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Seminarhandbuch
NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen
Produktnummer: CTR1013
Impressum Letzte Änderung: 09.04.2007

f 3. neubearbeitete Auflage (01. Februar 2007) auf der Basis der deutschen Sprachdatei ugii_german.lng für die Unigraphics Version
NXV4.0.3 vom 30. 09. 2006.
f Autoren:
Dipl.-Ing. Andreas Erhardt Unigraphics Solutions GmbH
Dipl. Ing. Rainer Schmitt ConmatiX Engineering Solutions GmbH
Dipl. Ing. Michael Eichelberg Dr. Wallner Engineering GmbH
Lektorat: Martin Weyand Unigraphics Solutions GmbH

f Kontakt: service.de@ugs.com
Unigraphics Solutions GmbH
Oliver Maat Tel.: +49 (0) 6103 -2065 - 333
Trainings Administration Fax: +49 (0) 6103 -2065 - 377
Robert-Bosch-Straße 11
D – 63225 Langen

Diese Seminarunterlagen sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdruckes und

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der Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet oder vervielfältigt oder
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Vorwort / Preface

Über diese Unterlagen About These Documents


Diese Unterlagen sollen den Schulungsteilnehmern mit Hilfe der These documents, together with personal instruction from the
persönlichen Anleitung durch einen Trainer den schnellen und trainer, are intended to provide those taking part in the course with
praktischen Einstieg in die 3D-Konstruktion mit Unigraphics a fast and practical introduction to 3D engineering design with
ermöglichen. Unigraphics.
Ergänzend hierzu beschreiben Einzelteilzeichnungen, allgemeine As a supplement, piece part drawings, general explanations and
Erläuterungen und Hinweise zu den Funktionen die notwendigen hints for the functions describe the necessary basic principles.
Einstiegsgrundlagen.
The described path to creation serves primarily as an introduction
Der beschriebene Erstellungsweg dient primär der Einführung in into 3D work techniques and the 3D design method with certain
die 3D-Arbeitstechnik und der 3D-Konstruktionsmethode mit functions. It does not always describe the best and fastest method
bestimmten Funktionen. Er beschreibt nicht grundsätzlich die of creation of a component, even if this were to exist independent
beste und schnellste Erstellungsmethode eines Bauteils, sofern of users.
es diese überhaupt Anwenderneutral gibt.
Some exercises are application examples related to explained
Manche Übungen sind Anwendungsbeispiele zu erklärten functions and can certainly be completed by the participants

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Funktionen und können sicherlich von den Teilnehmern ohne without any further instruction. Most of the exercises, however, will
weitere Anleitungen gelöst werden. Die meisten Übungen werden be explained by the trainer or worked through together with the
jedoch vom Trainer erklärt bzw. gemeinsam mit den Teilnehmern participants. In this interactive process, those taking part in the
bearbeitet. Bei diesem interaktiven Prozess sollten die training course should be instructed in such a way that they will
Schulungsteilnehmer so eingewiesen werden, dass sie then be able to do the exercises on their own at the CAD
anschließend die Übungen selbständig am CAD-Arbeitsplatz workstation.
durchführen können.
A concluding discussion is intended to reinforce the topics
Eine abschließende Diskussion soll die angesprochenen covered and encourage the participants to find their own
Themenbereiche festigen und Mut machen zu eigenständigen solutions.
Lösungen.
We wish the participants every success and hope that they enjoy
Wir wünschen den Schulungsteilnehmern viel Erfolg und Spaß mit doing the exercises and of course working with the Unigraphics
den Übungen und natürlich mit dem System Unigraphics! system!
im März 2007 March 2007

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Inhaltsverzeichnis / Table of Contents (Kapitel 1 - Kapitel 5)

Allgemeines Kapitel 4: Kurven, Eigenschaften (Spline) 43


Qualitätskriterien 45
Kapitel 1: Seminarorganisation und Einführung 9 Informationen 46
UGS - Zertifizierung 11 Allgemeine Analyse 49
Schulungszentren / Schulungspartner 12 Vorgehensweise 50
UGS – Historie 13 Pole anzeigen 51
Seminarzeiten / Seminarinhalte (Übersicht) 14 Kämme 52
Übungsprojekte 15 Kammoptionen 54
Standardvorlagen / Seed parts 16 Spitzen 55
Wendepunkte 56
Graph 57
Grundlagen Ausgabenauflistung 58
Kapitel 2: Freiformkonstruktion, Einführung 17 Übungen 59
Terminologie 19
Freiformkonstruktion: Beispiele 20
Freiformkonstruktion: Vorgehensweisen 21 Kapitel 5: Entwickelte Kurven, Teil 1 61
Empfehlungen: Eigenschaften entwickelter Kurven 63
Assoziative Freiformkonstruktion 22 Kombinierte Projektion 64

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Allgemeine Konstruktion 23 Offset-Kurve 67
Datenverwendung für nachf. Prozesse 24 Abstand 68
Entwurf 69
Regel 70
Kapitel 3: Kurven, Einführung 25 3D-Axial 71
Spline, Kurvengrad 27 Schrupp-Offset 72
Spline, Segmentierung 29 Offset in Fläche 73
Interaktive Splinekurve Einfache Projektion
Pole 32 Allgemeines 78
Punkte 35 Vorgehensweise 79
Splinekurven bearbeiten 37 Richtungsmethoden 80
Skizzenabhängige Splinedefinition 40 Schnittkurven
Übungen 41 Allgemeines 83
Vorgehensweise 84
Übungen 87

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Inhaltsverzeichnis / Table of Contents (Kapitel 6 - Kapitel 9)
Kapitel 6: Freiformelemente 89 Kapitel 8: Flächenanalyse, Teil 1 134
Gitterflächen: Grundlagen 91 Allgemeines 136
Konturzüge 94 Übersicht: Geometrieanalyse 137
Anwendungsmöglichkeiten 95 Geometrie überprüfen 138
Voreinstellungen Optionen 139
U-V Rasterlinien 96 Flächenanalyse: Radius 141
Ergebnis einer Freiformkonstruktion 99 Vorgehensweise 142
Toleranzen 100 Radiustypen 143
Regelfläche: Grundlagen 101 Flächenanalyse: Reflexion 144
Ausrichtungsmethode 102 Vorgehensweise 145
Parameter 103 Anwendungsbeispiel 146
Bogenlänge 104 Übungen 147
Vorgehensweise 105
Kurvengitter: Grundlagen 106
Konturzüge auswählen 107
Punkte als Leitkurvenzüge auswählen 108
Konstruktionszug verwenden 109
Weiterführende Themen
Vorgehensweise 110 Kapitel 9: Standard-Spline 148

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Spezielle Methoden 111 Anwendung 150
Studio-Oberfläche 114 Spline erzeugen
Übungen 116 Pole 152
Punkte 154
Punkte aus Datei 158
Kapitel 7: Verrundungsfunktionen 119 Einpassen (Fit) 163
Eigenschaften tangentenstetiger Verrundungen 121 Durchgangsbedingungen 166
Kantenverrundung: Variabler Radius 122 Spline bearbeiten 167
Flächenverrundung: Menüfenster 125 Punkt bearbeiten 168
Vorgehensweise 126 Pol ändern 169
Methode Kugel 127 Grad ändern 173
Methode Kegelförmig 128 Steifigkeit ändern 174
Methode Extrudierte Auswahl 129 Glatt verlaufender Spline 176
Methode Isoparameter 130 Übungen 179
Übungen 132

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Inhaltsverzeichnis / Table of Contents (Kapitel 10 - Kapitel 14)
Kapitel 10: Extrusionsflächen 181 Überbrücken mit Randbedingungen 242
Allgemeines 183 Hinweise 243
Konturzug 185
Extrusion entlang 1 Leitkurve 186 Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Übersicht 244
Extrusion entlang 2 Leitkurven 187 Menüfenster 245
Extrusion entlang 3 Leitkurven 188 Auswahlschritte 246
Interpolationsmethode 189 Profilsteuerung 248
Konstruktionszug 190
Vorgehensweisen 191 Hinweise 250
Abweichende Extrusion 200 Übungen 251
Übungen 206

Kapitel 13: Flächen bearbeiten, Teil 1 253


Kapitel 11: Entwickelte Kurven, Teil 2 208
Überbrückungskurve: Allgemeines 210 Offsetflächen 255
Menüfenster 211 Getrimmte Fläche 261
Auswahlschritte 212 Flächen zusammenfügen 267
Stetigkeitsmethoden 213 Flächen verstärken 269
Anfangs-/Endposition 214
Profilsteuerung 215 Übungen 272
Symmetrische Überbrückungskurve 223
Hinweise 226

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Vereinfachte Kurve: Allgemeines 228 Kapitel 14: Überbrückungsflächen, Teil 2 274
Menüfenster 229
Verbundene Kurve: Allgemeines 230 Schnittfläche 276
Menüfenster 231 Menüfenster 277
Vorgehensweise 232 Schnitttyp (U-Richtung) 278
Übungen 233 Einpassungstyp (V-Richtung)/Scheitelkurve 279
Konturzug 280
Kapitel 12: Überbrückungsflächen, Teil 1 235 Konstruktionszug 281
Überbrücken: Allgemeines 237 Kegelschnittfläche 282
Auswahlschritte 238 Rho 283
Überbrücken ohne Randbedingungen 239 Weiche Verrundung 286
Überbrückungsfläche bearbeiten (ziehen) 241
Oberfläche mit n-Seiten 288
Menüfenster 289
Vorgehensweise 290
Vergleich „Weiche Verrundung“ vs.
Studio: „Gestaltete Verrundung“ ---
Übungen 293
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Inhaltsverzeichnis / Table of Contents (Kapitel 14 – Anhang D)
Kapitel 15: Flächenanalyse, Teil 2 297 Anhang
Abweichungsanalyse: Allgemeines 297
Prüfung 298 Anhang A: Definition NURBS-Kurven 363
Benachbarte Kanten 300 Polynom - Parameterdarstellung 365
Zusammenfügen 302 Bézier-Raumkurve 366
Geometrie überprüfen 305 B-Spline 368
Dynamische Kantenabweichungsanalyse 306 NUBS-Kurve 370
Schnittanalyse 308 NURBS-Kurve 371
Flächenanalyse
Neigung 310
Abstand (Ebene) 312 Anhang B: Regelmenü 373
Übungen 313 Übersicht 375
Regelmenü-Optionen 376
Durch Gleichung 377
Kapitel 16: Flächen bearbeiten, Teil 2 315 Parametrische Form einer Gleichung 378
Global Formgebung 317 Vorgehensweise 379
Typ: Überkronen 318 Regelkurve 381
Typ: Dehnen 320 Übung 382

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Allgemeines Polster / Allgemeine Tasche 326
Erweiterung (Extension) 333
Regelerweiterung (Law Extension) 339 Anhang C: Toleranzwerte und tolerante Kanten 383
Vergrößern / Verkleinern 346 Toleranzwerte 385
Aufpolstern (Quilt) 349 Tolerante Kanten 389
Pol verschieben 356
X-Form (Shape Studio) ---
Übungen 361 Anhang D: Entwickelte Kurven, Teil 3 395
Entwickelte Kurven für spezielle Anwendungsfälle 397
Bogenlänge einer Kurve erweitern/trimmen 398
Kurve extrahieren 400
U- und V-Linien einer Fläche extrahieren 401
Isocline Kurven extrahieren 402
Wickelkurve 403

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Kapitel 1: Seminarorganisation und Einführung

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 9
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 1: Seminarorganisation und Einführung 9
UGS - Zertifizierung 11
Schulungszentren / Schulungspartner 12
UGS – Historie 13
Seminarzeiten / Seminarinhalte (Übersicht) 14
Übungsprojekte 15
Standardvorlagen / Seed parts 16

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UGS - Zertifizierung

f Die UGS Certification ist eine neu ausgearbeitete Kursstruktur zur Ausbildung von Anwendern der
Software NX. Die Seminare der UGS Certification werden ergänzt durch Prüfungen, mit denen sich
die Seminarteilnehmer als zertifizierte NX-Anwender qualifizieren können.
f Mit dem Zertifizierungsprogramm schafft UGS eine einheitliche, dokumentierte CAD-Ausbildung, die
Wissen und berufliche Fähigkeiten der Trainer wie der Seminarteilnehmer standardisiert und
überprüfbar macht. Entscheidend dabei ist die objektive Beurteilung durch ein anerkanntes
Gremium. Diese ist durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und
Organisation FIAO gewährleistet.
f Falls Sie noch Fragen zur UGS Certification
oder zu den am besten zu Ihrem Aufgaben-
gebiet passenden Seminaren haben,

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wenden Sie sich an uns oder unsere
“Certified Training Partner”. In der Übersicht
auf der folgenden Seite finden Sie unsere
zertifizierten Schulungspartner.

NX4 - FF / Seite 11
Schulungszentren / Schulungspartner

UGS Schulungszentren: Deutschland

Unigraphics Solutions GmbH Unigraphics Solutions GmbH Unigraphics Solutions GmbH Unigraphics Solutions GmbH
Hohenstaufenring 48-54 Robert-Bosch-Strasse 11 Liebknechtstrasse 35 Oskar-Messter-Strasse 22-24
D – 50674 Köln D – 63225 Langen D – 70565 Stuttgart D - 85737 Ismaning

Tel.: +49 (0)221 / 20802-0 Tel.: +49 (0)6103 / 2065-0 Tel.: +49 (0)711 / 47099-000 Tel.: +49 (0)89 / 969793-0
Fax.: +49 (0)221 / 24892-8 Fax.: +49 (0)6103 / 2065-555 Fax.: +49 (0)711 / 47099-199 Fax.: +49 (0)89 / 969793-10

UGS Schulungszentren: Schweiz UGS Schulungszentrum: Österreich

UGS PLM Solutions AG UGS PLM Solutions AG Unigraphics Solutions (Austria) GmbH
Grossmattstrasse 9 Hauptstrasse 20- 22 Franzosenhausweg 53
CH - 8902 Urdorf CH - 2560 Nidau / Biel A - 4030 Linz

Tel.: +41 (0)44 / 75572-72 Tel.: +41 (0)32 / 33319-80 Tel.: +43 (0)732 / 377 550
Fax.: +41 (0)44 / 75572-70 Fax.: +41 (0)32 / 33319-89 Fax.: +43 (0)732 / 376 471

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Anmeldung und Seminarorganisation:
Unigraphics Solutions GmbH Herr Oliver Maat Tel.: +49 (0)6103 / 2065-333
Robert-Bosch-Strasse 11 Fax.: +49 (0)6103 / 2065-555
D – 63225 Langen E-Mail: services.de@ugs.com

NX4 - FF / Seite 12
UGS – Historie

1976 McDonnell Douglas beginnt Entwicklung UGII McDonnell Douglas starts development of UGII
1987 General Motors entscheidet sich für Unigraphics General Motors decides in favor of Unigraphics
1988 Shape Data (Parasolid) Akquisition Shape Data (Parasolid) acquisition
1991 EDS übernimmt UG Division von McDonnell Douglas EDS takes over UG Division from McDonnell Douglas
1992 Unigraphics - V10 eine neue, moderne Systemarchitektur Unigraphics - V10 a new, modern system architecture
1996 GM entscheidet sich für Unigraphics und i-Man GM decides in favor of Unigraphics and i-Man as
als Corporate Standard corporate standard
1997 Parasolid - “de facto”- Industriestandard für Parasolid - “de facto”- industrial standard for
CAD/CAM Lösungen CAD/CAM solutions
1998 Unigraphics Solutions - wird unabhängiges Unigraphics Solutions - becomes independent
Unternehmen (NYSE:UGS) company (NYSE:UGS)

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Übernahme von Intergraphs Solid Edge/EMS Takeover of Intergraphs Solid Edge/EMS
1999 Übernahme von dCADE und Applicon Takeover of dCADE and Applicon
2000 Übernahme von EAI Takeover of EAI
2001 EDS übernimmt SDRC und bildet zusammen EDS takes over SDRC and together with
mit UGS den neuen Geschäftsbereich UGS forms the new business unit
EDS PLM Solutions. EDS PLM Solutions.
2003 EDS PLM Solutions wird UGS PLM Solutions. EDS PLM Solutions becomes UGS PLM Solutions.
2004 Ein Konsortium institutioneller Anleger „Bain Capital, A consortium of institutional investors „Bain Capital,
Silver Lake Partners und Warburg Pincus“ erwirbt Silver Lake Partners and Warburg Pincus“ acquires
UGS PLM Solutions und wird UGS. UGS PLM Solutions and becomes UGS.

NX4 - FF / Seite 13
Seminarzeiten / Seminarinhalte

f Seminarzeiten: Täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Freiformkonstruktion, Kurven,
1.Tag Seminarorganisation Kurven, Eigenschaften
Einführung Einführung

Entwickelte Kurven, Flächenanalyse,


2.Tag Freiformelemente Verrundungsfunktionen
Teil 1 Teil1

Entwickelte Kurven,
3.Tag Standard-Spline Extrusionsflächen
Teil 2

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Überbrückungsflächen, Flächen bearbeiten, Überbrückungsflächen,
4.Tag
Teil 1 Teil 1 Teil 2

Flächenanalyse, Flächen bearbeiten,


5.Tag
Teil 2 Teil 2

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Übungsprojekte

Übungsprojekte, Teil 1
Krümmer Griffschale

Übungsprojekte, Teil 2

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Segelflieger Haken

NX4 - FF / Seite 15
Standardvorlagen / Seed parts

Standardvorlagen sind ein effizientes Werkzeug zum Seed parts are an effective Tools for establishing
Einrichten von Anwenderstandards oder anderen customer defaults or any settings that are part-
teileabhängigen Einstellungen (die mit der Teiledatei dependent (saved with the part file). This may include
gespeichert werden). Hierzu können auch nicht non-geometric data such as:
geometrische Daten gehören, wie beispielweise:
f Skizzenvoreinstellungen f Sketch preferences
f Zeichnungsvoreinstellungen f Drafting preferences
f Häufig verwendete Ausdrücke f Commonly used expressions
f Layer-Kategorien f Layer categories
f Anwenderdefinierte Ansichten und Layouts f User-defined Views and Layouts
f Teileattribute f Part attributes

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TIPP: Eine Standardvorlage sollte nach dem TIP: Once a seed part is established, it should be
Erstellen schreibgeschützt werden, damit sie nicht write-protected to avoid accidential modification of
versehentlich geändert wird. the seed part.

Für diese Schulung ist eine Standardvorlage One seed part file is available for use in this course.
verfügbar. Diese Datei enthält die oben This file incorporate the standards described above.
beschriebenen Standards. X3-seedpart-iso.prt X3-seedpart-iso.prt

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Kapitel 2: Freiformkonstruktion, Einführung

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 17
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 2: Freiformkonstruktion, Einführung 17
Terminologie 19
Freiformkonstruktion: Beispiele 20
Freiformkonstruktion: Vorgehensweisen 21
Empfehlungen:
Assoziative Freiformkonstruktion 22
Allgemeine Konstruktion 23
Datenverwendung für nachfolgende Prozesse 24

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NX4 - FF / Seite 18
Terminologie: Frei Form

f Freiformkurven und –flächen kommen immer dann zum Einsatz, wenn Konturen,
Übergänge und Formen nicht mehr über sogenannte quadratische Funktionen definiert
werden können.

f Zu den quadratischen Funktionen zählen:


Kreis, Ellipse, Parabel, Hyperbel, also Kegelschnitte und Geraden

f In Bezug auf Flächen:


Kugel, Ellipsoid, Hyperboloid, Kegel, Paraboloid, Zylinder

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f Alle anderen Formen werden z.B. über kubische oder quintische Kurven oder Flächen
definiert, die im allgemeinen als Freiformflächen bezeichnet werden.

NX4 - FF / Seite 19
Freiformkonstruktion: Beispiele

f Einsatzbereiche von Freiformflächen


f Freiformflächen werden vor allem in folgenden Bereichen benötigt:
Karosseriebau, Flugzeugbau, Turbinenbau, Schiffbau (Außenhaut, Propeller), Gießerei,
Gesenkschmieden.

f Außerdem in speziellen Bereichen des Maschinenbau, z.B. modern gestaltete Industrieroboter


oder ergonomisch geformte Maschinengehäuse.

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NX4 - FF / Seite 20
Freiformkonstruktion: Vorgehensweisen

f Abhängig vom Einsatzgebiet von Freiformflächen ergeben sich verschiedene


Vorgehensweisen:
Flächenrückführung und Erstellung von Engineeringflächen
f Hauptsächlich nicht assoziative Vorgehensweise
f Erzeugung von Kurven auf Grund von Punktdaten
f Optimieren von Kurven innerhalb vorgegebener Toleranzen
f Neuaufbau von Freiformflächen auf Grund der optimierten Kurven

Assoziative Freiformflächenkonstruktion auf Basis von Engineeringflächen


f Assoziative Vorgehensweise auf Basis vorhandener Geometrieinformationen
f Definition von Pol- bzw. Definitionspunkten in Skizzen

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f Aufbau von assoziativen Freiformflächen und Überbrückungsflächen mit Hilfe der Layertechnologie

Flächenkorrektur und Flächenableitung im Werkzeug- und Formenbau


f Teilweise assoziative Vorgehensweise
f Import eines Kundenteiles
f Konstruktion der Formtrennung und Ableitung bzw. Modifikation der Deckflächen
f Festlegung von Trennflächen, Entformungsflächen und Verrundungen

CAM-Flächenaufbereitung
f Erzeugen von Steuerflächen, Erweiterungsflächen, Flächenkorrekturen in Bezug auf UV-Ausrichtung,
u.ä.
NX4 - FF / Seite 21
Empfehlung: Assoziative Freiformkonstruktion

Bei einer assoziativen Definition der Freiformkonstruktion können Änderungen und Varianten,
welche im Konstruktionsziel berücksichtigt wurden, relativ schnell und komfortabel durchgeführt
und aktualisiert werden.

Bei nachfolgenden Prozessen, wie z.B. der Fertigung, können assoziative Modelle, welche im
zeitlichen Ablauf der Formelemente „sinnvoll“ erzeugt wurden, effizienter verwendet und ergänzt
werden.

Der Konstruktionsprozess kann bei einem assoziativen Modell besser nachvollzogen werden, da
die Historie im Konstruktionsnavigator abgebildet ist.

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Bei einer assoziativen Konstruktion ist die Anwendung der Layertechnologie unumgänglich,
um voneinander abhängige, bzw. doppelte Elemente visuell differenzieren zu können.

Zudem ist eine Benennung der einzelnen voneinander abhängigen Formelemente


empfehlenswert, da bei einer assoziativen Konstruktion die Elternelemente nicht gelöscht
werden können und somit die Formelementanzahl wesentlich höher ist.

NX4 - FF / Seite 22
Allgemeine Konstruktionsempfehlungen

Die Konstruktions-Voreinstellungen sind vor dem Beginn zu kontrollieren


Empfehlung: Abstandstoleranz: 0.001 mm, Winkeltoleranz 0.1 Grad

Das Modell sollte so einfach wie möglich sein.

Bei der Auswahl von Geometrie ist eine einheitliche Vorgehensweise zu wählen.

Nach Möglichkeit sollten Splines 3. Grades, bei Krümmungsstetigkeit 5. Grades verwendet


werden.

Splines über dem 5. Grad vermeiden, es sei denn, dass es hierfür einen eindeutigen Grund gibt.

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Das Modell muss im Maßstab 1:1 erstellt werden, da bei der Fertigung das tatsächliche Teil
bearbeitet wird.

Scharfe Übergänge oder Knicke an Berührungsstellen zweier Flächen sind immer zu


überprüfen.

Qualitätskontrollen der Übergänge, sowie der verwendeten Hohlkörper, Aufdick- und


Abstandsformelemente sind in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Vor Verwendung bestimmter Flächen, vor allem Importflächen, sind diese auf Qualität zu prüfen.
NX4 - FF / Seite 23
Empfehlung: Datenverwendung

f Verwendbarkeit der Daten für nachfolgende Prozesse:


Vor Freigabe der Konstruktion sind Flächenübergänge immer auf Qualität zu überprüfen, um
z.B. ein Abtauchen des Fräsers, verursacht durch Lücken zwischen einzelnen Flächen, bei der
CAM-Bearbeitung zu vermeiden.

Verwenden Sie den größtmöglichen Radius, um den Fertigungsprozesses zu erleichtern.

Erzeugen Sie nach Möglichkeit kleine Verrundungen, Bohrungen oder Fasen erst zum Schluss.
Hierdurch können nachfolgende Anwender, wie beispielsweise Analysten von Finitelementen,
eine Verknüpfung über einen Zeitstempel herstellen, um zu vermeiden, sich mit diesen
Formelementen beschäftigen zu müssen.

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Berücksichtigen Sie bei der Konstruktion der Flächen nach Möglichkeit die Position des
Werkzeugs über die Definition der Flächennormalenrichtung.

NX4 - FF / Seite 24
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Kapitel 3: Kurven, Einführung

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 25
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 3: Kurven, Einführung 25
Spline, Kurvengrad 27
Spline, Segmentierung 29
Interaktive Splinekurve
Pole 32
Punkte 35
Splinekurven bearbeiten 37
Skizzenabhängige Splinedefinition 40
Übungen 41

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NX4 - FF / Seite 26
Spline, Kurvengrad

f Kurvengrad eines Spline:


f Jede Spline-Kurve besitzt einen Kurvengrad (Grad der Polynomfunktion), über den die Kurve
mathematisch definiert ist
f Der Kurvengrad ist in der Regel um eins geringer als die Anzahl der Definitionspunkte oder Pole
eines Spline-Segments. Aus diesem Grund ist es nicht möglich einen Spline zu definieren,
dessen Anzahl der Definitionspunkte oder Pole geringer ist als der festgelegte Kurvengrad
f Somit gilt für ein Spline-Segment: Kurvengrad = Punkte (Pole) – 1
vgl. nachfolgende Tabelle: Anzahl der Koeffizienten – 1 ergibt den höchsten Exponent des Polynoms

Grad Name der Polynomfunktion Beispiel

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1 Linear y = a0 + a1x1
2 Quadratisch y = a0 + a1x1 + a2x2
3 Kubisch y = a0 + a1x1 + a2x2 + a3x3
4 4. Grades (Quartisch) y = a0 + a1x1 + a2x2 + a3x3 + a4x4
5 5. Grades (Quintisch) y = a0 + a1x1 + a2x2 + a3x3 + a4x4 + a5x5

NX4 - FF / Seite 27
Spline, Kurvengrad

f Vergleich von Splines mit niedrigem und hohem Kurvengrad:

Splines mit niedrigem Kurvengrad Splines mit höherem Kurvengrad

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Sehr flexibel Neigen zu steifem Verhalten (große Poländerung
notwendig um eine sichtbare Änderung herbeizuführen)

Verlaufen dichter an den Polen Neigen zu Schwingung und Selbstüberschneidung

Bessere Performance bei nachfolgenden Operationen Verlangsamen nachfolgende Operationen


(CAM-Ableitung, dynamische Darstellung)

Viele andere CAD-Systeme akzeptieren nur kubische Erschweren oder verhindern einen Datenaustausch mit
Splines (Datenaustausch wird erleichtert) anderen Systemen

NX4 - FF / Seite 28
Spline, Segmentierung

f Einzelsegment-Splines:
f Wird ein Spline über Kurvengrad = Punkte (Pole) – 1 definiert, so ergibt sich ein
Einzelsegment-Spline. Also eine Kurve die komplett über eine Polynomfunktion definiert ist
f Verwenden Sie immer nach Möglichkeit Einzelsegment-Splines, da es bei diesen Kurven keine
Übergänge gibt, welche unter Umständen Knicke oder „unsaubere“ Verläufe verursachen
können.

f Mehrfachsegment-Splines:
f Wird ein Spline über Kurvengrad < Punkte (Pole) – 1 definiert, so ergibt sich ein
Mehrfachsegment-Spline. Also eine Kurve die über mehrere zusammengefügte

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Polynomfunktionen definiert ist.
f Die Stellen, an denen die einzelnen Polynomfunktionen zusammengefügt sind, werden als
Knotenpunkte des Spline bezeichnet.
f Die Anzahl der Segmente eines Spline lässt sich über folgende einfache Formel ableiten:
Segmentanzahl = Punkte (Pole) - Kurvengrad

NX4 - FF / Seite 29
Spline, Segmentierung

f Überlappung von Polen bei Mehrfachsegment-Splines:


f Bei Mehrfachsegment-Splines steuern manche Pole mehr als ein Segment. Je höher die
„Qualität“ des Kurvenübergangs am Knotenpunkt, desto größer die Anzahl dieser Pole bzw. des
überlappenden Bereiches der gemeinsamen Pole
f Setzt man voraus, dass der Übergang an jedem Knotenpunkt krümmungsstetig sein soll
(Æsiehe Kapitel Kurveneigenschaften-Stetigkeiten), so überlappen sich 3 Pole pro Segment der
Kurve.

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11 55

NX4 - FF / Seite 30
Spline, Segmentierung

f Gegenüberstellung von Einfach- und Mehrfachsegment-Splines:

Einfachsegment Mehrfachsegment
Vorteile Geeignet bei geringer Anzahl an Punkten (Pole). Kurvengrad wird vom Benutzer festgelegt
(zwischen 1 und 24).
Um mehr Polpunkte zur Bearbeitung der Spline
zu erhalten, kann der Kurvengrad erhöht werden. Möglichkeit, jeden Punkt von seiner Neigung zu
steuern.
Besitzt keine Knotenpunkte.
Kurvengrad ist von der Anzahl der Punkte (Pole)
unabhängig.
Änderung eines Polpunktes bewirkt nur eine
lokal begrenzte Änderung der Kurve.

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Die Kurve kann offen und geschlossen definiert
werden.

Nachteile Die Anzahl der Punkte (Pole) bestimmt den Besitzt Knotenpunkte, die die Qualität der Spline
Kurvengrad (max. Kurvengrad 24). maßgeblich beeinflussen.
Kann bei hoher Anzahl von Punkten (Pole) zu
Problemen führen.
Bei der Änderung eines Polpunktes verändert
sich die ganze Kurve (außer Anfangs- und
Endpunkt).

NX4 - FF / Seite 31
Interaktive Splinekurve (Pole)

f Splinedefinition über Polpunkte:


f Wird ein Spline über sogenannte Polpunkte definiert, so wird diese von den ausgewählten
Polpunkten abhängig von deren Gewichtung mehr oder weniger stark angezogen.
f Diese Gewichtung (Anziehungskraft) der Pole wird bei den interaktiven Splines durch das
System festgelegt und kann vom Benutzer nicht interaktiv verändert werden.
f Bei der Standard-Splinefunktion kann eine Gewichtung innerhalb des Fit-Menüs vorgenommen
werden.
f Die sich ergebende Spline ist nur am Anfang und Ende deckungsgleich mit den vom Benutzer
definierten Polpunkten.
f Spannt man ein Polygon um die äußeren
Polpunkte, so liegt die Splinekurve immer

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komplett innerhalb dieses Polygons.

NX4 - FF / Seite 32
Interaktive Splinekurve (Pole)

Menüleiste: Einfügen B Kurve B Studio-Spline…


(Insert B Curve B Studio-Spline…)

Spline (Pole)

f Diese Funktion ermöglicht das interaktive Erzeugen eines bei Bedarf assoziativen Spline über
Pol-Definition.

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f Es besteht die Möglichkeit Neigung und Krümmung an den Endpunkten festzulegen.
f Die dynamische Voransicht während der Konstruktion eines neuen Spline ermöglicht dem
Anwender ein einfaches und effektives Erzeugen eines Spline über Poldefinition.
f Der Spline über Pol-Definition wird vor allem dann angewendet, wenn die Form der Kurve
flexibel und leicht beeinflussbar bleiben soll, ohne dass sich bei Änderung schnell Wellen, bzw.
umgekehrte Krümmungen ergeben.
f Der Spline über Pol-Definition ist nicht geeignet wenn die Kurve exakt durch bestimmte
Definitionspunkte verlaufen soll (Æsiehe Spline durch Punkte im nächsten Kapitel)

NX4 - FF / Seite 33
Interaktive Splinekurve (Pole)

Erzeugen eines Spline über Poldefinition:


1. Die Einstellungen des Punkt Fang Werkzeuges
überprüfen und gegebenenfalls korrigieren
2. Die Kurve als Einfach- oder Mehrfach-Segment-
Spline festlegen
3. Falls Mehrfach-Segment-Spline festgelegt wurde,
kann der Kurvengrad zwischen 1 und 24 festgelegt
werden
4. (Optional) Durch Aktivieren der Option „geschlossene Kurve“
wird Start- und Endpunkt der Kurve zusammengefügt
5. (Optional) Durch Aktivieren der Option „Assoziativ“ werden

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alle Erzeugungsparameter der Kurve gespeichert und die
Kurve als Formelement im Teile-Navigator angelegt
6. Erzeugen des Spline durch Definition der Polpositionen mit Hilfe
MB1 im Grafikfenster. Löschen des zuletzt definierten Pols
ist über den Löschknopf innerhalb des Spline-Menüs möglich
7. Beenden der Definition mit MB2

NX4 - FF / Seite 34
Interaktive Splinekurve (Punkte)

Menüleiste: Einfügen B Kurve B Studio-Spline…


(Insert B Curve B Studio-Spline…)

Spline (Punkte)

f Diese Funktion ermöglicht das interaktive Erzeugen eines bei Bedarf assoziativen Spline über
Definitionspunkte.

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f Bei dieser Erzeugungsmethode verläuft die Kurve exakt durch die vom Anwender angegebenen
Definitionspunkte (Interpolation), vorausgesetzt die Anzahl der Definitionspunkte ist um
mindestens eins höher als der Kurvengrad.
f Es besteht die Möglichkeit Neigung und Krümmung an jedem Definitionspunkt festzulegen.
f Die dynamische Voransicht während der Konstruktion eines neuen Spline ermöglicht dem
Anwender ein einfaches und effektives Erzeugen eines Spline über Definitionspunkte.
f Der Spline über Poldefinition ist vor allem für Anwendungsfälle geeignet bei denen die Kurve
exakt durch bestimmte Definitionspunkte verlaufen soll, die z.B. über eine Skizze bereits
parametrisch definiert wurden.

NX4 - FF / Seite 35
Interaktive Splinekurve (Punkte)

Erzeugen eines Spline über Definitionspunkte:


1. Die Einstellungen des Punkt fangen Werkzeugs
überprüfen und gegebenenfalls korrigieren
2. Den Kurvengrad zwischen 1 und 24 festlegen
3. (Optional) Durch Aktivieren der Option „Position der
übereinstimmenden Knoten“ werden Definitionspunkte
und Knotenpunkte der Spline zusammengelegt
4. (Optional) Durch Aktivieren der Option „geschlossene Kurve“
wird Start- und Endpunkt der Kurve zusammengefügt
5. (Optional) Durch Aktivieren der Option „Assoziativ“ werden
alle Erzeugungsparameter der Kurve gespeichert und die

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Kurve als Formelement im Teile-Navigator angelegt
6. Erzeugen des Spline durch Definition der Punkte mit Hilfe
MB1 im Grafikfenster. Löschen des zuletzt definierten Punktes
ist über den Löschknopf innerhalb des Spline-Menüs möglich
7. Beenden der Punktdefinition mit (MT2).

NX4 - FF / Seite 36
Splinekurven bearbeiten: Zuweisen von Neigung/Krümmung

f Mit Hilfe dieser Funktion kann, bei einem Spline der


über Pole erzeugt wurde, die Neigung oder Krümmung
des Anfangs- und Endpunktes modifiziert werden.
f Bei einem Spline der über Definitionspunkte erzeugt
wurde, kann die Neigung oder Krümmung jedes
einzelnen Definitionspunktes geändert werden.
f Nach Aufrufen der „Parameter ändern“ Funktion des
Formelementes können die Punktmarkierungen (Handles)
über MT3 Option „Randbedingung angeben“
zu einem der Punkte aufgerufen werden.
f Nach anschließender Auswahl einer Punkt-
markierung, lässt sich die Form des Spline

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auf verschiedene Weise ändern:
f Neigung ändern über drehen der großen Kugel.
f Krümmung ändern über ziehen des senkrecht dazu
stehenden Vektorpfeils.
f Tangentenvektor ändern über ziehen des kollinear
stehenden Vektorpfeils.

NX4 - FF / Seite 37
Splinekurven bearbeiten: Punkte oder Pole bearbeiten

f Mit Hilfe dieser Funktion kann, bei einem Studio-Spline


jeder Pol- bzw. Definitionspunkt in seiner Lage verändert
werden
f Nach Aufrufen der „Parameter ändern“ Funktion des
Formelementes des Spline, können die Pol- bzw.
Definitionspunkte der Spline-Kurve über
zwei Methoden in ihrer Lage verändert werden:
f Dynamische Ziehen in der Splineebene über gedrückt
halten von MT1 auf einer Punkt- oder Polmarkierung.
f Dynamische Ziehen in jede beliebige Richtung über
anklicken einer Punkt- oder Polmarkierung mit MT1.

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NX4 - FF / Seite 38
Splinekurven bearbeiten: Punkte oder Pole entfernen/hinzufügen

f Entfernen von Polen oder Punkten:


f Mit Hilfe der Löschfunktion kann jeder Pol bzw. Punkt
eines Spline entfernt werden.
f Die Funktion kann sowohl während des Erzeugens
als auch beim nachträglichen Bearbeiten
aufgerufen werden.
f Das Kontextmenü erhält man durch Auswahl von MB3
auf einem Pol- bzw. Definitionspunkte der Spline.

f Hinzufügen von Polen oder Punkten:

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f Nach Aufrufen der „Parameter ändern“ Funktion des
Formelementes des Spline kann jederzeit durch anklicken
der Spline neben einem der bereits vorhandenen Pol- bzw.
Definitionspunkten ein zusätzlicher Pol- bzw. Definitionspunkt
eingefügt werden.
Hinweis: Durch diese Vorgehensweise verliert man den
Bezug zu den ursprünglichen Polen oder Punkten und zur
ursprünglichen Form!

NX4 - FF / Seite 39
Skizzenabhängige Splinedefinition

Erzeugen eines abhängigen Spline (z.B. anhand einer Skizze):

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SCHRITT 1: SCHRITT 2: SCHRITT 3: SCHRITT 4:

Skizze mit notwendigen Spline (Punkte) über Über den Neigung anpassen über
Definitionspunkten, die 4 Eckpunkte der Bearbeitungsmodus der Auswahl der großen
sowie Anfangs- und Skizzenlinien Spline die Funktion Kugel und
Endneigungslinien definieren Æ Spline Neigung ändern anschließender Auswahl
festlegen bleibt assoziativ zu aktivieren und den der Kurve deren Neigung
Skizzenmodus den ausgewählten Anfangspunkt übernommen werden soll
verlassen Punkten auswählen

NX4 - FF / Seite 40
Übungen

f Splines über Pole und Punkte mit verschiedenem Kurvengrad erzeugen


Übung: X4FF-0301 Spline-Pole-Grad
Arbeitsbuch: Seite 5

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f Erzeugen und Bearbeiten eines abhängigen Spline
Übung: X4FF-0302 Krümmer (Spline über Skizze)
Arbeitsbuch: Seite 13

NX4 - FF / Seite 41
NX4 - FF / Seite 42

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Kapitel 4: Kurven, Eigenschaften (Spline)

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 43
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 4: Kurven, Eigenschaften (Spline)
Qualitätskriterien 45
Informationen 46
Allgemeine Analyse 49
Vorgehensweise 50
Pole anzeigen 51
Kämme 52
Kammoptionen 54
Spitzen 55
Wendepunkte 56
Graph 57
Ausgabenauflistung 58

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Übungen 59

NX4 - FF / Seite 44
Qualitätskriterien

f Qualitätskriterien zur Beurteilung eines Spline:


f Um die Qualität eines Spline beurteilen zu können, ist es notwendig einige Informationen des
Spline auszulesen und zu interpretieren.
f Die Interpretation ist allerdings letztendlich subjektiv und abhängig vom jeweiligen
Anwendungsfall eines Spline.
f Jedoch lassen sich grundsätzliche Aussagen zur Beurteilung eines Spline treffen:

Kriterium Empfehlung Funktion


Kurvengrad 3 in Ausnahmefällen 5 Spline-Information

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Segmentierung Gering, Idealerweise 1 Spline-Information
Segmentübergang Krümmungsstetig Spline-Information
Welligkeit Gering, Idealerweise kein Krümmungswechsel Kurvenanalyse

Ästhetik Pole einheitlich, harmonischer Krümmungsverlauf Kurvenanalyse

Selbstüberschneidung Keine feststellbare Überschneidung VDA-Checker

NX4 - FF / Seite 45
Informationen

Menüleiste: Information B Spline...


(Information B Spline...)

