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Wissenschaft — Irrwege

und Auswege
Gerald Dittel, Teneriffa

Die Situation jedenfalls ein Schlag ins Gesicht des ehemals


Wenn der Wissenschaft mit immer mehr humanistischen Bildungsideals.
Mißtrauen begegnet wird, so kommt das nicht Wenn Goethe das wüßte, würde er
von ungefähr. Ihre Institutionen, vor allem die wütende Pamphlete verfassen oder zumindest
Universitäten, sind geistig in einem desolaten im Grabe rotieren.
Zustand. Wirklich Wissen-Wollende sehen sich Eine der Methoden, die Mauern zwischen
mit einem jahrhundertealten System konfron- den Wissensgebieten künstlich hoch zu halten,
tiert, dessen Lehrmethoden alle Reformversu- ist das allseits beliebte Erfinden von Spezial-
kauderwelsch-Fachsprache, über die sich treff-
che überlebt haben. Ich selbst habe nach über
lich viele Semester lang lehren läßt, von den
fünf Jahren Studium (Physik und Philosophie)
vielen Publikationen mal abgesehen (wenn ei-
konsequenterweise der akademischen Lauf-
nem sonst schon nichts mehr einfällt). Das hält
bahn den Rücken gekehrt. Über den Dilettan-
Fachfremde und mögliche Kritiker außen vor
tismus der sogenannten pädagogischen Kon-
und schafft hohes Ansehen. Und es nutzt die
zepte möchte ich an dieser Stelle nicht spre-
menschliche Eigenart, vor allem das zu be-
chen, es sind vor allem zwei inhaltliche Punk-
wundern, was man nicht versteht. Auf diese
te, die es zu beleuchten gilt: Der erste ist recht
Weise versteigt sich die moderne Wissen-
augenfällig und wird saisonweise sogar
schaftspriesterschaft in immer abstrusere
öffentlich diskutiert, ohne daß sich allerdings
Gedankengebäude mit immer weniger
auch nur das Geringste ändert: ich spreche
Realitätsbezug. Was uns präsentiert wird, ist
vom fehlenden interdisziplinären Austausch,
oft nicht mehr als eine Ansammlung neuer Vo-
vom selbstverordneten Fachidiotentum. Die
kabeln und deren Verknüpfung. Eine Methode
sinnlose Anhäufung von echten oder eingebil- übrigens, die auch in wissenschaftskritischen
deten »Fakten« ohne äußeren Zusammen- Kreisen (Bereiche der Naturheilkunde oder der
hang hat selbst innerhalb der Fachbereiche Esoterik) gang und gäbe ist. Leider, denn so
zur Aufsplittung in Spezialgebiete geführt, so werden an sich wertvolle Wissensgebiete ab-
daß der »Fach«-mann von heute ganz gelas- gewertet. Nach leidenschaftlichem Angriff auf
sen über sein Nachbargebiet sagen kann: die Schulwissenschaft werden oft _ wenn auch
»Davon verstehe ich nichts«, ohne der Igno- andere _ hohle Phrasen gedroschen. Zu groß
ranz bezichtigt zu werden. Ignoranz (=Nicht- wohl ist die Versuchung, selbst zum Priester
Wissen) ist in akademischen Kreisen (und einer kleinen Fangemeinde zu werden. Wer
nicht nur da) so üblich geworden, daß sie gar aber trennt die Spreu vom Weizen? Als einzi-
nicht mehr auffällt. Wobei ich nicht das »Nicht ge brauchbare Instanz dafür bleibt uns nur der
Wissen« beklage _ wir alle sind Lernende _ eigene kritische Geist. Ich betone: kritisch.
sondern das »Nicht-Wissen-Wollen«. Eine im Dies setzt ständiges Lernen, sich Einarbeiten
Grunde sogar folgerichtige Reaktion, wenn und Offen-Sein voraus, immer im Bewußtsein
Lernen als Last gilt und schon so viel Ballast der Vorläufigkeit und Fehlbarkeit des eigenen
toten Wissens angehäuft wurde. Alles in allem Urteils. Ein mühevoller Prozeß, der nie endet.
