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SchilF Individualfeedback

Individualfeedback

Einleitung
Mit einem Feedback zur Unterrichtsqualität haben die Feedbackgebenden die Möglichkeit,
den Lehrern mitzuteilen, wie der Unterricht bei ihnen angekommen ist. Die Lehrer
bekommen durch dieses Verfahren eine Rückmeldung über die von den Schülern subjektiv
empfundene Qualität der geleisteten Unterrichtsarbeit.

Ziel
Wie bei allen anderen Feedbackverfahren auch besteht das Ziel darin, Daten zu ermitteln
als Ausgangspunkt für eine zielgerichtete Verbesserung der eigenen Arbeit. Nicht die Kritik
steht im Vordergrund, sondern die Optimierung.

Chancen
Feedbacks zur Unterrichtsqualität liefern uns Lehrern eine Fülle unterrichtsrelevanter
Informationen. Sie können deutlich machen, wie unser Unterricht tatsächlich bei den
Schülern angekommen ist. Diese Chance sollte von allen genutzt werden. Sie führt zu einer
besseren Kenntnis der Zielgruppe und liefert uns einen Schlüssel zur Verbesserung der
eigenen Unterrichtsarbeit. Feedbacks für den Lehrer wirken sich auch positiv auf das Lehrer-
Schüler-Verhältnis aus, weil die Schüler es sehr schätzen und sich ernst genommen fühlen,
wenn ihrer Lehrer auf diese Art Interesse an ihrer Befindlichkeit zeigen. Erfahrungsgemäß
freut man sich als Lehrer über jede positive Rückmeldung und es schmerzt, wenn
Beurteilungen negativ ausfallen. Die besondere Chance, in seiner Arbeit besser zu werden,
steckt aber gerade im Umgang mit den negativen Rückmeldungen. Wer die Fähigkeit besitzt,
die kritischen Rückmeldungen konstruktiv zu bearbeiten, dem bietet das Verfahren ein
wirkungsvolles Instrumentarium zur Arbeitsoptimierung und zur Erhöhung der eigenen
beruflichen Zufriedenheit. Kollegen berichten z. B. dass Sie jahrelang das Lerntempo ihrer
Schüler falsch eingeschätzt haben und dass ihnen das Feedback durch Schüler den Weg
zur Korrektur eröffnete.

Risiken
Die Probleme liegen in unserem Rollenverständnis als Lehrer während überall „gefeedbackt“
wird lehnen viele Kolleginnen und Kollegen es ab, sich und ihre Arbeit von Schülern,
Kollegen oder Dritten bewerten zu lassen. So groß die Bereitschaft ist, andere zu bewerten,
so gering fällt sie auf der anderen Seite aus sich selbst einer Bewertung zu stellen. Die
Gründe dafür sind Vielfältig. Ablehnen wird das Verfahren, wer Veränderungsbereitschaft
scheut und es seinen Schülern nicht zutraut, die Unterrichtsqualität konstruktiv und
kriterienorientiert zu reflektieren. Die verständliche Angst, in die Pfanne gehauen zu werden
ist erfahrungsgemäß unbegründet. Eine Feedbackkultur im Klassenraum, in der gegenseitige
Rückmeldungen zur Normalität werden ist ein wirkungsvoller Baustein auf dem Weg zum
kooperativen Lern- und Leistungsteam.

Methoden
Wir haben jetzt einen groben Überblick über die Notwendigkeit des Individualfeedbacks
erfahren. Um euch aufzuzeigen, dass die Einwände bezüglich Zeit und Auswertung
unbegründet sind, möchten wir mit euch einige Methoden ausprobieren.

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Lehrerzeugnis

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

Beschreibung

Das Lehrerzeugnis kann wie jedes andere Instrument individuell an die eigenen Bedürfnisse
/Beurteilungsziele angepasst werden. In der Regel wird das Instrument von den Schülern
sehr gerne als Feedbackinstrument genutzt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Schüler
die Seite wechseln können und selbst Noten vergeben dürfen.

Ablauf

Man benötigen circa eine Unterrichtsstunde (eventuell Zeit zugeben!). Jeder Schüler erhält
ein Exemplar des Lehrerzeugnisses und füllt dies ohne Absprache mit den anderen Schülern
aus. Wenn alle Schüler das Zeugnis ausgefüllt haben, verlässt der Lehrer den Raum. Der
Klassensprecher (oder ein anderer ausgewählter Schüler) erhält nun die Aufgabe, die
Zeugnisse auf dem Auswertungsblatt (Gesamtauswertung) zusammenzufassen. Nun dieses
Blatt erhält die Lehrkraft am Ende als Individualfeedback.

Anhand der Anzahl der Einzelnoten erhält die Lehrkraft einen Gesamtüberblick. Die
allgemeinen Beurteilungen und Vorschläge sollen von dem Klassensprecher vorgelesen
werden, das verhindert, dass Schüler sorgen haben, man könnte anhand des Schriftbildes
Rückschlüsse auf den Feedbackgebenden ziehen.

Alternative

Eine schnellere Variante wäre die Zeugnisse von den Schülern ausfüllen zu lassen,
einzusammeln und selbst zuhause auszuwerten.

