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1 Die Situation in Deutschland nach


Kriegsende im Jahr 1945

a) Stunde Null :-

Am 8 Mai um null Uhr 1945 endete mit der bedigungslosen Kapitulation der deutschen
Wehrmacht in Europa. Das ganze Deutschland lag am Boden. Es gab ueberall Truemmer.
Deutschland hatte als Ergebnis des Krieges Millionen von Toten und Verwundeten beklagen.
Stunde Null ist keine historische Ereigniss, die passiert war, sondern es war eine
Namengebung, eine Kunstruktion gemacht von Intellektuellen und Literaten.
Selbstbewusstlich wurde dieser Begriff konstruiert mit einem Phaenomen zu anfangen, in dem
man sich von den schrecklichen Vergangenheit distanzierte. Dieser Begriff war ein
Bezeichnung dafuer, dass man nicht errinern wollte, was geschehen ist, und ein Neuanfang zu
haben war das eine Wuensch. Um diese Wuensch zu erreichen benutzte man dem konstruierten
Begriff, Stunde Null’ ( hauptsaechlich in dem Bereich der Literatur)

Der Selbstmord Hitlers war der Untergang des dritten Reiches, und damit kam der zweiten
Weltkrieg zum Ende. Der Krieg hatte nicht nur enorma kosten verursacht, sondern auch
Millionen Toten und Verwundeten gefordet und hatte viele Zerstoerung mitgebracht. Das ganze
Deutschland lag am Boden. Ueberall gab es Truemmer. Das Verkehrsystem, ein Grossteil der
staeditschen Wohnungen und viele Industrieanlagen waren zerstoert. Ein gross Teil der
Technischen Infrastruktur, wie die Wasser und Energieversorgung waren schwer beschaedigt.
Die Ernaehrungslage war auch sehr dramatisch verschlechtert.

Der Krieg hatte nicht nur materiellen Schaeden verursacht, sondern hatte die
Menschlichenwerte sehr schwer geschaedigt. Der Krieg hatte viele unschuldige Menschen
ums Leben gebracht. Fast 6 Millionen Juden, wurden von dem Diktatur Hitler und seine
Militaerbehoerden sehr brutal ermordert. In dem Krieg wurden nicht nur Juden, Polen, und
Russen ermordert, sondern viele unschuldige Deutsche waren auch Opfer des Krieges
geworden. Fast alle deutsche Maenner wurden gezwungen, den Krieg zu dienen. Meisten
Maenner waren im Krieg gefallen, viele aber wurden von anderen besiegten Laendern
verhaftet und seitlange waren in den Gefaengnissen der Siegermaechten. Die Menschen, die
den Krieg uerberlebt hatten, hatten die Schwierigkeiten sich in die schwierige Situation
durchzusetzen, was von Deutschland uebrig geblieben war, in vier Besatzungzone
eingeteilt,naemlich US- amerikanischezone, Sowjetischezone, Britischezone, und
Franzoesischezone.

Truemmerliteratur oder Kahlschlagliteratur oder Nachkriegslitertur.- Die Literatur, die nach


1945, nach dem Ende des zweiten Weltkriegs entstand, heisst Nachkriegsliteratur. Dieser Begriff,,
Nachkriegsliteratur wird als literatur historische Epochenbegriff fuer einen groessern Zeitraum
verwendet. Die Literatur die zwischen 1945-49 wurde auch als Truemmerliteratur genannt. Der
Begriff Kahlschalgliteratur wird auch als Synonome der Truemmerliteratur verwendet. Diese
Literatur behandelt nicht nur die Realitaet des Schutts und der Runinen von der Staede und Haeuser,
sondern auch die Ideale und Ideologien, die Realitaet des Kriegs, Todes, des Untergangs und des
Uberlebens inmitten von Truemmern.

