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Sequentielles Aufwaxen

1. Begriffserklärungen:

Gnathologie :
 Lehre der Beziehung zwischen Ober und Unterkieferzahnreihen und dem
Kiefergelenk

Okklusion:
 Statische Beziehung zwischen Ober und Unterkieferzahnreihen zueinander in
Schlussbissstellung.

Artikulation:
 Dynamische Beziehung der Zahnoberflächen (Artikulationsflächen) zueinander.

Positionen:
Interkuspidationsposition (IKP):
 Maximaler Vielpunktkontakt der Zähne von oberer und unterer Zahnreihe in
Okklusion

Retrale oder Referenzposition (RP, RKP):


 Ist die UK Position, in welcher die funktionelle Matrix des Kiefergelenks (Bänder,
Muskeln, Gelenkoberflächen) in einem harmonischen, entspannten Äquilibrium
ist.
 Sie wird als therapeutische Position bei der prothetischen Restauration
angestrebt.

Zentrische Okklusion oder retrale Kontaktposition:


 Wenn Referenzposition = der Interkuspidationsposition ist!

Ebenen:
Okklusionsebene:
 Wird von der unteren Inzisalkante und von den distalen Höckern der unteren
beiden 6ern gebildet (erste Molaren).

Achse-Orbitalebene:
 Achsenpunkte des linken und rechten Kondyllus und der unterste Punkt der
knöchernen Orbita

Kompensationskurven: Bewirken eine sphärische Anordnung der Zahnreihen. Bei


einer geraden Anordnung der Zahnreihen wäre eine Artikulation und eine Kaueffizienz
nicht möglich.

Speesche Kurve:
 Sagittale Kompensationskurve für den Seitzahnbereich.
 Verbindungslinie von der unteren Eckzahnspitze bis hin zu den BUCCALEN
Höckern der unteren Prämolaren und Molaren.
 Sie sinkt von 3-5 und ab 5 steigt die Kurve wieder leicht an  Bild
 Sie dient ca der gleichbleibenden Abstandhaltung während Vor und
Rückbewegungen des UK.
 Durch diese Kurve wird ein zu starkes Auseinanderweichen der Kauflächen
verhindert und eine effiziente Kauleistung ermöglicht.

Wilson Kurve – transversale Kompensationskurve:


 Verbindungslinie der Höcker der oberen Prämolaren und Molaren.
 Im Bereich der 4rer ist sie nach oben konvex, da palatinale Höcker niedriger als
buccale Höcker sind
 Im Bereich der 5er ist sie eine Gerade, da buccale und palatinale Höcker gleich
lang sind
 Im Bereich der Molaren verläuft sie nach oben konkav wegen der mesiobukkal
kleineren Höcker.
 Verhindern von Wangen beissen, interkoronaler Freiraum im SZ Bereich,
Stabilisierung der PM und Molaren, gleicher Abstand der Zahnreihen bei
Seitbewegungen.

Bewegungen des Unterkiefers:


Es gibt symmetrische und asymmetrische Bewegungen-_> beides sind exzentrische
Bewegungen.

Öffnungsbewegung:
 Symmetrisch
 Beginnt initial mit einer reinen Rotationsbewegung (zentrische Bewegung) bis ca
13 Grad
 Wird dann zu einer kombinierten Öffnungs und Protrusionsbewegung entlang
der Eminentia articularis.

Symterische Bewegungen des UK: Protrusion (aus IKP nach vor geschoben), Retrusion
(Rückschubbewegung aus der IKP), Retraktion (Rückstellung aus Protrusion)

Asymetrische Bewegungen: Laterotrusion (UK Seitwertsbewegung aus der IKP nach


lateral) und Mediotrusion (Bewegung aus der IKP des UK in die Mitte).

Bennetbewegungen und Bennetwinkel:

Bewegung:
 Seitliches räumliches Versetzen des UK bei asymmetrischen Bewegungen (latero
und mediotrusion). Bewegung vorallem bei der Laterotrusionsseite.
Winkel:
 Wird durch die Bahn des Mediotrusionskondylus und einer Parallelen der
Mediansagittalebene gebildet. Beim Laterotrusionskondylus ist kaum ein Winkel
bei der Laterotrusion.