Material

 Zeugnis
 Gesamtauswertung (evtl. auf Folie oder Papier)

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Lehrerzeugnis

für:______________________

Leistungen in den einzelnen Bereichen:

Verständlichkeit: ___ Disziplin: ___


Waren die Tafelanschriebe/Arbeitsaufträge verständlich? War der/die Lehrer/in streng genug?

Erklären: ___ Fairness: ___


Konnte der/die Lehrer/in gut erklären? War der/die Lehrer/in fair/gerecht?

Materialauswahl: ___ Vertrauen: ___


Waren die Materialien gut gewählt? Konnte man dem/der Lehrer/in
vertrauen?

Vorbereitung: ___ Lernzuwachs: ___


War der/die Lehrer/in - der Unterricht gut vorbereitet? Hast du etwas lernen/mitnehmen
können?

Motivation: ___ Abwechslung: ____


War der Unterricht motivierend/interessant? War der Unterricht
abwechslungsreich?

Hilfsbereitschaft: ___ Sympathie: ___


Wurde dir geholfen, War der/die Lehrer/in
wenn du etwas nicht wusstest oder Hilfe nötig hattest? sympathisch/nett?

Bemerkungen:

Das hat mir besonders gut gefallen:


__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
Nicht so gut fand ich:
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________

sehr gut = 1; gut = 2; befriedigend = 3; ausreichend = 4; mangelhaft = 5; ungenügend = 6

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Lehrer-Zeugnis

für:_____________________

Leistungen in den einzelnen Bereichen:


Noten (Häufigkeit): 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6

Verständlichkeit Disziplin

Erklärung Fairness

Materialauswahl Vertrauen

Vorbereitung Lernzuwachs

Motivation Abwechslung

Hilfsbereitschaft Sympathie

Benotung

Bemerkungen:

Das hat mir besonders gut gefallen:


__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
Nicht so gut fand ich:
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________

sehr gut = 1; gut = 2; befriedigend = 3; ausreichend = 4; mangelhaft = 5; ungenügend = 6

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Ludwig-Erhard-Berufsschule

Fürth

ZEUGNIS

für __________________________________

Allgemeine Beurteilung:
__________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________
____________________________________________________________________

Einzelnoten:
Verständnis für Schülerbelange Verständnis für Späße/Humor
Verhalten in Konfliktsituationen Engagement
Partnerschaftliches Verhalten Freundlichkeit
Abwechslung im Unterricht Geduld
Unterrichtsvor- und nachbereitung Fachkompetenz
Schrift Gestaltung von Arbeitsblättern
Benotung

Vorschläge für die zukünftige Unterrichtsarbeit:

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

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Ludwig-Erhard-Berufsschule

Fürth

GESAMTAUSWERTUNG

JAHRESZEUGNIS

für __________________________________

Einzelnoten:
Noten (Häufigkeit): 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6

Verständnis für Verständnis für


Schülerbelange Späße/ Humor

Verhalten in
Engagement
Konfliktsituationen

Partnerschaftliches
Freundlichkeit
Verhalten

Abwechslung im
Geduld
Unterricht

Unterrichtsvor- und
Fachkompetenz
nachbereitung

Gestaltung von
Schrift
Arbeitsblättern

Benotung

 Weitere Vorschläge für „Fächer“:


_______________________________________________________________________

 Allgemeine Beurteilungen [Werden vom Klassenspreche verlesen!]

 Vorschläge für die zukünftige Unterrichtsarbeit: (Sammeln und Zusammenfassen)


_______________________________________________________________________
_______________________________________________________________________
_______________________________________________________________________

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Fünf-Finger-Methode
Beschreibung
Wenn Sie sich ein Feedback einholen und dabei mehr als „toll“ oder das Schweigen im Wald
einzelner Schüler bekommen möchten, dann versuchen Sie die Fünf-Finger-Methode“

Das ist eine praktikable Methode, die mehr Dimensionen abfragt und den Schülern so
einiges an Informationen entlockt, z. B. Wie fanden die Schüler das Projekt bzw. den
Unterricht? Was hat ihnen gut gefallen, was kam zu kurz?

Ablauf
1. Zeigen Sie Ihren Schülern das nächste Mal Ihre flache Hand mit abgespreizten Fingern
(Alternativ: Folie Auflegen). Weisen Sie jedem Finger eine Feedback-Dimension zu.

2. Alle Schülerinnen und Schüler zeichnen die Umrisse ihrer Hand auf ein Blatt Papier
(Alternative: Kopiervorlage).
3. Anschließend schreibt jeder bzw. jede für sich in alle fünf Finger das entsprechende
Feedback.

Auf diese Art haben Sie fünf verschiedene Dimensionen abfragen können. Die Teilnehmer
fühlen sich wertgeschätzt und Sie erhalten wichtige Informationen zur Verbesserung Ihres
Unterrichts. Geben Sie den Schülern ruhig ein wenig Zeit um nachzudenken. Fahren Sie
nicht allzu schnell fort, oft kommen wertvolle Hinweise oft erst nach ein paar Gedenk-
Sekunden.

