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Bicondyläres Gelenk (Articulatio bicondylaris): Kniegelenk, zweiachsig: Beugung -

Streckung, Außen- und Innenrotation (nur bei gebeugtem Kniegelenk möglich).

Achsen
X – X´ = frontotransversale Achse
Beugung und Streckung. Die Achse zieht durch die Femurkondylen und ist nicht starr

Y – Y´ = frontosagittale Achse
Innen und Außenrotation des Unterschenkels (nur in Flexion)

Z – Z´ = sagittotransversale Achse
Translation, wenn dann Pathologisch = Schublade

Trochoginglimus 3 Translationsfreiheitsgrade
anterio – posteriore Bewegungen
medio – laterale Bewegungen
Kontraktion – Distraktion
3 Rotationsfreiheitsgrade
Flexion – Extension
Innenrotation – Außenrotation
Abduktion - Adduktion

Menisken

Die Menisken sind intraartikuläre Strukturen des Kniegelenks. Es handelt


dabei um funktionell transportable Gelenkflächen, die ca. 70 Prozent der
Fläche des Tibiaplateaus bedecken [Kohn, 2005].

Viergelenkkette

Dabei folgen die Bewegungsabläufe zwingenden kinematischen Gesetzen (Menschik 1974,


Müller 1982). Wie von den Webers erstmals 1936
beschrieben, erfolgt die Flexion im Kniegelenk biomechanisch gesehen annähernd in einer
Roll-Gleit-Bewegung (Weber und Weber 1836, Müller 1982, Kapandji 1985). Das Roll-Gleit-
Verhältnis von 1:2 am Beginn der Flexion verändert sich bei maximaler Beugung bis auf ein
Verhältnis von 1:4. Als Modell der Kniegelenkskinematik dient die Viergelenkkette, welche
durch die beiden Kreuzbänder gebildet wird, die hierbei ein überschlagenes Trapez im
dreidimensionalen Raum bilden (Menschik 1974). Das Prinzip der überschlagenen
Viergelenkkette verwirklicht die Verschmelzung des Abrollens und des Drehgleitens zum
Rollgleiten als elementares Prinzip der Kniegelenkskinematik (Goodfellow und O´Connor
1978) (Abb. 1a-b). Durch die typische Anatomie der medialen und lateralen Femurrolle sowie
die Anordnung der Kreuzbandursprünge zwischen den Oberschenkelkondylen in der
Transversalebene von 50° bis 60° Grad entsteht bei Extension im Kniegelenk automatisch
eine zusätzliche Schlussrotation der Tibia, welche Vorraussetzung für die vollständige
Streckung des Beines ist und zu einer Vergrößerung der femoro-tibialen Kontaktfläche in
voller Streckung führt (Müller 1982).
Die Kinematik (gr.: kinema, Bewegung) ist die Lehre der Bewegung von Punkten und
Körpern im Raum, beschrieben durch die Größen Weg s (Änderung der Ortskoordinate),
Geschwindigkeit v und Beschleunigung a, ohne die Ursachen einer Bewegung (Kräfte) zu
betrachten.

Eine Kinematische Kette ist ein System aus starren Körpern, die durch Gelenke verbunden
sind. Die Gelenke können dabei unterschiedliche Freiheitsgrade haben. Ein bekanntes
Beispiel für eine kinematische Kette ist das Wattsche Parallelogramm, das durch
Kombination von reinen Drehbewegungen eine lineare Bewegung erzeugen kann.
Kinematische Ketten werden mit Hilfe der Kinematik und ferner der Getriebelehre auf ihre
Eigenschaften untersucht.

Kinematische Ketten bestehen aus mindestens drei Gliedern, die über Gelenke miteinander
verbunden sind. Eine solche Kette ist umlauffähig, wenn sie der sogenannten Grashofschen
Bedingung (nach Franz Grashof) genügt:

• Die Summe der Länge des kürzesten und des längsten Gliedes muss größer sein als die
Summe der Längen der beiden anderen Glieder.

Knie – Anatomie und Biomechanik


Form der Femurkondylen bedingt Bewegung der Menisken (bei Flex nach dorsal)
→ Menisken gehören funktionell (biomechanisch) zum Femur und anatomisch zur Tibia

Überlegung zur 1. Position:


Ischiocrurale, Sartorius... haben über Pes anserinus eine hebende Kraft nach dorsal auf die
Tibia Femur wird von Vasti aufgerichtet und der med. Femurkondyl nach ventral zur
Unterlage bewegt