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Technische Universität München MA9712 Statistik für Betriebswirtschaftslehre

Fakultät für Mathematik Modulprüfung

Prüferin: xxx Februar 2011

Allgemeine Hinweise: Außer einem nicht programmierbaren Taschenrechner sind keine Hilfsmittel erlaubt.
Es sind maximal 20 Punkte zu erreichen.

Aufgabe 1 (ca. 3 Punkte)


Es sei X die Zahl der Beschäfigten in einer Firma und Y die Ausgaben (in EUR) der Firma für die
Fortbildung der Mitarbeiter. Für n = 41 Firmen ergaben sich folgende Kenngrößen
> c( mean(x), var(x), mean(y), var(y), cor(x,y) )
[1] 40 129 197 2460 0.91
Berechnen Sie m,
b bb und die erwarteten Ausgaben für Fortbildung Y (43) einer Firma mit 43 Beschäftig-
ten basierend auf einer linearen Regression.

b = rXY ssy und b


Hinweis: Betrachten Sie die Statistiken m b = y − rXY sy x.
sx
x
Im letzten Sommer wurden andere Bezeichnungen verwendet. b und m entsprechen α und β.

Aufgabe 2 (ca. 3 Punkte)


An einer Studie zum Auftreten von Farbenblindheit nimmt eine Gruppe von Personen teil, die sich
zu 45% aus Männern (M) und zu 55% aus Frauen (M) zusammensetzt. Man weiß, dass im allge-
meinen 6% der Männer farbenblind (F ) sind, d.h. es gil P{F |M} = 0.06. Dagegen sind nur 0.5%
der nicht männlichen Personen farbenblind. Verwenden Sie diese Information zum Berechnen der
Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig aus der Gruppe ausgewählte Person farbenblind ist, d.h. zum
Berechnen von P{F }. Bestimmen Sie außerdem P{M|F }, und beschreiben Sie das zugehörige Er-
eignis in Worten.

Aufgabe 3 (ca. 4 Punkte)


Es sei
k(1 − x 2 ), −1 < x ≤ 1

f (x) =
0, sonst
für x ∈ R.

3
(a) Zeigen Sie, dass f für k = 4 die Dichtefunktion einer Zufallsvariablen X ist.

(b) Bestimmen Sie die Verteilungsfunktion von X .

(c) Berechnen Sie P{− 21 < X ≤ 1}.

(d) Geben Sie die Definition des Medians an und bestimmen Sie diesen für die Verteilung von X .

(e) Geben Sie die Definition des Erwartungswerts für eine stetige Verteilung an und bestimmen Sie
diesen für die Verteilung von X .

Aufgabe 4 (ca. 3 Punkte)


Für eine Stichprobe x der Länge n = 25 kann angenommen werden, dass es sich um Realisierungen
einer Normalverteilung mit den Parametern µ und σ 2 handelt. Man erhält folgende Werte
> sum( x ); sum( x^2 )
[1] 58.97
[1] 369.73

(a) Geben Sie die Definition eines zweiseitigen 90% Konfidenzintervall für µ an.

(b) Bestimmen Sie das Intervall aus (a).


2
P 
X −µ 1 n
Hinweis: Verwenden Sie die Statistik √
S/ n
mit S 2 = n−1 i=1 Xi2 − nX und eines der Quantile:
> qt( c(0.9,0.95,0.99), df = 26 )
[1] 1.3150 1.7056 2.4786
> qt( c(0.9,0.95,0.99), df = 25 )
[1] 1.3163 1.7081 2.4851
> qt( c(0.9,0.95,0.99), df = 24 )
[1] 1.3178 1.7109 2.4922

Aufgabe 5 (ca. 3 Punkte)


Betrachten Sie eine Stichprobe aus Bernoulli-verteilten Zufallsvariablen X1 , ... , Xn mit Xi ∼ Bin(1, p),
i = 1, ... , n. Das interessierende Testproblem sei
H0 : p = 0.5 gegen H1 : p > 0.5 .
Für eine Stichprobe vom Umfang n = 10 wird der exakte Binomialtest mit Ablehnungsbereich {9, 10}
durchgeführt.

(a) Geben Sie die Definition für den Fehler 1. Art an.

(b) Berechnen Sie die maximale Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art?
Pn n
px (1 − p)n−x .

Hinweis: Verwenden Sie die Statistik i=1 Xi und die Wahrscheinlichkeitsfunktion f (x) = x

Aufgabe 6 (ca. 4 Punkte)


Es werden die Wartezeiten (in Minuten) an der Kasse in den Supermärkten Sparag und Consumo verglichen.
Dazu wurde der folgende R Output erzeugt:
Two Sample t-test

data: Waiting by Supermarket


t = 0.5218, df = 123, p-value = 0.3014
alternative hypothesis: true difference in means is greater than 0
95 percent confidence interval:
-0.592254 Inf
sample estimates:
mean in group Sparag mean in group Consumo
4.559477 4.287331
Welche der folgenden Aussagen sind richtig? (Signifikanzniveau 5%)

(a) Die Teststatistik ist betragsmäßig größer als 1.96.

(b) Eine einseitige Alternative wurde getestet.

(c) Der p Wert ist größer als 0.05.

(d) Der Test zeigt, dass die Wartezeit in Sparag-Märkten länger ist als in Consumo-Märkten.

Begründen Sie Ihre Antworten.