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Medienmitteilung, 17/09/2010

Jugendförderungsgesetz: Fördern heisst investieren!

(Bern) Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) begrüsst die Botschaft
des Bundesrates zum revidierten Bundesgesetz über die Förderung der ausserschulischen Arbeit
mit Kindern und Jugendlichen. Sie verlangt aber eine deutliche Erhöhung des entsprechenden
Kredits und eine stärkere Unterstützung der verbandlich organisierten Formen der
ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Die Totalrevision des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 über die Förderung der ausserschulischen
Jugendarbeit ist ohne Zweifel fällig, um den veränderten Rahmenbedingungen der Kinder- und
Jugendarbeit Rechnung tragen zu können. Der heute vom Bundesrat vorgestellte, revidierte
Gesetzesentwurf fasst nun den Begriff der Jugendförderung wesentlich weiter als das bestehende
Gesetz und entspricht damit der Realität der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Insbesondere sollen offene, nicht an eine Mitgliedschaft gebundene Formen der Jugendarbeit
verstärkt unterstützt werden. Zudem will der Bund seine Anstrengungen im Bereich der Kinder- und
Jugendförderung besser koordinieren und dessen Ausbau auf kantonaler Ebene fördern.

Mehr Leistung braucht mehr Geld


Die SAJV unterstützt die vorgesehene Erweiterung der Aufgaben des Bundes in der Kinder- und
Jugendförderung, hält aber fest, dass diese nur mit einer beträchtlichen Erhöhung der finanziellen
Ressourcen wahrgenommen werden können. Die vorgeschlagene Erhöhung des Kredites von heute
6.95 Mio. auf künftig durchschnittlich 9.36 Mio. Franken jährlich reicht aus Sicht der SAJV dafür in
keiner Weise aus: Damit alle vorgesehenen Aufgaben tatsächlich und vor allem wirkungsvoll
umgesetzt werden können, ist mindestens eine Verdoppelung
Verdoppelung der heutigen Mittel notwendig.
Jugendverbände
Jugendverbände und offene Jugendarbeit nicht in Konkurrenz setzen.
setzen.
Die gesetzliche Verankerung der Förderung von offenen Formen der ausserschulischen Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen ist aus Sicht der SAJV begrüssenswert. Diese Neuerung darf aber auf
keinen Fall zu Lasten der heute bereits gesetzlich verankerten Form der verbandlich organisierten
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfolgen, und die beiden Formen der ausserschulischen Kinder-
Kinder-
und Jugendarbeit
Jugendarbeit dürfen nicht in ein Konkurrenzverhältnis gedrängt werden.
werden Die im revidierten
Gesetzesentwurf vorgesehene Erweiterung der Zielgruppe droht durch die zu niedrige Erhöhung des
Bundeskredits zu einer Destabilisierung der Jugendverbandsarbeit zu führen – zu einem hohen Preis:
Die verbandsorganisierte Form der Jugendarbeit spricht heute über eine Vielzahl von Verbänden
mehr als eine halbe Million Kinder und Jugendliche an und muss im Bundesgesetz weiterhin eine
zentrale Rolle – und die entsprechenden Mittel - zugesprochen erhalten. Denn sie ist nicht eine blosse
Freizeitbeschäftigung, sondern ergänzt die schulische Kinder- und Jugendarbeit: Sie ist ein Ort der
informellen und non-formalen Bildung, wo Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung zu
übernehmen und in ihrer Persönlichkeit sowie in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt werden.

Die Forderungen der SAJV auf einen


einen Blick:

Ja zur Revision des Bundesgesetzes über die Förderung der ausserschulischen Jugendarbeit.

Ja zu einer Erhöhung des Bundeskredits für die Förderung der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen.

Ja zu einer starken Unterstützung der verbandlich organisierten Formen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Ja zu einer Unterstützung der ausserschulischen offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Ja zur Unterstützung des Auf- und Ausbaus der Kinder- und Jugendpolitik auf kantonaler Ebene.

Kontaktperson

Geo Taglioni (Leiter Politik und Partizipation National SAJV): 031 326 26 28 / 079 255 34 74,
geo.taglioni@sajv.ch

Mehr Infos und detaillierte Argumentation: http://www.sajv.ch/positionen/nationale-jugendpolitik/