Die Gruppe 74
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Die Gruppe 47 wurde im Jahr 947 von einer Vereinigung von deutschen Autoren und Verlegern
gegründet. Die Ziele der Gründer der Gruppe 47 waren zum einen die Förderung junger deutschen
Autoren und die Erziehung des deutschen Volks zur Demokratie nach den Zeiten des Hitlerregimes.
Jährlich wurden auch Preise an besonders gute Jungautoren vergeben, die durch diese Auszeichnung
an Berühmtheit dazu gewannen. Zu den bekanntesten Preisträgern gehörten unter anderen Heinrich
Böll (1951), Martin Walser (1955) und auch Günter Grass (1958). Die Gruppe 47 hat sich 1967
aufgelöst und sollte 2005 von Günter Grass wieder ins Leben gerufen werden. Es gelang ihm jedoch
nicht, genügend Autoren dafür zu begeistern.

Die Schwierigkeiten
a) Papierknappheit
b) Materialen Schwierigkeiten
c) Starke Zensur von den Siegermaechte
d) Sprachlosigkeit
e) Misstrauen gegen die missbrauchte Sprache
f) Orientierunglosigkeit
g) Unterschiedliche Reaktionen der Voekler
h) Protest gegen jede Art von Ideologie
Die literarischen Gattungen
1) Kurz Geschichte
2) Gedichte
3) Dramen
4) Romane
5) Autobiographische Schilderungen

Die bevorzugten Gattungen zur Zeit der Nachkriegsliteratur waren Gedichte und Satieren. Lyrik
wurde in der Nachkriegsliteratur zur wichtigen Gattung gesehen. Fuer viele Dichtern waren
Gedichte die beste Moeglichkeit ihre Empindungen und Erfahrungen zum Ausdrueck zu bringen. In
vielen Gedichten werden die Schrecken und Erfahrungen des Krieges, sowie die Armut der
Menschen aufgegriffen. Begriffen werden die Situationen einfachen Menschen, die den Krieg
ueberlebt haben oder als Soldaten zurueck in ihre Heimat kommen und versuchten, das Trauma zu
verarbeiten. Einige Autoren versuchten in ihren Werken alles sehr realitaetsnah darzustellen, um die
Tatsachen nicht in lyrischer/ Komplexer Sprache zu verschleieren (Guenter Eich). Einige Dichter
aber versuchten diese ungeheurliche Ereignisse in ganz anderen Art und Weise darzustellen, wo sie
die surealistische Elemente, Oxmoron und Hermtische Lyrik usw. Meist spieglete auch der formale
Aufbau der Gedichte die Truemmerladschaft wieder.

Die Haupthemen der Nachkriegslyrik

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 Kriegs-und Nackkriegserfahrung
 Heimkehrliteratur

 Todeserrinerung

 Fassen des Ungeheuerlichen in der Sprachlosigkeit

Ziele der Lyrik zu der Zeit

 Verdraengung und Bearbeitung der Zeit des Krieges


 Misstaende zu der Zeit aufzeigen

 Gedanken und Gefuehle der Menschen nach dem Krieg wiedergeben

 Verarbeitung der eigenen Schuldfrage

 Rueckbesinnung auf eine Nicht- nationalistische Sprache

 Saeuberung von Nazi gebrauchten emotionalisierte Sprache

Merkmale der Lyrik - Die wichtige Merkmale der Lyrik dieser Zeit ist dass es durch
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Sprachlosigkeit gepraegt ist. Sprachlosigkeit war fuer die neue Literaturschreibende ein grosses
Problem. Sie wollten sich von die nazistische/ nationalistische Sprache ein Distanz nehmen. In der
Nazizeit wurde eine emotionaliserte nationaliserte Sprache misgebraucht, um eine nationalistische
und rassistische Gefuehle zu propagieren. Deshalb versuchten jetzt die Literaten sich von der
imotionaliserte Sprache distanzieren.

In solcher orientierunsglosen Situation gab es unterschiedliche Gefuehle ueber das


Literaturschreiben . Viele Dichter, Schriftstller und Philosophen haben ihre Meinungen ueber diese
Schwierigkeiten der Literaturschreiben.