Anzeigefunktionen: Qualität und Anzahl der Segmentierung


Definiert welche Elemente im
Grafikbereich angezeigt
werden sollen Anzahl und Position der Pole

Anzahl und Position der Definitionspunkte


Informationsfensterausgabe:
Definiert ob und in welchem
Umfang Informationen in das
Informationsfenster Keine:
ausgegeben werden sollen Informationsfenster wird nicht geöffnet

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Kurz:
Informationsfenster wird geöffnet und
zeigt Informationen zu Kurvengrad,
Segmentierung und Segmentübergang
Abgeschlossen:
Wie Kurz allerdings zusätzliche Detail-
Informationen zu Pol- oder Punkten über
welche die Spline erzeugt wurde

NX4 - FF / Seite 46
Informationen

f Beispiel einer Kurzausgabe des Informationsfensters

Symbole anzeigen:
Legende für die Darstellung der Qualität der Knotenpunkte im
Grafikfenster
Abschluss-Status:
Gibt an, ob es sich bei der Spline um eine offene oder
geschlossene Kurve handeln
Grad:
Zeigt den Kurvengrad an (Grad der Polynomfunktion(-en))
Anzahl der Pole:
Gibt die Gesamtanzahl der Pole an
Anzahl Segmente:
Gibt die Anzahl der einzelnen Polynomfunktionen an, die über
Knotenpunkte zusammengefügt wurden
Anzahl C0, C1 und C2 Knoten:

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Gibt die Anzahl der Knotenpunkte an, welche eine parametrische
Stetigkeit von C0, C1 oder/und C2 besitzen.
Die parametrische Stetigkeit (C0, C1, C2, CN) wird definiert über
die Anzahl der möglichen Ableitungen einer Raumkurve.
Der Begriff parametrische Stetigkeit reicht nicht aus um die
Glattheit einer Kurve zu beschreiben, kann allerdings i.d.R.
Rückschlüsse auf die Qualität von Übergängen geben:
C0-Knoten Æ evtl. Knicke in der Spline
C1-Knoten Æ nicht krümmungsstetige Knotenpunkte in der Spline
C2-Knoten Æ krümmungsstetige Knotenpunkte in der Spline
Rationaler Status:
Gibt an ob die Kurve mit einer Einheitsgewichtung (Polynomial)
oder einer speziellen Gewichtung (Rational) erstellt wurde Æ
rationale Splines sind notwendig, um kanonische Formen z.B.
Kreisbögen exakt nachbilden zu können

NX4 - FF / Seite 47
Informationen

f Vergleich der Informationsausgabe von Splines mit unterschiedlichem Kurvengrad und


gleicher Polanzahl:

Spline mit Grad 3


Segmentanzahl (2) = Pole (5) – Grad (3)
1 C2-Knoten
Æ Segmente haben 3 gemeinsame Pole
Æ Annahme an jeder Stelle krümmungsstetig

Spline mit Grad 2


Segmentanzahl (3) = Pole (5) – Grad (2)

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2 C1-Knoten
Æ Segmente haben 2 gemeinsame Pole
Æ Annahme an zwei Stellen nicht krümmungsstetig

Spline mit Grad 1


Segmentanzahl (4) = Pole (5) – Grad (1)
3 C0-Knoten
Æ Segmente haben 1 gemeinsamen Pol
Æ Annahme an drei Stellen nicht tangentenstetig

NX4 - FF / Seite 48
Allgemeine Analyse

Menüleiste: Analyse B Kurve


(Analyse B Curve)
Werkzeugleiste
„Form analysieren“

Pole Kämme Spitzen Wendepunkte Graph Ausgabenauflistung

f Die Option Kurvenanalyse ermöglicht das Anzeigen von Analyseeigenschaften für ausgewählte
Kurven und Kanten.
f Analyseelemente, wie zum Beispiel Krümmungskämme, Spitzen, Wendepunkte und

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Kontrollpolygone, werden beim Ändern der Kurven, auf denen sie basieren, oder beim Ändern
der Analyseparameter dynamisch in Echtzeit aktualisiert.
f Die Analyseoptionen für Graphen öffnen ein spezielles Fenster zur Graphenerstellung. Die
Anzeige in diesem Fenster wird von einer Tabellenkalkulation gesteuert, mit der Kurven
während der Bearbeitung analysiert werden können.
f Die Optionen zur Auflistung der Analyseausgabe öffnen ein Informationsfenster, in dem alle
Analysedaten der ausgewählten Kurven angezeigt werden.

NX4 - FF / Seite 49
Allgemeine Analyse, Vorgehensweise

Allgemeine Vorgehensweise

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f Zum Aktivieren oder Deaktivieren der Analyseelemente für die ausgewählten Kurven oder
Kanten auf das entsprechende Symbol in der Werkzeugleiste für Formanalyse klicken oder die
Optionsschalter im Pulldown-Menü "Analysis->Curve" (Analyse->Kurve) verwenden.
f Die Analyseelemente der Kurven werden solange im Grafikfenster angezeigt, bis sie deaktiviert
werden. Bei Kanten sind die Analyseelemente nur temporär und verschwinden mit der
Aktualisierung der Anzeige.

NX4 - FF / Seite 50
Allgemeine Analyse, Pole anzeigen

Menüleiste: Analyse B Form B Pole anzeigen


(Analyse B Form B Show Poles)

f Zeigt ein „Kontrollpolygon“ für ausgewählte Kurven oder Splines an.


f Unter Kontrollpolygon versteht man die Polylinie, welche alle Polpunkte verbindet

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f Vorgehensweise:
f Mit der Option " Globale Auswahl " eine oder mehrere Kurven auswählen
f In der Werkzeugleiste, oder über das Menü „Pole anzeigen“ auswählen
f Zum deaktivieren Kurve wieder über „Globale Auswahl“ auswählen und „Pole anzeigen“ über
Werkzeugleiste, od. Menü ausschalten

f Wird ein Kontrollpolygon angezeigt, kann die Kurve bzw. der Spline auch durch Auswählen des
Polygons ausgewählt werden.
f Diese Option ist für Kanten nicht verfügbar

NX4 - FF / Seite 51
Allgemeine Analyse, Kämme

Menüleiste: Analyse B Kurve B Kämme


(Analyse B Curve B Combs)

f Zeigt Kämme für ausgewählte Kurven, Splines oder Kanten an. Durch Aktivieren der Option
Kämme wird ein Kamm für jedes ausgewählte Objekt angezeigt. Durch Deaktivieren der Option

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Kämme werden die Kämme wieder ausgeblendet.
f Das Anzeigen von Kämmen für ausgewählte Kurven oder Splines vereinfacht das Erkennen von
Krümmungsunterbrechungen, abrupten Änderungen und Wendepunkten, die in der Regel nicht
erwünscht sind. Kurven können bei angezeigtem Krümmungskamm bearbeitet werden, bis das
gewünschte Ergebnis erzielt ist.
f Die Länge der Kammlinien ist proportional zu der Krümmung bzw. dem Radius an dieser Stelle
der Kurve.

NX4 - FF / Seite 52
Allgemeine Analyse, Kämme

f Konstruktionsvoreinstellung (Modeling Preferences) zur Änderung der Darstellung des


Kammes
f Mit der Option Kurvenkrümmungsanzeige im Dialogfenster
„Voreinstellung Konstruktion" kann festgelegt werden,
ob Kämme die Daten der Krümmung oder
des Krümmungsradius anzeigen.
f Wird der Kammtyp geändert, werden automatisch
alle Kämme im dargestellten Teil aktualisiert.

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Krümmungsanzeige Radiusanzeige
Je länger die Kammlinien, umso größer die Je länger die Kammlinien, umso größer der
Krümmung an dieser Stelle der Kurve Radius an dieser Stelle der Kurve

NX4 - FF / Seite 53
Allgemeine Analyse, Kammoptionen

f Öffnet das Dialogfenster Kurvenanalyse - Kämme, in dem Optionen


für die Anzeige von Kämmen angegeben werden können.

f Wichtige Einstellmöglichkeiten
über Schieberegler od. manuelle Eingabe:
f Maßstab Æ Größenfaktor der Linien des Kammes.
f Dichte Æ Anzahl der Analyselinien die im Kamm angezeigt werden.
f U-Start / U-Ende Æ Start- und Endposition der Kammanalyse,

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angegeben als prozentuale Bogenlänge.

f Weitere Einstellmöglichkeiten:
f Max. Länge Æ Längenbegrenzung für die Linien des Kammes
abgeschnittene Kammlinien werden mit einem Stern gekennzeichnet.
f Projektionsebene Æ Legt bei Bedarf eine von der Kurvenebene
abweichende Ebene fest, in welche der Kamm projiziert werden soll.
f Skalierungsfaktor vorschlagen Æ Längenfaktor des Kammes wird
vom System auf optimale Größe gesetzt.

NX4 - FF / Seite 54
Allgemeine Analyse, Spitzen

Menüleiste: Analyse B Kurve B Spitzen


(Analyse B Curve B Peaks)

f Zeigt Spitzenpunkte auf ausgewählten Kurven, Splines oder Kanten an, bei denen der lokale
Krümmungsradius (oder der absolute Wert der Krümmung) das lokale Maximum erreicht.
f Durch Aktivieren der Option "Spitzen" für eine ausgewählte Spline wird ein kleines Symbol (ein

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Dreieck) an jedem Spitzenpunkt angezeigt.
f Durch Deaktivieren der Option "Spitzen" werden die Symbole wieder ausgeblendet.

f Spitzenoptionen

f In diesem Dialogfenster kann, ähnlich wie bei den Kammoptionen, eine Projektionsebene für die
Spitzen festgelegt werden.
f Außerdem können Punkte an jeder angezeigten Spitze erzeugt werden.
NX4 - FF / Seite 55
Allgemeine Analyse, Wendepunkte

Menüleiste: Analyse B Kurve B Wendepunkte


(Analyse B Curve B Inflection)

f Zeigt Wendepunkte auf ausgewählten Kurven, Splines oder Kanten an Stellen an, an denen sich
die Krümmungsvektoren von einer Seite der Kurve zur anderen umkehren.
f Damit markieren Sie jeden Punkt, an dem die Krümmung ihre Vorzeichen ändert.
f Durch Aktivieren der Option "Wendepunkt " wird bei allen ausgewählten Objekten ein kleines

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Symbol (ein "x") an jedem Wendepunkt angezeigt.
f Durch Deaktivieren der Option "Wendepunkte" werden die Symbole wieder ausgeblendet.

f Wendepunktoptionen

f In diesem Dialogfenster kann, entsprechend den Spitzenoptionen, eine Projektionsebene für die
Spitzen festgelegt werden und Punkte an jedem Wendepunkt erzeugt werden.

NX4 - FF / Seite 56
Allgemeine Analyse, Graph

Menüleiste: Analyse B Kurve B Graph


(Analyse B Curve B Graph)

f Zum Anzeigen des Krümmungsgraphs im Grafikfenster eine oder mehrere Kurven auswählen
und anschließend entweder auf das Symbol "Graph" klicken oder Funktion über das Menü

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auswählen.
f Das Fenster Krümmungsgraph zeigt daraufhin die Krümmung oder die Radien der
ausgewählten Kurven an.
f Graphoptionen

f In diesem Dialogfenster kann die Höhe und Breite des Graphs festgelegt werden.
f Außerdem kann für alle ausgewählten Kurven ein korrelierender Punkt definiert werden, der
sowohl im Graph als auch auf den ausgewählten Kurven als kleiner Kreis sichtbar ist

NX4 - FF / Seite 57
Allgemeine Analyse, Ausgabenauflistung

Menüleiste: Analyse B Kurve B Ausgabenauflistung


(Analyse B Curve B Output Listing)

f Zum Anzeigen sämtlicher Analysedaten im Informationsfenster eine oder mehrere Kurven


auswählen und anschließend entweder auf das Symbol "Ausgabenauflistung" klicken oder
Funktion über das Menü auswählen.
f Abhängig davon, welche der genannten Kurvenanalysen für die jeweilige Kurve aktiv sind,
werden die entsprechenden Punktdaten in einem Informationsfenster ausgegeben.

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Beispiel Ausgabenauflistung mit allen genannten
Kurvenanalysen

Angabe der Position der Wendepunkte

Angabe der Position der Spitzenpunkte

Angabe sämtlicher Punkte, an welchen die Krümmung


bzw. der Radius analysiert wurde

Torsionswerte ungleich null geben nicht planare Kurven an

NX4 - FF / Seite 58
Übungen

f Informationen zu Splines aufrufen und interpretieren


Übung: X4FF-0401 Spline-Information
Arbeitsbuch: Seite 19

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f Splines analysieren und Ergebnisse bewerten
Übung: X4FF-0402 Spline-Analyse
Arbeitsbuch: Seite 25

NX4 - FF / Seite 59
NX4 - FF / Seite 60

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Kapitel 5: Entwickelte Kurven, Teil 1

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 61
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 5: Entwickelte Kurven, Teil 1
Eigenschaften entwickelter Kurven 63
Kombinierte Projektion 64
Offset-Kurve 67
Abstand 68
Entwurf 69
Regel 70
3D-Axial 71
Schrupp-Offset 72
Offset in Fläche 73
Einfache Projektion
Allgemeines 78

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Vorgehensweise 79
Richtungsmethoden 80
Schnittkurven
Allgemeines 83
Vorgehensweise 84
Fläche teilen 85
Fläche teilen (Projektionsrichtung) 86

Übungen 87

NX4 - FF / Seite 62
Eigenschaften entwickelter Kurven

f Aus vorhandenen Kurven bzw. Splines lassen sich neue Kurven ableiten, die bestimmten
Kriterien entsprechen.
f Da entwickelte Kurven mathematische Näherungen sind, unterliegen sie der
Konstruktionstoleranz, welche die maximal zulässige Distanz zur theoretischen Kurve festlegt,
siehe Anhang C Toleranzwerte.
f Diese abgeleiteten bzw. entwickelten Kurven werden abhängig von den
Konstruktionsvoreinstellungen mit einem Kurvengrad 3, 5 oder bei der
Option „erweitert“ maximal mit dem eingestellten Kurvengrad erstellt
und sind in Bezug auf ihre Segmentierung unabhängig von den
Originalkurven.

f Aus diesem Grund sind abgeleitete Kurven immer auf ihre Segmentanzahl und

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Segmentstetigkeit zu prüfen.

Kriterium Kombinierte Projektion Abstandskurve


Kurvengrad 3, 5 oder maximal definierter Grad 3, 5 oder maximal definierter Grad
Segmentierung Bei 2 identischen Kurven gleiche Höher als Originalkurve, bei 3D-Axial
Segmentanzahl, ansonsten höher. sehr hoch!
Begrenzbar durch erweiterte Einstellung Begrenzbar durch erweiterte Einstellung
„maximale Segmente“ „maximale Segmente“
Segmentübergang Bei 2 identischen Kurven bzw. Kurvengrad 5 C2, bei 3D-Axial C1, an sich ergebenden
C2, sonst C1 Ecken C0
NX4 - FF / Seite 63
Kombinierte Projektion

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B kombinierte Projizierung...


(Insert B Curve from Curves B combined Projection...)

f Diese Option "kombiniert"


die Projektionen zweier
vorhandener Kurven,
um eine neue Kurve zu Auswahlschritte
erzeugen. Objektfiltermöglichkeiten:
f Die beiden Kurvenprojektionen Reduziert die ausgewählten
Objekte auf den
müssen sich schneiden.
angegebenen Typ
f Der Anwender kann festlegen,

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ob die neue Kurve mit den Eingabekurven:
Eingabekurven assoziiert und Ermöglicht das Angeben der Anordnung
der ursprünglichen Kurven
wie mit den Eingabekurven
verfahren werden soll.

Ermöglicht die Vorschau auf die Ergebnisse, die dann akzeptiert,


zurückgenommen oder analysiert werden können. Diese Option ist in
allen Dialogfenstern mit Auswahlschritten zu finden
NX4 - FF / Seite 64
Kombinierte Projektion

Auswahlschritte:
Zweiter
Projektions- Projektions-
kurve Vektor Zweiter
Kurvenzug

f Erster Kurvenzug:
In dem ersten Auswahlschritt wird der
erste Kurvensatz ausgewählt. Erster
Durch Filteroptionen kann die Auswahl Projektions-
der Kurven erleichtern werden. Vektor
f Zweiter Kurvenzug:
Auswahl des zweiten Kurvensatzes.

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Sind beide Kurvensätze planar, ist keine
Erster
weitere Definition notwendig.
Kurvenzug
f Erster Projektionsvektor:
Bei planaren Kurvenzügen optionale Definition der Projektionsrichtung des ersten Kurvenzugs.
Die Richtung kann über die hier abgebildeten Optionen definiert werden
f Zweiter Projektionsvektor:
Definition der Projektionsrichtung des zweiten Kurvenzugs. Die Richtung
kann über die hier abgebildeten Optionen definiert werden

NX4 - FF / Seite 65
Kombinierte Projektion

f Optionen für Projektionen:


f Ist der Auswahlschritt Erster Projektionsvektor oder Zweiter Projektionsvektor aktiv, werden die
Optionen für Projektionsvektoren im veränderlichen Fenster unterhalb der Option "Filter"
angezeigt. Zur Definition der Projektionsrichtung für die einzelnen Kurven stehen folgende
Methoden zur Verfügung:

Option Beschreibung
Senkrecht zur Kurvenebene Ermöglicht die Angabe der Normalen zur Kurvenebene als gewünschte
Projektionsrichtung. Die Eingabekurven müssen koplanar sein.
Vektor Diese Option muss ausgewählt werden, wenn bereits ein Vektor definiert
wurde, den das System nach der Auswahl einer der anderen Optionen

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erneut verwenden soll.
Neuen Vektor angeben Ruft den Vektor-Konstruktor zum Definieren des Vektors auf.
+XC-Achse Der Projektionsvektor verläuft in der angegebenen Richtung (+XC, +YC
oder +ZC).
+YC-Achse
+ZC-Achse
Bezugsachse auswählen Ermöglicht die Auswahl einer Bezugsachse zum Definieren der
Projektionsrichtung.

NX4 - FF / Seite 66
Offset-Kurve

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B Offset...


(Insert B Curve from Curves B Offset...)

f Diese Option ermöglicht das Optionen im Bereich „Offset by“:


Versetzen von Linien,
Kreisbogen, Kegeln, Distance - Versetzt Kurven in der Ebene
relativ zu den Eingabekurven um einen
Splines und Kanten. angegebenen Abstand.
f Die Punkte der Offset-Kurven Draft - Versetzt Kurven in der Ebene parallel
zur Ebene der Eingabekurven um einen
werden anhand von Normalen angegebenen Abstand. Ein Ebenensymbol
der ausgewählten Grundkurven kennzeichnet die Ebene, in der die Offset-
Kurven liegen.
berechnet.

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Law Control - Versetzt Kurven um einen
f Die Offset-Kurven können Abstand, für den mit Hilfe des Regelmenüs
eine Regel definiert wurde.
mit den Eingabedaten
3D-Axial - Versetzt Konturzüge von
assoziiert werden. koplanaren oder nicht koplanaren (3D)
Kurven. Es muss ein 3D Offset-Wert und ein
3D-Achsenvektor spezifiziert werden ZC ist
der anfängliche Standardvektor. Die
resultierende Offset-Kurve ist unabhängig von
der Eingabekurve immer ein Spline.

NX4 - FF / Seite 67
Offset-Kurve, Abstand

f Beispiel für Offset-Kurve versetzt um Abstand mit verschiedenen Trimmeinstellungen.

Trimmeinstellung:
Keine
Die Offset-Kurven werden nicht
verlängert, jedoch getrimmt

Trimmeinstellung:
Verlängerte Tangenten

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Verlängert die Offset-Kurven mit einer
tangentialen Linie bis zu ihren
Schnittpunkten

Trimmeinstellung:
Verrundung
Erzeugt an den Endpunkten der
einzelnen Offset-Kurven tangential
anschließende Bögen. Der Radius des
Kreisbogens ist gleich dem Offset-
Wert

NX4 - FF / Seite 68
Offset-Kurve, Entwurf

f Beispiel für Offset-Kurve Versetzt um Entwurf mit verschiedenen Trimmeinstellungen.

Trimmeinstellung:
Keine
Die Offset-Kurven werden weder
getrimmt noch verrundet

Trimmeinstellung:
Verlängerte Tangenten

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Trimmt oder Verlängert die Offset-
Kurven mit einer tangentialen Linie bis
zu ihren Schnittpunkten

Trimmeinstellung:
Verrundung
Erzeugt an den Endpunkten der
einzelnen Offset-Kurven tangential
anschließende Bögen. Der Radius des
Kreisbogens entspricht
tan(Formschräge) x Zeichnungshöhe

NX4 - FF / Seite 69
Offset-Kurve, Regel

f Offset-Kurve Regelgesteuert
f Die Variante versetzt um Regel entspricht der Variante versetzt um Abstand, mit dem
Unterschied, dass hier eine UG-Standardregel für den planaren Abstand verwendet werden
kann.
f Optionen des Regelmenüs siehe Anhang B.

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NX4 - FF / Seite 70
Offset-Kurve, 3D-Axial

f Definition der 3D-Axial Methode


f 3D-Axial-Offset erzeugt einen Offset mit ausgewählten 2D oder 3D-Kurven mit einem
bestimmten Abstand entlang einer Vektorrichtung, die vom Benutzer festgelegt werden kann.
f Außerdem korrigiert die Funktion die Kurven in Anlehnung an die Option Schrupp-Offset, damit
der definierte Abstand zwischen den Kurven, unabhängig von der Steilheit der Eingabekurve,
erhalten bleibt.
f Das Bedeutet, dass das Ergebnis der 3D-Axial Methode im Regelfall eine 3D-Kurve ist, außer in
der im Bild links dargestellten Situation.
f Wenn 3D-Kurven für den Offset ausgewählt werden, steht nur der 3D-Axial-Offset zur
Verfügung.

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NX4 - FF / Seite 71
Offset-Kurve, Schrupp-Offset

f Anwendung der Option Schrupp-Offset


f Die Option Schrupp-Offset ist immer dann notwendig, wenn der eingegebene Offset-Abstand
eine Selbstüberschneidung der Kontur verursachen würde.
f Die Ausgabe des Schrupp-Offset ist ein einzelner Spline, der den Eingabekonturzug mit dem
spezifizierten Offset-Abstand näherungsweise ermittelt.
f Schrupp-Offset am Beispiel einer Ellipse mit minimalem Radius ~2.73 mm und Offset-Abstand
von 7 mm.

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Offset ohne Schrupp-Option Offset mit Schrupp-Option

Nicht verwertbares Ergebnis Ergebnis sind getrimmte Kurven mit echten


Kanten, die z.B. für nachfolgende Verrundungen
verwendet werden können

NX4 - FF / Seite 72
Offset in Fläche

f Das Formelement „Offset in Fläche“ (Offset in Face) erzeugt eine Abstandskurve mit
festgelegtem Wert zu einer vorhandenen Kurve oder einem vorhandenen Konturzug.
Das Formelement kann aus einer oder mehreren Kurven, auf einer oder mehreren
Flächen bestehen.
Die Kurven dieses Formelements werden in der Fläche erzeugt und entlang von
Flächenschnitten senkrecht zu den Originalkurven gemessen

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NX4 - FF / Seite 73
Offset in Fläche

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B Offset in Fläche…


(Insert B Curve from Curves B Offset in Face...)

Offset-Kurve
Offset-Kurve
Offset-Fläche
Offset-Fläche

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NX4 - FF / Seite 74
Offset in Fläche

f Einstellungen „Offset-Modus“
Diese Einstellung legt fest wie die Offset-Abstände gemessen werden. Der gewählte Modus wird
auf alle Konturzüge des Formelements angewendet.

Seitlich (Chordal) - Es werden Liniensegmente zwischen den Punkten auf der Konturzugkurve verwendet.
Bogenlänge (Arc Length) - Die erzeugten Offset-Kurven folgen dem Bogen der Konturzugkurve.
Geodätisch (Geodesic) - Die Offset-Kurven werden entlang des minimalen Abstands auf der/den Fläche(n)
erzeugt.
Tangential (Tangential) –Die Kurve wird in einem Abstand entlang der Tangente erzeugt und zurückauf die
Fläche projiziert..

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f Einstellungen „Ecke trimmen“
Diese Optionen legen Sie fest, wie die Ecken zwischen zwei Kurven innerhalb desselben
Konturzugs getrimmt werden.

Nicht verlängern oder trimmen (Do Not Extend or Trim) - Die Ecke von zwei Kurven in einem Kurvenkonturzug
wird nicht verlängert oder getrimmt .
Tangenten und Trimmen erweitern (Extend Tangents and Trim) - Die Kurven in einem Kurvenkonturzug werden
entlang ihrer Tangenten verlängert, so dass eine Ecke entsteht, und getrimmt.

NX4 - FF / Seite 75
Offset in Fläche

f Einstellungen „Begrenzung“
Diese Option legen Sie fest, ob die Kuvenkonturzüge bis zu den Begrenzungskanten getrimmt
werden.

Zu Begrenzungen trimmen (Trim to Boundaries)


- Die Offset-Kurven werden bis zu den Kantenbegrenzungen getrimmt.

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Nicht zu Begrenzungen trimmen (Do Not Trim to Boundaries)
- Die Offset-Kurven werden nicht bis zu den Flächenbegrenzungen getrimmt.

NX4 - FF / Seite 76
Offset in Fläche

f Einstellungen „Zu Fläche erweitern“


Diese Option legt fest, ob die Kuvenkonturzüge bis zu den Flächenbegrenzungen getrimmt werden.

Enden nicht verlängern (Do Not Extend Ends)


- Die Kurvenkonturzüge werden nicht bis zu den Flächenbegrenzungen verlängert.

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Enden der Flächenbegrenzung erweitern (Extend Ends to Face Boundary)
- Die Kurvenkonturzüge werden bis zu den Flächenbegrenzungen verlängert.

NX4 - FF / Seite 77
Einfache Projektion: Allgemeines

f Mit dieser Option können Kurven und Punkte mit Hilfe verschiedener Richtungsmethoden
auf Flächen, Ebenen und Bezugsebenen projiziert werden.
f An Bohrungen oder Kanten der Fläche werden projizierte Kurven immer getrimmt.
f Projizierte Kurven und Punkte können mit den angegebenen Flächen/Ebenen verknüpft
oder in diese kopiert oder verschoben werden.

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NX4 - FF / Seite 78
Einfache Projektion: Vorgehensweise

Menüleiste Einfügen B Kurven aus Kurven B Projizieren


(Insert B Curve Operation B Project)

f Die zu projizierende Kurven und Punkte auswählen


f Auf das Symbol Flächen / Ebenen klicken
f Die Flächen und Ebenen auswählen, auf die die
Kurven und Punkte projiziert werden sollen. Mit
Hilfe des Ebenen-Konstruktors können auch
temporäre Ebenen angegeben werden.
f Erzeugungsart auswählen (Verknüpfen, Kopieren

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oder Verschieben)
f Richtungsmethode wählen (sofern erforderlich den
Punkt, die Linie, die Bezugsachse, den Vektor und /oder
den Winkel angeben)
f OK oder Anwenden wählen.

NX4 - FF / Seite 79
Einfache Projektion: Richtungsmethoden

f Sechs Richtungsmethoden stehen zur Auswahl


1. Mit „Entlang der Flächennormalen“ werden die Objekte entlang der Normalen der Fläche oder
Ebenen projiziert.

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2. Mit „Zu Punkt hin“ werden die Objekte zu einem angegebenen Punkt hin projiziert. Bei einem
Punkt liegt der Schnittpunkt auf der Linie zwischen dem ausgewählten Punkt und dem
Projektionspunkt.

NX4 - FF / Seite 80
Einfache Projektion: Richtungsmethoden

3. Mit „In Richtung zur Linie“ werden die Objekte entlang Vektoren projiziert, die senkrecht zu einer
angegebenen Linie oder Bezugsachse verlaufen. Bei einem projizierten Punkt liegt der
Schnittpunkt auf der Linie zwischen dem ausgewählten Punkt senkrecht zu angegebenen Linie.

4. Mit „Entlang eines Vektors“ werden die ausgewählten Objekte entlang eines angegebenen

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Vektors projiziert, der mit Hilfe de Vektor-Konstruktors definiert wird. Wenn ein Vektor
verwendet und die Option „beide“ ausgewählt wird, führt dies zu einer bidirektionalen Projektion.

NX4 - FF / Seite 81
Einfache Projektion: Richtungsmethoden

5. Mit „Winkel zu Vektor“ werden die ausgewählten Kurven in einem angegebenen Winkel zu
einem angegebenen Vektor projiziert, Bei der Projektion von Punkten ist diese Option nicht
verfügbar.

6. Die Richtungsmethode „Gleiche Bogenlänge“

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ermöglicht die Projektion von Kurven aus
einem X-Y Koordinatensystem auf ein U-V
Isokurven Koordinatensystem auf einer Fläche;
dabei werden die Kurvenbogenlängen in der
X-Richtung (oder U-Isokurve) und / oder der
Y-Richtung (oder V-Isokurve) beibehalten.

NX4 - FF / Seite 82
Schnittkurven: Allgemeines

f Bei Auswahl von Schnittkurven werden Kurven erzeugt, die durch den Schnitt zweier
Flächensätze, zweier Flächenkörper, zweier Volumenkörper, zweier Bezugsebenen oder
einer beliebigen Kombination der genannten Elemente definiert sind.

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Der Schnitt zweier Bezugsebenen ergibt eine nicht-assoziative Linie,
die bis zu den Begrenzungen der Ansicht verläuft.

NX4 - FF / Seite 83
Schnittkurven: Vorgehensweise

Menüleiste Einfügen B Kurve aus Körper B Schneiden


(Insert B Curve from Bodies B >Intersect...)

1. Erster Satz auswählen (Auswahlschritt links)


2. Das erste Objekt oder die ersten Objekte auswählen
3. Zweiter Satz auswählen (Auswahlschritt rechts)
4. Das zweite Objekt oder die zweiten Objekte auswählen
5. OK oder Anwenden wählen.

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Erster
Erster Satz
Satz auswählen
auswählen Zweiter
Zweiter Satz
Satz auswählen
auswählen

NX4 - FF / Seite 84
Fläche teilen (Divide Face)

Menüleiste: Einfügen B Trimmen B Fläche teilen...


(Insert B Trim B Devide Face...)

f Teilt Flächen an ausgewählten Teilungsobjekten, wie Kurven oder Ebenen.

Vorgehensweise:
f Zielfläche (Faces to Divide)
Es können eine oder mehrere Flächen ausgewählt werden.
Auswahlzweck ist auf Tangentiale Flächen (Tangent

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Faces) voreingestellt.
f Werkzeug (Dividing Objects)
Ermöglicht die Auswahl von Kurven, Kanten, Flächen
oder Bezugsobjekten als Trennobjekte.
Für die Auswahl steht der Auswahlzweck zur Verfügung.

CDUp NX4-NX4 / Seite 85


Fläche teilen (Divide Face) – Projektionsrichtung (Projection Direction)

f Wird eine einzelne Kurve oder Kante als Trennobjekt ausgewählt, wird die Ebene, in der die Kurve
liegt automatisch erkannt und die Projektionsrichtung automatisch auf Normal zu Kurvenebene
(Normal to Curve Plane) gesetzt.

f Werden mehrere Kurven oder Kanten ausgewählt, die nicht in einer Ebene liegen, wird die
Projektionsrichtung automatisch auf Normal zu Kurvenebene (Normal to Target Face) gesetzt.
f Über Vektor (Vector) kann eine Projektionsrichtung definiert werden.

Ebene
Ebenedes
desTrennobjektes
Trennobjektes
Trennobjekt
Trennobjekt

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Normal
Normalzu
zuZielfläche
Zielfläche
(Normal
(Normalto
toTarget
TargetFace)
Face)

Normal
Normalzu
zuKurvenebene
Kurvenebene
(Normal
(Normalto
toCurve
CurvePlane)
Plane)

Vektor
Vektor (Vector)
(Vector)

Projektions-
Projektions- Richtungsvektor
Richtungsvektor Projizierte
ProjizierteTrennkurve
Trennkurve
CDUp NX4-NX4 / Seite 86
Übungen

f Erstellen und ändern einer kombinierten Projektionskurve


Übung: X4FF-0501 Krümmer (Kombinierte Projektion) Phase 1
Arbeitsbuch: Seite 35

f Offsetkurven erstellen und ändern

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Übung: X4FF-0502 Griffschale (Offset-Kurven) Phase 1 und 2
Arbeitsbuch: Seite 41

NX4 - FF / Seite 87
Übungen

f Erstellen einer „Einfachen Projektionskurve“


Übung: X4FF-0503 Einfache Projektion
Arbeitsbuch: Seite 49

f Offsetkurven erstellen und ändern

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Übung: X4FF-0504 Griffschale (Schnittkurve)
Arbeitsbuch: Seite 59

NX4 - FF / Seite 88
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Kapitel 6: Freiformelemente (Primärflächen, Kurvengitter)

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 89
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 6: Freiformelemente (Primärflächen, Kurvengitter)
Gitterflächen:
Grundlagen 91
Konturzüge 94
Anwendungsmöglichkeiten 95
Voreinstellungen
U-V Rasterlinien 96
Ergebnis einer Freiformkonstruktion 99
Toleranzen 100
Regelfläche:
Grundlagen 101
Ausrichtungsmethode 102

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Parameter 103
Bogenlänge 104
Vorgehensweise 105
Kurvengitter:
Grundlagen 106
Konturzüge auswählen 107
Punkte als Leitkurvenzüge auswählen 108
Konstruktionszug verwenden 109
Vorgehensweise 110
Spezielle Methoden 111
Studio-Oberfläche 114
Übungen 116

NX4 - FF / Seite 90
Grundlagen

f Unter Menü B Einfügen B Gitterfläche hat man die Möglichkeit sogenannte nicht-
analytische Formen zu erzeugen.
f Nicht-analytische Formen sind Formen, die NICHT aus den Formelementen
(Grundkörper, Extrudiert, Rotiert, Entlang Führung extrudiert oder Formelemente) erzeugt
wurden.
f Um Freiformelemente erstellen zu können werden bereits Informationen benötigt. Dies
können Punktdaten, Kurven, Kanten, Flächen oder, bei der Funktion Mittelflächen, ein
Volumenkörper sein
f Feiformelemente bilden eine dritte Methode der Erstellung eines Körpers neben
Grundkörpern und extrudierten Körpern. Bei einem Freiformelement kann es sich um

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einen Volumenkörper oder einen Flächenkörper handeln.
f Volumenkörper weisen eine bestimmte Stärke auf und umgeben ein Volumen
f Flächenkörper weisen die Stärke Null auf und umgeben kein Volumen

NX4 - FF / Seite 91
Grundlagen

f Die meisten Freiformelemente können als Flächen- oder Volumenkörper erzeugt werden.
Dies ist von folgenden Faktoren abhängig :
f Einstellung der Konstruktionsvoreinstellung im Bereich Körpertyp.
f geschlossene oder offene Definitionskurven.

f Voraussetzung für die Erzeugung eines Volumenkörpers ist :


f Der Körper ist in beiden Richtungen geschlossen
f Der Körper ist in eine Richtung geschlossen und verfügt in der anderen Richtung über planare
Enden.

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Mehr zu der Voreinstellung für die Konstruktion von Flächen im Laufe dieses Kapitels

NX4 - FF / Seite 92
Grundlagen

f Es stehen folgende Freiformmethoden für das Erzeugen von Primärflächen zur


Verfügung
f Regelfläche
f Flächen durch Kurven
f Extrusion
f Kurvengitter

f Splines bilden die mathematische Grundlage für die oben genannten Flächen.

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f Bei Freiformen handelt es sich um Formen, die nicht unter Verwendung von
Grundkörpern, Standardformelementen oder Skizzen, die ausschließlich Linien,
Kreisbogen und Kegel enthalten, erzeugt werden können.

NX4 - FF / Seite 93
Konturzüge

f Konturzüge sind zusammenhängende Ketten aus Kurven und/oder Kanten.

f Sofern keine kleinere Anzahl spezifiziert wurde, können Freiformelemente auf bis zu 150
Konturzügen basieren.
Beispielsweise kann ein Kurvengitter 150 Leitkurvenzüge und 150 Querkonturzüge
umfassen. Bei Extrusionsformelemente sind Sie auf eine kleinere Anzahl von Leitkurven
begrenzt; eine wird benötigt und bis zu drei sind zulässig.

f Jeder Konturzug kann viele zusammenhängende Objekte besitzen. Typischerweise liegt

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der obere Grenzwert bei 5000, je nach verfügbarem Arbeitsspeicher. In der Praxis sollten
aber so wenig wie möglich Elemente verwendet werden.

f Bei einigen Formelementen ist es erforderlich, dass bestimmte Konturzüge planar oder
tangentenstetig verlaufen müssen.

NX4 - FF / Seite 94
Anwendungsmöglichkeiten

f Erzeugen von Konturen und Formen, die über die Standardkörperkonstruktion nur mit
Mühe oder überhaupt nicht zu erzielen sind.
f Trimmen eines Volumenkörpers, um auf einer oder mehreren Flächen des
Volumenkörpers eine Kontur oder Form zu erzeugen.

Vorher
Vorher

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Nachher
Nachher

f Erzeugen eines Volumenkörpers durch (Erzeugen und) Zusammenfügen mehrerer


Flächen, die ein Volumen vollständig umgeben

NX4 - FF / Seite 95
Voreinstellungen: U-V Rasterlinien

f Beim Erzeugen eines Körpers wird die Darstellung des


Rasters durch die voreingestellten Werte für U- und
V-Richtung festgelegt.
Menüleiste: Voreinstellung B Konstruktion
(Preferences B Modeling ...)
f Zum Ändern der Rasterdarstellung eines
vorhandenen Körpers
Menüleiste: Bearbeiten B Objektdarstellung
(Edit B Object Display ...)
oder

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anklicken und das betreffende
Objekt auswählen.
Werte für Rasterlinien ändern.

NX4 - FF / Seite 96
Voreinstellungen: U-V Rasterlinien

f Die Dichte des U-V Rasters steht in keinem Zusammenhang mit der mathematischen
Genauigkeit der Fläche.

f Darstellung einer Fläche mit unterschiedlichen U-V Rastereinstellungen:

V-Richtung
V-Richtung V-Richtung
V-Richtung

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U-Richtung
U-Richtung U-Richtung
U-Richtung

Rasterlinien: Rasterlinien:
Anzahl in U = 3 Anzahl in U = 6
Anzahl in V = 3 Anzahl in V = 4

NX4 - FF / Seite 97
Voreinstellungen: U-V Rasterlinien

f Vergleich U-V Raster zur Flächenpatchdarstellung


U-V Raster Flächenpatchdarstellung

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f Im Vergleich zur U-V Raster Darstellung (Benutzerdefiniert), kann bei der Flächenpatch-
darstellung die genaue mathematische Aufteilung des Flächenkörpers dargestellt werden.

f Ein Patch ist ein Teil, ein Abschnitt eines Flächenkörpers.

f Flächenpatchdarstellung:
Menüleiste: Information B B-Fläche B Patchbegrenzungen darstellen
NX4 - FF / Seite 98
Voreinstellungen: Ergebnis einer Freiformkonstruktion

f Unter Menüleiste: Voreinstellung B Konstruktion (Preferences Modeling) im Register


Freie Form (Free Form) befinden sich Optionen, die sich auf die sich auf die Konstruktion
von Freiformelementen und die Analysedarstellung auswirken.
f Ergebnis einer Freiformkonstruktion:
Ermöglicht die Festlegung des Körpertyps, der bei Verwendung
der Optionen Kurven, Kurvengitter, Extrudieren und Regelfläche
erzeugt wird.
f B-Fläche:
Es wird immer ein B-Flächenkörper erzeugt, selbst wenn die
Erzeugergeometrie planar ist.

f Ebene:

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Wenn die Definitionskurven koplanar sind, wird eine getrimmte
planare Fläche erzeugt.

f Ermitteln des Flächentyps:


Über Menüleiste: Information B Objekt (Typ Stirnfläche/ Face)
und Auswahl der Fläche kann der Flächentyp ermittelt werden.

NX4 - FF / Seite 99
Voreinstellungen: Toleranzen
f Abstandstoleranz (Distance Tolerance)
f Die Abstandstoleranz ist der maximal zulässige Abstand
zwischen der theoretisch sich ergebenden Fläche und der durch
Annäherung erzeugten Fläche.
Bei Annäherungsmethoden ist eine Abstands-
toleranz erforderlich. Die Abstandstoleranz kann unter
Menü B Voreinstellung B Konstruktion festgelegt werden.

f Winkeltoleranz (Angle Tolerance)


f Mit dieser Option kann die Winkeltoleranz eingestellt werden. Die
Winkeltoleranz ist der maximal zulässige Winkel zwischen den Ober-
flächensenkrechten an sich entsprechenden Punkten oder der maxi-

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mal zulässige Winkel zwischen Kurventangenten-Vektoren an sich
entsprechenden Punkten. Somit ist die Winkeltoleranz ein Maß für
die Genauigkeit von tangentenstetigen Übergängen

Ein Verringern der Toleranz wirkt sich auf die erzeugte Datenmenge
bzw. auf die Komplexität einer resultierenden Fläche aus!
Die Toleranzeinstellung sollte ein sinnvoller Kompromiss zwischen
Datenmenge und Genauigkeit darstellen.

NX4 - FF / Seite 100


Regelfläche: Grundlagen

f Eine Regelfläche ist eine Fläche oder ein Körper, die/der durch zwei Profilkurven erzeugt
wurde; dabei besteht jede Profilkurve aus einer oder mehreren stetigen Kurven,
Körperkanten oder einer Körperfläche.

f Regelflächen verwenden nur zwei Konturzüge, weisen aber darüber hinaus eine hohe
Ähnlichkeit mit Formelementen durch Stützkurven auf.

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NX4 - FF / Seite 101
Regelfläche: Ausrichtungsmethode

f Die Option „Ausrichtung“ ermöglicht die Steuerung der Ausrichtung zwischen den
Profilkurven. Dabei werden Verbindungspunkte zwischen den isoparametrischen Kurven
und den Profilkurven festgelegt und die Form des Formelements bis zu einem gewissen
Grad gesteuert.

f Folgende Optionen sind Verfügbar :


f Parameter
f Bogenlänge
f nach Punkten

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f Abstand
f Winkel
f Konstruktionskurve
f Spline-Punkte (bei der Methode „Durch Stützkurve)

NX4 - FF / Seite 102


Regelfläche: Ausrichtungsmethode Parameter

f Bei Auswahl von Parameter werden für die Punkte,


durch die die isoparametrischen kurven verlaufen,
gleiche Parameterabstände entlang der
Definitionskonturzüge verwendet.

f Es wird die gesamte Länge jeder Kurve verwendet.

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NX4 - FF / Seite 103
Regelfläche: Ausrichtungsmethode Bogenlänge

f Bei Auswahl von Bogenlänge werden für die Punkte,


durch die die isoparametrischen Kurven verlaufen,
gleiche Bogenlängenabstände entlang der
Definitionskonturzüge verwendet.

f Es wird die gesamte Länge des Konturzuges


verwendet.

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NX4 - FF / Seite 104
Regelfläche: Vorgehensweise

Menüleiste: Einfügen B Gitterfläche B Regelfläche


(Insert B Mesh Surface B Ruled)

1. Vor der Auswahl der Konturzüge Einstellung


für die Auswahl der Konturzüge treffen.
2. Ersten Konturzug auswählen und die
Auswahl mit OK bestätigen.
3. Zweiten Konturzug auswählen und die
Auswahl mit OK bestätigen.