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Hintergrundinforation – Eselsbrücke

Der nach oben gestreckte Daumen bedeutet: „Das hat mir besonders gut gefallen!“
Diese Geste ist gesellschaftlich sehr gebräuchlich und öffnet gleich eine Türe für die
Teilnehmer. Die meisten Teilnehmer finden hierzu ein paar Worte und es fällt ihnen dann
leichter auch noch mehr Feedback loszuwerden.

Der Zeigefinger hat eine hinweisende Bedeutung. Damit zeigen wir auf etwas. Die
Teilnehmer können jetzt folgendes berichten: „Das ist mir aufgefallen“, „das wollte ich dir
noch sagen“, usw.

Der gestreckte Mittelfinger ist uns ebenfalls als gesellschaftlich gebräuchliche Geste
bekannt. Was man von den Kursteilnehmern erwartet ist klar: „Das hat mir nicht so gut
gefallen“, oder „hier könntest du noch nachbessern“.

Der Ringfinger ist etwas erklärungsbedürftig. Hier stecken wir unsere Eheringe dran
(zumindest in unseren kulturellen Breiten). Wir zeigen also die Verbindung zu jemandem an.
Die Teilnehmer können jetzt angeben, womit sie die Inhalte des Kurses verbinden, wozu sie
das Gelernte nutzen können, wie sie die neuen Inhalte später selbst umsetzen wollen.

Es bleibt noch der kleine Finger übrig. Der ist ziemlich kurz. Darum wollen wir nun von den
Teilnehmern wissen, wovon Sie zu wenig bekommen haben im Kurs, von welchen
Inhalten Sie das nächste Mal gerne mehr hören möchten.

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Fünf-Finger-Methode

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Beurteilen Sie anhand der dargestellten Hand den Unterricht


 Die einzelnen Finger haben folgende Bedeutung:

Daumen: Das war super! Zeigefinger: Das könnte man besser machen!
Mittelfinger: Das hat mir nicht gefallen! Ringfinger: Das nehme ich mit!
kleiner Finger: Das kam mir zu kurz!

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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Punktabfrage
Beschreibung
Die Punktabfrage dient zunächst als Methode, um Meinungen herauszustellen und/oder
Diskussionen zu erreichen. Sie kann am Ende des Schuljahres dann gegebenenfalls
wiederholt werden, um sie mit der Punktabfrage der Einstiegsstunde zu vergleichen. Die
„Unstimmigkeiten“ (Dissonanzen) werden optisch deutlich.

Ablauf
An Tafel oder Plakat werden eine oder mehrere Aussage/n gemacht und ein Raster der
möglichen, wählbaren Meinungen/Stellungnahmen (z. B.: stimme zu, stimme teilweise zu,
stimme nicht zu) angeboten. Das Raster kann vielfach variiert werden, um es an
verschiedene Aussagen oder Fragestellungen anzupassen. Die Schüler kleben an der für sie
zutreffenden Stelle ihren Punkt (Klebepunkte; Stifte oder Kreide reichen ggf.auch aus).

Vorteile
Diese Methode ist mit einem geringen Aufwand verbunden und kann als Basis für ein
Klassengespräch dienen. Die SchülerInnen können in einer geschützten Situation ihre
Meinung abgeben, ohne Rechenschaft für ihre Stellungnahme ablegen zu müssen.
Außerdem kann der Effekt des sich Bewegens bei den SchülerInnen die Beteiligung am
folgenden Unterrichtsgespräch fördern.

Hinweise
Um den Meinungsdruck zu minimieren, sollte das Plakat/die Tafel verdeckt zur Klasse
stehen und jeder Schüler /jede Schülerin einzeln seine/ ihre Meinung abgeben. Es bietet sich
an, dass das Ergebnis nicht von der Lehrperson, sondern von den SchülerInnen
zusammengefasst wird.

Das Verhältnis zu Das Verhältnis zu Den Unterricht meiner


meinen Mitschülern meiner Lehrkraft finde Lehrkraft finde ich …
finde ich… ich…

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Punktabfrage

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Lesen Sie die drei Aussagen in der untenstehenden Tabelle.


 Bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche.
 Verwenden Sie hierzu die Ihnen zur Verfügung gestellten Klebepunkte.
 Kleben Sie hierzu jeweils einen Punkt in die jeweilige Spalte.

Das Verhältnis zu Das Verhältnis zu Den Unterricht meiner


meinen Mitschülern meiner Lehrkraft finde Lehrkraft finde ich …
finde ich… ich…

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Blitzlicht
Beschreibung
Das Blitzlicht ist eine Technik, die mit wenig Vorbereitung und fast ohne Arbeitsmaterial
durchgeführt werden kann. Während der Blitzlichtrunde äußern sich die Teilnehmer mit ein
bis zwei Sätzen – nicht länger als eine Minute – zu einer vom Lehrer gestellten Frage.

Die im Folgenden aufgeführten Regeln für eine Blitzlichtrunde sollen gewährleisten, dass das
Potenzial dieser Technik möglichst ausgeschöpft wird:

 Jeder Teilnehmer spricht nur über sich, seine persönlichen Vorstellungen und
Erwartungen.
 Die Aussagen sollen sich auf die Frage beziehen und in der Ich-Form geäußert
werden.
 Alle Wortbeiträge sind nicht länger als ein bis zwei Sätze.
 Jeder Teilnehmer hält sich an den vorgegebenen Zeitrahmen.

