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Frühere Ausgaben: 07.00; 02/10 Entwurf, deutsch Former editions: 07/00; 02/10 Draft, in German only

ICS 91.140.70, 97.220.10

VDI-RICHTLINIEN

September 2011

VEREIN

     

Technische Gebäudeausrüstung von Schwimmbädern

 

VDI 2089

DEUTSCHER

   

INGENIEURE

 

Freibäder

 

Blatt 3 / Part 3

   

Building services in swimming baths

 
 

Open-air-pools

Ausg. deutsch/englisch Issue German/English

Die deutsche Version dieser Richtlinie ist verbindlich.

 

The German version of this guideline shall be taken as authorita- tive. No guarantee can be given with respect to the English trans- lation.

Inhalt

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Contents

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Vorbemerkung

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2

Preliminary note

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2

Einleitung .

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3

Introduction

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3

1 Anwendungsbereich

 

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3

1 Scope .

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2 Normative Verweise

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2 Normative references

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3

3 Begriffe

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4

3 Terms and definitions .

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4 Formelzeichen und Abkürzungen

 

5

4 Symbols and abbreviations

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5

5 Wasserversorgung

 

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5 Water supply .

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6

5.1 Trinkwasserversorgung

 

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6

5.1 Potable-water supply

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6

5.2 Einrichtungen zur

 

7

5.2 Disinfection facilities

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7

5.3 Duschwassererwärmung

 

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7

5.3 Heating of water for showers

 

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7

5.4 Entwässerungsanlagen

 

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10

5.4 Drainage systems

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6 Sanitärtechnische Ausstattung, Einrichtungsgegenstände und Armaturen .

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6 Sanitary fixtures,

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furnishings and

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6.1 Ausstattung der

 

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11

6.1 Sanitary facilities .

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11

6.2 Ausstattung des Eltern-Kind-Raums

 

12

6.2 Furnishings for parent-and-child room

12

6.3 Ausstattung der Umkleidebereiche

 

12

6.3 Furnishings for changing areas .

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12

6.4 Ausstattungsgegenstände und Armaturen.

6.5 Barrierefreie Sanitärräume

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6.6 Vandalismus.

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13

13

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. 6.5 Sanitary rooms for the disabled. 6.6 .

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6.4 Fixtures and valves .

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7 Wärmeversorgung für die Beckenwassererwärmung

 

14

7 Heat supply for pool water heating

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14

7.1 Bemessung der Beckenwassertemperatur. 14

7.1 Specification of pool water temperature .

14

7.2 Beckenfarbe, direkte Absorption

 

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7.2 Pool colour, direct absorption

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15

7.3 Energiebedarf und Lage.

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15

7.3 Energy demand and location

 

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15

7.4 Solaranlagen zur Beckenwassererwärmung .

 

7.4 Solar-energy systems for

 

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16

pool water heating

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16

 

VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG)

 
 

Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung

 

VDI-Handbuch Elektrotechnik und Gebäudeautomation VDI-Handbuch Raumlufttechnik VDI-Handbuch Sanitärtechnik VDI-Handbuch Wärme-/Heiztechnik

 

– 2 –

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

 

Seite

Page

8

Heizsysteme zur Beckenwassernacherwärmung

 

22

8

Heating systems for pool water afterheating

 

22

8.1

Bemessung des Heizsystems für die

 

8.1 Dimensioning of the

 
 

Beckenwassererwärmung

 

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23

pool water heating

 

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23

 

8.2

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8.2 Case study .

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9

Elektrotechnik .

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9

Electrotechnics .

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9.1

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9.1

Electrical power supply

 

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9.2

9.3

Starkstrominstallation .

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Beleuchtung .

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9.2

9.3

Electrical power

Lighting

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26

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9.4

Sicherheitsbeleuchtung

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27

9.4

Emergency escape lighting

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9.5

Blitzschutz, Potenzialausgleich

 

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9.5

Protection against lightning,

 
 

equipotential bonding

 

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28

 

9.6

Notruf-, Störmeldeanlagen.

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28

9,6

Emergency call and

 
 

fault-indicating systems .

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28

 

9.7

Beschallungsanlagen (ELA)

 

29

9.7

Public address (PA)

 

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29

9.8

Gefahrenmeldeanlagen (BMA, EMA).

29

9.8

Hazard alert systems (FAS, IAS)

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29

9.9

Telekommunikation, IT-Anlagen

 

30

9.9

Telecommunication and IT

 

30

9.10

Uhren-, Zeitmessanlagen

 

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30

9.10

Clocks, timing systems

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30

9.11

Videoüberwachung

 

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30

9.11

Closed-circuit television (CCTV)

 

30

9.12

Gebäudeautomation (GA) .

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31

9.12

Building automation (GA)

 

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31

10

Überwinterung von Freibädern

 

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31

10

Winterisation of outdoor swimming pools

31

Anhang A Beispiele für Bauformen von Absorbern zur Beckenwasser-

 

Annex A Examples of absorber designs suitable for pool water heating

 

33

 

erwärmung

 

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33

Anhang B Typische Materialien für Absorber

 

Annex B Typical absorber and piping materials

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und Verrohrung

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Schrifttum

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Bibliography .

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Vorbemerkung

Der Inhalt dieser Richtlinie ist entstanden unter Be- achtung der Vorgaben und Empfehlungen der Richt- linie VDI 1000.

Allen, die ehrenamtlich an der Erarbeitung dieser VDI-Richtlinie mitgewirkt haben, sei gedankt.

Eine Liste der aktuell verfügbaren Blätter dieser Richtlinienreihe ist im Internet abrufbar unter

www.vdi.de/2089.

Preliminary note

The content of this guideline has been developed in strict accordance with the requirements and recom- mendations of the guideline VDI 1000.

We wish to express our gratitude to all honorary con- tributors to this guideline.

A catalogue of all available parts of this series of guidelines can be accessed on the internet at

www.vdi.de/2089.

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 3 –

Einleitung

Diese Richtlinie ist in einem Ausschuss der VDI-Ge- sellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) überar- beitet worden und stellt die Ergänzung der Richtlini- enreihe VDI 2089 dar, nunmehr für den Bereich der Freibäder.

Bei den Empfehlungen für die technische Ausstat- tung fand das freibadspezifische Besucherverhalten Mitbeachtung. Bekanntlich werden Freibäder über- wiegend an Sonnentagen und bei entsprechenden Au- ßenklimabedingungen von Besuchern in Badebeklei- dung angenommen. Dies ist bei der Beschreibung der technischen Ausstattung und den vorzuhaltenden Be- ckenwassertemperaturen beachtet worden.

Von besonderer Bedeutung ist die Nutzung regenera- tiver Energien und Energiespartechniken für Becken- und Duschwasser.

1 Anwendungsbereich

Diese Richtlinie gilt für wärme-, raumluft- und sani- tärtechnische Anlagen für alle im Freibad zu versor- genden Bereiche. Sie gilt für Freibäder aller Art, aus- genommen Einfamilienbädern.

Introduction

This guideline was revised in a committee of the VDI society Civil Engineering and Building Services (GBG). Dealing with outdoor swimming pools, it supplements the VDI 2089 series of guidelines.

In developing recommendations regarding the techni- cal equipment, the specific behaviour of users of out- door swimming pools was taken into account. As is well-known, outdoor pools are chiefly used on sunny days with adequate outdoor climate conditions, by users wearing swimwear. This has been taken into ac- count in the specification of the technical equipment and the pool-water temperatures to be provided.

The use of renewable energy resources and energy- saving techniques for pool and shower water is of particular importance.

1 Scope

This guideline applies to heating, ventilating, air-con- ditioning and sanitary installations in all areas to be supplied in an outdoor swimming pool. It applies to outdoor swimming pools of all types excluding sin- gle-family pools.

2 Normative Verweise / Normative references

Die folgenden zitierten Dokumente sind für die An- wendung dieser Richtlinie erforderlich: / The following referenced documents are indispensa- ble for the application of this guideline:

Robert-Koch-Liste der vom Bundesgesundheitsamt geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiolo- gie (DGHM) – Liste der Desinfektionsmittel Bauordnungen der Länder (LBO) DIN 1986 Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke (Drainage systems on private ground) DIN 1988 Technische Regeln für Trinkwasser-Instal- lationen (TRWI) (Drinking water supply systems) DIN 2000:2000-10 Zentrale Trinkwasserversorgung; Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Pla- nung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Versor- gungsanlagen; Technische Regel des DVGW (Central drinking water supply; Guidelines regard- ing requirements for drinking water, planning,

construction, operation and maintenance of plants; Technical rule of the DVGW)

DIN 2001 Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen; Technische Regel des DVGW (Drinking water supply from small units and non stationary plants; Technical rule of the DVGW)

DIN 18035-2:2003-07 Sportplätze; Teil 2: Bewässe- rung (Sports grounds; Part 2: Irrigation)

DIN 18421:2010-04 VOB Vergabe- und Vertragsord- nung für Bauleistungen; Teil C: Allgemeine Tech- nische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV); Dämm- und Brandschutzarbeiten an tech- nischen Anlagen (German construction contract procedures (VOB); Part C: General technical spec- ifications in construction contracts (ATV); Insula- tion of service installations). Berlin: Beuth Verlag

DIN 19643 Aufbereitung von Schwimm- und Bade- beckenwasser (Treatment of the water of swim- ming-pools and baths)

DIN EN 1717:2001-05 Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anforderungen an Sicherheitsein-

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

richtungen zur Verhütung von Trinkwasserverun- reinigungen durch Rückfließen; Technische Regel des DVGW; Deutsche Fassung EN 1717:2000 (Protection against pollution of potable water in- stallations and general requirements of devices to prevent pollution by backflow; Technical rule of the DVGW; German version EN 1717:2000) DIN EN 12975 Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile; Kollektoren; Deutsche Fassung EN 12975 (Thermal solar systems and compo- nents; Solar collectors; German version EN 12975). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 12976-1:2006-04 Thermische Solaranlagen und ihre Bauteile; Vorgefertigte Anlagen; Teil 1:

Allgemeine Anforderungen; Deutsche Fassung EN 12976-1:2006 (Thermal solar systems and components; Factory made systems; Part 1: General requirements; German version EN 12976-1: 2006)

Instandhaltung technischer

DGfdB 60.07:1995-05 Anlagen in Bädern DGfdB 64.01:1997-05

in

Warmwassersystemen von Bädern DGfdB 94.04:1993-01 Hygiene, Reinigung und Des- infektion in Bädern DGfdB B 66:2001-05 Überwintern von Becken in Freibädern DVGW W 270:2007-11 Vermehrung von Mikroorga- nismen auf Materialien für den Trinkwasserbe- reich; Prüfung und Bewertung DVGW W 291:2000-03 Reinigung und Desinfektion von Wasserverteilungsanlagen

Legionellenprophylaxe

DVGW W 400

lungsanlagen (TRWV) DVGW W 551:2004-04 Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen; Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellen- wachstums; Planung, Errichtung, Betrieb und Sa- nierung von Trinkwasser-Installationen DVGW W 553:1998-12 Bemessung von Zirkulati- onssystemen in zentralen Trinkwassererwär- mungsanlagen VDI 2089 Blatt 1:2010-01 Technische Gebäudeaus- rüstung von Schwimmbädern; Hallenbäder (Building services in swimming baths; Indoor pools) VDI 2089 Blatt 2:2009-08 Technische Gebäudeaus- rüstung von Schwimmbädern; Effizienter Einsatz von Energie und Wasser in Schwimmbädern (Building Services in swimming baths; Efficient use of energy and water) VDI 6022 Blatt 1:2011-07 Raumlufttechnik, Raum- luftqualität; Hygieneanforderungen an Raumluft- technische Anlagen und Geräte (VDI-Lüftungsre- geln) (Ventilation and indoor-air quality; Hygiene requirements for ventilation and air-conditioning systems and units (VDI Ventilation Code of Practice)). Berlin: Beuth Verlag VDI 6023 Blatt 1:2006-07 Hygiene in Trinkwasser- Installationen; Anforderungen an Planung, Aus- führung, Betrieb und Instandhaltung (Hygiene for drinking water supply systems; Requirements for planning, design, operation, and maintenance)

Technische

Regeln

Wasservertei-

3 Begriffe

Für die Anwendung dieser Richtlinie gelten die fol- genden Begriffe:

Aerosol Gassuspensionen von Partikeln des festen oder flüs- sigen Aggregatzustands. Die Schwebefähigkeit der Partikel ist das Charakteristikum der Aerosole.

Filtrat Aufbereitetes Wasser vor Einmischung des Desinfek- tionsmittels.

Füllwasser Zur Erst- und Nachfüllung der Becken benutztes Wasser.

Heizlast Auslegungsleistung zur Beheizung von Gebäuden und auch zur Beckenwassererwärmung.

3 Terms and definitions

For the purposes of this guideline, the following terms and definitions apply:

Aerosol Solid or liquid particles suspended in gas; the capa- bility of particles to float is characteristic of aerosols.

Filtrate Treated water before the disinfectant has been added.

Filling water Water used for filling the pool for the first time and for water make-up.

Heat load Design power output for heating buildings and for pool water heating.

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

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Reinwasser Aufbereitetes Wasser nach Einmischung des Desin- fektionsmittels.

Schwimm- oder Badebecken Kontinuierlich durchströmtes Wasserbecken, in dem sich Menschen gleichzeitig oder in zeitlicher Folge aufhalten können.

Stütztemperatur Sollwert der Beckenwassertemperatur, der bei Behei- zung mit einem nichtsolaren Wärmeerzeuger nicht unterschritten werden soll.

Die Begriffe der Solartechnik werden in EN 12976-1 behandelt.

4 Formelzeichen und Abkürzungen

Formelzeichen

In dieser Richtlinie werden die nachfolgend aufge- führten Formelzeichen verwendet:

Formel-

Benennung

Einheit

zeichen

 

A B,i

Beckenfläche

m 2

c p,W

spezifische Wärmekapazität

kWh/(kg·K)

f B

von Wasser Gleichzeitigkeitsfaktor für die Beckenanzahl

f W

Windeinflussfaktor

kϑ B,i

Korrekturfaktor für

Stütztemperatur

·

Q

N,A

Nennwärmeleistung

kW

·

Q

N,V

Nennwärmeleistung über

kW

q Z

den Wärmeverlust aus Abstrahlung, Konvektion und Verdunstung spezifische Heizlast eines Badebeckens

kW/m 2

t Auf

Aufheizzeit

h

V B,i

Beckenwasservolumen

m 3

V n

durchschnittlicher Warm- wasserverbrauch

l

ϑ B,i

Stütztemperatur

°C

ϑ B,i

Temperaturdifferenz zwischen Stütztemperatur und Füllwassertemperatur des Beckens

K

ϑ L,m

mittlere Tages-Lufttempe-

°C

ρ

ratur Dichte

kg/m 3

Clean water Treated water after the disinfectant has been added.

Swimming or bathing pool Pool with a continuous flow of water, for occupation by several persons or by one person at a time.

Back-up temperature Minimum setpoint below which the pool water tem- perature must not fall when a non-solar heat genera- tor is used.

Terms and definitions of solar technology are given in EN 12976-1.

4 Symbols and abbreviations

Symbols

The following symbols are used throughout this guideline:

Symbol

Term

Unit

A B,i

c p,W

f B

f W

kϑ B,i

·

Q

·

Q

N,A

N,V

q Z

t Auf

V B,i

V n

ϑ B,i

ϑ B,i

ϑ L,m

ρ

pool surface area specific heat capacity of water

simultaneity factor for the number of pools wind effect factor

correction factor for

back-up temperature

nominal heating power output nominal heating power output due to heat loss by radiation, convection and evaporation specific heat load of a bathing pool heating-up time pool water volume

average hot-water consumption back-up temperature

temperature difference between back-up temperature and filling-water temperature for a pool average daytime air temperature density

m 2

kWh/(kg·K)

kW

kW

kW/m 2

h

m 3

l

°C

K

°C

kg/m 3

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

Abkürzungen

In dieser Richtlinie werden die nachfolgend aufge- führten Abkürzungen verwendet:

Abbreviations

The following abbreviations are used throughout this guideline:

EVU Energieversorgungsunternehmen

EVU

energy supply company

FU

Frequenzumformer

FU

frequency transformer

GFZ

Gleichzeitigkeitsfaktor

SF

simultaneity factor

HVT

Hauptverteilung

HVT

main distribution

KOK

Koordinierungskreis Bäder

KOK

coordinating group on baths

RCD

Fehlstromschutzschalter

RCD

residual-current device

TRY

Testreferenzjahr

TRY

test reference year

VNB

Verteilnetzbetreiber

DNO

distribution network operator

5 Wasserversorgung

5.1 Trinkwasserversorgung

Die Trinkwasserversorgung erfolgt entweder durch Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz oder durch Eigenwasserversorgung. DIN 1988 ist zu be- achten. Eine Wasseranalyse ist zu erstellen, damit ge- gebenenfalls notwendige Nachbehandlungsmaßnah- men ergriffen und eine sinnvolle Wahl der Rohrlei- tungswerkstoffe getroffen werden können.

Für die Auslegung des Trinkwassernetzes ist am Ge- bäude ein Wasserdruck anzunehmen von:

• Fließdruck > 250 kPa (2,5 bar) Überdruck

• Ruhedruck < 600 kPa (6 bar) Überdruck

Auflagen des Brandschutzes bezüglich des Lösch- wasserbedarfs können für die Entnahmespitzen mit- bestimmend sein.

5.1.1 Schutzfiltration

Zur Filtration störender Partikel ist es zweckmäßig, hinter der Wassermessanlage den Einbau eines Schutzfilters (Feinfilters) vorzusehen. Funktions- oder Betriebsstörungen an Regelarmaturen und Ent- nahmestellen können hierdurch reduziert werden.

Da Feinfilter anfällig gegenüber Verkeimung und Mikrobenaufwuchs sind, soll ihre Durchlassweite 80 m bis 120 m betragen. Die regelmäßige, den Be- triebsverhältnissen angepasste automatische Rück- spülung des Schutzfilters ist zu dokumentieren.

5.1.2 Korrosionsschutz

Der Begriff Korrosion wird in DIN 50900 definiert.

Werkstoffe können mit den Wasserinhaltsstoffen (z.B. gelöster Sauerstoff, Kohlensäure bzw. Salze) unter Bildung von Korrosionsprodukten reagieren. Die Wasseranalyse ist die Voraussetzung für die Be- urteilung des Verhaltens des Werkstoffs gegenüber dem Wasser nicht nur in korrosionschemischer Hin-

5 Water supply

5.1 Potable-water supply

Potable water is provided either by connection to the public potable-water supply or from a private water supply. DIN 1988 shall be observed. A water analysis must be carried out so that any required post-treat- ment measures can be taken and adequate piping ma- terials can be chosen.

The following water pressure shall be assumed in di- mensioning the potable-water piping system of the building:

• dynamic pressure > 250 kPa (2,5 bar) gauge pressure

• static pressure < 600 kPa (6 bar) gauge pressure

Fire-protection requirements in terms of the demand of water for firefighting may be decisive for peak withdrawals.

5.1.1 Protective filtration

It is reasonable to install a protective filter (fine filter) downstream of the water-metering system to filter out polluting particles. Malfunctions or failures of con- trol valves and taps can thus be reduced.

