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2.

Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Hydromechanik I
2. Übung

Hydrostatik

Dr.-Ing. Daniel Bachmann


Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft
RWTH Aachen

Wintersemester 2013/2014

Aachen, den 19. November 2013 1


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Organisatorisches: Lehrstuhl

Lehrstuhl: Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft


Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52056 Aachen

Professor: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf


Tel.: 0241-80 25262
E-Mail: schuettrumpf@iww.rwth-aachen.de

Betreuer Dr.-Ing. Daniel Bachmann


Vortragsübung: Tel.: 0241-80 25272
E-Mail: bachmann@iww.rwth-aachen.de

Betreuer Dr.-Ing. Daniel Bachmann


DYNEXITE- Tel.: 0241-80 25272
Hausübung: E-Mail: bachmann@iww.rwth-aachen.de

Sprechstunden: nach Absprache

Aachen, den 19. November 2013 2


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Organisatorisches: Vorlesungsplan

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Ziele der 2. Übung

• Hydrostatischer Druck: Welche Drücke


und Kräfte entstehen durch ruhendes
Wasser?

• Auftrieb von Körper: Wie verhalten sich


Körper im Wasser?

• Berechnungen und Anwendungen

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Grundgleichung der Hydrostatik (1)

p z ⋅ dy ⋅ dx
x
Annahme:
ρ = konstant gilt nur für
Wasser, gilt nicht für Luft

ρ ⋅ g ⋅ dV Eingeprägte Kräfte:
y dz
hier nur Gewichtskraft
aufgrund
dx der Gravitationskraft
dy ρ ⋅ g ⋅ dV
z Weitere eingeprägte
∂p z Kräfte:
( pz + ⋅ dz ) ⋅ dy ⋅ dx
∂z Corioliskraft
Anziehungskraft Mond
Gleichgewicht in z-Richtung:
∂p ∂p
p z ⋅ dy ⋅ dx + ρ ⋅ g ⋅ dV = ( p z + z ⋅ dz ) ⋅ dy ⋅ dx ⇔ ρ ⋅ g = z ⇒ Integration
∂z ∂z
dV
Gleichgewicht in y- und x-Richtung:
∂p x ∂p y
= =0
∂x ∂y
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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Grundgleichung der Hydrostatik (2)

∫ ρ ⋅ g ⋅ dz = ∫ dp
z p

⇔ c + ρ ⋅ g ⋅ z = p (z )
absoluter Druck: p(z = 0)=patmos.≈1 bar=100000 Pa=100000 N/m² ≈10 m Wassersäule

c = patmos. ⇒ patmos. + ρ ⋅ g ⋅ z = pabs ( z )

relativer Druck bezogen auf p(z = 0)

⇒ ρ ⋅ g ⋅ z = prel (z )

kg m ! N
Dimensionsanalyse: ⋅ ⋅m=
m³ s² m²
=N
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Hydrostatischer Druckverlauf

ρ ⋅ g ⋅ z = prel (z )
=>Druckverlauf nimmt linear über die Wassertiefe mit dem Faktor ρ·g zu

h1
z ρ ⋅ g ⋅ h1 = p1 Faktor Dichte:
Flüssigkeiten mit höherer
Dichte => höhere Druckkräfte
h2
ρ ⋅ g ⋅ h2 = p2

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Hydromechanik I Hydrostatik

Resultierende Druckkräfte

Integral über die Druckfläche: hier Dreieck

Grundlänge ⋅ Höhe h ⋅ g ⋅ ρ ⋅ h
=
2 2

Angriffspunkt der Kraft im Schwerpunkt der Druckfläche:

z 2/3·h
h h⋅ g ⋅ ρ ⋅h
FD =
2
FD

ρ ⋅ g ⋅h

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Hydromechanik I Hydrostatik

Isotropie des Druckes

• Der Druck ist unabhängig von der Ausrichtung der


h ρ⋅ g ⋅h
Oberfläche
• Der Druck steht immer senkrecht auf der Oberfläche
z dA

2/3·l

h 2/3∙h FD

h l
FD
ρ ⋅ g ⋅h α
ρ ⋅ g ⋅h

h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ h h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ l
FD = [N/m] FD = [N/m]
2 2

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.1

Der Wasserstand h in einem Becken beträgt


2 m.