Während ein Teilnehmer sich äußert, sind die anderen Gruppenmitglieder ausschließlich
Zuhörer! Einzig Verständnisfragen dürfen gestellt werden. Getroffene Äußerungen werden
nicht kommentiert, kritisiert oder bewertet! Bevor nicht jeder, der entweder an der Reihe war
(chronologischer Ablauf) oder der möchte (freiwilliger Ablauf), seine Stellungnahme
abgegeben hat, findet keine Diskussion statt.

Ablauf
Zur Vorbereitung der Blitzlichtrunde sollte möglichst zunächst
ein Stuhlkreis gebildet werden, in dem auch der Lehrer Platz
nimmt. Wenn sich die Teilnehmer nicht der Reihe nach
äußern sollen, sondern in beliebiger Reihenfolge, ist es
sinnvoll, einen Gegenstand, ein kleines Plüschtier, einen
Tennisball oder etwas ähnliches, als „Sprechstein“ bereitzustellen. Nur derjenige Teilnehmer,
der den „Sprechstein“ hat, darf sich äußern, alle anderen sind Zuhörer. Nach dem
Wortbeitrag wird der „Sprechstein“ an einen anderen Teilnehmer weitergegeben oder
geworfen. Außerdem kann es gerade bei im Blitzlicht ungeübten Gruppen hilfreich sein, auf
einem Flipchart die Regeln und die Fragen zu visualisieren. Die von der Lehrkraft formulierte
Frage soll möglichst konkret sein, weil darauf eine kurze und die Frage betreffende Antwort
leichter fällt. Ein Blitzlicht muss nicht notwendigerweise ausgewertet werden. Es kann als
Momentaufnahme zu einer Fragestellung als Aussage stehen bleiben. Soll das Blitzlicht
jedoch eine Grundlage für das weitere Vorgehen sein, sollten im Anschluss an die
Blitzlichtrunde die verschiedenen zutage getretenen Aspekte diskutiert werden.
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Blitzlicht

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Bilden Sie einen Stuhlkreis.


 Es gelten folgende Regeln:

 Jeder Teilnehmer spricht nur über sich, seine persönlichen Vorstellungen und Erwartungen.
 Die Aussagen sollen sich auf die Frage beziehen und in der Ich-Form geäußert werden.
 Alle Wortbeiträge sind nicht länger als ein bis zwei Sätze.
 Jeder Teilnehmer hält sich an den vorgegebenen Zeitrahmen .
 Nur derjenige Teilnehmer, der den „Sprechstein“ hat, darf sich äußern, alle anderen sind Zuhörer.

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Die Zielscheibe
Beschreibung
Dieses Instrument besteht aus einer Zielscheibe mit 5 Kreisen (vgl. Dartscheibe), die in
verschiedene Sektoren eingeteilt ist. Das Innerste der Zielscheibe (=1) bedeutet «trifft voll
und ganz zu», außen (= 5) heißt «trifft gar nicht zu». Als Beispiele für Sektoren können
folgende genannt werden: Schülerinnen und Schüler, Lehrperson, Unterricht, Schule etc.
Diese Sektoren können wiederum in detaillierte Aussagen unterteilt werden. Beispielsweise
zum Thema Schule:

 Alle Beteiligten fühlen sich wohl an der Schule.


 Die Schulregeln sind klar und werden eingehalten.

Ablauf
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine vorbereitete Zielscheibe und setzen ihre Kreuze
an den für sie stimmigen Platz. Die Zielscheiben werden von der Lehrperson eingesammelt,
die Daten auf einer großen Zielscheibe zusammengetragen und so bald wie möglich mit der
Klasse besprochen.

Alternative
Eine große Zielscheibe (mind. A3) wird verdeckt im Klassenzimmer aufgehängt. Alle
Schüler/-innen tragen ihre Kreuze während der Unterrichtsstunde auf diese
Zielscheibe ein.

Material
Zielscheibe auf Papier
Filzstifte oder Klebepunkte
Beziehung
Fachkompetenz
Kopiervorlage/Zielscheibe zu den
der Lehrkraft
Mitschülern

Unterrichts- Schüler-
klima Lehrer-
Beziehung

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Zielscheibe

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Bitte bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche und setzen Sie innerhalb der einzelnen Segmente an der
nach Ihrer Meinung richtigen Stelle ein Kreuzchen.
 Je näher das Kreuzchen in der Mitte der Zielscheibe gesetzt wird, desto positiver ist die Bewertung.

1 2 3 4 5

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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Zielscheibe zur Befragung der Schüler

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Bitte bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche und setzen Sie innerhalb der einzelnen Segmente an der
nach Ihrer Meinung richtigen Stelle ein Kreuzchen.
 Je näher das Kreuzchen in der Mitte der Zielscheibe gesetzt wird, desto positiver ist die Bewertung.

