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Blick

ins
Buch

DAS Heilkräuterwissen
umfassend und ganzheitlich
in nur einem Buch!
Vorwort Vorwort

ten wir aus unserer Intuition, aus der Signa- terbücher durchforstet und spannendes Wissen
turenlehre, der Tradition, den Erfahrungen aus der über die Anwendungen aus früheren Zeiten zu Tage
Praxis und aus der Wissenschaft. Den Schatz des gefördert. Dr. med. Siegfried Kober ist Arzt für
früheren Wissens haben wir aus alten Kräuterbü- Allgemeinmedizin, psychotherapeutische und psy-
chern gehoben und Anwendungen und Rezepte chosomatische Medizin, Arzt für Komplementärme-
unter dem Motto „Das sagen die Alten“ gesam- dizin und F. X. Mayr Arzt. Er hat sich intensiv mit den
melt. Dieses überlieferte Kräuterwissen muss aus aktuellen wissenschaftlichen Studien auseinander-
dem Verständnis der damaligen Zeit gesehen wer- gesetzt und mit seinem Beitrag ein Nachschlage-
den und kann nicht eins zu eins übernommen wer- werk der besonderen Art geschaffen.
Liebe Leserinnen den. Interessant ist aber zu erfahren, was Pflanzen-
und Heilkundige vergangener Zeiten wussten, und All jenen, die an traditionellem, spirituellem und

Liebe Leser dies den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen


gegenüberzustellen. Diese Möglichkeit bietet sich,
modernem Heilpflanzenwissen interessiert sind, ist
diese Publikation gewidmet. Wir wünschen Ihnen
wenn Sie das „Heilwissen der Alten“ mit den aktu- spannende, bereichernde und berührende Begeg-
ellen Erkenntnissen in der Rubrik „Das sagt die Wis- nungen mit den Pflanzen.
senschaft“ vergleichen. Intensive Recherchearbeit
ermöglichte es, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse
durch Studien zu belegen. Heidi Friedberger, Siegfried Kober,
Pater Johannes Pausch und Verena Reisinger
Entstanden ist ein Werk, das auf einzigartige Weise Salzburg, Ampass, St. Gilgen und Linz
Spiritualität, Tradition und neue wissenschaftliche im Dezember 2017
Erkenntnisse im Umgang mit Kräutern und Heil-
pflanzen und ihre präventive und therapeutische
Anwendung vereint. Es ist ein Gemeinschaftswerk,
in das sich jeder Autor mit seiner Expertise ein-
gebracht hat. Für die spirituellen Texte zeichnet
Die Tradition mit Pflanzen zu heilen reicht bis in die aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, bis Pater Dr. Johannes Pausch OSB verantwortlich, der
früheste Menschheitsgeschichte zurück. Unsere hin zu spirituellen Aspekten, die jede Pflanze an- als Prior des Europaklosters Gut Aich mit der Tra-
Vorfahren nahmen die Pflanzen als lebendige, be- zubieten hat. Denn erst, wenn es gelingt, eine dition der Klosterheilkunde bestens vertraut ist.
seelte Wesen wahr und vertrauten auf ihre heilsame Beziehung zu einer Pflanze aufzubauen, wird sie Der Kräuter-Expertin Mag. Verena Reisinger ist es
Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Viel von die- sich uns mit all ihren Möglichkeiten und Wirkweisen wichtig, Intuition und Wissen zu vereinen. Sie hat
sem uralten, mündlich tradierten Erfahrungsschatz erschließen. Durch Beziehung wächst das Vertrauen gemeinsam mit Mag. Heidi Friedberger, die als
ging mit der Zeit verloren. Oftmals wurde das Wis- und das Wirkungspotenzial. Dies ist nicht nur eine Geschäftsführerin der Akademie für Naturheilkun-
sen bewusst zurückgedrängt, weil sich die Art und naturwissenschaftliche, sondern auch eine spirituelle de, TEH-Praktikerin und Historikerin ein großes Inte-
Weise der medizinischen Versorgung veränderte. Erkenntnis und gilt nicht nur für Pflanzen. resse an der traditionellen Heilkunde hat, alte Kräu-
Wir sind uns bewusst, welch große Errungenschaf-
ten uns die moderne Medizin mit ihren neuen, fas- Den einzelnen Pflanzenbeschreibungen ist eine Ein-
zinierenden Erkenntnissen gebracht hat und in führung in die Thematik vorangestellt, mit einer de-
welch rasantem Tempo sie sich weiterentwickelt. taillierten naturwissenschaftlichen Betrachtung von
Dennoch sollten wir das alte Wissen nicht außer Pflanzen und ihrem Potenzial für unsere Gesundheit.
Acht lassen, so wie ja auch die traditionelle Pflan- Ergänzt wird dieser moderne, wissenschaftliche
zenheilkunde eine wichtige Wurzel der modernen Beitrag durch Einblicke in die Tradition der Kloster-
wissenschaftlichen Pharmakologie ist. Dazu gehört, heilkunde, mit einem Exkurs in die Benediktinische
den Menschen und sein Eingebundensein in die Spiritualität, und einem Ausblick auf die Bedeutung
Umwelt wieder ganzheitlich wahrzunehmen. von Kräutergärten.