Skizzieren sie den hydrostatischen


h=2m
Druckverlauf an den Beckenwänden und am
Beckengrund. Berechnen sie die
notwendigen Ordinaten der Druckverteilung,
wenn das Becken mit :
• Wasser ρW = 1000 kg/m³ ρ ⋅ g ⋅h
• Quecksilber ρQ = 13600 kg/m³
gefüllt ist.

Lösung:
kg kg m N
ρW = 1000 ⇒ ρW ⋅ g ⋅ h = pW ⇒ pW = 1000 ⋅ 9,81 ⋅ 2m = 19620
m³ m³ s² m²
kg kg m N
ρ Q = 13600 ⇒ ρ Q ⋅ g ⋅ h = pQ ⇒ pQ = 13600 ⋅ 9,81 ⋅ 2m = 266832
m³ m³ s² m²
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Aufgabe 2.2

In dem System der kommunizierenden patmos = 100 kPa pabs,1=?


Röhren beträgt der Höhenunterschied
Δh = 2 cm.

Bestimmen Sie den absoluten Druck


Δh=2 cm
pabs,1 [kPa], der nötig ist, wenn
Schnitt
patmos. = 100 kPa beträgt.

Lösung: ρw = 1000 kg/m³

Gleichgewicht der Drücke am Schnitt


absoluter Druck Anwendung:
Druckmessung
pabs ,1 = Δh ⋅ ρw ⋅ g + patmos.
relativer Druck
⇔ pabs ,1 = 0,02 m ⋅1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² + 100 ⋅103 N/m²
^
⇔ pabs ,1 = 100196,2 N/m² =100,196 kPa
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Aufgabe 2.3

In dem System der


kommunizierenden p1=?
Röhren betragen die
Höhenunterschiede
Δh1=2 cm
Δh1=Δh2=2 cm.
Δh2=2 cm Wichte Quecksilber
Bestimmen Sie den Schnitt γQ=133∙103 N/m³
vorherrschenden relativen
Druck p1. ρw = 1000 kg/m³

Lösung:

Gleichgewicht der Drücke am Schnitt


p1 + Δh2 ⋅ γQ = ( Δh1 + Δh2 ) ⋅ ρW ⋅ g mit γQ = ρQ ⋅ g
⇒ p1 + 0,02 m ⋅133000 N/m³ = 0,04 m ⋅1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s²
^
⇔ p1 = -2267,6 N/m² = - 2,267 kPa

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Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.4

Berechnen Sie die


Dichte ρ1 [kg/m³], die
ρW = 1000 kg/m³
nötig ist, damit das

h=2m
Moment am Auflager 2/3∙h
2/3∙h1
gleich 0 ist. h1 = 1,5 m
F
F1 ρ1=?

ρ ⋅ g ⋅h ρ ⋅ g ⋅ h1
Lösung: Auflager

Momentengleichgewicht um Auflager
1 1
∑ Aufl
M = 0 ⇔ F ⋅
3
h-F1 ⋅
3
h1 = 0

1 1
⇔ 0 ,5 ⋅ h² ⋅ g ⋅ ρw ⋅ ⋅ h = 0 ,5 ⋅ h12 ⋅ g ⋅ ρ1 ⋅ ⋅ h1
3 3
h 3 ⋅ ρW (2m ) ⋅1000 kg/m³
3
⇔ ρ1 = = = 2370,4 kg/m³
h13 (1,5m ) 3

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Hydromechanik I Hydrostatik

Zerlegung der Druckkräfte

• Horizontale Kraft Fhor auf geneigte Fläche


entspricht dem Integral über Druckfläche der
senkrecht projizierten Fläche
h
h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ h l
Fhor = α
2

• Vertikale Kraft Fvert auf geneigte Fläche


entspricht der Auflast des Wassers über der
geneigten Fläche
h
h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ l ⋅ cos(α ) l
Fvert = α
2

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Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

Skizzieren Sie die totalen sowie die horizontalen und vertikalen Druckflächen für die
gegebenen Systeme. Bestimmen Sie die horizontalen Fhor und vertikalen Kräfte Fvert.