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4. Ausrichtungsmethode wählen
5. Einstellungen im Dialogfenster vornehmen
z.B. Toleranz, U-V Rasterwerte

NX4 - FF / Seite 105


Kurvengitter: Grundlagen

f Die Funktion Kurvengitter wird verwendet , um aus mehreren vorhandenen Konturzügen,


die in verschieden Richtungen verlaufen, einen Körper zu erzeugen.
f Ein Konturzug besteht aus einem oder mehreren Objekten wobei die Objekte aus Kurven,
einer Körperkante oder einer Körperfläche bestehen können
f In eine Richtung verlaufende Konturzüge müssen als Leitkurvenzüge gekennzeichnet
werden, während die Konturzüge, die ungefähr senkrecht zu den Leitkurvenzüge
verlaufen, als Querkonturzüge gekennzeichnet werden.
f Die zur Erzeugung verwendete Konturzüge und der neue Körper sind assoziativ.
f Der neu erzeugte Körper wird aktualisiert, wenn die zur Erzeugung verwendete

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Konturzüge geändert werden.

NX4 - FF / Seite 106


Kurvengitter: Konturzüge auswählen

f Die Leitkurven- und Querkonturzüge müssen in der richtigen Reihenfolge, von einer Seite
des Körpers zu anderen, ausgewählt werden. (Siehe Abbildung unten)
f Die Mindestanzahl der Leitkurvenzüge beträgt 2, die maximale Anzahl 150

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f In der Grafik wurden zuerst alle Leitkurvenzüge der Reihe nach 1, 2, 3 ausgewählt und
die Auswahl mit OK bestätigt.
f Als nächstes wurden alle Querkonturzüge der Reihe 4, 5, 6 ausgewählt und auch hier die
Auswahl mit OK bestätigt.

NX4 - FF / Seite 107


Kurvengitter: Punkte als Leitkurvenzüge auswählen

f Bei der Auswahl der Leitkurvenzüge kann ein Punkt oder Endpunkt einer Kurve als erster
und/oder letzter Konturzug ausgewählt werden.
f Wenn nur ein Punkt als Leitkurvenzug ausgewählt werden soll, empfiehlt es sich, ihn als
letzten Leitkurvenzug auszuwählen. Dadurch kann durch Bearbeitung leichter ein
Schnittkonturzug neben diesem Punkt eingefügt werden.
f Ist der erste Leitkurvenzug ein Punkt, muss dieselbe Geometrie während der ersten
Erzeugung zur Angabe des Punktes verwendet werden, damit Unigraphics versteht, dass
ein Konturzug nach dem Punkt eingefügt werden soll.

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NX4 - FF / Seite 108
Kurvengitter: Konstruktionszug verwenden

f Um die Parametrisierung der Querkonturzüge zu kontrollieren, kann ein Konstruktionszug


ausgewählt werden.
f Der Konstruktionszug kann die Glattheit der Fläche verbessern, indem erzwungen wird,
das die U-Isoparameterlinien stets senkrecht zur Konstruktionszug verlaufen.
f Der Konstruktionszug muss ausreichend lang sein, um die Querkonturzüge an allen
Stellen zu schneiden.
f Ist der Konstruktionszug zu kurz erhalten sie folgende Meldung :
„Keine Überschneidung“
f Ein Konstruktionszug kann nur dann ausgewählt werden, wenn der erste und Letzte

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Leitkurvenzug planar verlaufen
f Der Konstruktionszug ist gültig, wenn der Konstruktionszug senkrecht zum ersten und
letzten Leitkurvenzug liegt
f Konstruktionszüge sind ungültig, wenn sie ganz oder teilweise senkrecht zu den
Querkonturzügen liegen. Grund hierfür ist, dass die Schnittpunkte der Schnittebene und
Querkonturzüge in diesem Fall nicht vorhanden oder ungenau definiert wären.

NX4 - FF / Seite 109


Kurvengitter: Vorgehensweise

Menüleiste : Einfügen B Gitterfläche B Kurvengitter


(Insert B Mesh Surface B Through Curve Mesh)
1. Einen Leitkurvenzug (oder Punkt) auswählen und mit OK bestätigen. Die Auswahl von Leitkur-
venzügen in dieser Auswahl wiederholen, bis alle Leitkurvenzüge ausgewählt sind.
2. Wurden alle Leitkurvenzüge ausgewählt ein weiteres mal mit OK bestätigen um zur Auswahl für
die Querkonturzügen zu gelangen.
3. Schritt 1 für die Querkonturzüge wiederholen.
4. Wurden alle Querkonturzüge ausgewählt ein weiteres mal mit OK bestätigen.
5. Sofern sie einen Konstruktionszug verwenden, diesen auswählen und
anschließend auf OK. Verwenden Sie keinen Konstruktionszug auf OK
klicken um ihn wegzulassen. Das Dialogfenster erscheint.

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6. Unter Beachten (Emphasis) eine Methode auswählen, wie die Kontur-
züge bestimmt werden sollen.
7. Einen Wert unter Schnittpunkt Toleranz (Intersection Tolerance) ein-
geben oder den Standardwert verwenden.
8. Den Randbedingungstyp auswählen, der auf den ersten und den
letzten Konturzug in jedem Set (Satz) angewendet wird.
9. Eine der Möglichkeiten unter Konstruktionsoptionen
(Construction Options) auswählen.

10. OK wählen.
NX4 - FF / Seite 110
Kurvengitter: Spezielle Methoden (Punkt als Leitkurve)

1. Punkt als Leitkurve


f Bei der Auswahl der Leitkurvenzüge kann ein Punkt
als erster/letzter Leitkurvenzug ausgewählt werden.

Tipp:
Wenn nur ein Punkt als Leitkurvenzug
ausgewählt wird, diesen immer als
letzten wählen. Dann kann später leichter
ein weiterer Schnittkonturzug neben diesem Erster
Erster Leitkurvenzug
Leitkurvenzug
Punkt eingefügt werden.
Querkurven
Querkurven

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Letzter
Letzter Leitkurvenzug
Leitkurvenzug
ist ein Punkt
ist ein Punkt

NX4 - FF / Seite 111


Kurvengitter: Spezielle Methoden (Schnittpunkt-Toleranz)

2. Schnittpunkt-Toleranz
f Nicht immer Schneiden sich Leit- und Querkurven exakt. Für diesen Fall kann eine Toleranz
angeben werden, die größer sein muss als der größte Abstand zwischen Leit- und Querkurven.

Leitkurven
Leitkurven
(Primary)
(Primary)

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Gewichtung
Gewichtung
zwischen
zwischen Leit-
Leit- und
und
Querkurven
Querkurven

Querkurven
Querkurven
(Cross)
(Cross)

NX4 - FF / Seite 112


Kurvengitter: Spezielle Methoden (Schnittpunkt-Toleranz)

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Primär
Primär Quer Beides
Quer Beides

f Die Einstellungen unter Beachten bestimmen, welcher Konturzug-Satz die Form des
Flächenkörpers am stärksten beeinflusst.
f Die Option Beachten hat aber nur dann einen Einfluss auf das Ergebnis, wenn sich
mindestens ein Leit- und Querkurvenzug nicht schneiden.
f Der Körper verläuft entweder durch die Leitkurven- oder Querkurvenzüge oder einen
Mittelwert beider, je nach Einstellung.
NX4 - FF / Seite 113
Kurvengitter: Spezielle Methoden (Option Erneut erstellen)

f Mit den Optionen für das erneute Erstellen kann eine Fläche erzeugt werden, die glatt
verlaufend mit den umliegenden Flächen verbunden ist, indem der Grad und die
Knotenpunkte der primären und der Querkonturzüge erneut definiert werden .
f Diese Optionen bietet sich an, wenn die zu überspannenden Konturzüge unterschiedliche
Gradzahlen aufweisen, schlecht platzierte Knoten haben bzw. die isoparametrischen
Linien zu wellig sind.

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Die Toleranzen für die G0-, G1- und G2-Stetigkeit ermöglichen die
Steuerung der Genauigkeit der erneut erstellten Fläche im
Verhältnis zu den Eingabekurven. Die erneut erstellte Fläche wird
von den Eingabekurven nicht um mehr als die für diese
Toleranzen festgelegten Werte abweichen

NX4 - FF / Seite 114


Kurvengitter: Spezielle Methoden (Option Erneut erstellen)

f Abhängig von der Art des erneuten Erstellens der Fläche können im Dialog bestimmte
Einstellungen getroffen werden:

Keiner
Wählen Sie diese Option für die primären und Querkonturzüge, wenn
Sie keine von diesen erneut erstellen wollen.

Manuell
Wählen Sie diese Option für die primären und Querkonturzüge, wenn
diese erneut erstellt werden sollen. Sie können einen Grad für die
Ausgabefläche angeben, der in U- und V-Richtung gilt. Kurven
höheren Grades verringern generell die Wahrscheinlichkeit von
unerwünschten Wendepunkten und scharfen Veränderungen in der

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Krümmung.
Knoten werden nach Bedarf eingefügt, um die G0-, G1- und G2-
Toleranzeinstellungen zu erzielen.

Automatisch
Wählen Sie diese Option, wenn das erneute Erstellen
Segmentabhängig erfolgen soll. Sie können die maximale Gradanzahl
und die maximale Anzahl an Segmenten festlegen. Das System
versucht, die Fläche ohne Segmente zu erzeugen, bis die maximale
Gradzahl erreicht wird. Wenn die Toleranz mit der maximalen
Gradzahl nicht erreicht werden kann, werden Segmente hinzugefügt,
bis die definierte maximale Anzahl an Segmenten erreicht wurde.

NX4 - FF / Seite 115


Übungen (1)

f Erstellen von Regelflächen


Übung: X4FF-0601 Griffschale (Regelfläche)
Arbeitsbuch: Seite 63

f Haken mit Hilfe der Funktion „Kurvengitter“ und der Option „Punkt als Leitkurve“
erzeugen.
Übung: X4FF-0602 Kranhaken (Kurvengitter über Punkt)
Arbeitsbuch: Seite 67

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f Boot mit Hilfe der Funktion „Kurvengitter“ erzeugen.
Übung: X4FF-0603 Boot (Kurvengitter über Punkt)
Arbeitsbuch: Seite 71

NX4 - FF / Seite 116


Übungen (2)

f Kurvengitter mit der Option: Beachten


Übung: X4FF-0604 Fläche (Kurvengitter Schnittoleranz)
Arbeitsbuch: Seite 75

f Flugzeugrumpf mit Hilfe der Funktion „Kurvengitter“ erzeugen.

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Übung: X4FF-0605 Segelflieger-Rumpf
Arbeitsbuch: Seite 81

NX4 - FF / Seite 117


NX4 - FF / Seite 118

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Kapitel 7: Verrundungsfunktionen

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 119
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 7: Verrundungsfunktionen
Eigenschaften tangentenstetiger Verrundungen 121
Kantenverrundung: Variabler Radius 122
Flächenverrundung: Menüfenster 125
Vorgehensweise 126
Methode Kugel 127
Methode Kegelförmig 128
Methode Extrudierte Auswahl 129
Methode Isoparameter 130
Übungen 132

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NX4 - FF / Seite 120
Eigenschaften tangentenstetiger Verrundungen

f Die Kanten- wie auch die Flächenverrundung erzeugen Verrundungsflächen, welche zu


den Ausgangsflächen und zwischen den Verrundungsflächen tangentenstetig verlaufen

f Die Genauigkeit des tangentenstetigen Überganges wird durch die Einstellung der
Winkeltoleranz in den Konstruktionsvoreinstellungen beeinflusst, siehe auch Anhang C.

f Bei der Definition eines variablen Radius wird die Fläche angenähert, dementsprechend
ist in diesem Fall zusätzlich die Abstandstoleranz von Bedeutung, die bestimmt wie
genau die variable Verrundungsfläche (Überbrückungsfläche) an die theoretische Fläche

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angenähert werden soll, siehe auch Anhang C.

f Die Standardverrundungsmethode funktioniert nach dem Prinzip der „rollenden Kugel“,


d.h. Die Querschnittsfläche der Verrundung liegt in einer Ebene senkrecht zu den beiden
ausgewählten Flächen.

NX4 - FF / Seite 121


Kantenverrundung: Variabler Radius

Menüleiste: Einfügen B Detailformelement B Kanteverrundung


(Insert B Detail Feature B Edge Blend...)

f Diese Funktion, welche bereits aus dem Basic Modeling Kurs bekannt ist, kann durchaus auch
im Freiformbereich eingesetzt werden, sofern die Geometrie gewisse Vorraussetzungen erfüllt:
f Die zu verrundeten Flächen dürfen keine Lücken aufweisen
(B Die einzelnen Flächen müssen zueinander getrimmt werden, siehe Kapitel 16, Teil2)
f Die zu verrundeten Flächen müssen zu einem Flächenkörper gehören
(B Die einzelnen Flächen müssen zusammengefügt werden, siehe Kapitel 16, Teil2)

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f Eigenschaften der Kantenverrundung mit variablem Radius:
f Einschränkung auf die Methode der „rollenden Kugel“.
f Möglichkeit, eine Verrundung mit variablem Radius zu erzeugen,
wobei mehrere Punkte auf der betreffenden Kante ausgewählt
und für jeden Punkt der gewünschte Radiuswert angegeben
werden kann
f Der Radiuswert darf an den Endpunkten den Wert 0 annehmen

NX4 - FF / Seite 122


Kantenverrundung: Variabler Radius

f Definition einer variablen Verrundung:

f Kante auswählen, welche variabel Verrundet


werden soll.
f Die Option „Variabler Radius“ aktivieren.
f Im Grafikbereich erscheint die Vorschau des zu
erzeugenden Radius.
f Nun können auf dieser Kante beliebig viele
Punkte, über die Standard-Punktmethode,
definiert werden.
(Achten Sie bitte auf die Auswahl in der
Werkzeugleiste „Punkt fangen“)

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f An jedem neu erzeugten Punkt erscheint ein
dynamisches Eingabefenster.

f Der erste ausgewählte Punkt wird


gekennzeichnet als:
Pt1 R = 5 B erster Punkt mit Radius 5 mm
f Der Radius an den einzelnen Punkten kann
jederzeit durch ziehen der Pfeilenden oder
Eingabe eines Wertes im dynamischen
Eingabefenster verändert werden.

NX4 - FF / Seite 123


Kantenverrundung: Variabler Radius

f Änderungsmöglichkeiten einer variablen Verrundung:

f Zum Ändern der Position eines Punktes die Maus in


Richtung des Quaders bewegen und mit gedrückter MT1
verschieben. Über gedrückter MT3 auf dem Quader kann
zwischen Bogenlänge in Prozent und Millimeter umgeschaltet
werden.

f Zum Entfernen eines Punktes diesen im Grafikbereich


mit der MT3 auswählen und Option löschen verwenden

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f Punkte können aber auch über das Dialogfenster für die
Kantenverrundung gelöscht und die Parameter verändert
werden.

f Durch Auswahl der MT3 auf einen vorhandenen Parameter


im Dialogfenster kann dieser gelöscht werden.

f Durch Auswahl eines Parameters mit der MT1 kann der Wert
für den Radius und der Bogenlänge verändert werden.

NX4 - FF / Seite 124


Flächenverrundung

Menüleiste: Einfügen B Detailformelement B Flächenverrundung...


(Insert B Detail Feature B Face Blend...)

f Mit dieser Option kann eine Auswahlschritte:


komplexe Verrundung erzeugt
werden, die tangential zu Erster Satz - Ermöglicht die Auswahl des
ersten Flächensatzes.
mehreren ausgewählten
Zweiter Satz - Ermöglicht die Auswahl des
Flächen verläuft. zweiten Flächensatzes.
f Außerdem besteht die Steilkanten - Ermöglicht die Verwendung
eines konstanten Radius für die Verrundung
Möglichkeit, bei einer Steilkante.
die verrundeten Flächen

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zu trimmen und zusammen-
zufügen.
f Die zu verrundeten Flächen
müssen nicht zu einem
Flächenkörper gehören. Tangentensteuerung - Steuert den
Verrundungsradius oder den Offset des
Kegelschnitts, wobei entlang der
angegebenen Kurve oder Kante ein
tangentialer Übergang zwischen der
Verrundungsfläche und der zugrunde
liegenden Fläche beibehalten wird.

NX4 - FF / Seite 125


Flächenverrundung: Vorgehensweise

1. Verrundungstyp angeben (Siehe folgende Kapitel)


2. Über die Option „Erster Satz“ (First Set) den ersten Satz Flächen
oder Körper auswählen.
Der nun auf dem Flächensatz angezeigte Normalenvektor muss
in Richtung des Mittelpunktes der Verrundung zeigen.
Falls erforderlich, die Option „Biegerichtung umkehren“
(Flip Direction) verwenden.
3. Über die Option „Zweiter Satz“ (Second Set) den zweiten Satz Flächen
oder Körper auswählen. Normalendefinition wie bei erstem Satz.
4. Optional Steilkanten- oder Tangentensteuerungskurven auswählen

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5. Abhängig vom Verrundungstyp können hier verschiedene Parameter
definiert werden B hier dargestellt der Verrundungstyp Kugel,
bei dem z.B. ein Parameter für den Radius angegeben werden kann
6. Über die Option „Verrundungs-Vorschau aktivieren“ kann eine
Vorschau der Verrundung im Grafikfenster generiert werden

NX4 - FF / Seite 126


Flächenverrundung: Methode Kugel

f Dieser Verrundungstyp entspricht von der Form her der Verrundung, die eine "abrollende
Kugel" ergeben würde. Die Querschnittsfläche liegt in einer Ebene senkrecht zu den
beiden ausgewählten Flächen (B vgl. Kantenverrundung)
f Das entsprechende Dialogfenster enthält das Feld Radius und die Option
Radiusmethode. Für Radiusmethode stehen folgende Auswahlmöglichkeiten zur
Verfügung:
Konstant Für die Verrundung mit konstantem Radius dürfen nur positive Werte eingegeben werden. Es kann ein tangentialer
Konturzug ausgewählt werden, über den die tangentiale Randbedingung festgelegt wird

Regelgesteuert Ermöglicht das Festlegen eines variablen Radius an bestimmten Punkten entlang der Konstruktionskurve. Hierzu
wird das Regelmenü verwendet (siehe Anhang B). Das Feld "Radius" ist grau unterlegt.

Tangentengesteuert Ermöglicht die Steuerung des Verrundungsradius. Hierzu wird durch auf einer der Wandungen liegende Kurven
eine Tangentialitätsbedingung für die Fläche und die Verrundung definiert. Das Feld "Radius" ist grau unterlegt

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f Verrundung mit Kugelmethode: Zugehörige isoparametrische Linien:

NX4 - FF / Seite 127


Flächenverrundung: Methode Kegelförmig

f Die kegelförmige Flächenverrundung besitzt einen kegelförmigen Querschnitt, der über


einen Rho-Wert und zwei Offset-Konstanten vorgegeben wird. Zu Definition der Ebene
des kegelförmigen Querschnitts muss außerdem ein Konstruktionszug bestimmt werden.
f Bei einem kegelförmigen Verrundungstyp enthält das Dialogfenster folgende Optionen:

Erster Abstand Ermöglicht die Definition des ersten Abstandes des Kegelschnittes
über einen konstanten Wert, oder über Definition mit Hilfe des
Regelmenüs

Zweiter Abstand Ermöglicht die Definition des zweiten Abstandes des


Kegelschnittes über einen konstanten Wert, oder über Definition
mit Hilfe des Regelmenüs

Rho Gibt den Rho-Wert an, der für die Verrundung verwendet wird. Der
Rho-Wert kann vom Anwender, oder vom System automatisch

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erzeugt werden.
Bei Auswahl des Rho-Wertes durch die Software (Autom.) besitzt
die Verrundung eine kreisförmige Querschnittfläche, falls die
Abstände gleich groß sind. Andernfalls erhält man elliptische
Querschnittflächen
Bei manueller Eingabe kann ein Wert zwischen 0.01 und 0.99
eingegeben werden, wobei für die Form gilt:
eine Ellipse für 0,01<Rho<0,5,
eine Parabel für Rho=0,5,
eine Hyperbel für 0,5<Rho<0,99.

Konstruktionszug Ermöglicht die Definition eines Konstruktionszugs, zu dem


definieren senkrecht die Kegelschnitte erzeugt werden

NX4 - FF / Seite 128


Flächenverrundung: Methode Extrudierte Auswahl (Swept section)

f Scheibenförmige Verrundungen besitzen einen veränderbaren Radius. Ihr Querschnitt liegt in einer
Ebene orthogonal zu einem Konstruktionszug, der für diese Methode erforderlich ist. Über das
Regelmenü, das bei der Auswahl der Option „Regel definieren“ angezeigt wird, kann der
Verrundungsradius definiert werden.
f Mit einer scheibenförmigen Verrundung können Flächen eine weitaus engere Krümmung
aufweisen, als dies bei der rein kugelförmigen Verrundung der Fall ist. Bei diesem Typ entfallen die
Einschränkungen für Kugelverrundungen, bei der die "abrollende Kugel" stets in die Verrundung
passen muss
f Die folgende Abbildung zeigt dasselbe Teil, an dem einmal eine kugelförmige und einmal eine
scheibenförmige Verrundung konstruiert wurde. Bei der scheibenförmigen Verrundung ist zu
beachten, dass die isoparametrischen Kurven der Verrundung senkrecht zum Konstruktionszug

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(blaue Linie) verlaufen
f Verrundung mit: Rollkugel Verrundung mit: Extrudierte Auswahl

NX4 - FF / Seite 129


Flächenverrundung: Methode Isoparameter

f Eine isoparametrische Verrundung ist eine Spezialverrundung, die insbesondere zur


Konstruktion von Turbinenlaufrädern verwendet wird (nicht zur allgemeinen Verwendung
gedacht). Bei dieser Methode kommt es bei anderen Verrundungsarten oft zu Fehlern.
f Die Flächendefinition für isoparametrische Verrundungen basiert auf der Definition
scheibenförmiger Verrundungen, allerdings werden die Ebenen mit den Schnittkurven
anhand der Isoparameter des ersten Flächensatzes angeordnet. Daher muss es sich
beim ersten ausgewählten Flächensatz um die Flächen der Turbinenlaufräder handeln.
f Wie bei einer scheibenförmigen Verrundung kann der Verrundungsradius über das
Regelmenü definiert werden, das bei Auswahl der Option „Regel definieren“ erscheint
f Verrundung mit: Extrudierte Auswahl Verrundung mit Methode Isoparameter:

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NX4 - FF / Seite 130
Flächenverrundung: Methode Isoparameter

Vorgehensweise:
1. Einstellung: Verrundungstyp: - Extrudierte Auswahl (Swept section)
Querschnitt: - Kreisförmig (Circular)
Option: - Querschnitt mit isoparametrischen Linien ausrichten
(Orient Cross Section By Isoparameter Lines)
wählen.
2. Zu verrundende Flächesätze wählen.
f Auswahl über „Auswahlzweck“ möglich.
3. Radius eingeben.
4. Konstruktionszug (Spine) wählen.
5. Bestätigen.

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Option für
isoprameter

NX4 - FF / Seite 131


Übungen

f Erstellen von variablen Verrundungen mit Hilfe der Kantenverrundung


Übung: X4FF-0701 Griffschale (Kantenverrundung) Phase 1 und 2
Arbeitsbuch: Seite 85

f Erstellen von Verrundungen mit Hilfe der Flächenverrundung


Übung: X4FF-0702 Griffschale (Flächenverrundung) Phase 1 und 2
Arbeitsbuch: Seite 93

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f Erstellen einer Spezialflächenverrundung
Übung: X4FF-0703 Spezial-Flächenverrundung
Arbeitsbuch: Seite 99

NX4 - FF / Seite 132


NX4 - FF / Seite 133

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Kapitel 8: Flächenanalyse, Teil 1

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 134
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 8: Flächenanalyse, Teil 1
Allgemeines 136
Übersicht: Geometrieanalyse 137
Geometrie überprüfen 138
Optionen 139
Flächenanalyse: Radius 141
Vorgehensweise 142
Radiustypen 143
Flächenanalyse: Reflexion 144
Vorgehensweise 145
Anwendungsbeispiel 146
Übungen 147

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NX4 - FF / Seite 135
Allgemeines

f Beim Erzeugen von Flächen ist die Kontrolle und Bewertung des Ergebnisses ein
wichtiger Bestandteil des Konstruktionsprozesses.

f Die Flächenkonstruktion sollte nach jedem Entwicklungsschritt auf die Einhaltung der
jeweiligen Konstruktionsziele geprüft werden:
f Prüfung auf Selbstüberschneidung, z.B. verursacht durch kleine Radien, bzw. Sattelflächen
f Kontrolle der Abstandstoleranz an jeder Stelle der Konstruktion
f Prüfung der Flächenübergänge auf erforderliche Stetigkeiten
f Analyse von ungewünschten Krümmungswechseln innerhalb der Fläche

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f ...

f Im ersten Teil der Flächenanalyse lernen Sie die wichtigsten Verfahren kennen,
um oben genannte Bedingungen an Modellen zu prüfen.

NX4 - FF / Seite 136


Übersicht: Geometrieanalyse

f Um die Flächenqualität und evtl. Probleme innerhalb und zwischen Flächen frühzeitig
erkennen zu können, gibt es unterschiedliche Einstellmöglichkeiten, bzw.
Analyseverfahren in Unigraphics.
f Um automatisch beim Erzeugen Flächen auf Minielemente oder Selbstüberschneidungen
zu prüfen, können folgende Prüfmechanismen in der Anwenderstandarddatei aktiviert
werden: Datei B Dienstprogramme B Anwenderstandards... (File B Utilities B Customer Defaults...)

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f Bereits vorhandene bzw. eingelesene Daten können über die Analyse „Geometrie
überprüfen“, oder komfortabler über die Analyse „VDA-4955-Kompatibilität prüfen“ auf
Fehler und Problembereiche geprüft werden, die dazu führen können, dass bestimmte
Flächen nicht versetzt, durchstoßen, oder als Ausgangsfläche für nachfolgende
Operationen verwendet werden können.

NX4 - FF / Seite 137


Geometrie überprüfen

Menüleiste: Analyse B Geometrie überprüfen...


(Analyse B Examine Geometrie...)
f Diese Funktion analysiert einen Volumenkörper, eine Fläche oder
eine Kante nach ausgesuchten Bedingungen, die auf nachfolgender
Seite im einzelnen Beschrieben sind.
f Die Analyse reicht von der Entdeckung beschädigter Datenstrukturen
bis zu Warnungen, welche die geometrische Form von Flächen und
Kanten betreffen.
f Die Bedingungen können vom System zwar nicht automatisch
korrigiert, aber hervorgehoben werden, so dass sie manuell be-
hoben werden können.
Vorgehensweise:

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1. Einzelne Prüfungen aktivieren, oder mit dem Button „Alle Schalter
setzen“ sämtliche Prüfungen aktivieren.
2. Toleranzgrenzwerte einstellen.
3. Dialog mit OK bestätigen.
4. In nachfolgender Klassenauswahl die zu prüfenden Flächen auswählen.
5. Im erscheinenden Info-Fenster Ergebnis kontrollieren.
6. Elemente die als problematisch erkannt wurden, können im Grafik-
fenster, über nochmaliges aktivieren in der Dialogbox „Geometrie
überprüfen“, angezeigt werden.

NX4 - FF / Seite 138


Geometrie überprüfen: Optionen

f Beschreibung der prüfbaren Bedingungen:

Überprüfung von Objekten


Minielemente Sucht nach allen winzigen Körpern, Flächen, Kanten oder Kurven in den
(Tiny) ausgewählten Körpern bzw. der ausgewählten Geometrie.
Ungenaue Ausrichtung Prüft alle ausgewählten Geometrien, die nahezu orthogonal zum WCS liegen,
(Misaligned) aber nicht exakt an diesem ausgerichtet sind.
Überprüfung von Körpern
Datenstruktur Prüft jeden ausgewählten Körper auf Datenstrukturprobleme, wie zum Beispiel
(Data Structures) Beschädigungen.
Konsistenz Mit dieser Option wird geprüft, ob die geometrischen Objekte gültig sind und die

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(Consistency) Flächen und Kanten eine G1-stetige Geometrie besitzen und ob die
geometrischen Objekte konsistent sind, das heißt, ob die Punktgeometrie der
Scheitelpunkte auf den Kanten und Flächen liegt, mit denen sie verknüpft ist; ob
die Kantengeometrie auf den Flächen liegt, mit denen sie verknüpft ist; und ob die
Kanten sich nur in Scheitelpunkten schneiden
Flächenüberschneidung Prüft jeden ausgewählten Körper auf Flächenüberschneidungen sowie darauf, ob
(Face-Face Intersections) sich die Flächen des ausgewählten Körpers nur an ihren Kanten treffen.
Flächenbegrenzungen Sucht nach allen Begrenzungen (oder Lücken) in den ausgewählten Körpern.
(Sheet Boundaries)

NX4 - FF / Seite 139


Geometrie überprüfen: Optionen

f Beschreibung der prüfbaren Bedingungen:

Überprüfung von Flächen


Glattheit Prüft die bei Flächen vorhandenen B-Flächen, um sicherzustellen, dass diese an den
(Smoothness) Patchbegrenzungen glatt anliegen.
Selbstschneidung Führt eine Prüfung auf sich selbst schneidende Flächen aus.
(Self-intersection)
Spitzen/Einschnitte prüft alle ausgewählten Flächen auf mögliche Spitzen oder Einschnitte. Hierzu wird
(Spikes/Cuts) der Winkel zwischen angrenzenden Kanten geprüft. Ist der Winkel sehr klein, prüft
das System mehrere Punkte entlang der kürzeren Kante. Ist der Abstand zwischen
allen diesen Punkten und der längeren Kante kleiner als die angegebene
Abstandstoleranz, wird davon ausgegangen, dass die betreffende Fläche

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möglicherweise Spitzen oder Einschnitte aufweist.
Überprüfung von Kanten
Glattheit Diese Funktion sucht nach allen Kanten, deren angrenzenden Flächen nicht glatt
(Smoothness) anliegen.
Toleranzen Diese Funktion prüft die Toleranz aller ausgewählter Kanten im Abgleich mit den im
(Tolerances) Feld "Distance tolerance" (Abstandstoleranz) angegebenen Werten.

NX4 - FF / Seite 140


Flächenanalyse - Radius

Menüleiste: Analyse B Form B Fläche B Radius...


(Analyse B Shape B Face B Blend...)

f Mit diesem Analyseverfahren kann der Radius- bzw.


Krümmungsverlauf an jeder Stelle einer Fläche ermittelt
werden
f Dieses Analyseverfahren wird z.B. dazu verwendet
Unregelmäßigkeiten in Flächen festzustellen, die auf
Wellen oder Einbuchtungen schließen lassen.
f Auch zur Kontrolle von variablen Verrundungsverläufen
kann diese Analyse eingesetzt werden

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f Zudem lässt sich der Verlauf von Krümmungen über
Flächen hinweg verfolgen, so dass unsaubere
Flächenübergänge erkannt werden können.

NX4 - FF / Seite 141


Flächenanalyse - Radius: Vorgehensweise

1. Eine oder mehrere zu analysierende Flächen auswählen.


2. Zum Durchführen einer Radiusanalyse den Radiustyp auswählen
(Übersicht Radiustypen auf nächster Seite).
3. Bei Auswahl des Radiustyps "Normal" und des Analysetyps
"Neigung" (Slope) über die Option "Referenzvektor" (Reference Vector)
einen Referenzvektor auswählen.
4. Bei Auswahl des Radiustyps "Schnitt" (Sectional) und des Analysetyps
"Abstand" (Distance) muss über die Option "Referenzebene"
eine Referenzebene (Reference Plane) ausgewählt werden.
5. Darstellungstyp auswählen. Zur Auswahl stehen die Darstellungs-
typen "Randzone" (Fringe), "Igel" (Hedgehog) und

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"Konturlinien" (Contour Lines).
6. Zum Darstellen der Analyse auf Anwenden klicken.
7. Falls als "Darstellungsmodus" (Display Mode) noch nicht
"Flächenanalyse" Face ( Analysis) festgelegt wurde,
geschieht dies jetzt automatisch.
8. Wenn Sie das Dialogfenster für die jeweilige Flächenanalyse
schließen, werden die ausgewählten Oberflächen weiterhin im
Darstellungsmodus für die Flächenanalyse angezeigt.

NX4 - FF / Seite 142


Flächenanalyse - Radius: Radiustypen

Gauß Der Gauß‘sche Radius wird für jeden Prüfpunkt mit einer Farbcodierung versehen angezeigt, die
(Gaussian) dem Gauß‘schen Krümmungsradius der Fläche in diesem Punkt entspricht (B Gauß’scher Radius
wie in Unigraphics verwendet = Rmax x Rmin / sqrt ( Rmax x Rmin ).
Maximum, Minimum, Mittel Mit dieser Option wird an jedem Punkt auf den Flächen der maximalen, der minimalen und der
(Mean) mittleren Krümmungsradius analysiert.
Normal Mit dieser Option wird die Oberflächenkrümmung einer Schnittebene angezeigt, die in jedem
Analysepunkt durch die Oberflächennormale und den Referenzvektor definiert ist. Liegt der Vektor
parallel zur Oberflächennormalen, wird die Normalenkrümmung an diesem Punkt auf 0 gesetzt.
Dies ist besonders bei der Flussanalyse über die Oberfläche in Richtung der Referenzvektoren
nützlich.
Schnitt Mit dieser Option wird die Oberflächenkrümmung einer parallel zur Referenzebene liegenden
(Sectional) Schnittebene angezeigt. Verläuft die Referenzebene in einem Punkt parallel zu der Tangential-
Ebene, wird die Schnittkrümmung in diesem Punkt auf Null gesetzt.
U Mit dieser Option die Oberflächenkrümmung in Richtung des Schnittverlaufs (U-Richtung) der

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Fläche angezeigt.
V Mit dieser Option die Oberflächenkrümmung in Leitrichtung der Fläche (V-Richtung) angezeigt.

Schnittebene
Schnittebene
Zum
Zumbesseren
besserenVerständnis
Verständnisder
derKrümmungsfunktionen
Krümmungsfunktionenkannkannman
mansich
sicheinen
einenbe-
be-
stimmten PunktPPauf
stimmtenPunkt aufeiner
einerFläche undNNals
Flächeund alsNormalenvektor
NormalenvektorderderFläche
FlächeimimPunkt
PunktPP
vorstellen.
vorstellen. Jede Ebene, die den Punkt P und den Vektor N enthält, schneidetdie
Jede Ebene, die den Punkt P und den Vektor N enthält, schneidet die
Fläche in einer durch P verlaufenden Kurve. Diese Ebene wird als ”Schnittebene”
Fläche in einer durch P verlaufenden Kurve. Diese Ebene wird als ”Schnittebene”
bezeichnet.
bezeichnet.Wird
Wirddie
dieSchnittebene
SchnittebeneumumNNgedreht,
gedreht,entsteht,
entsteht,wie
wienebenstehend
nebenstehendgezeigt,
gezeigt,
eine Familie von Schnittkurven. Diese Kurven können dazu dienen, die Krümmung
eine Familie von Schnittkurven. Diese Kurven können dazu dienen, die Krümmung
der
derFläche
Flächeinindem
demPunkt
PunktPPzuzuanalysieren.
analysieren.Dies
Dies geschieht
geschieht intern,
intern, es
es werden
werdenkeine
keine
Kurven ausgegeben.
Kurven ausgegeben.

NX4 - FF / Seite 143


Flächenanalyse - Reflexion

Menüleiste: Analyse B Form B Fläche B Reflexion...


(Analyse B Shape B Face B Reflection...)

f Bei diesem Analyseverfahren werden Linien auf die


ausgewählten Flächen projiziert, die dann abhängig
von der Krümmung der Flächen als mehr oder weniger
gewellte Linien reflektiert werden
f Dieses Analyseverfahren eignet sich sehr gut,
um Flächenübergänge in Ihrer Qualität beurteilen
zu können.
f Statt Linien können auch Bilder auf die entsprechenden

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Flächen projiziert werden, um z.B. Stylingflächen auf Ihren
Reflexionseffekt zu prüfen.

NX4 - FF / Seite 144


Flächenanalyse - Reflexion: Vorgehensweise

1. Eine oder mehrere zu analysierende Flächen auswählen.


2. Zum Durchführen einer Radiusanalyse einen Bildtyp
auswählen. Es können Linien, vordefinierte Bilder
oder auch benutzerspezifische Bilder ausgewählt
werden.
3. Bei Auswahl des Bildtyps „Linien-Bilder" kann
zusätzlich Linienanzahl, Linienorientierung und
Strichstärke definiert werden.
4. Reflexionsvermögen der Flächen über Schieberegler
definieren.
5. Bei Bedarf Linien bzw. Bild drehen oder verschieben

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6. Zum Darstellen der Analyse auf Anwenden klicken.
7. Falls als "Darstellungsmodus" (Display Mode) noch
nicht "Flächenanalyse" (Face Analysis) festgelegt wurde,
geschieht dies jetzt automatisch.
8. Wenn Sie das Dialogfenster für die jeweilige Flächen-
analyse schließen, werden die ausgewählten Ober-
flächen weiterhin im Darstellungsmodus für die
Flächenanalyse angezeigt.

NX4 - FF / Seite 145


Flächenanalyse - Reflexion: Anwendungsbeispiel

f Anwendung zur Analyse von Flächenübergängen:


f Flächenübergang geometrische Stetigkeit G0
f Tangentenwinkel ungleich 180°

f Flächenübergang geometrische Stetigkeit G1


f Tangentenwinkel gleich 180°

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f Flächenübergang geometrische Stetigkeit G2
f Tangentenwinkel gleich 180° und gleiche Krümmung
am Flächenübergang

NX4 - FF / Seite 146


Übungen

f Geometrie prüfen
Übung: X4FF-0801 Krümmer (Geometrie prüfen)
Arbeitsbuch: Seite 105

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f Flächen analysieren
Übung: X4FF-0802 Griffschale (Flächenanalyse)
Arbeitsbuch: Seite 111

NX4 - FF / Seite 147


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Kapitel 9: Standard-Spline

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 148
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 9: Standard-Spline
Anwendung 150
Spline erzeugen
Pole 152
Punkte 154
Punkte aus Datei 158
Einpassen (Fit) 163
Durchgangsbedingungen 166
Spline bearbeiten 167
Punkt bearbeiten 168
Pol ändern 169
Grad ändern 173

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Steifigkeit ändern 174
Glatt verlaufender Spline 176
Übungen 179

NX4 - FF / Seite 149


Anwendung: Standard-Spline

f Der Standard-Spline weist spezifische Unterschiede zum dynamischen Spline auf.


f Nachfolgend sind die wichtigsten Merkmale der beiden Erzeugungsmethoden
gegenübergestellt:

Merkmal Standard-Spline Dynamischer Spline


(Pole/Punkte)

Erzeugung über Pole/Punkte X X


Erzeugung über Punkte aus Datei X -
Punktsammelmethoden zur Erleichterung der X -
Auswahl

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Optimieren über Einpassungsmethoden X -
Erzeugen innerhalb einer Skizze X -
Assoziatives Zuordnen zu Skizzen- oder - X
Geometrieobjekten
Zuweisen von Endneigung-Krümmung X X
Dynamisches Modifizieren von - X
Definitionspunkten, –polen, bzw. Neigung oder
Krümmung
Definition einer assoziativen 3D-Raumkurve - X

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Anwendung: Standard-Spline

f Aus der Merkmalstabelle lassen sich Anwendungsfälle für die Standard-Spline ableiten:
Menüleiste: Einfügen B Kurve B Spline...
(Insert B Curve B Spline...)
f Definition von Tragflächen- od. ähnlichen Querschnitten, bei denen die Punktinformationen aus
Dateien ausgewertet werden müssen.
f Glätten von eckigen oder wellig erzeugtem Spline.
f Korrektur oder Optimierung von Splines, deren Segmentierung zu hoch oder niedrig ist.
f Schnelles Erzeugen von Splines über eine große Anzahl von vorhandenen Definitionspunkten.
f Übertragen der Formgebung eines Profils auf benachbarte Profile.

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Spline erzeugen: Pole (By Poles)

f Besonderheiten der Erzeugungsmethode „Pole“ (By Poles)


f Die Datenpunkte, die der Anwender bei einem mit der Methode „Pole (By Poles)“ erzeugten Spline
angibt, werden als Pole oder Kontrollpunkte der Kurve bezeichnet. Der Spline läuft auf jeden
seiner Pole zu, durchläuft sie jedoch normalerweise nur an den Endpunkten.
f Wird ein Spline mit der Option „Pole (By Poles)“ erzeugt, versteht das System die angegebenen
Punkte als Eckpunkte eines Kontrollpolygons. Die Verwendung von Polen bietet bessere
Steuerungsmöglichkeiten im Hinblick auf den Gesamtverlauf und die Merkmale der Kurve. So
lassen sich unerwünschte Wellenbewegungen (Umkehrungen von Krümmungen) im
Kurvenverlauf vermeiden.
f In der unten stehenden Abbildung sind die Unterschiede der Form des Splines dargestellt, wenn
dieselben Datenpunkte mit der Option „Punkte (Through Points)" bzw. mit der Option „Pole (By Poles)“

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verwendet werden.

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Spline erzeugen: Pole (By Poles), Vorgehensweise

f Parameter im Dialogfenster „Spline (Pole)“ / (Spline Poles) festlegen:


f Kurventyp: bestimmt ob die Kurve aus einem Segment (max. Polanzahl 24)
oder aus beliebig vielen Einzelsegmenten aufgebaut werden soll
(vgl. Kapitel 3, Einführung Kurven)
f Kurvengrad: bestimmt bei einer Spline aus mehreren Segmenten mit
welchem Polynomgrad die Segmente erstellt werden sollen
(vgl. Kapitel 3, Einführung Kurven)
f Geschlossene Kurve: Im Allgemeinen sind Splines offen: Sie beginnen
an einem bestimmten Punkt und enden an einem anderen.
Bei geschlossenen Splines sind Start- und Endpunkt identisch.
Sie werden über die Option „Geschlossene Kurve (Closed Curve)“ erzeugt.

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Diese Option steht nur für aus mehreren Segmenten bestehenden Splines zur Verfügung
f Punkte aus Datei: Ermöglicht das Angeben einer Punktedatei

f Dialog mit Schaltfläche "OK" bestätigen und anschließend mit Hilfe Punkt-Konstruktors
die Polpunkte angeben.
f Angegebene Polpunkte mit Schaltfläche "OK" bestätigen, um den Spline zu erzeugen.