Fine filters being prone to microbial contamination and microbial growth, the mesh size shall be 80 m to 120 m. Periodic automatic back-flushing of the pro- tective filter as required by operating conditions shall be documented.

5.1.2 Corrosion protection

The term corrosion is defined in DIN 50900.

Materials can react with dissolved matter (such as dissolved oxygen, carbon dioxide and salts) to form corrosion products. The water analysis is prerequisite to assessing the reaction of the material to the water not only from the perspective of corrosion chemistry but also with a view to any impairment of water qual-

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 7 –

sicht, sondern auch im Hinblick auf eine mögliche Beeinträchtigung der Wasserqualität durch den Über- gang von Bestandteilen des Werkstoffs (z.B. Schwer- metall-Ionen) in das Wasser.

Korrosionsschäden können durch Schutzmaßnahmen reduziert werden, z.B. (siehe auch DIN 4753):

• Beeinflussung der Eigenschaften der Reaktions- partner

• Änderung der Reaktionsbedingungen (z.B. beson- dere Wasseraufbereitung)

• Trennung des metallischen Werkstoffs vom korro- siven Mittel durch aufgebrachte Schutzschichten

• elektrochemische

überwie-

Maßnahmen

(z.B.

gend Fremdstromanoden)

• Systemtrennung

5.2 Einrichtungen zur Desinfektion

5.2.1 Desinfektionsanlage

Desinfektionsanlagen sind Einrichtungen zur Keim- bekämpfung auf Flächen in Nassräumen.

Zur Flächendesinfektion sollen Desinfektionsmittel verwendet werden, die in die DGHM-Liste eingetra- gen sind.

Um die Bildung lungengängiger Aerosole aus den Desinfektionsmitteln zu minimieren, dürfen Desin- fektionslösungen nur in den hierfür vorgesehenen ei- genen Systemen zur Anwendung gebracht werden. So ist z.B. kein Einsatz in Hochdruckreinigungsanla- gen zulässig.

5.2.2 Anzahl der Entnahmestellen zur Keimbekämpfung

Die Anzahl der Entnahmestellen zur Keimbekämp- fung bestimmt sich aus der Erreichbarkeit aller zu desinfizierenden Flächen sowie der vom Personal noch handhabbaren Schlauchlänge (ca. 25 m).

5.3 Duschwassererwärmung

5.3.1 Bemessung

Die Warmwasserbereitung kann nach dem Durch- lauf- oder dem Speicherprinzip erfolgen. Bei zentra- ler Duschwarmwasserbereitung ist wegen der auftre- tenden hohen Entnahmespitzen der Einsatz von Spei- chern zu empfehlen.

In einem zu sanierenden Bad soll der Warmwasser- verbrauch vor Planungsbeginn gemessen werden, insbesondere wenn der Einsatz einer Solaranlage vor- gesehen ist. Sind keine Messungen möglich, kann auf Messwerte aus anderen, ähnlich ausgerüsteten Bä- dern zurückgegriffen werden. In Bädern mit Münz- duschautomaten ist eine Abschätzung des Warmwas-

ity by constituents of the material (such as heavy- metal ions) migrating into the water.

Corrosion damage can be reduced by suitable precau- tions such as (see also DIN 4753):

• influencing the properties of the reacting agents

• changing the reaction conditions (by, e.g., special water treatment)

• isolating the metallic material from the corrosive agent by applying protective coatings

• electrochemical measures (primarily using im- pressed-current anodes)

• system separation

5.2 Disinfection facilities

5.2.1 Disinfection system

Disinfection systems are facilities for microbial con- trol on surfaces in wet rooms.

Use only such disinfectants for surface disinfection as are listed in the DGHM list.

Disinfectant solutions shall only be applied using the systems specifically dedicated to this task so as to avoid the formation of respirable aerosols. Using them in, e.g., high-pressure cleaning systems is for- bidden.

5.2.2 Number of taps for microbial control

The number of taps for microbial control is deter- mined by the accessibility of all surfaces to be disin- fected and the length of hose which can still be han- dled conveniently by the personnel (approx. 25 m).

5.3 Heating of water for showers

5.3.1 Dimensioning

Water can be heated using either on-demand or stor- age heaters. In the case of central shower-water heat- ing, storage heaters are recommended because of the high peak withdrawals involved.

In a swimming pool to be modernised, measure the hot-water consumption prior to commencing plan- ning; this is particularly reasonable where a solar heating system is to be used. Where measurements cannot be taken, values measured in other, similarly equipped pools can be used. Where token-operated shower units are installed in pools, the consumption

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

serverbrauchs anhand der Anzahl der verkauften Duschmarken möglich.

Wenn keine Messdaten in hinreichender Zeitauf- lösung vorliegen, kann angenommen werden, dass der Duschwasser-Spitzenbedarf mit dem durch- schnittlichen täglichen Warmwasserverbrauch korre- liert. Letzterer kann dann als Bezugsgröße für die Di- mensionierung verwendet werden.

Der durchschnittliche tägliche Warmwasserver- brauch V n (ϑ = 60 °C) in l kann für Bäder mit Münz- duschautomaten notfalls abgeschätzt werden zu

V n

= 2,5 ---------------------------------------------------------------------- Badegäste pro Saison

Badeöffnungstage pro Saison

(1)

Bei kostenfreier Warmduschnutzung ist ein 2,5- bis 4-mal höherer Warmwasserverbrauch gemessen wor- den. Bei der Planung von Münzduschautomaten ist deren Wartungsaufwand zu beachten.

Sinnvolle Dimensionierungsbereiche der Komponen- ten Speicher und Heizkessel zeigt Bild 1.

Wegen der guten Korrelation zwischen Warmwasser- bedarf und solarer Einstrahlung bestehen günstige Be- dingungen für den Einsatz thermischer Solarsysteme. Stehen keine Verbrauchsmesswerte zur Verfügung, kann eine Bemessung des zusätzlich zu installieren- den Solar-Speichervolumens und der Kollektorfläche mithilfe von Bild 2 erfolgen. Mit den dort angegebe- nen Komponentengrößen lassen sich über die gesamte Saison rund 40 % bis 50 % des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung solar abdecken.

of hot water can be estimated from the number of to- kens sold.

If measured data with sufficient time resolution are not available, the peak demand for shower water can be assumed to be correlated to the average daily hot- water consumption. The latter can then be used as a reference quantity for dimensioning.

The average daily hot-water consumption, V n (ϑ = 60 °C) in l, can be estimated for pools with to- ken-operated shower units, if need be:

V n

= 2,5 -------------------------------------------------- visitors per season

open days per season

(1)

Hot-water consumptions of 2,5 times to 4 times this value have been measured where the use of hot show- ers is free of charge. When planning token-operated shower units, mind the maintenance requirements.

Reasonable ranges for dimensioning the components storage tank and boiler are shown in Figure 1.

The conditions for using solar water heating systems are favourable, the correlation between hot-water de- mand and solar irradiation being fairly accurate. Where measured consumptions are not available, the solar storage tank capacity to be installed in addition and the collector surface area can be dimensioned us- ing Figure 2. Using the component sizes given there, approximately 40 % to 50 % of the energy de- mand for water heating throughout the season can be covered by solar gains.

heating throughout the season can be covered by solar gains. Bild 1. Beispielhaft empfohlenes Speichervolumen in

Bild 1. Beispielhaft empfohlenes Speichervolumen in Abhängig- keit von der installierten Wärmeerzeuger-Nennleistung für ver- schiedene durchschnittliche Warmwasser-Tagesverbräuche V n

Anmerkung: Die Angaben gelten für ein Speicherladesystem und eine Bereitschaftstemperatur im Speicher von 55 °C bis 60 °C. Das Schaltvolumen bestimmt sich aus einer angenommenen Mindest- Brennerlaufzeit von 8 min.

Figure 1. Example of recommended storage tank capacity as a function of installed water-heater nominal power for various average daily hot-water consumptions V n

Note: These recommendations are valid for a storage heater system and a stand-by temperature in the tank of 55 °C to 60 °C. The useful volume is determined from an assumed minimum burner operating time of 8 min.

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 – 9 – Bild 2. Empfohlenes Solar-Speichervolumen in Abhängigkeit
VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 – 9 – Bild 2. Empfohlenes Solar-Speichervolumen in Abhängigkeit

Bild 2. Empfohlenes Solar-Speichervolumen in Abhängigkeit von der installierten Kollektorfläche für verschiedene durchschnittli- che Warmwasser-Tagesverbräuche V n

Anmerkung: Das Solar-Speichervolumen ist zusätzlich zum (fos- silen) Schalt- und Bereitschaftsspeicherinhalt vorzusehen. Bei aus- geprägten Morgen- und Abendspitzen im Lastprofil können grö- ßere Speichervolumina als in der Abbildung empfohlen notwendig werden. Sind Speichertemperaturen bis 90 °C möglich (z.B. in So- lar-Pufferspeichern), kann das Solar-Speichervolumen kleiner ge- wählt werden.

Figure 2. Recommended solar storage tank capacity as a func- tion of installed collector surface area for various average daily hot-water consumptions V n

Note: The solar storage tank capacity shall be provided in addition to the (fossil-fired) useful and stand-by tank volumes. In the case of pronounced morning and evening peaks in the load profile, tank volumes larger than those recommended in the figure may become necessary. Where tank temperatures up to 90 °C are possible (e.g. in solar buffer tanks), the solar tank volume can be reduced.

In Jahreszeiten ohne bzw. mit sehr geringem Warm- wasserverbrauch (Schließzeiten des Bads) sind ge- eignete Maßnahmen zur Vermeidung einer Überhit- zung der Kollektoren und insbesondere des Solar- speichers zu treffen, z.B.