Lösung:
h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ h
Fhor = Fvert = ρW ⋅ g ⋅ AF
2

Auftrieb
h h AF

h ⋅ g ⋅ ρW ⋅ h
Fhor = Fvert = ρW ⋅ g ⋅ AF
2
AF

Abtrieb
h h

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Hydromechanik I Hydrostatik

Superposition der Drücke

Überlagerung der Druckflächen

+ h
= h
h AF

Auftrieb Abtrieb Resultierende

Fvert = g ⋅ ρW ⋅ AF

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Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.6
0,0
Die dargestellten Körper sind unter Wasser K1 K2
getaucht. Gegeben ist ρW = 1000 kg/m³ und 4,0m
P1 P1
g = 9,81 m/s².
5,0m P2 P2

a) Zeichnen Sie die hydrostatische 6,0 m


P3 P3
Druckbelastung für die Körper
K1 bis K3.
z
b) Berechnen Sie jeweils den
hydrostatischen Druck an den
0,0
angegebenen Punkten
P1, P2 und P3 für die Körper K1 bis K3. K3
P1
4,0 m

5,0 m
P2
6,0 m
P3

z
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Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

a1) Zeichnen Sie die hydrostatische Druckbelastung für die Körper K1 und K2.

Lösung:

0,0
0,0 m

K1 K2

p1
4,0 m

p2
5,0 m

p3
6,0 m

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Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

a1) Zeichnen Sie die hydrostatische Druckbelastung für die Körper K1 und K2.

Lösung:

0,0
0,0 m

K1 K2

p1
4,0 m

p2
5,0 m

p3
6,0 m

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

a2) Zeichnen Sie die hydrostatische Druckbelastung für den Körper K3.

Lösung:

0,0 m
K3

p1
4,0 m

p2
5,0 m

p3
6,0 m

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

a2) Zeichnen Sie die hydrostatische Druckbelastung für den Körper K3.

Lösung:

0,0 m
K3

p1
4,0 m

p2
5,0 m

p3
6,0 m

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.5

b) Berechnen Sie jeweils den hydrostatischen Druck an den angegebenen Punkten


P1, P2 und P3 für die Körper K1 bis K3.

Lösung:

Da die Punkte P1, P2 und P3 der einzelnen Körper jeweils in der gleichen
Wassertiefe liegen, sind die Drücke p1, p2 und p3 auch jeweils gleich groß:

p1 = ρW ⋅ g ⋅ h 1 = 1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 4,0 m = 39240 Pa


p2 = ρW ⋅ g ⋅ h2 = 1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 5,0 m = 49050 Pa
p3 = ρW ⋅ g ⋅ h3 = 1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 6,0 m = 58860 Pa

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Hydromechanik I Hydrostatik

Herleitung des Auftriebs

l
Abtrieb
ρ ⋅ g ⋅ h1
hK
ρ ⋅ g ⋅ (h1 + hK )
Auftrieb

∑H = 0
∑V = 0 ⇔ F Auftrieb = t ⋅ l ⋅ ρW ⋅ g ⋅ (−h1 + h1 + hK ) = VK ⋅ g ⋅ ρW
Die Auftriebskraft eines Körpers im Wasser FAuftrieb
• entspricht der Gewichtskraft des verdrängten
Wasservolumens VK (Archimedes Prinzip um 287 v.Chr.)
• ist unabhängig von der Tiefe
• ist bestrebt, den Körper nach oben zu drücken

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Verhalten von Körpern in ruhendem Wasser