Adorno,, es sei barbarisch, jetzt Lyrik zu schreiben“

Guenter Eich,, Ich schreibe Lyrik, um mich in die Wirklichkeit zu orientieren“.

Die frueh Nachkriegslyriker sind: Guenter Eich, Wolfgang Brochert, Wolfgang


Baechler, Paul Celan, Nelly Sachs, Betolt Brecht und Gottfred Benn.

Guenter Eich- Er wurde am 1. Februar 1907 in Lebus geboren. Nachdem er sein


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Oekonomie-und Sinologiestudium 1932 abgebrochen hatte, lebte er als schrifftsteller in Berlin. Er war
nachbei fuer verschiedene Zeitschrifften journalistisch aktiv, darunter auch die Kulturzeitschrift, Neue
Rundschau. Waehrend des zweiten Weltkreig wurde er in dem Wehrmacht als Soldat eingezogen.

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1945 geraet er als unteroffizier in amerikanische Krieggefangenschaft. Trotz seines Mitgliedsantrag
fuer die NSDAP gehoert er zu den Gruendern des beruehmten Literatenzirkles der Gruppe 47. Dort
lernt er auch die Schriftstellerkollegin Ilse Aichinger kennen, die er1953 heiratete. Guenter Eich
gehoert zu den Autoren, die waehrend der Nazizeit in innere Immigration ging d.h. er blieb in
Deutschland. Nebenbei gewann Eich 1952 den Hoerspielpreis der Kriegsblinden, 1959 den Georg
Buechner Preis und 1968 den Schiller- Gedaechtnispreis. Am 20. Dezember 1972 strib er in Salzburg

Inventur (1947)

Sturktur- Inventur ist ein sieben- strophiges Gedicht mit vier Verse je Strophe. Das Gedicht
hat keine regelmaessige Metrum und deshalb reimen die Woerter nicht. Obwohl es eine reimloses
Gedicht ist, merkt man, wenn man es genau liest eine durchgehendes Rhythmus. Diese Rhythmus hat
aber hier und da kleinen Variationen. Guenter Eich hat es gelungen solch ein Gedicht zu schreiben, das
Scheinbar kein Remschma hat, aber wenn man das liest, wird man es gezwungen, es rhythmisch
vorzulesen. Dabei spielt auch die Verslange eine wichtige Rolle. Die Verse sind fast aehnlich lang und
deshalb klingen auch die Strophen fast aehnlich.

Inhalt- Dieses Gedicht entstand unmittelbar nach Kriegsende, also in einer Zeit, in der die
Umbebung in Truemmern lag. Dieses Gedicht ist eine Aufzaehlung von Habseligkeiten, alle dessen,
das dem lyrischen Ich geblieben ist. In dem Gedicht geht es um eine Aufzaehlung des Besitzes vom
lyrischen Ich Das lyrischen Ich zaehlt deskriptiv und ohne grosse gefuehlsregungen auf, was es zu
seinem Besitz zaehlen kann. Zu seiner Kleidung, gehoeren eine Muetze, ein Mantel und ein Paar
wollne Socken. Es laesst sich leicht erahnen, wie wichtig solche, fuer ihn selbstverstaendlich,
Kleidungstuecke sind, wenn man draussen uebernachten muss. Sein Bett besteht aus einem Stueck
Pappe und als Kissen dient ihm sein Brotbeutel, in dem das Paar wollne Socken steckt. Dieses
lyrischen Ich ist in seinem geschlossenen, kleinen begrenzen Welt. Man sieht ihm mit seiner
Dingwelt, Dinge die fuer ihn noetig sind. Wenn man seine Dinge sieht, zwingen sie dem Leser zu
vermuten, dass er ein Soldat ist, der draussen auf der Erde schlaeft. Das lyrische Ich benutzt die
Zeltbahn, um sich Schutz vor der Witterung zu verschaffen. Es wird in dem Gedicht deutlich, wie es
in seiner Not improvisieren muss und Beste aus dem Wenigen, dass es hat, herausholen muss. Zur
Koerperpflege besitzt es Rasierzeug sowie Handtuch. Um Notwendige Reparaturen z. B. an seiner
Zeltbahn durchfuehren hat es zwirn.

