Sie sind auf Seite 1von 138

Leistungsbeauftragungen

Leistungsbilder Seite 1

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND RVE 12.01.01


AUFGABENBESCHREIBUNG
Ausgabe 1. Jänner 2017
Award of Contract
Service Descriptions
Railway Infrastructure Planning, Object and Task Description

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort .................................................................................................................................. 2

2 Anwendungsbereich ............................................................................................................ 3

3 Begriffsbestimmungen ........................................................................................................ 3

4 Planungsphasen .................................................................................................................. 7
4.1 Übersicht Planungsphasen ............................................................................................. 7
4.2 Ziele und Inhalte der Planungsphasen ........................................................................... 10

5 Aufgabenbeschreibung ....................................................................................................... 24
5.1 Machbarkeitsprüfung, Voruntersuchung ......................................................................... 24
5.2 Vorprojekt........................................................................................................................ 24
5.3 Einreichprojekt ................................................................................................................ 22
5.4 Detailprojekt .................................................................................................................... 102

6 Lieferumfang ........................................................................................................................ 134

7 Gesetze, Richtlinien und Normen ....................................................................................... 135

8 Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................ 137

AG: Eisenbahnwesen – Planung, Verkehr und Umwelt


AA: Leistungsbild Eisenbahnplanung
Ausgabe: 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte insbesondere die der Übersetzung, des Nachdruckes, der Entnahme von Abbildungen, der
Funksendung, der Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, sind, auch bei nur auszugs-
weiser Verwertung, nur der FSV vorbehalten. Bei Erwerb in elektronischer Form ist die Speicherung auf Datenträger im Sinne der Lizenzvereinbarung erlaubt.
Leistungsbeauftragungen Seite 2

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

1 Vorwort
Eisenbahninfrastrukturvorhaben zeichnen sich durch ein hohes Maß an Komplexität und durch die
Existenz einer Vielzahl von Schnittstellen aus. Neben den rein technisch-konstruktiven Herausforde-
rungen ergeben sich in der Planung vor allem auch konzeptionelle und gestalterische Aufgabenstel-
lungen, die nur mit einer interdisziplinären und fachbereichsübergreifenden Betrachtung erfolgreich
bewältigt werden können.
Im Zuge der Entwicklung und Planung von Eisenbahninfrastrukturvorhaben ist unter Berücksichti-
gung der definierten Planungsgrundlagen sowie unterschiedlicher Rahmenbedingungen die tech-
nische Machbarkeit und die Konsens- bzw. Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens nachzuweisen.
Ferner gilt es, die Kosten und die Wirtschaftlichkeit darzustellen sowie den Nutzen und die Wirksam-
keit anzugeben und die Auswirkungen auf die Umwelt zu erarbeiten.
Mit dem vorliegenden Leistungsbild „Planung Eisenbahninfrastruktur“ sollen die in der Honorarrege-
lung SVE (Sondervereinbarung Eisenbahnwesen für die Honorierung von Einreich- und Detailpro-
jekten in der Streckenplanung) definierten Qualitäten der Planungsleistungen angepasst und neu
strukturiert sowie mit Ziel- und Aufgabenbeschreibungen ergänzt werden.
Damit soll den Veränderungen im Bereich des Eisenbahngesetzes und der zugehörigen Verordnun-
gen sowie dem Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetz und dem Bundesgesetz über die strategische
Prüfung im Verkehrsbereich (SP-V-Gesetz) Rechnung getragen werden und eine moderne und dem
Bundesvergabegesetz entsprechende Grundlage für die Leistungsbeschreibung bei der Ausschrei-
bung geistiger Dienstleitungen geschaffen werden.
Das Leistungsbild „Planung Eisenbahninfrastruktur“ soll in Zukunft alle Planungsleistungen, die im
Zusammenhang mit der Planung und Umsetzung von Eisenbahninfrastruktur-Vorhaben stehen, er-
fassen. Es wird daher ein genereller Rahmen geschaffen, in den auch andere Leistungsbilder für
Fachplanungen gekoppelt werden können oder zu einem späteren Zeitpunkt integriert werden kön-
nen. Dieser Rahmen umfasst auch alle Planungsphasen von der Machbarkeitsprüfung/Voruntersu-
chung bis zum Detailprojekt, wodurch die Kontinuität der Planungsarbeiten gestärkt wird. Ergebnisse
einer früheren Bearbeitungsphase sind in Bezug auf Umfang und Qualität definiert und können daher
als Planungsgrundlage für die nächste Phase herangezogen werden. Die Planungen können mit zu-
nehmendem Erkenntnisgewinn in jeder Phase schrittweise vertieft werden.
Das Zusammenfügen aller Planungsleistungen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und
Umsetzung von Eisenbahninfrastruktur-Vorhaben stehen, bedeutet nicht, dass diese Leistungen nur
ganzheitlich erbracht werden können.
Ein „Teilabruf“ von Leistungen aus diesem Leistungsbild entsprechend der jeweiligen Planungspha-
se, der Vorhabenscharakteristik und der gewählten Vergabestrategie wird immer möglich sein. Somit
können Probleme der Leistungsdefinition an den Schnittstellen einerseits vermieden und die Ab-
grenzbarkeit des Leistungsbildes andererseits verschärft werden.
Als Trägerelement für das Leistungsbild „Planung Eisenbahninfrastruktur“ soll weiterhin die Verkehrs-
bzw. Streckenplanung herangezogen werden. Alle anderen Planungen und Untersuchungen dienen
entweder als Grundlage, können als Vertiefung bezeichnet werden oder sind für Nachweisführun-
gen erforderlich. Die Integration dieser Fach- und Grundlagenplanungen sowie der Analysen und
Bewertungen ist ein wesentlicher Bestandteil des Leistungsbilds „Planung Eisenbahninfrastruktur“.
Diese Tätigkeit findet sich in der Grundlagenerhebung und Abstimmung der laufenden Verkehrs- bzw.
Streckenplanung, aber auch als Koordination der Teil- und Gesamtplanung wieder und wird je nach
Art des Behördenverfahrens und nach Umfang des Vorhabens in unterschiedlicher Intensität zu er-
bringen sein.
Mit dem vorliegenden Leistungsbild „Planung Eisenbahninfrastruktur“ wird die Beschreibung der für
die Planung eines Vorhabens zu erbringenden Leistung geschärft, und die Schnittstellen zwischen
den jeweiligen Planungsarbeiten werden definiert.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 3

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Das Spektrum der Anwendung des Leistungsbilds reicht von Machbarkeitsprüfungen/Voruntersu-


chungen über Vorprojekte und Einreichprojekte bis zu Bau-/Detailprojekten. Damit können beispiels-
weise auch EU-weit auszuschreibende Planungsleistungen bis hin zu Generalplanerleistungen für
internationale Großprojekte durchgeführt werden.
Durch eine ganzheitliche Betrachtung und vollständige Beschreibung der zu erbringenden Leistun-
gen wurde mit dem vorliegenden Leistungsbild ein modernes Instrument geschaffen, mit dem die
Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Planungsleistungen im Eisenbahnwesen erleichtert
wird.

2 Anwendungsbereich
Diese RVE enthält die Ziel- und Aufgabenbeschreibungen für die Planung von Eisenbahninfrastruk-
turanlagen.
Die Planung von Eisenbahninfrastrukturanlagen erfolgt in der Regel für Neubauten, Erweiterungs-
bauten, Erneuerungsbauten und Umbauten je nach Erfordernis in mehreren Planungsphasen (z.B.
Machbarkeitsprüfung, Vorprojekt, Einreichprojekt, Detailprojekt).
Im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen des jeweiligen Vorhabens bzw. der gewählten Be-
arbeitungs- und Vergabestrategie können nach Maßgabe der daraus resultierenden Erfordernisse
auch nur Teile und/oder angepasste Teile des Leistungsbildes zur Ausschreibung gelangen. In diesen
Fällen sind die Arbeitsgrundlagen entsprechend zu definieren.
Beispiele für zweckentsprechende differenzierte Anwendungskonzepte:
● Streckenneubau: durchläuft in der Regel alle Projektphasen und betrifft alle Fachbereiche.
● Streckenausbau/-umbau: beginnt mit einem Vorprojekt – gegebenenfalls auch mit Trassen-/
Standortauswahl – und durchläuft alle Phasen der Projektplanung und Projektumsetzung; be-
trifft in der Regel alle Fachbereiche. Beispiele hierfür wären Gleiszulegungen, Linienverbes-
serungen, Bahnhofsumbauten oder Haltestellenerrichtungen. In der Projektgenehmigung sind
üblicherweise mehrere Rechtsmaterien betroffen (UVP, EisbG, ForstG, WRG etc.).
● Reinvestitionsmaßnahmen: betreffen häufig nur einzelne Aspekte der Planung wie z.B. Unter-
grundverbesserungen, Randwegherstellung, Entwässerungsmaßnahmen, Bestandslärmsanie-
rungen, etc. Diese Maßnahmen sind häufig genehmigungsfreie Bauvorhaben bzw. betreffen
nur wenige Rechtsmaterien (z.B. WRG). Es sind dementsprechend oftmals nur einzelne Teile
der Einreich- und/oder Detailplanung erforderlich.
● Gleisbauarbeiten: Es werden nur Oberbauarbeiten durchgeführt (z.B. Weichenneulagen). Es
sind hierbei üblicherweise nur Trassierungsleistungen aus der Einreichplanung erforderlich.

3 Begriffsbestimmungen
Anmerkung: aus Gründen der derzeitigen Praxis in der Planung ist es sinnvoll, für bestimmte Definiti-
onen das ÖBB Regelwerk 30 – DV V3 Betriebsvorschrift heranzuziehen (z.B. durchgehendes Haupt-
gleis). Es gelten jedoch auch die Begriffe nach den einschlägigen Gesetzen, Richtlinien und Normen
(z.B. Eisenbahnbau- und -betriebsverordnung, EisbBBV).

Alternative
Die Möglichkeit zur Entscheidung zwischen zwei oder mehreren Optionen oder Dingen. Außerdem
bezeichnet der Begriff auch die andere Möglichkeit als solche. In diesem Sinne ist hier die andere
Möglichkeit auf der Systemebene gemeint. Die Entwicklung, Definition, Darstellung und Dokumenta-
tion solcher anderer Möglichkeiten fällt hier ebenfalls unter den Begriff Alternative.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 4

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Bahnhof zur Bestimmung des erweiterten Bauverbotsbereiches nach dem EisbG


In Längsrichtung beginnt der Bahnhof zur Bestimmung der Bahnhofsgrenze iSd § 42 EisbG mit dem
Weichenanfang (WA) der ersten Weiche (grundsätzliche Orientierung nach oberbautechnischen An-
lagenverhältnissen).

Bahnanlagen laut ÖBB Regelwerk 30 - DV V3 Betriebsvorschrift sind:


● Bahnhöfe
sind Betriebsstellen, in denen Züge beginnen, enden oder einander ausweichen können. Bahnhöfe
werden von Einfahrsignalen oder Trapeztafeln begrenzt; bei örtlichen Schwierigkeiten legt der Eisen-
bahninfrastrukturbetreiber andere Grenzen fest.
Bahnhöfe sind – ausgenommen bei Fernbedienung oder während einer Dienstruhe besetzt.
– Befehlsbahnhöfen obliegt in den zugewiesenen Strecken (Befehlsbereich) die Anordnung be-
stimmter betrieblicher Maßnahmen.
– Unterwegsbahnhöfe sind die von einem Zug zwischen Ausgangs- und Endbahnhof berührten
Bahnhöfe.

● Betriebsstellen der freien Strecke


– Abzweigstellen sind Betriebsstellen, wo
– vom(n) Streckengleis(en) ein anderes Gleis, das signalmäßig in beiden Richtungen befah-
ren werden kann, abzweigt.
– auf mehrgleisigen Strecken sich die Anzahl der Streckengleise ändert.
– In Überleitstellen können Züge auf mehrgleisigen Strecken das Streckengleis wechseln.
– In Anschlussstellen zweigt vom Streckengleis ein Ladegleis (Ladestelle) oder ein Anschluss-
gleis (Anschlussbahn) ab. Kann der Blockabschnitt für einen Zug freigegeben werden ("Ein-
sperren" der Nebenfahrt oder direkte Ein- und Ausfahrt als Zugfahrt), heißt die Betriebsstelle
Ausweichanschlussstelle.
– Blockstellen begrenzen Blockabschnitte. Blockposten sind besetzte Blockstellen. Selbstblock-
stellen sind Blockstellen mit zuggeschalteten Signalen (Selbstblocksignalen).
– Haltestellen sind Betriebsstellen, in denen personenbefördernde Züge planmäßig halten dürfen.
– Schrankenposten obliegt die Bedienung von Eisenbahnkreuzungssignalanlagen EKSA.

● Sonstige Anlagen wie Traktionsstandorte, Unterwerke.


– Blockabschnitte laut ÖBB Regelwerk 30 - DV V3 Betriebsvorschrift sind Gleisabschnitte der
freien Strecke, in die ein Zug nur einfahren darf, wenn sie – ausgenommen beim Fahren auf
Sicht – von Fahrzeugen frei sind.
– Zugfolgestellen laut ÖBB Regelwerk 30 - DV V3 Betriebsvorschrift regeln die Folge der Züge
und begrenzen Blockabschnitte. Hiezu zählen Bahnhöfe, Blockstellen, Überleitstellen und Ab-
zweigstellen.
– Hauptgleise laut ÖBB Regelwerk 30 - DV V3 Betriebsvorschrift sind die für Zugfahrten vorge-
sehenen Bahnhofgleise, Nebengleise alle übrigen Bahnhofgleise. Die Fortsetzung der Stre-
ckengleise im Bahnhof sind die durchgehenden Hauptgleise.

EG-Prüfung
Prüfung eines Teilsystems oder Teilbereichs auf Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Tech-
nischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) und den übrigen nach dem Vertrag geltenden
Vorschriften durch eine Benannte Stelle.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 5

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Eisenbahnanlagen laut § 10 EisbG


sind Bauten, ortsfeste eisenbahnsicherungstechnische Einrichtungen und Grundstücke, die ganz
oder teilweise, unmittelbar oder mittelbar der Abwicklung oder Sicherung des Betriebes einer Ei-
senbahn, des Betriebes von Schienenfahrzeugen auf einer Eisenbahn oder des Verkehrs auf einer
Eisenbahn dienen. Ein räumlicher Zusammenhang mit der Schieneninfrastruktur ist nicht erforderlich.

Eisenbahninfrastruktur
Der Bau, die Bereitstellung und der Betrieb von Anlagen und Einrichtungen, die zur sicheren, um-
weltfreundlichen und kundenorientierten Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen durch Leistungen des
Systems Eisenbahn erforderlich sind. Die zum Bau und Betrieb der Anlagen und Einrichtungen ver-
wendeten bzw. benötigten Grundstücke sind in der Regel ebenfalls Teil der Eisenbahninfrastruktur.

Interoperabilität
Interoperabilität ist die Eignung eines Eisenbahnsystems für den sicheren und durchgehenden Zug-
verkehr, indem den für diese Strecken erforderlichen Leistungskennwerten entsprochen wird. Diese
Eignung hängt von den gesamten ordnungsrechtlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzun-
gen ab, die zur Erfüllung bestimmter grundlegender Anforderungen gegeben sein müssen.

IOP-Prüfung
Die IOP-Prüfung dient zur Überprüfung der Einhaltung der Interoperabilität und gliedert sich in
● die EG-Prüfung, welche an Hand der jeweiligen EG-Prüftabelle durchgeführt wird und mit Aus-
stellung einer EG-Prüfbescheinigung durch die Benannte Stelle abgeschlossen wird und in
● die Prüfung weiterer Anforderungen für die Interoperabilität außerhalb der EG-Prüfung, als
Non-EG-Prüfung bezeichnet, welche an Hand der jeweiligen Non-EG-Prüftabelle durchgeführt
wird und mit Ausstellung eines Inspektionsberichtes abgeschlossen wird. Der Begriff Non-EG-
Prüfung ist kein auf europäischer Ebene formalisierter Begriff und dient nur zur Abgrenzung ge-
genüber der EG-Prüfung. Für die Teilsysteme Energie (ENE) und Zugsteuerung, Zugsicherung
und Signalgebung (CCS) ist derzeit nur eine EG-Prüfung durchzuführen.

Konzeptionsphase (Projektkonzeption)
Phase, die im ersten Schritt der Abstimmung und Formulierung des Nutzerbedarfs im Sinne einer
Anforderung dient. Daraus erfolgt die Festlegung der Projektziele.

Kunstbautenplanung
Als Kunstbauten werden Brücken, Überbauungen, Wannenbauwerke und Stützbauwerke angesehen
(siehe RVS 06.01.41).

Maßnahme
Teil eines Projektes zur Veränderung eines Zustandes.

Maßnahmenplanfall
Planfall mit den zu untersuchenden Maßnahmen.

Planfall
Projektinhalt zu einem bestimmten Zeitpunkt unter Annahme bzw. Festlegungen wirkungsrelevanter
Rahmenbedingungen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 6

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Planungsgebiet
Raum, in dem Maßnahmen entwickelt werden sollen. Das Planungsgebiet kann, je nach Art der Maß-
nahme durch Bauwerksgrenzen oder geografische Grenzen definiert sein.

Planungsphasen
Projektplanung und Projektumsetzung erfolgen in der Regel in phasenförmigen Abwicklungsmustern.
Die einzelnen Planungsphasen sind nachfolgend beschrieben. Je nach Kenntnisstand bzw. Bedarf
können jedoch die Bearbeitungsphasen auch projektbezogen speziell definiert werden.

Planungsvariante
Aus einer Kombination von Maßnahmen entstandener Entwurf.

Projektidee
Der Grund für die Entstehung bzw. für das Dasein eines Vorhabens, welches durch ein Projekt (zeit-
lich begrenztes Unternehmen) dargestellt bzw. gefasst und realisiert werden soll. Den Beginn des
Vorhabens stellt der Projektstart dar.

Projektplanung
Zeitlich begrenztes Unternehmen, das unternommen wird, um auf Vorhaben bezogene Ergebnisse
im Sinne von Genehmigungen, Bewilligungen oder Feststellungen zu erzielen. Dies kann sowohl
unternehmensinterne Entscheidungen (Beschlüsse) betreffen, als auch behördliche Akte, die für die
Zulässigkeit der Ausführung eines Vorhabens vorgeschrieben sind. Die projektgemäße Vergegen-
ständlichung des Vorhabens in Form von Entwurfsunterlagen (Dokumentationen, Untersuchungen,
Analysen, Vermessungen, Berechnungen, Planverfassungen, Visualisierungen und Erstellung von
Berichten etc.) ist im Prozess der Projektplanung enthalten. Diese Phase übernimmt die Ergebnisse
aus der Konzeptionsphase und konkretisiert diese, um schließlich die bauliche Umsetzung zu ermög-
lichen. Dies erfolgt in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht (Effizienz) unter Berücksichtigung der
rechtlichen Anforderungen.
Die Hauptaufgaben der Projektplanung sind die technische Ausarbeitung der Lösungen und die Ab-
wicklung der wesentlichen Behördenverfahren. Als Ergebnis der Planungsphase geht i.d.R. ein be-
hördlich genehmigtes Projekt hervor.

Projektumsetzung
Zeitlich begrenztes Unternehmen, das unternommen wird, um auf Vorhaben bezogene Ergebnis-
se im Sinne von Leistungsbeschreibungen, Leistungsausschreibungen, Vergaben, Ausführungen,
Durchführungen und Inbetriebnahmen zu erzielen. Die projektgemäße Vergegenständlichung des
Vorhabens in Form von Entwurfsunterlagen (Dokumentationen, Untersuchungen, Analysen, Vermes-
sungen, Berechnungen, Planverfassungen, Visualisierungen und Erstellung von Berichten etc.) ist im
Prozess der Projektumsetzung enthalten. Diese Phase übernimmt die Ergebnisse der Projektplanung
und konkretisiert diese.
Die Hauptaufgaben der Projektumsetzung sind die Ausarbeitung der Detailplanung samt Ausschrei-
bungsunterlagenerstellung und die Durchführung der Ausführungsplanung sowie die baulichen Um-
setzungen. Danach folgen weitere Aufgaben und Leistungen wie Übergabe an den Nutzer, Inbetrieb-
nahme, Restarbeiten, An- und Aufwuchspflege, Mängelbehebung, Schlussrechnung, Schlussfeststel-
lung und Projektdokumentation.
Die Projektumsetzung endet mit dem formalen Abschluss des Projekts.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 7

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Projektziel
In der Zukunft liegender definierter Zustand, welcher durch menschliche Handlungen im Rahmen von
Projekten erreicht werden soll.

Referenzfall
Weiterführung des Bestandes ohne Umsetzung des Vorhabens (Planfall). Bezug für den Planfall im
Sinne einer Nullvariante. Darüber hinaus kann für den Referenzfall ein Zustand ohne die geplanten
Maßnahmen definiert werden.

Systemabgrenzung
Die inhaltliche, räumliche und zeitliche Abgrenzung des aus dem vorliegenden Zustand, den Zielen,
den Planungsmaßnahmen und den Auswirkungen einschließlich der Wechselwirkungen bestehen-
den Systems.

Teilsysteme
Unterteilungen des Eisenbahnsystems nach EU-rechtlichen Bestimmungen. Diese Teilsysteme müs-
sen festgelegten grundlegenden Anforderungen entsprechen. Die Teilsysteme sind struktureller oder
funktioneller Art. Werden an Teilsystemen oder Teilen von Teilsystemen umfangreiche Arbeiten durch-
geführt so spricht man von Umrüstung oder Erneuerung (abhängig von der Änderung der Gesamt-
leistung des Teilsystems)

Untersuchungsgebiet
Einflussbereich und/oder Auswirkungsbereich von Maßnahmen und damit jener Raum, in dem die
wesentlichen Auswirkungen zu erwarten sind.

Variante
Entscheidung zwischen zwei oder mehreren möglichen Ausführungsarten bzw. Ausführungsformen.
Die Planung, Definition, Darstellung und Dokumentation abweichender Ausführungsarten fällt hier
ebenfalls unter den Begriff Variante.

Vorhaben
Errichtung einer Anlage oder ein sonstiger Eingriff in Natur und Landschaft unter Einschluss sämtli-
cher damit in einem räumlichen und sachlichen Zusammenhang stehender Maßnahmen. Ein Vorha-
ben kann eine oder mehrere Anlagen oder Eingriffe umfassen, wenn diese in einem räumlichen und
sachlichen Zusammenhang stehen. Meistens umfasst das Vorhaben ein Bündel von Maßnahmen zur
Erreichung von vorgegebenen Zielen mit definiertem Anfangs- und Endtermin der Realisierung. Die
geplante Errichtung des Vorhabens wird hier ebenfalls als Vorhaben angesehen.

Zusätzlich sonstige Begriffe


Unter Hinweis auf Kapitel 7 gelten die in Gesetzen, Richtlinien und Normen angeführten Begriffsbe-
stimmungen (z. B. Umweltverträglichkeitsprüfung UVP, Umweltverträglichkeitserklärung UVE)

4 Planungsphasen
4.1 Übersicht Planungsphasen
Ein Vorhaben im Bereich der Eisenbahninfrastruktur durchläuft im Zuge der Projektplanung und Pro-
jektumsetzung mehrere Planungsphasen. Ausgangspunkt ist immer eine Projektidee (Projektstart) im
Rahmen einer Konzeptionsphase (siehe RVS 02.01.14).

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 8

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Diese Vorausphase dient im ersten Schritt der Abstimmung und Formulierung des Benutzerbedarfs
im Sinne einer Anforderung.
Daraus erfolgt die Festlegung der Projektziele.

Abbildung 1: Festlegung Projektziele

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 9

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Planungsphasen in der Projektplanung:


● Machbarkeitsprüfung/Voruntersuchung
– Korridorauswahl (im Rahmen der Machbarkeitsprüfung/Voruntersuchung, falls erforderlich)
● Vorprojekt
– Trassen-/Standortauswahl (im Rahmen des Vorprojekts, falls erforderlich)
– Trassenoptimierung
● Einreichprojekt

Planungsphasen in der Projektumsetzung:


● Detailprojekt
● Unterlagen für Betriebsbewilligung

Unter Projektplanung im Sinne dieser Ziel- und Aufgabenbeschreibung wird vereinfacht der Pla-
nungsprozess ab dem Zeitpunkt des Vorliegens der Projektziele dargestellt und der elementaren
Projektgrundlagen bis zum Abschluss der Einreichplanung verstanden (siehe auch Punkt 3 Begriffs-
bestimmungen).
Während sich die Phase „Machbarkeitsprüfung/Voruntersuchung“ mit der Alternativen- und Alternati-
venbewertung auseinandersetzt, soll nach der Phase „Vorprojekt“, welche die Variantenentwicklung
und Variantenauswahl enthält (samt erforderlicher behördlicher Genehmigungen), bereits ein Pro-
jektrahmen festgelegt sein, um in der nachfolgenden Phase „Einreichprojekt“ ein konsolidiertes und
genehmigungsfähiges Projekt zu erhalten.
Abhängig von der Größe, der Komplexität und der Charakteristik eines Vorhabens kann es sich zur
Vermeidung von verlorenem Planungsaufwand als zielführend erweisen, alle Planungsphasen schritt-
weise zu durchlaufen. Hierbei kann vor allem bei komplexen Projekten sichergestellt werden, dass
auf Basis der jeweils verfügbaren Planungsgrundlagen stufenweise eine entsprechende Planungstie-
fe erreicht wird. Abhängig von den hieraus gewonnenen Erkenntnissen kann im Zuge eines iterativen
Prozesses eine Phase „wiederholt“ werden oder der Kenntnisstand als Planungsgrundlage für die
nächste Phase herangezogen werden.
Abhängig vom vorhandenen Kenntnisstand, vom Umfang und von der Komplexität eines Projekts
kann es bei bestimmten Vorhaben im Sinne eines wirtschaftlichen Planungsprozesses zweckmäßig
sein, direkt in eine bestimmte Planungsphase (Modul) einzusteigen. (Der jeweils vorhandene Kennt-
nisstand ist als wesentliche Ausschreibungsgrundlage vom AG zu dokumentieren.)
Bei der Projektplanung liegt der Schwerpunkt der Bearbeitung in der Gestaltung und Abwicklung der
Planungsprozesse, wobei sich in den Phasen „Vorprojekt“ und „Einreichprojekt“ der Schwerpunkt
in Richtung formalisierter Produkte (Pläne, Berichte, Kostenermittlungen etc.) verlagert, auf deren
Grundlage interne und externe Genehmigungen zu erwirken sind.
Unter Projektumsetzung im Sinne dieser Ziel- und Aufgabenbeschreibung wird vereinfacht der Pla-
nungsprozess vom Zeitpunkt der Genehmigung des Vorhabens bis zur Inbetriebnahme der Anlagen
verstanden (siehe auch Punkt 3 Begriffsbestimmungen).
Die Planungsphasen in der Projektumsetzung laufen typischerweise in Serie ab, sodass grundsätz-
lich alle Planungsphasen nacheinander durchzuführen sind.
Abhängig vom vorhandenen Kenntnisstand, vom Umfang und von der Komplexität eines Projekts
kann es bei bestimmten Vorhaben im Sinne eines wirtschaftlichen Planungsprozesses zweckmäßig
sein, direkt in die Phase „Ausschreibungserstellung“ einzusteigen. (Der jeweils vorhandene Kenntnis-
stand ist als wesentliche Ausschreibungsgrundlage vom AG zu dokumentieren.)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 10

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die Planungsprozesse in der Projektumsetzung sind eher standardisiert, der Arbeitsschwerpunkt liegt
in der Erstellung bzw. Vertiefung der diversen Produkte (Pläne, Berichte, Kostenermittlungen etc.) als
Grundlage für die effektive Bauumsetzung.

4.2 Ziele und Inhalte der Planungsphasen


Grundlage für die Durchführung jedes Projekts ist eine klare Definition der Projektziele (Haupt- und
Nebenziele). Dabei ist klarzustellen, welche Ziele jedenfalls erreicht werden müssen (K.-o.-Kriterien)
und welche auch bei nur teilweiser Erfüllung ein Projekt nicht gefährden.
Die wesentlichen Ziele und Inhalte der einzelnen Planungsphasen werden folgendermaßen definiert:

Machbarkeitsprüfung/Voruntersuchung:
Zielsetzung der Machbarkeitsprüfung ist die erste, grundsätzliche Abklärung der technischen, wirt-
schaftlichen, umweltfachlichen, sozialen und genehmigungsrechtlichen Machbarkeit der Projektidee,
der Machbarkeit von Baumethoden (z.B. der Tunnelbaumethoden) und das Aufzeigen der damit ver-
bundenen grundsätzlichen Auswirkungen.
Weiters sind auf Ebene der Machbarkeitsprüfung auch grundsätzliche Systemalternativen zu prüfen
und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in Bezug auf die Erreichung der Projektziele sowie hinsichtlich der
damit einhergehenden Risiken zu bewerten. Grundsätzliche Systemalternativen sind beispielswei-
se intermodale Untersuchungen, die Prüfung von Netzalternativen, die Klärung von grundsätzlichen
Fragen der Betriebsführung, der Auslegung einer Strecke (z.B. eingleisig oder zweigleisig, Betriebs-
stellen, Traktionsart, Energieversorgung) und ähnliche Aufgabenstellungen wie eingleisige oder zwei-
gleisige Tunnel und deren Baumethoden und Bauweisen (z.B. Offene -, Deckel - und Geschlossene
Bauweisen und Tunnelbaumethoden NÖT oder TVM). In dieser Phase wird das System festgelegt
und die Projektziele geschärft.
Gelingt die Nachweisführung der Machbarkeit selbst mit Alternativen nicht, kann bei vorliegenden
Rahmenbedingungen die Projektidee nicht verwirklicht werden. In diesem Fall kann eine Neuausrich-
tung des Projekts auf der Ebene der Projektkonzeption als Grundlage für eine neuerliche Machbar-
keitsprüfung erfolgen.
Im Rahmen von Voruntersuchungen werden für einen bestimmten Verkehrsweg mögliche Linien-
führungen (Referenzlinien) bzw. für bestimmte Standorte mögliche Anlagenausprägungen erarbeitet.
Generell sind bereits erste Baugrunderkundungsarbeiten durchzuführen sowie geotechnische und
hydrogeologische Unterlagen zu erarbeiten.
Die Tiefe der Raum- und Umweltuntersuchungen orientiert sich an den Festlegungen der RVS
04.01.11 „Umweltuntersuchung“ in der geltenden Fassung. Ergebnis ist die Darstellung konfliktarmer
und konfliktreicher Zonen.
Erforderlichenfalls sind Anforderungen für Behördenverfahren zu erfüllen. (z.B. nach dem SP-V-G
oder dem HlG).
Bei Bedarf sind im Zuge der Machbarkeit/Voruntersuchung folgende Arbeitsschritte durchzuführen:
● Korridorauswahl
Im Anschluss an die Systementwicklung (Machbarkeitsprüfung/Voruntersuchung) ist bei gro-
ßen und nicht umrüstungstypischen Vorhaben ein geeignetes Instrumentarium für eine nach-
vollziehbare Korridorauswahl mit schlüssiger Argumentationslinie und entsprechender Doku-
mentation festzulegen. In der Regel ist ein geeignetes Bewertungsmodell aufzubauen und eine
Bewertung von Varianten (mögliche Linienführungen, Referenzlinien) durchzuführen. Das Er-
gebnis bildet die Darstellung der Varianten, die Darstellung des Bewertungsprozesses und die
Empfehlung samt Begründung für die ausgewählte Korridorvariante.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 11

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 2: Beispiel Machbarkeitsüberprüfung / Voruntersuchung

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 12

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 3: Beispiel Vorprojekt

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 13

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 4: Beispiel Vorprojekt mit UVP-Unterlagen (Grundsatzgenehmigung gem. UVP-G)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 14

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 5: Beispiel einfaches Einreichprojekt oder genehmigungsfreies Eisenbahnbauvorhaben

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 15

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 6: Beispiel Einreichprojekt mit UVP-Unterlagen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 16

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 7: Beispiel Detailprojekt

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 17

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Abbildung 8: Beispiel Ausführungsphase

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 18

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Vorprojekt
Ziel dieser Projektphase ist die Entwicklung einer gegebenen Projektvariante zu einem Infrastruktur-
projekt mit einer generellen Definition aller Anlagen einschließlich der erforderlichen Nebenanlagen
und Begleitmaßnahmen (Projektrahmen). Als Entscheidungsgrundlage für die Trassenauswahl und
die Trassengenehmigung dient das Vorprojekt auch der eingehenden Untersuchung verschiedener
Trassenvarianten. Somit bildet das Vorprojekt die Vorstufe für den Bauentwurf, welcher grundsätzlich
für genehmigungsfreie und genehmigungspflichtige Vorhaben nach dem EisbG (Einreichprojekt) oder
anderer Materienrechte zu erstellen ist.
Im Rahmen des Vorprojekts sind typischerweise verschiedenste Variantenprüfungen oder Nachweis-
führungen, auch zu Teilaspekten, durchzuführen (z.B. bezüglich sekundärer Infrastruktur, Bauwerke,
Begleitmaßnahmen, Baumethoden, Leistungsfähigkeiten).
Es werden sowohl Nutzen und Qualität eines Projekts als auch dessen Kosten unter Berücksichti-
gung von Risiken bestimmt.
Das Vorprojekt hat alle technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme zu behandeln. Die
Linienführung der Trasse bzw. der Trassen ist derart darzustellen, dass eine Erstellung des Einreich-
operats bzw. des Bauentwurfes ohne wesentliche Änderung der zugrunde liegenden Variante (z.B.
der Trassenauswahlvariante) möglich ist. Für die Ergebnisstabilität sind daher Planungsgrundlagen in
der maßgebenden Bearbeitungstiefe und Fachplanungen in entsprechender Planungstiefe erforder-
lich. Ein hoher Stellenwert ist hierbei den betrieblichen Grundlagen (Vorgaben) und den Verkehrsun-
tersuchungen samt Wirkungsbereichen beizumessen.
Mit dem abgestimmten und genehmigungsfähigen Vorprojekt kann eine UVP-Grundsatzgenehmi-
gung samt Trassengenehmigung erwirkt werden, sofern dies aus Gründen der Type des Vorhabens
(Projekts), der vorgesehenen Projektabwicklung sowie einer ökonomischen Vorgehensweise zweck-
mäßig ist.
Für die Entwicklung des Vorprojekts sind präzise Kenntnisse über die Verkehrsmengengerüste, die
Betriebs- und Produktionsprozesse sowie die Funktions- und Ausstattungsmerkmale erforderlich.
Darauf aufbauend werden bezüglich des Vorhabens grundsätzliche raum- und umweltbezogene Be-
wertungen und Analysen durchgeführt.
Die Baugrunderkundungsarbeiten sowie geotechnische und hydrogeologische Planungen aus den
vorgehenden Projektphasen sind zu verdichten und zu ergänzen.
Können in dieser Phase Baumethoden und Bauweisen (z.B. Offene- und Geschlossene Bauweisen
und Tunnelbaumethoden (NÖT oder TVM) noch nicht endgültig festgelegt werden, so sind in allfälli-
gen Grundsatz-UVP-Einreichunterlagen die Auswirkungen als größter gemeinsamer Nenner darzu-
stellen. In solchen Fällen sind in der Regel Verifizierungen durch Risikoanalysen und weiterführende
Untersuchungen (z.B. Baustelleneinrichtungen, Materialtransporte, Aspekte des Abfallwirtschaftspla-
nes, Deponieplanung etc.) zu berücksichtigen.
Die Vorprojekte können bestimmte Konzeptions- und Gestaltungsmerkmale (z.B. Funktionselemente
oder sonst. Einrichtungen) entsprechend definierter betrieblicher Vorgaben in generalisierter oder
schematischer Form enthalten. Unterschiede der Projektvarianten mitsamt den Auswirkungen sind
jedoch klar herauszuarbeiten.
Ergänzend zu den Erkenntnissen der Vorphasen erfolgt im Zuge der Bearbeitung des Vorprojekts
auch die möglichst umfassende Prüfung der grundsätzlichen rechtlichen Genehmigungsvorausset-
zungen.
In dieser Phase besteht ein großer Abstimmungsbedarf mit den von Maßnahmen im Einzelnen be-
troffenen Interessenträgern.
Die Tiefe der Raum- und Umweltuntersuchungen orientiert sich an den Festlegungen der RVS
04.01.11 „Umweltuntersuchung“ in der geltenden Fassung. Ergebnis dieser Projektphase ist das Vor-

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 19

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

liegen einer stabilen Projektvariante, die im Zuge der Einreichplanung vertieft zu planen und durch die
erforderlichen Genehmigungsverfahren zu bringen ist.
Erforderlichenfalls sind Behördenverfahren durchzuführen und ggf. Genehmigungen einzuholen (z.B.
Feststellungsverfahren, Grundsatzgenehmigung nach dem UVP-G und Trassengenehmigung nach
dem HlG), oder es sind sonstige Trassensicherungsmaßnahmen zu veranlassen (z.B. vorläufige
Trassenverordnung nach dem HLG).
Bei Bedarf sind im Vorprojekt folgende Arbeitsschritte durchzuführen:
● Trassen-/Standortauswahl
Bei großen und meistens nicht umrüstungstypischen Vorhaben ist in Verbindung mit dem Vor-
projekt eine eingehende Untersuchung verschiedener Trassenvarianten als Entscheidungs-
grundlage für die Trassenauswahl sowie als Grundlage für die Trassengenehmigung (nach
dem HLG) durchzuführen. Die Trassen-/Standortauswahl enthält zudem ein geeignetes Instru-
mentarium (Trassenentwicklung, Bewertung, Auswertung, Trassenauswahl und Begründung)
für eine nachvollziehbare Trassenauswahl mit schlüssiger Argumentationslinie und Dokumen-
tation. Bei der Trassen-/Standortauswahl ist oftmals die Einbindung von Interessentengruppen
zweckmäßig.

● Trassenoptimierung
Nach der Trassenentscheidung erfolgt in der Regel eine Optimierung der Linienführung (Lage
und Höhe) sowie die konzeptive Planung der erforderlichen Vermeidungs- und Verminderungs-
maßnahmen sowie die Planung der Nebenanlagen im Rahmen der Ausarbeitung des Vorpro-
jekts. Bei der Trassenoptimierung ist oftmals die Einbindung von Interessentengruppen zweck-
mäßig.