• Abdeckung der Kollektoren

• Überführung der Überschusswärme in den Heiz- kreis oder das Beckenwasser

• Betrieb der Kollektorpumpe im Bypass unter Um- gehung des Solarspeichers

Die in der Ausführung und dem Betrieb notwendige Legionellenprophylaxe ist technisch sicherzustellen.

5.3.2 Duschanlagen

Duschanlagen sollen über Selbstschlusseinrichtun- gen verfügen mit Laufzeiten zwischen 20 s und 60 s bei manueller Betätigung. Bei den Duschen sollen selbstentleerende und gut reinigbare Brauseköpfe mit Strahlbildung (reduzierte Aerosolbildung) verwendet werden. Die Duschwassertemperatur ist auf 42 °C im Auslauf zu begrenzen.

Exponierte Anlagenteile wie Wassererwärmer und Duschköpfe sind in regelmäßigen Abständen zu rei- nigen.

Hinweise zur Ausführung des Leitungsnetzes, zur Betriebsweise und zu den Arbeitstemperaturen ent- halten die DVGW-Arbeitsblätter W 551 sowie die Richtlinie VDI 6023 und das Merkblatt DGfdB 64.01. Kurze Rohrleitungslängen im Versorgungsnetz sind anzustreben.

During seasons without, or with very low, hot-water consumption (closing periods of the pool), take ap- propriate action to prevent the collectors and, in par- ticular, the solar storage tank from overheating; ex- amples are

• covering collectors

• transferring excess heat to the heating circuit or the pool water

• running the collector pump in bypass mode, i.e. bypassing the solar storage tank

Legionella prevention required during execution and operation shall be ensured by technical means.

5.3.2 Showers

Showers shall be equipped with self-closing manual taps with shut-off delays between 20 s and 60 s. Use self-draining and easily cleanable shower heads with jet-forming means (reduced aerosol formation). Limit the water temperature at the shower outlet to 42 °C.

Exposed parts of the system such as water heaters and shower heads shall be cleaned at regular intervals.

Guidance on the execution of the piping system, on operation and on operating temperatures is given in DVGW worksheet W 551, in guideline VDI 6023 and in the bulletin DGfdB 64.01. Short pipe lengths in the supply network shall be aimed at.

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

5.3.3 Wärmedämmung der Versorgungsleitungen

Die Ausführung der Wärmedämmung ist nach DIN 18421 bzw. Richtlinie VDI 2055, Dampfdiffu- sionsdichtigkeit (soweit erforderlich) und unter Be- achtung der Anforderungen des Brandschutzes vor- zunehmen. Bei der Auswahl der Materialien für die Wärmedämmung und deren äußeren Schutz sind zu berücksichtigen:

• Wärmeleitfähigkeit

• Materialfestigkeit

• chemische Beständigkeit

• Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung

• Nichtbrennbarkeit

• Witterungsbeständigkeit

Verteiler, Rohre und Armaturen sollen an stoßgefähr- deten Stellen eine Schutzummantelung (z.B. aus Blech) erhalten.

5.4 Entwässerungsanlagen

Zur Ableitung der Abwässer sind zu beachten:

• Bauordnung des betreffenden Bundeslandes (Indi- rekteinleiterverordnung)

• Satzung des örtlichen Entsorgungsunternehmens

In Bädern sind an Besonderheiten zu beachten:

• Für die Entsorgung wird je Duschplatz ein Volu- menstrom von 0,27 l/s (16 l/min) zugrunde gelegt.

• Für die Benutzung der Duschanlagen im Sanitär- bereich ist ein Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 anzu- setzen.

Filterspülwasser ist in die Kanalisation abzuleiten oder nach erfolgter Aufbereitung in die Vorflut oder den Regenwasserkanal einzuleiten. Bei Vorliegen be- sonderer Inhaltsstoffe im Schmutzwasser kann eine Abwasserbehandlung notwendig sein. Für die größte abzuleitende Schmutzwassermenge aus der Filter- spülung sind maßgebend:

• die Filterfläche des Filterbehälters mit dem größ- ten Durchmesser

• die Spüldauer

• die entsprechend den eingesetzten Filtermateria- lien vorgegebene Spülwassergeschwindigkeit

Gemäß DIN 19643 ist für übliche Filter nach DIN 19605 ein Spülwasservolumen von 6 m 3 bis 8 m 3 je m 2 Filterfläche erforderlich.

Bei nicht ausreichendem Fassungsvermögen der öf- fentlichen Kanalisationsanlagen oder der besonderen Aufbereitungsanlagen für die Ableitung der Spül- wassermengen sind Letztere zwischenzuspeichern

DIN 1986

5.3.3 Thermal insulation of supply pipes

Execute thermal insulation as specified in DIN 18421 or guideline VDI 2055, using vapour dif- fusion retarders (if required) and observing fire-pro- tection requirements. When selecting materials for the thermal insulation and its outer protection take into account:

• heat conductivity

• material strength

• chemical resistance

• mechanical stress resistance

• non-flammability

• weather resistance

Manifolds, pipes and valves installed in places prone to impacts shall be provided with a protective shell (made of, e.g., sheet metal).

5.4 Drainage systems

With regard to the disposal of sewage, take into con- sideration:

• building regulations of the respective German fed- eral state (Indirect Discharger Ordinance)

• by-laws of the local disposal company

The following specifics apply to swimming pools:

• A volume flow rate of 0,27 l/s (16 l/min) per shower unit is assumed for disposal.

• A simultaneity factor of 1 shall be assumed for shower facilities in sanitary areas.

DIN 1986

Filter back-flush water shall be discharged to the sewer system or, having been treated, shall be di- rected into the recipient or the surface-water sewer. The occurrence of particular constituents in the con- taminated water may require wastewater treatment. The maximum quantity of contaminated water to be discharged from filter back-flushing is determined by:

• the filter surface area of the filter box having the largest diameter

• the back-flushing time

• the back-flush water velocity specified for the fil- ter materials in question

DIN 19643 specifies a rinse water volume of 6 m 3 to 8 m 3 per square metre of filter surface area for typical filters as per DIN 19605.

Where the capacity of public sewer or special treat- ment systems is insufficient to discharge the volumes of back-flush water, these shall be buffered to be di- rected to the public sewer system with a delay, or at

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

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und verzögert – oder zu vereinbarten Zeiten – in die öffentliche Kanalisation einzuleiten. Mit dem Entsor- gungsunternehmen ist zu klären, ob die Beckenent- leerung in den Schmutz- oder den Regenwasserkanal erfolgen soll.

Es ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass das Ablaufwasser der Beckenumgänge nicht in den Badewasseraufbereitungskreislauf gelangt.

6 Sanitärtechnische Ausstattung, Einrichtungsgegenstände und Armaturen

Material und Befestigungen sind für robusten Betrieb vorzusehen.

Nach der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) sind die Sanitärräume für Angestellte getrennt von denen für Besucher vorzusehen. Für die Ausstattung der Räume für die Beschäftigten kann VDI 6000 Blatt 2 herangezogen werden.

6.1 Ausstattung der Sanitärräume

Maße, Montagehöhen und einzuhaltende Stell-, Be- wegungs- und Verkehrsflächen sowie Ausstattungen sind der Richtlinie VDI 6000 Blatt 3 zu entnehmen. Für die Festlegung und Anzahl der sanitären Ausstat- tungsgegenstände können die VDI 6000 Blatt 3, VDI 3818 sowie die KOK-Richtlinie herangezogen werden.

Für die Toiletten- und Urinalobjekte sollen Materia- lien mit speziellen Oberflächenbeschichtungen ver- wendet werden, um die Wasser- und Schmutzhaftung zu vermindern.

Sanitärräume und die sanitären Ausstattungsgegen- stände sollen leicht zu reinigen, Sanitärarmaturen einfach zu bedienen und wassereinsparend sein.

Toiletten-Vorraum Waschbeckenbreite > 58 cm, Ablage, Kristallspiegel, Seifenversorgung, Warmluft-Händetrocknung, Ab- falleimer, eventuell Ausgussbecken oder Entnahme- ventil mit Schlauchverschraubung, Bodeneinlauf

Toilettenraum wandhängende Tiefspülklosetts, Papierrollenhalter, Kleiderhaken, Haltegriff, Wandeinbauspüleinrich- tungen

Zweimengenspüleinrichtungen sollen vermieden werden. Die Spülwassermenge soll 7 l/Spülung nicht unterschreiten, um die Verstopfungsgefahr der Ab- wasseranlage zu verringern.

Urinale Urinalbecken, Schamwände, berührungslose Wand- einbauspüleinrichtung, Bodenablauf

agreed times. Check with the disposal company whether pools are to be emptied into the foul-water sewer or the surface-water sewer.

Appropriate action shall be taken to ensure that water draining off the pool decks does not enter the pool water treatment circuit.

6 Sanitary fixtures, furnishings and valves

Materials and mountings shall be suitable for robust operation.

The German Workplace Ordinance (ArbStättV) spec- ifies that sanitary rooms for staff must be separate from those for visitors. VDI 6000 Part 2 can be con- sulted regarding sanitary facilities for the staff.

6.1 Sanitary facilities

Dimensions, installation heights and footprints, movement and traffic areas to be observed as well as fixtures to be provided are specified in VDI 6000 Part 3. VDI 6000 Part 3, VDI 3818 and the KOK guideline can be consulted regarding the type and number of sanitary fixtures to be provided.

Materials with special water- and dirt-repellent coat- ings shall be used for toilets and urinals.

Sanitary rooms and sanitary fixtures shall be easy to clean; sanitary valves shall be easy to operate and wa- ter-saving.

Toilet anteroom width of washbasin > 58 cm, shelf, crystal mirror, soap dispenser, hot-air hand dryer, waste bin; sink or tap with hose fitting, if required; floor drain

Toilet room wall-hung wash-down WCs, toilet-roll holder, coat hook, grab handle, in-wall flushing devices

Avoid dual-mode flushing mechanisms. Use no less than 7 l per flush to reduce the risk of drain blockage.