Sprache- Das Gedicht ist sehr direkt und der Inhalt handelt sich um der Dingwelt des
Erzaehlers. Die Sprache, die Eich hier um dieser Welt auszudruecken benutzt, ist besonders in dem
Sinne, dass es dadurch von Emotionen gesaubert ist. Die Sprache, die hier benutzt wird, ist ohne
Ornamentierung. Diese Sprache ist,selbstverstaendlich, ein Teil der Strategie Eichs in der Gleiche
Weise, in dem er mit dem Form dieses Gedichts spielt. Obwohl die Sprache nicht emotionell
ornamentiert ist, dennoch zwingt die Leser, Gedanken zu machen. Darueberhinaus erfaehrt der Leser,
dass die Sprache, die hier benutzt wird, ist sehr sparsam in Woerter und auch in die Bilder, die
dadurch evoziert werden. Obwohl es hier um eine schreckliche Zeit geht, wird hier keine
schreckliche oder schoene adjektive benutz. . Er benutzt diese begenzte Sprache um eine begrenzte
Welt zu zeigen.

Stimmung- In dem Gedicht herrscht es keine tragische Stimme. Deshalb erweckt es beim
Leser kein Mitleid. Es wird hier auch gar nicht geklagt. Es gibt hier kein Humor, keine
Gluecklichkeit, auch keine Ungluecklichekeit klar zu sehen. Also die Farbe dieser Welt ist ziemilich
grau. Es gibt keine schwarz und weisse Darstellung von Emotionen. Aber das Gedicht verkoerpert
irgendwie die bedrueckte Stimmung dieser Zeit. Man fuehlt bedrueckt ueber die Welt lage.

Das Ziel dieser gereinigten, sparsamen Sprache - Das


Gedicht war in der Zeit, als es herausgegeben wurde, sehr erfolgreich geworden. Durch dieser
Phaenomen ist es sicher, dass die sparsame Sprache eine grosse Wirkung gehabt hat. Diese
anscheinend unemotionelle, sparsame Sprache produziert irgendwie Bewegung und Emotionen, weil
es laesst den leser Gedankenzu machen. Sehr wenig wird gesagt und genau deswegen ist der leser
jetzt dazu gezwungen, selbst dazu Gedanken ueber diese kleinere Welt des Soldates zu machen. In
der Zeit, wenn es geschrieben wird, waren die Bedigungen von Soldaten sehr schlecht. Meistens
kehrten nach dem Weltkrieg zurrueck nach Haus um niemanden dort zu finden. Sie waren
schwerkrank und hatten niemand, der sich um ihnen kuemmerte. Die Leerheit der Sprache, konnte
man sagen, verkoerpert die Leerheit von diesem kleinen Welt der Soldaten.

Der Dichter verscuht durch dieses Gedicht, eine Tragoedie mit Hilfe sachlichen Sachen zu
beschreiben. Das ist eine Art Stabilisierung aber im Gegensatz dazu ist es auch denkenswert, dass
wenn man eine Tradoedie mit sachlichen Woerter beschreibt, es wirkt innerlich sehr bewegend.

Latrine 1948

Strucktur Dieses Gedicht setzt sich aus vier Strophen zu je vier Versen zusammen. Das
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Metrum wird ueberwiegend durch einen Dktylus dargestellt. In der ersten und dritten Sprophe hat es
Kreuzreim. Thematisch spielt Kontrast eine sehr wichtige Rolle in dem Gedicht, z. B. Hoelderin
und Urin sind als reimende Woerter gestellt. Einerseits werden die Faeklien ( Urin. Kot) benutzt und
anderesseits werden die Woereter benutzt, die zur Landschat gehoeren ( bewaldete Ufer, gestrandetes
Boot, Wolken und die Garonne) .