Einreichprojekt
Ziel des Einreichprojekts ist ein technisch abgestimmtes und genehmigungsfähiges Projekt für die
behördlichen Genehmigungsverfahren (z.B. Trassengenehmigung, UVP-Genehmigung, eisenbahn-
rechtliche Baugenehmigung, sämtliche erforderliche materienrechtliche Genehmigungen). Im Zuge
des Einreichprojekts erfolgt im Kern die detaillierte Festlegung des Bauentwurfs einschließlich eines
Bau- und Betriebsprogramms nach den Vorgaben des Eisenbahngesetzes und der diesbezüglichen
Verordnungen.
Geotechnische und Hydrogeologische Planungen aus den vorgehenden Projektphasen sind zu ver-
dichten und zu ergänzen. Können in dieser Phase Baumethoden noch nicht endgültig festgelegt
werden (z. B. bei Tunnelbauten oder bei großen Erdbauwerken), so sind in den Einreichunterlagen
die Auswirkungen als größter gemeinsamer Nenner darzustellen. In solchen Fällen sind in der Regel
Verifizierungen durch Risikoanalysen und weiterführende Untersuchungen (z. B. Baustelleneinrich-
tungen, Materialtransporte, Aspekte des Abfallwirtschaftsplanes, Deponieplanung, etc.) zu berück-
sichtigen.
Darauf aufbauend werden alle weiteren zur vollständigen behördlichen Genehmigung des Einreich-
projekts notwendigen Entwurfsteile und Einreichunterlagen nach Maßgabe der relevanten Rechts-
materien (z.B. Straßenrecht, Forstrecht, Naturschutzrecht, Wasserrecht) erstellt. Die detaillierte tech-
nische Planung aller Projektelemente (Anlagen- oder Anlagenteile einschließlich Nebenanlagen und
Begleitmaßnahmen) erfolgt unter Berücksichtigung der davon ausgehenden Wirkungen auf Raum,
Umwelt und Interessen bzw. Rechte der betroffenen Interessenträger sowie der Wirtschaftlichkeit.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Einreichprojekt in der Ermittlung der Kosten und Risiken.
In dieser Planungsphase werden alle nach den anzuwendenden Rechtsvorschriften erforderlichen
Genehmigungen für die Projektumsetzung eingeholt.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 20

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Detailprojekt
Am Beginn dieser Phase ist eine Detaillierung der Einreichplanung durchzuführen, um eine stabile
Basis für den Bauvertrag zu schaffen. Danach kann erst die Ausschreibungserstellung durchgeführt
werden. Ziel dabei ist die Erstellung von wirtschaftlich optimierten und in der späteren Vertragsab-
wicklung leicht handhabbaren Unterlagen unter Berücksichtigung der Vorgaben aus den Behörden-
verfahren für die Bauphase. Rechtzeitig vor Baubeginn des jeweiligen Bereichs sind dann die Aus-
führungsunterlagen zu erstellen.
Während der Bauumsetzung erfolgt eine begleitende Baubetreuung, in der das Baumanagement des
Auftraggebers zum reibungslosen Ablauf des Baugeschehens unterstützt wird.
Erforderlichenfalls sind in dieser Phase weitere Genehmigungen einzuholen (z.B. Differenzgenehmi-
gungen bei Projektänderungen). Die Betriebsbewilligung stellt eine verpflichtende behördliche Ge-
nehmigung als Grundlage für die Inbetriebnahme dar.
Die in dieser RVE für das Detailprojekt verwendete Gliederung samt Bezeichnung (Detailplanung,
Ausschreibungserstellung, Ausführungsunterlagen) orientiert sich hauptsächlich an den üblichen Er-
fordernissen der Eisenbahninfrastruktur Planung, Bereich „Infrastrukturprojekt integrale Verkehrs- und
Streckenplanung“. Dadurch ergeben sich Unterschiede in den Zuordnungen und Begrifflichkeiten bei
Leistungsdefinitionen anderer Fachplanungen. Auf einschlägige Regelungen dieser Fachplanungen
wird hier ausdrücklich verwiesen (z.B. Leistungsbild RVS 06.01.41 Leistungsbild Planung Brücken).

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 21

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

5 Aufgabenbeschreibung
Im Idealfall baut die Leistung der jeweiligen Phase auf anerkannte Ergebnisse aller Vorphasen auf.
Wenn von dieser Grundbedingung ganz oder teilweise abgewichen wird, so kann ausgehend von
hier definierten Aufgaben durch Reduktionen oder Ergänzungen phasenbezogen ein angepasstes
Leistungsbild entwickelt werden.
Alle erforderlichen Rechtsvorschriften, Normen, Richtlinien, Gutachten und sonstige Unterlagen sind
in der zum Zeitpunkt der Entwurfserstellung gültigen Fassung bzw. entsprechend dem jeweiligen
Stand der Technik anzuwenden.
Es wird vorausgesetzt, dass dem beauftragten Planer die für die jeweilige Bearbeitung (siehe Leis-
tungsbeschreibungen) erforderlichen Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung stehen.
Die Maßstäbe, die in der Folge bei den einzelnen Plänen angegeben sind, dienen vor allem zur
Festlegung des für den angegebenen Maßstab üblichen Detaillierungsgrades. Die Ausfertigung kann
projektbezogen, jedoch unter Beachtung der Normen (z.B. EBEV) auch in anderen Maßstäben ver-
einbart werden.

5.1 Machbarkeitsprüfung, Voruntersuchung


(Anwendung des Leistungsumfangs 5.3 Einreichprojekt in vereinfachtem erforderlichem Umfang)

5.2 Vorprojekt
(Anwendung des Leistungsumfangs 5.3 Einreichprojekt in vereinfachtem erforderlichem Umfang)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 22

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

5.3 Einreichprojekt

EP. Einreichprojekt
EP.00 Bereich „Grundlagen für die Leistungserbringung“
EP.00.00 Grundsätze
Die in dieser Aufgabenbeschreibung angeführten Unterlagen stellen die wesentlichen
Grundlagen für die Erstellung des Gesamtwerkes dar. Idealerweise werden vom Auftrag-
geber diese Grundlagen vor Beginn der Leistungserbringung in einem für das jeweilige
Projekt erforderlichen Umfang vollständig zur Verfügung gestellt. Diese Grundlagen bil-
den somit einen Teil der Ausschreibungsunterlagen.
Das Grundlagenmanagement (Evaluierung und laufende Prüfung der Vollständigkeit der
Grundlagen entsprechend des Planungsfortschritts) ist jedenfalls Bestandteil der Leis-
tung EP.01. „Bereich Gesamtkoordination“.

EP.00.01 Allgemeine Grundlagen und Projektspezifikation


● Beschreibung der Projektidee
● Festlegung der Projektziele (unterschieden in Muss-Ziele und Soll-Ziele)
● Ergebnisse der vorangegangenen Planungsphasen (Vorhabensumfang, Kosten, Risi-
ken, Beschreibung des Zustands der Bestandsanlagen etc.) (Zum Beispiel: Unterlagen
des Vorprojekts, der Machbarkeitsstudien etc.)
● Kontextprojekte
● Schnittstellen zu Eisenbahnanlagen anderer Unternehmen (wie zum Beispiel „An-
schlussbahnen“)

EP.00.02 Betriebskonzept
● Grundsätze (Streckenart, Streckenklassen, Streckenkategorien, Geschwindigkeiten,
Achslasten, Lichtraumprofile, Bedienungsräume, Instandhaltungsgrundsätze)
● Beschreibung der Betriebsabwicklung
● Beteiligte am eisenbahnbetrieblichen Betriebsgeschehen
● Anlagenschema und Nutzlängenangaben (inkl. nutzbare Bahnsteiglängen etc.)
● Funktionsschema (inkl. Angaben zur interoperablen Nutzung, Schnittstellen zu Eisen-
bahnanlagen anderer Unternehmen)
● Betriebliche Spezifikation für die Grundkonzepte Sicherungstechnik, Oberleitung, Te-
lekom und erforderlichenfalls Maschinentechnik (z.B. Tunnel); (spezifische Nutzlängen
bzw. unabhängig nutzbare Bereiche etc.)
● Detaillierte Projektspezifikation und Ausstattungsschema (inkl. Angabe der erforderli-
chen Leistungen von Ver- und Entsorgungseinrichtungen)
● Betriebsprogramm, Betriebsdaten Bestand/Prognosen (Nullfall, Planfall)
● Modellzugdaten (Bemessungsfahrzeuge, Traktionsarten, Zuglängen, Anhängelasten
etc.)
● Fahrgastaufkommen in den Betriebsstellen (Bestand und Dimensionierung)
● Angaben über die Anzahl der in der Betriebsphase (Betriebsphasen) am Standort täti-
gen Beschäftigten und Benutzer
● Tätigkeitsbeschreibung der Beschäftigten in der Anlage (Betrieb bzw. Instandhaltung)
● Vorgaben für Störungen und Notfälle (inkl. Grundsätze für Sicherheits- und Entfluch-
tungskonzepte)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 23

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Grundlagen für die Bauherstellung (Betriebsanforderungen während der Bauphase)


● CSM-Analyse des Vorhabens

EP.00.03 Technische Planungsgrundlagen


● Oberbautechnische Vorgaben und Berechnungen sowie Konformitätsnachweise der
Komponenten (Oberbauformen, Schienenbefestigungen, Schwellen, Schwellenbe-
sohlungen, Schotterbett, Weichenformen etc.)
● Allgemeines Instandhaltungskonzept und betriebliche Randbedingungen für die In-
standhaltung
● Systemquerschnitte für die Anordnung der Querschnittselemente (z.B. Lage der Ka-
beltrasse)
● Unterbautechnische Vorgaben wie z.B. Anforderungen an die einzelnen Tragschichten
(z.B. grundsätzliche Verwendung von bituminös gebundenen Tragschichten)
● Vorgaben für die Ausbildung der Entwässerungseinrichtungen (Bahngräben, Draina-
gen, Grabenmauern) sowie Festlegung des anzuwendenden Sicherheitsniveaus und
Bekanntgabe von zu verwendenden Regelausführungen
● Vorgabe für die Einhaltung von Regelgrenzwerten bzw. Ausnahmegrenzwerten
● Anzuwendende Materialien bei Lärmschutzmaßnahmen bzw. allfällige gestalterische
Vorgaben
● Gestalterische Grundlagen (z.B. Vorgaben aus dem Corporate Design) sowie Anga-
ben über die Verwendung von Regelelementen im Bereich der Verkehrsstationen (z.B.
Bahnsteigausstattung, Wegeleitung etc.)
● Vorgaben für die Ausgestaltung von Brückenbauwerken und sonstigen Kunstbauten
(z.B. bevorzugte Brückensysteme, Fugenausbildung, Stützweiten, Stützenstellungen,
Lagerungen etc.)
● SFE-Lageplan (Grundsatzkonzept)
● Grundsatzkonzept Sicherungstechnik inkl. Angaben über die Ausgestaltung der Siche-
rungsanlage (z.B. Verwendung von ortsfesten Signalen) in Abhängigkeit von dem de-
finierten ETCS- Level
● Grundsatzkonzept Leittechnik, z.B. Angaben über die erforderliche Anzahl von Arbeits-
plätzen in BFS-Zentralen, evtl. neu zu errichtende Schnittstellen zwischen ARAMIS und
anderen technischen Systemen, Bedienfunktionen, Automatikfunktionen und Standor-
te von Zuglaufcheckpoints bzw. Art der Sensorik (Heißläuferortung, Radkraftmessung,
Lichtraumüberwachung, Entgleisung). Grundkonzept der möglichen Bedienfunktionen
von Elektroanlagen (Elektro-Betriebsinformationssystem)
● Grundsatzkonzept Telekomanlagen inkl. Angaben über zu verwendende System-
komponenten von Telekomanlagen und Festlegung des Versorgungsstandards (z.B.
GSM-R)
● Grundsatzkonzept Oberleitungsanlage inkl. grundlegender Angaben über die Aus-
bildung der Oberleitungsanlage (zu verwendende Regelkomponenten, Angabe über
Mastgassen bzw. Möglichkeiten zur Ausbildung von Mehrfachauslegern, Querfeldern
und Querträgern) und der 15-kV-Schaltgerüststandorte
● Angaben über die Erfordernisse der Schaltanlagen (z.B. Unterwerk, Zugvorheizanla-
gen, Kuppelstellen und Schaltposten)
● Angaben zu den einzusetzenden elektrotechnischen Komponenten (z.B. Weichenhei-
zungen) bzw. über das einzusetzende Qualitätsniveau (z.B. Sicherheitsniveau, erfor-
derliche Beleuchtungsintensitäten etc.)
● Grundsatzkonzept Maschinentechnik (Tunnelausrüstung, Güterumschlagsanlagen,
sonstige Maschinenbautechnische Anlagen etc.)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 24

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.00.04 Bestandserhebung Verkehrsaufkommen, Verkehrswegeführung und städte-


bauliche Grundlagen
● Abgrenzung (inhaltlich, räumlich, zeitlich) des Planungsgebietes
● Abgrenzung (inhaltlich, räumlich, zeitlich) des Untersuchungsraumes
● Erhebung der bestehenden Verkehrsmengengerüste (Verkehrsträger, Verkehrsmittel,
Verkehrsarten, Fahrzeugarten)
● Darstellung der bestehenden Verkehrswegeführung mit Schnittstellen (bestehende
Mobilitätskette)
● Erhebung der maßgebenden Bestandspersonenströme (Planungsgebiet)
● Erhebung/Analyse der städtebaulichen Grundlagen (Bestandssituation)
● Schnittstelle zu den Erhebungen im Rahmen der Untersuchungen „Siedlungsraum“
(EP.22.08)
● Schnittstelle zum Betriebskonzept (EP.00.02) bei der Darstellung der bestehenden
Mengengerüste und Grundlagen für Eisenbahnverkehr
● Die Ergebnisse dieser Bestandserhebung bilden einen Teil der Bearbeitungsgrundla-
gen für die integrale Verkehrsplanung (EP.11.04) und Straßenplanung (EP.11.05)

EP.00.05 Vermessung und Bestandsunterlagen (siehe RVS 06.01.11)


● Luftbilder/Orthofotos
● Terrestrische Lage- und Höhenaufnahmen im Maßstab der Planung, Aufbereitung für
dreidimensionale Geländemodelle
● Katasterplan mit eingetragenen Grundeigentümern im Projektbereich
● Grundbuchauszüge inkl. dinglich Berechtigter
● Adressen aus dem Zentralen Melderegister bzw. von Stellen, die nicht allgemein zu-
gänglich sind
● Ergebnisse von Schutzgebietserhebungen
● Erhebung der seitens des AG vorliegenden unverbücherten Rechte und Pflichten (inkl.
Gestattungsverträge)
● Bekanntgabe von bestehenden Bauverbotsbereichen
● Erhebung von Einbauten (z.B. Kennwerte interner und externer Leitungen in Lage und
Höhe, kV-Ebene bei Hochspannungsleitungen, Druckhöhe bei Gasleitungen)
● Bestandsunterlagen von maßgeblichen Kunst- und Hochbauten (inkl. statischer
Grundlagen) sowie Oberleitungs-, 50-Hz- und Schaltanlagen (z.B. Pläne, Verzeichnis-
se, Technische Berichte, Bescheide, §-15/§-40-Erklärungen und Servitute)
● Bestandsunterlagen Oberbauanlagen (Bogenverzeichnis, Längshöhenverzeichnis,
bestehende Oberbaustoffe)

EP.00.06 Baugrunderkundungsarbeiten
Ergebnisse der geotechnischen, hydrogeologischen, geologischen und chemischen Un-
tersuchungen mit Angabe der maßgebenden Gesteins- und Gebirgskennwerte (tech-
nisch, chemisch) sowie Angabe der Baugrundverhältnisse
● als Bemessungsgrundlage für die weiterführenden Planungsarbeiten (Grundbau und
Bodenmechanik, Fels- und Tunnelbau, Entwässerungsplanung, Wasserwirtschaft, Ma-
terialbewirtschaftung, Deponieplanung etc.) für die Bau- und Betriebsphase inkl. Nach-
sorgemaßnahmen sowie

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 25

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● als Grundlage für die UVE sowie für die damit verbundene Erstellung der Fachbeiträge
„Boden- und Untergrundqualität“, „Oberflächenwasser/Grundwasser inkl. Risikoanaly-
se“ sowie „Abfallwirtschaftskonzept“
● Hinweis: Die Baugrunderkundungsarbeiten unterteilen sich im Wesentlichen in drei
Phasen, von denen die Durchführung (siehe 2. Absatz) von einer Fachfirma für Boh-
rungen, Geophysik, Labor etc. erfolgt; die übrigen Leistungen sind durch den Bearbei-
ter Baugrund (EP.12.06) durchzuführen
● Bestandserhebungen und Konzeption der Erkundungsarbeiten
– Erhebungsarbeiten (Bestandsdaten (z.B. vorhandene Bodenaufschlüsse, Pegel,
Brunnen), Wasserrechte, Altablagerungen etc.)
– Festlegung der erforderlichen Baugrunderkundungsarbeiten (Bodenaufschlüsse,
Pegelausbau von Bohrungen, Versuche und Messungen vor Ort, Laborversuche
und Analysen) inkl. Ablaufkonzept im Einvernehmen mit dem Auftraggeber und in
Abstimmung mit den Erfordernissen für die Planungsbereiche „Infrastrukturprojekt“
und „Raum- und Umwelt“ (Schnittstelle Gesamtkoordination)
– Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die Baugrunderkundungsarbeiten und
Laboranalysen
● Durchführung und Betreuung der Erkundungsarbeiten
– Durchführung der geplanten Bodenaufschlüsse (Bohrungen, Rammsondierungen,
Schürfe (ggfs. Gleisschürfe) etc.) vor Ort, Ausbau von Pegeln und Entnahme von
Proben, Transport und Lagerung der Proben, Fotodokumentation der Bohrkerne
(Bauleistung).
– Durchführung und Dokumentation von Versuchen und Messungen vor Ort (geo-
technische Versuche (Standard Penetration Tests (SPT), Dilatometerversuche
etc.), hydrogeologische Versuche in Pegeln (Pump- und Versickerungsversuche,
Pegelmessungen etc.), geophysikalische Messungen etc.).
– Durchführung von geotechnischen, mineralogischen, boden- und hydrochemischen
Laboruntersuchungen.
● Ggf. Durchführung der örtlichen Bauaufsicht
● Analyse und Auswertung der Untersuchungen (Darstellung der Ergebnisse)
– Vornahme/Durchführung von Laboranalysen der Proben
– Darstellung und Auswertung (Analyse) der Bodenaufschlüsse unter Miteinbezie-
hung der Laboranalysen
– Auswertung (Analyse) der durchgeführten Messungen (Bericht/Bodengutachten)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 26

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.01 Bereich „Gesamtkoordination“


EP.01.01 Organisation
● Führung der Projektkoordinationsgruppe unter Einbeziehung aller vom AG festgeleg-
ten Mitglieder (strategische Ausrichtung); Durchführung von Besprechungen sowie
entsprechender Dokumentation der Ergebnisse und aktuellen Maßnahmenliste; Ur-
genz der durchzuführenden Maßnahmen
● Erstellung und laufende Aktualisierung eines Projekthandbuchs (Ansprechpartner, Ter-
minpläne, Projektorganisation) in Abstimmung mit dem Auftraggeber
● Management von Daten- und Projektunterlagen (Betreuung und Administration der
zentralen elektronischen Projektdatenplattform. Die Strukturierung erfolgt in Abstim-
mung mit dem Auftraggeber und unter Berücksichtigung des Einlageverzeichnisses
(siehe Koordination „Infrastrukturprojekt“). Die Beiträge werden von den Bereichen „In-
frastrukturprojekt“ und „Raum und Umwelt“ übermittelt) Stellen

EP.01.02 Koordination
● Übergreifende Koordination und Steuerung der Bereiche Technik/Verkehr und Raum/
Umwelt
● Projektspezifische Evaluierung und Anpassung der Schnittstellen zwischen den Berei-
chen „Infrastrukturprojekt“ und „Raum/Umwelt“
● Genereller Ansprechpartner für den AG (z.B. hinsichtlich Auftrag, Strategien, Vorgaben)
● Grundlagenmanagement (z.B. Allgemeine Grundlagen, Betriebskonzept, Vermessung,
Untergrunderkundung, Technische Grundlagen): Evaluierung und laufende Prüfung
der Vollständigkeit der Grundlagen entsprechend des Planungsfortschritts; Einfordern
fehlender, für das jeweilige Projekt erforderlicher Grundlagen (Umfang, Qualität, Ter-
min), Mitwirkung bei Detailierung und Weiterentwicklung der Grundlagen (z.B. Vermes-
sung, Bodenerkundung etc.), Management des Bedarfs an ergänzenden Grundlagen
aus den Bereichen „Infrastrukturprojekt“ und „ Raum- und Umwelt“
● Änderungsmanagement (Verfolgung und Dokumentation von Projektänderungen und
deren Kostenauswirkung)
● Schnittstelle zu den beim AG eingesetzten begleitenden Kontrollprozessen
● Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit (inkl. Erstellen von Präsentationsplänen und
Erstellung von Bildschirmpräsentationen, aufbauend auf den Projektunterlagen)
● Mitwirkung bei den Projektabstimmungen mit externen Kontextprojekten auf Gesamt-
projektebene (z.B. Straßenbauvorhaben, Vorhaben und Projekte der Gemeinden und
der Länder, Beurteilung von Anrainerbauvorhaben im Projektkontext)
● Projektvorstellung und Präsentation des Planungsstandes vor Behörden, Gutachtern,
Sachverständigen und Benannten Stellen

EP.01.03 Termin- und Ablaufplanung


● Detaillierung des vom AG im Zuge der Ausschreibung definierten Terminrahmens zu
einem Gesamtterminplan (Planungs- und Errichtungsphase)
● Beschreibung von Meilensteinen und Erfassung aller maßgeblichen Termine für die
Projektabwicklung sowie des kritischen Weges und kritischer Termine in Abstimmung
mit dem AG
● Termin- und Ablaufmanagement (inkl. Erarbeitung von Maßnahmen zur Abwehr von
Terminüberschreitungen)
● Übergreifende Terminkoordination und Steuerung der Bereiche „Infrastrukturprojekt“
und „Raum/Umwelt“ inkl. Terminüberwachung und Urgenz

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 27

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.01.04 Risikomanagement des Planungsprozesses


● Darstellung der Risiken in der Planungsphase
● Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoabwehr
● Risikoverfolgung (fortlaufendes Monitoring)

EP.01.05 Kostenberechnung und Risikobewirtschaftung


● Definition der Projektstruktur in Abstimmung mit dem Auftraggeber
● Einholung formaler Vorgaben des AG (z.B. Handbuch, Leitfaden, Darstellungsebene
wie z.B. „Kostenberechnung auf Basis von Feinelemente“ etc.) sowie Kommunikation
dieser Vorgaben innerhalb der Projektkoordinierungsgruppe
● Risikoanalyse und -bewertung des Planungsgegenstandes
– Überprüfung und Plausibilisierung der Risiken 1. Einschätzungsebene
– Operative Risikoanalyse und -bewertung der Risiken 2. Einschätzungsebene (ggf.
Veranlassung gesonderter Risikoanalysen)
● Endfreigabe der Unterlagen zur Kostenberechnung vor Übergabe an den AG
● Koordinierung der Erstellung von Abweichungsanalysen auf den vorhergehenden Pla-
nungsstand

EP.01.06 Berichtswesen
Erstellung periodischer Berichte mit den Inhalten:
● Stand und Fortschritt der Bearbeitungen/Leistungserbringung inkl. Ausblick
● Terminsituation (Soll-Ist-Vergleich)
● Darstellung zukünftiger Risiken und kritischer Punkte im Planungsprozess
● Darstellung des Status der Kostenberechnung und Fortschreibung der Projektrisiken
(Umsetzung) entsprechend dem Erkenntnisgewinn
● Zwischenbericht zum Einreichzeitpunkt mit den oben angeführten Inhalten inkl. Auflis-
tung der für die Projektumsetzung und Erlangung der Betriebsbewilligung erforderli-
chen Maßnahmen (allgemein, formal und projektspezifisch) als Grundlage für die Be-
arbeitung der nächsten Projektphasen
● Abschlussbericht zum Zeitpunkt der Genehmigungserteilung mit den oben angeführ-
ten Inhalten inkl. Auflistung der für die Projektumsetzung und Erlangung der Betriebs-
bewilligung erforderlichen Maßnahmen (allgemein, formal und projektspezifisch) als
Grundlage für die Bearbeitung der nächsten Projektphasen

EP.01.07 Übereinkommenspläne
(Straßenbenutzungsübereinkommenspläne, Übereinkommenspläne bzgl. Gebietskörper-
schaften, Einbautenträger etc.).
Für die Bearbeitung sind als Grundlage vom AG Auszüge aus dem Grundbuch und dem
Grundstücksverzeichnis, Katastermappenblätter etc. zur Verfügung zu stellen.
Erstellung der Übereinkommensunterlagen, bestehend aus:
● Anpassung eines allgemeinen Vertragsentwurfes an die konkrete Aufgabenstellung
● Technischer Bericht
● Ermittlung des Ablösebetrags
● Grundeinlöseplan mit farbiger Darstellung der wechselseitigen Abtretungs- bzw. Son-
dernutzungsflächen sowie der vorübergehenden Beanspruchungen über den gesam-
ten Übereinkommensbereich (nicht KG-weise getrennt).

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 28

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Getrennte Grundstücksverzeichnisse der wechselseitigen Abtretungs- bzw. Sonder-


nutzungsflächen
● Aktueller Lageplan über den gesamten Übereinkommensbereich (analog Grundeinlö-
seplan)
● Begleitung des Verhandlungsprozesses zwischen den Vertragsparteien

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 29

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.10 Bereich „Infrastrukturprojekt – Koordination“


EP.10.01 Koordination Infrastrukturprojekt
● Führung der Projektplanungsgruppe unter Einbeziehung aller Mitglieder des Pla-
nungsteams sowie aller Ersteller von direkten und indirekten Beiträgen zur Vervollstän-
digung der Einreichoperate (interne und externe Teammitglieder des Auftraggebers);
Durchführung von Besprechungen sowie entsprechender Dokumentation der Ergeb-
nisse und aktuellen Maßnahmenliste; Urgenz der durchzuführenden Maßnahmen
● Projektspezifische Evaluierung und Anpassung der Schnittstellen zwischen den Fach-
planungen
● Mitwirkung bei der Bestimmung der Genehmigungstatbestände und den sich hieraus
ergebenden Behördenverfahren
● Festlegen, Abstimmen und Fortschreiben des Einlagenverzeichnisses des/der voll-
ständigen Einreichoperats/Einreichoperate
● Management von Daten- und Projektunterlagen (Kontrolle der formalen Vorgaben und
Freigabe der Unterlagen der Fachbereiche zur Verteilung über eine zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform)
● Mitwirkung bei der Projektvorstellung und Präsentation des Planungsstandes vor Be-
hörden, Gutachtern, Sachverständigen und Benannten Stellen
● Inhaltliche Abstimmung der einzelnen technischen Fachplanungen und Zusammenfüh-
ren bzw. Integration der Fachplanungen in das Infrastrukturprojekt (EP.11.02), welches
als integrales Gesamtprojekt die Ergebnisse sämtlicher technischer Fachplanungen
sowie alle erforderlichen Nebenanlagen und Begleitmaßnahmen inkludiert
● Inhaltliche Abstimmung der technischen Fachplanungen mit den einzelnen Raum/Um-
welt-Untersuchungen und Planungen sowie mit der integralen Gesamtaussage über
die Umweltverträglichkeit (EP.21.01)
● Zusammenführung aller Unterlagen für das Einreichoperat; Vollständigkeitsprüfung
der Unterlagen für die Freigabeprozesse des AG und für die Begutachtungen
● Koordination und Dokumentation des Freigabeprozesses des AG (Trassenfreigabe,
Vidierung) in Abstimmung mit den Vorgaben des AG (evtl. auch über Planprüfplatt-
form) sowie Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit
Instandhaltungsverantwortlichen, Nutzern etc.)
● Änderungsmanagement (Verfolgung und Dokumentation von maßgeblichen
Änderungen von Plan- und Berichtsinhalten)
● Koordination der Begutachtungsprozesse inkl. Durchführung des Verbesserungsma-
nagements und der Dokumentation der Verbesserungen in einem integralen Doku-
ment (Tabellenform) in Abstimmung mit der Umweltkoordination EP.20.01 (Federfüh-
rende Bearbeitung ist abhängig von der Art des Genehmigungsverfahrens und ist in
Abstimmung mit dem AG festzulegen)
- Gutachter nach § 31a EisbG
- Benannte Stellen
- Behördensachverständige (z.B. tlw. UVP-Gutachter)
● Betreuung während der Genehmigungsverfahren und der behördlichen Auskunftser-
teilungen sowie der Verbesserungsaufträge inkl. Durchführung des Verbesserungs-
managements und Dokumentation der Verbesserungen in einem integralen Dokument
(Tabellenform) in Abstimmung mit der Umweltkoordination EP.20.01 (federführende
Bearbeitung ist abhängig von der Art des Genehmigungsverfahrens und ist in Abstim-
mung mit dem AG festzulegen)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 30

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Erstellung der Kostenberechnung für das gesamte Projekt


– Einholung, Plausibilisierung (z.B. Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Konformi-
tät mit AG-Vorgaben, Schnittstellendefinition) der Fachbereichskosten, ggf. Ände-
rungsmanagement
– Festlegung der Preisbasis und Sorgetragung bzw. Plausibilisierung, dass alle erhal-
tenen Daten dieser PB entsprechen
– Zusammenstellung der Kostenberechnung für das gesamte Projekt nach der fest-
gelegten bzw. vorgegebenen Struktur durch Integration aller Fachbereichskosten
und Berücksichtigung der Vorgaben der Gesamtkoordination hinsichtlich des Risi-
koansatzes für die 2. Einschätzungsebene
– Erstellung des Gesamtkonvolutes zur Kostenberechnung unter Beachtung der Vor-
gaben des Auftraggebers (Bericht zur Kostenermittlung, Festlegungen zur Detail-
stufe der Kostenermittlung etc.)
– Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses über die geplante Bauzeit auf Ba-
sis des Projekt-Gesamtterminplans und der erarbeiteten Bauphasen bzw. Bauab-
laufplanung sowie auf Grundlage der Kostenberechnungen der einzelnen Fachbe-
reiche
– Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Än-
derungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 31

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.11 Bereich „Infrastrukturprojekt – Integrale Verkehrs- und Streckenplanung“


Dieses Infrastrukturprojekt wird als integrales Gesamtprojekt verstanden, welches sämtli-
che technische Fachplanungen sowie alle erforderlichen Nebenanlagen und Begleitmaß-
nahmen inkludiert.

EP.11.01 Gesamt-Projektübersicht
A Übersichtskarte (1:50.000)
B Übersichtslagepläne (1:5.000)
Einarbeitung allenfalls vorhandener Luftbilder
Bezeichnung der Kunstbauten und Hochbauten mit Bezug auf die tabellarische Darstel-
lung im Kurzbericht
C Funktionslagepläne (1:2.000)
Darstellung der Funktionsbereiche (bei großflächigen Bahnhofsanlagen und Terminals)
D Übersichtslängenschnitte (1:5.000/500)
Determinierende(s) Gleis(e) der Strecke(n)
Sonstige maßgebende Gleise in Bahnhofsbereichen
E Kurzbericht
Allgemeine Grundlagen (Projektidee, Projektziele)
Kurzbeschreibung des gesamten Vorhabens
Darstellung des Projekts in eine schematische Streckennetzgrafik
Darstellung der die Genehmigungs- und Untersuchungsbereiche (erforderlichenfalls)
Kunstbauten und Hochbauten in Tabellenform mit Bezug auf die Bezeichnung in den
Übersichtslageplänen
F Bericht gemäß § 6 EBEV
Kurzdarstellung der Baumaßnahmen
zugrunde liegende Entwurfsparameter und Projektgrundlagen
Größe der in Anspruch genommenen Fläche
Beschreibung der durch das Bauvorhaben betroffenen Umgebung und Art der Auswirkun-
gen
inkl. Darstellung der Stadt und Raumentwicklung (Flächenwidmung)
Baubeschreibung, Beschreibung der Baudurchführung und der Betriebsphase
Darstellung der Vorteile der Verwirklichung des Vorhabens für die Öffentlichkeit
Rahmenbedingungen zur Trassenfindung
Maßnahmenliste (Vorgaben für die weiteren Planungs-, Bau- und betrieblichen Phasen)
je Fachbereich

EP.11.02 Infrastrukturprojekt Endzustand


Aus dem diesbezüglichen Bauentwurfsteil müssen insbesondere die Lage der Eisenbahn-
anlagen und der in der Nähe der Eisenbahntrasse gelegenen Bauten, Verkehrsanlagen,
Wasserläufe und Leitungsanlagen ersichtlich sein.
Zudem sind erhebliche Auswirkungen des Vorhabens auf die Umgebung ersichtlich zu
machen.
Aus den Unterlagen muss weiters hervorgehen, dass die Bauvorhaben dem Stand der
Technik, den Anforderungen der Sicherheit und Ordnung des Betriebes und des Verkehrs
und den Anforderungen des Arbeitnehmerschutzes entsprechen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 32

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Sofern in Ausnahmefällen Abweichungen vom Stand der Technik geplant werden, so sind
diese zu begründen und es ist darzulegen, mit welchen Vorkehrungen die Sicherheit und
Ordnung des Betriebes der Eisenbahn, des Betriebes von Schienenfahrzeugen auf der
Eisenbahn und des Verkehrs und des Verkehrs auf der Eisenbahn auf andere Weise ge-
währleistet ist.
In der Leistungsposition ist die Erstellung von Einreichprojekten für die Änderung von An-
schlussbahnen sowie für die Ausführung von eigens genehmigungspflichtigen Gleispro-
visorien enthalten.
Die in den Positionen Straßenplanung und Entwässerungsplanung angeführten Leistun-
gen sind hinsichtlich ihres erforderlichen Aufwandes ebenfalls in die Position Eisenbahn-
planung Endzustand einbezogen.
Bei der Ermittlung der Gleislängen je Gleiskategorie werden keine Längenzuschläge für
Weichen und keine Zwischenlängen bei Gleisverbindungen berücksichtigt.

A Technischer Bericht
Der Technische Bericht enthält im Detail:
● Allgemeine Projektgrundlagen
● Betriebliche Projektgrundlagen
● Maßgebende Richtlinien und Normen
● Zielsetzung, Rahmenbedingungen und Verkehrsverhältnisse
● Aufgabenstellung
● Darstellung der Bestandssituation
● Beschreibung des Bauvorhabens in einer zweckmäßigen Gliederung
● Beschreibung von Schutzmaßnahmen
● Objektlisten (Kunstbauten, Hochbauten, Anlagen etc.)
● Gleis- und Weichentabellen
● Oberbaubeschreibungen (Dimensionen, Formen)
● Zweckbestimmung der einzelnen Anlagen und Angaben zur Interoperabilität
● Angaben zu den Arten der Bahnsteigerschließungen bzw. Angaben zur barrierefreien
Ausgestaltung
● Angaben zu allfälligen Geländeveränderungen und Rodungen
● Verkehrsführung Individualverkehr/öffentlicher Verkehr/Radverkehr/Fußgängerverkehr
● Beschreibung der Vorkehrungen zur Erhaltung der Anlagen
● Änderungen Anschlussbahnen
● umweltrelevanten Maßnahmen (Lärmschutz, Erschütterungsschutz, elektromagneti-
sche Felder)
● Beschreibung der zusätzlichen technischen Ausrüstung (Nassmedien: Kanal, Wasser,
[Druckluft] etc.)
● Erdungskonzept
● Sonstige Aspekte im Sinne der Anforderungen an einen Bericht nach § 6 EBEV sind in
der Teilleistung „Projektübersicht“ definiert
● Bemessung und Auswahl der erforderlichen Gleisabschlüsse

B Anhang zum Technischen Bericht


Der Anhang zum Technischen Bericht enthält die inhaltlich ausgefüllten Prüfheftvorlagen
für die Interoperabilität. Diese Prüfhefte beziehen sich auf die anzuwendenden Techni-

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 33

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

schen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI). Sie dienen zur Überprüfung des Teil-
systems Infrastruktur oder von diesbezüglichen Aspekten. Die Prüfheftvorlagen werden
vom AG zur Verfügung gestellt.
Anhand der ausgefüllten Prüfhefte erfolgt die Interoperabilitätsprüfung der Entwurfsphase
durch Benannte Stellen. Einzelne Prüfpunkte werden von „§-31a-Gutachtern gem. EisbG“
überprüft.
Die Bearbeitung der Prüfhefte erfordert den Eintrag, die Dokumentation und die Gegen-
überstellung von Entwurfsparametern und sonstiger Angaben aus dem Bauentwurf. Fest-
gestellte Konformitätsmängel sind in der Regel durch entsprechende Projektmodifikatio-
nen zu bereinigen.

C Betriebs- und SFE-Schemata


Die darzustellenden Betriebs- und SFE-Schemata bilden die Basis beim Zusammenfüh-
ren aller aus den SFE-Planungsbereichen resultierenden Anlagen. Die Hauptachsen der
Gleise, die einzelnen Gleisabschnitte, die Weichen und sonstige zur Orientierung erfor-
derliche Objekte sind schematisch darzustellen und zu bezeichnen. In der Folge sind die
relevanten Ausrüstungsteile (SFE-Elemente, z.B. Hauptsignalstandorte, Eisenbahnkreu-
zungs-sicherungsanlagen, Zuglaufcheckpoints, 15-kV-Schaltgerüststandorte) und SFE-
Leitungsführungen (Hauptkabelwege) mit den entsprechenden bautechnisch maßgeben-
den Anlagendimensionen und Oberleitungsmastgassen in die Schemapläne einzutragen.

D Lagepläne, Absteckpläne (als „Referenzplan“)


Da eine elektronische Bearbeitung der Pläne vorausgesetzt wird, beschreibt diese Positi-
on die Summe aller Planinhalte von Lage- und Absteckplänen. Je nach Anforderung sind
Planinhalte über die Aktivierung von Layern zusammenzufügen.
Teile dieser Planinhalte bilden auch die Basis für weitere Lagepläne mit speziellen Plan-
inhalten, wie z.B. SFE-Lagepläne, Übersichtslagepläne, Grundeinlösepläne, Trassenver-
laufspläne etc.
Die Lage- und Absteckpläne sind grundsätzlich im Maßstab 1:500 zu erstellen. Hiervon
kann im Einzelfall, wenn es zur übersichtlichen Darstellung der Informations- und Pla-
nungsgegenstände zweckmäßig ist, abgewichen werden.
Der Bestand, die Neu-, Zu- und Umbauten sowie Abtragungen und Bahngrundgrenzen
sind eindeutig durch Farbgebungen (gemäß § 7 EBEV) auszuweisen.
Mindestinhalt in den Lageplänen:
● Legende (inkl. Erläuterung aller verwendeten Farben gemäß EBEV)
● Kennzeichnung der Nordrichtung
● Bahnstrecken, Kilometrierung, Angabe der benachbarten Bahnhöfe, Anfangs- und
Endpunkte der Strecken
● Bezeichnung der Verkehrsstellen und Ortsbezeichnungen
● Darstellung von Projektbeginn und Ende mittels Bereichszeiger
● Darstellung von nicht zum eigentlichen Bauvorhaben gehörenden Anlagen (z.B. ge-
plante Kontextprojekte) und Gegenständen (z.B. stilisierte Elemente wie Bäume oder
Fahrzeuge etc.) müssen so gehalten sein, dass die Aussagekraft der Pläne nicht be-
einträchtigt wird
● Abgrenzungen zu definierten Bereichen (Bahnhofsbereich, Stromversorgungsab-
schnitte, andere Eisenbahnen)
● Bahngrundgrenzen (bestehende und neue)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 34

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● allfällige Bahnhofsgrenzen
● Bauverbots-, Feuer- und Gefährdungsbereich (gemäß EBEV)
● Grundstücksgrenzen samt Gst.-Nr., EZ, KG
● Darstellung und Angabe der kilometrischen Lage und der Abstände zu Bestandsobjek-
ten und Bahngrundgrenzen (gemäß EBEV) der Eisenbahnanlagen und aller Objekte
(Hochbau, Brückenbau, Lärmschutzwände, Stützmauern)
● Bahnsteigdächer, Laderampen etc.) und der zusätzlichen technischen Ausrüstungen
sowie Versorgungseinrichtungen (Nassmedien) und der umweltrelevanten Maßnah-
men (Lärmschutz, Erschütterungsschutz, Entwässerung)
● Gleisanlagen (einschließlich Weichen und Kreuzungen): Angabe und Definition aller
Trassierungselemente und Trassierungshauptpunkte, Überhöhungen und Rampennei-
gungen
● Neigungszeiger bei allen Neigungswechseln einschließlich Gleisneigungen, Ausrun-
dungsradien und Tangentenlängen
● Angabe der Geschwindigkeit(en) Vmax, bei Weichen mit Abzweiggeschwindigkeiten
● Angabe der Gleisabstände
● Gleis-, Weichen- und Kreuzungsbezeichnungen (Nummerierungen), ggf. Gleisab-
schnittsbezeichnungen
● Darstellung von Gleisbeginn und Gleisende mittels Bereichszeiger
● Gleistabelle mit Gleisnummern, km-Angaben und bautechnischer sowie sicherungs-
technischer Nutzlänge
● Weichentabelle mit Nummern und Weichenformen
● Nutzlängen (oberbautechnisch) der Gleise und Grenzmarken (inkl. kilometrischer
Lage)
● Abstand maßgebender Gleise zu den Kunst- und Hochbauten
● Kennzeichnung der interoperablen Gleisbereiche
● Darstellung der Bahnsteige samt Aufenthaltsbereiche und aller Bahnsteigerschließun-
gen, Angabe aller maßgebenden Abstände zu Hindernissen und Einbauten und der
Verkehrswege
● Zugänge und Bedienungs- und Schutzräume (z.B. Verschieberbahnsteige etc.) sowie
Fluchtwege mit Breite und Bezeichnung
● Öffentliche, nichtöffentliche und bahninterne Wege mit Breite und Bezeichnung
● Eisenbahnkreuzungen sowie nichtöffentliche Eisenbahnübergänge und bahninterne
Übergänge (inkl. kilometrischer Lage)
● Einarbeitung der wesentlichen Signalstandorte von Haupt-, Schutz- und Vorsignalen
einschließlich Kilometrierung, Bezeichnung und Angabe der sicherungstechnischen
Gleisnutzlängen
● Standorte von Zuglaufcheckpoints
● Oberleitungsmastgassen (Nachweis für Zugänge, Lichtraumfreiheit) und 15-kV-Schalt-
gerüststandorte
● Hauptkabelwege
● Querungen von bahnfremden Anlagen (z.B. Freiluft- oder Erdleitungen)
● Straßen-, Gerinne-, Objektbezeichnungen (Bestand und Projekt)
● Entwässerungsmaßnahmen
● Gewässerverlegungen
● Sicherheitseinrichtungen (z.B. Hydrantenstandorte, Aufgleisvorrichtungen, Rettungs-
plätze, Feuerwehrzufahrten, Wege für Notfallentleerung)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 35

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Bahnhofsvorplätze, Park-&-Ride-Anlagen
● Anordnung und Abmessung von Grünanlagen
● Darstellung der Gleisabschlüsse mit Längenangabe
● Kennzeichnung von Bereichen für Eisenbahnanlagen und sonstigen ortsfesten eisen-
bahntechnischen Einrichtungen, deren genaue Lage erst später definiert werden kann
(gemäß EBEV)
Die Lage und Bezeichnung der Querprofile und Angabe der Profilrichtung ist darzustellen.
Einarbeiten der Planinhalte von extern Beauftragten bzw. aus anderen Teilleistungen
(Straßenplanung, Entwässerung, Einbauten, Grundeinlösung etc.)