Ich fand den Unterricht Ich habe viel gelernt.


interessant, so dass ich
angeregt wurde mich zu
beteiligen.

Die Unterrichtsme- Die Lehrkraft hat den


thoden haben mir das Stoff gut erklärt.
Lernen erleichtert.

1 2 3 4 5

Der Unterricht wurde Das Lerntempo war


abwechslungsreich angemessen.
gestaltet.

Der Lehrer behandelt Der Lehrer wirkt gut


mich respektvoll. vorbereitet.

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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Zielscheibe zur Befragung der Kollegen

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Bitte bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche und setzen Sie innerhalb der einzelnen Segmente an der
nach Ihrer Meinung richtigen Stelle ein Kreuzchen.
 Je näher das Kreuzchen in der Mitte der Zielscheibe gesetzt wird, desto positiver ist die Bewertung.

Schüler werden aktiv Die Unterrichtsstruktur


in den Unterricht ist erkennbar.
eingebunden.

Ergebnisse werden Das Verhältnis von


ausreichend Arbeits- zu Übungs-
gesichert. phasen ist
ausgewogen

1 2 3 4 5

Unterrichtsstörungen Das Niveau der


werden Übungsaufgaben ist
wahrgenommen. angemessen.

Die Fragen wurden Alle Schüler werden


eindeutig/verständlich in den Unterricht mit
gestellt. einbezogen.

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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Zielscheibe zur Befragung der Ausbildungsbetriebe

Ihre Rückmeldung ist mir sehr wichtig

 Bitte bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche und setzen Sie innerhalb der einzelnen Segmente an der
nach Ihrer Meinung richtigen Stelle ein Kreuzchen.
 Je näher das Kreuzchen in der Mitte der Zielscheibe gesetzt wird, desto positiver ist die Bewertung.

Die Zusatzangebote der Die Anzahl der Treffen


Schule wie Exkursionen, zwischen Schule und
Auslandsaufenthalte etc. Ausbildungsbetrieb ist
finde ich ausreichend. ausreichend.

Meine Erwartungen an Die inhaltliche


die schulische Gestaltung der Treffen
Ausbildung werden von entspricht meinen
der LES erfüllt. Vorstellungen.

1 2 3 4 5

Ich bin gut über das Ich bin gut über den
Schulleben an der LES schulischen Stand
informiert. unserer Auszubildenden
informiert.

Die schulischen Inhalte Die Zusammenarbeit mit


werden mit betrieblicher der Klassenleitung
Praxis verknüpft. funktioniert reibungslos.

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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Beobachtungsbogen
Beschreibung

Schülerfeedbacks sind besonders wirkungsvoll, wenn Sie von Zeit zu Zeit wiederholt werden.
Man kann das Verfahren stets am Ende längerer Unterrichtsreihen einsetzen oder alle drei
Monate oder nur jeweils am Halbjahresende. Damit die Rückmeldungen möglichst konkret
ausfallen ist es hilfreich, einen Fragebogen zu verwenden, der sich an den Kriterien guten
Unterrichts orientiert, bzw. an den Kriterien, die dem Lehrer für die eigene Unterrichtsqualität
wichtig sind. Erfahrungsgemäß nimmt diese Vorgehensweise nur sehr wenig Zeit in
Anspruch. Wichtig ist, dass man als Lehrer das Feedback zunächst still zur Kenntnis nimmt.
Nach einer Sichtung der Fragebögen, kann man als Lehrer einen oder zwei Punkte
schwerpunktmäßig herausgreifen, um in einer Folgestunde gemeinsam mit der Klasse zu
beraten, wie das Ergebnis im zukünftigen Unterricht verbessert werden kann.

Ablauf

Vorbereitung

 Thema und Ziel der Befragung festlegen, einen Fragebogen entwickeln und ggf. als
„Onlinebefragung“ mit Auswertungsroutine konzipieren.
 Bei der Zusammenstellung der Fragen sollte man folgendes beachten:
o Die Zahl der Fragen sollte nicht mehr als 20 umfassen.
o Offene Fragen dienen dazu, qualitative Aussagen zu den Aspekten der
Unterrichtswirklichkeit zu gewinnen.
o Antwortvorgaben zum Auswählen sind für die Verteilung und Vergleiche von
bestimmten Wahrnehmungen, Erfahrungen, Einstellungen usw. in der Befragtengruppe
hilfreich.
 Vielfach stehen von anderen Schulen oder Institutionen entwickelte
Fragebogeninstrumente zur Verfügung. Deren Einsatz sollte hinsichtlich Ziel und Inhalt
sorgfältig geprüft und ggf. angepasst werden.

Durchführung

 Vor der Durchführung der Erhebung informiert die Lehrkraft die Lernenden über das Ziel
und den Ablauf der Befragung.
 Jeder Schüler füllt einen Fragebogen handschriftlich oder am PC aus.
 Handschriftlich ausgefüllte Fragebogen werden in einer „Urne“ gesammelt und durch die
Lehrkraft ausgewertet.
 Bei elektronisch erfassten Daten erhält die Lehrkraft sofort nach Abschluss der Befragung
eine Auswertung.
 Die Ergebnisse verbleiben beim Feedback-Nehmer. Er selbst entscheidet, wie er damit
weiter verfährt bzw. welche Konsequenzen er daraus ziehen möchte.