Urinals urinal basins, urinal screens, no-touch in-wall flush- ing devices, floor drain

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

Installationshöhe für Kinderurinale beachten. Berüh- rungslose, elektrisch gesteuerte Armaturen mit zwangsweiser automatischer Spülung nach jeder Be- nutzung haben sich bewährt.

Barrierefreie WC-Kabine und Vorraum DIN 18024-2 ist zu beachten.

Duschräume Duschen, Entnahmeventil mit Schlauchverschrau- bung, Bodenablauf, Ablagen, Haken; Installations- höhe der Duschköpfe 2,10 m bis 2,30 m

Putzraum Entnahmearmatur mit Kalt- und Warmwasser und Schlauchanschluss, Ausgussbecken, Bodenablauf

6.2 Ausstattung des Eltern-Kind-Raums

Für einen Säuglings-, Kleinkinder-Plansch- und Spielbereich ist ein gesonderter Eltern-Kind-Raum mit folgenden Einrichtungen zu empfehlen:

• Waschbecken mit integriertem Desinfektions- becken zur Händedesinfektion mit Desinfektions- wandspender und Armhebel

• Warmluft-Händetrockner bzw. Papierhandtuch- spender, Abfalleimer, Bodenablauf

• Wickelfläche (T = mindestens 80 cm, B = 70 cm) mit Ablagefläche

• Kleinkindbadewanne mit Wandbatterie und Hand- brause, mit Seifenschale als Zubehör über dem Fußende

– Wannentiefe ca. 300 mm

– Oberkante Wanne über Oberkante Fußboden ca. 800 mm bis 900 mm

– Anordnung der Wanne mit ihrem Fußende zur Wand

• Kinderduschwanne mit höhenverstellbarer Hand- brause

• Kindertoilette, räumlich getrennt

• Wickeltisch, Montagehöhe wie Waschbecken

• Entnahmearmatur für Warm- und Kaltwasser

• Bodenablauf, flächenbündig

6.3 Ausstattung der Umkleidebereiche

Haartrockner sollen höhenverstellbar an einer Gleit- schiene angebracht werden. Zwischen den Geräten ist ein Mindestabstand von 800 mm einzuhalten.

Die Frisierspiegel sollen abhängig von der Art der Haartrockner unterhalb oder neben diesen montiert werden. Der Schminkbereich soll über eine bauliche Ablagefläche mit einer Tiefe von ca. 20 cm sowie ei- nen Spiegel verfügen.

Mind the installation height for children’s urinals. No-touch, electrically actuated valves with forced flushing following each use have proven useful.

WC cabin and anteroom for disabled persons Observe DIN 18024-2.

Shower rooms showers, tap with hose fitting, floor drain, shelves, hooks; shower heads installed at 2,10 m to 2,30 m

Cleaner’s room hot and cold water taps with hose fitting, sink, floor drain

6.2 Furnishings for parent-and-child room

A separate parent-and-child room with the following

furnishings is recommended in paddling-pool and play areas for infants and toddlers:

• washbasin with integrated disinfection basin for hand disinfection, wall-mounted disinfectant dis- penser with arm-operated lever

• hot-air hand dryer or paper towel dispenser, waste bin, floor drain

• baby-changing surface (D = no less than 80 cm, W = 70 cm) with shelf

• toddler bathtub with wall mixer and handheld shower, soap dish at the foot end

– tub depth approx. 300 mm

– top edge of tub approx. 800 mm to 900 mm above finished floor level

– tub to be installed with foot end towards wall

• children’s shower basin with height-adjustable handheld shower

• children’s toilet, spatially separated

• baby-changing table, height as for washbasin

• hot and cold water taps

• floor drain, flush-mounted

6.3 Furnishings for changing areas

Mount hair dryers on a guide rail allowing height ad- justment. Leave a spacing of at least 800 mm between units.

Depending on the type of hair dryers used, mirrors shall be installed either below or beside hair dryers. The make-up area is to be provided with a structural shelf having a depth of no less than 20 cm, and a mir- ror.

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

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6.4 Ausstattungsgegenstände und Armaturen

Der Schallschutz im Hinblick auf die Installation und die zu verwendenden Armaturen ist in den vor Ge- räuscheinwirkungen zu schützenden Räumen zu be- achten. Siehe DIN 4109 und VDI 4100.

Unter dem Aspekt der Wassereinsparung werden nachfolgend genannte Armaturen empfohlen:

6.4 Fixtures and valves

Consider the control of noise from the installation and the intended valves in rooms to be shielded from the noise. See DIN 4109 and VDI 4100.

The following valves are recommended from the viewpoint of water saving:

• Selbstschlussarmaturen

self-closing taps

• Duschköpfe mit einer Durchflussbegrenzung von 9 l/min bis 12 l/min (0,15 l/s bis 0,20 l/s) (siehe auch VDI 3818)

shower heads with flow rates limited between 9 l/min and 12 l/min (0,15 l/s to 0,20 l/s) (see also VDI 3818)

• Duschkopf selbst entleerend, nicht aerosolbil- dend, einfach zu reinigen

self-draining shower head, low aerosol formation, easy to clean

• Entnahmedauer < 20 s

flow time < 20 s

6.5 Barrierefreie Sanitärräume

Die Sanitärräume müssen besondere Maße und Aus- stattungen aufweisen, die auch die Nutzung für Roll- stuhlfahrer ermöglicht (siehe DIN 18024, DIN 18025 und VDI 6000 Blatt 3). Im Sanitärraum ist auf einen einzuhaltenden Wendekreis für Rollstuhlfahrer von mindestens 1,5 m Durchmesser zu achten.

Folgende Maße sind z.B. einzuhalten:

• Halterungen und Bedienhöhen 0,85 m bis 1,05 m

• unterfahrbare Waschbeckenhöhe 0,67 m

• Vorderkante des Waschbeckens 0,80 m

• mindestens unterfahrbare Waschbeckentiefe 0,30 m (mit Unterputz- oder Flachaufputz- siphon)

• Duschplatzabmessung 1,5 m × 1,5 m

• Haltestange in der Dusche 0,85 m

• WC-Höhe einschließlich Sitz 0,48 m

• WC-Tiefe = 0,70 m (Anlehnhilfen hinter dem WC-Sitz)

• Abstand zwischen den beidseitig klappbaren WC-Stützgriffen = 0,70 m

• Griff-, Tasterhöhen 0,85 m

Anmerkung: Alle Maße beziehen sich auf Oberkante Fertigfuß- boden (FFB).

Das WC-Becken muss

• beidseitig und von vorne mit dem Rollstuhl an- fahrbar und mit stufenlos hochklappbaren Stütz- griffen sowie mit beidseitig integrierten Papierhal- tern,

• mit im Stützgriff integrierten sowie weiteren auf dem Boden liegend erreichbaren Notrufschaltern sowie

• mit einer WC-Spülungsauslösung, die mit der Hand, dem Arm oder dem Ellenbogen ohne Ver- änderung der Sitzposition bedient werden kann, ausgerüstet sein.

6.5 Sanitary rooms for the disabled

Sanitary rooms shall be specially dimensioned and furnished to allow wheelchair access (see DIN 18024, DIN 18025 and VDI 6000 Part 3). Mind to provide a wheelchair turning circle with a mini- mum diameter of 1,5 m in the sanitary room.

Among others, observe the following dimensions:

• mounting and operating heights 0,85 m to 1,05 m

• clear height under washbasins 0,67 m

• washbasin front edge 0,80 m

• clear depth under washbasins 0,30 m (with in-wall or flat on-wall siphon)

• shower base size 1,5 m × 1,5 m

• grab rail in the shower 0,85 m

• WC height including seat 0,48 m

• WC depth = 0,70 m (backrests behind WC seat)

• clearance between hinged support rails on both sides of WC = 0,70 m

• height of handles and control elements 0,85 m

Note: All dimensions refer to finished floor level (FFB).

The WC pan shall

• allow wheelchair access from the front and from both sides and have infinitely adjustable fold-up supports and integrated toilet-roll holders on both sides,

• be equipped with call buttons in the supports and further call buttons that can be reached when lying on the floor and

• be equipped with a flushing device that can be op- erated by hand, arm or elbow without changing the seated position.

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

Das unterfahrbare Waschbecken ist mit einem Ein- hebelmischer mit langem Hebel, einer Drucktast- armatur oder mit einer sensorgesteuerten Armatur auszurüsten. Die Auslauftemperatur muss vorge- mischt oder durch einen Sicherheitstemperaturbe- grenzer auf 42 °C begrenzt werden.

Der befahrbare Duschplatz ist mit rutschhemmendem Material und einem Gefälle von 2 % und mit einer Sitzgelegenheit mit Haltegriffen zu konzipieren.

Der Sanitärraum soll zusätzlich mit einem Entnah- meventil mit Schlauchverschraubung und einem dar- unter befindlichen Bodenablauf ausgestattet sein.

Der Abfalleimer muss dicht und verschlossen sein.

Der Raum ist grundsätzlich mit einer maschinellen Lüftung gemäß DIN 18017-3 auszustatten, auch wenn eine natürliche Belüftungsmöglichkeit besteht.

Die Barrierefreiheit muss bereits bei der stufenlosen Gebäudezugänglichkeit beginnen und sich innerhalb des Gebäudes fortsetzen. Informationen zur Wegfüh- rung und zu Sicherheitsaspekten müssen mindestens zwei von drei Sinnen, das heißt Hören, Sehen oder Tasten, ansprechen.

Die Anforderungen des Behindertengleichstellungs- gesetzes (BGG) sind einzuhalten.

