,
vier, fünf oder sechs Stimmen (Art. 51 Abs. 2 GG). Ausgeübt wird das Stimmrecht durch Regierungsmitglieder
der Länder, die nach allen Landesverfassungen, ebenso wie die Bundesregierung vom Bundestag von ihren
Landesparlamenten gewählt sind. Auch der Bundesrat ist daher demokratisch legitimiert. Die Länder können
ihre jeweiligen Stimmen nur einheitlich abgeben (Art. 51 Abs. 3 GG). Der Bundesrat ist ferner
mitwirkungsbedürftig bei Verträgen mit auswärtigen Staaten (Art. 59 Abs. 2 GG), er wählt die Hälfte der
Bundesverfassungsrichter (Art. 94 Abs. l GG), seine Mitglieder haben Rederecht im Bundestag (Art. 43 Abs. 2
GG), wie umgekehrt die Bundesminister im Bundesrat (Art. 53 Satz 2 GG). Die Bundesregierung hat den
Bundesrat „über die Führung der Geschäfte auf dem laufenden zu halten" (Art. 53 Satz 3 GG).
c) Ein besonderes oberstes Staatsorgan ist die Bundesversammlung, die „aus den Mitgliedern des
Bundestages und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder nach den
Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden", besteht (Art. 54 Abs. 3 GG). Ihre einzige Aufgabe ist, den
Bundespräsidenten, das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland, zu wählen.
Der Bundespräsident ist kein regierendes Staatsoberhaupt (wie etwa in den USA oder Frankreich). Er hat
auch keine Befugnisse im Ausnahmezustand, er ist auch nicht Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Seine Aufgabe
ist nach dem Grundgesetz eine stärker repräsentative und integrierende. Er ist vor allem Mahner und Ratgeber,
Verkörperung des Staates in seiner ungebrochenen Einheit (Staatsbesuche). Er kann keine eigene Politik
machen, hat aber darüber zu wachen, daß Schaden für das deutsche Volk abgewendet wird (Art. 56 GG). In
diesem Sinne kommen ihm rechtswahrende Kontrollfunktionen zu und vereinzelt auch politische
Entscheidungsbefugnisse, so etwa bei der Auflösung des Bundestages nach Art. 63 Abs. 4 oder Art. 68 GG. Die
meisten seiner Amtshandlungen bedürfen der Gegenzeichnung durch die Regierung (Art. 58 GG). Die Amtszeit
des Bundespräsidenten beträgt fünf Jahre; anschließende Wiederwahl ist nur einmal zulässig.
d) Der Abschnitt über die Bundesregierung (Art. 62 ff. GG) regelt vorwiegend die Zusammensetzung und
Bildung dieses Staatsorgans. Die Bundesregierung, das Kabinett, besteht aus dem Bundeskanzler und den
157
Bundesministern für einzelne Ressorts. Nur der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt, in den ersten
beiden Wahlgängen mit der absoluten Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl des Bundestages, später mit
einfacher Mehrheit (Art. 63 GG ). Die Bundesminister werden durch den Bundeskanzler bestimmt (Art. 64
GG), freilich praktisch nicht ohne Absprache mit den Parlamentsfraktionen, die die Bundesregierung bilden.
Gestürzt kann die Regierung nur werden, wenn zusammen mit dem Ausspruch des Mißtrauens durch den
Bundestag zugleich ein neuer Bundeskanzler gewählt wird (sog. konstruktives Mißtrauensvotum, Art. 67 GG).
Im Kabinett hat der Bundeskanzler eine starke Position: Er bestimmt die Richtlinien der Politik, leitet die
Geschäfte der Regierung (Art. 65 GG), er allein kann die Vertrauensfrage stellen (Art. 68 GG), kurz: er ist der
Chef.
e) Oberstes Staatsorgan ist auch das Bundesverfassungsgericht. Schon oben ist es als Hüter der Verfassung
bezeichnet. Dieses höchste Gericht besteht aus zwei Senaten mit jeweils acht Richtern, die auf 12 Jahre vom
Bundestag und Bundesrat je zur Hälfte mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden. Sie müssen
„Volljuristen" sein, d.h. grundsätzlich die beiden juristischen Staatsprüfungen abgelegt haben. Das
Bundesverfassungsgericht hat die Aufgabe, die Verfassungsmäßigkeit allen Staatshandelns zu überwachen. Zu
diesem Zweck hat es umfassende Zuständigkeiten; seine Entscheidungen sind allgemein verbindlich, binden
insbesondere alle Staatsorgane und haben teilweise Gesetzeskraft. Es entscheidet insbesondere über:
– Streitigkeiten zwischen obersten Bundesorganen über den Umfang ihrer Rechte und Pflichten nach dem
Grundgesetz (Organstreitigkeiten), – Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern (föderative Streitigkeiten), –
die Vereinbarkeit von Gesetzen und Verordnungen mit der Verfassung auf Antrag bestimmter Staatsorgane
oder Vorlage von Gerichten (Normenkontrolle ),
– die Anklage gegen den Bundespräsidenten bei vorsätzlicher Verletzung des Grundgesetzes oder eines
anderen Bundesgesetzes, Parteienverbot und Grundrechtsverwirkung,
– Verfassungsbeschwerden der Bürger bei Grundrechtsverletzungen sowie der Gemeinden und
Gemeindeverbände bei Verletzung der Selbstverwaltungsgarantie.
Alle Zuständigkeiten des Bundesverfassungsgerichts zählt § 13 B VerfGG auf; dort sind auch die
entsprechenden Grundgesetzartikel in Bezug genommen.
f) Nicht alles, was für die genannten obersten Staatsorgane gilt, ist im Grundgesetz enthalten. Diese Organe
haben auch mehr oder weniger umfangreiche Geschäftsordnungen erlassen. Vereinzelt sind auch ausführende
Gesetze maßgeblich, wie etwa das Gesetz über die Befugnisse des Petitionsausschusses des Deutschen
Bundestages vom 19.7.1975, das Abgeordnetengesetz vom 18.2.1977 (zuletzt geändert mit Gesetz vom 26. 1.
1987), das Bundesministergesetz vom 27.7.1971, das Gesetz über die Wahl des Bundespräsidenten durch die
Bundesversammlung vom 25.4.1959. Als staatsrechtlich bedeutsame Vorschriften gehören sie zum
Verfassungsrecht im materiellen Sinne, ohne Bestandteil des förmlichen Verfassungsrechts zu sein. Sie sind
daher mit einfacher Mehrheit abänderbar.
5. Die Staatsfunktionen (Art.. 20, 30, 70 bis 115 GG) Staatsorgane nehmen Staatsaufgaben wahr, üben
Staatsgewalt aus, erfüllen Staatsfunktionen.
Seit alters her hebt man drei staatliche Hauptflinktionen besonders hervor: Gesetzgebung (Legislative);
Regierung und Vollziehung oder Verwaltung (Exekutive); Rechtsprechung (Judikative). Diese drei
(materiellen) Tätigkeiten werden auch nach dem Grundgesetz von drei (formellen, organisatorischen) Gewalten
wahrgenommen, wobei jede Funktion jeweils besonders einer Organgruppe zugeteilt ist, also die Gesetzgebung
dem Bundestag (und Bundesrat), die Verwaltung der Regierung und ihren nachgeordneten
Verwaltungsbehörden, die Rechtsprechung den Gerichten. In diesem Zusammenhang spricht man von der
Dreiteilung der Gewalten (Funktionen), deren Hauptzweck ist, daß dem Bürger um der Wahrung seiner Freiheit
willen nicht eine massierte Staatsgewalt gegenübertritt, sondern getrennte Gewalten, die sich gegenseitig
hemmen und kontrollieren. Diese Trennung ist nicht vollkommen durchgeführt: Abgeordnete des Parlaments
sind z.B. häufig Regierungsmitglieder, die Exekutive erläßt Rechtsverordnungen, wenngleich nur beschränkt
(vgl. Art. 80 GG); nur für die Rechtsprechung gilt: sie darf nur durch Gerichte ausgeübt werden (Art. 92,97
GG). Immerhin ist die Dreiteilung im Grundsatz maßgeblich.
f) Gesetzgeber ist, wie schon dargelegt, der Bundestag (Art. 70ff. GG). Teils ist er ausschließlich zuständig
(Art. 71,73 GG), teils konkurriert er mit den Landesparlamenten (Art. 72,74,74a GG), teils werden seine
Rahmengesetze von den Landtagen ausgefüllt (Art. 15 GG).
Immer aber wirkt der Bundesrat bei der Gesetzgebung mit, sei es, daß er berechtigt ist, Einspruch
einzulegen, sei es, daß er dem Gesetz zustimmen muß (Art. 77, 78 GG). Bei den sog. Einspruchsgesetzen kann
der Bundestag das Veto des Bundesrates allerdings überwinden (Art. 77 Abs. 4 GG), bei den
zustimmungsbedürftigen Gesetzen ist dies nicht möglich. Ohne Zustimmung ist das Gesetz gescheitert. Um die
158
Auffassungen zwischen Bundestag und Bundesrat auszugleichen, fungiert ein sog. Vermittlungsausschuß, der
aus je einem Vertreter der 16 Länder und ebenso vielen Bundestagsabgeordneten zusammengesetzt ist. Mit dem
Beitritt der fünf Länder der DDR wird er auf 32 Mitglieder erweitert. Ob ein Gesetz zustimmungsbedürftig ist
oder nicht, ist häufiger Streitpunkt und nicht selten auch Gegenstand von
Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen.

Übungen zum Text „B"

Aufgabe 1. Lesen Sie zuerst den Titel und die Untertitel des Textes „B". Worauf weisen sie hin?

Aurgabe 2. Lesen Sie den ganzen Text durch und sagen Sie, ob diese Überschriften am besten zu diesem
Text passen. Begründen Sie Ihre Meinung. Verwenden Sie dabei die Konjunktionen „da", „weil", „deshalb".

Aurgabe 3. Sehen den Text „B" durch und sagen Sie, wie er gegliedert ist. Wozu dient die Gliederung eines
Textes?

Aufgabe 4. Suchen Sie im Text die Stellen heraus, die den Begriff „das Grundgesetz" näher definieren.

Aufgabe 5. Antworten Sie. Was diente als Vorbild für das Grundgesetz der BRD?

Aufgabe 6. Vervollständigen Sie die Sätze aus dem Text „B"


1. In diesem Sinne finden wir ... . 2. Sie kennzeichnen unseren Staat als ... . 3. Die Grundrechte gewähren
dem Einzelnen ... . 4. Grundgesetzliche Demokratie gewährleistet ... . 5. Der Bundestag ist... . 6. Der Bundesrat
ist ferner... . 7. Ein besonderes oberstes Staatsorgan ist....

Aufgabe 7. Stellen Sie Ihrem Kommilitonen zehn Fragen zum Text und lassen Sie ihn diese Fragen
beantworten. Derjenige, der die Frage beantwortet hat, stellt dann seine Frage.

Aufgabe 8. Was wird im Grundgesetz verankert?

Aufgabe 9. Wie kennzeichnet das Grundgesetz den Staat?

Aufgabe 10. Was verbinden Sie mit dem Begriff,. „Höchstrangigkeit"?

Aufgabe 11. Welches Organ ist Hüter und Wächter der Verfassung?

Aufgabe 12. Notieren Sie die Wörter, die das Grundgesetz kennzeichnen.

Aufgabe 13. Zählen Sie die Grundrechte auf.

Aufgabe 14. Bestätigen Sie oder widerlegen Sie die Behauptungen.


1. Bundesrecht hat Vorrang vor Landesrecht. 2. Den Ländern ist hauptsächlich der kulturelle, kommunale
und polizeiliche Bereich verblieben.

Aufgabe 15. Welche Aufgaben hat der Bundestag?

Aufgabe 16. Ersetzen Sie die Konstruktion, „haben+zu+lnfinitiv" durch Synonyme:


Der Bundestag hat ferner die Exekutive zu kontrollieren.

Aufgabe 17. Antworten Sie. Warum spielt die Verfassungsbeschwerde beim Bürger eine große Rolle?

Aufgabe 18. Übersetzen Sie schriftlich den Abschnitt 4 a ins Russische.

Aufgabe 19. Nennen Sie die obersten Staatsorgane der BRD.

159
Aufgabe 20. Berichten Sie Ihrem Kommilitonen über die Aufgaben des Bundestages.

Aufgabe 21. Fragen Sie Ihre Kommilitonen nach dem Bundesrat, nach der Bundesversammlung.

Aufgabe 22. Antworten Sie. Wieviel Jahre beträgt die Amtszeit des Bundespräsidenten?

Aufgabe 23. Welche Befugnisse und Aufgaben hat der Bundespräsident? Haben die Präsidenten Rußlands
und der BRD die gleichen Funktionen und Befugnisse? Äußern Sie sich dazu.

Aufgabe 24. Fragen Sie Ihren Studienkollegen nach der Zahl der Abgeordneten des Bundestages.

Aufgabe 25. Erzählen Sie kurz über die Zusammensetzung der Bundesregierung.

Aufgabe 26. Sind Sie mit der Behauptung „Der Bundespräsident ist ein Symbol der Einheit des Staates"
einverstanden? Wenn ja, dann begründen Sie Ihre Meinung.

Aufgabe 27. Erzählen Sie über die Bundesregierung alles, was Sie aus dem Text „B" Abschnitt 4 d erfahren
haben.

Aufgabe 28. Womit beschäftigt sich der Bundeskanzler?

Aufgabe 29. Suchen Sie im Text „B" nach dem Abschnitt, wo es sich um das Bundesverfassungsgericht
handelt.

Aufgabe 30. Fragen Sie Ihre Studienkollegen nach:

a) der Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichtes;


b) nach der Wahl der Mitglieder des Bundesverfassungsgerichtes;
c) den Aufgaben des Bundesverfassungsgerichtes.

Aufgabe 31. Worüber entscheidet das Bundesverfassungsgericht? Schreiben Sie die Antworten auf diese
Frage aus dem Text heraus und übersetzen Sie sie ins Russische.

Aufgabe 32. Welche Voraussetzungen für die Wählbarkeit der Mitglieder des Bundesverfassungsgerichtes
werden im Text genannt. Nehmen Sie Stellung dazu.

Aufgabe 33. Wozu braucht man ein Mehrparteiensystem? Äußern Sie sich dazu.

Aufgabe 34. Bestimmen Sie, was falsch und richtig ist.


1. Der Bundespräsident ist kein regierendes Staatsoberhaupt.
2. Der Bundespräsident hat Befugnisse im Ausnahmezustand.
3. Der Bundespräsident ist der Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Aufgabe 35. Wie heißen: a) der Bundespräsident Deutschlands und b) der Bundeskanzler Deutschlands?
Wenn Sie das nicht wissen, präzisieren Sie das bei Ihren Studienfreunden.

Text „ "

DER WEG DER GESETZGEBUNG*


* Auch diese kann der Bundesrat an den Vermittlungsausschuß leiten, was jedoch die Zustimmungsbedürftigkeit nicht berührt.
Ebenso sind Bundestag und Bundesregierung befugt, wegen solcher Vorlagen die Einberufung des Verniittlungsausschusses zu
verlangen.

160
a) Am Gesetzgebungsverfahren sind, wie dargestellt, alle obersten Staatsorgane beteiligt. Diese Anteilnahme
und die gewisse Umständlichkeit und Langwierigkeit des Verfahrensablaufes sind berechtigt, wenn man
bedenkt, daß das Gesetz im Staat der Gegenwart die für den Bürger wichtigste Äußerung der Staatsgewalt ist.
Unser Leben wird durch Gesetze reguliert (boshaft: von der Wiege bis zur Bahre). Seit Bestehen der
Bundesrepublik Deutschland sind ca. 6000 Bundesgesetze ergangen. Zu Recht wird darüber nachgedacht,
dieser „Gesetzesflut" Einhalt zu gebieten.
b) Aufgabe der Exekutive ist es, zu regieren und zu verwalten. Die Regierung plant, initiiert, leitet die
Staatsangelegenheiten; die Verwaltung führt aus. Das eine erleben Sie durch die Medien (Presse, Hörfunk,
Fernsehen), das andere im täglichen leben, wenn Sie Amtsstellen aufsuchen. Wichtige Materien, die von den
Verwaltungsbehörden wahrgenommen werden, sind in den Kapiteln Sozialrecht, Straßenverkehrsrecht,
Umweltrecht, Steuerrecht und im sonstigen Verwaltungsrecht zusammengestellt.
c) Bei aller Scheu, die der Bürger vor den Gerichten hat, sind sie doch die Garanten des Rechtsstaates. Sie
wachen darüber, daß jeder in allen Angelegenheiten sein Recht findet, sei es im Streit mit anderen Bürgern, sei
es in Strafsachen, sei es in den Angelegenheiten, in denen der Staat anordnet und befiehlt oder eine Leistung
verweigert oder verfassungswidrige Gesetze erläßt. Immer lassen sich unabhängige Gerichte anrufen; welche,
das regeln die einzelnen Prozeßordnungen und das Gerichtsverfassungsgesetz. Damit diese Gerichte auch
wirklich nur am Maßstab des Rechts entscheiden, haben Verfassung und Gesetze wichtige Vorkehrungen
161
getroffen: Sachliche und persönliche Unabhängigkeit der Richter (Art. 97 GG), rechtliches Gehör der
Prozeßbeteiligten (Art. 103 Abs. l GG), gesetzlich geordnetes Verfahren, Instanzenzug, Rechtskraft des Urteils.
Darüber unterrichten Sie näher die schon erwähnten Gerichtsverfassungs und Prozeßgesetze. Sie regeln vor
allen Dingen, welches Gericht für eine Streitsache zuständig ist: Zivilgericht, Strafgericht,
Arbeitsgericht, Verwaltungsgericht, Finanzgericht, Sozialgericht.
d) Damit alle Staatsaufgaben ordentlich wahrgenommen werden können, braucht der Staat Geld. Für 1990
sind die Ausgaben allein des Bundes auf fast 400 Milliarden DM veranschlagt. Den Löwenanteil verschlingt
der Sozialbereich (soziale Sicherung, Zuschüsse an die Sozialversicherung, Kindergeld, Kriegsopferversorgang
usw.), sodann die Verteidigung und – leider – der Schuldendienst.
Dieses Geldbesorgt sich der Staat vor allem über Steuern. Welche Steuern erhoben werden, zählt zumindest
in den wichtigsten Fällen Art. 106 GG auf, im übrigen das Steuerrecht. Diese Einnahmen müssen vollständig
erfaßt, ordnungsgemäß und sparsam bewirtschaftet werden. Dafür sorgt der jährlich aufzustellende
Haushaltsplan (Art. 110 GG); seine Einhaltung wird vom Bundesrechnungshof kontrolliert (Art. 114 GG). Er
muß in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sein. Aber leider kann sich der Staat im Gegensatz zum
Privaten leicht, zu leicht verschulden, um sein Defizit zu decken (Art. 115GG).
Zum Staatsrecht gehören aber auch die Vorschriften, die den Kreis der Staatsangehörigen eines Staates
bestimmen: das Staatsangehörigkeitsrecht.

(Aus dem Beck-Rechtsberater. Einführung in das deutsche Recht, 1995)

Übungen zum Text „C"

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „C".

Aufgabe 2. Was zeigt uns das abgedruckte Schaubild?

Aufgabe 3. Beschreiben Sie den Weg, den ein Gesetz bis zum Inkrafttreten nimmt.

Aufgabe 4. Erzählen Sie darüber, wie ein Gesetz in Ihrem Heimatland (in Rußland) entsteht. Die folgenden
Stichwörter können Ihnen beim Aufbau Ihrer Beschreibung behilflich sein:
beteiligte Organe, Initiative, Beratung, Zustimmung, Veröffentlichung, Gültigkeit, in Kraft treten.

Aurgabe 5. Beantworten Sie folgende Fragen.


1. Warum sind Ihrer Meinung nach die Gerichte die Garanten des Staates? 2. Auf welche Art und Weise
besorgt sich der Staat das Geld? 3. Gehört zum Staatsrecht auch das Staatsangehörigkeitsrecht?

Aufgabe 6. Also, was verbinden Sie mit dem Begriff „Staats- und Verfassungsrecht?"

Aufgabe 7. Würden Sie dieser Definition zustimmen?


„Staatsrecht bedeutet Gesamtheit derjenigen Rechtsnormen, die den Staat, besonders seinen Aufbau, seine
Aufgaben und das Verhältnis, in dem er zur Gesellschaft steht, betreffen".

Aufgabe 8. Sagen Sie das mit einem Wort „Die in der Verfassung enthaltenen Rechtsnormen". Wählen Sie
das Richtige (Steuerrecht, Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Verfassungsrecht).

Aufgabe 9. Antworten Sie. Was braucht der Staat, damit alle Staatsaufgaben ordentlich wahrgenommen
werden können?

Aufgabe 10. Wie glauben Sie, welcher Bereich verschlingt den Löwenanteil von den Ausgaben? Was wird
im Text „C" darüber ausgesagt?

Aufgabe 11. Müssen die Einnahmen vollständig erfaßt, ordnungsgemäß und sparsam bewirtschaftet
werden? Äußern Sie sich dazu.

Aufgabe 12. Wie heißt die oberste Prüfungsstelle, die die Einhaltung des Haushaltsplans kontrolliert?
162
Aufgabe 13. Wodurch wird Ihrer Meinung nach das Leben der Menschen reguliert?

Aufgabe 14. Ist die Behauptung falsch oder richtig?


„Die Regierung plant, initiiert, leitet die Staatsangelegenheiten, und die Verwaltung führt sie aus".

Aufgabe 15. Lesen Sie den Text„C" noch einmal und antworten Sie auf folgende Fragen:

1. Wem steht die Gesetzgebung grundsätzlich zu?


2. Wer kann Gesetzesvorschläge oder Gesetzentwürfe einbringen?
3. Was erfahrt man über Regierungsvorlagen?
4. Welche Funktionen hat der Bundesrat im Gesetzgebungsverfahren?
5. Wie viele Lesungen sind in der Regel notwendig?
6. Welche Rolle spielt ein Vermittlungsausschuß?
7. Wer kann den Vermittlungsausschuß anrufen?
8. Welche zwei Gesetzestypen werden angeführt?
9. Kann der Bundesrat eine Gesetzesvorlage zum Scheitern bringen, die nicht seiner'ausdrücklichen
Zustimmung bedarf?
10. Wann ist das Gesetz abgeschlossen in Kraft getreten?

Aufgabe 16. Vergleichen Sie jetzt den Weg der Gesetzgebung in der BRD mit dem in Ihrem Heimatland.

Aufgabe 17. Halten Sie auf Grund der Texte „A", „B", „C" ein Kurzreferat über das Staats- und
Verfassungsrecht. Als Redemittel können Sie benutzen:
Im ersten Teil des Referats werde ich ... darstellen/ich mich mit ... beschäftigen/ich auf...eingehen. Soviel
zu... .Ich komme jetzt zu.../Nun ein Blick auf... .Im zweiten Teil des Referats werde ich mich mit...
beschäftigen.