Okklusionskonzepte:
Sie definieren Muster der Artikulation. Wie sich die Zähne bei lateral, medial und
Protrusion verschieben.

Zähne die führen disokkludieren (entkuppeln) alle anderen Zähne der Zahnreihen
bei exzentrischen Bewegungen.

Die Okklusionskonzepte sind von der Natur vorgegebene Gesetzmäßigkeiten,


bezüglich welche Zahnareale in der Bewegung (Artikulation) Kontakte mit dem
Gegenkiefer haben.

1. Front Eckzahnführung (mutual Protection, anterior guidance)


 Sie ist der Goldstandard wie Angel Klasse 1
 Bei der Laterotrusion berühren/führen nur die Eckzähne, alle anderen
Zähne sind disokkludiert und haben keinen Kontakt zueinander.
 Bei der Protrusion führen die UK Fronteckzahngruppe und der 1 PM
gegen die obere Fronteckzahngruppe, alle anderen Zähne sind
disokkludiert
.

2. Gruppenführung:
 Kommt meist bei Angel Klasse 2 vor!
 Bei Laterotrusion führen die Eckzähne, die Prämolaren und der
mesiobuccale Höcker des 1 Molaren gleichmäßig und gleichzeitig. 
Mediotrusionseite ist IMMER frei.
 Bei der Protrusion entkuppeln die untere Front-Eckzahngruppe und der 1
PM das restliche Gebiss. Also Front Eckzahnführung wie bei
Eckzahnführung bei der Protrusion

3. Balancierte Okklusion:
 Sie ist kaum durchzuführen. Wird nur bei Vollprothesen verwendet.
 Laterotrusionsseite: Gruppenfunktion von 3-6
 Mediotrusionsseite: gleichzeitige, gleichmäßige Führung im
Molarenbereich.

Funktionslinien der Zahnreihen:

Aktive Zentrik (Stampfhöcker) des UK: Sprich Höcker die Kontakt haben (UK Höcker zu
OK Fissuren)
 Bukkale Höcker der Molaren und Prämolaren, Eckzahnspitze, Inzisalkante der
Frontzähne
 Ausnahme ist der distale Höcker des unteren 1 Molaren (=rudimentär).

Passive Zentrik des OK: Auftreffpunkte der aktiven UK Zentrik im OK


 Mesiale Fossae der Molaren, sowie an beiden RL der Molaren, PM und
Frontzähnen, außer beim 3er nur mesiale RL.
 Im Bild rechts

Aktive Zentrik des OK: Palatinale Stampfhöcker des OK haben auch aktive Zentrik
 Palatinale Höcker der OK Molaren und PM

Passive Zentrik des UK: Auftreffen der aktiven Zentrik des OK in der passiven Zentrik im
UK.
 Distale Randleisten der PM
 Zentrale Fossae und distale Anteile der UK
 Im Bild links
2. Aufwaxen:

A. Technische Voreinstellungen beim Artikulator:

1. Das Uk und Ok Modell in den Artikulator einschrauben


2. Den Inzisaltisch nach vor (0 Grad) drehen und den Inklinationswinkel (Neigung
des Inzisaltisches) auch auf 0 Grad drehen.
3. Den Bennetwinkel auf 0 Grad einstellen (lateral des Artikulators 2 Schrauben).
Der weiße Einsatz bedeutet 45 Grad. Diesen einfach drin lassen.
4. Die Neigung der Kondyllen einstellen. Das war lateral am Artikulator
einzustellen. Bei uns waren es glaube ich 56 Grad.  SKN!!!!
5. Nun das UK-OK Modell in Okklusion bringen (Schließen). Danach den Artikulator
umdrehen auf den Kopf und überprüfen ob der Inzisalstift sowohl den
Inzisaltisch in Neigung als auch den vorderen Balken am Inzisaltisch berührt und
gut festschrauben.
6. Man kann nun den abgeschliffenen Zahn mit weißem Wax auf der Okklusalfläche
verkleiden um für das restliche Wax einen besseren Verbund zu bekommen.
7. Einstellungen immer wieder überprüfen, da sie sich unabsichtlich verschieben
können!