E SFE-Lagepläne und Querschnitte (E-LS-TK) bzw. bahnfremde Einbauten


Die Leistungen umfassen die Beratung bei der Erstellung von SFE-Unterlagen, das Zu-
sammenführen und die Abstimmung von beigestellten Planunterlagen über eisenbahn-
streckenausrüstungstechnische Einrichtungen (Planungen wie Sicherungs-, Oberlei-
tungs- und Fernmeldeanlagen sowie elektrische Anlagen, Kabelwege etc.) und die Dar-
stellung in einem Lageplan 1: 500.

Planungsgrundlagen:
● Geländeaufnahmen mit eingetragenen Bahneinbauten und eingetragenen bahnfrem-
den Einbauten in digitaler Form nach vom Auftraggeber vorgegebener Layerstruktur.
(Das Einarbeiten von Listen, Skizzen und dergleichen bzw. eventuelle Erhebungen
sind nicht Gegenstand der Grundleistung.)
● Regelpläne der Streckenausrüstungsdienste
Bei der Erstellung der SFE-Lagepläne sind bei Erfordernis bahnfremde Einbauten eben-
falls zu berücksichtigen, sofern sie Einfluss auf die SFE-Planung haben. Ist die Umlegung
von bahnfremden Einbauten erforderlich, so sind im Einvernehmen mit dem zuständigen
Einbautenträger generelle Einbautenumlegungsvorschläge zu erstellen in den SFE-Lage-
plan einzutragen.
Im SFE-Lageplan sind folgende Darstellungen erforderlich:
● Oberleitungsmastgassen und 15-kV-Schaltgerüststandorte
● Kabeltröge in tatsächlicher Größe mit Beschriftung des verantwortlichen Einbautenträ-
gers
● Rohrzugstrassen in tatsächlicher Größe mit Beschriftung des verantwortlichen Ein-
bautenträgers
● Signalstandorte
● Darstellung der Zugänge, Bedienräume und Sicherheitsräume nach EisbAV
● Darstellung sämtlicher Objekte und Hochbauten
● Darstellung sämtlicher maschinentechnischer Einrichtungen (Trockenlöschleitungen,
Rampen, Fäkalabsaugungsanlagen, Druckluftanlagen, Befüllanlagen, Lifte etc.
● Darstellung von Schalthäusern, Trafostationen etc.
● Darstellung der Gleise (mit ohne trassierungstechnischen Beschriftungen)
● Geländeaufnahme mit hervorgehobenen bestehenden Oberleitungsmasten, Kabeltrö-
gen und Rohrzugstrassen, Signalstandorten und sonstigen SFE-Anlagen
● Darstellung sämtlicher Entwässerungsmaßnahmen
● Darstellung der Bahnsteige samt Bahnsteigausrüstung Bedarf sind die SFE-Lageplä-
ne im Maßstab 1:500 oder 1:200 zu erstellen.
● Bei Erfordernis Darstellung von bahnfremden Einbauten bzw. Einbautenumlegungs-
vorschläge mit Beschriftung des verantwortlichen Einbautenträgers

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 36

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

SFE-Querschnitte
SFE-Querschnitte werden bei Bedarf im Maßstab 1:100 als Nachweis der Machbarkeit
erstellt, sind jedoch nicht Bestandteil des Einreichoperats.

F Längenschnitte
Die Längenschnitte sind grundsätzlich im Maßstab 1:1000/100 oder 1:2000/200 (§ 10
EBEV) anzufertigen. Hiervon kann im Einzelfall, wenn es zur übersichtlichen Darstellung
der Informations- und Planungsgegenstände zweckmäßig ist, abgewichen werden.
Die Längenschnitte sind für Hauptgleise, ganze Gleisgruppen und einzelne Gleisanbin-
dungen zu erstellen.
Mindestinhalt in den Längenschnitten:
● Gleisnummernbezeichnung
● Geländeverlaufsdarstellung
● Gleisverlauf im Aufriss, Lage der im Gleis liegenden Weichen und Kreuzungen
● Stationierungsband (KM)
● Höhenbänder (Bestand und Projekthöhen)
● Krümmungsband (inkl. Angabe des Halbmessers und ihrer Trassierungshauptpunkte
sowie die Spurerweiterungen) (§ 10 EBEV)
● Überhöhungsband (inkl. Überhöhungen, Rampenlängen und Rampenneigungen)
(§ 10 EBEV)
● Neigungsband mit Längsneigungen im Gleis, Angabe der Länge der Neigungsabschnit-
te, Tangentenschnittpunkte von Neigungswechseln mit Höhenangaben, Kuppen- und
Wannenausrundungen (Halbmesser, Tangentenlängen, Ordinate im Tangentenschnitt-
punkt) (§ 10 EBEV)
● Geschwindigkeitsband
● Objektdarstellungen: Lage von Kreuzungen mit Verkehrsanlagen, Wasserläufen, Ka-
nälen, Rohrleitungen und Freileitungen unter Angabe ihrer Hauptabmessungen und
Höhenlagen (§ 10 EBEV)
● Höhenverlauf von Entwässerungsachsen
Die Lage und Bezeichnung der Querprofile und Angabe der Profilrichtung ist darzustellen.

G Regelprofile
Charakteristisches Querprofil mit festgelegten Standardmaßen für den Regelfall in den je-
weiligen Bereichen (mit Darstellung der Funktions- und Ausstattungsmerkmale auf Basis
der oberbautechnischen Grundlagen [EP.00.03])
Mindestinhalt der Regelprofile:
● Gleisnummernbezeichnung
● Gelände- und Bestandsanlagendarstellung
● Ober- und Unterbau gem. Projekt (evtl. besohlte Schwellen, feste Fahrbahn etc.)
● Abmessungen des Bettungsquerschnittes
● Gleisabstände
● Lichträume
● Einbauten (Entwässerungsanlagen, Lärmschutzwände, Oberleitungsmaste und sonst.
relevante Maste, Ver- und Entsorgungseinrichtungen etc.)
● Bedienungsräume (Verschieberbahnsteige), Randwege

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 37

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Bahnsteige
● Abstände zu markanten Punkten und Anlagenteilen (Oberleitungsmaste, Hochbauten
etc.)
● Bahngrundgrenzen (Bestand und geplante Grundgrenze)
Einarbeitung zusätzlicher Regelzeichnungen (Ober- und Unterbau, Hochbau, Kunstbau-
ten, Lärmschutzwände etc.)

H Querprofile und Querschnitte


Querprofile und Querschnitte (M 1:100 bis M 1:200).
Es sind die für die Beurteilung des Bauvorhabens maßgebenden Querprofile zu erstellen
(§ 11 EBEV) (ca. 10 Querprofile bzw. Querschnitte pro Kilometer).
Fortlaufende Nummerierung der Profile samt KM-Angabe
Kotierung der Querprofile
Mindestinhalt der Querprofile:
● Gleisnummernbezeichnung
● Gelände- und Bestandsanlagendarstellung
● Ober- und Unterbau gem. Projekt auf Basis der Regelprofile
● Gleisabstände
● Darstellung von Bogenzuschlägen, Zuschlägen aus Überhöhungen, Angabe des Halb-
messers bei Engstellen (§ 11 EBEV)
● Lichträume (§ 11 EBEV)
● Einbauten (Entwässerungsanlagen, Lärmschutzwände, Oberleitungsmaste und sonst.
relevante Maste, Ver- und Entsorgungseinrichtungen etc.)
● Bedienungsräume (Verschieberbahnsteige), Randwege
● Bahnsteige
● Abstände zu markanten Punkten und Anlagenteilen (Maste, Hochbauten etc.) (§ 11
EBEV)
● Bahngrundgrenzen (Bestand und geplante Grundgrenze)

I Trasseneinrechnung
Trasseneinrechnung (im Grundriss und Aufriss)
Lage- und höhenmäßige Berechnung und Definition der für die Einreichung relevanten
Anlagen und Darstellung in einem Koordinatenverzeichnis und Ausgabe im GLT-Format
für die Oberleitungsplanung.
Berechnung aller Gleisachsen, Weichen und Kreuzungen der maßgebenden Abstände
sowie der sonstigen erforderlichen Achsen (sonstige Bahnanlagen, Brückenachsen, Stra-
ßen, Einbauten, Gerinne und für Nebenanlagen etc.)
Spezielle Übergangsbögen nach Erfordernis
Die grafische Darstellung in Form eines Absteckplanes erfolgt als Bestandteil des Lage-
plans (Referenzplan) durch Aktivieren der erforderlichen Planinhalte.

J Weichenhöhenpläne
Für überhöhte Weichen ist die gegenseitige Höhenlage der einzelnen Schienenstränge
der Gleise sowie die maßgebenden Neigungsverhältnisse zusätzlich in einem Weichen-
höhenplan darzustellen und rechnerisch nachzuweisen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 38

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

K Energiekonzept für die Betriebsphase


Zusammenführung aus allen Fachbereichen für den Anlagenbetrieb ohne Eisenbahnbe-
trieb als Grundlage für die Zusammenführung des Klima- und Energiekonzepts (EP.22.26).

L Grundeinlösung, Parteienverzeichnisse
Die detaillierte Ausgestaltung der Grundeinlöseunterlagen ist im Vorfeld mit dem Auftrag-
geber abzustimmen (z.B. Grundeinlöseleitfaden der ÖBB Infrastruktur AG). Die Unterla-
gen bestehen im Wesentlichen aus folgenden Inhalten:

Gesamtgrundeinlöseplan, Gesamtgrundeinlöseverzeichnis:
Die unterschiedlichen Beanspruchungsarten der Grundinanspruchnahme (Kauf zur Bahn-
anlage, Kauf zur Nebenanlage, Servitut, vorübergehende Beanspruchung) und sonstige
rechtlich relevante Zonen (Bauverbotsbereich Bestand, Bauverbotsbereich neu, Bahn-
grundgrenze Bestand, Bahngrundgrenze neu etc.) sind mit unterschiedlichen Linienty-
pen und -farben sowie unterschiedlichen Schraffuren auf Basis der aktuellen digitalen
Katastralmappe bzw. eines Mappenberichtigungsplanes darzustellen. Die Grundinan-
spruchnahmeflächen sind mit Laufzahlkreisen, welche Teilflächennummern, Eigentümer-
nummern und Zusatzattribute enthalten, zu versehen. In diese Grundeinlösepläne sind
zusätzlich zur Orientierung wesentliche Merkmale des Projekts (Gleisanlagen, Kilomet-
rierungen etc.) aufzunehmen.
In die Gesamtgrundeinlöseverzeichnisse sind nach Katastralgemeinden und Eigentümer-
nummern geordnet die Ausmaße der Inanspruchnahmen sowie alle sonstigen im Grund-
einlöseplan enthaltenen Informationen sowie Angaben zu den Eigentümern und aus dem
Grundbuch tabellarisch aufzulisten, wobei die Bezüge zum Grundeinlöseplan über die
Teilflächennummerierung herzustellen sind.

Einzelplanblätter, Grundeinlöseverzeichnisse:
Für den Vertragsabschluss mit den einzelnen betroffenen Eigentümern sind je Eigen-
tümer und je Beanspruchungsart (Kauf, Servitut, vorübergehende Beanspruchung) Ein-
zelplanblätter und Grundeinlöseverzeichnisse zu erstellen. Bestandteil der Leistung ist
auch das Ausarbeiten von Revisionen der Grundeinlöseplanung, welche nachvollziehbar
vorzunehmen sind.

Parteienverzeichnisse:
Sämtliche Parteienverzeichnisse sind gemäß den Bestimmungen des UVP-G/EisbG und
der anzuwendenden Materienrechte zu erstellen. Die in den Verzeichnissen anzugeben-
den Adressen sind mittels zentralen Melderegisters festzustellen und zwei Wochen vor
dem Verhandlungstermin zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Die Parteienverzeich-
nisse haben den jeweiligen Bezug der genannten Partei zum Projekt nachvollziehbar zu
enthalten. Die Erhebung der dinglich Berechtigten bzw. der Wasserberechtigten ist in der
Leistung ebenfalls enthalten und sind diese in das Parteienverzeichnis aufzunehmen.
Natürliche Personen sind mit Geburtsdatum anzugeben, juristische Personen mit deren
Firmenbuchnummer.
Die Parteien sind mit einer laufenden Nummer zu versehen, um die Anzahl der Betroffe-
nen darzustellen.

Zu erstellende Unterlagen (Zusammenfassung):


● Gesamtgrundeinlösepläne nach Katastralgemeinden
● Gesamtgrundeinlöseverzeichnisse nach Katastralgemeinden

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 39

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Einzelplanblätter für die Grundeinlöse je Eigentümer und je Beanspruchungsart


● Grundeinlöseverzeichnisse je Eigentümer und je Beanspruchungsart
● Parteienverzeichnis nach dem UVP-G/EisbG evtl. untergliedert entsprechend der An-
tragsgegenstände (Hauptanlage, Bahnstromleitungen, prov. EZ etc.)
● Parteienverzeichnis nach dem WRG mit Erhebung der Wasserberechtigten
● Parteienverzeichnis nach dem Forstgesetz
● Parteienverzeichnis nach den Naturschutzgesetzen
● Parteienverzeichnis nach Gewerberecht
● Parteienverzeichnis nach dem UVP-G
● Parteienverzeichnis nach allfällig erforderlichen weiteren Materienrechten

M Trassengenehmigungsunterlagen nach dem HL-Gesetz


● Trassenverlaufsbericht einschließlich Auszug aus der UVE (Maßnahmen)
● Trassenverlaufspläne einschließlich Grundstückspläne und Grundstücksverzeichnisse

N Gesonderte Unterlagen für das Enteignungsverfahren nach dem Eisenbahn-


recht
Erstellung der Enteignungsunterlagen bestehend aus:
● Einzelplanblättern des zu Enteignenden
● Grundeinlöseverzeichnis des zu Enteignenden
● Aktuelle Grundbuchsauszüge
● Technische Kurzbeschreibung
● Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen (z.B. Lagepläne, Querprofile etc.),
die den Grundbedarf dokumentieren
● Eisenbahnrechtlicher Bescheid

Im Falle mehrerer Enteignungsfälle ist zusätzlich zu erstellen:


● Auflistung der Enteignungsfälle
● Übersichtslageplan mit Darstellung der Enteignungsfälle
Für Enteignungen nach anderen Materienrechten (z.B. Wasserrecht) gilt dies sinngemäß.

O Nachweis der Arbeitssicherheit/Planungskoordination


Vom Auftragnehmer ist schriftlich ein Planungskoordinator, welcher die Voraussetzungen
nach dem BauKG (Bauarbeitenkoordinationsgesetz) erfüllen muss, dem Auftraggeber
bekanntzugeben. Im Rahmen der Planungskoordination sind folgende Leistungen zu er-
bringen:
● Umsetzung der allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung bei der Planung und
Vorbereitung des Projekts unter Beachtung der Eisenbahnverordnung
● Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumentes gemäß den Bestim-
mungen des AschG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz)
● Ausarbeitung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes gemäß den Bestim-
mungen des BauKG
● Erstellung der VEXAT-Dokumente (Nachweis der Explosionssicherheit bzw. Irrele-
vanznachweis)
● Erstellung der Unterlage für spätere Arbeiten gemäß BauKG (in Entwurfsform)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 40

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Die vom Auftraggeber zu nennenden Präventivdienste gemäß AschG (Sicherheits-


fachkräfte SFKs und Arbeitsmedizin) sind nachweislich einzubinden
● Die Zustimmung der vom Auftraggeber bekanntzugebenden Vertreter der Betriebslei-
tung (Eisenbahnverordnung) ist einzuholen
● Mitwirkung bei der erforderlichen Evaluierung und Analyse gemäß den Vorgaben der
EG-Verordnung 352/2009 CSM (Common Safety Methods)

P Instandhaltungsplanung
Die Instandhaltungsplanung hat zur Aufgabe, ein Projekt speziell aus dem Blickwinkel der
Instandhaltung zu analysieren und die Berücksichtigung von Instandhaltungsaspekten
sowie unter der Beachtung von Betreiberrichtlinien in der Planung sicherzustellen. Zu die-
sem Zweck wird auf Grundlage von Überlegungen zur Durchführung der Instandhaltungs-
tätigkeiten eine Übersicht aller Instandhaltungszwecken dienenden Projektbestandteile
erstellt, wobei auf ihr funktionales Zusammenwirken eingegangen wird.
Zielsetzung der Instandhaltungsplanung im Zuge des Einreichprojekts ist es zu überprü-
fen, ob die baulichen Voraussetzungen für die Durchführung der erforderlichen Instand-
haltungstätigkeiten gegeben sind.
Im Zuge des Einreichprojekts wird ein integrales Instandhaltungskonzept erstellt, das auf
die Fachplanungen aufbaut und die Grundlage für die Bearbeitung der Aspekte des Ar-
beitnehmerschutzes darstellt.
Für das Instandhaltungskonzept lässt sich ein genereller Leistungsrahmen definieren, der
im Einzelfall an die spezifischen Gegebenheiten anzupassen ist.

Bericht Instandhaltungskonzept
Grundlagen:
● Projektübersicht mit Darstellung von Instandhaltungsschwerpunkten (z.B. Objekte und
Drainagen samt Versickerungsthematik)
● Normative und Technische Grundlagen
● Methodische Vorgangsweise
● Instandhaltungsziele
● Instandhaltungsplan

Instandhaltung der Freilandstrecke:


● Generelle Angaben zu den Instandhaltungstätigkeiten
● Darstellung der Zugänglichkeit der Bahntrasse
● Dammbereiche
● Einschnittsbereiche
● Entwässerungsmaßnahmen
● Oberbau
● Oberleitung
● SFE-Anlagen

Brückenbauwerke:
● Generelle Angaben zu den Instandhaltungstätigkeiten
● Spezifische Angaben zu einzelnen Objekten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 41

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Tunnelbauwerke:
● Technische Merkmale der Tunnelbauwerke
● Angaben zur generellen Arbeitsdurchführung
● Angaben zu einzelnen Tätigkeiten
● Angabe zu den betrieblichen Auswirkungen von Instandhaltungstätigkeiten

Stützmauern und Sonderbauwerke:


● Spezifische Angaben zu einzelnen Objekten

Betriebsstellen:
● Spezifische Angaben zu einzelnen Betriebsstellen

Plandarstellungen Instandhaltungskonzept
Darstellung instandhaltungsrelevanter Inhalte in Übersichtsplänen in geeignetem Maß-
stab.

Bearbeitungsprozess Instandhaltungsplanung
Das Instandhaltungskonzept ist in einem interaktiven Bearbeitungsprozess mit Einbezie-
hung folgender Beteiligter schrittweise zu entwickeln:
● Projektleitung der ÖBB
● Betroffene Fachabteilung der ÖBB
● Betroffene Fachplaner
Die Bearbeitung des Instandhaltungskonzepts erfolgt zeitlich parallel und eng vernetzt mit
der Ausarbeitung des Einreichprojekts, um einen frühzeitigen Input von instandhaltungs-
technischen Aspekten in die technische Planung zu gewährleisten.

Q Kostenberechnung Infrastrukturprojekt Endzustand


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsbericht) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

R Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 42

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektronische
Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.11.03 Infrastrukturprojekt Bauphase (Bauprogramm)


In diesem Teil des Bauentwurfs ist in Übereinstimmung mit den Eisenbahn-Betriebspro-
grammen das Bauprogramm gemäß den Anforderungen des Eisenbahngesetzes zu ent-
wickeln und darzustellen. Die Aufbereitungen müssen bei UVP-Projekten zusätzlich die
Anforderungen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes bezüglich der Beurteilung
der Umweltauswirkungen während der Bauphase erfüllen. Bei Projekten ohne UVP müs-
sen die Anforderungen gemäß Eisenbahnentwurfsverordnung eingehalten werden. Diese
beinhalten ebenfalls die Darstellung der Umweltauswirkungen während des Baues in ver-
einfachter Form, aber nur die Bauablaufplanungen, soweit sie für die Aufrechterhaltung
des Bahnbetriebes erforderlich sind.

Planungsgrundlage
● Fertiggestellte Planung des Endzustandes

A Bau- und Betriebsablaufbeschreibung


Die Bau- und Betriebsablaufbeschreibung umfasst folgende Inhalte
● Beschreibung der Betriebsphasen
● Beschreibung der Baumaßnahmen in den einzelnen Betriebsphasen
● Erforderliche Gleissperren (Langzeitsperren, Wochenend- und Nachtsperren)
● Beschreibungen der Baubereiche und der Baustellenzufahrten
● Erforderliche Softwaretäusche
● Voraussichtliche Zahl der Beschäftigten (nur bei UVP-Projekten)

B Massenlogistikkonzept (nur bei UVP-Projekten)


Die Erstellung des Massenlogistikkonzepts umfasst folgende Leistungen:
● Ermittlung (bzw. Zusammenführung der Angaben aus den Fachplanungen) der Haupt-
massen für Abtrag, Ausbruch Wiederverwertung, Abtransport und Anlieferungen sowie
deren Transportart,
● Darstellung der räumlichen und zeitlichen Abläufe der Bewegungen inkl. der daraus
resultierenden verkehrlichen Auswirkungen sowie weiterer erforderlicher Angaben für
die Raum- und Umweltuntersuchungen
● Grundsätzliche Planungen der Materialwiederverwertung und/oder Deponierung auf
Grundlage der Ergebnisse der Untersuchungen/Bearbeitungen der Fachplanungen
(einschließlich Abfallwirtschaftskonzept Bauphase), und der Baugrunderkundungsar-
beiten

C Energiekonzept Bauphase (nur bei UVP-Projekten)


Die Erstellung des Energiekonzepts umfasst folgende Leistungen:
● Zusammenführung aus allen Fachbereichen für den Baustellenbetrieb (Baustellenver-
kehr, Geräteinsatz etc.) ohne Eisenbahnbetrieb als Grundlage für die Zusammenfüh-
rung des Klima- und Energiekonzepts (EP.22.26)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 43

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Betriebsschemata
In den Betriebsschemata werden sämtliche Betriebssituationen (Betriebsphasen) darge-
stellt. Die Gleisachsen werden zu diesem Zweck schematisch mit maßstäblicher Längen-
darstellung dargestellt. Zusätzlich sind folgende Inhalte für jede Betriebsphase schema-
tisch darzustellen:
● SFE-Einbauten bzw. -Einrichtungen im Bestand
● Bahnfremde Einbauten, sofern für den Bauablauf relevant
● Geplante Einbautenumlegungen von Bahneinbauten und bei Bedarf von bahnfremden
Einbauten (Darstellung von Kabeltrassen, Signalen, Oberleitungsmastgassen)
● Vereinfachte Darstellung der Baumaßnahmen
● Begleittexte mit folgenden Inhalten:
– Beschreibung der betrieblichen Situation (Liste der in Betrieb befindlichen und der
gesperrten Gleisen)
– Dauer der geplanten Betriebsphase
– Erforderliche Gleissperren für Maßnahmen innerhalb einer Betriebsphase
– Beschreibung der Gleisumstellungen am Ende einer Betriebsphase mit der dazu
erforderlichen Gleissperre
– Termine für Softwaretäusche
Diese Pläne werden nur bei Umbaumaßnahmen unter Eisenbahnbetrieb dargestellt. Sie
können entfallen, wenn die Inhalte in die Bauphasenpläne integriert werden.

E Bauphasenlagepläne
Für jede Betriebsphase wird zumindest ein Bauphasenplan im Maßstab 1:500 erstellt.
Die Bauphasenpläne umfassen folgende Inhalte:
● Dauer der Bauphase
● In Betrieb befindliche Gleise
● Gesperrte Gleise
● Baustellenbereiche für sämtliche Gewerke und Baustellenabschrankungen
● Baustellenzufahrten
● Umbaumaßnahmen für SFE-Einbauten bzw. -Einrichtungen (Darstellung von Kabel-
trassen, Signalen, Oberleitungsmastgassen)
● Umbaumaßnahmen für bahnfremde Einbauten, sofern für den Bauablauf relevant
● Darstellung der Baumaßnahmen
● Darstellung der bereits errichteten Gleise und Baumaßnahmen
● Darstellung temporärer Eisenbahnkreuzungen
● Begleittexte mit folgenden Inhalten:
– Beschreibung der betrieblichen Situation (Liste der in Betrieb befindlichen und der
gesperrten Gleisen)
– Dauer der geplanten Betriebsphase
– Erforderliche Gleissperren für Maßnahmen innerhalb einer Betriebsphase
– Beschreibung der geplanten Einbautenumlegungen
– Beschreibung der geplanten Baumaßnahmen
– Beschreibung der Gleisumstellungen am Ende einer Betriebsphase mit der dazu
erforderlichen Gleissperre
– Termine für Softwaretäusche

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 44

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Baubereichslagepläne
Baubereichspläne werden dann gesondert erstellt, wenn mehrere Bauvorhaben gleichzei-
tig errichtet werden bzw. wenn die Zufahrtssituationen im Bauablaufplan nicht dargestellt
werden können. Baubereichspläne werden für jene Phasen im Maßstab 1:2.000–1:5.000
erstellt, in denen sich der Baubereich ändert. Sie enthalten lediglich die in Betrieb befind-
lichen Gleise, Baubereiche der einzelnen Bauvorhaben, die Zufahrten zu den einzelnen
Bauvorhaben bzw. gemeinsame Zufahrten. Sie enthalten keinerlei Darstellung von Bau-
maßnahmen und auch keinerlei Beschreibungen.

E Bauphasenquerschnitte
Detaildarstellung nach Erfordernis für maßgebliche Bereiche unter Berücksichtigung der
Bestandsanlagen als Grundlage für die Massenermittlung bzw. das Massenlogistikkon-
zept.

F Bauphasenlängenschnitte
Detaildarstellung nach Erfordernis für maßgebliche Bereiche unter Berücksichtigung der
Bestandsanlagen als Grundlage für die Massenermittlung bzw. das Massenlogistikkon-
zept.

G Gesonderte Bauentwürfe für Gleisprovisorien


Bedürfen spezielle Bau- und Betriebszustände für bestimmte Bau- bzw. Anlagenberei-
che (z.B. Umfahrungsprovisorien) einer vertieften Beurteilung sowie gegebenenfalls ei-
ner eigenen Betriebsbewilligung, sind hierfür gesonderte Bauentwürfe zu erstellen. Der
Umfang und die Qualität der Bearbeitungen orientieren sich hierbei an der Position „Infra-
strukturprojekt Endzustand“ (EP.11.02 – B).

H Kostenberechnung Infrastrukturprojekt Bauphase (Bauprogramm)


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.
In dieser Position sind jene Kostenberechnungen enthalten, die nicht in den Planungen
für den Endzustand enthalten sind (z.B. Provisorien, Baustellenstraßen, Materialaufberei-
tungsanlage).

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsbericht) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 45

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

I Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektronische
Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.11.04 Verkehrsplanung und städtebauliche Integration


Abgrenzung: Die Ergebnisse der eisenbahnbetrieblichen Planung sind dem Betriebs-
konzept (04.00.02) zu entnehmen und werden hier nur als Grundlage weiterverwendet.
Die Schnittstelle zwischen der eisenbahnbetrieblichen Planung (Fahrplan) und dem Leis-
tungsbild dieser Position (Verkehrsplanung) ist projektspezifisch festzulegen. Grundsätz-
lich ist diese Schnittstelle am Bahnsteig zu situieren.

A Verkehrsprognosen
● Bestimmung des Umfangs an erforderlichen Verkehrsprognosen (Mengengerüste und
Wegführung) sowie der erforderlichen Prognosequalitäten (ggf. in Varianten) für die
nachfolgende Anlagendimensionierung unter Berücksichtigung des zukünftigen Be-
triebsprogramms (aus 04.00.02), der Allgemeinen Grundlagen (04.00.01) sowie auf
Grundlage der Ergebnisse der Bestandserhebung (04.00.05)
● Erstellen der erforderlichen Verkehrsprognosen (Mengengerüste und Wegführung) für
den/die „Planfall/Planfälle“ sowie erforderlichenfalls für den „Nullfall“
● Sensitivitätsbetrachtung

B Verkehrskonzept
B1 Entwicklung Mobilitätskonzept
● Entwicklung eines/r gesamten Verkehrswegekonzepts/Verkehrsorganisation mit Dar-
stellung der Konfliktpunkte (alle Verkehrsträger, Verkehrsmittel, Verkehrsarten, Fahr-
zeugarten)
● Nachweis einer durchgängigen Mobilitätskette inkl. Entwicklung eines Wegeleitungs-
systems
● Darstellung und Definition der Schnittstellen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern
(entlang der Mobilitätskette und somit u.U. über die Projektgrenzen hinaus)
● Nachweis der Barrierefreiheit
● Analyse und Integration innovativer Systeme und Entwicklungen

B2 Integration in das städtebauliche Konzept


● Verknüpfung und Integration des Vorhabens und des Verkehrskonzepts mit dem Um-
feld (Raum- und Siedlungsstruktur, städtebauliche Entwicklungen) sowie mit den maß-
gebenden, geplanten Projekten Dritter
● Abstimmung des Projekts mit den städtebaulichen Vorgaben und Konzepten bzw. al-
lenfalls vorhandener Bebauungsstudien

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 46

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Anlagendimensionierung
● Entwurf und Auslegung der Verkehrsinfrastrukturanlagen (Wege, Zugänge, Plätze,
Radwege, Straßen, Parkplätze, Bushaltestellen etc.)
● Analyse der prognostizierten Verkehrsströme im Endzustand innerhalb des Projektge-
biets (Planungsgebiets) als Dimensionierungsgrundlage der Anlagenteile
● Nachweisführung der Kapazität der einzelnen Anlagenteile (inkl. Kreuzungsbereiche
und erforderlichenfalls Verkehrslichtsignalanlagen), erforderlichenfalls kleinräumige
Verkehrsstromanalysen
● Wirkungsanalyse auf bestehende Anlagen bzw. das Umfeld
● Nachweisführung der Kapazität der Verkehrsinfrastrukturanlagen sowie die Wirkungs-
analyse ist durchzuführen, je nach Erfordernis (Art des Behördenverfahrens) für
– projektierte Anlagen bzw. Anlagenteile
– eigene Bestandsanlagen im Projektgebiet und
– Bestandsanlagen Dritter (innerhalb des Untersuchungsgebiet)
– Ausbauvorhaben Dritter (innerhalb des Untersuchungsgebiet)

D Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektronische
Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Fach- und Gestaltungsbeiratssitzungen
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Gremien des Bundes, Landes und Ge-
meinden
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Bürgerinformationen
● Erstellen von Präsentationsunterlagen
Die Anwendung der o.a. Leistungsbilder setzt teilweise Grundlagen aus vorangehenden
Bearbeitungen in entsprechender Qualität voraus.

EP.11.05 Straßenplanung
Unter dieser Position ist die Planung von Straßen, Wegen, Vorplätzen, Busbahnhöfen,
Lager-, Lade- und Umschlagsflächen, Park-&-Ride-Anlagen und sonstiger Verkehrsanla-
gen für den Fußgänger-, Fahrrad- und ruhenden Verkehr in Verbindung mit einem Eisen-
bahnprojekt zu verstehen.
Es werden folgende Kategorien unterschieden:
● Übergeordnete Straßen (Verweis auf Landestraßen-Verordnungen, wenn vorliegend)
● Untergeordnete Straßen und Wege (einspurige Begleitwege, Bedienwege und Feuer-
wehrzufahrten)
● Park-&-Ride-Anlagen, Busbahnhöfe und Vorplätze
● Sonstige Anlagen für den Fußgänger-, Fahrrad- und ruhenden Verkehr
Straßen der Kategorie A und S sind grundsätzlich nicht Gegenstand dieses Leistungsbil-
des.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 47

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Es ist weiterhin zu differenzieren, ob sich die Anlagen in innerstädtische Lage im verbau-


ten Gebiet oder im Freiland befinden.
Wenn eine straßenrechtliche Genehmigung erforderlich ist, sind die Unterlagen gem. den
Landesgesetzen der jeweiligen Bundesländer in einem eigenen Projekt zusammenzustellen.
Planunterlagen sind in der Kategorie 1 und 3 als eigener Plan zu erstellen, in der Katego-
rie 2 und 4 sind die Anlagen in den Entwurfsteil des Infrastrukturprojekts zu integrieren,
eigene Pläne nur nach Erfordernis.

A Technischer Bericht
Integriert in den Entwurfsteil des Infrastrukturprojekts:
● Beschreibung der bestehenden Straßen- und Wegeanlagen (Kategorien, Eisenbahn-
kreuzungsliste etc.)
● Einordnung und Kategorisierung der Anlagen, Erhebung von bestehenden Verkehrsor-
ganisationen inkl. Projektumfeld
● Beschreibung der projektierten Anlage mit: Entwurfselementen und Trassenführung,
Entwässerung, evtl. erforderlicher Kunstbauten, Grundinanspruchnahme, Dimensio-
nierung- und Bemessungsgrößen, Konzept zur Freimachung Eisenbahnkreuzungen,
Abstimmung mit Verkehrsträgern und Wegeberechtigten (Bauphasen siehe „Infra-
strukturprojekt Bauprogramm“)

B Lageplan
● In Straßenkilometrierungsrichtung von links nach rechts
– Abschnittsanfang, Abschnittsende
– Legende
– Katastralgemeinde
– Nordpfeil
– Kataster
● Richtungsorientierungen
● Querprofile mit durchgezogenem Profilstrich, Nummerierung und Baukilometrierung
(Anordnung der Profile in Kilometrierungsrichtung ansteigend)
● Beschriftung der Radien und Parameter der Übergangsbögen mit Längen und Symbo-
len
● TS-Punkte mit Neigungsangabe, Tangentenlänge, Tiefpunkte
● Querneigungen mit Neigungsdreieck und Nulldurchgang
● Kurvenverbreiterung
● Entwässerung (Mulden, Leitungen mit Fließrichtung, Straßeneinläufe, Schächte, Be-
cken, Anschluss an bestehende Kanäle etc.)
Sonstiges:
● Ggf. Darstellung von Schleppkurven (gewähltes Fahrzeug angeben)
● Ggf. Darstellung von Bodenmarkierungen
● Darstellung der Einbauten Bestand und Projekt)
● Darstellung der Kunstbauten
● Grundgrenzen (Bestand und Projekt)

C Längenschnitt
● Maßstab: 2 x jene des LP mit 10-facher Überhöhung (M 1:500/50 oder M 1: 1.000/100)
● Krümmungsband

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 48

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Querneigungen einschließlich Verwindungen, Anrampungsneigungen und Fahrbahn-


verbreiterungen
● Längsneigungen und Längenangaben
● Radien der vertikalen Ausrundung (RW, RK)
● Scheitelhöhe und Kilometer der Neigungsbrüche (Ausrundungsanfang, Ausrun-
dungsende
● Tangentenscheitelhöhe, Hoch- und Tiefpunkte
● Lage der Querprofile mit Nummerierung
● Kilometer Baulosanfang und Baulosende
● Zwangspunkte (Einfahrten, best. Kanäle, Gebäude, Brücken, Tunnel etc.)
● Ortschaften
● Kreuzende Verkehrswege
● Entwässerung (Längsgefälle der Leitungen, Einläufe, Schächte etc.)
● Darstellung der Kunstbauten

D Regelprofile 1:50
● Darstellung des Fahrbahn- und Gehsteigaufbaus
● Darstellung von Mauern und Steinschlichtungen
● Kotierung/Bemaßung

E Querprofile 1:100
● Abstand im Regelfall 100 m
● Anordnung der Profile in Kilometrierungsrichtung ansteigend
● Ev. Zusatzprofile (z.B. Zwangspunkte, Zufahrten etc.)
● Darstellung von Bestand und Planung
● Bemaßung
● Querneigungen
● Kunstbauten
● Böschungsneigungen
● Grundgrenzen (Bestandsgrundgrenze und Grundgrenze neu)
● Darstellung der Einbauten
● Entwässerung

F Absteckunterlagen
● Hauptpunkte in Lage und Höhe

G Kostenberechnung Straßenbau
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 49

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsbericht) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben.

H Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.11.06 Entwässerung – Planung


Unter dieser Position ist die Entwässerungsplanung für Gleis- und Straßenanlagen unter
Berücksichtigung allfälliger Schutz- und Schongebiete zu verstehen.
In qualitativer Hinsicht gelten sinngemäß die Festlegungen der „Eisenbahnplanung End-
zustand“.
Die Entwässerungsplanung für die Verkehrsanlagen erfolgt bis zum zu definierenden
Übergabebauwerk. Die Schnittstelle zur Wasserwirtschaft wird dahingehend definiert,
dass die Planung des Übergabebauwerks bei der Entwässerungsplanung liegt, jedoch
die wasserwirtschaftlichen Anforderungen aus dem Bereich „Wasserwirtschaft und Was-
serbauplanung“ eingearbeitet werden.