Vorsicht vor der Gemütlichkeit der Weltbilder,
die vorgeben, alles erklären zu können! »Wis-
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Wissenschaft Ein Gegenkonzept
Selbstverständlich existiert zu jedem Sy-
stem eine »alternative Szene«, so auch zur
sen-Wollen« bedeutet, immer auf Reisen zu
offiziellen Wissenschaft. In den letzten Jahren
sein. Die Ankerplätze der Dogmatik lauern
mit steigender Tendenz, genährt aus berech-
dem Denkfaulen an jeder Ecke auf _ man soll-
tigter Unzufriedenheit. Hier tummelt sich viel
te dort nie zu lange verweilen und das kleine
Buntes in verwirrender Vielfalt, ein Überblick
Boot des eigenen, wachen Geistes stets start-
ist schwer. Ich selbst versuche seit über
klar halten.
fünfzehn Jahren den Sinn vom Unsinn zu tren-
Der zweite Punkt meiner Kritik ist weniger
nen und habe unter viel Müll ein paar
bekannt. Es handelt sich um das zu eng
Goldkörner entdeckt sowie einiges, auf das ich
gefaßte fachliche Selbstverständnis der einzel-
mir noch keinen Reim machen kann. Einige
nen Wissensgebiete. Da die Grenzen des Er-
meiner Schlußfolgerungen sollen aufzeigen,
forschbaren weitgehend mit den Grenzen des
was Wissenschaft für mich bedeutet:
bereits Erforschten gleichgesetzt werden, be-
Der Weg zu guter Wissenschaft führt
kommen nur wenige Forscher diese Grenzen
zunächst zurück zu dem Bewußtsein, wie we-
überhaupt zu spüren. Die Masse der Wissen-
nig wir eigentlich wissen. Die großen Erfolge
schaftler bewegt sich im »Mainstream« des
der Wissenschaft in den letzten 150 Jahren
Üblichen, dessen endliche Themenvielfalt bis
wiegen ihre Epigonen heute in der
zum Erbrechen breitgetreten wird , ungeachtet
trügerischen Sicherheit, fast alles zu wissen _
jeder nützlichen Erkenntnis. Hierbei erscheint
als Kollektiv gewissermaßen (»Es gibt be-
kein Thema zu banal oder peinlich, sofern es
stimmt irgendwo einen Kollegen, der Ihnen das
die ungeschriebenen Grenzen des
erklären kann«). Jeder verläßt sich auf »die
Selbstverständnisses nicht verletzt. Diese
Kollegen« und hat längst den Überblick verlo-
Grenzen lernt der Student auf subtile Weise
ren: über das Gesamtwissen sowieso, aber
kennen, nämlich bei der Themenvergabe für
auch über dessen Grenzen. Der Dünkel, alles
Seminar-, Magister- und Diplomarbeiten. Im
zu wissen, ist weitaus gefährlicher als Unwis-
Zweifelsfalle findet sich einfach kein Professor,
senheit, die sich ihrer selbst bewußt ist. Diese
womit sich die Angelegenheit auf kaltem Wege
Omnipotenz-Allüren haben sich mit denen ei-
erledigt hat. Wem die akademische Laufbahn
ner aggressiven Wirtschaft zu einer brisanten
wichtig ist (und wem ist sie das nicht?), der
Mischung verbunden. Doch dieser Dünkel
lernt schnell und akzeptiert. Das Perfide daran
erklärt auch, warum private Forscher mit be-
ist, daß die Existenz solcher Grenzen gemein-
scheidenen Mitteln hin und wieder Interes-
hin nicht erwähnt wird, geschweige denn ihre
santes entdecken _ meist auf verschmähtem
Position. So holen sich nur wenige, welche
Brachland (so z.B. meine Entdeckung der
wirklich wissen wollen, ständig blutige Köpfe _
Blutkörperchenrotation). Die Bereitschaft, alles
sie stellen die Gruppe der Außenseiter, eine
von Anfang an neu zu überdenken und nichts
Minderheit, die sich irgendwann freiwillig und
einfach zu glauben, ist unabdingbar.
frustriert aus dem Wissenschaftsbetrieb
Des weiteren gilt, daß alle Schlußfolgerun-
zurückzieht. Wer trotzdem weiterforschen will,
gen (auch diese) vorläufig sind und sein
muß es sich privat leisten können. Und wer
müssen. Alle Gedanken sind nur Modelle _
kann das schon? Wendet man sich von dem
nützlich, so lange sie passen, und zu ersetzen,
subventionierten Glasperlenspiel ab, steht man
wenn sie nicht mehr passen. Fast immer aber
bald vor der Wahl »Zeit oder Geld« (Wobei die
wird das Modell mit der Wirklichkeit verwech-
meisten viel Geld ausgeben, die verbliebene
selt - ein grober Denkfehler, der in der »alter-
Zeit zu vertreiben. Zeitvertreib eben).
nativen Szene« ebenso häufig zu finden ist.