Inhalt- Das Gedicht „Latrine“ von Guenter Eich wurde im Jahr 1948 veroeffenlicht. In dem
Gedicht beschreibt Eich die Katastrophalen Zustaende waehrend der Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Das Lyrische „Ich“ (vermutlich ein deutscher Soldat während des zweiten Weltkrieges) beschreibt
dem Schuetzgraben, die stinkende Graben,

In der erste Strophe erzeugt er das dreckige Bild. Dieses lyrische Ich hockt in den Knien,, ueber
stinkendem Graben, wo der Papier voll von Blut und Urin liegen. Diese Woerter (Blut und Urin)
haben die stinkende Geruch .In diesem stinkende Graben sieht das Lyrische Ich, die funkelnden
Fliegen, aber er sieht die kaum stoerend.

Im Gegensatz dazu bringt er in der zweiten Strophe die unmittelbare Landschaft vor ( durch die
Woerter wie z. B. bewaldete Ufer, Gaerten u.s.w), wo er einen einen Augenblick auf die
Landschaft wirft, und die bewaldete Ufer, Gaerten, und gestrandetes Boot sieht und ploetzlich
beschreibt er in den Schlamm der Verwesung versteinte Kot sieht. Diese wird auch durche eine
interesannter Art und Weise dargestellt. Man sieht in dem ganzen Gedicht Kontrast , die beitragen
die Gefuehle des lyrischen ich zum Ausdruck zu bringen.

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Der staerke Kontrast zwischen den Woertern wie Blut und Urin od. Verwesung und Kot intensiviert
das schreckliche und schokierende Bild in den Lesern. Eich nimmt hier ganz unterschiedlichen
Stand. Mit Methoden der Sachlichkeit d.h. er haelt Abstand von der Emotionliersung und
ornamentalisierung der Sprache und staat dessen waehlt er die Methode der Sachlichkeit.

Auf der ersten Blick kommt das Gedicht komisch vor, aber unbedingt ist es nicht der Fall, sondern es
kommt mehr grotesk als komisch. Hinter diesem eigentuemlichen, komischen Aufbau der Sprache
ist ein einkelhtiges Bild festzustellen, wodurch eine traurige Stimme zu erkennen ist.

Sprache- Wenn man es sprachlich sieht, hat das Gedicht viele Stilmittel. Hier wird die
Onomatopoesie (V.8 "klatscht" oder V.9 "schallen) benutzt. Des Weiteren benutzt Eich zahlreiche
Alliterationen wie z.B. "funkelnde Fliegen" (V.3) oder "Gärten, gestrandetes" (V.6). In den Versen
13 und 14 wird diese Wortbetonung sogar noch verstärkt, indem die gleichen Laute auf den betonten
Silben liegen. ("Geh aber nun und grüße die schöne Garonne"). Ferner befindet sich zwischen den
Versen vier und fünf ein Enjambement, welches dafür sorgt, dass beide Strophen miteinander
inhaltlich verbunden sind.
Die Wortfelder in dem Gedicht bewirken eine eindeutige inhaltliche Spaltung. So wird einerseits von
Fäkalien (Urin, Kot) gesprochen und andererseits die Landschaft beschrieben (bewaldete Ufer,
gestrandetes Boot, Wolken und die Garonne).

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Paul Celan ist einen der bedeutendesten Lyriker der deutschen Sprache nach dem 2.
Weltkrieg. Er wuchs in einer deutschsprachign-jüdischen Familie auf und zeigte früh große
sprachliche Begabung und dichterische Interessen. Celan wurde im Jahr 1920 in Rumaenian
geboren. Er besuchte zunaechst die Deutsche dann die herbaerische Grundschule. 1938 begann er
in Frankreich ein Medizinstudium, kam dort mit der surrealistischen Poesie in Kontakt, kehrte aber
nach Czernowitz zurück, um Romanistik zu studieren. Im Jahr 1941 als jodoch die Deutschen
Truppen sein Heimat Czernowitz besetzen, wurden die Juden in dem Getto gezwungen. Seine Eltern
wurden im Jahr 1942 zum KZ deportiert. In einem Lager zunaechst starb sein Vater und dann wurde
seine Mutter erschossen. Von 1942 bis 1943 wurde er in verschiedenen rumaenischen Arbeitslagern
festgehalten und musste Zwangsarbeit im Strassenbau leisten. Dann wurde er im Jahr 1944 von der
Roten Armee eingenommen. Im Jahr 1945 kehrte er zueruck und nahm sein Studium wieder auf.