A Technischer Bericht
Inkl. Definition der Vorgaben für die Regelprofilausführungen der Eisenbahn- und Stra-
ßenanlagen unter besonderer Berücksichtigung des bestehenden Grundwasserschon-
gebietes

B Hydraulische Berechnung
Bemessung der Anlagen (Ableitungskanäle, Gerinnequerungen, Versitz-, Versickerungs-
und Rückhaltebecken)

C Hydrodynamische Berechnungen
Für Anlagen mit großer Längserstreckung (Kanäle, Ableitungsgräben)

D Entwässerungsschemata
Inkl. Bemessung der Versitz-, Versickerungs- und Rückhaltebecken

E Entwässerungslagepläne
Inkl. Bemessung der Versitz-, Versickerungs- und Rückhaltebecken

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 50

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

F Regelquerschnitte
Darstellung der Regelquerschnitte der Versitz-, Versickerungs- und Rückhaltebecken

G Entwässerungslängenschnitte
Darstellung der Entwässerungslängenschnitte durch die Versitz-, Versickerungs- und
Rückhaltebecken inklusive der Darstellung der maßgeblichen Hochwasseranschlaglinien
und Grundwasserstände

H Übereinkommen
Aufbereitung von Unterlagen für Übereinkommen mit Externen:
● Übereinkommenspläne
● Ablöseermittlungen
● Beschreibung der zu übergebenden Anlagenteile

I Kostenberechnung Entwässerungsbauten
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

J Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 51

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.12 Bereich „Infrastrukturprojekt – Fachplanungen“


EP.12.01 Kunstbautenplanung
Diese Position umfasst die Einreichplanung (anhand eines generellen Entwurfs) für Kunst-
bauten wie z.B. Brückenbauwerke, Stützmauern sowie sonstige Bauwerke.
Die Leistungsbilder hierzu sind in der RVS 06.01.41 geregelt.

A Genereller Entwurf
● Leistungsbild gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.3 (in begründeten Ausnahmefällen auch
RVS 06.01.41 Kap. 11.2, Vorentwurf)

B Kostenberechnung Kunstbauten
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

C Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.02 Tunnelplanung
(Platzhalter)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 52

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.12.03 Hochbauplanung
A Planung Infrastrukturprojekte – Architekturleistung
Unter dieser Position ist die „Architekturleistung Planung“ aller, in Verbindung mit einem
Eisenbahnprojekt stehender, Hoch- und Kunstbauten, technischer Einrichtungen, Gebäu-
den, Lärmschutzmaßnahmen, Vorplätze, Busbahnhöfe, Verkehrsbauten, Verkehrswege
und Anlagen für Fußgänger-, Fahrrad- und ruhenden Verkehr usw. zu verstehen. Die
Konzeption des Informations- und Wegeleitsystems ist Bestandteil der Planung.
Beispielhaft gehören dazu:
Aufnahmegebäude, Verwaltungs- und Dienstleistungsgebäude, Werkstätten, Betriebsge-
bäude, Lagergebäude, Schaltstationen, Stellwerke, Trafogebäude etc.
Bahnsteige samt Ausrüstung, Bahnsteigzugänge wie Unter- und Überführungen, Bahn-
steigdächer, Vorplätze, Überdachungen, Anlagen und Bauwerke zur Verknüpfung mit an-
deren Verkehrsträgern (z.B. Busbahnhof, Straßenbahn, U-Bahn etc.)
P&R-, B&R- und K&R-Anlagen, Parkdecks, Tiefgaragen, Fahrradgaragen, Überdachun-
gen, Unter- und Überführungen, Brücken, Tunnelportale, Lärmschutzwände
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

„Leistungsbild Planungsphase – Architekturleistung Planung“

● Entwurfsplanung
● Einreichplanung

B Statisch-konstruktive Planung
Vorstatik, statisch-konstruktive Pläne soweit erforderlich
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe „Leistungsbild Tragwerksplanung“

(LB_TW) der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten i.d.g.F.

C Technische Gebäudeausrüstung
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

D Bauphysik, Brandschutz- und Fluchtwegeplanung


Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

E Landschaftsgestaltung und Freiraumplanung im Bahnhofsbereich


(Vorplätze, P&R, B&R, Straßenräume etc.)
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

F Objektplanung und Innenraumgestaltung


Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

G Kostenberechnung Hochbau
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 53

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

H Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern bzw. Benannten Stellen gem. TSI
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Gremien des Bundes, Landes und Ge-
meinden
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Fach- und Gestaltungsbeiratssitzungen

Die Anwendung der o.a. Leistungsbilder setzt ein Vorprojekt inkl. Vorentwurf lt.

HIA i.d.g.F. in entsprechender Qualität voraus.

EP.12.04 Einbautenplanung
Unter dieser Position ist die generelle Planung für projektbedingt notwendige bahnfremde
Einbautenumlegungen zu verstehen. Bei Bedarf sind Einbautensummenpläne mit Einbe-
ziehung aller Einbauten zu erstellen.

A Einbautenbeschreibung (Bericht)
Bestandsbeschreibung, Erhebung und Konfliktanalyse, Maßnahmenbeschreibung ge-
meinsam mit Einbautenträgern

B Lagepläne
Bestand und Maßnahmen, Lageplan der Leitungsführung in geeignetem Maßstab

C Querprofile
● Leitungsquerungen unter den Verkehrsanlagen
● Ver- und Entsorgungsleitungen der Eisenbahnanlage (Wasserversorgung, Schmutz-
wasserentsorgung etc.)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 54

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Längenschnitte
Längenschnitte der Leitungen in geeignetem Maßstab

E Kostenberechnung Einbautenumlegung (fremd)


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

F Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.05 Wasserwirtschaft und Wasserbauplanung


Unter dieser Position sind folgende über die Position „EP.11.06 Entwässerungsplanung“
der Integralen Verkehrs- und Streckenplanung hinausgehenden Fachplanungen der Was-
serwirtschaft und der Wasserbauplanung zu verstehen.
Die Schnittstelle zur Entwässerungsplanung wird dahingehend definiert, dass die Pla-
nung des Übergabebauwerks bei der Entwässerungsplanung liegt, jedoch die wasserwirt-
schaftlichen Anforderungen aus dem Bereich „Wasserwirtschaft und Wasserbauplanung“
eingearbeitet werden.

A Wasserrechtliche Einreichung – Einleitung in die Vorflut bzw. Grundwasser


Die Erstellung eines wasserrechtlichen Einreichprojekts ist unter anderem bei Einleitung
in Vorfluter, Versickerungsanlagen und Änderungen an Gewässern erforderlich. Das Er-
fordernis ist für den Einzelfall unter Berücksichtigung der bundes- und landesspezifischen
Gesetzgebung zu prüfen (z.B. Härtestabilisierung von Tunneldrainagewässer, bzw. Neu-
tralisation von hohen PH-Werten bei Tunneln mit zyklischen Vortrieben auf Grund des
Bergwasserkontaktes mit Spritzbetonbauwerken).

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 55

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

In qualitativer Hinsicht gelten sinngemäß die Festlegungen der „Eisenbahnplanung End-


zustand“.

A1 Technischer Bericht
Die Fachplanungen sind zu einem Technischen Bericht mit folgenden Inhalten zusam-
menzufassen:
● Zusammenstellung der geotechnischen und hydrogeologischen sowie der hydrologi-
schen Grundlagen (z.B. Regenspenden)
● Mitwirkung an der Festlegung der Abflussbeiwerte
● Übernahme und Zusammenführung der Grundlagen aus EP.22.21 (Wasser – Oberflä-
chenwasser) und EP.22.22 (Wasser – Grundwasser) sowie EP.22.14 (Gewässerökolo-
gie)
● Anlagenbemessungen und Anlagenkonzeption der wasserbaulichen Anlagen unter
Berücksichtigung sämtlich erforderlicher Fachplanungen (z.B. aus EP.11.06 Entwäs-
serung – Planung, EP.22.22)
● Darstellung der Einleitmengen in eine Vorflut ab dem zu definierenden Übergabebau-
werk (Schnittstelle EP.11.06)
● Tabellarische Zusammenstellung der Konsensanträge
● Erhebung der Fremden Rechte und Parteien im Verfahren und Erstellen des Verzeich-
nisses
● Zusammenstellung und Endredaktion sämtlicher Fachbeiträge zu einem „Technischen
Bericht Wasserrechtliche Einreichung“

Anhang zum Technischen Bericht


Bemessung der Anlagen
● Ableitungskanäle ab dem zu definierenden Übergabebauwerk
● Gerinnequerungen
Für Anlagen mit großer Längserstreckung (Kanäle, Ableitungsgräben) sind erforderli-
chenfalls hydrodynamische Berechnungen zu erstellen.

A2 Planunterlagen
Pläne zu den Anlagen sind dem „Infrastrukturprojekt“ Endzustand EP.11.02 bzw. der Ent-
wässerungsplanung EP.11.06 zu entnehmen und dem Einreichprojekt beizulegen.

B Hochwasserabflussberechnungen (querende und angrenzende Gewässer)


Ermittlung der Hochwasserabflüsse von querenden bzw. angrenzenden Gewässern als
Dimensionierungsgrundlage für die Eisenbahnanlage.
Als Ergebnis sind die Hochwasseranschlaglinien bzw. Abflüsse für die Bemessungsereig-
nisse für Bestands- und Ausbauzustand in einem interdisziplinären Prozess zu ermitteln
(HQ/HW100, HQ/HW30 etc.).
Eine wasserrechtliche Genehmigung wird im Zuge des teilkonzentrierten Verfahrens bzw.
des eisenbahnrechtlichen Genehmigungsverfahrens durchgeführt.

C Flussbauliche Maßnahmen
Planung von flussbaulichen Maßnahmen wie z.B. Dämme, Rückhaltebecken, Gerinne
etc.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 56

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die Abgrenzung zur Eisenbahninfrastrukturplanung bzw. Entwässerungsplanung ist in-


sofern gegeben, dass hier Maßnahmen an natürlichen Gewässern geplant werden, wo
hingegen bei der Entwässerungsplanung neue Ableitungsmaßnahmen getroffen werden.
Eine wasserrechtliche Genehmigung wird im Zuge des teilkonzentrierten Verfahrens bzw.
des eisenbahnrechtlichen Genehmigungsverfahrens durchgeführt.

D Kostenberechnung wasserwirtschaftliche Anlagen und Wasserbau


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.
Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

E Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhaltungs-
verantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabeprozessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.06 Geotechnische und Hydrogeologische Planungen


A Geotechnische Unterlagen (gem. EN 1997-1, Kap. 3 „Geotechnische Unterlagen“)
Aufbauend auf den Ergebnissen der Baugrunderkundungsarbeiten (siehe EP.00.06) er-
folgt die Erstellung der geotechnischen Unterlagen in Form von baugeologischen, geo-
technischen und hydrogeologischen Gutachten mit sämtlichen erforderlichen Angaben
zur Einreichplanung. Je nach Umfang der geotechnischen Anforderungen (Geotechni-
sche Kategorien s. EN 1997-1) können die unterschiedlichen Gutachten auch zusam-
mengefasst werden.

A1 Baugeologisches Gutachten
Das Gutachten beinhaltet folgende Unterlagen:
a.) Textteil:
● Überblick über die Geomorphologische Situation und Regionalgeologie, -hydrogeologie
● Überblick über die durchgeführten Baugrunduntersuchungen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 57

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Beschreibung der Ergebnisse der baugeologisch relevanten Feld- und Laboruntersu-


chungen (v.a. Bohrlochgeophysik mit Kamerabefahrung (inkl. Auswertung des Trenn-
flächengefüges), Dünnschliffe, Mineralogie, Kalkgehalt, Tonmineralogie).
● Beschreibung der angetroffenen Baugrundverhältnisse und Lithologien
● Bestimmung der baugeologischen Gesteinseigenschaften (mineralogische Zusam-
mensetzung, Hohlräume (Porosität), Verwitterung/Veränderung, etc.)
● Bestimmung der baugeologischen Gebirgseigenschaften (Geologische Struktur,
Trennflächensituation (Trennflächenabstände, Neigung und Fallrichtung, Abmessung
und Form der Gesteins-, Kluftkörper, Durchgängigkeit, Rauigkeit, Öffnungsweiten,
Kluftfüllungen)
● Beschreibung des Baugrundmodells mit Bestimmung von Gebirgsarten (Schnittstelle
zum Tunnelbau) und ggfs. Gebirgsbereichen
● Hinweis auf vorhandene Auffüllungen, Altablagerungen, Verdachtsflächen (Schnittstel-
le zu Raum Umwelt)
● Beschreibung der Erdbebensituation nach ÖNORM B 1998-1
● Hinweis auf Gasführung bzw. Potential zur Gasführung
● Hinweise auf mögliche geogen bedingte Beeinflussungen der Materialbewirtschaftung
(Sulfate bei Gips/Anhydrit, natürliche Radioaktivität bei Graniten, Sonnenbrenner bei
Basalt, Asbest etc.).
● Angaben zu projektspezifischen Anforderungen wie z.B. Injizierbarkeit des Gebirges,
Mitarbeit bei der Festlegung der Gebirgsverhaltenstypen im Tunnelbau
b.) Anhang:
● Lageplan der Baugrundaufschlüsse (Bohrungen, Rammsondierungen, Schürfe, etc.)
● Baugeologischer Längenschnitt mit projizierten Baugrundaufschlüssen, prognostizier-
te Gebirgsarten/Schichtgrenzen, charakteristische Grundwasserstand-, bzw. Grund-
wasserdrucklinien (aus hydrogeologischen Gutachten), sowie projektspezifisch rele-
vante Informationen. z.B. Tunnelbau (Gebirgsbereiche, Verteilung der Gebirgsarten,
Geologische Einheiten, Gesteine, Gebirgs- und Trennflächensituation, Bergwassersi-
tuation, etc.)
● Ergebnisse der hydrogeologisch relevanten Feld- und Laboruntersuchungen.
● Baugeologische Querschnitte
● Bohrkernaufnahmen- und Bohrlochausrüstung

A2 Hydrogeologisches Gutachten
Das Gutachten beinhaltet folgende Unterlagen:
a.) Textteil:
● Überblick über die Geomorphologische Situation und Regionalgeologie, -hydrogeolo-
gie (aus baugeologischen Gutachten)
● Überblick über Oberflächengewässer, Wasserrechte, Grundwassernutzungen, Brun-
nen, Pegel und weitere Bodenaufschlüsse.
● Aufbereitung, Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse der hydrogeologisch
relevanten Feld- und Laboruntersuchungen (v.a. Ganglinien von Grundwasserstand-
messungen aus Pegeln und Brunnen, sowie Wasserstandmessungen von Oberflä-
chengewässer, Versickerungsversuche, Tracerversuche, Durchlässigkeitsversuche,
Betonaggressivität und Versinterungsneigung der relevanten Grundwässer, Grund-
wasserqualität (Schnittstelle zu Raum Umwelt)).

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 58

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Beschreibung des Baugrundmodells in Hinblick auf hydrogeologisch-relevante Infor-


mationen (z.B. Durchlässigkeiten von Grundwasseraquifere –stauer und Deckschich-
ten, Grundwasserstockwerke, charakteristische Grundwasserstand- bzw. Grundwas-
serdrucklinien, gespannte Grundwässer, prognostizierter Grund- bzw. Bergwasseran-
fall)
● Hinweis auf vorhandene Grundwassernutzungen und mögliche Beeinträchtigungen
(Schnittstelle zu Raum Umwelt)
● Hinweis auf erforderliche Grundwasserhaltungsmaßnahmen
● Hinweis auf erforderliche wasserrechtliche Genehmigungen (z.B. Einleitung in Vorflu-
ter)
b.) Anhang:
● Lageplan der relevanten Baugrundaufschlüsse (Bohrungen, Schürfe, Pegel, etc.) und
Grundwassernutzungen (Feld- und Hausbrunnen, Schon- und Schutzgebiete, etc.),
sowie Isohypsen des relevanten Grundwassers
● Ergebnisse der hydrogeologisch relevanten Feld- und Laboruntersuchungen.
● hydrogeologischer Längenschnitt mit projizierten Baugrundaufschlüssen, prognosti-
zierte Gebirgsarten/Schichtgrenzen (aus baugeologischen Gutachten), charakteristi-
sche Grundwasserstand-, bzw. Grundwasserdrucklinien (charakteristischer seltener
Wasserstand bzw. Grundwasserdruck SGW, charakteristischer quasi-ständiger Was-
serstand bzw. Grundwasserdruck QGW, charakteristischer Bauwasserstand bzw.
Grundwasserdruck BGW, charakteristischer außergewöhnlicher Wasserstand bzw.
Grundwasserdruck AGW), sowie projektspezifisch relevante Informationen. z.B. Tun-
nelbau (prognostizierte Wasserzutritte im Ortsbrustbereich, prognostizierte Wasserzu-
tritte nach Fertigstellung des Tunnels etc.)
● Ganglinien

A3 Geotechnisches Gutachten
Das Gutachten beinhaltet folgende Unterlagen:
a.) Textteil:
● Überblick über die Geomorphologische Situation und Regionalgeologie, -hydrogeolo-
gie (aus baugeologischen Gutachten)
● Überblick über die durchgeführten Baugrunderkundungsarbeiten
● Beschreibung des Baugrundmodells mit Bestimmung von Gebirgsarten (Schnittstelle
zum Tunnelbau) und ggfs. Gebirgsbereichen (aus baugeologischen Gutachten)
● Aufbereitung, Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse der geotechnisch-rele-
vanten Feld- und aller Laboruntersuchungen (z.B. Dilatometer, Standard Penetration
Test, Scherversuche, Kompressionsversuche, Druckversuche, Kornverteilung, Was-
sergehalt, Plastizitätsgrenzen nach Atterberg, Durchlässigkeitsversuche, Abrassivi-
tätsindex Cerchar, Dünnschliffe, Mineralogie etc.)
● Festlegung von Gesteins- und Gebirgskennwerten für die einzelnen Gebirgsarten
(Schnittstelle zu Tunnel- bzw. Objektplaner).
● Hinweis auf Veränderungspotential und potentielle Änderungen der Gesteinseigen-
schaften (Verklebungspotential, Verbreibarkeit etc.) infolge der Aushub-, Ausbruchme-
thode und Materialtransport (v.a. bei veränderlich festen Gesteine)
● Hinweis auf geotechnische Verwertbarkeit des Aushub- bzw. Ausbruchmaterials.
● Angaben zu projektspezifischen Anforderungen wie z.B. Fundierungsempfehlungen,
Spitzendruck- und Mantelreibung samt Pfahlspezifikation (Großbohrpfahl, GEWI) bei
Tiefgründung, Einbindung von Spundwänden, Bodenauswechselungen, Baugruben-

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 59

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

sicherungen, Böschungsneigungen, Bodenverbesserungsmaßnahmen, Vorlastschüt-


tungen, Materialbewirtschaftung bzw. –disposition, Mitarbeit bei der Festlegung der
Gebirgsverhaltenstypen im Tunnelbau.
b.) Anhang:
● Bohrkernaufnahmen- und Bohrlochausrüstung (aus baugeologischen Gutachten)
● Fotodokumentation Bohrkerne, Schürfe etc.
● Ergebnisse aller Feld- und Laboruntersuchungen. (ggfs. aus baugeologischen bzw.
hydrogeologischen Gutachten.)

B Geotechnische Planungen (Boden- und Felsmechanische Planungen)


● Die Geotechnische Planungen haben auf die fachspezifischen Gutachten (baugeolo-
gische, geotechnische und hydrogeologische Baugrundverhältnisse, Kennwerte, etc.)
aufzubauen, wobei die Angaben seitens des geotechnischen Planers auf Plausibilität
zu prüfen sind.
● Geotechnische Planungstätigkeiten umfassen den Entwurf, die Berechnung, die Be-
messung und die Planung von Objekten und Erdbauten, welche nicht von den fach-
spezifischen Planungen abgedeckt werden.

Übersicht:
Fachspezifische Geotechnisch- und hydrogeologisch relevante Elemente:
Planungen:
Tunnelbau Aushub/Ausbruch und Sicherung der Voreinschnitte,
(geschlossene mit und Tunnel, Stollen, Schächte, Kavernen
ohne offene Bauweise)
Tunnelbau (nur offene Baugrubensicherungsmaßnahmen
Bauweise)
Kunstbauten/Brücken- Baugrubensicherungsmaßnahmen, Fundierungen
bau Herstellung Bohrpfahlwände, Schlitzwände, Stütz- und
Futtermauern etc.
Böschungs- und Baugrubensicherungsmaßnahmen
Streckenplanung Dämme und Einschnitte, Böschungssicherungen, -nei-
gungen (Steinsätze, Steinrippen, bewehrte Erde, Geo-
textil etc.)
Wasserbau Böschungs- und Baugrubensicherungsmaßnahmen
Einbauten Baugrubensicherungsmaßnahmen

● Wahl der Sicherungsmethode nach wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen As-


pekten, Verweis auf Baugrubenrichtlinie

C Hydrogeologische Planungen
Die hydrogeologischen Planungen haben auf die fachspezifischen Gutachten (baugeo-
logische, geotechnische und hydrogeologische Baugrundverhältnisse, Kennwerte etc.)
aufzubauen, wobei die Angaben seitens des hydrogeologischen Planers auf Plausibilität
zu prüfen sind.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 60

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Wasserhaltungsmaßnahmen
● Abschätzung des Umfanges der Wasserhaltung (welche Abschnitte bzw. Baugruben,
anfallende Pumpmengen, Einflussbereich der Wasserhaltung)
● Festlegung der Art der Wasserhaltung (offene Wasserhaltung, Wasserhaltung mittels
Brunnen – vertikal bzw. horizontal, Vakuumfilterlanzen etc.)
● Festlegung der Verbringung des Pumpwassers (Einleitung, Versickerung, Verrieselung
etc.)
● Dimensionierung der Wasserhaltungseinrichtungen (Brunnendurchmesser, Filter etc.)
● Festlegung etwaiger Nachsorgemaßnahmen für die Verbringung des Pumpwassers
(Absetzanlagen, Reinigungsanlagen etc.)

Reduktionsmaßnahmen bzw. Grundwasserkommunikationsanlagen


● Abschätzung der Notwendigkeit und ggf. Situierung von Grundwasserkommunikati-
onsanlagen (z.B. Horizontalfilterbrunnen mit Dükerung zur Vermeidung von Stau- bzw.
Sunkeffekten)
● Dimensionierung der Grundwasserkommunikationsanlagen und Abschätzung der Aus-
wirkungen
● Festlegung etwaiger Reduktionsmaßnahmen gegen negative Auswirkungen des Bau-
werkes auf den Grundwasserhaushalt (z.B. Kiesfenster, Schlitzwandfenster, Dichtrie-
gel bei Künetten etc.)
● Systempläne für Grundwasserkommunikationsmaßnahmen (Schnitte + Lageplan) in
geeignetem Maßstab

Entwässerungsanlagen
● Festlegung von Kennwerten für Entwässerungsanlagen (z.B. Durchlässigkeitsbeiwert
für Versitz- bzw. Versickerungsbecken)

D Bearbeitungsprozess
● Die Leistungen zur Bestandserhebung, Definition des Erkundungsbedarfs (Erkun-
dungsziele), Planung der Erkundungsmaßnahmen samt Mengenermittlung und Spe-
zifikation, Mitwirkung an Ausschreibung und Vergabe sowie Ausführung (Dritt AN für
Erkundungen) fachliche Betreuung / ÖBA sind in EP.00.06 festgelegt. Als Ergebnis
werden aus der Analyse und Auswertung dieses Leistungsteils Bohrprofile, Listen mit
Versuchsergebnissen (Feld- und Labor) erwartet.
● Die geologisch-geotechnischen Planungen setzen auf diesen Erkundungsdaten auf
und finden in enger Zusammenarbeit mit dem Planer (Tunnel, konstruktiver Planer,
Streckenplaner etc.) statt – Einflussbereich, Trassenführung, Objektlage, Bauzustän-
de, Lastannahmen etc.
● Alle hydrogeologischen Planungstätigkeiten finden in enger Abstimmung mit den Fach-
planern (Strecken-, Objekts- und Entwässerungsplaner) und dem AG statt. Die Ergeb-
nisse der hydrogeologischen Planungstätigkeiten fließen in die jeweiligen Planungen
(Strecke, Objekte bzw. Entwässerung) und deren planliche Darstellungen ein.
● Die Bearbeitungen erfolgen zeitnah, parallel und eng interdisziplinär vernetzt mit der
Ausarbeitung des Einreichprojektes um eine frühzeitigen Input von ggf. erforderlichen
zusätzlichen bauliche Maßnahmen in die technische Planung zu gewährleisten bzw.
die Bauabläufe im Hinblick auf die Wasserhaltungserfordernisse optimieren zu kön-
nen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 61

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.12.07 Deponieplanung
(Platzhalter)

EP.12.08 Bahnbetriebliche Planung


Aufbauend auf die Grundlagen des Betriebskonzepts sind im Zuge der Planungsphase
folgende Punkte in einem interaktiven Prozess zu erarbeiten:
● „Baubetriebsplanung“
Mitwirkung an der Bauablaufplanung und Ausarbeitung der betrieblichen Randbedin-
gungen
● Sicherheitsanforderungen
Ermittlung der Sicherheitsanforderungen
● Volkswirtschaftliche Betrachtung
Darstellung der Verwirklichung des Bauvorhabens für die Öffentlichkeit

EP.12.09 Planung Leit- und Sicherungstechnik


A Technischer Bericht Sicherungstechnik (Bau- und Betriebsphase):
● Grundlagen und allgemeine Erklärungen
● Allgemeine Informationen
– Zweck
– Strecken- bzw. Standortdarstellung samt Darstellung des Bestandes, des Vorha-
bens und ggf. weiterer Ausbauziele (Kontextprojekte)
– Inbetriebsetzungsphasen
– Betriebsprogramm und Bauprogramm (meistens Hinweis auf die entsprechenden
Projektunterlagen)
– Die zugrunde liegenden Geschwindigkeiten und Neigungen
– Abweichungen von Rechtsvorschriften oder technischen Richtlinien
– Angaben über die zur Zugabfertigung erforderlichen Einrichtungen
– Angaben über vernetzte Betriebsanlagen in Hinblick auf allfällige Schnittstellen zur
Eisenbahnsicherungsanlage
– Angaben zur Erfüllung der Sicherheitsanforderungen
– Darstellung von Besonderheiten
– Die zugrunde gelegten Gesetze, Verordnungen, Normen, Richtlinien
● Stellwerksebene
– Beschreibung des Stellwerks
– Zusammenspiel mit örtlich bereits vorhandenen Sicherungsanlagen
– Zusammenspiel mit Betriebsstellen innerhalb der Sicherungsanlage
– Zusammenspiel mit benachbarten Sicherungsanlagen/Betriebsstellen
– Zusammenspiel mit einbezogenen Eisenbahnkreuzungssicherungsanlagen
– Notstromversorgung
● Bedienung und Unterbringung der Sicherungsanlage
– Arbeitsplatz
– Zusatztechniken
– Örtliche Unterbringung
– Beschreibung, Stationierung, Dimensionierung und Ausstattung der Technikräume
● Gleisfreimeldeeinrichtungen und Zugbeeinflussungssysteme
● Arbeitsstellensicherungsanlagen
● Störfallkonzept mit Angaben betreffend Notfahrprogramm
● Instandhaltungskonzept
● Maßnahmen zum Arbeitnehmerschutz

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 62

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Anlagen zum Technischen Bericht


– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen und Lageplänen

B Technischer Bericht Leittechnik (Bau- und Betriebsphase):


● Grundlagen und allgemeine Informationen
– Zweck
– Strecken- bzw. Standortdarstellung samt Darstellung des Bestandes, des Vorha-
bens und ggf. weiterer Ausbauziele (Kontextprojekte)
– Inbetriebsetzungsphasen, Releaseplanung
– Abweichungen von Rechtsvorschriften oder technischen Richtlinien
– Angaben über vernetzte Betriebsanlagen in Hinblick auf Schnittstellen zu ARAMIS
und Zuglaufcheckpoints
– Angaben zur Erfüllung der Sicherheitsanforderungen
– Maßnahmen zum Arbeitnehmerschutz
– Darstellung von Besonderheiten
– Die zugrunde gelegten Gesetze, Verordnungen, Normen, Richtlinien
● ARAMIS
– Beschreibung der durch das Projekt verursachten Änderungen am Gesamtsystem
ARAMIS.
– Zusammenspiel mit der örtlichen Sicherungsanlage
– Zusammenspiel mit anderen, im Projekt beinhalteten, technischen Systemen.
● Bedienung und Unterbringung der zentralen Komponenten
– Arbeitsplatzgestaltung
– Örtliche Unterbringung
– Beschreibung, Stationierung, Dimensionierung und Ausstattung der Technikräume
– Notstrom- und USV-Anlagen
– Instandhaltungskonzept
● Zuglaufcheckpoints
– Örtliche Situierung und Art der eingesetzten Sensoriken
– Zusammenspiel mit ARAMIS und Auswirkungen von kritischen Alarmen
– Zusammenspiel mit Sicherungsanlagen
● Anlagen zum TB
– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen und Lageplänen

C Kostenberechnung Leit- und Sicherungstechnik


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 63

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-


rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

D Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.10 Planung Telekomanlagen (TK)


A Technischer Bericht (Bau- und Betriebsphase)
● Grundlagen und allgemeine Informationen
● Kabelwege mit Kabelanlagen
● Datennetz
● TK-Anlagenräume
– Beschreibung, Stationierung, Dimensionierung und Ausstattung der Technikräume
– Zutrittskontrollen
– Raumüberwachungsanlagen
● Brandmeldeanlagen
● Ortsfeste Kommunikationseinrichtungen (z.B. Betriebsfernsprechanlagen, Geschäfts-
fernsprechanlagen)
● Reisendeninformationssysteme (z.B. Bahnsteigeinrichtungen)
● Funkanlagen und Funkmaste
● Videoanlagen
– Beschreibung der Videoanlagen
– Datenbank (Server)
● Übertragungstechnik
● Luftstromüberwachungsanlagen
● Anlagen zum TB
– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen und Lageplänen

B Kostenberechnung Telekomanlagen
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 64

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

C Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.11 Planung Oberleitungsanlagen


A Technischer Bericht (Bau- und Betriebsphase)
● Grundlagen und allgemeine Informationen
● Allgemeine Beschreibungen
– Ausführung der Oberleitungsanlage
– Oberleitungsmaste
– Kunstbauten
– Schalter und Schaltgerüste
– Rückleiter
– Elektromagnetische Felder (Grundlagen für die Beurteilung)
● Projektkontext
– Strecken- bzw. Standortdarstellung samt Darstellung des Bestandes, des Vorha-
bens und ggf. weiterer Ausbauziele
– Inbetriebsetzungsphasen (falls erforderlich)
● Projektbeschreibung (mit Hinweisen auf die grafischen Darstellungen in den Anlagen)
– Ausrüstung
– Oberleitungstypen
– Angabe zu den Komponentenbescheinigungen
– Hauptkabelwege
– Oberleitungsmastgassen, Identifikation und Definition kritischer Bereiche
– Oberleitungsschaltbild
– Prinzip der Fernwirktopologie (z.B. Ortsfernsteuerung, regionale Leitstelle)
– Aussagen zur übergeordneten Stromversorgung
– Stationierung und Dimensionierung der Schaltgerüste bzw. Kavernen
– Stationierung und Dimensionierung der Technikräume/Technikgebäude
– Definition von Anforderungen an Unterwerke
– Stationierung und Dimensionierung von Unterwerken (falls erforderlich, für Unter-
werke werden in der Regel eigene Projektteile erstellt, siehe EP.12.13 Planung
Bahnstromversorgung)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 65

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Angaben für die Interoperabilitätsprüfung des Teilsystems Energie (mit Hinweis auf
Anlagen)
● Hinweise für die Ausführung und Angaben für die Betriebsführung und Instandhaltung
● Anlagen zum TB
– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen, Lageplänen und Schnittzeichnungen, Nachweisfüh-
rungen
– SFE-Schemaplan
– SFE-Lageplan
– Übersichtsschaltbild
– Regelquerschnitte und maßgebende Querprofile
– Frequenz- und Spannungshaltung
– Zugfahrt- und Lastflusssimulation
– Koordination des elektrischen Schutzes, Nutzbremsung
– Maximaler Anfangskurzschlussstrom
– Betriebsführung der Energieversorgung bei Gefahr
– (nur bei Bedarf, z.B. in kritischen Bereichen: Oberleitungslageplan, Mast- und
Leitungsverzeichnis)

B Kostenberechnung Oberleitungsanlagen
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

C Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 66

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.12.12 Planung 50-Hz-Anlagen (Elektro, Stark- und Schwachstrom)


A Technischer Bericht (Bau- und Betriebsphase)
● Grundlagen und allgemeine Informationen
● Energieversorgung (Mittelspannungsversorgung/Trafos)
– Stromversorgung
– Aufbau der Stationen
– Leistungsbilanz
– Trafolüftung
– Trafostationen
● Niederspannungshauptverteilung
● Elektroinstallation
● Weichenheizungsanlagen
● Zugvorheizanlagen
● Installationen für TK, Video, Fernwirkanlagen etc.
● Prinzip der Fernwirktopologie
– Differenzierungen bzgl. Überwachung und Überwachung/Steuerung
– Aussage über Notrufeinrichtungen und Videoüberwachungen bei Aufzügen, Roll-
treppen etc.
● Beleuchtung
● Erdung, Blitzschutz
● Prüfungen im Zuge des Ausbaus und der Inbetriebnahme
● Anlagen zum TB
– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen, Lageplänen, Grundrissen und Schnittzeichnungen

E Kostenberechnung 50-Hz-Anlagen
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheits-anforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

F Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 67

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-


tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.13 Planung Bahnstromversorgung


A Bahnstromleitungen (E)
● Technischer Bericht (Bau- und Betriebsphase)
– Schematische Darstellung des Bahnstromversorgungskonzepts
– Prinzip der Bahnstromversorgungsanlage (Spannung, Frequenz, Freileitung/Kabel,
wenn notwendig Kraftwerk/Umrichterwerk
– Größenordnung des Flächenbedarfs für notwendiges Kraftwerk/Umrichterwerk
– Beschreibung der Ausführungsform (Leistungsaufbringung, Querschnitte, Übertra-
gungsfähigkeit, Leiteranordnung etc.)
● Anlagen zum TB
– Übersichtsdarstellungen von relevanten Bereichen, Standorten und Anlagenteilen
in Form von Schemaplänen, Lageplänen, Grundrissen und Schnittzeichnungen,
Längenschnitte

B Unterwerk einschließlich Hochbauplanung


● Technischer Bericht:
– Allgemeine Beschreibung
– Projektkontext
– Projektbeschreibung
– Technische Beschreibung
– Allgemeines
– Elektrotechnische Beschreibung
– Bautechnische Beschreibung
● Angaben für die Interoperabilitätsprüfung des Teilsystems Energie
● Pläne:
– Grundriss
– Schnitte
– Ansichten

C Kostenberechnung Bahnstromversorgungsanlagen
Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 68

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-


menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

D Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.14 Planung Maschinentechnische Anlagen


A Planung Aufzugsanlagen und Fahrtreppen
Bericht inkl. Nachweis der ausreichenden Dimensionierung der Bauwerke, in die die An-
lagen eingebaut werden sollen.

B Planung Hebe- und Umschlagseinrichtungen


(Kräne, Förderanlagen, Autoverladeeinrichtungen etc.)
Bericht inkl. Nachweis der ausreichenden Dimensionierung der Bauwerke, in die die An-
lagen eingebaut werden sollen.

C Planung Druckluftstationen
● Bericht
● Versorgungsschema
● Lageplan

D Planung Schiebebühnen, Brückenwaagen und sonstige Anlagen im Schie-


nenbereich
Bericht inkl. Nachweis der ausreichenden Dimensionierung der Bauwerke, in die die An-
lagen eingebaut werden sollen.

E Planung sonstige Anlagen


Bericht inkl. Nachweis der ausreichenden Dimensionierung der Bauwerke, in die die An-
lagen eingebaut werden sollen.

F Kostenberechnung Maschinentechnische Anlagen


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 69

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

G Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.15 Planung Feste Fahrbahn (Oberbau)


Die oberbautechnisch relevanten Spezifikationen sind grundsätzlich in den technischen
Planungsgrundlagen (EP.00.03) enthalten und im Infrastrukturprojekt planerisch im erfor-
derlichen Umfang nach den nachfolgend angeführten Grundsätzen umzusetzen.
Auf Basis der Strecken- und Objektplanungen ist die Festlegung bezüglich des Ober-
bausystems vorzunehmen. Dabei sind auch die Belange des Lärm-, Erschütterungs- und
Sekundärschallschutzes zu beachten. Eine Abklärung hinsichtlich Sicherheitsbelange –
Oberbausystem mit oder ohne Eindeckung – ist durchzuführen (Abstimmung mit z.B.
Tunnelsicherheitsdokumentation etc.).
Erforderliche gutachterliche Bearbeitungen in den Fachbereichen Lärm, Erschütterungen
und Sekundärschall sowie Geotechnik (z.B. Setzungsprognosen) sind beizustellen.

Unterlagenumfang:
A Technischer Bericht
● Kurzfassung
● Aufgabenstellung
● Grundlagen
● Technische Beschreibung (Trassierung, Systemlängen und Übergangsbereiche,
Grundkonzeption, konstruktive Durchbildung, Entwässerungskonzept, Erdungskon-
zept, Einbautenkonzept)

B Oberbauberechnungen inkl. Übergangsbereiche


(bei Masse-Feder-Systemen Vorstatik und dynamische Auslegungsberechnungen; bei
Brücken inkl. SAZ-Vordimensionierung und Berücksichtigung der Interaktion)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 70

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Übersichtspläne
(Lagepläne und Längenschnitte mit Trassierungsdaten, Geschwindigkeits- und Überhö-
hungsbändern) mit Oberbausystemen und Übergängen zwischen den unterschiedlichen
Systemen

D Befahrbarkeitsschemaplan
(Lageplan mit Prinzipquerschnitten z.B. für Begegnungsbereiche)

E Regelquerschnitte für alle Oberbauformen


(Feste Fahrbahn und Übergangsbereiche: Schotter, Feste Fahrbahn, Masse-Feder-Sys-
tem, Befahrbarkeitsbereiche etc.), M = 1:25

F Querschnitte mit max. Überhöhungen, M = 1:25

G Erdungsschemapläne, M = 1:10 bis 1:25

H Entwässerungsschemapläne, M = 1:25

I Übergangskonstruktionsentwurfspläne, M = 1:25

J SAZ-Schemapläne
(allenfalls Regelpläne) Komponentenpläne (z.B. FF Gleistragplatten, Sonderstützpunkte
etc.), M = 1:10 bis 1:25

K Kostenberechnung Feste Fahrbahn (Oberbau)


Kostenberechnung auf Basis der Vorgaben des Auftraggebers und auf Basis der Projekt-
struktur (die Projektstruktur ist von der Gesamtkoordination mit dem Auftraggeber abzu-
stimmen und festzulegen). Die Ermittlungen sind übersichtlich und nachvollziehbar zu
dokumentieren.

Arbeitsschwerpunkte:
● Ermittlung von Massen, Fixierung von Einheitspreisen, Unberücksichtigtes ansetzen,
Risiko (1. Einschätzungsebene) ansetzen – auch unter Berücksichtigung der bahnbe-
trieblichen Planungen (Stichworte „Baubetriebsplanung“, „Sicherheitsanforderungen“)
● Zeitliche Verteilung der ermittelten Kosten über den Bauablauf als Grundlage für die
Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses
● Das Ergebnis der Kostenberechnung im entsprechenden Fachbereich samt den Rah-
menbedingungen und den Begründungen für die in der Kostenberechnung verwende-
ten Ansätze ist in Form eines Berichts (Fachplanungsberichts) zu dokumentieren
● Erstellen der Abweichungsanalyse, falls sich im Zuge des Planungsfortschritts Ände-
rungen gegenüber vorangegangenen Kostenermittlungen ergaben

L Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 71

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-


tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen

EP.12.16 Landschaftsplanung
Für die Leistungserbringung ist die jeweils aktuelle Fassung der RVS 04.05.12 „Umwelt-
Maßnahmen“ anzuwenden.

A Integrierte Maßnahmenplanung
Es sind die sektoralen Maßnahmen der einzelnen Fachbeiträge zu einer fachübergreifen-
den Maßnahmenplanung zusammenzuführen.
Die Maßnahmenplanung erfolgt je nach Verfahrenstyp bzw. Verfahrensphase in unter-
schiedlicher Detaillierung.
Z.B. Teilkonzentriertes UVP-Verfahren (gemäß UVP-G § 23a, b, § 24): Integrierte Maß-
nahmenplanung in der UVE und Detaillierung der Maßnahmenplanung in den nachge-
schalteten „Materienverfahren“ oder konzentriertes UVP-Verfahren mit bereits detaillierter
Darstellung der Maßnahmen in der UVE.
Grundsätzlich ist zwischen
● Vermeidungsmaßnahmen
● Verminderungsmaßnahmen
● Ausgleichsmaßnahmen
● Ersatzmaßnahmen
● Schutzmaßnahmen und
● Gestaltungsmaßnahmen
zu unterscheiden.