Lehrstoff zum Selbststudium


Grundgesetz für die BRD (Bonn 1995)

II. Der Bund und die Bundesländer


Art. 20 /Grundlagen staatlicher Ordnung, Widerstandsrecht/
(1) Die BRD ist ein demokratischer sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch
besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die
Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
Art. 22 /Bundesflagge/ Die Bundesflagge ist schwarz- rot-gold.
Art. 25 /Völkerrecht und Bundesrecht/
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts sind Bestandteil des Bundesrechtes.
Art. 31 /Vorrang des Bundesrechtes/ Bundesrecht bricht Landesrecht.
Art. 32 /Auswärtige Beziehungen/
(1) Die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten ist Sache des Bundes.
Art. 33 /Staatsbürgerliche Gleichstellung der Deutschen, Berufsbeamtentum/
(2) Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem
öffentlichen Amte.
III. Der Bundestag
Art. 38 /Wahl/
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und
geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und
nur ihrem Gewissen unterworfen.
(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat,
mit dem die Volljährigkeit eintritt. Art. 39 /Wahlperiode, Zusammentritt, Einberufung/
(1) Der Bundestag wird auf vier Jahre gewählt. Seine Wahlperiode endet mit dem Zusammentritt eines
neuen Bundestages. Die Neuwahl findet frühestens fünfündvier-zig, spätestens siebenundvierzig Monate nach
163
Beginn der Wahlperiode statt. Im Falle einer Auflösung des Bundestages findet die Neuwahl innerhalb von 60
Tagen statt.
(2) Der Bundestag tritt spätestens am dreißigsten Tage nach der Wahl zusammen.
(3) Der Bundestag bestimmt den Schluß und den Wiederbeginn seiner Sitzungen. Der Präsident des
Bundestages kann ihn früher einberufen. Er ist hierzu verpflichtet, wenn ein Drittel der Mitglieder, der
Bundespräsident oder der Bundeskanzler es verlangen.
Art. 40 /Präsident, Geschäftsordnung/
(1) Der Bundestag wählt seinen Präsidenten, dessen Stellvertreter und die Schriftführer. Er gibt sich eine
Gesellschaftsordnung.
(2) Der Präsident übt das Hausrecht und die Polizeigewalt im Gebäude des Bundestages aus. Ohne seine
Genehmigung darf in den Räumen des Bundestages keine Durchsuchung oder Beschlagnahme stattfinden. Das
GG wurde am 22. Mai 1949 angenommen.
IV. Der Bundesrat.
Art. 50 /Aufgaben/ Durch den Bundesrat wirken alle Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des
Bundes mit. Art. 51 /Zusammensetzung/
(1) Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die sie bestellen und abberufen.
(2) Jedes Land hat mindestens drei Stimmen, Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier,
Länder mit mehr als 6 Millionen Einwohnern fünf Stimmen.
Art. 52 /Präsident, Geschäftsordnung/
(1) Der Bundesrat wählt seinen Präsidenten auf ein Jahr.
(2) Der Präsident beruft den Bundesrat ein.
(3) Der Bundesrat faßt seine Beschlüsse mit mindestens der Mehrheit seiner Stimmen.
V. Der Bundespräsident
Art. 54 /Wahl/
(1) Der Bundespräsident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung gewählt. Wählbar ist jeder
Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestag besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.
(2) Das Amt des Bundespräsidenten dauert 5 Jahre.
(3) Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von
Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt
werden.
(4) Die Bundesversammlung tritt spätestens dreißig Tage vor Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten,
bei vorzeitiger Beendigung spätestens dreißig Tage nach diesem Zeitpunkt zusammen. Sie wird vom
Präsidenten des Bundestages einberufen.
(6) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhält.
Art. 59 /Völkerrechtliche Vertretung des Bundes/
(1) Der Bundespräsident vertritt den Bund völlkerrechtlich. Er schließt im Namen des Bundes die Verträge
mit auswärtigen Staaten. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten.
Art. 60 /Ernennung und Entlassung der Bundesrichter, Bundesbeamten; Begnadigungsrecht/
(1) Der Bundespräsident ernennt und entläßt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und
Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
(2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus)
VI. Die Bundesregierung
Art. 62 /Zusammensetzung/ Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern.
Art. 63 /Wahl und Ernennung des Bundeskanzlers/
(1) Der Bundeskanzler wird aufVorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache
gewählt.
(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der
Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.
Art. 64 /Ernennung und Entlassung der Bundesminister/
(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und
entlassen.
Art. 65 /Befugnisse in der Bundesregierung/ Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und
trägt dafür die Verantwortung. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich
selbständig und unter eigener Verantwortung.
Art. 66 /Unvereinbarkeit/ Der Bundeskanzler und die Bundesminister dürfen kein anderes besoldetes Amt,
164
kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben.
Art. 69 Der Bundeskanzler ernennt einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.
VII. Die Gesetzgebung des Bundes
Art. 70 /Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen zwischen Bund und Ländern/.
(1) Die Länder haben das Recht der Gesetzgebung, soweit dieses Grundgesetz nicht dem Bunde
Gesetzgebungsbeflignisse verleiht.
(2) Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Ländern bemißt sich nach den Vorschriften
dieses Grundgesetzes über die ausschließliche und konkurrierende Gesetzgebung.
Art. 73 /Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes, Katalog/
Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über:
1. die auswärtigen Angelegenheiten sowie die Verteidigung einschließlich des Schutzes der
Zivilbevölkerung;
2. die Staatsangehörigkeit im Bunde;
3. die Freizügigkeit, das Paßwesen, die Ein- und Auswanderung und die Auslieferung u.a.
Die Bundesgesetze werden vom Bundestage beschlossen.

Übungen zum Lehrstoff zum Selbststudium

Aufgabe 1. Werfen Sie einen raschen Blick auf die hier abgedruckten Texte aus dem Grundgesetz der BRD.

Aufgabe 2. Charakterisieren Sie kurz den Aufbau der Texte und ihre sprachlichen Besonderheiten.

Aufgabe 3. Lesen Sie den Text „Der Bund und die Bundesländer" und übersetzen Sie ihn satzweise ins
Russische, ohne ein Wörterbuch zu Hilfe zu nehmen.

Aufgabe 4. Übersetzen Sie die Texte III, IV, V schriftlich. Geben Sie dem Lektor Ihre Übersetzungen zum
Prüfen ab.

Aufgabe 5. Suchen Sie in den Texten V, VII nach den Antworten auf folgende Fragen:
1. Aus wem besteht die Bundesregierung? 2. Wie erfolgt die Wahl und Ernennung des Bundeskanzlers? 3.
Auf wessen Vorschlag und von wem werden die Bundesminister ernannt und entlassen? 4. Welche Befugnisse
hat die Bundesregierung? 5. Wen ernennt der Bundeskanzler zu seinem Stellvertreter? 6. Was ist dem
Bundeskanzler und den Bundesministern gesetzlich verboten?

Aufgabe 6. Lesen Sie den Text VII und sprechen Sie über die Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen
zwischen Bund und Ländern.

Aufgabe 7. Schreiben Sie aus dem Text VII die Gesetzgebungskompetenzen des Bundes heraus. Erzählen
Sie Ihrem Kommilitonen über die ausschließliche Gesetzgebung des Bundes.

Aufgabe 8. Antworten Sie. Von wem werden die Bundesgesetze beschlossen?

Aufgabe 9. Berichten Sie möglichst kurz über den Bundestag und den Bundesrat. Nennen Sie ähnliche
oberste Organe in Ihrem Heimatland.

Aufgabe 10. Welche Funktionen übt der Bundeskanzler und der Bundespräsident aus? Zählen Sie sie auf.

Aufgabe 11. Überfliegen Sie den Text „Grandgesetz für die BRD" und sagen Sie, in welchen Artikeln die
Zuständigkeiten von Bund und Ländern in der Gesetzgebung angeführt sind.

Aufgabe 12. Äußern Sie sich darüber. Nach Artikel 66 des Grundgesetzes dürfen der Bundeskanzler und die
Bundesminister kein besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben.

Aufgabe 13. Vergleichen Sie die Auszüge aus dem Beck-Rechtsberater „Einführung in das deutsche Recht"
mit den Auszügen aus dem „Grandgesetz für die BRD",
165
1. Welche strukturellen Unterschiede weisen sie auf? 2. Wodurch unterscheiden sie sich voneinander in
sprachlicher und logischer Hinsicht? (Knappheit, sachbetontes Informieren, Amtssprache, vereinfachte
Darstellung, Verdeutlichung, populäre Darstellung, Eindeutigkeit, Distanziertheit des Autors,
Allgemeinverständlichkeit, erlebnisbetontes Informieren, subjektive Einstellung des Autors, Interpretation,
Rubrik, Disposition); 3. Welche Adressaten haben die beiden Textsorten (Für wen sind sie geschrieben?)?

Aufgabe 14. Antworten Sie. Wozu dient das juristische Lehrbuch und wozu dient das Grundgesetz (die
Verfassung der BRD)? Folgende Stichwörter können Ihnen helfen: Allgemeinbildung, Jurastudium, Juristen,
Justiz, Rechtssetzung, Rechtsprechung, Rechtsverwirklichung.

Aufgabe 15. Schreiben Sie einen Aufsatz über den Staatsaufbau der BRD.

LEKTION 7. : „haben + zu + Infinitiv",


„lassen + sich + Infinitiv",
, I II , ,
. :« ( ) », «
», « », « ».

„haben + zu + Infinitiv"

, ,
, ). . :
Er hat noch zu arbeiten. = Er muß arbeiten. Er hat mir nichts zu befehlen. = Er ist nicht berechtigt, mir zu
befehlen. Ich habe nichts mehr zu hoffen. = Ich kann nichts mehr hoffen.

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch.


1. Was hast du zu berichten? 2. Du hast mir nichts vorzuschreiben. 3. Ich habe mit dir zu reden. 4. Ich habe
noch zu arbeiten. 5. Wir haben noch eine Stunde zu fahren. 6. Das Kind hat zu gehorchen. 7. Er hat nichts zu
befehlen. 8. Mein Freund hat noch 3 Jahre zu studieren. 9. Ich habe viel zu berichten. 10. Ich habe nichts mit dir
zu reden. 11. Er hat hier nichts zu bestimmen. 12. Ich habe noch einen Zeugen zu befragen. 13. Der Mann hat
diese Arbeit zu machen.

Aufgabe 2. Sagen Sie das anders. Gebrauchen Sie je nach dem Sinn: müssen, berechtigt sein, können.
1. Hat er denn noch viel zu sagen? 2. Du hast zu schweigen. 3. Ich habe nichts mehr auszusagen. 4. Der
Zeuge hat das Protokoll zu unterzeichnen. 5. Du hast anzufangen. 6. Der Verdächtige hat zu schweigen. 7. Was
habe ich zu bezahlen? 8. Was hast du hier zu suchen? 9. Ich habe noch den Staatsanwalt anzurufen. 10. Jeder
Angeklagte hat einen Verteidiger zu wählen.

Aufgabe 3. Antworten Sie. Was hat die Kriminalpolizei bei der Tatortuntersuchung zu beachten?
Sie hat ... (den Geschädigten vernehmen, den Tatort absichern, den Tatort fotografieren, weitere Fakten
sammeln, die Zeugen befragen, operative Spurenauswertung durchführen).

Aufgabe 4. Ersetzen Sie das Modalverb durch die Konstruktion „haben + zu + Infinitiv".
1. Als Student muß man viel lernen. 2. Der Zeuge muß die Wahrheit sagen. 3. Das muß ich meinem Chef
noch heute mitteilen. 4. Ich muß noch den Wagen gut reinigen. 5. Der Richter sagt zu dem Angeklagten:
„Wenn ich Sie frage, müssen Sie antworten". 6. Der Kriminalist muß alle Zeugen befragen. 7. Sie müssen die
Polizei sofort anrufen. 8. Der Staatsanwalt muß die Ergebnisse der Untersuchung überprüfen. 9. Jeder Fahrer
muß die Verkehrszeichen beachten. 10. Der Staatsanwalt ist berechtigt, über die Gesetzlichkeit der
Untersuchungsorgane zu wachen.
Aufgabe 5. Lesen Sie zuerst folgende Sätze, übersetzen Sie sie ins Russische. Sagen Sie auf Russisch,
welche Bedeutung Ihrer Meinung nach die Konstruktion „haben + zu + Infinitiv" hat:
1. Er hat noch einen weiten Weg zurückzulegen. 2. Der Herr Doktor hat noch einen Patienten zu behandeln,
bevor er für Sie Zeit hat. 3. Hast du jetzt nichts zu tun? 4. Du hast hier nichts zu suchen, verschwinde! 5. Zur
Zeit habe ich viel zu tun. Rufe mich in einer Viertelstunde an. 6. Wir haben noch eine Stunde zu fahren. Dann
kommen wir am Ziel an. 7. Du hast zu gehorchen. 8. Er hat hier nichts zu befehlen. 9. Wir habe'n den Eindruck,
166
daß die Firma mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. 10. Die Reisenden haben an der Grenze ihre Pässe
vorzuzeigen. 11. Der Autofahrer hat regelmäßig die Beleuchtung seines Wagens zu prüfen.

Aufgabe 6. Ersetzen Sie in den Sätzen der Übung 5 „haben + zu + Infinitiv" durch „müssen + Infinitiv".

Aufgabe 7. Verwandeln Sie die folgenden Sätze in die Sätze mit „haben + zu + Infinitiv", wo es möglich ist.
Übersetzen Sie die Sätze ins Russische.
1. Jeder Mensch muß auf sein Gewicht achten. Er muß viel trainieren. Er muß gesund leben und auf
manchen Genuß verzichten. 2. Der Autofahrer muß die Verkehrsregeln kennen und beachten. Er muß in den
Ortschaften die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten. Er muß die Rücksicht auf die anderen
Verkehrsteilnehmer nehmen. Er muß der Polizei, der Feuerwehr und dem Krankenwagen auf jeden Fall
Vorfahrt gewähren. Der Autofahrer muß seinen Führerschein immer mitfuhren. Er muß nach einer bestimmten
Anzahl von Kilometern die Reifen erneuern. 3. Der Zollbeamte muß unter bestimmten Umständen das Gepäck
der Reisenden untersuchen. Das Gepäck verdächtiger Personen muß ggf. auf Rauschgift untersucht werden.
Dabei können (u.U.=unter Umständen) Spürhunde zu Hilfe genommen werden. 4. Der Nachtwächter muß in
der Nacht seinen Bezirk abgehen. Er muß die Türen kontrollieren. Unverschlossene Türen müssen geschlossen
werden. Besondere Vorkommnisse müssen sofort gemeldet werden. 5. Das Gesetz schreibt vor, daß das Gericht
darüber entscheiden muß. 6. Der Untersuchungsrichter muß vor dem Beginne der Vernehmung den
Beschuldigten ermahnen, daß er die ihm vorzulegenden Fragen bestimmt, deutlich und der Wahrheit gemäß
beantworte. (§199, StPO Österreichs).

Aufgabe 8. Lesen Sie §199(2) StPO Österreichs, übersetzen Sie das ins Russische. Äußern Sie sich dazu. §
199(2) „Nach der Vernehmung über die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten hat ihm der
Untersuchungsrichter das Verbrechen oder Vergehen, dessen er beschuldigt ist, im allgemeinen zu bezeichnen
und ihn zu veranlassen, daß er sich über die den Gegenstand der Anschuldigung bildenden Tatsachen in einer
zusammenhängenden, umständlichen Erzählung äußere."

„lassen + sich + Infinitiv"

können: Die Tür läßt sich leicht öffnen. =


Die Tür kann man leicht öffnen. = Die Tür kann leicht geöffnet werden. = .

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch.


1. Das Material läßt sich gut bearbeiten. 2. Dieser Fall läßt sich leicht klären. 3. Das Fenster ließ sich nicht
mehr öffnen. 4. So etwas läßt sich nur eine gewisse Zeit aushallen. 5. Ich will mal nachsehen, was sich da
machen läßt. 6. Ich glaube, das läßt sich irgendwie machen. 7. Hier läßt es sich leben. 8. Darüber läßt sich
reden. 9. Seine Schuld läßt sich kaum nachweisen. 10. Dieser Konflikt läßt sich noch durch die
Konfliktkommission schlichten. II. Die Spuren lassen sich noch fotografieren. 12. Es läßt sich nicht leugnen,
daß die Anzahl von Verbrechen heutzutage zugenommen hat. 13. Da läßt sich nichts mehr ändern.

Aufgabe 2. Sagen Sie das anders. Verwenden Sie die Konstruktion „lassen + sich + Infinitiv".
1. Das kann man nicht mehr machen. 2. So kann man das nicht mehr aushallen. 3. Daran kann man nicht
mehr zweifeln. 4. Man kann schon jetzt sagen, daß diese Straftat bald aufgedeckt wird. 5. Mit dieser Erfindung
kann man viel Geld einsparen. 6. Diesen Mangel kann man leicht beseitigen. 7. Den Schaden kann man
wiedergutmachen.

Aufgabe 3. Sagen Sie das anders.

Muster: Der Fall läßt sich leicht aufdecken.


Der Fall kann leicht aufgedeckt werden.

1. Der Konflikt läßt sich noch schlichten. 2. Darüber läßt sich reden. 3. Das Problem läßt sich lösen. 4. Diese
Frage läßt sich noch nicht beantworten. 5. Der Zettel läßt sich kaum lesen. 6. Diese Aussage läßt sich
überprüfen. 7. Der Hergang der Rowdyhandlungen läßt sich völlig rekonstruieren. 8. Dieses Vorgehen läßt sich
schwer erklären. 9. Das läßt sich leicht machen. 10. Die Schuld des Täters läßt sich leicht nachweisen.
167
Aufgabe 4. Lesen Sie folgende Sätze, übersetzen Sie sie ins Russische. 1. Es läßt sich nicht erklären, warum
sie am Unterricht nicht teilgenommen hat. 2. Warum sie am Unterricht nicht teilgenommen hat, läßt sich nicht
erklären. 3. Das Auto läßt sich noch reparieren. 4. Das Altpapier läßt sich leicht wiederverwerten. 5. Die
Wahrheit seiner Aussage läßt sich nicht bestreiten. 6. Der Termin läßt sich auf nächste Woche verschieben. 7.
Diese Mängel lassen sich sofort beseitigen. 8. Der Wein läßt sich trinken. 9. Das läßt sich nicht mehr beweisen.

Aufgabe 5. Formulieren Sie die obigen Sätze mit Hilfe des Modalverbs „können" um.

Aufgabe 6. Suchen Sie nach den Sätzen mit gleicher Bedeutung. Wie würden Sie diese Sätze im Russischen
wiedergeben? „Die Schuld des Angeklagten kann nicht bestritten werden."
a) Die Schuld des Angeklagten ist nicht zu bestreiten.
b) Die Schuld des Angeklagten ist unbestreitbar.
c) Die Schuld des Angeklagten läßt sich nicht bestreiten.

Aufgabe 7. Ersetzen Sie die Konstruktion „sein + zu + Infinitiv" durch das Passiv mit Modalverben.

Muster: An der Grenze sind die Pässe vorzuzeigen = An der


Grenze müssen die Pässe vorgezeigt werden.

1. Die alte Maschine ist nicht mehr zu reparieren.


2. Das ist weder zu beweisen noch zu rechtfertigen.
3. Sein Verhalten ist nicht zu erklären.
4. Die Aussagen sind auf die Genauigkeit zu prüfen.
5. Die Schwierigkeiten sind nicht zu vermeiden.

,
. :
dürfen (im Präteritum Konjunktiv), scheinen, mögen (im Präsens Indikativ), können, müssen (im Präsens
Indikativ und Präteritum Konjunktiv). Präteritum Indikativ,
. , dürfen,
.
müssen.
können, dürfen ,
:
1. Morgen könnte das Wetter besser sein.
2. Vor einer Stunde ist er weggegangen. Jetzt dürfte er schon zu Hause sein.
( )
II:
1. Ich glaube, daß der Kriminalist am Tatort ist.
– Der Kriminalist scheint am Tatort zu sein.
– Der Kriminalist dürfte /mag/kann/könnte/muß(müßte) am Tatort sein.
2. Ich glaube, daß er am Tatort gewesen ist.
– Er scheint am Tatort gewesen zu sein.
– Er muß/mag/dürfte/müßte am Tatort gewesen sein.

: , , , ,
, , , , , . : Das scheint die beste
Lösung zu sein.– , .
wollen II . ,
, : Der Zeuge will den Täter am Tatort gesehen haben.–
, .
sollen (1 II) .
). , . ,
168
.
: , , , .
:
1. Der Angeklagte soll kürzlich einen weiteren Diebstahl begangen haben.– ,
.
2. Der Geschädigte soll schwer krank sein.– , .

Aufgabe 1. Wie würden Sie das auf Russisch sagen?


1. Ihre Aussage mag richtig sein. 2. Der Verletzte möchte 40 Jahre alt sein. 3. Sie sieht blaß und schmal aus.
Sie muß krank gewesen sein. 4. Seine Aussagen könnten stimmen. 5. Der Zeuge dürfte recht haben. 6. Auf den
Straßen gibt es viele Pfützen. Sie muß das vergessen haben, sonst wäre sie schon hier. 7. Es müßte jetzt
eigentlich zur Pause läuten. 8. Die Akten können verloren sein. Ich kann sie nirgends finden. 9. Heute abend
dürfte es ein Gewitter geben. 10. Es dürfte nicht schwer sein, seine Schuld zu beweisen. II. Er scheint eine
Straftat begangen zu haben. 12. Der Verdächtige will ein Alibi gehabt haben. 13. Er will das gehört haben. 14.
Der Fall K. scheint sehr verzwickt zu sein. 15. Die Zeugin will den Täter später wieder getroffen haben. 16. Er
soll den Täter später wieder getroffen haben. 17. Du scheinst gestern abend lange gearbeitet zu haben. 18. Trotz
der Dunkelheit will er die Autonummer erkannt haben.

Aufgabe 2. Drücken Sie Vermutung/Behauptung anders aus!


1. Der Zeuge behauptet, den Täter später wieder getroffen zu haben. 2. Ich glaube, daß er am Tatort ist. 3.
Ich glaube, daß er am Tatort gewesen ist. 4. Ich glaube, sie ist 20 Jahre alt. 5. Ich glaube, diese Aussage ist
richtig. 6. Ich habe in der Zeitung gelesen, daß der Minister zurücktritt. 7. Ich habe gehört, daß der Angeklagte
eine schwere Tat begangen hat. 8. Er behauptet, daß er das gesehen hat. 9. Man behauptet, er habe ihn später
wieder getroffen, 10. Sie behauptet, den Täter gestern gesehen zu haben. 11. Man behauptet, der Angeklagte sei
schuldlos. 12. Er behauptet, den Dieb später getroffen zu haben.

Aufgabe 3. Vergleichen Sie folgende Sätze mit den Sätzen der Übung 4 und sagen Sie, welche Sätze gleiche
Bedeutungen haben.
1. Er behauptet, es (nicht) gewußt zu haben. 2. Er meint, er sei ein Kenner der Malerei. 3. Es ist sicher allen
bekannt. 4. Das kann/wird wohl möglich sein. 5. Es wird wohl ratsam sein, jetzt zu gehen. 6. Es ist
wahrscheinlich, daß diese Zeitung die größte Leserzahl hat. 7. Man sagt/glaubt, daß er reich ist. 8. Man sagt,
daß der Anführer der Bande festgenommen worden ist. 9. Wahrscheinlich ist er der Täter. 10. Das ist
wahrscheinlich nicht schwierig.il. Wahrscheinlich ist sie bald da. 12. Es ist wahrscheinlich allen bekannt. 13. Es
ist wahrscheinlich möglich. 14. Es ist wohl ratsam, jetzt zu gehen. 15. Man glaubt/sagt, er habe gekündigt. 16.
Marta sieht blaß und schmal aus; sie ist angeblich krank/man behauptet, daß sie krank ist/Ich glaube, sie ist
krank/Ich nehme an, daß sie krank ist. 17. Man behauptet/man sagt, daß dieser Roman sehr spannend ist. 18. Es
ist höchst/sehr wahrscheinlich, daß sie auf ihre Tochter sehr stolz sind. 19. Das ist sehr wahrscheinlich, daß sein
Großvater weit über 70 ist. 20. Der Bus hat zwei Stunden Verspätung, da ist etwas allem Anschein nach
passiert/da ist höchstwahrscheinlich etwas passiert. 21. Zu welchem Professor gehst du? – „Zu Professor
Suchsland, ich habe gehört/Mir haben andere Studenten gesagt, daß er alles verständlich erklärt. 22. Der
Angeklagte will die Zeugin nie gesehen haben.

Aufgabe 4. Lesen Sie folgende Sätze und erklären Sie, welche subjektive Bedeutung das jeweilige Verb
ausdrückt.
1. Er soll ja sehr reich sein. 2. Der Anführer der Bande soll festgenommen worden sein. 3. Er dürfte der
Täter sein. 4. Das dürfte nicht schwierig sein. 5. Sie dürfte bald da sein. 6. Er will es (nicht) gewußt/gesehen
haben. 7. Er will ein Kenner der Malerei sein. 8. Es dürfte allen bekannt sein. 9. Das dürfte wohl möglich sein.
10. Es dürfte ratsam sein, jetzt zu gehen. 11. Diese Zeitung dürfte die größte Leserzahl haben. 12. Er soll
gekündigt haben. 14. Marta sieht blaß und schmal aus; sie muß krank gewesen sein. 15. Dieser Roman soll sehr
spannend sein. 16. Sie müssen auf ihre Tochter sehr stolz sein. 17. Sein Großvater muß weit über 70 sein. 18.
Der Bus hat schon zwei Stunden Verspätung, da muß etwas passiert sein. 19. „Zu welchem Professor gehst
du?" - „Zu Professor Suchsland, er soll alles verständlich erklären". 20. Der Angeklagte will die Zeugin nie
gesehen haben.

Aufgabe 5. Lesen Sie folgende Sätze und übersetzen Sie sie ins Russische. Ersetzen Sie in den folgenden
169
Sätzen die Ausdrücke der Vermutung oder Überzeugung durch die angegebenen Modalverben.

Muster: Ich habe gehört, daß der Bundeskanzler sich zur Zeit in Rußland aufhält, (sollen). Der
Bundeskanzler soll sich zur Zeit in Rußland aufhalten.