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Celans kann formal als kontinuierliche Ablösung von neuromantisch-symbolistischen (Rilke) und
surrealistischen Prägungen und als Suche nach einer ganz eigenständigen poetischen Sprache
beschrieben werden, inhaltlich ist es das Trauma von Verfolgung und Verlust, die leidvolle Erfahrung
der Nazi-Opfer, die sich durch alle so sorgsam komponierten Gedichtbände zieht. Die Frage des
Philosophen Theodor W. Adorno, ob Lyrik nach Auschwitz noch legitim sein könne, hat Celan durch
seine Gedichte nach (und über) Auschwitz faktisch beantwortet. Celan ht sich als Nazi-Opfer
dichterisch für die Sprache der (deutschen) Mörder entschied, erscheint zunächst als Paradox.

Auszeichnungen- 1957 Literatur Preis des Kulturkreisen / 1958 Bermer Literatur Preis/
1960 Georg Buechner Preis/ !964 Grosser Kunstpreis des landes

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Wichtigte Werke- Der Sand aus der Urnen- 1948/ Mohn und Gedaechtnis-1952/ Atemwende-
1967/Fadensonnen-1968

Todesfuge- Dieses Gedicht entstand im Jahr 1945 und erschien zunaechst in rumaenischer
Uebersetzung im Jahr 1947. Die deutsche Fassung wurde erstmal im Jahr 1948 in Celans Erstling
,,Der Sand aus den Urnen veroeffentlicht. Die Todesfuge gilt als Celans bekanntestes Gedicht und
eine der bedeutendsten lyrischen Aufarbeitungen des Holocausts.. Celans Gedicht wurde aber auch
zum Gegenstand von Kontroversen. So wurde Celan vorgeworfen, die „Schönheit“ der Todesfuge
werde der Thematik der Judenvernichtung. Todesfuge thematisiert die Judenvernichtung von die
Nationalsozialisten. .

Inhaltsangabe
In dem Gedicht geht es um die schwarze Milch, die diese Lyrischen wir den ganzen Tageszeit
konsumieren. Die Schwarze Milch wird als leitmotive dieses Gedichts verwendet und spielt eine
entscheidende Rolle und steht im Zentrum. Jede Strophe beginnt mit diesem gleichen Begriff. Dabei
fällt besonders der Gegensatz auf: Während "schwarz" im Allgemeinen mit Tod, Trauer, Gefahr und
Dunkelheit in Verbindung gebracht wird, steht "Milch" eher für Nahrung, Leben, und natürlich
Weiße, Reinheit. Durch dieses Oxymoron bekommt die Milch ebenfalls einen bedrohenden, gar
todbringenden Beigeschmack. Diese schwarze Milch wird vom lyrischen "Wir" konsumiert, während
ein Aufseher sie überwacht.

-Form -
Das Gedicht besteht aus sieben unregelmäßigen Strophen. Es gibt kein bestimtes Reimschema,
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Überwiegend tritt hierbei kein Reim auf. Einige Ausnahme findet man doch die Verse 30 bilden,
Diese Reimwoerter bilden einen engen Zusammenhang in dem sonst satzzeichenlosen Gedicht
darstellen, als auch Kaltblütigkeit vermitteln.

