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Bedarf rechtfertigt kein Verbrechen !

Vor etwa 1o Jahren haben die Engadiner Kraftwerke- ohne Zweifel im Einvernehmen mit unserer Landesregierung- den Schwellbetrieb am Inn begonnen. Sie haben damit den Inn zutode gebracht ! In dem einst lebendigen, fischreichen Fluß gibt es nur mehr die Fische, die man vorher hinein setzt. Ein Umwelt- Verbrechen !

Und jetzt versucht man, uns mit der Frucht dieses einen Verbrechens, mit dem Wasserschwall , gefügig zu machen oder zu erpressen, dem nächsten Verbrechen unsere Zustimmung zu erteilen. Sie würden, sagen und schreiben sie, den verhaßten Wasserschwall, den sie selbst verursacht haben, abschwächen, wenn wir unsere Hinrichtung unterschreiben :

Dem niederschlagsärmsten, trockensten Landesteil soll- angesichts der befürchteten Klima-Erwärmung, endgültig das Wasser abgegraben werden, wo wir doch schon zwei überaus potente, fischreiche Bäche als Haupt-Wasser-Lieferanten für den Kaunertaler Stausee abgegeben haben . 9o % unseres Flusses sollen wir abtreten. Damit müßten wir auf unsere gesundheitliche und klimatische Lebensqualität verzichten und verzichten auf unsere Existenzgrundlagen Fremdenverkehr und Landwirtschaft.

Ich bin überzeugt : Das GKI ist tot, bevor es zu schnaufen beginnt, weil wir es nicht haben wollen und kein Mensch es uns zumuten kann ! Unseren Widerstand sind wir unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln schuldig !!

Sag nicht „ Die tun eh , was sie wollen, da haben wir keine Chance ! „ Falsch !

sie das könnten, hätten sie es längst getan ! Noch sind wir aber im Tirolerland und nicht in China und auch nicht mit beiden Füßen

in der EU !

Wenn

Und sag nicht, die Nauderer und die Fauser würden uns verkaufen ! Schließlich sind das keine Hungerleider-Gemeinden, die auf einen Judaslohn angewiesen sind und sicherlich ist dem Großteil der Gemeindebürger, auch im Trubel des wirtschaftlichen Aufschwunges und Erfolges, Anstand, Gerechtigkeits- und Zusammengehörigkeitsgefühl erhalten geblieben, so daß sie, wenn sie schon nicht dagegen unterschreiben können, sicherlich und wenigstens sich ihrer Stimme enthalten werden und weil es ihnen auch nicht zusteht, über uns, die Betroffenen, den Stab zu brechen ! Und ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur einer unserer Bürgermeister haben möchte, daß er eines Tages in unseren Chroniken und Geschichtsbüchern als „Der Judas vom Dreiländeregg“ verewigt werden möchte.

Wenn unsere Landesregierung unser Todesurteil unterschreibt, so kann ich nur annehmen, daß ihnen unsere Zukunft wurscht ist oder daß sie sich auf das neue Gutachten hinausreden. Dieses Gutachten ist keinen Pfifferling wert. Es tut nichts anderes, als auf 5.4oo Seiten, die Befürchtungen und Bedrohlichkeiten, die im ersten Gutachten klar dagestellt wurden, zu verharmlosen, zu beschönigen und zu verschweigen Die Männer und Frauen, die in unserem Landtag sitzen, sollten zu uns kommen und sich anschauen, was man mit uns vor hat ! Schließlich hätte selbst unser Landeshauptmann gesagt, auch er hätte Fehler gemacht- gerade in Sachen E –Wirtschaft. Er hat dabei wohl an das GKI gedacht !

Rudolf Permann, Pfunds, am 25.11.o7 „Tirol ohne Maulkorb“ WWW Permann. DR.AG

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