B Erstellung eines Technischen Berichts


Erstellung des Maßnahmenberichts (Maßnahmenblätter mit Beschreibung der Maßnah-
men) inkl. aller erforderlichen Pläne (Lagepläne, charakteristische Querschnitte, Ansichts-
skizzen, Systemschnitte) im geeigneten Maßstab sowie Massenermittlungen. Bilanzie-
rung von Eingriffsausmaß- und Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahmen.

C Kostenermittlung
Abschätzung der zu erwartenden Kosten für Umwelt-Maßnahmen für Flächensicherung,
Herstellung und Erhaltung als Beitrag zur Kostenplanung des Gesamtprojekts

D Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Gutachtern gem. § 31a EisbG und den Behör-
densachverständigen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 72

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.20 Bereich „Raum/Umwelt – Koordination“


EP.20.01 Koordination Raum und Umwelt
● Führung der Koordinationsgruppe Raum/Umwelt unter Einbeziehung der erforderli-
chen Mitglieder des Planungsteams sowie der erforderlichen Ersteller von direkten und
indirekten Beiträgen zur Vervollständigung der Einreichoperate (interne und externe
Teammitglieder des Auftraggebers); Durchführung von Besprechungen sowie entspre-
chender Dokumentation der Ergebnisse und aktuellen Maßnahmenliste; Urgenz der
durchzuführenden Maßnahmen.
● Projektspezifische Anpassung der Schnittstellen zwischen den Umweltfachplanungen
bzw. Untersuchungen
● Mitwirkung bei der Bestimmung der Genehmigungstatbestände und den sich hieraus
ergebenden Behördenverfahren
● Im Falle eines Vorhabens entsprechend UVP-G Anhang 1, Spalte 3 ist eine Einzelfall-
prüfung durchzuführen, abhängig vom Schutzziel sind entsprechende fachspezifische
Beiträge zu koordinieren und zusammenzuführen
● Definition, Einbringen, Abstimmen und Fortschreiben der erforderlichen Beiträge zum
Einlagenverzeichnis des/der vollständigen Einreichoperats/Einreichoperate
● Management von Daten- und Projektunterlagen (Kontrolle der formalen Vorgaben und
Freigabe der Unterlagen der Fachbereiche zur Verteilung über eine zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform)
● Änderungsmanagement (Verfolgung und Dokumentation von maßgeblichen Änderun-
gen von Plan- und Berichtsinhalten)
● Mitwirkung bei der Projektvorstellung und Präsentation des Planungsstandes vor Be-
hörden, Gutachtern, Sachverständigen und Benannten Stellen
● Inhaltliche Abstimmung der einzelnen Raum/Umwelt-Untersuchungen und Planungen
und Zusammenführen bzw. Integration dieser zu einer integralen Gesamtaussage über
die Umweltverträglichkeit (EP.21).
● Inhaltliche Abstimmung der einzelnen Raum/Umwelt-Untersuchungen und Planungen
mit den technischen Fachplanungen sowie dem Infrastrukturprojekt (EP.11)
● Mitwirkung bei der Zusammenführung aller Unterlagen für das Einreichoperat; Voll-
ständigkeitsprüfung der Unterlagen für die Freigabeprozesse des AG und für die Be-
gutachtungen
● Mitwirkung bei der Erstellung und Zusammenführung der materienrechtlichen Einreich-
unterlagen, deren fachliche Inputs seitens der entsprechenden Umwelt-Fachbereiche
erstellt werden (z.B. naturschutzrechtliche, forstrechtliche Einreichunterlagen, Beiträ-
ge zu wasserrechtlichen Einreichunterlagen); Vollständigkeitsprüfung der Unterlagen
für die Freigabeprozesse des AG und für die Begutachtungen
● Koordination der Begutachtungsprozesse inkl. Durchführung des Verbesserungsma-
nagements und Dokumentation der Verbesserungen in einem integralen Dokument
(Tabellenform) in Abstimmung mit der Koordination „Infrastrukturprojekt“ EP.10.01 (fe-
derführende Bearbeitung ist abhängig von der Art des Genehmigungsverfahrens und
ist in Abstimmung mit dem AG festzulegen):
– Gutachter nach § 31a EisbG (z.B. Lärm, Erschütterung, EMF)
– Behördensachverständige (z.B. UVP-Gutachter)
● Mitwirkung bei der Eingabe und der laufenden Verwaltung der Projektunterlagen in
einer zentralen, elektronischen Projektdatenplattform

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 73

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Betreuung während der Genehmigungsverfahren und der behördlichen Auskunftser-


teilungen sowie der Verbesserungsaufträge inkl. Durchführung des Verbesserungs-
managements und Dokumentation der Verbesserungen in einem integralen Dokument
(Tabellenform) in Abstimmung mit der Koordination „Infrastrukturprojekt“ EP.10.01 (fe-
derführende Bearbeitung ist abhängig von der Art des Genehmigungsverfahrens und
ist in Abstimmung mit dem AG festzulegen)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 74

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.21 Bereich „Raum/Umwelt – Untersuchungen und Gesamtaussage“


Integrale Gesamtaussage zur Umweltverträglichkeit des Infrastrukturprojektes, inkludiert
sämtliche Teilaussagen der einzelnen Umweltfachbereiche.

EP.21.01 Zusammenfassung der Raum- und Umwelt-Untersuchungen


Im Fall eines UVP-pflichtigen Vorhabens sind zusätzlich zu den Leistungen aus EP.20
folgende Unterlagen zu erstellen:

A UVE-Konzept
Erstellung eines UVE-Konzepts als Grundlage für das UVP-Vorverfahren in Abstimmung
mit den Planungsleistungen „Infrastrukturprojekt“ und den sektoralen Umweltuntersu-
chungen mit folgendem Inhalt:
● Erstellung der Struktur des UVE-Konzepts und Formulierung der inhaltlichen Beitrags-
vorgaben an die Planungsleistungen „Infrastrukturprojekt“ und die sektoralen Umwelt-
untersuchungen
● Darstellung der Grundzüge des Vorhabens, der vorgesehenen Struktur der Umwelt-
verträglichkeitserklärung (UVE) und des vorgesehenen Bewertungsschemas für pro-
jektbedingte Umweltauswirkungen
● Abgrenzung des inhaltlichen Untersuchungsrahmens in Form einer Relevanzmatrix
● Zusammenstellung des UVE-Konzepts auf Basis der seitens der Planungsleistungen
„Infrastrukturprojekt“ und der Umweltuntersuchungen übermittelten methodischen Bei-
träge (Begründung der Umweltrelevanz, Untersuchungsraum, normative Grundlagen
und Untersuchungsmethodik)

B Umweltverträglichkeitserklärung
Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung gemäß § 6 Abs. 1 UVP-G 2000 mit folgen-
dem Inhalt:
● Vorhabenbeschreibung: Angaben zu Trassenführung/Standort, Baumaterialbilanz und
Energiekonzept aus den Planungsleistungen „Infrastrukturprojekt“ sowie Angaben der
zu erwartenden Rückstände und Emissionen aus den Umweltuntersuchungen, Klima-
konzept aus der Klima-Untersuchung
● Andere geprüfte Lösungsmöglichkeiten: Verwendung der entsprechenden Angaben zu
untersuchten Trassen-/Standortvarianten aus dem Vorprojekt, Zusammenfassung der
Ausführungen betreffend das Unterbleiben des Vorhabens (Nullvariante) aus den Um-
weltuntersuchungen
● Beschreibung des Ist-Zustands der Umwelt-Schutzgüter gemäß § 1 Abs. 1 Z 1 auf
Basis der entsprechenden Bestandsbeschreibungen aus den Umweltuntersuchungen
● Methodik: auf Basis der Methodenbeschreibungen der Umweltuntersuchungen
● Umweltauswirkungen des Vorhabens: Auswirkungsanalysen für Bau- und Betriebs-
phase auf Basis der Umweltuntersuchungen, gegliedert nach Schutzgütern gemäß § 1
Abs. 1 Z 1 UVP-G 2000 i.d.g.F.
● Maßnahmen, mit denen wesentliche nachteilige Auswirkungen des Vorhabens auf die
Umwelt vermieden, eingeschränkt oder ausgeglichen werden: auf Basis der jeweiligen
Angaben in den Umweltuntersuchungen
● Maßnahmenplan zur Verortung der im Maßnahmenkapitel (s. oben) beschriebenen
Maßnahmen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 75

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Allgemein verständliche Zusammenfassung der UVE


● Auflistung der bei der Erstellung der Planungen, der Umweltuntersuchungen und der
UVE allfällig aufgetretenen Schwierigkeiten
● Hinweis auf allfällig durchgeführte Strategische Umweltprüfungen (SUP bzw. SP-V)
mit Bezug zum Vorhaben

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 76

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22 Bereich „Raum/Umwelt – Fachbeiträge“


Die nachfolgende Aufstellung der LB-Fachberichte bezieht sich nur auf UVP-pflichtige
Projekte.
Für folgende Projekttypen sind gesonderte Festlegungen aufbauend auf das vorliegende
Leistungsbild zu treffen:
● Nur nach EisbG genehmigungspflichtige Projekte (RU-Untersuchungen im Rahmen
EBEV-Bericht)
● Unterschiedliche inhaltliche Untersuchungsrahmen/Untersuchungstiefe abhängig vom
Projektumfeld: städtischer <> ländlicher Bereich, vorhandene Schutzgebiete (Natura
2000, Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete etc.)

EP.22.00 Allgemeine Tätigkeiten (seitens aller Fachberichtersteller erforderlich)


A Aufgaben:
● Fachspezifische Definition des Untersuchungsrahmens (räumlich, inhaltlich)
● Eigenständige Erhebung/Auswertung verfügbarer fachspezifischer Bearbeitungs-
grundlagen
● Mitwirkung bei der Erstellung des UVE-Konzepts (Ausarbeitung fachspezifischer In-
puts)
● Plausibilitätsprüfung korrespondierender Fachberichte vor Datenübernahme
● Darstellung Auswirkungen für die Bau- und Betriebsphase sowie der Nullvariante
● Mitwirkung bei der Erstellung der UVE (Ausarbeitung fachspezifischer Beiträge)
● Behandlung von Stellungnahmen, Anfragen etc. seitens Dritter (Sachverständiger,
Parteien, mitwirkender Behörden, Interessengruppen etc.)
● Fachliche Mitwirkung und Aufarbeitung von behördlichen Verbesserungsaufträgen
● Fachliche Mitwirkung an der Erteilung von Auskünften an die UVP-Behörde
● Prüfung von Auflagenvorschlägen aus UVP-Teilgutachten bzw. UVP-Gutachten auf
Widersprüchlichkeiten, Angemessenheit, Kosten- und Zeitrelevanz
● Prüfung Auflagenkatalog aus UVP-Bescheid auf Widersprüchlichkeiten, Angemessen-
heit, Kosten- und Zeitrelevanz

B Termine und Besprechungen:


● Erstellung von Präsentationsunterlagen für interne und externe Besprechungen
● Aufbereitung von Plandarstellungen, Grafiken und Texten sowie sonstiger Unterlagen
für Präsentationszwecke und Ausstellungen
● Teilnahme an erforderlichen Abstimmungsgesprächen mit anderen Fachbereichen
● Teilnahme an Planungsbesprechungen (themenbezogene Abstimmungsbesprechun-
gen, Planungsteambesprechungen)
● Teilnahme an erforderlichen Abstimmungsbesprechungen mit Sachverständigen und
Behördenvertretern
● Vorbereitung und Mitwirkung an Informationsveranstaltungen (Planungsausstellun-
gen, Bürgerinformationsveranstaltungen, runde Tische, Gemeindeforen etc.)
● Vorbereitung und Teilnahme an der fakultativen öffentlichen Erörterung
● Vorbereitung und Teilnahme an der mündlichen UVP-Verhandlung

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 77

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22.01 Lärm
A Bestand
● Festlegung des Untersuchungsraumes nach schalltechnischen Kriterien (Einhaltung
bzw. Unterschreitung der Grenzwerte der SchiV an allen maßgeblichen Immissionsor-
ten) und durch Erfassung der nächstliegenden Wohnbereiche
● Durchführung von messtechnischen Bestandsaufnahmen (Lärmmessungen) an cha-
rakteristischen Betrachtungspunkten im Anrainerbereich zur Dokumentation der Lärm-
situation vor Realisierung des Vorhabens mit Erfassung der wesentlichen Lärmpara-
meter (energieäquivalenter Dauerschallpegel, statistische Verteilung der Schallpegel)
● Erstellung einer Emissionserklärung für die in weiterer Folge durchzuführenden Be-
rechnungen für das Schienennetz (Strecke) gemäß geltender ON-Regel, Berechnung
der Schallimmission durch Schienenverkehr – Zugverkehr, Verschub-, Umschlag- und
Anlagenbetrieb
● Erstellung eines 3-dimensionalen EDV-unterstützten Rechenmodells, basierend auf
Geländeaufnahmen oder einem digitalen Höhenmodell (DHM), unter Berücksichtigung
sämtlicher relevanter Einflussparameter wie z.B. Topografie, Gebäude, Hindernisse,
bestehende Lärmschutzwände, Reflexionsflächen, inkl. aller projektrelevanter Schall-
quellen
● Erhebung der betroffenen Gebäudenutzungen und Abschätzung der Bewohneranzahl,
sofern dies nicht durch einen anderen Fachbereich (z.B. Fachbereich Siedlungsraum)
abgedeckt wird; Abstimmung mit FB Erschütterung
● Erhebung der sensiblen Gebäudenutzungen (z.B. Krankenhäuser, Pflegeanstalten,
Schulen, Kindergärten), sofern dies nicht von einem anderen Fachbereich (z.B. Sied-
lungsraum) abgedeckt wird.
● Durchführung von frequenzbezogenen Schallausbreitungsberechnungen nach ein-
schlägigen technischen Richtlinien und Normen unter Berücksichtigung der relevanten
Schallausbreitungsbedingungen für den Bestand anhand des bestehenden Fahrplans
(Betriebsprogramms)
● Darstellung der Berechnungsergebnisse für den Bestand für die relevanten tageszeit-
lichen Betrachtungszeiträume in Form von Isophonenkarten bzw. Rasterkarten
● Festlegung der maßgeblichen Grenzwerte für zulässige Schallemissionen (Bahnlärm,
Anlagenlärm sowie Straßenlärm bei vorhabenbedingten Straßenverlegungen)

B Auswirkungen
● Übernahme der für die Prognoserechnungen erforderlichen Verkehrsdaten aus dem
Betriebsprogramm bzw. der Straßenverkehrsprognose bei vorhabenbedingten Stra-
ßenverlegungen
● Ermittlung der Lärmemissionen aufgrund der prognostizierten Betriebsdaten (z.B. Be-
triebsprogramm, Geschwindigkeitsprofile, Anlagentypen)
● Durchführung von frequenzbezogenen Schallausbreitungsberechnungen nach ein-
schlägigen technischen Richtlinien und Normen unter Berücksichtigung der relevanten
Schallausbreitungsbedingungen für
– die Nullvariante (Unterbleiben des Vorhabens)
– das prognostizierte Betriebsprogramm ohne zusätzliche aktive Lärmschutzmaß-
nahmen
– das prognostizierte Betriebsprogramm mit zusätzlichen aktiven Lärmschutzmaß-
nahmen
– die Darstellung von Be- und Entlastungsbereichen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 78

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Darstellung der Berechnungsergebnisse der definierten Planfälle für die relevanten ta-
geszeitlichen Betrachtungszeiträume in Form von Isophonenkarten bzw. Rasterkarten
sowie in Schallpegel-Differenzenkarten
● Beurteilung der Berechnungsergebnisse auf Einhaltung von gesetzlichen Grenzwer-
ten, insbesondere der SchIV
● Sofern relevant, Untersuchung und Berechnung der Pegelsituation für Arbeitnehmer
bzw. Arbeitnehmerinnen zur Prüfung der Einhaltung einschlägiger Grenzwertregelun-
gen
● Durchführung von Schallausbreitungsberechnungen für die Bauphase
● Darstellung der baubedingten Auswirkungen für definierte Bauszenarien unter Berück-
sichtigung eines realistischen Maschinen- und Geräteeinsatzes (tabellarisch, punktuell
oder flächig in Form von Lärmkarten)

C Maßnahmen
● Vorschlag und Dimensionierung von Schutzmaßnahmen zur Vermeidung negativer
Auswirkungen (aktiver, passiver Lärmschutz)
● Ermittlung von Lärmschutzerfordernissen aufgrund der ermittelten Auswirkungen unter
dem Aspekt der Grenzwert- bzw. Zielwerteinhaltung und Festlegung allenfalls erforder-
licher Maßnahmen wie z.B.
– aktive Schallschutzmaßnahmen (Lärmschutzwände, -wälle oder Kombinationen)
– passive Schallschutzmaßnahmen (objektseitiger Schutz an Gebäuden in Form von
Schallschutzfenstern, in Kombination mit Schalldämmlüftern)
– Ausweisung und Angaben zur Anzahl von Objekten, Fassaden und Fensteröffnun-
gen mit objektseitigem Lärmschutzerfordernis
● Falls erforderlich, Festlegung der Anforderungen an lüftungs- und haustechnische An-
lagen gemäß den geltenden Richtlinien

D Verbleibende Auswirkungen
● Darstellung der Restbelastung bzw. positiven/negativen Auswirkungen des Vorhabens
im Untersuchungsgebiet nach Wirksamwerden der Maßnahmen (tabellarisch, punktu-
ell oder flächig in Form von Lärmkarten)
● Diskussion der Restbelastung und Festlegung allenfalls erforderlicher Nachkontrollen
● Anmerkung: Die Bestimmung der Auswirkungen (Beurteilung von Eingriffsausmaß),
die Identifikation von Konflikten und die Beurteilung der Eingriffserheblichkeit erfolgt in
den (lärm-)relevanten Fachbeiträgen (z.B. Schutzgut Mensch, Tiere)

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung
● Darstellung der schalltechnischen Berechnungsergebnisse für
– Bestand
– Nullvariante (Unterbleiben des Vorhabens)
– Prognose (auf Basis des Betriebsprogramms) inklusive Maßnahmen
– Bauphase
– in tabellarischer, punktueller oder flächiger Form (Lärmkarten, Differenzenkarten,
Objektschutzpläne)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 79

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22.02 Erschütterungen
A Bestand
● Erhebung der baudynamischen Eigenschaften repräsentativer Bauwerke (Wohnhäu-
ser, Gewerbebetriebe sowie anderer erschütterungsempfindlicher Anlagen) im Vor-
habengebiet (in Abstimmung und als Ergänzung der Erhebungen des Fachbeitrages
Siedlungsraum/Lärm).
● Erhebung folgender Angaben für jedes der Bauwerke: Fundierung, aufgehendes Mau-
erwerk, Deckenkonstruktion etc. inkl. Dokumentation (Foto, Nutzung, Eigentümer, Ad-
resse, Bauart)
● Erstellung von Übersichtslageplänen der Bauwerke
● Dauerimmissionsmessungen (24h) in ausgewählten Gebäuden (Dokumentation des
Ist-Zustandes, Messung je Geschoß)
● Optional: Immissionsmessungen in Gebäuden an Zufahrtsstraßen sowie in ausge-
wählten Gebäuden im Vorhabengebiet (unter Einsatz einer vom AG bestellten, defi-
nierten Baumaschine oder eines Transportgerätes)
● Beschreibung und Beurteilung der Untergrundverhältnisse aus erschütterungstechni-
scher Sicht auf Basis der geologischen Voruntersuchungen bzw. auf Basis vorliegen-
der geologischer Erhebungen (Abstimmung mit Fachbeitrag Geologie)
● Beschreibung und Beurteilung der Ist-Situation in Bezug auf Erschütterungen und Se-
kundärschall (in Abstimmung mit Fachbeitrag Lärm)
● Auswertung der Messungen in Diagrammen und/oder Erstellung einer Immissionskar-
te für die Nullvariante = Prognose Planfall (sowohl Tag als auch Nacht) zur Feststellung
der Vorbelastung im Untersuchungsraum (Pufferflächen) und an den betroffenen Stra-
ßenabschnitten/Gebäuden
● Festlegung der maßgeblichen Grenzwerte unter Berücksichtigung der Nullvariante

B Auswirkungen
● Auswertung der Erschütterungsbelastung für Bau- und Betriebsphase unter Berück-
sichtigung Gebäudeklassen und baudynamischen Erhebung sowohl Tag als auch
Nacht mit und ohne Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen

C Maßnahmen
● Vorschlag und Dimensionierung von Schutzmaßnahmen zur Vermeidung negativer
Auswirkungen (aktiver, passiver Erschütterungsschutz)
● Abstimmung der Maßnahmenplanung mit den technischen Planungen sowie der Maß-
nahmenplanung der weiteren Fachbeitragsersteller

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten (für Bau- und Betriebsphase)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 80

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22.03 Luftschadstoffe
A Bestand
● Aushebung der Daten vorhandener Messstellen im relevanten Untersuchungsraum
und vorhandener Datenbanken, insbesondere Datenerhebung beim Hydrografischen
Dienst/ZAMG; Beschreibung der Messstellen und Aufbereitung der Messreihen
● Beschreibung und Bewertung des Ist-Zustandes hinsichtlich der Indikatorparameter
Stickstoffoxide (NOX), Stickstoffdioxide (NO2), Schwebestaub (Partikel PM10, PM2.5) so-
wie Staubdeposition
● Festlegung der maßgeblichen Grenzwerte bzw. Schwellenwertregelungen für zulässi-
ge schadstoffbezogene Zusatz- und Gesamtbelastungen unter Berücksichtigung
● Bei Bedarf: Festlegung eines zusätzlichen/ergänzenden Messprogramms
● Bei Bedarf: Einrichten von Luftgütemessstellen, Lieferung, Installation (Auf- und Ab-
bau) bzw. Betrieb und Betreuung; Dokumentation/Auswertung von Luftgütemessstel-
len (Projektmessstellen) für die im Leistungsverzeichnis angegebene Dauer inkl. aller
Nebenkosten und Erhebung aller für den Fachbeitrag relevanten Parameter
● Festlegung der Modelliergrenzen auf Basis der Definition von Beurteilungswerten für
irrelevante Zusatzbelastungen und den daraus berechneten Entfernungen zum Vorha-
ben
● Erstellung eines Rechen- und Ausbreitungsmodells zur Beschreibung des Ist-Zustan-
des für alle vorhabenrelevanten Schadstoffe; in der Regel: Stickstoffoxide (NOX), Stick-
stoffdioxide (NO2), Schwebestaub (PM10, PM2,5) und Staubdeposition

B Auswirkungen
● Emissionsanalyse: Ermittlung und Bilanzierung der Schadstoffemissionen für Bau- und
Betriebsphase auf Basis geltender Regelwerke (z.B. bzgl. Emissionsberechnungsver-
fahren, Emissionsfaktoren), Baukonzepte, Geräte- und Maschineneinsatz sowie Be-
triebsverkehr
● Immissionsanalyse: Berechnung der vorhabenbedingten Zusatz- und Gesamtbelas-
tung auf Basis der definierten Vorhabenplanfälle und geeigneten Ausbreitungsmodel-
len für die maßgeblichen Schadstoffe, in der Regel: Stickstoffoxide (NOX), Stickstoffdi-
oxide (NO2), Schwebestaub (PM10, PM2,5) und Staubdeposition
● Beurteilung der zu erwartenden Gesamtbelastung (inkl. Vor- und Zusatzbelastung) bei
Vorhabenrealisierung für die relevanten Schadstoffe. Vergleich der Gesamtbelastung
mit den geltenden Umweltqualitätsstandards (Grenzwerte, Schwellen-, Richtwerte).
● Darstellung von relevanten Be- und Entlastungsbereichen
● Aussagen zu relevanten Stickstoffdepositionen hinsichtlich Vegetationsschutz
● Prognose der Zusatzbelastung für die Bauphase, differenziert nach maßgeblichen
Bauphasen
● Bewertung der positiven und negativen Auswirkungen des Vorhabens anhand der
Emissions- und Immissionsanalyse

C Maßnahmen
● Definition von Vermeidungs-, Verminderungs- oder Schutzmaßnahmen
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 81

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnahmen
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung
● Darstellung der Luftschadstoff-Berechnungsergebnisse für
– Bestand
– Nullvariante (Unterbleiben des Vorhabens)
– Prognose (Vorhabenplanfall), inklusive Maßnahmen

EP.22.04 Licht/Blendung/Beschattung
A Bestand
● Erfassung der örtlichen Gegebenheiten im Siedlungsumfeld betreffend Beleuchtungs-,
Beschattungs- und Blendungssituation
● Bewertung des Ist-Zustandes, Bestimmung der Sensibilität

B Auswirkungen
● Beurteilung der geänderten Be-/Abschattungsverhältnisse (geänderte Sonnenstun-
denzahlen) im Einflussbereich der vorhabenbedingten Maßnahmen
● Beurteilung der vorhabenbedingt geänderten Beleuchtungssituation auf Basis ein-
schlägiger Normenwerke
● Bewertung der zulässigen Störwirkung Licht gemäß geltender Normenwerke (z.B. Um-
weltzonen gemäß ÖNORM EN 12464-2)
● Beurteilung zusätzlicher Blendwirkungen durch Anlagenteile (z.B. Beleuchtungsanla-
gen) und durch Triebfahrzeuge

C Maßnahmen
● Definition von allfällig nötigen Vermeidungs- oder Schutzmaßnahmen
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnahmen
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten

EP.22.05 Elektromagnetische Felder


A Bestand
● Beschreibung der relevanten Quellen der niederfrequenten elektromagnetischen Fel-
der im Freien (z.B. 16,7 Hz, 50 Hz) inkl. Spezifikation der Leitungen und Angaben zu
Stromstärke (Mittelwert, Maximum, thermischer Grenzstrom) und Stromspannung

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 82

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Ermittlung der magnetischen Flussdichte und elektrischen Feldstärke im Bestand


durch Messungen bzw. Berechnungen in Bezug auf Allgemeinbevölkerung
● Als exponierte Bereiche (Allgemeinbevölkerung) bei Beurteilung der EMF gelten:
– Anrainer mit ständiger Wohnnutzung,
– Freizeitanlagen z.B. Kinderspielplätze, Wanderwege
– Objekte mit sensibler Nutzung z.B. Kindergarten, Krankenhaus, Schule
● Falls relevant, Beschreibung der Sachgüter, bei denen die Beeinflussung durch EMF
nicht ausgeschlossen werden kann (metallische Gegenstände wie z.B. Gasleitungen,
Pipelines)

B Auswirkungen
● Berechnung der EMF-Prognose für die Nullvariante (Unterbleiben des Vorhabens) und
das Vorhaben
● Bewertung der Ergebnisse in Hinblick auf die Einhaltung der relevanten Referenzwerte
(Allgemeinbevölkerung und berufliche Exposition)
● Im Fall von mehreren EMF-Quellen: Berechnung der Ausschöpfung der Referenzwerte
für die Summe der relevanten Frequenzen, z.B. 16,7-Hz-Bahnstrom und 50-Hz-Hoch-
spannungsfreileitungen.
● Überprüfung, ob eine unzulässige Beeinflussung von Rohrleitungen durch die Strom-
anlagen gegeben ist.
● Gegenüberstellung der Ergebnisse für die Nullvariante und für das Vorhaben betref-
fende Änderung der EMF
● Berechnung und Bewertung der EMF-Prognose für die Bauphase (sofern relevant)

C Maßnahmen
● Planung allfällig erforderlicher EMF-Schutzmaßnahmen

D Verbleibende Auswirkungen
● Darstellung der Restbelastung bzw. positiven/negativen Auswirkungen des Vorhabens
im Untersuchungsgebiet nach Wirksamwerden der Maßnahmen
● Diskussion der Restbelastung und Festlegung allenfalls erforderlicher Nachkontrollen

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inklusive Zusammenfassung
● Darstellung der EMF-Berechnungsergebnisse für
– Bestand
– Nullvariante (Unterbleiben des Vorhabens)
– Prognose (auf Basis des Betriebsprogramms) inklusive Maßnahmen
– in tabellarischer, punktueller oder flächiger Form bzw. in Form von Querschnitten

EP.22.06 Menschen – Humanmedizin


Aus medizinischer Sicht ist zu prüfen, ob durch das Vorhaben Immissionen auftreten,
die Gesundheit und/oder das Wohlbefinden der Menschen (inkl. Arbeitnehmer) sowie die
vorhandenen Nutzungen der Umgebung beeinträchtigen können. Wenn es durch das
Vorhaben zu einer Gesundheitsgefährdung der betroffenen Personen kommt, ist darzu-
stellen, ob und mit welchen Maßnahmen diese verhindert werden kann. Sofern Belastun-
gen auftreten, die ein annehmbares Maß überschreiten, sind ebenfalls entsprechende
Maßnahmen darzustellen.
Zu beurteilen sind Bauphase und Betriebsphase.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 83

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

A Bestand
● Darstellung und Bewertung der humanmedizinischen/umwelthygienischen Situation
im Projektgebiet
● Darstellung der Beurteilungswerte, der medizinischen Grundlagen, untergliedert nach
einzelnen Stoffgruppen
● Zusammenfassung der vorhandenen Umweltbelastungen im Untersuchungsraum
(derzeitige Belastungssituation)
● Auswertung der bereits durch die Fachbeitragsersteller Lärm, Luft, Erschütterung er-
hobenen Bestandsdaten und -analysen

B Auswirkungen
● Beurteilung der Auswirkungen von Luftschadstoffen und möglicher Schadstoffe
● Beurteilung der Auswirkungen von Schallimmissionen
● Beurteilung der Auswirkungen durch elektromagnetische Felder
● Beurteilung der Auswirkung von Erschütterungen
● Beurteilung der Auswirkungen in Bezug auf den Arbeitnehmerschutz
● Darstellung der humanmedizinischen Auswirkungen durch den geplanten Bau- und
Betrieb, gegliedert nach Teilgebieten und unter Berücksichtigung möglicher Kombina-
tionswirkungen

C Maßnahmen
● Entwicklung notwendiger Vermeidungs-, Verminderungs-, Ersatz- und Ausgleichsmaß-
nahmen, insbesondere für den Arbeitnehmerschutz, in Abstimmung mit dem AG-Pro-
jektteam und den anderen Fachbeitragserstellern
● Interdisziplinäre Abstimmung der Maßnahmen im Projektteam

D Verbleibende Auswirkungen
● Ermittlung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnahmen

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung allfälliger fach-
spezifischer Themenkarten

EP.22.07 Menschen – Siedlungsraum, Gesundheit und Wohlbefinden


A Bestand
● Analyse der funktionalen Raumgliederung (Naherholungsräume, Siedlungszonen, Inf-
rastruktureinrichtungen, sensible Nutzungen)
● Analyse der Siedlungs- und Bautätigkeit
● Analyse des Gebäudebestands nach Widmungskategorien
● Darstellung des aktuellen Zustandes (Vorbelastungen) aufgrund der Faktoren Lärm,
Luftschadstoffe, Erschütterungen, elektromagnetische Verträglichkeit
● Bewertung des Ist-Zustandes, Beurteilung der Sensibilitäten gemäß Untersuchungs-
parameter (mit Ausnahme monetärer oder Wirtschaftsthematiken)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 84

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

B Auswirkungen
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf den Siedlungsraum unter Berück-
sichtigung der Faktoren Lärme- bzw. -entlastung in Wohngebieten

C Maßnahmen
● Definition möglicher Ersatz- bzw. Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in den Sied-
lungsraum
● Abstimmung der Maßnahmenplanung mit den technischen Planungen sowie der Maß-
nahmenplanung der weiteren Fachbeitragsersteller

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der Beurteilung der Be- oder Entlastung
● verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnahmen

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Siedlungsraum (Themenbereich Gesundheit und Wohl-
befinden) inkl. Zusammenfassung und Erstellung fachspezifischer Themenkarten

EP.22.08 Siedlungsraum – Raumplanung


A Bestand
● Analyse der örtlichen Entwicklungskonzepte (Siedlungsleitbilder, Konzepte, Pläne)
und Flächenwidmungspläne
● Erfassung, Auswertung und Aktualisierung von Festlegungen der überregionalen
Raumplanung (planungsrechtliche Vorrangflächen/Vorbehaltszonen, verordnete regi-
onale Leitbilder und Entwicklungsprogramme u.Ä.)
● Abschätzung der künftigen Entwicklung des Siedlungsraumes (Baulandreserven, Ent-
wicklungspotenziale, Änderung der Flächenwidmung, geplante Erschließung von Ge-
werbegebieten, räumliche Verknüpfung von Wirtschaftsräumen u.Ä.)
● Allgemeine Kenndaten zur Wirtschaftsstruktur, Bevölkerungsentwicklung (Österreichi-
sche Raumordnungskonferenz ÖROK), Siedlungsentwicklung
● Definition von Kriterien und Indikatoren als Beurteilungsgrundlage
● Darstellung des Ist-Zustandes

B Auswirkungen
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf den Siedlungsraum unter Berück-
sichtigung der Faktoren funktionale Trennwirkung, Erschließung von Siedlungsgebie-
ten und Naherholungsräumen, Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Ver-
kehr, sensible Nutzungen, sonstige planerische Vorgaben u.a.
● Darstellung des Einflusses des Vorhabens auf künftige Siedlungsentwicklungen, Ent-
wicklungspotenziale, Flächenwidmung etc.)

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Raumplanung (Themenbereich Raumnutzung) inkl. Zu-
sammenfassung und Erstellung von fachspezifischen Themenkarten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 85

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22.09 Landschaft – Erholungswert


A Bestand
● Erfassung von örtlich und überörtlich festgelegten Vorrang-, Entwicklungs- und Eig-
nungszonen
● Erfassung von Eignungszonen für die landschaftsgebundene Erholung
● Erhebung regional bedeutsamer Freizeitinfrastruktur (z.B. Rad- und Wanderwege,
Sportplätze, touristische Leitbetriebe etc.)
● Erhebung örtlich bedeutsame Freizeitinfrastruktur (Naherholungszonen, Wander-The-
menwege, Ausflugsziele etc.)
● Darstellung und Bewertung des Ist-Zustandes

B Auswirkungen
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Freizeit- und Erholungsnutzung
im Untersuchungsraum durch Lärmbelastung und Luftschadstoffe, Beeinträchtigung
von Eignungszonen für die landschaftsgebundene Erholung u.Ä.
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Vorhabens auf die Freizeit- und Erholungsnut-
zung im Untersuchungsraum

C Maßnahmen
● Definition von Schutz-, Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Erholung (Themenbereich Gesundheit und Wohlbefin-
den) inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifischen Themenkarten
● Erstellung eines Fachberichts Freizeit/Tourismus (Themenbereich Raumnutzung) inkl.
Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifischen Themenkarten
● Lieferung fachlicher Inputs (Erholungswert) und Mitarbeit bei Erstellung des natur-
schutzrechtlichen Einreichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die
materienrechtlichen Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zu-
sammengeführt)

EP.22.10 Freizeit und Erholungsnutzung, Tourismus


A Bestand
● Siehe Kapitel EP.22.09

B Auswirkungen
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Freizeit- und Erholungsinfra-
struktur im Untersuchungsraum mithilfe der Faktoren Trennwirkung, Beeinträchtigung

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 86

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

der Freizeit- und Erholungsinfrastruktur, Beeinträchtigung von Eignungszonen für die


landschaftsgebundene Erholung u.Ä.