Material

pro Teilnehmer ein Fragebogen/PC-Arbeitsplatz

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Allgemeiner Beobachtungsbogen für den Unterrichtsbesuch

Besuchte Unterrichtsstunde: ______________________________________________________________

Bitte schätzen Sie ein, ob und in welcher Intensität die folgenden Qualitätsmerkmale in der besuchten
Unterrichtsstunde vorkommen! Benutzen Sie dafür die Skala von 0 bis 5:

trifft überhaupt nicht zu 0 1 2 3 4 5 trifft vollständig zu

Klasse: ____________ Schülerzahl: w: ________ m:________ gesamt: ________

Fach: ____________ Unterrichtsinhalt: ________________________________

0 1 2 3 4 5 Anmerkungen
1. Klassenführung

• Der Unterricht erfolgt auf der Basis eines


Regelsystems, das Störungen von vornherein
vermeiden hilft.

• Die Lehrkraft behält den Überblick über


unterrichtsbezogene und/oder unterrichtsfremde
Aktivitäten der Schüler.
• Dem Unterricht liegt eine klare Planung zugrunde,
doch reagiert die Lehrkraft schüler- und
situationsgemäß flexibel.
2. Unterrichtsklima

• Die Lehrkraft fördert eine positive Einstellung zu


Lernen und Leisten.
• Die Beziehungen zwischen Lehrkraft und
Schülern sind entspannt und angstfrei.
• Die Schüler gehen freundlich und rücksichtsvoll
miteinander um.
• Der Umgangston der Lehrkraft ist freundlich und
wertschätzend.

• Alle Schüler werden in das Unterrichtsgeschehen


mit einbezogen.
3. Motivierung

• Die Lehrkraft bezieht den Erfahrungshorizont der


Schüler und/oder Schülerinteressen in den
Unterricht ein.

• Die Lehrkraft macht den Schülern die Bedeutung /


den Sinn von Unterrichtsinhalten bewusst.

• Die Aufgabenstellungen sind abwechslungsreich


und anschaulich (hoher Aufforderungscharakter).

• Die Lehrkraft verstärkt individuelle Lernfortschritte


und/oder Verhaltensweisen durch Lob und
Ermutigung.

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Beobachtungsbogen „Klassenführung“

Besuchte Unterrichtsstunde: ______________________________________________________________

In welcher Intensität kommen die genannten Kennzeichen guter Klassenführung in der besuchten
Unterrichtsstunde vor? Die geschätzte Ausprägung wird durch Ankreuzen markiert:

trifft überhaupt nicht zu 0 1 2 3 4 5 trifft vollständig zu

Falls ein Kennzeichen nicht eingeschätzt werden kann, weil es in dieser Unterrichtsstunde nicht zu
beobachten ist (z.B. die Art der Behebung von Störungen, wenn gar keine Störungen vorkommen), dann
wird in der entsprechenden Zeile nichts angekreuzt.

0 1 2 3 4 5 Anmerkungen

Klassenführung

Die Lehrkraft beginnt pünktlich mit dem Unterricht.

Benötigte Unterrichtsmaterialien, Medieneinsatz


usw. sind vorbereitet.

Die Lehrkraft sorgt für eine angemessene


Arbeitsatmosphäre (Vermeidung von Hektik
einerseits, Langeweile andererseits).

Die Lehrkraft verwendet keine Zeit für


Unterrichtsfremdes (z.B. Schulorganisatorisches),
sondern verweist dafür auf einen Zeitpunkt
außerhalb des Unterrichts.

Die Lehrkraft sorgt für einen reibungslosen, zügigen


Unterrichtsverlauf (z.B. keine umständliche
Gruppeneinteilung, keine langwierigen
Disziplinierungsmaßnahmen).

Der Unterricht erfolgt auf der Basis eines


Regelsystems, das Störungen von vornherein
vermeiden hilft.

Die Lehrkraft behält den Überblick über


unterrichtsfremde Aktivitäten der Schüler.

Störungen werden eher nebenbei behoben.

Die Lehrkraft behält den Überblick über


unterrichtsbezogene Aktivitäten der Schüler.

Die Lehrkraft reagiert auf Unvorhergesehenes


flexibel.

Die Lehrkraft beendet den Unterricht pünktlich


(weder vorzeitig noch verspätet).

Zusätzliches Kennzeichen:

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Beobachtungsbogen „Individuelle Unterstützung“

Besuchte Unterrichtsstunde: ______________________________________________________________

In welcher Intensität kommen die genannten Kennzeichen individueller Unterstützung in der besuchten
Unterrichtsstunde vor? Die geschätzte Ausprägung wird durch Ankreuzen markiert:

trifft überhaupt nicht zu 0 1 2 3 4 5 trifft vollständig zu

Falls ein Kennzeichen nicht eingeschätzt werden kann, weil es in dieser Unterrichtsstunde nicht zu
beobachten ist (z.B. spezielle Lernangebote für Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, wenn in der
Klasse nur Schüler mit deutscher Muttersprache sind), dann wird in der entsprechenden Zeile nichts
angekreuzt.