B. 6er des Unterkiefers (UK):

Vorgehensweise:
Mesiobukkalen Höcker UK 6er Distobukkalen Höcker Uk 6er  Mesiolingualen
Höcker UK 6er Distolingualen Höcker UK 6er konvexer Abhang des distobukkalen
Höcker des 6ers  konvexe Abhänge des meso und distolingualen Höckers des 6ers
Pro Abhang eine Impression des OK mesiopalatinalen Höcker des 6ers
TRIBUTISMUS in der Fossa Distalen Höcker (auf buccaler Seite) in blau aufwaxen
(weil Gefahrenzone für Mediotrusiven Freiraum)  Mesio und Distolinguale Höcker
ausformen mit 3eckswulst Mesio und distobukkale Höcker formen  Fissurensystem
einschnitzen  RL einschnitzen  checken ob Approximalkontakt  Zahnform
nochmal schön ausformen  fertig!

Im Detail:
1. Aktive Zentrik festlegen. Beim UK 6er ist das der mesiobuccale Höcker, welcher
auf die mesiale RL des OK 6ers und die distale Rl des OK 5ers zeigt.
2. Zweiten Stampfhöcker des UK 6ers festlegen. Das ist der distobukkale Höcker,
welcher in die mesiale Fossa des Ok 6ers zeigen muss.
3. Beim Festlegen der Stampfhöcker muss man unbedingt beachten, dass sie in
einem Bogen mit den anderen UK Stampfhöcker liegen und man darf sie auf
KEINEN FALL zu HOCH AUFWAXEN weil es sonst zu einer Vertikalisierung
kommt.  Zwischendurch immer wieder das Kiefer zuklappen und horchen ob
der Inzisalstift eh auf den Inzisaltisch klappt.

4. Beim Aufwaxen aller Höcker des 6ers muss man die unterschiedliche Größe der
Höcker beachten. Die Höchste Spitze im UK aktiven Zentrik ist die Eckzahnspitze,
dann sinken die Höcker bis zum 5er und danach werden sie wieder größer
(Speesche Kurve) mesiobukkaler Höcker ist also etwas niedriger als
distobukaler (kaum sichtbar) des UK 6ers.
5. Mesiolingualen Scherhöcker des UK 6ers aufwaxen. Die Scherhöcker müssen
ebenfalls wieder im Bogen mit den anderen lingualen Scherhöcker liegen und
müssen möglichst weit nach innen=lingual (weg von der Okklusalfläche) und
weit auseinander stehen um den Mediotrusiven Freiraum zu gewährleisten.
6. Distolingualen Scherhöcker des UK 6ers formen.

7. Kontrollieren ob die Höckerverhältnisse stimmen: Linguale Höcker des unteren


4rers ist der niedrigste und nach distal werden sie höher.
8. Die Lingualen Höcker des UK 6er sind im Vergleich zu den bukkalen Höcker
leicht größer/höher.  Bei Prüfung am besten nach anderen Seite, wo der UK 6er
noch vorhanden ist richten.
9. Höckerabhang mit rot konvex vom distobukkalen Höcker formen.
10. Höckerabhang von mesio und distulingualen Höcker konvex formen.
11. Schauen, dass OK mesiopalatinaler Höcker des 6ers in jeden Abhand jeweils eine
Impression macht  TRIBUTISMUS.
12. Distalen Höcker (auf buccaler Seite) aufwaxen. Ist jedoch winzig und rudimentär
der Höcker. Den Höcker haben wir blau gemacht weil er eine große Gefahr
darstellt für den Mediotrusiven Freiraum.
13. Mesio und distolinguale Höcker fertig Formen.