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Man bleibt auf halbem Wege stehen und hat Wissenschaft
zwar alte Inhalte verworfen, nicht aber den Irr-
tum, nützliche Erkenntnis ließe sich _ einmal
Mit unvoreingenommenen Experimenten
gewonnen _ auf ewig gültig als »Naturgesetz«
und Auswertung vorhandener Daten hätte z.B.
ausgestopft an die Wand hängen. Wirklichkeit
die abstruse »AIDS«-These erst gar nicht auf-
ist entweder mittelbar über die Sinne erfahrbar
kommen können. Hier wurde uns völlig unwis-
_ doch diese sind kulturell und persönlich
senschaftliches Vorgehen als Wissenschaft
gefärbt und färben so unsere Eindrücke, oder
unmittelbar in psychedelischen oder metaphy- verkauft, was sich relativ leicht belegen läßt.
sischen Erlebnissen. In beiden Fällen ist schon Sollten Sie, lieber Leser, von der umfangrei-
der Erkenntnisprozeß äußerst persönlicher Na- chen Kritik noch nichts gehört haben, so ist
tur - um wieviel mehr sind es die Schlußfolge- das ein weiterer Hinweis auf die gängige
rungen darauf aufbauender Theorien! Wem Informationsunterdrückung durch Schweigen.
das alles zu mühsam oder zu einsam er- Literaturhinweise stelle ich gern zur Verfügung.
scheint, dem bleibt nur noch zu glauben. Und Auch beim »Ozonloch« hat man zu früh
genau darauf gründen unsere etablierten Lehr- »Feuer« geschrieen und bastelt jetzt
systeme. Wir sollten zurückfinden zu eigenem nachträglich an »Fakten«, hoffentlich wenig-
Erfahren und dieses mit der nötigen Skepsis stens mit schlechtem Gewissen. Derartige Bei-
als Maßstab nehmen für Erlerntes. Je mehr spiele für unredliches Vorgehen gab und gibt
man versucht, Theorien mit eigenem Erleben es viele - ja, sie scheinen sich in den letzten
in Einklang zu bringen, desto mehr entwickelt Jahren zu häufen.
sich eine Sensibilität für innere Ein weiterer Punkt in meinem Gegenkon-
Übereinstimmung oder Ablehnung, die uns zept ist die Wichtigkeit des interdisziplinären
hilft, zu beurteilen _ selbstverständlich immer Austausches. Dieser kann auf vielfältige Weise
vorläufig. Zum Thema Erkenntnistheorie emp- geschehen und wird auch schon versucht.
fehle ich die Lektüre des brillanten und unter- Hierzu sind zwei Dinge hilfreich:
haltsamen Buches von R. A. Wilson »Die neue Bei den »Insidern« ein Abbau der Sprach-
Inquisition«. Ein Gegenkonzept, das den barrieren, das Bemühen um leichte
Einfluß des Erkennenden auf die Erkenntnis Verständlichkeit der Kernaussagen mit
außer acht läßt, ist für mich wertlos. möglichst wenigen Eigenvokabeln, sowie kla-
Und dann ist da noch das Experiment. rer Definition derselben (vorbildlich bei der
Jeder, der unvoreingenommen experimentiert, »Neuen Medizin« von Dr. Hamer). Gleichzeitig
muß darauf gefaßt sein, daß seine Vermutun- muß der Lernende die anerzogene Scheu vor
gen widerlegt werden können. Das ist unange- neuen Fachgebieten überwinden. Das bedeu-
nehm und wahrscheinlich der Grund dafür, tet mehr Unbefangenheit, mehr Vertrauen in
daß so wenig experimentiert wird. Es ist ja die eigene Lernfähigkeit, mehr Freude an neu-
auch leichter (und meist lohnender) ein Buch er Erkenntnis sowie das Selbstbewußtsein, ei-
über Vermutungen zu schreiben, die der Leser nen augenscheinlichen Unsinn auch »Unsinn«
_ weil gedruckt _ für Fakten hält. Auch hier zu nennen, ohne Rücksicht auf Autoritäten.