Der besondere Wert dieser Publikation liegt daher Jede Pflanze wird porträtiert und umfassend vorge-
auch in dieser ganzheitlichen Betrachtungsweise, stellt. Die Pflanze spricht zunächst für sich und lädt
mit der wir uns den Pflanzen und ihrer Wirkung auf ein, mehr über ihre Gestalt und ihr Wesen zu erfah-
uns Menschen nähern. Wir spannen dabei den Bo- ren – sie bietet sich Ihnen sozusagen mit ihren Qua-
gen von den traditionellen Anwendungen, über die litäten an. Für die Beschreibung der Pflanzen schöpf-

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Heilpflanzen – eine holistische Betrachtung Heilpflanzen – eine holistische Betrachtung

Beziehung zu Menschen, Tieren und Pflanzen ent- der Eibenrinde sind pflanzlichen Ursprungs oder Krankheit – die verlorene Balance häufig das Ergebnis von Fehleinschätzungen und
wickelte. Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte Weiterentwicklungen von Pflanzeninhaltsstoffen. Fehlverhalten, die nicht nur von einzelnen Personen,
mündlich von Lehrer zu Schüler weitergegeben und Pflanzen sind jedoch mehr als die Summe ihrer In- Nach Überzeugung der Klosterheilkunde kann eine sondern auch von Gesellschaft und Umwelt geprägt
ist eine wesentliche Wurzel der modernen Pharma- haltsstoffe – sie sind lebendige Wesen. Um Pflanzen Störung des inneren und äußeren Gleichgewichts zu werden. Schuldgefühle und Verurteilungen sind in
kologie. Viele pharmakologische Leitsubstanzen wie in ihrer Gesamtheit zu verstehen und anzuwenden einer leib-seelischen Störung führen, die in den ver- diesen Situationen fehl am Platz und kontraproduk-
Atropin, Digoxin, Ephedrin, Physostigmin, Reserpin ist es notwendig, sich ihnen unter verschiedenen schiedenen Stufen als Krankheit angesehen werden tiv. Die Regel des heiligen Benedikt sieht in einer Er-
oder Zytostatika wie das Vincristin und Paclitaxel aus Gesichtspunkten anzunähern. kann. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich häufig zu- krankung eine Chance der Gottesbegegnung, also
erst in kleinen, unscheinbaren Symptomen, wie zum eine Chance für eine spirituelle Erfahrung und Ent-
Beispiel in Unzufriedenheit, Isolierung und Bezie- wicklung. Erkrankung ist auch ein Appell zum geist-
hungslosigkeit. Es kann dann schleichend, zu einer lichen Wachstum und eine praktische Erfahrung der
Einschränkung, Lähmung und Erstarrung kommen, Menschlichkeit und der Demut.
die weder den Organismus noch die Person als Gan-
Der spirituelle Ansatz zes denk- und handlungsfähig sein lässt. Prävention – weise und ausgewogen
Oft lässt sich erkennen, dass etwas im Leben (in Ge- das Leben gestalten
Kräuter und Heilpflanzen spielen für die Gesund- Gesundheit kann auch als Beziehungsfähigkeit und danken, Gefühlen, Erfahrungen, Erlebnissen, kör-
heit und das Wohlbefinden der Menschen seit je- Beziehungserfahrung auf allen Ebenen verstanden perlichen und seelischen Phänomenen) ignoriert Die Regula Benedicti (RB) sagt: „Der Abt ordne und
her eine große Rolle. Um an Leib und Seele heil zu werden. Gelingende Beziehungen machen gesund; und abgespalten wird. Irgendetwas wurde „ge- regle im Kloster alles so, dass die Brüder keinen
bleiben oder wieder heil zu werden, braucht es Beziehungslosigkeit und Beziehungsstörungen sind kränkt“. Wenn die „Kränkung“ unbeachtet bleibt, Grund zur Traurigkeit oder zum Murren haben.“
aber mehr als die Kraft der Pflanzen. Dies zeigt uns oft Ursachen von Erkrankungen. Lebendige Bezie- führt sie zu Erkrankung. Das gilt nicht nur für den Abt, sondern für alle, die
die jahrhundertelange Erfahrung der Klosterheil- hungen sind auch die Grundlage dafür, dass Men- Verantwortung für das Leben haben.
kunde. schen sich wohlfühlen und mit sich selbst in innerer Manchmal zeigen sich Symptome auch darin, dass Die Grundlage aller vernünftigen Prävention ist
und äußerer Balance leben können. Wenn Bezie- der Mensch gegen seine Vernunft und Einsicht lebt Achtsamkeit, die aufmerksame Wahrnehmung, um
hungen möglich sind und wachsen, ist der Mensch und entweder mit Gewalt alles erreichen will oder Menschen, Situationen und Ereignisse zu erkennen
mit sich selbst im Einklang. Seine Energie kann un- resigniert. Beide Bewegungen führen zu Schuldge- und entsprechend zu handeln. Achtsamkeit ist nur
Gesundheit, Krankheit, Prävention und gehindert fließen und sich entfalten. Blockaden fühlen, die erneut belasten und die leib-seelische in einer Atmosphäre der Lebensbejahung möglich.
Behandlung in der Klosterheilkunde können leichter bearbeitet oder überwunden wer- Balance stören. Diese Lebensbejahung ist von ihrer Wurzel her eine
den. Ein Mensch, der mit sich im Einklang ist, kann Ursachen dafür können körperliche, seelische und gesunde Selbst- und Nächstenliebe.