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Spline erzeugen: Punkte (Through Points), Vorgehensweise (1)

f Erzeugungsmethode „Punkte“
f Mit dieser Option kann ein Spline erzeugt werden, der durch einen Punktesatz verläuft. Die
Auswahl von Punktesätzen wird durch verschiedene Sammelmethoden unterstützt.
f Ebenso kann die Neigung und/oder Krümmung an einzelnen oder allen Punkten definiert
werden.

Vorgehensweise
1. Parameter im Dialogfenster „Spline (Pole) (Spline Poles)“ festlegen (siehe Spline durch Pole)
2. Über geeignete Punktspezifikationsmethode die Definitionspunkte auswählen:
f Kette innerhalb allen (Chain From All): Ermöglicht das Angeben des Start- und Endpunkts. Anschließend

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werden alle dazwischen liegenden Punkte ausgewählt.
f Kette innerhalb Rechteck (Chain Within Rectangle): Ermöglicht das Angeben von Punkten zum Bilden
eines Rechtecks. Alle Punkte innerhalb des Rechtecks werden ausgewählt. Anschließend müssen der
erste und der letzte Punkt angegeben werden.
f Kette innerhalb Vieleck (Chain Within Polygon): Ermöglicht das Angeben von Punkten zum Bilden eines
Polygons. Es werden alle Punkte innerhalb der erzeugten Form ausgewählt. Anschließend müssen der
erste und der letzte Punkt angegeben werden.
f Punkt-Konstruktor (Point Constructor): Ermöglicht die Verwendung des Punkt-Konstruktors zum
Definieren der Spline-Punkte.
3. Angegebene Definitionspunkte mit Schaltfläche "OK" bestätigen

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Spline erzeugen: Punkte (Through Points), Vorgehensweise (2)

4. Optional: Neigungen zuweisen


f Die Schaltfläche „Neigungen zuweisen (Assign Slopes)“ auswählen.
Das Dialogfenster wird angezeigt.
f Einen Wert für die Option „ Neigungsmethode (Slope Method)“ auswählen.
f Das Fadenkreuz erscheint nicht als Auswahlkreis. Bei Klicken in der Nähe
eines Punkts wird der nächstgelegene Punkt ausgewählt.
f Neben dem Punkt wird das Symbol "*" angezeigt, und die Nummer
des Punkts erscheint in der Statuszeile.
f Entsprechende Parameterwerte und/oder Geometrie für die ausgewählte
Neigungsmethode definieren und die Schaltfläche "OK" auswählen.
f Die letzten beiden Schritte wiederholen, bis alle Neigungen definiert sind.

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Hinweise zur Neigungsdefinition:
Neigungen können nur auf eine Kurve angewandt werden, deren
Grad größer ist als 1.
Wird die Neigung an einem Punkt geändert, dessen Krümmung bereits
zugewiesen wurde, kann es zu einem unerwarteten Ergebnis kommen,
d. h. es kann sich zwar die Richtung der Krümmung ändern, der Betrag
bleibt jedoch unverändert. Die vorhandene Krümmung wird dann stets
gedreht, so dass die neue Neigung und die neue Krümmung immer
orthogonal sind.

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Spline erzeugen: Punkte (Through Points), Neigungsmethoden

f Automatische Neigung
f Anhand der angegebenen Datenpunkte berechnet das System die Neigung
der Punkte.
f Vektorkomponenten
f Die Neigung kann durch Eingabe der Komponenten eines Vektors im WCS
festgelegt werden.
f Richtung zu Punkt
f Die Neigung wird durch Angabe eines Punktes bestimmt. Die Neigung
zwischen Definitionspunkt und angegebenem Punkt entspricht der Neigung
der Kurve am Definitionspunkt.
f Vektor zu Punkt
f Die Neigung an einem Punkt wird durch Festlegung eines anderen Punkts

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mit Hilfe des Punkt-Konstruktors bestimmt. Der Vektor zwischen den beiden
Punkten bestimmt die Neigung der Kurve am Definitionspunkt.
f Neigung einer Kurve
f Die Neigung wird durch Übernahme der Neigung eines Endpunkts einer
vorhandenen Kurve bestimmt.
f Winkel
f Die Neigung wird über einen Winkel bestimmt der im WCS anzugeben ist. Der Winkel wird gemessen
von der XC-Achse in der XC-YC Ebene und gegen den Uhrzeigersinn um die ZC-Achse.

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Spline erzeugen: Punkte (Through Points), Vorgehensweise (3)

5. Optional: Krümmung zuweisen


f Die Vorgehensweise entspricht der zur Definition der Neigung, lediglich die
Anzahl der Krümmungsmethoden;
f Mit der Methode „Krümmung einer Kurve (Curvature of Curve)“ wird die
Krümmung am Endpunkt einer anderen Kurve für den angegebenen Punkt
übernommen. Dies gilt auch für die Neigung am Endpunkt. Nach Auswahl
der Option und der Angabe des Punkts, für den die Krümmungsdaten
definiert werden sollen, wird die Schaltfläche "OK" und anschließend die
andere Kurve ausgewählt
f Nach Auswahl der Methode „Radiuseingabe (Enter Radius)“ ist das Feld
"Radius" verfügbar. Den gewünschten Krümmungsradius eingeben und
anschließend die Schaltfläche "OK" auswählen

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Hinweise zur Krümmungsdefinition:
Die Krümmung kann nur für einen Spline vom Grad 3 oder höher geändert werden.
Gibt der Anwender einen negativen Wert für den Krümmungsradius ein, wird der absolute Wert
verwendet.

6. Angegebene Punkte bzw. Neigungen oder Krümmung mit Schaltfläche „OK“ bestätigen, um die
Spline zu erzeugen

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Spline erzeugen: Punkte aus Datei

f In der Anwendung Konstruktion können bei vielen Funktion Punktdaten aus einer Datei
genutzt werden.
f Nach Wahl der Option „Punkte aus Datei“ wird das Dialogfenster „Punktfenster“
angezeigt

Punkte
Punkte

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f Punkte werden relativ zum
WCS angegeben

f Punkte werden in absoluten


Koordinaten angegeben

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Spline erzeugen: Punkte aus Datei (Dateiarten)

f Es gibt drei Arten von Punktdateien, die nachfolgend näher erläutert werden:
f Punktserie
f Punktserie mit Neigung und Krümmung
f Punktreihe

f Punktserie
f Diese Dateiart ist für Funktionen gedacht, die eine einfache Punktliste als Eingabe akzeptieren.
f Jeder Punkt wird durch XYZ-Koordinaten in einer Zeile beschrieben. Die Werte sind durch
Tabulator- oder Leerzeichen getrennt. (Funktion: Punktewolke, Spline, Pol ändern)

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f XYZ-Koordinaten der Punkte

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Spline erzeugen: Punkte aus Datei (Dateiarten)

f Punktserie mit Neigung und Krümmung


f Diese Dateiart ist für Funktionen gedacht, die als Eingabe eine Punktserie mit optionalen
Werten für Neigung bzw. Krümmungsradius für die einzelnen Punkte akzeptieren.
(Funktion: Spline – durch Punkte, Kurve – Pol ändern)
f Jeder Punkt wird durch seine XYZ-Koordinaten in einer Zeile beschrieben, gefolgt von
optionalen Werten für Neigung und Krümmungsradius. Die Werte sind durch Tabulator- oder
Leerzeichen getrennt.

XYZ-Koordinaten der Punkte Neigung

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Krümmungsradius

f Folgen den XYZ-Koordinaten eines Punktes drei weitere Werte, wird angenommen, dass es
sich um den Neigungsvektor handelt. Bei nur einem nachfolgendem Wert wird davon aus-
gegangen, dass es sich um den Krümmungsradius handelt. Bei vier nachfolgenden Werten,
dass es sich um Neigungsvektor und Krümmungsradius handelt.

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Spline erzeugen: Punkte aus Datei (Dateiarten)

f Punktreihe
f Diese Dateiart ist für Funktionen gedacht, die als Eingabe eine Reihe von Punkten akzeptieren.
(Funktion: Freiformelement – durch Punkte, Freiformelement – Pole,...)

f Die Definition jeder Punktreihe beginnt mit dem Schlüsselwort


ROW (Reihe). Der Text, der in dieser Reihe hinter diesem Wort
steht, wird nicht berücksichtigt.
In den folgenden Zeilen stehen die XYZ-Koordinaten der
einzelnen Punkte. Diese müssen durch ein Tabulator- oder
Leerzeichen getrennt sein.

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Spline erzeugen: Punkte aus Datei (Allgemeine Regeln)

f Jede Zeile einer Datei enthält die Definition für einen Punkt.

f Alle Eingabedateien sind unformatierte Textdateien.

f Leerzeilen werden nicht berücksichtigt.

f Mit dem Zeichen (#) kann der Beginn einer Kommentarzeile markiert werden.
Dieses kann an jeder beliebigen Stelle in der betreffenden Zeile stehen. Der Rest, ab
dem Zeichen, wird als Kommentar betrachtet.

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f Zeilen dürfen maximal 132 Zeichen lang sein. Längere Zeilen werden abgeschnitten.

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Spline erzeugen: Einpassen (Fit)

Punktdaten können ungenau sein !!!


f Dies kann durch die Datenerzeugungsmethode oder
durch die Beschaffenheit des physischen Modells, das
gemessen wird, verursacht werden.
f Um solche Messungenauigkeiten, oder Splines mit Spline
Splineüber
über12
12Definitionspunkte
Definitionspunkte
ohne
ohneEinpassung
Einpassung
mehr Definitionspunkten als notwendig, bestmöglich
auszugleichen, bzw. einzupassen, kann ein Spline
über „Einpassen (Fit)“ erzeugt werden.
f Solche eingepassten Splines werden mit der Methode
des kleinsten Quadrats ermittelt (Least-Square-Method, LSM).

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Diese Methode nimmt an, dass die ideal eingepasste
Kurve die ist, die die kleinste Summe der Quadrate
der Abweichungen (kleinste Quadratstörung) zu den
gegebenen Definitionspunkten aufweist.
f Weder der eingepasste Spline noch dessen Kontroll- Spline
Splineüber
über1212Definitionspunkte
Definitionspunkte
polygon werden durch Randbedingungen bestimmt, mit
mit Einpassung
Einpassungüberüber
Segmentanzahl,
Segmentanzahl, dargestelltist
dargestellt ist
um die Eingabepunkte zu durchlaufen. Jedoch versucht zusätzlich die Abweichung
zusätzlich die Abweichung zu zu
der eingepasste Spline der ursprünglichen Form zu folgen. den
denOriginal-Definitionspunkten
Original-Definitionspunkten

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Spline erzeugen: Einpassen (Fit), Vorgehensweise (1)

f Über geeignete Punktspezifikationsmethode die Definitionspunkte auswählen.


1. Einpassungsmethode festlegen.
f Über Toleranz
Es kann der maximal zulässige Abstand des Splines von einem Daten-
punkt angegeben werden.
f Über Segmente
Es kann der Gradwert des Splines und die Anzahl der Segmente des
Spline angegeben werden.
f Nach Schablone
Es kann ein vorhandener Spline als Vorlage für die Struktur des einge-
passten Splines verwendet werden. Der neu erzeugte Spline weist den
selben Kurvengrad und die gleichen Formeigenschaften wie die

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Schablone auf.

2. Optional: Endneigung zuweisen.

3. Optional: Gewichtung ändern.


f Es kann der Gewichtungsfaktor jedes Datenpunktes geändert werden. Bei einer Gewichtung Null wird
der betreffende Punkt ignoriert.
f Je größer der Gewichtungswert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurve durch diesen
Punkt verläuft.

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Spline erzeugen: Einpassen (Fit), Vorgehensweise (2)

4. Eingabe mit „Anwenden“ bestätigen.


f Das System erzeugt einen Spline mit den angegebenen Definitionen
und berechnet den durchschnittlichen und den maximalen Fehler.
Eine weiße Raute kennzeichnet den Punkt der max. Abweichung.
f Definitionsänderungen können jetzt noch vorgenommen werden.

5. Den Befehl mit „OK“ oder „Abbrechen“ abschließen.

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Fehleranalyse

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Terminologie: Durchgangsbedingungen

f G0
f Die Kurven berühren sich an den
Endpunkten, sind jedoch nicht
tangential.

f G1
f Die Kurven verlaufen tangential.
Angrenzende Kämme haben
nicht die gleiche Länge. Der drei
drei Pole
Pole bilden
bilden eine
eine Linie
Linie
gemeinsame Pol und der

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angrenzende Pol in jeder Kurve
bilden eine gerade Linie.

f G2
f Die Kurven verlaufen tangential. Die
Kämme
Kämme haben
haben die
die gleiche
gleiche Länge,
Länge,
Kämme weisen, bei gleicher Skalierung, ein
ein steiler
steiler Winkel
Winkel kann
kann entstehen
entstehen
beim Berührungspunkt die gleiche Länge auf.
Zwischen den Kämmen kann ein steiler Winkel bestehen.

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Spline bearbeiten: Allgemeine Vorgehensweise

1. Auswählen des zu bearbeitenden Spline.

2. Auswählen der Bearbeitungsmethode.


Menüleiste: Bearbeiten B Kurve B Parameter
(Edit B Curves B Parameters...)

3. Definieren der Parameter zum Bearbeiten des ausgewählten Spline.

4. Mit Randbedingungen definieren.

5. Optional: Fein-Positionierung

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6. Optional: 2D-Krümmungskamm

7. Optional: Skalierungsfaktor vorschlagen

8. Optional: Abweichungsprüfung

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Spline bearbeiten: Punkt bearbeiten

f Punktbearbeitungsmethode
f Punkt verschieben
f Ermöglicht das Verschieben von einem oder mehreren Punkten.
f Punkt hinzufügen
f Ermöglicht das Hinzufügen von Punkten zu einem Spline.
f Punkt entfernen
f Ermöglicht das Entfernen von Punkten aus einem Spline.

f Punktverschiebungsmethode
f Zielpunkt

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f Definiert die neue Position durch Ziehen oder durch Verwendung des
Punkt-Konstruktor.
f Delta-Abstand
f Definiert die neue Position entsprechend der festgelegten Änderungen
in den XC-, YC- und ZC-Koordinaten.

f Fein-Positionierung
f Ermöglicht die Verschiebung eines Punktes im Verhältnis 1/10 zur tatsächlich gezogenen Strecke in
Richtung des Vektors, der durch die ursprüngliche Position und die Position des Fadenkreuzes definiert
wurde, und ermöglicht damit eine feinere Anpassung der Kurve. Diese Option funktioniert nur, wenn der
Punkt gezogen wird.
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Spline bearbeiten: Pol ändern

f Polbearbeitungsmethode
f Pol verschieben
f Es können ein oder mehrere Pole bis zu einem Definitions-
punkt bzw. um einen definierten Abstand verschoben werden.
f Pol hinzufügen
f Es kann ein Pol zum Stützpolygon eines Splines hinzugefügt
werden.
f Übereinstimmung der Endneigung
f Es können die Neigungen eines Splines und einer anderen
Kurve an ausgewählten Endpunkten aneinander angepasst
werden.
f Übereinstimmung der Endkrümmung

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f Es können die Krümmungen eines Splines und einer anderen
Kurve an ausgewählten Endpunkten aneinander angepasst
werden.
f Polverschiebungsmethode
f Zielpunkt
f Definiert die neue Position durch Ziehen oder durch Verwendung des Punkt-Konstruktors.
f Delta-Abstand
f Definiert die neue Position entsprechend der festgelegten Änderungen in den XC-, YC- und ZC-
Koordinaten.

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Spline bearbeiten: Pol ändern

f Mit Randbedingungen definieren


f Auf Kurvenebene
f Die Verschiebung der Pole bzw. die Möglichkeit der Form-
änderung des Spline wird nicht mit Randbedingungen
eingeschränkt.
f Endneigungen
f Ermöglicht die Änderung der Kurvenform in der Nähe ihres
Endpunktes, ohne dass die Endneigungen der Kurve geändert
werden. Die Endneigung ist nur betroffen, wenn die ersten
zwei oder die letzten drei Pole verschoben werden.
f Endkrümmungen
f Ermöglicht die Änderung der Kurvenform in der Nähe ihres Endpunktes, ohne dass sich die Krümmung
ändert. Die Endkrümmung ist nur betroffen, wenn die ersten drei oder die letzten drei Pole verschoben

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werden.
f Entlang Richtung
f Der/die ausgewählte(n) Pol(e) kann/können entlang einem Vektor gezogen werden, der über die Option
„Ziehrichtung definieren“ festgelegt wurde.
f Auf einer Ebene
f Der/die ausgewählte(n) Pol(e) kann/können entlang einer Ebene gezogen werden, die über die Option
„Ziehebene definieren“ festgelegt wurde. Wenn sich der Pol nicht auf der definierten Ebene befindet, wird
stattdessen eine Ebene verwendet, die durch den Pol verläuft und parallel zur definierten Ebene liegt.
f Auf Ansichtsebene
f Der/die ausgewählte(n) Pol(e) kann/können auf der Ansichtebene, in der sich das Fadenkreuz befindet,
gezogen werden.

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Spline bearbeiten: Pol ändern

f Fein-Positionierung
f Ermöglicht die Verschiebung eines Pols im Verhältnis von
maximal 1/10.000 zum tatsächlich gezogenen Abstand in
Richtung des Vektors, der durch die ursprüngliche Position
und die Position des Fadenkreuzes definiert wurde. Damit
sind überaus feine Anpassungen der Kurve möglich.
Diese Option funktioniert nur, wenn der Pol gezogen wird.
Über ein Optionsmenü kann die Genauigkeitsstufe (Anzahl
an Nachkommastellen) für die Verschiebung ausgewählt
werden. Die aus dem Optionsmenü ausgewählten Nach-
kommastellen dienen als Multiplikationsfaktor für den Maßstab des Ziehvorgangs. Werden beim Ziehen
der Pole die Taste <Strg> und die rechte Maustaste MT3 gedrückt, startet automatisch die Fein-
Positionierung.

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f Sperren
f Wenn die Schaltfläche für die Sperre der Feinpositionierung entsperrt ist, kann die Fein-Positionierung
vorübergehend, wie oben beschrieben, mit der Taste <Strg> aktiviert werden. Ist die Schaltfläche
„Sperren (Lock)" gesperrt, ist die Fein-Positionierung ständig aktiviert. Die Voreinstellung ist „Entsperrt“.

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Spline bearbeiten: Pol ändern

f 2D-Krümmungskamm
f Der angezeigte 2D-Krümmungskamm ermöglicht die grafische Analyse von Splines, um Unregel-
mäßigkeiten wie Wendepunkte, flache Krümmungen und scharfe Ecken zu entdecken.
f Maßstab
f Kontrolliert die angezeigte Länge der Krümmungskamm-
borsten. Dafür kann entweder ein Wert in Maßstab ein-
gegeben oder der Schieberegler gezogen werden.
f Kammdichte
f Kontrolliert die Anzahl der im Krümmungskamm sicht-
baren Borsten. Schieberegler nach rechts ziehen, um
die Anzahl der Borsten zu erhöhen. Durch Ziehen nach
links wird die Anzahl der Borsten verringert.

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f Skalierungsfaktor vorschlagen
f Der Maßstab wird automatisch auf die optimale Größe
gesetzt.

f Abweichungsüberprüfung
f Öffnet das Dialogfenster „Abweichungsüberprüfung“. Dieses Dialogfenster kann die grafische und
numerische Rückmeldung in Bezug auf die Abweichung zwischen der Zielgeometrie und der definierten
Referenz wiedergeben.

NX4 - FF / Seite 172


Spline bearbeiten: Grad ändern

f Der Grad eines mehrsegmentigen Splines kann nur erhöht werden. Wenn der Grad eines
Splines erhöht wird, hat dies keinen Einfluss auf dessen Form. Bei einer Verringerung
des Grades wird in der Regel lediglich die ursprüngliche Form approximiert, außer wenn
die Verringerung des Grades unmittelbar nach dessen Erhöhung durchgeführt wird.
Bei der Eingabe eines neues Wertes muss ein ganzzahliger Wert zwischen 1 und 24
definiert werden.

vorher
vorher nachher
nachher

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NX4 - FF / Seite 173
Spline bearbeiten: Steifigkeit ändern

f Mit dieser Option kann die Kurvenform durch Ändern der Gradzahl modifiziert werden,
wobei die Anzahl der Kontrollpole erhalten bleibt. Bei einer Änderung der Steifigkeit wird
die Anzahl der Segmente des Spline erhöht oder reduziert. Mit dieser Option kann ein
Spline mit mehreren Segmenten in ein Spline mit einem Segment umgewandelt werden
und umgekehrt.

Es erscheint eine Anforderung zur Eingabe des gewünschten Grades.

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Die kleinste zulässige Gradzahl ist 1, die höchste Gradzahl entspricht der Zahl der
Eckpunkte des Stützpolygons (Pole), das die Kurve definiert, minus Eins (max. 24). Ist
die eingegebene Gradzahl kleiner als 1, erfolgt eine Fehlermeldung.

NX4 - FF / Seite 174


Spline bearbeiten: Steifigkeit ändern

f Ein größerer Grad erhöht die "Steifigkeit" der Kurve (siehe folgende Abbildungen).
Das Kontrollpolygon bleibt unverändert.

Grad
Grad 33 Grad
Grad 44
Anzahl
Anzahl der
der Segmente
Segmente 33 Anzahl
Anzahl der
der Segmente
Segmente 22

f Ein kleinerer Grad verringert die "Steifigkeit" der Kurve und ermöglicht somit die

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genauere Darstellung der Geometrie, weil die Fläche besser an das Stützpolygon
angepasst werden kann.

Grad
Grad 22
Anzahl
Anzahl der
der Segmente
Segmente 44

NX4 - FF / Seite 175


Spline bearbeiten: Glatt verlaufender Spline

f Diese Option reduziert Unterschiede in der Krümmungsverteilung


eines offenen Spline. Der gesamte Spline kann automatisch ge-
glättet, oder es können einzelne Punkte zum Glätten ausgewählt
werden.

f Quellkurve
f Es kann sich entweder um den original Spline oder um eine
aktuell bearbeitete Kopie handeln.

f Segmente
f Definiert die Anzahl der Segmente, die sich im geglätteten Spline
befinden sollen.

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f Näherungsweise
f Der Spline wird zu einem Spline 5. Grades mit glattem Verlauf umgewandelt.

NX4 - FF / Seite 176


Spline bearbeiten: Glatt verlaufender Spline

f Glatt verlaufend
f Glättet automatisch alle Punkte des Splines, beschränkt durch den aus-
gewählten „Schwellenwert“ und die ausgewählten „Randbedingungen“.
Der Schwellenwert entspricht der Strecke, um die jeder einzelne Punkt
maximal aus seiner ursprünglichen Lage verschoben werden kann.
Diese Option ist im Allgemeinen am Beginn des Glättungsverfahrens am
nützlichsten. Das Glätten kann danach durch Verschieben einzelner
Punkte noch verfeinert werden.

f Daten erneut anzeigen


f Die Definitionspunkte des Spline werden erneut angezeigt.

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vorher
vorher nachher
nachher

Hinweis:
Die Verwendung der Randbedingungen „Übereinstimmung mit Endneigungen“ oder
„Übereinstimmung mit Ende-Krümmungen“ schränkt den Umfang der Glättung ein.

NX4 - FF / Seite 177


Spline bearbeiten: Umwandeln in assoziativen Studio Spline

f Es ist möglich jeden Spline in einen assoziativen Studio Spline zu überführen.

f Dazu ist der Spline zu selektieren, MB3 zu betätigen und ‚Kurve bearbeiten‘ auszuwählen.

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NX4 - FF / Seite 178
Übungen

f Erzeugung eines Splines aus einer Punktedatei (Tragflächenquerschnitt)


Übung: X4FF-0901 Spline aus Punktedatei
Arbeitsbuch: Seite 119

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NX4 - FF / Seite 179
NX4 - FF / Seite 180

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Kapitel 10: Extrusionsflächen

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 181
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 10: Extrusionsflächen
Allgemeines 183
Konturzug 185
Extrusion entlang 1 Leitkurve 186
Extrusion entlang 2 Leitkurven 187
Extrusion entlang 3 Leitkurven 188
Interpolationsmethode 189
Konstruktionszug 190
Vorgehensweisen 191
Abweichende Extrusion 200

Übungen 206

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NX4 - FF / Seite 182
Extrusionsfläche: Allgemeines

f Ein Extrusionskörper wird durch ein Profil definiert, das in einer vorgeschriebenen Art und
Weise entlang einer Kurve in den Raum verschoben wird. Der sich bewegende
Kurvenumriss wird als Schnittkonturzug (oder auch als Profilkurve bzw. Profilzug)
bezeichnet. Der Pfad wird als Leitkurve bezeichnet, da er die Bewegung führt.

Schnittkonturzug
Schnittkonturzug 22
Leitkurve
Leitkurve 22
Leitkurve
Leitkurve 33

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Leitkurve
Leitkurve 11

Schnittkonturzug
Schnittkonturzug 11
Ergebnis:
Ergebnis: Volumenkörper
Volumenkörper

NX4 - FF / Seite 183


Vergleich: Kurvengitter / Extrusionsflächen

f Nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Unterschiede Kurvengitter
und Extrusionsfläche.

Funktion Randbedingungen Mehr als 2 Mehr als 3 Skalierungs- und


(tangential/krümmungs- Schnittkurven Leitkurven Orientierungs-
stetig) funktion
Kurvengitter Ja Ja Ja Nein

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Extrudiert Nein Ja Nein Ja

Abweichende Ja in Schnittrichtung Ja Ja Ja
Extrusion

NX4 - FF / Seite 184


Extrudiert: Definition Konturzüge

f Schnittkonturzug
f Der sich bewegende Kurvenumriss wird als Schnittkonturzug
bezeichnet. Ein Schnittkonturzug kann aus einem oder mehre-
ren Objekten bestehen. Jedes Objekt kann entweder eine Kurve,
Körperkante oder Volumenkörperfläche sein. Schnittkonturzüge
müssen nicht glatt sein, und die Anzahl der Objekte innerhalb
der einzelnen Schnittkonturzüge kann unterschiedlich sein. Es
kann maximal eine Anzahl von 150 Schnittkonturzügen
verwendet werden.

f Leitkurve(n)

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f Die Leitkurven steuern die Orientierung und Skalierung des
Extrusionskörpers in die Zugrichtung. Eine Leitkurve kann
aus einem oder mehreren Segmenten bestehen. Jedes
Segment kann entweder eine Kurve, Körperkante oder
Volumenkörperfläche sein. Alle Objekte in jeder Leitkurve
müssen glatt sein und aneinander anschließen. Der Anwender
kann mit einer, zwei oder drei Leitkurven arbeiten. Bildet
die ausgewählten Leitkurven geschlossene Schleifen, kann
der erste Schnittkonturzug auch als letzter Schnittkonturzug
ausgewählt werden..

NX4 - FF / Seite 185


Extrudiert: Definition Konturzüge (Extrusion entlang 1 Leitkurve)

f Wenn nur eine Leitkurve ausgewählt wird, kann zusätzlich angegeben werden, wie der
Schnittkonturzug während der Bewegung entlang der Leitkurve orientiert und skaliert
wird.

f Beispiele:

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Schnittkonturzug
Schnittkonturzug

Leitkurve Ein
Ein Schnitt-
Schnitt- und
und Leitkonturzug
Leitkonturzug
Leitkurve
Orientierung
Orientierung über Richtung eines
über Richtung eines Vektors
Vektors

NX4 - FF / Seite 186


Extrudiert: Definition Konturzüge (Extrusion entlang 2 Leitkurven)

f Mit zwei Leitkurven kann die Orientierung des Extrusionskörpers vollständig definiert
werden.
f Es können zwei Leitkurven verwendet werden, wenn für den Schnittkonturzug die
Vorgabe gilt, zwei Leitkurven zu folgen, während er sich gleichzeitig in der Größe
verringert oder ausdehnt, um beide Leitkurven zu berühren.
f Um diese Größenänderung genauer definieren zu können, muss zusätzlich ausgewählt
werden, ob der Schnittkonturzug nur seitlich oder in jeder Richtung einheitlich entlang der
Leitkurven skaliert werden soll.
f Beispiele: Schnittkonturzug
Schnittkonturzug

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Leitkurve
Leitkurve 22

Leitkurve
Leitkurve 11

Seitliche
Seitliche Bemaßung
Bemaßung Einheitlicher
Einheitlicher Maßstab
Maßstab
NX4 - FF / Seite 187
Extrudiert: Definition Konturzüge (Extrusion entlang 3 Leitkurven)

f Bei der Verwendung von drei Leitkurven ist die Orientierung und Skalierung vollständig
definiert.
f Diese Option bietet die Möglichkeit über die mittlere Leitkurve eine unabhängige
Achsenskalierung, oder auch Schervorgänge abzubilden.

f Beispiel:

Schnittkonturzug

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Leitkurve 3

Leitkurve 1
Leitkurve 2

NX4 - FF / Seite 188


Extrudiert: Interpolationsmethode

f Wird für das Extrudieren mehr als ein Schnittkonturzug ausgewählt, muss als Methode,
mit der zwischen ihnen interpoliert wird, „Linear“ oder „Kubisch (Cubic)“ angegeben
werden.

f Linear:
Die Änderungsrate vom ersten zum zweiten Schnittkonturzug
ist linear.

f Kubisch (Cubic):
Die Änderungsrate vom ersten zum zweiten Schnittkonturzug
entspricht einer kubischen Funktion.

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linear kubisch

NX4 - FF / Seite 189


Extrudiert: Konstruktionszug

f Verwenden eines Konstruktionszugs


f Bei der Erzeugung eines Extrusionskörpers kann ein Konstruktionszug verwendet werden,
um eine weitere Steuerung der Orientierung der Profilkurven zu erreichen. Ein Konstruktionszug
muss in etwa parallel zur Leitkurve verlaufen. An jedem Punkt des Konstruktionszugs konstruiert
das System eine Schnittebene, die senkrecht zur Tangente des Konstruktionszugs am
jeweiligen Punkt steht. Dann wird diese Schnittebene mit den Leitkurven geschnitten, um die
Endpunkte der Achsenvektoren zu erhalten, die das System zur Steuerung der Orientierung und
Skalierung verwendet.

f Beispiel:
Schnittkonturzug 2

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Leitkurve 1 Leitkurve 2

Konturzug
Schnittkonturzug 1

NX4 - FF / Seite 190


Extrudiert: Vorgehensweise (1)

f Anwendung der Methode Extrusion (Swept) mit einer Leitkurve und einem
Schnittkonturzug:

1. Leitkurve und Schnittkonturzug festlegen.


(jeder einzelne Konturzug, auch ein nicht vorhandener, muß mit "OK" bestätigt werden)

2. Parameter im Dialogfenster „Extrusion“ festlegen:


a. Ausrichtungsmethode
f Parameter: Schnittkonturzüge orientieren sich an der Auf- bzw. Unterteilung
der Leitkurven.
f Bogenlänge: Schnittkonturzüge werden in einheitlichen Bogenlängenabschnitten
angeordnet.

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b. Schnittposition
f Ende der Führung: Schnittkonturzug muss am Anfang bzw. Ende der Leitkurve
positioniert sein.
f Irgendwo entlang der Führung: Schnittkonturzug kann an einer beliebigen Stelle
entlang der Leitkurve positioniert sein.

c. Toleranz
f Eingabe der Abstandstoleranz (siehe Seite 192)

NX4 - FF / Seite 191


Extrudiert: Vorgehensweise (2)

3. Orientierungsmethode festlegen
f Fest (Fixed):
f Der Schnittkonturzug behält bei seiner Bewegung entlang der der
Leitkurve eine feste Orientierung bei.

f Flächennormale (Face Normals)


f Die zweite Achse des lokalen Koordinatensystems wird in jedem Punkt
auf der Leitkurve am Normalenvektor einer Basisfläche ausgerichtet.

f Vektorrichtung (Vector Direction)


f Die zweite Achse des lokalen Koordinatensystems wird über die gesamte
Länge der Leitkurve an einem angebenen Vektor ausgerichtet. Dieser
muss so definiert werden, dass er niemals tangential zur Leitkurve liegt.

f Andere Kurve (Another Curve)


f Die zweite Achse des lokalen Zwischenkoordinatensystems wird durch Verbinden entsprechender Punkte auf der

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Führung und der anderen Kurve erreicht (als ob eine Regelfläche zwischen ihnen konstruiert wäre).

f Punkt (A Point)
f Ähnlich der Verwendung der Option „Andere Kurve“ (Another Curve), nur entsteht hierbei anstatt einer gedachten
Regelfläche zwischen zwei Kurven ,eine gedachte dreiseitige Regelfläche zwischen der Leitkurve und dem Punkt.

f Winkelregel (Angular Law)


f Ermöglicht das Definieren einer Regel zur Festlegung der Orientierung über das Menü „Regel“ (Law).

f Erzwungene Richtung (Forced Direction)


f Fixiert die Orientierung der Schnittebene mit einem Vektor, während der Schnittkonturzug entlang der Leitkurve
extrudiert wird.

NX4 - FF / Seite 192


Extrudiert: Vorgehensweise (3), Orientierungsmethoden-Beispiele

f Orientierungsmethode „Fest“

Ansicht
„Oben“
f Orientierungsmethode „Flächennormale“
Ansicht „Vorne“

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NX4 - FF / Seite 193
Extrudiert: Vorgehensweise (4), Orientierungsmethoden-Beispiele

f Orientierungsmethode „Vektorrichtung“ (X+)

f Orientierungsmethode „Andere Kurve“

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Orientierungskurve

NX4 - FF / Seite 194


Extrudiert: Vorgehensweise (5), Orientierungsmethoden-Beispiele

f Orientierungsmethode „Punkt“

Orientierungspunkt

f Orientierungsmethode „Winkelregel“

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Winkelregelkurve

Regelgrundlinie

NX4 - FF / Seite 195


Extrudiert: Vorgehensweise (6), Orientierungsmethoden-Beispiele

f Orientierungsmethode „Erzwungene Richtung“ (X+)

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f Parametereinstellung der gezeigten Beispiele
f Ausrichtung = Parameter
f Toleranz = 0.001
f Orientierung = wie dargestellt
f Skalierung =1

NX4 - FF / Seite 196


Extrudiert: Vorgehensweise (7)

4. Skalierungsmethode festlegen
f Konstant (Constant)
f Ermöglicht die Eingabe eines Skalierungsfaktors, der entlang der gesamten
Führung konstant bleibt.

f Verrundungsfunktion (Blending Function)


f Ermöglicht die lineare oder kubische Skalierung zwischen angegebenen
Anfangs- und Endskalierungsfaktoren, die dem Anfang und Ende der
Leitkurve entsprechen. .

f Andere Kurve (Another Curve)


f Ähnelt der Verwendung der Option „Andere Kurve“ (Another Curve) zur
Orientierungssteuerung. Die Skalierung basiert bei jedem Punkt auf der
Länge der Regellinie zwischen der Leitkurve und der Anderen Kurve oder Körperkante.

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f Punkt (A Point)
f Entspricht der Option „Andere Kurve“(Another Curve), nur wird in diesem Fall ein Punkt anstelle einer Kurve
verwendet. Diese Form der Skalierungssteuerung muss verwendet werden, wenn derselbe Punkt auch zur
Orientierungssteuerung verwendet wird.

f Flächen-Gesetz (Area Law)


f Mit dieser Skalierungsoption kann der Querschnittsbereich des Extrusionskörpers über das Menü „Regel“ (Law)
definiert werden. Die Schnittkonturzüge müssen geschlossen sein.

f Umfang-Regel (Perimeter Law)


f Entspricht der Option „Flächen-Gesetz“ (Area Law), nur dass hierbei der Umfang und nicht der Flächeninhalt des
Extrusionskörpers über eine Regel festgelegt wird. Die Schnittkonturzüge müssen nicht geschlossen sein.

NX4 - FF / Seite 197


Extrudiert: Vorgehensweise (8), Skalierungsrungsmethoden-Beispiele

f Skalierungsmethode „Konstant“ mit Faktor 0.75:

f Skalierungsmethode „Verrundungsfunktion“ – Linear 0.8 – 0.4:

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f Skalierungsmethode „Andere Kurve“:

Skalierungskurve

NX4 - FF / Seite 198


Extrudiert: Vorgehensweise (9), Skalierungsrungsmethoden-Beispiele

f Skalierungsmethode „Punkt“:

f Skalierungsmethode „Flächen-Gesetz“ (mit Regelkurve):

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f Skalierungsmethode „Umfang-Regel“ (mit Regelkurve):

NX4 - FF / Seite 199


Abweichende Extrusion (Variational Sweep)

Menüleiste: Einfügen B Extrusion B Abweichende Extrusion…


(Insert B Sweep B Variational Sweep…)

f Bei der Abweichenden Extrusion wird eine Schnittgeometrie entlang eines vordefinierten
Pfades extrudiert, wodurch entweder ein Solid Body oder ein Flächenkörper entsteht.
f Es können mehrere Körper in einem Formelement
erzeugt werden.
f Die Extrusionsrichtung kann durch mehrere
Pfadkurven bestimmt sein.

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66 Kurven,
Kurven, die
die den
den Pfad
Pfad
beschreiben
beschreiben

Schnittgeometrie
Schnittgeometrie Abweichende
Abweichende Extrusion
Extrusion

CDUp NX4-NX4 / Seite 200


Abweichende Extrusion (Variational Sweep): Dialogfenster

Schnitt
Schnittauswählen
auswählen
f Flächen wenn möglich vereinigen (Select
(SelectSection)
Section)
(Merge Faces if Possible) Skizzenschnitt
Skizzenschnitt
(Sketch
(SketchSection)
Section)
f Minimiert die Anzahl der Flächen,
wo dies möglich ist. Erzeugen
Erzeugen
(Create)
(Create)
Vorschau
Vorschau
(Preview)
(Preview)

f Vorschau aktivieren
(Enable Preview)
Vereinigen
Vereinigen
(Unite)
(Unite)

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Subtrahieren
Subtrahieren
(Subtract)
(Subtract)

Schneiden
Schneiden
f Körpertyp (Intersect)
(Intersect)
(Body Type)
f Die Abweichende Extrusion kann
Zusammenfügen
Zusammenfügen
wahlweise als Körper (Solid) oder (Sew)
(Sew)
Fläche (Sheet) erzeugt werden.
Die Auswahl hat nur dann einen Einfluss auf das Ergebnis, Fügt
Fügtzwei
zweiFlächenkörper
Flächenkörperzusammen
zusammenund und
wenn die Schnittgeometrie geschlossen ist. erzeugt
erzeugt daraus eine einzelneFläche.
daraus eine einzelne Fläche.Die
Die
ausgewählten
ausgewähltenFlächen
Flächendürfen
dürfenkeine
keine
größeren
größerenAbweichungen
Abweichungenhaben,
haben,als
alsdie
die
angegebenen Toleranzen (Tolerance)
angegebenen Toleranzen (Tolerance)
CDUp NX4-NX4 / Seite 201
Abweichende Extrusion (Variational Sweep): Skizzenschnitt (Sketch Section)

f Vorraussetzung für die Auswahl einer Schnittgeometrie ist, dass der Schnitt mit der
Option Auf Pfad Skizzieren (Sketch on Path) erzeugt wurde.
f Die Skizze kann bereits vorhanden sein oder aus dem Dialogfenster über die Funktion
Skizzenschnitt (Sketch Section) erzeugt werden.
f 1. Auf Pfad skizzieren f 2. Skizzenschnitt erzeugen

fArclength

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f 3. Abweichende Extrusion erzeugen

CDUp NX4-NX4 / Seite 202


Abweichende Extrusion (Variational Sweep); Skizzenschnitt: Randbedingungen

f Die Randbedingungen des Skizzenschnitts beeinflussen das Ergebnis.


f Die Skizze wird zu den Pfaden positioniert. Um die entsprechenden Punkte zu erhalten
müssen diese über die Funktion Schneiden (Intersect) im Skizzenmodus erzeugt werden.

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Schnittpunkt
Schnittpunktder
derplanaren
planaren
Platzierungsebene
Platzierungsebeneder
derSkizze
Skizzemit
mit
dem Pfad.
dem Pfad.

An
Andiesem
diesemPunkt
Punktwird
wirddie
dieSkizze
Skizze
positioniert.
positioniert.

Die
DieRandbedingungen
Randbedingungendes desSkizzenschnitts
Skizzenschnitts steuern,
steuern, welche
welche
Elemente
Elementeder
derExtrusion
Extrusionsich
sichverändern,
verändern,und
undwelche
welchein
inihrer
ihrer
Ausrichtung verbleiben.
Ausrichtung verbleiben.

fCoincident

CDUp NX4-NX4 / Seite 203


Abweichende Extrusion (Variational Sweep) Skizzierer (Sketcher): Auf Pfad skizzieren
(Sketch on Path) Dialogfenster
` Senkrecht zum Pfad
(Normal to the Path)
` Erzeugt die Skizzenebene Normal
zum ausgewählten Pfad.

` Vor Ort Skizzieren


(Sketch On Plane)
` Senkrecht zum Vektor
(Normal to Vector)
` Erzeugt die Skizzenebene normal zu
einem definierten Vektor.
` Auf Pfad Skizzieren
` Bei der Auswahl wird ein Vektor-
(Sketch On Path)
Optionen Drop Down Menü zu der
Dialogleiste hinzugefügt.
` Weg
(Path)

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` Parallel zum Vektor
` Voreingestellt für Weg (Path) – (Parallel to Vector)
ermöglicht die Auswahl eines
` Erzeugt die Skizzenebene parallel zu
Pfades einem definierten Vektor.
` Bei der Auswahl wird ein Vektor-
Optionen Drop Down Menü zu der
Dialogleiste hinzugefügt.

