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Anika

Adler, Immatrikulationsnummer: 218216349

Exzerpt Soziale Schichtung (Davis / Moore)

Davis, Kingsley und Moore, Wilbert (1973): Einige Prinzipien der sozialen
Schichtung. In Hartmann, Heinz (Hg.): Moderne amerikanische Soziologie, Neue
Beiträge zur soziologischen Theorie. Stuttgart: Ferdinand Enke Verlag Stuttgart. S.
346-357.
Keine Gesellschaft ohne Klassen (347). Soziale Positionen bergen soziale Pflichten.
Positionen sind angenehm – unangenehm, wichtig – unwichtig, häufig – selten
(aufgrund Begabung oder Ausbildung). Akteure sind motiviert, bestimmte Positionen
einzunehmen und deren Pflichten zu erfüllen, wenn angemessene Belohnung als
Anreiz geschaffen ist. Soziale Schichtung durch unterschiedliche Belohnungen (348).
Ungleichheit bewirkt, dass wichtige Arbeiten kompetent ausgeführt werden. Höherer
Rang bei wichtigen Arbeiten und bei Personalknappheit durch Notwendigkeit
besonderer Begabung oder Ausbildung (349).
Soziale Schichtung durch Hierarchien in Religion. Einige Personen werden als
„heiliger“ angesehen und sind privilegierter für bestimmte Belohnungen und
Machteinflüsse (351). Gleichzeitig Gefahr der Abwertung von Geistlichen: Können
durch angebliche „Heiligkeit“ keinen funktionalen gesellschaftlichen Nutzen liefern
(352).
Soziale Schichtung durch politische Beziehungen. Staat (Amtsperson) hat Macht
über Individuen durch Autorität. Jedoch bereits Maßnahmen gegen zu hohe
Ungleichheit durch staatliche Autorität: Amtspersonen verhältnismäßig wenig,
Gruppeninteresse wird mehr beachtet, Autorität nur durch Amt (353).
Soziale Schichtung durch unterschiedliche Wirtschaftserträge (Löhne) durch
unterschiedliche Bedeutungen der Positionen zu vernachlässigen.
Soziale Schichtung durch Kapital: Belohnung für bloßes Eigentum, z.B. durch Erbe.
Wirkt sich auch in „Rechten an der Arbeit anderer“ aus (354).
Technisches Wissen weitestgehend untergeordnet: sobald Überangebot an
bestimmter Berufsklasse besteht: Prestigeminderung. Spezialisierung
ausschlaggebend für höheres Prestige (355)
Soziale Schichtung kann unterschiedlich sein und ist abhängig von bestimmten
Faktoren:
Innere Bedingungen: a) Spezialisierungsgrad. b) Bedeutung jeweiliger Positionen
(Religion, Regierung, Kapital, Familie). c) messbare soziale Distanz zwischen
Positionen. d) Mobilitätschance (Möglichkeit des Wechselt zwischen Schichten)
(356). e) Solidarität zwischen den Klassen.
Äußere Bedinungen: a) Kultur (je höher Stand der Kultur, desto höhere
Spezialisierung und Mobilität, niedrigere Solidarität). b) Wirkung aus anderen
Gesellschaften (z.B. durch Krieg oder Handel). c) Größe der Gesellschaft (kleine
Gesellschaft = geringe Ungleichheiten) (357).