Gesundheit – Balance an Leib und Seele Freude und Frieden empfinden und wird zufrieden geistige Belastungen sein, Herausforderungen, die Besonderer Wert muss auf die Beziehungsfähigkeit
sein. Diese Zufriedenheit ist aber kein Stillstand, nicht realistisch erkannt wurden. Dauern die Belas- gelegt werden. Um Beziehungen eingehen zu kön-
Das Grundanliegen der Europäischen Klosterheil- sondern die Voraussetzung für Bewegung, Entwick- tungen an, erfährt sich der Mensch in einer dauern- nen ist es notwendig, Beziehungsarbeit zu lernen
kunde ist eine Gesundheit, die durch eine ausgewo- lung und Dynamik. den Disharmonie, im „Getrenntsein“ von sich selbst, und zu leisten. Dabei geht es weniger darum, dass
gene Balance an Leib und Seele am besten erreicht von anderen, von der Schöpfung und von Gott. sich andere ändern, sondern dass ich mich selbst in
werden kann. Die Regel des heiligen Benedikt nennt Eine wichtige Voraussetzung für diese innere und Wenn der Stress der Isolation und der Disharmonie einem beständigen Wandlungs- und Veränderungs-
hier vor allem die „discretio“ das gute Maß, „die äußere Balance ist eine sensible Selbst- und Fremd- zunimmt, können sich Ängste und Verzweiflung prozess sehe und diesen Veränderungs- und Rei-
Mutter aller Tugenden“ (naturwissenschaftlich aus- wahrnehmung (Achtsamkeit), nicht ein beständi- entwickeln; die Wahrnehmungsfähigkeit wird da- fungsprozess als Chance für das Leben sehe. Es wird
gedrückt: energetisches Gleichgewicht). Nach allen ges egoistisches um sich selbst Kreisen. Dadurch durch immer weiter eingeschränkt. Im Umgang mit notwendig sein, alle Licht- und Schattenseiten zu
Erkenntnissen der Klosterheilkunde ist es ein we- kann der Mensch mit sich selbst, mit anderen und Gesundheit und Krankheit ist deshalb vor allem die erkennen und nicht davon auszugehen, dass ein
sentliches Anliegen, dass Menschen „das wahre auch mit der Schöpfung in einer belebenden Kom- Wahrnehmung zu schulen. Mensch perfekt ist oder sein muss. Belastende
und gute Leben suchen“. Das Hauptaugenmerk munikation sein, die die Grundlage eines guten Schatten und Defizite sind häufig der Hinweis auf
liegt also weniger auf einer medizinischen Behand- Lebens ist. So gelangen wir auch zu einem ausge- Nach der benediktinischen Spiritualität ist eine dringende Veränderungen und Lebenschancen. Oft
lung (die dem Arzt und dem Therapeuten überlas- wogenen Geben und Nehmen und der Fähigkeit Krankheit ein sich langsam entwickelnder, aber ist es notwendig sich Freiräume und Regenerations-
sen wird), als auf einer klugen, ausgewogenen Le- Grenzen zu erkennen und zu achten. Nur wenn grundlegender, einschneidender Beziehungsverlust, zeiten zu schaffen, den eigenen Lebensrhythmus zu
bensführung. Grenzen erkannt und geachtet werden, wird ein „WIR-Verlust“. Dieser Verlust ist immer als Warn- überprüfen und zweckfreie Handlungs- und Spiel-
Klosterheilkunde will also ein dynamisches Gleich- Schaden vermieden, der durch Unachtsamkeit ent- signal und als Botschaft zu verstehen. Oft wird die räume zu gewinnen. Eine gesunde Beziehung zur
gewicht erreichen, das den Menschen zu einem Le- steht. Die Voraussetzung dafür ist grundsätzlich Krankheit zum Anstoß für eine Lebenskorrektur, Natur, zu den Naturgesetzen und Pflanzen hilft da-
ben im Einklang mit sich selbst, mit den Menschen, eine demütige Haltung (Demut = „humilitas“), die eine Aufforderung zur Veränderung und eine Chan- bei. Der Umgang mit Heilpflanzen ist nicht nur we-
mit der Umwelt, mit der Schöpfung und mit Gott am besten mit Menschlichkeit übersetzt werden ce für einen neuen Weg. gen ihrer Wirkstoffe hilfreich und lehrreich, sondern
ermöglicht. Heilpflanzen werden als Hilfsmittel für kann. Aus der Praxis dieser Haltung erwächst auch die Pflanzen selbst sind Lehrmeister für das Leben.
die Wiederherstellung der Lebensbalance angese- die Dankbarkeit und die Freude am Leben. „Dank- Anerkannt werden muss aber auch, dass nicht jede Es macht viel Freude vergessenes und altes Wissen
hen. Die Anwendungen der Klosterheilkunde zielen barkeit ist der Schlüssel zur Freude“ (Mevlana Krankheit geheilt werden kann. Die Klosterheilkun- neu zu lernen und es für die Gegenwart zu über-
hauptsächlich auf die Gesundheitsvorsorge, d. h. Rumi u. a.), zum guten Leben und zu unserer Ge- de hütet sich davor, Krankheit als Strafe Gottes zu setzen, sodass es den Bedürfnissen des heutigen Le-
Prävention, ab und sind deshalb als therapeutische sundheit. sehen, obwohl diese Meinung früher von spirituel- bens gerecht wird.
Hilfen im Alltag von hohem Wert. len Lehrern vertreten wurde. Sie sieht in Erkrankung