werden von der »alternativen Szene« oft Außerdem die Bereitschaft zur Diskussion und
schlechte Gewohnheiten übernommen. Was die Suche nach der Neugier, dem Kern des
die experimentelle Ausbildung der Forschergeistes. Lernen ohne Neugier ist tot
Universitäten betrifft (besonders in Medizin und führt über den »Glauben« direkt ins Dog-
und Psychologie), so scheint es heute mehr ma. Man sollte sich auch gar nicht auf den
um die Frage zu gehen, wie Theorien durch Spott einlassen, der den Generalisten zum
Scheinexperimente »untermauert« werden, als »Universaldilettanten« stempeln will. Nur in der
um Fragen an die Natur selbst. Zusammenschau ist es möglich, zumindest ei-
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Wissenschaft welchen Posten oder Titel. Das führt nur dazu,
daß die Betroffenen doch noch gekauft wer-
den oder ihre Kräfte verschleißen, um eines
ne Ahnung von der Komplexität des Univer-
Tages im Selbstmitleid zu enden. Ich halte
sums zu erhaschen.
mich auch aus Konfrontationen mit dem Wis-
Aus dem Prinzip, daß sich die »Insider«
senschaftsbetrieb heraus. Wer nicht wirklich
immer wieder der Diskussion stellen müssen,
was wissen will, hört sowieso nicht zu. Er-
daß dumme Fragen erwünscht sind und dum-
kenntnis _ welcher Art auch immer _ läßt sich
me Antworten bloßgestellt werden müssen,
nicht missionieren. Wenn jeder nur dann ant-
und daß jedes Wissen vorläufig und im Fluß worten würde, wenn auch jemand gefragt hat,
ist, ergibt sich, daß eine ständige Trennung wäre die Welt um vieles leiser _ vielleicht auch
von »Studenten« und »Professoren« unsinnig ein bißchen klüger. Auf jeden Fall sollten prak-
ist. Jeder, der etwas zu wissen glaubt, kann tische Schritte folgen. Betrachtungen wie diese
und soll es vermitteln, solange es dem Zuhörer gibt es inzwischen mehrere und in den mei-
neu ist _ dann muß aber die Diskussion fol- sten beklagen sich die Autoren, daß immer nur
gen, unter Infragestellen des Gesagten. So ist geschrieben wird.
Erkenntnisgewinn immer ein gemeinsamer
Prozeß und jeder Lehrende zugleich auch Ler- Mein Gegenmodell:
nender. Nur durch die Wandelbarkeit der »Un- Die Inseluniversität
terrichts« -Formen kann man der Wandelbar- Um die genannten Prinzipien in die Tat
keit der Inhalte gerecht werden. Das bedeutet umzusetzen, bedarf es »nur« eines wachen
konkret, Vorlesungen und Seminare einbezie- und offenen Geistes sowie ein paar
hen in ein größeres, offenes System multime- Räumlichkeiten für Treffen und Unterbringung.
dialer Aktivitäten, in künstlerische, sinnliche Wir sollten uns von der Vorstellung freima-
Bereiche (Bewegung, Meditation, Happe- chen, man könnte Wissenschaft nur in großen
nings), welche auch andere Gebäuden mit großen Namen und mit großem
Bewußtseinsbezirke ansprechen. Ein weites, Budget betreiben. Wie gesagt: oft haben ein-
ein lohnendes Feld für Experimente. Es wird zelne mit privaten Mitteln Erstaunliches zu Ta-
dadurch eine Synthese möglich von Kunst, ge gefördert. Die Geisteshaltung ist entschei-
Wissenschaft und Spiritualität. dend. Mein Anliegen ist zum einen, diesen
»Einzelkämpfern« ein Forum und Austausch
Was kann man tun? anzubieten, zum anderen denen, die sich als
Es ist nicht nötig, die Unzufriedenheit wei- »Lernende« verstehen, eine Gelegenheit zu
ter zu schüren, denn solange keine Alternati- Diskussion und Mitarbeit zu schaffen. Also ei-
ven in Sicht sind, nimmt sie uns nur Energie. ne Universität im Kleinen. Ich sehe dieses Pro-
Eine grundlegende Frage ist, inwieweit das of- jekt als Teil eines Netzwerkes ähnlicher Zen-
fizielle System reformierbar ist. Hier muß jeder tren, die aus privater Initiative überall entste-
seine persönliche Antwort finden. Ich halte das hen und die Keimzellen einer neuen, freien
»System« mittlerweile für prinzipiell unrefor- Wissenschaft bilden werden. Jeder, der sich
mierbar. Es hat ja selbst alle Löcher gestopft, davon angesprochen fühlt, ist frei, im Rahmen
durch die sich eine Reform einschleichen seiner Möglichkeiten selbst die Initiative zu er-
könnte. greifen. Mitteilungen über ähnliche Projekte
Und Reform »von oben« kann es nicht bitte an mich oder den »Datendiwan« Berlin
geben, weil »oben« ja deswegen oben ist, weil (Tel. 030-2618186, FAX 2651669). Inhaltlich
das System so ist, wie es ist. Desweiteren fin- wird der Schwerpunkt zunächst auf den
de ich es ermüdend, Kompromisse zu suchen: Außenseiterthemen liegen, die woanders kaum
Was darf wo gedruckt werden und wer kriegt Gehör finden. Was behandelt wird, und in wel-

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cher Form, ist natürlich vom Wissensstand Wissenschaft
und dem Interesse der Teilnehmer abhängig.