Das metrische Schema wird von Trochaen und Daktylen (einer btonten und zwei unbetonten Silben)
bestimmt. In diesem Gedicht findet man keine bestimmte Satzzeichen. \ Die fehlenden Satzzeichen
lassen den Eindruck entstehen, es seien vielen Gedanken aneinandergereiht worden. Das kann auch
der Hinweis auf die Zerrissenheit und die Störung der Normalität, die sich im Inhalt zeigt. Fehlende
Satzzeichen sind vielleicht als Ausdruck der Hilflosigkeit der Gefangenen zu deuten; evtl. auch als
Hinweis, dass angesichts der Grausamkeit des Beschriebenen keine Zeit für Satzzeichen bleibt.
Dieser Eindruck wird uch durch die ständige Wiederholung und die willkürliche Groß- und
Kleinschreibung am Versbeginn widerlegt.

Mit den Titel "Todesfuge" werden bereits viele Hinweise auf das folgende Gedicht gegeben. Es geht
also um den Tod. Der Wortteil Fuge gibt weitere Ansatzpunkte. Eine Fuge ist eine nach strengen
Regeln aufgebaute musikalische Kunstform, bei der ein Thema nacheinander durch alle Stimmen
geführt wird. Celan hält sich hier an das Wiederkehren bestimmter Sätze. Das Gedicht besteht im
Grunde aus nur wenigen Einzelbildern, die, überhaupt nicht oder nur wenig abgeändert, in immer
neuer Zusammensetzung erscheinen, sich so gegenseitig verdeutlichen und neuen Inhalt erzeugen.
Das Wiederkehren unterliegt keinen erkennbaren Formalien. Vielmehr wird das erneute Auftauchen
schon bekannter Einzelbilder vom inhaltlichen Zusammenhang

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In dem Gedicht wird das Thema die Judenvernichtung durch viele Zitaten von alten und neuen
Testament, Zitaten von Dichter, durch Oxmoron, Pardoxen, und anderen Schreibmittel dargestellt

Sprache- Nach dem zweiten Weltkrieg fanden es viele Lyriker, Schriftsteller


es schwer, ihre Gefühle und Erfahrungen zu äuβern. Die groβe Frage war, wie
konnte man die extreme Erfahrungen, die Realität, die die konventionelle
Methoden nicht ausreichten, ausdrücken. Sie versuchten die Nazi Sprache in
ihre eigene Art und Weise zu entpuppen. Paul Celan hat die tradionelle Form
der Lyrik abgelehnt und versuchte eine neue Sprache ( in eigenen Art u. Weise
zu schreiben) zu entwickeln. Deshalb benutzte er Paradoxe, Oxymoron 8,
hermetische Sprache usw. in seinen Gedichten. „ Todesfuge“, ein Gedicht von
ihm, ist ein Beispiel von hermetischer Lyrik9.

Die Sprache ist rätselhaft, was ein typisches Merkmal von hermetischer Lyrik ist. Celan benutzt
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Paradoxen ( Einerseits schrecklicher Inhalt & andererseits Rhythmus), Oxymoron ( „Schwarze


Milch“), Zitaten von alten und neuen Testament usw. Es lassen sich die folgenden poetischen
Gestaltungsmittel feststellen: Es gibt viele Wiederholungen. Darunter gibt es Anapher, die am
Anfang der Versen sind ( „ wir trinken..“, „Schwarze Milch“) und Epipher, die am Ende der Versen
sind ( „ ...dein goldenes Haar Margarete“, „ ..der Tod ist ein Meister aus Deutschland“). Vielleicht
verursacht diese Wiederholungen eine Monotonie. Auβerdem hat sie mit der Form( Fuge-eine
musikalische Form) zu tun. Es gibt hier keinen Satzzeichen. Es wird auf die Regeln von Groβ- und
Kleinschreibung absichtlich nicht geachtet Verwendung von Substantiven Wörter. Es gibt in dem
Gedicht nur zwei reimende Versen( blau,genau), sonst keine.