0 1 2 3 4 5 Anmerkungen

Individuelle Unterstützung

Die Lehrkraft achtet nicht nur auf


Leistungsergebnisse, sondern auch auf Lernerfolge
und Lernschwierigkeiten.

Die Lehrkraft gibt Hilfestellung, wenn Schüler etwas


nicht können oder verstehen.

Fehler der Schüler werden konstruktiv für das


Lernen genutzt.

Schüler mit unterschiedlichem Leistungsvermögen


bekommen unterschiedliche Aufgaben.

Leistungsschwache Schüler erhalten zusätzliche


Hilfen.

Leistungsstarke Schüler erhalten die Möglichkeit,


Zusätzliches zu lernen, statt sich an allgemeinen
Übungsphasen zu beteiligen.

Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache erhalten


spezielle Lernangebote.

Die Schüler erhalten Gelegenheit, sich gegenseitig


beim Lernen zu unterstützen.

Zusätzliches Kennzeichen:

Zusätzliches Kennzeichen:

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SchilF Individualfeedback

Beobachtungsbogen „Lernerfolgssicherung“

Besuchte Unterrichtsstunde: ______________________________________________________________

In welcher Intensität kommen die genannten Kennzeichen der Lernerfolgssicherung in der besuchten
Unterrichtsstunde vor? Die geschätzte Ausprägung wird durch Ankreuzen markiert:

trifft überhaupt nicht zu 0 1 2 3 4 5 trifft vollständig zu

Falls ein Kennzeichen nicht eingeschätzt werden kann, weil es in dieser Unterrichtsstunde nicht zu
beobachten ist (z.B. die Transparenz der Leistungsanforderungen, wenn in der Unterrichtsstunde keine
Leistungen erhoben werden), dann wird in der entsprechenden Zeile nichts angekreuzt.

0 1 2 3 4 5 Anmerkungen

Lernerfolgssicherung

Die Aufgaben haben ein angemessenes


Anforderungsniveau (weder Über- noch
Unterforderung).

Die Schüler lernen, ihr Wissen in unterschiedlichen


Zusammenhängen anzuwenden.

Der Unterricht enthält Phasen des Wiederholens


und Übens.

In den Übungsphasen steht ausreichend Zeit zur


Verfügung.

Die Lehrkraft beobachtet in den Übungsphasen die


einzelnen Schüler und gibt ihnen, falls es notwendig
ist, Hilfestellung.

Die verwendeten Übungsmaterialien ermöglichen


eine selbständige Kontrolle des Lernerfolgs durch
die Schüler (allein, mit einem Partner, in der
Gruppe).

Das Erreichen der Lernziele wird überprüft.

Die Schüler erhalten Anregungen zur Reflexion und


Verbesserung der eigenen Lernstrategien.

Die Hausaufgaben sind eine sinnvolle Ergänzung


des Unterrichts.

Die Hausaufgaben werden kontrolliert und


besprochen.

Die Anforderungen bei Leistungserhebungen sind


für die Schüler transparent.

Zusätzliches Kennzeichen:

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Fragebogen

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Beispiel 1: Auszug aus einem Fragebogen mit vordefinierten Antwortmöglichkeiten.

Fragebogen zur Unterrichtsbeurteilung Fach Kl.:

1 Ich bin der Meinung, dass ich im Ich habe dieses Jahr im Unterricht
Unterricht viel gelernt und verstanden 1 2 3 4 5 6 7 nicht viel gelernt.
habe.
2 Der Lehrer/die Lehrerin hat großes Der Lehrer/die Lehrerin hat kaum
1 2 3 4 5 6 7
Hintergrundwissen. Hintergrundwissen.
3 Der Lehrer/die Lehrerin war gut Der Lehrer/die Lehrerin war
vorbereitet und wusste über den unvorbereitet und konnte auf Fragen
1 2 3 4 5 6 7
Unterrichtsstoff Bescheid. über das Thema hinaus nicht oder nur
unzureichend antworten.
4 Der Unterricht wurde vielfältig gestaltet Der Lehrer/die Lehrerin hielt einen
(Medien, unterrichtsbezogene 1 2 3 4 5 6 7 sehr eintönigen, monotonen
Exkursionen) Unterricht.
5 Der Unterricht war so interessant, Der Unterricht war langweilig und
dass man angeregt wurde sich zu 1 2 3 4 5 6 7 Motivation wurde über Notendruck
beteiligen. erzeugt.

Beispiel 2: Fragebogen mit vordefinierten und offenen Antwortmöglichkeiten

Fragebogen zur Unterrichtsbeurteilung Fach Kl.:

Bei der Einschätzung benutzen Sie die Skala von 0 bis 5:


trifft überhaupt nicht zu 0 1 2 3 4 5 trifft vollständig zu
0 1 2 3 4 5

Die praktische Bedeutung des Unterrichts ist mir klar geworden


Der Aufbau des Unterrichts war klar strukturiert
Der Stoffumfang war gut zu bewältigen
Der Unterrichtsinhalt wurde durch verständliche Beispiele verdeutlicht
Der Lehrer wirkte gut vorbereitet
Es ist dem Lehrer gelungen den Unterricht interessant zu gestalten
Der Lehrer hat die vorhandenen Medien (Tafel, Beamer, Folien, Modell) gut
genutzt

Gut gefallen hat mir … …

Weggelassen hätte ich … …

Gefehlt hat mir … …

1 Bülow-Schramm, M. (2006):68

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Kollegiale Hospitation
Definition
Kollegiale Hospitation ist eine Teilnahme von Kolleginnen oder Kollegen als Gast im
Unterricht, die anschließend zu dem Beobachtetem eine Rückmeldung geben.