14. Mesio und distobukkale Höcker mit Grün formen. NICHT MIT GRÜN ÜBER ROTE
HÖCKERSPITZE GEHEN  GEFAHR DER VERTIKALISIERUNG.
15. Fissurensystem einschnitzen.
16. Randleisten einschnitzen.
17. Checken ob Approximalkontakt und nochmals checken ob KEINE
VERTIKALISIERUNG
18. Buccale Seite mit weißem Wax verkleiden
19. Zahn nochmal schön in Form bringen
20. FERTIG

C. 6er des OK:

Vorgehensweise:
Passive Zentrik am UK 6er für OK 6er festlegenmesiopalatinalen Stampfhöckerspitze
bilden distopalatinalen Stampfhöckerspitze bilden mesiobuccale Scherhöckerspitze
waxendistobuccale Scherhöckerspitze aufwaxen  Höckerabhang des
mesiopalatinalen Höcker bilden  Höckerabhänge der beiden buccalen Höcker bilden.
 Wieder auf Tributismus achten  mesiale RL des OK 6ers als F1 festlegen 
Bennetwinkel für Laterotrusion einstellen  Inklinationswinkel einstellen 
Inzisaltisch auf Seite der Laterotrusion schieben  Protrusionseinsatz auf
Mediotrusionskondylus einlegen und leicht festschrauben  Blauen Kegel aufbauen
mesial des buccomesialen Höckers des OK 6ers bis der Höcker Kontakt zu
mesiobuccalen Höcker des UK 6ers hat  Blaue Bahn zwischen F1 und F2 aufwaxen
Protrusionseinsatz rausnehmen und Laterotrusion durchführen (davor blaue Bahn
etwas vorweichen)Buccale Höcker mit grün fertig ausformen (KEINE
VERTIKALISIERUNG) palatinale Höcker mit grün fertig formen Incisuren,
Randleisten ausschnitzen  Buccale Fläche mit weiß verkleiden  Zahn schön
ausformen und schauen dass Approximalkontakt besteht  FERTIG

Im Detail:
1. Aktive Zentrik des OK 6ers aufwachsen: mesiopalatinalen und distopalatinalen
Höcker des 6ers. Mesiopalatinaler zeitg in zentrale Fossa des UK 6ers und
distopalatinaler zeigt auf die distale Rl des unteren 6er. Man muss wieder
beachten, dass die Höckerspitzen in einem Bogen liegen und der
MESIOPALATINALE HÖCKER DES OBEREN 6ers ist der GRÖSSTE!!!! Nach mesial
und distal werden die Höcker kleiner, selbst wenn sie dann keinen Kontakt im UK
haben!!
2. Passive Zentrik aufwaxen: mesiale Fossa (kann man jzt noch nicht machen) und

mesiale und distale RL


3. Mesiobuccale Scherhöckerspitze aufwaxen. Scherhöcker wieder im Bogen
liegend und sie werden von mesial nach distal niedriger. Der Mesiobuccale zeigt
in die Fissur zwischen mesio und distobukkalen Höcker des UK 6ers.
4. Distobuccale Scherhöckerspitze aufwaxen. Sie zeigt zwischen 6er und 7er des UK.
5. Höckerabhang des mesiopalatinalen Höckers bilden. Mit rot einen konvexen
Abhang formen (in Richtung des db Höckers)
6. Höckerabhang der beiden buccalen Höcker wieder rot und konvex formen.
7. Kontrollieren ob der distobuccale Höcker des UK 6ers einen TRIBUTISMUS in der
mesialen Fossa macht.

8. F1 als Ausgangspunkt für die Laterotrusion festlegen = mesiale Randleiste


(passive Zentrik)
9. F2 als Endpunkt der Laterotrusion bilden! Dazu müssen wir einen vorgegebenen
Bennetwinkel einstellen (weißer Einsatz sind 45 Grad), den Inzisaltisch auf die
Seite der Laterotrusion schieben und einen vorgegebenen Inklinationswinkel
einstellen.
10. Danach muss man beim Mediotrusionskondylus einen Protrusionseinsatz rein
geben und leicht festschrauben.
11. Nun wird mit blauem Wax ein Kegel mesial des mesiobukkalen Höcker des OK
6ers so weit aufgewaxt, bis er Kontakt zum mesiobuccalen Höcker des UK 6ers
hat  F2
12. Eine blaue Bahn zwischen F1 und F2 aufwaxen, den Protrusionseinsatz
rausnehmen und eine Laterotrusion durchführen (am besten bei erwärmten