3 Fälle:
1. Körper schwebt: l
 FA = FG  ρw = ρk
hK
FG
2. Körper sinkt: FA
 FA < FG  ρw < ρk

l
3. Körper schwimmt: hK
 FA,eingetaucht= FG heingetaucht
FG
FA,eingetaucht

⇔ heingetaucht ⋅ ρW ⋅ l ⋅ t ⋅ g = VK ⋅ ρ K ⋅ g ⇔ heingetaucht ⋅ ρW ⋅ l ⋅ t ⋅ g = hK ⋅ l ⋅ t ⋅ ρ K ⋅ g
heingetaucht ρK
⇔ = ⇒ heingetaucht < hk ⇒ ρ K < ρW
hK ρW

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.6

Ein Holzwürfel mit den Seitenlängen


h=l=b = 1 m schwimmt im Wasser. Er hat l=1m
eine Dichte von ρHolz = 800 kg/m³.
h =1 m
Berechnen Sie die Eintauchtiefe FG heingetaucht = ?
heingetaucht [m].
FA
Lösung:

Gleichgewicht Auftriebskraft zu Gewichtskraft Würfel


FG,K = FA ⇔ ρHolz ⋅ g ⋅ VWürfel = ρW ⋅ g ⋅ Vverdrängt
⇔ 800 kg/m³ ⋅ g ⋅1 m³ = 1000 kg/m³ ⋅ g ⋅1 m ⋅1 m ⋅ heingetaucht
8
⇔ heingetaucht = m = 0,8 m
10

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2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.7

Ein Holzwürfel mit den Seitenlängen


h=l=b = 1 m schwimmt im Wasser. Er hat l=1m FG,Kugel
eine Dichte von ρHolz = 800 kg/m³.
Es wird außerdem eine Bleikugel mit h =1 m
dem Volumen Vkugel = 0,01 m³ und der FG heingetaucht = ?
Dichte ρBlei =11400 kg/m³ hinzugefügt.

Berechnen Sie, wie viel Volumen Wasser


verdrängt wird, wenn
a) die Bleikugel auf den Holzkörper
gelegt wird.
b) die Bleikugel ins Wasser gelegt wird.
c) Ermitteln Sie, bei welchem der beiden
Zustände a) und b) der Wasserstand
niedriger ist.

Aachen, den 19. November 2013 26


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.7

Lösung:

a) Berechnen Sie wie viel Volumen Wasser verdrängt wird,


wenn die Bleikugel auf den Holzkörper gelegt wird.

Gleichgewicht Auftriebskraft zu Gewichtskraft Würfel und Kugel FG,Kugel


FA = FG,K + FG,Kugel ⇔ g ⋅ ρW ⋅ 1 m² ⋅ heingetaucht = g ⋅ (VKugel ⋅ ρBlei + VHolz ⋅ ρHolz )
VKugel ⋅ ρBlei + VHolz ⋅ ρHolz FG,K
⇔ heingetaucht = FA
ρW ⋅ 1 m²
0,01 m³ ⋅ 11400 kg/m³ + 1 m³ ⋅ 800 kg/m³
⇒ heingetaucht = = 0,914 m
1000 kg/m³ ⋅ 1 m²
⇒ Vverdrängt = 0,914 m ⋅ 1 m² = 0,914 m³

Aachen, den 19. November 2013 27


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.7

Lösung:

b) Berechnen Sie wie viel Volumen Wasser verdrängt wird,


wenn die Bleikugel ins Wasser gelegt wird.
Verdrängtes Volumen von schwimmenden Würfel (AG 2.6) und
getauchter Kugel FG,K FG,Kugel
FA
Vverdrängt = Vverdrängt,Würfel + Vverdrängt, Kugel = 0,8 m ⋅1 m² + 0,01 m³ = 0,81 m³

c) Ermitteln Sie, bei welchem der beiden Zustände a) und b) der Wasserstand
niedriger ist.
 Der Wasserstand in b) ist niedriger, da verdrängtes Volumen niedriger ist.

Aachen, den 19. November 2013 28


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.8

Der dargestellte kreisrunde


a) Querschnitt: b) Draufsicht:
Senkkasten (Durchmesser D = 5,0 m) ρs = 7850 kg m³
mit Aussteifungen soll als Gründung
f=?
für einen Brückenpfeiler
eingeschwommen und abgesenkt
werden. Der Senkkasten besteht aus hs = 4,0 m
Stahlwänden der Stärke ds = 0,03 m
dB=
und einer Betonsohle der Stärke 0,35 m
D = 5,0 m
dB = 0,35 m und der Dichte D = 5,0 m
ρB = 2450 kg/m³. ρB = 2450 kg m³

Berechnen Sie die Größe des


Freibords f beim Einschwimmen des
Senkkastens.

Aachen, den 19. November 2013 29


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.8

Berechnen Sie die Größe des Freibords f beim Einschwimmen des Senkkastens.

Lösung
Beton - und Stahlvolumen

VBeton =
d² ⋅ π
⋅ dB =
(5,0 m ) ⋅ π ⋅ 0,35m = 6,872 m³
2

4 4
VStahl = d s ⋅ ( 2 ⋅ D ⋅ hs + D ⋅ π ⋅ hs ) = 0,03 m ⋅ (2 ⋅ 5,0 m ⋅ 4,0 m + 5,0 m ⋅ π ⋅ 4,0 m) = 3,085 m³
Gewichtskräfte
FG,Beton = ρB ⋅ g ⋅VB = 2450 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 6,872 m³ = 165165 N = 165,165 kN
FG,Stahl = ρs ⋅ g ⋅Vs = 7850 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 3,085 m³ = 237,571 kN
FG,ges = FG,Beton + FG,Stahl = 402,736 kN
Berechnung der Eintauchtiefe
D² ⋅ π
FG,ges = FA ⇔ FG,ges = ρw ⋅ g ⋅ ⋅ t mit t = Eintauchtiefe
4
4 ⋅ FG,ges 4 ⋅ 402736 kg ⋅ m/s²
⇒t = = = 2,091 m
ρw ⋅ g ⋅ D² ⋅ π 1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ (5,0 m )2 ⋅ π
Berechnung des Freibords
f = 4,0 m - 2,091 m = 1,909 m
Aachen, den 19. November 2013 30
2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.9

Ein Werkstück aus Messing (Legierung aus Kupfer und Zink) wiegt in der Luft
FG,Werk = 32,079 N und im Wasser F‘G,Werk = 28,156 N. Die Legierungsbestandteile
haben eine Dichte von ρCu = 8930 kg/m³ und ρZn = 7100 kg/m³.

a) Berechnen Sie wie groß die enthaltene Masse an Kupfer bzw. Zink ist.
b) Bestimmen Sie das Massenverhältnis zwischen Kupfer und Zink.
c) Berechnen Sie wie groß die Dichte des Messings ist.

Aachen, den 19. November 2013 31


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.9

a) Berechnen Sie wie groß die enthaltene Masse an Kupfer bzw. Zink ist.

Lösung
1. Gewichtskraft Werkstück
FG,Werk − ρZn ⋅ g ⋅VWerk , Zn
FG,Werk = ρCu ⋅ g ⋅VWerk,Cu + ρZn ⋅ g ⋅VWerk,Zn ⇔ VWerk ,Cu =
ρCu ⋅ g
2. Auftriebskraft Werkstück
FA, Werk = FG, Werk -F'G, Werk = ρW ⋅ g ⋅ (VWerk, Cu + VWerk, Zn )
3. 1. in 2. einsetzen und umformen ⇒ Zinkvolumen
F − ρZn ⋅ g ⋅VWerk,Zn 
FG,Werk − F'G,Werk = ρW ⋅ g ⋅  G,Werk  + ρW ⋅ g ⋅ VWerk,Zn
 ρ Cu ⋅ g 
ρW  ρ ⋅ρ ⋅g 
⇔ FG,Werk − F'G,Werk − ⋅ FG,Werk = VWerk,Zn ⋅  ρW ⋅ g − W Zn 
ρCu  ρCu 
ρ
FG,Werk − F'G,Werk − W ⋅ FG,Werk
ρ
⇔ VWerk,Zn = Cu
ρ ⋅ρ ⋅g
ρ ⋅ g − W Zn
W ρ
Cu
Aachen, den 19. November 2013 32
2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.9

a) Berechnen Sie wie groß die enthaltene Masse an Kupfer bzw. Zink ist.

Lösung
ρ
FG,Werk − F'G,Werk − W ⋅ FG,Werk
ρ
VWerk,Zn = Cu
ρ ⋅ρ ⋅g
ρ ⋅ g − W Zn
W ρ
Cu
1000 kg/m³
32,079 N − 28,156 N − ⋅ 32,079 N
= 1,65 ⋅10 − 4 m³
8930 kg/m³
⇒ VWerk,Zn =
 7100 kg/m³ 
1000 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅ 1 − 
 8930 kg/m³ 
4. Berechnung des Kupfervolumens (vgl.1.)
FG,Wek − ρZn ⋅ g ⋅ VWerk , Zn
VWerk ,Cu =
ρCu ⋅ g
32,079 N − 7100 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s² ⋅1,65 ⋅10-4 m³
⇒V = = 2,35 ⋅10-4 m³
Werk , Cu 8930 kg/m³ ⋅ 9,81 m/s²

Aachen, den 19. November 2013 33


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.9

a) Berechnen Sie wie groß die enthaltene Masse an Kupfer bzw. Zink ist.

Lösung

5. Masse Kupfer im Werkstück


mWerk,Cu = ρCu ⋅ VWerk,Cu
⇒ mWerk,Cu = 8930 kg/m³ ⋅ 2,35 ⋅10 − 4 m³ = 2,1 kg
6. Masse Zink im Werkstück
mWerk,Zn = ρZn ⋅ VWerk,Zn
⇒ mWerk,Zn = 7100 kg/m³ ⋅1,65 ⋅10 − 4 m³ = 1,17 kg

Aachen, den 19. November 2013 34


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Aufgabe 2.9

b) Berechnen Sie wie groß der Massenanteil des Kupfers ist.


1. Kupferanteil im Werkstück
mWerk,Cu m
AnWerk, Cu = = Werk,Cu =
mWerk FG,Werk /g
2,10 kg
⇒ AnWerk, Cu = = 0,642 = 64,2%
3,27 kg
2. Anteile im Werkstück
⇒ AnWerk, Cu : AnWerk, Zn = 64,2 : 35,8

c) Berechnen Sie wie groß die Dichte des Messings ist.


Definition Dichte
m
ρ=
V
m +m
Werk , Cu Werk , Zn
⇔ρ =
Me V +V
Werk , Cu Werk , Zn
2,1 kg + 1,17 kg
⇒ρ = = 8175 kg/m³
(2,35 + 1,65) ⋅10 − 4 m³
Me

Aachen, den 19. November 2013 35


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Hydrostatisches Paradoxon

Bei welchem Gefäß ist die Druckkraft am Gefäßboden am größten?

ρ ⋅ g ⋅h ρ ⋅ g ⋅h ρ ⋅ g ⋅h
b b b

Druckkräfte sind gleich, aber Gewichtskraft von Gefäß und


Wasser sind unterschiedlich!

Aachen, den 19. November 2013 36


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Hinweis Hausübung: Ruhewasserspiegel liegt immer senkrecht zur


Beschleunigung

 Schrägstellung des Wasserspiegels bei beschleunigten Behältern

a a
α
g
g
R
α

System in System unter


Ruhelage horizontaler
Beschleunigung

Aachen, den 19. November 2013 37


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Organisatorisches: Vorlesungsplan

Aachen, den 19. November 2013 38


2. Übung
Hydromechanik I Hydrostatik

Nächste Vorlesung am 26. November 2013


Einführung in die Hydrodynamik

Nächste Übung am 10. Dezember 2013


Hydrodynamik & Kontinuität

Aachen, den 19. November 2013 39

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