Durchführung
Gelingensbedingungen
 eine Dreiergruppe
 Freiwilligkeit
 Zeit (für Vor- und Nachbesprechungen)
 einen klaren Beobachtungsauftrag Je globaler der Beobachtungsauftrag, um so
globaler das Feedback!
 eine gute Beziehung zu den hospitierenden KollegInnen
 Kenntnisse des Feedbackgebens und –nehmens

Was beteiligte KollegInnen sagen:

Hilfe bei z.B. „Problemschülern“ (Beobachtungsaufträge!)


man lernt neue Methoden kennen
man überdenkt und verändert gleichzeitig seinen eignen Unterricht
psychische Hilfe, da man merkt, dass bei KollegIn XY ähnliche Probleme auftreten können
Terminstress im Schulalltag kann sich hinderlich auswirken
Hauptproblem: Wertfreies Feedback geben (hier ist Fortbildungsbedarf)
Weiterentwicklung der Persönlichkeit (über Grenzen gehen;
Angst, sich zu öffnen und sich verletzlich zu machen, wird
verringert)
Mir fiel es schwer „konstruktive“ Kritik auszuhalten
(Entwicklungsprozess!)
Man entwickelt enorme „Feedback-Qualitäten“ durch ganz
bewusste Rückmeldungen
Die Beziehungsebene zu KollegInnen ist ausschlaggebend für
eine gelungene Kommunikation (hier besteht aber auch
Verletzungsgefahr, mögliches Spannungsfeld!)
Dranbleiben!

Unterstützung durch die Schulleitung

• Räume schaffen
• Zeit geben
• Fortbildungen und pädagogische Tage initiieren und durchführen
• Hospitationen sollen kein Instrument der Überprüfung darstellen, sondern
Unterrichtsqualität langfristig durch höhere Professionalisierung der Kolleginnen u.
Kollegen verbessern

http://www.hessen.ganztaegig-
lernen.de/sites/default/files/2012_LFT_WS10_Kollegiale_Hospitation.pdf

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SchilF Individualfeedback

Fazit

Die Wirksamkeit des Individualfeedbacks ist von mehreren Faktoren abhängig. Wesentlich
hängt es jedoch von der Veränderungsbereitschaft eines jeden Einzelnen ab. Individualfeed
back erfolgt in einem geschützten Raum, in der die Lehrperson ihr Verhalten in Frage stellen
kann. Dabei wird sie feststellen, dass sie überwiegend Bestätigung für ihren Unterricht
bekommt und nebenbei Impulse für neues Verhalten gewinnen kann. Damit das
Individualfeedback nicht zu einem formalen Akt – nach dem Motto: „eingeholt und abgehakt“
– wird, ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Erhebungszeitpunkt richtig gewählt
wird. Gewonnene Ergebnisse müssen in der Klasse besprochen werden können, um bei
Bedarf spätere Verhaltensveränderungen der Lehrkraft wahrnehmen zu können. Wer die
Fähigkeit besitzt, die kritischen Rückmeldungen konstruktiv zu bearbeiten, dem bietet das
Verfahren ein wirkungsvolles Instrumentarium zur Arbeitsoptimierung und zur Erhöhung der
eigenen beruflichen Zufriedenheit.

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SchilF Individualfeedback

Zielscheibe zur Unterrichtsbeobachtung


(Filmausschnitt)

 Bitte bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche und setzen Sie innerhalb der
einzelnen Segmente an der nach Ihrer Meinung richtigen Stelle ein Kreuzchen.
 Je näher das Kreuzchen in der Mitte der Zielscheibe gesetzt wird, desto positiver
ist die Bewertung.

Die Lehrkraft wird Unterrichtsstörun


von den Schülern gen werden
erst genommen. wahrgenommen.

1 2 3 4 5

Die Lehrkraft Die Schüler


ergreift geeignete werden
Maßnahmen. respektvoll
behandelt.

Was ich sonst noch anmerken möchte ...

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SchilF Individualfeedback

Punktabfrage
Ihre Rückmeldung ist uns sehr wichtig
 Lesen Sie die drei Aussagen in der untenstehenden Tabelle.
 Bewerten Sie die angegebenen Teilbereiche.
 Verwenden Sie hierzu die Ihnen zur Verfügung gestellten Klebepunkte.
 Kleben Sie hierzu jeweils einen Punkt in die jeweilige Spalte.

Die SchiLF hat mir Die Gestaltung der Ich fühle mich auf die
etwas gebracht… SchiLF war Feedbackwochen gut
abwechslungsreich… vorbereitet …

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