1. Der Angeklagte behauptet, von drei betrunkenen Gästen in der Gaststätte angegriffen worden zu sein,
(wollen). 2. Man ist überzeugt, daß der Angeklagte sich in großer Angst und Aufregung befunden hat. (müssen)
3. Man hat den Mann verurteilt; aber er war unschuldig, so wird gesagt. (sollen) 4. Er hat vielleicht recht,
(mögen) 5. Sicherlich hat der Angeklagte die Tat nur im ersten Schrecken begangen. (können) 6. Ich frage
mich, wie dem Angeklagten wohl zumute war. (mögen) 7. Er behauptet, daß er die 15 Kilometer lange Strecke
in zwei Stunden gelaufen ist. (wollen) 8. Sie hat angeblich ihr ganzes Vermögen an eine Hilfsorganisation
verschenkt, (sollen) 9. Der Zeuge behauptet, daß er den Unfall genau gesehen hat. (wollen) 10. Wie war das nur
möglich? Es war doch 23 Uhr und wahrscheinlich stockdunkel. (müssen)

Aufgabe 6. Lesen Sie den folgenden Zeitungsartikel und erklären Sie die Bedeutung der Modalverben.
Wieder ist der Polizei ein Raubüberfall gemeldet worden. Drei Unbekannte sollen in der Vetterstraße einen
27 Jahre alten Baumeister aus Dortmund überfallen und niedergeschlagen haben. Nach Angaben der Polizei
soll einer der Täter dem Baumeister in die Jackentasche gegriffen und Ausweispapiere sowie Schlüssel
entwendet haben. Vorher will der Uberfallene in einer Wirtschaft in der Wartburger Straße gewesen sein, in der
sich auch die Täter befunden haben sollen. Beim Bezahlen können die Täter gesehen haben, daß er einen
größeren Geldbetrag – es soll sich um etwa 1000 Mark gehandelt haben – bei sich führte. „Das muß der Anlaß
gewesen sein, daß die Kerle mir folgten und mich dann überfielen", meinte der Baumeister.

Aufgabe 7. Setzen Sie das passende Modalverb in der richtigen Form ein und erklären Sie, warum Sie dieses
subjektive Modalverb gewählt haben.
1. Es ... heute Nacht sehr kalt gewesen sein, die Straßen sind ganz vereist. 2. Der Chef ist vor fünf Minuten
weggegangen. Er ... eigentlich noch nicht im Büro sein. 3. „Er ... ein Vermögen von 3 bis 4 Millionen besitzen,
glaubst du das?" – „Also das ... übertrieben sein. Es ... sein, daß er sehr reich ist, aber so reich sicher nicht". 4,
Diese Schauspielerin... 70 Jahre alt sein, so steht es in der Zeitung. Sie sieht doch aus wie fünfzig. 5. Es ist
schon 9 Uhr. Der Briefträger... eingentlich schon da gewesen sein. 6. Den Ring ... sie geschenkt bekommen
haben, aber das glaube ich nicht.

Futur I Futur II

Futur I
, . Er wird (wohl, gewiß, vielleicht) krank sein. – , ( -
, ), .
Futur II
, :
Der Vater wird seinen Sohn (vielleicht/ wohl) gestern besucht haben.– ,
.
Futur II , :
Morgen wird er den Wagen repariert haben.– , .

Aufgabe 1. Sagen Sie das russisch.


1. Er wird wohl seine Schuld gestehen. 2. Sie wird sich jetzt auf die Prüfung vorbereiten. 3. Der
Kriminalbeamte wird wohl am Tatort sein. 4. Der Dieb wird jetzt im Hotel sein. 5. Er wird sicher nicht ohne
Absicht gekommen sein. 6. Der Chef wird krank gewesen sein. 7. Es werden ungefähr 2 Menschen gewesen
sein. 8. Er wird sich wohl verlaufen haben. 9. Auf der Treppe sind Schritte zu hören. Der Dieb wird wohl
gekommen sein. 10. Sie werden sich wohl kennen. 11. Das wird wohl so sein. 12. Das Unfallauto wird wohl zu
spät gekommen sein. 13. Der Täter wird wohl die Stadt verlassen haben. 14. Sie wird es wohl vergessen haben.

Aufgabe 2. Formulieren Sie die obigen Sätze anders.

170
( )
: vermutlich, wahrscheinlich, vielleicht, bestimmt, gewiß, sicher, zweifellos, angeblich: ,
, , , , , .
.
:
Sie kann (mag, dürfte) schon verreist sein. – Sie ist vermutlich (wahrscheinlich, vielleicht) schon verreist.
Er muß am Tatort sein.–Er ist bestimmt (gewiß, sicher, zweifellos) am Tatort.
Er will (soll) gestern bei seinen Eltern gewesen sein. – Er ist angeblich gestern bei seinen Eltern gewesen.

Aufgabe 1. Ersetzen Sie die Modalverben in den folgenden Sätzen durch entsprechende Modalwörter.
1. Der Chef muß im Urlaub sein. 2. Ihm dürfte dieser Täter bereits bekannt sein. 3. Der Zeuge will den
Angeklagten gesehen haben. 4. In diesem Fall mag der Angeklagte im Recht sein. 5. Sie dürfte die Geldtasche
gestohlen haben. 6. Wenn der Kriminalist pünktlich weggefahren ist, kann er schon am Tatort sein.

Aufgabe 2. Drücken Sie die Vermutung mit Hilfe der entsprechenden Modalverben aus.
1. Wahrscheinlich hat er einen Diebstahl begangen. 2. Sie sind vermutlich ins Kino gegangen. 3. Er wird
vermutlich morgen kommen. 4. Der Zeuge hat den Täter angeblich selbst gesehen. 5. Zweifellos hat der Polizist
seine Untersuchung schon abgeschlossen. 6. Der Festgenommene hat vermutlich das Auto entwendet. 7.
Bestimmt wird er diese Straftat sehr bald aufklären. 8. Er ist in seinem Urlaub vielleicht an die Ostsee gefahren,

Aufgabe 3. Führen Sie ähnliche Gespräche!

Muster: A: Wo ist der Chef?


B: Vermutlich ist er im Urlaub.

Aufgabe 4. Wie würden Sie Ihre Vermutung anders ausdrücken? Ich vermute, daß der Angeklagte
freigesprochen wird.

Autgabe 5. Sagen Sie auf Russisch. Beachten Sie dabei die Verstärkungsmittel.
1. Das habe ich keinesfalls gesagt. 2. Sie darf keinesfalls später als um sechs Uhr weggehen. 3. Diese
Aufgabe ist schwer, aber keinesfalls unlösbar. 4. Dieser Student ist keineswegs dumm. 5. Das war keineswegs
böse Absicht. 6. Das ist keineswegs besser. 7. Ich hatte keineswegs die Absicht, dich zu kränken. 8. „War sie
verärgert?" - „Keineswegs". 9. Ich darf keinesfalls dieses Staatsgeheimnis verraten. 10. „Nimmst du mein
Angebot an?" – „Keinesfalls!" 11. Das Gesetz wird ohne Zweifel verabschiedet. 12. Es war ohne
Zweifel/zweifelsohne ein Mord.

Aufgabe 6. Setzen Sie zur Verstärkung Ihrer Forderung „auf keinen Fall", „unter (gar) keinen Umständen"
ein.

Muster: Sie ruinieren die Gesundheit der Menschen durch den Lärm.
Die Gesundheit der Menschen darf auf keinen Fall
(unter gar keinen Umständen) ruiniert werden.

1. Die Menschen verschmutzen nach wie vor die Flüsse. 2. Sie vergraben radioaktiven Müll in die Erde. 3.
Sie verraten dieses Geheimnis. 4. Einige Staaten werfen Atommüll ins Meer. 5. Sie verunreinigen die Seen. 6.
Sie verpesten die Luft. 7. Sie vernichten bestimmte Vogelarten. 8. Die Betriebe mit überholten Technologien
verseuchen die Erde. 9. Sie vergiften Pflanzen und Erde.

Aufgabe 7. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster:

Muster: Bedauerst du denn deine Absage nicht?


– Doch, natürlich bedaure ich sie.

171
1. Wanderst du denn nicht gern? 2. Plauderst du denn nicht gern mit Kollegen? 3. Zweifelst du denn nicht an
der Wahrheit seiner Aussage? 4. Handelst du denn nicht mit den Verkäufern? 5. Lieferst du denn deine Arbeit
nicht ab? 6. Regelst du denn deine Steuerangelegenheiten nicht selbst1? 7. Wechselst du dein Geld denn nicht?
8. Änderst du denn nicht deine Reisepläne?

(Pronominaladverbien)

.
, wo
, , da : Wofür sorgt die Miliz? –
? Die Miliz sorgt für Ordnung und Sicherheit.–
. Die Polizei der BRD sorgt auch dafür. – .
(an, aus, über . .),
-r-: Worin besteht seine Schuld? – ?
,
. , : Die Kriminalisten sprechen über die Resultate der Untersuchung.
) : Die Kriminalisten
sprechen darüber. ( ).

, :
Wir sprechen über diesen Täter.– .
: Wir sprechen über ihn. .
,
. : sich beschäftigen mit – . Womit beschäftigst du
dich? – ?
,
. :
träumen von... ...
Wovon träumen Sie? ?
sich interessieren für... .
Wofür interessiert sich dein Bruder? ?
172
Aufgabe 1. Übersetzen Sie ins Russische.
1. Woran denkst du? 2. Wovon träumst du? 3. Worauf hoffst du noch? 4. Frage ihn danach. 5. Sorgen Sie
dafür! 6. Wofür sorgt die Miliz? 7. Wovon will er dir erzählen? 8. Wovon will er ihm erzählen? 9. Interessiert
er sich auch dafür? 10. Wonach hat er dich gefragt? 11. Hat der Kriminalist deinen Freund auch danach
gefragt? 12. Worin besteht die Aufgabe der Miliz? 13. Bist du damit zufrieden? 14. Womit ist er unzufrieden?
15. Wodurch unterscheidet sich diese Aufldärungsmethode? 16. Woran kannst du dich noch erinnern? 17. Der
Verletzte kann sich an nichts mehr erinnern. 18. Willst du ihm dabei helfen? 19. Woran arbeitet jetzt der
Kriminalist? 20. Sei damit zufrieden.

Aufgabe 2. Bestätigen Sie die folgenden Aussagen!

Muster: Er interessiert sich für Kriminalistik.


Ich interessiere mich auch dafür.

1. Er träumt von diesem Beruf. 2. Er hat den Festgenommenen nach seinem Alibi gefragt. 3. Er denkt oft an
diesen Fall. 4. Mein Bruder nimmt oft an den Ausflügen teil. 5. Sie interessiert sich für Kunst. 6. Mein Freund
hat ihm für seine Hilfe gedankt. 7. Ich erinnere mich sehr deutlich an diese Straftat. 8. Mein Kollege hat ihn um
dieses Buch gebeten. 9. Er glaubt an seine Ehrlichkeit. 10. Er beschäftigt sich mitjuristischen Problemen.

Aufgabe 3. Präzisieren Sie die Aussage Ihres Kommilitonen. Üben Sie zu zweit.

Muster: A: Ich frage ihn nach seiner Adresse.


B: Wonach fragst du ihn?
A: Nach seiner Adresse.

1. Mein Kollege bittet mich um Hilfe. 2. Viele Zeugen können sich an diesen Unfall erinnern. 3. Ich
beschäftige mich mit der Aufklärung dieser Straftat. 4. Der Chef ist mit seiner Arbeit zufrieden. 5. Er arbeitet
jetzt an dem Thema „Die Kriminalitätsvorbeugung". 6. Er wartet auf einen Brief von seinen Eltern. 7. Ich habe
ihn vor einer Gefahr gewarnt.

Aufgabe 4. Antworten Sie.


1. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Beschuldigten und dem Angeklagten? 2. Worum handelt es
sich in diesem Beitrag? 3. Wonach hat sich der Freund erkundigt? 4. Wonach sucht der Kriminalist? 5. Womit
bist du unzufrieden? 6. Wer ist für die öffentliche Ordnung und Sicherheit verantwortlich? 7. Woran ist der
Angeklagte schuld? 8. Hat man den Angeklagten dafür verurteilt? 9.Hat man dem Zeugen dafür gedankt? 10.
Haben Sie sich darüber gefreut? II. Kann man daran glauben? 12. Hast du mit ihm darüber gesprochen? 13.
Woran zweifelst du? 14. Wonach strebst du? 15. Woran arbeitest du? 16. Worauf bestehst du? 17. Worüber
streiten Sie miteinander?

Aufgabe 5. Ergänzen Sie die jeweiligen Präpositionen oder Pronominaladverbien. Gespräch zwischen einem
Chef (C) und seiner Sekretärin (S)
S: Abteilungsleiter Große möchte ... Ihnen sprechen; es geht... seine Gehaltserhöhung.
: Im Augenblick habe ich keine Zeit mich ... zu kümmern..
S: Wollen Sie ... dem Kongreß der Textilfabrikanten teilnehmen?
C: Schreiben Sie, daß ich ... die Einladung danke, meine Teilnahme hängt aber ... ab, wie ich mich
gesundheitlich fühle.
S: Hier ist eine Dame, die sich ... die Stelle als Büroangestellte bewirbt.
C: Sagen Sie ihr, sie möchte sich schriftlich ... die Stelle bewerben. Ich kann ja nicht... alle Zeugnisse
verzichten.
S: Vorhin hat sich Frau Freitag ... ihre Arbeitsbedingungen beklagt. Sie kann sich nicht... gewöhnen in einem
Zimmer voller Zigarettenqualm zu arbeiten.
C: Sagen Sie ihr, sie kann sich ... verlassen, daß in den nächsten Tagen ein Rauchverbot ausgesprochen wird.
S: Der Betriebsleiter hält nichts ..., daß die Arbeitszeiten geändert werden.
C: O.k.
S: Ich soll Sie ... erinnern, daß Sie Ihre Medizin einnehmen.
173
C: Ja, danke; man kann sich doch ... Sie verlassen.
S: Unsere Abteilungsleiterin entschuldigt sich ... Ihnen; sie kann ... der Besprechung nicht teilnehmen, sie
leidet... starken Kopfschmerzen.
C: Ich hoffe ... baldige Besserung.
S: Sie hatten die Auskunftei Detex ... Informationen über die Firma Schüssler gebeten. Die Auskunftei warnt
Sie ..., mit dieser fast bankrotten Firma Geschäfte zu machen.

Aufgabe 6. Setzen Sie die fehlenden Pronominaladverbien ein.


1. Er glaubt selbst... nicht. 2. Du kannst dich ... verlassen, daß ich am diesem Kurs teilnehme, denn ich
interessiere mich .... 3. Er hatte... gerechnet, daß sich seine Verwandten ... kümmern werden. 4. Seit Jahren
beschäftigen sich die Wissenschaftler ... und streiten sich..., welches die richtige Lösung ist. Man kann ihnen
nur... raten, endlich mit dieser Diskussion aufzuhören. 5. Der Angestellte beklagte sich beim Personalchef...,
daß er noch immer keine Lohnerhöhung bekommen hat. 6. Meine Frau denkt gar nicht ..., sparsam zu sein. 7.
Er ist ein älterer Herr und kann sich ... nicht so schnell gewöhnen. 6. Ich möchte dich jetzt... bitten, mich ... zu
entschuldigen. 9. Die Frauen unseres Betriebs beschweren sich ..., daß die Gemeinde keinen Kindergarten
einrichtet. Sie bittet sie ..., einen betriebseigenen Kindergarten aufzumachen. Das hängt natürlich ... ab, wie
viele Kinder dafür in Frage kommen.

Aufgabe 7. Ergänzen Sie „woran, worüber, worauf, wovon, wofür, womit".

1. Es stehen noch zwei Rechnungen zur Bezahlung aus, ... wir Sie aufmerksam machen wollen.
2. Sie wollen die Rechnung erst in zwei Monaten bezahlen, ... wir nicht ganz einverstanden sind.
3. Definieren Sie bitte genau,... die Kreditwürdigkeit der Firma abhängt.
4. Erklären Sie genau,... Sie sich informieren wollen.
5. Sagen Sie uns bitte,... Sie interessiert sind.
6. Sie haben uns mit dieser Information sehr geholfen,... wir Ihnen dankbar sind.

Aufgabe 8. Schreiben Sie einen Brief an die Firma Z, Gebrauchen Sie nach Möglichkeit die
Pronommaiadverbien.

Wichtig: Wenn Sie eine Auskunft benötigen:


1. Legen Sie dar, warum Sie eine Auskunft benötigen.
2. Teilen Sie knapp und präzise mit, was Sie wissen wollen,
3. Versprechen Sie absolute Verschwiegenheit.
4. Stellen Sie eine eventuelle Gegenleistung in Aussicht.

Aufgabe 9. Suchen Sie im folgenden Text die Verben mit ihrer jeweiligen Präposition. Schreiben Sie sie
heraus und bilden Sie Ihre Sätze damit. Geben Sie den Inhalt dieses Textes sinngemäß wieder.
Die russische Firma N.P. interessiert sich für den Intensivkurs in Deutsch in München, da sie mit dem
Vertrieb ihrer Produkte in Deutschland und Österreich beginnen will. Einige Manager sollen an Sprachkursen
teilnehmen, damit sie sich mit den Kunden verständigen können. Die Firma erkundigt sich bei der
Handelskammer nach den Adressen von Sprachkursen. Die Firma bittet auch das Goethe-Institut um weitere
Informationen, speziell bezüglich Kurstypen, Terminen und Kursdauer. Es hängt natürlich auch vom Preis ab,
welche Kurse gebucht werden. Einige Mitarbeiter verfügen schon über Deutschkenntnisse. Sie bereiten sich auf
den Kurs für Fortgeschrittene vor – und keiner von ihnen zweifelt am Erfolg des Kurses. Sie freuen sich schon
auf ihren Aufenthalt in München, da sie sich vor Ort ganz auf die Fremdsprache konzentrieren können. In
München gewöhnen sie sich schnell an die neue Umgebung. Sie denken nur manchmal an ihre Firma, denn
hauptsächlich beschäftigen sie sich mit der deutschen Grammatik. Sie sprechen mit ihren Kollegen den ganzen
Tag Deutsch und freuen sich über die Fortschritte, die sie jeden Tag machen.

Vortextübungen

Aufgabe 1. Lernen Sie folgende Vokabeln und Redewendungen.

Anklage/-n –
174
eine Anklage, gegen jmdn. (-wegen Gen.)
erheben – .; .( .).
Angeklagte m, f-n,-n – ,
Ankläger m-s.-.–
Bürgschaft f-, -en – ( , )
Einspruch m -s, -Sprüche – , ,
Einspruch erheben – ( )
eine Strafe ohne Freiheitsentzug –
eine Lehre aus etw. (Dat.) ziehen – .
Im Durchschnitt –
strafrechtlich – ,
verhüten vt. – , ( )
die Angriffe gegen das private Eigentum –
Taschendiebstahl m -s, -stähle –
Begehungsweise f-, -n – ( )
Taschendieb m -es, -e –
Entwendung f-, -en – , ,
entwenden vt – , ,
Rückfalltäter m -s, – ( )
die Einleitung von Sofortmaßnahmen – ( )
die Einleitung der Fahndung –
Tatortbesichtigung f-, -en –
Tatort m-es, -e– ( ), .
Tatortsicherung f -, - – , ,
.
Täterermittlung f-, -en – ( )
Betrug m -(e)s, – ,
einen Betrugt begehen/verüben – ,
betrügen (o, o) vt – ,
Betrüger m -s, – , ,
Anzeigenentgegennahme f -, -n–
Rowdytum n -s, –
erster Angriff– ,
Angriff m gegen die Person –
Gewalttätigkeit f -, -en – , , , ,
Gewaltdelikt n -es, -e – ,
Belästigung f-, -en – , , ( )
Mißachtung f -, -en – , ,
Körperverletzung f-, -en – ,
Sexualstraftat f-, -en –
Vergewaltigung f-en – ,
vergewaltigen vt – ,
Vergewaltiger m -s –
Nötigung f-, -en – ,
Mißbrauch m -es –
Sexualdelikt n -es, -e –
Gewaltanwendung f-, -en – ( )
Einbruchsdiebstahl m –
Einsteigediebstahl m – ( )
Nachschlüsseldiebstahl m –
Diebstahl aus Wohnungen –
Verkehrsstraftat f-, -en –
stehlen (a, o) vt – ,
Raubkriminalität f-, – ,
Bewährung f-, – , ,
175
die Bekämpfung der Jugendkriminalität –
der Rückgang der Kriminalität –
die Sicherheitsorgane –
Rechtserziehung f-, –
unter Berücksichtigung (Gen.) – ,
die Gewährleistung von Ordnung, Disziplin und Sicherheit – ,

die Verurteilung auf Bewährung/Bewährungsverurteilung f -


anklagen vt (Gen. oder wegen Gen.) – ,
Er wurde des Diebstahls/wegen des Diebstahls angeklagt.
beschuldigen vt (Gen.) – . .
Beschuldigung f-, -en –
eine Beschuldigung gegen jmdn. erheben – . ,
.
Beschuldigte m, f-n, -n–- ,
Rauschgift n -es, -e –
Rauschgiftsucht f, –
Rauschgiftsüchtige m -n, -n–
Rauschgiftkriminalität f – ,
Rauschgifthandel m –
Rauschgiftdelikt n – ,
Rauschgiftfahndung f–
Droge (umg.) f-n –
Drogenabhängige m -n,-n –
Drogensucht f –
Rauschgifthändler m-s –
Drogensüchtige m -n,-n –
Raubüberfall m -s, -falle –
Verbrecher m -s, –
Verbrechen w -s –
ein Verbrechen, begehen –
Prostitution f –
der Prostitution nachgehen –
Prostituierte f-n, -n –
sich prostituieren –
Sittlichkeitsverbrechen n -s –
Sittlichkeitsverbrecher m, -s – ,
Sittlichkeitsdelikt n -es, -e –
Sittenpolizei f-,-en –
sittenwidrig - , ,
Sittlichkeit f – ,
Sittennorm f-, -en –
Sitten (PL) – ,
sittenlos – ,
jmdm. etw. zur Last legen – , ., .
Freizeitgestaltung f – ( )
eine rowdyhafte Handlung begehen = eine Rowdyhandlung begehen –
),
Bewährungsfrist f– ,
sich bewähren – , ,
Du hast dich als zuverlässiger Mitarbeiter bewährt.
Abschaffung der Todesstrafe –
beeinträchtigen vt ,( .
mit aller Entschlossenheit –
einen Beitrag leisten zu etw. (Dat.) – .
176
ehrenamtliche Arbeit – ,
die Wiedergutmachung des Schadens – ( )
Jugendgefängnis n, -ses, -se –
die Jugendstrafanstalt f -, -en – ( )

Strafvollzugseinrichtung f-, -en –

Synonyme
entwenden, stehlen; verhüten, vorbeugen; Droge (f), Rauschgift (n); Anklage (f), Beschuldigung (f),
Bezichtigung (f); anklagen, bezichtigen, beschuldigen; Delikt (n). Vergehen (n), Verbrechen (n), Straftat (f);
Diebstahl (m), Entwendung (f).

Antonyme
verurteilen/freisprechen; Verurteilung (f)/Freispruch (m); anklagen/verteidigen; beschuldigen/freisprechen.

Rektion der Verben

jmdn. beschuldigen Gen. – . .


Er wurde des Diebstahls beschuldigt.–
jmdn. anklagten (Gen./wegen Gen.) – . .
Er wurde wegen eines Betrugs angeklagt – .
jmdn. bezichtigen (Gen.) – . .
Er wurde des Mordes bezichtigt. – .
jmdm. etw. (Akk.) stehlen – . ., . .
Er hat ihr eine Uhr gestohlen. – .
jmdm. etw. (Akk.) entwenden – . ., . .
Er hat ihm die Brieftasche entwendet.– .
sich bewähren als (Nom.) – , , .
Er bewährte sich als Abteilungsleiter –

Aufgabe 1. Aus welchen Wörtern bestehen folgende Zusammensetzungen?

1. die Jugendkriminalität;
2. die Rauschgiftkriminalität;
3. die Rauschgiftsucht;
4. die Kriminalitätsvorbeugung.

Aufgabe 2. Wie würden Sie die Bedeutung des Wortes „die Kriminalitätsbekämpfung" erschließen?

Aufgabe 3. Welche Bedeutung haben die Zusammensetzungen „die Erziehungsgefahrdung, die


Eigentumsstraftat", wenn ihre Komponenten folgende Bedeutungen haben: die Erziehung – ; die
Gefährdung – , ; das Eigentum – , ; die Straftat – .

Aufgabe 4. Sehen Sie die Bedeutung des Wortes „Kidnapping" im juristischen Nachschlagewerk nach.
Erläutern Sie diesen Begriff.

Aufgabe 5. Suchen Sie das deutsche Äquivalent für „ " aus: die Straftat, der Straftatbestand, der
Straftäter, der Sträfling.

