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Hermann Klöß

(1880 - 1948)

Verhüllter Pfad

Am Dorfesrand, auf frischbeschneitem Feld,


Entdeckt’ ich deine Spur. Ich beugte tief
Mich nieder, küsste stumm das liebe Zeichen.

Und wie ich weiter pilgre in den bleichen,


Vergehenden Tag, – die Abendglocke rief
Zur Ruh’ die müde Winterwelt –,
Berührten Flocken, keusch und silberzart
Wie deine Seele, Augen mir und Wangen.
Es kam die graue Nacht, und leise ward
Der schmale Pfad verhüllt, den du gegangen.