` Durch Achse
fArclength
(Through Axis)
` Richtet die Skizzenebene an einem
definierten Vektor aus.
CDUp NX4-NX4 / Seite 204
Abweichende Extrusion (Variational Sweep) Skizzierer (Sketcher): Schneiden
(Intersect)
Menüleiste (im Skizzierer): Einfügen B Schneiden…
Insert B Intersect…

f Erzeugt einen assoziativen Schnittpunkt zwischen der Skizzenebene und der diese
Ebene schneidenden Geometrie.
f Die erzeugten Schnittpunkte können für die Bestimmung von Randbedingungen genutzt
werden.
Auswahlzweck
Auswahlzweck ist
ist aktiv
aktiv

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Ermittelter
Ermittelter Schnittpunkt
Schnittpunkt

Schneidende Kurve Skizzenebene


Skizzenebene

CDUp NX4-NX4 / Seite 205


Übungen Funktion Extrudiert

f Extrusion mit einer Leitkurve


Übung: X4FF-1001 Extrusion (1 Leitkurve)
Arbeitsbuch: Seite 125

f Extrusion mit zwei Leitkurven


Übung: X4FF-1002 Extrusion (2 Leitkurven)
Arbeitsbuch: Seite 129

f Gesteuerte Extrusion

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Übung:X4FF-1003 Extrusion (Gesteuert)
Arbeitsbuch: Seite 133

f Kombinierte Extrusionssteuerung
Übung: X4FF-1004 Extrusion gesteuert (Tragfläche)
Arbeitsbuch: Seite 139

NX4 - FF / Seite 206


Übungen Funktion Abweichende Extrusion

f Erzeugen einer Abweichenden Extrusion mit zwei


unterschiedlich gelösten Skizzen
Übung: X4FF-1005 Haube
Arbeitsbuch: Seite 143

f Rotorblatt mit Hilfe der Funktion


Abweichende Extrusion erzeugen
Übung:X4FF-1006 Rotorblatt
Arbeitsbuch: Seite 147

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NX4 - FF / Seite 207
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Kapitel 11: Entwickelte Kurven, Teil 2

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 208
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 11: Entwickelte Kurven, Teil 2
Überbrückungskurve: Allgemeines 210
Menüfenster 211
Auswahlschritte 212
Stetigkeitsmethoden 213
Anfangs-/Endposition 214
Profilsteuerung 215
Symmetrische Überbrückungskurve 223
Hinweise 226
Vereinfachte Kurve: Allgemeines 228
Menüfenster 229
Verbundene Kurve: Allgemeines 230

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Menüfenster 231
Vorgehensweise 232
Übungen 233

NX4 - FF / Seite 209


Überbrückungskurve: Allgemeines

f Überbrückungskurve (Brigde Curve):


f Überbrückungskurven verbinden 2 Kurven oder Kanten mit einem Spline.

f Überbrückungskurven können zwischen beiden Geometrietypen erzeugt werden.

f Der Spline kann tangenten- oder krümmungsstetig zu den beiden Kurven/ Kanten erzeugt
werden.

f Überbrückungskurven können mit symmetrischen Randbedingungen erzeugt werden.

f Der Anfangs- bzw. Endpunkt der Überbrückungskurve ist entlang der jeweiligen Kurve/ Kante
variabel.

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f Interaktive Profilsteuerung: Ändern der Form der Überbrückungskurve mit Echtzeit-Feedback.

f Als Referenz für die Form kann ein weiterer Spline oder eine Fläche verwendet werden.

f Überbrückungskurven können assoziativ zu den Kurven/ Kanten erzeugt werden.

f Assoziativ erzeugte Überbrückungskurven sind Formelemente.

NX4 - FF / Seite 210


Überbrückungskurve: Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B Überbrücken...


(Insert B Curve from Curves B Bridge ...)

Kurven/
Kurven/ Kanten
Kanten auswählen
auswählen
Auswahlfilter
Auswahlfilter

Stetigkeitsmethode
Stetigkeitsmethode festlegen
festlegen
Anfangs-/
Anfangs-/ Endposition
Endposition der
der Überbrückungskurve
Überbrückungskurve

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Typ
Typ der
der Profilsteuerung
Profilsteuerung festlegen
festlegen

Interaktive
Interaktive Formänderung,
Formänderung, abhängig
abhängig vom
vom Typ
Typ
Profilsteuerung
Profilsteuerung der Profilsteuerung
der Profilsteuerung
(Beeinflussen
(Beeinflussen der
der
Kurvenform)
Kurvenform)

Assoziativität
Assoziativität ein-/
ein-/ ausschalten
ausschalten

NX4 - FF / Seite 211


Überbrückungskurve: Auswahlschritte

f Erste Kurve
f In dem ersten Auswahlschritt wird die erste Kurve/ Kante ausgewählt.
Durch Filteroptionen kann die Auswahl erleichtert werden.
f Zweite Kurve
f Auswahl der zweiten Kurve/ Kante.
f Referenz-Formkurve / Randbedingungsflächen
f Optional verfügbar bei tangentenstetigen Überbrückungskurven mit den
Profisteuerungsoptionen „Endpunkte“ bzw. „Spitzenpunkt“.

Randbedingungsfläche: Referenz-Formkurve:
Fläche mit der die Kurve von der die Form der Überbrückungskurve

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Überbrückungskurve übernommen werden soll
zusammenfallen soll

NX4 - FF / Seite 212


Überbrückungskurve: Stetigkeitsmethode

f Tangente (Tangent)
f Erzeugt die Überbrückungskurve als kubischen, aus einem einzigen Segment bestehenden Spline, der
tangentenstetig an beide Ausgangskurven anschließt. Es wird ein Spline 3. Grades erzeugt.
f Krümmung (Curvature)
f Erzeugt eine Überbrückungskurve, die tangenten- und krümmungsstetig an die beiden Kurven
anschließt. Der erzeugte Spline weist je nach gewählter Steifigkeit den 5. oder 7. Grad auf.

f In der unten stehenden Abbildung wird eine mit der Option "Tangente" erzeugte Überbrückungskurve mit
einer mit der Option „Krümmung" erzeugten Überbrückungskurve (5. Grad) verglichen. Beide Splines
wurden dabei für dieselben Ausgangskurven (einen Bogen und eine Gerade) mit der
Profilsteuerungsoption „Endpunkte“ und 1,0 als Wert für den Betrag des Tangentenvektors erzeugt.

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„Krümmung“

„Tangente“

NX4 - FF / Seite 213


Überbrückungskurve: Anfangs-/ Endposition (Start- / End Location)

f Ermöglicht das Ändern der Start- bzw. Endposition der Überbrückungskurve. Der Positionspunkt
kann entweder durch Ziehen des Schiebereglers oder durch Eingeben eines Werts in das
Dateneingabefeld definiert werden. Der zulässige Bereich des Schiebereglers und der Werte im
Dateneingabefeld liegt zwischen 0 und 100% und bezieht sich auf die Länge der jeweiligen
Kurve.
f Die Überbrückungskurve wird beim Ändern der Position im Grafikfenster in Echtzeit aktualisiert.
Zum Auswählen des gewünschten Punkts ggf. vorher auf die Schaltflächen "Erste Kurve" (First
Curve) oder "Zweite Kurve" (Second Curve) klicken.
f Mit der Schaltfläche „Position angeben“ wird der Start-/Endpunkt mit Hilfe des Punkt-
Konstruktors erzeugt. Mit aktivierter Option „Assoziative Ausgabe“ im Menü
„Überbrückungskurve“ wird ein assoziativer Punkt auf der Kurve/ Kante erzeugt.
f Die Schaltfläche „Richtung umkehren“ ermöglicht das Umkehren der Richtung des

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Tangentenvektors an der momentan ausgewählten Kurve.

Eingabefeld für
Prozentwert
Schieberegler für
Prozentwert
Ruft den Punkt-
Konstruktor auf
Schaltfläche für
Richtungsumkehr

NX4 - FF / Seite 214


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Endpunkte) / (End Points)

f Ermöglicht das interaktive Ändern der Form der Überbrückungskurve mit Echtzeit-Feedback.
Die verfügbaren Optionen sind abhängig von der gewählten Steifigkeitsmethode.
f Endpunkte (End Points)
f Ermöglicht die Änderung der Form der Überbrückungskurve durch Ändern ihrer Tangentialität an den
gemeinsamen Endpunkten mit der ersten bzw. zweiten Kurve. Die Option „Endpunkte“ ist für beide
Steifigkeitsmethoden verfügbar.

f Betrag des Tangentenvektors (Tangent Magnitude)


Gewichtet den Einfluss der Tangente zur jeweiligen Kurve/ Kante mittels Schiebereglern oder durch die
Eingabe von Werten in Textfeldern. Der Wert entspricht dem jeweiligen Prozentsatz der Tangentialität.
Der Wertebereich liegt zwischen 0.0 und 3.0. Wird in einem der Textfelder ein Wert größer 3.0
eingegeben, wird die Geometrie entsprechend angepasst und der Wert
des jeweiligen Schiebereglers erhöht sich, um den größeren Wert zu

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berücksichtigen.

NX4 - FF / Seite 215


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt)/ (Peak Point)

f Spitzenpunkt (Peak Point)


f Ermöglicht die Änderung der Form der Überbrückungskurve durch Bearbeiten ihrer Tiefe und Schrägung,
gemessen vom Spitzenpunkt der Überbrückungskurve. Dazu werden die Schieberegler und
Eingabefelder für die Parameter „Überbrückungstiefe“ (Bridge Depth) und „Schiefe Überbrückung“
(Bridge Skew) aktiviert.
Diese beiden Parameter stehen in beiden Steifigkeitsmethoden zur Verfügung. Bei Verwendung der
Stetigkeitsmethode „Krümmung“ (Curvature) wird darüber hinaus die Option „Steifigkeitskontrolle“
(Stiffness Control) aktiviert. Die Wertebereiche für die Schieberegler liegt zwischen 0 und 100%. Durch
Eingabe von Zahlen größer als 100 wird nur die Überbrückungs-kurve aktualisiert, nicht jedoch die
Schieberegler. Wird anschließend auf den Schieberegler geklickt, so wird der Wert im Eingabefeld auf
100 zurückgesetzt und die Kurve entsprechend angepasst.

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NX4 - FF / Seite 216
Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt) / (Peak Point)

f Überbrückungstiefe (Bridge Depth)


f Mit diesem Parameter kann festgelegt werden, welchen Einfluss die Kurvenkrümmung auf die Form der
Überbrückungskurve haben soll. Nach dem Auswählen der beiden Kurven kann die Tiefe durch Bewegen
des Schiebereglers bzw. Werteingabe in das Textfeld geändert werden.
In der folgenden Abbildung sind Überbrückungen mit drei unterschiedlichen Tiefen für dieselben
Ausgangskurven dargestellt (alle anderen Parameter sind identisch).

Überbrückungstiefe = 0
1. Kurve
Überbrückungstiefe = 50 (Standardwert)

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2. Kurve

Überbrückungstiefe = 100

NX4 - FF / Seite 217


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt) / (Peak Point)

f Schiefe Überbrückung (Bridge Skew)


f Mit diesem Parameter kann festgelegt werden, an welcher Position sich die maximale Krümmung
befinden soll. Mit der Option „Richtung umkehren“ (Reverse Direction) wird der maximale
Krümmungsradius definiert. Der Wert ist der Prozentsatz des Abstands entlang der Überbrückung von
Kurve 1 zu Kurve 2.
In der unten stehenden Abbildung sind Überbrückungskurven mit drei unterschiedlichen Schrägungen auf
denselben beiden Ausgangskurven dargestellt (alle anderen Parameter sind identisch).

Schrägung = 0 1. Kurve

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Schrägung = 50
(Standardwert)

2. Kurve

Schrägung = 100

NX4 - FF / Seite 218


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt) / (Peak Point)

f Steifigkeitskontrolle (Stiffness Control)


f Mit diesem Parameter kann der Freiheitsgrad der Form der Überbrückungskurve geändert werden. Diese
Option ist jedoch nur bei Verwendung der Stetigkeitsmethode „Krümmung“ (Curvature), sowie der
Profilsteuerungsmethode „Spitzenpunkt“ verfügbar. Die Steifigkeit der Überbrückungs-kurve beeinflusst
in gewissem Maße Grad, Durchgang und Komplexität der Kurve. Für die Steifigkeit stehen drei
Einstellungen zur Verfügung: Autom. (Auto), Niedrig (Low) und Hoch (High).

f Auf der nächsten Seite werden die Einstellungen in einer Tabelle gegenübergestellt.

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NX4 - FF / Seite 219
Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt) / (Peak Point)

f Option: Steifigkeitskontrolle

Auswirkung auf Auswirkung


Einstellung Diverse Auswirkungen
den Durchgang auf den Grad
G2 oder auch G3,
Die Krümmung soll einen glatten Verlauf
Autom. sofern möglich und 5/7
aufweisen.
sinnvoll
G3-Bedingung wird nicht unbedingt
Niedrig G2 5 erzwungen, daher Freiheit bezüglich der
Form möglich.

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Eingeschränkte Freiheit bezüglich der Form
Hoch G3 7 und komplexere Kurve (bzw. komplexere
Querschnitte in V-Richtung).

f G2-Bedingung: Die Krümmung ist stetig. Bei Schnittformelementen haben die Isoklinen und
Reflektionslinien dort, wo sie die Verbindung zwischen den Flächen kreuzen, keine Ecken.
f G3-Bedingung: Die Krümmung verläuft glatt. Splines, Schnittelemente, Isoklinen und
Reflektionslinien weisen keine abrupten Änderungen in der Krümmung auf.

NX4 - FF / Seite 220


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Spitzenpunkt) / (Peak Point)

f Option: Steifigkeitskontrolle

f In der unten stehenden Abbildung werden Überbrückungskurven im Vergleich dargestellt, die


jeweils mit einer der drei Werte der Option „Steifigkeitskontrolle“ (Stiffness Control) erzeugt
wurden (alle anderen Parameter sind identisch).

Niedrig

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Autom.

Hoch

NX4 - FF / Seite 221


Überbrückungskurve: Profilsteuerung (Kegelförmig) / (Conic)

f Ermöglicht das Ändern der Form einer Überbrückungskurve durch Bearbeiten der Ausprägung
einer kegelförmigen Kurve. Die Profilsteuerungsoption „Kegelförmig“ (Conic) ist nur bei der
Stetigkeitsmethode „Tangente“ (Tangent) verfügbar.

f Rho ist ein Wert, der die Wölbung eines Kegelschnittes steuert. Der Wertebereich für Rho liegt
zwischen 0,01 und 0,99 (Siehe auch Flächenverrundung).

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NX4 - FF / Seite 222
Überbrückungskurve: Symmetrische Überbrückungskurven

f Eine mit symmetrischen Randbedingungen definierte Überbrückungskurve ist eine


Brücke mit glatt verlaufender Krümmungsvariation über eine mittlere Ebene.

f Symmetrische Überbrückungskurven können nur bei Auswahl der Stetigkeitsmethode


„Krümmung“ (Curvature) und der Profilsteuerungsmethode „Spitzenpunkt“ (Peak Point)
erzeugt werden.

f Die symmetrische Überbrückungskurve wird während des Auswahlschritts „Zweite Kurve“


(Second Curve) definiert, indem mit dem Filter anstelle einer zweiten Kurve eine
Bezugsebene oder ein Vektor zur Definition der Symmetrieebene ausgewählt wird.

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f Wenn ein Vektor angegeben wird, definieren der erste Punkt des Vektors und die
Vektorrichtung die Symmetrieebene.

f Symmetrische Überbrückungskurven können sehr hilfreich sein, wenn die Erzeugung


einer Kurve schwierig ist, die an einer Mittellinie gespiegelt werden und über einen glatten
Übergang zur ursprünglichen Kurve verfügen soll.

NX4 - FF / Seite 223


Überbrückungskurve: Vorgehensweise (Symmetrische Überbrückungskurven)

Schritt 1
Kurve/ Kante auswählen

Schritt 2
Bezugsebene oder
Richtungsvektor
auswählen

Filter für 2. Schritt auf


Bezug oder Vektor
einstellen

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NX4 - FF / Seite 224
Überbrückungskurve: Symmetrische Überbrückungskurven

Mit einer Bezugsebene erzeugte Mit einer Bezugsachse erzeugte


Symmetrische Überbrückungskurve Symmetrische Überbrückungskurve

Positive Richtung
des Vektors

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1. Kurve
1. Kurve
Überbrück-
ungskurve

Überbrückungskurve

Bezugsebene als Bezugsachse als


2. Kurve ausgewählt 2. Kurve ausgewählt

NX4 - FF / Seite 225


Überbrückungskurve: Hinweise (1)

f Auswahl der Kurven/ Kanten:


f Die Punktposition an der die Kurven/ Kanten angeklickt werden (Initialisieren von Anfangs-/
Endpunkt), bestimmt die Richtung der Überbrückungskurve bei der Erzeugung.
f Referenz-Formkurve:
f Die Referenzkurve muss ein offener Spline sein (Kurve oder Skizzenelement).
f Die Referenzkurve kann an einem beliebigen Ort liegen.
f Die Referenzkurve wird proportional an die zu überbrückende Distanz angepasst.
f Die Überbrückungskurve ist assoziativ zur Referenzkurve.
f Steifigkeitsmethode:

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f Beim Bearbeiten der Parameter eines Formelements „Bridge Curve“ (assoziativ erzeugte
Überbrückungskurve) kann die Steifigkeitsmethode nicht mehr geändert werden.
f Änderung des Anfangs-/ Endpunkts:
f Der zu bearbeitende Punkt wird über den Auswahlschritt festgelegt.
(Anfangspunkt = Erste Kurve, Endpunkt = Zweite Kurve)
f Richtung umkehren:
f Nicht verfügbar bei Verwendung einer Referenz-Formkurve oder bei der
Profilsteuerungsoption „kegelförmig“.

NX4 - FF / Seite 226


Überbrückungskurve: Hinweise (2)

f Symmetrische Überbrückungskurve:
f Um eine Überbrückungskurve mit symmetrischen Randbedingungen zu erzeugen, muss im 2.
Auswahlschritt der Filter auf „Bezug“ oder „Vektor“ eingestellt werden. Die Einstellung „Alle“ ist
nicht zulässig.
f Wird beim 2. Auswahlschritt der Filter auf „Vektor“ gestellt, steht das Menü zur Konstruktion des
Vektors zur Verfügung.
f Wird als Vektor eine Kurve gewählt, so bestimmt das Kurvenende die Vektorrichtung, das dem
Anklickpunkt näher liegt.
f Wird der Vektor aus der Ebenennormalen einer Bezugsebene konstruiert, so wird die
Tangentenrichtung am Schnittpunkt mit der Bezugsebene durch die Parameter
„Überbrückungstiefe“, „Schiefe Überbrückung“ und den Abstand der Bezugsebene zum

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ausgewählten Endpunkt der 1. Kurve/ Kante bestimmt.
f Die Position des Endpunkts kann nur beeinflusst werden, wenn die Symmetrieebene über einen
Vektor definiert wird. und der Vektor aus einer Kurve oder Skizze konstruiert wurde.

NX4 - FF / Seite 227


Kurve vereinfachen (Simplify Curve) : Allgemeines

f Kurve vereinfachen (Simplify Curve):


f Mit dieser Option wird aus einem ausgewählten Kurvenzug (es können bis zu 512 Kurven
ausgewählt werden) ein Konturzug mit den der Ausgangsgeometrie am nächsten kommenden
Linien und Kurven erzeugt.
f Die erzeugten Kurven und Linien sind unabhängig von der Ausgangsgeometrie.

f Bei der Vereinfachung eines Splines wird dieser mit Hilfe der Option Abstandstoleranz (Distance
Tolerance) in Bogen und Linien angenähert. Das bedeutet, je niedriger die Abstandstoleranz,
umso mehr Linien- und Bogensegmente werden erzeugt:

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Ausgangskurve
Ausgangskurve Spline
Spline Vereinfachte
Vereinfachte Kurve
Kurve mit
mit Vereinfachte
Vereinfachte Kurve
Kurve mit
mit
Abstandstoleranz
Abstandstoleranz 0,01mm
0,01mm Abstandstoleranz
Abstandstoleranz 1mm
1mm
Ergebnis: 11 erzeugte Kreisbögen Ergebnis: 4 erzeugte Kreisbögen
Ergebnis: 11 erzeugte Kreisbögen Ergebnis: 4 erzeugte Kreisbögen

NX4 - FF / Seite 228


Kurve vereinfachen: Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B Vereinfachen...


(Insert B Curve from Curves B Simplify ...)

Die
Die ursprünglichen
ursprünglichen Kurven
Kurven werden
werden nach
nach der
der
Erzeugung
Erzeugung derder Linien
Linien und
und Bogen
Bogen nicht
nicht
ausgeblendet.
ausgeblendet. Die Erzeugung der Kurven
Die Erzeugung der Kurven
erfolgt auf den ausgewählten Kurven
erfolgt auf den ausgewählten Kurven

Entfernt
Entfernt die
die ausgewählten
ausgewählten Kurven
Kurven nach
nach dem
dem
Vereinfachen.
Vereinfachen. Nach
Nach dem
dem Löschen
Löschen lassen
lassen sich
sich die
die
ausgewählten
ausgewählten Kurven
Kurven nicht
nicht wiederherstellen.
wiederherstellen. (Bei
(Bei
Auswahl
Auswahl der Option "Undo" (Rückgängig) wird die
der Option "Undo" (Rückgängig) wird die
ursprüngliche
ursprüngliche Kurve zwar wiederhergestellt, sie ist
Kurve zwar wiederhergestellt, sie ist

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dann jedoch nicht mehr vereinfacht.)
dann jedoch nicht mehr vereinfacht.)

Die
Die ausgewählten
ausgewählten ursprünglichen
ursprünglichen Kurven
Kurven werden
werden
nach
nach dem Erzeugen der vereinfachten Kurve vom
dem Erzeugen der vereinfachten Kurve vom
Bildschirm entfernt, jedoch nicht gelöscht
Bildschirm entfernt, jedoch nicht gelöscht

NX4 - FF / Seite 229


Kurve verbinden (Join Curve): Allgemeines

f Kurve verbinden (Join Curve):


f Mit dieser Funktion wird eine Kette von Kurven und/oder Kanten so verbunden, dass sie eine
einzelne B-Spline-Kurve bildet. Das Ergebnis ist entweder ein an die Ursprungskette
angenäherter Polynom-Spline oder ein allgemeiner Spline, der exakt die ursprüngliche Kette von
Kurven darstellt.
f Die erzeugten Kurven und Linien sind wahlweise abhängig von der Ausgangsgeometrie.
f Um die Auswahl von Eingabekurven zu erleichtern kann das neue Menü „Auswahlzweck“
verwendet werden
f Wird eine geschlossene Schleife von Kurven ausgewählt, deren Endpunkte nicht
tangentenstetig sind, ist der daraus resultierende Spline "offen". Ist die geschlossene Schleife
am Schnittpunkt der Start- und Endpunkte geometrisch tangentenstetig, ist auch der End-Spline

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am Schnittpunkt der Start- und Endpunkte tangentenstetig und periodisch
f Mit der Option Join (Verbinden) wird eine exakte Darstellung des Konturzugs der ausgewählten
Kurven erzeugt, sofern weder Lücken kleiner als die Abstandstoleranz, noch Ecken mit Winkeln
kleiner als die Winkeltoleranz vorliegen. Falls die Lücken unterhalb der Systemtoleranz liegen,
wird eine Kurve durch die Option "Join" (Verbinden) zwischen den Lücken angenähert. Besitzen
die Kurven Ecken mit Winkeln unterhalb der in der Konstruktions-Anwendung gültigen
Winkeltoleranz, wird eine Kurve bei der Option Join (Verbinden) über die Verbindung
angenähert und die Ecke gelöscht

NX4 - FF / Seite 230


Kurve verbinden: Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurven B Verbinden...


(Insert B Curve from Curves B Join ...)
Allgemeiner
Allgemeiner Spline:
Spline:
Konvertiert
Konvertiert jede
jede ursprüngliche
ursprüngliche Kurve
Kurve (ggf.
(ggf. rational)
rational)
Möglichkeit
Möglichkeit die
die verbundene
verbundene zu
zu einem
einem Spline
Spline und
und verbindet
verbindet diese
diese Splines
Splines zuzu
Kurve
Kurve abhängig zur
abhängig zur einem einzelnen Spline mit variablem Kurvengrad,
einem einzelnen Spline mit variablem Kurvengrad,
Ausgangsgeometrie
Ausgangsgeometrie zu zu abhängig
abhängig von
von der
der Krümmung
Krümmung derder Eingabekurven
Eingabekurven
gestalten
gestalten
Polynom
Polynom dritter
dritter Ordnung,
Ordnung, bzw.bzw. Polynom
Polynom 5. 5.
Grades:
Grades:
Mit
Mit der
der Option
Option "Polynomisch"
"Polynomisch" (Polynomial)
(Polynomial) wird
wird
eine Kette von Kurven durch Annäherung
eine Kette von Kurven durch Annäherung der der
ursprünglichen
ursprünglichen Kurven
Kurven zuzu einem
einem Polynom-Spline
Polynom-Spline
Ermöglicht
Ermöglicht das
das Angeben

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Angeben mit
mit Kurvengrad
Kurvengrad 33 oder
oder 55 verbunden
verbunden
der Anordnung
der Anordnung derder
ursprünglichen
ursprünglichen Kurven.
Kurven. Die
Die Erweitert
Erweitert wieder
wieder anpassen:
anpassen:
Optionen unter
Optionen unter Mit
Mit dieser Option wird eine
dieser Option wird eine Kette
Kette von
von Kurven
Kurven durch
durch
Eingabekurven
Eingabekurven hängen
hängen Annäherung der ursprünglichen Kurven
Annäherung der ursprünglichen Kurven zu einem zu einem
davon
davon ab,
ab, ob
ob die
die Option
Option Spline
Spline verbunden.
verbunden. DieserDieser Kurventyp
Kurventyp verwendet
verwendet diedie
"Assoziative Ausgabe"
"Assoziative Ausgabe" Parameter
Parameter fürfür die
die maximale
maximale Gradanzahl
Gradanzahl und
und für
für die
die
(Associative
(Associative Output)
Output) maximale
maximale Anzahl
Anzahl an an Segmenten,
Segmenten, so so wie
wie diese
diese
aktiviert
aktiviert oder deaktiviert
oder deaktiviert ist
ist unter der Option Methode zur Kurvenanpassung"
unter der Option "Methode zur Kurvenanpassung"
"

(Curve
(Curve Fit
Fit Method)
Method) im im Dialogfenster
Dialogfenster "Konstruktion
"Konstruktion
Voreinstellungen" (Modeling Preferences)
Voreinstellungen" (Modeling Preferences)
festgelegt
festgelegt sind
sind

NX4 - FF / Seite 231


Kurve verbinden: Vorgehensweise

f Zu verbindende Kurven auswählen. Zur Erleichterung der Objektwahl und zum Festlegen von
Auswahlregeln können Sie die Funktion Auswahlzweck (Selection Intent) verwenden.
f Auf "OK" klicken. Das Dialogfenster " Kurven verbinden " (Join Curves) wird aufgerufen.
f Für die Option " Resultierender Kurventyp " (Resulting Curve Type) die Einstellung "Allgemeiner
Spline" (General Spline), " Polynom dritter Ordnung " (Polynomial Cubic), " Polynom 5. Grades "
(Polynomial Qunitic) oder " Erweitert wieder anpassen " (Advanced Refit) wählen.
f Soll der Ausgabe-Spline mit den Eingabekurven assoziiert sein, ist die Option Assoziative
Ausgabe (Associative Output) zu aktivieren.
f Die gewünschte Option für die Eingabekurven auswählen:
f Beibehalten (Retain), Ausblenden (Blank), Löschen (Delete) oder Ersetzen (Replace) für nicht
assoziative Kurven.

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f ODER
f Beibehalten (Retain) oder Ausblenden (Blank) für assoziative Kurven.
f Auf "OK" klicken.

NX4 - FF / Seite 232


Übungen

f Erzeugen von tangenten- und krümmungsstetigen Überbrückungskurven


Übung: X4FF-1101 Flasche (Überbrückungskurven)
Arbeitsbuch: Seite 152

f Erzeugen von symmetrischen Überbrückungskurven und eines spiegelsymmetrischen


Flächenkörpers
Übung: X4FF-1102 Symmetrische Fläche
Arbeitsbuch: Seite 160

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f Erzeugen von Überbrückungskurven auf Randbedingungsflächen
Übung: X4FF-1103 Stuhlecke (Überbrückungskurven)
Arbeitsbuch: Seite 168

NX4 - FF / Seite 233


NX4 - FF / Seite 234

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Kapitel 12: Überbrückungsflächen, Teil 1

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 235
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 12: Überbrückungsflächen, Teil 1
Überbrücken: Allgemeines 237
Auswahlschritte 238
Überbrücken ohne Randbedingungen 239
Überbrückungsfläche bearbeiten (ziehen) 241
Überbrücken mit Randbedingungen 242
Hinweise 243
Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Übersicht 244
Menüfenster 245
Auswahlschritte 246
Profilsteuerung 248
Hinweise 250

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Übungen 251

NX4 - FF / Seite 236


Überbrücken: Allgemeines

f Das Freiformelement „Überbrücken“ verbindet 2 Flächenkörper mit einer aus B-Splines


erzeugten Fläche.

f Überbrückungsflächen können
f sowohl zwischen getrimmten als auch ungetrimmten Flächenkörpern erzeugt werden.
f tangenten- oder krümmungsstetig erzeugt werden.
f durch bis zu 2 Seitenflächen gesteuert werden.
f durch bis zu 2 Kurven/ Kanten, die als seitliche Konturzüge dienen, beeinflusst werden.

f Werden getrimmte Flächen verwendet, so müssen 2 seitliche Steuerungselemente

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verwendet werden.

f Werden keine seitlichen Führungen verwendet, kann die Überbrückungsfläche durch


Ziehen interaktiv beeinflusst werden.

f Der Durchgangstyp kann über das Bearbeiten der Parameter des Formelements
geändert werden.

NX4 - FF / Seite 237


Überbrücken: Auswahlschritte

Menüleiste: Einfügen B Detailformelement B Überbrücken...


(Insert B Detail Feature B Bridge ...)

Optionale
Optionale Schritte:
Schritte:
Seitenfläche
Seitenfläche oder
oder
seitliche
seitliche Kurven/ Kanten
Kurven/ Kanten auswählen
auswählen
Primärflächen
Primärflächen auswählen,
auswählen,
zwischen
zwischen denen
denen die
die Brücken-
Brücken-
fläche entstehen soll
fläche entstehen soll

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Durchgangstyp
Durchgangstyp festlegen
festlegen

Ermöglicht
Ermöglicht das
das interaktive
interaktive Gestalten
Gestalten
der
der Überbrückungsfläche,
Überbrückungsfläche, wenn wenn
keine
keine Seitenelemente gewählt werden
Seitenelemente gewählt werden
(steht erst nach dem Anwenden
(steht erst nach dem Anwenden
oder
oder bei
bei Bearbeitung
Bearbeitung desdes Form-
Form-
elements
elements zurzur Verfügung)
Verfügung)

NX4 - FF / Seite 238


Überbrücken ohne Randbedingungen

f Beispiel einer Überbrückungsfläche ohne Steuerungselemente:

Richtungs-
vektoren

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Brückenfläche
Primärflächen

NX4 - FF / Seite 239


Überbrücken ohne Randbedingungen

f Bearbeiten einer Überbrückungsfläche ohne Steuerungselemente durch „Ziehen“ (Drag):


f Werden beim Erzeugen der Fläche keine Randbedingungen (Seitenflächen bwz. Seitliche Konturzüge)
angegeben, so kann die Überbrückungsfläche durch Ziehen mit gedrückter linker Maustaste (MT1) beeinflusst
werden.
f Nach dem Aufrufen der Funktion „Ziehen“ muss eine Kante der Brückenflache angeklickt werden. An dieser
Kante erscheinen Vektorpfeile, mit denen die positive Zugrichtung angezeigt wird.
f Zu jedem Zeitpunkt des Bearbeitungsprozesses kann die Brückenfläche mit Zurücksetzen (Reset) in ihren
ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden (vor der Zieh-Operation).

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NX4 - FF / Seite 240
Überbrückungsfläche bearbeiten (ziehen / drag)

Vektorpfeile für positive Richtung an der ausgewählten Kante

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ausgewählte Mit gedrückter MT1 in
Kante diese Richtung ziehen

NX4 - FF / Seite 241


Überbrücken mit Randbedingungen

f Beispiel einer Überbrückungsfläche mit Steuerungselementen:

Richtungs- 1. Seiten-
vektoren Konturzug

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2. Seiten-
Konturzug

Primärflächen

NX4 - FF / Seite 242


Hinweise

f Auswahl der Primärflächen:


f Die Richtungsvektoren der ausgewählten Primärflächen müssen an der gleichen Kantenposition
und in die gleiche Richtung angezeigt werden, sonst wird eine verdrehte Fläche erzeugt.
f Ziehen einer Brückenfläche:
f Es ist ausreichend in die Nähe der gewünschten Kante zu klicken.
f Soll zwischen den Kanten gewechselt werden, so muss in die Nähe der anderen Kante geklickt
und die Maus mit gedrückter Taste bewegt werden.
f Einfluss der Steuerungselemente:
f Wird nur ein seitlicher Konturzug ausgewählt, so wird eine nicht-symmetrische Fläche als
Brückenfläche erzeugt.

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NX4 - FF / Seite 243
Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Übersicht

f Schnittflächen entstehen durch Kegelschnitte, die als Konturzüge dienen.

f Mit dieser Option wird ein Körper erzeugt, dessen Querschnitte eine "Brücke" zwischen
zwei Konturzügen bilden, die auf zwei Sätzen von Flächen liegen. Als Konturzug kann
eine Kante oder eine auf der Fläche liegende Kurve dienen.

f Hierbei können die Übergänge an den Enden der Schnittfläche tangentenstetig oder
krümmungsstetig erfolgen. Es ist aber auch möglich, einen Spline zu erzeugen, der die
allgemeine Form einer anderen Kurve übernimmt.

f Wenn der Flächenkörper mit der Option „Krümmungen anpassen“ (Match Curvatures)

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oder „Tangenten anpassen“ (Match Tangents) erzeugt wird, kann seine anfängliche Form
so lange geändert werden, bis er die gewünschte Form aufweist.

NX4 - FF / Seite 244


Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Gitterfläche B Schnitt...


(Insert B Mesh Surface B Section ...)

Schnitte
Schnitte werden
werden als
als
tangentenstetige
tangentenstetige
Splines
Splines erzeugt
erzeugt

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Verrundung-
Überbrückung
(Fillet-Bridge)

Schnitte
Schnitte werden
werden als
als Schnitte
Schnitte übernehmen
übernehmen
krümmungsstetige
krümmungsstetige die
die allgemeine
allgemeine Form
Form
Splines
Splines erzeugt
erzeugt einer anderen Kurve
einer anderen Kurve

NX4 - FF / Seite 245


Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Auswahlschritte

f Als erstes Stetigkeitsmethode (Tangente anpassen, Krümmung anpassen oder Form erben)
festgelegen, danach die folgenden Auswahlschritte abarbeiten:
f 1. Flächensatz (eine oder mehrere Flächen bzw. Flächenkörper)
f 1. Konturzug (eine oder mehrere Kurven oder Kanten)
f 2. Flächensatz
f 2. Konturzug
f Optional: Anfang und Ende der Steuerkurve
f Optional: Konstruktionskonturzug
(Fließrichtung der Fläche)

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Auswahlfenster
Auswahlfenster für
für Flächensatz
Flächensatz
Auswahlfenster
Auswahlfenster für
für Konturzug
Konturzug
bzw. Konstruktionszug
bzw. Konstruktionszug
f Anschließend erscheint eine Voransicht der Fläche und das Fenster „Profilsteuerung“

NX4 - FF / Seite 246


Schnittfläche als Überbrückungsfläche

f Beispiel für eine Schnittfläche „Verrundung-Überbrücken“ mit der Erzeugungsoption


„Tangente anpassen“

Vorschau auf
1. Konturzug Überbrückungsfläche

2. Konturzug

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1. Flächensatz 2. Flächensatz

NX4 - FF / Seite 247


Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Profilsteuerung (Shape Control)

Kehrt
Kehrt den
den Richtungsvektor
Richtungsvektor
der
der Tangente
Tangente am
am ausgewählten
ausgewählten Ermöglicht
Ermöglicht die
die Änderung
Änderung des
des Ober-
Ober-
Endpunkt um.
Endpunkt um. flächendurchgangs
flächendurchgangs der
der Überbrück-
Überbrück-
ungskurve
ungskurve für die jeweilige Wand.
für die jeweilige Wand.
Lokalisieren der Effekte von „Über-
brückungstiefe“ (Bridge Depth) und
„Schiefe Überbrückung“ (Bridge Skew). Beeinflusst die Form der Über-
Die anfängliche Überbrückungskurve brückungsfläche wie die Verwendung
kann in Bezug auf die Gesamtfläche, des Rho-Werts. (Siehe hierzu auch
den Anfangs- bzw. den Endbereich Flächenverrundung)
unterschiedliche Einstellungen haben.
Eine Verschiebung der stärksten
Bestimmt Komplexität und Grad des

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Krümmung an eine andere Stelle
Flächenkörpers in U-Richtung und den des Brückenelements (oder die
Einfluss der Krümmung der Primär- Umkehrung der Krümmung).
flächen Diese Optionen sind nicht
verfügbar, wenn die Einstellung
„Tangentialität“ für die erste oder
die zweite Wand gewählt wurde. Definiert die Fließrichtung an der
jeweiligen Wand. Nicht verfügbar
wenn ein Konstruktionszug für die
Fließrichtung ausgewählt wurde.
Zurücksetzen
Zurücksetzen des
des Brückenelements
Brückenelements
auf
auf seine
seine ursprüngliche
ursprüngliche Form.
Form.

NX4 - FF / Seite 248


Schnittfläche als Überbrückungsfläche: Profilsteuerung (Shape Control)

f Steuerungsbereich:
f Gesamt (Entire)
f Die Einstellungen des Schiebereglers für „Überbrückungstiefe“ (Bridge Depth) und „Schiefe Überbrückung“ (Bridge
Skew) betreffen die gesamte Brückenfläche.
f Start
f Die Einstellungen des Schiebereglers für „Überbrückungstiefe“ (Bridge Depth) und „Schiefe Überbrückung“ (Bridge
Skew) betreffen den Anfangsbereich der Brückenfläche.
f Ende (End)
f Die Einstellungen des Schiebereglers für „Überbrückungstiefe“ (Bridge Depth) und „Schiefe Überbrückung“ (Bridge
Skew) betreffen den Endbereich der Brückenfläche.
f Steifigkeitskontrolle:
f Diese Operation ist mit der Option Steifigkeitskontrolle (Stiffness Control) für Überbrückungskurven
vergleichbar. (siehe Kapitel 12)

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f Fließrichtung:
f Ermöglicht die Definition der Fließrichtung an der jeweiligen Wand Primärfläche) der Überbrückung.
Nicht verfügbar, wenn eine Konstruktionskurve für die Fließrichtung ausgewählt wurde.

f Nicht angegeben (Not Specified)


f Die Fließrichtung verläuft geradeaus auf die andere Seite.
f Senkrecht (Perpendicular)
f Die Fließrichtung verläuft senkrecht zur Grundfläche, die zur Definition der Überbrückung verwendet wurde.
f U-Isolinie (Iso Line U)
f Die Fließrichtung folgt der U-Kurve der Grundfläche, die zur Definition der Überbrückung verwendet wurde.
f V-Isolinie(Iso Line V)
f Die Fließrichtung folgt der V-Kurve der Grundfläche, die zur Definition der Überbrückung verwendet wurde.
NX4 - FF / Seite 249
Hinweise

f Erzeugung mit angepasster Tangente oder Krümmung (Tangents or Curvature):


f Bei der Auswahl von „Tangenten anpassen“ (Match Tangents) oder „Krümmungen anpassen“
(Match Curvatures) kann der Anwender optional einen Konstruktionskonturzug zur Steuerung
der Anfangsfließrichtung auswählen.
f Form erben:
f Für die Option Form erben (Inherit Shape) muss der Anwender einen Spline auswählen, dessen
allgemeine Form der Flächenkörper übernehmen soll. Anschließend einen Konstruktionszug
auswählen, der die anfängliche Fließrichtung steuert.
f Fließrichtung:
f Wird eine Fließrichtung angegeben, die für die ausgewählte Kante der Tangentenfläche nicht

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korrekt ist, erscheint die Meldung: „Fehler beim Aufbauen der Oberfläche“ (Unable to build
surface). Der korrekte Aufbau einer gültigen Oberfläche ist in diesem Fall nur dann möglich,
wenn der Anwender eine andere Option für die Fließrichtung auswählt.
f Assoziativität zu definierenden Formelementen:
f Wird ein Formelement gelöscht, das zur Definition der Schnittfläche verwendet wurde, so wird
das Formelement „Section_Surf“ in ein umparametrisiertes Formelement umgewandelt und die
Fläche bleibt erhalten. Das gilt nicht,wenn mindestens eine Primärfläche gelöscht wird.

NX4 - FF / Seite 250


Übungen

f Erzeugen von tangenten- und krümmungsstetigen Überbrückungsflächen


Übung: X4FF-1201 Flasche (Überbrückungsfläche)
Arbeitsbuch: Seite 176

f Erstellen von Schnittflächen als Überbrückungsflächen


Übung: X4FF-1202 Tragfläche (Schnittfläche)

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Arbeitsbuch: Seite 188

NX4 - FF / Seite 251


NX4 - FF / Seite 252

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Kapitel 13: Flächen bearbeiten, Teil 1

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 253
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 13: Flächen bearbeiten, Teil 1
Offsetflächen 255
Getrimmte Fläche 261
Trimmen/Verlängern 264
Flächen zusammenfügen 267
Flächen verstärken 269
Übungen 272

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NX4 - FF / Seite 254
Offsetfläche (Offset Surface)

Menüleiste: Einfügen B Offset/Maßstab B Offset-Fläche


(Insert B Offset/Scale B Offset Surface)
f Mit dieser Option erzeugen Sie eine Fläche mit einem konstanten Abstand zu einer schon
existierenden Fläche.
f Sind bei Auswahl mehrer Flächen deren Flächennormalen nicht alle in die gleiche
Richtung orientiert, so müssen die Ausgangsflächen zuvor vernäht werden, damit alle
neu erzeugten Offset-Flächen in der gleichen Richtung erzeugt werden. Dabei ist die
Richtung des Normalenvektors der Startfläche richtungsbestimmend.
f Eine Abstandsfläche wird immer von der Ursprungsfläche generiert (Abstandsfläche von
Abstandsfläche = Abstandsfläche von Ursprungsfläche mit entsprechend größerer

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Entfernung).
f Die Offset-Flächen sind assoziativ.
f Bei der Erzeugung der Abstandsfläche erzeugt das System neue Kanten. Mit der
„Toleranz“ bestimmen sie wie genau diese Kanten in der erzeugten Ebene liegen
(überschreibt temporär die Voreinstellung Æ Konstruktion).