6.6

Vandalismus

Zum Schutz vor Vandalismus wird die Verwendung folgender Einrichtungsgegenstände empfohlen (siehe VDI 6004 Blatt 3):

• Chrom-Nickel-Stahl für sanitäre Ausstattungs- gegenstände

• abrollsichere Toilettenpapierhalter

• bauliche Ablagen

• Duschbatterien mit Druckbetätigung

• sensorgesteuerte Armaturen

• feststehende Duschköpfe

• Urinale mit zwangsweiser Spülung nach jeder Nutzung

• wandhängende Ausstattungsgegenstände

Metallspiegel

7 Wärmeversorgung für die Beckenwassererwärmung

7.1 Bemessung der Beckenwassertemperatur

Der Betreiber muss abwägen, ob eine Anlage zur Er- wärmung des Beckenwassers und/oder zur Aufrecht- erhaltung der Beckenwassertemperatur benötigt wird.

Wird eine Anlage mit fossil befeuerter Beckenwasser-

erwärmung

so

in

installiert,

empfiehlt

es

sich,

The wheelchair-accessible washbasin shall be equipped with a single-lever mixer with extra-long lever, or with a pushbutton tap or sensor tap. The out- let temperature of the water shall be achieved by pre- mixing or must be limited to 42 °C by a safety tem- perature limiter.

The wheelchair-accessible shower shall have anti- slip floor covering, a slope of 2 % and a seat with grab handles.

The sanitary room shall, if possible, also be provided with a tap with hose fitting and a floor drain under- neath.

The waste bin shall be airtight and closed.

The room shall always be equipped with a mechani- cal ventilation system as specified in DIN 18017-3, even where natural-draught ventilation is possible.

Unhindered access for disabled persons must start with step-free access to the building, and must con- tinue inside the building. Information on routes and safety aspects shall appeal to at least two out of three senses, i.e. hearing, sight and touch.

The requirements stipulated by the German Act on Equal Opportunities for Disabled Persons (BGG) shall be observed.

6.6

Vandalism

The use of the following fixtures is recommended to control vandalism (see also VDI 6004 Part 3):

• Cr-Ni steel for sanitary fixtures

• vandal-resistant toilet roll holders

• structural shelves

• pushbutton shower valves

• sensor valves

• fixed shower heads

• urinals with forced flushing after each use

metal mirrors

• wall-hung fixtures

7 Heat supply for pool water heating

7.1 Specification of pool water temperature

The operator must decide whether a system for pool water heating and/or for maintaining the pool water temperature will be required.

Where the pool water is heated by a fossil-fired sys- tem, lowering the pool water temperature as a func-

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 15 –

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 – 15 – Bild 3. Empfohlene Beckenwassertemperatur bei der

Bild 3. Empfohlene Beckenwassertemperatur bei der Beheizung mit fossilen Brennstoffen

Schlechtwetterperioden mit niedrigen Besucherzah- len die Beckenwassertemperatur in Abhängigkeit von der Lufttemperatur abzusenken (siehe Bild 3).

Für die Auslegung von Solaranlagen und Heizsyste- men zur Beckenwassererwärmung gelten die Hin- weise in Abschnitt 7.4.3 und Abschnitt 8.

7.2 Beckenfarbe, direkte Absorption

Der Anteil der im Becken absorbierten Solarstrah- lung ist von der Farbtönung und der Wassertiefe ab- hängig. Je flacher das Becken ist, desto größer wird der Einfluss der Farbe von Wänden und Fußboden auf den absorbierten Anteil der Solarstrahlung. Bei Becken mit Wassertiefen 40 cm sind Materialien und Farben mit guten Absorptionseigenschaften zu empfehlen.

7.3 Energiebedarf und Lage

Freibäder können, je nach Standort und örtlichen Kli- maverhältnissen, bei gleicher Betriebsweise einen sehr unterschiedlichen Wärmebedarf aufweisen. Ei- nen wesentlichen Einfluss haben der Wind an der Wasseroberfläche, die Verschattung der Wasserflä- chen, die Lufttemperatur und die Wassertemperatur.

Bild 4 zeigt eine vereinfachte Klimazonenkarte für Deutschland, aufgeteilt nach fünf Klimazonen für eine Badesaison vom 15. Mai bis 15. September. Die Klimazonen sind nur als grobe Orientierungshilfen eingetragen – ausgehend von der Klimakarte des Testreferenzjahres (TRY) des Deutschen Wetter- dienstes (15 Klimazonen). Die Einteilung in nur fünf Zonen soll die Abschätzung des Energiebedarfs von Schwimmbecken erleichtern.

Bild 5 verdeutlicht, wie der Wärmebedarf von Frei- becken mit zunehmender Stütztemperatur ansteigt. Die Beheizung der Becken in Schlechtwetterperio- den sollte daher kritisch geprüft werden.

Figure 3. Recommended pool water temperature for fossil-fuel heating

tion of air temperature is recommended during ad- verse-weather periods with low numbers of visitors, (see Figure 3).

For the dimensioning of solar-energy systems and ad- ditional heating systems for pool water heating, guid- ance is given in Section 7.4.3 and Section 8.

7.2 Pool colour, direct absorption

The fraction of solar radiation directly absorbed by the pool depends on the pool colour and water depth. The shallower the pool, the greater the effect of wall and floor colouring on the absorbed fraction of solar radiation. Materials and colours with good absorbent properties are recommended for pools with a depth of 40 cm.

7.3 Energy demand and location

Depending on the site and local climatic conditions, outdoor pools can exhibit widely varying heat de- mands even for the same mode of operation. Wind at the water surface, shading of water surfaces, air tem- perature and water temperature have significant ef- fects.

Figure 4 is a simplified map of climate zones in Germany, divided into five climate zones for a bath- ing season from May 15 to September 15. The cli- mate zones are shown for rough reference only; they are based on the climate map of the test reference year (TRY) of the German Meteorological Service (15 climate zones). The distinction between a mere five zones is intended to facilitate estimates of the en- ergy demand of swimming pools.

Figure 5 shows the increase of the heat demand of outdoor pools with increasing back-up temperature. The necessity to heat pools during adverse-weather periods should, therefore, be checked critically.

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 16 – VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 Bild 4. Darstellung der Klimazonen in

Bild 4. Darstellung der Klimazonen in Deutschland

Figure 4. Climate-zone map for Germany

Klima-

Geografische Zuordnung

No. of

Geographic designation

zonen-Nr.

climate zone

1

Norddeutsche Tiefebene mit Küstenregionen

1

North German Plain with coastal reagions

2

Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen, Hessen) mit Regionen bis 400 m ü.NN

2

Central Germany (Thuringia, Saxonia, Hesse) with regions up to 400 m AMSL

3

Rheinland (NRW, RP)

3

Rhineland (North Rhine-Westphalia, Rhineland-Palatinate)

4

Mittelgebirge über 400 m ü.NN

4

Low mountain ranges above 400 m AMSL

5

Süddeutschland (Bayern, BW)

5

Southern Germany (Bavaria, Baden-Württemberg)

7.4 Solaranlagen zur Beckenwassererwärmung 7.4.1 Funktionsprinzip

Bei der aktiven solaren Beckenwassererwärmung wird ein Teilvolumenstrom des Filtrats vor der Chlo- rung abgezweigt, in einem Absorber erwärmt und an- schließend dem Hauptvolumenstrom wieder zuge- führt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Badewas- seraufbereitung ordnungsgemäß (regelwerkskon- form) betrieben und der Absorber gleichmäßig durchströmt wird.

Es sind nicht abgedeckte Absorber einzusetzen (Bild 6). Abgedeckte Absorber (Kollektoren) sind aus energetischen und wirtschaftlichen Gründen für die Beckenwassererwärmung nicht zu empfehlen.

In dem für die Beckenwassererwärmung erforder- lichen Temperaturbereich arbeiten nicht abgedeckte

7.4 Solar-energy systems for pool water heating 7.4.1 Functioning

In the case of active solar pool water heating, a partial volume flow of the filtrate is diverted prior to chlorin- ation, to be heated in an absorber before being re- united with the main volume flow. Proper operation of the pool water treatment (in accordance with tech- nical rules) and uniform flow through the absorber must be ensured.

Use uncovered absorbers (Figure 6). Using covered absorbers (collectors) for pool water heating is not recommended for energy-efficiency as well as eco- nomic reasons.

In the temperature range required for pool water heat- ing, uncovered absorbers function more efficiently

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 – 17 – Bild 5. Spezifischer saisonaler Wärmebedarf von
VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 – 17 – Bild 5. Spezifischer saisonaler Wärmebedarf von

Bild 5. Spezifischer saisonaler Wärmebedarf von Freibecken in fünf Klimazonen gemäß Bild 4 in Abhängigkeit von der Stütztem- peratur (Badesaison 15. Mai bis 15. September)

Annahmen:

• konstante Mindest-Beckenwassertemperatur über die gesamte Badesaison

• keine Beckenabdeckung

Für andere örtliche Mikroklimata können sich abweichende Wär- mebedarfswerte ergeben.

geschützte Lage

Figure 5. Specific seasonal heat demand of outdoor pools in five climate zones as per Figure 4 as a function of back-up tempera- ture (bathing season from May 15 to September 15)

Assumptions made:

• minimum pool water temperature constant throughout the bathing season

• no pool cover

Other heat demands may result for different local microclimates.

sheltered location

result for different local microclimates. sheltered location Bild 6. Anlagenschema eine Solarabsorberanlage Figure 6.

Bild 6. Anlagenschema eine Solarabsorberanlage

Figure 6. Installation schematic of solar absorber system

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VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

Absorber mit einem höheren Wirkungsgrad als Kol- lektoren. Des Weiteren sind die Systemkosten von Kollektoranlagen um ein Vielfaches höher als die von Absorberanlagen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Kollektoranlagen zur Beckenwassererwärmung unwirtschaftlich.