Aufgabe 6. Welches Wort paßt für „ "?: Kriminalitätsbekämpfung,


Kriminalitätsuntersuchung, Kriminalitätsvorbeugung.

Aufgabe 7. Bilden Sie Substantive auf– er von folgenden Verben: rauben, erpressen, erziehen, mitarbeiten,
177
schmuggeln.

Aufgabe 8. Definieren Sie den Begriff „die Sittenpolizei". Ziehen Sie ein Lexikon zu Rate!

Aufgabe 9. Bilden Sie ein Substantativ auf–keit vom Adjektiv „sittenwidrig". Übersetzen Sie das gebildete
Substantiv ins Russische.

Aufgabe 10. Nennen Sie die Synonyme für „das" Delikt.

Aufgabe 11. Wie kann man das anders sagen „bezichtigen"?

Aufgabe 12. Welche Synonyme gibt es für „Beschuldigung".

Aufgabe 13. Nennen Sie Antonyme für: verurteilen, verteidigen, Verurteilung.

Aufgabe 14. Sagen Sie russisch.

1. Er hat sich als treuer Freund bewährt. 2. Diese Methode hat sich gut bewährt. 3. Die Strafe wurde zur
Bewährung ausgesetzt. 4. Der Dieb erhielt drei Monate Gefängnis mit Bewährung. 5. Das ist ein bewährtes
Mittel. 6. Er ist ein bewährter Fachmann.

Aufgabe 15. Wie würden Sie das russisch sagen?

1. Herr K. wird des Diebstahls angeklagt, 2. Man beschuldigte ihn, einen Diebstahl begangen zu haben. 3.
Herr F. wird des Mordes beschuldigt. 4. Herr J. wird eines Vergehens bezichtigt. 5. Herr K., hat ihm die Uhr
entwendet. 6. Der Dieb hat ihr Schmuck gestohlen.

Aufgabe 16. Wie würden Sie das mit einem Verb bezeichnen, jmdm. etwas zur Last legen"?

Aufgabe 17. Wie heißt der Mensch, der vor Gericht Klage erhebt?

Aufgabe 18. Wie sagt man das anders: „Vor Gericht eine Klage gegen jmdn. erheben"?

Aufgabe 19. Wie heißt der Mensch, der vor Gericht angeklagt ist?

Aufgabe 20. Nennen Sie ein bedeutungsähnliches Verb für „entwenden"!

Aufgabe 21. Wie heißt der Mensch, der stiehlt?

Aufgabe 22. Sind die folgenden Wörter Synonyme?: sittenlos, sittenwidrig.

Aufgabe 22. Bilden Sie davon die Substantive.

Aufgabe 23. Wie würden Sie die vorstehenden Wörter ins Russische übersetzen?

Aufgabe 24. Das Wort „Rauschgift" bedeutet „ ". Wie würden Sie die folgenden Komposita ins
Russische übersetzen?:
Rauschgiftdelikt, Rauschgiftfahndung, Rauschgiftgefahr, Rauschgifthandel, Rauschgiftkriminalität,
Rauschgiftmißbrauch, Rauschgiftprozeß, Rauschgiftschmuggel.

Aufgabe 25. Wie heißt die Krankheit mit einem Wort? „Krankhafte Gier, die jmdn. zwingt nach einem
bestimmten Rauschmittel zu greifen oder Sucht nach Rauschgift."

Aufgabe 26. Wie heißt der Mensch, der der Rauschgiftsucht verfallen ist oder der an Rauschgiftsucht
leidend ist?
178
Aufgabe 27. Wie heißt das mit einem Wort „Gewerbsmäßige Ausübung sexueller Handlungen durch eine
weibliche Person"?

Aufgabe 28. Wie heißt eine weibliche Person, die sich gewerbsmäßig Männern für sexuelle Handlungen
anbietet?

Aufgabe 29. Sagen Sie das anders mit einem Verb: „sich gewerbsmäßig Männern für sexuelle Handlungen
anbieten".

Aufgabe 30. Sprechen Sie über die Ursachen der Prostitution in Rußland. Aufgabe 31. Sprechen Sie über die
Verhütung und Bekämpfung der Prostitution.

Aufgabe 32. Wußten Sie schon, daß verbotene (gesetzwidrige) Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren (oft
mit dem Ziel der Zollhinterziehung) Schmuggel bedeutet?

Aufgabe 33. Wie heißt die Ware, die geschmuggelt wurde?

Aufgabe 34. Wie heißt der Mensch, der schmuggelt?

Aufgabe 35. Wo liegt der Unterschied zwischen „der Angeklagte" und „der Ankläger"?

Aufgabe 36. Die Abteilung der Kriminalpolizei, die sich besonders mit Sexualdelikten, unerlaubtem
Glückspiel o.Ä. befaßt, bezeichnet man im Deutschen das Sittendezernat. Stimmt das? Zum Zwecke der
Vergewisserung schlagen Sie das in einem Lexikon (Wörterbuch/Brockhaus Enzyklopädie/C. Grifelds.
Rechtswörterbuch, Beck'scher Ratgeber Recht) nach.

Aufgabe 37. Was bezeichnen die Wörter „Kidnappen", „Kidnapper", Nehmen Sie ein Wörterbuch zu Hilfe.

Aufgabe 38. Sagen Sie das mit einem Wort: „Einen Menschen, besonders ein Kind entführen, um Lösegeld
zu erpressen oder politische Forderungen zu stellen".

Aufgabe 39. Nennen Sie die Synonyme für:


Menschenräuber, Entführung eines Menschen; Menschen-, Kindesraub.

Aufgabe 40. Bilden Sie mit folgenden Wörtern einen Satz:


1. Der Angeklagte, erhalten, 3 Monate, Gefängnis, Bewährung, mit.
2. Dieser, Mann, jung, sich verhalten, sittenwidrig.

Aufgabe 41. Erklären Sie den Unterschied zwischen folgenden Wortgruppen: ein sittenloser Mensch, ein
sittlicher Mensch.

Aufgabe 42. Sagen Sie, von welchem Verb sich das jeweilige Nomen herleitet.
1. Verhütung 2. Vorbeugung 3. Bekämpfung 4. Bedrohung 5. Bewährung 6. Verurteilung 7. Verletzung 8.
Gewährleistung 9. Beschuldigung 10. Aufklärung (von Straftaten) 11. Verfolgung (von Straftaten)

Aufgabe 43. Was paßt zusammen? Bilden Sie mit diesen Wendungen Sätze.
1. Beschuldigungen gegen j-n 1. nehmen
2. in Haft 2. bekämpfen
3. die Kriminalität 3. erheben
4. den Angeklagten zu einer Strafe 4. verurteilen
5. Erhebungen 5. vornehmen
6. Anklage gegen j-n 6. stehen
7. Unter Anklage

Aufgabe 44. Hören Sie den 1. Teil des Textes „A". Notieren Sie in Stichworten die wichtigste Information
179
dieses Abschnittes.

Text A
I
Organisierte Kriminalität in der Bundesrepublik Deutschland der Versuch eines Lagebildes

Organisierte Kriminalität wird sich zu einer entscheidenden Herausforderung für die innere Sicherheit der
90er Jahre entwickeln. Die Öffnung nach Osten schafft neue Tatgelegenheiten und beschleunigt damit diesen
Prozeß.
Infolge fehlender Statistikdaten über Organisierte Kriminalität gestaltet es sich schwierig, einen
Lageüberblick über die Organisierte Kriminalität in der Bundesrepublik zu geben.
Organisierte Kriminalität ist grundsätzlich in jedem gewinnversprechenden Deliktbereich denkbar. Die
Schwerpunkte liegen jedoch in den Bereichen der qualifizierten Eigentumskriminalität, der
Wirtschaftskriminalität, der Waffen- und Falschgeldkriminalität sowie nicht zuletzt der Rauschgiftkriminalität.
Organisierte Kriminalität ist eine qualifizierte Form der Verbrechensbegehung, die von subtilen Taktiken
und Techniken gekennzeichnet ist. Aufwendige und geradezu stabsmäßige Tatplanung, perfekte Arbeitsteilung
unter Einbeziehung von zum Teil hochspezialisierten Mittätern sowie marktorientierte
Beuteverwertungsstrategien sind die hervorstechenden Merkmale der Organisierten Kriminalität.
Straftaten der Organisierten Kriminalität sind neben dem Gewinnstreben von dem Streben nach
Machtaufbau und -erhalt getragen.
Zur Durchsetzung und Sicherung der Machtansprüche sind Einschüchterung und Gewalt bis hin zum Mord
gängige Mittel, wenngleich sich mit zunehmendem Organisationsgrad die Anwendung immer subtilerer
Machtmittel beobachten läßt.
Straftäter der Organisierten Kriminalität unternehmen vielfältige Anstrengungen, ihre Erfolge zu legalisieren
und gesellschaftliche Anerkennung zu erzielen. Dabei nutzen sie Mittel der Korrumpierung und bahnen
Kontakte zu Personen des öffentlichen Lebens an.
Die Zukunft der Organisierten Kriminalität wird nach Expertenmeinung in den Deliktbereichen
Rauschgiftkriminalität, Wirtschaftskriminalität, Straftaten im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und
Umweltkriminalität liegen.

II
(Kurzfassung)

Menschenhandel – Erfahrungen einer Sonderkommission in einem besonderen Deliktsbereich der


Organisierten Kriminalität

Eine Sonderkommission der Fachinspektion für Organisierte Kriminalität bei der Polizeidirektion Hannover
bearbeitete von Oktober 1987 bis zum Ende des Jahres 1989 ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen
Bordellbetreiber wegen des Verdachts des Menschenhandels und anderer Delikte. Hauptbeschuldigte waren ein
45jähriger ehemaliger Bäcker und seine 39jährige thailändische Ehefrau. Unter Einbeziehung
verwandschaftlicher und freundschaftlicher Beziehungen nach Thailand hatten die Beschuldigten einen
Menschenhändlerring aufgezogen. Kopf der Organisation in Bangkok war die Mutter der Thailändischen
Täterin. Eine weitere Tochter dieser Frau war bereits seit 1980 an der Betreibung von Bordellen in Hannover
beteiligt. Ein Netz von Anwerbern suchte insbesondere in den ärmlichen Gebieten im Norden Thailands, aber
auch in Bangkok selbst Frauen auf und bot ihnen an, sie als Serviererinnen in Restaurants und Bars nach
Deutschland zu vermitteln. Interessentinnen mußten Kreditverbindlichkeiten von bis zu 17 000 DM eingehen.
In Deutschland wurden die Frauen unter Drohungen und mit Gewalt dazu gezwungen, in den Bordellen der
Täter die Prostitution auszuüben. Wegen Menschenhandels, Förderung der Prostitution und gemeinschaftlicher
Zuhälterei wurden die Täter rechtskräftig zu 4 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

III
(Kurzfassung)

Bekämpfung der Organisierten Kriminalität – Weichenstellung durch die Politik notwendig!

180
Organisierte Kriminalität (OK) – und hier insbesondere der illegale Drogenhandel – stellt angesichts
zunehmender Internationalisierung, ansteigenden Organisationsgrads und fortschreitender Professionalisierung
der Täter eine existentielle Bedrohung von Staat und Gesellschaft dar. Der Selbstbehauptungswille des Staates
wird in Frage gestellt. Organisiertes Verbrechen ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung des
demokratischen Rechtsstaates. Zur Bekämpfung der OK reichen organisatorische und administrative
Mäßnahmen allein nicht aus: herkömmliche Ermittlungs- und Aufklärungsmethoden versagen. Deshalb müssen
auch in der Gesetzgebung neue Wege beschriften werden. Der Deutsche Bundesrat hat einen Gesetzentwurf für
ein „Gesetz zur Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandels und anderer Erscheinungsformen der
Organisierten Kriminalität" vorgelegt, mit dem u.a. neben Strafverschärfung für verschiedene Delikte der OK
eine Vermögensstrafe und ein Geldwäschetatbestand eingeführt werden, der Schutz gefährdeter Zeugen
verbessert und der Einsatz verdeckter Ermittler auf eine tragfähige rechtliche Grundlage gestellt werden soll.
Vor dem Hintergrund der internationalen Dimension des organisierten Verbrechens müssen nationale
Bekämpfungskonzepte in eine international abgestimmte Gesamtstrategie gebunden werden. Die
Weichenstellung zur Bekämpfung der OK ist sowohl nationale als auch internationale Aufgabe und
Herausforderung für die Sicherheitspolitik.
Die Erfahrungen anderer Staaten zeigen, daß Gegenstrategien frühzeitig anzusetzen sind, um einer
Verfestigung krimineller Strukturen im OK-Bereich wirksam entgegenzutreten.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text „A". Versuchen Sie, den Hauptinhalt des Textes „A" ohne Wörterbuch zu
verstehen.

Aufgabe 2. Suchen Sie im Text nach den Antworten auf die folgenden Fragen!

1. Welche Art von Kriminalität wird zum Hauptproblem für die innere Sicherheit der BRD?
2. Was beschleunigt den Prozeß der Herausbildung der Organisierten Kriminalität?
3. Liegt ein Lageüberblick über die OK von heute in der BRD vor?
4. In welchen Bereichen ist die OK denkbar?
5. In welchen Bereichen dominiert die OK?
6. In welchen Deliktsbereichen wird die Zukunft der OK nach Expertenmeinung liegen?
7. Wie kann man einer Verfestigung krimineller Strukturen im OK-Bereich wirksam entgegentreten?
8. Zu welchen Mitteln greift die OK zur Durchsetzung und Sicherung der Machtansprüche?

Aufgabe 3. Suchen Sie im Text nach dem Abschnitt, in dem es um die hervorstechenden Merkmale der OK
geht?

Aufgabe 4. Definieren Sie anhand der Textinformation den Begriff „Organisierte Kriminalität"! Vergleichen
Sie diese Definition mit der Definition in einem russischen Nachschlagewerk.

Aufgabe 5. Übersetzen Sie Absatz 4 möglichst textgenau. Halten Sie diese Definition für exakt und
vollständig? Möchten Sie etwas selbst zu der Auffassung des Fachexperten hinzufügen?

Aufgabe 6. Erklären Sie, warum die OK vorwiegend in den enormen Profiten zu treffen ist.

Aufgabe 7. Teilen Sie diesen Standpunkt? „Der kriminalistische Bekämpfungsansatz der Zukunft muß vor
allem initiativ, deliktübergreifend und personen- bzw. organisationsbezogen sein. Offensive
Erkenntnisgewinnung muß man bereits bei der Bekämpfung erkannter Täterstrukturen ansetzen, bevor OK-
-verdächtige Straftaten offenkundig werden. Jegliches Zuwarten bis hin zur konkreten Tatausführung fördert
die Verfestigung krimineller Strukturen".

Aufgabe 8. Kommentieren Sie die obigen Behauptungen!

Aufgabe 9. Führen Sie eine Diskussion über das Thema „Die OK in Rußland"!

Aufgabe 10. Betrachten Sie das Problem der Kriminalität von verschiedenen Standpunkten aus!

181
Aufgabe 11. Merken Sie sich folgende Begriffe: Umweltkriminalität, Wirtschaftskriminalität,
Menschenhandel, Computerkriminalität. Was verbinden Sie mit diesen Begriffen?

Aufgabe 12. Stimmt das, daß die Bekämpfung der OK eine nationale und internationale Aufgabe ist?
Begründen Sie diesen Standpunkt.

Aufgabe 13. Antworten Sie anhand der Information des Textes „A" Teil III: Welche Maßnahmen zur
Bekämpfung der OK müssen getroffen werden?

Aufgabe 14. Lesen Sie § 180b StGB. Nehmen Sie Stellung dazu.
(1) Wer auf eine andere Person seines Vermögensvorteils wegen einwirkt, um sie in Kenntnis einer
Zwangslage zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution zu bestimmen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf
Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ebenso wird bestraft, wer auf eine andere Person seines Vermögensvorteils
wegen einwirkt, um sie in Kenntnis der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land
verbunden ist, zu sexuellen Handlungen zu bringen, die sie an oder vor einer dritten Person vornehmen oder
von einer dritten Person an sich vornehmen lassen soll.
(2) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer
1. auf eine andere Person in Kenntnis der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land
verbunden ist, oder;
2. auf eine Person unter 21 Jahren einwirkt, sie zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution zu
bestimmen, oder sie dazu bringt, diese aufzunehmen oder fortzusetzen.
(3) In den Fällen des Absatzes 2 ist der Versuch strafbar.

Aufgabe 15. Lesen Sie §181. „Schwerer Menschenhandel". Erzählen Sie Ihrem Kommilitonen darüber, was
Sie erfahren haben. Suchen Sie nach dem entsprechenden Paragraphen im StGB der Russischen Föderation.
Stellen Sie Gemeinsames und Unterschiedliches fest. Kommentieren Sie das.

(1) Wer eine andere Person.


1. mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel oder durch List zur Aufnahme oder
Fortsetzung der Prostitution bestimmt,
2. durch List anwirbt oder gegen ihren Willen mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel
oder durch List entführt, um sie in Kenntnis der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land
verbunden ist, zu sexuellen Handlungen zu bringen, die sie an oder vor einer dritten Person vornehmen oder
von einer dritten Person an sich vornehmen lassen, oder
3. gewerbsmäßig anwirbt, um sie in Kenntnis der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden
Land verbunden ist, zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution zu bestimmen, wird mit Freiheitsstrafe von
einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Aufgabe 16. Lesen Sie diese Zeitungsnotiz und sagen Sie, welche Arten von Delikten hier erwähnt sind.
Kommen derartige Verbrechen auch bei uns vor? Wenn ja, dann nennen Sie die Ursachen dafür.
Aus dem Profitstreben der Monopole erwachsen vielgestaltige Verbrechen: Steuerschwindel, massive
Korruption im Konkurrenzkampf um Staatsaufträge, illegale Preisdiktate, Arzneimittel- und
Lebensmittelfälschungen, Umweltzerstörung, Aktienfälschungen und -manipulationen, Kredit- und
Subventionsschwindel, Befreiben von Schwindeluntemehmen, Massenbetrug an Konsumenten, Konkurs- und
Versicherungsbetrug u.a. (Frakfurter Allgemeine)

Aufgabe 17. Lesen Sie den Text ohne Wörterbuch. Wie bewerten Sie die Überschrift?

Text B

Verbrechensbekämpfung

Absolute Sicherheitsgarantien kann kein Rechtsstaat seinen Bürgern bieten. Weder die ideologische
Fixierung der extremen Linken, die Polizei dürfe fast nichts tun, noch die der extremen Rechten, die Polizei
182
dürfe fast alles tun, erweist sich als ein ernstzunehmender Beitrag zur Verhinderung der Kriminalität. Da ein
Rechtsstaat nicht nur Angriffe von außen, sondern auch von innen abzuwehren hat, insofern kriminelle
Handlungen den sozialen Frieden und den Bestand der Rechtsordnung gefährden, stellt die
Verbrechensbekämpfung eine gemeinsame Aufgabe aller demokratischen Staatsbürger dar. Wirksame,
elementare Schutzmaßnahmen gegen Kriminalität ergreifen Bürger, wenn sie aus Verantwortung für unsere
plurale Gesellschaft grundgesetzkonforme Rechtsnormen bewußt einhalten und sich die Bedeutung der
Grundwerte für ein kultiviertes, humanes Zusammenleben bewußt machen. Um Massendelikte, organisiertes
Verbrechen und weitere zunehmende Kriminalitätsformen effektiv bekämpfen zu können, wurde ein
systematisches Präventionskonzept entwickelt. Allerdings ruft ein nahezu unbegrenztes Ausweiten der
Präventionsmaßnahmen ethische Bedenken im Blick auf Unkontrollierbarkeit, Unverhältnismäßigkeit und
mögliche Willkür hervor. Ethisch läßt sich das Strafrecht als ein herkömmliches Instrument der
Verbrechensbekämpfung kaum noch mit den Zweckbestimmungen der Rache und Vergeltung, der
Abschreckung und Wiedergutmachung, der Sozialschädlichkeit und des Sicherheitsbedürfnisses der Bürger
legitimieren. Ein ethisch vertieftes Strafrecht setzt einerseits das Prinzip der persönlichen Freiheit,
Verantwortung und Tatschuld sowie die Bereitschaft und Fähigkeit des Straftäters zur Umkehr und andererseits
den Grundsatz der sozialbedingten Mitverantwortung der Gesellschaft voraus. Denn wenn gesellschaftliche
Strukturen normwidriges Verhalten in Form von raffinierten Verführungskünsten und Konsumzwängen
fördern, dann müssen solche bedenklichen Rahmenbedingungen in strafrechtliche Überlegungen und
Maßnahmen einbezogen werden. Human-ethische Gesichtspunkte des Strafvollzuges legen großen Wert darauf,
daß Inhaftierte eine faire Chance zur Wiedereingliederung in unsere Gesellschaft erhalten und
Finanzierungsmaßnahmen für Justizvollzugsanstalten in einem moralisch vertretbaren Verhältnis zu
Resozialisierungsmaßnahmen stehen.
Vorwürfe, die gegen die Polizei im Rahmen der Verbrechensbekämpfung erhoben werden, sollten rechtlich
wie ethisch sorgfältig geprüft werden. Auch wenn der Polizeibeamte/die Polizeibeamtin in besonderer Weise zu
Kriminalitätsbekämpfiing verpflichtet ist, kann nicht die Maxime, Erfolg um jeden Preis, der Maßstab für
polizeiliche Strafverfolgung und Ermittlung sein, sondern den Vorzug verdienen auch in der
Verbrechensbekämpfung die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit. Sich nicht von unkontrollierten Wut- und
Haßgefühlen gegenüber brutalen Straftätem leiten zu lassen, die Pflicht zur Eigensicherung zu beachten, das
Verbrechen zu verabscheuen und zugleich die Menschenwürde des Normverletzers zu achten, all das stellt hohe
ethische Anforderungen an jeden Polizeibeamten/jede Polizeibeamtin im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung.
Kein Zweifel, ein Nachlassen des gesellschaftlichen Konsenses in Fragen Kriminalität und
Kriminalitätsbekämpfung schränkt die diesbezüglichen Bemühungen der Polizei ein.

Aufgaben zum Thema

– Wie beurteilen Sie das Präventionskonzept aus ethischer Sicht?


– An welche ethischen Grundsätze sollte polizeiliche Verbrechensbekämpfung, die präventive wie die
repressive, gebunden sein? – Bestimmte politische Gruppen sprechen der Polizei das Recht ab, präventiv tätig
zu werden. Sie betrachten dieses als Polizeistaatsmethoden. Setzen Sie sich ethisch mit diesem Standpunkt
auseinander.
– Erörtern Sie, warum Verbrechensbekämpfung nicht alleinige Aufgabe der Polizei sein kann!
– Wie bewerten Sie das Anzeigeverhalten der Bürger im Rahmen der polizeilichen
Verbrechensbekämpfung?
– Welche ethische Bedeutung messen Sie dem Strafrecht im Zusammenhang mit der
Kriminalitätsbekämpfung zu? Wie stehen Sie zu der These „Strafe ist sittlich erlaubt, wenn auf humanere
Weise das Vertrauen in die Rechtsordnung nicht gesichert werden kann. Strafe ist sittlich richtig, soweit sie die
Verantwortungsfähigkeit des Täters im Horizont der objektiven Rechtsgüterordnung möglich macht oder seine
Verantwortungbereitschaft erhöht"?
– Halten Sie die Todesstrafe für ethisch vertretbar?
– Vereinzelt werden Stimmen laut, die eine Abschaffung der Freiheitsstrafe aus humanen Gesichtspunkten
fordern. Wie beurteilen Sie ethisch eine solche Forderung? Welche ethischen Prinzipien erscheinen Ihnen für
einen humanen Strafvollzug in unserem demokratischen Rechtsstaat wichtig?
– Welche ethischen Kriterien sprechen Ihrer Meinung nach für das Resoziali-sierungskonzept?
– Medienberichte über Kriminalität setzen die Polizeibehörde vielfach unter Erfolgsdruck. Inwieweit darf
die Polizei ihre Verhörmethoden und weiteren Fahndungsmaßnahmen intensivieren, ohne ethische Grundsätze
183
zu verletzen?
– Welche Auswirkungen haben Begnadigungen von Terroristen oder Amnestien von Kriminellen auf das
Rechtsbewußtsein von Polizeibeamten/Polizeibeamtinnen und Bürgern?
– Kritiker werfen der Polizei vor, sie würde selektiv wahrnehmen und selektiv ermitteln. Wie würden Sie
derartige Vorhaltungen unter ethischem Aspekt beantworten?