NX4 - FF / Seite 255


Offsetfläche (Offset Surface)

Vorgehensweise:
1. Fläche von denen der Offset erzeugt werden soll auswählen.
f Auswahl über „Auswahlzweck“ möglich.
2. Ausgabeoption festlegen.
f Bei Auswahl „Ein Feature für jede Fläche“ zusätzlich die „Normale Ausrichtungsmethode“ wählen.
3. Offsetwert eingeben.
4. Bestätigen bzw. „Satz fertig stellen“ und weitere Flächen wählen.

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Ausgangsfläche Satz fertig stellen

Offset Wert

Normalenrichtung umkehren
Weiter
Weiter Optionen
Optionen

NX4 - FF / Seite 256


Offsetfläche (Offset Surface)

Weitere Optionen 1:

Führt
Führt zu
zu einer
einer genaueren
genaueren Berechnung
Berechnung
der
der Offset-Fläche
Offset-Fläche

Erzeugt ein Formelement „Offset


surface“. Ausgangflächen müssen
verbunden (vernäht) sein.

Erzeugt für jede Ausgangsfläche ein


Formelement. Zusätzlich ist die

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Positive
Positive Offset-Richtung
Offset-Richtung wird
wird „Normale Ausrichungstmethode“ zu
durch einen Punkt angegeben.
durch einen Punkt angegeben. wählen.

Positiver
Positiver Offset
Offset in
in Richtung
Richtung
der
der jeweiligen
jeweiligen Flächen-
Flächen-
normalen.
normalen.

NX4 - FF / Seite 257


Offsetfläche (Offset Surface)

Weiter Optionen 2: Ermöglicht es eine Offset-Fläche


senkrecht auf ihre Ursprungsfläche
zu verlängern.
Vorgehen:
1) Offset auf Fläche erzeugen
2) Set abschließen
3) Nachbarfläche mit Offsetwert 0
wählen
Bedingung: Flächen müssen tangent
sein.

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NX4 - FF / Seite 258
Flächen mit variablen Offset (Variable Offset)

Menüleiste: Einfügen B Abstand/Maßstab B Flächen mit variablen Offset...


(Insert B Offset/Scale B Variable Offset ...)
f Mit dieser Option erzeugen Sie eine Fläche mit einem variablen Abstand zu einer schon
existierenden Fläche.
f Eine Abstandsfläche wird immer von der Ursprungsfläche generiert (Abstandsfläche von
Abstandsfläche = Abstandsfläche von Ursprungsfläche mit entsprechend größerer
Entfernung).
f Die Flächen sind assoziativ.
f Es werden vier verschiedene Punkte auf der Ausgangsfläche ausgewählt und diesen

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jeweils ein Abstandswert zugewiesen.
f Bei der Erzeugung der Abstandsfläche erzeugt das System neue Kanten. Mit der
„Toleranz“ bestimmen sie wie genau diese Kanten in der erzeugten Ebene liegen
(überschreibt temporär die Voreinstellung Æ Konstruktion).

NX4 - FF / Seite 259


Regelmenü-Optionen (Law Function)

f Optionen im Menü Regelgesteuert (Law Controlled)

Kubisch
Kubisch (Cubic)
(Cubic) Durch
Durch Gleichung
Gleichung (By
(By Equation)
Equation)
Linear
Linear

Konstant Mit
Mit Regelkurve
Regelkurve (By
(By
Konstant (Constant)
(Constant)
Law
Law Curve)
Curve)

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Werte
Werte entlang
entlang
Konstruktionszuglinie Werte
Werte entlang
entlang
Konstruktionszuglinie
(Values Konstruktionszugkubus
Konstruktionszugkubus
(Values Along
Along Spine
Spine --
Linear) (Values
(Values Along
Along Spine
Spine -- Cubic)
Cubic)
Linear)

NX4 - FF / Seite 260


Getrimmte Fläche (Trimmed Sheet)

Menüleiste: Einfügen B Trimmen B Getrimmte Fläche...


(Insert B Trim B Trimmed Sheet...)

f Zweck: Mit Hilfe dieser Funktion können Flächenkörper durch Projektion von
Begrenzung auf die Zielfläche getrimmt werden.

Zu
Zu trimmender
trimmender
Flächenkörper
Flächenkörper
(Zielfläche)
(Zielfläche)

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Begrenzung
Begrenzung

Ergebnis
Ergebnis

NX4 - FF / Seite 261


Getrimmte Fläche (Trimmed Sheet)

Vorgehensweise:
1. Zu trimmende Fläche auswählen
f Achtung! Darauf achten ob die Option „Die Bereiche sind:“ auf „Halten“ oder „Verwerfen“ steht.
Dementsprechend ist die zu trimmende Fläche anzuwählen (Bei „Halten“ entsprechend den Bereich
anauswählen, der nicht wegfallen soll.)
2. Begrenzungskurven wählen
3. Projektionsrichtung festlegen
f Der Projektionsvektor muss so eingestellt sein, dass er von den Begrenzungselementen zur Zielfläche
zeigt.
4. Bestätigen
Zu
Zu trimmender
trimmender Flächenkörper
Flächenkörper Begrenzung
Begrenzung

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Projektionsrichtung
Projektionsrichtung
Mit
Mit dieser
dieser Option
Option können
können
mehrere
mehrere Objekte
Objekte mit
mit der
der
selben Begrenzung getrimmt
selben Begrenzung getrimmt
werden.
werden.

NX4 - FF / Seite 262


Getrimmte Fläche (Trimmed Sheet)

5. Ein oder mehrere Begrenzungselemente auswählen:


f Mit Hilfe eines Rechtecks oder Polygons können Sie mehrere Objekte auswählen. Jede Begrenzung
wird auf die Zielfläche projiziert.

f Projizierte Kurven müssen eine geschlossene Kante bilden, oder bis zu den Kanten der Zielfläche bzw.
über diese hinausreichen.

Geschlossene
Geschlossene Kanten
Kanten Bis
Bis Kante
Kante Zielfläche
Zielfläche
Begrenzungskurven
Begrenzungskurven

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Projektion
Projektion
Projektionsrichtung
Projektionsrichtung (-Z)
(-Z)
Zu
Zu trimmender
trimmender Flächenkörper
Flächenkörper

NX4 - FF / Seite 263


Trimmen/Verlängern (Trim and Extend)

Menüleiste: Einfügen B Trimmen B Trimmen/Verlängern...


(Insert B Trim B Trim and Extend...)

f Zweck: Mit Hilfe dieser Funktion können:


f Flächen verlängert werden: - absolut
- prozentual von der Gesamtlänge einer
anderen Kante
f Körper und Flächen getrimmt werden, wobei die Trimmfläche
automatisch soweit verlängert wird, das sie den zu trimmenden Körper

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schneidet.
Wichtig! Die getrimmten Flächen werden automatisch vereinigt!

NX4 - FF / Seite 264


Trimmen/Verlängern (Trim and Extend)

Vorgehensweise: Flächen verlängern


1. Grenze wählen: - Abstand (absoluter Wert)
- Prozentual
2. Zu verlängernde Kante wählen.
3. Verlängerungsmethode: - Natürliche Tangente (tangentenstetig, C1)
- Natürliche Verlängerung (krümmungsstetig, C2)
- Gespiegelt
4. Betrag der Verlängerung angeben.
f Bei Grenze: „Prozentual“, zusätzlich die Kante wählen, von der der prozentuale Wert ermittelt werfen
soll.
5. Bestätigen.

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Natürliche
Natürliche Verlängerung:
Verlängerung: Abfall
Abfall der
der Gespiegelt: Geometrie
Gespiegelt: Geometrie wird,
wird, soweit
soweit es
es
Krümmung
Krümmung bisbis auf
auf 0,
0, dann
dann tangential.
tangential. geht
geht gespiegelt,
gespiegelt, C2
C2 stetig.
stetig.
Winkelabweichung
Winkelabweichung zu zu tangentenstetig:
tangentenstetig: 3°

NX4 - FF / Seite 265


Trimmen/Verlängern (Trim and Extend)

Vorgehensweise: Flächen/Körper trimmen


1. Grenze wählen: - Bis Auswahl.
2. Zu trimmenden Körper/Fläche (Zielkörper) wählen.
3. Im Menü: Button „Werkzeugauswahl“ selektieren.
4. Zu verlängernde Kante an der getrimmt werden soll (Werkzeugauswahl) wählen .
5. Bereich wählen: - Beibehalten
- Entfernen
6. Wählen, ob Ecke erzeugt werden soll
7. Bestätigen.

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Werkzeugkörper
Werkzeugkörper Pfeil gibt Bereich auf Zielkörper an,
welcher Entfernt/Beibehalten wird.

Ecke
Ecke erzeugen:
erzeugen:
Ja:
Ja: Werkzeugkörper
Werkzeugkörper wird
wird getrimmt
getrimmt
Nein:
Nein: Werkzeugköper
Werkzeugköper wird
wird nicht
nicht getrimmt
getrimmt

Pfeil muss bei „Beibehalten“ in


Richtung Werkzeugkante zeigen!
Zielkörper
Zielkörper NX4 - FF / Seite 266
Flächen zusammenfügen (Sew)

Menüleiste: Einfügen B Körper kombinieren B Zusammenfügen...


(Insert B Combine Bodies B Sew...)

f Zweck: Diese Funktion ermöglicht die Erzeugung eines Flächenkörpers oder eines
zusammengefügten Volumenkörpers durch Zusammenfügen einer oder
mehrerer Flächen oder die Erzeugung eines Volumenkörpers durch
Zusammenfügen einer oder mehrerer Volumenkörper.

f Wenn Flächen so zusammengefügt werden, dass sie ein Volumen vollständig umgeben
und außerdem der Körpertyp unter Voreinstellung B Konstruktion (Preferences B

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Modeling) auf Körper (Solid) gesetzt ist, wird ein zusammengefügter Volumenkörper
erzeugt.
f Wenn die zusammengefügten Flächen Lücken oder Öffnungen aufweisen oder der
Körpertyp unter Voreinstellung B Konstruktion auf Fläche gesetzt ist, wird ein
Flächenkörper erzeugt.

NX4 - FF / Seite 267


Flächen zusammenfügen (Sew)

Vorgehensweise:
1. Fläche als Eingabetyp für Körper aus zusammengefügten Flächen auswählen.
2. Zielfläche auswählen.
3. Den/die Werkzeugkörper auswählen, welche mit der Zielfläche zusammengefügt werden
soll(en).
4. Die Toleranzen für das Zusammenfügen festlegen.
5. Bestätigen.

Zielfläche
Zielfläche
Fläche
Fläche WKz.
WKz. Körper

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Körper
Eingabetyp:
Eingabetyp:
Fläche
Fläche
Körper
Körper

Toleranz
Toleranz legt
legt den
den
maximalen Abstand
maximalen Abstand
zwischen
zwischen den
den Flächen
Flächen fest.
fest.

NX4 - FF / Seite 268


Fläche verstärken (Thicken Sheet)

Menüleiste: Einfügen B Abstand/Maßstab B Fläche verstärken...


(Insert B Offset/Scale B Thicken Sheet...)

f Zweck: Diese Funktion dient dazu aus Flächenkörpern, durch verdicken, Volumenkörper
zu erzeugen.
f Ähnlich wie bei der Extrusion können ein erster und zweiter Abstand zum Verdicken
angegeben werden.
f Die Richtung der Verdickung hängt von den Normalenvektoren der Flächen ab.

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NX4 - FF / Seite 269
Fläche verstärken (Thicken Sheet)

Arbeitsschritte:
1. Zu verdickenden Flächenkörper wählen
2. Parameter eingeben
(1. und 2. Abstandswert)

Legt
Legt fest
fest ob
ob der
der neu
neu erzeugte
erzeugte
Zu
Zu verdickenden
verdickenden Volumenkörper
Volumenkörper erzeugt,
erzeugt, vereinigt,
vereinigt,
Flächenkörper
Flächenkörper wählen
wählen oder abgezogen werden soll.
oder abgezogen werden soll.
Ist
Ist kein
kein Volumenkörper
Volumenkörper imim aktuellen
aktuellen

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Teil, ist diese Option ausgegraut.
Teil, ist diese Option ausgegraut.
Ist
Ist nur
nur ein
ein einzelner
einzelner Volumenkörper
Volumenkörper
im
im aktuellen Teil, wird die
aktuellen Teil, wird die gewählte
gewählte
Aktion auf diesen angewandt.
Aktion auf diesen angewandt.
Ist
Ist mehr
mehr als
als ein
ein Volumenkörper
Volumenkörper im
im
aktuellen
aktuellen Teil
Teil müssen
müssen Sie
Sie den
den
Zielvolumenkörper
Zielvolumenkörper bestimmen.
bestimmen.

NX4 - FF / Seite 270


Fläche verstärken (Thicken Sheet)

f Die Abbildung zeigt einige mögliche Kombinationen des ersten und zweiten
Abstandswertes.
f Beachten Sie, dass das gegenseitige Austauschen der Werte für den ersten und zweiten
Abstand keine Änderung des Ergebnisses bewirkt.

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NX4 - FF / Seite 271
Übungen

f Abstandsflächen
Übung: X4FF-1301 Flugzeug (Abstandsfläche)
Arbeitsbuch: Seite 198

f Flächen trimmen
Übung: X4FF-1302 Motorhaube (Getrimmter Flächenkörper)
Arbeitsbuch: Seite 204

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f Flächen trimmen/verlängern
Übung: X4FF-1303 Schneidplatte (Trimmen/Verlängern)
Arbeitsbuch: Seite 208

NX4 - FF / Seite 272


Übungen

f Flächen trimmen/verlängern
Übung: X4FF-1304 PC-Maus (Trimmen/Verlängern)
Arbeitsbuch: Seite 212

f Flächen Zusammenfügen
Übung: X4FF-1305 Wendeschneidplatte (Zusammenfügen)
Arbeitsbuch: Seite 217

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f Kombinierte Übung: Flächen trimmen, Zusammenfügen
und Verstärken
Übung: X4FF-1306 Spritzgussteil (Trimmen Zusammenfügen)
Arbeitsbuch: Seite 221

NX4 - FF / Seite 273


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Kapitel 14: Überbrückungsflächen, Teil 2

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 274
Inhalt / Inhalt

Seite
Kapitel 14: Überbrückungsflächen, Teil 2
Schnittfläche (Section) 276
Menüfenster 277
Schnitttyp (U-Richtung) 278
Einpassungstyp (V-Richtung) / Scheitelkurve 279
Konturzug 280
Konstruktionszug 281
Kegelschnittfläche 282
Rho 283
Weiche Verrundung (Soft Blend) 286
Oberfläche mit n-Seiten (N-Sided Surface) 288
Menüfenster 289

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Vorgehensweise 290
Vergleich „Weiche Verrundung“ vs.
Studio: „Gestaltete Verrundung“ ---
Übungen 293

NX4 - FF / Seite 275


Schnittfläche (Section)

Menüleiste: Einfügen BGitterfläche B Schnitt...


(Insert B Mesh Surface B Section...)

f Dies ist eine Funktion zur Konstruktion von Flächenkörpern auf der Grundlage von
Kegelschnittkurven. Eine Kegelschnittfläche kann dann vollständig definiert werden, wenn
ausreichend Eingabedaten vorhanden sind, um die fünf Bedingungen, die zur Definition
eines Kegelschnitts erforderlich sind, z. B. 3 Punkte und 2 Steigungen, zu erfüllen.
f Einen mit dieser Funktion erzeugten Flächenkörper kann man sich als unendliche Reihe
von Kegelschnittkurven vorstellen, die in entsprechenden Ebenen liegen; sie beginnen
und enden an von Ihnen ausgewählten Kontrollkurven, ferner verlaufen sie durch

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bestimmte Kontrollkurven. Aus den Kontrollkurven werden außerdem direkt die
Steigungen an den Endpunkten der Kurve abgeleitet. Die Ausprägung der Kegelschnitte
entlang des Flächenkörpers wird fortlaufend über einen Parameter für 2D-Kegelschnitte
definiert.

NX4 - FF / Seite 276


Schnittfläche: Menüfenster

Schulterdefiniert
Schulterdefiniert Verrundungen
Verrundungen
Definition
Definition über
über Rho
Rho
Fläche
Fläche verläuft
verläuft
tangential
tangential zu
zu einer
einer
festgelegten
festgelegten Linie
Linie

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NX4 - FF / Seite 277
Schnittfläche: Schnitttyp (U-Richtung) / Section (u-direction)

f Steuert die die Konturerzeugung in U-Richtung


(in Richtung der Kegelschnittkurve)
f Kegelförmig: Erzeugt eine „echte“ Kegelschnittkontur.
Parabel Æ Kreisbogen Æ Hyperbel
Rho-Werte von 0,0001 bis 0,9999 möglich.
Nicht bei allen Schnittflächen möglich1
f Kubisch: Erzeugt eine angenäherte Kegelschnittkontur.
Maximaler Rho-Wert 0,75. Größere Werte erzeugen
keine Kegelkontur mehr.
f 5.Grades: Die Fläche weist Grad 5 auf, und die Übergänge

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zwischen den einzelnen Flächenabschnitten sind krümmungs-
stetig (C2-stetig).

NX4 - FF / Seite 278


Schnittfläche: Einpassungstyp (Fitting Type) (V-Richtung/v-dircetion) / Scheitelkurve

f Anpassungsgrad in Richtung der Konstruktionskurven.


f Kubisch: Die entstehende Fläche weist Grad 3 auf, die
Übergänge zwischen den einzelnen Flächenabschnitten
(Patches) sind tangentenstetig (C1-stetig).
Steht nur zur Verfügung wenn Rebuild-Option auf „keine“
eingestellt ist.
f 5. Grades: Die entstehende Fläche weist Grad 5 auf, und
die Übergänge zwischen den einzelnen Flächenabschnitten
sind krümmungsstetig (C2-stetig).
Steht nur zur Verfügung wenn Rebuild-Option auf „keine“
eingestellt ist.

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f In Fällen, in denen die Scheitelkurve als eigenständiges
Element benötigt wird, kann sie zusammen mit der Kegel-
schnittfläche erzeugt werden.
f An der Scheitelkurve lassen sich häufig Probleme erkennen,
die durch den Tangentenschnitt der unregelmäßig verlau-
fende Kontrollkurven entstehen.
f Rebuild-Optionen (keine, manuell, automatisch)

NX4 - FF / Seite 279


Schnittfläche: Konturzug

f Die Definition des Schnittformelementes hängt von der Verwendung eines


Konstruktionszuges ab. Bei der Konstruktion des Körpers werden mehrer Schnitte
senkrecht zur Konstruktionskurve verwendet. Dabei erfolgt ein Schnitt mit den
Steuerkurven. Der resultierende Körper gibt die Qualität der Konstruktionskurve wieder.

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NX4 - FF / Seite 280
Schnittfläche: Konstruktionszug-Bedingungen

f Beim Konstruktionszug muss es sich um eine qualitativ hochwertige Kurve handeln. Die
Konstruktionskurve bestimmt die Qualität des Körpers.
f Da die Erweiterung des Körpers über den kürzesten Konturzug gesteuert wird, muss ein
Konstruktionszug lang genug sein, um den Körper über die gewünschte Erweiterung
hinaus zu definieren. In der unten stehenden Abbildung ist zu sehen, wie der
Konstruktionszug die Ausdehnung der Fläche bestimmt. Die Fläche wurde durch
Verrunden zweier angrenzender Flächen mit der Option Verrundung-Rho erzeugt.
Der Konstruktionszug bestimmt die Ausdehnung der Fläche, da er kürzer als die
Kantenkonturzüge ist.

Schnittfläche

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Schnittfläche

Kantenkonturzüge
Kantenkonturzüge

Konstruktionszug
Konstruktionszug

NX4 - FF / Seite 281


Schnittfläche: Kegelschnittfläche

f In der Abbildung wird die Kegelschnittfläche mit Hilfe der Methode Enden-Steigung-Rho
erzeugt. Hierbei werden fünf Kurven verwendet: c1 ist die Kontrollkurve für die
Anfangskante, c4 die Kontrollkurve für die "Endkappe“, c2 definiert die Anfangssteigung,
c3 die Endsteigung und c5 ist die Konstruktionskurve. Die Punkte P1, P2, P3 und P4
entstehen durch Schneiden der Kontrollkurven mit einer der Schnittebenen entlang der
Konstruktionskurve. Wenn Sie bei der Erzeugung einer solchen Kegelschnittfläche einen
veränderlichen Rho-Wert verwenden, wird über die Stelle, an der Sie die
Konstruktionskurve anklicken, die Position für den Anfangs-Rho-Wert definiert.

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NX4 - FF / Seite 282
Schnittfläche: Rho

f Rho ist der Wert, der die Wölbung jedes Schnitts steuert (siehe nachstehende
Abbildung).

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f Die Steuerkurven können ohne Beachtung der Richtung an einem beliebigen Ende
ausgewählt werden. Bei der Auswahl des. Konstruktionszugs wird jedoch die Richtung
unterschieden. Das ausgewählte Ende wird zur Anfangsrichtung des Konstruktionszugs
und bestimmt somit die Richtung des Körpers.

NX4 - FF / Seite 283


Schnittfläche: Rho Erzeugungsmethoden

f Konstant
f Der Rho-Wert bleibt über die gesamte Länge der Kegelschnittfläche gleich.

f Kleinste Spannung
f Der Rho-Wert wird nach der Methode der geringstmöglichen Spannung berechnet. Meist
entsteht eine elliptische Kurve.

f Allgemein
f Ruft das Menü der Regelkurve auf.

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NX4 - FF / Seite 284
Schnittfläche: Verrunden-Rho (Beispiel)

f Mit dieser Option kann ein Körper


erzeugt werden, der zwischen zwei
Konturzügen eine glatt verlaufende
Verrundung bildet.
Die Wölbung jedes Schnitts wird
durch den entsprechenden Rho-Wert
bestimmt.
f Die Rho-Werte reichen von
0.8 am einen Ende bis 0.4 am anderen.

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NX4 - FF / Seite 285
Weiche Verrundung (Soft Blend)

Menüleiste: Einfügen BDetailformelement B Weiche Verrundung...


(Insert B Detail Feature B Soft blend...)
f Bei weichen Verrundungen handelt es sich um Flächenverrundungen.
f Sie weisen nicht-kreisförmige Querschnitte auf, die tangentenstetig oder
krümmungsstetig mit zwei Flächensätzen sind.
f Die Funktion und ihre Optionen ähneln der Funktion "Flächenverrundung", es bestehen
jedoch die folgenden Unterschiede:
f Für die weiche Verrundung wird ein Tangentenkonturzug
auf beiden Flächen benötigt. Der Konturzug
kann entweder Kurven oder Kanten enthalten,

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nicht jedoch beides.
f Bei weichen Verrundungen kann der Benutzer die
Glattheit des Übergangs steuern, indem
entweder die Tangentialität oder die Krümmung
angepasst wird.
Die Option "Übereinstimmung mit Krümmung"
erlaubt eine Steuerung des Querschnitts durch
Rho- oder Schrägungswerte.
f Für weiche Verrundungen wird ein Konstruktionszug
benötigt.

NX4 - FF / Seite 286


Weiche Verrundung (Soft Blend) : Vorgehensweise

1. Den ersten Flächensatz auswählen und, falls


nötig, die Normale umkehren.
2. Den zweiten Flächensatz auswählen und, falls
nötig, die Normale umkehren.
3. Den ersten Tangentenkonturzug auswählen.
4. Den zweiten Tangentenkonturzug auswählen.
5. Die Zuordnungsmethode auswählen.
6. Die Option Tangenten anpassen oder

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7. Übereinstimmung mit Krümmung auswählen.
8. Konstruktionszug wählen.

NX4 - FF / Seite 287


Oberfläche mit n-Seiten (N-Sided Surface)

Menüleiste: Einfügen BGitterfläche B Oberfläche mit n-Seiten...


(Insert B Mesh Surface B N-Sided Surface...)

f Mit der Option "Oberfläche mit n Seiten" können Sie eine Oberfläche mit beliebig vielen
Kurven erzeugen, die eine einfache, geschlossene Schleife bilden. Sie können eine
Stetigkeit mit den Außenflächen zuweisen. Mit den Optionen für die Profilsteuerung
können Sie den Mittelpunkt verschieben und die Schärfe beim Mittelpunkt ändern,
während die Randbedingungen für die Stetigkeit erhalten bleiben.
f Anwendungsgebiete für die "Oberfläche mit n Seiten":
f Bohrungen in Oberflächen entfernen, die nicht selbst ein

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Kurvengitter bilden.
f Den Innenbereich einer Oberfläche füllen ohne die Trimmung
zu entfernen.
f Lokalisierte Problembereiche in einer vorhandenen Oberfläche
ersetzen.
f Erhebungen, Einfügungen oder Dellen mit einem festen oder
projizierten Profil auf einer bestimmten Oberfläche erzeugen.
f Eine glatt verlaufende Fläche zwischen Oberflächen erzeugen, ohne die Kanten an den
Außenflächen zu verändern oder deren Trimmung aufzuheben.

NX4 - FF / Seite 288


Oberfläche mit n-Seiten: Menüfenster

Mehrere
Mehrere dreieckige
dreieckige
Getrimmte
Getrimmte Patches
Patches
Einzelfläche
Einzelfläche

Begrenzungs-
Begrenzungs-
kurven
kurven
Verformungsoptionen
Verformungsoptionen

Begrenzungs-

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Begrenzungs-
flächen
flächen

NX4 - FF / Seite 289


Oberfläche mit n-Seiten: Vorgehensweise

f Getrimmte Einzelfläche
1. Profilkurven oder Kanten auswählen. Das Profil muss eine einfache, geschlossene Schleife
bilden. Die Funktion erzielt gute Ergebnisse bei runden, glatt verlaufenden, fast
2-dimensionalen Schleifen.
2. Optional die Flächen für die Tangential-Randbedingung auswählen.
3. Optional eine Konstruktionskurve, eine Vektorrichtung, oder einen rechteckigen Bereich für die
U-Ausrichtung der „Oberfläche mit n-Seiten" auswählen.
4. Wenn keine Tangential-Randbedingung spezifiziert wird, erscheint das
Dialogfenster „Profilsteuerung“, über das die Form der neuen Fläche noch weiter angepasst
werden kann.

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f Mehrerer Dreieckige Patches
1. Profilkurven oder Kanten auswählen. Das Profil muss eine einfache, geschlossene Schleife
bilden.
2. Optional die Flächen für die Tangential- oder Krümmungsrandbedingungen auswählen.
3. Es erscheint das Dialogfenster „Profilsteuerung“, zum Ziehen der Spitze, bzw. Mitte der Fläche .

NX4 - FF / Seite 290


Oberfläche mit n-Seiten: UV-Orientierung Bereich

f Geschlossene Umrandung mit Querkurven:


f Die UV-Orientierung Bereich beinhaltet nicht nur die Möglichkeit über ein Rechteck die UV-
Orientierung der Fläche zu beeinflussen, sondern darüber hinaus auch formsteuernde
Querkurven in die Flächendefinition mit einzubeziehen:

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NX4 - FF / Seite 291
Oberfläche mit n-Seiten: UV-Orientierung Bereich

f Y-förmige Flächen:
f Die UV-Orientierung Bereich kann auch verwendet werden, um Y-förmige Flächenbereiche zu
erzeugen. Dabei ist die Flächenqualität von der Orientierung des Rechteckbereiches abhängig
und von dem Verlauf der Berandungskurven. Prinzipiell gilt, je ebener die Berandungskurven,
umso besser die erzielte Flächenqualität:

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NX4 - FF / Seite 292
Übungen

f Flügelvorder- und Hinterkanten mit Hilfe von


Schnittflächen erzeugen
Übung: X2F2-1401 Flügelwurzel (Schnittflächen)
Arbeitsbuch: Seite 225

f Flügelwurzeln am Rumpf Verrunden mit Hilfe von


Weichen Verrundungen
Übung: X2F2-1402 Flügelwurzel (Weiche Verrundung)
Arbeitsbuch: Seite 229

f Spitze eines Kranhakens mit Hilfe der N-sided surface

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Funktion erzeugen
Übung: X2F2-1403 Kranhaken (Oberfläche mit n-Seiten)
Arbeitsbuch: Seite 233

f Flugzeugheck schließen mit Hilfe der N-sided surface Funktion


Übung: X2F2-1404 Flugzeugheck (Oberfläche mit n-Seiten)
Arbeitsbuch: Seite 237

NX4 - FF / Seite 293


NX4 - FF / Seite 294

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Kapitel 15: Flächenanalyse, Teil 2

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 295
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 15: Flächenanalyse, Teil 2
Abweichungsanalyse: Allgemeines 297
Prüfung 298
Benachbarte Kanten 300
Zusammenfügen 302
Geometrie überprüfen 305
Dynamische Kantenabweichungsanalyse 306
Schnittanalyse 308
Flächenanalyse
Neigung 310
Abstand (Ebene) 312
Übungen 313

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NX4 - FF / Seite 296
Abweichungsanalyse: Allgemeines

f Da CAD-Systeme Freiformflächen nur an die tatsächliche Form annähern


(approximieren) können, ergeben sich, abhängig von Genauigkeitseinstellungen, mehr
oder weniger große Lücken oder Überlappungen zwischen den einzelnen Flächen.

f Probleme treten oft bei importierten oder aus anderen Prozessen stammenden CAD-
Modellen auf, da z.B. in dem vorhergehenden Prozess keine hohe Genauigkeit
notwendig war (Styling), oder durch große Modellräume die Toleranz entsprechend hoch
eingestellt wurde.

f Große Lücken oder Überlappungen verhindern allerdings verschiedene nachfolgende


Konstruktionsprozesse, wie z.B. das Aufdicken eines Flächenverbandes, das Erzeugen

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von Elektroden, oder auch das Fräsen über diese Flächen.

f Aus diesem Grund ist es in diesen Fällen notwendig diese Abweichungen zu analysieren
und anschließend zu korrigieren.

f Unigraphics bietet verschiedene Funktionen um ein Modell auf Kantenabweichungen


analysieren zu können. Die einzelnen Methoden werden nachfolgend erläutert.

NX4 - FF / Seite 297


Abweichungsanalyse: Prüfung (Analyse)

Menüleiste: Analyse B Abweichung B Prüfung...


(Analyse B Deviation B Checking...)

f Die Funktion Analyse B Abstand liefert als Ergebnis stets nur den kürzesten Abstand
zwischen zwei Objekten. Im Bereich der Feiformflächen ist jedoch von besonderem
Interesse der größte Abstand. Diese Information liefert die Prüfung.
f Prüfmöglichkeiten zwischen:

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Vorgehen:
1. Auswahl der Paarung, welche geprüft werden soll.
2. Elemente auswählen
3. Anzahl der Prüfpunkte, Abstand- und Winkeltoleranz festlegen

NX4 - FF / Seite 298


Abweichungsanalyse: Prüfung (Analyse)

f Auswählen, welche Informationen ausgegeben


werden sollen.

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f Es wird neben den absoluten Werten auch die Punkte
gekennzeichnet, welche oberhalb der Winkeltoleranz Winkelabweichung
Winkelabweichung
liegen. über
über Toleranz
Toleranz

NX4 - FF / Seite 299


Abweichungsanalyse: Benachbarte Kanten (Adjacent Edges)

Menüleiste: Analyse B Abweichung B Benachbarte Kanten...


(Analysis B Deviation B Adjacent Edges...)

f Diese Funktion ist ähnlich der Funktion Abweichung B Prüfung. Allerdings benötigt man
hierfür eine Studio Lizenz.
f Vorteil der Funktion „Benachbarte Kanten“: Es können beliebig viele Flächen ausgewählt
werden, zwischen denen Abstand und Winkel geprüft werden sollen.

Vorgehen:

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1. Auswahl der Flächen, deren Abweichung ermittelt werden sollen.
2. Punkte überprüfen mit: Gleiche Parameter
Seitenabweichung.
3. Anzahl der Prüfpunkte festlegen

NX4 - FF / Seite 300


Abweichungsanalyse: Benachbarte Kanten (Adjacent Edges)

Darstellung
Darstellung
Winkelabweichung
Winkelabweichung

Darstellungs
Darstellungs
-Optionen
-Optionen

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Report-Listing
Report-Listing

NX4 - FF / Seite 301


Abweichungsanalyse: Zusammenfügen (Sew)

Menüleiste: Einfügen B Körper kombinieren B Zusammenfügen...


(Insert B Combine Bodies B Sew...)

f Diese Funktion, die bereits allgemein in Kapitel 15


besprochen wurde, kann auch als Analysewerkzeug
verwendet werden, um Lücken zwischen Flächenkörpern
festzustellen.

f Diese Funktion konvertiert nur dann Flächenkörper in ein


Volumen, wenn für die einzelnen Flächen keine größere

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Lücke oder Überlappung als die eingestellte Toleranz für
das Zusammenfügen festgestellt werden kann.

f Diese Eigenschaft kann benutzt werden, um Flächenkanten


zu kennzeichnen, die nicht der eingestellten Toleranz
genügen und somit korrigiert werden müssen.

NX4 - FF / Seite 302


Abweichungsanalyse: Zusammenfügen (Sew)

Vorgehensweise:
f Fläche als Eingabetyp für Körper aus zusammengefügten Flächen auswählen.
f Zielfläche auswählen.
f Restliche Flächenkörper auswählen bzw. kreuzen, welche das Volumen komplett umschließen
f Den maximal gewünschten Abstand zwischen den Flächen als „Toleranz für Zusammenfügen“
festlegen.
f Die Option „Mit Anwenden bestätigen“ aktivieren.
f Den „Anwenden“-Knopf zum Bestätigen verwenden.

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Toleranz
Toleranz legt
legt den
den maximal
maximal
Durch zulässigen Abstand
zulässigen Abstand
Durch das
das aktivieren
aktivieren
von „mit Anwenden zwischen
zwischen den
den Flächen
Flächen fest.
fest.
von „mit Anwenden
bestätigen“
bestätigen“ wird
wird im
im
Anschluss eine
Anschluss eine
Dialogbox
Dialogbox zur
zur Analyse
Analyse
des
des Ergebnisses
Ergebnisses
gestartet
gestartet
NX4 - FF / Seite 303
Abweichungsanalyse: Zusammenfügen (Sew)

7. Flächenkanten, die größere Überlappungen oder Lücken haben als die eingestellte Toleranz,
werden rot gekennzeichnet.
8. Zusätzlich erscheint, durch das Aktivieren von „Mit Anwenden bestätigen“, eine neue Dialogbox
über die man gezielt bestimmte Bereiche analysieren kann.

f Einige der in dieser Dialogbox aufrufbaren Analysemethoden haben wir bereits im Laufe des
Kurses kennen gelernt:
f Geometrie überprüfen, um z.B. Flächenselbstüberschneidungen analysieren zu können
(vgl. Kapitel 9)
f Kurvenanalyse, um z.B. Wendepunkte, Spitzenpunkte oder den Krümmungskamm für Kanten anzeigen
zu können (vgl. Kapitel 4)
f Abweichungsanalyse, um z.B. maximalen Abstand zwischen Kanten ermitteln zu können

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(vgl. Kapitel 17)
f Eine weitere wichtige Analysemethode, die Schnittanalyse, wird am Ende dieses Kapitels näher
erläutert.

NX4 - FF / Seite 304


Abweichungsanalyse: Geometrie überprüfen (Examine Geometrie)

Menüleiste: Analyse B Geometrie überprüfen...


(Analyse B Examine Geometrie...)
f Diese Funktion, die bereits allgemein in Kapitel 9 besprochen
wurde, kann auch als Analysewerkzeug verwendet werden, um
Lücken oder Überlappungen innerhalb eines Volumenkörpers
festzustellen.

Vorgehensweise:
1. Im Dialogfenster "Geometrie überprüfen (Examine Geometry)“ den
Wert "Abstand (Distance)“ auf ein kleines Vielfaches der Abstands-
toleranz für die Konstruktion setzen.

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2. Dafür muss das Kontrollkästchen „Toleranzen (Tolerances)“ im Abschnitt
„Kanten (Edges)“ des Dialogfensters aktiviert werden.
3. Ein Wert zwischen 0,003 mm und 0,005 mm wäre für die Verwendung
mit einer für die Konstruktion feststehenden Abstandstoleranz von
0,001 mm geeignet.
4. Wenn die Option "Geometrie überprüfen (Examine Geometry)“ angibt,
dass dieser Schwellenwert überschritten wurde, kann das Modell als
verdächtig angesehen werden.
5. In diesem Fall sollten der Bereich und die an die Kanten angrenzenden
Flächen, die außerhalb des Toleranzbereichs liegen, genau geprüft werden,
um festzustellen, ob bei den Konstruktionstechniken Probleme aufgetreten sind.
NX4 - FF / Seite 305
Abweichungsanalyse: Dynamische Kantenabweichungsanalyse

Menüleiste: Analyse B Abweichung B Messung...


(Analysis B Deviation B Gauge...)
f Mit dieser Option kann die Abweichung einer Kurve oder Fläche in
Bezug auf andere geometrische Elemente geprüft werden. Darüber
hinaus liefert die Option grafisches und numerisches Feedback in
Echtzeit.
f Die Funktion ist allerdings nur mit der Shape-Studio Lizenz jederzeit
verfügbar. Ohne diese Lizenz kann diese Funktion nur innerhalb der
Poländerungsbefehle von Splines oder Flächen aufgerufen werden.
f Vorteil der Funktion „Kollision“ gegenüber den statischen Prüf-

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methoden:
f Das Abweichungsergebnis kann in Form von Nadeln angezeigt werden,
auf denen der definierte Grenzwert angezeigt werden kann.
f Das Abweichungsmaximum kann erkennbar markiert und als Dezimalzahl ausgegeben werden
f Es sind unterschiedlichste Arten von Referenzobjekten auswählbar
f Das Analyseergebnis ist ein assoziatives Objekt, welches sich bei nachträglichen Änderungen
an den Flächen oder Kanten automatisch anpasst.

NX4 - FF / Seite 306


Abweichungsanalyse: Dynamische Kantenabweichungsanalyse

Vorgehensweise:
f Eine Kurve oder Fläche auswählen, bei der eine Analyse
ausgeführt werden soll.
f Auf eine der Referenzschaltflächen klicken, um das
Referenzelement definieren zu können, zu dem geprüft
werden soll.
f Die gewünschten Optionen für die Abweichungsanzeige aktivieren.
Für die Anzeige kann eine beliebige Kombination ausgewählt
werden.
f Durch verschiedene Schieberegler lässt sich die
Abweichungsanzeige dynamisch anpassen.

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NX4 - FF / Seite 307
Schnittanalyse (Section Analysis)

Menüleiste: Analyse B Form B Schnitt...


(Analyse B Shape B Section...)
f Diese Analyse ist vergleichbar mit der in Kapitel 4
besprochenen Kurvenanalyse, jedoch mit dem
Unterschied, dass man innerhalb dieser Funktion
Schnittkurven auf Flächen erzeugt, auf welche man
unterschiedlichen Kurvenanalyseverfahren anwenden
kann.
f Die Funktion ist allerdings nur mit der Shape-Studio
Lizenz jederzeit verfügbar. Ohne diese Lizenz kann

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diese Funktion nur bei Befehlen verwendet werden,
die das Kontrollkästchen „Mit Anwenden bestätigen“
besitzen.
f Diese Funktion ermöglicht eine gezielte Analyse von Flächen auf wellige Bereiche.
f Die Funktion kann unterstützend zur Flächenanalyse-Radius angewendet werden (vgl.
Kapitel 9).

NX4 - FF / Seite 308


Schnittanalyse (Section Analysis): Vorgehensweise

1. Fläche(n) auswählen, bei der eine Schnittanalyse


durchgeführt werden soll.
2. Einen Schnitttyp auswählen, über den die
Schnittebene erzeugt werden soll
f Vierendiges Gitter
f Dreiendiges Gitter
f Kreisförmiges Gitter
f Isoparametrisches Gitter
f Senkrecht zu Kurve
3. Ggf. Rastertyp und Gitterebene einstellen.

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4. Anzahl der Schnitte und Abstände einstellen.
5. Die gewünschte Kurvenanalyse aktivieren.
6. Bei Bedarf Schnittkurven erzeugen.

NX4 - FF / Seite 309


Flächenanalyse: Neigung (Slope)

Menüleiste: Analyse B Form B Fläche B Neigung...


(Analyse B Shape B Face B Slope...)

f Diese Analyse ermöglicht, das Messen der Winkel zwischen den Flächennormalen-
vektoren und dem vom Benutzer definierten Referenzvektor.
f Die Neigung ist von 90° bis –90° festgelegt. Dies bedeutet, das eine Neigung in einem
Punkt 0 ist, wenn die betreffende Flächennormale parallel zum Referenzvektor verläuft.

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NX4 - FF / Seite 310
Flächenanalyse: Neigung (Slope)

f Die Steigungsanalyse ist besonders für die Entwicklung von Gussartikeln hilfreich. Man
kann sich den Referenzvektor als die Richtung vorstellen, in der das Werkzeug
weggezogen werden soll. Wenn eine negative Steigung vorhanden ist, liegt ein
Hinterschnitt vor (nicht entformbar).

Vorgehen:
1. zu analysierende Flächen wählen
2. Darstellungstyp wählen
3. Datenbereich festlegen

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4. Referenzvektor wählen
5. Bestätigen

NX4 - FF / Seite 311


Flächenanalyse: Abstand (Ebene)

Menüleiste: Analyse B Form B Fläche B Abstand...


