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UMA-Kredit: «Bei einem Nein spart Bern

nichts»
Eine breite Allianz weibelt für den 38-Millionen-Kredit für unbegleitete minderjährige
Asylsuchende.
17:40

Artikel zum Thema

Asyl: Plötzlich kosten


Minderjährige weniger

Der Kanton Bern wird 2019 mindestens 5


Millionen Franken weniger für
minderjährige Asylsuchende ausgeben
als erwartet. Das könnte es für die SVP
schwieriger machen, ihr Referendum
Die günstigere Variante soll dem unterschiedlichen Betreuungsbedarf der Kinder und
Jugendlichen trotzdem nachkommen. Bild: Keystone durchzubringen. Mehr...
Von Philippe Müller 03.05.2018

Seit dem 21. Mai 2017 ist alles ein wenig anders. Waren bis zu diesem Zeitpunkt im Käsers letzter Erfolg bringt
Kanton Bern Kreditbegehren für die Betreuung und Unterbringung von die SVP in Rage
unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) vom Grossen Rat stets Der Kanton Bern bringt 17-jährige
abgesegnet worden, sagte an jenem Sonntag die Berner Stimmbevölkerung: Stopp. unbegleitete Asylsuchende künftig
gemeinsam mit Erwachsenen unter. Die
Eine Mehrheit von rund 54 Prozent lehnte einen Kredit von 105 Millionen Franken erwarteten Einsparungen von rund 5
für die Jahre 2016 bis 2019 ab. Die Volksabstimmung war durch ein Referendum der Millionen Franken sind der SVP zu wenig.
SVP zustande gekommen. Mehr...
Von Philippe Müller 28.03.2018
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Asylkosten: SVP droht mit


Richter
Nun ist klar, wie der Kanton Bern Geld im
Asylwesen sparen will: 17-jährige
unbegleitete Asylsuchende sollen nicht
mehr separat, sondern gemeinsam mit
Erwachsenen untergebracht werden. Der
SVP geht das viel zu wenig weit. Mehr...
Von Philippe Müller 18.01.2018

Am 25. November stimmen die Bernerinnen und Berner nun erneut über einen
UMA-Kredit ab. Die beiden Volksbefragungen hängen direkt zusammen: Nach dem
überraschenden Nein von 2017 muss die Regierung die Ausgaben für UMA senken.
Die Tagespauschale wird von 171 auf 140 Franken reduziert.

Zudem werden 17-jährige UMA nicht mehr in separaten Heimen untergebracht,


sondern gemeinsam mit erwachsenen Asylsuchenden in den ordentlichen
Durchgangszentren. Bis 2020 erhofft sich der Kanton dadurch Einsparungen von
total rund 5,4 Millionen Franken. Ende März dieses Jahres hat sich eine klare
Mehrheit des Grossen Rates für das günstigere Modell und den damit verbundenen
Kredit von 38 Millionen Franken von 2018 bis 2020 ausgesprochen. Die SVP hat
dagegen erneut das Referendum ergriffen.

«Volkswille ist erfüllt»

Am Donnerstag stellte das Unterstützungskomitee für den Kredit seine Argumente


vor. Ausser der SVP und der EDU sind darin alle politischen Parteien vertreten.
Grossrat Stefan Costa (FDP, Langenthal) sieht mit dem kostengünstigeren Modell
«den Volkswillen erfüllt».

Sein Parlamentskollege Christoph Grimm (GLP, Burgdorf) betonte: «Es geht um 38


und nicht mehr um 105 Millionen.» Deshalb sei er zuversichtlich, dass das
Stimmvolk der Vorlage nun zustimmen werde. Und EVP-Grossrat Markus Wenger
(Spiez) gab zu bedenken: «Bei einem Nein zum Kredit spart der Kanton Bern
nichts.» Denn dann bleibe es wegen laufender Verträge mit den
Asylsozialhilfepartnern sicher bis Ende 2019 bei der Tagespauschale von 171 Franken
pro UMA und Tag. (phm)

Erstellt: 18.10.2018, 17:40 Uhr

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