blauem Wax).
13. Buccale Höcker fertig Formen mit grünen Wax
14. palatinale Höcker fertig Formen ( wie immer wichtig nicht über die Höckerspitze
drüber waxen - Vertikalisierung)
15. Inzisuren und RL schnitzen
16. Kontrolle ob Approximalkontakt besteht
17. Buccale Fläche mit weiß verkleiden und Zahnform schön herausschnitzen. Dabei
kann man sich an den vorhandenen Zähnen orientieren.
18. FERTIG

D. 5er des OK:

Vorgehensweise:

Palatinalen Stampfhöcker aufwaxenPassive Zentrik aufwaxen (mesiale und


distale RL) Buccalen Scherhöcker aufwaxen (zeigt zwischen UK 5er und
6erF2 bilden Bahn zwischen F1 (mesiale RL) und F2 herstellen (MAN MUSS
F1 als rot klar identifizieren können, ansonsten hat man über die RL drüber
gewaxt VERTIKALISIERUNG) buccalen und palatinalen Höcker mit grün
formen  Fissuren und RL auswaxen Buccal weiß verkleiden  Zahn noch
schön ausformen auch mit 3eckswülsten  FERTIG
Im Detail:

1. Stampfhöckerspitze aufwaxen: Palatinaler Höcker des 5ers ist im OK der


aktive Höcker. Er zeigt auf die distale RL des unteren 5ers. Der Palatinale
Höcker ist gleich groß wie der buccale (Wilsonkurve) und er ist niedriger als
der mesiopalatinale Höcker des 6ers, selbst wenn er dann zur passiven
Zentrik keinen Kontakt hat.
2. Passive Zentrik aufwaxen: Das ist die distale und die mesiale RL. Dabei muss
man beachten, dass die RL so hoch wie die der Nachbarzähne sind, um jeweils
einen doppelten RL Kontakt für die Stampfhöcker des UK herzustellen.

3. Scherhöcker des OK 5ers aufwaxen: Wieder achten, dass die Höcker in einem
Bogen sind. Buccale Höcker ist gleich hoch wie der palatinale und er zeigt
zwischen 5er und 6er des UK.

4. Laterotrusionsbahn aufwaxen für UK 5er buccaler Höcker: F1 ist die mesiale


RL und F2 müssen wir wieder ermitteln durch Inklinationswinkel einstellen,
Inzisaltisch auf Laterotrusionsseite stellen, Bennetwinkel nach Vorgabe
einstellen, Protrusioneinsatz auf Mediotruionsseite einsetzen und
festschrauben. Dann einen blauen Kegel von mesial der buccalen
Höckerspitze ausgehend aufwaxen, bis zum Kontakt mit dem buccalen Höcker
des UK 5ers  F2
5. Bahn zwischen F1 und F2 aufwaxen, dabei schauen, dass man die mesiale RL
des 5ers ja nicht erhöht!
6. Protrusionseinsatz herausnehmen und eine Laterotrusion durchführen 
Wir erhalten die Laterotrusionsbahn!
7. Buccale und palatinale Höcker mit grünem Wax ausformen
8. Fissuren und RL ausschnitzen
9. Darauf achten, dass Approximalkontakt besteht
10. Buccal noch weiß verkleiden
11. Zahn schön ausformen
12. FERTIG!!
E. 4rer des OK:

Vorgehensweise:

Aktive Zentrik aufwaxen (palatinale Höcker)  passive Zentrik aufwaxen (mesiale und
distale RL) buccalen Scherhöcker aufwaxen  F2 festlegen  Bahn zwischen F1 und
F2  Buccalen und palatinalen Höcker mit grün fertig Formen Auf
Approximalkontakt und KEINE VERTIKALISIERUNG achten  Fissuren und RL
ausarbeiten sowie 3eckswülste formen Buccale Fläche weiß verkleiden.  Fertig.

