Sie sind auf Seite 1von 4

Lerntechniken - 1 -

Das Brainstorming
Prinzip

Das Prinzip des Brainstorming beruht darin, möglichst viele Gedanken zu einer
Themenstellung zu produzieren. Je weitläufiger und zahlreicher die Ideen sind,
desto größer ist die Chance, dass sich interessante Ideen darunter befinden.

Ablauf

- Die Teilnehmer äußern sich spontan zu einem vorgegebenen Problem.


Das kann eine Frage, ein Stichwort oder ein Thema sein.
- Kritik an eigenen oder fremden Beiträgen soll während der Sammelphase
unterbleiben.
- Die Äußerungen werden schriftlich festgehalten.
- Das Aussprechen ausgefallener Gedanken ist erwünscht und soll andere
Teilnehmer zu neuen Kombinationen und Verbesserungen anregen.
- Aus der Ideensammlung werden anschließend brauchbare Ideen
ausgesondert und Möglichkeiten zu deren Realisierung untersucht.

Das Brainstorming besteht also aus zwei Teilen:


1) Grünlichtstufe
Ziel: möglichst viele Ideen (Quantität)
2) Rotlichstufe
Ziel: Untersuchung der Ideen (Qualität)

Dauer
Ca. 20 Minuten

Variante: Brainstorming für Einzelpersonen


Brainstorming kann nach dem gleichen Prinzip auch allein durchgeführt werden.

Brainstorming als Lernmethode


- Brainstorming als Einstieg in ein neues Lernthema
Vorwissen zu einem Thema wird damit abgerufen.
- Brainstorming als Prüfungshilfe
Bei Aufsätzen oder Fragen, die ausführlich beantwortet werden sollen,
hilft ein kurzes Brainstorming möglichst viele Aspekte der Frage zu
erfassen.
Bei einem „Black Out“ kann Brainstorming helfen wieder klar zu denken
bzw. den gesuchten Begriff doch noch zu finden.
Lerntechniken – 2 - -

Das Mindmapping

1) Was ist ein Mind Map?

Mindmapping ist eine Methode zur Strukturierung der eigenen Gedanken. Mind Map
heißt übersetzt in etwa „Gedankenlandkarte“. Ähnlich wie eine Landkarte bei der
Orientierung in fremder Umgebung hilft, hilft eine Mind Map sich in den eigenen
Gedanken oder im eigenen Wissen besser zurecht zu finden und besser damit
arbeiten zu können.

2) Wie erstellt man ein Mind Map?

Schritt 1:
Bei einer Mind Map beginnt man - im Unterschied zu traditionellen Aufzeichnungen -
mit der Zentralidee (oder dem Zentral-Thema) in der Mitte des Blattes.
Es wird empfohlen,
a) weißes Papier zu benutzen, da Linien oder Karos den freien Gedankenfluss
stören könnten.
b) das Papier quer zu legen.

Schritt 2:
Ausgehend von der Zentralidee schreibt man alle Ideen, die einem dazu einfallen auf
„Äste“, die vom Kreis wegführen. Durch die Verbindungslinien werden
Verknüpfungen deutlich.

Schritt 3:
Die Hauptäste können nochmals in Unterverzweigungen (sog. Nebenäste oder
Zweige) gegliedert werden. Diese Unterteilungen können weiter fortgesetzt werden.
Auch eine spätere Überarbeitung ist möglich.

Bei allen 3 Schritten beachten:


- deutlich schreiben (Druckbuchstaben)
- Stichworte verwenden
- Farben verwenden
- Bilder, Kodes, Pfeile und Verbindungslinien verwenden

3) Warum erleichtert MindMapping das Denken und Lernen?

Die Methode des Mind Mapping basiert auf der Vorstellung, dass das Gehirn in zwei
Hälften unterteilt ist, welche in arbeitsteiliger Weise funktionieren. Die Funktionen der
linken Gehirnhälfte (wie das logische Denken, das Bilden von Begriffen, das Denken
in Einzelelementen) werden meist stärker genutzt als die Funktionen der rechten
Hirnhälfte (Denken in Bildern, in Gesamtzusammenhängen). Eine Verknüpfung
dieser beiden Funktionsweisen kann durch das Abbilden der Gedankenlandkarte,
also des Mind Maps erreicht werden.
4) Welche Vorteile bietet das MindMapping gegenüber einem Aufschreiben
Ideen in Form einer Liste?

MindMap Liste
Die Hauptidee steht in der Mitte und Die Hauptidee steht oben, wird nur am
wird dadurch sehr deutlich. Anfang gelesen.

Wichtige Ideen befinden sich in der Wichtige Ideen können auch sehr weit
Nähe der Hauptidee, weniger wichtige am Ende stehen.
in den Randzonen.

Es entsteht ein Bild, das sich einprägt. Eine Liste sieht aus, wie jede andere.
Als Ergebnis werden Erinnerung kann nur über Wörter
Erinnerungsprozesse und erfolgen, aber nicht über Bilder.
Wiederholungen effektiver.

Neue Informationen / Ideen können Eine Liste kann nur am Ende ergänzt
leicht ergänzt werden. Durch weitere werden.
Verästelungen ist die Mind Map stets
für Erweiterungen an
unterschiedlichen Stellen offen.

5) MindMapping als Lernmethode

- Guter Einstieg in ein Lernthema


Erst ein Brainstorming über das vorhandene Wissen zu einem bestimmten
Thema, dann ein MindMap um das gefundene Wissen zu strukturieren.
- Ein Lern-MindMap erstellen
Ein MindMap als Zusammenfassung über ein Lernkapitel hilft beim Erinnern
des Lernstoffs.
- Vorbereitung für Aufsätze, Briefe, usw.
MindMaps helfen Gedanken für Aufsätze, Berichte oder Briefe zu
strukturieren.
Lerntechniken - 3 -

Das Mindmapping

Bei der Bearbeitung der Fragen helfen Ihnen folgende Internetseiten:


http://www.mindmap.ch/show/sld001.htm
=> Folienshow über die Methode
http://www.franz-boehm-schule.de/Mind_Mapping_wie.htm
=> Wie erstellt man ein MindMap?
http://www.franz-boehm-schule.de/Mind_Mapping_vorteile.htm
=> Was bringt Mindmapping?
http://www.franz-boehm-schule.de/Mind_Mapping_worum.htm
=> Worum geht es?

Beantworten Sie die folgenden Fragen bitte auf Ihrem Block.


Antworten Sie so ausführlich Sie können, aber immer möglichst mit eigenen
Worten.

1) Wie sieht ein MindMap aus?


Fertigen Sie eine Skizze an, Wörter müssen darauf nicht lesbar sein.

2) Welche Regeln gelten beim MindMapping?


(Vorgehen, Papier, Stifte, Schrift, ...)

3) Warum hilft MindMapping dem Gehirn beim Denken und Lernen?

4) Welche Vorteile bietet das MindMapping gegenüber einem Aufschreiben von


Ideen in Form einer Liste?

MindMap Liste
+/- +/-

5)Übung: Fertigen Sie ein MindMap zum Thema „MindMapping“ an!