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Heilpflanzen – eine holistische Betrachtung Heilpflanzen – eine holistische Betrachtung

dem sich der genetische Code befindet. Die Grund- Pflanzen dienen dem Menschen seit jeher als Der Vergleich zwischen einer pflanzlichen und einer tierischen bzw. menschlichen Zelle
bausteine der DNA sind bei Pflanze, Mensch und Nahrungsquelle
Tier gleich und sie bilden den universellen Code des
Lebens auf dem Planeten Erde. Die von Pflanzen aufgebauten Kohlenhydrate wer-
Auch die Funktionen der DNA sind sehr ähnlich. Es den im menschlichen Stoffwechsel in Energie, Koh-
gibt Arbeitsgene, Regulatorgene, Stoppgene und lendioxid und Wasser umgewandelt. Die Fette von Desmosom (Haftzelle zwischen Nachbarzellen
viele mehr. Die Zellen der Pflanzen haben im Prinzip Pflanzen, welche sich vor allem in den Samen be- mit Kittprotein und Keratinfilamenten)

die gleichen Zellorgane wie die des Menschen: Es finden, sind für Mensch und Pflanze Speicherfor-
gibt die Ribosomen, welche für den Eiweißaufbau men der Energie. Einige Fette von Pflanzen sind für Zellwand
Lysosom
zuständig sind, das endoplasmatische Retikulum – den Menschen essentiell und erfüllen wichtige Stoff- Zellmembran
ein Membran- und Röhrensystem, das bei der wechselaufgaben. Pflanzen sind für den Menschen – quer
Centriol – längs
menschlichen und pflanzlichen Zelle ähnliche Auf- Quelle zahlreicher Vitamine und Spurenelemente,
Chloroplast
gaben erfüllt, den Golgi-Apparat, der für Aufbau ohne die der Mensch nicht lebensfähig wäre. Pflan-
und Transport von Substanzen zuständig ist und ein zen produzieren auch Aminosäuren, die für den Dictyosom
Entgiftungssystem – die Peroxisome. Sowohl Pflan- Menschen essentiell sind und der Ausgangsstoff für mit GOLGI-Vesikeln
zenzellen als auch menschliche Zellen haben Ener- Nervenbotenstoffe und einiges mehr sind. Auch für Cytoplasma
giekraftwerke, die Mitochondrien. Sie produzieren Pflanzen sind Aminosäuren Ausgangsstoff für den ER = endoplasmatisches
Retikulum mit Ribosomen
Energie aus organischen Molekülen, hauptsächlich Aufbau von pflanzlichen Hormonen und einer Viel-
freie Ribosomen
Kohlenhydraten und Fetten. Diese biochemischen zahl von sekundären Pflanzenstoffen.
Zellkern
Vorgänge sind bei der pflanzlichen und menschli-
Nucleolus
chen Zelle sehr ähnlich. Pflanzliche Hormone
Kernhülle
Kernpore
Pflanzliche Zellen haben im Gegensatz zu menschli- Sie übermitteln in der Pflanze Steuersignale und Mitochondrium
chen Zellen eine sehr stabile Zellwand. Sie besteht sind essentiell für die Koordination des Stoffwech- mit Ribosomen