Text C

Jugend und Polizei

Selbstfmdung und Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen in unserer Gesellschaft sind vielfachen


Schwierigkeiten ausgesetzt: Begrenztes Angebot an Ausbildungsplätzen, Unsicherheiten beim Eintritt in die
Berufswelt, ein verwirrender Pluralismus identitätszersetzender Gesellschaftspraktiken, der Jugendlichen eine
Übernahme von lebensbejahenden, sinnstiftenden Wertsystemen erschwert. Die Folgen davon sind bei der
Jugend vielfach die Einstellung der Ambivalenz gegenüber dem, worauf Erwachsene Wert legen, das Suchen
nach alternativen Lebensformen und neuen Leitbilderri, die in unserer permissiven, „vaterlosen" Gesellschaft
fehlen, das Anfälligvverden für Identitätskrisen, insofern Heranwachsende an den Praktiken unserer
Konsumgesellschaft leiden. Ihren Entwicklungs- und Reifungsprozeß noch nicht abgeschlossen, fühlen sich die
– in formaler Hinsicht–jungen Erwachsenen häufig konfrontiert mit einer Umwelt, mit der sie innerlich nicht
klarkommen.
Die Zunahme konkurrierender Definitionen von „Jugend" erklärt sich u.a. dadurch, daß unsere Gesellschaft
Jugend nicht nur als eine zeitlich begrenzte Altersstufe und Entwicklungsphase zwischen Kindheit und
Erwachsensem, sondern auch als Wert, Ideal bzw. Idol betrachtet. Daraus ergeben sich eine Reihe von
Abgrenzungsund Integrationsproblemen. Auffallenderweise nimmt die Anzahl der „Jugendlichen" quantitativ
zu, während die Zugehörigkeitskriterien zum Jugendalter immer fragwürdiger werden. Die in ihrer
Identitätsfindung noch unfertigen Jugendlichen sollen vielfach dem von Erwachsenen aufgestellten
Wertmaßstab Jugend entsprechen, ohne daß die heranwachsende Generation derartiges will oder kann. Eine in
tiefgreifenden Wandlungen bzw. Umbrüchen befindliche Gesellschaft verändert nochmals den Status der
Jugendlichen, denn es sind nicht mehr die Erwachsenen, die auf alle anstehenden Probleme, z.B.
Umweltschutz, Energieversorgung, internationale Spannung und wirtschaftliche Kontakte zur Dritten Welt,
eine allgemeingültige, zufriedenstellende Lösung wissen. Da die nachfolgende Generation über
Zukunftsprobleme und Überlebenschancen verständlicherweise mitsprechen und mitentscheiden will, dürfen
abweichende Meinungen und alternative Standpunkte den Gegensatz zur Erwachsenenwelt verschärfen.
Hier Brücken der Verständigung zu bauen und Abhilfe zu schaffen ist die neue und alte Generation
gemeinsam, unsere gesamte Gesellschaft aufgerufen. Die Polizei allein kann das nicht leisten. Denn ihr fällt
primär nicht die Aufgabe zu, „Entwicklungshilfe" für Jugendliche zu leisten, sondern ihr Augenmerk
aufgefährdete, tatverdächtige oder straffällig gewordene Jugendliche zu richten. Das Legalitätsprinzip
verpflichtet jeden Polizeibeamten/jede Polizeibeamtin zum Einschreiten gegen normabweichende Bürger,
unabhängig davon, ob sie im Alter eines Erwachsenen oder Minderjährigen stehen. Um jedoch nicht das
Feindbild einer repressiven, jugendfeindlichen Einrichtung aufkommen zu lassen und um der Eigenart der
jungen Menschen gerecht werden zu können, sollte der Polizei sehr daran gelegen sein, das rechte Verständnis
für den Sozialisationsprozeß der Jugendlichen mit all seinen Schwierigkeiten aufzubringen. Kontaktbrücken zur
Jugend zu bauen und das Vertrauen der neuen Generation zu gewinnen. Dabei unkonventionelle Wege zu
beschreiten, soweit die Gesetzeslage das zuläßt, eröffnet neue Perspektiven in das Verhältnis der Polizei zur
Jugend.
Innerhalb der Polizei gibt es auch Jugendliche. Sie können genauso wie ihre Altersgenossen Rücksicht auf
Vorbereitung und Einübung in die Erwachsenenrolle verlangen, haben aber darüber hinaus noch die Pflicht, für
Jugendliche außerhalb der Polizei Verständnis aufzubringen. Hier persönlichkeits- und verhaltensbezogene
Orientierungshilfe anzubieten fällt in das Aufgabengebiet der Berufsethik.

Aufgabe 1. Sehen Sie den Text „Jugend und Polizei" durch.

Aufgabe 2. Gliedern Sie den Text.

Aufgabe 3. Welche aktuellen Probleme werden in diesem Text aufgeworfen?


184
Aufgabe 4. Schreiben Sie ein Referat darüber in russischer Sprache!

Aufgabe 5. Was versteht man unter „Ambivalenz"? Wie wird dieser Terminus in einer Enzyklopädie
erklärt?

Aufgabe 6. Stellen Sie zehn Fragen zum Text „C" und lassen Sie Ihre Kommilitonen diese Fragen
beantworten.

Aufgabe 7. Berichten Sie über die Probleme „Jugend und Polizei" in unserem Land.

Übungen zur Entwicklung der Sprachfertigkeiten

Aufgabe 1. Beantworten Sie folgende Fragen:


1. Welche Tendenz hat die Kriminalität in der BRD in den letzten Jahren? 2. Welche Delikte treten in der
BRD auf? 3. Welche Rolle spielt die Amnestie/ die Begnadigung bei der Vorbeugung der Straftaten? 4. Welche
Faktoren tragen zur Verhütung und Bekämpung der Kriminalität bei? 5. Beeinflussen die Entwicklung des
Rechtsbewußtseins und die ständige Vervollkommnung der Rechtsordnung die Verringerung der Kriminalität?
6. Was steht im Zentrum der Vorbeugung von Straftaten? Welche Rolle spielt die Aufklärung aller Straftaten
bei der Kriminalitätsvorbeugung und -bekämpfüng? 7. Welche Rolle spielt die Strafverfolgung bei der
Vorbeugung und Bekämpfung der Kriminalität und anderer Rechtsverletzungen? 8. Welche vorbeugenden
Maßnahmen halten Sie für empfehlenswert? 9. Was halten Sie von Rechtserziehung und Rechtspropaganda bei
der Bekämpfüng und Verhütung von Straftaten? 10. Welche Ursachen und Bedingungen begünstigen Ihrer
Meinung nach die Kriminalität? 11. Wie sind die Rückfalltaten zu verhüten und zu bekämpfen? 12. Womit
hängt das zusammen, daß die Kriminalität in der BRD nicht abnimmt?

Aufgabe 2. Sprechen Sie von der komplexen Vorbeugung von Straftaten.

Aufgabe 3. Wie steht es mit Kriminalität in Rußland?

Aufgabe 4. Welche Straftaten werden in unserem Land begangen?

Aufgabe 5. Welche Arten von Verbrechen herrschen in Rußland vor?

Aufgabe 6. Sprechen Sie über die Verhütung und Bekämpfung der Kriminalität in unserem Land.

Aufgabe 7. Wodurch wird die Kriminalität in unserem Land verursacht?

Aufgabe 8. Kommentieren Sie den § l StGB. Keine Strafe ohne Gesetz. Der Paragraph lautet: „Eine Tat
kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde".

Aufgabe 9. Nehmen Sie Stellung zum Artikel 102 GG (BRD): „Die Todesstrafe ist abgeschafft". Enthält die
Verfassung der Russischen Föderation einen ähnlichen Artikel? Warum sprechen sich viele Menschen Ihrer
Ansicht nach gegen die Abschaffung der Todesstrafe aus? Womit begründen Sie Ihren Standpunkt? Bringen Sie
Ihre eigene Einstellung zu diesem Problem zum Ausdruck.

Aufgabe 10. Diskutieren Sie darüber in Ihrer Gruppe.

Aufgabe 11. Wie beurteilen Sie diese Empfehlung? Verwenden Sie das passende Adjektiv.
„Es gehört zum Humanismus unserer Gesellschaft, den Anwendungsbereich von Straftaten ohne
Freiheitsentzug, einschließlich der Geldstrafen, schrittweise auszubauen."
Ich finde das ... (gesetzwidrig, human, unbegründet, ungerecht, unverdient).

Aufgabe 12. Führen Sie eine Diskussion zum Thema „Die Vor- und Nachteile der Abschaffung der
Todesstrafe".

185
Aufgabe 13. Wie glauben Sie, warum ist die Todesstrafe in vielen Ländern, darunter in Rußland, nicht
abgeschafft? Gebrauchen Sie dabei folgendes Wortmaterial: Erstens ...; Zweitens ...; Drittens...; Viertens ...;
also...

Aufgabe 14. Führen Sie in der Gruppe eine Diskussion über das Thema „Ursachen und begünstigende
Bedingungen der Straftaten". Verwenden Sie dabei folgende Wendungen!

Ich vertrete folgenden Standpunkt...


Ich vertrete ebenfalls den Standpunkt wie ..., daß...
Ich stehe auf dem Standpunkt, daß ...
Der Standpunkt... ist nicht richtig.
Ich stehe nicht auf dem Standpunkt, daß ...
Ich kann den Standpunkt, daß ... nicht teilen.

Aufgabe 15. Führen Sie eine Diskussion über das Thema „Die Kriminalitätsvorbeugung und -bekämpfung
in Rußland". Verwenden Sie folgende Wendungen:
Meiner Überzeugung nach...
Ich bin davon fest/völlig überzeugt, daß ...
Ich bin der Ansicht, daß ...
Ich zweifle daran, daß ...
Ich bezweifle, daß...
Es läßt sich nicht bestreiten, daß ...
Ich stimme Ihnen zu ...
Allem Anschein nach...
Nach diesen Angaben...

Aufgabe 16. Vergewissem Sie sich, daß Sie die Aufgabe richtig verstanden haben!

Muster: Habe ich richtig verstanden? Ich soll zum Tatort fahren.

(mit der Untersuchung, Ende Februar, fertig sein); (den Verdächtigen vernehmen); (den Zeugen vorladen);
(die Haussuchung machen); (den Fall K. übernehmen); (einen Staatsanwalt konsultieren); (die Anklageakten
dem Chef zustellen); (die Aussagen des Zeugen P. überprüfen); (den Hergang der Tat rekonstruieren); (das
Protokoll fuhren).

Aufgabe 17. Drücken Sie Ihre Unsicherheit aus. Verwenden Sie dabei folgende Wendungen:
Es ist zweifelhaft, ob... . Es ist noch sehr fraglich, ob... . Es ist noch ungewiß, ob .... Es ist noch unbestimmt,
ob .... Es ist unsicher, ob ....

Muster: Es ist unsicher, ob er heute kommt.


1. Er wird dir bei der Aufklärung helfen. 2. Sie wird kommen. 3. Du schaffst das allein. 4. Das Gesetz wird
vom Parlament verabschiedet. 5. Sie werden uns bei der Arbeit helfen. 6. Sie wird dich heute anrufen. 7. Er
wird noch kommen. 8. Der Staatsanwalt wird die Schuld des Angeklagten beweisen. 9. Der Täter wird den
Mord gestehen. 10. Der Angeklagte wird verurteilt. 11. Die Zeugin wird vor dem Gericht die Wahrheit sagen.
12. Er hat ein Alibi. 13. Er hat einen Diebstahl begangen.

Aufgabe 18. Sprechen Sie zu folgenden Problemen. Vor- und Nachteile einer Verurteilung auf Bewährung,
Freiheitsstrafe oder Geldstrafe? Beginnen Sie die Sätze mit:
Ich kann die Auffassung über ... (darüber) nicht teilen; Ich bin der Auffassung, daß ...; Meiner Auffassung
nach ...; Ich muß meine Auffassung über ... ändern; Sie haben eine falsche Auffassung, daß ....

Aufgabe 19. Wodurch können Ihrer Meinung nach die Ursachen der Kriminalität verringert werden?

Aufgabe 20. Äußern Sie sich zum Problem der komplexen Vorbeugung von Straftaten.

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Aufgabe 21. Führen Sie eine Diskussion zum Thema „Die Rolle der Rechtspropaganda und Rechtserziehung
bei der Verhütung von Straftaten".

Aufgabe 22. Bestätigen Sie die folgende Feststellung „Die politische und ökonomische Stabilität des Landes
sowie die Berücksichtigung sozialer Belange der Bürger trägt zur Verringerung der Kriminalität bei".

Aufgabe 23. Widerlegen oder bekräftigen Sie die Aussage: „In der positiven Entwicklung der
Jugendkriminalität sind die Wirkungen rechtlicher Jugendpolitik deutlich erkennbar". Stimmt das?

Aufgabe 24. Bestätigen Sie die Aussage „Stimmt es, daß Kriminalisten, Staatsanwälte und Richter durch
ihre zuverlässige Arbeit zu sichern haben, daß Straftaten aufgedeckt, aufgeklärt und die Täter zur
Verantwortung gezogen werden?"

Aufgabe 25. Widerlegen Sie die folgende Äußerung: „Die breitgefächerte Differenzierung der Maßnahmen
strafrechtlicher Verantwortlichkeit trägt nicht zur Verhütung und Bekämpfung von Kriminalität bei".
Verwenden Sie dabei folgende Wendungen:
„Das ist keineswegs so, daß ..."; „Es stimmt nicht, was Sie da sagen"; „Ihre Behauptung, daß ... entspricht
nicht der Wahrheit"; „Sie irren sich in der Behauptung, daß ..."; „Ich glaube, Sie irren sich in diesem Punkt";
„Ihre Feststellung sei unbegründet"; „Die Praxis dagegen zeigt, daß ..."

Aufgabe 26. Nennen Sie Arten von Straftaten.

Aufgabe 27. Lassen Sie Ihren Kommilitonen die Gewaltdelikte klassifizieren.

Aufgabe 28. Fassen Sie die Hauptgedanken der Texte „A", „B", „C" in 10 Sätzen zusammen.

Aufgabe 29. Gestalten Sie ein Gespräch zu dem Thema „Wie kann die Kriminalität bekämpft werden?"

Aufgabe 30. Was halten Sie von der Information der Texte „A", „B", „C"?

Aufgabe 31. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Kriminalbeamter. Nehmen Sie eine Anzeige bei Diebstahl und
unbefugter Benutzung von Kraftfahrzeugen! Verwenden Sie dabei das angegebene Frageprogramm.
1. Wann wurde das Fahrzeug abgestellt? (Genaue Zeitangabe, wann das KFZ letzmalig gesehen wurde).
2. Wann wurde das Fehlen des KFZ festgestellt, von wem?
3. Wo wurde das KFZ abgestellt (Genaue Bezeichnung des Abstellortes, wie Straße, Hausnummer, Hof,
Garage, unter Laterne u.a. – bei freiem Gelände markante Punkte angeben: Fahrrichtung).
4. War das Fahrzeug gesichert und wie? (Art der Sicherung: Seil- oder Kettenschloß, Schloßsicherung,
Türschloß, Gang eingelegt, Kerzen ausgeschraubt usw.).
5. Was war es für ein Fahrzeug? (Fahrzeugart, Typ, polizeiliches Kennzeichen, Motor- und
Fahrgestellnummer, Reifennummer, Farbe , genau beschreiben). Bei mehrfarbigen Fahrzeugen die Farbe der
einzelnen Teile bezeichnen (Farbidentifikator vorlegen). Tachostand, Tankinhalt, Inhalt der Reservekanister,
besondere Merkmale am Fahrzeug, wie Verzierungen, Lackschäden, Beulen, Lackausbesserungen,
Roststellen, Ladung des Fahrzeuges:
6. Welche Gegenstände befanden sich im Fahrzeug bzw. am Fahrzeug? (Auch Maskottchen, Werkzeuge,
Gepäck usw. angeben und beschreiben).
7. Baujahr des Fahrzeuges und in welchem Zustand befand es sich?
8. Welche Defekte hat das Fahrzeug? (springt schwer an, läßt sich schwer schalten, defekte Beleuchtung,
erkennbare Reparaturstellen).
9. Stand das Fahrzeug allein oder waren in der Nähe noch andere Fahrzeuge ab-gestelt?
10. Welche Licht- und Witterungsverhältnisse herrschten zum Zeitpunkt des Abstellens?
11. Von wem wurde das Abstellen des Fahrzeuges beobachtet?
12. Wurde das Fahrzeug schon einmal unbefugt benutzt? (Wenn ja, Tatzeit, wurde Täter ermittelt,
Personalien des Täters).
13. War das Fahrzeug von allen Seiten frei sichtbar oder war es teilweise verdeckt?
14. Wurde das Fahrzeug immer an einer bestimmten Stelle und zu einer bestimmten Zeit abgestellt?
187
15. Welchen Personen waren diese Umstände bekannt?
Aufgabe 32. Nehmen Sie eine Anzeige bei einem VK-Unfall. Verwenden Sie dabei das folgende
Frageprogramm:
1. Datum und Uhrzeit der Unfallmeldung. 2. Zeit des Unfalls. 3. Unfallort. 4. Personalien des Mitteilenden.
5. Art des Unfalls. 6. Anzahl der Verletzten und Toten. 7. Ist ein Arzt oder Krankentransportwagen
anzufordern? (Wenn ja, sofort veranlassen). 8. Beteiligte Fahrzeuge. 9. Wurden Maßnahmen zur Sicherung des
Unfallortes eingeleitet? (Ggf. Weisungen erteilen). 10. Rufnummer zwecks Rückrufgeben lassen.

Aufgabe 33. Bestimmen Sie die Aufgaben der Verkehrspolizei und die der Kriminalpolizei bei der
Verkehrsunfallaufhahme.
I
1. Sicherung des Unfallortes; 2. Aufrechterhaltung des Verkehrs; 3. Durchführung von Absperrungs- und
Umleitungsmaßnahmen; 4. Spurensuche; 5. Sicherung von Spuren vor der Vernichtung; 6. Fertigung der
Verkehrsunfallanzeige; 7. Fertigung des Unfallortbefundsberichtes; 8. Fertigung einer maßstabgerechten
Zeichnung; 9. Fertigung von Aufnahmen des Unfallortes; 10. Feststellung von Beteiligten und Zeugen.
II
1. Weiterführende Suche und Sicherung von Spuren; 2. Fotografische Sicherung von Spuren, insbesondere
Detail- und Mikroaufnahmen; 3. Ermittlung von Beteiligten und Zeugen und deren Befragung/Vernehmung;
4.Einleitung von Fahndungsmaßnahmen; 5. Durchführung von Rekonstruktionen und
Untersuchungsexperimenten in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei; 6. Vorbereitung und Planung der über
den Erstangriff hinausgehenden Untersuchungshandlungen.

Aufgabe 34. Stellen Sie sich ein Verkehrsdelikt vor: Einer von Ihnen ist ein Kriminalist, der andere ist ein
außenstehender Zeuge. Vernehmen Sie den Zeugen bei Verkehrsdelikten. Verwenden Sie dabei folgendes
Frageprogramm:
1. Standort des Zeugen. 2. Blickrichtung des Zeugen. 3. Von wo und in welcher Richtung bewegte er sich?
4. Wurde er durch ein Geschehen abgelenkt (Grad der Aufmerksamkeit)? 5. Durch was wurde er auf die am
Unfall Beteiligten aufmerksam? 6. In welcher Richtung bewegten sich unfallbeteiligte Personen und
Fahrzeuge? 7. Mit welcher Geschwindigkeit bewegten sich diese? 8. Auf welchen Erkenntnissen beruht die
Schätzung der Geschwindigkeit. (Erfahrungen persönlicher Art)? 9. Wie weit befanden sich die Fahrzeuge zum
Zeitpunkt des Erkennens von Zeugen entfernt? (Untersuchungsexperiment) 10. Wie war das Verhalten der
Beteiligten unmittelbar vor dem Unfall? 11. Wie geschah der Unfall? (exakte Schilderung des Hergangs)? 12.
Stand das Fahrzeug nach dem Unfall? 13. Wurde der Stand der Fahrzeuge nach dem Unfall verändert? 14.
Warum und durch wen wurde der Stand der Fahrzeuge, die Lage Täter und Verletzter oder anderer
Gegenstände verändert? 15. Wie waren die Sicht-, Witterungs- und Fahrbahnverhälmisse zum Zeitpunkt des
Unfalls? 16. Wurden Äußerungen von den Beteiligten zum Zustandekommen! des Unfalls gemacht? 17.
Welche Personen haben ebenfalls den Verkehrsunfall beobachtet? 18. Meinung zur Ursache (Schuldfrage) des
Unfalls. 19. Erkennbare physische und psychische Verfassung der Unfallbeteiligten (Alkohol-,
Arzneimitteleinwirkung usw.).

Aufgabe 35. Würden Sie sich von den folgenden Prinzipien bei der Tatortarbeit leiten?:
1. Ruhe bewahren; 2. Nichts überstürzen–besonnen vorgehen; 3. Systematisch und planvoll vorgehen; 4.
Unbefugte fernhalten; 5. Gründlichkeit4, 6. Kein Tatort ohne brauchbare Spur; 7. Alle Spuren sichern – über
ihre Verwendung als Beweismittel später entscheiden; 8. Eigene Spuren kennzeichnen.

Aufgabe 36. Vernehmen Sie/Befragen Sie die Unfallbeteiligten/ Beschuldigten bei Verkehrsdelikten!
Verwenden Sie dabei Fragenkomplexe unter Beachtung der vorgenannten Aspekte.

Aufgabe 37. Widersprechen Sie Ihrem Gesprächspartner. Üben Sie zu zweit nach folgendem Muster:

Muster: Das Parlament hat das Gesetz beschlossen. Nein, das stimmt nicht, es hat das Gesetz nicht
beschlossen; (Statt „nein, das stimmt nicht" können Sie auch sagen: Nein, ganz im Gegenteil, ...; Nein, das ist
nicht wahr, ...; Nein, da irren Sie sich,...; Nein, da sind Sie im Irrtum,...)
1. Der Arzt hat dem Kranken das Medikament verschrieben. 2. Der Angeklagte hat dem Richter seine
Unschuld bewiesen. 3. Der Bürgermeister hat dem Brautpaar die Urkunden gegeben. 4. Der Angestellte hat
188
dem Chef seine Kündigungsabsicht verschwiegen. 5. Die Zollbehörde hat dem Ausländer die Einreise
verweigert. 6. Die Polizei hat dem Busfahrer den Führerschein entzogen. 7. Der Dieb hat dem Junggesellen die
ganze Wohnungseinrichtung gestohlen. 8. Die Diebesbande hat den Fahrgästen im Schlafwagen das Geld
entwendet. 9. Die Lügen helfen den Politikern immer. 10. Diese Firma zählt zu Ihren regelmäßigen Kunden. II.
Dieses Gesetz tritt zwanzig Tage nach der Verkündung in Kraft, (vierzehn Tage nach der Verkündung). 12.
Eine Vorlage für ein neues Gesetz wurde schon eingebracht.

Aufgabe 38. Bilden Sie selbständig mit folgenden Wörtern und Wendungen Sätze:
1. Angenommen, daß der Angeklagte, die Wahrheit, sagen, so, müssen, er, freigesprochen werden. 2.
Derzeit, vorsehen, das Gesetz, daß, der Beschuldigte, jedenfalls, dann, bedürfen, ein Verteidiger, wenn, die
Untersuchungshaft, schon, zwei Monate, gedauert hat (§182 StPÖ, Österreich). 3. Jeder dem Gericht
Eingelieferte, sein, von, unverzüglich, der Untersuchungsrichter, längstens, aber, binnen 48 Stunden, zu,
vernehmen. 4. Der Untersuchungsrichter, die Vorerhebungen und Voruntersuchungen, zu führen haben. 5. Die
gerichtliche Verfolgung, die Straftiaren Handlungen, eintreten, nur, auf Antrag, ein Ankläger.

Aufgabe 39. Übersetzen Sie die von Ihnen gebildeten Sätze ins Russische. Kommentieren Sie diese Artikel
aus der StPÖ Österreichs.

Aufgabe 40. Lesen Sie folgende Sätze. Übersetzen Sie sie ins Russische. Beachten Sie die
Bedeutungsunterschiede. Schreiben Sie die festen Verbindungen heraus und bilden Sie damit Ihre Sätze.
1. Man bringt die Konferenz gegen Mitternacht zum Abschluß. Die Konferenz wird gegen Mitternacht zum
Abschluß gebracht. Gegen Mittemacht kommt die Konferenz zum Abschluß. 2. Man setzte das Gesetz in Kraft.
Das Gesetz wurde in Kraft gesetzt. Das Gesetz trat in Kraft. 3. Gegen diese Willkür müssen wir jetzt Protest
einlegen. Gegen diese Willkür wurde der Protest des Staatsanwalts erhoben.