(Analysis B Shape B Face B Distance...)

f Mit dieser Option wird der Abstand von einem beliebigen Punkt auf der Fläche zu einer
Referenzebenen ermittelt.

f Vorgehen: wie bei der Neigungsanalyse. Nur das hier eine Referenzebene, anstatt eines
Reverenzvektors angegeben wird.
-- Drei
Drei Punkte
Punkte

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-- Zwei
Zwei Tangentenflächen
Tangentenflächen -- Zwei
Zwei Linien
Linien
-- Punkt,
Punkt, Tangentenfläche
Tangentenfläche -- Punkt,
Punkt, senkrecht
senkrecht Kurve
Kurve
-- Koeffizienten
Koeffizienten -- Ebene
Ebene des
des Objekts
Objekts
-- Parallel
Parallel durch
durch Punkt
Punkt -- Ebene
Ebene des
des KSYS
KSYS
-- Parallel mit Abstand
Parallel mit Abstand -- Vorhandene
Vorhandene Ebene
Ebene
-- Senkrecht,
Senkrecht, durch
durch Linie
Linie

NX4 - FF / Seite 312


Übungen

f Kantenabweichung analysieren
Übung: X4FF-1501 Analyse Pfannengriff
Arbeitsbuch: Seite 241

f Entformbarkeit prüfen
Übung: X4FF-1502 Spritzgussteil (Neigungsanalyse)
Arbeitsbuch: Seite 247

f Winkelfehler prüfen

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Übung: X4FF-1503 Fläche-2 (Winkelfehleranalyse)
Arbeitsbuch: Seite 251

f Bauteilabmessungen ermitteln
Übung: X4FF-1504 Spritzgussteil-2 (Abstandsanalyse)
Arbeitsbuch: Seite 255

NX4 - FF / Seite 313


NX4 - FF / Seite 314

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Kapitel 16: Flächen bearbeiten, Teil 2

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 315
Inhalt / Content

Seite
Kapitel 16: Flächen bearbeiten, Teil 2
Global Formgebung 317
Typ: Überkronen 318
Typ: Dehnen 320
Allgemeines Polster / Allgemeine Tasche 326
Erweiterung (Extension) 333
Regelerweiterung (Law Extension) 339
Vergrößern / Verkleinern 346
Aufpolstern (Quilt) 349
Pol verschieben 356
X-Form (Shape Studio) ---
Übungen 361

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NX4 - FF / Seite 316
Globale Formgebung (Global Shaping)

Menüleiste: Bearbeiten B Fläche B Globale Formgebung ...


(Edit B Surface B Global Shaping ...)

f Die Funktion "Global Shaping" (Globale Formgebung) ermöglicht das Verformen einer
Oberfläche auf vorhersehbare Weise bei voller Assoziativität des Ergebnisses. Diese Funktion
kann bei der Gestaltung verwendet werden, wenn eine vorhandene Oberfläche geändert, ihre
ästhetischen Eigenschaften aber beibehalten werden sollen. Bei Fertigungsoperationen kann
die Option "Global Shaping" (Globale Formgebung) zum Ändern einer Oberfläche verwendet
werden, um Rückfederungseffekte bei der Metallformung auszugleichen.

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Typenauswahl

Steuerungsauswahl

Ausgabeart

NX4 - FF / Seite 317


Globale Formgebung: Typ „Überkronen (Overcrown) “

f Erzeugt eine neue Fläche durch "Überkronen" einer ausgewählten Fläche.


f Bei der Steuerung über Funktion wird eine Regel – vordefiniert oder anwenderdefiniert – zum
Formen einer neuen Fläche angewandt. Diese Regel basiert auf einer ausgewählten, zu
überkronenden Fläche, einem begrenzten Bereich, einem Punkt im Formungsbereich und einer
Richtung zur Kontrolle der Deformation der neuen Fläche.

Bereichsbegrenzung, Punkt im
Formungsbereich, Verformungsrichtung
(Höhe)

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Vektormethode für Verformungsrichtung

Höhensteuerung

Übergangsregeloption

Profilsteuerung
Facettenanzeige

NX4 - FF / Seite 318


Globale Formgebung:
Überkronen (Overcrown) mit Steuerung über Funktion (Conrol by Function)
f Im Hauptdialogfenster den Typ „Überkronen“ und die „Steuerung über Funktion“ einstellen, dann die zu
überkronende Fläche wählen und mit „OK“ oder „Anwenden“ ins Funktionsdialogfenster wechseln.
f Im ersten Auswahlschritt eine geschlossene Kurve oder einen Konturzug für die Bereichsbegrenzung
wählen.
f Es wird eine dynamische Darstellung des neuen Flächenkörpers erzeugt.
f Optional in den beiden folgenden Auswahlschritten den Bereichspunkt und die Vektorrichtung neu
definieren.
f Bei Bedarf kann über den Schalter „Facettenanzeige“ eine facettierte Darstellung der Fläche erfolgen.
f Mit Hilfe der Höhensteuerung, der Übergangsregeloption und der Profilsteuerung kann nun die Fläche
weiter verformt werden.
f Die Größe der Verformung wird durch die eingestellte Konstruktionstoleranz begrenzt, da die Fläche
iterativ berechnet wird und die Anzahl der Iterationsschritte begrenzt ist. Je kleiner die Toleranz, desto
mehr Iterationsschritte werden benötigt.

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f Abschließen und Erzeugen der Fläche mit „OK“.

NX4 - FF / Seite 319


Globale Formgebung / Typ: Dehnen (Stretch)

f Erzeugt eine neue Fläche durch „Dehnen" einer ausgewählten Fläche.


f Bei der Steuerung über Funktion wird eine Regel – vordefiniert oder anwenderdefiniert – zum
Formen einer neuen Fläche angewandt. Diese Regel basiert auf einer ausgewählten, zu
dehnenden Fläche, einem begrenzten Bereich, einem Punkt im Formungsbereich und je einer
Richtung zur Kontrolle der Dehnungsebene und der Dehnungsrichtung der neuen Fläche.

Bereichsbegrenzung, Punkt im Formungsbereich,


Verformungsrichtung (Normale der Ebene),

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Dehnungsrichtung

Vektormethode für Verformungs- u. Dehnungsrichtung

Dehnungssteuerung

Übergangsregeloption

Profilsteuerung
Facettenanzeige

NX4 - FF / Seite 320


Globale Formgebung:
Dehnen (Stretch) mit Steuerung über Funktion (Conrol by Function)
f Im Hauptdialogfenster den Typ „Dehnen“ und die „Steuerung über Funktion“ einstellen, dann die zu
dehnende Fläche wählen und mit „OK“ oder „Anwenden“ ins Funktionsdialogfenster wechseln.
f Im ersten Auswahlschritt eine geschlossene Kurve oder einen Konturzug für die Bereichsbegrenzung
wählen.
f Es wird eine dynamische Darstellung des neuen Flächenkörpers erzeugt.
f Optional in den drei folgenden Auswahlschritten den Bereichspunkt, die Vektorrichtung für die
Dehnungsebene und die Vektorrichtung für die Dehnungsrichtung neu definieren.
f Bei Bedarf kann über den Schalter „Facettenanzeige“ eine facettierte Darstellung der Fläche erfolgen.
f Mit Hilfe der Dehnungssteuerung, der Übergangsregeloption und der Profilsteuerung kann nun die Fläche
weiter verformt werden.
f Die Größe der Verformung wird durch die eingestellte Konstruktionstoleranz begrenzt, da die Fläche
iterativ berechnet wird und die Anzahl der Iterationsschritte begrenzt ist. Je kleiner die Toleranz, desto
mehr Iterationsschritte werden benötigt.

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f Abschließen und Erzeugen der Fläche mit „OK“.

NX4 - FF / Seite 321


Globale Formgebung:
Überkronen (Overcrown) mit Steuerung über Oberfläche (Conrol by Surface)

f Erzeugt eine neue Fläche durch "Überkronen" einer ausgewählten Fläche.


f Bei der „Steuerung über Oberfläche“ wird die Regel zum Überkronen über die Abweichung einer
Grundfläche und einer Kontrollfläche definiert.

Basisfläche

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Facettenanzeige

zusätzliche Kontrollfläche oder

Pole verschieben

NX4 - FF / Seite 322


Globale Formgebung:
Überkronen (Overcrown) mit Steuerung über Oberfläche (Conrol by Surface)
f Im Hauptdialogfenster den Typ „Überkronen“ und die „Steuerung über Oberfläche“ einstellen, dann die zu
überkronende Fläche wählen und mit „OK“ oder „Anwenden“ ins Funktionsdialogfenster wechseln.
f Im ersten Auswahlschritt eine Basisfläche (immer B-Fläche!, z.B. über Regelfläche erzeugt) wählen.
f Es wird eine dynamische Darstellung des neuen Flächenkörpers erzeugt.
f Im folgenden Auswahlschritt entweder eine weitere Kontrollfläche wählen, deren Abweichung zur
Basisfläche die Verformung der zu überkronenden Fläche ergibt, oder den Schalter „Pol verschieben“
wählen. Damit wird eine unparametrische Kopie der Basisfläche erzeugt, deren Pole verschoben werden.
Die Abweichung zur Original-Basisfläche ergibt dann wieder die Verformung der zu überkronenden
Fläche.
f Bei Bedarf kann über den Schalter „Facettenanzeige“ eine facettierte Darstellung der Fläche erfolgen.
f Die Größe der Verformung wird durch die eingestellte Konstruktionstoleranz begrenzt, da die Fläche
iterativ berechnet wird und die Anzahl der Iterationsschritte begrenzt ist. Je kleiner die Toleranz, desto
mehr Iterationsschritte werden benötigt.

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f Abschließen und Erzeugen der Fläche mit „OK“.

Kontrollfläche

Basisfläche

überkronte Fläche

zu überkronende Fläche

NX4 - FF / Seite 323


Globale Formgebung:
Dehnen (Stretch) mit Steuerung über Oberfläche (Conrol by Surface)

f Erzeugt eine neue Fläche durch „Dehnen" einer ausgewählten Fläche.


f Bei der „Steuerung über Oberfläche“ wird die Regel zum Dehnen über die Abweichung einer
Grundfläche und einer Kontrollfläche definiert.

Basisfläche

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Facettenanzeige

zusätzliche Kontrollfläche oder

Pole verschieben

NX4 - FF / Seite 324


Globale Formgebung:
Dehnen (Stretch) mit Steuerung über Oberfläche (Conrol by Surface)
f Im Hauptdialogfenster den Typ (Dehnen) und die Steuerung (über Oberfläche) einstellen, dann die zu
dehnende Fläche wählen und mit „OK“ oder „Anwenden“ ins Funktionsdialogfenster wechseln.
f Im ersten Auswahlschritt eine Basisfläche (immer B-Fläche!, z.B. über Regelfläche erzeugt) wählen.
f Es wird eine dynamische Darstellung des neuen Flächenkörpers erzeugt.
f Im folgenden Auswahlschritt entweder eine weitere Kontrollfläche wählen, deren Abweichung zur
Basisfläche die Verformung der zu dehnenden Fläche ergibt, oder den Schalter „Pol verschieben“
wählen. Damit wird eine unparametrische Kopie der Basisfläche erzeugt, deren Pole dann verschoben
werden. Die Abweichung zur Original-Basisfläche ergibt dann wieder die Verformung der zu dehnenden
Fläche.
f Bei Bedarf kann über den Schalter „Facettenanzeige“ eine facettierte Darstellung der Fläche erfolgen.
f Die Größe der Verformung wird durch die eingestellte Konstruktionstoleranz begrenzt, da die Fläche
iterativ berechnet wird und die Anzahl der Iterationsschritte begrenzt ist. Je kleiner die Toleranz, desto
mehr Iterationsschritte werden benötigt.

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f Abschließen und Erzeugen der Fläche mit „OK“.

Kontrollfläche

Basisfläche

gedehnte Fläche

zu dehnende Fläche

NX4 - FF / Seite 325


Allgemeines Polster (General Pad) / Allgemeine Tasche (Pocket)

Menüleiste: Einfügen B Konstruktionsformelement B Polster ... / Tasche …


B Allgemein...
(Insert B Design Feature B Pad ... / Pocket … B General)
f Mit den Funktionen Allgemeines Polster und Allgemeine Tasche lassen sich u.a. in
Freiformflächen komplexe Polster und Taschen erzeugen. Beide Funktionen benötigen
keine planare Bezugsfläche und können beliebige Kurvenzüge aufweisen. Da beide
Funktionen hinsichtlich des Einsatzes an Flächenkörpern nahezu identisch sind,
beschränkt sich dieser Teil des Handbuches daher
auf das Polster.
f Im Gegensatz zur Vorangegangenen Funktion der

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globalen Formgebung, lassen sich mit dem Polster
exakte Formen definieren.

NX4 - FF / Seite 326


Allgemeines Polster (General Pad) : Menüfenster

Auswahlschritte

Filteroptionen

Auswahlschritt abhängige
Optionen

Konturzugausrichtungs-

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optionen

Radienoptionen

weitere Optionen

NX4 - FF / Seite 327


Allgemeines Polster (General Pad) : Auswahlschritte

f Auswahl der Platzierungsflächen für das Polster. Die Unterseite des Polsters folgt den
Konturen der Platzierungsfläche.
f Auswahl der aneinander grenzenden Kurven für die Kontur der Polsterunterseite.
f Auswahl der Kopfflächen für das Polster. Die Oberseite des Polsters folgt den
Konturen der Kopffläche.
f Auswahl der aneinander grenzenden Kurven für die Oberseite des Polsters.
f Falls sich die Kurven/Kanten der Platzierungs-Kontur nicht auf der Platzierungsfläche
befinden, wird dieser Schritt aktiviert, damit der Anwender den Vektor definieren kann,
der die Kurven/Kanten auf die Platzierungsfläche projiziert.
f Wird die obere Fläche als Verschiebung (Translation) definiert, aktiviert das System
diesen Schritt, damit der Translationsvektor definiert werden kann.
f Falls sich die Kurven/Kanten nicht auf der oberen Fläche befinden, wird dieser Schritt
aktiviert, damit der Anwender den Vektor definieren kann, der die Kurven/Kanten auf

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die Kopffläche projiziert.
f Auswählen von Punkten zur Ausrichtung auf der Kopf-Kontur. Dieser Schritt steht zur
Verfügung, wenn Kurven für beide Konturen ausgewählt wurden und „Punkte
angeben“ für die „Methode für Konturausrichtung“ ausgewählt wurde.
f Auswählen von Punkten zur Ausrichtung auf der Platzierungs-Kontur. Dieser Schritt
steht zur Verfügung, wenn Kurven für beide Konturen ausgewählt wurden und „Punkte
angeben“ für die „Methode für Konturausrichtung“ ausgewählt wurde.
f Soll das Polster nicht in dem Körper liegen, zu dem die erste ausgewählte
Platzierungsfläche gehört, muss der gewünschte Körper als Zielkörper ausgewählt
werden.

NX4 - FF / Seite 328


Allgemeines Polster (General Pad) : Auswahlschritt-Optionen

f Angabe der Projektion der Kopfflächenkurven (Vom oberem Umriss) auf die Fläche
zum Erzeugen der Platzierungskontur, wenn keine Platzierungskurven gewählt
werden, bzw. Definition der Projektion der Platzierungsflächenkurven (Von
Platzierumriss), wenn keine Kopfflächenkurven gewählt wurden.

f Wenn Platzierungs- od. Kopfradien angegeben werden, kann mit einer der beiden hier
erscheinenden Optionen (Theoretisch od. Tangente) bestimmt werden, wie die
Platzierungs- bzw. Kopfkontur erzeugt werden soll.
f Theoretisch : Die Platzierungs- bzw. Kopfkonturkurven stellen die theoretische
Schnittkante der Polsterseiten mit der Platzierungs- bzw. Kopfkonturfläche dar.
f Tangente : Die Platzierungs- bzw. Kopfkonturkurven stellen die

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Tangentenkante zwischen dem Platzierradius und der Platzierungs- bzw.
Kopfkonturfläche.

f Angabe von Offsetwerten zur Kopf- bzw. Platzierungsfläche.

f Angabe des Projektionsvektors

NX4 - FF / Seite 329


Allgemeines Polster (General Pad) : weitere Optionen

f Hier wird die Methode zur Ausrichtung der Konturzüge angegeben, wenn Kurven
sowohl für die Kopf- als auch Platzierungskontur angegeben wurden.
Die Ausrichtungsoptionen, ähnlich denen der Funktion „Freiformfläche durch Kurven“
sind:
f Enden Ausrichten: wenn beide Konturzüge die selbe Anzahl von Kurven
aufweisen.
f Punkte angeben: Hier werden die auszurichtenden Punkte in beiden
Konturzügen definiert.
f Parametrisch: Mit dieser Option werden die Konturen an Punkten in gleichen
Parameterintervallen ausgerichtet.
f Bogenlänge: Mit dieser Option werden die Konturen an Punkten in gleich
langen Bogenlängenintervallen ausgerichtet.
f Konstruktionszug für Platzierung: Mit dieser Option werden die Konturkurven

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mit Hilfe von Ebenen ausgerichtet. Diese verlaufen senkrecht zur Platzierungs-
Kontur und schneiden sich mit der Kopf-Kontur. Die Ausrichtung erfolgt über
diese Schnittpunkte.
f Oberer Konstruktionszug: wie vor, jedoch umgekehrt für die Kopfkontur.

f Definition von Radien an der Kopf- bzw. Platzierungskontur, konstant oder


regelgesteuert.

f Polster-Bereich umkehren: steht nur bei offenen Profilzügen zur Verfügung


f Polster zuordnen: Boolesche Verknüpfung der Flächen

NX4 - FF / Seite 330


Allgemeines Polster (General Pad) : Vorgehensweise

1. Platzierungsfläche(n) angeben.
2. Platzierungskontur angeben.
3. Projektionsvektor für Platzierungskontur angeben.
4. Kopffläche(n) angeben.
5. Kopfkontur angeben.
6. Projektionsvektor für Kopfkontur angeben.
7. Methode für die Konturzugausrichtung festlegen.
8. Radien an der Platzierungs- bzw. Kopfkontur und ggf. an den Ecken (wenn nicht schon in den
Konturzügen vorhanden) angeben.
9. Optional den Zielkörper wählen.

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10. Polster durch „Anwenden“ erzeugen.

NX4 - FF / Seite 331


Allgemeines Polster (General Pad) : Hinweise

f Für die Selektion in den einzelnen Auswahlschritten die Funktion „Auswahlzweck“


verwenden.

f Als Kopffläche kann auch eine andere Freiformfläche oder Bezugsebene dienen.

f Statt Kurven können auch Kanten ausgewählt werden.

f Die Kopf- bzw. Platzierungskontur muss nicht notwendigerweise auf der jeweiligen
Fläche liegen.

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f Die Seitenflächen stellen Regelflächen dar.

NX4 - FF / Seite 332


Erweiterung (Extension) : Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Fläche B Erweiterung ...


(Insert B Surface B Extension ...)
(nur mit der Anwendung „Shape Studio“! Sonst nur über die Toolbar „Oberfläche“)

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NX4 - FF / Seite 333
Erweiterung (Extension) : Tangential

f Ermöglicht die Erzeugung von Flächenkörpern, die tangential zu einer Fläche verlaufen.
Es kann entweder eine Feste Länge vorgegeben werden, oder eine prozentuale Länge,
bezogen auf die U- bzw. V-Länge der Fläche in Abhängigkeit der gewählten Kante. Bei
der prozentualen Längenangabe kann zwischen der Kanten- od. der Eckenverlängerung
gewählt werden.

f Vorgehensweise feste Länge:


1. Grundfläche auswählen.
2. Flächenkante (innerhalb der Fläche)
auswählen (Vektor erscheint).
3. Länge eingeben und „OK“.

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f Vorgehensweise prozentuale Länge:
1. Kantenverlängerung oder Eckenver-
längerung auswählen.
2. Grundfläche auswählen.
3. Die betreffende Kante oder Ecke auswählen. Erweiterungsfläche tangential
an Kante
4. Den oder die Prozentwerte angeben.

NX4 - FF / Seite 334


Erweiterung (Extension) : Senkrecht zu Oberfläche (Normal to Surface)

f Ermöglicht die Erzeugung von Flächenkörpern, die senkrecht (normal) zu einer Fläche
entlang einer bestehenden Kurve auf der Fläche verlaufen.
Bei dieser Erweiterungsfläche verlaufen alle Isoparameterlinien rechtwinklig zur
gewählten Grundfläche. Die zur Grundfläche entgegen gesetzte Kante ist von der
Grundfläche in einem angegebenen Abstand entlang zur Normalen der Grundfläche
versetzt.
f Vorgehensweise:
1. Grundfläche auswählen.
2. Kurve auf der Fläche auswählen.
Es wird ein Vektor in der Mitte der Kurve
für die positive Richtung der Länge angezeigt.

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3. Länge eingeben und „OK“. Bei der Angabe einer
negativen Länge wird die Fläche in der entgegen-
gesetzten Richtung zum angezeigten Vektor
erzeugt.

Erweiterungsfläche senkrecht
auf der Grundfläche

extrahierte Kante (Kurve)

NX4 - FF / Seite 335


Erweiterung (Extension) : Gewinkelt (Angled)

f Ermöglicht die Erzeugung von Flächenkörpern in einem angegebenen festen Winkel mit
einer definierten festen Länge zu einer Fläche entlang einer bestehenden Kurve auf der
Fläche.
Die Fläche mit 0 Grad ist dabei ähnlich (nicht identisch) der tangentialen Erweiterung. Die
Fläche mit 90 Grad entspricht dabei der senkrechten Erweiterung.

f Vorgehensweise:
1. Grundfläche auswählen.
2. Kurve auf der Fläche auswählen.
Es werden zwei Vektoren in der Mitte
der Kurve angezeigt. Einer für die

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0 Grad Richtung (tangential zur Fläche)
und einer für die 90 Grad Richtung
(senkrecht zur Fläche). Diese dienen zur
Orientierung der nachfolgende Werteeingaben.
3. Länge und Winkel eingeben und „OK“. Bei
der Angabe einer negativen Länge wird die
Erweiterungsfläche gewinkelt
Fläche in der entgegen gesetzten Richtung auf der Grundfläche
zum angegebenen Winkel-Vektor erzeugt.
extrahierte Kante (Kurve)

NX4 - FF / Seite 336


Erweiterung (Extension) : Kreisförmig (Circular)

f Ermöglicht die Erzeugung von kreisförmigen Flächenkörpern entlang einer Kante einer
gewählten Fläche, deren Krümmungsradius aus der Kante der Fläche abgeleitet wird.
Die Länge kann entweder fest oder prozentual definiert werden.

f Vorgehensweise:
1. Längendefinition auswählen
(fest oder prozentual).
2. Grundfläche auswählen.
3. Flächenkante auswählen.

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4. Gewünschte Länge oder Prozentwerte
angeben.

kreisförmige
Erweiterungsfläche

NX4 - FF / Seite 337


Erweiterung (Extension) : Hinweise

f Bei der tangentialen Erweiterung darf keine getrimmte Kante gewählt werden.
Alternativ muss in solchen Fällen die gewinkelte Erweiterung mit 0 Grad gewählt werden.

f Bei den Funktionen „Senkrecht zu Oberfläche“ und „Gewinkelt“ müssen zwingend Kurven
auf der Fläche ausgewählt werden. Diese können z.B. durch Projektion von Skizzen
(auch in der Fläche) oder durch Extrahieren von Kantenkurven erzeugt werden.

Achtung!
Es können selbstschneidende Flächen entstehen (insbesondere bei der kreisförmigen
Erweiterung).

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f Diese Erweiterungsflächen können als Alternative zum allgemeinen Polster (oder
Tasche) benutzt werden. Jedoch ist hier der Aufwand höher (Projizierte Kurven,
Erweiterungsfläche, Offsetfläche, Verrundung, Trimmen).

NX4 - FF / Seite 338


Regelerweiterung (Law Extension) : Menüfenster

Menüleiste: Einfügen B Flanschfläche B Regelerweiterung ...


(Insert B Flange Surface B Law-Extension ...)
f Mit dieser Funktion können Sie für eine bestehende Grundfläche eine regelgesteuerte
Erweiterung erzeugen, die entweder dynamisch oder mit Regeln für Abstand und Winkel
erzeugt werden kann. Es können Flansche oder Erweiterungen erzeugt werden, bei
denen eine bestimmte Richtung zu beachten ist oder die Ausgangsfläche referenziert
werden soll, wie zum Beispiel bei Gussformkonstruktionen, wo die Konstruktionsrichtung
bei der Erzeugung von Trennflächen eine äußerst wichtige Rolle spielt.

Referenzmethode zur Ableitung der Winkelrichtung

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(Flächen, Vektor)

Auswahlschritte (Kanten bzw. Kurven auf


Oberfläche, Fläche, Vektor, Konstruktionszug,
Regeldefinition)
Regelmethode (Dynamisch oder Allgemein)

Regelparameter (bei Regelmethode „Allgemein“)

Optionen

NX4 - FF / Seite 339


Regelerweiterung (Law-Extension) :
Regelspezifikationsmethode (Law Specification Method) „Allgemein (General) “

f Hierbei wird die Erweiterungsfläche Dialogorientiert über Regelparameter erzeugt.


Dabei stehen alle Optionen des „Regeluntermenüs“ zur Verfügung.

f Vorgehensweise:
1. Eine Kante oder Kurve für den Grundkurvenkonturzug auswählen. Dabei
muss die Kurve nicht zwingend auf einer Fläche liegen.
2. Die Referenzmethode zur Ermittlung des Winkelvektors auswählen.
f wird als Referenzmethode „Fläche“ gewählt, sind anschließend eine oder
mehrere Flächen auszuwählen, deren tangentialer Flächenvektor die
0-Grad-Richtung angibt. Zur Orientierung wird vom System zusätzlich der
90-Grad-Vektor angezeigt.
f wird als Referenzmethode „Vektor“ gewählt, ist anschließend mit der Vektor-

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methode der 0-Grad-Vektor anzugeben.
3. Durch Spezifizieren eines optionalen Konstruktionszugs ändern Sie die
Methode, mit der die Orientierung des lokalen Koordinatensystems und
damit die Richtung des 0-Grad-Vektors festgelegt wird.
4. Über die Schalter „Abstand“ und „Winkel“ die entsprechenden Regelpara-
meter eingeben.
5. „Verlängerung auf beiden Seiten“ aktivieren, wenn die Erweiterungsfläche
in positiver und negativer Vektorrichtung erfolgen soll.
6. „Flächen wenn möglich Vereinigen“ ausschalten, wenn dies nicht erwünscht ist und anschließend „OK“
oder „Anwenden“.

NX4 - FF / Seite 340


Regelerweiterung (Law-Extension) :
Regelspezifikationsmethode (Law Specification Method) „Allgemein (General) “

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NX4 - FF / Seite 341
Regelerweiterung (Law-Extension) :
Regelspezifikationsmethode (Law Specification Method) „Dynamisch (Dynamic) “

f Hierbei wird die Erweiterungsfläche Dynamisch über „Handles“ und Parameter-


eingabefelder erzeugt.

Vorgehensweise:
1. Den Grundkurvenkonturzug, die Referenzmethode und ggf. den
Vektor wie bei der Methode „Allgemein“ auswählen.
2. Beim Wechsel auf den anschließenden Auswahlschritt werden
dann die dynamischen „Handles“ an den Endpunkten der Grundkurve
angezeigt. Durch Auswahl weiterer Punkte auf der Grundkurve
können zusätzliche „Handles“ erzeugt werden, um somit für eine

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größere Flexibilität der Flächenerzeugung zu erhalten.
3. Mit Hilfe der „Handles“ die Erweiterungsfläche dynamisch
verformen.
4. „Verlängerung auf beiden Seiten“ aktivieren, wenn die Erweite-
rungsfläche in positiver und negativer Vektorrichtung erfolgen soll.
5. „Flächen wenn möglich Vereinigen“ ausschalten, wenn dies nicht
erwünscht ist und anschließend „OK“ oder „Anwenden“.

NX4 - FF / Seite 342


Regelerweiterung (Law-Extension) :
Regelspezifikationsmethode (Law Specification Method) „Dynamisch (Dynamic) “

Handlebasispunkt Abstandshandle
Winkelhandle
mit Eingabefeld

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Verlängerung auf
beiden Seiten

NX4 - FF / Seite 343


Regelerweiterung (Law-Extension) :
Regelspezifikationsmethode „Dynamisch“: Übergangsoptionen

f Mit der rechten Mausetaste (MT3) können verschiedene Übergangsoptionen auf den
Abstands- und Winkelhandles gewählt werden.
f Für die Start- u. Benutzerhandles: Konstant, Linear, Verrundung, Min/Max, Übergang auf alle anwenden.
f Für die Endabstands- u. Winkelhandles: Verrundung, Min/Max.
f Zusätzlich nur für die Winkelhandles: Ursprüngliche Referenz festlegen.

f Konstant:
f erzeugt ein konstantes Segment vom gewählten Punkt bis zum nächsten in Richtung Ende.
f Linear:
f erzeugt ein lineares Segment vom gewählten Punkt bis zum nächsten in Richtung Ende.
f Verrundung:

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f erzeugt einen tangentenstetigen Übergang zwischen den Segmenten.
f Min/Max:
f erzeugt einen kubischen bzw. S-förmigen glatten Übergang zwischen den Segmenten.
f Übergang auf alle anwenden:
f wendet den Übergangstyp des Starthandles auf alle Handles an.
f Ursprüngliche Referenz festlegen:
f setzt die Winkelorientierung auf Null zurück.

NX4 - FF / Seite 344


Regelerweiterung (Law Extension) : Hinweise

f Zusätzliche Basispunkte können durch MT3 gelöscht werden (Methode: Dynamisch).

f Abstand und Winkel der Basispunkte werden solange durch die benachbarten Handles
mitgezogen, bis an dem Handle des Punktes selbst geändert wird (Methode: Dynamisch).

f Wenn ein Konstruktionszug gewählt wird, versucht das System unabhängig von der
Einstellung immer eine Vereinigung der Flächen (Methode: Allgemein).

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NX4 - FF / Seite 345
Vergrößern (Enlarge) / verkleinern: Menüfenster

Menüleiste: Bearbeiten B Fläche B Vergrößern ...


(Edit B Surface B Enlarge ...)

Editiermethoden: Linear Æ nur Vergrößern von 0% bis 100%


Natürlich Æ Vergrößern und Verkleinern von –99%
bis 100%

Eingeschaltet bewegen sich alle Schieber gleichzeitig

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Schieber zum Editieren der Fläche

Stellt alle Werte auf 0 zurück


Ermöglicht das Auswählen einer neuen zu bearbeitenden Fläche

Eingeschaltet wird eine assoziative Kopie der Originalfläche


bearbeitet. Bei Deckflächen von Volumenkörpern inaktiv und
eingeschaltet.

NX4 - FF / Seite 346


Vergrößern (Enlarge) / verkleinern

f Mit dieser Funktion können Flächen vergrößert (Linear) und verkleinert (Linear und
Natürlich) werden. Es können dabei sowohl Flächenkörper, als auch Deckflächen von
Volumenkörpern bearbeitet werden.
f Das Ergebnis wird immer von der ursprünglichen, ungetrimmten Fläche abgeleitet. Sollen
getrimmte Kanten editiert werden, so ist das nur mit der Kopie der ursprünglichen Fläche
möglich (Schalter einschalten!).
f Vorgehensweise
1. Zu verändernde Fläche auswählen.
2. Optionen wählen.
3. Werte eingeben oder mit den Schiebern ändern.

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4. OK oder Anwenden.

Auszuwählende Fläche

NX4 - FF / Seite 347


Vergrößern (Enlarge) / verkleinern : Hinweise

f In allen Richtungen muss immer 1% der Ausgangsfläche erhalten bleiben!

f Wird die Methode von Linear auf Natürlich während des Editierens umgestellt, werden
alle Werte auf 0 zurückgesetzt!

f Bei periodischen Flächen, z.B. Zylinderfläche, können nur die nicht periodischen
Begrenzungen editiert werden!

f Bei degenerierten Flächen, z.B. Dreiecksflächen ist auf Selbstüberschneidungen zu


achten!

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f In der Voreinstellung Konstruktion (Reiter „Freie Form“) den Schalter „Assoziative
Freiform bearbeiten“ einschalten, da sonst ein unparametrisches Formelement entsteht!
f Es kann immer die Originalfläche (nach der Bearbeitung keine zusätzliche Fläche) oder
eine Kopie (nach der Bearbeitung zusätzliche Fläche zur Originalfläche) bearbeitet
werden.

NX4 - FF / Seite 348


Aufpolstern (Quilt)

Menüleiste: Einfügen B Körper kombinieren B Aufpolstern ...


(Insert B Combine Bodies B Quilt ...)
(nur mit der Anwendung „Shape Studio“! Sonst nur über die Toolbar „Oberfläche“)

f Mit dieser Funktion können mehrere Oberflächen zu einer einzigen approximierten kombiniert
werden. Das Ergebnis ist immer eine Grad3x3-Oberfläche. Mit Hilfe einer Steuerungsfläche
werden neue Punkte auf die zu vereinfachenden Flächen projiziert, aus denen dann die neue
Fläche generiert wird.
f Diese Funktion ist daher besonders im NC-Bereich hilfreich, da hier oft einfache Flächen zum
Fräsen benötigt werden.
Originalflächen Aufpolsterungsfläche

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NX4 - FF / Seite 349
Aufpolstern (Quilt) : Menüfenster

Steuerungstyp: ermöglicht die Definition


der zu verwendenden Steuerungsfläche

Projektionstyp: dient zur Angabe des Richtungsvektors bei


der Projektion der Steuerungsfläche auf die Zielfläche
Projektionsgrenze: Abstandbegrenzung, falls der Projektionsvektor die Zielfläche
mehrfach trifft. Ist nur beim Projektionstyp „Entlang Steuerungssenkr.“ aktiv.

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Toleranzen: zur Definition der Abweichung der
Aufpolsterungsfläche von der Originalfläche

Die Berechneten Prüfpunkte werden während der Erzeugung angezeigt


Wenn aktiviert, erfolgt die Überprüfung auf Überlappungen

NX4 - FF / Seite 350


Aufpolstern (Quilt) : Steuerungstyp (Driver Type)

f Die Steuerungsfläche dient zur Rückprojektion der Prüfpunkte


zum Erzeugen der vereinfachten Fläche. Sie sollte immer
kleiner oder gleich der Größe der Originalflächen sein, da
sonst die Prüfpunkte ins Leere laufen. Es muss immer eine
B-Fläche sein!

f Kurvengitter (Mesh of Curves):


f Bei dieser Option müssen vorhandene Kurven zum Erzeugen einer B-Steuerungsfläche wie bei der
Funktion „Kurvengitter“ ausgewählt werden. Es müssen alle Kriterien erfüllt sein, wie sie auch für die
Funktion „Kurvengitter“ gelten. Es dürfen maximal 49 Leit- u. Querkurven angegeben werden.

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f B-Fläche (B-Surface):
f Diese Option ermöglicht die Auswahl einer vorhandenen B-Fläche. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn
mehrere Flächen Aufgepolstert werden sollen.

f Fläche vereinfachen (Self-Refit):


f Ermöglicht die Annäherung einer einzelnen und ungetrimmten B-Fläche. Hiermit kann eine Fläche hohen
Grades in eine Fläche mit dem Grad 3x3 angenähert werden.

NX4 - FF / Seite 351


Aufpolstern (Quilt) : Projektionstyp (Projection Type)

f Mit dieser Option wird eingestellt, ob der Richtungsvektor bei


der Projektion der Steuerungsfläche auf die Zielfläche ein ein-
zelner Vektor oder senkrecht zur Steuerungsfläche liegende
Vektoren sein sollen.

f Entlang eines Vektors (Along Fixed Vector):


f Ermöglicht die Definition eines Projektionsvektors mit Hilfe des Vektor-Konstruktors. Dabei ist es
unwichtig, ob ein positiver oder negativer Projektionsvektor definiert wird, sofern die Option „Auf
Überlappungen prüfen“ deaktiviert ist.

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f Entlang Steuerungssenkr. (Along Driver Normals):
f Diese Option ermöglicht die Verwendung senkrecht zur Steuerungsoberfläche stehender
Projektionsvektoren (Vektoren der Flächennormalen). Ist dieser Projektionstyp gewählt, ist die Eingabe
eines Wertes für „Projektionsgrenze“ möglich. Der voreingestellte Wert der Projektionsgröße beträgt das
zehnfache der Abstandstoleranz. Hiermit wird der Abstand begrenzt, mit dem die Prüfpunkte auf die
Zielfläche treffen, falls der Projektionsvektor die Zielfläche mehrfach schneidet, wie es z.B. bei
zylindrischen Flächen der Fall wäre.

NX4 - FF / Seite 352


Aufpolstern (Quilt) : Toleranzen und weitere Optionen

f Innerer Abstand (Inside Distance)


Kantenabstand (Edge Distance)
f Genauigkeit der Approximation im Inneren der Fläche und an den
4 Kanten.

f Innerer Winkel (Inside Angle)


Kantenwinkel (Edge Angle)
f Abweichung der Winkelapproximation im Inneren der Fläche und
an den 4 Kanten. Ein Wert von 90 Grad bedeutet hier, das keine
Abweichungsprüfung stattfindet.

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f Prüfpunkte anzeigen (Show Check Points)
f Ist diese Option aktiviert, werden bei der Approximation der aufge-
polsterten Fläche die zu berechnenden Prüfpunkte angezeigt.
Hierdurch wird der Funktionsprozess etwas langsamer, es können
jedoch auftretende Probleme erkannt werden.

f Auf Überlappungen prüfen (Check for Overlaps)


f Ist diese Option aktiviert, versucht das System sich überlappende Oberflächen bei der Approximation
zu beheben.

NX4 - FF / Seite 353


Aufpolstern (Quilt) : Vorgehensweise

1. Einen Steuerungstyp auswählen.


2. Einen Projektionstyp auswählen.
3. Geeignete Toleranzen einstellen.
4. Optionen aktivieren/deaktivieren
5. „OK“-Schaltfläche betätigen
6. Leit- u. Querkurven oder eine Steuerungsfläche auswählen.
7. Falls zutreffend den Projektionsvektor definieren.
8. Zielfläche(n) auswählen.

f Der Prozess kann jederzeit abgebrochen werden.

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NX4 - FF / Seite 354
Aufpolstern (Quilt) : Hinweise

f Die auszuwählenden Steuerungskurven oder –flächen müssen stets innerhalb der


Begrenzung der projizierten Fläche liegen!

f Die eingegebene Toleranz muss größer Null sein!

f Die maximale Winkeltoleranz ist 90 Grad, d.H. keine Winkeltoleranzprüfung!

f Eine evtl. vorhandene Lücke zwischen den Oberflächen muss größer sein als die
Abstandstoleranz!

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f Der Prozess kann unter Umständen sehr lange dauern! Es wird ein leistungsfähiger
Rechner empfohlen. Mit großen Toleranzwerten testen, dann an kleinere Werte
rantasten. Die Winkeltoleranz zunächst auf 90° belassen! Mit den Analysetools
anschließend die Qualität der Fläche beurteilen. Bei großen Flächen evtl. einen Nachtlauf
einplanen.

NX4 - FF / Seite 355


Pol verschieben (Move Pole)

Menüleiste: Bearbeiten B Fläche B Pol verschieben ...


(Edit B Surface B Move Pole ...)

f Die Funktion „Pol verschieben“ ermöglicht die Verschiebung der Pole eines Flächenkörpers.
Besonders hilfreich ist diese Option bei der Gestaltung ästhetischer Freiformen im interaktiven
Design, wie man sie zum Beispiel bei Konsumgütern oder Automobilkarrosserien findet. Die
Polverschiebung ermöglicht das Ändern einer Oberfläche, um deren Erscheinungsbild zu
verbessern oder um diese exakter an bestimmte Kriterien wie minimaler Abstand oder
Abweichung von anderen geometrischen Elementen anzupassen.
f Die Pole können entlang des Normalen- od.
des Tangenten-Vektors der Fläche, bzw. in

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Richtung eines definierten Vektors oder auf
einer definierten Ebene verschoben werden.
f Es können einzelne Pole, ganze Zeilen oder
Spalten oder ein rechteckiges Polfeld
verschoben werden.
f Die Funktion kann sowohl assoziativ, als auch
nicht assoziativ ausgeführt werden!
Fläche in Bearbeitung

NX4 - FF / Seite 356


Pol verschieben (Move Pole) : Vorgehensweise

1. Im ersten Schritt muss eine zu bearbeitende Fläche ausgewählt


werden. Dabei kann zwischen der ursprünglichen Fläche und
einer Kopie gewählt werden. Hierzu sind auch die Hinweise
am Ende dieser Funktionsbeschreibung zu beachten.

2. In Anschluss daran erscheint das Dialogfenster „Pol verschieben


(Move Pole)“, in dem gewählt werden kann, ob ein einzelner Pol,
eine ganze Pol-Zeile, eine ganze Pol-Spalte oder ein rechteckiges
Pol-Feld bearbeitet werden soll.

Drei weitere Optionen stehen dabei noch zur Verfügung:


f Abweichungsprüfung (Deviation Check))

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f Ermöglicht eine dynamische Erzeugung
grafischer und numerischer Abweichungsdaten.
f Schnittanalyse (Section Analysis)
f Ermöglicht eine dynamische Krümmungsanalyse
in angegebenen Schnitten.
f Punkte aus Datei (Points From File)
f Ermöglicht das Einlesen von Punkten aus
einer Datei. Diese Punkte ersetzen die alten Pole.

NX4 - FF / Seite 357


Pol verschieben (Move Pole) : Vorgehensweise

3. Im selben Dialog die zu bearbeitenden Pole auswählen und anschließend mit OK bestätigen.
4. Daraufhin erscheint das Dialogfenster „Definitionspole verschieben“. Je nach dem, ob einzelne
Pole, Zeilen, Spalten oder rechteckige Felder verschoben werden sollen, unterscheiden sich die
möglichen Optionen in diesem Dialogfenster.

Verschiebung in Richtung des definierten Zieh-Vektors.

Verschiebung in Richtung des Normalen-Vektors der Fläche


bezogen auf die Projektion des Pols auf die Fläche.

Verschiebung in Richtung des Tangenten-Vektors der Fläche bezogen


auf die Projektion des Pols auf die Fläche. Nur für einzelne Pole aktiv

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Verschiebung um Delta X, Y, Z –Werte
einzelner oder mehrerer Pole.

Feinpositionierung im dynamischen
ZiehModus, wenn dabei die
STRG-Taste und MT1 gedrückt
werden.

Definition eines Zielpunktes. Nur für


einzelne Pole aktiv.

NX4 - FF / Seite 358


Pol verschieben (Move Pole) : Vorgehensweise

Ziehen einer Zeile oder einer Spalte von Polen, während


die Tangente an der Kante erhalten bleibt. Ist diese
Option aktiviert, werden alle drei oberen Optionen
deaktiviert.

Ziehen einer Zeile oder einer Spalte von Polen, während


die Krümmung an der Kante erhalten bleibt. Diese
Option ist nicht aktiv, wenn die erste oder letzte Zeile
bzw. Spalte gewählt wurde. Ebenso ist sie nicht aktiv,
wenn die Fläche weniger als 6 Zeilen bzw. Spalten hat.
Ist diese Option aktiviert, werden alle vier oberen
Optionen deaktiviert.