aus Zucker-Eiweißmolekülen und bestimmten Ami- sels, der Entwicklung, der Kommunikation sowie ER = endoplasmatisches
Retikulum ohne Ribosomen
nosäuren, die komplex miteinander vernetzt sind. der Reaktion auf Umweltreize. Sie steuern das
Microbody
Die Zellwand pflanzlicher Zellen hat Ähnlichkeiten Wachstum, die Differenzierung der Zellen (Blüten,
Lipidtropfen
mit dem Bindegewebe des Menschen. Knospen, Blätter…), die Zellteilung, die Fruchtreife,
Vacuole
Sowohl pflanzliche als auch menschliche Zellen tei- die Alterungsprozesse und den programmierten
len sich – sie vollziehen die Mitose in mehreren Pha- Zelltod. Andere wiederum bewirken, dass bei einem
sen. Diese Phasen sind sowohl bei Pflanzen als auch Angriff von Fressfeinden bestimmte Enzyme gebil- pflanzliche Zelle tierische bzw. menschliche Zelle
beim Menschen annähernd gleich. Die Zellteilung det werden, die die Pflanze giftig oder ungenießbar
wird sowohl bei der Pflanze als auch beim Men- machen (z. B. Proteasehemmer). Ein allgemein be-
schen durch Hormone (bei der Pflanze hauptsäch- kanntes Pflanzenhormon ist Salicylsäure. Sie fördert
lich Auxin und Kinetin) mit gesteuert. bei der Pflanze die Blütenbildung und steuert Ab-
wehrreaktionen bei Bakterien – und Pilzbefall. Beim Die beiden Zellen ähneln sich sehr. Als Unterschiede
Menschen wirkt Salicylsäure als Acetylsalicylsäure bleiben der Chloroplast (Ort der Photosynthese),
(Aspirin) entzündungshemmend, fiebersenkend die Vacuole und die Zellwand (die tierische und
und schmerzlindernd. menschliche Zelle hat hier eine Zellmembran).

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Ich biete Dir an
Ich bin auch unter dem Namen Schleimwurzel
bekannt und das aus gutem Grund. Ich bin
eine sehr schleimstoffhaltige Pflanze; am
meisten Schleimstoffe sind in meinen Wurzeln
zu finden. In den Blüten und Blättern sind sie
auch enthalten, wenngleich in niedrigerer
Konzentration. Wer einen Tee aus meinen
Wurzeln trinkt, dem wird sofort die schleimi-
ge Konsistenz auffallen, die angenehm weich
ist. Man kann sich gut vorstellen, wie sich
dieser Schleim auf entzündete Stellen und auf
Schleimhäute legt, um sich wie ein Schutz-
schild gegen eindringende Viren oder Reizun-
gen zu schützen. Ich bin überall dort hilfreich,
wo eine einhüllende, schützende Wirkung
erwünscht ist. Auch wer ein hartes, festgefah-
renes Verhalten an den Tag legt, kann meine
auflösenden Kräfte nutzen.