Interpretation- Der Titel „ Todesfuge“ ist gegensätzlich Während Tod selbstverständlich auf
ein schreckliches Thema / Inhalt hindeutet, ist Fuge11 eine musikalische Form. Das Wort „ Fuge“ hat
auch etwas mit dem Struktur des Gedichts zu tun.( Wiederholungen). In diesem Gedicht hat er die
Vernichtung des Juden thematisiert. Jeder der vier Strophen beginnen mit Schwarzer Milch der
Frueh. Dieses Bild (leitmotivisch verwendet) enthält Gegensätzliches . Der erste Vers fängt mit
„Schwarze Milch“ und diese Wörter werden mehrmals in der Gedicht wiederholt. „ Schwarze
Milch“ ist ein Oxymoron. Während „ Schwarz“ im Allgemeinen mit Tod, Trauer, Gefahr usw. in
Verbindung steht, ist „ Milch“ mit Leben, Gesundheit, Reinheit in Verbindung zu setzen. Es evoziert
ein Bild von etwas, das vergiftetes, unheiliges Mittel ist.

Das lyriche ich ( „ wir“ in dem Gedicht) spricht im Namen von mehreren ( eine kollektive
Repräsentation). Damit ist die Juden gemeint. Sie trinken dieses Milch „ Frühe“, weil es keinen
natürlichen Tod ist. Die Leute ( hier Juden) werden gezwungen, das Milch zu trinken.

„ wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng“( Vers 3).. Eine weitere Tätigkeit des
lyrischen Wirs ist das Schaffen eines Grabes in der Luft. Dies soll augenscheinlich Bezug nehmen

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auf die Krematorien, in denen man "nicht zu eng" liegt, also offensichtlich befreit wird aus der Enge
und Eingeschränktheit des Lagers.

„Ein Mann“ nimmt Bezug auf einen Bewacher oder Aufseher, der Liebesbriefe an seiner Geliebte
Margarete ( ein deutscher Name) schreibt. „Margrete“ evoziert die Gefühle der Zärtlichkeit. Er ist
ein stereotypisches Aryan: Er hat blaue Augen und seine Geliebte hat „goldenes Haar“. In Kontrast
dazu hat Sulamith, vielleicht eine Judin, hat „aschenes Haar“( verbrantes Haar)

In den Versen ein ein Grab in Lueften, ein Grab in den Wolken, Ein Grab in der Luft- wird die
Ungeheurliche der Vergasung zur Sprache gebracht. Die Gefangenen (Juden) sind in zwei Gruppen
gespalten. Diejenigen, im Gedicht "die andern" genannt, die nach den strengen Regeln (wie in einer
Fuge) des Mannes musizieren, singen, tanzen und sich so ein besseres Grab in den Lüften schaffen
wollen und diejenigen, im Gedicht "die einen" genannt, die von den Rüden gehetzt ein Grab in der
Erde schaufeln. Die Bezeichnung des Todes als "Meister aus Deutschland" (V. 24). Dies zeugt nicht
nur von der Tatsache, dass die Befehle aus Deutschland kommen; die gleichzeitige Bezeichnung des
Todes als Meister zeugt von absoluter Brutalität .

Der Ausdruck "als Rauch in der Luft" (V. 25) zeigt dabei sowohl einen Bezug zu den verbrannten
Leichen, als auch zu den Gaskammern, in denen die Lagerinsassen getötet wurden. "wir schaufeln
ein Grab in den Lüften" (V. 15) wird gesteigert durch die Formulierung "dann habt ihr ein Grab in
den Wolken" (V. 26). Diese Tendenz findet ihren Höhepunkt in der Bezeichnung "schenkt uns ein
Grab in der Luft" (V. 33).

Die letzten beiden Verse zeigen nochmals deutlich den Täter-Opfer-Kontrast. Sowohl Margarete als
auch Sulamith verkörpern die Geliebte. Während die arische Margarete allerdings mit Wohlstand
assoziiert wird und das Volk der Deutschen verkörpert, stellt Sulamith eher das Leid der Insassen dar.
Dieser Kontrast sorgt für einen eindrucksvollen Abschluss des Gedichts, der gleichzeitig einen der
Hauptinhalte auf den Punkt bringt.

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