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Das zielgerichtete Verhalten der Materie

Von Marcus Schmieke

Interessanterweise liefert unser Modell der Wechselwirkung zwischen Materie und Bewußtsein eine einfache Erklärung
für diese Art von Phänomenen. Abb. 4 zeigt, wie verschiedene Raum-Zeit-Geschichten sich in der nichtdeterministischen
Version der klassischen Mechanik entwickeln können, vorausgesetzt, daß sie keinen weiteren Beschränkungen außer
den Naturgesetzen ausgesetzt sind.

In Abb. 5 sehen wir, was geschieht, wenn wir die zusätzliche Bedingung aufstellen, daß der Pfad zu einer bestimmten Zeit
T durch ein mit A markiertes Intervall laufen muß, welches einer bestimmten Gruppe möglicher Ereignisse entspricht.

Weil die Gesetze der Physik den Pfaden keine unbegrenzte Freiheit gewähren, muß die Kurve schon vor der Zeit T in
solch einer Weise verlaufen, daß sie A zu dieser Zeit erreicht. Zum Beispiel mögen an der Formung dieser Kurve
anscheinend zufällige Ereignisse beteiligt sein, um in einer solchen Weise zusammenzuwirken, daß später ein
bestimmter systematischer Effekt erzielt wird.

Auf der Grundlage der physikalischen Standardtheorien würden wir eine solche Art teleologisches oder zielgerichtetes
(finales) Verhalten nicht erwarten. Wenn wir jedoch annehmen, daß A bestimmte Ereignisse repräsentiert, die sich ein
Individuum für die Zeit T wünscht und die Überseele die Geschichte der Ereignisse in einer mit diesen Wünschen und den
Naturgesetzen konsistenten Weise formt, dann folgt daraus, daß sich die Materie auf teleologische Weise verhalten
sollte. Es ist möglich, daß die generelle Form der Raum-Zeit-Geschichte in einer solchen Art und Weise ausgewählt wird,
daß sie generell die Gesetze der Physik erfüllt, jedoch in einigen Regionen ein statistisch gesehen unerwartetes
zielgerichtetes Verhalten zeigt. Dieses ist möglich, indem die Geschichte in Übereinstimmung mit den
nichtdeterministischen Gesetzen der Physik und den Regeln für das Zustandekommen bestimmter Ereignisse wie A zum
Zeitpunkt T ausgewählt wird.
An dieser Stelle sollte noch bemerkt werden, daß die Raum-Zeit-Geschichte auf eine solche Weise ausgewählt werden
kann, daß zwei Ereignisse an verschiedenen Orten miteinander korreliert sind, obwohl selbst ein Signal mit
Lichtgeschwindigkeit nicht genügend Zeit hätte, sie miteinander zu verbinden. Hierdurch scheint auf den ersten Blick die
Relativitätstheorie verletzt zu werden, doch tatsächlich beschränkt diese Theorie lediglich die Entstehung von
Korrelationen, die sich mittels einer Ursache- und Wirkung-Beziehung in der Raum-Zeit ausbreiten. Generell betreffen die
durch die Relativitätstheorie gegebenen Beschränkungen der Raum-Zeit-Ereignisse nicht das vereinigende universale
Bewußtsein der Überseele.