Das sagen die Alten


Der Eibisch wird bereits in der Antike beschrieben. getrunken treibt aus das Bürdlein und andere Über-
So sollen sich die Priesterinnen des Apollon in Rom flüssigkeit so nach der Geburt im Mutterleib geblie-
eine Salbe aus Eibisch auf ihre Fußsohlen gestrichen ben ist.“ (8 S. 49)
EIBISCH haben, bevor sie zu Ehren der Gottheit über glühen- Allein Sebastian Kneipp fand keine rühmenden
de Kohlen gingen. (2 S. 313) Dies zeigt, wie sehr die Worte: „Eibischtee wird sehr viel gebraucht bei Er-
Name: Eibisch, Althaea officinalis hautschützenden Eigenschaften des Eibisch ge- kältungen. Ich bin für denselben nicht besonders
Standort: feuchter Gartenboden, Sonne schätzt wurden. eingenommen, da er meinen Erwartungen zu wenig
Bereits Hippokrates und Dioskurides schätzten die oder nicht entsprochen hat. Schon beim Sieden er-
unglaublich weichen und zarten „Schmuseblätter“ hält man eine schlütterige (zähe) Masse, die nach
des Eibisch und nutzten die reizmildernden Heilkräf- verhältnismäßig kurzer Zeit schleimig wird und so –
te. (2 S. 229) was in der Tat auch vorkommt – den Appetit neh-
Praxistipp:
Eibisch-Tee (Kaltauszug): Hildegard von Bingen empfahl Eibisch zerstoßen men und verderben muß. Derlei Medizinen empfeh-
1 TL der geschnittenen Eine Pflanze stellt sich vor in Essig bei Fieber sowie bei Kopfschmerzen gemein- le ich nie.“ Das harsche Urteil von Kneipp für diese
Eibisch-Wurzel mit einer Tasse Mein botanischer Name leitet sich vom griechischen Wort álthein ab, sam mit Salbei in etwas Baumöl gemischt. (5 S. 141) besondere Heilpflanze erklärt sich aus seiner Zube-
kaltem Wasser ansetzen und das so viel wie heilen bedeutet. Auch der Volksmund hat mir Namen Matthiolus hebt in seinem New Kreutterbuch die reitungsmethode. Heute weiß man, dass Eibisch-Tee
1 Stunde unter gelegentli- wie Heilwurz oder Hilfswurz gegeben, die meine Heilkraft andeuten. „innerliche Versehrung der Brust und der Lungen“ be- verkleistert, wenn die Wurzel gekocht wird. Um die
chem Umrühren stehen Ich bin eine aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze mit kräftigen Stän- sonders hervor und verordnet die Wurzel auch bei Schleimstoffe zu erhalten, wird dem kalten Auszug
lassen. Dann seiht man den geln, erreiche eine Größe von 60 bis 150 cm und blühe von Juli bis Harnträufeln und schmerzhaftem Urinieren. (25 S. 173 C) der Vorzug gegeben. (26 S. 912)
Tee ab und trinkt ihn schluck- August strahlend hellrosa bis weiß. Mein Wurzelstock ist ausdauernd, Auch der berühmte Naturarzt Hufeland war voll In der Volksheilkunde verwendet man Eibisch-Tee
weise. Die Schleimbereitung weiß und fleischig. Alles an mir ist weich und filzig. Für die Bienen bin des Lobs für den Eibisch und wandte ihn in allen bei Husten, Keuchhusten, Bronchitis und bei Lun-
sollte nach 2– 3 Stunden ich eine wertvolle Futterpflanze. Heimisch bin ich in Südeuropa und Stadien von Lungenerkrankungen an. (3 S. 110) genkatarrh. (3 S. 110) Da der Schleim auch magen-
aufgebraucht sein, damit sich stamme wohl vom Gebiet rund um das Kaspische Meer ab. In unseren Leonhart Fuchs schrieb über den Eibisch: „Die wirksam ist, wendet die Volksheilkunde den Eibisch
keine Keime an den Schleim Breiten komme ich selten wild vor und daher stehe ich auch unter Wurzel in Wein oder Honigwasser gesotten, oder auch bei Erkrankungen des Magen- und Darm-
binden können. Schutz. In Gärten gedeihe ich am besten in tiefgründigen, feuchten allein getrunken, heilet alle Wunden, … Entzündun- traktes sowie bei Erkrankungen der Harnorgane an.
Böden. gen der Brüst. Die Wurzel in Wasser gesotten und (5 S. 141)