Aufgabe 41. Lesen Sie §146, §147 StGB. Wie beurteilen Sie das festgesetzte Strafmaß? Verwenden Sie das
passende Adjektiv. Beginnen Sie dabei mit: „Ich finde diese Strafe... (gesetzwidrig, rechtmäßig, human,
begründet, unbegründet, unverdient, hoch, hart, abschreckend, mild, schwer)."
§146. Geldfälschung, (1) Mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren wird bestraft, wer
1. Geld in der Absicht nachmacht, daß es als echt in Verkehr gebracht oder daß ein solches Inverkehrbringen
ermöglicht werde, oder Geld in dieser Absicht so verfälscht, daß der Anschein eines höheren Wertes
hervorgerufen wird,
2. falsches Geld in dieser Absicht sich verschafft oder
3. falsches Geld, das er unter den Voraussetzungen der Nummern l oder 2 nachgemacht, verfälscht oder sich
verschafft hat, als echt in Verkehr bringt.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

§ 147. Inverkehrbringen von Falschgeld.


(1) Wer, abgesehen von den Fällen des § 146, falsches Geld als echt in Verkehr bringt, wird mit
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Aufgabe 42. Lesen Sie folgende Sätze. Übersetzen Sie sie ins Russische. Beachten Sie die Bedeutung der
Verben. Bilden Sie selbst mit diesen Verben ähnliche Sätze.
1. Man klagt ihn wegen des Diebstahls, des Mordes, des Meineids an. 2. Sie bezichtigt ihn der Unehrlichkeit.
3. Die Polizei überführte ihn des Mordes. 4. Man verdächtigte den Zeugen der Lüge, des Diebstahls.

Ausgabe 43. Lesen Sie folgende Sätze. Bitte achten Sie auf folgende Unterschiede:
1. Ich freue mich auf das Wochenende. Ich freue mich über dein Geschenk.
2. Wir interessieren uns für Ihr Angebot. Wir sind an Ihrem Angebot interessiert. Wir haben Interesse an
Ihrem Angebot.
3. Seit 5 Jahren zählt diese Firma zu unseren regelmäßigen Kunden. Man zählt G. zu den bedeutendsten
Historikern des vorigen Jahrhunderts. Hier zählen Leistungen, nicht die großen Worte.

Aufgabe 44. Ergänzen Sie die Präpositionen. Erzählen Sie diese Geschichte nach.
189
Herr Albrecht nimmt ebenfalls... dem Deutschkurs in München teil. Er beschäftigt sich schon lange ... der
deutschen Sprache; auch ... der Stadt München hat er großes Interesse. Er freut sich schon... das nächste
Wochenende, denn er interessiert sich besonders ... die Sehenswürdigkeiten. Er will entweder den Englischen
Garten oder das Deutsche Museum besuchen;das hängt ... Wetter ab. Da am Samstag die Sonne erscheint,
erkundigt sich Herr Albrecht ... der Hotelrezeption ... dem Weg zum Englischen Garten. Er bittet... einen
Stadtplan und verläßt das Hotel.

Aufgabe 45. Wie sagt man das auf Russisch?


die Bekämpfung der Kriminalität, Organisierte Kriminalität, Organisiertes Verbrechen, die Bekämpfung des
illegalen Rauschgifthandels.

Aufgabe 46. Wie heißt Teil der Polizei, der die Aufgabe hat, Verbrechen zu untersuchen? Wählen Sie das
Richtige (Schutzpolizei; Verkehrspolizei; Bundesgrenzschutz, Grenzpolizei, Kriminalpolizei).

Aufgabe 47. Was verbinden Sie mit dem Begriff „Schmerzensgeld"? Wie wird dieser Terminus im deutsch-
russischen Wörterbuch übersetzt?

Aufgabe 48. Wie läßt sich das mit einem Wort sagen? – „Entschädigung in Geld für einen erlittenen
immateriellen Schaden".

Aufgabe 49. Sagen Sie. Haben folgende Sätze gleiche Bedeutungen?:


1. Ihm wurden zwei Morde zur Last gelegt. 2. Er wurde zweier Morde beschuldigt.
3. Man behauptet, daß er zwei Morde begangen (verübt) hat. 4. Er wurde eines Mordes bezichtigt.

Aufgabe 49.1. Schreiben Sie die Verben und Wendungen aus den obigen Sätzen heraus. Geben Sie ihre
Rektion an. Bilden Sie selbst einige Sätze mit den angeführten Verben und Wendungen. Beachten Sie die
Rektion.

Aufgabe 50. Stellen Sie sich vor. Sie sind ein Kriminalkommissar. Ein Einbruchsdiebstahl wurde begangen.
Nehmen Sie nach folgendem Frageprogramm eine Anzeige auf!
1. Wer ist Eigentümer des gestohlenen Gegenstandes? 2. Wer war vor der Tat zuletzt am Ort des Einbruchs?
3. Waren alle Türen, Fenster und Behältnisse verschlossen und die üblichen Sicherungsvorkehrungen
getroffen? 4. Ist betreffender Person beim Weggang vom Objekt etwas Besonderes aufgefallen? (Personen,
abgestellte Fahrzeuge usw.) 5. Geschah das Verlassen des Objektes zur üblichen Zeit? 6. Wann und unter
welchen Umständen erhielt der Anzeigeerstatter vom Ereignis Kenntnis? 7. Wurden verdächtige Geräusche
wahrgenommen? 8. Wurden am Tatort Personen angetroffen? Welche? 9. Welche Wahrnehmungen wurden bei
der Tatfeststellung gemacht? 10. Wo und wie lagen die Glasscheiben, Holzsplitter oder Teile zerstörter
Gegenstände, Werkzeuge usw.? 11. Welche Gegenstände waren nicht am üblichen Platz? 12. Welche fremden
Gegenstände befanden sich am Tatort? 13. Welche Gegenstände wurden entwendet? (exakte Beschreibung und
Wen der Gegenstände, Verwendungszweck). 14. Wer hatte Kenntnis davon? 15. Welche Veränderungen
wurden vom Anzeigeerstatter oder anderen Personen am Tatort vorgenommen?

Auch eine Unterhaltung


(Ein Polizist und ein Jugendlicher)

P: Wo waren Sie gestern abend?


J: Warum wollen Sie das wissen?
P: Ich habe Sie gefragt, wo Sie gestern waren?
J: In einer Diskothek.
P: In welcher?
J: Im Big Apple.
P: Wo ist die?
J: In der Türkenstraße.
P: Gehen Sie da oft hin?
J: Sooft ich Lust habe.
190
P: Und wie oft ist das?
J: Zwei- bis dreimal in der Woche.
P: Sind Sie dort bekannt?
J: Ich glaube schon. Fragen Sie doch den Besitzer.
P: Darf ich Ihren Ausweis sehen?
J: Den habe ich nicht bei mir.
P: Haben Sie Ihren Führerschein bei sich?
J: Hier! Und jetzt sagen Sie mir endlich, was Sie von mir wollen?
P: Letzte Nacht sind Autos beschädigt worden, am Stadtpark.
J: Was habe ich damit zu tun?
P: Sie treffen sich doch auch mit anderen Jugendlichen im Stadtpark.
J: Ja. Aber ich beschädigte keine Autos!

***

J: Hier habt ihr gelesen?


K. Was denn?
J: Da haben Marder ( , ) die Gummis an Autos zerfressen.
K: Guten Appetit!
K: Sehr komisch.
J: Gar nicht komisch. Mich hat gestern ein Polyp (der Polyp salop = Polizist Schutzmann – ),
gefragt, wo ich vorgestern abend war. Immer die Jugendlichen.

Aufgaben zum Dialog

Aufgabe 1. Hören Sie den Dialog.

Aufgabe 2. Lesen Sie den vorstehenden Dialog zu zweit!

Aufgabe 3. Übersetzen Sie ihn ins Russische nach Gehör!

Aufgabe 4. Führen Sie ein ähnliches Gespräch!

Aufgabe 5. Antworten Sie! Warum wurde der Jugendliche vom Polizisten ausgefragt?

Aufgabe 6. Wie glauben Sie? Hatte der Polizist das Recht oder den Grund, den Jungen festzuhalten und ihn
auszufragen? Ist das nicht eine Verletzung der Menschenrechte? Äußern Sie sich dazu von verschiedenen
Standpunkten aus.

Aufgabe 7. Sprechen Sie über das Verhältnis zwischen der Polizei und Jugend in Ihrem Land.

Aufgabe 8. Hören Sie die folgende Kurzgeschichte und geben Sie sie sinngemäß wieder.
Ein junger Mann stand vor Gericht. Er hatte einige Zeit in einer Druckerei gearbeitet. Dort hatte er sich seine
Kenntnisse angeeignet. Er hatte falsche Fünfzigmarkscheine hergestellt. Er war vorsichtig gewesen und hatte
nur nachts gearbeitet. Man hatte ihn erwischt. Der Hausmeister war aufmerksam geworden und hatte ihn bei der
Polizei angezeigt. Er hatte ihn einige Male nachts in den Keller schleichen sehen. Der Richter war dem
Angeklagten freundlich gesinnt. Der junge Mann war arbeitslos und hatte sofort alles gestanden. Eine
Gefängnisstrafe von zwei bis drei Jahren war ihm sicher. Geldfalschen muß hart bestraft werden. Zu Beginn der
Verhandlung las der Richter die Anklageschrift vor. Dann waren alle Beweisstücke aufgezählt: Der
nachgemachte Kellerschlüssel, die Druckplatten und die falschen Fünfzigmarkscheine. Der Gerichtsdiener war
gebeten worden, diese Sachen auf den Richtertisch zu legen. Der Gerichtsdiener war ein ordentlicher Mensch.
Man mußte den Geschworenen die Sachen einzeln zeigen. Zum großen Erstaunen des Richters fehlte das
Falschgeld. Man konnte das fehlende Beweisstück nicht finden. Die Polizei hatte den Fall bearbeitet und das
Beweismaterial gesammelt. Die Antwort war kurz: „Die Fünfzigmarkscheine haben wir Ihnen am 3. dieses
Monats durch die Post überweisen lassen".
191
Lehrstoff zum Selbststudium

Aufgabe 1. Sehen Sie den nachstehenden Zeitungsbeitrag durch! (Süddeutsche Zeitung)


Zahl rechtsextremer Gewalttaten stieg um mehr als SO Prozent
Bonn (dpa) – Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr drastisch
gestiegen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz verzeichnete mit fast 2300 Straftaten einen Anstieg von mehr
als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, 17 Menschen wurden getötet und zahlreiche zum Teil schwer
verletzt.
90 Prozent der Anschläge und Übergriffe waren gegen Ausländer gerichtet. Täter seien vor allem
Jugendliche und Heranwachsende gewesen, sagte der Bundesminister Seiters. Eine zentrale Steuerung durch
rechtsextremistische Organisationen sei nicht festgestellt worden. Doch seien im militanten Bereich „erste
Anzeichen von Rechtsterrorismus zu verzeichnen".
Die Statistik der Verfassungsschützer weist für das vergangene Jahr 2285 Gewaltdelikte „mit erwiesener
oder zu vermutender rechtsextremistischer Motivation" aus. 54 Prozent mehr als 1991(1483). Bei den Brand-
und Sprengstoffanschlägen wurde der stärkste Anstieg verzeichnet: von 383 auf 701. 77mal wurden jüdische
Friedhöfe, Mahnmale und sonstige Gebäude geschändet, doppelt so viele wie im Vorjahr. Von 894 ermittelten
Tatverdächtigen waren etwa 70 Prozent Jugendliche und Heranwachsende, nur zwei Prozent waren älter als 30
Jahre.
Nach absoluten Zahlen liegt bei den Ländern Nordrhein-Westfalen mit 513 Taten an der Spitze, gefolgt von
Baden-Württemberg (256), Brandenburg (229) und Mecklenburg-Vorpommern (184). In Hamburg mit 36 und
Bremen mit zwei registrierten Fällen wurden die wenigsten rechtsextremistischen Gewalttaten verübt. Bezogen
auf jeweils 100000 Einwohner liegt Nordrhein-Westfalen allerdings in der Mitte der Liste. Sie wird angeführt
von Mecklenburg-Vorpommern (Quote 9,52) vor Brandenburg (8,83), Schleswig-Holstein (4,19), dem Saarland
(4,19),Sachsen-An-halt (3,59) und Sachsen (3,35). Seiters verwies aufeinen Rückgang der ausländerfeindlichen
Straftaten seit vergangenem November. Mit 70 Fällen liege der Januar im Monatsmittel deutlich unter dem
Vorjahr. Der Minister führte diese Entwicklung unter anderem auf die von ihm ausgesprochenen Verbote dreier
neonazistischer Gruppierungen zurück. Außerdem seien der geplante Stellenabbau beim Verfassungsschutz
gestoppt sowie beim Bundeskriminalamt eine neue Gruppe für die Bekämpfung von Rechtsextremismus und -
terrorismus eingerichtet worden.
Die Polizei in Schwerin hat laut AFP am Samstag 17 Jugendliche festgenommen, die Teilnehmer einer
Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit mit rassistischen Parolen starten. Rund tausend Menschen hatten
in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns mit Kreuzen, Fackeln und Taschenlampen gegen
Ausländerhaß demonstriert.

Aufgabe 2. Erzählen Sie Ihren Kommilitonen, worum es sich in diesem Zeitungsartikel handelt.

Aufgabe 3. Kommentieren Sie diese Nachricht.

Aufgabe 4. Womit hängt das Ihrer Meinung nach zusammen, daß die Gewalttaten in Deutschland drastisch
gestiegen sind?

Aufgabe 5. Lesen Sie den folgenden Text. Nehmen Sie die Information des Textes zur Kenntnis.

Taschendiebstahl

Taschendiebstähle treten überwiegend als Einzelstraftaten, jedoch auch als Straftatenhäufüngen oder
Brennpunkte in Erscheinung und richten sich vorrangig gegen das persönliche Eigentum. Aufgrund situativer
Bedingungen, insbesondere im Zusammenhang mit Personenkonzentrationen in den Hauptgeschäftszeiten und
im Berufsverkehr kommen sie an bestimmten Ortlichkeiten (wie in Kaufhäusern und Verkehrsmitteln) verstärkt
vor. Die Spezifik der Begehung von Taschendiebstählen besteht darin, daß die Täter vorrangig Geldbörsen,
Brieftaschen und andere Behältnisse, in denen sie Bargeld oder Wertgegenstände vermuten, unmittelbar aus der
Bekleidung sowie aus Taschen und anderen mitgefühlten Behältnissen der Geschädigten unter Ausnutzung der
jeweiligen Umstände entwenden. Die strafrechtliche Abgrenzung des Taschendiebstahls zum Raub von
Taschen und anderen Behältnissen gemäß § 252 StGB erfolgt, in dem geprüft wird, ob eine gewaltsame
192
Wegnahme der Sache vorliegt bzw. der Besitz einer entwendeten Sache gewaltsam oder durch Drohung mit
gegenwärtiger Gefahr für Leben und Gesundheit gesichert wurde. Für Taschendiebstähle ist im Gegensatz zum
Raub charakteristisch, daß die unmittelbare Wegnahme der Sache von den Geschädigten nicht bemerkt und der
Diebstahl oft erst später festgestellt wird.

Aufgabe 5.1. Antworten Sie. Wo treten die Diebstahle in der Regel auf?

Aufgabe 6. Definieren Sie die Straftat „Taschendiebstahl"!

Aufgabe 7. Wo liegt die Grenze zwischen Taschendiebstahl und Raub von Taschen?

Aufgabe 8. Was ist für Taschendiebstähle charakteristisch?

Aufgabe 9. Sehen Sie den Text „Diebstähle" durch! Geben Sie den Inhalt des Textes auf Russisch wieder.

Diebstähle

Einbruchsdiebstahl, Nachschlüsseldiebstahl und Einsteigediebstahl sind die in der Praxis am häufigsten


vorkommenden Deliktarten. Im Gegensatz zum Diebstahl, bei dem nur eine einfache Wegnahmehandlung
vollzogen wird, verwirklicht der Täter beim Einbruchsdiebstahl sein Tatziel dadurch, in dem er unter
Anwendung von Gewalt vordringt. Die Gewaltanwendung richtet sich vorwiegend gegen Gebäude, Räume,
Behältnisse und umschlossene Sachen. Neben körperlicher Gewaltanwendung werden häufig Werkzeuge
benutzt. Bei Nachschlüsseldiebstahl verschafft sich der Täter mittels eines schloßfremden Werkzeuges oder
eines nicht zum Schloß gehörenden Schlüssel Zutritt zu verschlossenen Räumen oder öffnet Behältnisse. Täter
verwendet auch unberechtigt in Besitz gebrachte, zum Schloß gehörende Schlüssel. Diese Begehungsweise tritt
auch oft im Zusammenhang mit Einbruchsdiebstählen in Erscheinung. Täter nutzt auch begünstigende
Umstände aus und verwendet in Briefkästen, Lichtkästen, unter Abtretern, in Fenstern, Schubkästen u.a.
Verstecken abgelegte, zum Schloß gehörende Schlüssel. Unter Einsteigediebstahl werden Straftaten verstanden,
bei denen der Täter in umschlossene oder umfriedete Grundstücke, Räume oder Gebäude einsteigt und daraus
Geld, Gegenstände und Sachen entwendet. Es wird lediglich eine bestimmte Art des Vergehens des Täters
ausgedrückt. Er nutzt stehende Zugangsmöglichkeiten aus, ohne Gewalt zur Überwindung des Hindernisses,
beispielsweise, beim Einsteigen durch Fenster, Öffnungen und Dachluken, Kelleröffnungen usw. anzuwenden.
Um sein Tatziel zu erreichen, geht der Täter auf verschiedene Art und Weise vor (mittels Einsteigen,
Aufbrechen, Nachschlüssel), so daß die Begehungsarten auch in kombinierter Form angewendet werden.

Aufgabe 10. Suchen Sie im Text die Antworten auf folgende Fragen:
1. Welche Arten von Diebstählen gibt es? 2. Wodurch unterscheiden sie sich voneinander:
Einbruchsdiebstahl, Nachschlüsseldiebstahl und Einsteigediebstahl? 3. Was ist die Zielsetzung des Täters bei
Diebstahl?

Aufgabe 11. Schreiben Sie die Antworten in Ihre Hefte ein!

Aufgabe 12. Was könnten Sie als Verhütung der Diebstähle empfehlen?

Aufgabe 13. Besprechen Sie das Problem „Diebstähle" von allen Seiten!

Aufgabe 14. Lesen Sie § 242 StGB Diebstahl.


(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, dieselbe sich rechtswidrig
zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Aufgabe 15. Kommentieren Sie das.

Aufgabe 16. Nehmen Sie die Information aus § 243 StGB zur Kenntnis. Besonders schwerer Fall des
Diebstahls, (1) In besonders schweren Fällen wird der Diebstahl mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu
193
zehn Jahren bestraft. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter:
1. zur Ausführung der Tat in ein Gebäude, eine Wohnung, einen Dienst- oder Geschäftsraum oder in einen
anderen umschlossenen Raum einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur
ordnungsmäßigen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in dem Raum verborgen hält,
2. eine Sache stiehlt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung gegen
Wegnahme besonders gesichert ist, 3. gewerbsmäßig stiehlt.

Aufgabe 17. Vergleichen Sie §242, §243 StGB mit den entsprechenden Paragraphen des StGB der
Russischen Föderation. Stimmen Sie in allen Punkten Uberein? Geben Sie Ihren Kommentar dazu ab.

(Strafgesetzbuch 30. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1996).

Text N l
(Ein Hörverstehenstext)

Gegenstand und Aufgabe des Strafprozessrechts

Wir besitzen 2 große Gesetzgebungswerke, die das menschliche Verbrechen zum Gegenstand haben: das
StGB vom 15. Mai 1871 und die Strafprozeßordnung vom 1. Februar 1877. Während das StGB die
Voraussetzungen der Strafbarkeit, die Arten der Strafe und die sonst auf Grund eines mit Strafe bedrohten
Verhaltens zu verhängenden staatlichen Maßnahmen im einzelnen beschreibt, befaßt sich die
Strafprozeßordnung mit den Formen der Verbrechensermittlung und regelt den Ablauf des Verfahrens von der
Anzeige bis zu Strafvollstreckung. Man bezeichnet das Strafverfahrensrecht auch als formelles Strafrecht im
Gegensatz zum materiellen Strafrecht, das im StGB enthalten ist.
Die für den Strafprozeß wesentlichen Vorschriften sind allerdings nicht sämtlich in der StPO zu finden.
Daneben spielt namentlich das Gerichtsverfassungsgesetz vom 27. Januar 1877 eine erhebliche Rolle. Es
bestimmt die sachliche Zuständigkeit, den Aufbau und die Zusammensetzung der einzelnen Gerichte, die
Organisation der Staatsanwaltschaft und die allgemeinen, nicht auf den Strafprozeß beschränkten Grundsätze
für den äußeren Ablauf der gerichtlichen Tätigkeit. Das Strafprozeßrecht hat eine doppelte Aufgabe. Es soll
Verfahrensformen zur Verfügung stellen, die eine Überführung des Schuldigen und damit den Schutz der
Gesellschaft vor dem Verbrechen mit größtmöglicher Sicherheit gewährleisten; es soll aber gleichzeitig
Vorsorge dafür treffen, daß ein Unschuldiger nicht verurteilt und daß in seine persönliche Freiheit so wenig
eingegriffen wird, wie es mit dem Ziel der Verbrechensbekämpfung für irgend vereinbar ist. Da nun Schuld
oder Unschuld im Laufe des Verfahrens erst ermittelt werden sollen, muß das Gesetz die Notwendigkeit
energischen Eingreifens gegenüber dem möglicherweise Schuldigen mit dem Gebot, den Freiheitsraum des
vielleicht doch Unschuldigen zu wahren, in jedem Stadium der Ermittlungen durch sorgfältige Interessen zum
Ausgleich bringen. Hinzu kommt, daß selbst der Schuldige gegenüber dem Zugriff der
Strafverfolgungsbehörden keineswegs rechtlos ist. Da in einem Rechtsstaat die Menschenwürde, die dem
Verbrecher wie jedem anderen eigen ist, unter keinen Umständen angetastet werden darf, muß der Gesetzgeber
auch unter diesem Aspekt zulässige und unzulässige Ermittlungsmethoden voneinander abgrenzen. Zugespitzt
formuliert: Die Normen des Strafverfahrensrechts sollen nicht nur den Schutz des einzelnen durch das
Strafrecht verwirklichen, sondern ihn auch vor dem Strafrecht, d.h. vor jeder Möglichkeit polizeistaatlicher
Übergriffe der Strafvervolgungsorgane, nachhaltig schützen.
Bevor wir doch auf dieses Thema eingehen, wollen wir uns ein Bild verschaffen, wie nach geltendem Recht
ein Strafverfahren abläuft.
Lassen Sie mich zu Beginn der heutigen Vorlesung wie gewöhnlich den Inhalt der letzten in Stichworten
rekapitulieren, ehe ich zu dem für heute angekündigten Thema „Ablauf eines Strafverfahrens" komme. Also:
Für den Gang eines Zivilprozesses waren zu erläutern die Klageerhebung und die Fälle, in denen die Klage
durch einen Rechtsanwalt eingebracht werden muß, der Inhalt der Klageschrift (Sie erinnern sich: Parteien,
Streitgegenstand, Klagegrund und Antrag), die Zustellung der Klageschrift und die Klagemöglichkeit, im
schriftlichen Vorverfahren Erklärungen und Beweismittel einzubringen sowie die Ladung, die mündliche
Verhandlung und, falls die Klage weder zurückgenommen noch ein Vergleich erreicht wird, das Urteil. Heute
nun soll der Gang eines Strafverfahrens zunächst in groben Zügen dargestellt werden.
Das Strafverfahren wird nicht von den Parteien beherrscht: aufgrund des Offizialprinzips ist den staatlichen
Organen die Pflicht auferlegt, den Straftäter zu verfolgen und abzuurteilen. Sobald also der Verdacht einer
194
strafbaren Handlung besteht, muß die Strafverfolgung von Amts wegen einsetzen. Der Staatsanwaltschaft steht
ein Anklagemonopol zu, ausgenommen die Privatklage. Der Wille des Verletzten spielt dabei keine Rolle,
außer bei Antragsdelikten. Die Strafverfolgungsorgane haben aber in der Regel aufgrund des Legalitätsprinzips
die Pflicht zum Einschreiten. Lassen wir diese Bereiche erst einmal beiseite: sie werden uns später noch
eingehender beschäftigen.
1. Das Verfahren beginnt mit der Strafanzeige, die von jedem, von uns bei Polizei, Staatsanwaltschaft oder
Amtsgericht erstattet werden kann. Es setzt danach das Ermittlungsverfahren ein, in dem die Staatsanwaltschaft
den Sachverhalt zu erforschen hat, d. h. sie muß für die Beweiserhebung Zeugen und den Beschuldigten
befragen oder durch die Polizei befragen lassen. Auch die Spurensicherung gehört zu diesen vorbereitenden
Maßnahmen, ggf. auch der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlaß eines Haftbefehls wegen Verdunkelungs-
oder Fluchtgefahr. Auf diesem Teil der Voruntersuchung also Haftbefehl, Haftbefehlsgründe und
Untersuchungshaft, wird später noch einzugehen sein. Das schließlich zusammengebrachte Entlastungs-wie
Belastungsmaterial ist zu prüfen. Ergibt sich nun ein hinreichender Tatverdacht gegen den Angeschuldigten, so
erhebt die Staatsanwaltschaft öffentliche Klage durch Einreichimg einer Anklageschrift beim zuständigen
Gericht.
2. Das Gericht prüft nun in dieser 2. Stufe des Verfahrens, ob die Verdachtsmomente zur Eröffnung eines
Hauptverfahrens ausreichen. Selbstverständlich wird dem Angeschuldigten die Klageschrift zur Stellungnahme
zugestellt. Nur dann, wenn das Gericht in der Vorprüfung zu der Ansicht kommt, daß dem Angeschuldigten mit
aller Wahrscheinlichkeit die Tat nachzuweisen und mit einer Verurteilung zu rechnen ist, beschließt es die
Eröffnung der Hauptverhandlung.
3. Der Eröffhungsbeschluß läßt die Anklage zur Hauptverhandlung zu, die die dritte und wichtigste Stufe des
Strafverfahrens ist. Der Vorsitzende des Gerichts setzt den Termin fest, lädt alle Zeugen und läßt die
notwendigen Beweismittel herbeischaffen. In der Hauptverhandlung wird nach Verlesung der Anklageschrift
der Angeklagte zu seinen persönlichen Verhältnissen und der ihm zur Last gelegten Straftaten vernommen,
wobei er nicht zur Aussage gezwungen ist. Es werden die Zeugen vernommen, die ggf. auf ihr
Zeugnisverweigerungsrecht hingewiesen bzw. über die Folgen einer wissentlich falschen Aussage unter Eid
belehrt werden müssen. Zudem werden alle Beweismittel ausgewertet. Nach Abschluß der Beweisaufnahme
folgen das Plädoyer des Staatsanwalts, der einen Strafantrag mit dem vom Gesetz für die abzuurteilende Straftat
vorgesehenen Strafmaß stellt, und das Plädoyer des Verteidigers, der Freispruch beantragt oder um eine milde
Strafe bitten wird. Danach hat der Angeklagte das letzte Wort.
Das Gericht zieht sich anschließend zur Beratung zurück, die nicht öffentlich ist. Nach dieser Beratung
verkündet der Vorsitzende das Urteil, das im Strafmaß durchaus den Antrag des Staatsanwalts sowohl unter- als
auch überschreiten kann. Der Verurteilte kann das Urteil annehmen, oder aber er, sein Verteidiger wie auch der
Staatsanwalt können gegen das Urteil Berufung einlegen. Dies also in groben Zügen zu Ihrer ersten Information
der Ablauf eines Strafverfahrens.
(Fachsprache Deutsch. Rechtswissenschaft. Lese- und Arbeitsbuch. Lothar Jung. Max Hueber Verlag.
1994).