Im Detail:

1. Palatinalen Stampfhöcker aufwaxen, der auf die distale RL des unteren 4rers
zeigen muss. Er MUSS niedriger als der mesiopalatinae 6er und 5er sein!!
2. Passive Zentrik: mesiale und distale RL hat Kontakt mit UK buccalen Höckern.
3. Scherhöcker: Buccalen Höcker aufwaxen! Er muss niedriger als der 3er aber
höher als 4rer sein und zwischen UK 5 und 4rer zeigen.

4. F2 festlegen wie bei den vorherigen Zähnen, wobei F2 immer mesial und
niedriger als der bukkale Höcker liegt
5. Verbindung zwischen F1 und F2 und Laterotrusionsbahn bilden.
6. Buccalen und palatinalen Höcker mit grün fertig formen. NICHT DIE
LATEROTRUSIONSBAHN, AKTIVE, PASSIVE ZENTRIK VERÄNDERN weil sonst
VERTIKALISIERUNG!!!!
7. Beachten ob Approximalkontakt besteht
8. Fissuren, RL und 3eckswülste ausarbeiten
9. Buccale Fläche weiß verkleiden
10. Nochmal kontrollieren ob Zahn schön ausgearbeitet ist
11. FERTIG
F. 3er des OK:

Vorgehensweise:

Passive Zentrik des Ok 3ers aufwaxen F1 geht von mesialen RL aus  F2 mit blau
aufwaxen  F1 und F2 verbinden  Laterotrusionsbahn bilden  restilichen 3er
aufwaxen.  Bukkale Seite weiß verkleiden 

1. Passive Zentrik des Ok 3ers aufwaxen. Dabei sehr exakt sein, da nur mesiale Rl
Kontakt zum unteren 3er hat. Distale Rl des Ok 3ers ist niedriger als mesiale Rl
des 4rers und hat daher keinen Kontakt.
2. Eckzahnspitze aufstellen, sie ist länger als die buccale Höckerspitze des 4ers und
ebenfalls nach buccal geneigt und zeigt auf distalen Teil des unteren 3ers (nicht
in den Approximalbereich zwischen 3er und 4er!!!)
3. Endpunkt der Laterotrusion F2 festlegen. Dazu wieder Bennetwinkel,
Inzisaltisch, Inklinationswinkel einstellen und anschließend einen
Protrusionseinsatz in den Mediotrusiven Kondylus einspannen.
4. Dann blau ein F2 Kegel aufwaxen bis er Kontakt zur unteren Eckzahnspitze hat.
5. Bahn zwischen F1 und F2 waxen, dann Protrusionseinsatz raus und
Laterotrusion durchführen.
6. Restlichen Eckzahn mit grün modelieren. Eckzahnspitze zeigt auf distalen Teil
des unteren Eckzahns und die Spitze ist nach mesial versetzt. Dadurch ist die
Eckzahnkante mesil kürzer und steiler und distale länger und flacher.
7. Beachten dass distale RL des 3ers niedriger als mesiale RL des 4rers ist!
8. Von Eckzahnspitze geht Richtung palatinal eine Leiste (=Mittelleiste), mesial und
distal davon sind Fossae zu machen.
9. Buccale Seite noch mit weiß auskleiden und Zahn fertig formen
10. FERTIG

G. 2er des OK

Vorgehensweise:

Passive Zentrik (distale und mesiale RL ) aufwaxen  Protrusionsbahn mesial bilden 


restlichen Zahn formen  vorne weiß verkleiden und Wölbung herausarbeiten

Im Detail:

1. Passive Zentrik aufwaxen: Distale Rl soll Kontakt zu UK 3er haben und mesiale
RL des OK 2er Kontakt zu UK 2er.
2. Protrusionsbahn bilden: Ausgangspunkt ist die mesiale Randleiste = F1. Den
Endpunkt F2 müssen wir bilden.  Dazu muss man den Inzisaltisch nach vorne
drehen, den Bennetwinkel auf null stellen (weil es eine zentrische Bewegung ist)
und den Inklinationswinkel einstellen. Danach geben wir bei beiden Kondyllen
die Protrusionseinsätze hinein.  Dann waxen wir einen blauen Kegel auf, bis
wir zum UK 2er Kontakr haben = F2
3. F1 und F2 verbinden durch blaues Wax, Protrusionseinsätze raus und Protrusion
durchführen PROTRUSIONSBAHN.
4. Restlichen Zahn aufwaxen, wobei Inzisalkante und Approximalfläche mesial eine
Kante ist und distal ein Bogen und wir haben mesial mehr Masse.
5. Zahn bukkal weiß verkleiden und noch genauer ausformen.
6. Checken ob bei Protrusion NUR ZUR PROTRUSIONSBAHN KONTAKT UND NICHT
ZUM GESAMTEN ZAHN und checken ob man die passive Zentrik eh nicht
überwaxt hat ansonsten VERTIKALISIERUNG.
7. Form und Verlauf von Zahn (zb Inzisalkante, buccale Facette) an anderem 2er
orientieren!

H. 1ser des OK:

Vorgehensweise:

Passive Zentrik aufwaxen  mesiale Protrusionsbahn bilden  distale Protrusionsbahn


bilden  beide verbinden um stabiler zu machen  restlichen Zahn grün aufwaxen 
Buccale Seite weiß verkleiden  Zahn schön ausformen und Facettierung ausformen 
fertig!

Im Detail:

1. Passive Zentrik bilden: Mesiale und distale RL bilden, wobei die mesiale RL zum
UK 1ser Kontakt hat und die distale RL zum UK 2er.
2. Mesiale Protrusionsbahn bilden: F1 ist mesiale RL und F2 müssen wir
herausfinden durch Bennetwinkel auf 0, Inklinationswinkel, Inzisaltisch nach vor
und Einsetzen der Protrusionseinsätze  Dann blauen Kegel aufwaxen bis
Kontakt zum UK 1ser hergestellt wurde = F2
3. Dasselbe mit dem distalen F2 (zum UK 2er) machen und beide F1-Punkte mit
deren F2-Punkten verbinden.
4. Mesiale und distale Protrusionsbahn mit Leiste verbinden um sie stabiler zu
machen. Auch schon weiße Facette auffüllen, bietet noch mehr Halt.
5. Ohne Protrusionseinsätze die Protrusion durchführen (vorher beide
aufgeweicht)
6. Zahn grün aufwaxen. Dabei jedoch beachten dass bei PROTRUSION NUR
KONTAKT ZU PROTRUSIONSBAHN IST und dass die passive Zentrik nicht
überwaxt wird wegen VERTIKALISIERUNG!!!!!!!
7. Buccale Seite weiß verkleiden
8. Zahn ausformen und Facettierung ausarbeiten

I. Worauf ist besonders zu achten:

1. Zentrik herstellen 10 Punkte: Aktive und passive Zentrik exakt aufstellen. Höcker
an die Richtige Stelle im Zahnbogen und hoch genug
2. Exzentrik: Laterotrusionsbahn richtig aufstellen
3. Tributismus: Es muss in der UK 6er und OK 6er Fossa UNBEDINGT ein
Dreipunktkontakt sein. (dürfen nicht ineinander übergehen sondern 3 einzelne
Impressionen!!)
4. Approximalflächen müssen Kontakt haben
5. JA NICHT HÖHER WERDEN VERTIKALISIERUNG = FAIL!!!!!!!!!!!!!!!!!!
6. Protrusionsbahn richtig aufstellen.
7. OK mesiale Fossa des 6ers gebildet durch mesopalatinalen Höckerabhang und die
beiden buccalen
8. UK zentrale Fossa des 6ers gebildet durch distobuccalen Höckerabhang und die
beiden lingualen
9. Darauf achten, dass die Ausarbeitung der Zähne stimmt! Welche Höcker größer
sind usw
10. IMMER BEACHtEN OB AUCH DER MEDIOTRUSIVE FREIRAUM GEGEBEN IST