Falls zusätzlich eine konventionelle Beckenwasser- beheizung vorgesehen ist, muss deren Einspeisung hinter dem Abzweig zur Solaranlage erfolgen. Der monovalente Einsatz von Solaranlagen führt zu Schwankungen der Beckenwassertemperatur.

Die verwendeten Absorber müssen gegen Frost un- empfindlich sein und sich vollständig entleeren las- sen. Im Sommer müssen sie schadlos Stillstandstem- peraturen von ca. 70 °C über mehrere Stunden aus- halten können. Es sind Absorber zu bevorzugen, die eine erfolgreiche Prüfung nach DIN EN 12975 absol- viert haben. Zusätzlich muss das Absorbermaterial beständig gegen chloriertes Wasser sein. Der Absor- ber muss einer Konzentration von 2 mg freiem Chlor pro Liter dauerhaft standhalten. Bei höheren Chlor- konzentrationen (z.B. Hochchlorung) ist die Solaran- lage vom Wasseraufbereitungskreislauf zu trennen.

7.4.2 Betriebsweise

Das Besucherverhalten in Freibädern ist grundsätz- lich abhängig vom Wetter. Da Freibäder überwiegend bei schönem Wetter besucht werden, können die meisten auch ausschließlich durch eine Solaranlage, das heißt ohne Nachheizung, erwärmt werden. Die Temperaturschwankungen im Beckenwasser beein- trächtigen das Besucherverhalten in aller Regel nicht. Bei Freibädern, die aufgrund intensiverer Nutzung z.B. durch Vereine oder durch einen hohen Attrakti- vitätsgrad auch bei schlechtem Wetter hohe Besu- cherzahlen aufweisen, kann eine Nachheizung sinn- voll sein. Die an kalten Tagen gewünschte Mindest- wassertemperatur (Stütztemperatur) muss unter Be- rücksichtigung aller Faktoren (Art der Zusatzwärme- quelle, Wirtschaftlichkeit, Besucherverhalten und -struktur) gewählt werden. Es ist außerdem zu prü- fen, inwieweit einzelne Becken unbeheizt bzw. rein solar beheizt betrieben werden können.

Im Hochsommer kann bei lang anhaltenden Schön- wetterperioden selbst bei abgeschalteter Solaranlage eine Überwärmung der Badebecken eintreten. Wird die Absorberanlage an solchen Tagen statt tagsüber nachts betrieben, kann sie zur Beckenkühlung beitra- gen. Eine Kühlung des Beckenwassers durch Zugabe von Füllwasser ist aus Kostengründen nicht zu emp- fehlen.

Bei mehreren Beckenwasseraufbereitungskreisen ist die Absorberanlage so zu gestalten, dass jeder Kreis- lauf gesondert beheizt werden kann.

than collectors. Furthermore, the cost of an entire col- lector system exceeds the cost of an absorber system by far. The use of collector systems for pool water heating is, therefore, uneconomical.

Where conventional pool water heating is planned in addition, its feeder shall be downstream of the branch pipe to the solar-energy system. The exclusive use of solar-energy systems causes fluctuations in pool wa- ter temperature.

The absorbers used shall be freeze-resistant and shall allow complete draining. They must be able to with- stand summertime standstill temperatures of approxi- mately 70 °C over several hours without being dam- aged. Prefer absorbers which have been successfully tested in accordance with EN 12975. Additionally, the absorber material must be resistant against chlo- rinated water. The absorber shall permanently with- stand a concentration of free chlorine of 2 mg/l. Where this chlorine concentration is exceeded (e.g. in times of high chlorination) the solar-energy system shall be separated from the water treatment circuit.

7.4.2 Mode of operation

Visitor behaviour in outdoor swimming pools de- pends on weather conditions as a matter of principle. Outdoor swimming pools being mainly visited dur- ing fair-weather periods, most are heated by a single- source solar-energy system, i.e. without afterheating. Fluctuations in pool water temperature do not usually affect visitor behaviour. Afterheating can be reasona- ble in outdoor swimming pools with high numbers of visitors even under adverse weather conditions thanks to frequent club swimming or to attractions. The desired minimum water temperature on cold days (back-up temperature) shall be selected giving due consideration to all influencing factors (type of additional heat source, economic efficiency, visitor behaviour and visitor profile). Also check if individ- ual pools may remain unheated or be heated solely by a solar-energy system.

Pool overtemperatures can occur during prolonged fair-weather periods in mid-summer even with the so- lar-energy system shut off. Where the absorber sys- tem is operated during the night-time instead of the daytime during such periods, it may contribute to pool cooling. Cooling pool water by adding filling water is not recommended for cost reasons.

Where several pool water treatment circuits are present, the absorber system shall be so designed that each circuit can be heated separately.

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 19 –

7.4.3 Auslegung

Für die Bemessung der Solaranlage wird das Verhält- nis zwischen Absorber- und Beckenwasserfläche he- rangezogen:

Bild 7 zeigt beispielhaft für ein typisches Schwimmbecken, wie sich die mittlere Beckenwas- sertemperatur in Abhängigkeit des Verhältnisses von Absorberfläche zu Beckenfläche für die in Bild 4 de- finierten Klimazonen verhält. Es zeigt sich deutlich, dass die mittlere Beckenwassertemperatur nicht linear mit steigendem Flächenverhältnis zunimmt. Die Ursache hierfür liegt in den infolge der steigen- den Absorbereintrittstemperatur überproportional zunehmenden Wärmeverlusten des Absorbers.

Die Erfahrung aus über 500 in der Bundesrepublik in kommunalen Bädern installierten Solarabsorberanla- gen zeigt, dass das günstigste Flächenverhältnis zwi- schen Absorber- und Beckenwasserfläche zwischen 0,5 und 0,75 liegt. Der genaue Auslegungswert hängt von der geografischen Lage, den Komfortansprüchen und der eventuell vorhandene Zusatzheizung ab. Das bedeutet, dass bei rein solarer Beheizung die wäh- rend der gesamten Badesaison gemessene mittlere Beckentemperatur, je nach Klimazone, im Bereich zwischen 20 °C und 23 °C liegen wird. Lediglich in höheren Mittelgebirgslagen können diese Wasser- temperaturen nicht erreicht werden.

7.4.4 Auflageflächen, Neigung und Orientierung

Wegen des hohen Sonnenstands während der Bade- saison sind, unabhängig von der Orientierung (Azi- mutwinkel), Auflageflächen mit einer Neigung 15° für die Aufbringung von Absorbern geeignet. Bei

7.4.3 Dimensioning

Use the ratio of the absorber-to-pool-water surface areas for dimensioning.

For the climate zones shown in Figure 4, Figure 7 shows the mean pool water temperatures of a typical swimming pool as a function of the ratio of absorber- to-pool surface areas. The figure clearly illustrates that the mean pool water temperature does not rise as a linear function of the area ratio. The reason lies in the heat losses of the absorber increasing dispropor- tionally with increasing absorber inlet temperature.

Experience obtained using solar absorber systems in more than 500 municipal swimming pools through- out Germany shows the most favourable ratio of ab- sorber-to-pool surface areas to lie between 0,5 and 0,75. The precise design specification depends on the geographic location, comfort criteria and any addi- tional heating. This means that for purely solar heat- ing the mean pool water temperature measured throughout the bathing season will lie between 20 °C and 23 °C depending on the climate zone. It is only in upper regions of low mountain ranges that these tem- peratures cannot be achieved.

7.4.4 Supporting surfaces, slope and orientation

Given the high solar altitude during the bathing sea- son, supporting surfaces with a slope of 15° will be suitable for carrying absorbers irrespective of their orientation (azimuth). Where the slope is steeper, sur-

orientation (azimuth). Where the slope is steeper, sur- Bild 7. Abhängigkeit der mittleren Beckentemperatur vom

Bild 7. Abhängigkeit der mittleren Beckentemperatur vom Flä- chenverhältnis bei monovalent solarer Beheizung für verschie- dene Klimazonen gemäß Bild 4; 50-Meter-Schwimmerbecken, 1050 m 2 , Wassertiefe 2 m

Figure 7. Mean pool water temperature as a function of area ratio in case of single-source solar heating, for various climate zones as per Figure 4; 50-metre pool, 1050 m 2 , water depth 2 m

20 –

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

größeren Neigungen sollte die Orientierung zwischen Ostsüdost und Westsüdwest liegen. Die Auflageflä- chen sollen möglichst nicht beschattet sein. Sie müs- sen für das technische Personal für Wartungs- und Reinigungsarbeiten zugänglich sein.

7.4.5 Durchströmung und Druckverlust

Eine Absorberanlage ist für einen flächenbezogenen Volumenstrom von 80 l/h bis maximal 100 l/h pro

m 2 Absorberfläche auszulegen.

Für die gute Funktion und einen optimalen Ertrag der Solaranlage ist es von entscheidender Bedeutung, dass das gesamte Absorberfeld gleichmäßig durch- strömt wird.

Um die gleichmäßige Durchströmung eines Absor- berfelds zu erreichen, müssen folgende Randbedin- gungen erfüllt werden:

• Die Fließgeschwindigkeit im Verteilerrohr darf nicht größer sein als die in den abgehenden Quer- schnitten. Ein großes Verteilerrohr mit sehr gerin- ger Fließgeschwindigkeit führt zu einer gleichmä- ßigen Durchströmung des Felds.

• Der Druckverlust im Absorberrohr sollte deutlich über der Summe der Druckverluste in der Verroh- rung des Felds liegen. Mit schmalen langen Ele- menten sind diese Randbedingungen eher einzu- halten als mit kurzen breiten.

• Eine Verrohrung nach dem Tichelmann-System ist anzustreben.

Eine Druckverlustberechnung ist durchzuführen. Mehrere im Verbund stehende Absorberfelder müs- sen hydraulisch abgeglichen werden.