Aufgabe 1. Merken Sie sich die folgenden Abkürzungen. Nennen Sie die russischen Entsprechungen dafür:
StGB – das Strafgesetzbuch: StPO – die Strafprozeßordnung.

Aufgabe 2. Lesen Sie vor dem Hören des Textes die folgenden Aufgaben.
1. Was haben zwei Gesetzgebungswerke (das StGB und die StPO) zum Gegenstand? Worum handelt es sich
im diesem Text? Antworten Sie in zwei Sätzen.
2. Wieviel Abschnitte hat der Text?
3. Was wird in den einzelnen Abschnitten angesprochen? Notieren Sie dabei nur Stichwörter, die als
Überschriften dienen kennen?
4. Was wird als besonders wichtig hervorgehoben? Wodurch wird das erreicht?

Aufgabe 3. Bestimmen! Sie die Textsorte. Bekräftigen Sie Ihren Standpunkt durch spezifische sprachliche
Mittel und Textstruktur. Was hat ein Vortrag bzw. eine Vorlesung zum Ziel?

Aufgabe 4. Worum handelt es sich in diesem Text? Sagen Sie das in einem Satz. Wie können Sie die
Richtigkeit Ihrer Antwort überprüfen?

195
Aufgabe 5. Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Welche Gesetzgebungswerke haben das menschliche Verbrechen zum Gegenstand? 2. Was beschreibt das
StGB? 3. Womit befaßt sich die StPO? 4. Wie bezeichnet man das Strafverfahren anders? 5. Warum spielt das
Gerichtsverfassungsgesetz vom 27.01.1877 eine erhebliche Rolle? 6. Worin besteht die doppelte Aufgabe des
Strafprozeßrechts? 7. Auf welche Art und Weise soll die Schuld oder Unschuld ermittelt werden? 8. Wie wird
die Menschenwürde in einem Rechtsstaat geschützt?

Aufgabe 6. Suchen Sie im Text nach einem Abschnitt, wo es sich um die Darstellung des Gangs eines
Strafverfahrens handelt.

Aufgabe 7. Sehen Sie Absatz l durch und schildern Sie die 1. Stufe des Verfahrens.

Aufgabe 8. Lesen Sie Absatz 2 und antworten Sie, was dem Gericht in der 2. Stufe obliegt.

Aufgabe 9. Übersetzen Sie Absatz 3. Lassen Sie Ihren Studienfreund über die Schritte berichten, die die
3.Stufe des Strafverfahrens vorsieht.

Aufgabe 10. Wie glauben Sie, warum nennt man die 3. Stufe des Strafverfahrens die wichtigste?

Aufgabe 11. Antworten Sie.


a) Wann hat der Angeklagte das letzte Wort? b) Wann kann der Verurteilte gegen das Urteil Berufung
einlegen? c) Wann verkündet der Vorsitzende das Urteil?

Aufgabe 12. Erklären Sie den Unterschied zwischen „der Angeklagte" und „der Verurteilte"? Ziehen Sie ein
Nachschlagewerk zu Rate.

Aufgabe 13. Hören Sie den Text noch einmal. Machen Sie sich Notizen. Fassen Sie anschließend den Inhalt
zusammen.

Aufgabe 14. Geben Sie eine Gliederung des Textes.

Aufgabe 15. Schreiben Sie aus dem Text Wörter, Ausdrücke und Wendungen heraus, die das Rechtsgebiet
„Strafprozeßordnung" kennzeichnen.

Aufgabe 16. Schreiben Sie für die folgenden Zusammensetzungen und Wendungen russische
Entsprechungen:

1. Zulässige Ermittlungsmethoden -
2. die Verbrechensermittlung -
3. die Verbrechensbekämpfung -
4. das Strafverfahrensrecht -
5. die Strafvollstreckung -
6. das Strafprozeßrecht -
7. die Strafverfolgungsorgane -
8. das Strafverfahren -
9. die Klageschrift -
10. die Beweismittel einbringen -

Aufgabe 17. Nennen Sie die russischen Äquivalente für: ein arbeite-, familien-, strafzivilrechtliches
Verfahren; ein Verfahren anstrengen, einleiten, eröffnen, aussetzen, abschließen, einstellen, wiederaufnehmen,
niederschlagen; ein Verfahren läuft; in ein (schwebendes) Verfahren eingreifen; ein Berufungs-, Disziplinar-,
Gerichts-, Strafverfahren; einen Prozeß anstrengen, gegen j-n führen, gewinnen, verlieren, wiederaufnehmen;
ein öffentlicher Prozeß. Bis zum Prozeß sitzt er in Untersuchungshaft.

Aufgabe 18. Bilden Sie mit den vorstehenden Wörtern und Wendungen Ihre eigenen Sätze und schreiben
196
Sie sie in Ihre Hefte ein.
Aufgabe 19. Passen folgende Übersetzungen zusammen?

1. das Antragsdelikt – ,
2. das Urteil annehmen – ,
3. gegen das Urteil eine Berufung einlegen –
4. die Hauptverhandlung –
5. Freispruch beantragen – ,

Aufgabe 20. Erklären Sie. Aus welchen Wörtern besteht die Zusammensetzung „die
Strafverfolgungsbehörden"? Übersetzen Sie zuerst die Zusammensetzung und dann jedes Wort des
Kompositums ins Russische. Benutzen Sie dabei das Wörterbuch.

Aufgabe 21. Im Vorlesungstext finden wir den Terminus, das „Legalitätsprinzip". Wußten Sie schon, daß
dieser Begriff im deutschen Wörterbuch wie folgt definiert wird: „Das Legalitätsprinzip: Pflicht der
Staatsanwaltschaft, die strafbaren Handlungen zu verfolgen."? Wie wird dieser Terminus im russischen
Rechtswörterbuch erklärt?

Aufgabe 22. Sie finden im Text den Begriff „das Offizialprinzip". Lesen Sie jetzt die Übersetzung und die
Erklärung dieses Begriffs, wie sie im deutschrussischen Rechtswörterbuch zu finden sind: Offizialprinzip –
,
.

Aufgabe 23. Im Text tauchen einige Abkürzungen auf. Finden Sie sie heraus und lösen Sie sie auf.

Aufgabe 24. Erklären Sie nun, was Sie mit dem Begriff „Strafprozeßordnung" verbinden.

Aufgabe 25. Lesen Sie die Definition des Begriffes „Juristendeutsch". Sind Sie der gleichen Meinung?
Begründen Sie Ihre Meinung.
„Juristendeutsch (oft abwertend): durch komplizierte, pedantisch genaue und oft weitschweifige
Formulierungen gekennzeichnete, schwer verständliche Ausdrucksweise der Juristen". (Duden. Deutsches
Universalwörterbuch.)

Aufgabe 26. Bilden Sie Sätze. Gebrauchen Sie das Präteritum. Schreiben Sie die Sätze in Ihre Hefte ein.
1. Zu einem Monat, mit Bewährung, verurteilen, das Gericht, der Angeklagte. 2. Er, werden, ein Diebstahl,
bezichtigen. 3. Der Angeklagte, werden, das Verbrechen, überführen.

Aufgabe 27. Lesen Sie, wie das Rechtswörterbuch den Begriff „Gesetz" erklärt:
Gesetz: Der Begriff „Gesetz" wird in doppeltem Sinne verwendet.
Gesetz im materiellen Sinne ist jede Rechtsnorm, d.h. jede hoheitliche Anordnung, die für eine unbestimmte
Vielzahl von Personen allgemein verbindliche Regelungen enthält. Gesetz im formellen Sinne ist jeder
Beschluß der zur Gesetzgebung zuständigen Organe, der im verfassunmäßig vorgesehenen förmlichen
Gesetzgebungsverfahren ergeht, ordnungsgemäß ausgefertigt und verkündet ist (Ausfertigung, Verkündung von
Rechtswissenschaften).
(Rechtswörterbuch C. Greifeids. 12., neubearbeitete Auflage. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung.
München. 1994).

Aufgabe 28. Vergleichen Sie diese Definition mit der in einem russischen Rechtswörterbuch. Äußern Sie
sich dazu.

Aufgabe 29. Erklären Sie. Was verbinden Sie mit dem Begriff „Resozialisieren"? Beginnen Sie dabei mit
„Resozialisieren heißt..."; „Unter Resozialisieren verstehe ich ..."; „Resozialisieren bedeutet...".

Aufgabe 30. Ein Wörterbuch definiert den Begriff „Resozialisieren" wie folgt: „Nach Verbüßung einer
längeren Haftstrafe (mit den Mitteln der Pädagogik, Medizin und Psychotherapie) schrittweise wieder in die
197
Gesellschaft eingliedern". Wie stehen Sie zu diesem Problem? Mit welchen Mitteln läßt sich dieses Problem
effektiv lösen?

Aufgabe 31. Hören Sie den Text noch einmal und fassen Sie anschließend die wesentlichen Informationen
zusammen (zuerst mündlich, dann schriftlich).

Aufgabe 32. Schreiben Sie ein Kurzreferat über Gegenstand und Aufgaben des Strafprozeßrechts.

Aufgabe 33. Fassen Sie einen Kurzbericht über das Strafverfahren in der BRD ab.

Text N 2
Strafrecht

Auch das Strafrecht gehört zum öffentlichen Recht. Seine besondere Bedeutung erfordert jedoch eine etwas
genauere Betrachtung. Es ist die Aufgabe des Strafrechts, wichtige Rechtsgüter, die für das friedliche
Zusammenleben der Menschen unentbehrlich sind, besonders zu schützen. Dieser Schutz soll dadurch
gewährleistet werden, daß für bestimmte Handlungen oder Verhaltensweisen (Straftaten), durch welche solche
Rechtsgüter geschädigt werden, Strafen angedroht und gegebenenfalls auch verhängt werden.
Die staatliche Strafe ist immer ein schwerwiegender Eingriff in die Freiheit desjenigen, den sie betrifft. Im
Rechtsstaat, der ja Eingriffe der Staatsgewalt in die Freiheit des einzelnen begrenzen soll, kann deshalb nicht
jedes beliebige schutzwürdige Interesse durch strafrechtliche Normen geschützt werden. Nicht für jede
beliebige Störung des gesellschaftlichen Zusammenlebens kann die staatliche Rechtsordnung eine Strafe
androhen. Historisch gesehen hat das staatliche Strafrecht die private Rache abgelöst.
Ein Instrument der Unterdrückung und der Barbarei war das Strafrecht während der Zeit der
nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland. Diese Erfahrung ist ein wichtiger Grund dafür, daß durch das
Grundgesetz die staatliche Strafe an besonders enge Voraussetzungen gebunden ist.
Das rechtsstaatliche Strafrecht orientiert sich deshalb an der besonderen Sozialschädlichkeit eines Verhaltens
oder einer Handlung. Es verlangt außerdem, daß die Bedeutung eines strafrechtlich geschützten Rechtsgutes
und die im Falle seiner Verletzung verhängte Strafe in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen, und
daß die Voraussetzungen für die Androhung und Verhängung einer Strafe genau bestimmt sind. Ohne
Ubertreibung kann man sagen, daß die Ausgestaltung des Strafrechts ein Prüfstein der Rechtsstaatlichkeit ist.
Das Grundgesetz sichert die rechtsstaatlichen Grundsätze des Strafrechts durch eine Reihe von Bestimmungen.
Es gebietet (Art. 103 Abs. 2), daß eine Tat nur dann bestraft werden darf, wenn die Strafbarkeit vor
Begehung der Tat gesetzlich geregelt war. Diese Vorschrift enthält zwei wichtige Forderungen. Erstens muß im
voraus so genau wie möglich feststehen, welche Handlungen oder Verhaltensweisen mit Strafe bedroht sind.
Und zweitens muß auch die Strafandrohung selbst (Art und Höhe der Strafe) bereits zum Zeitpunkt der Straftat
gesetzlich bestimmt sein. Rückwirkende Strafgesetze würden die Rechtssicherheit als Voraussetzung rechtlich
geschützter Freiheit zerstören; sie sind deshalb immer unzulässig. Diese Vorschriften der Verfassung lassen
sich in der Regel zusammenfassen: keine Straftat ohne Gesetz, keine Strafe ohne Gesetz („nulla poena sine
lege"). Vom Rückwirkungsverbot ausgenommen ist allerdings die Anwendung späterer gesetzlicher
Regelungen, wenn sich diese zugunsten des betroffenen Straftäters auswirken.
In Art. 103 Abs. 3 verbietet das Grundgesetz die mehrmalige Bestrafung wegen derselben Tat (Verbot der
Doppelbestrafung). Nach Art. 102 ist die Todesstrafe abgeschafft; und Art. 104 enthält besondere
Rechtsgarantien für den Betroffenen im Fall einer Freiheitsentziehung.
Ein Hauptproblem des Strafrechts liegt in der Frage, welche Zwecke die Strafe verfolgt. Auf diese Frage gibt
es verschiedene Antworten:
Sühne und Vergeltung
Frühere Auffassungen sahen den Zweck der Strafe in Sühne oder Vergeltung. Durch die Sühne sollte der
Täter, der das Recht gebrochen hatte, wieder mit der Gemeinschaft versöhnt werden. Strafe als Vergeltung zielt
auf einen Ausgleich der Schuld, die der Straftäter auf sich geladen hat. In diesem Verständnis von Strafe ist
allein die begangene Tat maßgeblich; der Täter soll eine seiner Tat entsprechende Strafe erleiden.
Wer den Sinn der Strafe in der Vergeltung sieht, läßt die Frage nach nützlichen Auswirkungen der Strafe für
den Täter und für die Gemeinschaft außer acht. Auch wenn Strafe als Vergeltung im Einzelfall „gerecht" sein
mag, so ist sie doch ungeeignet, sozialschädliches Verhalten in der Zukunft zu verhindern.

198
Abschreckung und Vorbeugung
Dies ist das erklärte Ziel anderer Straftheorien, die den Zweck der Strafe in der „Prävention", das heißt der
Abschreckung und der Vorbeugung gegen künftige Straftaten, sehen. Zu unterscheiden sind die
„Generalprävention" und die „Spezialprävention".
Für die Theorie der Generalprävention liegen der Zweck und der Rechtfertigungsgrund der Strafe darin, daß
sie positive Auswirkungen für die Allgemeinheit hat. Die Bestrafung eines Täters soll anderen ein warnendes
Beispiel sein und sie ihrerseits zur Gesetzestreue anhalten. Strafe als Spezialprävention soll dagegen
bezwecken, den Täter selbst von der Begehung künftiger Straftaten abzuhalten. In der Gegenwart steht dabei
die „Resozialisierung" des Straftäters, seine Wiedereingliederung in die Gesellschaft, im Vordergrund.
Je für sich allein genommen, kann keine der beiden Auffassungen befriedigen. Denn der Zweck der
Generalprävention könnte dazu verleiten, um der Abschreckung anderer willen besonders schwere Strafen
anzudrohen. Die Androhung lebenslanger Freiheitsstrafe für Kaufhausdiebstahl würde möglicherweise
tatsächlich Diebstähle seltener machen; sie wäre jedoch unvereinbar mit dem schon erwähnten rechtsstaatlichen
Grundsatz, daß die Schwere der Straftat der Schwere der Strafe entsprechen muß. Wäre demgegenüber
ausschließlich das Ziel der Spezialprävention maßgebend, dann könnten selbst schwere Straftaten ungeahndet
bleiben, wenn sie aus einer ungewöhnlichen Situation heraus erfolgten und die Gefahr einer Wiederholung
durch denselben Täter nicht bestünde. In der Wirklichkeit staatlichen Strafens sind deshalb Spezialprävention
und Generalprävention zumeist aufeinander bezogen.
Das Strafgesetzbuch
Es gibt heute eine große Zahl strafrechtlicher Vorschriften. Kernstück des Strafrechts ist das
Strafgesetzbuch. In seinem Allgemeinen Teil enthält es grundsätzliche Vorschriften über die Merkmale
strafbarer Handlungen und über die Rechtsfolgen einer Straftat. Der Besondere Teil beschreibt die mit Strafe
bedrohten Tatbestände und die jeweilige Strafandrohung im einzelnen.
Obwohl das Strafgesetzbuch, dessen Normen im Kern auf die Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgehen, sehr
umfangreich ist, erfaßt es nicht alle Arten von Straftaten, die in der modernen Gesellschaft möglich sind. Hinzu
kommen zahlreiche Strafvorschriften, die in anderen Gesetzen enthalten sind. So ist beispielsweise der
Straftatbestand der Steuerhinterziehung im Steuerrecht geregelt; andere Gesetze mit Strafbestimmungen, sind
etwa das Tierschutzgesetz und das Jugendschutzgesetz.
Dies macht das moderne Strafrecht im ganzen unübersichtlich und auch schwer verständlich. Während die
Strafwürdigkeit vieler Tatbestände ihre Grundlagen im allemeinen Rechtsbewußtsein der Bürger hat und von
außerrechtlichen sozialen Normen getragen wird (zum Beispiel Mord und Totschlag, Diebstahl und
Erpressung), zwingt die gesellschaftliche und technische Entwicklung immer wieder zum Erlaß neuer
Strafvorschriften, die erst im Laufe der Zeit in das allgemeine Rechtsbewußtsein eingehen (zum Beispiel beim
Umweltschutz oder beim Datenschutz).
Verbrechen und Vergehen
Die Sanktionen, die das Strafrecht androht, unterscheiden sich nach der Schwere der Tat und den Arten
möglicher Straftaten. In der Bewertung der Schwere einer Tat unterscheidet das Strafrecht der Bundesrepublik
zwischen Verbrechen und Vergehen. Ein Verbrechen ist eine Straftat gegen ein von der Rechtsordnung als
besonders wichtig eingestuftes Rechtsgut. Um ein Vergehen handelt es sich, wenn das verletzte Rechtsgut als
nicht ganz so wichtig eingestuft wird oder wenn es sich um eine weniger schwere Tat gegen ein besonders
wichtiges Rechtsgut handelt. So können beispielsweise Straftaten gegen das Leben sowohl Verbrechen (Mord)
als auch Vergehen (fahrlässige Tötung) sein. Wer mit seinem Auto vorsätzlich mit hoher Geschwindigkeit
einen Fußgänger überfährt und dabei tötet, begeht einen Mord; wer leichtfertig zu schnell fährt und damit einen
Fußgänger ums Leben bringt, ist der fahrlässigen Tötung schuldig.
Ordnungswidrigkeiten
Neben Verbrechen und Vergehen gibt es im Recht der Gegenwart die sogenannten Ordnungswidrigkeiten.
Dies sind rechtswidrige Handlungen, die einer Straftat nahe kommen, im strafrechtlichen Sinne aber dennoch
keine Straftaten sind (zum Beispiel Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, die durch eine Geldbuße
geahndet werden). In diese Ausgliederung kleinerer Regelverletzungen aus dem Strafrecht drückt sich der
rechtsstaatliche Grundsatz aus, daß der Staat erst dann strafen darf, wenn mildere Sanktionen gegen ein
sozialschädliches Verhalten nicht ausreichen.
Strafverfahren und Strafen
Sehr bedeutsam für die Qualität der Rechtsordnung ist schließlich die Durchführung des Strafverfahrens
selbst. Jedes Strafverfahren ist ein schwerwiegender und möglicherweise folgenreicher Konflikt zwischen der
Staatsgewalt und dem straffällig gewordenen Bürger. Die Begrenzung der Staatsgewalt und ihre Bindung an
199
Verfahrensregeln sind deshalb in einem solchen Fall besonders bedeutsam. In der rechtsstaatlichen Ordnung ist
vor allem der Grundsatz wichtig, daß eine Verurteilung nur erfolgen darf, wenn die Schuld des Angeklagten
zweifelsfrei erwiesen ist („in dubio pro reo").
Als Strafen kennt das moderne Recht die Freiheits- und die Geldstrafe. Strafe setzt aber Schuld voraus. Ein
schuldunfähiger Täter (zum Beispiel ein Geisteskranker) kann deshalb nicht bestraft werden. Gegen ihn können
aber besondere Maßregeln (zum Beispiel die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus) verhängt
werden, wenn er für die Allgemeinheit gefährlich ist.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text 2 und bemühen Sie sich, den Hauptinhalt des Textes zu verstehen, ohne
ein Wörterbuch zu Hilfe zu nehmen. Beachten Sie dabei in erster Linie die Überschriften des Textes, die Ihnen
bei der Texterschließung hilfreich sein können.

Aufgabe 2. Welches Rechtsgebiet wird im Artikel eingehend definiert? Aufgabe 3. Was verbinden Sie mit
dem Begriff„Strafrecht"?

Aufgabe 4. Überfliegen Sie den Artikel und fassen Sie die wichtigsten Punkte des Beitrages zusammen.

Aufgabe 5. Stellen Sie Ihrem Kommilitonen je zwei Fragen zu jedem einzelnen Abschitt und lassen Sie ihn
antworten.

Aufgabe 6. Geben Sie Ihre eigene Gliederung des Beitrages.

Aufgabe 7. Suchen Sie im Text nach den Antworten auf folgende Fragen. Schreiben Sie sie in Ihre Hefte
ein.

1. Welchen Zweck haben die Strafen?


2. Zu welchem Rechtsgebiet gehört das Strafrecht?
3. Welche Aufgabe hat das Strafrecht?
4. Worin liegt das Hauptproblem des Strafrechts?
5. Worin besteht der Unterschied zwischen der „Generalprävention" und der „Spezialprävention"?
6. Wozu dient das Strafgesetzbuch?
7. Wodurch unterscheiden sich Verbrechen und Vergehen voneinander? Definieren Sie diese Begriffe.
8. Welche Arten von Strafen kennt das moderne Recht?