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Freizeit/Tourismus inkl. Zusammenfassung und Erstel-
lung von fachspezifischen Themenkarten

EP.22.11 Landschaft – Landschaftsbild, Orts- und Stadtbild


A Bestand
Landschaftsbild
● Die Sensibilität des Landschaftsbildes ist auf Basis der Naturnähe, Eigenart und Vielfalt
sowie der Erholungseignung der Landschaft zu bestimmen. Die Empfindlichkeit des
Untersuchungsraumes ist über die Erhebung von bildprägenden Strukturelementen,
(Merkmals- und Funktionsträgern) und die Erfassung von Morphologie, Reliefvielfalt
und Raumtiefe der Landschaft zur Feststellung der visuellen Reichweite zu ermitteln.
Für die Darstellung und Beurteilung des Bestandes ist der Untersuchungsraum nach
Bedarf in Teilräume (landschaftsästhetische Raumeinheiten) zu gliedern. Sie werden
bestimmt durch ein einheitliches Element- und Raummuster und ein charakteristi-
sches, visuelles Erlebnisangebot.
● Dazu sind zu erfassen:
– Landschaftscharakter, Reliefierung, Blickbeziehungen
– Positiv und negativ wirksame Strukturelemente und Nutzungstypen als Merkmals-
und Funktionsträger
– Raumkanten, Raumtiefen
– Besondere Eignungszonen für landschaftsgebundene Erholung
Orts- und Stadtbild
● Baukulturelle Qualität des Ortsbildes
● Kulturhistorisch und landeskulturell bedeutsame Ortsbilder (historische Siedlungs-
strukturen, Ortskerne, Gebäude etc.)
● Ortsrandgestaltung und Einbindung in den Landschaftsraum
● Darstellung wesentlicher Sichtbeziehungen
● Definition von Kriterien und Indikatoren als Beurteilungsgrundlage
● Darstellung des Ist-Zustandes
● Bewertung des Ist-Zustandes, Bestimmung der Sensibilität des Landschafts- und Orts-
bildes
● Fotodokumentation

B Auswirkungen
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf das Stadt-, Orts- und Landschafts-
bild im Untersuchungsraum unter Berücksichtigung von
– Verlust und Störung von landschaftsbild- und ortsbildprägenden Strukturelementen
– Fremdkörperwirkung durch Reliefveränderung und Kunstbauten unter Berücksichti-
gung der visuellen Reichweite (visuelle Dominanz der Eingriffe)
– künstliche Raumbildung und Veränderung des Raummusters
– visuelle Barrierewirkung, Störung wesentlicher Sichtbeziehungen
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Vorhabens auf das Landschafts- und Orts-/
Stadtbild im Untersuchungsraum

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 87

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Maßnahmen
● Definition möglicher Schutz- bzw. Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in das Land-
schafts- und Orts-/Stadtbild im Untersuchungsraum (z.B. Einbindung des Projekts in
das Umfeld durch Gestaltungs- und Bepflanzungsmaßnahmen, Freihaltung von Sicht-
beziehungen, Schaffung neuer markanter Elemente im Landschaftsraum durch spezi-
fische Gestaltung von Kunstbauten (Lärmschutzwände, Brücken u.Ä.)
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten
● Ev. Fotomontagen
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen Ein-
reichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die materienrechtlichen
Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.12 Sach- und Kulturgüter


A Bestand
● Beschreibung, Bewertung und Fotodokumentation der im Trassenbereich befindlichen
Kulturgüter, Kulturdenkmäler, kulturellen Einrichtungen, Kleindenkmale, denkmalge-
schützten Gebäude etc. sowie Beschreibung von deren Schutzstatus und allfällig be-
stehenden Schutzmaßnahmen
● Ansprache der im Trassenbereich befindlichen archäologischen Fundhoffnungsgebie-
te (parzellenscharfe Darstellung, Ansprache der vermuteten Funde u.Ä.)
● Erhebung und Beschreibung von Sachgütern (Anm.: Sachgüter sind gesellschaftliche
Werte, die eine hohe funktionale Bedeutung hatten oder haben wie z.B. Brücken, Ge-
bäude und Türme. Hierzu gehören auch Einrichtungen der Ver- und Entsorgungsinfra-
struktur, die im Zusammenhang mit dem Vorhaben gegebenenfalls baulich verändert
werden und daher z.B. einer Abbruch-, Bau- oder Betriebsbewilligung nach sonstigen
Rechtsvorschriften erfordern. Quelle: UBA-Leitfaden 2008)
● Definition von Kriterien und Indikatoren als Beurteilungsgrundlage
● Darstellung des Ist-Zustandes
● Bewertung des Ist-Zustandes, Sensibilitätsbewertung der Sach- und Kulturgüter auf-
grund ihres infrastrukturellen bzw. kulturellen Wertes

B Auswirkungen
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Sach- und Kulturgüter hinsicht-
lich direkter Beanspruchung, Trennwirkungen, kulturellen Wertes o.Ä.
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Vorhabens auf die Sach- und Kulturgüter im
Untersuchungsraum

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 88

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Maßnahmen
● Definition möglicher Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Sach- und Kulturgü-
ter im Untersuchungsraum
● Interaktive Abstimmung der Ausgleichsmaßnahmen mit der technischen Planung und
den anderen Fachgebieten

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten

EP.22.13 Tiere und deren Lebensräume


A Bestand
Erfassung der tier- bzw. wildökologischen Bestandssituation geschützter und gefährdeter
Tierarten auf Basis detaillierter, dem Stand der Technik sowie den Anforderungen der
gängigen Richtlinien entsprechender Untersuchungen. Folgende Tiergruppen sind zu be-
rücksichtigen:
● Vögel, insbesondere geschützte und gefährdete Arten sowie jagdbare Arten (Feder-
wild)
● Amphibien und Reptilien
● Säugetiere, insbesondere streng geschützte Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie
sowie der jagdbaren Arten (Haarwild)
● Erfassung weiterer strenggeschützter Arten (Anhang IV der FFH-Richtlinie, andere
geschützte Arten) sowie gefährdeter und sensibler Arten/Bioindikatoren gemäß RVS
Artenschutz
● Erfassung von kleinräumigen ökologischen Funktionszusammenhängen

B Auswirkungen
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf Tierlebensräume: Ermittlung der
Konfliktbereiche und Definition von Erheblichkeiten

C Maßnahmen
● Definition möglicher Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in Tierlebens-
räume
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 89

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen Ein-
reichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die materienrechtlichen
Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.14 Tiere und deren Lebensräume – Gewässer-, Fischökologie


A Bestand
● Gesamtcharakterisierung des Gewässersystems im Planungsraum, Einarbeitung hyd-
rologischer und hydrografischer Daten
● Vorbelastungen der Gewässer z.B. durch bestehende Einleitungen, Altlasten, Verbau-
ung, Restwasser, Schwall etc., die durch das Projekt beeinflusst werden könnten
● Erhebung der Migrationshindernisse der betroffenen Gewässer
● Einteilung der betroffenen Gewässerstrecken in Detailwasserkörper nach WRRL
● Festlegung der Probenstrecken für die fischökologische Zustandserhebung und die
Probennahmestellen zur Erhebung der Qualitätselemente Makrozoobenthos und Phy-
tobenthos
● Hydromorphologische Zustandserhebung der betroffenen Gewässerstrecken gemäß
einschlägigen Regelwerken und Leitfäden
● Erhebung des Qualitätselements Makrozoobenthos an ausgewählten, repräsentativen
Entnahmestellen an den betroffenen Gewässerstrecken gemäß einschlägigen Regel-
werken und Leitfäden
● Erhebung des Qualitätselements Phytobenthos an ausgewählten, repräsentativen
Entnahmestellen an den betroffenen Gewässerstrecken gemäß einschlägigen Regel-
werken und Leitfäden
● Fischökologische Zustandserhebung der betroffenen Gewässerstrecken gemäß ein-
schlägigen Regelwerken und Leitfäden
● Befischungen (Notwendigkeit, Art und Umfang in Abhängigkeit des Gewässers und
des Eingriffs): Ermittlung der Artenzusammensetzung, Bestandsverhältnisse, Größen-
und Altersaufbau, Abundanz, Dominanzverhältnisse, Diversität
● Definition von Kriterien und Indikatoren als Beurteilungsgrundlage
● Zusammenfassende Darstellung und Beschreibung des ökologischen Zustandes der
untersuchten Gewässerstrecken
● Bewertung des Ist-Zustandes, Bestimmung der Sensibilität

B Auswirkungen
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Oberflächengewässer im Unter-
suchungsraum
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Vorhabens im Untersuchungsraum

C Maßnahmen
● Definition möglicher Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen für die Eingriffe auf die Ober-
flächengewässer
● Interaktive Abstimmung der Ausgleichsmaßnahmen mit der technischen Planung und
den anderen Fachbereichen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 90

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Gewässerökologie (Themenbereich Tiere und deren Le-
bensräume) inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifischen Themenkar-
ten
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen Ein-
reichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die materienrechtlichen
Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.15 Fischerei
A Bestand
● Fischereiwirtschaftliche Charakterisierung der Gerinne (Nutzung, Fischarten, Besatz,
Erträge etc.)
● Erhebung der Fischereiberechtigten, Fischereireviere

B Auswirkungen
● Auswirkungen auf die Fischereireviere

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Fischerei inkl. Zusammenfassung und Erstellung von
fachspezifischen Themenkarten

EP.22.16 Tiere und deren Lebensräume – Wildökologie


A Bestand
● Erhebung und Dokumentation wildökologischen Parameter: Arteninventar, Leitwildar-
ten, Populationsgrößen, Aktionsräume, Wander- und Ausbreitungskorridore, Wild-
wechselzonen (regionale und überregionale Migrationsachsen), Äsungsflächen, Ein-
stände
● Datenerhebung durch ergänzende Befragung der Jagdverantwortlichen (z.B. Jagdlei-
ter, zuständige Behörden, Bezirksjägermeister, Hegeringleiter etc.)
● Bestimmung und Beurteilung vorhandener Vorbelastungen oder sonstiger Beeinträch-
tigungen (Fallwildstrecken, Trennwirkung o.Ä.)

B Auswirkungen
● Darstellung der wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen des Vorhabens
auf Basis folgender Aspekte: z.B. Flächeninanspruchnahme, Habitatverluste, Trenn-
wirkung, Störwirkungen u.a.
● Beschreibung und Bewertung der Erheblichkeit der Auswirkungen in Relation zu be-
stehenden Vorbelastungen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 91

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Maßnahmenplanung
● Definition möglicher Minderungs-, Ersatz- beziehungsweise Ausgleichsmaßnahmen
für die Eingriffe im Untersuchungsraum (z.B. Querungshilfen in Form von Wildunter-
und/oder -überführungen, Ausgleichsmaßnahmen gem. RVS 3.01, Ausgleichsflächen
für Habitatverluste, Aufwertung von Lebensräumen, flankierende Maßnahmen zur
Wildlenkung, Lenkungsmaßnahmen für gravierende Störungen, Jagddruckverteilung
(Aspekte künftiger Wildschäden) u.a.
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Wildökologie inkl. Zusammenfassung und Erstellung
von fachspezifischen Themenkarten
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen Ein-
reichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die materienrechtlichen
Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.17 Jagdwirtschaft
A Bestand
● Erhebung und Dokumentation von jagdlichen Parameter: Abschusszahlen, jagdliche
Einrichtungen, Jagdreviere, jagdwirtschaftliche Nutzung
● Datenerhebung durch ergänzende Befragung der Jagdverantwortlichen (z.B. Jagdlei-
ter, zuständige Behörden, Bezirksjägermeister, Hegeringleiter etc.)

B Auswirkungen
● Darstellung der wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen des Vorhabens
auf die Jagdreviere

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Jagd inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fach-
spezifischen Themenkarten

EP.22.18 Pflanzen und deren Lebensräume


A Bestand
Der Untersuchungsraum ist wirkungsbezogen in Hinblick auf naturschutzfachlich relevan-
te Pflanzenlebensräume und deren Funktionszusammenhänge abzugrenzen. Die inhaltli-
che Bearbeitung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Tiere und deren
Lebensräume, Waldökologie und Gewässerökologie. Die Bearbeitung umfasst folgende
Inhalte:
● Beschreibung der Lebensräume unter Berücksichtigung der relevanten Pflanzenge-
sellschaften mit besonderer Beachtung der Lebensräume mit erhöhter Empfindlichkeit

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 92

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

bzw. hoher qualitativer Ausstattung (Rote Liste Biotoptypen, Lebensräume national


und international geschützter Tier- und Pflanzenarten, Lebensraumtypen gemäß An-
hang I der FFH-Richtlinie etc.)
● Die Erhebungseinheiten (Biotoptyp, Vegetationstyp etc.) werden den entsprechenden
Biotoptypen der Roten Liste der Biotoptypen Österreichs (Umweltbundesamt) zuge-
ordnet
● Die Beurteilung der naturschutzfachlichen Wertigkeit erfolgt jeweils bezogen auf den
Naturraum (nach der Roten Liste der Biotoptypen Österreichs). Bei der Beurteilung
von Flächen in größeren, geschlossenen Siedlungsgebieten (Städten) werden andere
Beurteilungsmaßstäbe angesetzt als außerhalb.
● Flächendeckende Kartierung von Biotop-Strukturtypen
● Räumliche Darstellung der naturschutzfachlich relevanten Biotoptypen
● Nachvollziehbare Beurteilung der Wertigkeit der naturschutzfachlich relevanten Ein-
zelflächen (z.B. durch Gewichtung der Wertigkeit des Biotoptyps über Flächeneigen-
schaften der Einzelfläche wie Beeinträchtigung, Alter, Zustand)
● Nachvollziehbare Beurteilung von Biotopverbund und ökologischen Funktionszusam-
menhängen
● Dokumentation der naturschutzfachlich relevanten Biotoptypen durch Erhebung von
Artenlisten (wertgebende und charakteristische Arten)
Detaillierte Kartierung von naturschutzfachlich wertvollen Pflanzenarten (Rote Listen Ar-
ten ab Gefährdungsstufe „gefährdet“, FFH-Anhang IV, Arten der Naturschutzgesetz und
ev. anderer relevanter Bestimmungen) in Bereichen mit Auswirkungen des Vorhabens
(s. unten). Das Vorkommen der wertvollen Pflanzenarten muss ihren konkreten Vorkom-
mensflächen zuordenbar sein. Bei besonders wertvollen Pflanzenarten (ab Gefährdungs-
stufe „stark gefährdet“) soll – so weit als möglich – die gutachterliche Beurteilung des
Bestandes der Pflanzenarten und beeinflussender Faktoren in die Bewertung der Sen-
sibilität miteinbezogen werden (Vitalität des Bestandes, Größe der lokalen Population,
andere Vorkommen im Untersuchungsraum oder in der näheren Umgebung etc.).
Im Fall, dass Natura-2000-Gebiete betroffen sind, soll der Erhaltungszustand der Schutz-
güter (Lebensraumtypen und Pflanzenarten), der in den Unterlagen der Naturschutzab-
teilungen (Managementpläne etc.) beurteilt wurde, so weit als möglich auf Aktualität über-
prüft werden bzw., wo dies nicht möglich ist, durch eigene Erhebungen ergänzt werden.
Die Einstufung des Erhaltungszustandes erfolgt nach dem Stand der Technik.

B Auswirkungen
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens durch folgende Faktoren:
– Direkter Flächenverlust (Flächenbilanzen)
– Indirekte Auswirkungen durch Änderung der Standortverhältnisse (Wasser, Licht,
Boden, Immissionen etc.)
– Veränderung von Funktionszusammenhängen (Zerschneidung Biotopverbund etc.)
● Darstellung der Auswirkungen des Vorhabens auf Pflanzenlebensräume: Ermittlung
der Konfliktbereiche und Beurteilung von Erheblichkeiten

C Maßnahmen
● Definition möglicher Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in Pflanzen-
lebensräume
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 93

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Bei der Beurteilung der Maßnahmenwirksamkeit sind folgende Parameter zu berück-


sichtigen:
– Funktionale Wiederherstellung (wird die gleiche ökologische Funktion wiederherge-
stellt?)
– Räumliche Wiederherstellung (in welcher räumlichen Entfernung wird die ökologi-
sche Funktion wiederhergestellt?)
– Zeitliche Wiederherstellung (nach welcher Zeitspanne wird die ökologische Funkti-
on wiederhergestellt?)

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten
● Evtl. Fotodokumentation ausgewählter, relevanter Bereiche
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen Ein-
reichoperats entsprechend den jeweiligen Landesgesetzen (die materienrechtlichen
Einreichunterlagen werden durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.19 Pflanzen und deren Lebensräume – Waldökologie


A Bestand
● Erhebung und Dokumentation der waldökologischen Parameter und Kriterien: Wald-
ausstattung, aktuelle/natürliche Waldgesellschaften, Standortverhältnisse
● Bestimmung und Beurteilung vorhandener Vorbelastungen oder sonstiger Beeinträch-
tigungen biotischer und abiotischer Natur (Wildschäden o.Ä.)

B Auswirkungen
● Darstellung der wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen des Vorhabens
auf den Waldbestand
● Beurteilung des Einflusses von allfälligen projektbedingten Immissionen auf den Wald,
Beschreibung und Bewertung der Erheblichkeit der Auswirkungen in Relation zu be-
stehenden Vorbelastungen und Grenzwertfestlegungen

C Maßnahmen
● Definition möglicher Minderungs-, Ersatz- bzw. Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe
im Untersuchungsraum in Bezug auf die Waldstruktur (z.B. Ersatzaufforstungen, Wie-
derbewaldung, Bestandsumwandlung, Schutzmaßnahmen u.a.)
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastungen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 94

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Waldökologie inkl. Zusammenfassung und Erstellung
von fachspezifischen Themenkarten
● Lieferung fachlicher Inputs und Mitarbeit bei Erstellung des naturschutzrechtlichen
bzw. forstrechtlichen Einreichoperats (die materienrechtlichen Einreichunterlagen wer-
den durch die Koordination Umwelt zusammengeführt)

EP.22.20 Forstwirtschaft
A Bestand
● Erhebung und Dokumentation der forstlichen Parameter und Kriterien: Waldausstat-
tung, forstwirtschaftliche Gegebenheiten, aktuelle/natürliche Waldgesellschaften, Er-
schließung, Waldbodenzustandsinventur, Standortverhältnisse, forstliche Schutz- und
Sperrgebiete, Waldfunktionen gemäß Waldentwicklungsplan etc.

B Auswirkungen
● Darstellung der wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen des Vorhabens
● Beeinträchtigung von Waldfunktionen lt. WEP u.a.
● Darstellung des Waldflächenverbrauchs nach dauernder oder temporärer Inanspruch-
nahme während der Bau- und Betriebsphase

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Forstwirtschaft (Themenbereich Raumnutzung) inkl. Zu-
sammenfassung und Erstellung von fachspezifischen Themenkarten
● Erstellung des Forstrechtlichen Einreichoperats mit Rodungsplänen, Ersatzmaßnah-
men und Rodungsverzeichnissen

EP.22.21 Wasser – Oberflächenwasser (quantitativ und qualitativ)


A Bestand
● Erhebung betroffener stehender und fließender Gewässer inklusive deren hydrologi-
scher Daten (Einzugsgebiet, Abflussdaten)
● Hochwasser
– Erhebung von Hochwasserereignissen
– HW-Abflussquerschnitt bzw. Engpässe
– Wasserspiegel/Anschlagslinien
● Gewässermorphologie
– Ufercharakteristik
– Sohle (Dichtung)
– Grundwasserkommunikation
– Ein- bzw. Ausleitungen
– Wechselwirkungen mit weiteren Gerinnen
● Gewässergüte (als Grundlage für Gewässerökologie)
● Definition von Kriterien und Indikatoren als Beurteilungsgrundlage
● Darstellung des Ist-Zustandes
● Bewertung des Ist-Zustandes, Bestimmung der Sensibilität

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 95

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

B Auswirkungen
● Aussagen zur Hochwassersicherheit
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Vorhabens im Untersuchungsraum

C Maßnahmen
● Definition von Schutz-, Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen
● Abstimmung von Maßnahmen mit der Technischen Planung
– Entwässerung
– Einleitbauwerke
– Querungsbauwerke
● Abstimmung Maßnahmen mit Fachbereich Gewässer- und Fischökologie

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fachspezifi-
schen Themenkarten

EP.22.22 Wasser – Grundwasser (quantitativ und qualitativ)


Unter Berücksichtigung der nachstehenden Bearbeitungsschritte sind folgender Fachbei-
trag bzw. folgende Pläne für die Erstellung der UVE herzustellen:
● Fachbeitrag Grundwasser (quantitativ/qualitativ)
● Planbeilagen mit Eintrag aller hydrogeologisch relevanten Inhalte (Grundwasserstän-
de, Strömungsrichtungen, ggf. Grundwassergleichen, Untergrunderkundung, Mess-
stellen etc.) und der wasserwirtschaftlichen Nutzungssituation (Gebiete mit Schutzsta-
tus, Wasserrechte, Drainagen, Deponien, Verdachtsflächen etc.)
● Schnittdarstellungen mit Eintrag der Grundwassersituation (Untergrundaufschlüsse,
Grundwasserstände, Aquifererstreckung, Stauer etc.)

A Bestandsanalyse
● Erhebung hydrogeologischer Grundlagen (vorhandene Studien, Grundwasserdaten,
Messstellen, Untergrundaufschlüsse etc.)
● Erhebung der wasserwirtschaftlichen Nutzungssituation (Schutz- und Schongebiete,
Wasserrechte etc.) bzw. der Altlasten/Verdachtsflächen auf Behörden bzw. vor Ort
● Einarbeitung der Ergebnisse der Untergrunderkundung und Grundwasseranalysen
(Ergebnisse hydrogeologischer Versuche, Aussagen zu Aquifereigenschaften, hydro-
geologisches Modell, Grundwasserqualität etc.)
● Zusammenstellung der hydrogeologischen Grundlagen in Tabellen und Diagrammen
(Grundwasserstandganglinien, qualitative Parameter, Durchlässigkeiten, Flurabstände
etc.) für die Beschreibung des IST-Zustandes
● Zusammenstellung der wasserwirtschaftlichen Nutzungssituation (Wasserrechte,
Schutzgebiete, Drainagen, Deponien etc.)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 96

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Beschreibung des quantitativen und qualitativen Ist-Zustandes des Grundwassers


● Beschreibung der verwendeten Bewertungsmethodik für die Sensibilität des Ist-Zu-
standes des Schutzgutes Grundwasser
● Bewertung und zusammenfassende Beschreibung des Ist-Zustandes des Schutzgutes
Grundwasser für den gesamten zu beurteilenden Projektabschnitt

B Auswirkungen
● Darstellung der quantitativen (Stau-/Sunkeffekte, Zuflusseinbußen, Veränderung der
Abflussverhältnisse etc.) und qualitativen Auswirkungen (Trübungserscheinungen, Be-
triebsmittelfreisetzungen, Pestizideinsatz, organische Abwässer etc.) des Projekts in
Bau und Betrieb auf das Grundwasser
● Ermittlung der Eingriffserheblichkeit des Projekts auf das Grundwasser (quantitativ
und qualitativ)

C Maßnahmenplanung
● Definition möglicher Ausgleichs-, Ersatz- oder Reduktionsmaßnahmen für die Eingriffe
in das Grundwasser (z.B. Düker, Versickerung) mit Berücksichtigung Bau- und Be-
triebszustand
● Definition der Maßnahmenwirksamkeit
● Interaktive Abstimmung der erforderlichen Ausgleichs-, Ersatz- oder Reduktionsmaß-
nahmen mit dem AG, den technischen Fachplanern und den anderen Umweltdiszipli-
nen (Wechselwirkungen, technische Machbarkeit und Vereinbarkeit mit den restlichen
Planungen etc.)

D Verbleibende Auswirkungen
● Beurteilung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung der geplanten
Maßnahmen

E Beweissicherung
● Erstellung eines geeigneten quantitativen und qualitativen Mess- bzw. Beweissiche-
rungsprogrammes zur Erkundung des Ist-Zustandes im hydrogeologischen Betrach-
tungsraum bzw. Überwachung der Auswirkungen des Baues auf die Nutzungssituation
im Trassenumfeld

EP.22.23 Boden
A Bestand
● Erhebung und Darstellung der Böden auf Basis der Österreichischen Bodenkartierung
● Bestimmung und Beurteilung vorhandener Vorbelastungen
● Bestimmung der Sensibilität
● Beurteilung der Bodensensibilität (Beeinflussungssensibilität des Ist-Zustandes) ge-
genüber Schadstoffbelastungen

B Auswirkungen
● Darstellung der wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen des Vorhabens
auf Basis folgender Aspekte: z.B. Bodeninanspruchnahme, Änderung der Oberflä-
chenform, Auswirkungen auf Bodenwasserhaushalt, Bodengefüge, Abtrag, Erosions-

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 97

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

gefahr und Bodenverlust durch Abschwemmung, Einschränkungen von Nutzungen,


Darstellung und Interpretation spezifischer Zusatzbelastungen – unter Berücksichti-
gung der Depositionsprognosen aus dem beigestellten Fachbeitrag „Luftschadstoffe“
● Darstellung des Bodenverbrauchs nach Bodenqualitäten durch dauernde oder tempo-
räre Versiegelung oder Entfernung während der Bau- und Betriebsphase
● Beschreibung und Bewertung der Erheblichkeit der Auswirkungen in Relation zu be-
stehenden Vorbelastungen und Grenzwertfestlegungen
● Beschreibung der wesentlichen Wirkungen des Vorhabens auf den landwirtschaftli-
chen Boden und die landwirtschaftliche Bodennutzung

C Maßnahmen
● Definition möglicher Vermeidungs-, Minderungs-, Ersatz- bzw. Ausgleichsmaßnah-
men für die Eingriffe im Untersuchungsraum (z.B. Ersatzflächen, Wegenetzgestaltung,
Schutzmaßnahmen u.a.) und in Bezug auf Boden
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung für das Schutzgut

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts Boden inkl. Zusammenfassung und Erstellung von fach-
spezifischen Themenkarten

EP.22.24 Landwirtschaft
A Bestand
● Erhebung und Dokumentation von landwirtschaftlichen Parametern und Kriterien: Be-
triebsformen, Betriebsgrößen, LW-Wegenetz, Schlagformen, Bewirtschaftungsarten,
Biobetriebe, Kulturen, agrarische Kommassierungsvorhaben, bestehende Drainage-
felder, Bodenschutzanlagen etc.

B Auswirkungen
● Landwirtschaftliche Flächenverluste, Auswirkungen auf die örtliche Landwirtschaft
● Auswirkungen auf das landwirtschaftliche Wegenetz

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Lieferung fachlicher Inputs für den Themenbereich Raumnutzung bezogen auf die
landwirtschaftliche Nutzung
● Erstellung eines Fachberichts Landwirtschaft inkl. Zusammenfassung und Erstellung
von fachspezifischen Themenkarten

EP.22.25 Luft und Klima


In dem Kapitel wird der Fachbericht Klima behandelt. Der Beitrag Schutzgut Luft findet
sich im Kapitel EP.22.03 Luftschadstoffe

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 98

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

A Bestand
● Charakterisierung der klimatischen Situation im Untersuchungsraum (Überblick Mak-
ro-, Meso- und Mikroklima)
● Darstellung der klimabeeinflussenden Faktoren auf Basis bestehender meteorologi-
scher Beobachtungsreihen
● Aufbereitung und Darstellung der meteorologischen Ausgangsparameter als Basis für
die Luftschadstoffausbreitungsberechnungen (z.B. Ausbreitungsklassen u.a.)
● Bewertung des Ist-Zustandes, Bestimmung der Sensibilität

B Auswirkungen
● Bestimmung des Eingriffsausmaßes des Vorhabens in Hinblick auf allfällige Verände-
rungen der mikroklimatischen Situation
● Bilanzierung der klimarelevanten Spurengase für die Betriebsphase und Bewertung im
Vergleich zur Bestandssituation

C Maßnahmen
● Definition von Vermeidungs-, Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen
● Interaktive Abstimmung der Maßnahmen mit der technischen Planung und den ande-
ren Fachbereichen

D Verbleibende Auswirkungen
● Bestimmung der verbleibenden Auswirkungen unter Berücksichtigung von Maßnah-
men
● Beurteilung der Be- oder Entlastung

E Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung eines Fachberichts inkl. Zusammenfassung und Erstellung allfälliger fach-
spezifischer Themenkarten

EP.22.26 Klima- und Energiekonzept


Erstellung eines Energie- und Klimakonzepts einschließlich der Darstellung von mögli-
chen Reduktionspotenzialen. Die Erstellung erfolgt gemäß den einschlägigen Leitfäden
des BMLFUW.

A Bauphase
● Bedarf an elektrischer Energie
● Darstellung der Energieflüsse
● Darstellung der CO2-Emissionen
● Darstellung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz

B Betriebsphase
● Für die Betriebsphase erfolgt eine Beschreibung des energetischen Verbesserungs-
potenzials in Form von CO2-Äquivalenten, das in Zusammenhang mit dem Vorhaben
steht

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 99

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

EP.22.27 Abfallwirtschaft
A Bestand
● Festlegung des Untersuchungsraums: gesamtes Projektareal und dessen unmittelbare
Umgebung sowie alle abfallwirtschaftlich relevanten Tatbestände, die mit dem Projekt
in Verbindung gebracht werden (z.B. Aussagen über die Verwertung von Gleisschotter
in einer Recyclinganlage auch außerhalb des Projektgebiets)
● Darstellung des abfallwirtschaftlichen Status quo im Untersuchungsraum

B Auswirkungen und Maßnahmen (Abfallwirtschaftskonzepte)


● Bauphase:
– Beschreibung der Abfälle der Bauphase, basierend auf den Ergebnissen der bo-
denchemischen Massenverteilung und den Ergebnissen der Erhebungen gem.
ONR 192130 unter Berücksichtigung des Leitfadens RUMBA
– Formulierung der Umsetzung der im Leitfaden RUMBA formulierten nachhaltigen
Verwertungs- und Entsorgungspfade basierend auf gegebenen Verwertungsmög-
lichkeiten (gem. BAWP 2011) und vorhandenen Entsorgungskapazitäten
– Erstellung eines Massenbewirtschaftungskonzepts aus Verschneidung der Quali-
tätsbeschreibung des anfallenden Bodenaushubs, Erdaushubs und der anfallenden
Gleisschottermaterialien mit den durch das Projekt anfallenden mineralischen Bau-
restmassen
– Erstellung des Baustellenabfallwirtschaftskonzepts (BAWK) auf Basis des Massen-
bewirtschaftungskonzepts
● Betriebsphase:
– Formulierung von projektspezifischen Aussagen in Bezug auf Entsorgungskon-
zepte wie z.B. entsprechende Betriebskonzepte der ÖBB mit Orientierung an den
Nachhaltigkeitsprinzipien des AWG (im Betrieb anfallende Abfälle der Gleisbewirt-
schaftung bzw. des Stationsbetriebes)

C Berichtswesen und Plandarstellungen


● Erstellung des Baustellenabfallwirtschaftskonzepts (BAWK) mittels Zusammenstellung
folgender abfallwirtschaftlich relevanten Unterlagen:
– Vorinformationen über den Baugrund (geotechnische Bestandsbeschreibung)
– Lageplan aller Baugrundaufschlüsse
– Probennahmeplan
– Bestandsbeschreibung Bodenqualität (zur Verwertung gem. aktuellem BAWP bzw.
Entsorgung gem. aktueller DepVO)
– Bericht gem. ONR 192130
– geologisch-hydrologisch-bodenchemischer Längenschnitt
– Mengenzusammenstellungen: Wiederverwendung, Zwischenlagerung, Deponie-
rung
– Baustellenkonzept zur Planung der gem. ALSAG ökonomischen Zwischenlagerlo-
gistik
● Betriebsphase: Zusammenschau der vorgesehenen abfallwirtschaftlichen Maßnah-
men mit ähnlichen Konzepten der ÖBB ausgehend vom Nachhaltigkeitsprinzip des
AWG

EP.22.28 Risikoanalyse Grundwasser


Die Risikoanalyse Grundwasser behandelt die grundwasserschutztechnischen Aspekte
der Bahnanlagen in Bezug auf Gefährdungen durch außerbetriebliche Ereignisse (sog.
„Störfälle“ mit Freisetzung von grundwassergefährdenden Schadstoffen). Inhalt dieser

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 100

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Risikoanalyse ist dabei einerseits eine Risikountersuchung im Bahnbetrieb im Zusam-


menhang mit Wassergefährdung bzw. Grundwasserschutz und andererseits eine opti-
mierte Maßnahmenplanung in Hinblick auf das Schutzgut Wasser. Es ist zunächst mittels
eines stufenweisen Bearbeitungskonzepts eine Beurteilung des Risikopotenzials auf das
Schutzgut „Wasser“ zu erstellen, und darauf aufbauend sind systematisch passende bau-
liche bzw. organisatorische Maßnahmen zu entwickeln.

A Bericht Risikoanalyse Grundwasser


Der erste Arbeitsschritt ist eine statistische Bearbeitung in Hinblick auf Störfallwahrschein-
lichkeiten und Freisetzungsmengen, umgelegt auf die Strecke.
● Grundlagen
● Untersuchungsrahmen
● Beschreibung betriebliche Grundlagen
● Methodische Vorgangsweise

Ereignisseite
● Beschreibung Ereignisszenarien („Störfallarten“)
● Abschätzung Eintretenswahrscheinlichkeiten für definierte Szenarien (inklusive spezi-
fische Freisetzungshäufigkeiten)

Gefährdungsseite
● Gefahrenstoffe und Gefahrenbilder
● Freigesetzte Gefahrgutmengen
● Ermittlung Ereignishäufigkeiten für definierte Schadenskategorien
Im zweiten Arbeitsschritt erfolgt eine hydrogeologische Einstufung der Sensibilität des
Schutzgutes Grundwasser in Bezug auf außerbetriebliche Ereignisse und damit ggf. ver-
bundene Freisetzungen.

Sensibilität Schutzgut Grundwasser


● Bewertungsmethodik
● Beschreibung der Hauptindikatoren (Bedeutung Aquifer, wasserwirtschaftliche Situa-
tion, natürliche Schutzmechanismen)
● Klassifikation (Gefährdungsklassen)
● Bilanz der Klassifikation
Durch eine umfassende Betrachtung im Rahmen eines definierten Bewertungsverfahrens
erfolgt die Festlegung sogenannter Gefährdungsklassen (Darstellung des Risikopotenzi-
als). Damit ist die Verknüpfung aller relevante Parameter (störfallstatistische Einstufun-
gen, hydrogeologisch/wasserwirtschaftliche Sensibilitäten, natürliche Schutzmechanis-
men) zu abschnittsweise festgelegten Gefährdungsklassen gemeint.

Ermittlung Gefährdungsklasse
● Übersichtsliste aller relevanten Einstufungen inklusive deren zugrundeliegenden Be-
wertungsparameter
Aus diesen Gefährdungsklassen resultieren unterschiedliche Anforderungen an die bau-
liche Ausführung der Eisenbahnanlagen (Gleiskörper, Entwässerung etc.), die in den je-
weils zugeordneten Streckenbereichen als Mindestanforderung umgesetzt werden müs-
sen, um einen ausreichenden Schutz des Grundwassers gewährleisten zu können.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 101

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Maßnahmenplanung
● Zuordnung Maßnahmentypen zu Gefährdungsklassen
● Beschreibung der baulichen Maßnahmen in Hinblick auf deren grundwasserschutzre-
levante Funktionen
● Beurteilung der Wirksamkeit der baulichen Maßnahmen in Hinblick auf den Grundwas-
serschutz

B Plandarstellungen Risikoanalyse Grundwasserschutz


● Darstellung der Bewertungsergebnisse (Einstufungsergebnisse inklusive aller Bewer-
tungsparameter) der Gefährdungsklassen und zugeordneten Maßnahmentypen in
trassenparallelen Bewertungsbändern
● Darstellung aller grundwasserschutzrelevanten Entwässerungsbauwerke (Becken
etc.)
● In einem Übersichtslageplan in geeignetem Maßstab (ca. 1:5.000 bis ca. 1:10.000)

C Bearbeitungsprozess Risikoanalyse Grundwasser


Eine weitere Aufgabe im Rahmen der Erstellung der Risikoanalyse Grundwasser ist ne-
ben der fachlichen Bearbeitung der Analyse selbst die interdisziplinäre Abstimmung die-
ser Mindestanforderungen an die baulichen Ausführungen mit allen erforderlichen Betei-
ligten.
Diese Beteiligten sind:
● Projektleitung
● Betroffene Fachabteilungen
● Betroffene technische Fachplaner (Streckenplaner, Entwässerungsplaner)
● Betroffene Umweltplaner (Hydrogeologie/Grundwasser)
Die Bearbeitung der Risikoanalyse Grundwasser erfolgt zeitnah, parallel und eng inter-
disziplinär vernetzt mit der Ausarbeitung des Einreichprojekts, um einen frühzeitigen In-
put von ggf. erforderlichen entwässerungstechnischen bzw. grundwasserrelevanten bau-
lichen Maßnahmen in die technische Planung zu gewährleisten.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 102

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

5.4 Detailprojekt

DP. Detailprojekt
DP.01 Bereich „Gesamtkoordination“
DP.01.01 Organisation
● Führung der Projektkoordinationsgruppe unter Einbeziehung aller vom AG festgeleg-
ten Mitglieder (strategische Ausrichtung); Durchführung von Besprechungen sowie
entsprechen der Dokumentation der Ergebnisse und aktuellen Maßnahmenliste; Ur-
genz der durchzuführenden Maßnahmen
● Erstellung und laufende Aktualisierung eines Projekthandbuchs (Ansprechpartner, Ter-
minpläne, Projektorganisation) in Abstimmung mit dem Auftraggeber
● Management von Daten- und Projektunterlagen (Betreuung und Administration der
zentralen elektronischen Projektdatenplattform. Die Strukturierung erfolgt in Abstim-
mung mit dem Auftraggeber und unter Berücksichtigung der Struktur der Bauabschnit-
te und Baulose

DP.01.02 Koordination:
● Übergreifende Koordination
● Genereller Ansprechpartner für den AG (z.B. hinsichtlich Auftrag, Strategien, Vorga-
ben)
● Grundlagenmanagement (z.B. Allgemeine Grundlagen, Betriebskonzept, Vermessung,
Untergrunderkundung, Technische Grundlagen): Evaluierung und laufende Prüfung
der Vollständigkeit der Grundlagen entsprechend dem Planungsfortschritt; Einfordern
fehlender, für das jeweilige Projekt erforderlicher Grundlagen (Umfang, Qualität, Ter-
min), Mitwirkung bei Detaillierung und Weiterentwicklung der Grundlagen (z.B. Ver-
messung, Bodenerkundung etc.), Management des Bedarfs an ergänzenden Grundla-
gen aus den Bereichen „Infrastrukturprojekt“ und „Raum- und Umwelt“
● Schnittstelle zu den beim AG eingesetzten begleitenden Kontrollprozessen
● Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit (inkl. Erstellen von Präsentationsplänen und
Erstellung von Bildschirmpräsentationen aufbauend auf den Projektunterlagen)
● Mitwirkung bei den Projektabstimmungen mit externen Kontextprojekten auf Gesamt-
projektebene (z.B. Straßenbauvorhaben, Vorhaben und Projekte der Gemeinden und
der Länder, Beurteilung von Anrainerbauvorhaben im Projektkontext)
● Projektvorstellung und Präsentation des Planungsstandes vor Behörden, Gutachtern,
Sachverständigen und Benannten Stellen

DP.01.03 Termin- und Ablaufplanung:


● Detaillierung des vom AG im Zuge der Ausschreibung definierten Terminrahmens zu
einem Gesamtterminplan
● Beschreibung von Meilensteinen und Erfassung aller maßgeblichen Termine für die
Projektabwicklung sowie des kritischen Weges und kritischer Termine in Abstimmung
mit dem AG
● Termin- und Ablaufmanagement (inkl. Erarbeitung von Maßnahmen zur Abwehr von
Terminüberschreitungen)
● Übergreifende Terminkoordination und Steuerung inkl. Terminüberwachung und Ur-
genz

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 103

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.01.04 Leistungen gem. BauKG


A Planungskoordination
Die Aufgabe des Planungskoordinators begründet sich im Bundesgesetz über die Koor-
dination bei Bauarbeiten (Bauarbeitenkoordinationsgesetz – BauKG) BGBl. I Nr. 37/1999
in der gültigen Fassung.
Der ÖNORM B 2107 – Umsetzung des Baustellenkoordinationsgesetzes (BauKG) – und
bei Untertagebaustellen zusätzlich der RVS 09.01.51 – Richtlinien für Planung und Um-
setzung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzepts auf Untertagebaustellen – ist
zu entsprechen.
Vonseiten des Bauherrn werden dem Planungskoordinator die für seine Tätigkeit erfor-
derlichen Projektinformationen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen sind durch die Zusammenarbeit mit dem Planungsteam und der
Projektleitung einzuholen, vornehmlich durch die Teilnahme an den Planungs- und Pro-
jektbesprechungen.
Mit dem Beginn der Planungsarbeiten für das eisenbahnrechtliche Einreichprojekt hat der
Planungskoordinator seine diesen Prozess begleitende Tätigkeit aufzunehmen. Die zu
erstellenden Dokumente, der konzeptgemäß zu erstellende SiGe-Plan und die Unterlage
für die späteren Arbeiten sind zeitgerecht zu liefern, die entsprechenden Termine mit der
Projektleitung zu vereinbaren.
Zur Vergabe des ersten Gewerkes sind die Dokumente für den gesamten vertragsgegen-
ständlichen Bauumfang dem Baustellenkoordinator zu übergeben, mit diesem abzustim-
men und gegebenenfalls gemeinsam anzupassen.
Nach erfolgter Abstimmung bzw. Anpassung ist die Tätigkeit des Planungskoordinators
beendet.
Die Tätigkeit des Planungskoordinators hat derart zu erfolgen, dass beim gegenständli-
chen Projekt die gesetzlichen Erfordernisse erfüllt werden.
Der Planungskoordinator hat die Umsetzung seiner Aufgaben an den gesetzlichen Vor-
schriften und am Stand der Technik auszurichten.
§ 4. (2) BauKG: Der Planungskoordinator hat
● die Umsetzung der allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 ASchG
bei Entwurf, Ausführungsplanung und Vorbereitung des Bauprojekts zu koordinieren,
● einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan gemäß § 7 BauKG auszuarbeiten oder
ausarbeiten zu lassen,
● darauf zu achten, dass der Bauherr oder der Projektleiter, wenn ein solcher eingesetzt
ist, den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan berücksichtigt,
● eine Unterlage für spätere Arbeiten gemäß § 8 BauKG zusammenzustellen,
● darauf zu achten, dass der Bauherr oder der Projektleiter, wenn ein solcher eingesetzt
ist, die Unterlagen nach § 8 BauKG berücksichtigt.
Bei Projekten unter Bahnbetrieb ist das Regelwerk 90.02.00 – „Merkblätter zum Schutz
gegen die Gefahren des Bahnbetriebes“ in den SiGe-Plan aufzunehmen.
Der Planungskoordinator hat an den vom Projektteam durchgeführten Besprechungen
nach Erfordernis bzw. Anforderung teilzunehmen.
Bei Bedarf hat der Planungskoordinator eigene Koordinationsbesprechungen einzuberu-
fen. Über diese Besprechungstermine ist die Projektleitung zu informieren.
Der Planungskoordinator hat den Kontakt mit allen Mitgliedern des Projektteams und den
Planern zu pflegen, um damit die gegenseitige Information zu gewährleisten.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 104

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Das Ergebnis der vom Planungskoordinator einberufenen Besprechungen ist zu protokol-


lieren. Die Protokolle sind der Projektleitung unaufgefordert und umgehend zu übermit-
teln.
Nach Abschluss der Planungsphase ist ein detaillierter Abschlussbericht, in dem die Um-
setzung der allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 ASchG bei Ent-
wurf, Ausführungsplanung und Vorbereitung des Bauprojekts bestätigt wird, zu überge-
ben.