7.4.6

Installation

Absorber werden üblicherweise auf Dachflächen oder am Erdboden verlegt. Die Absorber sind so zu befestigen, dass ein Abheben der Absorberbahnen bei Sturm zuverlässig vermieden wird. Die Verroh- rung muss entleerbar sein. Der Verbleib von geringen Restwassermengen ist zulässig.

Die thermisch bedingte Längenänderung von Absor- bern und Rohrleitungen ist zu berücksichtigen.

Der bei der Längenänderung zu beachtende Tempera- turbereich beträgt –25 °C bis 75 °C.

Eine gute Ableitung des Regenwassers ist sicherzu- stellen.

Bei Bodenverlegung ist der Mutterboden abzutragen und ein wasserdurchlässiger Untergrund aufzubrin- gen. Um Pflanzenwuchs zu vermeiden, kann zwi- schen der Tragschicht und der Deckschicht des Un- terbaus ein Geovlies eingebaut werden. Zur Vermei-

faces should preferably point in a direction between east-southeast and west-southwest. Supporting sur- faces should not be shaded. They shall be accessible to technical personnel for maintenance and cleaning work.

7.4.5 Absorber flow and pressure loss

Any absorber system shall be dimensioned for a volume flow rate per m 2 of absorber surface area of 80 l/h up to a maximum of 100 l/h.

For efficient functioning of, and optimal gain from, a solar-energy system, it is vitally important that the flow through the absorber field be uniform.

Uniform flow through an absorber field requires the following boundary conditions to be fulfilled:

• The flow velocity in the distribution pipe must not exceed that in the branch-pipe cross sections. A wide distribution pipe with a very slow flow will yield a uniform flow through the absorber field.

• The pressure loss in the absorber pipe should be significantly greater than the total pressure loss through all pipes of the absorber field. These boundary conditions are more easily met with long, narrow elements than with short, wide ones.

• Aim for piping in accordance with the Tichel- mann principle.

Calculate pressure losses. Several interconnected ab- sorber fields shall be hydraulically balanced.

7.4.6

Installation

Absorbers are usually installed on roof surfaces or on the ground. Absorbers shall be so fastened that the absorber sheets are reliably prevented from lifting off in storm conditions. The piping must be drainable. Small quantities of residual water are permissible.

Take into consideration the thermal linear expansion of absorbers and pipes.

The temperature range to be considered for linear ex- pansion extends from –25 °C up to 75 °C.

Effective rainwater drainage shall be ensured.

For ground laying, remove the top soil and replace it with a water-impermeable base. Geotextile fleece can be installed between the base and cover layers of the substructure in order to prevent vegetation growth. The cover layer must not contain any sharp-edged

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 21 –

dung von Absorberbeschädigungen darf die Deck- schicht keine scharfkantigen Steine enthalten. Be- währt hat sich runder Kies (Körnung 2/35).

Vor Beginn der Badesaison ist die Absorberanlage zu spülen. Das Spülwasser ist in die Kanalisation abzu- leiten.

7.4.7

Regelung

Bewährt hat sich eine Temperaturdifferenz-Regelung mit drei Temperatursensoren an folgenden Einbaupo- sitionen (siehe auch Bild 6):

• in einem nicht durchströmten Referenzabsorber (T Ref )

• im Filtrat, kurz vor dem Abzweig zur Solaranlage (T 1 ), zur Erfassung der Beckenwassertemperatur

• am Austritt aus dem Absorber, kurz vor Eintritt in den Hauptvolumenstrom (T 2 )

Einschalten der Solarpumpe:

Ausschalten der Solarpumpe:

Für die Temperaturdifferenz-Regelung müssen kalib- rierte Präzisionsfühler verwendet werden. Die Ge- samt-Messtoleranz von Temperaturfühlern und Re- gelgerät sollte T = 0,2 K nicht überschreiten. Bei mehreren Wasseraufbereitungskreisläufen ist in je- dem Kreislauf ein Filtratfühler (T 1 ) einzubauen.

Zur Überwachung der Anlagenfunktionen müssen die Messwerte und der Betriebszustand der Solar- pumpe angezeigt werden können. Die Möglichkeit des Handbetriebs ist vorzusehen.

T Ref T 1 > 4 K T 2 T 1 < 0,5 K

7.4.8 Betriebsüberwachung

Zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Solaranlage sollen ein Wärmemengenzähler und ein Messgerät für Strahlungsleistung und -energie eingebaut wer- den (siehe Bild 6). Der Strahlungssensor ist in der Absorberebene zu montieren. Die Energiemengen werden täglich erfasst und in ein Diagramm eingetra- gen. Bild 8 zeigt ein Beispiel einer solchen energe- tischen Aufzeichnung (Input-Output-Diagramm).

Jeder Punkt markiert die spezifischen Tagessummen der von der Solaranlage gelieferten Nutzwärme und die Strahlungsenergie. Anhand dieser Punkteschar kann der typische Arbeitsbereich der Solaranlage er- mittelt werden. Betriebstage mit starker Abweichung vom typischen Arbeitsbereich können Hinweise auf Störungen oder Defekte geben.

Diese Art der Überwachung kann mithilfe geeigneter Regler automatisiert werden. Einige Solarregler bie- ten die Möglichkeit die Wärmemenge und die einge- strahlte Solarenergie zu erfassen, sodass leicht eine überschlägige Wirkungsgradberechnung möglich ist.

stones to avoid absorber damage. Round gravel (grain size 2/35) has proven suitable.

The absorber system shall be rinsed prior to opening the bathing season. The rinse water shall be dis- charged into the public sewer system.

7.4.7

Control

A differential temperature control with three temper-

ature sensors at the following locations has proven useful (see also Figure 6):

• one in a reference absorber without flow (T Ref )

• one in the filtrate, shortly upstream of the branch pipe to the solar-energy system (T 1 ), for recording the pool water temperature

• one at the absorber outlet, shortly before the flow joins the main volume flow (T 2 )

Switch on solar pump when Switch off solar pump when

Calibrated precision sensors must be used for the dif- ferential temperature control. The overall measuring tolerance of temperature sensors and control units should not exceed T = 0,2 K. In the case of several water treatment circuits, a filtrate sensor (T 1 ) shall be installed in each circuit.

Means for indicating the measured values and the op- erating state of the solar pump shall be provided to al- low monitoring of the system functions. Manual op- eration shall be possible.

T Ref T 1 > 4 K T 2 T 1 < 0,5 K

7.4.8 Monitoring of operation

A heat meter and a device for measuring the radiant

flux and radiant energy shall be installed so that the performance of the solar-energy system can be

checked (see Figure 6). The radiation sensor shall be mounted in the absorber plane. Energies are recorded on a daily basis and are represented in a graph. Fi- gure 8 shows an example of such an energy graph (input/output diagram).

Each point marks the specific daily total of useful heat supplied by the solar-energy system and the ra- diant energy. The cloud of points allows to determine the typical operating range of the solar-energy sys- tem. Operating days deviating significantly from the typical operating range may indicate malfunctions or defects.

This type of monitoring can be automated using suit- able controllers. Some solar controllers offer the op- tion of recording the heat and the incident solar en- ergy, facilitating an approximate calculation of the ef- ficiency.

– 22 –

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 22 – VDI 2089 Blatt 3 / Part 3 Bild 8. Beispiel eines Input-Output-Diagramms 7.4.9

Bild 8. Beispiel eines Input-Output-Diagramms

7.4.9 Wartungsplan

Die Wartungsarbeiten zu Beginn der Badesaison sol- len umfassen:

• Stellventile auf Funktion prüfen

• Entlüfter reinigen

• Regelfunktionen und Einstellparameter prüfen

• alle Absorber- und Rohrverbindungen auf Dichtigkeit kontrollieren

• Absorbermatten außen reinigen

• Messtechnik kontrollieren

• Windsicherungen kontrollieren (gegebenenfalls mehrmals pro Badesaison)

• Absorber spülen

• Pumpenfreilauf kontrollieren

Wartungsarbeiten nach Beendigung der Badesaison:

• Rohrleitungen und gegebenenfalls Absorber entleeren

• Windsicherung kontrollieren

8 Heizsysteme zur Beckenwassernacherwärmung

Soll dass Beckenwasser nicht ausschließlich mit So- larenergie beheizt werden, so kommen Heizkessel oder Wärmepumpen in Betracht. Die Systeme der Wärmeerzeugung werden in VDI 2089 Blatt 2, Ab- schnitt 4 detailliert beschrieben.

Figure 8. Example of input/output diagram

7.4.9 Maintenance schedule

Maintenance works at the beginning of the bathing season shall include:

• check functioning of control valves

• clean de-aerators

• check control functions and set parameters

• check all absorber and pipe connections for tightness

• clean exterior of absorber mats

• check measuring instrumentation

• check wind bracing (several times per bathing season, if necessary)

• rinse absorbers

• check freewheeling of pump

Maintenance works after the end of the bathing season:

• drain piping and, if necessary, absorbers

• check wind bracing

8 Heating systems for pool water afterheating

If the pool water is not to be heated using solar energy as the single source, boilers or heat pumps are suita- ble options. Heat generation systems are described in detail in VDI 2089 Part 2, Section 4.

VDI 2089 Blatt 3 / Part 3

– 23 –

8.1 Bemessung des Heizsystems für die Beckenwassererwärmung

Die Dimensionierung des Wärmeerzeugers erfolgt nach der Aufheizzeit des Beckenwasservolumens und dem Wärmeverlust des Beckens. Der größere der beiden Werte aus Gleichung (2) und Gleichung (3) wird für die Dimensionierung herangezogen.

über die

Berechnung der Nennwärmeleistung

Aufheizzeit des Beckenwasservolumens:

·

Q

N,A

·

Q

N,A

=

f B