Aufgabe 8. Berichten Sie kurz über Strafverfahren und Strafen in der BRD und Rußland.

Aufgabe 9. Erklären Sie Ihrem Studienfreund, was man unter „Ordnungswidrigkeiten" versteht.

Aufgabe 10. Schreiben Sie die Straftaten auf, die im Text 2 erwähnt sind.

Aufgabe 11. Antworten Sie.

1. Wieviel Abschnitte hat der Artikel?


2. Was wird in den einzelnen Abschnitten angesprochen?
3. Was wird in dem Artikel als besonders beachtenswert herausgestellt?
4. Wie bewerten Sie selbst die Information dieses Beitrags?
5. Können Sie sich vorstellen, warum der Autor die Überschrift „Strafrecht" gewählt hat?
6. welchen Problemen beschäftigt sich der Autor im Abschnitt „Abschrekkung und Vorbeugung" besonders
und warum?

Aufgabe 12. Schreiben Sie auf Deutsch und auf Russisch eine Zusammenfassung des Beitrags „Strafrecht".

LEKTION 8. : I II;
(Partizipialgruppen); ; I „zu"
; . :« », «
200
», « ( , ,
)», « », « », « », « »,
», « », « », « », «
», « », « », « », « ».

I II

l (Partizip l) II (Partizip II).


1 -d: arbeitend, fragend.
1 ( ) ,
:
Schweigend verließ er das Zimmer. – .
1 ( ) ,
, , .
: Der verhörende Kriminalist saß dem Zeugen gegenüber.–
.
1 , . 1

: Ich sah einen lesenden Studenten. – ( ) .


II -t (
-t, -d, -tm, -dm, -chn, -gn, -ffii, „ ", :
belasten – belastet, verzeichnen – verzeichnet, eröffnen -eröffnet.
-ieren,
II ge-: suchen – gesucht, richten – gerichtet.
, ge-
( ) : abfragen – abgefragt, einstellen –
eingestellt, kennenlernen – kennengelernt.
II , ge-
-en: nehmen – genommen.
) , II ge-: vernehmen – vernommen,
beweisen – bewiesen, ergreifen – ergriffen.
II ;
II , ,
: Kurt setzte sich erschöpft auf eine Bank. – ,
. Sie fand die Wohnung ausgeraubt. – .
II „ +
" : Der Zug traf verspätet ein. –
.
II ,
, . : II
,
, , :
Der vernommene Zeuge machte wichtige Aussagen. – . Die
angekommene Delegation führ mit dem Bus ins Hotel „Metropol". –
« ».

1 II
, .
, – : Die neuen Untersuchungsmethoden anwendend,
können wir diese Straftat schneller aufklären, – ,
.
, .
,
201
.
. , : Er grüßte mich
lächelnd.– , . In Moskau angekommen, begab ich mich sofort zum Roten
Platz. – , .

( )
( ) ; 1
II , : Die auf der
Leipziger Messe ausgestellten Maschinen sind verkauft worden.
!
. , ,
, , '
, ,
, :
Den von ihm gestern gemachten Vorschlag halte ich für unerfüllbar. 1. , ,
. 2. , , .
, ,
, ,
, , :
Die in diesem Jahr gebauten neuen Häuser haben allen Komfort. , ,
.
, :
( 1 II, ),
, , : Die
von ihm bestandene Prüfung war sehr kompliziert. – . Der
gegen ihn eingeleitete Prozeß wird nicht lange dauern.–
.

I „zu"

1 „zu".
, ,
( ) ,
: Der zu lesende Text = Der Text muß/kann gelesen werden.
l , „zu"
, : die aufzuklärende Straftat.
: )
, ; )
, « » ,
1; )
, : Die zu lösenden Aufgaben haben große Bedeutung für die Sicherung der öffentlichen
Ordnung. 1. , ,
. 2.
. 3.
.
1 „zu" .
. ,
, : die noch in dieser Woche zu überprüfenden Angaben
– , .

Aufgabe 1. Suchen Sie nach dem Partizip 1.


1. Sie sprach zögernd. 2. Der sich nähernde Zug kommt pünktlich. 3. Das unterschriebene Protokoll liegt im
Safe. 4. Rauchend saß er im Sessel. S. Die angewandte Untersuchungsmethode ist schon veraltet. 6.
202
Schweigend beobachtete er den Zeugen. 7. Die gefundenen Sachen muß man ins Fundbüro abgeben. 8. Die
versprochene Hilfe kam nicht. 9. Die überprüfenden Aussagen des Verdächtigen sind widersprüchlich. 10.
Meine Kinder kamen ganz außer Atem angerannt. 11. Das angenommene Gesetz trat in Kraft.

Aufgabe 2. Wo ist das Partizip II?


1. Der entscheidende Augenblick kam. 2. Das ist eine entschiedene Sache. 3. Er lieferschreckt davon. 4. Sie
wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. 5. Lachend antwortete er mir. 6. Die Soldaten marschierten
singend in die Stadt ein.

Aufgabe 3. Bilden Sie das Partizip l von den folgenden Verben: untersuchen, verhören, ermitteln, prüfen,
fahren, lesen, vollziehen, einhalten, bestimmen, gelten, entlasten, schweigen

Aufgabe 4. Bilden Sie das Partizip II von den folgenden Verben: anklagen, festnehmen, versprechen,
verletzen, ermitteln, lesen, untersuchen, freisprechen, einleiten, begehen, ankommen, beweisen, finden,
absuchen, beschuldigen, verhaften, treffen, anerkennen.

Aufgabe 5. Sagen Sie russisch:


die versprochene Hilfe, das begangene Verbrechen, der fahrende Wagen, die handelnde Person, die bewährte
Methode, die getroffenen Maßnahmen, die vollziehende Gewalt, die gefundenen Sachen, die hinterlassenen
Spuren, der gewählte Abgeordnete, die einhaltenden Regeln, die verübte Straftat, der ermittelte Täter, der
entwendete Gegenstand, Diebstahle aus bereitgestellten oder auf Zwischenstationen haltenden Zügen, die
geplante Reise, ein überzeugender Beweis, ein überzeugter Mensch, im entscheidenden Augenblick, das
gelesene Buch, der vernommene Zeuge, der vernehmende Kriminalist.

Aufgabe 6. Sagen Sie das anders.

Muster: das gelesene Buch = Das Buch ist gelesen worden.

1. Der eingefahrene Zug. 2. Die ermittelten Täter. 3. Der begangene Diebstahl. 4. Die gefundenen
Gegenstände. 5. Die angewandte Methode. 6. Die aufgeklärte Straftat. 7. Der verletzte Mann. 8. Das gefällte
Urteil. 9. Die gelieferten Beweismittel. 10. Der zum Tode verurteilte Verbrecher. 11. Die entwendeten Sachen.

Aufgabe 7. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische:


1. Das 1989 vom Kriminalistischen Institut herausgegebene Handbuch „Erster Angriff hat in der
polizeilichen und kriminalistischen Ermittlungs- und Untersuchungspraxis breiten Eingang gefunden und sich
gut bewährt. 2. Beim Gebrauch der im Handbuch enthaltenen Empfehlungen ist stets von der jeweils
herrschenden konkreten Situation am Tatort, den individuellen Umständen und Bedingungen auszugehen,
welche die zu untersuchende Einzelstraftat charakterisieren. 3. Häufig ist eine zielgerichtete Befragung der
Geschädigten nach einem unmittelbaren Kontakt mit verdächtigen Personen erforderlich. 4. In Anbetracht der
vorgelegten Beweise gab der Verdächtige beide Straftaten zu. 5. Ständig eine hohe Sicherheit, Ordnung und
Disziplin in den Strafvollzugseinrichtungen und Jugendstrafanstalten zu gewährleisten, ist von entscheidender
Bedeutung. 6. Zuerst erfragte der die Anzeige entgegennehmende Kriminalist gezielt alle Informationen, die
zur Einleitung der Sofortmaßnahmen notwendig waren. 7. Die zu ermittelnden Täter hinterließen keine Spuren.

Aufgabe 8. Bilden Sie das partizipiale Attribut aus folgenden Wörtern:


1) die Maßnahmen, vorbeugen;
2) der Verdacht, begründen;
3) das Gesetz, beschließen;
4) die Aufgabe, erfüllen.

Aufgabe 9. Welche Entsprechungen gibt es im Russischen für: a) vorbeugende Maßnahmen; b) das gefällte
Urteil; c) der festgenommene Täter; d) die durchgeführte Untersuchung; e) das geltende Recht; f) der
besichtigte Tatort.

Aufgabe 10. Stimmen die angegebenen Übersetzungen der folgenden Sätze?


203
1. Dann atmete er erleichtert auf.– . 2. Die allgemein anerkannten Normen
des Völkerrechts über die Bestrafung von Verbrechen gegen den Frieden, gegen die Menschlichkeit sind
geltendes Recht-.
.

Aufgabe 11. Formen Sie die Attributsätze in erweiterte Attribute um.


1. Der Kriminalist sprach von der Untersuchung, die vor kurzem abgeschlossen worden war. 2. Der Zug, der
sich nähert, kommt pünktlich. 3. Eine Untersuchung, die gut vorbereitet ist, hilft bei der Aufklärung einer
Straftat. 4. Die Aufgabe, die gelöst werden muß, ist ziemlich kompliziert.

Aufgabe 12. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Formulieren Sie die Sätze mit
Partizipialkonstruktionen in die Relativsätze um. Erklären Sie die Bildung der Partizipien, die in den
nachstehenden Sätzen vorkommen.

Muster: Nicht mehr beachtete Vorschriften müssen geändert werden. = Vorschriften, die nicht mehr
beachtet werden, müssen geändert werden.

1. Am Arbeitsplatz verletzte Personen sind voll versichert. 2. Der meinen Antrag bearbeitende Beamte hat
sich viel Zeit genommen. 3. Der in Moskau ankommende Bundeskanzler begrüßte die Journalisten. 4. Der
verspätet angekommene deutsche Außenminister wurde besonders herzlich empfangen. 5. Ein tiefschlafendes
Kind sollte man nicht wecken. 6. Die auf die Polizisten schießenden Banditen wurden festgenommen. 7. Der
telefonisch herbeigerufene Krankenwagen mußte aber nicht die Kinder, sondern eine zufällig vorübergehende
alte Dame ins Krankenhaus bringen, wo sie wegen eines Nervenschocks behandelt werden mußte. 8. Den
Verfolgern entkommen, versteckte sich der Einbrecher in einer Scheune. 9. Die in der Rechnung genannte
Menge stimmt nicht mit der tatsächlichen Liefermenge überein. 10. Ihren Zahlungsbedingungen entsprechend
haben wir 3% Skonto abgezogen. 11. Um einen Rechtsstreit vor einem ordentlichen Gericht zu vermeiden, wird
bei Verträgen mit ausländischen Geschäftspartnern oft vereinbart, daß eventuell auftretende Streitigkeiten durch
ein Schiedsverfahren (Arbitrageverfahren) beigelegt werden sollen. 12. Aufgrund von nicht widerlegenden
Tatsachen bewies der Verteidiger die Unschuld des Angeklagten.

Aufgabe 13. Bilden Sie aus den Relativsätzen Partizipialkonstruktionen: 1. Die alte Vase, die im Keller
gefunden worden ist, stammt aus dem Mittelalter. 2. Der Redner, der auf eine Statistik der zunehmenden
Luftverschmutzung hinwies, begründete die Notwendigkeit härterer Gesetze. 3. Die Exemplare, die beschädigt
sind, sollten so schnell wie möglich ersetzt werden. 4. Das Ergebnis der Untersuchung, das in der Presse
veröffentlicht wurde, war für niemanden überraschend. 5. Die Steuererklärungen, die man leicht bearbeiten
kann, werden von den Finanzbeamten bevorzugt. 6. Das deutsche Strafrecht gilt für die Taten, die im Inland
begangen werden.

Aufgabe 14. Lesen Sie § 241 StGB (1): Übersetzen Sie ihn ins Russische mit Hilfe eines deutsch-russischen
Wörterbuches.
„Wer einen anderen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehnde Person gerichteten
Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft"

Aufgabe 15. Bringen Sie das oben formulierte Gesetz mit einem Wort zum Ausdruck. Als Hilfe können
Ihnen dienen: Diebstahl, Verdächtigung, Nötigung, Bedrohung.

Aufgabe 16. Suchen Sie die Partizipien heraus. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische.
§257 StPO (Österreich):
„Nachdem der Vorsitzende die Verhandlung für geschlossen erklärt, zieht sich der Gerichtshof zur
Urteilsfmdung in das Beratungszimmer zurück"
§246(1):
„Nach der Vernehmung des Angeklagten sind die Beweise in der vom Vorsitzenden bestimmten Ordnung
vorzuführen und in der Regel die vom Ankläger vorgebrachten Beweise zuerst aufzunehmen."
§200 (1):
„Die an den Beschuldigten zu richtenden Fragen dürfen nicht unbestimmt, dunkel, mehrdeutig oder
204
verfänglich sein."

Aufgabe 17. Wie würden Sie das russisch sagen?


1. Im Gefängnis hat ihm ein Auftragskiller des verstorbenen Drogenkönigs ein paar Dienste geleistet. 2. Die
Strafe darf nicht schwerer sein als die für die Vortat angedrohte Strafe /StGB, § 257 (2)/. 3. Als Anstifter wird
gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat
bestimmt hat /StGB, § 26/. 4. Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich
begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat /StGB, § 27 (1)/.

Aufgabe 18. Antworten Sie: Wußten Sie schon, daß ...

a) die deutsche Sprache an neunter Stelle in der Liste der am meisten gesprochenen Sprachen auf der Welt
steht?
b) über 90 Millionen auf der Welt lebende Menschen Deutsch als Muttersprache sprechen?
c) 65 Prozent der die Schweiz bevölkernden Menschen Deutsch als Muttersprache sprechen? d) die am
häufigsten gesprochene Sprache der Welt Chinesisch ist?

(Konjunktiv)

, ,
: , , ,
.
, .

,
, – « ».
1».

:
) , , ,
, .
, ,
.;
)
, , , .

:
- , , , 1- 3- .
:

Person Starke Sehwache Unregelmäßige Verben Modalverben


Zahl

Verben Verben
laufen machen sein haben werden können

205
ich laufe mache* sei habe werde könne

du laufest machest sei(e)et habest werdest könnest


Singular

er
sie laufe mache sei habe werde könne

es
wir laufen machen seien haben werden können

ihr laufet machet seiet habet werdet könnet


Plural

sie laufen machen seien haben werden können

Sie laufen machen seien haben werden können

*
.

.
) .
- . 1- 3-
. - , - , -u :

Person halten - hielt kommen - kam ziehen - zog tragen - trug


ich hielt-e kam– e zög-e trüg-e

du hielt-e-st käm-e-st zög-e-st trüg-e-st


er
sie hielt-e käm-e zög-e trüg-e
es
wir hielt-e-n käm-e-n zög-e-n trüg-e-n

ihr hielt-e-t käm-e-t zög-e-t trüg-e-t

sie hielt-e-n käm-e-n zög-e-n trüg-e-n

Sie hielt-e-n käm-e-n zög-e-n trüg-e-n

) .
. .
) .
. - , - , -u :

Person sein - war haben - hatte werden - wurde


ich wär-e hätt-e würd-e
du wär-e-st hätt-e-st würd-e-st

er
sie wär-e hätt-e würd-e
es

206
wir wär-e-n hätt-e-n würd-e-n
ihr wär-e-t hätt-e-t würd-e-t
sie wär-e-n hätt-e-n würd-e-n
Sie wär-e-n hätt-e-n würd -e-n

) .
, :

Person können mögen sollen (sollte) wollen müssen dürfen


(konnte) (mochte) (wollte) (mußte) (dürfte)
ich könnte möchte sollte wollte müßte dürfte

du könntest möchtest solltest wolltest müßtest dürftest

er
sie könnte möchte sollte wollte müßte dürfte
es
wir könnten möchten sollten wollten müßten dürften
ihr könntet möchtet solltet wolltet müßtet dürftet
sie könnten möchten sollten wollten müßten dürften
Sie könnten möchten sollten wollten müßten dürften

sein haben
II :

Person machen kommen


ich habe gemacht sei gekommen
du habest gemacht sei(e)st gekommen
er
sie habe gemacht sei gekommen
es
wir haben gemacht seien gekommen
ihr habet gemacht seiet gekommen
sie haben gemacht seien gekommen
Sie haben gemacht seien gekommen

haben sein II :

Person machen kommen


ich hätte gemacht wäre gekommen
du hättest gemacht wärest gekommen
er
sie hätte gemacht wäre gekommen
es

207
wir hätten gemacht wären gekommen
ihr hättet gemacht wäret gekommen
sie hätten gemacht wären gekommen
Sie hätten gemacht wären gekommen

werden
:

schreiben
ich werde schreiben wir werden schreiben
du werdest schreiben ihr werdet schreiben
er
sie werde schreiben sie werden schreiben
es Sie werden schreiben

I–

1 . 1
: werden (würde)
:

Person schreiben kommen


ich würde schreiben würde kommen
du würdest schreiben würdest kommen
er würde schreiben würde kommen
sie
es
wir würden schreiben würden kommen
ihr würdet schreiben würdet kommen
sie würden schreiben würden kommen
Sie würden schreiben würden kommen

: Konjunktiv I (er fahre, er werde fahren, er sei


gefahren) Konjunktiv II (er führe, er wäre gefahren).

:
1) , : Es lebe die Freiheit! - !
2) , , : Er solle/möge sie
besuchen. – .
3) , , .
man, : Man nehme zehn Tropfen ein. –
10 .
4) es sei + Partizip II ;
», « », « » .
: es sei genannt – ;

es sei betont – ;
es sei erwähnt – ;
es sei gesagt – ;
208
es sei hinzugefugt – ;
es sei darauf hingewiesen – .

:
1) , ,
: Hätte ich mehr Freizeit! – ! Wenn er mir das
früher erzählt hätte! – !
fast, beinahe « »
, : Ich wäre fast vorbeigelaufen. –
. Er hätte sich beinahe verspätet. – .
2) wenn « »
, : Ich hätte dir gern geholfen, wenn du mich darum gebeten
hättest. – , .
, : Wären Sie bei Rot stehengeblieben, so
wäre Ihnen nichts passiert. – ,
.
3) als, als ob, als wenn – « »,
» , : Sie tut (so), als ob sie vorher davon nichts
gewußt hätte. – , ( ) . Auf der Straße ist
es so dunkel, als wäre/sei sie nicht beleuchtet. – , .

, – .
,
. « ».
mögen können, :
Ich möchte heute zum Tatort fahren.– .
I .
, 1 ,
: An deiner Stelle würde ich ihm helfen.– . Wenn ich Zeit hätte,
würde ich ihm helfen.– , .
I
, : Wenn wir Zeit hätten, würden wir zu Fuß gehen ( gingen wir zu
Fuß).– , .

,
.
.
daß
. , ,
, .
.
, ,
: Er sagt, daß er krank sei. Er sagt, er sei krank.– , .
,
, : Mein Freund sagt, daß er das Protokoll schon gelesen habe./ Mein Freund sagt, er
habe das Protokoll schon gelesen.– , .
,
, : Er sagte, daß er sie besuchen werde. – , .
( 1-
3- )
, – ,
– 1, :
Er fragte, ob wir Zeit hätten ( haben).– , .
209
Wenn ich Zeit hätte, würde ich dich besuchen ( besuchte ich dich).– ,
. Sie sagten, sie hätten diesen Roman schon früher gelesen ( haben gelesen).–
, .

Aufgabe 1. Bestimmen Sie die Zeitform des Konjunktivs in den folgenden Sätzen:
1. Er sagte, er komme/käme mit dem Abendzug. 2. Sie sagte, daß sie mit dem Abendzug gekommen wäre. 3.
Der Zeuge benahm sich, als sähe er den Täter zum ersten Mal. 4. Er tat so, als ob er daran nicht teilgenommen
hätte. 5. Er sagt, er werde/würde bald zurückkommen. 6. Der Festgenommene hat zugegeben, daß er mir die
Uhr gestohlen habe.

Aufgabe 2. Übersetzen Sie die folgenden Sätze ins Russische: 1. Er tat so, als ob er sich an das Datum nicht
erinnern könnte. 2. Der Verdächtige benahm sich so, als hätte er nichts begriffen. 3. Wenn du Lust hättest,
könnten wir am Sonntag ins Theater gehen. 4. Ich würde gern ins Kino gehen, aber ich habe leider Dienst. 5.
Ich würde gern mitgehen, wenn ich keinen Dienst hätte. 6. Aber wenn es geregnet hätte, hätten wir die Spuren
nicht fotografiert. 7. Ohne die Aussagen des Zeugen X. hätten wir dieses Verbrechen nicht aufgeklärt. 8. Wenn
wir belastende Beweise hätten, könnte der Angeklagte den Diebstahl zugeben.

Aufgabe 3. Formulieren Sie die Wünsche als einfache Sätze nach dem Muster.

Muster: Ich wünsche mir, daß schlechtes Wetter vorbei ist.


– Wenn schlechtes Wetter doch (schon) vorbei wäre!

1. Ich wünsche mir, daß ich jetzt Ferien habe.


2. Ich wünsche mir, daß die Prüfungen vorbei sind.
3. Ich wünsche mir, daß der Verletzte am Leben bleibt.
4. Ich wünsche mir, daß ich nach Hause fahren kann.

Aufgabe 4. Sagen Sie das auf Russisch:


1. Wären Sie nur bei Rot stehengeblieben! 2. Wären Sie doch bei Rot nicht weitergegangen! 3. Wenn Sie
doch auf den Gegenverkehr geachtet hätten! 4. Wenn er seine Schuld vorher gestanden hätte!

Aufgabe 5. Wie würden Sie einen Verdächtigen vernehmen? Beginnen Sie Ihre Antwort mit der Wendung
„Ich würde..."

Aufgabe 6. Übersetzen Sie die Sätze ins Russische:


1. Beinahe hätte man den jungen Mann verurteilt. 2. Beinahe wäre ich bei der Prüfung in Strafrecht
durchgefallen. 3. Um ein Haar hätte ich den Dieb ermittelt. 4. Er wäre fast freigesprochen worden. 5. Der Chef
sagt zum Mitarbeiter, er solle mitkommen. 6. Sie hätten langsamer fahren sollen. 7. Ohne deine Hilfe könnte
ich die Untersuchung nicht so schnell abschließen. 8. Der rote „Volvo" hätte mich um ein Haar überfahren. 9.
Um ein Haar hätte das schiefgehen können. 10. Er wäre beinahe verunglückt. 11. Fast hätten wir uns verlaufen.

Aufgabe 7. Was würden Sie tun, wenn Sie eine Straftat aufklären sollten? Beginnen Sie Ihre Erzählung mit
der Wendung „Ich würde ..."

Aufgabe 8. Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt Ferien hätten? Beginnen Sie folgenderweise:
Wenn ich jetzt Ferien hätte, würde ich ...

Aufgabe 9. Wozu dient hier der Konjunktiv?


1. Er gab zu, daß er uns betrogen habe. 2. Der Fahrer behauptete, er habe auf die Verkehrszeichen geachtet.
3. Ich glaube nicht, daß er seine Schuld eingestehen werde. 4. Der Junge sagte, er hätte diese Straftat nicht
verübt. Er fugte hinzu, er sei Unschuld. Auf die Frage, ob er ein Alibi habe, antwortete er bejahend.

Aufgabe 10. Sagen Sie, worin besteht der Unterschied?


1. Wenn er mir doch die Wahrheit sagte (oder: sagen würde)./ Wenn er mir doch die Wahrheit gesagt hätte!
2. Wenn er mitfahren würde./Wenn er mitgefahren wäre!
210
3. Wüßte ich doch/bloß seine Adresse./ Hätte ich doch/bloß seine Adresse damals gewußt.

Aufgabe 11. Bilden Sie Wunschsätze in der Gegenwartsform.

Muster: Ich bin krank.


– Wenn ich doch gesund wäre/Wäre ich doch gesund!

1. Sie kommt nicht zurück. 2. Ich habe Angst. 3. Er hat nicht viel Zeit. 4. Der Bus kommt nicht. 5. Es ist so
dunkel. 6. Ich verdiene wenig Geld. 7. Du kannst nicht gut Deutsch sprechen. 8. Der Busfahrer fährt langsam.
9. Die Fernsehsendung kommt spät. 10. Sie stellt das Radio laut. II. Das Auto ist teuer. 12. Er spricht
undeutlich. 13. Ihr arbeitet langsam. 14. Ich habe keine Wohnung.

Aufgabe 12. Bilden Sie Wunschsätze mit oder ohne „wenn". Achten Sie auf die Zeit. Sagen Sie diese S