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Definition eines Zieh-Vektors.

5. Am Ende der Bearbeitung die Funktion mit 2 x OK


abschließen.

NX4 - FF / Seite 359


Pol verschieben (Move Pole) : Hinweise

f In den Standardeinstellungen ist der Schalter unter „Voreinstellung -> Konstruktion ->
Freie Form -> Assoziative Freiform bearbeiten“ ausgeschaltet, d.h. es entsteht immer ein
unparametrisches Formelement. Beim Bearbeiten der ursprünglichen Fläche wird diese
Originalfläche daher unparametrisch! Es erscheint ein entsprechender Hinweis. Daher
möglichst den Schalter in den Voreinstellungen aktivieren, wenn parametrische Flächen
bearbeitet werden sollen!

f Die Funktionen „Abweichungsanalyse“ und „Schnittanalyse“ einschalten, wenn die


Abweichung zu vorhandenen Flächen, bzw. die Krümmungsqualität wichtig ist (z.B.
Automobilbau).

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f Eine Ähnliche Funktion ist das Bearbeiten von Flächenpunkten („Definitionspunkt
verschieben...“).

NX4 - FF / Seite 360


Übungen

f Globale Formgebung - Zierleiste


Übung: X4FF-1601 Zierleiste
Arbeitsbuch: Seite 259

f Allgemeines Polster – Text in Formkörper

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Übung: X4FF-1602 Flasche mit Muster
Arbeitsbuch: Seite 265

NX4 - FF / Seite 361


NX4 - FF / Seite 362

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Anhang A: Definition NURBS-Kurven

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 363
Inhalt / Content

Seite
Anhang A: Definition NURBS-Kurven
Polynom - Parameterdarstellung 365
Bézier-Raumkurve 366
B-Spline 368
NUBS-Kurve 370
NURBS-Kurve 371

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NX4 - FF / Seite 364
Polynom - Parameterdarstellung

f Entwicklung der in CAD Systemen verwendeten NURBS-Kurven:


1. Polynom:
Ausgangsbasis sämtlicher Überlegungen zur Definition von modifizierbaren Kurven, welche
nahezu beliebige Formen beschreiben können, ist das Polynom:

y = a0 + a1x1 + a2x2 + a3x3 + a4x4 +...

2. Parameterdarstellung einer 3D-Raumkurve:


Die Problematik besteht allerdings darin, die Koeffizienten des Polynoms so zu verändern, dass
das Ergebnis die Form der gewünschten Kurve besitzt. Eine erste Antwort auf dies Frage
stammt von einem britischen Ingenieur namens Ferguson. Er betrachtete ein Polynom 3.

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Grades in Parameterdarstellung, um über gezielte Umformung eine Aufspaltung von Polynomen
in Basispolynome und Koeffizienten zu erhalten. Durch diese Aufspaltung wurde eine gezielte
Änderung von Randbedingungen einer 3D-Raumkurve ermöglicht.
Beispiel einer Definition einer 3D-Raumkurve in Parameterdarstellung:

PX(t) = a0X + a1Xt + a2Xt2 + a3Xt3 für 0 ≤ t ≤ 1


PY(t) = a0Y + a1Yt + a2Yt2 + a3Yt3
PZ(t) = a0Z + a1Zt + a2Zt2 + a3Zt3

NX4 - FF / Seite 365


Bézier-Raumkurve

3. Bézier-Raumkurve:
Die vielleicht bekannteste Art der Kurvendarstellung unter Verwendung von Basispolynomen
entwickelte der französische Mathematiker Bézier im Jahre 1972.
Bézier verwendet als polynomiale Basis die sog. Bernsteinpolynome. Die so definierten
Bézierkurven, weisen spezifische Vorteile speziell zur Erstellung von Freiformflächen in CAD-
Systemen auf, wie z.B. die Möglichkeit die Form der Kurve über sog. Pol- od. Kontrollpunkte
festlegen zu können.
parametrische Form einer kubischen Bézier-Raumkurve:
PX(t) = AX(1 - t)3 + 3BXt(1 - t)2 + 3CXt2(1 - t) + DXt3 für 0 ≤ t ≤ 1
PY(t) = AY(1 - t)3 + 3BYt(1 - t)2 + 3CYt2(1 - t) + DYt3
PZ(t) = AZ(1 - t)3 + 3BZt(1 - t)2 + 3CZt2(1 - t) + DZt3

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C
B

A
D

NX4 - FF / Seite 366


Bézier-Raumkurve

3. Eigenschaften Bézierkurve:
Bei den Bézier-Kurven liegt die B-Spline-Kurve an bzw. innerhalb der konvexen Hülle des durch
die Kontrollpunkte aufgespannten Polygons.
Anfangs- und Endpunkt der Kurven fallen mit Anfangs- und Endpunkt des Kontrollpolygons
zusammen.
Die Tangentenrichtung der Kurve an den Endpunkten stimmt mit der Richtung des Polygons an
den Endpunkten überein.
Die Bézier-Kurve schneidet sich nicht öfter als die Verbindungslinie zwischen den
Kontrollpunkten

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NX4 - FF / Seite 367
B-Spline

4. B-Spline:
Die Bézier-Splines, wie auch alle anderen Kurvendarstellungen (wie z.B. Kurve mit Ferguson
Basis), haben allerdings den Nachteil, dass sich bei Veränderung einer Stützstelle der gesamte
Kurvenzug von der Form ändert.

Dieser Nachteil ist bei den weiterentwickelten Auswirkung der


Verschiebung eines
B-Splines aufgehoben. Die Kopplung des Kontrollpunktes
Polynomgrades an die Anzahl der Stützstellen (Pfeil) an einem B-
Spline mit
ist aufgehoben und es kommt der Vorteil
Polynomgrad 3 Æ
lokaler Änderbarkeit hinzu. Der Bereich wird 4 betroffene
über den Polynomgrad definiert (Grad+1): Kontrollpunkte

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Je niedriger der Grad der B-Spline-Kurve,
desto enger folgt sie dem Kontrollpolygon. Grad1
Wählt man den Grad 1 erhält man als Ergebnis
das Kontrollpolygon. Grad3
In diesem Fall fallen Kontrollpunkte
und Knotenpunkte zusammen:
Grad5

Grad7

NX4 - FF / Seite 368


B-Spline

5. B-Spline Knick- und Geradendefinition:


Man kann in einer B-Splinekurve gerade Bereiche und/oder Knicke erzeugen. Da die Kurve den
Punkten des Kontrollpolygons folgt, kann man sich vorstellen, dass man ihr einen sehr engen
Radius aufzwingt, wenn man zwei identische Punkte setzt.

Genau genommen gilt:


Liegen mindestens Grad+1 Punkte des Zur Definition eines
Kontrollpolygons kollinear, geraden Teilstücks
so weist die Kurve in diesem Bereich sind 4 kollineare
Punkte bei einem B-
ein gerades Teilstück auf. Spline vom

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Polynomgrad 3
Liegen mindestens Grad+1 Punkte notwendig
übereinander (identische Punkte),
so verläuft die Kurve durch diese Punkte. Eine Erzeugung von
Wenn dann die Nachbarpunkte Knicken mit Hilfe
nicht kollinear liegen, dieser Definition ist in
NX bewusst
erzeugt man dadurch einen Knick unterbunden, um
Æ4 identische Punkte, bzw. kleine Radien zu
einen sehr kleinen Radius Vermeiden!

Æ2 identische Punkte.

NX4 - FF / Seite 369


NUBS-Kurven

5. Non Uniform B-Splines (NUBS):


Bei den bisher besprochenen Splines spricht man von sogenannten „uniform splines“,
deren Knotenpunkte, bezogen auf die Bogenlänge, gleichmäßig verteilt sind.

Um noch bessere Flexibilität für spezifische Anforderungen von B-Splines zu erreichen bieten
Non Uniform B-Splines (NUBS) zusätzlich die Möglichkeit die Knotenaufteilung der einzelnen
Polynomabschnitte der Kurve ungleichmäßig aufzuteilen.

Diese ungleichmäßige Knotenaufteilung beeinflusst die Basisfunktion der Kurve und erlaubt
dadurch eine bessere Formsteuerung.

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Beispiel einer in Unigraphics erzeugten Spline mit ungleichmäßiger Knotenaufteilung:

Bei Unigraphics wird diese


Knotenaufteilung vom System,
abhängig von den gewählten
Einstellungen, definiert und ist
vom Benutzer nicht interaktiv
änderbar (Anzeige der Knoten
über InformationÆSpline).

NX4 - FF / Seite 370


NURBS-Kurven

5. Non Uniform Rational B-Splines (NURBS):


Bei den NURBS-Kurven ist die Form der B-Splines in rationaler Form erweitert, was eine
Gewichtung an den Knotenpunkten ermöglicht, d.h. man besitzt die Möglichkeit, die Kurve an
bestimmten Stellen näher an das Kontrollpolygon „heranziehen“ zu können.

NURBS werden in zunehmendem Maße Grundlage der (einheitlichen) Geometriebeschreibung


in CAD-Systemen. Sie bieten den Vorteil, dass nicht mehr zwischen kanonisch beschreibbaren
Geometrieobjekten und Freiform-Geometrien unterschieden werden muss, da man mit Hilfe von
NURBS auch die kanonischen Formen bei geeigneter Wahl der Gewichte exakt abbilden kann.

In Unigraphics kann diese Gewichtung in Form des Rho-Wertes

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z.B. bei den Überbrückungskurven durch den Benutzer
geändert werden, oder aber auch innerhalb
des Fit-Modus bei der Splinekurve

Beispiel Brückenkurve mit einem


Rho-Wert von sqrt(2)-1:

NX4 - FF / Seite 371


NX4 - FF / Seite 372

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Anhang B: Regelmenü

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 373
Inhalt / Content

Seite
Anhang B: Regelmenü
Übersicht 375
Regelmenü-Optionen 376
Durch Gleichung 377
Parametrische Form einer Gleichung 378
Vorgehensweise 379
Regelkurve 381
Übung 382

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NX4 - FF / Seite 374
Übersicht

f Mit dem Regel-Menü kann eine Funktion auf verschiedene Weise beschrieben werden. Es folgen
einige Beispiele, wie dieses Menü in der Anwendung Konstruktion verwendet werden kann:
f Zur Festlegung des Radius eines spiralförmigen Splines (wie in der folgenden Abbildung gezeigt)
f Zur Steuerung der Form einer Kurve
f Zur Steuerung des Querschnitts einer Flächenverrundung
f Zur Definition einer Winkel- oder Flächenregel für ein mittels Extrusion erzeugtes Freiformelement

f Ein Funktionswert lässt sich mit Hilfe numerischer oder grafischer Regeln oder durch Gleichungen
beschreiben. Zwar sind die gebräuchlichsten Funktionen konstant, linear oder kubisch, es kann aber
auch eine Kurve oder eine Gleichung (eingegeben durch einen Ausdruck) verwendet werden.

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Beispiel
Beispieleiner
einerRadiussteuerung
Radiussteuerungeiner
einerSpirale
Spirale Beispiel
Beispiel einer
einer Radiussteuerung
Radiussteuerung einer
einer Spirale
Spirale
durch eine Regelkurve:
durch eine Regelkurve: durch die Funktion linear und kubisch:
durch die Funktion linear und kubisch:
NX4 - FF / Seite 375
Regelmenü-Optionen

f Optionen im Menü Regelgesteuert (Law Controlled)

Konstant (Constant) Ermöglicht die Definition eines konstanten Wertes für die gesamte
Regelfunktion. Hier ist nur ein einziger Regelwert (die Konstante) einzugeben
Linear Ermöglicht die Definition einer linearen Änderung von einem Startpunkt zu
einem Endpunkt
Kubisch (Cubic) Ermöglicht die Definition einer kubischen Änderung von einem Startpunkt zu
einem Endpunkt
Werte entlang Ermöglicht die Verwendung zweier oder mehrerer Punkte auf einer
Konstruktionszuglinie Konstruktionskurve zum Definieren einer linearen Regelfunktion. Nach Auswahl
(Values Along Spine - Linear) einer Konstruktionskurve können mehrere Punkte auf der Kurve angegeben
werden. Bei jedem Punkt fordert die Software zur Eingabe eines Wertes auf

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Werte entlang Ermöglicht die Verwendung zweier oder mehrerer Punkte auf einer
Konstruktionszugkubus Konstruktionskurve zum Definieren einer kubischen Regelfunktion. Nach
(Values Along Spine - Cubic) Auswahl einer Konstruktionskurve können mehrere Punkte auf der Kurve
angegeben werden. Bei jedem Punkt fordert die Software zur Eingabe eines
Wertes auf.
Durch Gleichung (By Equation) Ermöglicht das Definieren einer Regel unter Verwendung eines vorhandenen
Ausdrucks und einer "Parameterausdrucksvariablen".
Mit Regelkurve (By Law Curve) Ermöglicht die Auswahl einer Folge verbundener, glatt aneinander
anschließender Kurven zum Definieren einer Regelfunktion

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Regelmenü Option „Durch Gleichung“ (By Equation)

f Ermöglicht das Definieren einer Regel unter Verwendung eines vorhandenen Ausdrucks
und einer "Parameterausdrucksvariablen". Alle Variablen sind zuvor über die Option
"Werkzeuge->Ausdruck" (Tools->Expression) zu definieren, wobei der Ausdruck die
Parameterausdrucksvariable "t" verwenden muss.
f Im Folgenden sind die allgemeinen Schritte zur Erzeugung einer Kurve mit Hilfe der
Option "Durch Gleichung" (By Equation) erläutert:
1. Definieren der Gleichung in parametrischer Form unter Verwendung der
Parameterausdrucksvariablen t.
2. Parametrische Gleichungen in den Expression Editor eingeben.
3. Zum Erkennen aller parametrischen Ausdrücke und zum Erzeugen der Kurve die Option "Durch

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Gleichung" (By Equation) wählen.

NX4 - FF / Seite 377


Parametrische Form einer Gleichung

f Die zu verwendende Gleichung ist in parametrischer Form zu definieren. In dieser Form wird jede
Koordinate eines Punkts als Funktion eines einzigen Parameters, des Parameters t, ausgedrückt.
Das System verwendet die Standard-Parameterausdrucksvariable für den normalisierten Bereich
von null bis eins (0<= t <= 1). Im Editor kann der Anwender den Parameter t für jeden Wert
initialisieren, da das System die Variation von t zwischen null und eins ermöglicht. Der Einfachheit
halber kann t als t = 0 initialisiert werden.
f Es folgt als Beispiel eine Parabelgleichung in üblicher mathematischer Form:
y = 2 - 0.25 x 2
f Diese Gleichung kann zur Verwendung im Expression Editor wie folgt mit t, xt, yt und zt parametriert
werden:
t=0
xt = -sqrt(8) * (1-t) + sqrt(8) * t
yt = 2 - 0.25 * xt^2

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zt = 0
f t, xt, yt und zt wurden verwendet, weil dies bei der Option "Durch Gleichung" (By Equation) die
Standard-Variablennamen sind. Es existieren jedoch mehrere Möglichkeiten, eine Gleichung zu
parametrieren. Im vorliegenden Beispiel wurde eine Standardmethode für die Parametrierung eines
Ausdrucks für einen linearen Bereich verwendet:
a * (1-t) + b * t
f a und b sind die Begrenzungen des Wertebereichs. Ist t gleich null, nimmt der Ausdruck den Wert a
an. Ist t gleich 1, nimmt der Ausdruck den Wert b an. Im vorliegenden Beispiel wird der Bereich
festgelegt durch a = -sqrt(8) und b = sqrt(8).

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Vorgehensweise Option „Durch Gleichung“(By Equation)

1. Die Option "Werkzeuge B Ausdruck" (Tools B Expression) auswählen.


2. Alle parametrierten Ausdrücke nacheinander eingeben. Im vorher gezeigten Beispiel wären das:
t=0
xt = -sqrt(8) * (1-t) + sqrt(8) * t
yt = 2 - 0.25 * xt^2
zt = 0
3. Zunächst den ersten Ausdruck (t=0) eingeben, dann die Eingabetaste betätigen. Anschließend
nacheinander die übrigen Ausdrücke eingeben.
4. Die Schaltfläche "OK" auswählen. Nachdem die Gleichungen definiert sind, kann mit Hilfe dieser
Gleichungen eine Regelkurve erzeugt werden. Dabei sind folgende Schritte zu beachten.
5. Die Option "Einfügen B Kurve B Regelkurve" (Insert B Curve B Law Curve) auswählen. Es
erscheint das Dialogfenster "Regelkurve" (Law Curve).

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6. Die Option „Durch Gleichung“ (By Equation) auswählen. Es erscheint ein Textfeld mit dem Standard-
Ausdrucksnamen t.
7. Die Schaltfläche "OK" auswählen. Es erscheint das Dialogfenster „X definieren“ (Define X) mit dem
Standard-Ausdrucksnamen xt.
8. Die Schaltfläche "OK" auswählen. Es erscheint wieder das Dialogfenster "Regelkurve" (Law Curve).
9. Die Option „Durch Gleichung“ (By Equation) auswählen. Es erscheint ein Textfeld mit dem Standard-
Ausdrucksnamen t.

NX4 - FF / Seite 379


Vorgehensweise Option „Durch Gleichung“(By Equation)

8. Für Y und Z Schritte 7 bis 9 wiederholen.


9. Die Schaltfläche "OK" auswählen. Es erscheint das Dialogfenster "Regelkurve" (Law Curve) mit
folgenden Optionen: Orientierung definieren (Define Orientation), Punkt-Konstruktor (Point
Constructor), Referenz-KSYS angeben (Specify Csys Reference). Über diese Optionen lassen sich
Orientierung und Platzierung der Regelkurve definieren. Im vorliegenden Beispiel wird die WCS-
Orientierung verwendet.
10. Die Schaltfläche "OK" auswählen. Zum Erzeugen der Kurve verwendet das System die WCS-
Orientierung (siehe Abbildung).

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Regelkurve
Regelkurvedefiniert
definiert durch
durch Gleichung:
Gleichung: yy== f(x)
f(x) == 22 -0.25
-0.25 xx22

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Regelmenü Option „Regelkurve“ (Law Curve)

f By Law Curve (Mit Regelkurve) ermöglicht die Auswahl einer Folge verbundener, glatt
aneinander anschließender Kurven zum Definieren einer Regelfunktion. Bei der Auswahl
der Kurven wird der Anwender zum Auswählen einer Grundlinie aufgefordert. Diese Linie
definiert die Vektorrichtung zur Ausrichtung der Regelfunktion. Zur Angabe der Richtung
der Grundlinie wird ein Richtungsvektor dargestellt, dessen Richtung durch Auswahl der
Option Reverse the Direction (Richtung umkehren) umgekehrt werden kann.
f Hat der Anwender keine Grundlinie definiert, wird standardmäßig die absolute X-Achse
verwendet. Außerdem muss die Regelkurve in der XY-Ebene konstruiert werden, in der
der Funktionswert gleich dem Y-Funktionswert der Kurve ist (siehe folgende Abbildung).

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Der
Der Funktionwert
Funktionwert YY kann
kann z.B.
z.B.zur
zur Steuerung
Steuerung des
des Radius
Radius
einer Verrundung verwendet werden
einer Verrundung verwendet werden

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Übung

f Erstellen von Kurven über mathematische Funktionen


Übung: X4FF-B01 Regelkurven
Arbeitsbuch: Seite 271

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NX4 - FF / Seite 382
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Anhang C: Toleranzwerte, Tolerante Kanten

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 383
Inhalt / Content

Seite
Anhang C: Toleranzwerte und tolerante Kanten
Toleranzwerte 385
Tolerante Kanten 389

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NX4 - FF / Seite 384
Toleranzwerte

f Einige der Erzeugungsmethoden für Formelemente nähern die Eingabegeometrie an und


erfordern Toleranzen zur Regelung dieses Annäherungsverfahrens:

f Distance Tolerance (Abstandstoleranz)


f Mit dieser Option kann die Abstandstoleranz eingestellt werden. Diese Toleranz wird in der gesamten
Konstruktionsanwendung zur Erzeugung extrudierter und gedrehter Volumenkörper, zum Schneiden von
Körpern sowie für eine Reihe weiterer Funktionen verwendet. Beim Erzeugen von Flächenkörpern gibt
die Abstandstoleranz beispielsweise die maximal zulässige Entfernung zwischen sich entsprechenden
Punkten auf der ursprünglichen bzw. der resultierenden B-Fläche an.

f Angle Tolerance (Winkeltoleranz)

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f Einige Techniken, die Kurven annähern, erfordern zusätzlich eine Winkeltoleranz zur Definition des
maximal erlaubten Winkels zwischen den Körpersenkrechten an entsprechenden Punkten. Die
Kurvenannäherung kann durch die Winkeltoleranz negativ beeinflusst werden. Selbst wenn die
Abstandstoleranz eingehalten wurde, ist es möglich, dass weitere Segmente hinzugefügt werden
müssen, um die Winkeltoleranz einzuhalten. Wird festgestellt, dass der erzeugte Körper eine übergroße
Datenmenge besitzt oder dass die Körpererzeugung zu lange dauert, kann die Winkeltoleranz vergrößert
oder möglicherweise sehr groß gemacht werden, um tatsächlich diese Toleranz aus der Überlegung zu
streichen.

NX4 - FF / Seite 385


Toleranzwerte

f Spezifikation von Toleranzen:


f Bei Verwendung einer Erzeugungstechnik, die eine Toleranz erfordert, ist sicherzustellen, dass
die angegebene Toleranz für das Modell angemessen ist. Sehr kleine Toleranzen erzeugen
Körper mit einer großen Menge definierender Daten und können die Glätte eines Körpers
beeinträchtigen.
f Für die Definition von Körpern ist eine maximale Datenmenge festgelegt. Diese Maximalgröße
ist jedoch so groß, dass sie so gut wie gar nicht überschritten werden sollte. Wird die
Maximalgröße überschritten, zeigt das System eine Fehlermeldung an und erzeugt den Körper
nicht. Ein häufiger Grund für Fehler dieser Art sind Näherungstoleranzen, die zu klein sind. Das
Vergrößern dieser Toleranzen, speziell der Winkeltoleranz, behebt dieses Problem.
f Es wird empfohlen, für die Abstandstoleranz einen einzigen, feststehenden Wert zu definieren,

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der von dem Typ der einzelnen Teile abhängt, die konstruiert werden. Dabei darf der
angegebene Wert nicht geändert werden. Bei der Konstruktion von Verbrauchsgütern und
Automobilen wird häufig eine Abstandstoleranz von 0,001mm verwendet und eine
Winkeltoleranz von 0,1°. Bei anderen Konstruktionsteilen variiert der jeweils optimalste Wert in
Abhängigkeit vom empfohlenen Standard.

NX4 - FF / Seite 386


Toleranzwerte

f Natürliche Erhöhung der Toleranz


f Der in einem Modell für eine Toleranz angegebene Maximalwert kann automatisch vom System
als natürliches Ergebnis von Konstruktionsoperationen erhöht werden.
f Derartige Erhöhungen treten meistens auf, wenn mehrere Annäherungen für dieselbe Kurve
erzeugt werden und anschließend die entstandene Geometrie zusammengefügt wird. In diesem
Fall sind zwei Annäherungen vorhanden, die beide beispielsweise mit einer Genauigkeit von
0,01mm erzeugt wurden. Für diese beiden Annäherungen kann nur garantiert werden, dass sie
bis zu einer Genauigkeit von 0,02 mm aneinander angepasst werden können. Hierbei handelt es
sich um die angewandte Toleranz.
f Offset-Operationen können ebenfalls Änderungen der Toleranz bewirken, wenn eine Änderung
des Winkels zwischen Flächen, die zueinander versetzt sind, zu einer Änderung des Abstands

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führt. In diesem Fällen verwendet das System die Konstruktionstoleranz als Leitfaden dafür, was
noch akzeptabel ist.

NX4 - FF / Seite 387


Toleranzwerte

f Prüfen der Toleranz mit der Option "Examine Geometry" (Geometrie überprüfen) oder
dem VDA-Checker
f Die Optionsfolge Analysis->Examine Geometry->Threshold Tolerance Values->Distance
(Analyse->Geometrie überprüfen->Toleranzgrenzwerte->Abstand) auswählen, um zu
überprüfen, ob die natürliche Erhöhung einer Toleranz noch akzeptabel ist.
f Im Dialogfenster "Examine Geometry" (Geometrie überprüfen) den Wert "Distance" (Abstand)
auf ein kleines Vielfaches der Abstandstoleranz für die Konstruktion setzen. (Dafür muss das
Kontrollkästchen Tolerances (Toleranzen) im Abschnitt Edges (Kanten) des Dialogfensters
aktiviert werden.) Ein Wert zwischen 0,003 mm und 0,005 mm wäre für die Verwendung mit
einer für die Konstruktion feststehenden Abstandstoleranz von 0,001 mm geeignet. Wenn die
Option "Examine Geometry" (Geometrie überprüfen) angibt, dass dieser Schwellenwert

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überschritten wurde, kann das Modell als verdächtig angesehen werden. In diesem Fall sollten
der Bereich und die an die Kanten angrenzenden Flächen, die außerhalb des Toleranzbereichs
liegen, genau geprüft werden, um festzustellen, ob bei den Konstruktionstechniken Probleme
aufgetreten sind.
f Etwas genauer lassen sich Verletzungen der Toleranzen mit dem Modul VDA-Checker
überprüfen, welcher ganz gezielt Grenz-Definitionen für verschiedenste Verletzungen zulässt.
Für diese Analyse ist allerdings eine gesonderte Lizenz erforderlich

NX4 - FF / Seite 388


Tolerante Kanten

f Repräsentation von Kanten in einem Volumenmodell


f In Unigraphics NX sind zwei Methoden für die Repräsentation von Kanten in einem
Volumenmodell verfügbar: Genaue Kanten und Toleranzkanten. Die meisten
Konstruktionsoperationen führen zu genauen Kanten. Wenn eine Kante jedoch angenähert
werden muss, kann eine Toleranzkante verwendet werden.

f Genaue Kanten
f Eine Kante ist "genau", wenn sie exakt innerhalb einer Fließkommatoleranz auf zwei
benachbarten Flächen liegt. Die Fließkommatoleranz lässt eine Abweichung von maximal
0,00001 Millimetern zu.
f Die meisten Konstruktionsfunktionen erzeugen genaue Kanten. Wenn zwei Flächen relativ

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einfach sind, wird ihre genaue Kante durch eine einfache Kurve repräsentiert. So kann
beispielsweise der Schnitt von zwei Ebenen durch eine Linie dargestellt werden, und der Schnitt
von einer Ebene und einem Zylinder durch eine Ellipse oder einen Kreis. Bei komplexeren
Flächentypen wird ein spezieller Kurventyp – eine so genannte verfahrensorientierte
Schnittkurve – für die Darstellung einer genauen Kante verwendet.

NX4 - FF / Seite 389


Tolerante Kanten

f Genaue Kanten
f Wenn sich zwei Flächen durch eine Booleschen Operation oder durch die Zuordnungsoperation
eines Formelements schneiden, führt dieser Vorgang fast immer zu einer genauen Kante. Wenn
es sich dabei um einfache Flächen handelt, wird eine analytische Kurve erzeugt. Andererseits
wird eine verfahrensorientierte Schnittkurve verwendet. Die Kante des Radius einer "rollenden
Kugel" ist immer eine verfahrensorientierte Schnittkurve.
f Eine verfahrensorientierte Schnittkurve kann theoretisch durch Zeiger dargestellt werden, die
auf die zwei Flächen zeigen, auf denen sie liegt. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine
Datenmenge. Praktisch werden jedoch zusätzliche Informationen gespeichert, um zwischen
Ästen der Kurve zu unterscheiden und um die Berechnungen zu beschleunigen. Die
topologische Datenstruktur teilt die Kante typischerweise in zwei Hälften oder "Enden".

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NX4 - FF / Seite 390
Tolerante Kanten

f Tolerante Kanten
f Toleranzkanten entsprechen Approximationen von Kanten, die vom System verwendet werden,
wenn genaue Kanten unbrauchbar wären.Mit Toleranzkanten, die manchmal auch als "lokale
Toleranzen" bezeichnet werden, können Toleranzen bestimmten Kanten eines Modells lokal
zugewiesen werden. Dadurch können Ungenauigkeiten oder Approximationen in einem Teil des
Modells unabhängig vom Rest des Modells verwaltet werden.
f Das System repräsentiert eine Toleranzkante durch Spline-Kurven auf benachbarten
Flächenkanten, die einen Toleranzabstand voneinander aufweisen.Die zwei Kurven auf den
benachbarten Kanten liegen quasi in einer Art "Toleranzrohr". Der typische Toleranzwert, der für
Toleranzkanten verwendet wird, beträgt zwischen 0,01 mm und 0,001 mm.

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NX4 - FF / Seite 391
Tolerante Kanten

f Die zwei Kurven können wie folgt dargestellt werden:


f eine Spline-Kurve (1. SP-Kurve), die im Wertebereich einer Fläche definiert ist (1. Oberfläche/1.
Fläche)
f eine Spline-Kurve (2. SP-Kurve), die im Wertebereich der anderen Fläche definiert ist (2.
Oberfläche/2. Fläche)
f Wie in der Zeichnung links dargestellt,
liegt die 1. SP-Kurve exakt auf der
1. Oberfläche, die 2. SP-Kurve genau
auf der 2. Oberfläche, obwohl bei den
Kurven normalerweise davon
ausgegangen wird,

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dass sie einen gewissen Toleranzabstand
zum richtigen Schnitt aufweisen,
wenn ein Schnitt vorhanden ist.
Die Komplexität der SP-Kurven hängt von
den verwendeten Toleranzen ab.
Wenn die Toleranzen sehr klein oder eng
sind, benötigt jede Kurve viele Segmente,
wodurch die Modellgröße erhöht wird.

NX4 - FF / Seite 392


Tolerante Kanten

f Generieren von Toleranzkanten


f Für bestimmte Operationen werden lokale Toleranzen (Toleranzkanten) verwendet, da die
genaue (akkurate) Operation nicht immer möglich ist. Dies trifft unter anderem auf die
Operationen "Variable Radius Blends" (Variable Verrundungen), "Taper" (Schrägung) und
"Thicken" (Verstärken) zu.
f Lokale Toleranzen können auch in der Freiformkonstruktion eingeführt werden, wenn eine
Approximation benötigt wird, um die Balance zwischen der Genauigkeit des Ergebnisses und
der für die Beschreibung des Ergebnisses benötigten Datenmenge zu steuern.
f Boolesche Operationen können lokale Toleranzen einbringen, um das Problem einer ungenau
ausgerichteten Geometrie zu beheben.
f Die Option Sew (Zusammenfügen) führt lokale Toleranzen ein, wenn sie getrimmte Oberflächen

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miteinander verbindet, um einen Flächen- oder Volumenkörper zu bilden.
f Daten, die aus einem externen CAD-System importiert wurden, das einen anderen Standard
verwendet, können lokale Toleranzen einführen, damit keine ungenau ausgerichtete Geometrie
erzeugt wird.

NX4 - FF / Seite 393


Tolerante Kanten

f Generieren von Toleranzkanten


f Die Konvertierung einer Kante in eine Kurve kann häufig zu einer Approximation führen,
wodurch eine lokale Toleranz eingebracht wird. Die für Körperkanten verwendete genaue Kante
der verfahrensorientierten Schnittkurve ist für Operationen zur Kurvenkonstruktion nicht
geeignet. Deshalb wird sie bei der Extrahierung in einen anderen Körper in eine B-Spline-Kurve
konvertiert.
f Bei der Projektion einer Kurve auf eine Fläche wird eine Approximation benötigt, um das
Aufkommen zusätzlicher, nicht benötigter Daten zu verhindern.
f Das Versetzen einer exakten Kante führt normalerweise zu einer genauen Kante. Wenn sich
zwischen den Flächen jedoch ein kleiner Winkel befindet, sind die Kanten durch einen kleinen
Abstand voneinander getrennt, was zu einer lokalen Toleranz führen kann.

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f Toleranzen können vom System durch die wiederholte Verwendung dieser Optionen und
Funktionen auf natürliche Weise erhöht werden.

NX4 - FF / Seite 394


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Anhang D: Entwickelte Kurven, Teil 3

CTR1013 / NX4 – Formgestaltung mit Freiformflächen

Seite 395
Inhalt / Content

Seite
Anhang D: Entwickelte Kurven, Teil 3
Entwickelte Kurven für spezielle Anwendungsfälle 397
Bogenlänge einer Kurve erweitern/trimmen 398
Kurve extrahieren 400
U- und V-Linien einer Fläche extrahieren 401
Isocline Kurven extrahieren 402
Wickelkurve 403

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NX4 - FF / Seite 396
Entwickelte Kurven für spezielle Anwendungsfälle

f Beispiele für Anwendungen von speziellen entwickelten Kurven:


1. Assoziatives Erweitern oder Trimmen der Bogenlänge einer Kurve
Æ Erzeugen von Steuer- oder Einlaufflächen auf Grund der erweiterten Kurve im CAM-Bereich
Æ Verlängern von Kurven um Trimmoperationen durchführen zu können
2. Ableiten von U und V Linien einer Fläche
Æ Zum Überarbeiten bzw. Neuaufbau vorhandenen Styling- oder Konstruktionsflächen
3. Erzeugen von Isoclinen Kurven
Æ Zum Ermitteln von Trennkurven im Werkzeugbau
4. Erzeugen von Wickelkurven
Æ Anbringen von Führungskurven auf zylindrische- oder konische Flächen

f Diese abgeleiteten bzw. entwickelten Kurven werden abhängig von den Konstruktions-

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voreinstellungen mit einem Kurvengrad 3 oder 5 erstellt und sind in Bezug auf ihre
Segmentierung unabhängig von den Originalkurven.
f Aus diesem Grund sind abgeleitete Kurven immer auf ihre Segmentanzahl und
Segmentstetigkeit zu prüfen

NX4 - FF / Seite 397


Bogenlänge einer Kurve erweitern/trimmen

Menüleiste: Bearbeiten B Kurve B Bogenlänge... Trimm-/Erweiternungs-Referenz:


(Edit B Curve B Curve Length...) Abhängig von der hier gewählten
Einstellung wird die Kurve am
Anfang oder Ende bzw. in beide
Richtungen getrimmt oder
erweitert

f Mit der Option Bogenlänge Methodendefinition:


Gesamt: Längenangabe entspricht der
bearbeiten (Edit Arc Length) Gesamtlänge der erzeugten Kurve
kann eine Kurve um ein Inkremental: Längenangabe entspricht
der Verlängerung oder Verkürzung der
vorgegebenes Bogenlängen- Kurve, bei einer Verkürzung ist die
Längeneingabe entsprechend negativ
inkrement oder auf eine
angegebene Gesamtbogen- Spline-Erweiterung:
Bei der Verlängerung einer Kurve stehen
länge getrimmt werden. versch. Varianten zur Verfügung:
Natürlich: Verlängerung folgt dem Verlauf der
f Bogenlänge (Arc Length) natürlichen Krümmung der Kurve

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Linear: Die Verlängerung erfolgt
kann auch für Skizzenkurven tangentenstetig
Kreisförmig: Verlängerung wird definiert als
verwendet werden. Kreisbogen, wobei die Krümmung der
Endkrümmung der Kurve entspricht
Voraussetzung hierfür ist das
Aktivieren der Option Eingabekurven:
„Assoziative Ausgabe“. Ermöglicht das Angeben der
Anordnung der ursprünglichen
Kurven. Abhängig von der
gewählten Einstellung bei
„Assoziative Ausgabe“ stehen mehr
oder weniger Optionen zur
Verfügung
Ermöglicht die Vorschau auf die Ergebnisse, die dann akzeptiert,
zurückgenommen oder analysiert werden können. Diese Option ist in
allen Dialogfenstern mit Auswahlschritten zu finden

NX4 - FF / Seite 398


Bogenlänge einer Kurve erweitern/trimmen

Vorgehensweise am Beispiel eines Inkremental zu trimmenden Kreisbogens:


1. Den zu trimmenden Kreisbogen auswählen.
2. Wenn der Kreisbogen z.B. am Ende um 10mm verkürzt werden soll,
die Option "Trimmen/Erweitern" (Trim/Extend)
auf „Ende“ (End) einstellen.
3. Die Option „Inkremental“ (Incremental) auswählen, wenn die
einzugebende Länge der Verkürzung des Kreisbogens
entsprechen soll.
4. Den Wert für die gewünschte Bogenlänge (Arc Length) im Feld
Länge (Length) eingeben. Bei einer Verkürzung muss dieser Wert
entsprechend negativ eingetragen werden.

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5. Die Optionen Assoziative Ausgabe (Associative Output),
um das Trimmen der Bogenlänge als Formelement zu erzeugen
und Eingabekurven auf Ausblenden (Blank) setzen,
um die Originalkurve auszublenden.
6. Auf die Schaltfläche "OK" klicken.

f Im neuen „Curve Length“ Menue kann über die Handles am Start/Ende die Trimmlänge
direkt durchgeführt werden, oder es wird die totale Länge direkt eingetragen.
Pos. 1-6 gilt für das ältere Menue „Curve Arclength“.

NX4 - FF / Seite 399


Kurve extrahieren

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Körpern B Extrahieren...


(Insert B Curve from Bodies B Extract...)
f Mit dieser Option wird Geometrie (Linien, Bogen, Kegelschnitte und Splines) unter Verwendung
der Kanten und Kurven von bestehenden Körpern erzeugt. Die Körper werden dabei nicht
geändert. Die meisten extrahierten Kurven sind nicht assoziativ, es kann jedoch festgelegt
werden, dass assoziative Isokline-Kurven oder schattierte Umrisslinien erzeugt werden sollen
f Folgende Optionen sind verfügbar Æ die hervorgehobenen werden im Anschluss näher erläutert

Option Beschreibung
Edge Curves (Kantenkurven) Extrahiert Kurven aus den angegebenen Kanten

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Isoparametric Curves Erzeugt isoparametrische Kurven auf einer ausgewählten Fläche
(Isoparametrische Kurven)
Silhouette Curves Erzeugt Kurven aus Silhouettenkanten
(Silhouettenkurven)
All in Work View (Alle in Erzeugt Kurven aus allen sichtbaren Kanten (einschließlich
Arbeitsansicht) Silhouettenkanten) von Körpern in der Arbeitsansicht
Isocline Curves (Isokline- Erzeugt Kurven, bei denen die Formschräge auf einem Satz von
Kurven) Flächen konstant ist
Shadow Outline (Schattierte Erzeugt Kurven, die nur den Umriss der Körper in der Arbeitsansicht
Umrisslinie) zeigen.

NX4 - FF / Seite 400


U- und V-Linien einer Fläche extrahieren

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Körpern B Extrahieren...


(Insert B Curve from Bodies B Extract...)

Die Richtung entlang der Fläche, in der die


f Diese Option ermöglicht das Kurven erzeugt werden sollen
Erzeugen von Kurven entlang Die Anzahl erzeugter isoparametrischer
bestimmter U- und V-Parameter Kurven mit gleichen Abständen zwischen den
minimalen und maximalen Prozentangaben
auf einer Fläche.
Ermöglicht die Angabe von Start- und
f Die abgeleiteten Kurven werden Endwerten, ab denen die isoparametrischen
Kurven erzeugt werden sollen.
möglichst einfach erstellt:
Ermöglicht die Auswahl einer neuen Fläche,
Bei einer Ebene ergeben sich auf der isoparametrische Kurven erzeugt
Linien in U- und V-Richtung werden sollen.

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Bei einem Rotationskörper sind
die Kurven entlang der V-Richtung
Kreisbögen.
Bei Freiformflächen entsprechend
Splinekurven.
f Die extrahierten U- und V-Kurven
können nicht mit der Ausgangsfläche
assoziiert werden

NX4 - FF / Seite 401


Isocline Kurven extrahieren

Menüleiste: Einfügen B Kurve von Körpern B Extrahieren...


(Insert B Curve from Bodies B Extract...)

Ermöglicht das Erzeugen einer einzelnen


f Eine Isokline-Kurve ist eine Kurve, Isokline-Kurve oder einer Familie von
Isokline-Kurven
entlang der eine Formschräge
auf mehreren Flächen konstant ist. Der Winkel, in dem die einzelne Isokline-
Kurve erzeugt wird
f Einige Anwendungen für diese Die Winkel, in denen eine Familie von
Kurven sind: Isokline-Kurven beginnt und endet.
Die Inkremente zwischen den einzelnen
f Assoziatives Teilen einer Kurven bei einer Familie von Isokline-Kurven
Oberfläche
Die Erzeugung der Kurven ist eine
f Leichteres Konstruieren von Annäherung, die durch diese Option

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Trennflächen für Gussformen gesteuert wird
Ist diese Option aktiviert, werden die Isokline-
Kurven mit den Flächen verknüpft, aus denen
sie extrahiert wurden

NX4 - FF / Seite 402


Wickelkurve

Menüleiste: Einfügen B Kurve aus Kurve B Auf-/Abwickeln...


(Insert B Curve from Curves B Wrap-/Unwrap...)

Auswahlschritte:
f Mit dieser Option können
1. Wickelfläche: Kegel- oder Zylinderfläche
Kurven von einer Ebene auf auswählen, auf die die Kurven aufgewickelt
oder von denen die Kurven abgewickelt
eine Kegel- oder Zylinderfläche werden sollen
2. Wickelebene: Bezugsebene oder planare
aufgewickelt bzw. von einer Fläche auswählen, die tangential zur
kegelförmigen oder zyl. Fläche Wickelfläche verläuft
3. Kurven: Kurven auszuwählen, die auf-
auf eine Ebene abgewickelt oder abgewickelt werden sollen
werden. Option, die das Auswählen der gewünschten
f Bei den Ausgabekurven Objekte durch eine Begrenzung der

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auswählbaren Typen von Objekten erleichtert
handelt es sich um B-Splines
Ermöglicht die Angabe, ob eine Kurve auf-
dritten Grades. oder abgewickelt werden soll
f Die Ausgabekurven sind mit
ihren Eingabekurven,
der Definitionsfläche sowie
der Definitionsebene assoziiert.

NX4 - FF / Seite 403


www.ugs.com

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www.ugsplm.de service.de@ugs.com
www.ugs.ch info.ch@ugsplm.com
www.ugs.at training-austria@ugs.com