B Baustellenkoordination
Die Aufgabe des Baustellenkoordinators begründet sich im Bundesgesetz über die Koor-
dination bei Bauarbeiten (Bauarbeitenkoordinationsgesetz – BauKG) BGBl. I Nr. 37/1999
in der gültigen Fassung.
Der ÖNORM B 2107 – Umsetzung des Baustellenkoordinationsgesetzes (BauKG) – und
bei Untertagebaustellen zusätzlich der RVS 09.01.51 – Richtlinien für Planung und Um-
setzung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzepts auf Untertagebaustellen – ist
zu entsprechen.
Vonseiten des Bauherrn werden dem Baustellenkoordinator die für seine Tätigkeit erfor-
derlichen Projektinformationen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen sind durch die Zusammenarbeit mit den auf der Baustelle tätigen
Arbeitgebern einzuholen, vornehmlich durch Baustellenbegehungen und die Teilnahme
an Bau- und Projektbesprechungen.
Mit der Vergabe des ersten Gewerkes hat der Baustellenkoordinator seine Tätigkeit auf-
zunehmen. Diese Tätigkeit endet mit dem Ende der Beschäftigung von Arbeitnehmern im
Zusammenhang mit den gegenständlichen Bauarbeiten auf der Baustelle bzw. der Ertei-
lung der Betriebsbewilligung für den Bahnbetrieb.
Die Dokumente für den gesamten vertragsgegenständlichen Bauumfang werden vom
Planungskoordinator übergeben, mit diesem abgestimmt und gegebenenfalls gemeinsam
angepasst. Danach obliegt die Abstimmung bzw. Anpassung ausschließlich dem Baustel-
lenkoordinator.
Die Tätigkeit des Baustellenkoordinators hat derart zu erfolgen, dass beim gegenständli-
chen Projekt die gesetzlichen Erfordernisse erfüllt werden.
Der Baustellenkoordinator hat die Umsetzung seiner Aufgaben an den gesetzlichen Vor-
schriften und am Stand der Technik auszurichten.

§ 5 (1) BauKG: Der Baustellenkoordinator hat zu koordinieren:


● die Umsetzung der allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 ASchG
bei der technischen und organisatorischen Planung, bei der Einteilung der Arbeiten,
die gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt werden, bei der Abschätzung der vor-
aussichtlichen Dauer für die Durchführung dieser Arbeiten sowie bei der Durchführung
der Arbeiten,
● die Umsetzung der für die betreffende Baustelle geltenden Bestimmungen über Si-
cherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
● die Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Arbeitsverfahren.

(2) BauKG: Der Baustellenkoordinator hat darauf zu achten, dass


● die Arbeitgeber den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan anwenden,
● die Arbeitgeber die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 ASchG
anwenden,

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 105

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● die auf der Baustelle tätigen Selbstständigen den Sicherheits- und Gesundheitsschutz-
plan und die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß § 7 ASchG an-
wenden, wenn dies zum Schutz der Arbeitnehmer erforderlich ist.

(3) BauKG: Der Baustellenkoordinator hat


● die Zusammenarbeit und die Koordination der Tätigkeiten zum Schutz der Arbeitneh-
mer und zur Verhütung von Unfällen und berufsbedingten Gesundheitsgefährdungen
zwischen den Arbeitgebern zu organisieren und dabei auch auf der Baustelle tätige
Selbstständige einzubeziehen,
● für die gegenseitige Information der Arbeitgeber und der auf der Baustelle tätigen
Selbstständigen zu sorgen,
● den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan und die Unterlage unter Berücksichti-
gung des Fortschritts der Arbeiten und eingetretener Änderungen anzupassen oder
anpassen zu lassen,
● die erforderlichen Maßnahmen zu veranlassen, damit nur befugte Personen die Bau-
stelle betreten.
(4) BauKG:
● Stellt der Baustellenkoordinator bei Besichtigungen der Baustelle Gefahren für Si-
cherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer fest, hat er unverzüglich den Bauherrn
oder den Projektleiter sowie die Arbeitgeber und die allenfalls auf der Baustelle täti-
gen Selbstständigen zu informieren. Der Baustellenkoordinator hat das Recht, sich an
das Arbeitsinspektorat zu wenden, wenn er der Auffassung ist, dass die getroffenen
Maßnahmen und bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um die Sicherheit und den
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sicherzustellen, nachdem er erfolglos eine Besei-
tigung dieser Missstände verlangt hat.
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan und die Unterlagen sind vom Baustellenko-
ordinator anzupassen.
Der Baustellenkoordinator hat an den Besprechungen nach Erfordernis bzw. Anforderung
teilzunehmen. Bei Bedarf hat der Baustellenkoordinator eigene Koordinationsbesprechun-
gen einzuberufen. Über diese Besprechungstermine ist die Projektleitung zu informieren.
Der Baustellenkoordinator hat den Kontakt mit allen Projektbeteiligten zu pflegen, um
damit die gegenseitige Information zu gewährleisten.
Der Baustellenkoordinator hat den Kontakt mit allen auf der Baustelle tätigen Unterneh-
mungen herzustellen und die Zusammenarbeit im weiteren Bauablauf mit diesen zu re-
geln.
Der Baustellenkoordinator hat den Kontakt mit dem zuständigen Arbeitsinspektorat zu
pflegen.
Die Projektleitung ist über alle Arbeitsunfälle, die auf der Baustelle eingetreten sind, um-
gehend in Kenntnis zu setzen.
Auf die Informationspflicht gem. § 5 (4) BauKG wird besonders hingewiesen.
Stellt der Baustellenkoordinator laufend oder grobe Verstöße gegen die allgemeinen
Grundsätze der Gefahrenverhütung fest, ist die Projektleitung zu informieren.
Der Baustellenkoordinator hat
● Baustellenbegehungen zu organisieren, an denen die Ansprechpartner der ausführen-
den Firmen und Büros (z.B. Vermesser, Geologe, örtl. Bauaufsicht etc.) teilnehmen,
wobei insbesondere das Ziel der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren sowie der
Festlegung von Maßnahmen zu verfolgen ist,

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 106

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● dafür Sorge zu tragen, dass der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan für die be-
troffenen Arbeitgeber, deren Präventivkräfte und Arbeitnehmer sowie auf der Baustelle
tätigen Selbstständigen und die Bediensteten des Bauherrn auf der Baustelle zur Ein-
sichtnahme aufliegt,
● dafür Sorge zu tragen, dass die Vorankündigung gemäß § 6 BauKG sichtbar auf der
Baustelle ausgehängt wird.
Die Vorankündigung gemäß § 6 BauKG ist vom Baustellenkoordinator zu erstellen, durch
den Bauherrn unterfertigen zu lassen und mindestens zwei Wochen vor Beginn der Arbei-
ten nachweislich an das zuständige Arbeitsinspektorat und an die Bauarbeiter-Urlaubs-
und Abfertigungskasse zu übermitteln.
Die Vorankündigung ist durch den Baustellenkoordinator fortzuschreiben bzw. Änderun-
gen anzupassen.
Der Baustellenkoordinator hat bei unvorhergesehenen Ereignissen den Bauherrn in Be-
langen der Arbeitssicherheit zu beraten und bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur
Beherrschung der Situation mitzuwirken.
Das Ergebnis der vom Baustellenkoordinator einberufenen Besprechungen und der
durchzuführenden Baustellenbegehungen ist zu protokollieren. Die Protokolle sind der
Projektleitung unaufgefordert und umgehend zu übermitteln.
Vierteljährlich ist eine schriftliche Dokumentation über die Tätigkeit, besondere Vorkomm-
nisse, gesetzte Maßnahmen etc. der Projektleitung zu übermitteln.
Nach Abschluss der Bauarbeiten ist dem Bauherrn ein Abschlussbericht zu übergeben.

DP.01.05 Risikomanagement des Planungsprozesses


● Darstellung der Risiken in der Planungsphase
● Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoabwehr
● Risikoverfolgung (fortlaufendes Monitoring)

DP.01.06 Berichtswesen:
Erstellung periodischer Berichte mit den Inhalten:
● Stand und Fortschritt der Bearbeitungen/Leistungserbringung inkl. Ausblick
● Terminsituation (Soll-Ist-Vergleich)
● Darstellung zukünftiger Risiken und kritischer Punkte im Planungsprozess
● Darstellung des Status der Kostenermittlung und Fortschreibung der Projektrisiken
(Umsetzung) entsprechend dem Erkenntnisgewinn
● Zwischenbericht zum Einreichzeitpunkt mit den oben angeführten Inhalten inkl. Auflis-
tung der für die Projektumsetzung und Erlangung der Betriebsbewilligung erforderli-
chen Maßnahmen (allgemein, formal und projektspezifisch) als Grundlage für die Be-
arbeitung der nächsten Projektphasen
● Abschlussbericht zum Zeitpunkt der Genehmigungserteilung mit den oben angeführ-
ten Inhalten inkl. Auflistung der für die Projektumsetzung und Erlangung der Betriebs-
bewilligung erforderlichen Maßnahmen (allgemein, formal und projektspezifisch) als
Grundlage für die Bearbeitung der nächsten Projektphasen

DP.01.07 Änderungsmanagement
Verfolgung und Dokumentation von Projektänderungen und Modifikationen:
● Erstellung einer Struktur für die Verfolgung von Projektänderungen und Modifikationen
(baulosbezogen bzw. fachbereichsbezogen)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 107

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Zusammenführung und Homogenisierung der Unterlagen der Fachplaner über die


Projektänderungen und Modifikationen
● Aufbereiten und Abstimmen des UVP-verfahrensrelevanten Projektänderungsbedarfs
mit der zuständigen UVP-Behörde
Anmerkung: Leistungen für allfällig notwendige UVP-Projektänderungsverfahren sind
aufgrund des jeweils spezifischen Umfanges nicht Inhalt des vorliegenden Leistungs-
bildes und nach Bedarf gesondert festzulegen.
● Leitung und Überwachung der Abstimmung mit den §-40-Personen, Gutachtern und
Behörden bzw. deren Fachbauaufsichten

DP.01.08 Auflagen- und Maßnahmenverfolgung


● Übernahme der Maßnahmen- und Auflagenliste aus dem Einreichprojekt und Überprü-
fung auf Konformität mit den Bescheiden
● Zuordnung der Maßnahmen und Auflagen auf die einzelnen Baulose mit Zuweisung
der Verantwortlichkeit
● Festlegung der Kontrollzeitpunkte für die Überprüfung der Erfüllung der Maßnahmen
und Auflagen (z.B. Ausschreibungsplanung, Ausschreibungserstellung, vor Baube-
ginn, periodisch während Bau, nach Baufertigstellung)
● Verteilung und Einforderung der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung bei den Projekt-
beteiligten
● Überprüfung und Homogenisierung der Unterlagen für die Maßnahmen- und Auflagen-
erfüllung
● Zusammenstellung der Unterlagen für die Betriebsbewilligung

DP.01.09 Übereinkommenspläne
(Straßenbenutzungsübereinkommenspläne, Übereinkommenspläne bezüglich Gebiets-
körperschaften, Einbautenträger etc.).
Für die Bearbeitung sind als Grundlage vom AG Auszüge aus dem Grundbuch und dem
Grundstücksverzeichnis, Katastermappenblätter etc. zur Verfügung zu stellen.
Erstellung der Übereinkommensunterlagen bestehend aus:
● Anpassung eines allgemeinen Vertragsentwurfes an die konkrete Aufgabenstellung
● Technischer Bericht
● Ermittlung des Ablösebetrages
● Grundeinlöseplan mit farbiger Darstellung der wechselseitigen Abtretungs- bzw. Son-
dernutzungsflächen sowie der vorübergehenden Beanspruchungen über den gesam-
ten Übereinkommensbereich (nicht KG-weise getrennt).
● Getrennte Grundstücksverzeichnisse der wechselseitigen Abtretungs- bzw. Sonder-
nutzungsflächen
● Aktueller Lageplan über den gesamten Übereinkommensbereich (analog Grundeinlö-
seplan)
● Begleitung des Verhandlungsprozesses zwischen den Vertragsparteien

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 108

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.10 Bereich „Infrastrukturprojekt – Koordination“


DP.10.01 Koordination Infrastrukturprojekt
● Führung der Projektplanungsgruppe unter Einbeziehung aller Mitglieder des Pla-
nungsteams (interne und externe Teammitglieder des Auftraggebers); Durchführung
von Besprechungen sowie entsprechender Dokumentation der Ergebnisse und aktuel-
len Maßnahmenliste; Urgenz der durchzuführenden Maßnahmen
● Projektspezifische Evaluierung und Anpassung der Schnittstellen zwischen den Fach-
planungen
● Mitwirkung bei der Festlegung der Ausschreibungsstrategie und der Festlegung der
Baulose. Mitwirkung bei der Projektvorstellung und Präsentation des Planungsstandes
vor Behörden, Gutachtern, Sachverständigen und Benannten Stellen
● Inhaltliche Abstimmung der einzelnen technischen Fachplanungen und Zusammen-
führen bzw. Integration der Fachplanungen in das Infrastrukturprojekt, das als inte-
grales Gesamtprojekt die Ergebnisse sämtlicher technischer Fachplanungen sowie
alle erforderlichen Nebenanlagen und Begleitmaßnahmen inkludiert
● Inhaltliche Abstimmung der technischen Fachplanungen und Sicherstellung der Kon-
formität mit den Genehmigungsbescheiden
● Koordination und Dokumentation des Freigabeprozesses des AG in Abstimmung mit
den Vorgaben des AG (evtl. auch über Planprüfplattform) sowie Mitwirkung bei den
auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhaltungsverantwortlichen,
Nutzern etc.)
● Erstellung einer Gewerkeliste für das gesamte Projekt auf Basis der Kostenermittlung
der vorangegangenen Phasen
– Zuordnung der Kosten zu den Ausschreibungspaketen zum Vergleich mit den Kos-
tenanschlägen
– Darstellung des Terminablaufes für die Ausschreibungs- und die Bauphase
– Darstellung des voraussichtlichen Mittelabflusses über die geplante Bauzeit

DP.10.02 Koordination Ausschreibung


● Führung der Projektplanungsgruppe unter Einbeziehung aller Mitglieder des Pla-
nungsteams (interne und externe Teammitglieder des Auftraggebers); Durchführung von
Besprechungen (Ausschreibungsklausuren) sowie entsprechender Dokumentation der
Ergebnisse und aktuellen Maßnahmenliste; Urgenz der durchzuführenden Maßnahmen
● Projektspezifische Evaluierung und Anpassung der Schnittstellen zwischen den Fach-
planungen
● Festlegen, Abstimmen und Fortschreiben des Einlagenverzeichnisses der Ausschrei-
bung
● Inhaltliche Abstimmung der Leistungsverzeichnisse (z.B. hinsichtlich der Positionsaus-
wahl, Formulierung Zusatzpositionen) und Zusammenführen der Einzelbeiträge zu ei-
ner Gesamtausschreibung
● Erstellung eines Kostenanschlages auf Basis von Einheitspreisen von vergleichbaren
Bauleistungen
● Änderungsmanagement (Verfolgung und Dokumentation von maßgeblichen Änderun-
gen von Plan- und Berichtsinhalten)

DP.10.03 Begleitende Baubetreuung


● Erforderliche Interpretation der Planungs- und Ausschreibungsunterlagen durch Be-
sprechungen, Stellungnahmen für den Auftraggeber, jedoch keine Teilnahme an den
laufenden Baubesprechungen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 109

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.10.04 Angebotsprüfung und Vergabevorschlag


Die Angebotsprüfung und die Erstellung des Vergabevorschlags gemäß BVergG umfas-
sen im Wesentlichen folgende Leistungen:
● Teilnahme und Mitwirken an der Submission
● Prüfung von Teilnahmeanträgen bzw. der Eignungskriterien der Bieter
● Rechnerische, rechtliche und sachliche Prüfung aller Angebote hinsichtlich Vollständig-
keit und Richtigkeit. Die Angebote sind mithilfe eines EDV-Ausschreibungsprogramms
auf der Grundlage der Ö-Norm A 2063 zu prüfen
● Überprüfung der Angebote in Hinblick auf die Termine der Bauausführung, die der Aus-
schreibung zugrunde liegen
● Technische und rechtliche Prüfung aller abgegebenen Angebote (einschließlich Vari-
anten- und Alternativangebote) der Bieter gemäß Bundesvergabegesetz bzw. ÖNORM
A 2050
● Erstellung einer Preisvergleichstabelle mit Kennzeichnung der niedrigsten und der
höchsten Einheitspreise. Vertiefte Prüfung der Einheitspreise der maßgeblichen Posi-
tionen
● Überprüfung der K-Blätter (Detailkalkulation etc.)
● Überprüfung der den Angeboten beigegebenen Termin- und Geräteeinsatzpläne
● Überprüfung der Referenz- und Bonitätsangaben der Bieter
● Abschätzung der Auswirkung allfälliger Massenveränderungen
● Hinweis auf eventuelle Spekulationen
● Erstellung eines Fragenkatalogs für die Aufklärung des Angebots
● Teilnahme und Protokollierung von Aufklärungs- und Vergabegesprächen
● Erstellen eines Vergabevorschlags
● Beratung des AG in wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Hinsicht bei der Erstel-
lung des Bauvertrags
● Erstellung des Vertragsleistungsverzeichnisses
● Mitwirkung bei der Erstellung und Prüfung der Auftragsschreiben

DP.10.05 Prüfung von Zusatzanboten der bauausführenden Firmen


Die Prüfung von Zusatzangeboten der ausführenden Firmen erfolgt nur auf Aufforderung
des AG durch eine schriftliche Stellungnahme:
● Stellungnahme dem Grunde nach (Prüfung der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit)
● Stellungnahme zur Preisangemessenheit
jeweils auf Grundlage des Bezug nehmenden Hauptauftrags

DP.10.06 Erstellung des Prüfbuches im Zuge der Ausschreibung


Es ist ein Prüfbuch für die Qualitätssicherung während der Bauherstellung auf Basis der
Ausschreibung und der darin enthaltenen technischen Richtlinien zu erstellen. Dieses hat
nach einer Vorlage des AG erstellt zu werden. Darin ist auch eine Anzahl an Güte-, Iden-
titätsprüfungen etc. festzuhalten, die voraussichtlich notwendig werden. Das Prüfbuch ist
bis zum Zeitpunkt der Ausschreibungsveröffentlichung zu erstellen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 110

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.11 Bereich „Infrastrukturprojekt – Integrale Verkehrs- und


Streckenplanung“
Dieses Infrastrukturprojekt wird als integrales Gesamtprojekt verstanden, welches sämtli-
che technische Fachplanungen sowie alle erforderlichen Nebenanlagen und Begleitmaß-
nahmen inkludiert.

DP.11.01 Detailplanung
A Lageplan im Maßstab 1:500 (Strecke) bis 1:200 (Bahnhöfe)
Der Maßstab der Lagepläne beträgt im Regelfall 1:500 für die Freie Strecke und 1:200 in
den Bahnhofsbereichen. Bei einfachen Verhältnissen reduziert sich der Lageplan 1:200
auf die Bahnsteigbereiche.
Die wesentlichen Planinhalte sind:
● Böschungsverschnitte aufgrund der Querprofilaufnahme bzw. vorliegender geotechni-
scher Projekte
● Einarbeitung aller Planungen Dritter wie Brücken, Lärmschutzmaßnahmen, Erschüt-
terungsschutzmaßnahmen, Durchlässe, Mauern etc. aus den entsprechenden Detail-,
Allgemeinen Entwürfen bzw. Regelplänen
● Sämtliche Kleinbauwerke entsprechend den Regelplänen wie Mastfundamente für Si-
gnale und Oberleitung, Fundamente für Fernsprechbuden etc.
● Das gesamte Entwässerungssystem wie Durchlässe, Kanäle, Ableitungen, Drainagen,
Rohrquerungen, Schächte etc. einschließlich der Entwässerung der Kabelkanäle
● Einbauten der ÖBB sowie Fremder, Kabelsysteme, Kabeltrassen etc.
● Straßen-, Wege- und Gerinneverlegungen
● Detaillierung aller Kleinbauwerke entsprechend den Regelplänen hinsichtlich Längen
und Höhenangaben

B Längenschnitt 1:1000/100
Der Maßstab der Längenschnitte beträgt im Regelfall 1:1000/100.
Die wesentlichen Planinhalte sind:
● Neigungszeiger
● Kilometrierung bzw. Stationierung
● Höhen des Geländes, der bestehenden Gleise sowie der neuen Gleise einschließlich
Überhöhung
● Neigungsband
● Krümmungsband
● Überhöhungsband
● Ausweisung der Querprofile
● Leerband für Bolzenhöhen
● Darstellung sämtlicher Bauwerke wie Brücken, Durchlässe, Mauern etc. sowie aller
sonstigen querenden Objekte, Einbauten etc.

C Querschnitte 1:100, im Mittel 40 Stk./km


Übernahme der Regelprofile aus der Einreichplanung
Der Maßstab der Querschnitte beträgt im Regelfall 1:100.
Die Anzahl der Profile beträgt 40 Stk./km, primär in 25-m-Abstand, jedenfalls an allen
exponierten Stellen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 111

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die wesentlichen Planinhalte sind:


● Profilnummer und Stationierung
● Höhen der Gleise, des Feinplanums (OK Frostschutz), des Erdplanums (UK Frost-
schutz) sowie des Geländes und der Böschungsgeometrie unter Berücksichtigung der
Angaben des Grundbau-Sachverständigen bzw. Einarbeitung eines vorliegenden geo-
technischen Projekts
● Bestehende und künftige Bahngrundgrenzen
● Oberbau samt Lichtraumbegrenzung
● Entwässerung
● Sämtliche Bauwerke
● Unterirdische Einbauten
● Angaben über Erdmassenbewegung (Humusauf- bzw. -abtrag, Dammschüttung, Erd-
bzw. Felsabtrag, Frostschutz und Bodenauswechslungen)

D Entwurfspläne zur Streckenausrüstung


mit geometrischer Definition im Grund- und Aufriss als Grundlage zur statisch konstrukti-
ven Bearbeitung durch Dritte:
● Zusammenführen und Abstimmung von beigestellten Planunterlagen über eisenbahn-
technische Einrichtungen (Planungen wie Sicherungs-, Oberleitungs- und Fernmelde-
anlagen sowie elektrische Anlagen, Kabelwege etc.)
● Aufbauend auf die Streckenausrüstungsplanungen des Einreichprojekts erfolgt eine
Aktualisierung, Detaillierung und Zusammenführung der Planungen der Streckenaus-
rüstungsfachdienste unter Berücksichtigung der Bauphasenplanung
Die wesentlichen Leistungen umfassen:
● Erstellung eines Streckenausrüstungslageplanes im Maßstab der bautechnischen La-
gepläne
● Erstellung von Profilen bei ausgewählten Streckenausrüstungsquerungen (bei schwie-
rigen Verhältnissen wie z.B. Kabelschächten)
● Erstellung von Detailplänen für Kabelschächte, Kabeltrogabführungen etc. ohne sta-
tisch-konstruktive Bearbeitung

E Entwurf von Details mit geometrischer Definition im Grund- und Aufriss als
Grundlage zur statisch konstruktiven Bearbeitung durch Dritte
● Detailpläne für sämtliche Bauwerke (Ein- und Auslaufbauwerke von Rohrdurchlässen,
Stirnmauern, Grabenmauern, Stiegen, Bahnsteige, Schächte, Lärmschutzmaßnah-
men etc.) in einem für die Bauausführung entsprechenden Maßstab, ohne statisch-
konstruktive Bearbeitung
Die Leistung umfasst keine Erstellung von Schalungs- und Bewehrungsplänen. Die De-
tailplanung für sämtliche Bauwerke, für die eine statisch-konstruktive Bearbeitung erfor-
derlich ist, ist in Pos. DP.12.01 enthalten.

F Bauphasenpläne
Die Bauphasenplanung erfolgt unter der Prämisse, das Verkehrsprojekt mit möglichst
geringem Aufwand bautechnisch herzustellen. Dabei sind u.a. folgende Schnittstellen in
der Bauphasenplanung zu berücksichtigen:
● Bestehende Eisenbahnanlagen
● Errichtung des eisenbahntechnischen Verkehrsprojekts samt Streckenausrüstungsan-
lage

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 112

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Berücksichtigung der bestehenden und neuen straßenbaulichen Maßnahmen und der


geplanten Baumaßnahmen im Zusammenhang mit den Kunstbauwerken
● Errichtung von Hochbauprojekten
● Einarbeitung aller betrieblichen Erfordernisse seitens des Infrastrukturbetreibers
● Berücksichtigung der oberbautechnischen Rahmenbedingungen
Im Zuge der Bauphasenplanung sind Unterlagen für Besprechungen zu erstellen. Es ist
die Teilnahme an Vorbesprechungen und Besprechungen zwischen dem Auftraggeber,
den ÖBB-Fachdiensten, Behörden und Planern sowie der diesbezüglichen Protokollfüh-
rung erforderlich. Weiters ist ein Bauphasenbuch mit der Darstellung der Baumaßnah-
men in Bauphasenplänen (Gleisschemata, Zeitraum mit Kurzbeschreibung der geplanten
Baumaßnahmen, Abgrenzung von Betriebsbehinderungen und notwendigen Sperren) zu
erstellen.
Falls erforderlich sind Bauablaufpläne in Form von Diagrammen zu erstellen.

G Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

H Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten

DP.11.02 Ausschreibungserstellung – Tiefbauarbeiten


A Baubeschreibung
● Die Baubeschreibung umfasst die wesentlichen Angaben zum Bauvorhaben, zum
Bauumfang, zu den Projektgrundlagen und den Genehmigungsbescheiden. Weiters
enthalten sind Angaben zu den wesentlichen Bauarbeiten und zu eventuellen Er-
schwernissen bei der Baudurchführung und zum Terminablauf

B Massenermittlung
● Erstellung einer Massenermittlung auf der Grundlage von beigestellten oder empfohle-
nen Musterleistungsverzeichnissen

C Leistungsverzeichnis
● Aufstellen des Leistungsverzeichnisses auf Grundlage eines vom Auftraggeber bei-
gestellten Leistungsbuchs oder einer Mustervorlage, auf Basis der ÖNORM 2063 und
des genehmigten Einreichprojekts oder bereits vorliegender Details bzw. Ausführungs-
unterlagen. Die Gliederung ist entsprechend der Vorgabe des Auftraggebers vor allem
hinsichtlich der Systematik vorzunehmen.

D Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen


● Zusammenstellen und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter wie z.B. all-
gemeine Ausschreibungsunterlagen, rechtliche Vertragsbestimmungen, technische
Vertragsbestimmungen nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des
Auftraggebers

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 113

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

E Ausschreibungspläne
● Zusätzliche Planunterlagen zu den Detailplänen, die die Grundlage für die Ausschrei-
bungserstellung bilden:
● Baustellenbereichsgrenzenplan
● Abrechnungsskizzen für projektspezifische Situationen
● Bauphasenquerschnitte
● Baustelleneinrichtungspläne

F Massenbilanz und -management

G Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

H Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

I Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.11.03 Ausführungsunterlagen
A Detailabsteckpläne
● Detailabsteckpläne für alle Bauwerke (Bahnsteigkanten, Lärmschutzwände, Entwäs-
serungsanlagen, sonstige Kleinbauwerke), die nicht gesondert statisch- konstruktiv
bearbeitet werden
● Detailabsteckpläne all jener Bereiche, die nicht über die Querprofile hergestellt werden
können

B Lage- und höhenmäßige Definition der für die Ausführung relevanten Anla-
gen
● Koordinative und höhenmäßige Festlegung aller für die Ausführung des Projekts rele-
vanten Anlagen, sofern diese Daten nicht aus dem Einreichprojekt übernommen wer-
den können (wie z.B. Gleishauptpunkte, Weichen, Straßenachsen, Lärmschutzwände
etc.)
● Erstellung eines Koordinatenverzeichnisses mit zugehörigen Lage- und Höhenanga-
ben bzw. von geschriebenen Längenschnitten
● Absteckdaten für den Geometer sind nicht enthalten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 114

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Punktverdichtung für Oberbauarbeiten


● Ermittlung von Detailpunkten in einem Abstand von 10 m als Grundlage für die Herstel-
lung des Oberbaues

D Einrechnung Vermarkungspunkte
● Rückrechnung von Vermarkungspunkten (Mastbolzen), die vom AG bekanntgegeben
werden, auf die Gleisachse:
- Stationierung
- Höhe
- Überhöhung
- Seitlicher Abstand
● Höhendifferenz

E Gleisverschiebungs- und Hebungslisten


● Einrechnung von Detailpunkten im erforderlichen Abstand als Grundlage z.B für Bau-
zustände bei Oberbaumaschinen, die über keine eigenen Lagemesssysteme verfügen
oder bei Gleisprovisorien

F Oberbauformenplan
● Lageplan bzw. Lageskizze mit Darstellung der unterschiedlichen Oberbauformen samt
Schwellen für die Gleisabschnittsbereiche.
● Berücksichtigung von Kriterien für die Beschaffung (Neubaustoffe, altbrauchbare Stof-
fe)

DP.11.04 Unterlagen für die Abrechnungskontrolle


● Erstellung von Massenermittlungen auf Basis von Bestandsunterlagen als Grundlage
für die Abrechnungskontrolle der Hauptmassen

DP.11.05 Straßenplanung
Diese Position umfasst die Planung von allen Straßenanlagen im Projektbereich. Die Pla-
nungsinhalte orientieren sich an der Position DP.11.01 bis DP.11.03.

A Detailplanung
● Lageplan Maßstab 1:500 (Streckenbereich) bzw. Maßstab 1:200 im Bereich von Kreu-
zungen, Anlagen des ruhenden Verkehres etc.
● Längenschnitt 1:1000/100
● Regelquerschnitte 1:50
● Querschnitte 1:100, im Mittel 40 Stk./km
● Entwurf von Details mit geometrischer Definition in Grund- und Aufriss
● Bauphasenpläne

B Ausschreibungsunterlagen
Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die Straßenanlagen.
● Baubeschreibung
Die Baubeschreibung umfasst die wesentlichen Angaben zu den Straßenanlagen und
zum Bauumfang, zu den Projektgrundlagen und den Genehmigungsbescheiden. Wei-

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 115

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

ters sind Angaben zu den wesentlichen Bauarbeiten und zu eventuellen Erschwernis-


sen bei der Baudurchführung und zum Terminablauf enthalten.
● Massenermittlung
Erstellung einer Massenermittlung auf der Grundlage von beigestellten oder empfohle-
nen Musterleistungsverzeichnissen.
● Leistungsverzeichnis
Aufstellen des Leistungsverzeichnisses auf Grundlage eines vom Auftraggeber beige-
stellten Leistungsbuches oder einer Mustervorlage, auf Basis der ÖNORM 2063 und
des genehmigten Einreichprojekts oder bereits vorliegender Details bzw. Ausführungs-
unterlagen. Die Gliederung ist entsprechend der Vorgabe des Auftraggebers vor allem
hinsichtlich der Systematik vorzunehmen sowie allfällige Erarbeitung und Definition
von zusätzlichen Positionen (Z-Positionen):
● Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
Mitwirken an der Erstellung und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter wie
z.B. Allgemeine Ausschreibungsunterlagen, den Besonderen Vorbemerkungen zum
Leistungsverzeichnis nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des Auf-
traggebers.
● Ausschreibungspläne
Erstellung spezieller Pläne als Beilage zur Ausschreibung (z.B. Abrechnungssche-
mata).

C Zusatzleistungen
● Bodenmarkierungs- und Verkehrszeichenpläne
● Erstellung von Plänen für Verkehrsleiteinrichtungen
● Pläne als Grundlage für ein Verfahren gem. § 90 STVO

D Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

E Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

F Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.11.06 Entwässerungsplanung
Unter dieser Position ist die Entwässerungsplanung für Gleis- und Straßenanlagen unter
Berücksichtigung allfälliger Schutz- und Schongebiete zu verstehen.
In qualitativer Hinsicht gelten sinngemäß die Festlegungen der „Eisenbahnplanung End-
zustand“.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 116

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die Entwässerungsplanung für die Verkehrsanlagen erfolgt bis zum definierten Überga-
bebauwerk. Die Schnittstelle zur Wasserwirtschaft wird dahingehend definiert, dass die
Planung des Übergabebauwerkes bei der Entwässerungsplanung liegt, jedoch die was-
serwirtschaftlichen Anforderungen aus dem Bereich „Wasserwirtschaft und Wasserbau-
planung“ eingearbeitet werden.

A Detailplanung
Insbesondere umfasst diese Position die Planung von
● Entwässerung im Querprofil durch entsprechende Ausbildung des Unterbauplanums
● Bahndrainagen, Bahngräben, Versitzmulden, Grabenmauern
● Rohrdurchlässe
● Ableitungsgräben und -kanäle bis zum Vorfluter bzw. zur Versickerungsanlage
● Reinigungs- und Rückhalteanlagen für Bahnwässer, Versickerungsanlagen
● Zugehörige wasserbauliche Kleinobjekte wie Kanalschächte, Ein- und Auslaufbauwer-
ke, Drosselbauwerke etc.
Das Leistungsbild entsprechend „Vergütungsmodell Wasserwirtschaft“ umfasst folgende
Leistungen:
● Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen des Einreichprojekts (stufenweise
Erarbeitung der Darstellung der Lösung) unter Berücksichtigung aller fachspezifischer
Anforderungen und Verwendung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Betei-
ligter (Tragwerksplaner, Maschinenbau, Elektrotechnik, Geotechnik) bis zur ausfüh-
rungsreifen Lösung
● Zeichnerische Darstellung der Objekte mit allen für die Ausführung noch notwendigen
Berechnungen und Einzelangaben einschließlich Detailzeichnungen in den erforderli-
chen Maßstäben
● Erarbeiten der Grundlagen für die anderen an der Planung fachlich Beteiligten und
Integrieren ihrer Beiträge bis zur ausführungsreifen Lösung
● Prüfung und Freigabe der Montage- und Werkstattpläne der ausführenden Firmen
Die Darstellung der Planungsergebnisse erfolgt in der Regel in folgenden Plänen:
● Entwässerungslagepläne M 1:500
● Regelausführungen M 1:20 bis 1:50
● Schnitte und Detaildarstellungen
zu den einzelnen Entwässerungssystemen mit Längenschnitten und Schnittdarstellungen
● Absteckdaten
Abstecklagepläne M 1:500
Koordinatenlisten

B Ausschreibungsunterlagen
Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die Bauteile der Entwäs-
serung.
● Baubeschreibung
Die Baubeschreibung umfasst die wesentlichen Angaben zu den Entwässerungsanla-
gen und zum Bauumfang, zu den Projektgrundlagen und den Genehmigungsbeschei-
den. Weiters sind Angaben zu den wesentlichen Bauarbeiten und zu eventuellen Er-
schwernissen bei der Baudurchführung und zum Terminablauf enthalten.
● Massenermittlung
Erstellung einer Massenermittlung auf der Grundlage von beigestellten oder empfohle-
nen Musterleistungsverzeichnissen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 117

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Leistungsverzeichnis
Aufstellen des Leistungsverzeichnisses auf Grundlage eines vom Auftraggeber beige-
stellten Leistungsbuches oder einer Mustervorlage, auf Basis der ÖNORM 2063 und
des genehmigten Einreichprojekts oder bereits vorliegender Details bzw. Ausführungs-
unterlagen. Die Gliederung ist entsprechend der Vorgabe des Auftraggebers vor allem
hinsichtlich der Systematik vorzunehmen sowie allfällige Erarbeitung und Definition
von zusätzlichen Positionen (Z-Positionen):
● Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
Mitwirken an der Erstellung und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter, wie
z.B. Allgemeine Ausschreibungsunterlagen, den Besonderen Vorbemerkungen zum
Leistungsverzeichnis nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des Auf-
traggebers.
● Ausschreibungspläne
Als Vertiefung der Einreichplanung, soweit sie für die Ausschreibungserstellung und
Massenermittlung erforderlich sind.

C Zusatzleistungen
● Andere Fachplanungsleistungen: HKLS, EMSR, Maschinenbau, Bauphysik, Verkehrs-
wege, Verfahrenstechnik, Architektur
● Erstellung und/oder Prüfung einer Rohrstatik
● Fortschreiben der Ausführungsplanung während der Objektausführung
● Anpassen von Bauwerksplänen an maschinelle Vorgaben oder Planungen des AN
● Begleitung der Herstellung, letzte Klärung von technischen, funktionalen Einzelheiten
für den Fall, dass aus den Vergabeergebnissen Änderungen der Ausführungspläne
erforderlich werden

G Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

H Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

I Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 118

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.12 Bereich „Infrastrukturprojekt – Fachplanungen“


DP.12.01 Kunstbautenplanung
Diese Position umfasst die Planung und die Ausschreibungserstellung für Kunstbauten
wie z.B. Brückenbauwerke, Stützmauern sowie sonstige Bauwerke.
Die Leistungsbilder hierzu sind in der RVS 06.01.41 geregelt.

A Detailentwurf
● Leistungsbild gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.4

B Ausschreibungsunterlagen
● Massenermittlung gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.5
● Leistungsverzeichnis gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.6
● Sonstige Ausschreibungsunterlagen gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.6 (wenn eigene Aus-
schreibung)
● Angebotsprüfung gem. RVS 06.01.41 Kap. 11.6 (wenn eigene Ausschreibung)

C Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlags hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.02 Tunnelplanung
(Platzhalter)

DP.12.03 Hochbauplanung
A Planung Infrastrukturprojekte – Architekturleistung
Unter dieser Position ist die „Architekturleistung Planung“ aller in Verbindung mit einem
Eisenbahnprojekt stehender Hoch- und Kunstbauten, technischer Einrichtungen, Gebäu-
de, Lärmschutzmaßnahmen, Vorplätze, Busbahnhöfe, Verkehrsbauten, Verkehrswege
und Anlagen für Fußgänger-, Fahrrad- und ruhenden Verkehr usw. zu verstehen. Die
Erstellung Planunterlagen für das Informations- und Wegeleitsystem ist Bestandteil der
Planung.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 119

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Beispielhaft gehören dazu:


Aufnahmegebäude, Verwaltungs- und Dienstleistungsgebäude, Werkstätten, Betriebsge-
bäude, Lagergebäude, Schaltstationen, Stellwerke, Trafogebäude etc.
Bahnsteige samt Ausrüstung, Bahnsteigzugänge wie Unter- und Überführungen, Bahn-
steigdächer, Vorplätze, Überdachungen, Anlagen und Bauwerke zur Verknüpfung mit an-
deren Verkehrsträgern (z.B. Busbahnhof, Straßenbahn, U-Bahn etc.)
P&R-, B&R- und K&R-Anlagen, Parkdecks, Tiefgaragen, Fahrradgaragen, Überdachungen,
Unter- und Überführungen, Brücken, Tunnelportale, Lärmschutzwände
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

„Leistungsbild Planungsphase – Architekturleistung Planung“

– Ausführungs- und Detailplanung
– Kostenermittlung, Ausschreibung und Vergaben
– Künstlerische Oberleitung
– Sonstige Leistungen

B Statisch-konstruktive Planung
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe „Leistungsbild Tragwerksplanung“

(LB_TW) der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten i.d.g.F.

C Technische Gebäudeausrüstung
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

D Bauphysik, Brandschutz- und Fluchtwegeplanung


Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

E Landschaftsgestaltung und Freiraumplanung im Bahnhofsbereich


(Vorplätze, P&R, B&R, Straßenräume etc.)
Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

F Objektplanung und Innenraumgestaltung


Ziel- und Aufgabenbeschreibung siehe HIA i.d.g.F.

G Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

H Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

I Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 120

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-


eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

J Koordination (Fachbereichsebene)
● Inhaltliche Abstimmung mit anderen relevanten Fachplanungsbereichen (auf Grundla-
ge der von der „Technischen Koordination“ erarbeiteten Schnittstellendefinitionen)
● Übermittlung und Aktualisierung der Daten und Unterlagen für die zentrale elektroni-
sche Projektdatenplattform (an Koordination „Infrastrukturplanung“)
● Mitwirkung bei den auftraggeberinternen Projektabstimmungen (z.B. mit Instandhal-
tungsverantwortlichen, Nutzern etc.) und bei den auftraggeberinternen Freigabepro-
zessen
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Gremien des Bundes, Landes und Ge-
meinden
● Mitwirkung, Teilnahme und Präsentationen bei Fach- und Gestaltungsbeiratssitzungen

Die Anwendung der o.a. Leistungsbilder setzt ein genehmigungsfähiges Ein-



reichprojekt in entsprechender Qualität voraus.