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Das sagt die Wissenschaft
Eibischwurzel und Eibischblatt enthalten eine große Magen­Darm­Trakt: Zumindest im Tiermodell ver-
Menge von Schleimpolysacchariden wie Rhamnoga- mindern Eibischextrakte das Risiko des Entstehens
lacturonane und Arabinogalactane. In den Blättern von entzündlichen Magenerkrankungen und för-
(113)
befinden sich außerdem Cumarine, Phenolsäu- dern deren Abheilung. Dieser Effekt beruht wahr-
ren und Sterole. Die Wurzel enthält Scopoletin, scheinlich auf der schleimhautschützenden Wirkung
Quercetin, Kämpferol, Chlorogensäure, Kaffeesäure der Schleimpolysaccharide. (125)
und Coumarsäure. Eibisch ist abhängig von der Ern- Anwendungsgebiete:
tezeit reich an Eisen, Magnesium und Selen (114) (112). Kommission E: bei Schleimhautreizungen im Mund-
Wissenschaftliche Erkenntnisse: und Rachenraum, trockenem Reizhusten und leich-
Schleimpolysaccharide bilden im feuchten und flüssi- ten Entzündungen der Magenschleimhaut
gen Milieu hochviskose Lösungen. Sie wirken schüt- HMPC: eingestuft als traditionelles Arzneimittel,
zend auf Schleimhäute, absorbieren Schadstoffe und gleiche Indikationen wie bei der Kommission E
vermindern deren Resorption. In der Regel werden WHO: Weichmacher, zur symptomatischen Behand-
sie aus dem Magen-Darm-Trakt nicht resorbiert. Ei- lung bei trockenem Reizhusten und Reizungen der
bisch hat deshalb eine reizlindernde Wirkung auf Rachen- und Mundschleimhaut
Schleimhäute:
Atmungstrakt: Eibischextrakte hemmen effektiv ei- Hinweis: Zubereitungen von Eibisch sollten nur kalt
nen trockenen Reizhusten durch direkte Effekte auf erfolgen, da sich bei Hitze die Schleimhautpolysac-
das Flimmerepithel der Bronchien. Es entsteht ein charide der Pflanze verändern und somit die we-
schützender Film auf der Bronchialschleimhaut, wel- sentlichen therapeutischen Effekte verloren gehen.
cher sie vor Irritationen schützt. (115) (116) (117) (118) Zu-
sammen mit anderen Inhaltsstoffen hat Eibisch au-
ßerdem eine spasmolytische, antisekretorische und
bakterizide Wirkung. Die bakterizide Wirkung wur-
de im Tiermodell vor allem gegen Pseudomonas ae-
rugiosa, Pseudomonas viligaris und Staphylococcus
aureus beobachtet. (115) (119) (120)
Haut: Lokal auf die Haut appliziert, vermindern ei-
bischhaltige Dermatologika das Risiko des Entste-
hens der kutanen Leishmaniose. Ist die Infektion
bereits vorhanden, potenzieren eibischhaltige Der-
matologika die entzündungshemmende Wirkung
von Corticoiden, verbessern die Abwehr durch Pha-
gozytose und fördern die Ausschüttung von Zytoki- ENGELWURZ
nen wie Interleukin 6 und TNF aus den Monozyten.
(121) (122) (123)
Lokal auf die Haut aufgetragen, schützen Name: Engelwurz, Angelica archangelica
Eibischdermatologika die Haut außerdem vor Schä- Standort: tiefer Boden, Sonne bis Halbschatten
den ultravioletter Strahlung und erschweren das
Entstehen von Sonnenbrand. (124)

Eine Pflanze stellt sich vor


Man nennt mich den „Erzengel in Pflanzengestalt“. Ich stehe für Le-
benskraft, Herzenskraft und Vitalität und stärke bei allen Schwächezu-
ständen – physischer, aber auch psychischer Natur. Wer mich in voller
Blüte sieht, kann die Kraft erahnen, die sowohl in meinen Blüten als
auch in den Blättern und vor allem in den Wurzeln liegt.
CAVE:
Eibischzubereitungen können die Resorp- Praxistipp: In Zeiten von Schwäche, Mutlosigkeit und Nervosität erfülle ich die
tion zahlreicher Medikamente vermindern. Sammle die Früchte der Seele mit Licht und Wärme. Mein Wesen ist es, Körper und Seele zu
Sie sollten deshalb mit 1– 2 stündigem Engelwurz im späten Sommer erwärmen und Ängste zu lösen. In allen meinen Pflanzenteilen, vor
Abstand von der Einnahme von Eibisch- und verwende sie zum allem in der Wurzel, habe ich große Stärke und gebe sie weiter. Beson-
essenzen genommen werden (110). Räuchern. ders in Situationen der Reizüberflutung, wo ein Übermaß an Eindrü-
cken „nicht verdaut“ werden kann, ist das hilfreich.

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Glossar Glossar

AUSDRUCK ERKLÄRUNG AUSDRUCK ERKLÄRUNG


Dyspepsie Überbegriff für Oberbauchbeschwerden verschiedenster Furanocumarine Eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe. Pflanzen verteidigen
Ursache wie Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit, sich mit diesen Stoffen gegenüber Bakterien. Beim Menschen
Erbrechen oder Völlegefühl. können sie zusammen mit UV­Licht schwere Verbrennungen
hervorrufen und krebserregend wirken.

E
EEG Abkürzung für Elektroenzephalogramm. Hiermit wird die
elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet.

G
GABA – Gamma- Einer der wichtigsten hemmenden Neurotransmittel im Gehirn.
Ellagitannine Eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe. Es handelt sich um Amino-Buttersäure Es handelt sich um eine Aminosäure, die der menschliche Körper
Gerbstoffe, die antioxidativ wirken und möglicherweise auch selbst aus dem Glutamat aufbaut.
eine krebshemmende Wirkung haben. Gefäßspasmus Gefäßkrampf
Endometriose Chronische gutartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Gerhard Madaus Mediziner und Naturheilkundler. Geboren 1857, gestorben 1925.
Die Gebärmutterschleimhaut kann bei Endometriose auch Herausgeber des damaligen Grundlagenwerkes „Lehrbuch der
außerhalb der Gebärmutter wachsen und entsprechende biologischen Heilmittel”.
Krankheitssymptome machen.
glomeruläre Filtration Die Filtration des Blutes in den Nieren.
endoplasmatisches Ein komplexes Hohlraumsystem in Zellen, wo viele Stoffwechsel­
Retikulum prozesse stattfinden wie beispielsweise der Aufbau von Fettsäu­ Glutathion Ein biochemischer Stoff, der aus 3 Aminosäuren besteht.
ren, die Synthese von bestimmten Hormonen und Entgiftungs­ Der Körper baut diesen Stoff selbst auf. Er zählt zu den
prozesse. Es ist auch ein Speicherorgan für die Zelle. wichtigsten Antioxidantien des Organismus.

Entropie Ein Maß für nicht verfügbare Energie in einem System. Glutathionperoxidase Ein Enzym, welches antioxidativ wirkt.
enzymatische Fähigkeit, die Oxidation von Substanzen in der Zelle zu verlang­ Golgi-Apparat Ein umschlossener Raum in der Zelle wo Substanzen gespeichert
antioxidative Kapazität samen oder zu verhindern durch körpereigene Enzyme. Enzyme und auch aktiviert werden können. Der Golgi­Apparat ist auch
sind Moleküle, die chemische Reaktionen beschleunigen. der Ort, wo zelleigene und zellfremde Substanzen abgebaut
werden. Er hat wichtige Funktionen für das Immunsystem.
ESCOP Abkürzung für European Scientific Cooperative on Phytotherapy.
Es handelt sich um den Dachverband der europäischen GOT Abkürzung für das Enzym Glutamat­Oxalacetat­Transaminase.
Gesellschaften für Phytotherapie. Es kommt hauptsächlich in den Leberzellen, aber auch in der
Herz­ und Skelettmuskulatur vor. Steigt das Enzym im Blut an,
ESCOP Cooperative on Sie hat eine ähnliche Funktion wie die Kommission E auf dann ist das ein Hinweiß für eine Zellschädigung der
Phythotherapy Europäischer Ebene. Der ESCOP gehören Hochschulen und entsprechenden Zellen.
Fachgesellschaften zahlreicher europäischer Länder an.
GPT Abkürzung für das Enzym Glutamat­Pyruvat­Transaminase.
Exazerbation Plötzliche Verschlechterung einer chronischen Erkrankung Es wird in den Leberzellen gebildet. Ein erhöhter GPT Wert
oder wieder Ausbruch einer Krankheit, die verborgen im Körper im Blut ist ein Indikator für eine Leberzellschädigung.
vorhanden ist – zum Beispiel bei der Gürtelrose.
grampositive und Bakterien, die sich mit einer speziellen Färbemethode nach
Expektorans Ein hustenlösendes Mittel. gramnegative Bakterien Gram verschieden anfärben lassen.

F
Flavonoide/Flavon Eine große Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die vor allem in

H
HAD-Skala Abkürzung für „Hospital Anxiety and Depression Scale”.
den Blüten vorkommt. Häufig sind sie die Lockstoffe der Pflanze. Es handelt sich um einen Fragebogen mit 14 Fragen zur
Sie können viele Heileffekte haben: antientzündlich, antialler­ Selbstbeurteilung des Depressions­ oder Angstgrades.
gisch, antioxidativ und einige auch antikanzerogen.
hämolytische Anämie Mangel an rotem Blutfarbstoff oder roten Blutkörperchen,
Flavonoidglykoside Siehe auch Flavonoide. Es handelt sich um Farbstoffe der durch die krankhafte Auflösung von roten Blutkörperchen
von Pflanzen. Flavonoidglykoside werden im Darm in und rotem Blutfarbstoff entsteht.
reiner Form schlecht aufgenommen.
Hautfibroblasten Bindegewebszellen des Unterhautbindegewebes.
Fraßgifte Substanzen, mit denen sich Pflanzen vor dem gefressen werden Sie sind unerlässlich für die Bildung von Kollagen.
durch Tiere oder Menschen schützen. Sie werden durch
Fraßgifte für Mensch oder Tier ungenießbar oder giftig.

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Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen- und Literaturverzeichnis

298 Hudson, JB. Antiviral activities of hypericin. Antiviral Res. 1991, S. 101-112. 348 Williams, CA. Flavonoids, cinnamic acids and coumarins from the different tissues and medicinal preparations of Taraxacum officinale.
299 Tang, J. Virucidal activity of hypericin against enveloped and non-enveloped DNA and RNA viruses. Antiviral Res. 1990, S. 313-325. Phytochemistry. 1996, S. 121-127.
300 Hunt, EJ. Effect of St. John‘s wort on free radical production. Life Sci 6-1. 2001, S. 181-190. 349 Trojanova, I. The bifidogenic effect of Taraxacum officinale root. Fitoterapia. 2004, S. 760-763.
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