Diese sind somit aufgefordert, selbst Phanta-
" Die »Neue Medizin« von Dr. Hamer
sie zu entwickeln und aus der Rolle des »Nur-
Zuhörers« zu fallen. Ich nenne mein Projekt " Naturheilkunde (Diagnose- und Therapie-
»lnsel-Universität«, und starten soll es formen)
möglichst bald. " Dunkelfeldmikroskopie und Endobionten
Das Wort »Universität« assoziiert »univer- " Hypnose und Trance
sal«, »Universum« usw. und soll auch ein klei- " Die Arbeit von W. Reich
ner Affront gegen die sein, die meinen, sie " Solar- und Windenergie
hätten die Wissenschaft gepachtet. Das Wort " Experimente zu Parapsychologie, Trans-
»Insel« soll den geistigen Freiraum symbolisie- kommunikation
ren, der sich, losgelöst von der akademischen " UFOs
Welt, entwickeln kann. Außerdem findet das " Der »AIDS«-Irrtum
Ganze in meinem Fall auf einer Kanareninsel
" Elektrosmog und Waldsterben
statt.
" Ozon-Schwindel
Das Projekt beginnt erst einmal ganz klein.
" Ethik der Wissenschaft
Unterkünfte und der Seminarraum erlauben
zunächst die Teilnahme von etwa zehn Perso- " Politik der gezielten Desinformation
nen, Erweiterungen sind möglich. Die Lage " Das System der Geld- und Zinswirtschaft
bietet außer den üblichen Annehmlichkeiten ei- u.v.a.
nes Kanarenurlaubes auch vielfältiges Naturer- Ich wünsche jedem Leser, der ähnlich
leben, welches in das Konzept einbezogen empfindet und mir daher bis hierhin gefolgt ist,
wird. So können Veranstaltungen wahlweise in daß er die positiven Quellen der Inspiration in
den Bergen, in Höhlen, Wäldern, am Strand sich selbst finden mag und gemeinsam mit
oder in der Wüste stattfinden, als Teil der Gleichgesinnten das Lernen und Leben in die
»Inseluniversität«. Der Phantasie sind hier nur eigenen Hände nimmt. So könnte es gelingen,
wenige Grenzen gesetzt. Desweiteren ist das indem wir einfach anfangen, Bevormundung
Anwesen schuldenfrei. Es müssen also weder und Resignation als eine vergangene Epoche
Mäzene gesucht noch gewinnorientiert gear- hinter uns zu lassen.
beitet werden _ ein Vorteil bei der Suche nach
Unabhängigkeit. Die Kosten beschränken sich ‡
auf Reise und Unterbringung, was auch Stu-
denten die Teilnahme ermöglicht. Eine interes-
sante kleine Bibliothek ist vorhanden, sowie
die übliche Technik (Video, Overhead, FAX
etc.) und ein kleines Elektroniklabor. Gebaut
werden ein Projekt zur Energiegewinnung
(Windkraft, Solarwärme, Photovoltaik, Wärme-
pumpe), ein Orgonakku und evtl. ein Cloudbu-
ster. Außerdem gibt es eine kleine ökologische
Landwirtschaft (Obst- und Weinanbau, Kelle-
rei). Nähere Einzelheiten sind versandbereit.
Zum Abschluß eine kleine und persönliche
Auswahl von Themen, die der Diskussion har-
ren:

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