DP.12.04 Einbautenplanung
● Die Planung von Einbauten wird grundsätzlich durch Dritte auf Basis der generellen
Entwürfe aus den Genehmigungsverfahren durchgeführt. Die Abstimmungen sind im
Rahmen der Position DP.10.01 Koordination „Infrastrukturprojekt“ durchzuführen und
die Planungsergebnisse im Rahmen der Position DP.11.01 Detailplanung einzuarbei-
ten.

DP.12.05 Wasserwirtschaft und Wasserbauplanung


Unter dieser Position sind folgende über die Position „DP.11.06 Entwässerungsplanung“
der Integralen Verkehrs- und Streckenplanung hinausgehenden Fachplanungen der Was-
serwirtschaft und der Wasserbauplanung zu verstehen.
Die Wasserbauplanung für die Verkehrsanlagen erfolgt ab dem Übergabebauwerk in eine
Vorflut (Gewässer oder Kanal). Die Schnittstelle zur Entwässerungsplanung wird dahin-
gehend definiert, dass die Planung des Übergabebauwerkes bei der Entwässerungspla-
nung liegt, diese jedoch die wasserwirtschaftlichen Anforderungen einzuarbeiten hat.

A Detailplanung
A1 Hochwasserabflussberechnungen
Aktualisierung der Hochwasserabflüsse aus dem Einreichprojekt von querenden bzw. an-
grenzenden Gewässern zur Aktualisierung der Dimensionierungsgrundlage für die Eisen-
bahnanlage.
Als Ergebnis sind die Hochwasseranschlaglinien bzw. Abflüsse für den Ausbauzustand in
einem interdisziplinären Prozess zu ermitteln und dem genehmigten Projekt gegenüber-
zustellen.

A2 Flussbau und Hochwasserschutz


Planung von flussbaulichen Maßnahmen wie z.B. Rückhaltedämmen, Rückhaltebecken,
Gerinneverlegungen etc.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 121

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die Abgrenzung zur Eisenbahninfrastrukturplanung bzw. Entwässerungsplanung ist in-


sofern gegeben, dass hier Maßnahmen an natürlichen Gewässern geplant werden, wo-
hingegen bei der Entwässerungsplanung neue Ableitungsmaßnahmen getroffen werden.
● Einarbeitung von Auflagen aus den Behördenverfahren
● Lagepläne 1:100
● Querschnitte alle 25 m, bei schwieriger Geometrie alle 10 m
● Regelquerschnitte 1:50
● Längenschnitte 1:500/50
● Konstruktionspläne von Bauteilen (Schächte, Schieberanlagen etc.), für die statisch-
konstruktive Bearbeitung

B Ausschreibungserstellung
B1 Massenberechnung
Erstellung einer nachvollziehbaren Massenermittlung auf Grundlage von beigestellten
oder empfohlenen Musterleistungsverzeichnissen.

B2 LV-Erstellung inkl. Textteile


Aufstellen des Leistungsverzeichnisses auf Grundlage eines vom Auftraggeber beige-
stellten Leistungsbuches oder einer Mustervorlage auf der Basis des genehmigten Ein-
reichprojekts und der Detailpläne.

B3 Erstellung der Baubeschreibung


Die Baubeschreibung umfasst die wesentlichen Angaben zum Bauvorhaben, zum Bau-
umfang, zu den Projektgrundlagen und den Genehmigungsbescheiden.

B4 Zusammenstellung
Zusammenführung der für die wasserbauliche Ausschreibung erforderlichen Unterlagen
und Pläne zu einem Gesamtkonvolut.

B5 Ausschreibungsveröffentlichung
Mitwirkung bei der Ausschreibungsveröffentlichung, Beantwortung von Bieterfragen, Mit-
wirkung bei der Angebotsöffnung.

B6 Vergabe
Mitwirkung bei der Angebotsprüfung, Mitwirkung bei der Erstellung des Vergabevermerks.

C Ausführungsunterlagen
● Absteckdaten von flussbaulichen Maßnahmen wie z.B. Dämme, Rückhaltebecken,
Gerinne etc.

D Begleitende Baubetreuung
Erforderliche Interpretation der Planungs- und Ausschreibungsunterlagen durch Bespre-
chungen, Stellungnahmen für den Auftraggeber, jedoch keine Teilnahme an den laufen-
den Baubesprechungen.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 122

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

E Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

F Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.06 Geotechnische und Hydrogeologische Planungen


Die geotechnischen und hydrogeologischen Planungen beinhalten in der Phase Detail-
planung i.d.R. spezielle Ausschreibungs- und Ausführungsdetails.
Aufgrund der oftmals sehr projektspezifischen Charakteristika und Anforderungen kann
keine allgemeingültige Leistungsbeschreibung erfolgen. Die genauen Anforderungen sind
daher im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Rahmenbedingungen auf Basis
der im Einreichprojekt bereits erstellten Unterlagen festzulegen oder zu ergänzen. Wei-
ters ist festzulegen, ob eine begleitende Baubetreuung durchzuführen ist.
Die Unterlagen gliedern sich analog dem Einreichprojekt bzw. der EN 1997-1 in:

A Geotechnische Unterlagen

A1 baugeologisches Gutachten

A2 hydrogeologisches Gutachten

A3 geotechnisches Gutachten

B Geotechnische Planungen (Boden- und Felsmechanische Planungen)

C Hydrogeologische Planungen

D Bearbeitungsprozess

E Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

F Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

G Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 123

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-


eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.07 Deponieplanungen
● (Platzhalter)

DP.12.09 Planung Leit- und Sicherungstechnik


A SFE Planung
● Stationierung, Aktualisierung und Dokumentation im SFE-Plan der sicherungstechni-
schen Einrichtungen wie z.B. Signale, Weichenantriebe, Kabelwege, Kunstbauten etc.
unter Einhaltung von Lichtraumprofilen inkl. Zuschläge, EisbAV-Abstände etc. unter
Berücksichtigung der Konfliktfreiheit der Einrichtungen untereinander und mit Einrich-
tungen anderer Fachlinien, wobei die grundsätzliche Lage von Signalstandorten vom
Auftraggeber vorgegeben wird
● Durchführung von Sichtanalysen für Signale
● Die Stationierung bzw. Aktualisierung aller SFE-Einrichtungen ist unter Berücksichti-
gung von Zwangspunkten und in Hinblick auf Bauphasen- und Betriebsabwicklung zu
optimieren
● Bei Änderungen der Gleis- und Weichenkonfiguration gegenüber dem abgestimmten
Plan sind die Auswirkungen auf die SFE-Planung (Einrichtungen und Kabelwege) un-
ter Berücksichtigung der o.a. Vorgaben zu erarbeiten und den AN bzw. der ÖBB Bau
AG abgestimmte Lösungsansätze vorzulegen
● Planung und Dimensionierung der Detailkabelwege inkl. erforderlicher Schächte etc.
(z.B. von Hauptkabelweg zu Weichenantrieben, Signalen, Gleisanschlussgehäusen,
Fernsprechsäulen, Monitoren, Uhren etc.)
● Exakte Kabelwegepläne inkl. Rohrbelegungspläne unter Berücksichtigung sämtlicher
benachbarter anderer Kabelwege
● Erstellung der Detailplanung für die Ausführung von Sonderkonstruktionen
● Ausführung von Vorstatiken, Dimensionierungen und Konstruktionsvorschläge für
Sonderkonstruktionen
● Planung der technischen Stationen im Tunnel nach Vorgabe der SFE-Fachlinienplaner
● Koordination aller SFE-Fachlinienplaner; sowie Abwicklung und Führung von Bespre-
chungen; anfertigen von Besprechungsprotokollen

B Ausführungsplanung
● Die Ausführungsplanung beinhaltet die Erstellung der Unterlagen für die Ausschrei-
bung und die Montage für die sicherungstechnische Kabel- und Außenanlage

C Vorbereitung auf die interne/externe Vergabe


● Massenermittlung für sicherungstechnischen Montagetätigkeiten
● Massenermittlung für Kabel und Kabeltrassenmaterial
● Leistungsverzeichnis für sicherungstechnische Montagetätigkeiten
● Leistungsverzeichnis für sicherungstechnische Kabelarbeiten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 124

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

D Mitwirkung bei der Vergabe


● Prüfen und Werten der Angebote für die unter DP.12.09 C beschriebenen Leistungen
einschließlich des Aufstellens eines Preisspiegels nach Leistungsgruppen

E Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

F Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

G Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität.
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.10 Planung Telekomanlagen


Die Planung umfasst am häufigsten folgende Anlagen:
● Kabelanlagen (Kupferkabel, Lichtwellenleiter)
● Betriebsfernmeldeanlage
● Reisendeninformation
● Datennetz
● Videoanlage/SOS-Bahnsteignotrufe
● Stromversorgungsanlagen für die Versorgung der TK-Einrichtungen
● Übertragungstechnik
● Planung sonstiger Anlagen
Die Leistung im Zuge der Planung der Eisenbahninfrastruktur beschränkt sich im We-
sentlichen auf die Begleitung des Beschaffungsvorganges. In diesem Leistungsbild wird
davon ausgegangen, dass die erforderlichen Anlagen inklusive der erforderlichen Detail-
planungen vergeben werden.

A Ausschreibungsunterlagen – „Pflichtenheft“
● Festlegung der funktionalen Anforderungen an die Anlage und Beschreibung der ein-
zuhaltenden Parameter
● Festlegung allfälliger Bewertungskriterien für eine Bewertung nach dem Bestbieter-
prinzip
● Zusammenstellen und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter wie z.B. All-
gemeine Ausschreibungsunterlagen, Rechtliche Vertragsbestimmungen, Technische
Vertragsbestimmungen nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des
Auftraggebers
● Erstellung allfälliger Ausschreibungspläne

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 125

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

B Mitwirkung bei der Vergabe


● Teilnahme und Mitwirken an der Submission
● Prüfung von Teilnahmeanträgen bzw. der Eignungskriterien der Bieter
● Rechnerische, rechtliche und sachliche Prüfung aller Angebote hinsichtlich Vollstän-
digkeit und Richtigkeit
● Überprüfung der Angebote in Hinblick auf die Termine der Bauausführung, die der Aus-
schreibung zugrunde liegen
● Technische und rechtliche Prüfung aller abgegebenen Angebote (einschließlich Vari-
anten- und Alternativangebote) der Bieter gemäß Bundesvergabegesetz bzw. ÖNORM
A 2050
● Erstellung einer Preisvergleichstabelle mit Kennzeichnung der niedrigsten und der
höchsten Einheitspreise. Vertiefte Prüfung der Einheitspreise der maßgeblichen Posi-
tionen
● Überprüfung der Detailkalkulation etc.
● Überprüfung der den Angeboten beigegebenen Termin- und Geräteeinsatzpläne
● Überprüfung der Referenz- und Bonitätsangaben der Bieter
● Hinweis auf eventuelle Spekulationen
● Erstellung eines Fragenkataloges für die Aufklärung des Angebotes
● Teilnahme und Protokollierung von Aufklärungs- und Vergabegesprächen
● Erstellen eines Vergabevorschlags
● Beratung des AG in wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Hinsicht bei der Erstel-
lung des Bauvertrags
● Mitwirkung bei der Erstellung und Prüfung der Auftragsschreiben

C Erstellung Kostenanschlag
● Erstellung des Kostenanschlags für die ausgeschriebenen Leistungen

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.11 Planung Oberleitungsanlagen


A Detailplanung
● Technischer Bericht
● Lageplan
● Mastverzeichnis
● Leitungsverzeichnis

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 126

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Leitungsanordnung am Oberleitungstragwerk
● Schaltgerüst und dazugehörige Querungsleitungen
● Schaltplan
● 15-kV-Kabellageplan
● Sonderkonstruktionszeichnung
● Bestelllisten
● Verzeichnis der gekreuzten Wege u. Wasserläufe
● Verzeichnis der gekreuzten Gas- u. Hochspannungsleitungen
● Verzeichnis der Anrainer

B Ausschreibungsunterlagen
● Mitarbeit bei der Abwicklung der Vergabeverfahren von Oberleitungsanlagen
● Erstellen der Leistungsbeschreibung für die oberleitungstechnische Anlage mit Anga-
be der grundsätzlichen Ausführungsmerkmale
● Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
● Kostenermittlung der auszuschreibenden Leistung
● Angebotsprüfung und Bieterauswahl

C Zusatzleistungen
● Erstellung von Unterlagen für die verschiedenen Phasen der TSI-Prüfung
● Erwirken und Umsetzen von projektbezogenen Entwicklungsaufträgen und deren Re-
alisierung
● Mitarbeit bei der Optimierung der oberleitungstechnischen Bauphasenplanung und die
laufende Abstimmung
● Planpflege und Aktualisierung der Unterlagen bis zur Planübergabe an das Projektma-
nagement und bis zur Inbetriebnahme
● Ansprechpartner für Oberleitungsbaufirma, Gutachter und Behörde für oberleitungs-
technische und anlagenspezifische Projektierungsangelegenheiten

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.12 Planung 50-Hz-Anlagen


A Detailplanung
● Technischer Bericht
● Lageplan
● Erdungspläne, Blitzschutzpläne, Beleuchtungsberechnung, Verteilerpläne

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 127

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Fernwirktopologie in Abstimmung mit ÖBB


● Erstellung der Datenpunktliste für EBIS
– Berücksichtigung des Platzbedarfs für die Fernwirkanlagen sowie die Leitungsfüh-
rung
– Übergabestelle: Klemmleiste im Fernwirkschrank (Ausführung potenzialfrei!)

B Ausschreibungsunterlagen
● Mitarbeit bei der Abwicklung der Vergabeverfahren von 50-Hz-Anlagen
● Erstellen der Leistungsbeschreibung für die 50-Hz-Anlage mit Angabe der grundsätzli-
chen Ausführungsmerkmale
● Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
● Kostenermittlung der auszuschreibenden Leistung
● Angebotsprüfung und Bieterauswahl

C Zusatzleistungen
● Erstellung von Unterlagen für die verschiedenen Phasen der TSI-Prüfung
● Erwirken und Umsetzen von projektbezogenen Entwicklungsaufträgen und deren Re-
alisierung
● Mitarbeit bei der Optimierung der Bauphasenplanung und die laufende Abstimmung
● Planpflege und Aktualisierung der Unterlagen bis zur Planübergabe an das Projektma-
nagement und bis zur Inbetriebnahme
● Ansprechpartner für Elektrofirma, Gutachter und Behörde für oberleitungstechnische
und anlagenspezifische Projektierungsangelegenheiten

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.13 Planung Bahnstromversorgung


Die Planung umfasst die Bahnstromversorgungen bis zu den Unterwerken einschließlich
der dort erforderlichen Hochbauplanungen

A Detailplanung
● Technischer Bericht
● Lageplan
● Hauptschaltbild
● Grundrisse
● Schnitte
● Ansichten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 128

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Regelausführungspläne
● Detaillierte technische Beschreibung und Ausschreibungsleistungsverzeichnisse Bau
und Elektrotechnik
● Prozessleittechniktopologie inkl. Ausschreibung
● Verzeichnis der Anrainer

B Ausschreibungsunterlagen
● Mitarbeit bei der Abwicklung der Vergabeverfahren von Schaltanlagen
● Erstellen der Leistungsbeschreibung für die Schaltanlage mit Angabe der grundsätzli-
chen Ausführungsmerkmale, sowohl Bau- als auch Elektrotechnik
● Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
● Kostenermittlung der auszuschreibenden Leistung
● Angebotsprüfung und Bieterauswahl

C Zusatzleistungen
● Erstellung von Unterlagen für die verschiedenen Phasen der TSI-Prüfung
● Erwirken und Umsetzen von projektbezogenen Entwicklungsaufträgen und deren Re-
alisierung
● Mitarbeit bei der Optimierung der Bauphasenplanung und die laufende Abstimmung
● Planpflege und Aktualisierung der Unterlagen bis zur Planübergabe an das Projektma-
nagement und bis zur Inbetriebnahme
● Ansprechpartner für bauausführende Firmen, Gutachter und Behörde für elektrotech-
nische und anlagenspezifische Projektierungsangelegenheiten

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.14 Planung Maschinentechnische Anlagen


Die Planung umfasst am häufigsten folgende Anlagen:
● Planung Aufzugsanlagen und Fahrtreppen
● Planung Hebe- und Umschlagseinrichtungen (Kräne, Förderanlagen, Autoverladeein-
richtungen etc.)
● Planung Druckluftstationen
● Planung Schiebebühnen, Brückenwaagen und sonstige Anlagen im Schienenbereich
● Planung sonstige Anlagen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 129

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Die Leistung im Zuge der Planung der Eisenbahninfrastruktur beschränkt sich im We-
sentlichen auf die Begleitung des Beschaffungsvorganges. In diesem Leistungsbild wird
davon ausgegangen, dass die erforderlichen Anlagen inklusive der erforderlichen Detail-
planungen vergeben werden.

A Ausschreibungsunterlagen – „Pflichtenheft“
● Festlegung der funktionalen Anforderungen an die Anlage und Beschreibung der ein-
zuhaltenden Parameter
● Festlegung allfälliger Bewertungskriterien für eine Bewertung nach dem Bestbieter-
prinzip
● Zusammenstellen und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter wie z.B. All-
gemeine Ausschreibungsunterlagen, Rechtliche Vertragsbestimmungen, Technische
Vertragsbestimmungen nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des
Auftraggebers
● Erstellung allfälliger Ausschreibungspläne

B Mitwirkung bei der Vergabe


● Teilnahme und Mitwirken an der Submission
● Prüfung von Teilnahmeanträgen bzw. der Eignungskriterien der Bieter
● Rechnerische, rechtliche und sachliche Prüfung aller Angebote hinsichtlich Vollstän-
digkeit und Richtigkeit
● Überprüfung der Angebote in Hinblick auf die Termine der Bauausführung, die der Aus-
schreibung zugrunde liegen
● Technische und rechtliche Prüfung aller abgegebenen Angebote (einschließlich Vari-
anten- und Alternativangebote) der Bieter gemäß Bundesvergabegesetz bzw. ÖNORM
A 2050
● Erstellung einer Preisvergleichstabelle mit Kennzeichnung der niedrigsten und der
höchsten Einheitspreise. Vertiefte Prüfung der Einheitspreise der maßgeblichen Posi-
tionen
● Überprüfung der Detailkalkulation etc.
● Überprüfung der den Angeboten beigegebenen Termin- und Geräteeinsatzpläne
● Überprüfung der Referenz- und Bonitätsangaben der Bieter
● Hinweis auf eventuelle Spekulationen
● Erstellung eines Fragenkataloges für die Aufklärung des Angebotes
● Teilnahme und Protokollierung von Aufklärungs- und Vergabegesprächen
● Erstellen eines Vergabevorschlags
● Beratung des AG in wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Hinsicht bei der Erstel-
lung des Bauvertrags
● Mitwirkung bei der Erstellung und Prüfung der Auftragsschreiben

C Erstellung Kostenanschlag
● Erstellung des Kostenanschlags für die ausgeschriebenen Leistungen

D Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 130

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

E Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten
● Darstellung der Auswirkungen auf die Bereiche Kosten, Termine, Qualitäten

DP.12.15 Planung Oberbau


● Die Erstellung von oberbauspezifischen Plänen wie z.B. Weichenbestellskizzen,
Schienenausteilungspläne etc.
● Die Planung von speziellen Oberbauanlagen wie z.B. Fester Fahrbahn und Masse-
Feder- Systemen
● Die Erstellung von Ausschreibungen für die Oberbauarbeiten

A Oberbauspezifische Pläne
● Weichenbestellskizzen
● Schienenausteilungspläne

B Planung Feste Fahrbahn und Masse-Feder-Systeme


● Durcharbeitung bzw. Festlegung von Details in solchem Umfang, wie dies für die Er-
stellung der Ausschreibungsunterlagen bzw. die Baudurchführung erforderlich ist
● Darstellungen des Oberbaus im Grundriss und Aufriss
● Entwässerung des Oberbausystems (Schleppwässer, Störfallentwässerung)
● Regelquerschnitte der Oberbausysteme
● Detailquerschnitte
● Fertigteilplattenausteilungspläne
● Radienklassenzusammenstellungen
● Lagerausteilung für Masse-Feder-Systeme
● Umsetzung des Erdungskonzepts (Erdungspläne)
● Ausstattung des Oberbaus mit Schallabsorbern etc. (Ausstattungspläne)
● Detailpläne Übergangskonstruktion FF und Schotteroberbau, Verziehungsplatte, Last-
verteilerplatte, Masse-Feder-System (MFS), Übergangskonstruktion FF und MFS
● Abstimmung und Einarbeiten der Vorgaben des Infrastrukturbetreibers und der weite-
ren Projektbeteiligten
● Statische Berechnung und Bemessung der maßgeblichen Konstruktionselemente
samt den erforderlichen Lastaufstellungen
● Festlegung konstruktiver Details und Abmessungen des Tragwerks, z.B. Festlegung
der tragenden Querschnitte und Bauwerksfugen
● Nachweise (statisch und dynamisch) für die Masse-Feder-Systeme
● Schalungs- und Bewehrungspläne
● Mitwirkung bei der Objektbeschreibung
● Richtwerte und Materialangaben, evtl. besondere Herstellungsanweisungen

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 131

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

C Ausschreibungsunterlagen Oberbau
● Baubeschreibung
Die Baubeschreibung umfasst die wesentlichen Angaben zum Bauvorhaben, zum
Bauumfang, zu den Projektgrundlagen und den Genehmigungsbescheiden. Weiters
sind Angaben zu den wesentlichen Bauarbeiten und zu eventuellen Erschwernissen
bei der Baudurchführung und zum Terminablauf enthalten.
● Massenermittlung
Erstellung einer Massenermittlung auf der Grundlage von beigestellten oder empfohle-
nen Musterleistungsverzeichnissen.
● Leistungsverzeichnis
Aufstellen des Leistungsverzeichnisses auf Grundlage eines vom Auftraggeber beige-
stellten Leistungsbuches oder einer Mustervorlage, auf Basis der ÖNORM 2063 und
des genehmigten Einreichprojekts oder bereits vorliegender Details bzw. Ausführungs-
unterlagen. Die Gliederung ist entsprechend der Vorgabe des Auftraggebers vor allem
hinsichtlich der Systematik vorzunehmen.
● Mitwirkung an der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen (wenn eigene Ausschrei-
bung)
Zusammenstellen und Adaptieren der Ausschreibungsunterlagen Dritter wie z.B. All-
gemeine Ausschreibungsunterlagen, Rechtliche Vertragsbestimmungen, Technische
Vertragsbestimmungen nach Mustervorlage des Auftraggebers sowie Beratung des
Auftraggebers.
● Ausschreibungspläne (wenn eigene Ausschreibung)
Zusätzliche Planunterlagen zu den Detailplänen, die die Grundlage für die Ausschrei-
bungserstellung bilden:
– Baustellenbereichsgrenzenplan
– Maschineneinsatzpläne
– Baustelleneinrichtungspläne

D Begleitende Baubetreuung
● Erforderliche Interpretation der Planungs- und Ausschreibungsunterlagen durch Be-
sprechungen, Stellungnahmen für den Auftraggeber, jedoch keine Teilnahme an den
laufenden Baubesprechungen

E Mitwirkung Kostenanschlag
● Mitwirkung bei der Erstellung des Kostenanschlages hinsichtlich Besonderheiten, die
über eine übliche Bauherstellung hinausgehen und daher besondere Einheitspreise
bewirken

F Dokumentation der Maßnahmen- und Auflagenerfüllung


● Dokumentation der Erfüllung der Maßnahmen und Auflagen für das Fachgebiet mit
geeigneten Dokumenten

G Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen


● Aufzeigen von Projektänderungen und Modifikationen, die sich aus der Planung her-
aus ergeben, und Abstimmung mit den zuständigen §-40-Personen bzw. Gutachtern
bezüglich der Bescheidkonformität
● Dokumentation der Projektänderungen und Modifikationen für das Fachgebiet in ge-
eigneten Dokumenten

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 132

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

DP.12.16 Landschaftsplanung
Für die Leistungserbringung ist die jeweils aktuelle Fassung der RVS 04.05.12 „Umwelt-
Maßnahmen“ anzuwenden.
Das Genehmigungsprojekt ist so weit zu detaillieren, dass eine Bauausschreibung und
nachfolgend die Bauausführung möglich sind. Es erfolgt somit eine Gliederung in die drei
Phasen:
● Bauprojektplanung Grünraum
● Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
● Ausschreibung und Mitwirkung bei der Vergabe, Detaillierung für die Bauausführung
(adaptiertes Bauprojekt)

A Bauprojektplanung Grünraum
Die Bauprojektplanung dient der Präzisierung des genehmigten Projekts zu einem aus-
schreibungsreifen Bauprojekt Grünraum.
Die Inhalte des genehmigten Projekts werden im Zuge der Bauprojektplanung so weit de-
tailliert, dass eine Erfassung von Dimensionen, Mengen und Massen und eine eindeutige
Zuordnung derselben zu Leistungspositionen einer standardisierten Leistungsbeschrei-
bung möglich sind.
Das Bauprojekt Grünraum hat zu enthalten:
● Die Rahmenbedingungen aus dem genehmigten Projekt, soweit für das Bauprojekt
Grünraum erforderlich (z.B. Lärmschutzwände, Begleitwege)
● Die detaillierte Beschreibung der Umweltmaßnahmen und Auflagen und ihre Zuord-
nung zu den Ausführungsbereichen: Baufeldfreimachung und Schutzvorkehrungen,
Erdbau, Wasserbau, Kunstbauten und Landschaftsbau
● Beschreibung der Anwuchs- und Entwicklungspflege und Hinweise für die Durchfüh-
rung (z.B. Zufahrtsmöglichkeiten, Wasseranschlüsse)
● Grundzüge eines Betriebshandbuchs Grünraum zur langfristigen Sicherstellung der
Pflege der flächigen und funktionellen Maßnahmen

Ablauf
● Übernahme der Inhalte des technischen Bauprojekts einschließlich der Umwelt-Maß-
nahmen am Bauwerk (z.B. Wildschutz, Amphibienleiteinrichtungen)
● Übernahme und Einarbeitung der relevanten Vorgaben aus den Verfahren (Maßnah-
men und Auflagen), Synthetisierung und Konkretisierung und Zuordnung zu den Aus-
führungsbereichen, Baufeldfreimachung und Schutzvorkehrungen, Erdbau, Wasser-
bau, Kunstbauten und Landschaftsbau
● Zuordnung derselben zu Leistungspositionen einer standardisierten Leistungsbe-
schreibung, sofern dies nicht als eigenständige Ausschreibungsplanung erfolgt. Dies
bezieht sich z.B. auf die bauliche Ausführung, Bodenaufbau, Bodenbehandlung, Saat-
gut, Ansaatmethoden, Pflanzenqualitäten, Pflanzschema, Pflege und Erhaltung
● Abstimmung der Änderungen mit dem technischen Projekt
● Abklärung der Grundverfügbarkeit (z.B. Feststellung des Standes der Grundeinlöse:
Ist-Soll-Vergleich) und Sicherstellung der Grundverfügbarkeit (Kauf, Servitut, sonstige
vertragliche Festlegung)
● Detaillierte Beschreibung der geplanten Einzelmaßnahmen im technischen Bericht:
Lage, Dimensionen, Materialien, Qualitäten, Pflege (sofern dies nicht in einem eigen-
ständigen Betriebshandbuch Grünraum ausgearbeitet wird; wenn zweckmäßig ein-
schließlich adaptierter Maßnahmenblätter M)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 133

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

● Zeitliche Festlegung der Maßnahmen- und Auflagenumsetzung (einschließlich Gestal-


tungs- und Schutzmaßnahmen)

Produkte
● Darstellung in Bauplänen (z.B. Übersichtspläne, Lagepläne, Querschnitte)
● Technischer Bericht: Detaillierte Beschreibung der geplanten Einzelmaßnahmen im tech-
nischen Bericht: Lage, Dimensionen, Materialien, Qualitäten, Erhaltungsmaßnahmen
● Baupläne (Maßstab gemäß Detaillageplan des technischen Projekts, 1:1.000 oder grö-
ßer, soweit erforderlich Übersichtspläne, charakteristische Querschnitte)
● Vorbereitung der Leistungspositionen für die Ausschreibung

B Erstellung der Ausschreibungsunterlagen


Die Bauprojektplanung bildet die planerische Grundlage für die Bauausschreibung. Die
umzusetzende Planung wird in Leistungsgruppen und weiter in Leistungspositionen ge-
gliedert. Jeder Leistungsposition werden aus den Planunterlagen nachvollziehbar ermit-
telte Massen zugeordnet. Darauf aufbauend werden die voraussichtlichen Herstellungs-
kosten berechnet und die Ausschreibungsunterlagen erstellt.

Ablauf
● Räumliche Zuordnung der Vorgaben (Maßnahmen und Auflagen) zu einem Baustel-
lenbereich
● Inhaltliche Zuordnung der Vorgaben (Maßnahmen und Auflagen) zu Ausführungsbe-
reichen (Baufeldfreimachung und Schutzmaßnahmen, Kunstbauten, Erdbau, Wasser-
bau, Landschaftsbau)
● Erstellung einer Baubeschreibung und der weiteren Ausschreibungsunterlagen (tech-
nische Vertragsbestimmungen, Einschränkungen zur Bauausführung, Beilagen etc.)
● Zeitliche Zuordnung der Vorgaben (Maßnahmen und Auflagen) zum Bauablaufplan
● Massenermittlung (Gesamtpflanzenzahl, Mengenermittlung Begrünungsflächen, Saat-
gutmischungen, erforderliche Düngermengen, Baumstützung, Ausführung Kultur-
schutzzaun, sonstige erforderliche Materialien etc.)
● Erstellung des Leistungsverzeichnisses (z.B. auf Basis Leistungsbeschreibung Ver-
kehrsinfrastruktur LBVI)
● Kostenermittlung
● Optional: Prüfung der Angebote und Ausarbeitung eines Vergabevorschlags

Produkte
● Ausschreibungsunterlagen: Fertigstellung der Leistungsbeschreibung inkl. Leistungs-
verzeichnis

C Detaillierung für die Bauausführung


Erforderlichenfalls Erstellung von Plandokumenten für die Bauausführung. Dazu werden
die Dokumente des Bauprojekts übernommen und um für die Baustelle notwendige An-
gaben ergänzt (Übernahme eventueller Modifikationen der Ausschreibungsplanung bei
etwaigen Alternativangeboten, Herstellung von adaptierten Bauplänen für die Baustelle,
Detaillierung, Absteckpunkte, koordinative Angaben).

Produkte
● Adaptierte Baupläne (Lagepläne; Maßstab gem. Detaillageplan des techn. Projekts,
1:1.000 oder größer, sowie erforderliche Regelpläne und Schnitte)

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 134

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

6 Lieferumfang
Dem Auftraggeber werden im Rahmen der Grundleistungen vervielfältigbare Originale nach vom Auf-
traggeber vorgegebenen Formaten und Layoutvorlagen in digitaler Form sowie ein gesiegeltes Ex-
emplar geliefert.

Sämtliche Kosten für Vervielfältigungen bzw. Pauskosten trägt der Auftraggeber.

Adjustierungen werden nach Aufwand abgerechnet.

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 135

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

7 Gesetze, Richtlinien und Normen


Folgende Regelwerke liegen gegenständlicher RVE zugrunde und sind bei der Planung von Eisen-
bahninfrastrukturanlagen anzuwenden:

AAV Allgemeine Arbeitnehmerschutzverordnung, BGBl. Nr. 218/1983, idgF


AschG ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, BGBl. Nr. 450/1994, idgF
AStV Arbeitsstättenverordnung, BGBl. II Nr. 368/1998, idgF
ASV 2008 Aufzüge-Sicherheitsverordnung 2008 – ASV 2008, BGBl. Nr.
274/2008, idfF
AM-VO Arbeitsmittelverordnung, BGBl. II Nr. 164/2000, idgF
AVO Verkehr Arbeitnehmerschutzverordnung Verkehr, BGBl. II Nr. 17/2012, idgF
AWG 2002 Abfallwirtschaftsgesetz 2002 – AWG 2002 , BGBl. I Nr. 102/2002, idgF
BauKG Bauarbeitenkoordinationsgesetz, BGBl. I Nr. 42/2007, idgF
BauO Bauordnungen der Länder
BStG Bundesstraßengesetz 1971, BGBl. Nr. 58/2006, idgF
CSM Common Safety Methods, Verordnung (EG) Nr. 352/2009 der Kom-
mission über die Festlegung einer gemeinsamen Sicherheitsmethode
für die Evaluierung und Bewertung von Risiken gemäß Artikel 6 Ab-
satz 3 Buchstabe a der Richtlinie 2004/49/EG des Europäischen Par-
lamentes und des Rates
Dienstvorschriften der ÖBB idgF
EBEV Eisenbahn-Bauentwurfsverordnung – EBEV, BGBl. II Nr. 128/2008,
idgF
EisbAV Eisenbahn-ArbeitnehmerInnenschutzverordnung, BGBl. II Nr.
384/1999, idgF
EisbBBV Eisenbahnbau- und -betriebsverordnung, BGBl. II Nr. 398/2008, idgF
EisbVO 2003 Eisenbahnverordnung 2003, BGBl. II Nr. 156/2014, idgF
EisbEG Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetz 1954, BGBl. Nr.
71/1954, idgF
EisbG Eisenbahngesetz, BGBl. Nr. 124/2011, idgF
EisbKrV Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012, BGBl. II Nr. 216/2012, idgF
und in der alten Fassung nach Erfordernis
ESV Elektroschutzverordnung, BGBl. Nr. 33/2012, idgF
FGV Flüssiggasverordnung 2002, BGBl. II Nr. 446/2002, idgF
ForstG Forstgesetz, BGBl. Nr. 104/2013, idgF
HlG Hochleistungsstreckengesetz, BGBl. Nr. 81/1999, idgF
KennV Kennzeichnungsverordnung, BGBl. II Nr. 101/1997, idgF
Landesstraßengesetzte, idgF
LFG Luftfahrtgesetz, BGBl. Nr. 83/2008, idgF
MinroG Mineralrohstoffgesetz – MinroG, BGBl. I Nr. 38/1999, idgF
MSV Maschinen – Sicherheitsverordnung, BGBl. Nr. 306/1994, idgF
Natur- und Landschaftsschutzgesetzte der Länder, idgF
OIB Richtlinien des Österreichische Instituts für Bautechnik (OIB), idgF
ÖNORMEN der Austrian Standards, idgF
Regelwerke der ÖBB idgF

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 136

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

RohrlG Rohrleitungsgesetz, BGBl. Nr. 286/1971, idgF


RVS Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau
RVE Richtlinien und Vorschriften für das Eisenbahnwesen
SCHIV Schienenverkehrslärm-Immissionsschutzverordnung, BGBl. Nr.
415/1993, idgF
SP-V-G Bundesgesetz über die strategische Prüfung im Verkehrsbereich, idgF
StVO Straßenverkehrsordnung 1960, BGBl. Nr. 159/1960, idgF
Starkstromwegegesetz 1968 Starkstromwegegesetz 1968, BGBl. Nr. 70/1968, idgF
SVE Sondervereinbarungen Eisenbahnwesen, BAIK, Stand 01. Oktober
2002
TEN Transeuropäisches Netz
TRVB Technische Richtlinien vorbeugender Brandschutz des Österreichi-
schen Bundesfeuerwehrverbandes, idgF
TSI Technische Spezifikationen Interoperabilität
VbF Verordnung über brennbare Flüssigkeiten, BGBl. Nr. 450/1994, idgF
UVP-G Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000, BGBl. Nr. 89/2000, idgF
VAIG Verkehrs-Arbeitsinspektion, BGBl. Nr. 650/1994, idgF
VEXAT Verordnung explosiver Atmosphären, BGBl. II Nr. 309/2004, idgF
VgEV Verordnung genehmigungsfreier Eisenbahn-Vorhaben, idgF
VOLV Verordnung Lärm und Vibrationen, BGBl. II Nr. 22/2006, idgF
Wr BaumschutzG Wiener Baumschutzgesetz, LGBl. Nr. 27/1974, idgF
WRG Wasserrechtsgesetz 1959, BGBl. Nr. 74/1997, idgF

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 137

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

8 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Festlegung Projektziele ............................................................................................... 8
Abbildung 2 Beispiel Machbarkeitsüberprüfung / Voruntersuchung ................................................ 11
Abbildung 3 Beispiel Vorprojekt ....................................................................................................... 12
Abbildung 4 Beispiel Vorprojekt mit UVP-Unterlagen (Grundsatzgenehmigung
gem. UVP-G) .............................................................................................................. 13
Abbildung 5 Beispiel einfaches Einreichprojekt oder genehmigungsfreies
Eisenbahnbauvorhaben ............................................................................................... 14
Abbildung 6 Beispiel Einreichprojekt mit UVP-Unterlagen .............................................................. 15
Abbildung 7 Beispiel Detailprojekt ................................................................................................... 16
Abbildung 8 Beispiel Ausführungsphase ......................................................................................... 17

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Leistungsbeauftragungen Seite 138

EISENBAHN INFRASTRUKTURPLANUNG, ZIEL- UND AUFGABENBESCHREIBUNG RVE 12.01.01

Erarbeitet in der Arbeitsgruppe „Eisenbahnwesen – Planung, Verkehr und Umwelt


im Arbeitsausschuss „Leistungsbild Eisenbahnplanung“
unter Mitarbeit von

Dip.-Ing. Markus BEITL, Beitl ZT GmbH


Dipl.-Ing. Marianne BÜCHINGER, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Peter CSÖNGEI, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Matthias HERMANN, Bernard Ingenieure ZT-GmbH
Ing. Reinhold HÖDL, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Karl-Hans HUBER, Tecton Consult Engineering ZT GmbH
Dipl.-Ing. Bernhard KOHL, ILF Beratende Ingenieure ZT-GmbH
Ing. Michael KRATSCHMER, Stoik & Partner ZT-GmbH
Dipl.-Ing. Günther LEISSER, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Gregor LEITNER, ILF Beratende Ingenieure ZT-GmbH
Dipl.-HTL-Ing. Johann LEMMERER, ÖBB-Infrastruktur AG
Ing. Erich MACHHERNDL, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Robert MATT, ÖBB-Infrastruktur AG
Architekt Mag. Markus OSTERTAG, Ostertag Architekten
Dipl.-Ing. Wilfried PISTECKY, Ingenieurbüro Pistecky
Dipl.-Ing. Hans Jörg RADERBAUER, Freiland Umweltconsulting Ziviltechniker GmbH
Dipl.-Ing. Dr. techn. Michael REITERER, RED Bernard GMBH
Dipl.-Ing. Mag. Stefan RESCH, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl. Ing. Helmut SCHLENZ, WERNER CONSULT Ziviltechnikergesellschaft m.b.H.
Ing. Walter SCHREINMOSER, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Mark TOPAL-GÖKCELI, ÖBB-Infrastruktur AG
Ing. Axel WAGNER, WERNER CONSULT Ziviltechnikergesellschaft m.b.H. (Leiter)
Dipl.-Ing. Bernhard WEBER, ÖBB-Infrastruktur AG
Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans WEHR, (ÖBB-Infrastruktur AG) a. D.
Dipl.-Ing. Helmut WERNER, WERNER CONSULT Ziviltechnikergesellschaft m.b.H. (Leiter) †
Dipl.-Ing. Werner WITRISAL, Witrisal ZT-GmbH †
Dipl. Ing. Dietmar ZIERL, ÖBB-Infrastruktur AG

Zu beziehen bei der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr


Ausgabe 1. Jänner 2017
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt.