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1.

Beschreibung der Branche


- Sehr breit gefächerter und umfangreicher Wirtschaftszweig
- Dient vorrangig dem Transport von Produktion, Handel und Endverbraucher
- Unterscheidung zwischen Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr,
Frachtschifffahrt und Luftfrachtverkehr
- Verkehrsmittel: LKW, Güterzug, Binnen- und Küstenschiffe; Transportflugzeuge
- Unterscheidung zwischen Nahverkehr (Umkreis von ca. 50 km) und Fernverkehr
8ab 150 km)
- Bedeutung des Gütertransportes für die Wirtschaft:
4,5 Milliarden Tonnen im Gütervekehr
 LKW: 3,5 Milliarden Tonnen
 Güterzüge. 365 Mio. t
 Seeschifffahrt: 301 Mio. t
 Binnenschifffahrt: 229 Mio. t

2. Trends und Entwicklung


- Transportbranche geprägt von sehr langlebigen Grundstrukturen und
Verkehrssystemen
- Grundfunktionen grundsätzlich noch die Gleiche wie zu Zeiten der Erfindung
- Aber Beeinflussung von Art und Umfang durch technologische Entwicklungen
- Kosten sollen so gering wie möglich gehalten werden, um Wirtschaftlichkeit zu
garantieren
- Notwendigkeit, weniger abhängig von Preisschwankungen für für Kraftstoffe zu
sein
- Mithilfe digitaler Technologien können Unternehmen ihren erheblichen
Organisationsaufwand wesentlich effizienter koordinierne
- Vernetzung von Prozessen, um Lagermöglichkeiten zu optimieren und neue
Transportwege und –möglichkeiten zu erschließen

digitale trends in der transportbranche


Anticipatory Logistics

- Waren werden bereits vorab in das Lager verschifft, in dessen Ausliefer Region
sie vermutlich bald bestellt werden  Folge. Schnellere Lieferung zu geringeren
Kosten
Logistik-Marktplätze

- Durch den gloablisierten Online Handel steigt die Kokurrenz unter den
Logistikern  Bsp. Intrra: Vergleich der Leistungen verschiedener Übersee-
Logistik Unternehmen

On Demand Delivery

- Steuerung über Real Time Lokalisierung und App-basierte Technologien 


UberRush (bietet Angebot an Apps, die freiberufliche Kuriere oder
Privatpersonen einsetzen, die selbst zustellen)
Drohnen

- Einsatz von Mini-Coptern bei der Paketzustellung  Möglichkeit vor allem in


entlegenden Gegenden oder in Berufsverkehr-Stau

3D-Druck

- Mithilfe von fahrbaren 3 Druckern könnten bestellte Waren erst während der
Zustellung angefertigt werden

Internet of things

- In der Logistikbranche: alle Objekte vermitteln Informationen über ihren


aktuellen Zustand und Lagerort  genaue Informationen über
Auslieferungsstatus eines Pakets
-
Robotik und Automation

- Zum Be- und Entladen von LKW

LKW- Sharing

- Reduzierung von Leerfahrten  sowohl ökonomische als auch ökologische


Vorteile

Selbstfahrende Lieferfahrzeuge

- Automatisierte LKW könne 24 Stunden lang auch bei schlechten


Wetterbedingungen fahren, ohne sich an Ruhezeiten für Fahrer
- halten zu müssen  automatisierte Fahrweise spart zusätzlich Benzin (noch
nicht genügend ausgereift!)

Elektrische LKW

- Beispiel Daimler: „Fuso eCanter“  vollelektrischer Leicht-LKW

TC Connect
- Dispositionssoftware, durch die das manuelle Übertragen freier Frachten oder
freiem Laderaum entfällt

Tracking

- Einsatz von Telematik Systemen bei Warentransporten


- Dient Auftraggebern in Echtzeit darüber informiert zu werden, wo sich ihre
Warensendung gerade befindet; bessere Planung von Ressourcen

Platooning
= Fahrzeug System für den Straßenverkehr

- Mindestens zwei LKW können auf der Autobahn mit Hilfe von technischen
Fahrassistenz- und Steuersystemen in geringem Abstand hintereinander fahren
- Fahrzeuge im Platoon sind durch elektronische Deichsel mittels Car-to-Car
Kommunikation verbunden
- Führendes Fahrzeug gibt Geschwindigkeit und Richtung vor
- Ca. 10m Abstand zwischen den Fahrzeugen
- Primäres Ziel: Kraftstoffeinsparung von bis zu 10% (durch Windschattenfahren)

3. Stellenwert der Digitalisierung in der Branche


- Effizienz, Optimierung, Geschwindigkeit, Timing und Innovation als primäre
Ziele
- Innovation als Basis für Optimierung
- Mehr Geschäftsabwicklungen über das Internet Logistik/Transportbranche
muss sich schneller entwickeln
- Aufnahme automatisierter Prozesse in den Geschäftsablauf  Erleichterung und
effizientere Gestaltung
- MAN, DB Schenker, Daimler und Hochschule Fresenius agieren (z.B. durch
Einsatz von Platoons)
- Digitale Plattformen in der Logistikbranche von hoher Bedeutung
- 50% der LKW reisen auf Rückfahrt  starkes Kosteneinsparungs und
Verbesserungspotential
- Soziale und ökologische Vorteile  durch Effizienzsteigerung und gesenkten
Energieverbrauch, Emissionen
- Faktoren, die für Unternehmen von Bedeutung sind:
Beziehung zu Kunden, Produktivität, Digitale Angebote und
Geschäftsmodelle , IT- und Informationssicherheit und Datenschutz
- Problem: fehlendes Know –How und begrenzte technische Möglichkeiten
- Fehlende Standards, Abhängigkeit von IT-Systemen und Dienstleistern werden
von Unternehmen als größte Herausforderung angesehen

4. Branche
- DB Schenker, MAN, Hochschule Fresenius und Daimler als Vorreiter bei
transportbezogenen Innovationen
- 3 von 4 Logistik- und Transportunternehmen messen Digitalisierung und damit
verbundenen Möglichkeiten hohen Stellenwert bei
-  85 % setzen auf externe Berater
- Daimler Fleetboard sticht im Raum Stuttgart als externer Dienstleister
besonders heraus

5. Daimler Fleetboard
- Transportdienstleister
- Entwickelt seit ca. 15 Jahren innovative Lösungen für Transport und Logistik
- 2003 als 100%ige Tochter der Daimler AG gegründet
- Kern des Geschäfts: digitale Nutzfahrzeugtelematik
- = System, das mit Hilfe von technischen Geräten mindestens zwei
Datenverarbeitungssysteme über ein Telekommunkationssystem verknüpft.
In der Transport- und Logistikbranche dient es dazu, Positionsdaten zu
ermitteln, dem Kunden darüber jederzeit Auskunft zu geben und somit die
Servicequalität steigern zu können.
- Funktion von Telematiksystemen: Automatisierung bestimmter Prozesse;
wirtschaftlicher Nutzen  spiegelt sich in Steigerung der Effizienz, Reduzierung
der Kosten und Steigerung der Kundenzufriedenheit wider
- Seit Einführung knapp 220.000 Fahrzeuge von mehr als 7.000 Kunden mit
Fleetboarddiensten ausgestattet

- Zentrale in Stuttgart; zusätzlich Fleetboard Innovation Hub in Berlin,


Vertriebsgesellschaft in England (Daimler Fleetboard UK Ltd.)  national und
international etabliert
- Kernmärkte: Europa, Brasilien, Südafrika
- Weltweit 220 Mitglieder und weitere 80 in den jeweiligen Landesgesellschaften
der Daimler AG

Dienste:
- Fleetboard Einsatzanalyse:
 Bis zu 15% kraftstoffeinsparung möglich
- Fahrkarten und Massenspeicherdownload
 Alle wichtigen Fahrer und massenspeicherdaten werden regelmäßig
gespeichert
- Zeiterfassung
 Überblick über bereits erfasste und noch zur Verfügung stehende Lenk-
Arbeits und Ruhezeiten der Fahrer, um den Personaleinsatz effizienter planen
zu können.

- Fleetboard Trailer
 Verknüpft alle Truck- und Trailer Daten und bietet dadurch Transparenz für
den gesamten Fuhrpark
- Messaging
 Schnelles und einfacheres Verschicken von Nachrichten und Adressen an
Fahrer
- Disposition
 Steuerung von Aufträgen
- Mapping, Fahrtenaufzeichnung und Track& Trace
 Zeigt Status und Position der Fahrzeuge an
- Cockpit
 Schnelle und detaillierte Analyse der Daten aus den Fleetboard Diensten und
übersichtliche Aufbereitung der Ergebnisse
- Dispopilot.App
 Ermöglicht, Logistikprozesse und – kapazitäten flexibel und dynamisch zu
gestalten
- Driver.App
 Informationen zur wirtschaftlichen Fahrweis, Lenk- und Ruhezeiten
- Bus.App

- Space Mapping

- Truck Data Center


 Überprüft den Status des Fahrzeugsysteme und sendet Daten in Echtzeit
- Dispopilot.Guide
 Arbeitstool für Fahrer